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Proletarische Revolution 52

zu zeigen, in Mali, in

Afrika, in der UNO, und

vielleicht auch anderen

Interessenten an einer

solchen „Hilfe“ ein Zeichen

zu geben und die

Reaktionen der anderen

Imperialisten auszuloten.

Schon im Dezember

2012 hatte sich Frankreich

die UNO ins Boot

geholt: der UN-Sicherheitsrat

genehmigte

eine Militäroperation,

allerdings vornehmlich

westafrikanischer Truppen,

für die Frankreich

„selbstlos“ Training

und Kommando anbot.

Auch die EU hatte schon

2012 beschlossen, im

Laufe des Jahres 2013

ein paar Hundert Militärberater

nach Bamako

zu entsenden - was seit

dem französischen Losschlagen

am 11.Jänner

sehr beschleunigt wird

(schließlich will man

nicht zu spät kommen!)

und auf deutlich gestiegenes

Interesse stößt.

Die Entsendung von

EU-“Militärberatern“

plus Kampfsoldaten „zu

deren Schutz“, insgesamt

450 Mann, wurde

soeben abgesegnet.

Dazu kommen vermutlich

weitere „nationale“

Kontingente einzelner

EU-Staaten sozusagen

als freiwillige Mithelfer

im Rahmen des französischen

oder westafrikanischen

Engagements.

Die deutsche Regierung

z.B., eben noch sehr zurückhaltend

gegenüber

dem französischen Rivalen,

ist jetzt doch mit

von der Partie, möchte

den französischen „Verbündeten“

unbedingt

„entlasten“ und stellt

zusätzlich Auftank- und

Transportlogistik für den

Bombenterror bei. Man

sei sich bewusst, heißt

es im Berliner Kriegsministerium,

dass man dabei

auch in Kämpfe auf

dem Boden verwickelt

werden könnte, und

stelle sich auf ein „lang

andauerndes“ Engagement

ein. Sogar Österreich

möchte mit „bis

zu 9 Mann“, allerdings

keine Kampftruppen,

wenigstens aufzeigen,

„gegebenenfalls“ auch

noch 20 weitere Mann

an Personal für Transportlogistik.

(Außerdem

soll mit 4,5 Mio. € finanziert

werden, dass sich

österreichische NGOs

im Schlepptau der Militärintervention

in Mali

engagieren.)

Vorgeschichte:

Wirtschaftlicher

und sozialer Ruin

sowie politische

Desintegration

Die politische Krise und

Desintegration fiel nicht

vom Himmel. Mali gehört

zu den ärmsten

Ländern der Erde. Die

Mehrheit der Bevölkerung

lebt von der Landwirtschaft

und diese ist

- wie überall in Westafrika

- seit langem nicht

auf die Versorgung der

eigenen Bevölkerung

gerichtet, sondern auf

Monokulturen, im Falle

Mali‘s auf Baumwolle.

Die daraus resultierende

Abhängigkeit vom

Weltmarkt, vom Auf

und vor allem Ab der

Weltmarktpreise und

von den diversen globalen

Rohstoffkrisen hätte

schon gereicht, um das

Land komplett zu ruinieren.

Der Ruin wurde

aber durch die vom

IWF betriebene „Strukturanpassung“

seit den

1990er Jahren rasant

verschärft. Angeblich

„subventionierte“, weil

über dem (subventionierten!)

Weltmarktpreis

liegende Ankaufspreise

seitens staatlicher

und halbstaatlicher Firmen

wurden vom IWF

„verboten“, während

der Markt zugleich von

hoch subventionierter

US-Baumwolle überschwemmt

wurde. Ergebnis

ist eine zerrüttete

Wirtschaft und eine

völlig verelendete Landbevölkerung.

Mali verfügt auch über

erhebliche Rohstoffreserven

im Boden, darunter

Öl und Gas, Gold,

Phosphat und Uran.

Mali ist der drittgrößte

Goldproduzent Afrikas.

Im Süden, an der senegalesischen

Grenze werden

bereits große Uranvorkommen

exploriert

und ebensolche liegen

im Norden des Landes,

ebenso wie drei große

noch nicht explorierte

Ölfelder und weitere

Goldminen. Hier tum-

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