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Pensionen und Klassenkampf

stiegene Produktivität

der landwirtschaftlichen

Produktion 6 .

So wie in diesem Beispiel

könnte ganz generell

eine (eventuelle,

denn es gab sie ja in

Wahrheit gar nicht) Reduzierung

der Erwerbsquote

durch Produktivitätssteigerung

kompensiert

werden. Letztere

gab es nämlich,

und zwar massiv. 1960

lag das Bruttoinlandsprodukt

Österreichs pro

Kopf (was man in diesem

Zusammenhang als

Maßstab der gesamtwirtschaftlichen

Produktivität

heranziehen

kann) bei 8.700 €, während

es 2011 bei 32.200

€ lag (und das sind alles

„reale“ Zahlen, also die

Inflation in diesem Zeitraum

ist herausgerechnet).

Das ist ein Anstieg

auf 370%, also fast auf

das Vierfache.

Fazit: Erstens arbeiten

nicht relativ immer

weniger, sondern relativ

und absolut immer

mehr Menschen, um

auch den Rest der Gesellschaft

„auszuhalten“,

und zweitens arbeiten

diese auch immer

produktiver, und zwar

viel produktiver. Die Erwerbsquote

ist seit 1960

um ein Viertel gestiegen

und die Produktivität

auf fast das Vierfache.

Woher kommt dann

das „Problem“? Woher

kommt - lassen wir

einmal den prophezeiten

„demographischen“

Weltuntergang beiseite

- das heutige und morgige

Defizit der Pensionsversicherung?

Die immer

im Mund geführte

„Gefährdung der Pensionen“

liegt nur an der

Art und Weise, wie sich

die kapitalistische Gesellschaft

reproduziert.

Es wird nicht gearbeitet

und gelebt für ein menschenwürdiges

Dasein,

sondern es wird nur für

den Profit der Bourgeoisie

geschuftet und das in

einer anarchischen krisengeschüttelten

Gesellschaft.

Maximalprofit

bedeutet aber Lohnsenkung,

zunehmende Arbeitshetze,

Arbeitslosigkeit,

Prekarität. Und so

sehen wir - auch schon

vor der akuten Krise,

aber jetzt erst recht -

dass Arbeitslosigkeit,

sinkende Löhne und vor

allem die vielen prekären

Löhne (Leiharbeit,

Teilzeit, „Geringfügige“

und sonstige Minilöhne

...) eben auch sinkende

Beiträge zur Sozialversicherung

bedeuten.

Zweitens nimmt der relative

Anteil der staatlichen

Zuschüsse zur Sozialversicherung

Jahr

für Jahr ab - „die Kassen

sind leer“, Gequatsche

um die „Staatsverschuldung“

usw. Bis in

die 1960er Jahre galt

als unbestrittene Regel,

dass zumindest ein

Drittel der Kosten der

gesetzlichen Pensions-

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Das sagt übrigens nichts aus über die Qualität dieser Produktion. Wahrscheinlich wird man im Sozialismus die

Zahl der in der Landwirtschaft Beschäftigten erheblich vergrößern müssen, um qualitativ hochwertige und nicht

vergiftete und völlig denaturierte Lebensmittel sicherzustellen. Aber ganz unabhängig davon ist natürlich klar,

dass - der Kapitalismus und das Profitstreben einmal überwunden - Großbetriebe mit höherem maschinellen

Einsatz jede beliebige Art der Produktion produktiver darstellen können. Massenhaft Insektizide, Pestizide,

Fungizide, Dioxin, Hormone, Antibiotika, Schwermetalle (Quecksilber, Kadmium ...), massenhaft auch Uran (vermittels

des industriellen Phosphatdüngers) etc. in der Nahrung, zugleich aber keine Spur mehr von Vitaminen,

Vitalstoffen, Aminosäuren etc. in diesen hybriden Artefakten, die nur aussehen wie Gemüse und Obst, aber es

weder sind noch so schmecken, kurzum nur mehr lauter giftiger Dreck, der als Nahrungsmittel ausgegeben und

verkauft wird - das kommt nicht von der Großproduktion als solches, sondern von der kapitalistischen Großproduktion,

also von der Profitmacherei, und deshalb gibt es das übrigens auch nicht nur in der Groß-, sondern

auch in der Mittel- und Kleinproduktion. Die angeblich „bäuerliche“ Landwirtschaft Österreichs ist oft ärger

kontaminiert als die spanischen Megaplantagen und die Überprüfung so manches Bauernwochenmarktes hat

schon ganz unerwartete Ergebnisse zutage gefördert. Der Grund für letzteres ist klar: der kleine Produzent ist

dem Konkurrenzdruck noch viel extremer ausgesetzt als der große und wird halt - ein konkretes Beispiel - öfters

dazu verleitet, seine Hühner mit preisgünstigem Dioxin (enthalten in Fütterungsmitteln aus Altöl von den vielen

Frittenbuden, die ihrerseits schon den größten Dreck als „Öl“ verwenden) zu füttern.

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