Umwelt

classic.uni.graz.at

Umwelt

ABWL / Umweltökonomie

�Vortragende:

Vorbach/Steiner/Zotter/Posch

�1. Teilklausur:

02.05.2002, 08.00-09.30 Uhr, HS 12.11

�2. Teilklausur:

27.06.2002, 08.00-09.30 Uhr, HS 12.11

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Quellen

�Matschke/Jaeckel/Lemser:

Betriebliche Umweltwirtschaft: Eine Einführung in die betriebliche

Umweltökonomie und in Probleme ihrer Handhabung in der Praxis

Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, Herne/Berlin, 1996

�Schweitzer (Hrsg.):

Industriebetriebslehre

daraus Kapitel 8: Industrie und Umwelt (Strebel)

2. Auflage

Vahlens Verlag, München, 1994

�Wagner:

Betriebswirtschaftliche Umweltökonomie

daraus S. 87-105

Lucius & Lucius Verlag, Stuttgart, 1997

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ABWL

ABWL


Inhalte: Teil I (Vorbach)

�� Grundlagen der betrieblichen

Umweltökonomie

�� Wirtschaftliche und politische

Rahmenbedingungen der betrieblichen

Umweltökonomie

�� Ziele und grundsätzliche Verhaltensweisen

der betrieblichen Umweltpolitik

�� Organisation des betrieblichen

Umweltschutzes

�� Umweltorientierung im Bereich

Beschaffung und Lagerhaltung

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„weiter“

Umwelt

-begriff

„enger“

Umwelt

-begriff

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Umweltbegriff

Soziale Umwelt

Natürliche Umwelt

Technisch-zivilisatorische Umwelt

• häufig allein die natürliche Umwelt

•hier: Umwelt = Begriff der

natürlichen Umwelt um Teile des

technisch-zivilisatorischen

Umweltbegriffs erweitert

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Umweltbelastung

�entsteht durch menschliches

Einwirken auf die Umwelt infolge der

Inanspruchnahme der Umwelt als

unmittelbares Konsumgut, als

Ressourcenlieferant für

Produktionsprozesse und als

Aufnahmemedium für unerwünschte

Ergebnisse der Produktion und des

Konsums (z.B. Schadstoffe, Abfälle, ...)

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Umweltschutz

�Die Aufgabe besteht darin, den

Umweltbelastungen entgegenzutreten

Umweltschutz beinhaltet alle

Maßnahmen zur Verringerung,

Beseitigung oder Verhinderung von

Belastungen der Umwelt

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Umwelt als öffentliches Gut

�Freie Güter = wirtschaftlich nicht

knappe Güter

�Wirtschaftlich knappe Güter

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Freie Güter

�Freie Güter sind zu einem bestimmten

Zeitpunkt an einem bestimmten Ort in

beliebiger Menge vorhanden oder

kostenlos reproduzierbar

�Marktpreis p = 0

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Knappe Güter

�= wirtschaftliche Güter

�Die Verfügung über knappe Güter

bedeutet den Verzicht auf andere

Einsatzmöglichkeiten dieser Güter

(relative Knappheit)

�Für knappe Güter sieht die Rechtsordnung

vielfach die Begründung von

Ausschließlichkeitsrechten vor.

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Knappe Güter

�Käufer, Mieter, Pächter, etc. erhalten

also das Recht, mit der Sache in

bestimmter Weise zu verfahren und

andere von diesen Aktivitäten

auszuschließen

�Das Recht der ausschließlichen

Verfügung begründet den Güterpreis

�Die Knappheit der Güter zeigt sich also

in der Höhe des Marktpreises (p > 0)

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Umwelt als öffentliches Gut

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� öffentliche Güter

� private Güter

� Konsumgüter

� Produktionsgüter

� Verbrauchsgüter

� Gebrauchsgüter

Externe Effekte / Externalitäten

�Folgeerscheinungen wirtschaftl. Handelns

treten auf, die am Markt vorbeilaufen und sich

nicht in den Preisen des genutzten Gutes

niederschlagen

�führen dazu, daß einzel- u. gesamtwirtschaftliche

Kosten und Nutzen einer Handlung nicht

übereinstimmen

�Externe Effekte werden also bei den Verursachern

(Einzelwirtschaften) nicht internalisiert,

sondern nur gesamtwirtschaftlich wirksam

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Externe Effekte im Umweltbereich

�Bei öffentlichen Umweltgütern ist die zunehmende

Verknappung nicht mit einer Preiserhöhung

verbunden, sodaß der Verursacher

der Verknappung keine unmittelbare Kostensteigerung

als Folge seines Handelns erfährt.

Die Auswirkungen betreffen vielmehr die

Allgemeinheit

�Der Verursacher wird so von den Folgen seiner

Nutzung von Umweltgütern also gar nicht oder

nur wenig berührt

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Darstellung der einzelwirtschaftl.

Umweltbeziehungen

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Güterverbrauch

�Das Gut verliert seine Fähigkeit,

unmittelbar oder mittelbar weiterhin der

Bedürfnisbefriedigung zu dienen

�In naturgesetzlichem Sinne werden

Güter als Ausdrucksformen vom

Materie und Energie nicht verbraucht,

sondern nur umgeformt

Energieerhaltungssatz

(1. Hauptsatz der Thermodynamik)

�In einem geschlossenen System kann

Energie weder erzeugt werden noch

verlorengehen

�Dasselbe gilt für Materie (e=mxc2 )

�Auch in ökonomischen Prozessen müssen

Input und Output im materiellen und energetischen

Sinn einander entsprechen. Was

der Umwelt entnommmen wird, gelangt in

Form von Rückständen letztlich wieder dorthin

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Ziele der Umweltpolitik

�Sicherung einer Umwelt, die der

Mensch für seine Gesundheit und ein

menschenwürdiges Dasein benötigt

�Schutz von Boden, Luft und Wasser vor

nachteiligen Wirkungen menschlicher

Eingriffe

�Beseitigung von vorhandenen Schäden

oder Nachteilen aus menschlichen

Eingriffen in die Natur

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Ziele der Umweltpolitik

�Diese allgemein formulierten Ziele der

Umweltpolitik müssen konkretisiert, das

heißt auf einzelne Umweltbereiche (Boden,

Wasser, Luft, Chemikalien, Abfall, ...)

bezogen und letztlich operationalisiert

werden.

�Aus qualitativen Zielen sind quantitative

und raumbezogene umweltpolitische

Zielsetzungen abzuleiten (die auch

nachprüfbar sind)

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Prinzipien der Umweltpolitik

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� Verursacherprinzip

� Gemeinlastprinzip

� Vorsorgeprinzip

� Kooperationsprinzip

Verursacherprinzip

�Die Kosten der Umweltbelastung hat

derjenige zu tragen, durch den sie

entstanden sind

�Probleme:

�Feststellung der Höhe der Kosten

teilweise schwierig

� Vermeidungskostenansatz

� Beseitigungskostenansatz

�Ermittlung des Verursachers schwierig

ABWL

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Gemeinlastprinzip

�gilt für die Fälle, in denen der Verursacher

oder der ihm zuzurechnende Schadensanteil

nicht festgestellt werden kann

�besagt, daß die durch die Umweltbeeinträchtigung

entstandenen Kosten durch

die öffentlichen Haushalte getragen

werden. Letztlich trägt die Last also der

Steuerzahler

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Vorsorgeprinzip

�Es ist so zu handeln, daß von vornherein

möglichst keine oder nur eine geringe

Gefahr für die Umwelt entstehen kann

�Dies kann in Form einer Minimierung der

Eingriffsintensität als Vorsorge gegen Umweltbeeinträchtigungen

erfolgen (Emissionsminderung,

Abwasseraufbereitung, sparsamer

Umgang mit Umweltgütern, ...)

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ABWL

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Vorsorgeprinzip

�Die Folge ist eine Verringerung des

Belastungsausmaßes

�Demgegenüber steht die Minimierung

der Eintrittswahrscheinlichkeit unerwünschter

Ereignisse wie etwa erhöhter

Emissionen aufgrund von Störfällen

oder unsachgemäßer Abfallbehandlung

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Kooperationsprinzip

�Das Kooperationsprinzip äußert sich in

einer rechtzeitigen, gesetzlich abgesicherten

Beteiligung aller gesellschaftlichen

Kräfte an wichtigen Entscheidungen mit

umweltpolitischen Auswirkungen und an

der Konkretisierung von umweltpolitischen

Zielen durch Anhörungen, Genehmigungsverfahren

oder gerichtliche

Einspruchsmöglichkeiten

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Ziele der Umweltpolitik der EU

�Erhaltung, Schutz und Verbesserung

der Qualität der natürlichen Umwelt

�Beitrag zum Schutz der menschlichen

Gesundheit

�Gewährleistung einer umsichtigen und

rationellen Verwendung der natürlichen

Ressourcen

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Prinzipien der EU-Umweltpolitik

�Vorbeugeprinzip

�Ursprungsprinzip

�Verursacherprinzip

�Subsidiaritätsprinzip

�Kooperationsprinzip

�Prinzip der Mitberücksichtigung in

anderen Politikbereichen

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ABWL

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Restriktionen der EG-Umweltpolitik

�Verfügbarkeit wissenschaftlicher und technischer

Daten

�Beachtung der jeweiligen regionalen Umweltbedingungen

�Abwägung von Vor- und Nachteilen

�Rücksicht auf wirtschaftliche und soziale

Entwicklung

�Rücksicht auf ausgewogene Entwicklung

der EU-Regionen

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Instrumente staatlicher Umweltpolitik

�Instrumente zur direkten

Verhaltensbeeinflussung

�Instrumente zur Beeinflussung von

Rahmenbedingungen

�Instrumente zur Beeinflussung von

Zielsetzungen

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ABWL

ABWL


Instrumente staatlicher Umweltpolitik

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Instrumente zur direkten

Verhaltensbeeinflussung

�Inputauflagen

�Verfahrensauflagen:

� “Allgemeine Regeln der Technik”-Auflagen

� “Stand der Technik”-Auflagen

� “Stand der Wissenschaft und Forschung”-

Auflagen

�Outputauflagen:

� Emissionsauflagen

� Produktionsmengenauflagen

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ABWL


Instrumente zur Beeinflussung

der Rahmenbedingungen

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Umweltabgaben

�Subventionen

Umweltlizenzen

Instrumente zur Beeinflussung

der Zielsetzung

�Appelle

�Information und Überzeugung

�Soziale Sanktionen

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ABWL

ABWL


Inhaltsabgrenzung

Betriebliche Umweltpolitik

�Setzen umweltbezogener Ziele

�Suchen u. Ergreifen von Maßnahmen, die

auf eine wirtschaftlichen Umgang mit der

Umwelt und damit auf ein möglichst gutes

Erreichen der umweltbezogenen Ziele

gerichtet sind

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Umweltschutzziele im

unternehmerischen Zielsystem

Individualziel als

Wunsch

Gruppenziel als

Wunsch

Gesellschaftsziel

als Wunsch

Forderung von

Individuen als

Ziele für die

Unternehmung

Forderung von

Gruppen als

Ziele für die

Unternehmung

Forderung der

Gesellschaft als

Ziele für die

Unternehmung

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Untergang von

Forderungen

Akzeptanz von

Forderungen

Reduktion von

Forderungen

Konflikthandhabung

von

Forderungen

Ziele der Unternehmung

als Ergebnis

ABWL

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Unternehmerischer Zielbildungsprozeß


Zielbeziehungen im Unternehmen

Zielbeziehungen

Zielinterdependenz

Zielpräferenz

Instrumentalbeziehung

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Institut für Innovations- und Umweltmanagement

Zielneutralität

Zielkomplementarität

Zielidentität

Zielkonkurrenz

Zielantinomie

Umweltbezogene

Verhaltensweisen in Unternehmen

�Defensive Verhaltensweisen

betrieblicher Umweltpolitik

�Offensive Verhaltensweisen

betrieblicher Umweltpolitik

ABWL

ABWL


Defensive Verhaltensweisen

Defensive

Verhaltensweisen

betrieblicher

Umweltpolitik

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Institut für Innovations- und Umweltmanagement

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Institut für Innovations- und Umweltmanagement

nach innen

gerichtete

Verhaltensweisen

nach außen

gerichtete

Verhaltens-

weisen

Nichterfüllung oder Verzögerung

der Erfüllung

von Anforderungen

Umweltbelastende

Substitution

Ausnutzen nicht reglementierter

Bereiche

Erfüllung von

Mindestanforderungen

ABWL

Defensive umweltbezogene

Öffentlichkeitsarbeit

Offensive Verhaltensweisen

Offensive

Verhaltensweisen

betrieblicher

Umweltpolitik

nach innen

gerichtete

Verhaltensweisen

nach außen

gerichtete

Verhaltens-

weisen

Förderung

umweltbewußten

Denkens

innerhalb der

Unternehmung

Übererfüllung

von

Umweltschutzanforderungen

Offensive

umweltbezogene

Öffentlichkeitsarbeit

ABWL

ökologisch-soziale

Gründe

betriebswirtschaftl

Gründe


Organisation

des betrieblichen Umweltschutzes

� Einbindung des Umweltschutzes in die

Aufbauorganisation der Unternehmung

Umweltschutzbeauftragte

� Innerbetriebliche Kontrolle der

Umweltbeziehungen

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Umweltschutz als Führungsaufgabe

�“Umweltschutz ist Chefsache”

�Aufgabenteilung auf einzelne

Managementebenen sinnvoll

�Betreiberpflichten (Singularinstanz,

Pluralinstanz)

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ABWL

ABWL


Delegation von Umweltschutzaufgaben

�Betriebsbeauftragte für Umweltschutz

Umweltschutzstabstellen

�Projektteams mit

Umweltschutzaufgaben

Umweltausschüsse

Umweltzirkel

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Zentrale Organisation des UWS

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Institut für Innovations- und Umweltmanagement

Unternehmensleitung

Bereich A Bereich B

Umweltschutz-

Stabstelle

Abteilung A1 Abteilung A2 Abteilung B1 Abteilung B2

ABWL

ABWL


Aufgaben

einer zentralen UWS-Stabstelle

�Unterstützung der Leitung in Umweltfragen

�Ausarbeitung der Umweltpolitik

�Koordination der Umweltschutzaktivitäten

�Erfassung und Auswertung aller Daten

�Initiierung von Umweltschutzaktivitäten

�Fachliche Unterstützung

�Information und Motivation

�Recht auf Stellungnahme / Zustimmung

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Dezentrale Organisation des UWS

Abteilung

A1

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Institut für Innovations- und Umweltmanagement

Unternehmensleitung

Bereich A Bereich B

Abteilung

A2

=Umweltschutzstabstelle

Abteilung

B1

Abteilung

B2

ABWL

ABWL

= Umweltschutz-

Ausschuß,

Umweltzirkel


Umweltschutzbeauftragte

�“Umweltschutzbeauftragter”= ein Mitarbeiter

oder ein beauftragter Dritter, der mit der Wahrnehmung

umweltrelev. Tätigkeiten betraut ist.

�Die Verantwortung des Anlagenbetreibers

geht durch die Bestellung des UWS-Beauftragten

nicht auf diesen über sondern bleibt beim

Anlagenbetreiber

�auf freiwilliger Basis oder gesetzlich vorge-

schrieben

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Funktionen der

Umweltschutzbeauftragten

Funktionen der

Betriebsbeauftragten

für Umweltschutz

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Kontrollfunktion

Informationsfunktion

Innovationsfunktion

Repräsentationsfunktion

ABWL

ABWL


Kontrollfunktion

Kontrollfunktion

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Institut für Innovations- und Umweltmanagement

Informationsfunktion

Informationsfunktion

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Institut für Innovations- und Umweltmanagement

Überwachung der Einhaltung von

Umweltschutzvorschriften

Begutachtung von Erzeugnissen u.

Verfahren auf Umweltverträglichk.

Kontrolle von Anlagen

Messung von Emissionen und

Immissionen

Überwachung von

Abfallentsorgungswegen

Meldung sicherheitsrelevanter

Störungen und Mängel

ABWL

ABWL

Aufklärung der Betriebsangehörigen

über schädliche Umwelteinwirkungen

u. umweltfreundliches Verhalten

Erstellung eines Jahresberichts

gegenüber dem Betreiber


Innovationsfunktion

Innovationsfunktion

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Institut für Innovations- und Umweltmanagement

Repräsentationsfunktion

Repräsentationsfunktion

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Institut für Innovations- und Umweltmanagement

Vorschläge zur Mängelbeseitigung

Hinwirkung auf die Entwicklung

umweltfreundlicher Verfahren

und Erzeugnisse

Stellungnahme zu umweltrelev.

Investitionsentscheidungen

und Planungen

Vorschläge zur Verbesserung

der Anlagensicherheit

Kontaktaufnahme mit Behörden

und betriebsexternen Gruppen

Vermittlerrolle bei Konflikten

des Betriebs mit

betriebsexternen Gruppen

ABWL

ABWL


EG-Umwelt-Audit / EMAS

�Verordnung (EWG) Nr. 761/2001 über die

freiwillige Beteiligung von

Organisationen an einem Gemeinschaftssystem

für das Umweltmanagement und

die Umweltbetriebsprüfung

�Förderung der Eigenverantwortung der

Unternehmen durch freiwillige Teilnahme

der Unternehmen

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Ablaufschritte beim EG-Umwelt-Audit

1. Festlegung einer offensiven Umweltpolitik

des Unternehmens

2. Durchführen einer (ersten)

standortbezogenen Umweltprüfung

3. Schaffung eines Umweltprogramms für den

Standort und eines Umweltmanagementsystems

für alle Tätigkeiten der Organisation

unter Berücksichtigung der Ergebnisse der

Umweltprüfung

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ABWL

ABWL


Ablaufschritte beim EG-Umwelt-Audit

4. Durchführung einer internen

Umweltbetriebsprüfung in der betreffenden

Organisation

5. Festlegung von Umweltzielen und

gegebenenfalls Änderung des

Umweltprogramms auf höchster

Managementebene

6. Erstellung einer (ersten) Umwelterklärung

für die Organisation

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Institut für Innovations- und Umweltmanagement

Ablaufschritte beim EG-Umwelt-Audit

7. Prüfung der Umweltpolitik, des Umweltprogramms,

des Umweltmanagementsystems

und der Umwelterklärung durch

zugelassene Umweltgutachter und

Gültigkeitserklärung

8. Eintragung der Organisation in ein

Teilnehmerverzeichnis und Veröffentlichung

durch EU-Kommission

9. Verwendung des Logos in der Geschäftspost

und in Firmenbroschüren (nicht aber auf dem

Produkt!)

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ABWL

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Teilnahmeerklärung

nach EMAS I

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Beschaffung

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nach EMAS II

� Durch die Beschaffung gelangen Produktionsfaktoren

zur güterwirtschaftlichen Transformation

ins Unternehmen, wo somit der

innerbetriebliche Wertschöpfungsprozeß

(Leistungserstellung) beginnen kann

� Verknüpfung der Beschaffungsfunktion mit der

Funktion der Umwelt als Lieferant von

Ressourcen

� Beschaffung als Basis für umweltschonende

oder umweltschädigende Produktion

ABWL

ABWL


Beschaffungsbegriff

„Weiter“

Beschaffungs-

� Versorgung der

Unternehmung mit

sämtlichenProduktions

faktoren:

� Werkstoffe

� Betriebsstoffe

� Betriebsmittel

� Arbeit

� Kapital

begriff

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Ergänzung: “Stoffarten”

Erzeugnishauptstoffe

Erzeugnisstoffe

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Erzeugnishilfsstoffe

Stoffe

„Enger“

Beschaffungsbegriff

� Versorgung der

Unternehmung mit

� Werkstoffe

� Betriebsstoffe

� Betriebsmittel

Betriebsstoffe

.. jeweils Roh- bzw. Fertigstoffe (Teile)

ABWL

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Teilaufgaben der Beschaffung

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Beschaffung

Beschaffungsplanung Beschaffungsrealisation

Beschaffungskontrolle

Beschaffungsplanung - 1

Beschaffungsplanung

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Ermittlung des

Materialbedarfs

Beschaffungsmarktforschung

ABWL

ABWL


Beschaffungsplanung - 2

Umweltorienierte Materialbedarfsplanung

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Materialbedarf

Primärbedarf Sekundärbedarf

Endprodukte

Zwischenprodukte

Ersatzteile

Materialien

Beschaffungsplanung - 3

Umweltorient. Beschaffungsmarktforschung

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Daten über Einsatzstoffe

und Lieferanten

Primärdatenerhebung Sekundärdatenerhebung

ABWL

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Beschaffungsrealisation - 1

Beschaffungsrealisation

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Institut für Innovations- und Umweltmanagement

Angebotseinholung

Prüfung der Angebote

Auswahl der besten

Angebote

Bestellung

Beschaffungsrealisation - 2

Stoffauswahl

�Entscheidungskriterien:

� Funktionale (technische) Aspekt

� Finanzielle Aspekt

Umweltaspekt

�Entscheidungssituationen:

� Komplementärsituation

� Konkurrenzsituation

ABWL

ABWL


Beschaffungsrealisation - 3

Stoffauswahl

Unterstützende Instrumente:

a.) Umweltorienierte Checklisten

b.) Tabellen zur Bestimmung der

Materialzusammensetzung

c.) Stücklisten

d.) Stoff- und Energiebilanzen

e.) Bewertete Stoff- und Energiebilanzen

(Ökobilanzen)

f.) Produktlinienanalyse

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Beschaffungskontrolle

Beschaffungskontrolle

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Warenannahme

Eingangskontrolle

Einkaufskontrolle

ABWL

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Lagerhaltung und Transport

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Lagerhaltung

�Aufgaben:

� Mengenmäßiger, zeitlicher und

wertmäßiger Ausgleich

� Qualitätssicherung

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ABWL

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Transport

�Aufgabe:

� Räumliche Überbrückung

�Transportarten:

� externer Transport

� interner Transport

Umweltbezug:

� Art der zu tranportierenden Stoffe

� Beschaffungsarten

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Beschaffungsrealisation - 4

Instrumente zur Materialauswahl

�Checkliste

� ... ist keine Entscheidungsmethode,

sondern soll hinsichtlich einer offensiven

Umweltpolitik Handlungsanregungen

geben und die Kontrolle der

Handlungsdurchführung erleichtern

� ... soll Informationsbeschaffung

konkretisieren und strukturieren

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ABWL

ABWL


Beschaffungsrealisation - 5

Instrumente zur Materialauswahl

�Checkliste zur umweltorient. Mat.beschg.

� Istanalyse bzgl. Umweltbelastungen

Umweltor. Beschaffungskonzeption

formulieren (Soll-Vorgaben, etc.)

Umweltor. Beschaffungsmarktforschung

� Anfrageaktion

� Einkaufsverhandlungen

Umweltor. Lagerung

� Materialflußoptimierung zur Ress.schonung

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Beschaffungsrealisation - 6

Instrumente zur Materialauswahl

�Tabelle zur Bestimmung d.

Materialzusammensetzung

� ... listet die Inhaltsstoffe der zur Auswahl

stehenden Einsatzstoffe auf

� ... ermöglicht eine Gegenüberstellung

alternativer Einsatzstoffe

� ... gibt keine Auskunft bzgl. Wirkungen auf

die Umwelt

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ABWL

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Beschaffungsrealisation - 7

Instrumente zur Materialauswahl

�Tab. zur Bestimmung d. Materialzs.stzg.

� Beinhalten Angaben über:

� Inhaltsstoffe u.

� Mengen bzw. Gewichtsanteile

� Arten:

� Stücklisten

� Rezepturen

� Sicherheitsdatenblätter

� Analyseergebnisse v. Materialprüfungen

� Quellen:

� Lieferant, Hersteller, Fremd- od. Eigenuntersuchg.

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Stücklisten - 1

Beispiel für die Struktur von zwei Erzeugnissen

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ABWL

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Stücklisten - 2

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Beispiele für Struktur-,

Baukasten- und

Mengenübersichtsstücklisten

Beschaffungsrealisation - 8

Instrumente zur Materialauswahl

�Stoff- u. Energiebilanzen

� ... stellen die stofflich-energetischen

Eingangs- u. Ausgangsgrößen innerhalb

eines gegebenen Systems gegenüber

� ... stellt für Umweltplanung Infos

betreffend Stoffanwendung, Stoffumwandlung

und Stoffaustritt bereit

� ... sind ein Ansatzpunkt für einen

ökologischen Vergleich zwischen

einzelnen Produktionsverfahren und

Produkten

ABWL

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Beschaffungsrealisation - 9

Instrumente zur Materialauswahl

�Stoff- u. Energiebilanzen

� ... dienen als Grundlage für sparsamen

Umgang mit Einsatzstoffen und für

Recyclingprozesse

� ... sind eine Steuermöglichkeit für die

Materialbeschaffung

� ... beziehen sich auf den sog. Bilanzraum

� ... verwenden keine Umrechnung in

Geldäquivalente

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Beschaffungsrealisation - 10

Instrumente zur Materialauswahl

Input

(Menge/Zeit)

Stoffe

Rohstoffe

Hilfsstoffe

Betriebsstoffe

Sonstige

Energie

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Stoff- u. Energiebilanz

Bilanzraum

Akkumulation

Transformation

Output

(Menge/Zeit)

Stoffe

Hauptprodukte

Nebenprodukte

Emissionen

stofflich

energetisch

ABWL

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Bsp. f. Stoff- und Energiebilanz

INPUT-OUTPUT-BILANZ eines steir. Unternehmens aus der Papier- und Zellstoffindustrie 1995

INPUT OUTPUT

Rohstoffe: Produkte:

181.000 fm Holz 214.000 t PM4: LWC

140.000 t Altpapier 116.000 t

Rückstände:

PM3: Newsprint

Extrarohstoffe für PM3:

28.000 t Rinde

74.000 t Deinkstoff 65.000 t Schlämme

30.000 t Holzschliff 4.000 t Spukstoffe

1.200 t Zellstoff 18.000 t Asche

1.800 t Hilfstoffe

300 t Schrott

Extrarohstoffe für PM4: 32 t Bau- und Abbruchholz

26.000 t Deinkstoff 22 t Restmüll

41.000 t Holzschnitt

39.000 t Zellstoff 5 t Kabel

88.000 t Strich 7 t Öl- und Luftfilter

2.900 t Hilfstoffe 7 t ölkontaminierte Betriebsmittel

Energieträger: 400.000 m 3

Abwasser

8.800 MWh Strom/Wasserkraft Energieträger:

131.000 MWh Strom/Dampfturbine

309.000 MWh Strom/Gasturbine 45.000 MWh Lieferungen EVU

20.000 MWh Fremdbezug EVU

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Bewertete Stoff- und Energiebilanz

indirekte

UWE

Vorstufen

indirekte

UWE

sekundäre UWE

Versorger

primäre

UWE

direkte

UWE

bilanzierendes

Unternehmen

primäre

UWE

Entsorger

sekundäre UWE

indirekte

UWE

Nachstufen

indirekte

UWE

Komplementär-

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bilanz Kernbilanz Komplementär-

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bilanz

ABWL

ABWL


Beschaffungsrealisation - 11

Instrumente zur Materialauswahl

�Produktlinienanalyse

� ... zur Beurteilung einzelner Produkte und

Produktgruppen

� ... stellt die ökologischen, sozialen und

ökonomischen Auswirkungen der

einzelnen Produktlebenszyklusphasen

dar

� ... kann qualitative und quantitative

Ausprägungen beinhalten

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Beschaffungsrealisation - 12

Instrumente zur Materialauswahl

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Produktlinienanalyse

Horizontale Analyse

Vertikale Analyse

Produktlebenszyklusphasen

Natur Gesellschaft Wirtschaft

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