pdf-Download - Wilma Renfordt

wilmarenfordt.de

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präsentiert

„Zu Anfang

der kapitalistischen

Produktion, vor

etwa ein oder zwei Jahrhunderten,

war der Bourgeois noch ein

ordentlicher Mann von vernünftigen

und friedlichen Sitten. […] Heute

gibt es […] keinen Bourgeois, der

sich nicht mit Trüffelkapaunen und

mit verschifftem Lafitte vollstopft

[…]. Andere, die zu schwach sind,

um die Anstrengung der Ausschweifung

zu ertragen, […] hecken

dickbändige, schlafsuchterregende

Bücher aus, um die Mußestunden

von Schriftsetzern und Buchdruckern

auszufüllen. […] O Faulheit,

erbarme Du Dich des unendlichen

Elends! O Faulheit, Mutter der

Künste und der edlen Tugenden,

sei Du der Balsam für die Schmerzen

der Menschheit!“

Paul Lafargue, Das Recht auf

Faulheit, 1883.

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„Als Wissenschaft von

menschlichen Verhaltensweisen

und Entscheidungen überhaupt bezieht

sich die ökonomische Analyse nun auf die Totalität

eines sozialen Feldes […]. Die Relationen

zwischen Qualität und Quantität von Kindern,

Geburten- und Sterberaten, Generationsfolgen

und Reproduktionszyklen,

Familienplanung und

Familienpolitik – all diese Faktoren

werden mit der Frage […]

nach den optimierbaren Verhältnissen

zwischen Investitionskosten

und erwartbaren

Erträgen durchmustert.“

„Auch hier gilt also die

Oikodizee, die Vorstellung

von der zweckmäßigen

Einrichtung der ökonomischen

bzw. kapitalistischen

Welt.“

Joseph Vogl, Das Gespenst des Kapitals,

Zürich 2010, S. 138f./S. 60f.

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„Bei aller Modernität und Technik legen wir sehr viel Wert

auf die menschliche Komponente. Dazu gehören das freundliche

Wort, die helfende Hand und die positive Ausstrahlung.

Unsere Mitarbeiter vermitteln über ihre Kommunikation und

Körpersprache jedem Gast Offenheit und Hilfsbereitschaft.“

Jobs in der 02 World, http://staging.o2world.de/jobs.page.

htm.


„Zeitvergeudung ist also

die erste und prinzipiell

schwerste aller Sünden

[…]. Zeitverlust durch

Geselligkeit, ‚faules‘ Gerede,

Luxus, selbst durch

mehr als der Gesundheit

nötigen Schlaf – 6 bis

höchstens 8 Stunden

– ist sittlich absolut

verwerflich.“

Max Weber, Die protestantische

Ethik und

der Geist des Kapitalismus,

Erftstadt 2005

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Bundesministerium für Wirtschaft

und Arbeit: Vorrang für die Anständigen

– Gegen Missbrauch, ‚Abzocke‘

und Selbstbedienung im Sozialstaat.

Ein Report vom Arbeitsmarkt im

Sommer 2005:

„Biologen verwenden für ‚Organismen,

die zeitweise oder dauerhaft

zur Befriedigung ihrer Nahrungsbedingungen

auf Kosten anderer

Lebewesen – ihren Wirten – leben‘,

übereinstimmend die Bezeichnung

‚Parasiten‘. Natürlich ist es völlig

unstatthaft, Begriffe aus dem Tierreich

auf Menschen zu übertragen.

Schließlich ist Sozialbetrug nicht

durch die Natur bestimmt, sondern

vom Willen des Einzelnen gesteuert.“

(S. 10)

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Berliner

Illustrierte

Zeitung:

„Haben Sie sich nach Spielszenen

gesehnt?“

Bud Spencer: „Im Gegenteil. Die

waren immer langweilig. Wir fieberten

stets der nächsten Woche

Schlägerei entgegen.“

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Berlin 2005, S. 60f.

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„Nur

wer arbeitet, soll

auch essen.“ Franz Müntefering,

Bundesminister für Arbeit

und Soziales, in einer Sitzung der

SPD-Fraktion im Mai 2006, diskutiert

wurde das Optimierungsgesetz zur

Arbeitsmarktreform.

TASK-FORCE

„STRAF-

ARBEIT. – Die

meisten Formen von

Tätigkeit drängen

sich dem Menschen

als Strafarbeiten

auf, selbst im Fall der

Tätigkeiten, die er frei

ausgesucht zu haben

scheint. […] So viele

Schriftsteller lassen sich

an ihren Roman spannen

und sich freiwillig auf die

Qualität eines Arbeitspferdes

zurückführen […]! So viele Leute

amüsieren sich sogar, nicht um sich

zu amüsieren, sondern um eine Art Ritus

gewachsen sind, zu Hilfe gerufen.

[…] Der Schuldnerberater hilft,

indem er die Situation der Betroffenen

analysiert und dann gemeinsam

mit ihnen Lösungen entwickelt.

Oft sind die Einschnitte

schmerzhaft und nicht selten

gibt es Tränen beim

Heilungsprozess.“

www.rtl.de

zu begehen … […] Außer den Kindern, die Feuer an die

Kohlenmeiler legen, Züge zum Entgleisen bringen und

von großen Tiermassakern träumen, kenne ich nur

grauenerregende Pedanten, die an ihrem verfaulten

Federhalter kauen und Blut und Wasser schwitzen,

um bis zum Schluß ihre unheilvollen Strafarbeiten

zu schreiben … M[ichel] L[eiris]“

Kritisches Wörterbuch, Beiträge von Georges

Bataille, Carl Einstein, Marcel Griaule, Michel Leiris

u.a., Berlin 2005 [1929-1931], S. 53.

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Berliner Illustrierte

Zeitung:

„Und was ist mit Terence Hill?

Hatten Sie nie Streit?“

Bud Spencer: „Ich vermute,

wir beiden sind das

einzige Paar auf der

Welt, das sich noch nie

gestritten hat.“

Berliner Morgenpost,

3. April 2011

Peter Zwegat

Schuldnerberater

„Denn

als wir bei euch

waren, haben wir euch

die Regel eingeprägt: Wer nicht

arbeiten will, soll auch nicht essen.

Wir hören aber, dass einige von euch

ein unordentliches Leben führen und

alles Mögliche treiben, nur nicht

arbeiten.“ 2. Brief des Paulus

an die Thessalonicher

3,10.

PFF...

KRRCHZ..

Alpha Bravo

DELTA Charlie bitte

kommen......

„Der

Sozialismus stimmt

mit der Bibel darin überein,

wenn diese sagt: Wer nicht arbeitet,

soll auch nicht essen.“ August

Bebel, Gründer der Sozialdemokratischen

Arbeiterpartei, 1879 in Die

Frau und der Sozialismus.

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Zwegat, „Der

der Beschäftigten […] darin besteht,

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Lösungen, ‚Tricks‘, Mittel und Wege zu finden, wie

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Schuldnerberater ist

die Arbeitsorganisation sich verbessern lässt. […] Das

Kaliber

zurück und hilft wieder.

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traditionellerweise politisch nennt.“

denen die Schulden über den Kopf

„In erster Linie glaubt [der Berater]

an sich. Das muss er auch, ansonsten wirkt

er nicht überzeugend auf seine potenziellen Klienten.

Dabei hat er den Anspruch an sich als Person, sein

eigener ‚kontinuierlicher Verbesserungsprozess‘ zu

sein. […] Weiterhin glaubt er an seine Klienten als

‚appellationsfähige Individuen‘ […], denen er seine

Bemühungen angedeihen lässt. Dementsprechend neigt

er gelegentlich zur Individualisierung von Systemproblemen.

Anders gesagt: Beratung als kommunikative

Gattung zur Erhöhung der Anschlussfähigkeit von

Kommunikation generiert Akteure als entscheidende

Sinneinheiten. Insofern sind gesellschaftliche

Individualisierungs- und Differenzierungsprozesse

Ursache und Ergebnis von Beratung zugleich.“

Jutta Anna Schroer, „Der Berater“, In: Stephan

Moebius/Markus Schroer, Diven, Hacker, Spekulanten.

Sozialfiguren der Gegenwart, S. 29.

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Wenn weg, dann weg!

“The world of plenty is

New Babylon, the world

in which man no longer

toils, but plays; poetry as

a way of life for the masses

[…]. New Babylon, perhaps, is not so much

a picture of the future as a leitmotiv, the conception

of […] a culture that, for the first time in history, as

a consequence of the automation of labor, becomes

feasible although we do not yet know what shape

it will take, and seems mysterious to us. […] This is the

dilemma of creative man today: […] He only suggests whereas

he would like to play, he plays whereas he would like

to give shape, he outlines only whereas he would like

to be precise. But his outlines of the new world to come

are important in that at last he deliberately turns away

from the utilitarian world in which creativeness was

only an escape and a protest, and that he becomes the interpreter

of the new man, homo ludens.”

Constant Nieuwenhuis, New Babylon:

the world of Homo Ludens, 1970.

Britta: Wer wird Millionär?

Text

Jörg Albrecht

Regieassistenz

Susanne

Berthold

Musik

Matthias

Grübel

Schauspiel

Janna Horstmann

Wer geht putzen und wer wird Millionär?

Vierzig-Euro-Frage, denn die Antwort

fällt nicht schwer

Wer lebt prima und wer eher prekär?

Wer geht putzen und wer wird Millionär?

Produktion

Katja

Kettner

Regie und

Schauspiel

Steffen

Klewar

Austattungsassistenz

Katharina

Oberegger

Austattung

Caspar

Pichner

Wer schon hat, dem wird gegeben

Und für uns bleibt nur das schöne Leben

Ja, so läufts und so wird‘s weiter laufen

Denn der Teufel scheißt auf den

größten Haufen

Besser wohnen und auch mal reisen,

Champagner, Tanz und Kokain

Das wär ein schönes Leben, das

kriegen nur die anderen hin

Für uns heißt es weiter rechnen,

krebsen, wurschteln, durchschlagen

Nur ganz selten kommt‘s da mal zu

Champagner, Kokain

Koproduktion:

Video

Ian Purnell

Schauspiel

Mathias

Znidarec

Dramaturgie

Wilma

Renfordt

Gestaltung

Prospekt

Sebastian

Haslauer

Technische

Leitung

Oliver Szewc

Redaktion

Prospekt

Wilma Renfordt

Schauspiel

Sebastian

Thiers

Ich zähle täglich meine Sorgen

Und dabei denk‘ ich noch nicht

einmal an Morgen

Ich hab gar keine Angst

Nur manchmal frag‘ ich mich:

Ist das noch Bohème oder

schon die Unterschicht?

Deine Mutti

klaut bei kik!

Gefördert

durch den

Hauptstadtkulturfonds

und den

Regierenden

Bürgermeister von

Berlin – Senatskanzlei

– Kulturelle

Angelegenheiten

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