PR 52 download - Proletarische Revolution

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Exil und Klassenkampf

Fall gemeinsame Auftritte in antirassistischen

Kämpfen sowie die Unterstützung

von Befreiungskämpfen. Aber leider sind

diese Verbindungen nicht über persönliche

Kontakte oder einen begrenzten Rahmen

hinaus gewachsen, damit im Falle

nächster Angriffe auf die Revolutionär/innen

Strukturen zu ihrem Schutz bestehen.

Das ist insoweit wichtig, weil die bestehenden

staatlich geförderten Flüchtlingsorganisationen

in erster Linie die Politik

der bürgerlichen Parteien verfolgen und

ihre Aufgabe in erster Linie in der Entpolitisierung

der Flüchtlinge besteht, um sie

schließlich beim Stimmenfang für die bürgerlichen

Wahlen zu missbrauchen.

Gleichzeitig muss man sich darüber klar

sein, dass die hiesigen revolutionären Organisationen

verhältnismäßig begrenzte

Möglichkeiten besitzen und sie auch

den Turbulenzen des Klassenkampfes unterworfen

sind. Von dauerhaft bestehenden

stabilen Strukturen kann daher keine

Rede sein.

Trotzdem müssen unsere Bemühungen vor

allem dahin gehen, ein Verharren im nationalen

Rahmen zu überwinden. Das heißt

auch, endlich die immer wiederkehrenden

Wiederholungen der alten Traditionen

oder der Mystik des großpersischen Chauvinismus

zu hinterfragen, zu kritisieren

und mit ihnen zu brechen und mehr denn

je uns mit den hiesigen Klassen und sozialen

Problemen und den wirklichen objektiven

Problemen auseinanderzusetzen.

Das Leben im Exil und Erfahrungen der

letzten 60 Jahre

Die Konföderation Iranischer Studenten

Nationalunion (CISNU) welche die gesamten

fortschrittlichen oppositionellen Kräfte,

vor allem die kommunistischen und

demokratischen als Dachorganisation beherbergte,

war, trotz ihrer Verbindungen

mit den antiimperialistischen Kräften in

Nah-Ost z.B. Libanon, Palästina, Dhofar im

Südjemen, und Lateinamerika, zB. Chile

(MIR), Vietnam usw. während der 1960er

und 1970er Jahre leider mehr auf die nationalen

Probleme konzentriert und man

setzte sich weniger mit den theoretischen

Konzepten und praktischen Erfahrungen

der befreundeten Organisationen auseinander

oder studierte und diskutierte diese

auf einer breiten Basis.

Ich möchte hier nicht ausführlich auf die Inhalte

ihrer Kämpfe eingehen und wie weit

sie wirklich kommunistisch waren, ich begnüge

mich damit zu sagen, dass die eigentlichen

Trägerinnen der Kämpfe die

kommunistischen Organisationen waren,

welche in der Plattform der CISNU zusammengekommen

waren. Wie gesagt worden

ist, waren diese Aktivitäten leider sehr

begrenzt und hatten mit Internationalismus

im Sinne der Verstärkung der Einheit

der Arbeiter/innenklasse dieser Länder nur

wenig zu tun. Man machte sich nur wenige

Gedanken darüber, wie von den internationalen

politischen Erkenntnissen, Erfahrungen

und Kampftaktiken z.B. in Bezug auf

die Volksfront gegenüber den herrschenden

Klassen gelernt werden, oder wie die

Erfahrungen genützt werden könnten oder

wie man sich diesen Kräften annähern und

mit ihnen verbinden könnte.

Nun stellt sich die Frage, welche Strukturen

man aufbauen soll, damit diese politische

und ideologische Annäherung besser

funktioniert. Welche Maßnahmen kann

man treffen, dass im Falle einer nächsten

Verfolgungswelle schneller die notwendige

Hilfe geleistet werden kann, um den

politischen Aktivist/innen, welche gezwungen

sind, ihr Land zu verlassen, Schutz zu

geben und ihnen bei der Beschaffung von

Wohnung und Arbeit zu helfen, damit

ihre Energie nicht in falsche Kanäle, das

heißt zugunsten der reformistischen, versöhnlerischen

Kräfte geleitet wird.

Bestimmte kommunistische Kräfte, welche

innerhalb der CISNU politisch aktiv

waren, deren hauptsächliche Verbindung

mit sog. sozialistischen Ländern bestand

und die ihre Tätigkeit im Wesentlichen

darauf beschränkten, Grußbotschaften

anlässlich besonderer Tage auszusenden

oder an Zeremonien teilzunehmen, wie

z.B die revolutionäre Tudeh-Partei, Tufan

usw. gingen nach der Machtübernahme

der Islamischen Republik in den Iran zurück.

Viele dieser Leute waren aber schon

nach kurzer Zeit gezwungen, das Land erneut

zu verlassen, als nämlich die nächste

Angriffswelle begann. Diese Organisationen

waren aber nun mit einer neuen Situation

konfrontiert, da die sog. sozialistischen

Länder - Sowjetunion, China, Albanien

usw. zusammengebrochen waren.

Das Fehlen der täglichen und materiellen

Hilfe bereitete diesen Organisationen immense

Probleme.

In diesem Zusammenhang muss erwähnt

werden, dass der Großteil der iranischen

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