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Ausgabe April / Mai 2013 - Piazza Tedesca

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Impressum<br />

Titelbild:<br />

Anja Harder-Gemlau<br />

Redaktion:<br />

Karin Weinberger<br />

(Redaktionsleitung)<br />

Krimhilde Jerabek<br />

Fiorina Libardi<br />

Sebastian Springfeld<br />

(stellv. Redaktionsleitung)<br />

Anke Mordhorst<br />

Liebe Leser,<br />

Freie Mitarbeiter:<br />

Anja Harder<br />

Gerd Wienbreier<br />

Druck und Verteilung:<br />

Deutsche Stabsgruppe Naples<br />

Telefonische Erreichbarkeit:<br />

Karin Weinberger: 34532801 00<br />

Fiorina Libardi: 081 /721 3469<br />

Sebastian Springfeld: 081 /721 3753<br />

Unsere Homepage:<br />

www.piazza-tedesca.de<br />

Felix Wustrack (Webm@ster)<br />

webmaster@piazza-tedesca.de<br />

Webadresse für Beiträge:<br />

redaktion@piazza-tedesca.de<br />

Redaktionsschluss für die<br />

kommende <strong>Ausgabe</strong> ist der<br />

29.05.201 3. Später eingesandte<br />

Beiträge heben wir uns für die<br />

folgende <strong>Ausgabe</strong> auf. Bitte die<br />

Fotos zu den Beiträgen auch immer<br />

nochmals im JPEG-Format separat<br />

in der <strong>Mai</strong>l senden.<br />

Wenn es wichtig ist, dass der<br />

Artikel direkt erscheint: Bitte<br />

Redaktionsschluss einhalten! Die<br />

Artikel geben nicht immer die<br />

Meinung der Redaktion wieder.<br />

Die nächste Redaktionssitzung ist<br />

am 1 5.05.201 3 um 1 0.00 Uhr in<br />

Pelino´s Cafe im Community-<br />

Center in Lago Patria. Gäste sind<br />

herzlich willkommen!


<strong>Piazza</strong> <strong>Tedesca</strong> ­ Die Zeitung der Deutschen am NATO­Standort<br />

Neapel<br />

In dieser <strong>Ausgabe</strong> lesen Sie:<br />

Liebe Deutsche Community Seite 4<br />

Oberst Wienbreier´s Vorwort<br />

LGAN ­ Teilnehmer zu Besuch in Neapel Seite 5<br />

Frank Wasgindt berichtet<br />

Oktoberfest <strong>2013</strong> Seite 7<br />

Ein Aufruf zum Mitmachen von Steffi Lehmann/Team Marketing<br />

Zu Besuch auf der Fregatte Hessen Seite 8<br />

war Sebastian Springeld<br />

Dinner and (more) Dance... Seite 10<br />

Erwin Weissmann tanzte auf der allerletzten Nisida-Party<br />

"MC Naples ist deaktiviert" Seite 12<br />

und Barbara Klüver war dabei<br />

Karfreitag auf Procida Seite 16<br />

Gerd Wienbreier sah sich die "Processione dei misteri" an<br />

Rechtssprechung a la Italia Seite 19<br />

Frank Reimers mit Teil 3 seiner Odyssee: "Finalmente"<br />

Und sie bewegt sich doch... Seite 20<br />

Wolfgang Mordhorst berichtet über die DGN-Exkursion<br />

Caravaggio ­ Der Rockstar des Barocks Seite 24<br />

Anja Harder-Gemlau stellt uns den Maler vor<br />

Another Perspective Seite 26<br />

Frank Reimers im Gespräch mit Cdr Martin Roper aus England<br />

Campania Artecard Seite 28<br />

Anke Mordhorst mit einem Kultur- und Spartipp<br />

Zurück in Deutschland... Seite 30<br />

...ist Barbara Klüver und hatte Besuch aus Napoli<br />

Deutsche Sprache ­ Schwere Sprache Seite 32<br />

Ein Interview mit Iris Müller, unserer Deutschlehrerin<br />

Impressum Seite 2 Inhaltsangabe Seite 3<br />

Sani-Seite Seite 6 ASC Charity Seite 14<br />

Fit für den Sommer Seite 13 DGN-Kino Seite 41<br />

ASC News Seite 15/44 Casa-Termine Seite 22<br />

Evangelische Kirche Seite 23 Neues aus der dt. Del. Seite 11<br />

Buchrezension Seite 37 Rezept des Monats Seite 38<br />

DUKaN News Seite 42 Schlagerecke Seite 40<br />

Goethe Institut Seite 29 Kino in der Casa Seite 18<br />

Klönschnak in der Casa Seite 43 Notfallnummern Seite 43<br />

Bodyfit Seite 39<br />

Für die Zusendung der Beiträge und Fotos sagen wir allen vielen Dank!


4<br />

Liebe deutsche Community,


LGAN ­ Teilnehmer zu Besuch in Neapel<br />

Ende März diesen Jahres war es wieder soweit, dass ein Teil des Nationalen Generalund<br />

Admiralstabsdienst Lehrgangs (LGAN) im Rahmen ihrer Europareise das HQ JFC<br />

Naples besuchten. Unter Führung des Delegationsleiters Herrn Kapitän z. See Schäfer<br />

erreichte die Delegation der Führungsakademie der Bundeswehr bestehend aus 15<br />

Lehrgangsteilnehmern, einem begleitenden Tutor und den beiden deutschen<br />

Verbindungsoffizieren aus Rom in den frühen Abendstunden des 25.03. <strong>2013</strong> ihr Hotel<br />

in der Nähe des neapolitanischen Hauptbahnhofs. Auf dem Programm der nächsten<br />

beiden Tage stand zum einen die Informationsveranstaltung beim HQ JFC Naples in<br />

der neuen Base in Lago Patria und zum anderen ein abwechslungsreiches<br />

Kulturprogramm.<br />

Der Vormittag im HQ am 26.03. war durch zahlreiche Vorträge geprägt, die sich mit<br />

den Aufgaben und der aktuellen Lage des JFC beschäftigten. Als Höhepunkt hierbei<br />

wurde von allen Teilnehmern unbestritten der gut einstündige Vortrag von<br />

Generalleutnant Hainse in seiner Funktion als DCOM empfunden. Er erläuterte die<br />

wesentlichen Eckpunkte bei der Arbeit auf operativer Ebene und verdeutlichte diese<br />

mit seinen vier „Lines of Operations“. Insbesondere anhand des Beitrag des DCOM<br />

konnten die Lehrgangsteilnehmer gut überprüfen, in wie weit die an der FüAkBw<br />

erworbenen Kenntnisse mit der harten Praxis übereinstimmen. Das abschließende<br />

Resümee war das Gefühl durch den Lehrgang gut aufgestellt und vorbereitet zu sein.<br />

Eine kurze ca. zehnminütige Stipvisite auf der JOC Bridge rundete das Bild ab, bevor<br />

dann noch der obligatorische Fototermin im Foyer des <strong>Mai</strong>n Buildings zwischen den<br />

Teilnehmern und dem verdienten Mittagsmahl stand.<br />

Die nächsten beiden halben Tage standen im Zeichen der Kultur. Der Nachmittag<br />

begann mit einer Stadtrundfahrt im 15. Stadtteil der 30 von Neapel in Posillipo. Unter<br />

der bewährten Führung von Herrn Dr. Hachfeld ging es dann über den Hafen bis zum<br />

Hauptbahnhof, jede Ecke wurde immer mit einer kleinen Geschichte oder Anekdote<br />

interessant aufbereitet. Der anschließende Rundgang durch die Altstadtgassen<br />

vermittelte trotz des eher untypisch schlechten Wetters eindrucksvoll die typische<br />

neapolitanische Atmosphäre dieser angeblich italienischsten aller italienischen Städte.<br />

Ein Besuch im Dom mit persönlicher Begleitung des Abtes und damit der Möglichkeit,<br />

auch in die Schatzkammer einen Blick werfen zu können, war sicherlich der krönende<br />

Abschluss eines interessanten Tages. Am nächsten Vormittag war der Wettergott dem<br />

Lehrgang hold, so dass der wiederum detailliert und abwechslungsreich kommentierte<br />

Besuch des Heculaneums im Trockenen stattfinden konnte und die Sicht beim<br />

abschließenden gemeinsamen Mittagessen auf halber Höhe des Vesuvs auf die Bucht<br />

von Neapel mehr als schemenhaft die Konturen der Küstenlinie erkennen ließ. Der<br />

obligatorische Austausch von Gastgeschenken endete mit den Worten des<br />

Delegationsleiters, dass der Besuch in Neapel sicherlich den Höhepunkt der<br />

Italienreise dargestellt hat. Dem ist Nichts hinzuzufügen.<br />

5


6<br />

Der nächste Besuch des dann neunten streitkräftegemeinsamen LGAN zu Beginn des<br />

Jahres 2014 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Tür, aber er wird kommen und<br />

wir als Deutsche Delegation freuen uns bei aller Arbeit schon jetzt darauf, denn es<br />

eröffnet auch immer wieder die Möglichkeit unsere Arbeit zu präsentieren und<br />

Werbung für die Region Neapel zu machen.<br />

Frank Wasgindt


Ein Besuch auf der Fregatte Hessen<br />

„Ein wirklich tolles Erlebnis!!!“ – das<br />

war zusammengefasst der Tenor der<br />

etwa 20­köpfigen Abordnung der<br />

deutschen Community hier am<br />

Standort Neapel nach dem Besuch<br />

der Fregatte Hessen. Diese hatte auf<br />

ihrer Fahrt im Rahmen der<br />

Flaggschifffunktion der Standing<br />

Naval Maritime Group 1 anlässlich<br />

des Außerdienststellungsappells des<br />

HQ MC Naples auf dem Weg von<br />

Kreta nach Barcelona auch in Neapel<br />

Station gemacht.<br />

Fregattenkapitän Dirk Jacobus, seit September vergangenen Jahres Kapitän der<br />

Fregatte „Hessen“, und selbst von 2006 bis 2008 im HQ JFC Naples tätig, hatte als<br />

ehemaliger „Neapolitaner“ und aus alter Verbundenheit kurzfristig eingeladen diese<br />

Gelegenheit zu nutzen um eines der modernsten Schiffe der deutschen Marine zu<br />

besichtigen.<br />

Mit dem Heck zuerst, in der Fachsprache der Marinekameraden wohl „Römisch­<br />

Katholisch“ genannt, hatte die „Hessen“ an der Stazione Marittima direkt zwischen<br />

zwei großen Kreuzfahrtschiffen festgemacht. Kapitän Jacobus höchstpersönlich war<br />

es, der zusammen mit einigen angetretenen Offizieren die deutschen Gäste aus Neapel<br />

an Bord begrüßte. Nach einem Getränk bei einem kurzen „Icebreaker“ ging es<br />

zunächst auf die Brücke, wo zur Überraschung einiger nicht der Kapitän am Ruder<br />

stand, sondern ein Hauptgefreiter, der sogenannte Rudergänger, was viele nicht<br />

erwartet hatten. Dieser Kamerad hatte dann auch dazu beigetragen, dass die „Hessen“,<br />

begleitet von Schleppern des Hafens Neapel, nach dem Ablegen sicher aus dem Hafen<br />

von Neapel auf eine kleine Rundreise durch den Golf aufbrechen konnte.<br />

8<br />

Unterdessen war es die Aufgabe des „SOPO“, des Schiffsoperationsoffiziers, in einer<br />

kleinen Präsentation rund um die „Hessen“ Auftrag, Geschichte und Hintergründe zu<br />

technischen Daten und Besatzung vorzustellen. Warum die Stühle am Boden des<br />

kleinen Besprechungsraumes verankert sind wurde zum Ende der Präsentation und<br />

nachdem das Schiff den Hafen verlassen hatte, dann auch klar: Leider spielte das<br />

Wetter nicht mit, so dass Wind und Regen ihr Übriges taten und doch dazu beitrugen,<br />

dass das Schiff dann ein wenig schaukelte. Prompt setzte bei der ein oder anderen<br />

„Landratte“ ein gewisses Übelkeitsgefühl ein. Doch natürlich war die Besatzung auch<br />

hierauf vorbereitet, konnten doch sofort die auch aus Flugzeugen bekannten<br />

Behältnisse, in Fachkreisen auch „Kotztüten“ genannt, gereicht werden und


selbstverständlich waren auch gleich die schiffseigenen „Sanis“ aus dem Schiffslazarett<br />

zur Stelle um bei Bedarf den Einen oder Anderen zu betreuen.<br />

Nachdem die Gruppe sich aufgeteilt hatte und das Schiff unterwegs durch den Golf<br />

von Neapel war, war das Schiffslazarett dann, wie auch die Operationszentrale und die<br />

Technikzentrale eine Station, an der die dort eingesetzten Soldatinnen und Soldaten<br />

sehr ausführlich und äußerst interessant und kurzweilig Hintergründe zu den dortigen<br />

Funktionsweisen und ihrer Arbeit zu erläutern wussten. Und nicht nur das: Auf<br />

Wunsch der Besucher wurde anhand des Besuches der Kombüse, der Offz­ und<br />

Mannschaftsmesse und sogar einer Kabine der Soldaten nicht nur dargestellt wie man<br />

an Bord arbeitet, sondern auch wie man dort lebt. Die Art und Weise der Führung, der<br />

Enthusiasmus, die Offenheit, und auch das Verständnis der eingesetzten Soldaten<br />

Dinge zu erläutern, die für einen Marinesoldaten einfach selbstverständlich sind sowie<br />

die offene, zwanglose Bereitschaft zum persönlichen Gespräch hat mir persönlich stets<br />

das Gefühl vermittelt sehr willkommen zu sein an Bord.<br />

Unterstrichen wurde das Ganze dann noch durch die anschließende Einladung zum<br />

Grillen mit der gesamten Besatzung, nachdem die „Hessen“ dann vor Nisida vor Anker<br />

gegangen war. Bei der auch für uns in Neapel eher seltenen Kombination<br />

Kartoffelsalat, Steak und Weizenbier vom Faß kamen nicht nur kurz heimatliche<br />

Gefühle auf, es ergaben sich vielmehr weitere interessante und aufschlussreiche<br />

Gespräche, aber auch die Gelegenheit einen schönen Schnappschuss von Nisida und<br />

auch Pozzuoli zu machen. Denn in der Bucht vor Pozzuoli war das Tankschiff „Rhön“ ­<br />

gemeinsam mit der „Hessen“ unterwegs in der SNMG 1 ­ vor Anker gegangen und bot<br />

ein eher seltenes Bild. Und mal ehrlich: Zwei deutsche Kriegsschiffe vor Pozzuoli!<br />

Wann gibt es das schon mal zu betrachten.<br />

Interessant wurde dann noch zum Abschluss das Ausschiffen, stellte doch das<br />

„Umsteigen“ von der „Hessen“ auf das kleine Shuttleboot des Hafens von Nisida ob<br />

des dann doch eher etwas stärker aufkommenden Wellenganges den Einen oder<br />

Anderen vor Probleme. Doch auch hier trug natürlich die ganze Routine und<br />

Gelassenheit der gesamten<br />

Besatzung dazu bei, dass letztlich alle<br />

Gäste wieder sicher am Hafen von<br />

Nisida angekommen sind.<br />

Bleibt also abschließend, verbunden<br />

mit einem herzlichen Gruß, Kapitän<br />

Jacobus und seiner gesamten<br />

Besatzung für diesen wirklich tollen<br />

Nachmittag im Namen aller Gäste<br />

ausdrücklich zu danken. Und um es<br />

nochmal zu wiederholen: „Es war ein<br />

wirklich tolles Erlebnis!!!“<br />

Sebastian Springfeld<br />

9


1 0<br />

Dinner and (more) Dance...<br />

Ahoi Kameraden …<br />

Tja … mittlerweile hat es sich ja schon herum gesprochen … das beste Hauptquartier<br />

der NATO gibt es nicht mehr. Am 27. März dieses Jahres fand die Deactivation<br />

Ceremony auf Nisida statt und das berühmte Maritime Command Naples wurde<br />

feierlich ausser Dienst gestellt.<br />

Die beste letzte Inselfeier fand allerdings schon knapp zwei Wochen vorher in Sals Bar<br />

im HQ Gebäude statt. Für das Marineteam, das jahrelang erfolgreich im Kampf gegen<br />

Terror und Missetaten auf See eingesetzt war und mit grossem Geschick und<br />

marineoperativer Fertigkeit den Seekrieg gegen Gaddafi geleitet hat, sollte … nein<br />

musste auf jeden Fall noch eine gemeinsame Aktivität durchgeführt werden. Was gibt<br />

es denn dann besseres als noch einmal gemeinsam ... vom Chef persönlich bis zum<br />

jüngsten Mitglied des Teams ...“insieme“ zu Essen und zu Tanzen. Durch das Social<br />

Committee wurde natürlich vorher um Ideen nachgesucht. Dabei wurde schnell klar,<br />

dass sich die internationale Community auf der Insel der Glückseligkeit genau diese<br />

Aktivität wünschte. Daher wurde Sals Bar durch Sals Mannen profesionell<br />

hergerichtet, ein ordentliches buffet style dinner gezaubert und der Marmorboden mit<br />

einer extra Portion Schmierseife tanzklar gemacht.<br />

Ich muss gestehen, anfangs fing alles ein wenig, na ja … eher drösig an ... slow motion<br />

... small talk, Rumstehen in nationalen Grüppchen, um zunächst auch die<br />

Familienmitglieder der Kameraden kennen zu lernen und das Süppchen des dinners<br />

zu finden. Finger food nach italienischer Tradition gab es genug und viele Unkundige<br />

hatten sich daran schon den Bauch vollgeschlagen, so dass dann später von der<br />

herrlichen Pasta noch ne Menge übrig blieb ... ich denk, die Hunde und Katzen und<br />

das andere Seegeschmeiss der Insel haben sich nachts noch ziemlich darüber gefreut.<br />

Als dann durch das leichte Blubbern der vollen Mägen die Stimmung noch etwas<br />

ruhiger wurde, ergriff der DeeJay Italiano die volle Initiative. Er drehte gekonnt<br />

smoooth und grooovy, aber dennoch gezielt und stetig, die Musik lauter und lauter<br />

und die Stimmung wurde im Nu fetziger. Zunächst noch mit langsamen R&B hits,<br />

dann aber mit Samba, Salsa, Merengue, Bachata, Mambo und anderen heissen Latino<br />

Rythmen, erstürmte unser DJ mit Windstarke 10 zunächst die Seelen unserer Spanier<br />

... traf diese quasi voll ins heissblütig­musisch­iberische Herz. Einer der spanischen<br />

Chiefs wurde durch den DCOS Ops (spanischer Admiral) offiziell als Vortänzer und<br />

Einheizer eingeteilt und der wiederum machte seine Aufgabe verdammt gut. Nicht<br />

nur, dass so ziemlich die gesamte spanische Belegschaft inklusive Kind und Kegel,<br />

Oma und Opa, Tante und Onkel im Takt der Musik BauchBeinePo bewegten ... nee,<br />

der Vortänzer schaffte es auch, alle anderen Besucher des Dinner & Dance auf die<br />

Tanzfläche zu bewegen. Selbst der COM, Vice Admiral Veri bewies, dass er nicht nur<br />

operative Befehle geben, sondern der Latino Musik völlig verfallen konnte. Als ich ihm


in einer Tanzpause ... Tanzpausen<br />

sind für ältere Tänzer zur<br />

Regeneration und zum Anpeilen<br />

der nächsten potentiellen<br />

Tanzpartnerin von größter<br />

Wichtigkeit (das aber nur<br />

nebenbei, als kleiner Tip quasi) …<br />

also als ich ihn ansprach und ihm<br />

mitteilte, dass sein Stab dieses<br />

Tanzen in den letzten Wochen<br />

regelrecht einstudiert hatte ...<br />

meinte er ... „oh yes, this is the<br />

right spirit ... if you work hard and<br />

most efficiently, as we did on this wonderful island ... you also must have time for<br />

unlimited celebration“ ... was für ein verstehender Boss...<br />

Zum Glück waren auch einige der gespielten songs Disco Fox tauglich, so dass auch wir<br />

Deutsche nicht nur die Hüften schauckeln mussten, sondern in raffinierter Kühnheit<br />

die wildesten Drehungen zwischen den hippen Spaniern und Italienern und Griechen<br />

und Dänen und und und ... vollführen konnten.<br />

Gegen 2300 Uhr wurde Nisida durch ein herrliches Feuerwerk hell beleuchtet und von<br />

Sternen angestrahlt, woraufhin die Tanzfläche erneut enorm strapaziert wurde. Es<br />

wurde dann erst etwas ruhiger, als der spanische Chief … doch sichtlich ermattet von<br />

der Buehne trat ... und der Abend bei fröhlichem Klönschnack und Rees an Backbord<br />

zwischen all den grossartigen Tänzern so langsam sein Ende fand ... Schade eigentlich<br />

... das letzte Social Event im wunderbarsten HQ der NATO war dann leider auch zu<br />

Ende. Und dennoch, es war ein herrlicher, ein weiterer wunderschöner Abend bei der<br />

Marine.<br />

Erwin Weissmann<br />

Neues aus der Deutschen Delegation:<br />

Den Standort verlassen haben:<br />

Stabsunteroffizier Danny Beer<br />

Frau Tammy Buchfink<br />

Fregattenkapitän Lars Lührsen<br />

Neu am Standort sind:<br />

Pfarrhelfer Manfred Junge-Bornholt<br />

Major Lars Obst<br />

11


Deaktivierungszeremonie des Allied Maritime Command Naples<br />

„MC Naples ist deaktiviert“ Mit diesen Worten<br />

übergab Vizeadmiral Rinaldo Veri die Flagge des MC<br />

Naples an Admiral Bruce W. Clingan. Nach über 40<br />

Jahren im Dienst der NATO wurde die Flagge des<br />

MC Naples auf Nisida niedergeholt. Die<br />

Verantwortlichkeiten wurden dem neuen Maritime<br />

Command in Northwood, England übergeben. Die<br />

Zeremonie war insgesamt eher kurz, aber dennoch<br />

wirkungsvoll. Ehrengäste waren Luigi De Magistris,<br />

der Bürgermeister der Stadt Neapel und Prof. Guido<br />

Trombetti als Vertreter des Präsidenten der Region<br />

Kampanien. Die Reden waren, wenn man an deutsche<br />

Zeremonien ähnlicher Art denkt, im Vergleich sehr<br />

kurz. Der Anlass wurde nicht zu Grundsatzreden<br />

genutzt. Sowohl der Bürgermeister als auch der<br />

Vertreter Kampanies würdigte die langjährige<br />

Präsenz der NATO und der internationalen Marine<br />

auf Nisida auch als wichtige Institution für Stadt und<br />

Region.<br />

Es gab keine länglichen Rückblicke. Die Medaillen<br />

waren in einer internen Zeremonie schon am Vortag<br />

vergeben worden. Das Hervorheben der Leistungen<br />

Einzelner, das so häufig als Hinweis auf die Leistung<br />

des ganzen Kommandos gemeint ist, entfiel somit<br />

komplett. Dennoch fand Admiral Veri die richtigen<br />

Worte, um sich bei allen Diensttuenden des MC<br />

Naples, die durch die angetretenen Frauen und<br />

Männer vertreten wurden, für ihre exzellente Arbeit<br />

an diesem Standort zu bedanken. Admiral Clingan<br />

dankte in seiner Rede der Stadt Neapel für ihre<br />

Gastfreundschaft<br />

und betonte, dass es sich heute nicht um eine<br />

Schließung sondern um eine Verlegung des<br />

Kommandos handele.<br />

1 2<br />

Während der Feierlichkeiten lag die Standing NATO<br />

Maritime Group 1 (SNMG1) unter Führung von<br />

Flottillenadmiral Georg von Maltzan im Golf von<br />

Pozzuoli vor Anker. Der anschließende Empfang im<br />

großen Zelt gab allen, die Neapel bereits verlassen


haben oder in Kürze verlassen werden, die Gelegenheit für<br />

einen letzten persönlichen Rückblick auf die Zeit hier und<br />

die neuen Adressen auszutauschen, um auch weiterhin in<br />

Kontakt zu bleiben.<br />

Nisida ist nun als Standort für die Marine Geschichte.<br />

Allein auf Grund der Lage war es schon ein besonderer<br />

Standort, selten militärische Schiffe vor der Tür, dafür<br />

eine Vielzahl von privaten Booten, die in jeden Sommer<br />

wie Pilze aus dem Boden schossen … das wird sicherlich so<br />

bleiben.<br />

Barbara Klüver<br />

FIT FÜR DEN SOMMER<br />

Ein Ganzkörper- Workout für alle, die für die kommende Pool- und<br />

Strandsaison fit sein wollen.<br />

Nach einem Warm- up mit Aerobicelementen geht es mit leichten<br />

Gewichten und dem eigenen Körpergewicht an die Bikini- Figur.<br />

Bitte bringt eine Matte, ein Handtuch und gute Laune mit.<br />

Treffen in der Casa San Paolo Apostolo am Mittwoch, den 24.<br />

<strong>April</strong> um 9:30 Uhr.<br />

Ich freue mich auf euch!<br />

Sandra Prein<br />

1 3


1 4<br />

Krimhilde Jerabek


1 5


Karfreitag auf Procida ­ ein Reisebericht<br />

Ziemlich spontan und ohne<br />

vorherige Absprache in der<br />

Redaktionskonferenz habe ich<br />

mich entschlossen, in der PIAZZA<br />

kurz über unseren vorösterlichen<br />

Aufenthalt auf Procida zu<br />

berichten.<br />

Wir – meine Frau, unser auf<br />

Besuch hier weilender Sohn und<br />

ich – hatten Berichte gehört und<br />

gelesen, dass auf der Insel<br />

alljährlich an Karfreitag eine<br />

weltbekannte und höchst eindrucksvolle<br />

Prozession, der „Corteo dei Misteri“ (Umzug der Mysterien) stattfinden<br />

solle. Die Prozession fand erstmals im Jahre 1627 statt, eingeführt von der<br />

Bruderschaft der Turchini (die Turchini waren eine Gruppe von einstigen Flagellanten<br />

= Geißler, einer christlichen Laienbewegung im 13. und 14. Jahrhundert, die die<br />

Selbstgeißelung betrieb). Die „Mysterien“ sind plastische Darstellungen von Szenen<br />

aus dem Alten Testament und aus dem Evangelium, die jedes Jahr in kunstvoller<br />

Handarbeit von den Bewohnern Procidas, genauer gesagt: den jungen Männern<br />

Procidas, angefertigt werden. Und so viel vorweg: Bei den Akteuren handelt es sich<br />

ausschließlich um Männer, abgesehen von einer Gruppe von 50 Blumensträuße<br />

tragenden jungen Mädchen, die quasi als Vertreter des weiblichen Geschlechts<br />

ziemlich am Ende des Zuges die Prozession begleiten dürfen.<br />

1 6<br />

Da nach den Berichten die Prozession<br />

bereits um sieben Uhr morgens<br />

beginnen sollte, sind wir am<br />

Gründonnerstag von Pozzuoli aus mit<br />

der Fähre übergesetzt und haben uns<br />

in einem Hotel direkt zwischen der<br />

Terra Murata und der Marina<br />

Corricella einquartiert. Durch Zufall<br />

sind wir dann gleich Zeuge einer der<br />

nächtlichen Gründonnerstagsprozessionen<br />

geworden, nämlich der<br />

„Battendi“ (Kapuzenmänner), die<br />

nach einem Gottesdienst mit<br />

Fußwaschung ihren von Gebeten begleiteten Gang von der Kirche San Leonardo<br />

hinaus in die Nacht antraten. Schon mal sehr eindrucksvoll…


Am nächsten Morgen standen<br />

wir dann ab sieben Uhr am<br />

Prozessionsweg. Unseren Platz<br />

hatten wir, wie wir erst später<br />

bemerken sollten, gut gewählt:<br />

Oberhalb der <strong>Piazza</strong> dei<br />

Martiri, direkt gegenüber der<br />

Kirche Santa Maria delle<br />

Grazie, ca. 500 Meter unterhalb<br />

der Abtei San Michele<br />

Arcangelo. Da sich um diese<br />

Uhrzeit allerdings der<br />

Menschenstrom nur bergauf<br />

bewegte, schaute ich mich dann auch erst mal am Rande der Formierung der<br />

Prozession unterhalb der Abtei um, und das war wirklich schon mal sehr eindrucksvoll<br />

und erlaubte auch den ein oder anderen Blick und Fotoaufnahme auf<br />

Detaildarstellungen. Auf dem Weg zum Aufstellungsplatz passten die wirklich großen<br />

und hohen Motive nur mit Zentimeterdistanz durch das nach oben führende Tor zur<br />

Abtei, mussten zum Teil am Boden abgestellt und langsam durch den Torbogen<br />

geschoben werden – um dann später beim Umzug dieselbe Prozedur noch einmal<br />

nach unten durchzumachen.<br />

Unsere Position erreichte die Prozession<br />

dann um 08:30 Uhr und der Vorbeizug<br />

dauerte bis kurz nach elf Uhr. Mehr als<br />

50 Motive (nicht geschätzt, sondern an<br />

den Nummerntäfelchen ablesbar) und<br />

weitere Fußgruppen ohne Nummern<br />

zogen in den nächsten zweieinhalb<br />

Stunden an uns vorüber: Monumentale<br />

plastische Bibelszenendarstellungen, die<br />

von bis zu 40 Männern getragen werden<br />

mussten, aber auch solche mit aktuellem<br />

Bezug, z.B. zum Rückzug von Papst<br />

„Benedetto“, etliche Kinder­ (sprich<br />

Jungen­) gruppen mit religiösen<br />

Motiven, Darstellungen aus dem<br />

Leidensweg Christi, Kreuzigungsszenen<br />

und vieles mehr. Die zum Teil<br />

tonnenschweren Stücke konnten<br />

aufgrund ihres Gewichts und des steilen<br />

Weges die Insel hinunter immer nur<br />

1 7


wenige Meter getragen und mussten dann auf Kommando wieder abgesetzt werden.<br />

Am Ende die schon erwähnte Mädchengruppe sowie eine große Gruppe Dutzender<br />

von ihren Vätern getragener, in schwarze Trachten gekleideter Kleinkinder (die<br />

„angioletti“) und eine überlebensgroße Statue der trauernden Madonna. Den<br />

Abschluss bildeten die von den kräftigsten Männern getragene hölzerne Christusfigur<br />

der „Tote Christus“, ein Werk von Carmine Lantricene von 1728 und eine<br />

Musikkapelle.<br />

Auf der <strong>Piazza</strong> dei Martiri hatten sich einige Hundert Zuschauer versammelt und diese<br />

hatten nicht nur eine gute Sicht auf den Zug, sondern sie konnten auch ein<br />

abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm genießen: Vor der Chiesa Santa Maria<br />

delle Grazie betätigte sich ein Pfarrer als Moderator und auch Animateur. Lesungen<br />

geistlicher und biblischer Texte wechselten sich ab mit dem Gesang von Kirchen­ und<br />

anderen getragenen Liedern – kurzum: eine tolle Atmosphäre. Deutlich spürbar war<br />

die Begeisterung des Pfarrers, auch mal vor größerem Publikum seine Botschaft<br />

vermitteln zu können. Er erklärte die Bedeutung der „misteri“, predigte, feuerte die<br />

Gruppen des Zuges an, lobte überschwänglich die Kindergruppen und begleite<br />

gesanglich die exzellenten Sängerinnen ­ ganz großes Schauspiel!<br />

Fazit: Man braucht nicht unbedingt am Vortag anzureisen (zumal die Hotelzimmer<br />

ohnehin bereits lange im Voraus ausgebucht sind), mit der ersten Fähre von Pozzuoli<br />

aus kommt man noch zeitgerecht (Einzelheiten wissen Mordhorsts, Weydekamps oder<br />

Kapitän Weißmann), aber wer mal ein ganz besonderes Erlebnis in erreichbarer<br />

Distanz sucht, dem sei ein Besuch der Karfreitagsprozession auf Procida unbedingt<br />

empfohlen! Für mich, meine Frau und meinen Sohn jedenfalls ein nachhaltiges und<br />

unvergessliches Erlebnis.<br />

Gerd Wienbreier<br />

VORANKÜNDIGUNGKINO IN DER CASA<br />

25. <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong> 18:30 h TROJA<br />

21:00 h GLADIATOR<br />

29. Juni <strong>2013</strong> 18:30 h A Beautiful Mind<br />

21:00 h No country for old man<br />

1 8


Frank Reimers<br />

1 9


20<br />

Und sie bewegt sich doch ….. !<br />

In der Tat, die Erdoberfläche im Bereich<br />

der Campi Flegrei hebt sich seit<br />

geraumer Zeit stetig. Immerhin sind es<br />

seit Dezember des letzten Jahres um die<br />

3 cm im Monat. Eine statistisch gesehen<br />

nicht unerhebliche Größe. In den<br />

Jahren davor hob sich die Erde<br />

vielleicht gerade in einem Jahr um<br />

diesen Wert. Dennoch ist es nicht<br />

ungewöhnlich und es besteht bei diesen<br />

Werten auch lang noch kein Anlass zur<br />

Beunruhigung, denn die Vergleichswerte im Vorfeld der Entstehung des „Monte<br />

Nuovo“ im Jahre 1538 waren um ein Vielfaches höher. Die Erde hob sich damals<br />

innerhalb weniger Monate um ganze sechs Meter und senkte sich danach auf ein<br />

etwas höheres Niveau wieder ab. Über die letzten Jahrhunderte senkte sich die Erde<br />

um weitere wenige Meter, um sich seit Ende der 60er Jahre in mehr oder weniger<br />

kleinen Schritten wieder zu heben.<br />

Wie man sieht, die seit einigen<br />

Jahrzehnte in Neapel wohnhafte<br />

Deutsche Geografin Annette Brünger<br />

vermittelte, im Rahmen der von der<br />

DGN für Samstag, den 9. März diesen<br />

Jahres organisierte Exkursion durch die<br />

„Campi Flegerei“ und ihren<br />

vulkanischen Spuren, eine Fülle von<br />

interessanten Fakten.<br />

Obwohl die offensichtlich mit der<br />

Magmakammer des Vesuvs verbundene<br />

Kammer der „Campi Flegerei“ gerade mal 4 km unter uns liegt, war beruhigend zu<br />

hören, dass nach laufend auf datierter Datenlage in naher Zukunft nicht mit<br />

ungewöhnlichen vulkanischen Aktivitäten<br />

zu rechnen ist, neben der natürlich<br />

weiterhin sichtbaren, aktiven Solfatara.<br />

Womit wir beim Beginn unserer<br />

Exkursion angelangt sind. Interessant<br />

war, dass die aufsteigenden Dämpfe in<br />

und außerhalb der Solfatara sowie die in<br />

der Solfatara sichtbaren Schlammseen<br />

keinesfalls aus dem Erdinnersten<br />

aufsteigen bzw. unmittelbar gespeist


Heilige Messen und Gottesdienste<br />

Sonntag 05. <strong>Mai</strong> 201 3 08:45 Uhr Heilige Messe<br />

Pfingstsonntag 1 9. <strong>Mai</strong> 201 3 08:45 Uhr Heilige Messe<br />

Sonntag 02. Juni 201 3 Heilige Messe im Rahmen des<br />

Familienwochenendes<br />

Jeden Sonntag um 1 0:30 Uhr Gottesdienst (in deutsch) in der Kirche St. Maria<br />

dell´Anima (unmittelbar in der Nähe der <strong>Piazza</strong> Amedeo)<br />

Sprechzeiten Pfarrer Don Bernardino:<br />

Mittwochnachmittag und jederzeit auf Anfrage:<br />

Mobil: 334 91 6 3323 - Festnetz: 081 71 4 3896 - berdonofr@libero.it<br />

Don Bernadino ist bereit, den Unterricht zur Vorbereitung der Ersten Heiligen<br />

Kommunion zu halten. Darüber hinaus wäre er auch bereit einen weiterführenden<br />

Unterrichtung für Kinder nach der Ersten Heiligen Kommunion durchzuführen. Bitte<br />

melden Sie sich beim Pfarrgemeinderat diesbezüglich bei Bedarf!<br />

Familienwochenende in San Marco di Castelabate:<br />

Das Familienwochenende findet statt vom 31 .05. – 02.06.201 3 im Hotel La´Approdo<br />

Anmeldung bei Herrn Junge-Bornholt bis 25.5.201 3<br />

Belegungswünsche der Casa di San Paolo Apostolo bitte an den<br />

Pfarrgemeinderat senden:<br />

h.olschowy@jfcna.nato.int oder hubertus.olschowy@gmx.de<br />

g.boden@jfcna.nato.int - b.fetzer@jfcna.nato.int<br />

Aktivitäten in der Casa<br />

Montags 09.30 - 1 0.30 Uhr Bodyfit (ab 22.4.201 3)<br />

1 5.30 - 1 8.00 Uhr Kiddy-Casa<br />

1 0.00 Uhr Klönschnack-Frühstück<br />

(nur 1 . Dienstag im Monat)<br />

Mittwochs 09.30 - 1 0.30 Uhr Fit für den Sommer<br />

(ab 24.4.201 3)<br />

1 5.30 - 1 8.00 Uhr Spielegruppe<br />

1 6.00 - 1 7.30 Uhr Bibliothek<br />

22


C O M U N I T À EVANGELICA LUTERANA DI NAPOLI<br />

EVANGELISCH LUTHERISCHE GEMEINDE NEAPEL<br />

Gottesdienste in der Kirche<br />

Auf Deutsch in der Regel<br />

jeden 1 . Sonntag im Monat um 1 0.30 Uhr<br />

Sonntag 21 . <strong>April</strong> 201 3 1 0.30 Uhr Wortgottesdienst<br />

Sonntag, 5. <strong>Mai</strong> 201 3 1 0.30 Uhr Gottesdienst mit Taufe<br />

Sonntag 1 9. <strong>Mai</strong> 201 3 1 0.30 Uhr Pfingstgottesdienst und<br />

Gemeindeversammlung<br />

Aktivitäten<br />

Chorproben im Gemeindezentrum - montags - 1 9.00 - 21 .00 Uhr<br />

Kurltur- und Gemeindeprogramm<br />

Samstag 20.04.201 3 1 0:00 Uhr<br />

Tagesseminar mit gemeinsamem Mittagessen<br />

Thema: In der “Freundschaft” entdecken wir uns selbst<br />

Referentin: Heidi Roos, Frankfurt/<strong>Mai</strong>n<br />

Psychologin und Supervisorin<br />

Anmeldungen bis 1 0.04.1 3<br />

Dr. I. Faber-Milkau 3393856249<br />

Wie Sie uns finden:<br />

Büro und Gemeindezentrum der Ev.-Lutherischen Gemeinde Neapel<br />

(Dienstag und Donnerstag von 9 - 13 Uhr)<br />

Villa Casalta, Piazzetta Terracina, 1 (Via Pontano) 80122 Napoli<br />

Tel. +39-081-0900133 - Fax 081- 660909<br />

e-mail: napoli@chiesaluterana.it WEB: www.lutero.org - www.chiesaluterana.it<br />

23


Caravaggio ­ Der Rockstar des Barocks<br />

„Caravaggio“ ­ Wer sich schon<br />

einmal mit der italienischen<br />

„Kunst“ und Malerei beschäftigt<br />

hat, wird diesen Namen gehört<br />

haben und wenn auch nur in einem<br />

Italienreiseführer gelesen.<br />

Zugegeben, Italien ist voll von<br />

Kunst und Malerei und es kostet<br />

einen schon fast ein wenig<br />

Überwindung sich in die Uffizien in<br />

Florenz oder ins Vatikanische<br />

Museum in Rom zu begeben, denn<br />

die Perspektive auf eine nicht enden<br />

wollende Gemäldesammlung lassen<br />

Martyrium Hl.Ursula<br />

einen befürchten, dass man das<br />

Schild UCITA nicht mehr wieder findet und man auf ewig in den (Kunst­) Hallen<br />

verloren geht….<br />

So hat es fast eine beruhigende Wirkung, dass man im Palazzo Zevallos auf der Via<br />

Toledo, in dem sich die Bank Intesa eine kleine Sammlung gönnt, nur ein einziges Bild<br />

des berühmten italienischen Malers findet. Caravaggio, (1571–1610), der kurzerhand<br />

den Namen seines Herkunftsortes annahm, hieß eigentlich Michelangelo Merisi.<br />

Dieser Maler ist für mich etwas Besonderes. Nicht nur dass mich seine Bilder<br />

ansprechen und faszinieren, nein sondern auch seine Person. Seine<br />

legendenumwobene Biografie berichtet von einem streitbaren Charakter, kirchlichen<br />

und aristokratischen Förderern, glanzvollen künstlerischen und gesellschaftlichen<br />

Erfolgen, von sexuellen Ausschweifungen, Totschlag, Flucht vor der Justiz, der<br />

päpstlichen Begnadigung und nicht zuletzt von Caravaggios frühem, rätselhaftem Tod.<br />

Ein Imageberater hätte seine Vita nicht besser erfinden können: Caravaggio war ein<br />

Spieler, der sich nachts in üblen Kneipen herumtrieb und keiner Schlägerei aus dem<br />

Weg ging. Er verkehrte mit Prostituierten beiderlei Geschlechts und ließ sie für die<br />

Heiligenfiguren seiner Gemälde Modell stehen. Und er war ein Mörder, der nach<br />

jahrelanger Flucht vor der Justiz mit nicht einmal 40 Jahren in der Verbannung starb.<br />

Hochstehende Geistliche und mächtige Adlige protegierten seine Kunst. Seine Bilder<br />

waren begehrt und wurden teuer gehandelt. Ob wahr oder maßlos übertrieben – schon<br />

zu seinen Lebzeiten steigerten die Spekulationen über seinen Hang zur Gosse<br />

Caravaggios Popularität und verhalfen ihm zu Kultstatus.<br />

Er lebte in <strong>Mai</strong>land, Rom und Sizilien. Im Streit erschlug er einen Mann und musste<br />

24


fliehen. Zunächst fand Caravaggio Zuflucht im südlich von Rom gelegenen Fürstentum<br />

Paliano, das von der ihn protegierenden Familie Colonna regiert wurde. Von dort aus<br />

betrieb er seine Rehabilitation. Im Herbst 1606 zog er weiter in das spanische<br />

Königreich Neapel, wo der aus Rom Verbannte „innerhalb weniger Monate zum<br />

berühmtesten und produktivsten Künstler Neapels“ wurde.<br />

Nach etwa zehn Monaten Aufenthalt verließ Caravaggio Neapel. Er bestieg am 25. Juni<br />

1607 eine Galeere seiner Gönnerfamilie Colonna, die ihn nach Malta brachte, wo er als<br />

gefeierter Künstler aufgenommen und am 14. Juli 1608 Ritter des Malteserordens<br />

wurde. Über die weitere Station Sizilien ging es dann zunächst zurück nach Neapel, wo<br />

er abermals für hochrangige Auftraggeber tätig wurde.<br />

Doch seine Feinde trachteten nach seinem Leben. Nur wenige Tage nach seiner<br />

Ankunft in Neapel wurde er Opfer eines Attentates. Er überlebte mit schweren<br />

Gesichtsverletzungen. Hier in Neapel schuf er dann wohl auch eines seiner letzten<br />

Werke: „ Das Martyrium der Heiligen Ursula“ (1610) Es war eine Auftragsarbeit des<br />

25­Jahre alten Nobelmann Marcantonio Doria aus Genua. Doria war ein<br />

leidenschaftlicher Sammler Caravaggios. Es zeigt die heilige Ursula im Moment der<br />

Wahrnehmung ihres eigenen Todes – und im Hintergrund stehend sieht man den<br />

Maler selbst. Dieses Bild hängt heute im Palazzo Zevallos auf der Via Toledo und lässt<br />

einen heute noch erahnen aus welchem Stoff der Erschaffer dieses Werkes war.<br />

In der letzten Station seines Lebens nahm er im Sommer 1610 ein Boot nordwärts im<br />

Glauben einer Amnestie, durchgesetzt durch mächtige Freunde in Rom. Er erreichte<br />

Porto Ercole, das zum spanischen Stato die Presidi gehörte, wo er seine Begnadigung<br />

für den Mord entgegennehmen wollte. Bevor er die Stadt erreichte, starb er, noch nicht<br />

39­jährig, am 18. Juli 1610 in einem Hospital von Porto Ercole an Fieber, wo er auch<br />

beigesetzt wurde. Die Gründe über seinen Wahnsinn und seinen frühen Tod liegen im<br />

Spekulativen. Manche vermuten Caravaggio sei der Malaria erlegen. Forscher glauben,<br />

dass die hohe Bleikonzentration in den Malfarben jener Zeit maßgeblich zu den<br />

Stimmungsveränderungen, zu seinem aggressiven Verhalten und nicht zuletzt zu<br />

seinem Tod beigetragen haben.<br />

Caravaggio war ein Genie, das die Malerei seiner Zeit revolutionierte. Er war ein Maler<br />

des Frühbarocks, der sich durch seine neuartige und sehr realistische Bildgestaltung<br />

auszeichnete. Vornehmlich in der Behandlung christlicher Themen ging er durch<br />

Verknüpfung des Sakralen mit dem Profanen neue Wege.<br />

Nachhaltigen Einfluss übte er auf viele italienische, niederländische, französische,<br />

deutsche und spanische Maler seiner Zeit aus, wie z.B. Rembrandt, Peter Paul Rubens<br />

und Jan Vermeer. Hier in Neapel können einige seiner Werke, neben dem Palazzo<br />

Zevallos u.a. im Museo di Capodimonte und in der Kirche Pio Monte della Misericordia<br />

bewundert werden. Seine Werke hängen aber auch überall in Italien, sowie in der<br />

Gemäldegalerie in Berlin und im Schloss Sanssouci in Potsdam.<br />

Anja Harder-Gemlau<br />

25


Campania>artecard<br />

Für alle, die im Bereich Kampanien und der<br />

Stadt Neapel häufig Museen und Monumente<br />

besuchen, wie z.B. Pompeji und das<br />

Archäologische Museum, lohnt es sich die<br />

Campania>artecard 365 zu besitzen. Sie<br />

kostet für Erwachsene 40 €. Junge<br />

Erwachsene von 18-25 Jahre zahlen für die<br />

Jahreskarte 30 €.<br />

Ihr Vorteil ist, dass Sie die öffentlichen Museen zweimal im Beitragsjahr kostenfrei<br />

besuchen können. Daher ist bei Eintrittspreisen z. B. von 12 € für das Schloss in<br />

Caserta, 11 € Pompeji oder 8 € für das Archäologische Museum in Neapel, die<br />

Karten-Gebühr schnell wieder eingespart. Diese Karte ist exklusive Transport in<br />

öffentlichen Verkehrsmitteln. Darüber hinaus bietet sie für viele Veranstaltungen<br />

reduzierte Eintrittspreise.<br />

Auch für kurze Zeiträume könnte sich eine Artecard lohnen. Es gibt spezielle<br />

Angebote, die manchmal auch gleich die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel<br />

mit einbeziehen. Die Nutzungsdauer beträgt je nach Angebot 3-7 Tage. Es werden<br />

Themenkreise angeboten, wie z. B.: Neapel und die Campi Flegrei. Diese Karte ist 3<br />

Tage gültig, garantiert den freien Eintritt in drei Sehenswürdigkeiten und ab der<br />

vierten gibt es 50% Ermäßigung. Diese Artecard kostet 16 € und ist inklusive<br />

Transport zu verstehen (entspricht drei Tageskarten à 4,80 €, ab Pozzuoli).<br />

Genaue Informationen finden Sie unter: http://www.campaniartecard.it. Die<br />

Campania>artecard kann vor Ihrem nächsten Museumsbesuch direkt an der Kasse<br />

erworben werden.<br />

Viel Spaß beim Sparen und Erkunden Kampaniens!<br />

Anke-M. Mordhorst<br />

28


LUCKY YOU!<br />

Aisha Franz zu Gast in Napoli<br />

In Zusammenarbeit mit: Associazione COMICON;<br />

Institut français Napoli.<br />

Ausstellung: Freitag, 19. <strong>April</strong> bis Freitag, 17. <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Begegnung mit der Künstlerin: Samstag, 27. <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong>, 21:00 Uhr<br />

Beides im Institut français Napoli, Via Crispi 86<br />

Im Rahmen des Salone internazionale del fumetto Napoli<br />

COMICON (Mostra d’Oltremare, Viale Kennedy, 54, 80125 Napoli,<br />

25.-28. <strong>April</strong>) präsentieren drei europäische Kulturinstitute das erste<br />

Mal eine Sammelausstellung von drei außergewöhnlichen<br />

europäischen Zeichner bzw. Zeichnerinnen: Anne Simon (für das<br />

französische Institut in Neapel), Jordi Bernet (für das spanische<br />

Institut Cervantes) und Aisha Franz (für das Goethe-Institut).<br />

Aisha Franz kam 1984 als Tochter kolumbianisch-chilenischer Einwanderer im fränkischen Fürth<br />

zur Welt. Sie studierte an der Kunsthochschule Kassel und lebt zurzeit<br />

in Berlin als Comiczeichnerin. Sie gilt als Newcomerin und als eine der<br />

wichtigsten Nachwuchshoffnungen. Sie hat bereits zwei Comics in<br />

einem der wichtigsten deutschen Comicverlage, dem Reprodukt Verlag,<br />

herausgebracht.<br />

Die Ausstellung umfasst Originaltafeln aus Alien (Canicola Edizioni/<br />

Reprodukt Verlag) sowie Brigitte und der Perlenhort (Reprodukt<br />

Verlag).<br />

Anlässlich der Ausstellung präsentiert das Goethe-Institut in seinen<br />

Räumlichkeiten, Via Santa Maria a Cappella Vecchia 31,<br />

Reproduktionen einiger Arbeiten der Künstlerin. Dort wird sie die<br />

Kursteilnehmer des Instituts am 24. <strong>April</strong> <strong>2013</strong> zu einem Gespräch Brigitte und der Perlenhort<br />

treffen.<br />

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen unter: Tel: 0039 081 7648098 oder<br />

info@neapel.goethe.org<br />

Anke-M. Mordhorst<br />

29


30<br />

Zurück in Deutschland … und Besuch aus Neapel<br />

oder „Wie ein Neapolitaner die Welt sieht!“<br />

Im Dezember sind wir nach Deutschland zurückgekehrt. Ich habe diese Gelegenheit<br />

genutzt, um einmal wieder – wie man das ja beim Umzug gerne tut ­ etwas<br />

auszumisten. Dabei sind mir alte <strong>Ausgabe</strong>n der „<strong>Piazza</strong> <strong>Tedesca</strong>“ in die Hände gefallen.<br />

Hier wurde von Zeit zu Zeit über die Rückkehr nach Deutschland berichtet. Was fehlt<br />

einem in Deutschland? Was ändert sich im normalen Leben? Wir sind von Neapel<br />

nach Rostock gezogen. Also das Meer ist da, wir haben lediglich das Mittelmeer gegen<br />

die Ostsee getauscht. Wir schauen nicht mehr auf Ischia sondern auf ein Wäldchen<br />

und wissen, dass direkt dahinter das Meer rauscht. Der Vorteil: wir können einfach die<br />

Schuhe anziehen und hingehen, ohne erst ins Auto steigen zu müssen, ohne den Weg<br />

über Schlaglöcher geprägte Straßen in Kauf nehmen zu müssen. Wie allen vor uns fehlt<br />

uns die Pizza, der Kaffee, die Dolci napolitani, das entspannte Autofahren – ja, ich<br />

gebe zu, dass ich das Autofahren in Neapel entspannter fand als in Deutschland, wo<br />

man auf jedes Schild sehr präzise achten muss – und bestimmt wird uns auch das<br />

sichere Sommerwetter fehlen. Den Schnee haben wir genossen, finden allerdings, dass<br />

es nun langsam Frühling werden könnte. Der mitgebrachte neapolitanische Hund fand<br />

den Schnee großartig und konnte es, sobald es begann zu schneien, nicht erwarten,<br />

rauszugehen, um in diesem kalten, weißen Zeug zu toben oder es ganz einfach<br />

aufzufressen.<br />

Zu Ostern hatten wir Besuch, italienischen Besuch, aus Neapel. Das hat uns das<br />

Weltbild der Neapolitaner noch ein bisschen näher gebracht. Zunächst wurde der<br />

Verwunderung Ausdruck gegeben, dass es in Deutschland auch Meer gibt. Dann<br />

wurde die Frage gestellt, ob man hier denn im Sommer auch baden könne und ob das<br />

Wasser denn auch sauber genug sei. Es liegt einem auf der Zunge zu sagen, dass das<br />

Wasser hier in jedem Fall sauberer ist als in Neapel. Wo denn im Sommer die<br />

Strandbars sind und die Sonnenschirme aufgebaut werden. Die gibt es hier nicht!<br />

Wie? Man muss alles selbst mitbringen? Ja, das muss man, aber dafür hat man auch<br />

freien Zugang zum Strand.<br />

Wir machen einen Spaziergang. Bitte warm anziehen, es ist kalt! Sehr kalt! Kalt heißt<br />

in Deutschland Minusgrade … auch wenn es jetzt schon <strong>April</strong> ist und die Sonne<br />

scheint. Wir gehen los mit schicken Stiefeln und einer etwas dickeren Strickjacke. Es<br />

ist wirklich kalt draußen und auch windig! Si,si!! Ok! Wir gehen ein paar Schritte …<br />

Ach, es ist ja kalt … durch den Wind! Sagte ich ja bereits! Wie weit gehen wir denn<br />

noch? Na ja, wir wollten doch einen Spaziergang machen! Nach ca. 3 Minuten drücken<br />

die Stiefel und warm sind sie auch nicht. Nach guten 10 Minuten sind wir wieder zu<br />

Hause zurück. Ach, ist es hier schön warm! Ja, wir heizen die Wohnung!<br />

Nun versuchen wir es mit dem Auto. Auf dem Weg zum Einkaufen fällt auf, dass viele<br />

Menschen mit dem Fahrrad fahren. Ja, das tut man hier! … Um Sport zu treiben?! Ja,<br />

auch das, aber auch um sich einfach fortzubewegen, einfach von A nach B. Aha … ! Es<br />

sind ja auch viele Leute zu Fuß unterwegs, alles Rentner beim Spazierengehen? Nein,


nicht nur! Einfach Menschen, die einkaufen gehen, zum Bäcker, zum Schlachter, sogar<br />

zum Supermarkt, zum Schuster, zur Post … Zur Post? Bei der Post ist ja gar keine<br />

Schlange!! Nein, warum auch? Es ist ja nicht Weihnachten! Und wie bezahlt man hier<br />

seine Rechnungen für Strom, für Telefon? Über die Bank, bei der man ein Konto hat,<br />

online­banking oder man lässt abbuchen! Hatten wir das nicht schon diskutiert als es<br />

um die Mietzahlungen ging? Das deutsche Verfahren ist und bleibt völlig<br />

unverständlich. Im Supermarkt und im Drogeriemarkt bleiben wir an jedem roten<br />

Preisschild stehen. Una offerta??? Ja, aber man muss trotzdem vergleichen!<br />

Ungeachtet der Qualität und des Preises wird das eingeladen, das wie eine Offerta<br />

aussieht. Hier arbeiten Frauen!? Viele Frauen, und nicht nur hier sondern auch beim<br />

Bäcker, in den Restaurants, in den Cafés, in den Gärtnereien?? Ja, das tun sie, warum<br />

auch nicht, sie müssen schließlich ihre Wohnung und ihren Lebensunterhalt bezahlen!<br />

Ihre Wohnung? Wohnen sie denn nicht mehr bei den Eltern? Nein, nach Möglichkeit<br />

nicht, sie bleiben nicht bis sie heiraten zu Hause wohnen! In den Cafés findet man viele<br />

ältere Damen. Beim Cafe Niederegger in Travemünde senken wir den<br />

Altersdurchschnitt erheblich. Hier sind so viele ältere Damen in den Cafés! Wie<br />

kommen die denn hierher? Sie gehen, wenn auch langsam und vielleicht mit Stock<br />

oder Rolator zu Fuß, aber sie gehen kommen selbst hierher. Das gibt es in Italien<br />

nicht! Nein, es gibt ja auch keine Bürgersteige, auf denen sich die älteren Herrschaften<br />

gefahrlos bewegen könnten und gemütlich sitzen kann man in den Bars ja auch nicht.<br />

Braucht man ja auch nicht, der Kaffee ist schnell getrunken und diese leckeren<br />

Teilchen kann man sich mit einmal abbeißen in den Mund schieben. Die älteren Leute<br />

haben es in Deutschland besser als in Italien, wo sie meist einfach nur in der<br />

Wohnung sitzen!!<br />

Auf dem Rückweg fahren wir an einigen<br />

Reet gedeckten Häusern vorbei! Ob das<br />

denn eine Coperta, eine Decke, für das<br />

Dach im Winter sei? Nein, das ist das<br />

Dach. Das ist zwar teuer, aber ideal für<br />

Sommer und Winter, kühlt im Sommer,<br />

wärmt im Winter, Klima technisch perfekt.<br />

Aha, aber egal, ohne die Coperta gefallen<br />

ihr die Häuser besser. Ich mache mir nicht<br />

die Mühe, die Sache noch einmal zu<br />

erklären und finde die Reethäuser einfach<br />

schön.<br />

Nun ist unser Besuch wieder zurückgereist mit Vorfreude auf den italienischen Kaffee.<br />

Trotz aller Höflichkeit konnte keine Begeisterung für den deutschen Kaffee geweckt<br />

werden. Eine Pizza haben wir hier gar nicht erst versucht. Uns sind die Vorteile beider<br />

Welten deutlich geworden, denn unsere Italienerin befand sich nach ihrer Aussage hier<br />

in Deutschland in einer völlig anderen – durchaus positiven ­ Welt als zu Hause in<br />

bella Napoli. Und so ist es wohl auch, dennoch ihr Gutes haben beide Welten!<br />

Barbara Klüver<br />

31


32<br />

Deutsche Sprache – Schwere Sprache<br />

oder Der Dativ ist dem Genitiv sein...


Der fette König<br />

In einer fleckigen, schneckigen Stadt,<br />

Stand eine alte, kalte Burg,<br />

In dieser dicken, schicken Burg,<br />

Saß ein netter, fetter König,<br />

Dieser reiche, bleiche König,<br />

Liebte hartes, zartes Fleisch<br />

Auf diesem rohen, frohen Fleisch,<br />

Saß eine gestreifte, bereifte Wespe,<br />

Diese blöde, schnöde Wespe,<br />

Störte sein leckriges, kleckriges Mahl.<br />

Mit einem heftigen, kräftigen Klatsch,<br />

Zerquetschte er das traurige, schaurige Tier<br />

----<br />

Es starb um Punkt halb vier.<br />

Paul Weinberger, Felix von Häfen, Ponke und Lorenz Mühlig<br />

Klasse 4, Montessori Schule Bagnoli<br />

Julia Schumacher<br />

Klasse 4, ISN Bagnoli<br />

36


http://www.epubli.de/shop/autor/Manfred-Jerabek/3680<br />

37


38<br />

Ein gutes Essen verlangt in der Regel<br />

auch nach einem gelungenen<br />

Abschluss. In Italien gehören neben<br />

Cremigem wie Panna cotta oder einem<br />

Eis, Kuchen und gefüllte Gebäckteile<br />

zum Dolce-Repertoire.<br />

Zum Schluss etwas Süßes?<br />

Vielfach wird die Torta Caprese als<br />

Dessert angeboten. Das Original, wie<br />

schon der Name sagt stammt von der<br />

Insel Capri. Die Basis besteht aus<br />

Mandeln und Schokolade. Nie ist Mehl und Backpulver in der Torta Caprese zu<br />

finden. Zur Teiglockerung wird das Eiweiß separat geschlagen und ganz zum Schluss<br />

leicht untergehoben, daher ist die Torta immer sehr saftig und schokoladig.<br />

Torta Caprese – Schokoladen-Mandel-Kuchen<br />

Zutaten:<br />

200 g Schokolade, zartbitter<br />

200 g Butter<br />

200 g Mandeln<br />

200 g Zucker, 5 Eier<br />

Eine Prise Salz<br />

1 Teel. Zitronenschale<br />

Fett zum Einfetten der Form, etwas Puderzucker zum Bestäuben.<br />

Die Schokolade in Stücke brechen oder schneiden und mit der Butter bei niedriger<br />

Temperatur schmelzen lassen. Die Mandeln in einem Mixer grob mahlen. Eier<br />

aufschlagen und das Eigelb vom Eiweiß trennen. Die Eigelbe zusammen mit dem<br />

Zucker cremig schlagen. Dann das aufgelöste Butter-/ Schokoladen-gemisch<br />

unterheben. Danach die Mandeln unterarbeiten.<br />

Das Eiweiß mit der Prise Salz sehr steif schlagen. Jetzt den Eischnee sehr vorsichtig<br />

unter den Teig heben und in die mit Butter eingefettete Kuchen-form (26 cm Ø)<br />

füllen, danach den Teig glatt streichen.


Im Backofen bei 180°C auf der 2.<br />

Schiene von unten 45 Min. backen.<br />

Achtung! Der Kuchen neigt dazu<br />

anzubrennen. Wenn er noch nicht gar<br />

ist, aber die Bräunung schon<br />

abgeschlossen ist, mit Alufolie<br />

abdecken, damit der Kuchen nicht<br />

schwarz wird (Holzstäbchenprobe:<br />

Wenn noch Teig am Stäbchen hängen<br />

bleibt, ist der Kuchen nicht gar).<br />

Lauwarm oder kalt servieren. Kurz<br />

vorher mit Puderzucker bestäuben.<br />

Wenn Sie Spaß daran haben können Sie einen Schriftzug „Caprese“ (siehe Abbildung)<br />

herstellen. Auf ein Blatt Papier malen, laminieren, ausschneiden und vor dem<br />

Bestäuben auf die Torta legen. Danach vorsichtig wieder abheben, eventuell mit einer<br />

Pinzette. Laminiert können Sie den Schriftzug säubern und wieder verwenden.<br />

Reichen Sie dazu: Halbsteif geschlagene Sahne und frische Beeren, wie Erd- oder<br />

Blaubeeren bzw. einen Beerenmix.<br />

Buon appetito!<br />

Anke-M. Mordhorst<br />

BODYFIT<br />

39


Klönschnak – Frühstück<br />

in der Casa San Paolo Apostolo jeden ersten Dienstag im Monat um 1 0.00h<br />

nächstes mal am 7. <strong>Mai</strong> 201 3 und 4. Juni 201 3<br />

Es wäre schön, wenn möglichst viele sich die Zeit nähmen und in die Casa kommen, Gäste<br />

sind ebenfalls herzlich willkommen.<br />

Weiterhin wäre es schön, wenn jeder eine ganze Kleinigkeit zum Verzehr mitbringt:<br />

Knabbereien, Gebäck, Fingerfood ganz nach Belieben. Nichts Großes...<br />

Im Vordergrund steht die das nette Miteinander, die Unterhaltung, besseres Kennenlernen.<br />

Mehr Information gibt es bei Frau Heidrun Will, Tel 0818043787 oder 3485879924

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