PDF Download - Tuning Magazin

tuningmagazin.de

PDF Download - Tuning Magazin

Folienspezial

THE DARK SIDE

OF YOUR CAR

Jessica Alba steigt nach der Party in Ihre Strech-Limo. Ihr charmantes

Lächeln und Ihr makelloses Gesicht verschwinden hinter

der unaufhaltsam hochfahrenden Seitenscheibe.

Aus Szenen wie dieser kennt man getönte Scheiben. Doch dieser

Look ist nicht nur den Hollywoodstars vorbehalten. Auch in

Deutschland ist es erlaubt die Heck und Seitenscheiben mit

Tönungsfolie zu beschichten. Neben der coolen Optik bietet

dies auch noch weitere Vorteile die selten Beachtung finden.

Eigentlich ist alles, was Ihr für die Folierung

der Heckscheiben braucht, im Lieferumfang

enthalten. Lediglich eine Sprühdose

zum Aufsprühen der Montagefl üssigkeit

wird benötigt. Diese gibt es für wenig Geld

in jedem Baumarkt.

99% UV-Schutz, 86% Wärmedämmung und Schutz vor Glassplittern

bei einem Chrash, sind ebenfalls tragende Argumente,

welche für eine Scheibenfolierung sprechen.

Vielen graut es vor Blasen, welche sich unschön und hartnäckig

bei der Montage zwischen Scheibe und Folie bilden. Dies

soll dank der 3D vorgeformten PROSHAPE Folie von Foliatec

der Vergangenheit angehören und eine Montage selbst für den

Laien möglich machen.

Folie ohne Probleme auf der Scheibe verschieben

und auf die gewünschte Position

rücken. Die Folie für die Heckscheibe

kann zusammen mit der Schutzfolie für

einfacheres Handling eingesprüht und

erst direkt unter der Heckscheibe ausgerollt

werden. Schutzfolie abziehen und

ebenfalls an die Scheibe andrücken.

Wenn die Folie sitzt, könnt Ihr vorsichtig

mit dem Rakel beginnen, die Flüssigkeit

aus der Mitte heraus nach außen zu drücken.

Bereits nach dem ersten Streich

beginnt die Folie selbst zu haften. Ihr solltet

darauf achten, dass die Folie beim

Ausrakeln der Flüssigkeit nicht verrutscht.

Ist alle Flüssigkeit herausgedrückt, ist es

eigentlich auch schon vollbracht. Winzige

Falten oder Blasen am Rand der Folie können

nach endgültigem Trocknen (ca. zwei

Tage) mit dem Finger angedrückt werden.

Der Kleber ist nun voll aktiv, und die Folie

haftet sofort.

Der in unserem Fall folierte Audi RS5

macht auf jeden Fall optisch was her. Er

erhält aber durch die Scheibentönung

noch, wie wir fi nden, das gewisse Etwas.

Text & Fotos: Florian Steidle

Wie bei allem steht das saubere Arbeiten

im Vordergrund. Eine perfekt gereinigte

Scheibe bildet den ersten Arbeitsschritt.

Glasreiniger und ein Mikrofasertuch sollten

ausreichen. Gegen extreme Verschmutzungen

kann man einen Kupferschwamm

verwenden. Das Fensterglas ist

härter als dieser Spezialschwamm, somit

bilden sich beim Schrubben keine Kratzer

in der Scheibe. Finger weg vom Spülschwamm!

Der verfügt nicht über diese

Eigenschaft!

TUNING

Die bereits vorgeformte PROSHAPE Tönungsfolie

muss nicht zugeschnitten, sondern

lediglich in die richtige Position gerückt

werden. Dazu empfi ehlt es sich, mit

viel Flüssigkeit zu arbeiten.

Nachdem die Schutzfolie abgezogen ist,

müssen die Scheibe und die Folie großzügig

mit Montagefl üssigkeit eingesprüht

werden. Unmittelbar danach lässt sich die

VORHER

NACHHER

Das Ergebnis spricht für sich. Der Blick nach innen ist nun fast unmöglich.

Schaut man von innen nach außen, dann ist der Blick mit dem durch eine helle Sonnenbrille vergleichbar.

TUNING


Folienspezial

5. Vor dem Auftragen des Effektlacks wird der

Basislack mit einem Staubbindetuch gereinigt.

So wird sichergestellt, dass es nicht zu

Staubeinschlüssen kommen kann.

Was sagt Ihr? Folie oder Lack?

Wer schon mal vor dieser Frage stand, hatte die Qual der Wahl zwischen vorgegebenen Farbtönen bei der Folie oder der Gewissheit,

dass es nach dem Lackieren kein Zurück mehr gibt. Somit fällt die Entscheidung nicht unbedingt leicht.

Katharina Kuhlmann kommt nun mit einer neuen Idee und schließt die Lücke zwischen Folie und Lack. Die Lösung scheint so einfach

wie genial – lackierte Folie. Richtig gehört.

Wir haben uns bei KK Cocoon in Heilbronn erklären lassen, wie eine solche Spezialfolie entsteht.

6. Der Effektlack wird auf den Basislack aufgesprüht.

Text & Fotos: Florian Steidle

1. Die weiße Grundfolie wird auf Rollen geliefert.

Passend, z. B. für eine Tür, werden

die Stücke abgelängt.

7. Auf den noch feuchten Effektlack wird eine Art

Frischhaltefolie aufgelegt. Diese haftet sofort am Lack.

2. Wie bei einer „echten“ Lackierung muss auch bei

der Folie der Untergrund staub-, fett- und silikonfrei

sein. Daher wird auch hier ordentlich gereinigt.

8. Die Folie wird zusätzlich mit Pressluft auf den Effektlack gedrückt,

sodass diese bis auf wenige Stellen komplett anliegt.

Durch sanftes Nacharbeiten mit dem Finger erhält der Effekt seine

persönliche Note. Feine oder grobe Züge, alles ist möglich.

3. Der Basislack wird vorbereitet. Neben 16 ausgewählten Farben

lässt sich jeder erdenkliche Farbton mischen und lackieren. Im

Anschluss muss die Folie ca. drei Stunden trocknen. Jetzt könnte

man sie schon einfarbig fi nalisieren. Doch es geht noch weiter.

4. Das Besondere ist der Effektlack, der im Anschluss

angemischt wird. Eine spezielle Trägerfl üssigkeit wird

mit verschiedenen Farbpigmenten unterschiedlicher

Oberfl ächenstrukturen gemischt. Dadurch bekommt der

Lack seine Glimmer-, Kristall- oder Flipfl op-Optik.

Auf der Tuningworld wurde das Verfahren live gezeigt. Airbrushstar Andras

Bathory setzte ein erstklassiges Airbrush auf einen folierten Nissan

Skyline. Doch auch den „normalen“ Folien von KK Cocoon sind

keine Grenzen gesetzt. „Wir bieten natürlich ein Grundsortiment an.

Doch eigentlich sind unendliche Variationen bei Basislack, Effektlack

und Pigmenten machbar“, so Dominik Domitrovic, Geschäftsführer bei

KK Cocoon. Wenn einem das Airbrush nicht mehr gefällt oder sich ein

neuer Trend durchsetzt, kann man einfach alles wieder abziehen.

9. Nachdem auch der Effektlack getrocknet ist, wird die fertige

Folie freigelegt. Erst jetzt erkennt man die Besonderheit. Ein einzigartiges

Farbenspiel. Um die Folie vor UV-Strahlen und Kratzern

zu schützen, werden noch zwei Schutzschichten aufgetragen.

Die nun fertige Folie besteht aus einem fünfl agigen Laminat

und ist sehr resistent gegenüber äußeren Einfl üssen.

TUNING

TUNING


Folienspezial

Laut Foliatec soll dieses Wunderwerk Felgenreiniger

und auch Waschanlagen überstehen.

DAS RAD

NEU ERFUNDEN?!

Überzeugt Euch selbst davon und postet Eure Experimente

an Felgen oder auch anderen Teilen, wie Kühlergrill

oder Spiegelkappen, bei Facebook.

facebook.com/tuningmagazin

Das ist Foliatec scheinbar mit der Sprühfolie gelungen.

Folieren ist seit langem ein Trend. Anfangs noch einfarbig,

wurden mit der Zeit Muster und 3D Motive

wie z.B. Carbonoberflächen realisiert. Allerdings

war es für den Anwender immer schwierig die Folien im

Bereich von Ecken, Kanten und Übergängen blasenfrei

aufzubringen. Ein blasenfreies Ergebnis macht aktuell der

Wassertransferdruck möglich. Allerdings ist der zu betreibende

Aufwand relativ hoch.

All diese Probleme, sollen nun der Vergangenheit angehören.

Mit der Sprühfolie verspricht Foliatec einfaches beschichten

von Karosserie und Interieurteilen. Auch ein komplett

neuer Look für Felgen soll nach einer Investition von

3 Stunden und 49,95 Euro möglich sein.

Wir freuen uns auf Eure Ergebnisse.







Alles, was Ihr benötigt, seht Ihr hier: Isoprophanol, Kreppband, Papierhandtücher

oder alternativ alte Zeitungen und natürlich die Sprühfolie.

Nachdem Ihr die Felge fachgerecht demontiert habt, solltet Ihr mit

einem Felgenreiniger Schmutz und Bremsstaub entfernen. Um nun

weiter arbeiten zu können, zieht Ihr mit der Felge in die Garage oder

den Keller um. Damit die Sprühfolie einwandfrei haftet, müsst Ihr die

Felge mit Alkohol fett- und staubfrei machen.

Wer ordentlich abklebt, spart sich im Anschluss das Reifenputzen.

Zum Abkleben empfehlen wir Euch fl exibles Kreppband. Es lässt

sich ohne Probleme an die Rundung des Reifens anpassen.

Den Reifen packt Ihr am besten in Papier ein. Schließlich soll die

Felge und nicht der Reifen eine andere Farbe bekommen. WICH-

TIG: Die Radanschlussfl äche und die Aufl agepunkte der Radschrauben

dürfen nicht besprüht werden, da sich durch die Folie

die Radschrauben lösen können! Diese Flächen könnt Ihr entweder

abkleben oder alternativ alte Radschrauben während des Lackiervorgangs

in die Bohrungen legen.








Je nach Bedarf könnt Ihr auch die Felgeninnenseite abkleben oder

ebenfalls einsprühen.

Nachdem diese nun abgeklebt ist, könnt Ihr damit beginnen, die

Felge zu besprühen. Hier gilt wie beim Lackieren: Vor Gebrauch gut

schütteln und während des Sprühvorgangs ständig mit der Dose in

Bewegung bleiben, denn auch bei der Sprühfolie können sich

„Tropfen“ oder „Nasen“ bilden. Damit die Folie sich abziehen lässt,

solltet Ihr auf der ganzen Felge ca. vier Schichten auftragen. Das

kommt auch der Deckkraft zugute.

Wenn die Felge gleichmäßig beschichtet ist, sollte sie ca.

20 Minuten trocknen.

Jetzt ist die Felge wieder fertig zur Montage.

Nachdem wir uns von der relativ einfachen Anwendung überzeugen

konnten, wollten wir natürlich auch wissen, ob sich das Zeug tatsächlich

so einfach wieder abziehen lässt, wie Foliatec verspricht.

Unglaublich aber wahr! Kratzt man mit dem Fingernagel ein bisschen

am Rand der Felge, geht das Ganze in einem Stück wieder ab.







Text & Fotos: Florian Steidle

TUNING

TUNING

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine