rückblick orchesterprojekt 2010 - freie musikschule zuerich

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rückblick orchesterprojekt 2010 - freie musikschule zuerich

INFOBLATT FREIE MUSIKSCHULE ZÜRICH AUSGABE 4 - NOVEMBER 2010

SEITE 2-3 EDITORIAL - IMPRESSUM

RÜCKBLICK ORCHESTERPROJEKT 2010

SEITE 4-5 RÜCKBLICK KAMMERMUSIKWOCHEN 2010

SEITE 6-7 DIE WELT DES GESANGS UND DER INSTRUMENTE

SEITE 7 SCHULMUSIK-SEMINAR

SEITE 8 MOZART, KLEZMER UND DIE KLARINETTE - EINE WESENSVERWANDTSCHAFT

SEITE 8-9 ÜBEN? - SÄEN UND ERNTEN AM INSTRUMENT!

SEITE 10 FMZ BERICHTE AUS DEM KOLLEGIUM

SEITE 11 VBEREIN FMZ - BERICHTE AUS DEM VEREIN FREIE MUSIKSCHULE ZÜRICH

SEITE 12 FMZ UNTERRICHTSANGEBOT


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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser!

Endlich ist es soweit und die neue Ausgabe

von „ZWISCHENTÖNE“ liegt vor!

Einiges wird Ihnen bekannt vorkommen,

weil die Freie Musikschule Zürich bereits

viele gut etablierte „Traditionen“ pflegt wie:

- das Orchesterprojekt (Januar bis April)

- die Kammermusikwochen (August)

- die Kinderchöre (das ganze Jahr)

- die Schulmusikseminare (Oktober bis Juli)

- die LehrerInnenkonzerte (ab und zu)

- die Musizierstunden (ab und zu)

- den Instrumentalunterricht

(das ganze Jahr)

worüber in „ZWISCHENTÖNE“ regelmässig

berichtet wird.

Ebenso bekannt sind Ihnen die Rubriken:

- Berichte aus dem Kollegium

- Berichte aus dem Verein.

Neu werden wir in Zukunft auch folgende

Rubriken führen:

- Instrumente

- Üben am Instrument

- Kinder & Musik

und regelmässig einen Artikel einem ausgewählten

Instrument widmen und Aspekte

zum Thema „Üben“ zusammenstellen.

Ihre Anregungen und Wünsche sind uns

sehr willkommen! Wenden Sie sich ungeniert

an die Redaktion.

Viel Spass beim Lesen und Entdecken!

Patricia Berger, Redaktion

(pb@freiemusikschulezuerich)

Impressum

Redaktion:

Fotos:

Patricia Berger

Rebecca Furrer

Freitag, 26. März 2010 Kirche Neumünster, Zürich

10. ORCHESTERPROJEKT

„ZusammenSpiel“

Jubiläums-Abschlusskonzert

Um fünf Uhr Nachmittags beginnen die Vorproben in der Kirche Neumünster. Es herrscht

emsiges Treiben: Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind unterwegs mit Instrumentenkoffern

und Instrumenten. Auf der Bühne werden Notenständer aufgestellt, die Szene wird vorbereitet

für das Kinderorchester, das als erstes probt. Die Dirigentin Deborah Furrer und die

Registerleiterinnen Ursula Butscher-Ott, Anja Friedeberg und Bettina Hofstetter trommeln die

Kinder zusammen und helfen ihnen, ihre Instrumente zu stimmen. Auf den Notenständern

stehen die Noten vom «Karneval der Tiere» von Camille Saint-Saëns. Das Kinderorchester

spielt sieben Sätze daraus. Als alle Kinder bereit sind, ermutigt Deborah Furrer die kleinen

Musikerinnen und Musiker, an die Charaktere der einzelnen Stücke zu denken: den stolzen

Löwen, den störrischen Esel, den graziösen Schwan. Für die Kinder ist die Vorprobe in der

Kirche wichtig, denn die Akustik ist anders als am Probeort. Daran muss sich ein Orchester

gewöhnen. Nach der Vorprobe gehen die Kinder in ihren Aufenthaltsraum oder in den

grossen Park rund um die Kirche. Auf der Bühne müssen nun die Notenständer umplaziert

werden, es braucht Stühle und der Flügel muss weg. Wie Ameisen bewegen sich Helferinnen

und Helfer und es braucht nicht lange, da ist die Szene fürs Sinfonieorchester bereit.

Jugendliche und Erwachsene treffen ein und spielen ihr Instrument warm. Ins Sinfonieorchester

kann, wer zu alt ist fürs Kinderorchester. Da die Proben der beiden Orchester gleichzeitig

sind, gibt es sogar Eltern, die im Sinfonieorchester spielen, während ihre Kinder im Kinderorchester

mitwirken. Christof Brunner betritt das Podium, die Vorprobe beginnt. In den

hinteren Räumen tummeln sich Kinder, einige spielen, andere tuscheln miteinander, dritte

hören beeindruckt dem Sinfonieorchester zu. Ein Mädchen sagt zu Deborah Furrer: «Stelled

Sie sich vor, mir spieled plötzlich au so luut, da wäred Sie dänn schön überrascht…!». Nach

der Vorprobe des Sinfonieorchesters ist das Jazzorchester dran. Wieder wird die Szene

umgebaut. Der Flügel muss auf die Bühne und jetzt braucht es auch noch ein Schlagzeug.

Während das Jazzorchester probt, werden noch die letzten Vorbereitungen getroffen. Sind

alle Blumen da? Ist der Apéro organisiert? Liegen Prospekte für zukünftige Projekte gut

sichtbar am richtigen Ort? Nach der Vorprobe der Jazzer wird die Szene für das Kinderorchester

wieder hergestellt. Jetzt können die Leute kommen.

Die Kinder sind sichtbar aufgeregt. Jonathan meint: «Ich bi scho sehr nervös.» und Noemi

pflichtet ihm nickend bei. Ihre strahlenden Augen verraten, wie sehr sie sich auf den grossen

Moment freuen. Und er rückt näher. Schon sitzt das Publikum in der Kirche. Stolze Eltern,

Kinder, die ihre Hälse nach den Geschwistern recken sowie auch ein seltsames Paar: Er im

schicken Anzug, sie mit einem reich dekorierten, rosaroten Hut – ein Relikt aus früheren

Zeiten, könnte man meinen. Wer das wohl sein mag? Das Kinderorchester stellt sich auf,

Deborah Furrer greift zum Mikrofon und stellt das Orchesterprojekt vor. Dann erhebt sich

der schicke Mann und die Frau mit dem aussergewöhnlichen Hut gibt ihm Geleit. Er stellt

sich neben Deborah Furrer, während die Frau sich wieder setzt und ihren Hut abnimmt. Und

nun beginnt der Mann zu sprechen. Er ist Werner Hug und wird das Orchester mit Texten

frei nach Loriot zum Karneval begleiten. Und so erzählt er von der wunderlichen Zusammenkunft

der Tiere und wenn das Kinderorchester spielt, sieht man förmlich die majestätischen

Löwen voranschreiten, die plumpe Elefantendame tanzen und den Schwan seinen

silberweissen Hals recken. Ein grosser Applaus folgt dem Finale des Karnevals der Tiere und

viele glänzende Kinderaugen bedanken sich beim Publikum dafür. Der letzten Verbeugung

folgt der Umbau und nun sind ganz schnell alle Stühle parat. Das Sinfonieorchester nimmt

seine Plätze ein. Christof Brunner erhebt den Taktstock und von ganz weit her erklingt eine

dunkle Melodie. Es sind die ersten Takte von Franz Schuberts Sinfonie Nr. 7 in h-moll, besser

bekannt als «Die Unvollendete». Es ist eine ganz andere musikalische Welt, in die das Publikum

nun eintaucht – eine leidenschaftliche, traurige und düstere Welt. Das Sinfonieorchester

spielt Schuberts anspruchsvolles Werk mit Präzision, Leidenschaft und Verständnis für die

Zerissenheit von Schuberts Werk – eine beachtliche Leistung. Was mag da noch kommen?

Nach dem Umbau stellt sich das Jazzorchester auf und was auf dem Papier nicht ganz

vorstellbar ist, funktioniert in der Realität sehr gut: Der Schwere von Schuberts ausklingender

Sinfonie setzt die Beschwingtheit des Jazzorchesters einen guten Kontrast entgegen. Zuerst

spielt das Orchester «All the Things You Are» von Jerome Kern unter der Leitung von Gabriel

Dalvit. Ein Solo gibt die Flötistin Jasmine Baumann. Darauf folgt «I got Plenty o’ Nuttin» von

George Gershwin unter der Leitung von Harry White. Solos geben die beiden Saxophonisten

Mateo Steck und Basil Wächli. Ein grosser Kontrast zu den beiden klassischen Orchestern

ist, dass die Dirigenten Gabriel Dalvit und Harry White das Jazzorchester nicht mit einem

Taktstock leiten, sondern mit ihrem eigenen Instrument, dem Saxophon. Auf die swingenden

Klänge folgt ein langer Applaus und diesem der gesellschaftliche Teil des Abends. Weil das


Orchesterprojekt sein 10-jähriges Jubiläum

feiert, spendiert der Verein «Freie Musikschule

Zürich» einen Apéro. Bei Fruchtbowle und

selbstgemachtem Gebäck findet ein reger

Austausch zwischen den Musikerinnen und

Musikern und dem Publikum statt. Stolze

Eltern nehmen ihre Kinder in den Arm, es

herrscht ein Gewirr von aufgeregten Stimmen.

Ein schöner Abschluss eines gelungenen

10. Orchesterprojekts!

Barbara Pfister

(Journalistin)

Vorschau

auf das 11. Orchesterprojekt 2011

Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind herzlich willkommen!

Die Probenarbeit beginnt im Januar 2011 und endet mit zwei Konzerten am 8. & 10. April

2011

Probenort:

Rudolf Steiner Schule Zürich, Plattenstrasse 37, 8032 Zürich

Kinderorchester für Kinder von 8- 12 Jahren

Programm:

ECUADOR SUITE für Streicher und Bläser

von Regine Nosske

Leitung: Deborah Furrer

Register Streicher: Ursula Butscher, Milena Rebsamen, Beatrice Ruckstuhl

Register Bläser: Bettina Hofstetter

Sinfonieorchester für Jugendliche und Erwachsene

Programm:

CARMEN SUITE

von Georges Bizet

Leitung: Christof Brunner

Bläsereinstudierung: François Thurneysen

Gesucht werden: Geigen, Bratschen, Celli, Kontrabässe, Pauken & Schlagzeug

Jazzorchester für junge Leute (ab 14 J.) und Junggebliebene

Die TeilnehmerInnen können ihre Fähigkeiten im Jazz vertiefen oder auch erste Erfahrungen

sammeln.

Programm:

SWING AND LATIN

Leitung : Harry White, Gabriel Dalvit

Folgende Instrumente sind herzlich willkommen: Saxophone, Klarinetten, Querflöten,

Fagotte, Trompeten, Hörner, Posaunen, Schlagzeug, Piano, Bass, Streicher

Konzertdaten:

Freitag, den 08.04.2011 um 19 Uhr

(ref. Kirche Witikon)

Sonntag, den 10.04.2011 um 12 Uhr

(Rudolf Steiner Schule Sihlau)

Anmeldeformulare sind erhältlich bei:

Sekretariat Freie Musikschule Zürich

Silva Lardi, Im Moos 21, 8902 Urdorf,

Tel. 044 362 86 58

Mail: info@freiemusischulezuerich

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8. Sihlauer

Kammermusikwoche für Kinder

vom 16. - 21. August 10

Es ist Mittwoch, der dritte Tag der Sihlauer Kammermusikwoche, kurz vor neun Uhr morgens.

Während draussen ruhig die Sihl dahin fliesst, herrscht in den Räumlichkeiten der

Steiner Schule Sihlau bereits emsiges Treiben. Mädchen und Buben mit Instrumentenkoffern

schwatzen auf dem Pausenplatz, rennen in den Gängen oder sitzen bereits auf ihren Stühlen

im Musiksaal und warten. Ursula Butscher und Milena Rebsamen, die diesjährigen Leiterinnen

der Kammermusikwoche, sorgen für Getränke, beantworten Fragen und versuchen,

die quirligen Kinder pünktlich in den Musiksaal zu bringen.

Singen macht munter

Um neun Uhr steht Lisa Appenzeller mit einem kleinen Akkordeon vor den nun im Kreis

sitzenden Kindern. Sie wird die nächste halbe Stunde das Singen gestalten. Zum Aufwärmen

sollen sich alle zuerst einmal strecken, darauf folgt ein Klatschspiel. Einige noch müde

Kinder werden nun sichtlich munter. Das erste Lied „Sonne heilt mit ihren Strahlen“ singt

der kleine Chor in verschiedenen Varianten, im Kanon und als Echo. Im zweiten Lied „Min

Vater isch en Appezeller“ können sie sogar einen kurzen Jodel ausprobieren. Dann allerdings

ist die halbe Stunde bereits vorbei und die kleinen Musikerinnen und Musiker gehen in die

verschiedenen Zimmer, um mit ihren Kammermusikgruppen zu proben. Es gibt elf Gruppen,

wobei jede Gruppe einen Tiernamen hat. So sind zum Beispiel die Eichhörnchen ein Klaviertrio,

die Feuervögel ein Quartett aus Violine, Saxophon, Klarinette und Klavier und die Elche

ein Trio aus Alt-Saxophon, Es-Horn und Posaune. Es gibt klassische Formationen, aber auch

aussergewöhnliche, denn, so steht es ausdrücklich in der Ausschreibung, alle Instrumente

sind herzlich willkommen! Das Leiter-Team stellt sich jeweils der Herausforderung, für jedes

Kind die passende Gruppe und für jede Gruppe dem Niveau entsprechende Werke auszusuchen.

Synkopen und andere Stolpersteine

Nun probt also jede Gruppe mit einem musikalischen Leiter und es wird eifrig gefeilt an

der Interpretation, am Zusammenspiel, an Synkopen und weiteren schwierigen Rhythmen.

Einige Gruppen arbeiten sehr konzentriert, bei anderen besteht die Herausforderung darin,

Gefechte mit den Instrumentenbögen zu verhindern, bei dritten wiederum übernehmen die

Kinder gleich selber das Zepter und sagen ihren Mitmusikern, wie was am besten zu spielen

sei. Alles in allem herrscht eine kreative, begeisterte Atmosphäre.

Nach der 40-minütigen Kammermusikprobe haben die Kinder eine kurze Pause zum Essen

und Trinken verdient. Die meisten tollen draussen auf den Klettergerüsten herum, bevor

sie sich zu den Ensemble-Proben treffen. Die Ensembles formieren sich nach Instrumentengruppen:

es gibt ein Ensemble mit Geigen, Bratschen, Akkordeon, Gitarren und Klavier, das

englische und irische Stücke einstudiert. Das Cello-Ensemble spielt Werke von Praetorius und

Purcell, die Bläser proben „Lady in Black“ und die ganz Kleinen studieren ein Musiktheater

nach der Geschichte „Die Kinderbrücke“ ein. Den Ensemble-Proben folgen nochmals ein

Kammermusik-Block und dann ein ausgiebiges Mittagessen.

Spielen und Schwimmen

Weil der Mittwoch der verflixte dritte Tag ist und das Spielen neben dem Musik-Spielen bei

den 6 bis 12-jährigen Kindern einen wichtigen Platz einnimmt, steht am Nachmittag ein

Ausflug ins Schwimmbad auf dem Plan. An allen anderen Nachmittagen der Woche studieren

die kleinen Musikerinnen und Musiker im Orchester zwei Stücke aus Händels Feuerwerksmusik

ein.

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Wie alles begann…

Die Sihlauer Kammermusikwoche nahm ihren Anfang 2003, als Deborah Furrer den ersten

Kurs mit 25 Kindern und Jugendlichen zwischen 7 und 18 Jahren startete. Sie kamen aus

verschiedenen Teilen der Schweiz und aus Deutschland. Das Projekt stiess auf reges Interesse

und die Zahl der Teilnehmenden hat sich bis heute verdreifacht. Vor vier Jahren wurde

das Angebot ausgebaut, seither findet in den Sommerferien eine Kammermusikwoche für

Jugendliche und Erwachsene in Zürich und eine Kammermusikwoche für Kinder von 6 bis

12 Jahren in der Sihlau statt. Neben Deborah Furrer, die das Projekt entwickelte, organisierte

und bis vor einem Jahr leitete, wirken 10 weitere musikalische Leiterinnen und Leiter aus der

Schweiz, Deutschland und Holland mit.


Musik – ein Erlebnis!

In den fünf intensiven Tagen mit Kammermusik-, Ensemble- und Orchesterproben erleben

die Kinder wichtige Dinge, die beim Üben im stillen Kämmerlein oft vergessen gehen: Wie

es ist, sich durch die Musik mit anderen Menschen zu verständigen, wie es ist, zuzuhören

und sich in einer gemeinsamen Interpretation zu finden und wie es ist, zusammen etwas

zu erleben. All diese Erfahrungen und natürlich all die verschiedenen Werke finden ihren

Ausklang im Abschlusskonzert am Samstag – einem Fest für die musizierenden Kinder und

ihre Familien.

Barbara Pfister

(Journalistin)

Kammermusikwochen 2011

AUSBLICK

4. ZÜRCHER

KAMMERMUSIKWOCHE

FÜR JUGENDLICHE &

ERWACHSENE

Wann: 8. – 12. August 2011

Wo: Zürich

9. SIHLAUER

KAMMERMUSIKWOCHE

FÜR KINDER

von 6 bis 12 Jahren

Wann: 15. – 20. August 2011

Wo: Adliswil

Bei Fragen über die Kurse wenden Sie sich an:

Deborah Furrer

043 244 94 55

info@kammermusikwoche.ch

Anmeldung per online möglich ab

Januar 2011 unter:

www.kammermusikwoche.ch

Prospekte erhältlich ab Jan. 2011 auf dem

Sekretariat der FMZ, 044 362 86 58

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Die Welt des Gesangs

und der Instrumente

Gitarre

GESANG

ZUPFEN /

SCHLAGEN

Schlagwerk

Laute

Trommel Harfe

Pauken

STREICHEN

Posaune

Fagott

Klarinette Horn

Oboe

Trompete

Flöte

BLASEN

Viola

Cello

Kontrabass

KLAVIER

ORGEL

Violine

(nach Dr. med. K. Appenzeller)

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Singen

Die ursprünglichste Äusserung des Menschen

ist der Gesang, welcher aus dem

ihm einverleibten Instrument entsteht. Der

gesungene Ton bildet ein Zentrum, von

welchem der Klang ausstrahlt. So durchwirkt

der Gesang auch alles, was sich im Laufe

der Zeiten musikalisch als Spezialisierung in

einzelnen Musikinstrumenten herausbildete.

Singen lebt im gestalteten Ausatmen, daher

die Affinität der Blasinstrumente zum Gesang.

Dieser kann fast ungehindert vokalisch

in den Raum klingen, wogegen der Instrumentalton

erst nach der Überwindung eines

grösseren oder kleineren Widerstands zur

freien Entfaltung kommt. Dieser Widerstand

ist konsonantischer Natur, er gestaltet, bündelt,

entfesselt und verwandelt. Der vokalisch

gesungene Ton ist unmittelbarer seelischer

Ausdruck. Er kommt von innen, vermittelt

sich nach aussen und strahlt von dort auf

uns zurück. Der Instrumentalton kommt von

aussen aus dem Raume und wirkt in seinem

seelischen Ausdruck auf uns zurück. Ist der

singende Mensch soweit, sich auch von

aussen zu hören, so ist das gleichsam eine

instrumentale Wahrnehmung des Gesanges.

Gesang ist subjektiv wirkend, das Instrument

kommt von aussen an den Menschen heran,

ist also objektiv und kann sich dem musizierenden

Menschen anschmiegen, gleichsam

einverleiben. Jedes Instrument hat der Natur,

dem Menschen entspringende harmonische

Masse und Verhältnisse. Man kann ein

Instrument als erweiterten physischen Leib

ansehen: Die Flöte beispielsweise als Spezialisierung,

Verlängerung der Lippen, die Saiten

der Harfe als Haare oder Nervenstränge, die

Trommel als Schädeldecke oder erweiterten

Bauch. Das gesungene Wort erhält auch

instrumentalen Charakter durch die gestaltenden

Konsonanten, das Instrumentalspiel

wird in der Klangentfaltung auch vokalisch,

was als instrumentales Singen bezeichnet

werden kann.

Der musizierende Mensch ist gesund, schön

und wahr. Seine Haltung ist eine edle, sein

Verhältnis zu seiner Umgebung harmionisiert

und dadurch darf er Vermittler zwischen

zwei Welten sein.

Blasen

Sehen wir uns die vom Singen überstrahlte

Instrumentalfamilie, die Symphonie, einmal

genauer an. Da ist zunächst das Reich

der Blasinstrumente. Blasen findet seinen

Ausdruck in der Melodie. Die Kraft dafür

entwickelt sich im Herz-Lungen-Raum auf

dem Boden der Schwingen des Zwerchfells,

welches beim heranwachsenden Kinde mehr

und mehr zur bewussten Grundlage wird.

Dieser Kraftquell wird in den Kopf heraufgeholt,

diesen durchluftend, durchlebend,

ja weckend! Ober- und Unterkiefer sind

mit den Zähnen stark beteiligt und bilden

ihr Zentrum in den Lippen, welchen grosse

Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

Nun gibt es verschiedene, sensibel zu behandelnde

konsonantische Ansatzmöglichkeiten

wie beispielsweise d-, t-, p-, f-. Es ist also

eine grösstmögliche Konzentration für den

Ansatz zu leisten. Da wird das Denken gefördert,

Wachheit erzeugt und Willen sichtbar

gebildet. Auf beiliegender Abbildung sieht

man die verschiedenen Bläserfamilien: Die

Blockflöten, die Holzblasinstrumente, die

Trompeten, Posaunen, die Hornfamilie, die

ganze Brass Band und viele andere Blasinstrumente.

Sie führen von der hohen Lage

zur tiefen in Richtung Gesang. „Voce et

tuba“ (mit Stimme und Blasinstrument) war

in der kirchenmusikalischen Tradition immer

nahe beieinander. Man beachte auch das in

Venedig in der frühbarocken Zeit geborene

Doppelchorwesen, das sich oft zwischen

Chor und Bläsern abspielt, wobei man in der

Praxis deutlich erlebt, wie sich Blasende und

Singende gegenseitig fördern.

Streichen

Nach unten gespiegelt begegnen wir den

Streichinstrumenten. Der jubilierenden Flöte

gegenüber führt die ihr so verwandte Violine

als bekanntestes Streichinstrument die Gruppe

an. Die Flöte singt gleichsam über der

Lunge und die Violine bewegt sich mit der

Lunge im Ein- und Ausatmen, im aufwärts

und abwärts gehenden Bogenstrich. Das

Streichen lebt in dieser Harmonie, welche

auch eine lösende, öffnende Wirkung im

mittleren (seelischen) Herz-Lungen-Bereich

bewirkt. Im Streichorchester findet sich die

Harmonie ganz besonders schön, ist sie

doch sehr beweglich und klangfarbenreich.

Die Viola bildet die hörende Mitte dieser

Gruppe, das harmonische Gleichgewicht

ermöglichend. Cello und Kontrabass werden

in tieferer Haltung gestrichen und tragen

die erdverbundeneren Töne ins Streicherensemble.

Das harmonische Hin- und

Her- Streichen der Bogenbewegung dieser

Instrumente ist besonders deutlich erlebbar.

Hier wird vor allem das Fühlen gebildet und

geschult. Schon physisch ist beim Streichen

des Tones im Bogen das Gefühl spürbar.

Daraus entwickelt sich musikalisches Gefühl,

seelischer Ausdruck. Mit den geläufigsten

Streichinstrumenten als sozusagen vorhergehende

Generation lebt die Gambenfamilie,

die sich heute wieder grösserer Beliebtheit

erfreut. Daneben gibt es unzählige Streichinstrumente,

die der vorliegenden Skizze je

nach Stimmlage beigefügt werden könnten.

Zupfen und Schlagen

Den Streichern benachbart finden wir die

Welt der Zupf- und Schlaginstrumente. Den

tiefen Streichinstrumenten am nächsten

steht die umfassende Harfe, die neben dem

Zupfen auch eine Art des Streichens kennt.

Das Zupfen wie das Schlagen sind sehr

kurze, konzentrierte, mit dem Bläseransatz

von gegenüber vergleichbare Momente der

musikalischen Betätigung. Diese brauchen

gute Vorbereitung und Aufmerksamkeit im

Nachhören. Da wird vor allem am Rhythmus

gearbeitet. Dadurch ist wie in jeder rhythmischen

Tätigkeit die Willensbildung erlebbar.

Ein heute sehr wesentliches Element in

jeder Form der Erziehung. Mit dem Willen

wird zugleich das Denken aktiv. Der Klang

der gezupften Saite hat im Vergleich zu dem

der gestrichenen einen mehr Gedanken

weckenden Charakter. Die Harfenfamilie

reicht bis hinauf zur Leier. Dabei stehen die

Gitarren, die in Richtung nach oben zum

Gesang hin führen. Der Sänger mit der

Laute, Gitarre, Mandoline usw. findet, wie

schon Orpheus damals mit der Kithara, seine

Erfüllung. Der Bereich der Schlaginstrumente

erfordert mehr Bewegung der Gliedmassen.

Die „grande cassa“, die Pauken usw.

verjüngen sich nach oben bis zum kleinen

Tamburin. Alle Arten von Schlaginstrumenten

(auch Glocken!) bewegen sich da zwischen

dunkeln Donnerklängen bis ins hellste Säuseln.

Da finden sich trotz der Monotonie des

Schlaginstrumentes viele Klangfarben. Ein

guter Schlagzeuger ist imstande, aus seinen

Instrumenten ein ganzes Orchester hervorzuzaubern.

Klavier und Orgel

Der Rundgang durch die Ausdrucksformen

der Instrumentalwelt ist zunächst vollzogen.

Übrig bleiben das Klavier, die Orgel und mit

ihnen alle Tasteninstrumente. Als universale

Instrumente mit Verbindungsmöglichkeiten

zu den Bereichen Blasen, Streichen, Zupfen/

Schlagen stehen sie unten vorne in der Mitte

mit ausstrahlender Wirkung nach beiden

Seiten. Es handelt sich hier nicht um Instrumente,

welche - wie die oben beschriebenen

- den Naturformen imaginativ entsprungen

sind. Es sind logisch aufgebaute Konstruktionen,

die sozusagen nebeneinander

auflisten, was es alles für Töne gibt. Diese

Töne sind in ihrer akustischen Höhe fixiert,

was sonst nur bei wenigen Instrumenten der

Fall ist. Schlussendlich ist es eine sehr kleine

Ton-Auswahl, die durch unsere lebendigen


Schulmusik-

Seminar

Ohren andauernd zurechtgerückt und

erweitert wird. Klavier und Orgel lassen sich

beim Spielen körperlich nicht umfassen. Man

sitzt davor und entlockt diesen Bauwerken

Töne mittels Saiten-Anschlag (Gruss von den

Streichern und Zupfinstrumenten) oder geleitetem

Luftstrom durch Pfeifen (Gruss von

den Bläsern). All diese Technik kann durch

einen schönen Klavieranschlag oder bei

der Orgel durch sensibles, agogisches Spiel

überwunden werden. Dabei sind auch die

Handorgeln, die grosse Affinität zu den Bläsern

aufweisen, welche aber als „Lungen“-

Instrumente ebenfalls sehr in den mittleren

Bereich gehören.

Zusammenspiel

Im Überblick betrachtet, erlebt man die

Idealform im Zusammenwirken all dieser

Bereiche beispielsweise in einem Oratorium

oder in Beethovens neunter Sinfonie. Aber

auch schöne Beziehungen der gegenüberliegenden

Pole sind festzustellen. Das

Klavier als Begleitinstrument des Sologesanges

(man vergleiche auch Bachs Angabe,

das Klavier auf „cantable Art“ zu spielen),

Mozarts Flöten-Harfen-Konzert, die Orgel

wurde früher auch „Flötenharfe“ genannt,

Blockflöte-Laute, Blasmusik mit Schlagwerk

usw. Auch die benachbarten Bereiche wie

Bach-Soloarien mit Solo-Blasinstrumenten

begleitet, Streicher und Bläser in Konzerten,

Streicher und Cembalo (gezupft) usw.

Die angefügte Skizze verdanken wir der Forschungsarbeit

in der Herzauskultation von

Dr. med. Kaspar Appenzeller (1927 – 1999).

Es handelt sich um die Wahrnehmung der

musikalischen Bereiche, wie sie in unserem

Aetherleibe wirksam sind. Auf einigen Engelsbildern

alter Meister finden sich ähnliche

Darstellungen.

Peter Appenzeller

Die Kinderchöre

Singende Kinder ist etwas vom Schönsten,

was wir auf dieser Welt erleben dürfen!

Die grosse Aufgabe heute ist ganz einfach

diejenige, wie man Kinder zum sinnvollen

Singen führt. Ein Beitrag dazu will diese Kinderchor-Arbeit

sein. Sie hat schon jahrzehntelange

Tradition. Kinder wollen eigentlich

fast alle singen – wir Erwachsenen müssen

es einfach mit ihnen tun! In der Gesellschaft

droht das Singen allerdings mehr und mehr

zu verschwinden. Darum ist es höchste Zeit,

dass wir uns wieder darum bemühen.

Die Gruppe für die Kleineren (Kindergarten

bis 3. Klasse) lernt übers Hören die Stimme

zu führen und lernt über den sprachlichen

Rhythmus die einfacheren Melodien und

Volkslieder zur entsprechenden Jahreszeit.

Viele Bewegungsspiele sind dabei, aber

auch ganz ruhige, andächtige Momente.

Im Sommer übten wir das Märchen „Hans

im Glück“ in gesungener Form. In einfachen

Gesten wurde diese unbeschwerte

Geschichte aufgeführt. Dann folgt ein

musikalisches „Dreikönigsspiel“ für die Zeit

nach den Herbstferien.

Die Grösseren (4. bis 6. Klasse) singen

anspruchsvollere Lieder und werden auf

verschiedene Weise in die Mehrstimmigkeit

eingeführt. Das sind Kanons, Volkslieder

und Kantaten für Jugendchor zu zwei bis

drei Stimmen. Im Dezember dieses Jahres

wird der Kinderchor in einem von Peter

Appenzeller neu komponierten Weihnachtsoratorium

für Soli, gemischten Chor,

Kinderchor und Instrumente mitwirken. In

2011 werden wir in einem Grossprojekt am

4. Juni in der Rheinau Mozarts „Zauberflöte“

mitsingen.

Eltern dürfen nach Vereinbarung in einer

Probe mit dabei sein. Jederzeit sind Kinder

willkommen! Anmeldung bei peterappenzeller@gmx.ch

oder Fon 044 923 37 69.

Peter Appenzeller

Die gegenwärtige Schulmusik-Situation

führt uns deutlich vor Augen, dass für dieses

dringend notwendige Kunstfach alle nur

möglichen Energien eingesetzt werden müssen.

Darin sehen wir eine Berechtigung für

die hier angebotenen Kurse!

Im dritten Jahreskurs konnten drei Personen

eine Kurs-Bescheinigung erhalten. Es sind

dies Liliane Josche (Studentin an der AfaP in

Dornach mit Schwerpunkt Musik), Catrina

Juon (Musiklehrerin aus Chur) und Mirjam

Spörndli (Primarlehrerin in Glattbrugg). Dieser

Kurs gestaltete sich sehr praxisorientiert.

Zudem führten wir erstmalig einen Fortsetzungskurs

mit interessierten Leuten aus den

ersten beiden Kursjahren durch. Dieser Kurs

wird weitergeführt. Ein vierter Jahreskurs

(mindestens fünf Anmeldungen erforderlich)

ist in Vorbereitung. Auch an der Freien Musikschule

Basel sind zwei Kurse durchgeführt

worden. Dort begann am 28. Oktober ein

neuer Jahreskurs.

Interessierte melden sich bitte bei

peterappenzeller@gmx.ch oder

Fon 044 923 37 69.

Peter Appenzeller

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Mozart, Klezmer und die Klarinette –

eine Wesensverwandtschaft

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1984 wird an der Berliner Volksbühne ein

Stück mit dem Titel „Ghetto“ aufgeführt.

Der Inhalt des Stückes dreht sich, wie der

Titel vermuten lässt, um die Shoha. Inszeniert

wurde es vom berühmten deutschen

Regisseur Peter Zadek.

Zu dieser Produktion wurde ein Musiker

eingeladen, dessen Auftritt einen Begeisterungssturm

auslöst. Die grossen Magazine

(„Spiegel“, „Stern“) berichten enthusiastisch

darüber, wie dessen Musik singt, lacht,

weint. Die Platten mit seiner Musik kann

man zunächst nur erwerben, wenn man sie

bei der Berliner Volksbühne direkt bestellt

(es wird freilich nicht lange dauern, bis die

Gestelle in den Plattenläden voll davon sein

werden). Der Musiker hiess: Giora Feidman.

Aufgewachsen in einer Familie, die ganz in

der Klezmertradition lebte, in Buenos Aires.

Klassisches Klarinettenstudium. Mit 18 schon

Mitglied des Orchesters des ‚Teatro Colòn‘,

dem grossen und berühmten Opernhaus in

Buenos Aires. Zwei Jahre danach Klarinettist

(und Bassklarinettist) im ‚Israel Philharmonic

Orchestra‘).

Und eben seit „Ghetto“ eine Klezmerkoryphäe

weltweit. Mit ihm wurde die Klezmermusik

erstmals einer breiten (nichtjüdischen)

Öffentlichkeit bekannt gemacht. Ein wahrer

Klezmerboom setzte ein, der noch keineswegs

wieder verebbt ist.

Ihre Wurzeln hat die Klezmermusik in den

jüdischen Dörfern und Stedl im Osteuropa

von Polen, Weissrussland, Ukraine, Russland

bis hinunter nach Rumänien, Bulgarien und

Griechenland. Die Klezmorim spielten an den

zahlreichen jüdischen Festen und Feierlichkeiten

auf und weil an ihrer Musik auch die

Gojim, die nichtjüdische Bevölkerung, Gefallen

fanden und weil die Klezmorim mit den

jüdischen Festen allein – auch wenn diese

sehr zahlreich waren - nicht immer ausgelastet

waren, spielten sie auch bei den Gojim.

Und lernten natürlich auch von ihnen. Die

Bezeichnung ‚Bulgar‘ für eine in der Klezmermusik

häufige Gattung (ein schneller 2/4-

Takt) bezeugt das schön. Übrigens tourten

schon im 19. Jh. gelegentlich Klezmorim

aus dem Osten durch Mitteleuropa. Felix

Mendelssohn hat einmal einen gehört und

war hingerissen. Eine Auswanderungswelle

im frühen 20. Jh. brachte zahlreiche Klezmorim

nach Amerika und besonders nach New

York. Seit da ist N. Y. ein grosses Klezmerzentrum.

In Europa und besonders Osteuropa

brachte der Holocaust die Klezmermusik

Mitte des 20. Jh. zum Verstummen.

Wie nun kommt es, dass auch die westliche

nichtjüdische Bevölkerung einen derart grossen

Gefallen an dieser Musik findet?

Die Klezmermusik bringt auf der einen Seite

eine ungemeine Sehnsucht, eine Wehmut

zum Klingen und auf der andern Seite überschäumt

sie vor Lebensfreude und Vitalität.

Beides sind urmenschliche Befindlichkeiten

und Gefühle. Für den gläubigen Juden ist

es das Warten auf den Messias, für andere

die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies

und die Hoffnung, wieder dahin zu

gelangen. Für wieder andere die Sehnsucht

danach, dass die Menschheit zur Eintracht

mit der Erde und der Schöpfung findet, für

wieder andere die Sehnsucht nach einem

inneren Frieden, einer inneren Harmonie.

Und weil das Warten ziemlich lange dauern

könnte, freuen wir uns inzwischen an den

vielen Schönheiten und Freuden, welche uns

unsere Welt bereit hält.

Was aber hat nun Mozart hier zu suchen?

Giora Feidman hat immer wieder geäussert,

wie lieb ihm Mozart und seine Musik ist.

Wiederholt hat er auch Mozartnummern

in seine Klezmerprogramme integriert. Als

(klassischer) Klarinettist liebt er Mozart

natürlich. Alle Klarinettisten tun das. Nicht

nur, weil er für ihr Instrument wundervolle

Musik geschrieben hat, sondern noch viel

mehr, weil er das Wesen ihres Instrumentes

so sehr verstanden und als erster zum Klingen

gebracht hat, weil er gleichsam wie die

Prinzessin den Frosch die Klarinette wachgeküsst

hat.

Die Klarinette ist zu Beginn des 17. Jh. aus

dem Chalumeau, einem tonumfangmässig

und klanglich limitierten Instrument, das

hauptsächlich in der Volksmusik zum Einsatz

kam, entwickelt worden. Sie war zunächst

als ein wendigerer Ersatz für die Trompete

(wegen der Tonlöcher im Gegensatz zur noch

ventillosen Trompete) gedacht. Daher der

Name Clarinetto - eine Verkleinerungsform

von Clarino, einer italienischen Bezeichnung

für die Trompete.

Die frühen Klarinettenkonzerte aus der ersten

Hälfte des 17. Jh. haben denn auch oft

einen fanfareartigen Charakter. Der Ton wird

in der Frühklassik weicher, aber erst Mozart

vermag die Klarinette so zu behandeln, dass

in jedem einzelnen Ton die tiefe menschliche

Sehnsucht, Innigkeit und Innerlichkeit und

gleichzeitig eine grosse Lebensfreude und

Lebensbejahung eingefangen ist. Und das

nicht nur in den grossen Klarinettenkompositionen:

Ich empfinde das auch ganz

stark, wenn ich einen Orchesterpart eines

Mozartwerkes ausführen darf, in dem ich

stellenweise nur ganz wenige Töne zu spielen

habe. In jedem einzelnen Ton ist dieser

ganze menschliche Empfindungskosmos

eingefangen. Für mich gibt es keinen andern

Komponisten, bei dem das derart ausgeprägt

erlebbar ist.

Und die Klarinette? Sie ist d a s Klezmerinstrument

und sie ist das Instrument, dessen

Wesen Mozart so genau erkannt und

welches er so geliebt hat. Ich danke dem

Schicksal, dass es mir dieses Instrument in

die Hände gedrückt und mir ermöglicht hat,

mich ein ganzes Leben lang intensiv mit

diesem zu beschäftigen.

François Thurneysen


Üben? –

Säen und ernten am Instrument!

Gedanken und Anregungen zur musikalischen Unterstützung unserer Kinder

1. Bildekräfte der Musik

Wann haben Sie zum letzten Mal mit der

ganzen Familie ein Konzert besucht, mit

Ihren Kindern Lieder gesungen oder Ihrem

Kind beim Spiel auf seinem Instrument

andächtig zugehört? Wann haben Sie Ihr

eigenes Instrument zum letzten Mal gespielt

oder der Musik wirklich gelauscht und ihr

ermöglicht, Sie seelisch und musikalisch zu

berühren? Ich möchte Ihnen hier einerseits

Mut machen, der Musik immer wieder Einlass

in Ihr persönliches Leben und in dasjenige

Ihrer Familie zu gewähren, um Ihrem Kind

die Chance zu geben, umfassend mit Musik

groß zu werden! Und andererseits möchte

ich Sie zum Nachdenken und Handeln anregen,

damit Sie durch Ihre persönliche innere

Haltung gegenüber der Musik Ihrem eigenen

Kind beim Üben beistehen und Halt geben

können. Es ist nicht immer einfach, ein Kind

über Jahre zu motivieren, am Instrument

trotz aller Schwierigkeiten, denen man beim

Üben begegnet, „dranzubleiben“! Aber es

ist offensichtlich, dass Kinder, die regelmäßig

musizieren, etwas in sich entwickeln dürfen,

was ihnen später in vielfältiger Art und Weise

im Erwachsenenleben zur Verfügung steht,

wie etwa erhöhte Lernfähigkeit, Ausdauer,

Durchhaltewillen, das Setzen und erreichen

von Zielen, Freude am Lernen, Freude an der

Musik, die Fähigkeit, anderen Menschen eine

Freude zu machen, soziale Kontakte über das

Zusammenspiel mit anderen Musizierenden,

„Musikfreundschaften“, eine sichere Quelle

der Erquickung und Erneuerung - um nur

einige Beispiele zu nennen.

2. Aus der Mitte heraus üben, lernen und

vortragen

Ich hatte das Vergnügen, als Schulmutter

einem Klaviervortrag von vier 5. KlässlerInnen,

einer 6. Klässlerin und einem 1. Klässler zum

Thema „Mozart“ zuhören zu dürfen. Wir,

die Eltern und Geschwister der KlavierschülerInnen,

saßen gespannt und mucksmäuschenstill

in einem Klassenzimmer der Rudolf

Steiner Schule Zürich. Der Klavierlehrer (Peter

Appenzeller) sprach ein paar einleitende

Worte und kleidete jedes vorgetragene

Klavierstück in geschickt ausgewählte und

spannend erzählte Ausschnitte der Biografie

des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart,

so dass eine Art Tor entstand, durch das

wir alle gemeinsam ins vergangene Leben

der Familie Mozart eintreten durften.

Reifung durch Verinnerlichungsprozesse

Als Erstes spielte die Sechstklässlerin ein Präludium

vor. Die Art und Weise ihres sorgfältig

gestalteten Klaviervortrags zeugte von einem

Verinnerlichungsprozess unterschiedlicher

Anforderungen, die das Spiel am Klavier abverlangt:

Sicherheit bei unterschiedlichen Tätigkeiten

beider Hände, Gefühl für Rhythmus

und Harmonie im Musikstück, Bündelung der

Konzentration, Beruhigung der Nerven sowie

eine gewisse Selbstverständlichkeit in der

Tätigkeit des Vortragens. Es war deutlich zu

spüren, dass das Klavier zu ihrem Instrument

geworden ist.

Orientierung innerhalb der Musikräume

Der Erstklässler trippelte zum Klavier und

spielte – ebenso stolz wie aufgeregt – die

Melodie, während der Klavierlehrer ihn

dabei mit Schwung begleitete. Der Rücken

des Erstklässlers strahlte eine hochgradige

Aufmerksamkeit aus, während er vor

versammeltem Publikum rhythmisch und

melodiös richtig und genau zu dieser für

ihn noch komplexen Begleitung spielte.

Da wurde mir bewusst, wie viel Können es

eigentlich bereits braucht, um eine Melodie

neben einer Begleitung „durchhalten“ zu

können, schließlich muss man ja „irgendwie“

zusammen bleiben. Genau so, wie im

richtigen Leben auch! Auch hier lernt der

Erstklässler „im Puls“ der Familie oder der

Gemeinschaft seiner Klasse, seine eigenen

Lern-, Entwicklungs- und Werdeprozesse

in Einklang mit etwas ihn umgebendem

Größeren zu bringen. So kann ein Erstklässler

beim gemeinsamen Spiel langsam aber

sicher in eine größere soziale Gemeinschaft

hinein wachsen. Sobald er in diesen Musikräumen

seinen Platz gefunden hat, können

die Anforderungen an die Zweihändigkeit

des Klavierspiels gesteigert werden.

Fingerfertigkeit und Fingerspitzengefühl

Die erste Fünftklässlerin hatte ein anderes

Erfolgskonzept als der Erstklässler. Ihr war es

wichtig, alle Töne richtig zu spielen. Deshalb

wurden Tempi und Rhythmen der Fingerfertigkeit

angepasst. Dies bewirkte, dass

man deutlich hören konnte, dass sie genau

wusste, wann es wie klingen muss, damit es

auch wirklich Mozarts Stück ist – und bleibt!

In Ihrem Klavierklang konnte man sehr viel

Sorgfalt und inneres Mithören erkennen. Ihre

zukünftige Arbeit wird darin bestehen, bei

guter Beherrschung der melodisch-harmonischen

Anteile des Stückes, sich später die

Freiheit zu erarbeiten, auch die rhythmischen

Gegebenheiten einhalten zu können.

Gestaltungsgefühl in Melodie und Harmonie

Die zweite Fünftklässlerin spielte in entspannter

Haltung geduldig, ausdauernd und mit

hoher innerer Anteilnahme ein erstaunlich

langes Mozartstück. Auch sie orientierte sich

an ihrem inneren Hören der Musik und an

ihrer Fingerfertigkeit. Dadurch rutsche das

Rhythmische zwar in den Hintergrund, dies

jedoch deutlich zugunsten von mehr Aufmerksamkeit

für die Gestaltung des melodiös-harmonischen

Gewebes. Ihre Arbeit wird

es sein, das gute Gefühl für Melodie und

Harmonie zunehmend auch mit Rhythmus,

Temperament und Schwung zu verbinden.

Gestaltungskraft von Rhythmus und Thema

Dann trat die dritte Fünftklässlerin ans Klavier.

Sie schien ein deutlich anders gelagertes

Konzept zu haben, um vor versammeltem

Publikum erfolgreich durch ihr Stück

zu kommen. Sie orientierte sich ganz an

rhythmischen Elementen und thematischen

Einheiten. Ihr Klaviervortrag hatte dadurch

sehr viel Schwung und an manchen Stellen

sogar Grazie. Dafür geschahen ihr deutlich

mehr Spiel- und Grifffehler, denn das

Durchhalten des Rhythmus` verlangte von ihr

ganz klar ein zielstrebiges Weitergehen. Ihre

nächste Arbeit wird es sein, durch das innerliche

Aufnehmen und äußerliche Umsetzen

der Rhythmen nicht in Stress zu geraten und

trotzdem jeder einzelnen Note ihre eigene

Bedeutung zu gewähren.

Musik als Ganzheit

Schließlich kam der letzte Fünftklässler an die

Reihe. Er schien nochmals etwas anderes als

innere Orientierung zu Hilfe zu nehmen. Bei

ihm verschmolzen Rhythmus, Melodie und

Harmonie zu einer Einheit, so dass es schien,

als würde seine Musik gerade jetzt „erfunden“.

Vielleicht gehört er zu jenen Kindern,

die ein Musikstück zuerst auswendig lernen,

um sich von den Noten möglichst schnell lösen

zu können, weil die Musik als Wesen, als

Einheit, als etwas Ganzes, das eine Ganzheit

darstellt, erlebt wird.

3. Konsequenzen für den musikalischen

Alltag

Damit diese Bildekräfte, die der Musik

innewohnen, in den Kindern wirken und

sie zu einem rhythmischen, melodiösen und

harmonischen von Klang erfüllten Wesen

heranbilden können, braucht es Eltern und

Musiklehrer, die dem Kind helfen, den mehrdimensionalen

Weg zwischen „Liebe zur

Musik“ und „Widerstand gegen das Üben“

sicher und erfolgreich gehen zu können.

Im Rahmen unserer beiden neuen Rubriken

„INSTRUMENTE“ und „ÜBEN“ werden Sie in

Zukunft in „Zwischentöne“ Neues erfahren

über das Wesen der Instrumente, sowie konkrete

Tipps und Ideen bekommen, wie

Fortsetzung Seite 10

9


Fortsetzung „Üben? - Säen und ernten am Instrument!“

FMZ Berichte

aus dem Kollegium

10

Sie dem Kind zu Hause bei seiner möglichst

täglichen Üb-Praxis an seinem Instrument

Unterstützung geben können.

Heute möchte ich Sie vor allem dazu ermutigen,

mit Ihren Kindern viel zu singen und zu

musizieren sowie ab und zu in ein Konzert zu

gehen. So können sich in ihrem Wesen die

notwendigen musikalischen Keime heranbilden,

die ihnen später musikalisch zum

Blumenstrauß werden. Die Musik entfaltet

ihre Bildungskräfte dann optimal, wenn das

menschliche Wesen immer wieder in die

Lage kommt, musikalische Klangbäder nehmen

zu dürfen, wie sie beim gemeinsamen

Singen und Musizieren oder beim Zuhören

im Konzert möglich sind. Dann sind auch die

alltäglichen Übungsphasen am Instrument

keine reine „Wanderung in der öden Wüste“,

sondern „Klang durchtränkte Verdauungsprozesse“

musikalischer Eindrücke aus

größeren Zusammenhängen.

Stellen Sie Ihr Kind so häufig wie möglich in

diese größeren musikalischen Wirkungsweisen

– und Ihr Kind wird Fortschritte machen,

welche ihm Flügel verleihen. So haben Sie

weniger die Aufgabe des Mahners (Hast Du

schon geübt?) sondern werden zum echten

und unterstützenden Teilnehmenden an der

musikalischen Entwicklung ihres Kindes.

4. Ein musikpädagogisch orientiertes

Instrumentallehrerkollegium kann sinnvoll

weiterhelfen!

Ihr Kind spielt noch kein Instrument? Sie

suchen nach Unterstützung in der Instrumentenwahl

für Ihr Kind? Sie brauchen neue

Impulse oder haben Fragen? In der Freien

Musikschule Zürich sind pädagogisch und

musikalisch versierte Instrumentallehrkräfte

vereinigt, die Ihnen gerne weiterhelfen.

(Sekretariat: Silva Lardi, Im Moos 21, 8902

Urdorf, 044/362 86 58 oder im Internet

unter: www.freiemusikschulezuerich.ch)

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit Ihren

Kindern und Ihrer „Hausmusik“!

Patricia Berger

1. Konzerte der FMZ

1.1. LehrerInnen-Konzert

Renata Bodor berichtet: „Am 4. Juni 2010

fand im Hottingersaal an der Gemeindestrasse

54 in 8032 Zürich ein weiteres Lehrerkonzert

der FMZ statt. Der Eintritt war frei, die

Kollekte galt dem Stipendienfond der FMZ.

Es spielten: Dagmar Weilenmann (Blockflöte),

Bettina Hofstetter (Querflöte), Harry White

(Saxophon), Ursula Butscher-Ott (Violine),

Beatrix Frey (Viola), Insa Mebold-Bielefeldt

(Violoncello) und Velicka Andreeva Elmer

(Klavier). Der von der Abendsonne durchflutete

Raum wurde erfüllt von wunderschöner

Musik. Nicht nur war das Konzerprogramm

sehr abwechslungsreich, sondern auch die

Instrumentalbesetzung in den verschiedenen

Stücken war zum Teil aussergewöhnlich. So

erlebte ich, wie die Bratsche mit dem Saxophon

und dem Klavier zusammen plötzlich

wie ein Blasinstrument tönte. Oder wie das

Saxophon fast lautlos sonnenhaft inmitten

der Streicher und Flöten strahlte. „Mir hat

die Blockflöte gefallen, wie dieses einfache

Instrument virtuos klingt. Und wie die Musiker

bewegt spielten.“ So eine Meinung eines

anderen Zuhörers. Beschwingt und dankbar

spazierten wir klangerfüllt heim.“

1.2. Musizierstunden

der Schülerinnen und Schüler

Die Musizierstunden der Schülerinnen und

Schüler erfüllen – genau so wie die LehrerInnen-

Konzerte – eine wichtige soziale und

musikalische Funktion. Hier begegnen sich

Hörende und Musizierende in ungezwungener

Atmosphäre an Konzerten. Kinder, Jugendliche

und Erwachsene sowie Verwandte

und Interessierte bekommen einen guten

Einblick in die Arbeit der FMZ. Und wer

weiss? Womöglich wird das Publikum für das

eigene Instrumentalspiel angeregt?

1.3. Termine

Im Semester finden in der Regel ein bis

zwei Musizierstunden und ab und zu ein

LehrerInnen-Konzert statt. Die aktuellen

Daten und Aufführungsorte entnehmen Sie

bitte unserer Homepage! Es lohnt sich, den

Familienmitgliedern die Welt der Musik über

solche Konzerte näher zu bringen!

1.4. Intervalltagung

Bettina Hofstetter berichtet: „Leben mit

Intervallen“ war das Thema unserer Tagung,

welche vom 7. bis 9. Mai 2010 stattgefunden

hat. In enger Zusammenarbeit der

Freien Musikschulen Zürich und Basel wurde

diese Veranstaltung vorbereitet und in den

Räumen der Rudolf Steiner Schule Zürich

durchgeführt. Über 40 Teilnehmende fanden

sich zusammen, um gemeinsam mit den

6 Dozierenden nach Anregungen Rudolf

Steiners zu erleben, „wie die Intervalle als

etwas Lebendiges, Wesenhaftes und über

die Musik hinaus für den Menschen Bedeutsames

betrachtet, gehört und erlebt werden

können.“ (Felix Lindenmaier) Die Arbeit war

so intensiv und reichhaltig, dass von vielen

der Wunsch nach einer Fortsetzung geäussert

wurde. Eine weitere Tagung zum Thema

„Intervalle“ ist deshalb im kommenden Jahr

geplant.“

2. Unterrichtsräume gesucht!

Die Freie Musikschule Zürich sucht Räume,

möglichst sogar eine Wohnung zu günstigen

Konditionen, in welcher Instrumentalunterricht

erteilt werden kann.

Da ein Grossteil unserer Schülerinnen und

Schüler die Rudolf Steiner Schule Plattenstrasse

besucht, sollten die Unterrichtsräume

von dort aus zu Fuss erreichbar sein.

Angebote und Anfragen bitte an das Sekretariat:

Silva Lardi, Tel.: 044 362 86 58

info@freiemusikschulezuerich.ch

3. Neue Lehrkraft

BEATRICE RUCKSTUHL

Ich wurde 1972 in Biel geboren. Nach 12

Schuljahren an der Rudolf Steiner Schule in

Biel, Bern und Ittigen begann ich im Schweizerischen

Musikpädagogischen Verband

SMPV ein Musikstudium an der Freien Musikschule

in Basel und studierte Violine bei Daniel

Zisman, Alejandro Mettler und Slobodan

Mirkovic. Mein weiterer Weg führte mich

nach einem SMPV-Violinlehrdiplomabschluss

an die Rudolf Steiner Schule Oberemmental


Verein FMZ

Berichte aus dem Verein

Freie Musikschule Zürich

in Langnau, wo ich sechs Jahre ViolinschülerInnen

unterrichtete. Nach verschiedenen

Stellvertretungen an Musikschulen, bin

ich seit 2001 an der Rudolf Steiner Schule

Aargau in Schafisheim als Violinlehrerin tätig.

Dazu unterrichte ich seit 2007 ein kleines

Pensum an der Musikschule Lohn-Ammannsegg

SO.

Das Musizieren in verschiedenen Kammermusik-

und Orchesterprojekten, die musikalische

Mitarbeit an einem Schattentheaterprojekt,

an Märchenabenden, Lesungen und

Vernissagen, wie auch die Mitwirkung im

Huttwiler Kammerorchester und seit 2004 als

ständiges Mitglied im Bach Ensemble Luzern

erweitern und bereichern meine pädagogische

Tätigkeit.

Rudolf Steiners Erkenntnisangaben zur Musik

und der Menschenkunde begleiten mich seit

Beginn meiner Unterrichtstätigkeit. Hier finde

ich in der intensiven Auseinandersetzung

mögliche „Wegweiser“ für das vertiefende

Verstehen der werdenden, individuellen

Schülerpersönlichkeiten.

Vor 13 Jahren besuchte ich für ein halbes

Jahr den damaligen Musikerkreis und die

folgenden Musikpädagogischen Tagungen

an der FMZ.

Ich freue mich sehr, dass ich jetzt hier in

den Kollegiumskreis an der FMZ gewählt

und aufgenommen wurde. Auch freue ich

mich, mit neuen Schülerinnen und Schülern

zusammen neue Wege zu beginnen.

Ein begeistertes „Musizier-Feuer“ möchte ich

gemeinsam mit der Schülerin, dem Schüler

entwickeln, welches durch alle Höhe- und

Tiefpunkte weiter brennt und auch in den

Übergangsphasen vom Dürfen zum Müssen,

vom Erkennen zum Wollen weiterglüht!

Treffen musikalische Stimmungen eines

gespielten Werkes auf innere Stimmungen

des Musizierenden, welche sich entfalten

möchten, so entstehen grosse Freiräume, die

mit intensiver schöpferischer Kraft zurück

klingen.

Entwicklungswege beginnen... Klangfarben

entstehen... Ziele werden erreicht...

Ein herzliches Willkommen an alle neuen

ViolinschülerInnen und Eltern!

Beatrice Ruckstuhl

1. Die Vorstandsmitglieder

Seit der Wahl des neuen Vorstandes vom

April 2010 haben wir uns verschiedentlich

getroffen und die anstehenden Aufgaben

wie folgt unter uns aufgeteilt:

Hanspeter Koch ist Präsident des Vereins

FMZ. Er koordiniert unsere Besprechungen,

die Generalversammlung und die Treffen mit

dem Kollegium der FMZ. Er behält unsere

Zusammenarbeit inhaltlich und terminlich im

Blick, nimmt die Anliegen der Eltern, Gönner

und Interessierten auf und leitet sie an uns

weiter.

Claudio Bernasconi ist für das Finanzielle

zuständig. Er bildet als langjähriges Mitglied

des Kollegiums der FMZ die Brücke zwischen

dem Kollegium und dem Verein FMZ. Darüber

hinaus behält er die Finanzen im Auge,

so dass Ideen, Projekte und Finanzen in guter

Balance sind. Der Vorstand hilft ihm dabei,

der FMZ auch in Zukunft eine solide finanzielle

Basis zu sichern.

Anja Tanner betreut die Homepage und den

Flyer der FMZ. Sie koordiniert den Auftritt

der FMZ in der Öffentlichkeit, so dass Eltern,

Schülerinnen und Schüler, Mitglieder, Gönner

und Interessierte jeder Zeit wissen, was wo

wie stattfindet und wer was macht.

Patricia Berger ist die Redaktorin des

Faltblattes „ZWISCHENTÖNE“, dem Informationsblatt

der FMZ. Sie betreut, koordiniert

und redigiert das Faltblatt, damit Eltern,

Schülerinnen und Schüler, Mitglieder, Gönner

und Interessierte regelmässig über die

Projekte und Konzerte der FMZ so wie über

die wesentlichen Inhalte der Musikpädagogik

der FMZ informiert sind.

Silva Lardi betreut das Sekretariat der FMZ.

Sie koordiniert alle An- und Abmeldungen

für den Musikunterricht und die Projekte.

Bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Ihre

Wahl in den Vorstand erleichtert ihr und uns

die Zusammenarbeit und garantiert einen

effizienten Ablauf der Sekretariats- und der

Vereinsarbeit.

Bei Anregungen, Wünschen und Anliegen

können Sie sich gerne an unser Sekretariat

wenden oder über die Website Kontakt

aufnehmen.

Sekretariat Freie Musikschule Zürich

Silva Lardi, Im Moos 21, 8902 Urdorf

Tel.: 044/362 86 58

info@freiemusikschulezuerich.ch

2. Möchten Sie

die FMZ unterstützen?

Wenn Sie die freie Musikschule Zürich ideell

und finanziell unterstützen möchten, können

Sie das tun, indem Sie Mitglied des Vereins

„Freie Musikschule Zürich“ werden (siehe

beiliegende Karte „Beitrittserklärung“) oder

Sie können einen Beitrag leisten auf eines

der folgenden Konten:

Freie Musikschule Zürich

Raiffeisen, 8001 Zürich

Vereinskonto 90650.01

PC 87-71996-7

STIPENDIENFONDS:

Bernasconi Claudio

Raiffeisen, 8001 Zürich

Stipendienfonds 90650.38

PC 87-71996-7

INSTRUMENTENFONDS:

Bernasconi Claudio

Raiffeisen, 8001 Zürich

Instrumentenfonds 90650.40

PC 87-71996-7

Wir danken für Ihre Unterstützung!

3. Möchten Sie dem

Verein Freie Musikschule Zürich

beitreten?

In der Beilage finden Sie eine Karte „Beitrittserklärung“.

Bitte senden Sie uns diese

ausgefüllt zu.

Die Jahresbeiträge betragen für

- Eltern / erwachsene Schüler(-innen)

Fr. 60.-

- übrige Mitglieder Fr. 100.-

- Gönner Fr. 200.-

Wir danken Ihnen für die Unterstützung.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen das

Sekretariat gerne zur Verfügung:

Sekretariat Freie Musikschule Zürich

Silva Lardi, Im Moos 21, 8902 Urdorf

Tel.: 044/362 86 58

info@freiemusikschulezuerich.ch

11


Das Kollegium der

Freien Musikschule Zürich

Unterrichtsangebot

12

BLOCKFLÖTE

Dagmar Weilenmann

044 261 19 53

078 755 73 80

dw@freiemusikschulezuerich.ch

BLOCKFLÖTENENSEMBLE

Dagmar Weilenmann

044 261 19 53

078 755 73 80

dw@freiemusikschulezuerich.ch

QUERFLÖTE

Bettina Hofstetter

052 202 11 58

bh@freiemusikschulezuerich.ch

KLARINETTE

François Thurneysen

062 891 93 15

078 622 26 94

ft@freiemusikschulezuerich.ch

SAXOPHON

Harry White

044 272 79 71

076 596 12 30

hw@freiemusikschulezuerich.ch

TROMPETE

Martin Albrecht

044 720 17 37

076 347 05 59

ma@freiemusikschulezuerich.ch

VIOLINE

Ursula Butscher-Ott

044 252 02 78

076 531 74 64

ubo@freiemusikschulezuerich.ch

Christof Brunner

044 721 29 72

cb@freiemusikschulezuerich.ch

Beatrice Ruckstuhl

031 371 34 31

br@freiemusikschulezuerich.ch

Beatrix Frey

043 268 94 13

076 399 32 50

bf@freiemusikschulezuerich.ch

VIOLA (BRATSCHE)

Beatrix Frey

043 268 94 13

076 399 32 50

bf@freiemusikschulezuerich.ch

VIOLONCELLO

Anja Friedeberg

043 535 51 01

078 640 53 27

af@freiemusikschulezuerich.ch

Simone Göttert

044 364 34 88

078 836 53 56

sg@freiemusikschulezuerich.ch

Insa Mebold-Bielefeldt

076 737 41 41

imb@freiemusikschulezuerich.ch

GITARRE

Renata Bodor

044 381 72 70

rb@freiemusikschulezuerich.ch

www.musikraumrebo.ch

KLAVIER

Peter Appenzeller

044 923 37 69

pa@freiemusikschulezuerich.ch

Claudio Bernasconi

044 362 82 04

cgb@freiemusikschulezuerich.ch

Velicka Andreeva Elmer

043 499 83 86

vae@freiemusikschulezuerich.ch

ORGEL

Claudio Bernasconi

044 362 82 04

cgb@freiemusikschulezuerich.ch

KAMMERMUSIKWOCHEN

ORCHESTERPROJEKT

Deborah Furrer

043 244 94 55

076 409 64 99

df@freiemusikschulezuerich.ch

SCHULMUSIKSEMINAR

Peter Appenzeller

044 923 37 69

pa@freiemusikschulezuerich.ch

KINDERCHOR

Kinderchor Rudolf Steiner-Schule

Plattenstrasse, Zürich

Montag:

16:00-16:50 Uhr (Kdg. bis 3.Klasse)

Dienstag:

16:00-16:50 Uhr (4. bis 6. Klasse)

Leitung: Peter Appenzeller

044 923 37 69

pa@freiemusikschulezuerich.ch

MUSIKTHERAPIE

Musiktherapeutin SFMT

Renata Bodor

044 381 72 70

rb@freiemusikschulezuerich.ch

www.musikraumrebo.ch

SEKRETARIAT

Freie Musikschule Zürich

Silva Lardi

Im Moos 21, 8902 Urdorf

044 362 86 58

info@freiemusikschulezuerich.ch

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