Ausgabe 20 - 04 / 2006 - Westfalenfleiß GmbH
Ausgabe 20 - 04 / 2006 - Westfalenfleiß GmbH
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<strong>Westfalenfleiß</strong><br />
Ein Magazin für Beschäftigte, Mitarbeiter<br />
Heft 4/<strong>20</strong>06<br />
und Freunde<br />
1
Herzlich Willkommen<br />
am Tag der offenen Tür!<br />
Liebe Leserinnen,<br />
liebe Leser!<br />
Herzlich Willkommen!<br />
„Unsere Gäste schätzen das<br />
breite und außergewöhnliche<br />
Geschenkangebot sowie das<br />
abwechselungsreiche, nicht<br />
kommerziell ausgerichtete<br />
Rahmenprogramm. Nicht<br />
zuletzt die vielen kleinen<br />
gemütlichen Ecken, in denen<br />
die Besucher verschnaufen,<br />
innehalten und klönen können,<br />
verleihen dem Tag der<br />
offenen Tür seine ihm eigene<br />
Atmosphäre. „Begegnung<br />
schafft Integration“, - diese<br />
Überzeugung möchten wir<br />
den Besuchern nahe bringen.“<br />
Karl-Heinz Garbe<br />
Wenn Sie diese <strong>Ausgabe</strong> des „<strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO“<br />
in Händen halten,<br />
haben unsere Mitarbeiterinnen und<br />
Mitarbeiter bereits ihre Vorbereitungen<br />
zum Tag der offenen Tür getroffen.<br />
Denn auch in diesem Jahr bieten<br />
Mitarbeiter und Beschäftigte von<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> ihren Gästen wieder ein<br />
abwechslungsreiches<br />
Programm<br />
und ein<br />
reiches Verkaufssortiment<br />
rund um die<br />
Weihnachtszeit.<br />
So möchte ich<br />
auch Sie am<br />
Sonntag, den 3.<br />
Dezember <strong>20</strong>06<br />
von 10 Uhr bis<br />
17 Uhr zu einem<br />
Streifzug mit<br />
Weihnachtsflair<br />
durch unsere<br />
Werkstatt am<br />
Kesslerweg in<br />
Münster einladen.<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> ist in Münster ein fester<br />
Begriff, aber wissen Sie, was sich alles<br />
hinter der Bezeichnung <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
g<strong>GmbH</strong> Arbeiten und Wohnen verbirgt?<br />
Wir wollen Sie an diesem Tag auf<br />
die unterschiedlichen Angebote unserer<br />
einzelnen Betriebszweige aufmerksam<br />
machen. Überzeugen Sie sich von<br />
der Qualität unserer Arbeit!<br />
Nachlass von <strong>20</strong> % auf eigene Holzprodukte<br />
aus unserer Schreinerei, in der<br />
Sie, - mit ein bisschen Glück, - auch<br />
einen Gutschein für ein Weihnachtsmotiv<br />
aus Holz einlösen können.<br />
Auch in diesem Jahr haben wir wieder<br />
unsere Schlemmerhütten bereit gestellt,<br />
eine gemütliche Teestube, Livemusik,<br />
Zauberer, ein nostalgisches<br />
Kinderkarussell, Zuckerwatte, den<br />
Weihnachtsmann und Weihnachtsfloristik<br />
vom Adventskranz bis zum<br />
Tannenbaumschmuck.<br />
Außerdem wartet auch auf Sie ein<br />
„Währungssparschwein“, das Sie noch<br />
mit DM oder Pfennigen oder aber auch<br />
mit Resten fremder Währung aus dem<br />
Urlaub füttern können.<br />
Von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr bringt Sie<br />
im Stundentakt eine Bus-Sonderlinie<br />
„Tag der offenen Tür <strong>Westfalenfleiß</strong>“<br />
(alle Haltestellen der Linie 17) kostenlos<br />
ab Hauptbahnhof direkt vor unsere<br />
Tür und wieder zurück.<br />
Ich freue mich auf Sie!<br />
Ihr Karl-Heinz Garbe<br />
Bei uns finden Sie ohne Stress ein<br />
passendes Weihnachtsgeschenk! An<br />
diesem Tag gewähren wir Ihnen einen<br />
2
Aus dem Inhalt<br />
Impressum<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO erscheint<br />
vierteljährlich für Mitglieder,<br />
Gesellschafter, Beschäftigte,<br />
Mitarbeiter und Förderer der<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong><br />
Münster.<br />
Herausgeber:<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong><br />
Arbeiten und Wohnen<br />
Kesslerweg 38-42,<br />
48155 Münster<br />
Telefon: (0251) 6 18 00-0<br />
Fax: (0251) 6 18 00 - 55<br />
e-mail:<br />
info@westfalenfleiss.de<br />
homepage:<br />
www.westfalenfleiss.de<br />
Sparkasse<br />
Münsterland Ost<br />
Kto. 300517<br />
BLZ 40050150<br />
Bank für Sozialwirtschaft<br />
<strong>GmbH</strong> Köln<br />
Kto. 6019400<br />
BLZ 3702500<br />
Verantwortlich<br />
für den Inhalt:<br />
Karl-Heinz Garbe<br />
Redaktion:<br />
Margret Topp,<br />
Helene Wentker<br />
Fotos:<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong><br />
Titelfoto:<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong><br />
Titelgestaltung:<br />
Esther Faust, Frankfurt<br />
Anzeigen:<br />
Karl-Heinz Garbe<br />
Die veröffentlichten Beiträge<br />
geben nicht unbedingt die<br />
Auffassung des Herausgebers<br />
wieder.<br />
Für unverlangt eingesandte<br />
Manuskripte und Fotos wird<br />
keine Haftung übernommen.<br />
Anzeigenschluss ist jeweils<br />
vier Wochen vor Quartalsende;<br />
zur Zeit ist Anzeigenpreisliste<br />
Nr. 3 gültig.<br />
Auflage: 4.000<br />
Einzelpreis: 0,45 Euro<br />
Druck:<br />
LV Druck<br />
Hülsebrockstraße 2<br />
48165 Münster<br />
Seite 4: Weihnachtsmarkt, Live-<br />
Musik und Bastelaktionen am Tag<br />
der offenen Tür am 3. Dezember.<br />
Seite 6: Portrait von Eisenbahnfan<br />
Armin Fischer. Er arbeitet jetzt 30<br />
Jahre bei <strong>Westfalenfleiß</strong>.<br />
Seite 26: Erfolgreicher Aktionstag<br />
auf Gut Kinderhaus. Am „Mosttag“<br />
brachten viele neue Kunden ihre<br />
Äpfel und freuten sich auf den<br />
leckeren Apfelsaft.<br />
Seite 28: Eine Landpartie mit drei<br />
Chören bezauberte beim Hofkonzert<br />
auf Gut Kinderhaus am 27.<br />
August ein begeistertes Publikum.<br />
Tag der offenen Tür am 3. Dezember<br />
Weihnachtsmarkt und Live-Musik Seite 4<br />
Ein Leben zwischen<br />
Pflicht und Schiene<br />
Armin Fischer arbeitet<br />
30 Jahre bei <strong>Westfalenfleiß</strong> Seite 6<br />
Chefs gratulierten persönlich<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> feierte<br />
Jubiläum mit 91 Jubilaren Seite 10<br />
„Wir haben eine goldrichtige<br />
Entscheidung getroffen“<br />
Junge Auszubildende berichten Seite 12<br />
„Wir haben es geschafft“<br />
Erfolgreiche FAB-Prüfung Seite 16<br />
Bilder & Berichte<br />
Fußballtraining mit Olaf Thon Seite 18<br />
Nachlese zur Fußball WM <strong>20</strong>06<br />
der Menschen mit Behinderung Seite 19<br />
Preisgewinne überreicht<br />
LVM-Spende für die<br />
Dieter Kunath-Stiftung Seite <strong>20</strong><br />
Ambulant Unterstütztes Wohnen<br />
Neues Wohnangebot in Telgte Seite 21<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> setzt neue Maßstäbe<br />
Pflegezirkel erarbeitet<br />
Katalog zur Behandlungspflege Seite 22<br />
Berichte von Gut Kinderhaus<br />
Erntedankfest am 17. September Seite 24<br />
Mosttag am 21. Oktober Seite 26<br />
Hofkonzert am 27. August Seite 28<br />
Kulturangebote bei <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
Förderverein gegründet Seite 30<br />
Neues Malatelier in Nienberge Seite 32<br />
AWO Creativ Kalender <strong>20</strong>07<br />
Auch <strong>Westfalenfleiß</strong>-Beschäftigte<br />
malten Kalender-Bilder Seite 33<br />
Bilder & Berichte<br />
Sparkasse spendete Kickertisch Seite 34<br />
1000 Euro von Kaiser & Schmedding Seite 35<br />
Informationen zum Thema<br />
„Rauchen/Nichtrauchen“<br />
Rauchen macht krank Seite 36<br />
Rezepttipp: fit & gesund Seite 37<br />
Für Rätselfreunde<br />
Gewinnen mit ECHO Seite 38<br />
3
Einladung<br />
1. Adventssonntag<br />
3. Dezember<br />
10.00 - 17.00 Uhr<br />
Tag der offenen Tür<br />
Großer bunter<br />
Weihnachtsmarkt<br />
Live-Musik<br />
3500 Preise<br />
Riesen Tombola<br />
Produktion und Produkte<br />
So arbeiten wir<br />
Münsteraner<br />
Dienstleistungs Service g<strong>GmbH</strong><br />
MDS - Catering<br />
• kostenloser Bus-Transfer<br />
• stündlich von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr<br />
• Hauptbahnhof - <strong>Westfalenfleiß</strong> und zurück<br />
4<br />
Kinderbetreuung<br />
• Bällchenbad<br />
• Zauberer<br />
• Kinderkarussell<br />
• Weihnachtsmann<br />
Teestube<br />
• Tee und andere<br />
Köstlichkeiten<br />
in gemütlicher<br />
Atmosphäre<br />
Reibekuchen • Grünkohl • Bratwurst • Pommes<br />
Kuchen • Waffeln • Äpfel • Marmeladen<br />
Zuckerwatte • Glühwein • Pilzpfanne<br />
Adventskränze • Weihnachtsschmuck<br />
Spekulatius frisch aus dem Ofen<br />
Weihnachtsleckereien<br />
Schnäppchenmarkt<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong><br />
Arbeiten und Wohnen<br />
Kesslerweg 38 - 42<br />
48155 Münster
Fahrplan der Sonderfahrten<br />
mit der Linie 17<br />
1. Advent „Tag der offenen Tür“<br />
am Sonntag, 3. Dezember <strong>20</strong>06<br />
von 10.00 bis 17.00 Uhr<br />
Abfahrtzeiten Hauptbahnhof<br />
Abfahrt Haltestelle Ankunft Haltestelle<br />
9.30 Uhr Hauptbahnhof 10.00 Uhr Kesslerweg<br />
10.30 Uhr Hauptbahnhof 11.00 Uhr Kesslerweg<br />
11.30 Uhr Hauptbahnhof 12.00 Uhr Kesslerweg<br />
12.30 Uhr Hauptbahnhof 13.00 Uhr Kesslerweg<br />
13.30 Uhr Hauptbahnhof 14.00 Uhr Kesslerweg<br />
14.30 Uhr Hauptbahnhof 15.00 Uhr Kesslerweg<br />
15.30 Uhr Hauptbahnhof 16.00 Uhr Kesslerweg<br />
16.30 Uhr Hauptbahnhof 17.00 Uhr Kesslerweg<br />
Abfahrtzeiten Kesslerweg<br />
Abfahrt Haltestelle Ankunft Haltestelle<br />
10.00 Uhr Kesslerweg 10.30 Uhr Hauptbahnhof<br />
11.00 Uhr Kesslerweg 11.30 Uhr Hauptbahnhof<br />
12.00 Uhr Kesslerweg 12.30 Uhr Hauptbahnhof<br />
13.00 Uhr Kesslerweg 13.30 Uhr Hauptbahnhof<br />
14.00 Uhr Kesslerweg 14.30 Uhr Hauptbahnhof<br />
15.00 Uhr Kesslerweg 15.30 Uhr Hauptbahnhof<br />
16.00 Uhr Kesslerweg 16.30 Uhr Hauptbahnhof<br />
17.30 Uhr Kesslerweg 18.00 Uhr Hauptbahnhof<br />
5
Portrait<br />
Armin Fischer und Petra Plieth im Gespräch mit der ECHO-Redaktion. Foto: hwe<br />
Ein Leben zwischen Pflicht und Schiene<br />
Armin Fischer ist seit 30 Jahren bei <strong>Westfalenfleiß</strong> beschäftigt<br />
und in seiner Freizeit Eisenbahnfan<br />
Mit sieben bekam er seine<br />
erste Eisenbahn. Seine<br />
Tante hatte ein Päckchen<br />
geschickt. Aus der Ostzone.<br />
„Es war eine Piko-Bahn“,<br />
erinnert sich Armin Fischer<br />
lebendig an diesen großen<br />
Moment in seiner Kindheit.<br />
„Die Gleise“, fährt er fort,<br />
„waren gut. Aber die Lok<br />
entgleiste immer“. Wenig<br />
später kaufte der kleine<br />
Junge eine Fleischmann-<br />
Lok dazu und beschwerte<br />
die Züge mit Steinen. „Da<br />
ging es!“ Die Faszination für<br />
Zug und Bus hat den heute<br />
56-Jährigen nie los gelassen.<br />
In jeder freien Minute,<br />
an jedem freien Wochenende<br />
oder im Urlaub sitzt<br />
Armin Fischer in den Zügen<br />
und rasselt über die Gleise<br />
von Ort zu Ort.<br />
Fahrpläne kennt er aus dem<br />
Eff Eff, und Verbindungen<br />
zwischen den entlegensten<br />
Orten des Landes kann er<br />
mühelos herstellen. Vor<br />
kurzem ist er 0.42 Uhr in der<br />
Nacht von seiner Wohnung<br />
in Wolbeck gestartet, um mit<br />
dem Nachtbus zum Bahnhof<br />
zu fahren. Von dort führte<br />
die Tour an den Rhein. Von<br />
Koblenz nach Rüdesheim<br />
hat er eine Schiff-Fahrt<br />
mitgemacht. „Die war an<br />
dem Tag kostenlos, weil ich<br />
Geburtstag hatte“. Woher<br />
Armin Fischer solche Angebote<br />
kennt? „Aus Fachzeitschriften“,<br />
sagt er. Alles<br />
Wissenswerte um Busse und<br />
Bahn liest er in solchen<br />
Magazinen. Dabei entgeht<br />
ihm kaum ein Detail, Termin<br />
oder Sonderfahrt.<br />
„Gestern zum Beispiel war<br />
ich in Mainz. Die haben dort<br />
„zehn Jahre Straßenbahnfreunde<br />
Mainz“ gefeiert“.<br />
6
Portrait<br />
Armin Fischer ist begeistert,<br />
wenn er über seine Erlebnisse<br />
rund um Zug und Bus<br />
erzählen kann.<br />
Europaweite<br />
Eisenbahnfahrten<br />
Höhepunkte seiner Touren<br />
waren zweifelsohne die<br />
Fahrten mit der Interrail<br />
nach Portugal, Norwegen,<br />
Schweden und sogar in die<br />
Türkei. „Dann übernachte<br />
ich in Jugendherberben<br />
oder Hotels. Manchmal<br />
auch auf Bahnhöfen“, sagt<br />
Armin Fischer. Und immer<br />
mache er Fotos. „Anfangs<br />
hab ich die in Alben geklebt.<br />
Aber das wurde mir zu viel.<br />
Heute lagern die in Pappkartons“,<br />
sagt er.<br />
Die Arbeit ist für Armin Fischer eher eine Pflicht. Seine<br />
Leidenschaft gehört der Schiene. Die Faszination für Zug<br />
und Bus hat ihn nie los gelassen.<br />
Sozialarbeiterin Petra Plieth<br />
zieht unmerklich die Augenbrauen<br />
hoch, wenn Armin<br />
Fischer sich in seinen Reise-<br />
Erinnerungen verliert. Denn<br />
ginge es nach dem 56-<br />
Jährigen, dann würde er in<br />
seinem Leben nichts ande-<br />
Die Zukunft<br />
gestalten<br />
Wir realisieren<br />
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7
Portrait<br />
res tun. Arbeit – die gefällt<br />
ihm nicht besonders. Das<br />
gibt er offen zu. „Als ich im<br />
November 1976 in Haus<br />
Wolbeck einzog, da habe ich<br />
gefragt: Muss ich hier auch<br />
arbeiten?“ Dieser Satz, sagt<br />
Fischer und lächelt fein, sei<br />
zum Kalauer geworden, der<br />
ihn bis heute begleite. Dabei<br />
30 Jahre arbeitet Armin<br />
Fischer bei <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
und seit fünf Jahren bei ISM.<br />
In den Stunden, in denen er<br />
Post sortiert, blüht er auf.<br />
Denn durch seine Reisen<br />
kennt er jeden Ort des<br />
Landes und findet es spannend,<br />
die Ein- und Ausgänge<br />
der Post mit zu begleiten.<br />
ist es die Arbeit, die ihm<br />
Halt gibt und Struktur.<br />
Haltepunkte<br />
im Alltag<br />
Sessendrupweg 60 • 48161 Münster<br />
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Davon ist Petra Plieth überzeugt.<br />
Ohne diese festen<br />
Haltepunkte in seinem<br />
Leben geriete Fischer leicht<br />
- salopp im Bild gesprochen<br />
- „unter die Räder“. „Er<br />
würde sogar das Essen<br />
vergessen“, sagt Petra Plieth.<br />
Erst die Arbeit und das<br />
Leben mit Kollegen und<br />
Bekannten gäben ihm die<br />
Stabilität, die er brauche,<br />
um immer wieder in seiner<br />
Freizeit zu Reisen und<br />
Ausflügen aufzubrechen.<br />
„Ich teile diese Meinung<br />
nicht“, widerspricht Fischer.<br />
Er macht keinen Hehl<br />
daraus, dass er bis heute<br />
kein Freund seiner Arbeit<br />
ist. Bis auf die Stunden, da<br />
er bei ISM die Post sortieren<br />
darf. Dann blüht Armin<br />
Fischer auf. Denn durch<br />
8
Portrait<br />
seine Reisen kennt er jeden<br />
Ort des Landes und findet es<br />
spannend, die Ein- und<br />
Ausgänge der Post mit zu<br />
begleiten.<br />
Stolz auf<br />
erreichte Ziele<br />
Die Beschäftigung in der<br />
Kartonage-Gruppe oder<br />
andere Tätigkeiten früher in<br />
den Werkstätten von <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
und seit <strong>20</strong>01 bei<br />
ISM dagegen liebt er nach<br />
wie vor nicht allzu sehr.<br />
„Aber ich muss ja kommen“,<br />
räumt er ein. Denn eins<br />
steht für Armin Fischer fest:<br />
„Ich will auf keinen Fall in<br />
ein Heim. „ Er ist stolz auf<br />
die Entwicklung, die er in<br />
den vergangenen Jahrzehnten<br />
erreicht hat – hin zum<br />
selbstständigen Leben. Das<br />
war nicht immer so.<br />
30 Jahre<br />
bei <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
Nach Besuch von Gymnasium<br />
und Internat in Dortmund<br />
und Dorsten und<br />
später der Höheren Handelsschule<br />
in Gladbeck<br />
erkrankte Armin Fischer<br />
1972 als 23-jähriger an einer<br />
Psychose. Seine Eltern<br />
waren zu diesem Zeitpunkt<br />
bereits tot. Sein Vormund<br />
sorgte dafür, dass Fischer in<br />
Münster stationär behandelt<br />
wurde. 1973 kam er in die<br />
Werkstatt an der Buckstraße<br />
in Münster. Nach weiteren<br />
Aufenthalten im Landeskrankenhaus<br />
wechselte er<br />
1976 in die Werkstatt nach<br />
Wolbeck.<br />
Drei Jahrzehnte sind vergangen.<br />
Dreißig Jahre, in denen<br />
Armin Fischer in verschiedenen<br />
Gruppen arbeitete<br />
Armin Fischer ist stolz auf die Entwicklung, die er in den<br />
vergangenen Jahrzehnten erreicht hat - hin zum selbstständigen<br />
Leben. Am 2. November feierte er mit seinem Betreuer<br />
(re.) sein 30-jähriges Jubiläum bei <strong>Westfalenfleiß</strong>, gemeinsam<br />
mit weiteren 90 Jubilaren, die in einer Feierstunde für<br />
ihre langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt wurden.<br />
und zunächst in der Wohnstätte<br />
„Haus Wolbeck“ und<br />
ab 1984 in der „Wohnstätte<br />
Gremmendorf“ lebte.<br />
Verantwortung für den<br />
Alltag übernehmen<br />
1996 kam dann ein glücklicher<br />
Umschwung. Nach<br />
dem Tod des alten gesetzlichen<br />
Betreuers übernahm<br />
ein neuer die Verantwortung.<br />
Und der stimmte<br />
Fischers Wunsch zu, allein<br />
zu leben. Das klappe seither<br />
gut, ist der 56-Jährige stolz.<br />
Nur seine Wäsche lasse er<br />
bei <strong>Westfalenfleiß</strong> waschen.<br />
Das, sagt Armin Fischer mit<br />
Nachdruck, soll auch in<br />
Zukunft so bleiben.<br />
Hobby und Arbeit<br />
vereinbaren<br />
Seine Wohnung und <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
sind die festen<br />
Anker, von denen aus er in<br />
jeder freien Minute aufbricht.<br />
Und immer wieder<br />
verlässlich heimkehrt.<br />
„Manchmal wird es etwas<br />
spät, wenn Züge Verspätung<br />
haben“. Aber er habe es<br />
immer geschafft. Sei immer<br />
verlässlich angetreten, wenn<br />
die Arbeitswoche wieder<br />
begann. Jetzt feierte er sein<br />
dreißigjähriges Jubiläum bei<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>.<br />
Und hofft, dass er dieses<br />
Leben zwischen Pflicht und<br />
Schiene noch lange fortführen<br />
kann.<br />
hwe<br />
9
Am 2. November feierten 91 Jubilare ihr Betriebsjubiläum bei <strong>Westfalenfleiß</strong>. Fotos: mt<br />
Chef und Chefin gratulierten persönlich<br />
Mehr als <strong>20</strong>0 Gäste feierten am 2. November gemeinsam mit 91 Jubilaren<br />
„So viele Jubilare hatten wir<br />
noch nie“, stellte Geschäftsführer<br />
Karl-Heinz Garbe<br />
anlässlich der diesjährigen<br />
Jubilarfeier für insgesamt<br />
91 Menschen mit Behinderungen<br />
fest, die am 2. November<br />
im Speisesaal bei<br />
der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong><br />
am Kesslerweg im Kreis<br />
von Mitarbeitern, Kollegen<br />
und Angehörigen im feierlichen<br />
Rahmen ausgerichtet<br />
wurde.<br />
Werner Bals begleitete auf<br />
seiner Orgel die Veranstaltung<br />
musikalisch und Kaffee,<br />
Kuchen und Kanapeés<br />
wurden von der Küche und<br />
der Hauswirtschaftsabteilung<br />
der <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
g<strong>GmbH</strong> serviert .<br />
Nach den Grußworten von<br />
Geschäftsführer Karl-Heinz<br />
Garbe, dem Vorsitzenden<br />
des Werkstattrates, Frank<br />
Szypior, und ISM-Werkstattratsvorsitzende<br />
Marisa<br />
Valente sowie dem Elternvertreter<br />
Dieter Kunath,<br />
gratulierten Chef und Chefin<br />
jedem Jubilar persönlich.<br />
So ehrten Geschäftsführer<br />
Karl-Heinz Garbe, Geschäftsführerin<br />
Gerda<br />
Fockenbrock und Verwaltungsleiter<br />
Siegfried Thomaszick<br />
91 Jubilare für ihre<br />
10, <strong>20</strong>, 25 und 30jährige<br />
Betriebszugehörigkeit .<br />
Die Jubilare erhielten jeweils<br />
eine Urkunde und bekamen,<br />
je nach Dauer der Zugehörigkeit<br />
zum Betrieb, ein<br />
Schreibset mit Gravur für<br />
10jährige und für <strong>20</strong>jährige<br />
und 25jährige Betriebszugehörigkeit<br />
eine Uhr und eine<br />
gerahmte <strong>Westfalenfleiß</strong>-<br />
Grafik überreicht. Zehn<br />
Beschäftige feierten ihr<br />
30jähriges Betriebsjubiläum<br />
und erhielten eine Uhr und<br />
ein Schreibset mit Gravur.<br />
30 Jahre arbeitet Armin<br />
Fischer bei <strong>Westfalenfleiß</strong>. Am<br />
9. November feierte er Jubiläum.<br />
10
Betriebsjubiläum<br />
Feierstunde bei <strong>Westfalenfleiß</strong> für langjährig Beschäftigte<br />
91 Beschäftigte aus allen<br />
Betriebsteilen feierten am<br />
2. November <strong>20</strong>06 Jubiläum.<br />
10 Jubilare wurden für<br />
ihre 30-jährige Betriebszugehörigkeit<br />
geehrt:<br />
Michael Boltendahl<br />
Armin Fischer<br />
Brigitte Geck<br />
Jürgen Johannes<br />
Enver Koldas<br />
Annette Krause<br />
Franz Löbbert<br />
Joachim Mühlbauer<br />
Volker Rehnert<br />
Manfred Voss<br />
15 Jubilare wurden für<br />
ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit<br />
geehrt:<br />
Michael Angly<br />
Maike Aschhoff<br />
Renate Bögemann<br />
Renate Dummer<br />
Bernhard Ewers<br />
Michael Fischer<br />
Andrea Gebauer<br />
Thomas Hunnewinkel<br />
Barbara Kannengiesser<br />
Mechthild Lunemann<br />
Maria Mesch<br />
Irmgard Schulze-Dieckhoff<br />
Monika Seidler<br />
Christian Wessendorf<br />
Monika Zabel<br />
33 Jubilare wurden für<br />
ihre <strong>20</strong>-jährige Betriebszugehörigkeit<br />
geehrt:<br />
Rüdiger Beuckmann<br />
Marita Bieschke<br />
Heiko Bockstedt<br />
Thomas Czubay<br />
Jörg Davids<br />
Ina Dreier<br />
Ute Feddersen<br />
Silke Flacke<br />
Detlef Frönd<br />
Anna Gerbert<br />
Jochen Graef<br />
Susanne Haller<br />
Andreas Illner<br />
Dagmar Jojko<br />
Susanne Kiko<br />
Corinna Kisker<br />
Heinz Klenner<br />
Christian Konietzny<br />
Roman Konietzny<br />
Nicole Köster<br />
Silvia Kriener<br />
Bettina Markfort<br />
Barbara Mittmann<br />
Günther Müller<br />
Heribert Peters<br />
Josef Pinnekemper<br />
Anja Pöppmann<br />
Harald Poulton<br />
Hannelore Schweinefuß<br />
Anke Therling<br />
Cornelia Vester<br />
Elke Wilhelmi<br />
Renate Wolken<br />
33 Jubilare wurden für<br />
ihre 10-jährige Betriebszugehörigkeit<br />
geehrt:<br />
Romanus Bäumer<br />
Hermann Bögel<br />
Mario Derleh<br />
Melanie Esser<br />
Alexandra Goncalves<br />
Nadine Gellrich<br />
Brigitte Gorek<br />
Carolin Heuser<br />
Gerhard Ibing<br />
Christoph Jaguszewski<br />
Albert Kampschulte<br />
Jutta-Maria Kania<br />
Renate Kassubek<br />
Siegfried Kirsch<br />
Thorsten Kortenkämper<br />
Birgit Krampe<br />
Ursula Krist<br />
Christian Lappe<br />
Peter Lewin<br />
Monika Lippert<br />
Jürgen Merker<br />
Hildegard Miske<br />
Birgit Nattkemper<br />
Angelika Nienaber<br />
Silke Oertker<br />
Karina Pino<br />
Karin Potulski<br />
Michael Preu<br />
Nicole Riedel<br />
Willi Roggenkamp<br />
Elisabeth Strothotte<br />
Ingo Tawidde<br />
Michael Tovar<br />
11
Auszubildende bei <strong>Westfalenfleiß</strong> berichten über ihre Erfahrungen: Andrea Honkomp (li.)<br />
hat im September ihre Ausbildung als Hauswirtschafterin begonnen und neben den fachlichen<br />
Anforderungen lernt sie jetzt die Gebärdensprache. Ewa Kohn (re.) macht ihr Hobby<br />
zum Beruf und hat jetzt ihre Ausbildung als Köchin in der <strong>Westfalenfleiß</strong>-Zentralküche am<br />
Kesslerweg begonnen. Fotos: hwe<br />
„Wir haben eine goldrichtige<br />
Entscheidung getroffen“<br />
Junge Auszubildende berichten über ihre Erfahrungen bei <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
Erst am Morgen hat eine<br />
ältere Beschäftigte Ramona<br />
Weilacher in den Arm<br />
genommen und gesagt:<br />
„Dich hab ich ganz doll<br />
lieb“. Die junge Auszubildende,<br />
die soeben ihre<br />
Lehre als Floristin abgeschlossen<br />
hat und jetzt eine<br />
zweite Ausbildung als<br />
Gärtnerin anhängt, ist<br />
beeindruckt von solcher<br />
Spontaneität und Herzlichkeit.<br />
„Wir haben unsere<br />
Arbeit verrichtet und Gestecke<br />
angefertigt. Und<br />
plötzlich eine solche Reaktion:<br />
Das findet man anderswo<br />
nicht“.<br />
Diese Erfahrung teilen auch<br />
Ramona Weilachers junge<br />
Kollegen. „Die Menschen<br />
hier sind so offen. Sie kommen<br />
auf uns zu, suchen den<br />
Kontakt“, sagt beispielsweise<br />
Andrea Honkomp. Sie<br />
hat im September ihre<br />
Ausbildung als Hauswirtschafterin<br />
begonnen. Und<br />
neben den fachlichen Anforderungen<br />
lernt sie jetzt wie<br />
nebenbei die Gebärdensprache.<br />
Nur so kann sie sich mit<br />
einigen der Beschäftigten<br />
verständigen.<br />
„Unsere Ausbildung ist ein<br />
Glücksgriff. Wenn junge<br />
Leute so gerne zur Arbeit<br />
gehen, dann heißt das doch<br />
was“. Das sagt Magdalena<br />
Müller nicht nur als Vertreterin<br />
der Jugend und Auszubildenden<br />
bei <strong>Westfalenfleiß</strong>.<br />
Offensichtlich spricht<br />
sie ihren jungen Kollegen<br />
aus der Seele, die mit ihr im<br />
Besprechungszimmer<br />
sitzen.<br />
16 Auszubildende<br />
bei <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
Sie alle haben sich bewusst<br />
für einen Ausbildungsplatz<br />
bei der <strong>Westfalenfleiß</strong> beworben.<br />
„Eine goldrichtige<br />
12
Lehrstellen bei <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
Entscheidung“ nennt auch<br />
Markus Flöter diesen<br />
Schritt.<br />
Der angehende Textilreiniger<br />
verspricht sich viel von<br />
den Erfahrungen, die er<br />
neben dem beruflichen<br />
Know How in der Einrichtung<br />
für Menschen mit<br />
Behinderungen machen<br />
kann. „Die Menschen hier<br />
zu unterstützen, ist eine<br />
tolle Sache. Solche Erfahrungen<br />
kann einem niemand<br />
nehmen“. Dass sie<br />
sich auf dem weiteren<br />
beruflichen Weg positiv<br />
auswirken werden, davon<br />
sind alle Azubis überzeugt.<br />
Ausbildungschance<br />
für junge Menschen<br />
Allein acht von den insgesamt<br />
16 Auszubildenden hat<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> in diesem<br />
Magdalena Müller, angehende Industriekauffrau und<br />
Jugend- und Auszubildendenvertreterin: „Unsere Ausbildung<br />
ist ein Glücksgriff. Wenn junge Leute so gerne zur<br />
Arbeit gehen, dann heißt das doch was“.<br />
Sommer mit Beginn des<br />
neuen Lehrjahrs eingestellt.<br />
Neben den klassischen<br />
Sparten wie Industriekaufmann<br />
bietet <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
neuerdings auch Lehrplätze<br />
im Handwerk an: Als Köche,<br />
Gärtner, Hauswirtschafter,<br />
Metallbauer und Tischler<br />
werden Jugendliche ausge-<br />
Die Auszubildende Ramona<br />
Weilacher (li.) - hier mit<br />
Marlies Göbel -, die soeben<br />
ihre Lehre als Floristin abgeschlossen<br />
hat und jetzt eine<br />
zweite Ausbildung als Gärtnerin<br />
anhängt, ist beeindruckt<br />
von der Spontaneität<br />
und Herzlichkeit, die ihr von<br />
den Beschäftigten entgegengebracht<br />
werden.<br />
13
Lehrstellen bei <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
bildet. Die Geschäftsführung<br />
der <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
unter Leitung von Karl-<br />
Heinz Garbe reagiert damit<br />
auf den Engpass auf dem<br />
Lehrstellenmarkt. Jungen<br />
Leuten eine Chance zu<br />
geben, ist der <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
ein wichtiges Anliegen.<br />
Positive Erfahrungen im<br />
Umgang mit Beschäftigten<br />
Maike Kwasny macht in der <strong>Westfalenfleiß</strong>-Schreinerei am<br />
Kesslerweg 21 eine Tischlerlehre.<br />
Und das sei auch gut und<br />
richtig so, zeigen sich die<br />
jungen Azubis selbstbewusst.<br />
„Die Menschen mit<br />
Behinderungen kommen<br />
unverkrampft auf uns zu.<br />
Die merken schnell, dass sie<br />
mit uns Jungen auch über<br />
ihre Lieblingsthemen wie<br />
Fußball oder Motorsport<br />
ganz locker sprechen können“,<br />
sagt Markus Flöter.<br />
Eine gute Lektion in<br />
sozialer Kompetenz<br />
In der Gärtnerei hat die 19-<br />
jährige Ramona Weilacher<br />
festgestellt, „wie stolz und<br />
glücklich Menschen mit<br />
Behinderungen sind, wenn<br />
sie uns - den Jüngsten -<br />
etwas zeigen und erklären<br />
können“.<br />
Der angehende Textilreiniger Markus Flöter verspricht sich<br />
viel von den Erfahrungen, die er neben dem beruflichen<br />
Know How in der Einrichtung für Menschen mit Behinderungen<br />
machen kann.<br />
„Eine gute Lektion in sozialer<br />
Kompetenz“ sei die neue<br />
Ausbildung, bestätigt auch<br />
Ewa Kohn. Die 28-jährige<br />
Mutter eines kleinen Sohnes<br />
wollte schon immer in einer<br />
Behinderteneinrichtung<br />
arbeiten und hat das lange<br />
Zeit nebenberuflich getan.<br />
Jetzt hat sie ihre Ausbildung<br />
als Köchin in der Westfalen-<br />
14
Lehrstellen bei <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
fleiß-Zentralküche am<br />
Kesslerweg begonnen. „Auf<br />
die Weise erweitere ich mein<br />
Hobby und mache es zum<br />
Beruf“, lacht die junge Frau.<br />
Doch sie hat weitergehende<br />
Pläne. „Im Idealfall“ strebt<br />
sie eine Gruppenleitung im<br />
Schwerstbehindertenbereich<br />
an. Aber dafür benötigt<br />
sie zunächst eine fundierte<br />
Ausbildung.<br />
Vorurteile abbauen und<br />
Verständnis wecken<br />
Auch die Ausbilder sind inzwischen<br />
von dem Weg<br />
überzeugt, den <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
bewusst eingeschlagen<br />
hat, um jungen Menschen<br />
Ausbildungen zu ermöglichen.<br />
Jeder findet<br />
seinen Platz<br />
„Am Anfang war es ja auch<br />
für uns etwas schwierig. Wir<br />
standen vor der Frage, wie<br />
wir mit der jungen Auszubildenden<br />
- einer jungen Frau -<br />
umgehen.<br />
Aber mittlerweile hat sie<br />
hier ihren Platz gefunden“,<br />
sagt beispielsweise Schreinereileiter<br />
Alfred Spahn.<br />
„Ich würde dieses Experiment<br />
auf jeden Fall wiederholen“,<br />
blickt er nach vorn.<br />
hwe<br />
Auch in den<br />
Berufsschulen<br />
berichten die<br />
jungen Azubis<br />
ihren Kollegen<br />
aus der freien<br />
Wirtschaft<br />
gerne und viel<br />
über ihre<br />
Lehre in einer<br />
Behinderteneinrichtung.<br />
„Viele haben<br />
ja noch Vorurteile<br />
gegenüber<br />
Menschen<br />
mit Behinderungen.<br />
Da<br />
kann man<br />
einiges erklären“,<br />
sagt<br />
Flöter. Und<br />
lächelnd fügt<br />
er hinzu: „Auf<br />
die Weise<br />
machen wir<br />
auch noch ein<br />
bisschen<br />
Öffentlichkeitsarbeit.<br />
Das kann ja<br />
nicht schaden.“<br />
RCG Technik Münsterland <strong>GmbH</strong><br />
Weseler Str. 603 • 48163 Münster<br />
Tel. 02 51 / 749 70 - 0 • Fax 02 51 / 749 70 - 40<br />
15
Im Lucy-Romberg-Haus in Marl beendeten am 27. September 23 Gruppenleiter aus Werkstätten<br />
für behinderte Menschen, - davon sechs Kanditaten von <strong>Westfalenfleiß</strong>, - erfolgreich<br />
ihre berufliche Qualifizierung als staatlich geprüfte Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung.<br />
Fotos: mt<br />
„Wir haben es geschafft“<br />
Erfolgreiche Qualifizierung als Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung<br />
„Mir fällt ein Stein vom<br />
Herzen!“ - „Wir haben es<br />
geschafft!“ - Nach anderthalb<br />
Jahren Lernstress<br />
endlich fertig!“ Die Erleichterung<br />
ist zu spüren und<br />
allen Prüfungsabsolventen<br />
deutlich anzusehen.<br />
Immerhin, - nach 17 Monaten<br />
berufsbegleitender<br />
Qualifizierung als „Fachkraft<br />
zur Arbeits- und Berufsförderung“<br />
(FAB) mit erfolgreichem<br />
staatlich geprüften<br />
Abschluss haben sechs<br />
Gruppenleiterinnen und<br />
Gruppenleiter von <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
allen Grund, stolz<br />
und glücklich auf ihre Leistungen<br />
zu sein. Träger der<br />
Maßnahme ist das Lotte-<br />
Lemke- Bildungswerk der<br />
Arbeiterwohlfahrt des<br />
Bezirks im Westlichen West-<br />
Im Bild v.l.n.r.: Die Gruppenleiter der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> Michael Beckmann (Schreinerei),<br />
Michael Falke (Küche) und Stephanie Garbe (Metallbearbeitung) freuen sich über die<br />
bestandene Prüfung.<br />
16
Berufliche Qualifizierung<br />
Gut gelaunt präsentiert sich das Prüfungsgremium (Bild li.): Petra Schmitz, Margret Topp,<br />
Petra Gessner (von re., vorne) sowie Dr. Manfred Iwert, Rudi Jacobs, Gunnar Jacobs und Dirk<br />
Seibel (Reihe hinten, von re.) Im Bild re.: Petra Schmitz vom Landschaftsverband Westfalen-<br />
Lippe. Sie setzte das staatliche Siegel unter die Zertifikate der FAB-Prüfungskandidaten.<br />
falen, das diese berufliche<br />
Qualifizierung bereits seit<br />
mehr als <strong>20</strong> Jahren anbietet<br />
und nunmehr den zweiten<br />
FAB-Kurs mit staatlicher<br />
Anerkennung durchführte.<br />
Insgesamt 23 Teilnehmer<br />
aus verschiedenen Behindertenwerkstätten<br />
in NRW<br />
lud das Lotte-Lemke-Bildungswerk<br />
von Mai <strong>20</strong>05 bis<br />
September <strong>20</strong>06 zu insgesamt<br />
24 Kurseinheiten im<br />
Lucy-Romberg-Haus in Marl<br />
ein, wo am 26. und 27.<br />
September der mündliche<br />
Prüfungsteil stattfand. So<br />
ließen es sich denn <strong>Westfalenfleiß</strong>-Geschäftsführer<br />
Karl-Heinz Garbe sowie die<br />
Werkstattleiter der anderen<br />
Gruppenleiter nicht nehmen,<br />
den Absolventen<br />
persönlich bei der Zertifikatsübergabe<br />
herzlich zu<br />
gratulieren.<br />
Karl-Jo Schulz-Melzer,<br />
Geschäftsführer des Lotte-<br />
Lemke-Bildungswerkes der<br />
AWO, überreicht die Zertifikate<br />
an die FAB-Absolventen.<br />
Im Bild v.l.n.r.: Auch Hans-Jürgen Göritz (ISM), Erika Haas (Wäscherei) und Ulrike Hochstrat<br />
(Berufsbildungsbereich), - hier mit Karl-Jo Schulz-Melzer, - sind froh. „Wir haben es geschafft“,<br />
sind alle FAB-Teilnehmer erleichtert und glücklich über den erfolgreichen Abschluss.<br />
17
Fußballtraining mit Olaf Thon<br />
Olaf Thon trainierte<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>-Kicker<br />
Tipps und Tricks auf dem grünen Rasen<br />
Stolz sind die <strong>Westfalenfleiß</strong>kicker auf den „Deutschen<br />
Meistertitel“, den sie <strong>20</strong>01 und <strong>20</strong>02 beim Fußball-<br />
Bundesturnier für Menschen mit Behinderungen holten.<br />
Diesen Erfolg möchten sie natürlich wiederholen, - eine<br />
gute Chance, mit Schützenhilfe von Fußballprofi Olaf<br />
Thon dem ehrgeizigen Ziel ein bisschen näher zu<br />
kommen. Am 25. August trainierte der Ex-Schalker im<br />
Stadion Hiltrup-Ost die <strong>Westfalenfleiß</strong>-Fußballer.<br />
Zusammen mit Gerda Fockenbrock (Bild unten re.)<br />
drücken ihnen nun alle die Daumen für die neue<br />
Spielsaison <strong>20</strong>07. Fotos: mt<br />
18
Fußball WM <strong>20</strong>06 der Menschen mit Behinderung<br />
Vorrundenspiel Japan : Nordirland<br />
im Stadion Hiltrup-Ost<br />
4. INAS-FID Fußball WM <strong>20</strong>06 der Menschen mit Behinderung<br />
„Die Welt zu Gast bei Freunden“, so<br />
lautete das Motto in diesem Sommer.<br />
Und das galt auch für die Fußball WM<br />
<strong>20</strong>06 der Menschen mit Behinderung.<br />
So fand das Vorrundenspiel Japan :<br />
Nordirland im Stadion Hiltrup-Ost<br />
statt, - mit einer Zuschauerpräsenz,<br />
die der TUS-Hiltrup bisher noch nicht<br />
erlebt hat. Selbst Landesdirektor Dr.<br />
Wolfgang Kirsch vom Landschaftsverband<br />
Westfalen-Lippe kam mit allen<br />
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />
und nur zufriedene Gesichter gab es<br />
bei den Ausrichtern des Spiels, bei<br />
der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>, der<br />
Lebenshilfe Münster, dem Stadtsportbund<br />
Münster und dem TUS-Hiltrup.<br />
Ein besonderer Dank gilt auch den<br />
Stadtwerken Münster, die für dieses<br />
Event kostenlos die Transfer-Busse<br />
zur Verfügung stellten.<br />
Nachlese zum Vorrundenspiel Japan : Nordirland am 7. September im<br />
Stadion des TUS-Hiltrup: „Alles ist gut gelungen“, - da waren sich<br />
Zuschauer, Veranstalter, Schirmherr und alle Organisatoren einig.<br />
Das Schätzen hat sich gelohnt: Stefan Wenslau (li.) strahlt.<br />
Er hat bei einer Schätzaktion im Rahmen des Vorrundenspiels<br />
Japan : Nordirland am 7. September der Fußball WM<br />
<strong>20</strong>06 der Menschen mit Behinderung einen Fußball gewonnen,<br />
- persönlich signiert von Olaf Thon. Marlies Tönsmann<br />
(re.) gewann einen Gutschein für ein Essen zu zweit in Höhe<br />
von 100 Euro, - Grund genug für Gerda Fockenbrock (Mitte),<br />
den beiden glücklichen Gewinnern persönlich ihre Supergewinne<br />
zu überreichen. Herzlichen Glückwunsch!<br />
19
LVM-Spende für die Dieter Kunath-Stiftung<br />
LVM-Spende<br />
Erfolgreiche Tombola<br />
Traditionell spenden die LVM-<br />
Mitarbeiter die Einnahmen aus dem<br />
Losverkauf ihres Betriebsfestes für<br />
einen guten Zweck. In diesem Jahr<br />
wurden rund 7.900 Lose verkauft,<br />
der Erlös von über 15.000 Euro geht<br />
nun zu gleichen Teilen an den Verein<br />
Herzenswünsche, das Hospiz<br />
Lebenshaus Handorf und die Dieter<br />
Kunath-Stiftung. LVM-Vorstandsvorsitzender<br />
Gerd Kettler (2.v.l.)<br />
begrüßte die Spendenempfänger im<br />
Hause der LVM Versicherungen.<br />
Ulrike Kaminski, Vorstandsmitglied<br />
des Fördervereins Hospiz lebensHaus<br />
(3.v.l), Wera Röttgering, Vorsitzende<br />
des Vereins Herzenswünsche e.V.<br />
(4.v.l.), Dieter Kunath (2.v.r) und<br />
Karl-Heinz Garbe, Geschäftsführer<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> (r.) bedankten sich<br />
für das Engangement der LVM-<br />
Mitarbeiter. Mit im Bild: LVM-<br />
Betriebsratsvorsitzender Ulrich<br />
Scheffer (l.) und LVM-Betriebsratsmitglied<br />
Silke Seeber (3.v.r.).<br />
<strong>20</strong>
Ambulant Unterstütztes Wohnen<br />
Ambulant Unterstütztes Wohnen in Telgte<br />
Neues Wohnangebot in Telgte für Menschen mit Behinderungen<br />
„Ich freue mich, nun auch<br />
in Telgte die Möglichkeit zu<br />
haben, Menschen mit<br />
Behinderung, die selbstständig<br />
in ihrer eigenen<br />
Wohnung leben möchten,<br />
mit unserem Fachdienst<br />
„Ambulant Unterstützte<br />
Wohnen“ (AUW) zu assistieren“,<br />
sagte die Telgter<br />
Wohnbereichsleiterin<br />
Marija Olbrich, die Ende<br />
Oktober gemeinsam mit der<br />
neuen Teammitarbeiterin<br />
Verena Redmann und<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>-Geschäftsführerin<br />
Gerda Fockenbrock<br />
das neue Angebot der<br />
Öffentlichkeit vorstellte.<br />
„Wir sind sehr froh, dass der<br />
Landschaftsverband Westfalen-Lippe<br />
jetzt auch für die<br />
Stadt Telgte eine Leistungs-,<br />
Prüfungs- und Vergütungsvereinbarung<br />
für das AUW<br />
mit uns abgeschlossen hat“,<br />
berichtete Geschäftsführerin<br />
Gerda Fockenbrock.<br />
Stellten das neue Wohnangebot AUW für Telgte vor (v.l.):<br />
Marija Olbrich, Wohnbereichsleiterin der Wohnstätte Telgte<br />
und Ansprechpartnerin für das „Ambulant unterstützte<br />
Wohnen“, <strong>Westfalenfleiß</strong>-Geschäftsführerin Gerda Fockenbrock<br />
sowie Verena Redmann, Koordinatorin für den Fachdienst<br />
AUW für Münster und Telgte. Foto: mt<br />
Das Angebot, so erläuterte<br />
sie, umfasse die individuelle<br />
Begleitung für Personen, die<br />
aus dem stationären Wohnen<br />
in ihre eigene Wohnung<br />
überwechseln wollen und<br />
auch Menschen mit Behinderung,<br />
die von zu Hause<br />
ausziehen wollen. Es stehe<br />
nicht nur den Beschäftigten<br />
der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>,<br />
die in den Wohnstätten des<br />
Trägers leben, offen, sondern,<br />
so Gerda Fockenbrock:<br />
„Alle Menschen mit Behinderungen<br />
oder deren Familien,<br />
die sich für das Angebot<br />
dieses Fachdienstes<br />
interessieren, können sich<br />
jederzeit an uns wenden!“<br />
In Münster bietet <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
bereits seit Mitte <strong>20</strong><strong>04</strong><br />
Assistenzleistungen im<br />
Rahmen des AUW an, bei<br />
dem derzeit 15 Menschen<br />
mit unterschiedlichen<br />
wöchentlichen Fachleistungsstunden<br />
in ihren<br />
eigenen Wohnungen begleitet<br />
werden. Nun, da es das<br />
Angebot auch für Telgte gibt,<br />
liegt die Koordination in den<br />
Händen von Marija Olbrich<br />
und Verena Redmann.<br />
Marija Olbrich: „Ich freue<br />
mich darauf, gemeinsam<br />
mit Verena Redmann -<br />
vergleichbar der Situation in<br />
Münster - auch hier in<br />
Telgte ein zuverlässiges,<br />
kompetentes Team aufzubauen.“<br />
„Dabei“, so betonte<br />
sie, „legt <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
großen Wert auf eine enge<br />
Zusammenarbeit mit allen<br />
Beteiligten in der Stadt<br />
Telgte und da wollen wir die<br />
bereits bestehenden Netzwerkstrukturen<br />
weiter<br />
ausbauen!“<br />
Kontaktadresse: Marija Olbrich,<br />
Von-Siemens-Straße 18 b, 48291<br />
Telgte, Telefon: 025<strong>04</strong>-930<strong>20</strong>,<br />
E-mail: marija.olbrich@<br />
westfalenfleiss.de<br />
21
Pflegezirkel<br />
Sind unter der Leitung von Petra Schlingmann (4. v. l.) aktiv im Pflegezirkel (v.l.): Elisabeth<br />
Schindler, Andrea Knodel, Franziska Holtkamp, Helga Sheik, Gorana Dejanowic, Petra Rose<br />
und Mechthild Goldbach. Foto: hwe<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> setzt neue Maßstäbe<br />
Pflegezirkel erarbeitet Katalog zur Behandlungspflege<br />
für den stationären Wohnbereich<br />
„Die Zahl unserer Bewohner,<br />
die individuelle Pflege<br />
benötigen, wird immer<br />
größer. Alterserkrankungen<br />
von Herzleiden über<br />
Thrombose und Diabetes<br />
nehmen in dem Maße zu,<br />
wie der Anteil an Menschen<br />
mit Behinderungen wächst,<br />
der aus dem Berufsleben<br />
der Werkstatt ins Rentnerdasein<br />
wechselt. Hinzu<br />
kommen die Menschen mit<br />
Schwerstmehrfachbehinderungen,<br />
die ein höheres<br />
Risiko für bestimmte<br />
Krankheitsbilder mitbringen“.<br />
Auf diese Herausforderungen,<br />
sagt Wohnbereichsleiterin<br />
Petra Schlingmann<br />
auf Gut Kinderhaus,<br />
will <strong>Westfalenfleiß</strong> frühzeitig<br />
reagieren.<br />
Deshalb wurde im Mai <strong>20</strong>05<br />
einen Pflegezirkel gegründet.<br />
Diese Projektarbeitsgruppe,<br />
der acht Mitarbeiter<br />
angehören, beschäftigt sich<br />
seither intensiv mit dem<br />
Thema „Behandlungspflege<br />
im Wohnverbund“. Ein<br />
wichtiges Ziel des Zirkels: Er<br />
erarbeitet einen Katalog von<br />
Pflegerichtlinien für die<br />
Mitarbeiter, die in den zwölf<br />
Häusern des Wohnverbundes<br />
Verantwortung für 280<br />
Bewohner tragen. Und<br />
damit die von Ärzten verordnete<br />
Behandlungspflege<br />
auch gelingt und den vorgegebenen<br />
Richtlinien und<br />
Standards entsprechend<br />
ausgeführt werden kann,<br />
22
Pflegezirkel<br />
soll dieser Katalog wie ein<br />
Wegweiser und eine Praxisanleitung<br />
sein. „Denn viele<br />
unserer Mitarbeiter kommen<br />
nicht aus der Krankenpflege,<br />
sondern sind pädagogisch<br />
geschulte und<br />
ausgebildete Fachkräfte“,<br />
sagt Petra Schlingmann.<br />
Auch diese Mitarbeiter<br />
sollen auf die neuen Anforderungen<br />
vorbereitet sein.<br />
Damit haben die acht Mitglieder<br />
des Pflegezirkels den<br />
Auftrag übernommen, sich<br />
als Fachaufsicht schulen zu<br />
lassen und die Tätigkeiten<br />
anderer Mitarbeiter in der<br />
Behandlungspflege zu<br />
überprüfen. „Erkrankt<br />
beispielsweise ein Bewohner<br />
einer Wohngruppe an<br />
Diabetes, so können sich die<br />
Mitarbeiter, die ihn betreuen,<br />
künftig an diese Fachaufsicht<br />
wenden. Und sie<br />
werden dann von dem<br />
Kollegen oder der Kollegin<br />
geschult, damit sie im Alltag<br />
mit den Herausforderungen<br />
umzugehen lernen, zum<br />
Beispiel mit denen, die die<br />
Diabetes-Erkrankung stellt“,<br />
sagt Petra Schlingmann.<br />
Um diese Fachaufsicht in<br />
der Behandlungspflege<br />
leisten zu können, nehmen<br />
die acht Mitarbeiter an<br />
einem breit angelegten<br />
Seminar teil.<br />
Inhalte des Lehrgangs, der<br />
bis ins nächste Jahr dauert,<br />
nennt Petra Schlingmann:<br />
Kompetente Gesprächsführungsstrategien<br />
wie Moderation,<br />
Rollenfindung,<br />
Anleitung sowie pflegerische<br />
Inhalte der Behandlungspflege.<br />
Darüber hinaus arbeiten die<br />
acht Teilnehmer seit längerem<br />
intensiv an dem Richtlinienkatalog,<br />
der für alle<br />
Mitarbeiter des Wohnverbundes<br />
gelten soll. 27 Pflegerichtlinien<br />
werden in dem<br />
Katalog detaillgenau beschrieben;<br />
neun Richtlinien<br />
habe man bisher erarbeitet,<br />
so Petra Schlingmann. Auf<br />
das neue Projekt ist die<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> stolz und<br />
setzt damit in Abstimmung<br />
und mit Zustimmung der<br />
Heimaufsicht Münster neue<br />
Maßstäbe.<br />
hwe<br />
Folgende Pflegekräfte gehören<br />
dem Pflegezirkel an und stehen<br />
künftig auch für die genannten<br />
Bereiche als Ansprechpartner<br />
bereit:<br />
Franziska Holtkamp: Gut Kinderhaus<br />
Robert Steckert: Haus Gremmendorf<br />
(die zweite Person für Haus<br />
Gremmendorf fehlt leider noch)<br />
Peter Weßel: Am Oedingteich,<br />
Zum Roten Berge und Dezentrales<br />
Wohnen Gremmendorf<br />
Helga Sheikh und Gorana Dejanovic:<br />
Wohnstätte Wolbeck<br />
Petra Rose: Albersloher Weg, Zwi-<br />
Schulmannweg und Gustav-Tweer-<br />
Weg<br />
Sina Kosteczko: Telgte und<br />
Meerwiese<br />
SWIN<br />
LACKSYSTEME<br />
23
Erntedankfest <strong>20</strong>06<br />
... auf Gut Kinderhaus am 17. September<br />
288 Kilogramm Gesamtgewicht brachte die Sau Frederike von Gut Kinderhaus<br />
mit ihren Ferkeln auf die Waage. Beim Schweineschätzspiel gewann den<br />
den 1. Preis Heinz Janssen (unten li.), den 2. Preis Luis Teger mit Familie<br />
(unten re.) und den 3. Preis A. Landergott. Das Team vom Schätzspielstand<br />
mit Siegfried Thomaszick, Caroline Saß und Andreas Jansen (re. oben, v.l.n.r.)<br />
überreichte den Gewinnern Geschenkkörbe mit Produkten von Gut Kinderhaus.<br />
25
Mosttag auf Gut Kinderhaus<br />
Andreas Beyerlin, Heiner Hagemann und Olaf Sommerich (vorne, v.l.n.r.) sind begeistert<br />
von der positiven Resonanz des „Mosttages“ auf dem <strong>Westfalenfleiß</strong>-Bauernhof Gut Kinderhaus.<br />
Auf den leckeren Apfelsaft freuen sich der vierjährige Franz Hofmeier, Elke Lackmann<br />
und Sigrid Schulte mit ihren Kindern Marcus und Anna-Lena (hinten, v.l.n.r.). Fotos: mt<br />
Leckerer Apfelsaft von Gut Kinderhaus<br />
Positive Resonanz beim „Mosttag “ auf Gut Kinderhaus<br />
„Und dafür kriegen wir jetzt<br />
Apfelsaft?“, staunten die<br />
achtjährige Anna-Lena und<br />
der vierjährige Marcus,<br />
nachdem sie eifrig am<br />
frühen Morgen zusammen<br />
mit ihrer Mutter, Sigrid<br />
Schulte, jede Menge Äpfel<br />
im Garten aufgesammelt<br />
und am Samstagmittag ihre<br />
„Ernte“ zum „Mosttag“ am<br />
21. Oktober auf dem <strong>Westfalenfleiß</strong>-Bauernhof<br />
Gut<br />
Kinderhaus abgeliefert<br />
hatten.<br />
„Aber sicher, daraus machen<br />
wir jetzt leckeren Apfelsaft“,<br />
erklärt Andreas Beyerlin<br />
Marcus und Anna-Lena<br />
während er die Äpfel der<br />
Familie Schulte Korb für<br />
Korb auf den Treckeranhänger<br />
kippt, auf dem sich im<br />
Laufe des Vormittags schon<br />
mehrere hundert Kilo Obst<br />
angesammelt haben, die<br />
von den Beschäftigten der<br />
Obstanlage unter seiner<br />
Anleitung zu Saft verarbeitet<br />
werden sollen.<br />
„Früher“, so erinnert sich<br />
Elke Lackmann, die bei der<br />
Aktion gespannt zuschaut,<br />
„gab es in Münster mehrere<br />
Stellen, an denen man sein<br />
Fallobst abliefern konnte,<br />
das dann zu Apfelsaft verarbeitet<br />
wurde.“ „Aber heute“,<br />
so Elke Lackmann weiter,<br />
gäbe es dafür kaum noch<br />
Anlaufstellen. Anknüpfend<br />
an diese Tradition, hatte<br />
Gärtnermeister Andreas<br />
Beyerlin von der Obstplantage<br />
des <strong>Westfalenfleiß</strong>-<br />
26
Mosttag auf Gut Kinderhaus<br />
Bauernhofes die Idee, einen<br />
„Mosttag“ auf Gut Kinderhaus<br />
zu veranstalten.<br />
Er rührte im Vorfeld die<br />
Werbetrommel und bot<br />
allen interessierten Kunden<br />
an, ihre Äpfel am „Mosttag“<br />
auf das Gut zu bringen und<br />
als Apfelsaft in praktischen<br />
Fünf-Liter-Behältern wieder<br />
abzuholen. „Die Behälter<br />
sind mit einem Hahn zum<br />
Öffnen und Wiederverschließen<br />
versehen “, erklärt<br />
Andreas Beyerlin, „und sie<br />
sind bei den Kunden beliebter,<br />
als die handelsüblichen<br />
Glasflaschen.“<br />
Insgesamt 2300 Kilogramm<br />
Äpfel wurden zu Apfelsaft<br />
verarbeitet. Und die Kunden,<br />
die einige Tage später<br />
ihren „selbst gemachten<br />
Apfelsaft“ abholten, waren<br />
begeistert: „Eine tolle Idee,<br />
so ein Mosttag, - wie früher!“<br />
Auch Andreas Beyerlin<br />
ist zufrieden: „Uns ging es<br />
dabei nicht nur darum, eine<br />
37 Kilogramm bringen die Äpfel von Angela Schemel (2.v.l.)<br />
auf die Waage. Auch sie freut sich auf den leckeren Apfelsaft.<br />
alte Tradition aufzugreifen,<br />
sondern der Mosttag war für<br />
uns auch eine gute Gelegenheit,<br />
in die Öffentlichkeit zu<br />
gehen. So haben wir neue<br />
Kunden gewonnen, die auf<br />
diese Art und Weise das Gut<br />
kennengelernt haben und<br />
denen wir damit unsere<br />
Arbeit mit Menschen mit<br />
Behinderungen näher<br />
bringen konnten!“<br />
Café Gut Kinderhaus<br />
Café Gut Kinderhaus<br />
Am Max-Klemens-Kanal 19<br />
48159 Münster<br />
Öffnungszeiten:<br />
Montag Ruhetag<br />
Di.-Sa. 11.00 - 19.00 Uhr<br />
Sonntag 10.00 - 19.00 Uhr<br />
· Besuchen Sie unser Café Gut Kinderhaus und lassen<br />
Sie sich mit Kaffee und Kuchen, Schnitzel, Salat oder<br />
einer deftigen, hausgemachten Suppe verwöhnen.<br />
· Die Räumlichkeiten können auch für Feste<br />
und Feiern aller Art genutzt werden.<br />
Café: Tel.: 0251-92103-30<br />
Fax: 0251-92103-32<br />
E-Mail: cafe@mds-muenster.de<br />
Integrationsunternehmen M DS g<strong>GmbH</strong><br />
Münsteraner Dienstleistungs Service<br />
Kesslerweg 38 - 42 · 48155 Münster<br />
0251-61800-76 · www.mds-muenster.de<br />
27
Hofkonzert auf Gut Kinderhaus<br />
Landpartie mit drei Chören<br />
Hofkonzert auf Gut Kinderhaus begeisterte zahlreiche Gäste<br />
Ein gelungenes Hofkonzert<br />
begeisterte ein gut gelauntes<br />
Publikum bei der diesjährigen<br />
„Landpartie mit<br />
drei Chören“ in der Gutsscheune<br />
auf Gut Kinderhaus<br />
am 27. August.<br />
Bis auf den letzten Platz besetzt war die Hofscheune auf Gut<br />
Kinderhaus beim Hofkonzert am 27. August.<br />
Bis auf den letzten Platz war<br />
die Hofscheune auf Gut<br />
Kinderhaus besetzt. Dieter<br />
Kunath begrüßte in seiner<br />
Einführung gut gelaunte<br />
Gäste und stellte die drei<br />
Chöre vor, die allesamt<br />
unter der Leitung von Leo<br />
Michalke stehen. Vor einem<br />
begeisterten Publikum<br />
machte der „Gospelchor<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>“ den Auftakt<br />
gemeinsam mit den „Mary<br />
Queen Singers“, einem<br />
Jugendchor aus Dülmen,<br />
dessen aktuelles Projekt<br />
Musicallieder sind, zu<br />
denen sie neben dem Gesang<br />
auch eigenständig<br />
Choreographien ausgearbeitet<br />
haben. Der „Gospelchor<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>“ besteht<br />
derzeit aus fast 50 Mitgliedern,<br />
überwiegend Menschen<br />
mit Behinderungen<br />
aus den Werkstätten von<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong> und sang<br />
Gospels, traditionelle Volkslieder<br />
und Schlager. Die 22<br />
Sängerinnen und Sänger des<br />
dritten Chores, „The Joyfull<br />
Singers“, die auch unter<br />
dem begeisterten Applaus<br />
des Publikums in der Hofscheune<br />
ihr Debüt gaben,<br />
sangen Gospels und Popsongs.<br />
Geleitet wird auch<br />
dieser Chor von Leo Michalke.<br />
In der Pause gab es<br />
Getränke und Kuchen aus<br />
der hauseigenen Konditorei<br />
des „Münsteraner Dienstleistungs<br />
Service“ (MDS).<br />
Außerdem wurde im Café<br />
Gut Kinderhaus ein italieni-<br />
sches Buffet anboten. Beim<br />
Finale der drei Chöre war<br />
sich das Publikum einig.<br />
„Das war ein gelungenes<br />
Hofkonzert“, hieß es. Und<br />
alle freuen sich bereits auf<br />
den nächsten musikalischen<br />
Leckerbissen im ländlich<br />
idyllischen Ambiente.<br />
Chorleiter Leo Michalke<br />
(re.) und Dieter Kunath<br />
freuten sich über die Begeisterung<br />
des Publikums.<br />
28
Hofkonzert auf Gut Kinderhaus<br />
Landpartie mit drei Chören: Gospels, Popsongs, traditionelle Volkslieder und Schlager und<br />
originelle Choreographien begeisterten zahlreichen Gäste in der Gutsscheune.<br />
Die „Mary Queen Singers“.<br />
„The Joyful Singers“.<br />
Der „Gospelchor <strong>Westfalenfleiß</strong>“. Geleitet werden alle Chöre von Leo Michalke . Fotos: mt<br />
29
<strong>Westfalenfleiß</strong>-Förderverein Kultur und Freizeit<br />
„Das kulturelle Angebot für Menschen<br />
mit Behinderungen fortsetzen“<br />
Am 21. August <strong>20</strong>06 wurde ein neuer Förderverein für Kultur<br />
und Freizeitgestaltung bei <strong>Westfalenfleiß</strong> gegründet<br />
Das Ziel ist klar. „Wir möchten<br />
weiterführen, was<br />
Dieter Kunath in den vergangenen<br />
30 Jahren auf die<br />
Beine gestellt hat. Der<br />
Förderverein soll Teile<br />
dieser Arbeit übernehmen,<br />
andere Teile sollen auf<br />
einzelne Personen übertragen<br />
werden.“<br />
So beschreibt der erste<br />
Vereinsvorsitzende Prof. Dr.<br />
Klaus-Michael Müller die<br />
Aufgaben des neu gegründeten<br />
Vereins, der am 21.<br />
August <strong>20</strong>06 aus der Taufe<br />
gehoben wurde: Der Kultur<br />
und Freizeit <strong>Westfalenfleiß</strong>-<br />
Förderverein. Wobei zu<br />
bemerken ist, dass Dieter<br />
Kunath, so lange ihm die<br />
Kraft geschenkt wird, die<br />
Aktivitäten weiterführen<br />
wird und voll hinter der<br />
Neuverteilung steht.<br />
Das Lebenswerk mit<br />
Engagement fortführen<br />
Der Name des Vereins ist<br />
Programm. Der Verein hat es<br />
sich zur Aufgabe gemacht,<br />
die kulturellen Aufgaben<br />
weiterzuführen, wobei die<br />
finanzielle Seite eine erhebliche<br />
Rolle spielt.<br />
Ohne finanziellen Einsatz<br />
hätte das umfangreiche<br />
Im Bild (v.l.n.r.): Prof. Dr. Klaus-Michael Müller, Dr. Elisabeth<br />
Fuchs, Dieter Kunath und Paul Damhorst.<br />
Programm nicht Wirklichkeit<br />
werden können.<br />
Bisher wurde und wird die<br />
Kulturarbeit mit den etwa<br />
zehn verschiedenen Aktivitäten<br />
für Menschen bei <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
von Dieter Kunath<br />
getragen und daran soll sich<br />
vorerst auch nichts ändern.<br />
„Aber“, so betont Dieter<br />
Kunath, der schon seit Jahren<br />
auf die Gründung eines<br />
solchen Vereins oder einer<br />
sonstigen Nachfolge drängt<br />
,„ich werde einmal abtreten<br />
müssen, dann sollen die<br />
Aktivitäten für Menschen mit<br />
Behinderungen, die den<br />
Alltag erhellen, weitergeführt<br />
werden.“ Der Verein wird<br />
langfristig überlegen müssen,<br />
woher weitere Fördergelder<br />
kommen sollen, denn<br />
die Mitglieder allein können<br />
den erforderlichen Umfang<br />
nicht aufbringen. Es muss<br />
überlegt werden, welche<br />
Aktivitäten gefördert und<br />
finanziell abgesichert werden.<br />
Darauf wies auch der<br />
Vereinsvorsitzende Prof. Dr.<br />
Klaus-Michael Müller bei<br />
der Vereinsgründung hin. Er<br />
forderte zum Mittun auf und<br />
bemerkte: „Der Verein wird<br />
nicht alle Aufgaben übernehmen<br />
können und darf<br />
sich nicht überfordern.“<br />
Erfreulich ist, dass zur<br />
Gründungsversammlung<br />
70 Interessenten kamen und<br />
dass 42 eine Mitgliedschaft<br />
30
<strong>Westfalenfleiß</strong>-Förderverein Kultur und Freizeit<br />
unterschrieben. Die Gründungsversammlung<br />
legte<br />
den Mindestjahresbeitrag<br />
auf 24 Euro fest, wobei<br />
höhere Beiträge und Spenden<br />
herzlich willkommen<br />
sind. „Dass bereits 1388<br />
Euro eingegangen sind,<br />
zeigt, dass erheblich höhere<br />
Beiträge angesetzt wurden“,<br />
resümiert die Kassiererin<br />
des Vereins, Dr. Elisabeth<br />
Fuchs.<br />
Ganz oben auf der Prioritätenliste<br />
der <strong>Westfalenfleiß</strong>-<br />
Kultur sollen auch in Zukunft<br />
der Gospelchor, die<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>konzerte, die<br />
Veranstaltungen für ehrenamtliche<br />
Mitarbeiter, die<br />
Umrahmung der weihnachtlichen<br />
Abschlussveranstaltungen<br />
sowie die verschiedenen<br />
Gottesdienste stehen.<br />
Es gibt noch eine größere<br />
Anzahl anderer Aktivitäten,<br />
aber der Förderverein wird<br />
sich auf einige Dinge konzentrieren<br />
müssen. Dabei<br />
geht es natürlich nicht allein<br />
um Geld, sondern Wissen,<br />
Erfahrung und ehrenamtlicher<br />
Einsatz sind gefragt.<br />
Ein Beispiel ist die Erstellung<br />
von Rundbriefen mit<br />
Informationen auf den<br />
verschiedensten Gebieten,<br />
die Dieter Kunath seit 15<br />
Jahren vierteljährlich herausgibt.<br />
„Diese Briefe beinhalten<br />
Informationen zu sozialen,<br />
politischen und gesetzlichen<br />
Entwicklungen sowie Tipps<br />
für den Alltag der Beschäftigten,<br />
ihrer Angehörigen<br />
und Betreuer“, erläutert<br />
Prof. Dr. Klaus-Michael<br />
Müller. Ein Gremium könnte<br />
diese Aufgabe übernehmen,<br />
die es aber auch erfordert<br />
„Literatur zu sichten und<br />
umzusetzen“. Hierfür müssen<br />
Menschen gefunden<br />
werden, die aus eigener<br />
Erfahrung wissen, wo Menschen<br />
mit Behinderungen<br />
der Schuh drückt und wo sie<br />
Beratung, Hilfe und Unterstützung<br />
brauchen.<br />
Unterstützung ist dem<br />
neuen Förderverein auch<br />
von Seiten der Geschäftsführung<br />
zugesagt worden.<br />
Da geht es um Einladungen,<br />
Räume für Zusammenkünfte<br />
und Vieles mehr.<br />
Und so will der Verein klein<br />
anfangen und einzelne<br />
Bausteine herausnehmen,<br />
um ein neues Gebäude zu<br />
installieren und Vorhandenes<br />
zu erhalten.<br />
Das ist auch ganz im Sinne<br />
von Dieter Kunath, dem es<br />
darum geht, „den Alltag und<br />
das Schicksal von Menschen<br />
mit Behinderungen aufzuhellen,<br />
ein wenig Freude zu<br />
schenken und sie in vielfacher<br />
Weise an Kultur und<br />
Freizeit teilhaben zu lassen“.<br />
dk<br />
Die Bankverbindung lautet:<br />
Sparkasse Münsterland-Ost<br />
Konto-Nr.: 443671<br />
Bankleitzahl: 400 501 50<br />
Beitrittsformulare stehen zur<br />
Verfügung, der Verein freut sich<br />
aber auch über Spenden.<br />
Wenden Sie sich bitte bei Fragen<br />
an die Ansprechpartner des<br />
Vereins (s. Kasten unten).<br />
Die Vereinsmitglieder danken<br />
allen, die bereits den neuen<br />
Förderverein unterstützen und<br />
heißen neue Mitglieder herzlich<br />
willkommen!<br />
Ansprechpartner/innen im Förderverein Kultur und Freizeit der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong><br />
1. Vorsitzender: Prof.Dr. Klaus-Michael Müller Vorländerweg 92 48151 Münster Tel.: 0251 / 754112<br />
2. Vorsitzender: Dieter Kunath Alfersheide 9 48157 Münster Tel.: 0251 / 324983<br />
Kassenwart: Dr. Elisabeth Fuchs Vennemannstr. 18 48157 Münster Tel.: 0251 / 325009<br />
Schriftführer/<br />
Geschäftsführer: Burkhard Müller Templerweg <strong>20</strong>6 48165 Münster Tel.: 02501 / 2629<strong>20</strong><br />
Beisitzer: Renate Kornmann Hermann-Treff-Weg 21 48167 Münster Tel.: 0251 / 626891<br />
Marie-Luise Lohmann Paul-Klee-Weg 50 48165 Münster Tel.: 02501 / 6732<br />
Jürgen Pinger Vorländerweg 60 48151 Münster Tel.: 0251 / 719552<br />
Gabriele Rauterberg Weierstraßweg 7 48149 Münster Tel.: 0251 / 862736<br />
Kassenprüfer: Georg Reimann Werneweg 157 48163 Münster Tel.: 0251 / 785516<br />
Katharina Plieth Mersmannstiege 25 48163 Münster Tel.: 0251 / 762455<br />
31
Mal-Atelier für Menschen mit Behinderungen<br />
„Man müsste wenigstens täglich<br />
ein gutes Gedicht lesen,<br />
ein schönes Gemälde sehen,<br />
ein sanftes Lied hören<br />
oder ein herzliches Wort<br />
mit einem Freund reden.“<br />
Malende Menschen bei <strong>Westfalenfleiß</strong><br />
von Dieter Kunath<br />
Der Dichter Heinrich von Kleist will<br />
mit den obigen Worten sagen, dass<br />
wir neben der täglichen Arbeit<br />
auch noch „Begleitende Maßnahmen“<br />
für die Seele brauchen.<br />
Dazu gehört eben auch das<br />
„Malen“, das uns innerlich befreit,<br />
das Probleme lösen hilft und uns<br />
Freude bereitet.<br />
Seit vielen Jahren haben wir in<br />
unseren <strong>Westfalenfleiß</strong>-Werkstätten<br />
Beschäftigte, die auf die verschiedenste<br />
Weise malen. Dieses wird<br />
durch begleitende Maßnahmen<br />
unterstützt.<br />
Soweit das mit der Arbeit vereinbar<br />
ist, soll das auch in Zukunft weiter<br />
geschehen und ausgebaut werden.<br />
„Ohne Titel“ von Emanuel Fehlbier<br />
Heinrich von Kleist<br />
Nun wollen wir noch mit einem<br />
neuen Projekt diese Aktivitäten<br />
unterstützen und neue Möglichkeiten<br />
für das Malen schaffen.<br />
Wir wollen im Frühjahr <strong>20</strong>07<br />
ein Atelier eröffnen:<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>-Atelier für Maler<br />
Altenberger Str. 26 a<br />
48161 Münster Nienberge<br />
Hier steht ein wunderbarer Raum zur<br />
Verfügung, der mit Tischen und<br />
Staffeleien ausgestattet wurde, in<br />
dem unsere Künstler malen können<br />
und in dem wir laufend Ausstellungen<br />
durchführen können.<br />
Wir wollen dieses Projekt im<br />
Frühjahr <strong>20</strong>07 mit einer Ausstellung<br />
bereits vorhandener Bilder<br />
unserer Beschäftigten<br />
eröffnen.<br />
Dort stehen auch<br />
alle Geräte und<br />
Farben zur<br />
Verfügung, die ein<br />
Maler braucht.<br />
Neben Bildern<br />
denken wir auch<br />
an die Fertigung<br />
von Kalendern<br />
und Postkarten.<br />
Wir haben alle<br />
„Himmelsfeuer“ von Manuel Gerdes<br />
Möglichkeiten.<br />
In vielen Menschen steckt ein<br />
Maler, ein Sänger oder auch ein<br />
Dichter. Damit wir uns von dem<br />
Umfang der malenden Teilnehmer<br />
und Interessenten ein Bild machen<br />
können, soll dieser Artikel im ECHO<br />
auch als Umfrage nach Ihren<br />
Interessen gelten.<br />
Bitte melden Sie sich, ob Sie<br />
bereits malen oder Sie neu beginnen<br />
wollen, bei Ihrer Gruppenleiterin,<br />
Ihrem Gruppenleiter oder<br />
beim Sozialen Dienst (<strong>Westfalenfleiß</strong>,<br />
ISM, MDS).<br />
Wir wollen Gruppen bilden, einzelnes<br />
Malen oder auch Kurse organisieren,<br />
die unter fachlicher<br />
Anleitung stehen werden.<br />
Wir benötigen, um den Ablauf in<br />
Nienberge zu organisieren und zu<br />
gewährleisten, viele ehrenamtliche<br />
Helfer. Wir bitten Eltern, Betreuer<br />
u.a. sich bei uns zu melden.<br />
Wir haben vor, unsere Aktivitäten<br />
auch in der Presse zu platzieren,<br />
Prospekte und Flyer zu erstellen<br />
und die Veranstaltungen musikalisch<br />
zu umrahmen.<br />
Und nun auf zum fröhlichen Malen.<br />
Jeder ist herzlich willkommen!<br />
32
AWO Creativ Kalender <strong>20</strong>07<br />
AWO Creativ Kalender <strong>20</strong>07: „Luft - Erde - Wasser - Feuer“<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>-Künstler sind mit vier Kunstwerken im AWO Creativ Kalender <strong>20</strong>07 vertreten -<br />
- Einladung zum Künstlertreffen am 18. Januar <strong>20</strong>07 - Thema für <strong>20</strong>08 lautet „Zuhause in NRW“ -<br />
„Das Jahr <strong>20</strong>07 beginnt und der AWO Creativ Kalender<br />
wird Sie auch in diesem Jahr mit seinen farbenfrohen<br />
Motiven erfreuen und begleiten!“, mit diesen Worten<br />
stellt der Fachverband für Behindertenhilfe der AWO<br />
Westliches Westfalen jetzt den AWO-Creativ-Kalender<br />
<strong>20</strong>07 vor, den Liebhaber farbenfroher Kunstwerke schon<br />
seit Jahren schätzen.<br />
Die Bilder zu diesem Kalender wurden im Rahmen<br />
arbeitsbegleitender Angebote und in Kreativkursen in<br />
den Werkstätten von <strong>Westfalenfleiß</strong> in Münster, der<br />
AWO-Werkstatt Siegen-Wittgenstein, dem Werkstattverbund<br />
Ennepe-Ruhr-Kreis und der AWO-Werkstatt<br />
Dortmund geschaffen, in denen Malen als Ausdruck<br />
der persönlichen Entwicklung und Persönlichkeitsbildung<br />
verstanden wird. So beschäftigten sich zahlreiche<br />
Menschen mit Behinderungen mit den vier Elementen<br />
„Luft“, „Erde“, „Wasser“ und „Feuer“. Die 13 Motive<br />
des Kalenders - zwölf Monatsbilder und das Deckblatt -<br />
wurden aus einer Vielzahl von eingereichten Kunstwerken<br />
ausgewählt und sollten sowohl zum Motto Luft -<br />
Erde - Wasser - Feuer als auch zur Jahreszeit passen.<br />
Die ausgewählten Motive der Künstlerinnen und<br />
Künstler sind Ausdruck der Auseinandersetzung mit den<br />
Naturkräften, die unsere Erde und das Leben auf ihr<br />
formen. Und so fanden auch die drei ausgewählten<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>-Künstler beeindruckende Metaphern zur<br />
Darstellung der vier Elemente.<br />
So gestaltete Manuel Gerdes den Kalendertitel des<br />
AWO-Kalenders <strong>20</strong>07 mit dem Titel „Gaudi us marine“.<br />
Manuel Gerdes ist beschäftigt beim Industrie-Service<br />
Münster (ISM) der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong> und sein<br />
Manfred Voss ist beschäftigt in der Arbeitsgruppe<br />
„Metallverarbeitung“ der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>. Er<br />
malte das Motiv „Mohnaquarell“ für das Kalenderblatt<br />
des Monats Juni.<br />
Manuel Gerdes gestaltete den Kalendertitel des<br />
AWO-Kalenders <strong>20</strong>07, der vom Fachverband für<br />
Behindertenhilfe der AWO Westliches Westfalen<br />
regelmäßig herausgegeben wird. Der Titel des<br />
Bildes lautet „Gaudi us marine“. Manuel Gerdes ist<br />
beschäftigt beim Industrie-Service Münster (ISM)<br />
der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong>.<br />
Kunstwerk „Himmelsfeuer“ wurde auch für das Kalenderblatt<br />
für den Monat Februar ausgewählt. Manfred Voss,<br />
beschäftigt in der Arbeitsgruppe „Metallverarbeitung“<br />
bei <strong>Westfalenfleiß</strong>, malte das Motiv „Mohnaquarell“ für<br />
den Monat Juni und Emanuel Fehlbier vom Industrie-<br />
Service Münster wurde mit seinem Schiff-Motiv für den<br />
Monat November ausgewählt.<br />
Am 18. Januar <strong>20</strong>07 lädt der Fachverband für Behindertenhilfe<br />
der AWO Westliches Westfalen alle Künstlerinnen<br />
und Künstlern zu einer Feierstunde ein, um sich bei<br />
denen zu bedanken, die ihre Bilder für diesen Kalender<br />
zur Verfügung gestellt haben. Dann wird auch das neue<br />
Motto für das Jahr <strong>20</strong>08 erläutert: „Zuhause in NRW!“<br />
Der Kalender ist erhältlich bei der <strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong><br />
zum Preis von 5,- Euro.<br />
33
Kickerspende<br />
Probierten den neuen Kicker vor Ort gleich aus (v.l.): Geschäftsbereichsleiter Erich<br />
Reckhardt und Unternehmenskundenbetreuer Heinz-Josef Frisch von der Sparkasse<br />
Münster mit Karl Heinz Garbe, Siegfried Thomaszick und Frank Szypior.<br />
COMPO. Ganz einfach schöne Pflanzen.<br />
Dichter und schöner Rasen ist für Gartenliebhaber ganz einfach: mit COMPO SAAT Strapazier-<br />
Rasen und COMPO FLORANID ® Rasen-Langzeitdünger verwandeln Sie Ihren Rasen in einen<br />
grünen Teppich, der zu Spiel und Entspannung einlädt.<br />
50 Jahre Forschung und Erfahrung.<br />
Neuer<br />
Kickertisch<br />
Spendable Sparkasse<br />
Über einen neuen<br />
Kickertisch, gespendet<br />
von der Sparkassenzentrale<br />
in Münster, freuen<br />
sich die Beschäftigten<br />
von <strong>Westfalenfleiß</strong>.<br />
Erich Reckhardt,<br />
Geschäftsbereichsleiter<br />
der Sparkasse, und<br />
Heinz-Josef Frisch,<br />
Unternehmenskundenbetreuer,<br />
übergaben ihn<br />
als Repräsentanten der<br />
Sparkasse an <strong>Westfalenfleiß</strong>-Geschäftsführer<br />
Karl-Heinz Garbe,<br />
Verwaltungsleiter<br />
Siegfried Thomaszick<br />
und an den Vorsitzenden<br />
des Werkstattrates<br />
Frank Szypior.<br />
Bei der Übergabe<br />
stellten sie sich gleich<br />
an die Griffstangen, um<br />
den Ball um die Wette<br />
ins Tor zu kicken.<br />
„Toll, dieser Kicker“,<br />
begeisterte sich Frank<br />
Szypior, der als Vertreter<br />
der Beschäftigten<br />
den ersten Ball ins<br />
gegnerische Tor des<br />
Sparkassenteams kickte.<br />
Als Schiedsrichter bei<br />
der „Feuertaufe“ mit<br />
dem neuen Tischfußball<br />
fungierte <strong>Westfalenfleiß</strong>-Geschäftsführer<br />
Karl Heinz Garbe, der<br />
sich herzlich für das<br />
Präsent bedankte.<br />
Seinen Platz hat der<br />
Kickertisch im Eingangsbereich<br />
am<br />
Kesslerweg gefunden<br />
und ist für ein schnelles<br />
Match in der Pause<br />
heiß begehrt.<br />
34
1000 Euro für einen neuen Snoezelenraum<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>-Geschäftsführer Karl-Heinz Garbe (re.) freut sich über<br />
eine Spende in Höhe von 1000 Euro. Peter Kaiser (l.) und Thomas<br />
Schmedding (Mitte) überreichten ihm den Scheck am 13. September.<br />
Gute Idee<br />
Kaiser & Schmedding<br />
spendeten 1000 Euro<br />
Eine 1000-Euro-Spende nahm<br />
Karl-Heinz Garbe von dem<br />
Unternehmen Kaiser & Schmedding<br />
entgegen.<br />
Die Versicherungsmakler hatten<br />
im Rahmen einer Kundenbefragung<br />
<strong>20</strong>0 Rückmeldungen<br />
bekommen. Für jeden Fragebogen<br />
wurden je fünf Euro als Spende<br />
für <strong>Westfalenfleiß</strong> ausgelobt.<br />
Die 1000 Euro werden für einen<br />
neuen Snoezelenraum im<br />
Arbeitsbereich für Menschen mit<br />
Schwerstbehinderungen verwendet.<br />
Herzlichen Dank!<br />
35
Informationen zum Thema<br />
„Rauchen/Nichtrauchen“<br />
Rauchen macht krank und<br />
kann vorzeitig zum Tod führen<br />
In Deutschland sterben<br />
jährlich 110.000 bis 140.000<br />
Menschen an den Folgen<br />
ihres Tabakkonsums, das<br />
sind etwa 300 bis 400 Menschen<br />
täglich.<br />
Die Anzahl der durch das<br />
Rauchen ausgelösten Todesfälle<br />
ist höher als die von<br />
Aids, Alkohol, illegalen<br />
Drogen, Verkehrsunfällen,<br />
Morden und Selbstmorden.<br />
Lebenserwartung bei<br />
Rauchern deutlich geringer<br />
Es gibt fast kein menschliches<br />
Organ, das nicht durch<br />
das Rauchen angegriffen<br />
wird und Schaden nimmt.<br />
Etwa die Hälfte aller regelmäßigen<br />
Raucherinnen und<br />
Raucher werden an den<br />
Folgen des Tabakkonsums<br />
sterben. Von 50% der tabakbedingten<br />
Todesfälle sind<br />
Menschen im Alter zwischen<br />
35 und 69 Jahren<br />
betroffen, sie büßen im<br />
Durchschnitt <strong>20</strong> Jahre ihrer<br />
normalen Lebenserwartung<br />
ein.<br />
Nach Rauchstopp stellt<br />
sich der Körper sofort um<br />
Der Ausstieg aus dem Rauchen<br />
lohnt sich. Schon<br />
wenige Stunden nach dem<br />
Rauchstopp stellt sich der<br />
Körper um. Nach ca. <strong>20</strong><br />
Minuten sinken Puls und<br />
Blutdruck.<br />
Der Kohlenmonoxydgehalt<br />
im Blut vermindert sich<br />
nach cirka acht Stunden.<br />
24 Stunden nach dem<br />
Rauchstopp nimmt allmählich<br />
das Herzinfarktrisiko ab.<br />
AK Gesundheit<br />
Umsetzung des<br />
Nichtraucherschutzes<br />
im Betrieb<br />
Recht und Pflicht<br />
§ 5 ArbStättV - Nichtraucherschutz<br />
(vormals § 3a ArbStättV)<br />
(1) Der Arbeitgeber hat die<br />
erforderlichen Maßnahmen zu<br />
treffen, damit die nicht rauchenden<br />
Beschäftigten in Arbeitsstätten<br />
wirksam vor den Gesundheitsgefahren<br />
durch Tabakrauch<br />
geschützt sind.<br />
Der Nichtraucherschutz greift<br />
unabhängig davon, ob nicht<br />
rauchende Beschäftigte sich durch<br />
Tabakrauch belästigt oder gesundheitlich<br />
beeinträchtigt fühlen oder<br />
nicht.<br />
Arbeitnehmer haben ein durchsetzbares<br />
Recht auf einen rauchfreien<br />
Arbeitsplatz. Arbeitgeber<br />
sind verpflichtet, entsprechende<br />
Regelungen einzuführen sowie<br />
entsprechende Maßnahmen<br />
durchzuführen. Das liegt nicht<br />
zuletzt auch in ihrem eigenen<br />
wirtschaftlichen Interesse.<br />
Dem Arbeitgeber steht es frei, den<br />
Rauchern zum Beispiel eine<br />
räumlich abgetrennte „Raucherecke“<br />
zur Verfügung zu stellen,<br />
aber er ist dazu nicht verpflichtet.<br />
Ein „Recht auf Tabakkonsum“ am<br />
Arbeitsplatz existiert nicht.<br />
Nichtraucher müssen sich nicht<br />
zum Dulden des Rauchens drängen<br />
lassen und Kulanzregelungen, z.B.<br />
nur rauchfreie halbe Tage, Beschränkung<br />
der Anzahl gerauchter<br />
Zigaretten oder rauchfreie Raumteile,<br />
nicht akzeptieren. Kündigungen<br />
oder Schlechterstellungen<br />
von Nichtrauchern, die auf ihrem<br />
Recht auf einen rauchfreien<br />
Arbeitsplatz bestehen, sind<br />
missbräuchlich und können vor<br />
dem Arbeitsgericht angefochten<br />
werden.<br />
36
fit & gesund<br />
Himbeer Marzipan Creme<br />
Zutaten für 4 Personen:<br />
150 g tiefgefrorene Himbeeren<br />
50 g Zucker<br />
75 g Marzipan Rohmasse<br />
100 g Mascarpone<br />
250 g Naturjoghurt (1,5 %)<br />
100 g Schlagsahne<br />
1 P Vanillin-Zucker<br />
25 g weiße Kuvertüre<br />
25 g Halbbitter Kuvertüre<br />
weihnachtliches Schokodekor<br />
Minze und Himbeeren zum Verzieren<br />
Zubereitung:<br />
Arbeitszeit: ca. <strong>20</strong> Minuten<br />
Wartezeit: ca. 1 Stunde<br />
• Himbeeren mit Zucker bestreuen und auftauen.<br />
Marzipan zerkrümmeln, mit Mascarpone pürieren.<br />
Joghurt unterrühren. Sahne steif schlagen,<br />
den Vanillin-Zucker dabei einrieseln lassen.<br />
Sahne unter die Mascarpone heben.<br />
• Himbeeren pürieren, mit der Creme schichtweise<br />
in Gläser füllen. Locken von der Kuvertüre hobeln.<br />
Die Creme mit Kuvertürelocken, Schokodekor,<br />
Minzblättern und Himbeeren verzieren.<br />
Nährwert pro Portion: ca. 1840 kJ (440 kcal)<br />
Der Arbeitskreis Gesundheit<br />
wünscht<br />
Guten Appetit!<br />
Unser Service-Team ist für Sie da -<br />
Komplettanbieter für die professionelle Reinigung und Desinfektion<br />
! Produktprogramme<br />
! Dosiersysteme<br />
! Service<br />
! Training<br />
Als Lieferant für Gemeinschaftsverpflegung, Gastronomie und Hotellerie, bieten wir<br />
Ihnen maßgeschneiderte Lösungen bezogen auf Geschirr- und Küchenreinigung,<br />
Housekeeping, Wäscherei, Erstellung von Hygieneplänen, Personalschulungen<br />
sowie Spülmaschinenmietkonzepte und Wasseraufbereitung.<br />
Ecolab Deutschland <strong>GmbH</strong><br />
Institutional Division<br />
Canthalstr. 7 - 63450 Hanau<br />
Service-Nr. Tel: 0 61 81 / 36 00 266 - 271 Fax: - <strong>20</strong>2<br />
37
Preisrätsel<br />
1.<br />
2.<br />
3.<br />
4.<br />
1.<br />
5.<br />
5.<br />
Liebe<br />
Rätselfreunde!<br />
Das Lösungswort des Preisrätsels<br />
aus dem<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO 3/06<br />
lautete „FERKEL“.<br />
Gewonnen hat bei diesem<br />
Rätsel Mandy Colditz.<br />
Verwaltungsleiter Siegfried<br />
Thomaszick überreichte ihr<br />
den Gewinn, einen tragbaren<br />
MP 3 - Player.<br />
Wenn auch Sie gewinnen<br />
möchten, erraten Sie das<br />
farbig unterlegte Lösungswort.<br />
Einsendeschluss ist<br />
am 31. Januar <strong>20</strong>07.<br />
Schreiben Sie uns das Lösungswort<br />
auf eine Postkarte<br />
und bitte schicken Sie<br />
diese an:<br />
Redaktion<br />
<strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO<br />
Kesslerweg 38-42<br />
48155 Münster.<br />
Wir wünschen<br />
Ihnen viel Glück!<br />
Ihre ECHO-Redaktion!<br />
2.<br />
3.<br />
Mandy Colditz hat das Preisrätsel der ECHO-<strong>Ausgabe</strong><br />
3/<strong>20</strong>06 gewonnen. Verwaltungsleiter Siegfried Thomaszick<br />
gratuliert ihr herzlich und überreicht ihr den Gewinn, einen<br />
tragbaren MP 3 - Player. Foto: mt<br />
4.<br />
38
<strong>Westfalenfleiß</strong> g<strong>GmbH</strong><br />
Arbeiten und Wohnen<br />
Wir arbeiten für Sie:<br />
· Holzverarbeitung<br />
· Metallverarbeitung<br />
· Elektrogerätemontage<br />
· Montagearbeiten<br />
· Sortier- und Verpackungsarbeiten<br />
· Skin- und Blisterverpackung<br />
· Bürsten- und Besenfertigung<br />
· W äscherei und Näherei<br />
· Copy-Shop und Tampondruck<br />
· Garten- und Landschaftspflege<br />
· Gärtnerei - naturnaher Anbau -<br />
· Schul- und Betriebsverpflegung<br />
Hauptwerkstatt<br />
Kesslerweg 38-42, Postfach 48<strong>04</strong>6 Münster<br />
Tel. 0251-61800-0, Fax: 0251-61800-55<br />
Gärtnerei<br />
Kesslerweg 38, 48155 Münster,Tel. 0251-61800-50<br />
Schreinerei<br />
Kesslerweg 21, 48155 Münster,Tel. 0251-68667060<br />
Ladenlokal „Mensch und Natur“<br />
Bodelschwinghstr. 13, 48165 Münster-Hiltrup, Tel. 02501-98966-7, Fax: 02501-98966-8<br />
Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 9 - 18 Uhr Sa. 8 - 14 Uhr<br />
„ Werkstatt Telgte“<br />
Orkotten 25, 48291 Telgte,Tel. 025<strong>04</strong>-6902-0, Fax: 025<strong>04</strong>-6902-22<br />
Zweigwerkstatt Münster Nord<br />
Rudolf-Diesel-Straße 43, 48157 Münster,Tel. 0251-89971-0, Fax: 0251-89971-14<br />
Landwirtschafts-Betrieb „Gut Kinderhaus“<br />
Obstplantage „Gut Kinderhaus“<br />
Am-Max-Klemens-Kanal 19, 48159 Münster,Tel 0251-92103-0, Fax: 0251-92103-59<br />
Industrieservice Münster (ISM)<br />
Höltenweg 105, 48155 Münster,Tel. 0251-62737-0, Fax: 0251-62737-22<br />
Zum Kaiserbusch 14, 48165 Münster,Tel. 0251-39903-0, Fax: 0251-39903-22<br />
Rudolf-Diesel-Straße 4, 48157 Münster,Tel. 0251-68619-0, Fax: 0251-68619-22<br />
e-mail: info@westfalenfleiss.de · homepage: www.westfalenfleiss.de<br />
39
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