PR 52 download - Proletarische Revolution

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Proletarische Revolution 52

1.) Bei der Entstehung der sozialdemokratischen

Bewegung im Iran und der Gründung

der sozialdemokratischen Partei

„Edjtemajon Amejon“, welche unter dem

Einfluss der russischen Sozialdemokratie

1905 bis 1907 stand,

2.) durch die Gründung der Kommunistischen

Partei Iran im Jahr 1920 im Hafen

von Ansali in Gilan und

3.) bei der Entstehung der neuen kommunistischen

Bewegung in den 60er Jahren

des 20. Jahrhunderts und ihrem Auftritt

auf der politischen Bühne im Februar 1971

in Siahkal.

Von diesen kurzen Zeitspannen abgesehen

war während der gesamten Zeit der

vorherrschende Faktor die Begrenztheit

und Einengung der Bewegung in einen

nationalen Rahmen. Das heißt gleichzeitig,

dass auch die Aktivitäten zur Schaffung

einer gemeinsamen internationalen

Struktur fehlten - während diese Strukturen

auf der anderen Seite auch die Grundlage

zur Schaffung der Klasseneinheit der

Arbeiter/innenklasse als Basis für die Festigung

der kommunistischen Bewegung als

Ganze gewesen wären.

Diese allgemeine Schwäche war auch die

Ursache dafür, dass die organisierten iranischen

Kommunist/innen in keinen Austauschprozess

mit anderen kommunistischen

Organisationen eintreten konnten

und sich deren Erfahrungen nicht systematisch

zunutze machen konnten. (Obwohl

in dieser Zeit die Komintern [3. Kommunistische

Internationale] existierte und

die Iranischen Kommunist/innen bei deren

Internationalen Konferenzen von Beginn

an teilgenommen hatten). Sowohl theoretisch

als auch in der Praxis konnten aber

die internationalen Erfahrungen kaum

genützt werden, auch wenn das Leben im

Exil die Menschen öfters vor entsprechende

Probleme stellte.

Eine der besonderen Bedingungen für

Revolutionär/innen und ihren Kampf im

Iran ist das Vorhandensein einer allumfassenden

politischen Despotie und Repression

gegen demokratische und fortschrittliche

Kräfte im Allgemeinen sowie

der systematischen brutalen Unterdrückung

und gezielten physischen Vernichtung

der Kommunist/innen und Freiheitskämpfer/innen

seit vielen Jahrzehnten.

Die ist ein Zustand, dessen Wurzel tief in

der neokolonialen Entwicklung der iranischen

Gesellschaft liegt, die Ausübung

konterrevolutionärer Gewalt ist zur Existenz

und Aufrechterhaltung des halbkolonialen

und neokolonialen Systems im

Iran unabdingbare und ständige Tatsache.

Die Verfolgung, Verhaftung und systematische

Bekämpfung der Revolutionär/

innen zog immer wieder furchtbare und

traurige Folgen nach sich, sodass eine beträchtliche

Anzahl von Menschen, um ihr

Leben zu retten, gezwungen waren, das

Land zu verlassen und in manchen Fällen

mehrere Jahre im Exil zu verbringen. Diese

Entwicklung schaffte aber auf der anderen

Seite für sie Möglichkeiten, die politischen

Kräfte der Exilländer kennen zu

lernen und damit ihr politisches Bewusstsein

zu erhöhen und die Reorganisierung

der Bewegung voranzutreiben.

Selbstverständlich richtet sich unsere Botschaft

an diejenigen, die ihre tiefe Überzeugung

vom Kommunismus und der notwendigen

Fortsetzung des Kampfes behalten

haben und die sich unabhängig

von den geographischen Bedingungen,

dort wo sie leben und arbeiten, als Kommunist/innen

betrachten und demzufolge

die aktive Teilnahme am Klassenkampf als

ihre unmittelbare politische Aufgabe ansehen.

D.h. die sich trotz der schwierigen

Lebensbedingungen im Exil in allen Bereichen

des Kampfes beteiligen - sowohl im

gewerkschaftlichen Kampf als auch im politisch-parteilichen

und in sozialen Bewegungen

und an alltäglichen politischen

Prozessen teilnehmen, und die sich bei

Angriffen des Kapitals gegen die Interessen

der Arbeiter/innenklasse, zusammen

mit den Kommunist/innen der anderen

Nationalitäten, engagieren.

Natürlich gibt es auch Leute, die bewusst

die Realitäten verdrehen, sich in kleinbürgerliche

Utopien flüchten, nachdem sie

eine gewisse Zeit im Ausland gelebt haben,

wo sie neue Bedingungen vorfinden,

und nachdem sie die üblichen anfänglichen

Probleme überwunden und eine

kleine soziale Stabilität erreicht haben. Sie

beugen sich vor den herrschenden imperialistischen

Verhältnissen, anstatt zu versuchen,

dieses System kritisch zu hinterfragen,

die Gründe der vergangenen Niederlagen

zu verstehen und sich politisch weiter

zu schulen und zu entwickeln, um den

Kampf voranzutreiben. Viele ersetzen revolutionäre

Kritik durch Skeptizismus.

Wenn man es tiefer betrachtet, ist der

Kern dieses Verhaltens in erster Linie die

Verneinung des Klassenkampfes und damit

der kommunistischen Ideale, wobei

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