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Proletarische Revolution 52

Afrika - ein

dramatischer

Brennpunkt imperialistischer

Konkurrenz und

Rivalität

Das wilde Treiben der

Imperialisten in Westafrika

hängt zusammen

mit den dortigen Rohstoffressourcen

(incl.

Energie und Nahrungsmittel),

mit der geostrategischen

Lage und

den Handelswegen sowie

mit den „geopolitischen

Herausforderungen“,

die sich aus den

Umgruppierungen des

imperialistischen Lagers

sowie aus den Revolten

der arabischen Volksmassen

und dem politischen

Umbruch in Nordafrika

und im Nahen Osten

ergeben.

In Westafrika liegen die

größten Bauxitvorkommen

der Welt (Erz für

die Aluminiumerzeugung),

ein großer Goldgürtel,

der sich über vier

Länder erstreckt, es gibt

Uran, Kupfer, Eisenerz,

Diamanten, Phosphat,

Erdöl und Erdgas. Die

Schlacht der Imperialisten

um diese Ressourcen

wird zunehmend

härter und Frankreich

ist mit immer erbitterteren

Feinden unter seinen

alten „Verbündeten“

und seinen neuen

Mitkonkurrenten

konfrontiert. Die Wirtschafts-

und Finanzkrise

und speziell die regelmäßig

wiederkehrenden

„Rohstoffkrisen“

verschärfen die Konkurrenzschlacht

ebenso wie

das Auftreten neuer, zusätzlicher

Anwärter auf

einen Teil des Kuchens:

China, Russland, in geringerem

Maß auch Indien,

im Bergbau speziell

auch Südafrika.

Mali liegt - über seine

Rohstoffressourcen hinaus

- auch in einer geostrategisch

wichtigen

Region. Frankreich bezieht

heute ein Drittel

des Urans für seine 58

Atomkraftwerke und

seine 300 Atomsprengköpfe

und andere Rohstoffe

aus Niger, dem

östlichen Nachbarland

Malis, und in Zukunft,

„wenn alles klappt“,

auch aus Mali (sowie

aus Senegal und der Demokratischen

Republik

Kongo, wo Areva ebenfalls

seit 2008 bzw. 2009

tätig ist). Der Transport

aus Niger kann nur Richtung

Süden, zum Golf

von Guinea, erfolgen

oder eben über Mali

nach Senegal.

Im Papier der EU aus

Frühjahr 2011 „Strategy

for Security and Development

in the Sahel“

heißt es: „Ein dringendes

und unmittelbares

Ziel ist der Schutz europäischer

Bürger und

Interessen, ... die Sicherung

des rechtmäßigen

Handels, der Verbindungswege

durch die

Sahel (Strassen, Pipelines)

und existierender

ökonomischer Interessen

sowie die Schaffung

einer Grundlage für

Handel und Investitionen

aus der EU.“

Kommentar überflüssig

- außer dass sie an

dieser Stelle irrtümlich

„Menschenrechte“,

„Demokratie“ und

„Frieden“ vergessen haben.

Die „Erschließung“

Malis für den kostengünstigen

Transport,

v.a. den Abtransport der

Rohstoffe, soll unter anderem

durch den Bau

einer 1.400 Kilometer

langen leistungsfähigen

Verbindungsstraße zwischen

Bamako und Dakar

(Senegal) erfolgen,

an der alle Imperialisten

versuchen mitzufinanzieren,

mitzubauen und

mitzumischen.

Wachsende imperialistische

Rivalität und

Kriegsgefahr

Afrika war immer ein

Brennpunkt imperialistischer

Interessen, aber

heute spitzt sich die

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