PR 52 download - Proletarische Revolution

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Proletarische Revolution 52

Volksfeddayin Guerillas, (die hauptsächlich

im Lande und im direkten Kampf gegen

das Schah-Regime zustande gekommen

waren, und die im Iran geblieben

waren) ihre revolutionären Grundsätze

ebenfalls durch das Eindringen revisionistischer

und reformistischer Gedanken über

Bord geworfen hatten und sich völlig in

den Sumpf des Revisionismus und Reformismus

begaben. Sie begannen, genauso

wie die konterrevolutionäre Tudeh-Partei

und ähnlichen, mit den neuen islamischen

Machthabern zusammen zu arbeiten.

Unsere Diskussion konzentriert sich auf

die linken Kräfte, obwohl in dieser Zeit

auch andere Kräfte politisch aktiv waren

und ein ähnliches Schicksal erlitten haben,

wie z.B. die iranischen Volksmudjaheddin.

Zu dieser Organisation möchten wir aber

sagen, dass sich ihre politischen Aktivitäten

längst innerhalb der imperialistischen

Programme bewegen, und sie alles dafür

tun, in den imperialistischen Strategien im

Zusammenhang mit dem Iran positiv aufzuscheinen.

Sie sind Teile der bürgerlichen

imperialistischen Opposition und spielen

eine völlig konterrevolutionäre Rolle.

Ein großer Teil der im Land verbliebenen

früheren Linken und Persönlichkeiten

stellten ihre organisatorischen Möglichkeiten

und Fähigkeiten in den Dienst des

vom Imperialismus abhängigen Regimes

der Islamischen Republik. Nachdem sie für

dieses nicht mehr nützlich waren, wurden

sie ebenfalls unter Druck gesetzt und viele

verließen das Land. Sie begannen im Ausland,

im Schutze der materiellen und politischen

Unterstützung und im Dienste der

imperialistischen Bourgeoisie, ihre reformistische

Politik fortzusetzen.

Ihr Propagandaschwerpunkt war und besteht

heute im Widerlegen des Kommunismus

oder im Verkünden des „Endes

des Kommunismus“ und vor allem in der

Verneinung der Notwendigkeit revolutionärer

Gewalt und der Propagierung des

„Neoliberalismus“. Was den Iran betrifft

war ihre politische Ausrichtung die Beibehaltung

des Islamischen Regimes in reformierter

Form (was mit der Hauptlinie des

Imperialismus übereinstimmt).

Ihre staatsreformistischen Tätigkeiten stehen

heute auf der Plattform der sog. Grünen

Bewegung unter der Führung von

Mussawi und Karubi. Ihre Propaganda

wird über die imperialistischen Medien,

wie Voice of America, BBC, Deutsche Welle

und Radio Fardah verbreitet.

In diesem Zusammenhang müssen die laufend

vom Imperialismus organisierten internationalen

Konferenzen z.B. in Stockholm,

Brüssel, Prag usw. erwähnt werden,

deren Ziel darin besteht, solchen Leuten

ein Forum zu schaffen, um im Falle eines

Angriffs auf den Iran oder dem Niedergang

des Regimes im Zuge einer Volksrevolte

Alternativen für die politische Führung

des Landes bereit zu stellen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang

auch die Installierung des „Iran-Tribunals“

vom 18.-23. Juni 2012 in London und dessen

symbolische Abschlusstagung in Den

Haag vom 25.-27. Oktober 2012. Nach unserer

Meinung stehen solche bewussten

Schauprozesse im Dienste der Menschenrechtsprogramme

der Imperialisten. Ihre

Strategie besteht hier in ein bisschen Kritik

am Islamischen Regime und der Schaffung

solcher Foren für die bürgerliche Opposition,

eben für den Fall, dass die Islamische

Republik nicht mehr imstande wäre,

eines möglichen Volksaufstands Herr zu

werden. Dieses Tribunal hat wie bisher

die Funktion, die wahren Verbrecher/innen

gegen die Menschlichkeit als Richter

einzusetzen und die Völker, Nationen und

Personen, die gegen imperialistisches Diktat

und Unterwerfung Widerstand leisten,

auf die Anklagebank zu setzen.

Die Aggressionskriege gegen Jugoslawien,

die Zerstückelung des Landes, die militärischen

Interventionen in Afrika, wie zuletzt

in Cote d´Ivoire, Libyen und nun in

Mali, der Landraub und die Vertreibung

der Palästinenser/innen sind Beispiele für

dieses selbsternannte imperialistische Tribunal.

Mit der Machtübernahme durch das islamische

Regime und dem Beginn der Verfolgung

und Unterdrückung der revolutionären

Kräfte, vor allem der Kommunist-

/innen, begann wieder die Tragödie der

Flucht und Immigration.

Wenn in der Vergangenheit, d.h. den Jahren

1960-70 eine halbherzige Verbindung

der iranischen kommunistischen Organisationen

mit den hiesigen revolutionären

Kräften vorhanden war, obwohl wie vorher

erwähnt einseitig und vor allem für die

Unterstützung der demokratischen Forderungen

der Bevölkerung genützt, bestand

so eine Verbindung in der Zeit, d.h. nach

dem 19.Juni 1980 nicht, als wieder einmal

viele Kommunist/innen und Revolutionär/

innen unter strenger Verfolgung, Gefängnis

und Hinrichtungen litten und gezwun-

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