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Das Wort des Rabbi - Jüdische Liberale Gemeinde – Or Chadasch

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Das Wort des Rabbi - Jüdische Liberale Gemeinde – Or

Das Wort des Rabbi Kabbala im Liberalen Judentum A. GESCHICHTE Wie kommt Haman zum ‚Ma Nischtana‘, oder besser gesagt, wie kommt das Thema Kabbala in das Magazin einer Jüdischen Liberalen Gemeinde? Das Liberale Judentum 1 entstand vor ca. zweihundert Jahren aus der westeuropäischen Haskala- Bewegung, der jüdischen Variante der Aufklärung. Rationalismus, nicht Spiritualismus, Immanuel Kant, nicht die Chassidischen Rebbes prägten diese Entstehungsgeschichte und die Entwicklung der Jüdischen Liberalen Bewegung. Die erste Generation der Liberalen Juden lehnte die hauptsächlich im Chassidismus zum Ausdruck kommende Osteuropäische Mystik als Widerspruch zur Aufklärung ab. Heute jedoch enthalten Kultus und Ritus, das heisst, Liturgie und Ablauf des Gebetsdienstes so gut wie bei allen Liberalen Gemeinden Elemente der Mystik. Das Bestreben der jüdisch-liberalen Pioniere, das Judentum auf der Schiene des die Welt begeisternden Rationalismus, von Max Weber 2 „die ‚Entzauberung der Welt“ genannt, umzugestalten, erwies sich als irrational. Ihre Fehlkalkulation? Die Charakterisierung des Menschen als ein rein vernünftiges Wesen. Die der Mystik bedürftige Seite des Menschen manifestiert sich in allen Kulturen jeden Zeitalters. Der Hang zur Mystik entspringt dem Geheimnis des Lebens selbst, der Unerklärbarkeit vieler Erfahrungen und Begriffe, die sich schlicht und einfach der rationalen Bedeutungswelt entziehen. Gott, Tod, Liebe, Seele, Intuition, Gefühle, Ahnungen, Visionen….., es sind oft undefinierbare Erfahrungen die wir entweder einfach als Fakten hinnehmen, das heisst nicht hinterfragen, oder eben als wunderbare, bereichernde, mystische Seite einer ungekannten Dimension unseres Daseins . Wir suchen das Mystische in der Natur, Kunst, Literatur, in der Beziehung zu Gott und dem Mitmenschen, ja sogar in der Liebe. In der Schul singen wir die romantischen Melodien von Louis Lewandowsky aus voller Brust und ganzem Herzen. Rabbi Nachman von Bratzlaw sieht den Nigun 3 als das Gebet des Herzens. Gut, in liberalen Zeremonien wird selten jababai, lalalai oder jadadai gesungen, geschweige denn, dass die Betenden mit dem Körper schockeln, die Hände nach oben werfen, oder gar tanzen. Trotzdem sind das Liberale Judentum und die jüdische Mystik einander näher als es scheint. Beide Strömungen beabsichtigten den Juden das Judentum, das jüdische Leben und vor allem, das jüdische Ritual, näher zu bringen. Orthodoxes Judentum konzentrierte sich auf das Talmudstudium und auf die Verpflichtung drei Mal pro Tag zu beten. Lernen und vorgeschriebenes Beten standen höher als das Judentum mit Herz und Seele zu leben. Dem wollten die Chassidim Einhalt gebieten. Nicht nur Talmud Gelehrte sondern auch der gemeine Mann soll sich mit Freude dem jüdischen Leben hingeben. Herz und Seele, mit Nigunim als Vermittler, soll man Gott geben. Gesetze sollen nicht nach dem Buchstaben, sondern nach dem Sinn eingehalten werden. Der Chassidismus schlug dort zu, wo die traditionelle Elite sich nicht zeigte, beim Alltagsmenschen, der um sein nacktes Bestehen kämpfte und dem ein bisschen Freude im Leben willkommen war. Unter dem Einfluss der Aufklärung entwickelte sich in Westeuropa eine andere Art von Protestbewegung gegen das jüdische Establishment. Das nicht Rationale und das nicht Funktionale soll aus der Gesellschaft eliminiert werden. Im Gegensatz zu den Chassidim wurden die Bedürfnisse des Herzens und die Sehnsucht der Seele als unerwünscht abgelegt. In Ost- wie auch in Westeuropa entwickelte sich ein Judentum für das gemeine Volk total unterschiedlich. 1 Ich benütze den Ausdruck ‚Liberales Judentum‘ breit, das heisst, für alle nicht-orthodoxen jüdischen Strömungen. Der Unterschied zeigt sich in der Liturgie. Im Gegensatz zum Liberalen Judentum steht der Neubau des Tempels und das Wiederaufnehmen des Tieropfer Kultus im orthodoxen Bereich zentral. 2 Max Weber, Deutscher Soziologe 1864-1920 beschreibt die Modernisierung auf Basis von Intellektualisierung, Rationalisierung und Technisierung. Die Abkehr von magischen Mitteln ist im Kontext der zunehmenden Entchristlichung und Säkularisierung der westlichen Gesellschaft zu sehen. 3 Nigun, bedeutet Melodie, in liturgischem Sinn ist es eine Melodie die man ohne Worte singt, oder mit lala, lalai, dadai, oder andere Silben das Herzen summt.

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