PR 52 download - Proletarische Revolution

prolrevol.files.wordpress.com

PR 52 download - Proletarische Revolution

Wehrpflicht und Berufsheer

verlässigen“? Hat sie

etwa nicht - neben den

Berufssoldaten des Bundesheeres

- genug Freiwillige

für die „Heimwehr“

etc. rekrutiert 11 ?

Haben etwa nicht sogar

bei der Beschießung

des Karl-Marx-Hofs austrofaschistische

Freiwilligenverbände

mitgeschossen?

Das sind alles

entweder naive Illusionen

oder man möchte

einfach den Klassencharakter

des heutigen

„demokratischen“ Bourgeoisstaates

und seiner

Armee verleugnen und

ihren Charakter als potentiell

gegen Arbeiter/

innenklasse und Volk

gerichteten Gewaltapparat.

(Übrigens und speziell

an die Adresse dieser

Auffassungen: Die Niederlage

der Arbeiter/innenklasse

1934 lag nicht

daran, dass das faschistische

Bundesheer keine

Wehrpflichtarmee,

sondern eine Berufsarmee

war, sondern daran,

dass die Arbeiter/

innenbewegung keine

revolutionäre Führung

hatte und von der sozialdemokratischen

Spitze

in schändlichster und

niederträchtigster Weise

verraten wurde.)

„Links“ von der Sozialdemokratie

(und an deren

„linkem“ Rand) treiben

sich reformistische, revisionistische

und sonstige

bürgerliche Kräfte aller

Art um, die die Wehrpflicht

verteidigen oder

denen ein Milizsystem

„demokratisch“ vorkommt

und die damit

ebenfalls, nur auf „kritische“

Art und Weise,

in verschiedenen Schattierungen,

vorspiegeln,

dass das Bundesheer, solange

bzw. soweit es die

Wehrpflicht noch gibt,

eine demokratische Einrichtung

eines demokratischen

Staates sei,

zumindest aber „demokratischer“

als ohne diese.

Vielleicht sollten sie

einmal die wirklich antimilitaristischen

und antiimperialistischen

Kräfte

in der Schweiz der

Milizionäre fragen, wie

die das sehen! So reiht

man sich in Wahrheit,

jeder auf seine Art, ein

in die reaktionäre Kampagne

für „unser Heer“

oder gibt dieser Kampagne

zumindest Flankenschutz.

Die „Volksbefragung“

wird nämlich

auch massiv für eine

solche Kampagne genutzt.

Beschönigung

und Rechtfertigung einer

Armee, die zur Bekämpfung

jedweden

Aufbegehrens von Arbeiter/innenklasse

und

Volk im Inneren und für

eine imperialistische Besatzerrolle

am Balkan,

im Nahen Osten und

in Afrika da ist, bloß

weil sie mit ein bisschen

Wehrpflicht und evt. sogar

„volkstümlicher“

Miliz versetzt ist - feine

Demokraten und Friedensfreunde

sind das!

Und „treue Diener ihres

Herren“, der Sozialdemokratie,

derjenigen

Sozialdemokratie, die

seit Jahrzehnten an vorderster

Front steht beim

Ausbau des Polizeistaates

und der „Profilschärfung“

des Bundesheeres

12 .

Die sozialistische Revolution

verlangt den

Sturz der Bourgeoisherrschaft

und die Zerschlagung

ihres Staatsund

Gewaltapparats.

Darauf ist alle kommunistische

Militärarbeit

zu richten. Eine Wehrpflichtarmee

bietet bessere

Bedingungen für

proletarische Militärar-

11

Heute wären übrigens die 10 Milizbataillone plus Begleitverbände ein Reservoir für solche Freiwillige, also

ausgerechnet der „volksverbundenste“, am meisten mit der „Zivilgesellschaft“ verschränkte und daher angeblich

„demokratischste“, weil nicht ständig kasernierte und nicht aus lauter Berufsmilitaristen und Komplexlern

bestehende, dafür extrem motivierte Teil des Bundesheeres. Diese Miliz ist, gerade weil freiwillig, ein Sammelbecken

von Militaristen und Reaktionären. Einige dieser Burschen nehmen sogar an Auslandseinsätzen teil und

die Miliz stellt sogar eine „Task Group des Jagdkommandos“, also eine „Killertruppe“ für das Grobe. Da sieht

man, wie sich der gemeine „Demokrat“, auch der arbeiterbeweglerische oder sogar „sozialistische“, täuschen

kann, wenn er sich nur an Organisationsformen der imperialistischen Armee festmacht, statt ihren prinzipiell

reaktionären volksfeindlichen Inhalt zu beachten.

12

Der Auf- und Ausbau des Polizeistaats hat eine lange Geschichte. Fast alle dafür zuständigen Innenminister

waren Sozialdemokraten, inklusive des „linken“ Herrn von Einem. Zuletzt waren halt die Strasser, Fekter und

Mikl-Leitner zuständig. Sie haben das sozialdemokratische Werk würdig fortgesetzt.

32

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine