Pfarrbrief Nr. 98 - St. Michael Weingarten

st.michael.weingarten.de

Pfarrbrief Nr. 98 - St. Michael Weingarten

Seite 21

Pfarrbrief Nr. 98

Zionsberg, den Ort des Pfingstwunders,

den Tempelberg und die Klagemauer und

nicht zu vergessen die vielen Kirchen, die

an Jesus, sein Leben und Wirken erinnern.

Wir statteten auch dem Israel-Museum mit

seinem Modell der Stadt Jerusalems zur

Zeit Jesu einen Besuch ab, besichtigten

die Menorah vor der Knesseth, dem israelischen

Parlament, und natürlich Yad Vashem,

den Erinnerungsort für die von Deutschen

ermordeten 6 Mill. Juden. Darin eingebettet

das Kinderhaus, das auf beeindruckende

Weise an die 1,5 Mill. ermordeter

jüdischer Kinder erinnert.

In Betlehem („Haus des Brotes“) waren wir

zwei Nächte in der neu erbauten Abrahamsherberge

untergebracht, die der e-

vangelischen Gemeinde gehört. Hier findet

sich die älteste Kirche im Hl. Land, die Geburtskirche

Jesu. Eine bedrückend hohe

Mauer umschließt zurzeit Betlehem und

Bet Jala. Hier führten wir ein Gespräch mit

Faten Murkarker, einer in Deutschland

aufgewachsenen christlichen Palästinenserin.

Inzwischen ist es

schon zu einer guten Tradition

geworden auch das „Caritas Baby

Hospital“ (CBH) zu besuchen.

Es ist das einzige Kinderkrankenhaus

für die gesamte Westbank.

Das bedeutet, dass Eltern, die mit

ihren Kindern hierher kommen

wollen, lange schwierige Wege

mit ständigen Kontrollen auf sich

nehmen müssen. In Betlehem

beträgt die Arbeitslosenquote

65%, es gibt keine Krankenversicherung.

Hier im CBH konnten wir konkret

helfen: die Spende der KFD von 500 € aus

dem Erlös des Frauenfaschings, die Gymnastikgruppe

der KFD mit 200 €, die Kolpingreisegruppe

mit 220 €, der Beitrag des

Altenwerks und viele private Spenden

(darunter 10 €, die die Kinder selbst gesammelt

hatten) ergaben einen stolzen

Betrag von 1685 €. Auch die Mitglieder der

Reisegruppe öffneten nochmals spontan

ihren Geldbeutel, so dass wir weit über

1700 € dem Öffentlichkeitsbeauftragten

des CBH übergeben konnten. Dabei kamen

Erwin Schlacher die Tränen, als er

sich ganz herzlich für diese großherzige

Spende bei uns bedankte. Diese Hilfe

kommt an, davon konnten wir uns alle mit

eigenen Augen überzeugen.

Drei beeindruckende Gottesdienste bleiben

uns im Gedächtnis: der Gottesdienst

in Dalmanutha direkt am See Gennesaret,

den wir in die abendliche Dämmerung hinein

feierten, der ebenfalls abendliche Gottesdienst

in der Wüste und unser „Ostergottesdienst“,

den wir früh am Morgen in

der Kapelle unmittelbar neben dem Hl.

Grab in der Grabeskirche feiern konnten.

Diese heiligste Kirche der Christenheit beherbergt

sowohl die Kreuzesstätte Jesu,

den Hügel Golgotha, wie auch sein Grab.

Während tagsüber die vielen Touristen aus

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine