60 Jahre SchwäPo - Schwäbische Post

schwaebischepost

60 Jahre SchwäPo - Schwäbische Post

2

Kapitel 1:

Wie es war, als die

SchwäPo gegründet

wurde. Und die

Grüße des

Bundespräsidenten

und des

Ministerpräsidenten

und ein Wort zum

Tage von den

Verlegern

Seiten 3 bis 8

Kapitel 9:

Die Ostalb und

eine vorletzte

Seite

Seiten 65 bis 72

Kapitel 8:

Das Verbreitungsgebiet

ist groß: Reportagen

über Ellwangen,

das Kochertal,

Oberkochen und

das Härtsfeld

Seiten 57 bis 64

Kapitel 2:

Die Geschichte des

Unternehmens und das

Portrait der Firma

SDZ.Druck und Medien

Seiten 9 bis 16

Kapitel 10:

Die erste Ausgabe

der SchwäPo vom

25. Februar 1948

Seiten 73 bis 80

Wir gratulieren der Schwäbischen Post

und bedanken uns für die gute

Zusammenarbeit!

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Kapitel 6:

Zum Geburtstag

und über andere

Geburtstage mit

einem Blick ins

Firmenalbum

Seiten 41 bis 48

Kapitel 7:

Das

Verbreitungsgebiet

in Reportagen und

Zahlen und ein Blick

aus dem Himmel

Seiten 49 bis 56

Kapitel 5:

Die SchwäPo heute,

wer sie macht,

wie sie gemacht wird

Seiten 33 bis 40

Kapitel 4:

Über die Aufgaben der

Tageszeitung, über Leserforschung

und den

Online-Auftritt der SchwäPo

Seiten 25 bis 32

Kapitel 3:

Die Zeitung im

Laufe der 60 Jahre,

die Strukturen,

die Inhalte,

die Kampagnen,

die Aktionen

Seiten 17 bis 24

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Wir gratulieren der Schwäbischen Post zum 60-jährigen Jubiläum

und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit. Alles Gute für die Zukunft!

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60 Jahre sind noch kein Alter für eine deutsche Tageszeitung. Wenn

wir das Jahr 2008 zum Jubiläumsjahr der Schwäbischen Post machen,

dann mit dem Wissen, dass unsere Zeitung die 170jährige

Tradition der Tageszeitungen in Aalen trägt. 60 Jahre Schwäbische

Post markieren aber auch die Spanne von der Nachkriegszeit bis in

diese Gegenwart, ein Menschenalter, eine bunte Epoche, reich an

Veränderungen, geprägt von Tradition und beständiger Heimat.

Die SchwäPo ist fast genau so alt wie die Bundesrepublik, ein wenig

älter als Baden-Württemberg. Eine Zeitung, die mit alliierter Lizenz

von Konrad Theiss und Johannes Binkowski gegründet wurde. Die

Familie Theiss hat die Zeitung über die Jahre gestaltet und geführt.

Das Unternehmen ist im Familienbesitz. Wir werden alles daran setzen,

diese Selbständigkeit zu bewahren, die ja auch die Unabhängigkeit

der Presselandschaft in unserer Region garantiert.

Die SchwäPo hat seit 1948 Tag für Tag dokumentiert, was das Leben

in Aalen und in den starken Raumschaften zwischen Ellwangen

und Neresheim, zwischen Oberkochen und Bopfingen ausmacht.

Wir haben über die öffentlichen Ereignisse berichtet und das Tun

und Lassen der Politik kritisch begleitet. Die Zeitung war durch die

immer stärkere lokale Berichterstattung und durch den anwachsenden

Anzeigenteil immer auch der mediale Marktplatz der Region.

Die 60 Jahresbände unserer Zeitung sind die zeithistorischen

Grundbücher der Region.

Als Verleger und Herausgeber der Schwäbischen Post danken wir allen,

die in den 60 Jahren mit Leidenschaft und Können, mit Liebe zu

den Menschen und ihrer Heimat mit uns Zeitung gemacht haben.

Wir danken unseren Leserinnen und Lesern für ihr beständiges Interesse,

das sich auch in ermunternder Kritik und wohltuendem Lob

zeigte. Wir danken den Unternehmen der Region, die unsere Zeitung

zum verlässlichen Anzeigenforum machten.

60 Jahre sind noch kein Alter für eine Tageszeitung. Die SchwäPo ist

jung. Das ist gut so und so soll es bleiben. Offen für die Dynamik unserer

Region und ihrer Menschen, offen für Aufbruch und Entwicklung,

zuverlässig in der Bewahrung all dessen, was unsere Heimat

vertraut und liebenswert macht. Und ganz vorne dabei, wenn es um

die Gestaltung und Pflege der Medienlandschaft geht.

Bernhard Theiss Ulrich Theiss

Schmuck, der unsere

Handschrift trägt, ist etwas

sehr Persönliches.Wir

entwerfen und fertigen ihn

in unserem eigenen

Atelier.Exklusiv für Sie.

Herausgeber und Verleger

Liebe Zeitungsmacherinnen,

liebe Zeitungsmacher!

Herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag

der Schwäbischen Post. Redakteure,

Fotografen, Drucker und viele

mehr haben in den vergangenen Jahrzehnten

zum Erfolg der Schwäbischen

Post beigetragen. Ihnen allen möchte ich

gratulieren. 60 Jahre Schwäbische Post -

das ist ein Grund, stolz zu sein. Nicht jede

Zeitung, die in den letzten Jahrzehnten

auf den Markt kam, hatte Bestand. Die

Schwäbische Post hat sich mit ihrer Konzentration

auf die regionale und lokale

Berichterstattung durchgesetzt. Denn genau

für diese Themen interessieren sich

die Leserinnen und Leser.

Was passiert in meiner Stadt und meiner

Region? Was bewegt sich in der Lokalpolitik?

Wird eine neue Straße gebaut?

Wird der VfR Aalen aufsteigen? Auf all

diese Fragen finden die Bürgerinnen und

Bürger Antworten in der Schwäbischen

Post. Lokal- und Regionalzeitungen berichten

über die unmittelbare Lebenswelt

ihrer Leser, informieren sie über die

Neuigkeiten aus der Heimat. Das ist wichtig,

denn wer nicht weiß, wie es zu Hause

zugeht, der wird auch Schwierigkeiten

haben, sich draußen in der Welt zu orientieren.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Leserinnen

und Lesern für die Zukunft alles

Gute.

SIE SIND ANDERS.

Ihr

Horst Köhler

Bundespräsident

UNSERE SCHMUCKIDEEN AUCH.

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4

[ 1948 ]

Die Ostalb fiebert der Währung entgegen

Wie war das Leben im Jahr 1948? Ein Rückblick auf das Jahr, in der die Schwäpo erstmals erschien

Wie haben die Menschen im Jahr

1948 gelebt, als die Schwäbische

Post zum ersten Mal erschienen

ist? In Deutschland wurde die

D-Mark eingeführt, Berlin wurde

blockiert. In Aalen wurde Otto Balluf

als OB bestätigt, Karl Schübel

stand vor der Spruchkammer, und

die Ostalb fieberte der neuen

Währung entgegen.

RAFAEL BINKOWSKI

Wie groß der Nahrungsnotstand

1948 war, darüber gibt der Bericht

über eine Bauernversammlung in

Bopfingen vom Februar Aufschluss.

„Wir leiden unter Nahrungsnot“,

hieß es da. Die Steigerung

des landwirtschaftlichen Ertrages

sei eine „zentrale Frage für

die Zukunft für das deutsche

Volk“, wurde erklärt. Im April

wurde berichtet, wie sich jeden

Tag lange Schlangen vor den

Metzgerläden bildeten.

Politisch mussten sich viele

Amtsinhaber der Neuwahl stellen.

Sowohl in den Städten als auch

auf den Dörfern wurde der Ruf

nach unparteilichen Beamten

laut. In der Schwäbischen Post

widersprach Chefredakteur

Dr. Hermann Baumhauer:

„Fehlte es uns vor 1933 an

Fachleuten? Wir hatten

sie im Überfluss!“ Man

habe genug Spezialisten

gehabt, aber „so wenig

echte Menschen“.

In Aalen musste sich

der amtierende OB

Otto Balluff mit vier

Herausforderern einen

Wahlkampf leisten:

Der 53-jährige

Paul Grotsch, Verwaltungsbeamter

aus Thüringen, der

58-jährige Curt Prawitz,

ein enteigneter

ostdeutscher Gutbesitzer,

der Künzelsauer

Bürgeremeister Richard

Dilger (40) und

Heinz May (30) aus Böbingen.

Otto Balluf

bleibt OB in Aalen

Otto Balluff selbst war CDU-

Mitglied, praktizierender Katholik.

Er war 1945 dem abgesetzten

Dr. Karl Schübel nachgefolgt. Balluff

erklärte im Wahlkampf: „Ich

habe nie nach Parteibuch und

Taufschein gefragt. Es war mein

Grundsatz, strengste Neutralität

zu wahren.“ Er rechtfertigte sich

Der US-Major Charles A.Pallette, der für

die Ostalb zuständig war.

Der Der amerikanische

Major Charles

A. Pallette erteilt die

erste Lizenz für die

Schwäbische Post

an die Verleger Dr.

Johannes Binkowski

und Eduard Conrads.

dafür, dass er sich „Fachleute“

aufs Rathaus geholt habe und dabei

auch einen Konflikt mit den

Entnazifizierungsbehörden in

Kauf genommen habe.

Kurz vor der Wahl zog Richard

Dilger seine Kandidatur zurück,

dafür trat in letzter Minute

Dr. Heinz Neubert ein, der früher

einmal kommissarischer Bürgermeister

von Wasseralfingen war

und zuletzt Geschäftsführer des

Gemeindetages.Die Parteien hielten

sich bedeckt: Die CDU empfahl

keinen Kandidaten, die SPD

sprach sich lediglich gegen die

Wahl Ballufs aus, ebenso die Freien

Wähler.

Am Tag vor der Wahl spitzte sich

der Wahlkampf zu: Neubert stellte

sich im Spritzenhaussaal den Bürgern

vor, es kam zu erregten Diskussionen.

Otto Balluff lud

am Abend noch zu einer

eigenen Versammlung.

Diese

war

jedoch so schlecht besucht, dass

sie nach einer halben Stunde bereits

wieder beendet war.

Otto Balluff (CDU)

bleibt Bürgermeister

in der Stadt Aalen

Anton Huber (CDU) war Landrat, und saß

für die CDU Jahrzehnte im Landtag.

Mit der Währungsreform am 21. Juni

1948 wird der Grundstein für das

„Wirtschaftswunder“ gelegt.

[ 1948 ]

Bei der Wahl im März 1948 setzte

sich Balluff allerdings deutlich

mit 68 Prozent durch. Heinz Neubert

erhielt 19,8 Prozent, Paul

Grotsch 8,7 Prozent. Der frühere

OB Schübel erhielt rund 2 Prozent

der Stimmen, obwohl er gar nicht

kandidiert hatte. „Ein solches Vertrauen

und solche Verbundenheit

verpflichten auch für die kommenden

Zeiten“, sagte der wiedergewählte

Balluff. Er sollte noch

[ 1948 ]

bis 1950 regieren, dann aber wieder

von Karl Schübel abgelöst

werden.

Alois Seibold

Bürgermeister in

Ellwangen

Bei der Bürgermeisterwahl in

Ellwangen stellte sich Amtsinhaber

Alois Seibold gegen den

50-jährigen Josef Wostal und den

31-jährigen Bruno Heck, der aus

Aalen stammte und in Tübingen

Studentensprecher war. Seibold

wurde nach einem heftigen Wahlkampf

wiedergewählt, eine Stellungnahme

des Gemeinderats zur

Wahl war stark umstritten.

Schließlich schlossen Bürgermeister

und Räte einen „Kalten

Frieden“ nach der Wahl.

In Heidenheim wurde

der amtierende OB

Professor Kliefothabgewählt,

an

Otto Balluff (CDU) war von 1945 bis 1950

Bürgermeister in Aalen.

Berlin wird blockiert, die

Alliierten bauen eine Luftbrücke

nach West-Berlin

seiner Stelle wurde der 34-jährige

Esslinger Personalreferent Dr.

Karl Rau gewählt.

Eine Kuriosität gab es in dem damals

noch selbstständigen Wasseralfingen:

Die KPD focht die

Bürgermeisterwahl vom Februar

1948 an, und bekam Recht: Die

Wahlnischen in Wasseralfingen

seien schon seit 30 Jahren so angebracht,

dass die Mitglieder des

Wahlvorstandes sehen können,

ob ein Wähler den Zettel ankreuzt

oder einfach einschiebt. Die Wahl

von Hans Hegele wurde für ungültig

erklärt.

Bei der Neuwahl am 9. Juni stellte

sich der 33-jährige Hans Hegele

neun Gegenkandidaten, die SPD

schickte Eberhard Sanwald ins

Rennen, der 47-Jährige war Bürgermeister

von Gschwend. Die

Wahl brachte zunächst keine Entscheidung:

Hegele erhielt 47,4

Prozent, der Kaufmann Albert

Lenz 31,2 Prozent, und der SPD-

Kandidat Sanwald knapp 10 Prozent.

In der Stichwahl erhielt Hegele

2226 Stimmen, sein Gegner

Albert Lenz 1944.

Probleme mit

den Vertriebenen

allgegenwärtig

Otto Balluff

wird als OB von

Aalen im Amt

bestätigt, Karl

Schübel durfte

nicht antreten.

[ 1948 ]

Ein großes Problem war der

massenhafte Zuzug von

Heimatvertriebenen. Allein

im Kreis Aalen wurden

1948 rund 32 000

„Neubürger“ gewählt,

insgesamt hatte der

Kreis Aalen 122 000 Einwohner.

Hinzu kamen

viele Heimkehrer, Anfang

Juni wurden in

Aalen feierlich 200 entlasseneKriegsgefangene

begrüßt. Von den

Konflikten zeugt ein

Vorfall in Stödtlen: Ein

Landwirt vom Weilerhof

hatte mit seiner Familie

den Neubürger Otto Joachimsthalter

überfallen

und bewusstlos geschlagen.

Dieser hatte wohl im

Vorjahr eine illegale Schlachtung

angezeigt. In der Schwäpo

hieß es dazu: „Wir Ostflüchtlinge

wollen nichts als unser Recht, wir

wollen als als gleichberechtigte

Bürger leben .“ Am 17. Juni wurde

berichtet, dass sich in Ellwangen

die Neubürger auf einer Versammlung

dafür aussprachen,

sich zusammenzufassen. Das war

die Keimzelle von Vertriebenenparteien

wie der Bund für Heimatvertriebene

und Entrechtete

(BHE). Fortsetzung auf Seite 5

II �––––––– �––

[ INNOVATION ]

Valdo Lehari jr.

Präsident des SüdwestdeutschenVerlegerverbands

Drei Dinge fallen mir

spontan zur Schwäbischen

Post ein. Die Schwäbische

Post ist ein Zeugnis

gelebter Pressevielfalt und

Pressefreiheit in Baden-

Württemberg. Ein Beispiel

für hervorragend funktionierendeKooperationsmodelle

im Verbund der

Südwest Presse. Das Zweite:

Die Schwäbische Post

ist ein Zentrum der Innovation.

Das Verlags- und

Medienunternehmen

denkt immer an die Zukunft

und bleibt dadurch

jung. Und war schon immer

ein Beispiel für innovative

Ideen, für neue

Techniken, Fotosatz, erste

Rotationsmaschinen.

Aber auch der Buchverlag

hat allerhöchstes Ansehen

und Wertschätzung unter

uns Kollegen und in der

Branche. Und drittens

sind zwei ganz große Persönlichkeiten

aus dem

Verlagshaus und MedienunternehmenSchwäbische

Post zu nennen. Es

waren dies die Ehrenpräsidenten

und Vorsitzenden

Professor Binkowski,

Gründer des Verlegerverbandes

von Baden-Württemberg,

und Konrad

Theiss, der viele, viele Jahre

Vorsitzender unseres

Bundesverbandes, des

BDZV war. Und meinen

Vorgänger im Verlegerverband

von Baden-Württemberg

möchte ich nennen,

Konrad Theiss, inzwischen

unser Ehrenvorsitzender.

Er hat sich im Ehrenamt

über viele Jahre

maßgeblich engagiert für

die Pressefreiheit. Auch

deshalb gebührt dem Verlagsunternehmen

und der

Familie höchster Respekt,

Anerkennung und Dank.

Zwei Fotos einer Veranstaltung in Ellwangen im Jahr 1948: Langsam beginnt

die Bevölkerung wieder, sich des Lebens zu erfreuen.


Fortsetzung von Seite 4

Ein weiteres Beispiel: Zum Osterfest

berichtete die Schwäpo, dass

in der Gartenschule in Aalen 150

Vertriebene aus Schlesien wie in

einem „Elendsquartier“ hausen

müssten. Bis zu 15 Personen teilten

sich ein Zimmer. Der Gemeinderat

reagierte schnell und besorgte

den Schlesiern neue Unterkünfte.

Am 30. April wurden im Zebert

fünf Häuser mit je vier Wohnungen

für die Flüchtlinge aus der Gartenschule

gebaut.

Entnazifizierung und

Spruchkammer-Urteile

Die Entnazifizierung und die

Verhandlungen vor der „Spruchkammer“

haben die Bürger im Jahr

1948 bewegt. Zum Beispiel wurde

im März gegen Otto Rieger, den

Technischen Leiter und Teilhaber

Nach dem Ausscheiden

von Karl

Eduard Conrads

wird Dr. Konrad

Theiss Mitverleger

der „Schwäbischen

Post“, die sich aus

Gmünd und Heidenheim

zunächst

zurückzieht.

[ 1949 ] [ 1949 ]

[ 1949 ]

[ 1950 ]

[ DIE RECHERCHE ]

Gerhard Wiest

Polizeidirektor i.R.

Hier bei der SchwäPo wird gedruckt,

was in so manchen Köpfen spukt,

und was in Akten und Berichten,

geheimen, nicht veröffentlichten,

im Aktenschrank ganz tief verborgen,

der Anlass war für manche Sorgen.

Doch kann geheime Seelenpein

für manchen auch Gesprächsstoff sein.

So munkelt man, viel weiß man nicht,

doch es entstand ein Stadtgerücht.

Bevor es richtig ausgesprochen,

hat’s Anke Schwörer-Haag gerochen

und schon verfolgt sie das Gerücht.

Ob was draus wird, sie weiß es nicht.

Doch ist die Sache nicht geheuer,

wo Rauch ist, sagt sie, ist auch Feuer

und Feuer muss sie interessieren.

Sie hat gelernt zu recherchieren

und fühlt mit ärztlichem Geschick

den Puls der lokalen Politik.

Sie schöpft aus den Erkenntnisquellen,

sie fragt die wesentlichen Stellen,

die wichtigen und kompetenten,

die Kleinen und die Prominenten,

die Chefs der Chefs und die ganz Großen

die Schweigsamen und die Ahnungslosen,

die immer etwas sagen müssen,

obwohl sie eigentlich nichts wissen.

Dann kombiniert sie routiniert,

sie weiß, sie hat was aufgespürt

und hebt als Journalist ans Licht,

was sonst im Dunkeln ist.

Am andern Tag steht’s dann im Blatt,

was niemand so vermutet hat.

Man liest, man greift zum Telefon.

Die SchwäPo bringt ... Sie wissen schon,

Frau Schwörer-Haag hat recherchiert.

Man glaubt nicht, was bei uns passiert.

Wer hat’s getan, was kommt da raus.

Die SchwäPo bringt’s tags drauf

als Kommentar zum Ungemach

bei Punkt Punkt Feuer unterm Dach.

Man liest entspannt, lehnt sich zurück

und fühlt schon fast so was wie Glück:

wie schön die SchwäPo hat berichtet.

So gut war’s doch nicht abgedichtet.

So kann heut jeder lesen,

was gestern ein Gerücht gewesen

Um was es ging, das ist doch gleich,

die Stadt ist an Geschichten reich

und jeden Tag gibt’s Neuigkeiten,

die uns beim Lesen Spaß bereiten.

Wer jetzt nicht weiß, was es gewesen,

nun, dem empfehle ich:

SchwäPo lesen.

der Kettenfabrik Rieger & Dietz in

Unterkochen verhandelt.

Er hatte der NSDAP angehört,

doch in der Verhandlung wurde

angeführt, er habe jüdischen Familien

geholfen, habe Arbeiter davon

abgehalten, in die SS einzutreten

und habe den christlichen Widerstand

mit aufgebaut.

Die Spruchkammer kam schließlich

zu dem Schluss, Rieger sei entgegen

der ersten Anklage kein

Hauptschuldiger, sondern nur ein

„Mitläufer“. Solche Prozesse waren

an der Tagesordnung, fast täglich

gab es neue Spruchkammerurteile.

Ein prominentes Beispiel war der

Adolf Koelle, der ehemalige Kreisleiter

des Großkreises Aalen und

Bürgermeister von Ellwangen. Im

Mai wurde er vor der Spruchkammer

angeklagt, er wurde zu neun

Jahren Arbeitslager verurteilt. Sein

Vermögen wurde bis auf 7000

Reichsmark eingezogen. Auch Karl

Schübel wurde angeklagt, er war

von 1935 bis 1944 OBin Aalen und

NSDAP-Mitglied gewesen. Er wurde

schließlich als „Minderbelasteter“

eingestuft und musste nur 150

Tage „Sonderarbeit“ leisten. Zudem

wurde ihm das passive Wahlrecht

drei Jahre entzogen. Er wurde

aber schon ab 1950 wieder OB.

Warten aufs neue Geld

Fieberhaft wurde im Juni das

neue Geld erwartet. Der 21. Juni,

der „Sonntag X“ mit der Einführung

der Deutschen Mark (DM)

wurde mit hohen Erwartungen

verbunden. „Die Nervosität um

die Währungsreform strebt ihrem

Gipfelpunkt zu“, schrieb die

Schwäbische Post.

Fortsetzung auf Seite 5

Rita Fürst

II �––––– xxxxxxx –– �––

[ FRECH ]

Rita Fürst

Schon in meinem Elternhaus

war die Schwäbische

Post die wichtigste

Lektüre am Morgen. Ich

bedanke mich dafür,

dass die Zeitung so kompetent,

frech, mutig ihre

Berichte erstattet.

In Aalen wird der

Waldfriedhof in

Betrieb genommen.

Weihnachts-

Überraschung

SchwäPo in den USA

ESSINGEN Helmut Reinhardts

zwei Schwestern sind vor 60 Jahren

nach Amerika ausgewandert.

„Im Dezember 1985 habe

ich sie zum ersten Mal besucht“,

erinnert er sich. Vier Wochen hat

er damals mit seiner Frau in Chicago

verbracht. „Und nicht

schlecht gestaunt, als kurz nach

Weihnachten plötzlich eine

SchwäPo im Briefkasten lag“, erzählt

er lachend. Ganz aufgeregt

seien sie alle zusammen auf dem

Sofa gesessen und hätten sich

gegenseitig die Blätter aus der

Hand gerissen. „Wir haben uns

über die Nachrichten von Zuhause

riesig gefreut.“ Auf dem

Bild ist er zusammen mit seiner

Nichte Lisa, ihrer amerikanischen

Freundin, und seinem

Schwager Erich.

Andrea Kombartzky

Die Bundesrepublik

Deutschland

(BRD) wird als

Staat gegründet,

das Grundgesetz

verabschiedet.

Dr. Karl Schübel

wird wieder OB

von Aalen, er

hatte das Amt

schon von 1935

bis 1945 inne.

5

Helmut Reinhardt erinnert sich gerne an seinen USA-Besuch 1985,

als er von der SchwäPo überrascht wurde. (Foto: hag)


6

[ 1950 ]

Fortsetzung von Seite 5

Bis ins kleinste Dorf hin wurden

die Pläne zur Währungsreform diskutiert.

Am Mittwoch vor der Einführung

hat der amerikanische Constabulary

um 10 Uhr das neue Geld in

großen Kisten nach Aalen gebracht,

gesichert durch Wächter

mit Maschinengewehren. Es wurde

in zwei Banken deponiert.

Allein in der Stadt Aalen wurden

33 Ausgabestellen eingerichtet,

um den „Kopfbetrag“ auszuzahlen:

Jeder erhielt 40 Euro Startgeld.

Die Schwäbische Post schrieb:

„Mit vierzig Deutschen Mark beginnt

das neue Leben.“ Im Kreis

Aalen wurden fünf Millionen

D-Mark ausgegeben. Die Ausgabe

verlief weitgehend ruhig, weil sie

gut organisiert war.

Es gab dennoch kurz vorher Zeichen

von Torschlusspanik: In Bopfingen

verkaufte eine Frau auf offener

Straße zu teurem Geld

schlechtes Einwickelpapier, was

Prämierter Edelbrand

Neben dem Stadtgarten

wird das

AOK-Gebäude in

Aalen gebaut. Zudem

wird in der

Stadt ein Archiv, die

Bibliothek und das

Arbeitsamt neu gebaut.

trotzdem gut wegging. Vor den Lebensmittelgeschäften

bildeten

sich lange Schlangen, jeder wollte

noch mit dem alten Geld einkaufen.

Am Samstag stürmten die

Kunden die Geschäfte, jeder wollte

noch ein letztes gutes Geschäft

machen. Viele verloren Samstag

Nacht einen großen Teil ihrer

Schulden, die Verbindlichkeiten

wurden mit 10:1 umgetauscht.

Mit der Währungsreform verband

Ludwig Erhard auch das

Ende der Zwangsbewirtschaftung.

„Auf einmal gab es alles“, hieß es

plötzlich. Tatsächlich gab es auch

in den Städten plötzlich wieder

Gemüse. Rettiche, Salat, Blumenkohl!

Die Schwäpo geriet ins

Schwärmen, in den Kaufhäusern

gab es Nachttöpfe und Rasierspiegel.

Banale Dinge für uns heute,

die nach dem Krieg nicht selbstverständlich

waren.

In Aalen wurde auch der Wochenmarkt

erstmals nach dem

Fortsetzung auf Seite 7

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!

Ostalb

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[ 1950 ]

Walter Ulbricht

wird der SED-Generalsekretär

in der

DDR. Der Ost-

West-Konflikt verschärft

sich, zudem

tobt der Korea-

Krieg weiter.

Die Aalener Innenstadt im Jahr 1948.

[ 1951 ]

Der Stadtgarten in

Aalen wird wieder

eröffnet, vor allem

der Rosengarten

zieht wieder viele

Besucher an.

Der Rosenberg-

Prozess ist ein

Symbol der Verfolgung

von linkenIntellektuellen

in den

USA unter

McCarthy.

[ 1951 ]


Sommer 1948 im Aalener Stadtgarten.

Fortsetzung von Seite 6

Krieg wieder eingeführt. Die

Währungsreform wurde zu einem

kollektiven Erlebnis, viele verbanden

mit ihr den ersten Baustein für

das Wirtschaftswunder in den 50er

und 60er Jahren.

Was sonst noch

auf der Ostalb

passiert ist ...

In Aalen trauerten viele noch

dem alten Stadtgarten hinterher,

der erst 1951 wieder eröffnet werden

sollte. Der VfR Aalen spielte in

der süddeutschen Fußball-Oberliga

um die Meisterschaft. In Oberkochen

wurden ein Freiluft- und

Schwimmbad gebaut.

In Aalen beschloss der Gemeinderat,

den Faber-du-Faur-Stollen

zu stillzulegen, damit endete die

Geschichte des Bergbaus im Aalener

Raum endgültig. Ein neues Kapitel

wurde aufgeschlagen, nicht

nur in der Industriegeschichte.

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e-mail: Rae.Bezler.Flaemig@t-online.de · www.rabfs.de

Treue von Anfang an gehalten

Seit 60 Jahren lesen die Flemmings aus Wasseralfingen die SchwäPo

„Wir sind jung und haben noch viel

vor“, sagen Friedheim Flemming

und seine Frau Elisabeth aus Wasseralfingen

beide 87 Jahre alt. Seit 60

Jahren werden sie dabei von der

SchwäPo begleitet.

AALEN-WASSERALFINGEN „Wir sind

im Jahr 1948 nach Pommertsweiler

gezogen“, erinnert sich Friedheim

Flemming, der mit seiner Frau seit

64 Jahren glücklich verheiratet ist.

Ursprünglich stammen sie aus

Sachsen und aus dem Vogtland.

„Ich bin ein sehr neugieriger

Mensch. Als wir her gezogen sind,

wollte ich natürlich sofort wissen:

Wo leben wir hier und was passiert

in der Umgebung?“, erzählt der

87-Jährige. Da habe er von einer

ganz jungen Zeitung gehört und sie

abonniert.

Und seitdem sind die Flemmings

der Schwäbischen Post treu geblieben.

Sie seien in den 60 Jahren fast

immer sehr zufrieden gewesen. „Ich

habe es auch nicht gescheut, mich

durch manchen Leserbrief an einer

Diskussion zu beteiligen,“ sagt

Friedheim Flemming.

Im Jahr 1950 ist die Familie dann

nach Wasseralfingen umgezogen.

Friedheim Flemming ist voller Tatendrang:

„Mit 79 habe ich noch den

Umgang mit dem Computer gelernt,

was mir großen Spaß macht“,

schwärmt er. Er erinnere sich noch

gut an die Zeit, als die Computer in

die Zeitungsproduktion einzogen.

„Ich habe auch die Entwicklung und

Veränderungen der SchwäPo mitbekommen.“

Es gäbe noch so vieles,

das sie gerne sehen und machen

möchten. „Wir sind dankbar für jeden

gemeinsamen Tag.“ ako

Friedheim und Elisabeth Flemming wurden nun 60 Jahre lang beim Frühstücken von ihrer Lieblingszeitung

begleitet. (Foto: Oliver Giers)

Wir gratulieren zum 60-jährigen

Jubiläum und bedanken uns für die

langjährige Zusammenarbeit!

Getränke

73433 Aalen · Tel. 0 73 61 / 7 84 10

7


8

[ 1953 ] [ 1953 ]

[ 1953 ]

[ 1953 ]

II �––––––– �––

[GRUSS AUS ULM]

Horst Schurr

Präsident der Handwerkskammer

Ulm

Liebe Freunde, ich wünsche

der Schwäbischen

Post zu ihrem 60. Geburtstag

alles Gute. Ich darf

auch die Grüße der Handwerkskammer

Ulm mit

überbringen. Ich freue

mich, dass ich diese Zeitung

seit fast 60 Jahren

lese. Ich bin stolz auf diese

Zeitung, die Berichterstattung

ist sehr entgegenkommend

und ich freue

mich, dass die Schwäbische

Post dieses Jubiläum

in gesunder Form feiern

kann.

Geiger-Papier beglückwünscht die Schwäbische Post zum

60-jährigen Jubiläum

Nicht nur Papier verbindet uns,

letztendlich bildet es aber die Basis, denn . . .

Und wir sind für alle da,

die Papier brauchen.

I

Der Arbeiteraufstand

in der

DDR am 17.

Juni 1963 wird

mit sowjetischen

Panzern

niedergeschlagen.

n Deutschland werden viele

tausend Sorten Papier und

Karton verarbeitet. Sie

entsprechen unterschiedlichsten

Anforderungen und kommen aus

aller Welt. Dass sie in jeder

gewünschten Qualität kurzfristig

verfügbar sind, dafür sorgen wir:

Geiger-Papier, eine der sechs

Gesellschafterfirmen der igepa.

Wir, als Feinpapier-Großhändler,

sind wir die Drehscheibe zwischen

Papierhersteller, -verarbeiter und

-verwender.

A

ls Gesellschafter der

IGEPAgroup sind wir

einer der führenden

Papiergroßhändler Europas

mit 40.000 Kunden

in mehr als 20 verschiedenen

Ländern.

Mit über 2.000 Mitarbeitern

und einem strategischen

Netz von europäischen

Partnern erzielt die Gruppe

einen jährlichen Umsatz

von über 1,5 Milliarden Euro.

Die Bergung von Fliegerbomben

wie hier

in Aalen 1953 ist ein

großes Problem. VieleHinterlassenschaften

des Weltkrieges

müssen beseitigt

werden.

Die Aalener Innenstadt zur Zeit der SchwäPo-Gründung

Die CDU gewinnt

die Bundestagswahl,

Konrad Adenauer

bleibt Bundeskanzler

der BRD.

Luftbild: Merkur Flug GmbH, 32069 Bad Salzuflen

KARL-HEINZ GEIGER PAPIERGROSSHANDLUNG GmbH & Co. KG

Aalen · Fellbach · Sasbach · Tettnang

Die Schwäbische

Post verlagert

ihre Redaktion

in das ehemalige„Gasthaus

Bären“ in

der Innenstadt

von Aalen.


Kapitel 2:

Die Geschichte des

Unternehmens und das

Porträt der Firma

SDZ.Druck und Medien

Seiten 9 bis 16

„Nüchtern bleiben und klug wägen“

Die „Schwäbische Post“ hat sich in 60 Jahren als eigenständige, moderne Zeitung in Aalen behauptet

Zwischen der allerersten Ausgabe

der „Schwäbischen Post“ vom 25.

Februar 1948 und der heutigen liegen

Welten. Aber eines hat sich

nicht geändert: Die Zeitung ist eigenständig,

kritisch, unabhängig

und produziert in Aalen täglich die

neusten Nachrichten.

RAFAEL BINKOWSKI

Drei Jahre lang hatte es in Aalen

keine Lokalzeitung gegeben, die

ihren Namen verdient hätte. Die

letzte, NS-bestimmte „Kocherzeitung“

war am 19. April 1945 gedruckt,

aber nicht mehr verteilt

worden. Karl Stierlin war noch Inhaber

der „Kocherzeitung“, hatte

jedoch seit 1933 keinerlei Einfluss

und Rechte mehr.

Zwar gab es schon 1945 und 1946

eine Lokalseite des „Schwäbischen

Donaukuriers“ (später Südwest

Presse), doch erst am 25. Februar

1948 erschien wieder eine regelmäßige

Tageszeitung mit ausführlichem

Lokalteil. Der amerikanische

Major Charles A. Pallette erteilte

zwei Männern die Lizenz für

eine Zeitung in den Kreisen Aalen,

Der amerikanische Major Charles A. Pallette übergibt die Lizenz für die „Schwäbische Post“ an die beiden Verleger Dr. Johannes Binkowski

und Dr. Konrad Theiss. Die Geburtsstunde der „Schwäbischen Post“ war schon zuvor der 25. Februar 1948 gewesen.

Heidenheim und Gmünd: Dr. Johannes

Binkowski auf Vorschlag

der CDU, und Karl Eduard Conrads

für die liberale DVP.

„Heute ist die Geburtsstunde der

Schwäbischen Post und gleichzeitig

der Beginn eines neuen Abschnitts

in der demokratischen

Entwicklung“, schrieb der US-Militärkommandant

in der ersten

Ausgabe der „Schwäpo“. Und Verleger

Johannes Binkowski schrieb

angesichts von Not und Chaos

nach dem Krieg: „Bleiben wir

nüchtern und wägen klug und genau

ab, was zu tun übrig bleibt.“

Es waren turbulente Zeiten. Die

Zeitung saß in der ehemaligen Remonte,

der alten Wehrkreis-Reitund

Fahrschule in der Turnstraße.

Der zweistöckige Bau gehört heute

zum Theodor-Heuss-Gymnasium.

Gedruckt wurde die Zeitung am

Marktplatz in der Druckerei Stier-

lin. Während Johannes Binkowski

jeden Tag mit einem schwarzen

Fahrrad zur Arbeit kam, hatte Karl

Eduard Conrads ein Auto als Statussymbol.

Einer der ersten Redakteure

war Hans Bausch, der später

Intendant des Süddeutschen

Rundfunks wurde.

Zunächst erschien die Zeitung

nur zwei Mal die Woche mit wenigen

Seiten, auch wegen des extremen

Papiermangels. Erster Chefredakteur

der Zeitung wurde Dr.

Hermann Baumhauer.

Die Schwäbische Post war damals

auch die einzige Zeitung für

Gmünd und Heidenheim, mit

36 000 Exemplaren. Doch Binkowski

und Conrads konnten

nicht miteinander, sie hatten unterschiedliche

Charaktere und

Auffassungen , wie eine Zeitung zu

machen sei. Schon im Sommer

1948 ging Conrads nach Heiden-

Fortsetzung auf Seite 10

Stierlinsche Druckerei: Hier wurde bis 1959 die Zeitung gedruckt.

9


10

[ 1951 ]

Fortsetzung von Seite 9

heim, wo er die Lizenz für die „Heidenheimer

Zeitung“ erhielt. An

seiner Stelle trat der 43-Jährige Caritasdirektor

Dr. Konrad Theiss,

der Vater der heutigen Verleger

Bernhard und Ulrich Theiss sowie

ihres Bruders Konrad, der bis 1999

Mitverleger war.

Konrad Theiss und

Johannes Binkowski

als dynamisches Duo

Dr. Konrad Theiss war ein profilierter

konservativer Politiker, gehörte

zu den Mitbegründern der

württembergischen CDU, war

Landtagsabgeordneter und wollte

eigentlich in die Politik. Er bewarb

sich aussichtsreich für das Amt des

Sozialbürgermeisters in der Landeshauptstadt

Stuttgart.

Doch der Katholik wurde entgegen

interner Absprachen von den

evangelischen Teilen seiner eigenen

Partei nicht gewählt, während

SPD und sogar die Kommunisten

für ihn stimmten. Daher fiel er mit

Pauken und Trompeten durch,

was für die Schwäbische Post aber

ein Glücksfall war.

So bildeten Binkowski und

Theiss ein dynamisches Duo. Geschickt

verteilten sie Unterausgaben

ihrer Schwäbischen Post

in Kreisen, die noch keine eigene

Zeitung hatten, wie Kirchheim,

Nürtingen, Böblingen,

Waiblingen, Fellbach, Stuttgart-Vaihingen.

Als im Jahr

1949 durch die so genannte

„Generallizenz“ der Lizenzzwang

de facto aufgehoben

wurde, veränderte sich die

Presselandschaft enorm.

Zunächst einmal gab es in Aalen

den Versuch von Karl Stierlin,

mit der „Kocherzeitung“ die

alte Tradition seit dem Jahr 1837

wieder aufzugreifen. Unterstützt

wurde er dabei ausgerechnet von

Karl Eduard Conrads, der von Heidenheim

aus finanzielle Hilfen

leistete. Doch das Experiment

scheiterte bereits nach drei Wochen,

auch weil die stark von der

katholischen Diözese unterstütze

„Aalener Volkszeitung“ in den Zeitungsmarkt

drängte.

Dennoch gab es Rückschläge für

die „Schwäbische Post“. In Gmünd

wurde die „Remszeitung“ wieder

reaktiviert, man zog sich zurück,

bis 1959 die „Gmünder Tagespost“

gegründet wurde. Theiss und Binkowski

machten aus der Not eine

Tugend, einigten sich in Aalen mit

Karl Stierlin und kauften seine

Druckerei auf.

Gleichzeitig wurden die Weichen

gestellt, um den Mantelteil mit den

überregionalen Seiten zu sichern.

Mit den Verlagen in Schwäbisch

Hall, Gerabronn, Crailsheim,

Kirchheim, Nürtingen, Waiblingen,

Backnang, Geislingen und

Mergentheim wurde eine Genossenschaft

gegründet, der „Südwestdeutsche

Zeitungsverband“,

der ab 1951 in Stuttgart zentral die

nationalen Seiten für alle Partner

herstellte. Die Firma der Schwäbischen

Post nannte sich fortan

„Süddeutscher Zeitungsdienst“,

ein Teil der Produktion wurde

nach Stuttgart verlagert.

Bis Ende der 60er Jahre wurde so

in Stuttgart ein eigener „Mantel“

für die Lokalseiten erstellt. Schließlich

wurde jedoch der Konkurrenzdruck

durch die Stuttgarter Zeitungsgruppe

zu stark, immer mehr

Partner vor allem im Großraum

Stuttgart sprangen ab.

Ende der 60er Jahre schloss sich

die Genossenschaft dem zunächst

zwischen Tübingen und Ulm geschlossenen

Verbund „Südwest

Presse“ an, Johannes Binkowski

wurde in Ulm zum Mitherausgeber

und Mit-Chefredakteur des

Mantelteils.

Ellwangen hat

über 10 000 Einwohner,

was auch

durch den hohen

Anteil an Vertriebenen

bedingt ist.

Umzug auf das

Kedra-Gelände beim

Bahnhof

[ 1952 ]

In Aalen verlagerte sich der Standort

der „Schwäbischen Post

mehrfach. Im Jahr 1954 wechselten

Verlag und Redaktion in das

ehemalige „Hotel Bären“ in der

Fußgängerzone, in dem heute

noch der „Schwäposhop“ untergebracht

ist. Dort wurden sogar die

Fundamente für eine Rotation gelegt,

also für eine Zeitungsdruckmaschine.

Der ursprüngliche Plan,

dort sozusagen im Schaufenster

mitten in der Fußgängerzone für

jeden sichtbar die Zeitung zu drucken,

wurde jedoch nie verwirklicht.

Tatsächlich war es

der expandieren

Firma viel zu

eng geworden.

Das

alte

Gasthau

Die forschungsstärkste

Hammerstadt

kommt zu Aalen,

Berufsschule und

Landeszentralbank

werden gebaut.Mittelbachund

Hauptstraße

werden verdohlt.

17 Bachelor-Studienangebote

5 Master-Studiengänge, davon 2 berufsbegleitend

zahlreiche Weiterbildungsangebote

Eine runde Sache – die Hochschule Aalen als kompetenter Partner beim lebenslangen Lernen.

s„Bären“ und die

Stierlin’scheDruckerei

am Marktplatz

reichten nicht

mehr aus, daher musste

ein neues Domizil gefunden

werden.

Ab 1959 zog die Firma sukzessive

auf das ehemalige Gelände der

„Ketten- und Drahtfabrik Aalen“

(Kedra) an der Bahnhofstraße 65.

Zuerst der Verlag und Teile der

Technik, dann bis 1963 auch die

Redaktion. Nur die Anzeigenabteilung

blieb noch bis Ende der 70er

Jahre in der Innenstadt.

In mehreren Phasen wurde das

ehemalige Kedra-Gelände nun

ausgebaut. Schon beim Einzug

wurden die ehamligen Kedra-Gebäude

umgebaut, entlang des Kochers

entstand die Druckerei. In

den Jahren1974 und 1983 wurden

Gebäude angebaut, in der dritten

Umbauwelle 1988/

89

www.htw-aalen.de

[ 1952 ]

wurden die alten Druckereigebäude

am Kocher abgerissen.

Und in einer letzten Phase 1991

und 1992 gab es die neuste Erweiterung.

Von den ehemaligen Kedra-Gebäuden

ist heute noch ein

Altbau an der Pforte übrig.

Die modernste

deutsche Druckerei

steht in Aalen

Nach der Nachkriegszeit hat sich

die Technik enorm gewandelt.

Mitte der 60er Jahre stand eine Erneuerung

der Druckmaschine an.

Entgegen dem Trend bei

deutschen Zeitungenentschied

Technik und Wirtschaft

In Aalen wird das

Bundesliederfest

gefeiert, auch die

1951 gegründete

Jugendkapelle

tritt auf.

schaffen. In den USA war dies

damals bereits Standard, in

Deutschland fast unbekannt.

Dies brachte einen

Quantensprung in der

Zeitungstechnik.

Vierfarbendruck

war plötzlich

möglich, und auf

den Fotos konnte

sich auch das

Chormitglied

in der hintersten

Reihe

wiedererkennen,

weil das

Raster viel

schärfer war.

„Aus der

ganzen Welt

sind damals

Verleger zu

uns gekommen“,erinnert

sich Bernhard

Theiss.

Sogar Springer

war in Aalen, um

bei der Schwäbischen

Post ein

Exemplar der

„Bild“-Zeitung zu

drucken. Damit konnte

er dann im Springer-

Konzern Überzeugungsarbeit

leisten, dass man diese

Technologie unbedingt auch

an- wenden müsse.

Inzwischen war Erwin Hafner

Fachhochschule des Landes gratuliert.

man

sich 1965,

eine Rollen-

Offset-Rotation anzu-

Dr. Johannes Binkowski war Verleger

der ersten Stunde, der ...

neuer Chefredakteur der Lokalredaktion

geworden. In die Firmenleitung

stieg die nächste Generation

ein: Der gleichnamige Sohn

Konrad und Gertrud Theiss, ab

Die Schwäpo-Redaktion in den 80er Jahren: Von links Richard Scheuber, Chefredakteur Erwin Hafner, Helmut Banschbach, Dr. Rudolf Grupp,

Mary Sidon, Hermann Hofer, Elfriede Stippler und Manfred F. Kubiak.

II �––––––– �––

Baden und Württembergschließen

sich nach einerVolksabstimmung

zu einem

neuen Bundesland

zusammen.

[ 1952 ]

... 1949 mit Dr. Konrad Theiss einen

starken Mitstreiter erhielt.

1980 auch Ulrich Theiss, die nach

dem Tod von Dr. Konrad Theiss

1983 die Firma übernahmen. 1987

stieß Bernhard Theiss dazu, der

zuvor bei der Stuttgarter Zeitungsgruppe

das Pressehaus in Möhringen

mit aufgebaut hatte.

Fast 30 Jahre lang hielt die moderne

Rotation. Nicht der technische

Fortschritt, nur das mechanische

Ende der Maschine sorgte dafür,

dass 1992 eine neue Druckmaschine

angeschafft wurde. Man

entschied sich bewusst dafür, das

handliche „Berliner Format“ beizubehalten,

während die meisten

Zeitungen zum „Rheinischen Format“

einer größeren Zeitung

wechselten.

Das Argument des „Großstadt-

Formates“, das man bequem im

Fortsetzung auf Seite 11

[ GLÜCK UND

ERFOLG ]

Claus Albrecht

Unternehmer

60 Jahre Schwäbische

Post, das heißt auch 60

Jahre unabhängige und

faire Berichterstattung.

Kommunalpolitik, lokale

Wirtschaft und Sportereignisse

sowie Kulturelles in

der gesamten Region werden

von den Redakteuren

der Schwäbischen Post

bestens aufbereitet und

den Lesern informativ

präsentiert. Als Vorsitzender

des BDS Gewerbeund

Handelsvereins und

als Vorstandsmitglied von

ACA Aalen City Aktiv danke

ich den Verantwortlichen

der Schwäbischen

Post, ganz besonders dafür,

dass die Berichterstattung

immer zum Wohle

unserer heimischen Wirtschaft

ausgefallen ist.

Auch die vielfältigen Aktivitäten

von BDS und ACA

werden von der Schwäbischen

Post stets redaktionell

positiv begleitet. Ich

persönlich wünsche der

Schwäbischen Post und

deren Mitarbeitern geschäftlichen

Erfolg auch

für die Zukunft und Glück

auf für das Wirken in der

Zukunft.


[ 1954 ]

In Ellwangen wird Alois

Rothmaier zum neuen

Oberbürgermeister der

Stadt gewählt, als Nachfolger

von Alois Seibold.

[ 1954 ]

Mit einem völlig

unerwarteten Sieg

gegen Ungarn wird

Deutschland in

Bern Fußball-

Weltmeister. Ein

sportliches Symbol

für die Identität der

Bundesrepublik.

[ 1954 ]

Eine Stunde Frühstücks-Lektüre

Anne und Holger Dolderer aus Aalen sind leidenschaftliche Zeitungsleser

Anne und Holger Dolderer wissen,

wie Zeitung gemacht wird:

Sie waren bei einer Betriebsführung

durchs SchwäPo-Verlagshaus

dabei und haben selbst gesehen,

wie die Zeitungspapierbahnen

durch die große Druckmaschine

sausen. SchwäPo-

Abonnenten sind Dolderers seit

ihrer Hochzeit im Jahr 1972.

JULIA MAYER

AALEN Holger Dolderer ist ein

waschechter Aalener. Im Haus

der Wirtschaft „Wacht am

Rhein“ in der Erlau geboren

und aufgewachsen, fühlt er sich

mit der Kocherstadt und ihren

Bürgern stark verbunden. „Aalen

ist eine wunderschöne

Stadt, beinah wie in Italien“,

schwärmt er.

1972 haben Anne und Holger

Dolderer geheiratet. Für das

frisch vermählte Paar war klar:

Im eigenen Heim in der Sauerbachstraße

in Hofherrnweiler

darf die Schwäbische Post nicht

fehlen. Sofort wurde die lokale

Tageszeitung abonniert.

„Wir hatten die SchwäPo

schon zuhause in der Wirtschaft

‘Wacht am Rhein’. Für

uns kam keine andere Zeitung

in Frage“, stellt der 65-Jährige

fest. „Außerdem hat eine

Freundin von mir bei der

SchwäPo eine Lehre gemacht“,

erzählt Anne Dolderer.

Die SchwäPo begleitete das

Familienleben mit Tochter Sybille

durch all’ die Jahre hinweg.

Heute genießen die Export-

Sachbearbeiterin und der Mechaniker

den Ruhestand. „Zum

Die Dolderers bei ihrer Hochzeit und heute. Seit 1972 haben sie die Aalener Tageszeitung

abonniert. (Foto: Oliver Giers)

Das „Gasthaus Bären“ war bis 1959 der Sitz für die Redaktion der Schwäbischen Post,

bis die Firma auf das ehemalige Kedra-Gelände am Bahnhof umgezogen ist.

Fortsetzung von Seite 10

Bus oder der U-Bahn lesen konnte,

zog auch im ländlichen Raum. In

den 90er Jahren hielt zudem die

Digitalisierung Einzug. Schreibmaschinen

verschwanden aus den

Redaktionsstuben, eine Zeitungsseite

wurde in einer „digitalen Kette“

von der Blattplanung über das

Artikelschreiben bis zur Druckplatte

komplett elektronisch hergestellt.

Sieben Mal wurde die

Schwäbische Post“ vom Ifra Colour

Quality Club ausgezeichnet,

selbstbewusst sagen die Verleger

heute: „Wir gehören zu den 50 Zeitungen

mit dem besten Druck,

und zwar weltweit.“

Die Redaktionsstruktur änderte

sich, nicht nur weil 2001 mit

Dr. Rainer Wiese ein neuer Chefredakteur

von der „Lausitzer Rundschau“

aus Cottbus geholt wurde.

Er löste Ulrich Gessler ab, der nach

dem Abschied von Erwin Hafner

1997 die Redaktion geleitet hatte.

Mit der Ostalbseite wurden

Schwäbische Post und Gmünder

Tagespost verzahnt, mit der täglichen

Jugendseite, die von Jugendlichen

und der Redakteurin Cordula

Weinke hergestellt wird, ist

die Schwäbische Post bundesweit

führend. Hinzu kommen

Spartenseiten wie die

Hochschuleseite.

Die Krise am Zeitungsmarkt

von

2001 bis 2003

ging aber

auch an

Das Mahnmahl auf

der Schillerhöhe in

Aalen wird eingeweiht,

ebenso die

neue Aussegnungshalle

des Waldfriedhofes.

Frühstück wird erstmal eine

Stunde Zeitung gelesen“, sagt

Anne Dolderer. Inklusive Hägar,

dem Schrecklichen.

Die 63-Jährige schnappt sich

die Schwäbische Post als erste,

überfliegt die Schlagzeilen des

überregionalen Teils und widmet

sich dann dem Lokalteil.

Ihr Mann liest inzwischen den

überregionalen Teil der

SchwäPo – „und zwar von hinten,

wegen dem Sport“.

Ob Polizeibericht, Frage der

Woche, Spion, Guten Morgen,

Leute-Heute-Porträts, kurze

Meldungen oder Reportagen –

bei der morgendlichen Zeitungslektüre

wird kein Artikel

ausgelassen. Selbst die Kinderecke

findet die Aufmerksamkeit

des Ehepaares. „Da erfährt

man oft interessante Dinge,

zum Beispiel wie Ebbe und

Flut entstehen“, findet Anne

Dolderer.

Auf der „Wann – Was –

Wo“-Seite informieren sich

Dolderers darüber, was in Aalen

und Umgebung wieder geboten

ist.

Und unter der Rubrik „Tagesessen“

holen sie sich Ideen für

die eigene Küche, berichtet

Anne Dolderer. „Die SchwäPo

wird einfach komplett gelesen“,

unterstreicht ihr Mann.

Besonders interessante Berichte

werden sorgfältig ausgeschnitten

und in einer Klarsichtfolie

gesammelt.

„Wir gratulieren der Schwäbischen

Post zum 60. Geburtstag

und wünschen uns weiterhin

eine so tolle Berichterstattung“,

sagen Anne und Holger

Dolderer wie aus einem Mund.

der Schwäbischen Post nicht spurlos

vorbei. Schon Ende der 90er

Jahre hatte sich die Firma strategisch

neu ausgerichtet: Konzentration

auf Zeitungsmachen und digitale

Medien, andere Bereiche wie

Buchdruck oder Buchverlag waren

verkauft worden. Trotzdem mussten

in der Krise 2001 Stellen abgebaut

werden, die Belegschaft verzichtete

in einem Sanierungstarifvertrag

auf Gehalt.

Wirtschaftlich geht es jetzt wieder

aufwärts, weitere Strukturänderungen

stehen jedoch auf der Tagesordnung.

Mit dem Ausbau des

Online-Angebots www.schwaepo.de,

das monatlich immerhin

schon über 150 000 Besucher

verzeichnet, wird die nächste

Generation des Verkündens

von Nachrichten

und deren Analyse offensiv

betrieben.

Trotz aller Veränderunge

gilt ein

II �–––––––�––

[ 1955 ]

11

Die Bundesstraße

am Aalener

Bahnhof wird

um 90 Zentimeter

verbreitert,

der Gehweg

verlagert.

(DREI DINGE]

Klaus Pavel

Landrat

Jeden Morgen brauche ich

drei wichtige Dinge, einmal

einen guten Kaffee,

zwei knackige Toasts und

natürlich die SchwäPo.

Und was lese ich als erstes?

Natürlich die Ostalbseite.

Glückwunsch. Gott sei

Dank gibt es die SchwäPo

seit 60 Jahren. Ich wünsche

allen Macherinnen

und Machern auch in der

Zukunft kreative und gute

Ideen und immer eine

pfiffige Tageszeitung.

Glück auf.

II �––––––– �––

Alfred Krauss

Unternehmer

[SCHWÄ-

PO UND

SCHLAF]

Morgens die SchwäPo ist

genauso wichtig wie die

ganze Nacht gut geschlafen

zu haben.

Leitwort von Johannes Binkowski

von 1948 immer noch für

den publizistischen Anspruch

dieser Zeitung: „Die Wahrheit

sucht das Licht, nur die Lüge

bleibt im Dunklen und Verborgenen.

So finden wir,

wenn wir uns um die

Wahrheit bemühen,

von selbst zur Öffentlichkeit.“

...gemeinsamarbeiten

wir daran,

die Computertechnik

für

Sie positiv zu gestalten

. . . mit Produkten

der führenden

Computer- und Softwarehersteller.

AUTORISIERTER FACHHÄNDLER

Graule & Riedl GmbH

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12

SDZ. Druck und Medien ist ein Unternehmen,

das bei der Entwicklung

neuer Leistungen oder Technologien

stets vorne dabei war und

bis heute zu den Pionieren in der

Medienbranche zählt. Der Überblick

über das Unternehmenauf

den folgenden drei Seiten dokumentiert

und porträtiert seine Leistungsfähigkeit.

SDZ. Druck und

Medien hat in den 80er-Jahren die

Entwicklung richtig eingeschätzt

und den Bereich Satz- und Reproduktionstechnik

zum leistungsfähigen

Dienstleister namens SDZe-

COM weiterentwickelt.

SASCHA KURZ

AALEN Der SDZ. Druck und Medien-Verlag

hat sich mit eigenen

Produktentwicklungen seiner Tages-,

Anzeigen-, und Monats-Zeitungen

zum führenden regionalen

Medienanbieter entwickelt. Kooperationen

mit mittelständischen

Kollegen und Unabhängigkeit

von überregionalen Medienkonzernen

bilden eine der grundsätzlichen

Leitlinien des Unternehmens

für unser regionales Engagement.

Heute konzentriert sich SDZ.

Druck und Medien auf das Verlegen

regionaler Zeitungen in Printund

Online-Form und auf digitale

Mediendienstleistungen mit dem

Schwerpunkt medienneutrale und

vernetzte Datenbanken. Die starke

Position der beiden Tageszeitungen

Schwäbische Post und Gmünder

Tagespost im Ostalbkreis wird

weiter ausgebaut, das redaktionelle

Angebot wird vernetzt und ständig

erweitert. Nach dem Motto:

„Die Welt im Blick, die Heimat im

Herzen“ versorgt der Verlag die Region

mit Informationen, Nachrichten

und Unterhaltung.

Integrierte Marketingkonzepte

erschließen

neue Partnerschaften

Der Verlag kann aufgrund der

Unternehmensstruktur integrierte

Marketingkonzepte anbieten, die

weit über das Verkaufen von bloßem

Anzeigenraum hinausgehen.

Historie des

Verlagsunternehmens

Geschichtliche Etappen

Das Kreiskrankenhaus in

Aalen im Kälblesrain wird

eröffnet. Im selben Jahr

wird die Abend-Technikerschule

und die Eisenbahn-Reparaturwerkstatt

eröffnet.

[ 1955 ]

Mit neuen Produkten werden

Marketingpartnerschaften mit der

lokalen und regionalen Wirtschaft

gesucht. Das Konzept der Anzeigenzeitungen

Wochenpost und

Gmünder Anzeiger bewährt sich

seit mehr als 30 Jahren. Beide Blätter

sind weiterhin die Marktführer

des Ostalbkreises. „Die Anzeigenzeitungen

Wochenpost und

Gmünder Anzeiger versorgen jede

Woche alle Haushalte des Ostalbkreises

mit den Informationen

dieses regionalen Marktplatzes“,

erklärt Verleger Bernhard Theiss.

Die Verbindung der modernen

regionalen Zeitungsproduktion

mit der in eigener Regie betriebenen

leistungsfähigen Drucktechnik

gewährleistet eine hohe terminliche

Flexibilität und eine ausgezeichnete

Druckqualität – also

genau das, was das regionale

1959: Neugründung der Gmünder Tagespost.

1961: Verlag und Druckerei ziehen vom Marktplatz und

der Reichsstädter Straße an den heutigen Standort. Der

Schwäpo-Shop zieht in das bereits 1953 gekaufte Gebäude

in der Reichsstädter Straße 5–7

1965: Die Schwäbische Post und die Gmünder Tagespost

werden als erste Zeitungen in der Bundesrepublik

auf einer Zeitungsrotationsdruckmaschine im Offsetdruckverfahren

vierfarbig gedruckt.

1973: Erster Erweiterungsbau (1983, 1990 und 1992 folgen

weitere Bauten)

1977: Gründung Gmünder Anzeiger und Wochenpost.

1986: Theiss & Binkowski Rechenzentrum gegründet

1. 4. 1992: Erste Ausgabe von Wirtschaft Regional

27. 4. 1992: Die neue computergesteuerte Zeitungsrotationsdruckmaschine

MAN-Mediaman geht in Betrieb.

1995: Zusammenlegung von Satz und Repro zur Dachmarke

SDZeCOM.

2001: Gründung von DigitalDruck Deutschland

1. 10. 2002: Organisatorische Zusammenlegung der Redaktionen

der Schwäbischen Post und der Gmünder Tagespost

auf dem Weg zur Kreiszeitung.

25. 3. 2003: Erste Online-Ausgabe der Tageszeitungen.

1. 8. 2006: Start Ostalb-Mail.

Tochterfirmen und Beteiligungen:

• DigitalDruck Deutschland GmbH & Co. KG (85 %)

• SchwäpoShop GmbH (100 %)

• Theiss & Binkowski Aalen Rechenzentrum (100 %)

[ 1955 ]

Verlagshaus nimmt in Region Sonderstellung ein

Kommunikation – Meinung – Information – Dienstleistung: Ein Streifzug durch das Verlagshaus SDZ. Druck und Medien

Das Verlagshaus SDZ. Druck und Medien ist seit 1961 in der Aalener Bahnhofstraße angesiedelt.

Print- und Online-Medium Zeitung

besser als alle anderen existierenden

Medien bieten kann.

„Jeden Monat informiert zudem

der Wirtschaftstitel Wirtschaft Regional

über das Wirtschaftsgeschehen

der gesamten Region

Ostwürttemberg. Und seit einigen

Jahren bietet die wöchentlich erscheinende

Zeitungsbeilage

FREIZEIT den regionalen Veranstaltungskalender

und das Programm-Magazin

rtv den Überblick

zu einer Vielzahl von TVund

Rundfunkprogrammen“, ergänzt

Verleger Ulrich Theiss.

Eine regionale Verteillogistik,

die jeden Haushalt des Ostalbkreises

(und darüber hinaus) an

jedem Tag der Woche erreichen

kann sowie das Theiss & Binkowski

Rechenzentrum ergänzen

das Angebotsspektrum des

Die BRD wird völkerrechtlich

souverän.

Verteidigungsminister

Theodor Blank ernennt

die ersten Soldaten

der neugegründeten

Bundeswehr.

[ 1955 ]

Dienstleisters SDZ.Druck und

Medien.

DigitalDruck Deutschland bietet

den variablen Qualitäts-Datendruck

wie Printing-on-Demand

oder personalisierte Mailings

an, die in der Qualität des

Offsetdrucks völlig neue Formen

der Kundenansprache erschließen.

Die jüngste SDZ-Tochter

heißt Ostalb Mail – der regionale

Vollservice in Sachen Postzustellung.

Kommunikation – Meinung –

Information – Dienstleistung:

Das sind die Stärken des Verlagshauses

SDZ. Druck und Medien,

hier sehen die beiden Verleger-

Brüder die Kompetenz des Unternehmens.

„Die neuen, starken

Media-Leistungen zum Beispiel

beim Mediendienstleister SDZe-

COM oder DigitalDruck Deutsch-

Bundeskanzler Konrad

Adenauer (CDU) erreicht

bei seiner Moskaureise,

dass Zehntausende von

Kriegsgefangenen nach

Deutschland zurückkehren

können.

land mit ausgeprägter Kompetenz

im Direktmarketing sowie

unsere jüngste Aktivität Ostalb

Mail, sind aber bei Weitem nicht

alles. Die Welt der Medien verändert

sich schneller als andere

Branchen“, sagt Bernhard Theiss.

Auf den folgenden Seiten wird

dargelegt, wie sich das Verlagsunternehmen

auf die Marktveränderungen

einstellen und wo bewährte

Leistungen weiterentwickelt

werden und wie Partner,

Kunden und Lieferanten bei der

differenzierten Kommunikation

mit ihren Märkten unterstützt

werden können.

Cross-Media-Publishing ist ein

äußerst stark wachsender Markt.

Die Geschäftseinheit SDZeCOM

erstellt für namhafte Unternehmen

auf der Basis komplexer Datenbankentwicklungen

Kataloge,

Schönheit zu top Preisen

Nagel- & Kosmetikstudio „Fantastic Nails“

DIANA GRUND Tel. 0 73 65 - 92 17 53

[ 1956 ]

CD-ROMs und Internetauftritte.

Als ein führender Know-how-Träger

digitaler Prozesse für Medienprodukte

sucht die SDZ-Tochter

immer wieder nach „Problemfeldern“

in der Organisation des Datenhandlings,

um die Kompetenz

als Problemlöser weiterzuentwickeln.

Für die Werbepartner wurde

die Palette crossmedialer Leistungen

ausgebaut. „Als einer der

wenigen mittelständischen Zeitungsverlage

in Deutschland haben

wir unsere Selbstständigkeit

gewahrt. Unsere Zeitungen werden

von unserem Dienstleister

SDZeCOM komplett technisch

hergestellt. Wir bieten als einziges

Zeitungsunternehmen in der Region

technische Arbeitsplätze.

Unsere Ausbildungsquote ist traditionell

sehr hoch“, sagt Ulrich

Theiss.

Am Südrand von Aalen entsteht

die Triumphstadt als

„Deutschlands modernste

städtebauliche Neuschöpfung“,

gefördert von der

Bundesregierung.

Drei starke

Bereiche

Firmen-Organigramm

Aufgeteilt in drei betriebswirtschaftliche

Bereiche ist das Aalener

Verlagshaus SDZ. Druck und Medien.

Alle zusammen und jeder für

sich bilden diese ein umfassendes

Medienangebot.

AALEN Der klassische Verlagsbereich

bildet nach wie vor die

Hauptsäule in der Geschäftstätigkeit.

Tages-, Anzeigen-, Wirtschaftszeitung

sowie der Verlagsservice

gehören in dieses Feld. Daneben

wurde auf dem Gebiet der

Logistik mit Ostalb Mail fußgefasst.

Immer wichtiger wird das

dritte Standbein: die digitalen Mediendienste.

Die Bereiche Media

Services, Media Printing, Media

Systems sowie die Töchter Digital-

Druck Deutschland und Theiss &

Binkowski Rechenzentrum entwickeln

ihre Angebote weiter. sk

Cross Media kompetent aus einer Hand

Tochter SDZeCOM entwickelt medienneutrale Datenbankanwendungen und innovative Marketingkonzepte

Bereits Anfang der 80er-Jahre hat

SDZ. Druck und Medien den Unternehmensbereich

Satz- und Reproduktionstechnik

zur digitalen

Medien-Vorstufe weiterentwickelt.

Bei dieser Entwicklung wurde

Desktop Publishing (DTP) als

Basis für den Einsatz von Electronic

Publishing (EP) eingeführt.

Nach einem mit dem Fraunhofer-

Institut geführten Pilotprojekt entstand

1995 aus dem Geschäftsbereich

„digitale Medienvorstufe“

die eigenständige Dienstleistungsmarke

SDZeCOM.

SASCHA KURZ

AALEN SDZeCOM bietet Medienlösungen

aus einer Hand.

Vom Design über den Druck bis

zum Datenbank gesteuerten Katalog

und Online-Shop. Die Kernkompetenz

ist das Datenmanagement.

„Wir minimieren den Aufwand

der Produktdatenpflege

und speisen daraus Werbemittel

[ 1956 ]

wie personalisierte Mailings, Prospekte,

Produktkataloge und Online-Shops“,

erklärt Bereichsleiter

Franz Schwarz.

SDZeCOM realisiert kundenspezifische

Lösungen im Bereich

Database-Publishing. Kunden

profitieren von der Unabhängig-

sind nun schon fast zwei Jahre in

Aalen und haben sich mit ihrem frischen, kompetenten Auftreten

nicht nur in der Sportoptik,sondern auch im Kontaktlinsenbereich,

mit fetzigen Brillen und mit einer entspannten Hörsystem- und

Gehörschutzanpassung einen Namen in Aalen gemacht.

Nun hat das junge Team um Eva Schaffrath und Marcus Haag

10 Aalener mit „anziehenden Brillen“ ausgestattet. Nach einem

professionellen Haarstyling von Kat and More und der passenden

Kosmetik von Diana Grund wurde in den

First Floor Studios das Fotoshooting

gemacht.

Das Organigramm des Verlagshauses SDZ. Druck und Medien

Hauptstraße 43 · 73453 Abtsgmünd Wilhelm-Zapf-Straße 7 · 73430 Aalen

fon 0 73 66 / 33 56 · www.optichaag.de fon 0 73 61 / 52 81 11 · www.acusticschaffrath.de

Der Fernseher ist auf dem

Vormarsch: Im Jahr 1956

werden in Aalen 116

Fernsehteilnehmer gezählt.

In den Geschäften

werden die „Luxusartikel“

auf Ratenkauf angeboten,

mit einer Vorort-

Reparaturgarantie.

keit von Softwareherstellern und

Systemlieferanten. „Bei der Herstellung

von Katalogen setzen wir

auf einfache Produktdatenpflege

mit Ausleitung in alle gängigen

Layoutprogramme“, präzisiert

Vertriebsleiter Oliver Frömmer.

Das Spektrum beginnt bei klassi-

[ 1956 ]

Nach dem Abzug

der Amerikaner

wird Ellwangen

Standort einer

Bundeswehr-Kaserne.

schen Arbeiten in der digitalen

Medienvorstufe, wie Bildbearbeitung,

Fotografie, Scannen und

Proofen. Darüber hinaus sind

Konzeption, Gestaltung und das

Texten neuer Werbemittel gefragt.

Oft werden diese Gestaltungs-

Gerhard Kieninger (li.) bespricht mit Paul Rohrbacher den Seitenumbruch von Anzeigenseiten. Der Geschäftsbereich

Vorstufe gehört zu SDZeCOM. (Fotos: Oliver Giers)

[ 1956 ]

vorlagen Teil eines großen Cross-

Media-Publishing Projektes. Mailings,

Flyer, Prospekte und andere

Verkaufsunterlagen werden mit

Inhalten aus Datenbanken befüllt.

Produktabbildungen, Texte,

Preise und andere Informationen

werden so einfach und ohne Redundanzen

verwaltet. Die Verwaltung

der Inhalte sowie das Erstellen

von fertigen Werbemitteln erfolgt

meist über das Internet.

Web-to-Print ist das Schlagwort

für diese Anwendungen.

Die medienneutrale Datenhaltung

macht es möglich, dass Inhalte

für verschieden Verkaufsunterlagen

verwendet werden können.

Im Katalog, genauso wie auf

CD-ROM und im Online-Shop.

Bei der Planung und Leitung derartiger

Projekte ist täglich voller

Einsatz gefragt.

Online-Shops

Online-Shops gibt es an jeder

Ecke. Doch mal angenommen,

ein Online-Shop soll auch als Katalog

gedruckt werden und auf

13

Das Bundesverfassungsgericht

verbietet

die KPD, alle Parteibüros

werden geschlossen,

die Druckereien werden

beschlagnahmt.

CD-ROM erscheinen, die Buchhaltung

soll von den Bestellungen

automatisch erfahren, die verwendeten

Daten und Abbildungen

sollen auch noch für Werbemittel

verwendet werden. Dann

könnte das die Basis für neue Formen

des Vertriebs sein.

MarketingBox

Die Marketing-Strategie kann

durch den Einsatzder so genannten

MarketingBox intensiviert

werden. Sämtliche Informationen

und Elemente der Marketingkommunikation

stehen auf

Knopfdruck parat. Individuelle

Werbemittel konfigurieren sich

automatisch bis zum fertigen

Druckfilm – inklusive Prospekte,

Flyer, Anzeigen und Mailings.

Diese interaktive Werbemittelgestaltung

sowie die Erweiterungsmöglichkeit

zu einem leistungsfähigen

Bonussystem steigern die

Verkaufsförderung und stärken

die Kundenbeziehung.

Digitale Medienvorstufe

Automatisierte Workflows auf der

Basis modernster Datentechnik,

überwachter hoherQualitätsstandard

auf jeder Projektebene,Termin-

und Kostentransparenz,bewährteProjektmethodik,

Betreuen

und Koordinieren

komplexer organisatorischer

und

technischer Arbeitsabläufe,integriert

SDZeCOM in

die Gesamtprozesse

der Kunden. Als

Mediendienstleister

ist der Bereich

der digitalen Medienvorstufe

und

der Herstellservice

ein wesentlicher

Bestandteil des

Leistungsportfolios.

Die langjährigen

Kompetenzen

im Datenhandling

und Colormanagement

sind ein Garant

für die sichere

Abwicklung von

komplexen Aufträgen.

Beratung findet

umfassend

und praxisorientiert

statt.


14

In Aalen wird die neue

Stadthalle eingeweiht.

Zur Eröffnung der illuminierten

Stadthalle

führt die Staatsoper

Stuttgart Carl Orffs

„Carmina Burana“ auf.

Mit der Unterzeichnung

der „Römischen

Verträge“

legen die StaatsundRegierungschefs

den Grundstein

für die Europäische

Union.

Die CDU/CSU erreicht

bei der Bundestagswahl

mit

50,2 Prozent der

Stimmen die absolute

Mehrheit,

Konrad Adaneuer

bleibt Kanzler.

[ 1957 ] [ 1957 ]

[ 1957 ]

[ 1958 ]

Der Partner für die Geschäftspost

Ostalb Mail: schnell - zuverlässig - günstig / Versand von 15 000 Briefsendungen täglich

Ostalb Mail ist der private Zustelldienst

für Ihre gesamte Geschäftspost.

Als Tochterunternehmen der

SDZ Druck und Medien, dem führenden

Medienhaus im Ostalbkreis, mit

ihren Zeitungen Schwäbische Post

und Gmünder Tagespost kann Ostalb

Mail auf eine nun mehr 60-jährige Erfahrung

in der verlässlichen Zustellung

zurückgreifen.

SASCHA KURZ

OSTALBKREIS Seit nunmehr

knapp zwei Jahren ist die Ostalb

Mail als zuverlässiger und schneller

Briefzustelldienst tätig und beliefert

mit zahlreichen Partnern

aus der Verlagsbranche bereits

den größten Teil Süddeutschlands

und verteilt aktuell über 15 000

Briefsendungen pro Tag. „Mehr als

150 Kunden aus den unterschiedlichsten

Branchen im Ostalbkreis

vertrauen in der Zwischenzeit auf

unseren Service“, betont Michael

Stanislawski, Verkaufs- und Organisationsleiter

von Ostalb Mail.

Hierzu zählen die EnBW ODR Donau

Ries AG in Ellwangen, das

Landratsamt Ostalbkreis, die Städte

Aalen und Schwäbisch Gmünd

sowie viele weitere namhafte Unternehmen,

Behörden und Kommunen

im Ostalbkreis.

Neben der eigentlichen Briefzustellung

erhalten die Kunden bei

Großes Angebot

Theiss & Binkowski Rechenzentrum

Seit 1986 ist das Theiss & Binkowski

Rechenzentrum für SDZ.

Druck und Medien und deren Kunden

Dienstleister mit einer Vielzahl

an Tätigkeitsgebieten.

AALEN Das von Helmut Schray

geleitete Tochterunternehmen

des Verlagshauses beschäftigt sich

mit einer Vielzahl von Bereichen

der elektronischen Datenverarbeitung

und Dienstleistungen rund

um elektronische Datenaufbereitung.

Darunter befinden sich Bereiche

wie:

Consulting

• Content Management, medienneutrales

Datenmanagement

• Medienanwendungen und

Cross-Media-Publishing.

Software-Entwicklung

Folgende Programme umfasst

die Software-Entwicklung:

• alfa Open Media.

• Customizing der SDZeCOM-Produkte

DatabaseCAT, Marketing-

Box und MediaPort;

• Datenbanken Oracle, SQL-Server,

Sybase, MS Access, MySQL,

4D,

• Datenbankgestützte Webapplikationen

wie Shop-Systeme, Webto-Print-Integration.

Ostalb Mail stellt täglich durch die Zeitungsausträger Briefe zu.

Ostalb Mail weitere Vorteile, wie

die kostenlose Briefabholung sowie

eine lückenlose Sendungsverfolgung

bis zum Briefkasten der

Empfänger. Sendungen, deren Bestimmungsort

außerhalb des Verteilgebietes

von Ostalb Mail liegen,

werden auf Wunsch frankiert und

kostenlos bei der Deutschen Post

eingeliefert.

Die Erreichbarkeit der Mitarbeiter

steht für Ostalb Mail ebenfalls

im Vordergrund. So können

Kunden über das

Info- und Servicetelefondie

Servicemitarbeiter immer

direkt erreichen. Diese

kümmern sich persönlich

um die Angelegenheit

der Kunden.

Bis zu 21 Prozent ihres

bisherigen Portos können

Unternehmen in der Region

sparen, wenn sie auf

den neuen Zustelldienst

zurückgreifen, denn das

Briefporto der Ostalb Mail

liegt deutlich unter den

Preisen der Deutschen

Post AG. Als weiteren Service

erhalten Kunden die

• Objektorientierte Entwicklung

mit allen gängigen Werkzeugen.

Systemintegration und Betrieb

Verlagsanwendungen

• Betrieb der Anwendungen der

Kunden auf eigenen Servern (ASP

Application Service Providing).

• Systemintegration, Schnittstellenprogrammierung.

• LAN/WAN-Management, Helpdesk.

• Betriebssysteme Unix, Linux,

Windows, Macintosh, Novell

• Operating integriertes Zeitungsverlagssystem

(Anzeigen- und Redaktionssystem

inklusive Produktplanung,

Bilddatenbank, Archiv,

Versand, Honorar- und Lohnabrechnung,

Buchhaltung, Verlags-

Informations-System), CRM.

• Datenerfassung, -konvertierung,

-verarbeitung, -aufbereitung und

-ausgabe.

• Einführungsberatung, Schulung.

Kontakt:

Helmut Schray

Geschäftsführer Theiss & Binkowski

Rechenzentrum Aalen

Bahnhofstraße 65

73430 Aalen

Telefon (07361) 594-300

Telefax (07361) 594-306

tbr@sdz-medien.de

Rechnung für den Briefversand

nachträglich einmal im Monat.

Paketversand möglich

Ein weiterer Service den Ostalb

Mail seinen Kunden heute bietet,

ist der Versand von Paketsendungen

über unseren Partner Deutscher

Paketdienst (DPD). Ebenso

Sortiert und bereit zur Verteilung:

Die Briefsendungen von Ostalb

Mail.

wie im Briefbereich profitieren

unsere Kunden auch beim Versand

von Paketsendungen von

unseren günstigen Konditionen

und unserem zuverlässigen und

schnellen Service.

Innerhalb weniger Monate hat

sich Ostalb Mail zum Marktführer

im Bereich der privaten Briefdienstleistung

im Ostalbkreis entwickelt.

„Durch Qualität, Service

und Kundennähe werden wir diese

Erfolgsstory weiter fortsetzen

und ausbauen“ verspricht Michael

Stanislawski. Wer Informationen

über Preise, Zustellgebiete

und Beförderungsbedingungen

möchte, dem steht das Info- und

Servicetelefon unter Telefon

(07361) 594-694 zur Verfügung.

Ansprechpartner:

Michael Stanislawski

Verkaufs-/Organisationsleitung

Ostalb Mail GmbH & Co. KG

Bahnhofstraße 65

73430 Aalen

Telefon (07361) 594-694

Telefax (07361) 594-609

info@ostalbmail.com

www.ostalbmail.de

Schule sowie Malen und Zeichnen

großzügig, übersichtlich und

in hellen modernen Räumen in

der Aalener Fußgängerzone präsentiert.

Die große Auswahl an

hochwertigen Produkten wurde

ausgebaut und wird dem Kundenwunsch

entsprechend ständig

überarbeitet.

Ein großes Augenmerk legt das

SchwäpoShop-Team auf den

Mit einer neuen Digitaldruckmaschine

erweitert das Team von DigitalDruck

Deutschland seine Angebotspalette.

„Wir wollen in Sachen

Digitaldruck der erste Ansprechpartner

für Firmen in der Region

sein“, formulieren Franz

Schwarz und Michael Uhl das Ziel,

das sie erreichen wollen.

AALEN Personalisierte Print-Werbung

ist längst state of the art. Dabei

greift man beim Druckvorgang

direkt auf eine Kundendatenbank

zu und ordnet jedem Adressaten

nicht nur die persönliche Anrede,

sondern Produkte, Texte und Preise

zu, die genau seinem Kaufverhalten

entsprechen. Der variable

Datendruck gilt als Garant für höhere

Response-Quoten.

Das Beratungsteam der Aalener

betrachtet dabei den Gesamtworkflow,

der beim Kunden beginnt.

So kommen schnellere, effektivere

und kostensparende Arbeitsabläufe

bei der Erstellung von

Drucksachen zustande. Als Partner

von SDZeCOM, dem Cross-

Media-Publishing-Dienstleister,

kümmert sich DigitalDruck

Deutschland um die Produktion

datenbankgesteuerter Printprodukte.

Starkes Wachstum

Mit der Anschaffung der neuen

Digitaldruckmaschine iGen 3 von

Xerox trägt DigitalDruck Deutschland

dem starken Wachstum in

diesem Markt Rechnung. Das

weltweite Marktvolumen im variablen

Datendruck hat sich zwischen

2001 und 2004 um 250 Prozent

vergrößert. Die Durchlaufzeiten

für Aufträge werden immer

kürzer, die Auflagen immer kleiner,

78 Prozent aller vierfarbigen

Druckaufträge liegen heute unter

5000 Exemplaren. „Print on demand“

lautet das entsprechende

Schlagwort. „Acht Jahre Entwicklungsarbeit

stecken in dieser großartigen

Maschine“, sagt Geschäfts-

Das Schulzentrum

auf dem

Galgenberg in

Aalen wird eröffnet.

Auch

die Jugendkapelle

residiert

hier.

Neue Maßstäbe

DigitalDruck Deutschland: Breite Produktpalette

Kundenservice. Nachbestellungen

und Anfragen werden schnell

erledigt, das Sortiment den Kundenwünschen

ständig angepasst.

„Wir unterbreiten unseren Kunden

ein ganzheitliches Angebot.

Diesen Weg werden wir 2008 weitergehen“,

sagt Höring.

Deshalb wurde die Ausrichtung

der Galeria im zweiten Stock auch

grundlegend verändert. Hier ha-

führer Franz Schwarz und freut

sich über die neuen Möglichkeiten

der DocuColor iGen 3 von Xerox.

Mit 6000 DIN A4-Bögen pro Stunde

ist sie die schnellste Digitaldruckmaschine

am Markt.

Mit ihr ist ein Nonstop-Betrieb

möglich. Selbst bei voller Produktion

kann sie be- und entladen werden.

„Entscheidend ist einfach,

dass sich für unsere Kunden damit

wesentlich mehr Möglichkeiten in

punkto Bedruckstoffe und Formate

ergeben“, sagt Kundenberater

Thorsten Lang. „Großflächenplakate

erzielen einfach eine höhere

Beachtung“, erläutert Kundenberater

Michael Klasche eine der Optionen.

Die großflächigen Plakate

werden aus mehreren Druckbahnen

zusammengesetzt. „Immer

beliebter werden auch Leuchtdisplays,

bei denen flexibel die Motive

ausgetauscht werden können“,

sagt Klasche.

Neue Produkte

Neu im Programm sind Produkte

wie „integrierte Tabs“: Trennblätter

ohne überstehende Tabs sorgen

für eine gute Wiedererkennbarkeit

im Stapel. Das Format A4

wird dabei aber nicht überschritten.

Die so genannten Transfer-

Papiere machen die individuelle

Gestaltung von T-Shirts, Mouse-

Pads oder Taschen möglich. „Mit

einer Heißpresse können die Motive

auf jedes helle Gewebe aufgebracht

werden. Die Farben bleiben

auch nach mehrmaligem Waschen

kräftig“, erklärt Produktioner

Bruno Gloning.

Neuer Ausbildungsplatz

In den Genuss dieser vielseitigen

Anwendungen kamen die ersten

Auszubildenden. Ab September

2006 bietet das Team einen Ausbildungslatz

zum Digitaldrucker an.

Die Produktion von klassischen

Direkt-Mailings spielt aber nach

wie vor die größte Rolle. sk

Einkaufsbummel durch drei Etagen

Eine große Auswahl an Geschenk- und Papeterieartikeln hält der SchwäpoShop bereit

„Einkaufen soll für den Kunden

Freude machen“, sagt Schwäpo-

Shop-Geschäftsführerin Renate

Höring. Auf 700 Quadratmetern

präsentiert das Papeterie-Fachgeschäft

zu jeder Jahreszeit Trends

und Neuheiten. „Wir bieten Geschenke

zu jedem Anlass wie Geburt,

Taufe, Geburtstag, Kommunion,

Konfirmation, Hochzeit und

weiteren Anlässen“, verspricht

Renate Höring.

SASCHA KURZ

AALEN Sortimente fürs Malen,

Zeichnen und die kreative Keilrahmengestaltung

sowie im Bereich

Mosaiktechnik wurden erweitert.

Durch entsprechende

Anleitung in Kinder-Malkursen,

Acryl- und Aquarell-Kurse für Anfänger

und Fortgeschrittene sowie

kreative Keilrahmengestaltung

wird versucht, das Hobby

Malen der Kundschaft näher zu

bringen. Regelmäßige Mal-Vorführungen

steigern die Attraktivität

des Fachgeschäfts.

Durch die Neugestaltung des

SchwäpoShops 2002 wurden die

Kernsortimente Bürobedarf,

Hochwertige Produkte präsentiert der SchwäpoShop in der Aalener

Fußgängerzone in freundlichem Ambiente.

ben die speziellen Anlässe ihren

Präsentationsort gefunden. „Das

Wohnambiente mit dem hochwertigen

Sortiment wurde aus

wirtschaftlichen Erwägungen wieder

aufgegeben. Dafür entstand im

Erdgeschoss eine Verkaufsfläche,

auf der hochwertige Produkte ausgestellt

sind“, sagt die Geschäftsführerin.

So wurde ein gesunder

Mix im Sinne der Kunden gefunden.

Schulranzentag ist fester

Bestandteil geworden

Fester Bestandteil der Präsentationen

des SchwäpoShops ist der

Schulranzentag geworden. Dort

wird eine große Auswahl an Tornistern

führender Marken, die im

Shop erhältlich sind, angeboten.

Ein Rahmenprogramm informiert

über gesundheitliche und sicherheitstechnische

Aspekte, die angehende

Schulkinder betreffen. Also

ein Zusatzangebot, das Informationen

und einen Preisvorteil birgt.

Der SchwäpoShop in der Aalener

Innenstadt sieht sich als Marktplatz

der Geschenke. Alles, was

sich um Schreiben und Malen

dreht, findet ein Forum.


[ 60 Jahr – hano ]

Jubiläen gibt’s solche und solche.

Welche, die man gerne besucht

– wie bei der SchwäPo

und solche, denen man lieber

so weiträumig aus dem Wege

geht, wie etwa der fünfundzwangzigsten

Betriebsprüfung

durch das Finanzamt in Folge.

Den neunzigsten Geburtstag

der Erbtante zum Beispiel

nimmt man gerne wahr, und

wenn’s nur in gewisser froher

Erwartung wäre, der fünfzigste

Strafzettel dagegen, den die

Politesse heuer schon an unsere

Windschutzscheibe pappt, findet

weniger Beifall. Und dass

man den Kindern heute morgen

zum hundertsten Mal gesagt

hat, sie sollen nicht mit

den dreckigen Schuhen... Ach,

Schwamm über solche Jubiläen.

Der Woiza sieht vor allem eigene

Jubelfeiern recht skeptisch.

Seinen Vierzigsten zum

Beispiel hat er noch ganz groß

mit Freunden gefeiert, so richtig

auf den Putz gehauen bis in

den frühen Morgen. Nachteil:

Er konnte sich anderntags beim

besten Willen nicht mehr so

ganz an alles erinnern...

Seinem Fünfzigsten dagegen

hat er so gut wie gar nicht gefeiert,

hing stattdessen ‘rum,

haderte mit dem Älterwerden

und brummte vor sich hin. An

diese dumpfe Nicht-Feier erinnerte

er sich am andern Tag

bestens – doch wozu?

Nun gibt’s aber zum Glück Jubiläen,

die man ohne Wenn und

Aber fröhlich feiern kann und

Der erste Ostermarsch

von Atomgegnern findet

statt. Ein Arbeitsausschuss

„Kampf

dem Atomtod“ wird

gegründet.

[ 1958 ]

[ 1959 ]

auch sollte. 60 JahreSchwäbische

Post“ zum Beispiel. Als

man den Woiza bat, doch eine

Kolumne dazu zu schreiben –

die Sie jetzt gerade hoffentlich

mit Vergnügen lesen – fiel ihm

ein, dass es auch zum Dreißigsten

der SchwäPo eine Sonderveröffentlichung

gab, die noch

in irgendeinem Regal bei ihm

zu Hause stehen musste. Also

kruschtelte er herum und fand

sie schließlich auch, mit einem

ganz persönlichen Schmankerl

darin: Da war ein Artikel über

einen der allerersten Maibaum-

Wettbewerbe drin, und da

tauchte auch der Klarname des

Woiza als Bildautor auf – er

hatte da gerade bei der Schwä-

Po die Ausbildung begonnen.

Nun, die SchwäPo wurde

auch durch das Auftauchen jenes

Redaktionsvolontärs Woiza

nicht aus der Bahn geworfen,

der seit einigen Jahren nun

wieder an Bord ist und dessen

Kolumne ihrerseits einem Jubiläum

entgegenblickt: In eineinhalb

Jahren oder so ist schon

der 750. „Woiza“ fällig – aber

dass bloß niemand erwartet,

der Woiza rechne das genau

aus.

Na, wir können jetzt beim 60.

SchwäPo-Jubiläum in Aalen ja

auf jeden Fall miteinander feiern.

Das gehört zur Zeitungsbranche

nämlich sowieso unverzichtbar.

Das lernte der junge

Woiza schon damals vor 30

Jahren bei jenem Maibaumwettbewerb:

Zum Abschluss

wurde ein Fass Rotochsenbier

Sieben Mal von der SchwäPo bis zum Mond

würde das Band reichen, wenn alle Seiten aller

SchwäPos aneinandergereiht würden, 135 Mal um

die Erde, 5,4 Millionen Kilometer.

An der Bohlschule

sind die letzten

Kriegsspuren beseitigt,

die Salvatorkirche

in Aalen wird

noch renoviert.

angezapft, die Kneipenwirtin

schleppte kiloweise heißen Leberkäs’

an, irgendeine Musik

spielte und der Abend wurde

lang und länger...

Na, der Job ist richtig, dachte

sich damals der Woiza und

blieb dabei – auch wenn er in

der Folge erfahren hat, dass,

anders als bei „Asterix und

Obelix“ oder dem Maibaumwettbewerb,

nicht jede Episode

mit einem Festschmaus endet.

Wia em richtiga Leba halt.

Nochmal zurück zu jenen Jubiläen,

die nur geteilten Beifall

finden. Zum Beispiel Kochjubiläen

der Woizaschen Art mit

Knalleffekt und Fontänenzauber.

„Du hosch vrschprocha, du

kochscht heut åbend!“, nervte

Frau Woiza herum. Der Woiza

hatte indes keinen richtigen

Antrieb, Aufwand zu treiben,

also entschied er sich für seine

gute alte Freundin, die Konservendose,

einzeln verpackte Käsescheiben

und Toastbrot. Das

alles aufeinandergeschichtet

und in den Backofen geschoben,

ergibt den seit Jahrzehnten

ebenso heiß geliebten wie

viel geschmähten „Toast Hawaii“.

Fertig ist das Zeug ruckzuck

und es schmeckt (fast) immer.

Dieses „fast“ hing in diesem Fall

mit einem Jubiläum zusammen.

Der Woiza hatte den Backofen

angeheizt, den Toast getoastet,

mit etwas Butter beschmiert und

die Käsescheiben bereit gelegt.

Dann nahm er die Ananasdose

und setzte den Dosenöffner an.

[ 1959 ]

„Peng!“ machte es, dem Woiza

fiel vor Schreck alles aus der

Hand, und der Ananassaft, oder

das was es jetzt war, schoss in hohem

Bogen heraus bis zur Decke.

Unglücklicherweise kam es dann

auch wieder herunter und saute

alles ein, einschließlich den

„Koch“. Das bräunliche, klebrige

Zeug stank entsetzlich und war

zu allem Überfluss auch noch mit

kleinen Brocken versetzt. Erst

jetzt ging dem Woiza auf, dass er

den aufgewölbten Böden der

Dose doch mehr Bedeutung hätte

zumessen sollen. Offenbar war

der Doseninhalt bis zur Explosionsgrenze

vergoren.

Frau Woiza nahm die Dose zur

Hand, suchte auf dem Etikett und

entdeckte zunächst ein Preisschild.

„Du, des isch ja no en

D-Mark“, sagte sie. Und fand

dann das Haltbarkeitsdatum: Januar

1988. Die Dose hatte also

eben erst ihr 20. Jubiläum gefeiert,

nachdem sie offenbar die

letzten Jahre bei allen Umzügen

des Woiza mitgereist war.

Seither muss sich der Woiza,

wann immer er in die Küche geht

um etwas zu brutzeln, eine mahnende

Stimme hören: „Abr bitte

jå net wiedr an Jubiläums-

Toscht!“, meckert dann aus dem

Hintergrund die gute Frau

vom Woiza

Woiza alias

Fred Ohnewald

schreibt eine Wochenkolumne

in

der SchwäPo

Nicht wie anfangs

vermutet Konrad

Adenauer, sondern

Heinrich Lübke

(CDU) zum neuen

Bundespräsidenten

gewählt.

In Kuba stürzt

Fidel Castro den

Diktator Batista

und baut ein sozialistischesRegime

auf.

[ 1959 ]

15

Der Dampfer, der sich Schwäpo nennt: 38 500

Tonnen Papier sind in den 60 Jahren bedruckt worden.

Soviel wiegt ein ausgewachsenes Kreuzfahrtschiff.

Heut war's in der Zeitung, dass

d’Halbe nix koscht, weil heut

ist Geburtstag von der Schwäbische

Poscht. Sechzig Jahr

das Gesudel, wir sagen Reschpekt,

drum gibt’s auch kein

Sprudel, sondern ein echten

Sekt.

[ RESCHPEKT ]

Herrn Stumpfes Ziehund

Zupfkapelle

Aalen

Ja, die Zeitung hat man gern.

Und diesmal erscheint’s, ist

so straff und handlich und

modern. Wir wünschen euch

s'beste, viel Kraft und auch

Freid und erst mal ein

Feschdle an so nem Tag wie

heut.


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Im Reichsstädter Markt 1. Stock, Tel. (0 73 61) 60 41

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