PR 52 download - Proletarische Revolution

prolrevol.files.wordpress.com

PR 52 download - Proletarische Revolution

Proletarische Revolution 52

beit, für die Aneignung

militärischer Fähigkeiten

durch die Arbeiter/

innenklasse selbst, für

die Zersetzung der bürgerlichen

Armee. Das

ist aber auch schon alles,

was man für sie

anführen kann. Sogar

eine tatsächliche Wehrpflichtarmee,

vom österreichischen

Bundesheer

gar nicht zu reden,

wäre ein kapitalistischer

Gewaltapparat und

würde und könnte bei

Bedarf gegen Arbeiter/

innenklasse und Volk

eingesetzt werden. Es

ist falsch und gefährlich,

Illusionen zu schüren,

dass eine Wehrpflichtarmee

keine Bürgerkriegsarmee

oder womöglich

nicht als solche einsatzfähig

wäre, und noch

falscher und gefährlicher,

das österreichische

Bundesheer - als angebliche

Noch-Wehrpflichtarmee

- auf diese Art

und Weise zu verkennen.

Wir vertreten keinen

solchen Aberglauben

in Wehrpflicht und

Wehrpflichtarmeen. Wir

verteidigen daher auch

nicht positiv die Wehrpflicht,

bloß weil sie

bessere Kampfbedingungen

bietet. Wir gehen

vielmehr davon aus,

dass auch eine solche

Armee zersetzt und zerschlagen

werden muss

und dass dies im Zuge

einer Revolution auch

tatsächlich möglich ist.

Eine revolutionäre Situation

entsteht, wenn

(frei nach Lenin) die

Bourgeoisie nicht mehr

wie bisher weiter herrschen

kann und die Arbeiter/innenklasse

nicht

mehr wie bisher weiter

leben kann und will.

Das bedeutet den Aufschwung

der proletarischen

Kräfte auf der einen

Seite, aber auch die

Zersetzung des bürgerlichen

Staates und seiner

Armee auf der anderen

Seite. Mit der Organisationsform

dieser Armee

hat das zwar etwas zu

tun, nämlich wie die Bedingungen

der Zersetzung

sind und wie sie

verläuft, aber das ist nur

ein untergeordneter Aspekt

der Gesamtfrage

der Zersetzung und Zerschlagung

dieser Armee.

Heute aber und gerade

mit Blickrichtung auf die

Schärfung des Klassenbewusstseins

darf man

keine Illusionen schüren,

weder über das angeblich

demokratische

Wesen der Wehrpflicht,

noch - noch schlimmer!

- über den angeblich demokratischen

Charakter

des Bundesheeres. Damit

zersetzt man statt

der Armee die revolutionäre

und antimilitaristische

Arbeit. Wenn z.B.

KI, Solidarwerkstatt und

andere „die Wehrpflicht

verteidigen“, verteidigen

sie tatsächlich das

heutige (vermeintliche)

„Wehrpflichtheer“ gegen

angebliche Anschläge

gegen dasselbe, also

in Wahrheit das Bundesheer

in seiner heutigen

Verfassung, also

die heute schon überwiegende

Berufsarmee

im Bundesheer, also die

bürgerliche Armee. Und

wenn der „linke“ Rand

solcher Strömungen

eventuell sogar - aus

Gründen einer liebgewonnenen

Tradition -

von „Erlernen des Waffenhandwerks“

spricht,

ist zu bedenken, dass

man erstens im Präsenzdienst,

falls man Glück

hat!, schon etwas lernen

kann, dass man dies

aber nicht überschätzen

soll und dass zweitens

jemand, für den

der Präsident Chavez

der höchste vorstellbare

Gipfel der Revolution

ist, dass so jemand für

das, was er sich unter

„sozialistischer Revolution

vorstellt, ohnedies

kein Waffenhandwerk

braucht.

Die Nebenfront:

Zivildienst oder „freiwilliges

Sozialjahr“?

Das ist an und für sich

ein Nebenschauplatz,

spielt aber in der „öffentlichen

Meinung“

eine erhebliche Rolle.

Obwohl manchen vor

lauter Rechnerei, welche

Lösung denn billiger

wäre, der Kopf raucht,

oder obwohl viele, die

seit Jahr und Tag eifrig

an der Aushöhlung

und Verschlechterung

des Sozial- und Gesundheitswesens

arbeiten,

plötzlich geradezu vergehen

vor „Sorge“ um

den Bestand, ja um eine

Verbesserung der Sozialdienste

- trotz dieser ideologischen

Nebelschwaden

ist die Einschätzung

der Frage einfach.

Statt Sozialsysteme, wie

sie für Arbeiter/innenklasse

und Volk notwendig

wären, bereitzustellen,

werden diese vom

Staat im Auftrag des

Kapitals zunehmend

ruiniert. Die Ruinierer

wetteifern verlogen

33

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine