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Exil und Klassenkampf

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telbare Aufgabe der Revolutionär/innen

und Kommunist/innen vor uns steht.

Die Globalisierung des Kapitals bedeutet

auf keinen Fall eine Dämpfung oder

Schwächung oder gar Aufhebung der Widersprüche

des Systems, sondern drückt

sich entsprechend der Kräfteverhältnisse

zwischen den Metropolen und jeweiligen

imperialistischen Staaten und Blöcken

in verschiedenen Formen aus. In der

jetzigen Situation ist die bedingte Zusammenarbeit

der Imperialisten bei Raub und

Ausbeutung sowie die Entfachung kontrollierter

regionaler Kriege zum Schutz

und Ausweitung der Einflussbereiche, wie

zB. in Libyen, Mali und Syrien die Haupttendenz.

Diejenigen die behaupten, dass

das kapitalistische imperialistische System

humaner geworden ist und dadurch den

Menschen vorgaukeln wollen, dass dieses

System zukunftsbestimmend sei, verdrehen

die Tatsachen. Diese Leute sind entweder

bewusst bezahlte Agenten des Kapitals

oder sie sind realitätsfremd.

Wahrheit ist, dass diese Widersprüche täglich

tiefer werden - sowohl in wirtschaftlicher

(Produktion und Finanz) als auch in

politischer und sozialer Hinsicht - und eine

große Mehrheit der Weltbevölkerung von

ihnen betroffen ist und daher immer stärkeren

Widerstand leistet.

Die werktätigen Menschen sind tagtäglich

damit konfrontiert und es ist für sie augenscheinlich,

dass ihre demokratisch erkämpften

Rechte ausgehöhlt werden und

die Faschisierung der Gesellschaft vorangetrieben

wird. In der herrschenden Propaganda

wird die steigende Armut, die

Zunahme der gesellschaftlichen Ungleichheit

zwischen den Menschen und ähnliche

Produkte und soziale Phänomene der kapitalistischen

Profitgesellschaft als „naturgegeben“

hingestellt und offen durch rassistische

und andere reaktionäre und spalterische

Theorien gerechtfertigt.

In den Peripheriestaaten des Kapitalismus

treten diese repressiven Maßnahmen

noch gepaart mit Krieg, Besatzung, Vertreibung,

Flucht, Immigration und schließlich

Elend und Armut auf.

Im Zentrum der imperialistischen Länder

wächst der Widerspruch zwischen Lohnarbeit

und den zügellosen Angriffen des Kapitals

auf die Lebensgrundlage der Arbeiter/innenklasse.

Der Lohn der Arbeiter/innen

nimmt im Vergleich zu den produzierten

Werten ständig ab. Damit bildet sich

eine große Armee der Arbeitslosen und

Prekarisierten und so entstehen günstige

Bedingungen für die Ausbeutung der Arbeitskraft

und ihre Verwertung durch das

Kapital.

Ein kurzer Blick auf die Statistik der Streiks

und Proteste in den Metropolenländern,

sowohl im Zusammenhang mit demokratischen

Forderungen als auch die sozialen

Kämpfe der letzten Jahre sowie Protestaktionen

gegen das destruktive Herangehen

an die Natur seitens des Kapitals und den

Abbau der Ressourcen der Erde aus Profitinteressen,

sowie gegen die Gefahren,

die von Atomkraftwerken ausgehen und

schließlich der Antikriegs- und antirassistische

Widerstand sind Beweise dafür, dass

die allgemeinen und spontanen Kämpfe

auf verschiedenen Ebenen anwachsen

und sich entwickeln.

Gleichzeitig wächst auch der Widerstand

der Volksmassen in den vom Imperialismus

abhängigen Ländern gegen Unterwerfung

und Herrschaftspolitik des Imperialismus.

Dies sind Beweise dafür, dass sich das imperialistische

System in einer strukturellen

Krise der Überproduktion und Überakkumulation

befindet. Diese Situation beschleunigt

die Dynamik der Widerstandsbewegung

und die Suche nach neuen Wegen,

um aus dieser Krise herauszukommen.

Selbstverständlich kann diese Suche

nur erfolgreich sein, wenn man mit den

alten bürokratischen staatserhaltenden

Strukturen (vor allem den längst degenerierten

reformistischen Gewerkschaften)

endgültig bricht und neue Wege sucht

und Kampf- und politische Organisationen

aufbaut.

Das sind potentielle Quellen, aus denen

die Kommunist/innen schöpfen müssen,

um ihre Stärke und ihren Einfluss zu erhöhen.

Schwerpunkt muss sein, sich selbst

zu organisieren mit dem Ziel des Aufbaus

einer wirklich revolutionären Organisation

und durch die Intensivierung der kommunistischen

Aktivitäten innerhalb der

Arbeiter/innen und sozialen Bewegungen

die klassenbewussten Elemente für den

Aufbau der Organisation zu gewinnen.

Für uns als Exilkommunist/innen ist es

wichtig, die Erkenntnisse auf der Ebene

des Klassenkampfes auszuwerten, die in

diese Kämpfe involvierten Kräfte kennenzulernen

und vor allem ihre ideologischen

und politischen Grundlagen zu untersuchen

und schließlich die Gemeinsamkeiten

zu finden, die die notwendige Basis für ein

gemeinsames aktives Eingreifen in soziale

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