PR 52 download - Proletarische Revolution

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Imperialistische Intervention in Mali

Lage neuerlich dramatisch

zu und wächst in

eine neue Dimension hinüber.

Das Karussell der

Konkurrenz und Rivalität

der Imperialisten untereinander

dreht sich

schneller, immer maßloser

wachsen die Ausbeutung

und Ausplünderung

des Kontinents

und der Ruin und die

Verelendung der Massen,

immer dramatischer

wird die politische „Instabilität“,

also die Krise

der geordneten politischen

Beherrschbarkeit

durch die Imperialisten

und ihrer Kompradorencliquen.

Afrika stellt

heute in jeder Hinsicht

ein Pulverfass dar. Es

zeichnen sich nicht nur

weitere und heftigere

militärische Konflikte,

Bürgerkriege, Bandenkriege

sowie imperialistische

Interventionen,

Überfälle, Invasionen,

„humanitäre Missionen“

ab, sondern es zeichnen

sich am Horizont auch

direkte Zusammenstöße

nicht mehr nur zwischen

imperialistischen

Interessen, ausgetragen

meist in Gestalt von

„Stellvertreterkriegen“,

sondern Zusammenstöße

zwischen den imperialistischen

Mächten

selbst ab. Es wächst die

regionale Kriegsgefahr.

Frankreich verteidigt

speziell in Westafrika

seine „angestammten“

Positionen gegen

die afrikanischen Völker,

aber auch gegen

die imperialistischen Rivalen.

Es hat dabei gute

Voraussetzungen: seine

Militärstützpunkte und

die schon in Afrika stationierten

und kriegserfahrenen

Truppenverbände,

seine ökonomische

und politische

Durchdringung dieser

Länder, seine enge Verflechtung

mit den herrschenden

Kompradorenklassen

und seinen

Lakaien in den diversen

Regierungen, die ihm

vielfach ihre Macht und

ihren Machterhalt verdanken.

Aber es hat begrenzte

Ressourcen, es

überspannt z.T. schon

seine Kräfte (obwohl

der Abzug aus Afghanistan

in vollem Gange

ist, was Kräfte für Afrika

frei macht), das sieht

man derzeit an Engpässen

bei der Transportlogistik,

bei der Aufklärung

usw. Es mangelt

an dem aufs Eis gelegten

zweiten Flugzeugträger,

an Drohnen usw.

Vor allem aber: So „beliebt“

der französische

Imperialismus bei seinen

Kettenhunden in Afrika

ist, so verhasst ist er bei

den Volksmassen 4 , wie

die jahrzehntelangen

Revolten und Aufstände,

aber auch die vielen

Putsche, Kriege und

Massaker beweisen.

Der US-Imperialismus,

der seine Kräfte ebenfalls

überspannt hat

und sich global gesehen

im Niedergang befindet,

konzentriert sich

strategisch mehr und

mehr auf Asien, das zukünftige

entscheidende

Schlachtfeld gegen den

aufstrebenden chinesischen

Imperialismus und

damit im Kampf um die

Weltherrschaft. Aber

dennoch hat der US-

Imperialismus nach wie

starke Positionen in Afrika:

drei größere Militärstützpunkte

(Djibouti,

Kenia, Ägypten) mit

dauerhaft stationiertem

Personal, einige kleinere

ohne nennenswerte

permanente Besatzung

und jede Menge Nutzungsrechte

von Militär-

und Flottenstützpunkten,

ein flächendeckendes

Aufklärungsund

Spionagenetz (auch

62

4

Die begeisterte Begrüßung der französischen „Befreier“ durch viele Menschen in Mali darf einen nicht täuschen.

Abgesehen einmal davon, was in den imperialistischen Medien berichtet wird, ist es natürlich verständlich,

dass man sich, wenn einem gerade der Arm abgehackt oder man angezündet werden soll, freut, wenn

jemand kommt und einen von diesem Horror befreit. In dieser konkreten Situation ist die französische „Befreiung“

individuell wohl tatsächlich das kleinere Übel. Aber diese Begeisterung wird sich bald legen und ins

Gegenteil umschlagen, wenn die wahren Interessen und Ziele Frankreichs ans Licht treten. Wenn z.B. die Volksmassen

in Falea, die gegen eine neue (derzeit noch von einem kleinen kanadischen Developper explorierte)

Uranmine kämpfen, nach der Areva giert, von der französischen Besatzungsmacht erst recht verjagt, vergiftet

und niedergewalzt werden. Übrigens gab es zu Beginn der französischen Invasion auch eine kleine Gegendemonstration

in Bamako.

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