Syngenta Jahresbericht 2010 - annual report 2010 - Syngenta

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Syngenta Jahresbericht 2010 - annual report 2010 - Syngenta

Jahresbericht 2010


Syngenta

Jahresbericht 2010

Jahresbericht 2010

Syngenta ist ein weltweit führendes Unternehmen

mit mehr als 26 000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern in über 90 Ländern mit einem

gemeinsamen Ziel: Bringing plant potential to life.

Unsere Innovationen in Pflanzenschutz

und Saatgut tragen dazu bei, weltweite

Herausforderungen zu bewältigen.

Inhalt

Überblick

i Grundpfeiler unserer Strategie

ii Unsere Performance

01 Highlights 2010

02 Vorwort des Präsidenten des Verwaltungsrats

04 Vorwort des Chief Executive Officer

Unser Beitrag zur

Nahrungssicherheit

07 Eine weltweite Herausforderung

08 Nachhaltige Produktionssysteme für die Landwirtschaft

09 Mit begrenzten Ressourcen die Ernteerträge steigern

10 Bessere Lösungen für den Landwirt der Zukunft

11 Ressourcen effizienter nutzen

12 Wirtschaftliche Stärkung ländlicher Räume

Unser Angebot

14 Integrierte Lösungen für Landwirte von heute

Bedürfnisse der

Landwirte erfüllen

Unser Angebot gestalten

17 Mais

19 Soja

20 Getreide

21 Reis

22 Zuckerrohr

23 Ölsaaten und Zuckerrüben

24 Vegetables

25 Lawn and Garden

27 Forschung und Entwicklung

30 Mitarbeitende

32 Operations

35 Performance der Produktelinien von Crop Protection

37 Performance der Produktelinien von Seeds

Governance

und Finanzen

38 Verwaltungsrat

40 Geschäftsleitung

42 Finanzinformationen

50 Corporate Responsibility: Daten im Überblick

54 Aktionärsinformationen


Syngenta

Jahresbericht 2010

Grundlagen unserer Strategie

i

Mehrwert für

unsere Kunden schaffen

Integration

Syngenta bringt ihr weltweit führendes Pflanzenschutzportfolio

und ihre breit aufgestellte Saatgutplattform zusammen, um ein

komplett integriertes Angebot für Nutzpflanzen weltweit

zu entwickeln.

Engagement

Syngenta ist bestrebt, durch Partnerschaften

und offenen Dialog gemeinsame Werte für

alle ihre Interessengruppen zu schaffen.

Innovation

Syngenta kennt die Anforderungen der Landwirtschaft

und die Bedürfnisse der Landwirte. Auf dieser

Grundlage entwickelt das Unternehmen wegweisende

produktivitätssteigernde Technologien.

Ethisches Handeln

Der Verhaltenskodex von Syngenta verpflichtet das

Unternehmen, bei allen geschäftlichen Aktivitäten höchste

ethische Standards einzuhalten. Zudem fördert Syngenta eine

Kultur der Transparenz.

Überdurchschnittliche

Performance

Syngenta ist bestrebt in all ihren integrierten Geschäftsfeldern

Marktanteile zu gewinnen und Wertschöpfung für die Aktionäre

zu generieren, indem sie zuerst Mehrwert für ihre Kunden schafft.

Gesundheit, Sicherheit

und Umwelt

Syngenta fühlt sich bei der Produktion, Handhabung und

Entsorgung ihrer Produkte höchsten Sicherheits- und

Umweltschutzstandards verpflichtet und unterstützt ihre

Geschäftspartner bei der Einführung vergleichbarer Standards.

Lesen Sie mehr über unsere Strategie im

Vorwort des Chief Executive Officer auf Seite 4


Unternehmensperformance

und eine starke

Performance erzielen

Gesamtumsatz 1

Umsatz Seeds 1

2010

11,64

Umsatz Crop Protection 1,2 8,88

2010

2010

2,80

2009

10,99

2009

8,49

2009

2,56

2008

11,62

USD 11,6 +4% (kWk)

Mrd.

2008

USD 8,9

Mrd.

9,23

+3% (kWk)

2008

USD 2,8

Mrd.

2,44

+8% (kWk)

Gewinn pro Aktie 3

2010

16,44

2010

1 129

Dividende pro Aktie 5 7,00

2010

2009

16,15

2009

528

2009

6,00

2008

USD 16,44

16,40

+2%

Free Cashflow 4 +114%

2008

USD 1 129

Mio.

729

2008

CHF 7,00

6,00

+17%

Anzahl geschulter Landwirte

Anzahl Nationalitäten im

höheren Management

2010

4,3

2010

24

2009

3,9

2009

24

2008

4,3

Mio.

2,4

2008

24

22

CO2e-Emissionen

Krankheits- und Verletzungsrate 6

2010

0,66

2009

0,76

2008

0,75

0,66 kg CO2e/USD EBIT

2010

2009

2008

0,39

0,39

0,42

0,50

1 Wachstum zu konstanten Wechselkursen (kWk).

2 Inklusive Umsätze zwischen den Segmenten.

3 Vollständig verwässert, ohne Restrukturierung

und Wertberichtigung.

4 Eine Definition des Begriffs Free Cashflow

findet sich auf S. 48.

5 Erfordert Zustimmung der Aktionäre an der

Generalversammlung am 19. April 2011.

6 Registrierte Verletzungen und Krankheiten (IIR)

pro 200 000 Stunden gemäss US OHSA

Definitionen.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Highlights 2010

01

Verbesserte Lösungen

für Landwirte in Brasilien

Im April ging Syngenta eine langfristige, verschiedene Nutzpflanzen

umfassende Partnerschaft mit Embrapa, dem brasilianischen

Forschungs institut für Landwirtschaft, ein. Die Zusammenarbeit zielt

darauf ab, Lösungen für Landwirte in Brasilien weiterzuentwickeln

und so die Pflanzen qualität und die Ernteerträge zu verbessern. Der

Schwerpunkt wird zunächst auf Mais, Baumwolle und Soja liegen.

Isopyrazam – ein Fungizid

der nächsten Generation

Isopyrazam wurde im März in Grossbritannien zum Einsatz

bei Gerste sowie im Juli in Neuseeland für Weizen auf den Markt

gebracht. Es ist das erste einer neuen Klasse von Fungiziden

der nächsten Generation und setzt neue Standards der

Krankheitskontrolle bei gleichzeitiger Ertragssteigerung.

Bahnbrechende

Mais-Trait-Technologie

AGRISURE VIPTERA hat eine neue Wirkungsweise zur Kontrolle

einer Vielzahl von Schadinsekten. Es wurde rechtzeitig für die

Anbausaison 2011 in den US-Markt eingeführt. Feldversuche mit

Kombinationen verschiedener Traits (Stacks), die AGRISURE

VIPTERA enthielten, zeigten klare Vorteile gegenüber

Konkurrenzprodukten.

Rekordumsatz mit AMISTAR ®

Im Mai hat das Unternehmen die neuen Produktions kapazitäten für

Azoxystrobin, den Wirkstoff unseres führenden Fungizids AMISTAR ® ,

eröffnet. Die umgehende Nachfrage nach den gestiegenen

Produktionskapazitäten spiegelt sich in 20 Prozent höheren

Umsätzen (kWk) für das Gesamtjahr wider.

Lehrstuhl für nachhaltige

Agrarökosysteme

Syngenta gab im November bekannt, dass das Unternehmen der

ETH Zürich Foundation CHF 10 Millionen zur Finanzierung eines

neuen Lehrstuhls sowie der zugehörigen wissenschaftlichen

Mitarbeiter stiften wird. Der Lehrstuhl soll die wissenschaftlichen

Grundlagen, die Ausbildung und den öffentlichen Dialog zu

nachhaltiger Landwirtschaft und Nahrungssicherheit verbessern.

Zehn Jahre Syngenta

CEO Mike Mack läutete am 12. November an der Wall Street

die Schlussglocke, um den Jahrestag der Gründung von Syngenta

und die erste Notierung des Unternehmens an der New Yorker Börse

feierlich zu begehen. In den letzten zehn Jahren ist Syngenta zu

einem führenden Unternehmen in der Welt geworden

und konnte ihre Marktkapitalisierung verfünffachen.

Deutlich höhere Dividende

Syngenta Photo Prize 2010

Im Jahr 2010 generierte Syngenta einen Free Cashflow auf

Rekordniveau von USD 1,1 Milliarde. Das Unternehmen schlägt

vor, die Dividende um 17 Prozent von CHF 6,00 auf CHF 7,00

zu erhöhen.

Im Januar startete Syngenta den Wettbewerb für den Photo Prize

2010, um herausragende fotografische Leistungen zum Thema

„Bringing plant potential to life“ auszuzeichnen. Die Gewinner aus

aller Welt wurden im November bei einer speziellen Ausstellung in

Basel, Schweiz, bekannt gegeben.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Vorwort des Präsidenten

des Verwaltungsrats

02

Die Herausforderungen

bewältigen

„Jedes Jahr muss die Erde 80 Millionen Menschen

mehr ernähren; die Bevölkerung wächst vor allem

in den Schwellenländern, und bis zum Jahr 2050

werden über 70 Prozent der Welt bevöl kerung in

städtischen Ballungszentren leben.“

1. 2.

Als sich die Wogen nach der Finanzkrise 2009 wieder

glätteten, wurde klar, dass sich das wirtschaftliche

Gravitationszentrum in die so genannten Entwicklungsländer

Lateinamerikas und Asiens verlagert hatte.

Dieser langfristige Strukturwandel war besonders in

der Landwirtschaft sichtbar, wo die Schwellenländer

deutlich stärker wuchsen als die entwickelten Märkte

Nordamerikas und Westeuropas. Syngenta war

bestens positioniert, diese Wachstumsmöglichkeiten

zu nutzen, und profitierte von den Investitionen, die sie

in den letzten Jahren in diesen Regionen getätigt hatte.

Das unaufhaltsame Produktivitäts-, Bevölkerungs- und

Wohlstandswachstum in diesen Ländern liess die globalen

Rohstoffpreise zuweilen massiv ansteigen, auch

die für Grundnahrungsmittel. Hinzu kam, dass Russland

auf Grund der Trockenheit im Land ein Exportverbot

für Weizen erliess, was die Preise in der zweiten

Jahreshälfte weiter nach oben trieb. Ängste vor Ver sorgungs

engpässen bei Mais und Soja ver schärf ten die

Situation zusätzlich, so dass die Getreidepreise am

Jahresende rund 50 Prozent über jenen von Ende

2009 lagen. Dies gab den politischen Entscheidungsträgern

und anderen Interessengruppen einmal mehr

Anlass zur Sorge und fachte die Debatte zur globalen

Nahrungssicherheit neu an.

Hierzu einige Eckdaten: Jedes Jahr muss die Erde

80 Millionen Menschen mehr ernähren; die Bevölkerung

wächst vor allem in den Schwellenländern, und bis

zum Jahr 2050 werden über 70 Prozent der Welt bevölkerung

in städtischen Ballungszentren leben. Die

natürlichen Ressourcen unseres Planeten hingegen

werden nicht zunehmen – sie sind begrenzt und

schwinden bereits zum Teil. Die Kernfrage lautet

deshalb: Wie kann dieses scheinbar unlösbare Problem

bewältigt werden?

Die Antwort lautet: durch Innovation und Kooperation.

Innovation, um neue Technologien und Geschäftsmodelle

zu entwickeln; und Kooperation zwischen allen

Mitgliedern der Nahrungsmittelkette, um ihr Know-how,

ihre Ressourcen und Fähigkeiten einzubringen und so

zur Lösung des Problems beizutragen. Wir bei Syngenta

sind der Ansicht, dass unser wertvollster Beitrag in der

Innovation liegt, nämlich durch die Integration unserer

Technologien. Wir sind überzeugt, dass wir damit

Produkte entwickeln können, die höhere Ernteerträge

erzielen – und so mehr Kalorien pro Hektar Anbaufläche

liefern – aber auch die natürlichen Ressourcen

der Erde schonen und gewährleisten, dass die

1

Teilnahme am UNCTAD

World Investment Forum

in Xiamen, China, am

7. September 2010, an der

führende Persönlichkeiten

aus vielen verschiedenen

Ländern teilnehmen.

2

Vor Ort bei Feldversuchen

des Pathumthani Rice

Research Center. Das

Team von Syngenta in

Thailand arbeitet eng mit

dem Department of Rice

an der Produktivität

dieser Nutzpflanze.


Syngenta

Jahresbericht 2010

3

Bei einer Blumenausstellung

am Standort für Jungpflanzenproduktion

in De Lier,

Niederlande.

4

Beim Besuch eines Händlers

von Syngenta-Produkten in der

Provinz Fujian, China. Die

Händler sind eine wichtige

Verbindung zwischen den

lokalen Syngenta-Teams und

den Landwirten.

3. 4.

03

Dynamik und Wirtschaftlichkeit ländlicher Gegenden

bestehen bleiben.

Dabei handelt es sich um einen integrierten Ansatz, der

bereits erste Früchte trägt. In Brasilien zum Beispiel

führt PLENE , unsere neue Lösung für den Zucker rohranbau,

zu einem grundlegenden Wandel beim Anbau

und der Ernte dieser Nutzpflanze. Diese Techno logie

von Syngenta ermöglicht nicht nur deutliche Er tragssteigerungen,

sondern auch Wasser ein spa rung en und

eine verbesserte Kohlenstoffbindung – das wiederum

erhöht die Produktivität und die Nachhaltigkeit im

Zuckerrohranbau. Im Rahmen einer Partnerschaft mit

dem brasilianischen Industrieverband Unica trägt

Syngenta zudem zum Schutz der Arbeiter bei, die

bislang bei sengender Hitze und unter gefährlichen

Bedingungen die Felder bestellt hatten. Ihnen können

neue, sicherere und bessere Beschäftigungs möglichkeiten

geboten werden.

Diese Partnerschaft ist nur eine von vielen, die Syngenta

im Jahr 2010 geschlossen hat, um neue Möglichkeiten

zu finden, die zahlreichen Herausforderungen auf dem

Weg zu mehr Nahrungssicherheit zu bewältigen. Ebenfalls

in Brasilien unterzeichnete Syngenta eine wegweisende

Vereinbarung mit dem landwirt schaft lichen

Forschungsinstitut Embrapa. Sie umfasst den gegenseitigen

Austausch von Technologien bei Mais, Soja

und Baumwolle und soll grossen und kleinen land wirtschaftlichen

Betrieben Vorteile bringen. Im April gingen

wir ausserdem eine öffentlich-private Partner schaft mit

dem International Maize and Wheat Improvement

Center (CIMMYT) ein, um die Entwicklung und

Verbesserung von Technologien bei Weizen zu fördern.

In Asien bauten wir unsere Partnerschaft mit dem

International Rice Research Institute (IRRI) aus, um das

Ertragspotenzial von Reis in der gesamten Region

weiterzuentwickeln. Und im November gaben wir eine

Partnerschaft mit der ETH Zürich bekannt, in deren

Rahmen zehn Jahre lang Forschungsaktivitäten auf

dem Gebiet der nachhaltigen Agrarökosysteme

finanziert werden. All diese Vereinbarungen verdeutlichen,

wie wir unseren Geschäftsansatz vermehrt auf

die Nutzpflanzen und die Landwirte ausrichten, was

auch in diesem Jahresbericht zum Ausdruck kommt.

In 2010 habe ich auf der ganzen Welt Kunden von

Syngenta besucht. Sie berichteten, dass sie mit immer

komplexeren Herausforderungen konfrontiert seien.

Meine Gespräche mit ihnen, wie auch mit vielen Mit arbeitenden

von Syngenta, bestärkten mich in meiner

Zuversicht, dass das Unternehmen her vor ragend

positioniert ist, um Landwirten differenzierte Produkte

und Lösungen für ihre gegenwärtigen wie künftigen

Herausforderungen zu bieten.

Neben den Gesprächen, die ich mit unseren Kunden

führte, traf ich rund um den Globus die verschie den sten

Interessenvertreter. Der Beitrag, den Syngenta leistet,

wird immer stärker gewürdigt, und die Stellung und die

Reputation des Unternehmens nehmen ständig zu.

Dabei hängt der gute Ruf von Syngenta von der Arbeit

und dem Verhalten eines jeden unserer weltweit mehr

als 26 000 Mitarbeitenden ab. In 2010 wurde deshalb

unser überarbeiteter Verhaltenskodex im Unternehmen

stärker verankert. Sowohl die Einhaltung dieses Kodex

als auch alle rechtlichen, ethischen, gesellschaftlichen

und ökologischen Belange werden vom Corporate-

Responsibility-Ausschuss des Verwaltungsrats überwacht.

Der Schutz unserer Vermögenswerte, die

Wahrung der Reputation sowie die Überwachung der

strategischen Ausrichtung und der finanziellen Per formance

von Syngenta bilden die Schwerpunkte der

Arbeit des Verwaltungsrats. Allen Mitgliedern des Verwaltungsrats

möchte ich an dieser Stelle herzlich für die

Sorgfalt und Begeisterung, mit der sie ihren Pflich ten im

Verlauf des Jahres nachgekommen sind, danken.

Syngenta feierte im Jahr 2010 auch ihr zehnjähriges

Bestehen. Das Unternehmen hat in diesem Zeitraum

sehr viel erreicht. Der Blick in die Zukunft zeigt, dass

die Landwirtschaft für die gesellschaftliche, politische

und wirtschaftliche Weiterentwicklung der Welt nie

wichtiger gewesen ist als heute. Die ausreichende Produktion

erschwinglicher und hochwertiger Nahrungsmittel

ist keine Selbstverständlichkeit und erfordert

grosse Innovationskraft. Damit diese Nahrungs mittel

auf nachhaltigere Art und Weise als bisher produziert

werden können, braucht es Inno va tion, Kooperation

und einen neuen, ganz heit lichen Ansatz zur Wertschöpfung.

Mit Stolz darf ich in dieser Hinsicht sagen,

dass Syngenta eine Vorreiterrolle einnimmt und

bestens positioniert ist, auch in den nächsten zehn

Jahren grosse Erfolge zu feiern.

Martin Taylor

Präsident des Verwaltungsrats


Syngenta

Jahresbericht 2010

Vorwort des Chief Executive Officer

04

Ein inte griertes

Ange bot

„Der Weg, den Syngenta nun eingeschlagen

hat, soll Gewinne bei den Ernteerträgen bringen,

berücksichtigt aber auch alle Ressourcen,

die für die weltweite Nahrungs sicherheit

von Bedeutung sind.“

1. 2.

3. 4.

Das Jahresergebnis von Syngenta für 2010 ver deutlicht,

wie gross das Unternehmen seit seiner Gründung

vor zehn Jahren geworden ist. Der Umsatz ist mit USD

11,6 Milliarden um 84 Prozent gegenüber dem Jahr

2000 gestiegen, und der Gewinn pro Aktie hat sich

seit damals deutlich von USD 2,20 auf USD 16,44

erhöht. Neben der Expansion der Agrarmärkte in

diesem Zeit raum reflektieren diese Zahlen auch unsere

stetigen Markt anteilsgewinne und den Erfolg unserer

aus ge zeich neten Innovationen. Zudem hat die

anhaltende Ausrichtung auf operative Effizienz zu einer

höheren Rentabilität geführt und gleichzeitig Raum für

Inves ti tio nen in strategische Wachstumsbereiche

geschaffen. Insbesondere haben wir unsere Präsenz

in den Schwellen ländern ausgebaut, in denen wir

mittlerweile fast 50 Prozent unseres Umsatzes erzielen.

Die Schwellenländer waren im Jahr 2010 die wich tigsten

Wachstumstreiber im Geschäftsbereich Crop

Protection und ermöglichten ein Umsatzwachstum

gegenüber dem Vorjahr. Diesen Erfolg erreichten wir

trotz eines harten Preiswettbewerbs, vor allem in

Nordamerika, der in der ersten Jahreshälfte zu einem

Rückgang des Geschäftsergebnisses führte. Dies

konnte allerdings im zweiten Halbjahr durch ein

höheres operatives Ergeb nis ausgeglichen werden,

was auf das rasante Wachs tum in den Schwellenländern

in der Region Asien/Pazifik sowie die starke

Nachfrage während der Haupt an bau saison in

Lateinamerika zurückzuführen war.

In Lateinamerika haben wir in zahlreichen Ländern

eine Reihe von Möglichkeiten über das gesamte Nutzpflanzen

spektrum hinweg verfolgt. Gleich zeitig ist es

uns gelungen, unsere Führungsposition bei Soja im

wichtigen brasilianischen Markt zu halten. Dies ist auf

den Erfolg von PRIORI XTRA ® zurückzuführen, das

unser weltweit führendes Fungizid AMISTAR ® enthält.

Der globale Umsatz mit AMISTAR ® lag im Jahr 2010

bei USD 1,2 Milliarden und wuchs damit um

20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies unterstreicht

unsere herausragenden Leistungen im Bereich der

Produktentwicklung, durch die wir den Lebenszyklus

von Produkten maximieren und bei unseren Blockbustern

hohe Margen halten können. Die im Mai

erfolgte Einweihung neuer Produktionskapazitäten für

AMISTAR ® in Grangemouth, Schottland, belegt, dass

wir in den kommenden Jahren ein weiteres deutliches

Wachstum erwarten.

Der Geschäftsbereich Seeds verzeichnete in allen

Produktelinien und Regionen ein breit abgestütztes

Wachstum. Vegetables und Diverse Feldsaaten

erzielten weiterhin ein stetiges organisches Wachstum,

das durch Akquisitionen bei Zuckerrüben und Sonnenblumen

ergänzt wurde. Unsere branchenweit führende

Rentabilität in diesen beiden Produktelinien ist ein

Beleg für die Tiefe und Vielfalt unseres Genpools sowie

für unsere Kompetenz bei der Pflanzen züch tung.

Diese Stärken sind auch zunehmend in der Per formance

von Mais & Soja sichtbar: So zeigten

Feldversuche in den USA, dass unser vielfältiges

Maisgenetik-Portfolio mittlerweile die Ertragsleistungen

wichtiger Produkte der Konkurrenz übertrifft. Unser


Syngenta

Jahresbericht 2010

1

Mit Marc Hillard, Trans formation

Manager, bei einer

speziellen Ausstellung in

Basel anlässlich des

Abschlusses des Syngenta-

Programms zum Ausbau der

Produktionskapazitäten.

2

Auf der Kaffeeplantage La

Holanda in Kolumbien mit

Andrés Álvarez, Marketing

Manager, Caribbean & Central

America, und seinem Team.

3

Kontrolle der Wurzeln einer

Reispflanze mit Huynh Van

Thon, Chairman von AGPPS

(An Giang Plant Protection

Service), dem grössten

Vertriebspartner in Vietnam.

4

Beim Ansehen verschiedener

Saatgutbehandlungen für

Blumen- und Gemüsesaatgut

in Enkhuizen, Niederlande.

Triple-Stack-Mais saat gut setzte sich im Jahr 2010

am Markt durch und wird 2011 durch den neuen

Trait AGRISURE VIPTERA ergänzt, welcher eine

unübertroffen breite Wirkung gegen Lepidoptera

bietet. Die Weiterentwicklung unseres Portfolios zeigt

sich auch in der deutlich höheren Rentabilität bei

Seeds im Jahr 2010.

Die Fortschritte bei Seeds, im finanziellen Bereich wie

auch im Portfolio, verleihen der neuen geschäftlichen

Ausrichtung, die wir nun weltweit umsetzen, zu sätzlichen

Schwung. Diese Strategie basiert auf drei Kernzielen:

Integration, Innovation und Out perfor mance.

Unser Ziel ist, dass Crop Protection und Seeds

gemeinsam ein komplett integriertes Angebot für

Nutzpflanzen entwickeln. Ein erster Schritt wird

darin bestehen, in den nächsten zwei Jahren die

geschäftlichen Aktivitäten zusammenzuführen. Dabei

bauen wir auf Modellen auf, die wir in unserem zweitgrössten

Markt Brasilien und in mehreren kleineren

Ländern bereits erfolgreich umgesetzt haben. Die

Integration im kommerziellen Bereich wird auf regionaler

Ebene von den Chief Operating Officers John

Atkin und Davor Pisk überwacht. Ihre Rollen werden

zu diesem Zweck erweitert, sodass sie geschäftsbereichs

übergreifende Verantwortung für wichtige

Nutz pflanzen erhalten. Die kombinierten Vorteile

unserer Produkte, unsere Erfahrung und unser

agronomisches Wissen werden uns einzigartige

Fähigkeiten verschaffen, den zunehmend komplexen

Herausforderungen der Landwirte zu begegnen.

Wir definieren Innovation in ihrem weitesten Sinne, d.h.

sie bedeutet neue Märkte und Wege, um zu unseren

Kunden sowie zu neuen Produkten zu gelangen. Anhaltende

Investitionen in Forschung und Ent wick lung

(F&E) sind die Grundlage für die Umsetzung unseres

Unternehmensleitbilds „Bringing plant potential to life“,

und ihnen kommt eine bedeutende Rolle für die Entwicklung

integrierter Technologien zu. Wir schaffen

gemeinsame F&E-Plattformen basierend auf unserem

Wissen über Pflanzen, das sowohl zu chemischen als

auch biologischen Lösungen beiträgt. Die Produktivität

unserer Forschung und Entwicklung maximieren wir

durch Partnerschaften und Kollaborationen, die uns

einen Mehrwert verschaffen. Ein Beispiel dafür ist die

im April unterzeichnete Vereinbarung mit dem Internatio

nal Maize and Wheat Improvement Center

(CIMMYT), die darauf abzielt, durch die Kombination

von Pflanzenschutz- und Saatguttechnologien die

Leistungsfähigkeit von Weizen zu verbessern. Durchbrüche

bei der Umsetzung innovativer integrierter

Angebote stellen unter anderem die Einführung von

PLENE für den Zuckerrohranbau in Brasilien sowie

die Entwicklung eines integrierten Verfahrens für

Reissetzlinge in Asien dar.

Unser Ziel ist eine sowohl in operativer als auch in

finanzieller Hinsicht herausragende Performance. Wir

sind überzeugt, dass die Entwicklung einzigartiger, auf

die Bedürfnisse der Landwirte angepasster Lösungen

zu einem nachhaltigen Marktanteilswachstum in

unserem gesamten Geschäft führen wird. Für unsere

finanzielle Performance haben wir uns bis 2015 die

folgenden Ziele gesetzt, an denen wir uns messen

werden: einen Cash Flow Return on Investment

(CFROI) von mehr als 12 Pro zent und eine EBITDA-

Marge für den Konzern zwischen 22 und 24 Prozent.

Zudem streben wir eine weiterhin steigende Dividende

an und ziehen dazu die höhere Ausschüttung im Jahr

2011 als Ausgangspunkt heran.

Die neue geschäftliche Ausrichtung von Syngenta ist

das Ergebnis von Plänen und Initiativen, die schon seit

einiger Zeit im Unternehmen existieren. In den vergang

en en zwölf Monaten habe ich unsere Aktivitäten

in vielen Teilen der Welt hautnah miterlebt. Dabei bin

ich Zeuge der Stärke unseres Portfolios geworden,

aber auch der Energie, mit der unsere Mitar bei ten den

umfassende Angebote für Nutz pflanzen auf den Markt

bringen. Die Beispiele reichen von neuen Techno logien

für Kaffeeanbauer in Kolumbien bis hin zu integrierten

Lösungen für Gemüse in Vietnam. Auch unseren

Kunden beziehungen verleihen wir eine neue

Dimension, wenn wir wie Landwirte denken, und

nicht nur wie Lieferanten. Wenn sich das ganze

Unternehmen diese Einstellung aneignet, verschaffen

wir uns für die Zukunft einen Wettbewerbsvorteil.

Der Weg, den Syngenta nun eingeschlagen hat, soll

Gewinne bei den Ernteerträgen bringen, berücksichtigt

aber auch alle Ressourcen, die für die weltweite

Nahrungs sicherheit von Bedeutung sind. Eine kürzlich

veröffentlichte Studie des World Business Council for

Sustainable Development – bei der ich den Co-Vorsitz

innehaben durfte – untersuchte die ökonomischen und

ressourcenspezifischen Herausforderungen, die es zu

überwinden gilt, um bis 2050 eine Welt bevölke rung

von neun Milliarden Menschen zu ernähren. Damit sie

alle gut und im Einklang mit den begrenzten Ressourcen

der Erde leben können, muss die Land wirt schaft

die weltweite Nahrungsproduktion ver dop peln und

gleichzeitig die Wasser- und Energie res sour cen

schonen. Dies lässt sich nur durch eine ganz heitliche

und langfristig ausgerichtete Vision für den nach haltigen

Anbau unserer Nutzpflanzen erreichen. Syngenta

setzt bereits zahlreiche Instru mente und ihr Know-how

ein, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Im Namen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung

möchte ich allen unseren Mitarbeitenden dafür

danken, dass sie Syngenta zu dem gemacht haben,

was sie heute ist – und dass sie das Unternehmen in

diese aufregende Phase seiner Entwicklung geführt

haben. Ich weiss, dass ich auf ihre Energie, ihre Begeis

terung und ihr Engagement zählen kann, wenn wir

gemeinsam einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung

der weltweiten Landwirtschaft leisten.

Michael Mack

Chief Executive Officer

05


Syngenta

Jahresbericht 2010

06

Unser Beitrag

zur Nahrungssicherheit


Syngenta

Jahresbericht 2010

Knappe Wasser-, Energie- und Bodenressourcen werden die

Nahrungsmittelproduktion in den kommenden Jahr zehnten

prägen. Das erzeugt zunehmend Druck auf die Landwirte,

die die Welt mit Nahrung, Brennstoffen und Fasern versorgen

müssen. In manchen Regionen übersteigt der Nahrungsbedarf

schon seit langem das Angebot. Jeden Tag gehen

fast eine Milliarde Menschen hungrig zu Bett. Da die Weltbevöl

ker ung bis 2050 voraussichtlich auf neun Milliarden

anwachsen wird, könnte diese Zahl noch steigen, wenn

keine Gegen mass nahmen eingeleitet werden.

07

Eine weltweite

Herausforderung

„Die Menschen haben im Jahr 2007 das 1,5-fache

unseres Planeten für ihre Aktivitäten verbraucht.“

Living Planet Report 2010

World Wildlife Fund (WWF)

Die Definition von Nahrungssicherheit des

Welternährungsgipfels von 1996 ist: „wenn alle

Menschen zu jeder Zeit Zugang zu ausreichender,

sicherer, nährstoffreicher und bezahlbarer Nahrung

haben, um ein gesundes und aktives Leben zu führen.“

Um das zu gewährleisten, müssen die Landwirte die

Nahrungs mittelproduktion bis 2050 um mindestens

70 Prozent steigern. 1

Der Weg zur Nahrungssicherheit wird nicht leicht.

Unsicherheitsfaktoren reichen von Umweltbelastung

und Natur kata strophen bis zu Defiziten in Politik und

Wirtschaft. Zudem sorgen die Megatrends

Bevölkerungswachstum, steigender Wohlstand und

Urbanisierung dafür, dass bei immer mehr Menschen

ein immer grösserer Bedarf an immer hochwertigeren

Nahrungsmitteln entsteht.

Doch während die Nachfrage wächst, ist es für die

Landwirte schwerer denn je, ihre Produktivität zu

steigern. In den kommenden Jahren wird die erwartete

Klimaveränderung, die vielen Regionen höhere Temperaturen

und unberechenbare Wetterlagen bringen wird,

die Aufgabe noch erschweren. Ausser dem werden sie

mit Land- und Wasser knapp heit zu kämpfen haben –

schon heute nutzt die Land wirtschaft 40 Prozent der

weltweiten Landober fläche und 70 Prozent des

verfügbaren Süsswassers 2 . Und sie müssen die

Artenvielfalt schützen, indem sie ihre Produktivität

steigern, ohne dabei weiter in natürliche Ökosysteme

zu expandieren.

Zwar ist schon viel erreicht worden, doch viele

Regionen schöpfen ihr lokales Erntepotenzial immer

noch nicht aus. Diese landwirtschaftliche Ertragslücke

gilt es zu schliessen, wenn wir Nahrungssicherheit

erreichen wollen. Im Besonderen betrifft dies die

weltweit knapp 500 Millionen Landwirtschaftsbetriebe

von zwei Hektar oder weniger Grösse, die aber schon

jetzt über zwei Milliarden Menschen ernähren. Die

Produktivität gerade dieser Betriebe zu steigern, ist

ein Schlüssel zur Nahrungssicherheit.

Die damit verbundenen Herausforderungen sind

enorm, aber keineswegs unüberwindbar. Der

Landwirtschaft fällt dabei die wichtige Rolle zu,

den Weg zur Nahrungssicherheit zu ebnen und

gleichzeitig die natürlichen Ressourcen zu schonen

und das ländliche Wirtschaftswachstum zu fördern.

1 FAO, „How to feed the world in 2050.“

2 UNESCO


Syngenta

Jahresbericht 2010

Unser Beitrag zur

Nahrungssicherheit

08

Nachhaltige

Produktions systeme

für die

Landwirtschaft

Im Februar 2010 legte Syngenta in Kooperation mit

29 weiteren Unternehmen und dem World Business

Council for Sustainable Development (WBCSD) die

„Vision 2050: Die neue Agenda für Unternehmen“ vor.

Die Studie zeichnet den Weg in die Welt des Jahres

2050 vor, in der rund neun Milliarden Menschen gut

und im Einklang mit den begrenzten Ressourcen der

Erde leben. Syngenta trägt dazu bei, diese Vision zu

verwirklichen, indem wir Landwirten helfen, genug

Nahrungsmittel für die wachsende Bevölkerung

zu erzeugen.

Syngenta verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz für

nachhaltige Landwirtschaft, mit Fokus auf den Schnittstellen

zwischen Technik, Land und Mensch. Starke

ländliche Wirtschaftsräume sind die Grund pfeiler

nachhaltiger Landwirtschaft und das Fundament für

künftige Nahrungssicherheit. Unsere Technologie –

kombiniert mit der nötigen Infrastruktur, Zugang zu

Märkten und finanziellen Ressourcen – erschliesst den

Landwirten bessere Lösungen für mehr Produktivität

und Rentabilität. Gleichzeitig können unsere Agrarlösungen

Wasser, Böden und der Artenvielfalt zugute

kommen, indem sie eine effizientere Nutzung der

natürlichen Lebensgrundlagen ermöglichen.

Auf diese Weise fördert Agrartechnologie ein

nachhaltiges Produktionssystem, das die wirtschaftliche

und ökologische Leistungsfähigkeit der

Landwirtschaft langfristig schützt. Gleichzeitig können

die Landwirte mehr verdienen, besser leben und ihr

Land besser bewirtschaften.

Lesen Sie mehr

Umwelt schützen durch

Landwirtschaft

Lucas do Rio Verde ist eine wichtige Stadt

in der Agrarregion im brasilianischen

Bundesstaat Mato Grosso, in deren

Geschichte Abholzungen tiefe Spuren

hinterlassen haben. Im Jahr 2007 riefen

Syngenta, ihr Vertriebspartner Fiagril und

weitere Partner Lucas do Rio Verde Legal

ins Leben, um die Behörden vor Ort,

Bauernverbände und die Bevölkerung

zu überzeugen, dass man erfolgreich

Landwirtschaft betreiben kann, ohne die

forstwirtschaftlichen und arbeits rechtlichen

Auflagen des Bundesstaates

zu verletzen.

Das Projekt war so erfolgreich, dass die

Verwaltung von Mato Grosso es inzwischen

für alle anderen Gemeinden übernommen

hat. Auch die brasilianische Regierung hat

eine ähnliche Initiative gestartet.

www.syngenta.com/ar2010

„Unsere Region ist ein wichtiges

Anbaugebiet für Soja – da war

es nicht leicht, ein Modell für

integrierten Umwelt schutz

einzuführen. Aber in diesem Fall

war es eine sehr, sehr positive

Erfahrung, weil wir so viele Partner

hatten, die uns unterstützt haben.“

Marcos Castro

Regional Sales Manager bei Syngenta

Oben im Bild: Marcos Castro (links); Marino

Franz, Bürgermeister von Lucas do Rio Verde

und Eigentümer von Fiagril (Mitte); und Ivanor

Cella, Landwirt und Kunde von Syngenta

(rechts).


Syngenta

Jahresbericht 2010

Mit begrenzten

Ressourcen die

Ernteerträge steigern

09

Syngenta ist überzeugt, dass die Landwirte in

der Lage sind, den weltweiten Bedarf an Nahrung,

Brennstoffen und Fasern zu decken und gleichzeitig

die Ressourcen unserer Erde zum Vorteil künftiger

Generationen zu schonen, wenn wir einen

systemweiten Ansatz wählen, der Technologie, Land

und Menschen verbindet. Diese drei Elemente sind

die Basis eines nachhaltigen Produktions systems,

in dem Technologie den Landwirten bessere

Lösungen für eine höhere Produktivität

und Profi ta bilität bietet, die natürlichen

Ressourcen schützt und zur weltweiten

Nahrungssicherheit beiträgt.

Bessere Lösungen

Technologie

Ressourceneffizienz

Menschen

Land

Ländliche Wirtschaftsräume

Bessere Lösungen

Umfassendes Angebot für Landwirte

Damit die Landwirtschaft ihr Produktivitätspotenzial

ausschöpfen kann, brauchen wir

konstruktive und transparente Richtlinien,

die Landwirten Zugang zu sicheren

Technologien geben.

Innovation vorantreiben

Wir brauchen Mechanismen zum Austausch

von Innovationen – der Schutz unserer

Urheberrechte stimuliert Forschung

und Entwicklung.

Austausch von Wissen

Landwirtschaft basiert auf Expertise, durch

Wissenschaft weiterentwickelt – wir

brauchen neue Partner schaften, um

agronomische Kompetenzen zu erweitern

und Fachwissen aus zu tauschen.

Ressourceneffizienz

Landschaftsschutz

Wir müssen die Produktivität vorhandener

Nutzflächen steigern.

Handlungsbedarf beim Wasser

40 Prozent des Wasserverbrauchs in der

Landwirtschaft könnten eingespart werden –

wir brauchen Lösungen für effizientere

Wassernutzung.

Lebendige Artenvielfalt

Artenvielfalt und Landwirtschaft sind

aufeinander angewiesen – wir müssen

die Vielfalt der Natur schützen, um unsere

Versorgung mit Nahrungsmitteln und

unsere Lebensqualität zu sichern.

Ländliche

Wirtschaftsräume

Märkte aufbauen

Anbau ist nicht genug – Landwirte

brauchen Infrastrukturen und Zugang

zu Märkten, Finanzierungsmöglichkeiten

und Informationen.

Wertschätzung der Landwirtschaft

Ländliche Wirtschaftsräume tragen die

Verantwortung, die Welt zu ernähren –

Landwirtschaft muss sich daher lohnen.

Entwicklung ländlicher Gemeinschaften

Die Landwirtschaft ist der Motor

sozioökonomischer Entwicklung

ländlicher Gemeinschaften.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Unser Beitrag zur

Nahrungssicherheit

10

Bessere Lösungen

für den Landwirt

der Zukunft

„Mit gleich bleibender Anbaufläche mehr

Nahrungsmittel zu erzeugen und dabei

weniger Ressourcen zu verbrauchen – das

ist eine so ungeheure Herausforderung, dass

kein sinnvoller Ansatz oder Technologien

ausgelassen werden dürfen.“

Lesen Sie mehr

Reis-Kleinbauern Potenziale aufzeigen

In China bauen 100 Millionen Landwirte

Reis an, die Ernährungsgrundlage von

1,3 Milliarden Menschen. Eine Vielzahl

sind Kleinbauern, die vom fachgerechten

Einsatz unserer Produkte profitieren

können. Diesen Land wirten den Mehrwert

von richtig ange wandten Syngenta­

Produkten nahezubringen war in der

Vergangenheit nicht einfach.

Um ihnen zu zeigen, wie sie ihren

Pestizid verbrauch senken und zugleich

die Ernte erträge steigern können,

kooperiert das Syngenta-Team vor

Ort mit dem Chinesischen Institut

für Agrartechnologie NATESC.

Landwirte aus jedem der zehn wichtigsten

Reisanbaugebiete werden darin geschult,

wie man Geräte kalibriert, wann man

sprüht, und wie man Produkte von

Syngenta – wie VIRTAKO ® und ARMURE ®

– sparsamer und effizienter verwendet.

Das Programm läuft inzwischen seit

drei Jahren und hat gezeigt, dass

die Landwirte mehr erzeugen, dabei

50 Prozent weniger Pestizide verbrauchen

und so einen durchschnittlichen

Mehrertrag von USD 300 pro Hektar

erwirtschaften können.

www.syngenta.com/ar2010

Das hat das Interesse der chinesischen

Bauern und Behörden gleichermassen

geweckt. Syngenta hat in der Folge nicht

nur ihren Markt anteil ausgebaut, sondern

wurde 2010 von der China Association of

Enterprises with Foreign Investment und

der China Charity Federation auch mit

einem Preis für „herausragende

Leistungen im Bereich der sozialen unternehmerischen

Ver antwortung“

ausgezeichnet.

„Ich habe noch nie ein Verfahren

zur Senkung des Pestizidverbrauchs

gesehen, das so viel Begeisterung

und Enthusiasmus ausgelöst hat.

Der Nutzen dieses Programms

liegt auf der Hand. Es ist eine grosse

Ehre für mich, dieses Verfahren

mit zu unterstützen.“

Prof. Ducai Liu

Syngenta Technical Manager in der Yangtzu

Business Unit, China

Oben im Bild: Prof. Ducai Liu (links) und

Diyun Liang, Landwirtschaftsministerium.

Reaping the benefits: Science and the sustainable intensification

of global agriculture, 2009

The Royal Society

Die Arbeit der Landwirte, unserer Geschäftspartner,

ist wertvoll. Wie in jedem Geschäft braucht auch der

Landwirt Kennt nisse und Mittel, um erfolgreich zu

wirtschaften. Der Beitrag von Syngenta geht über die

Bereit stellung von Technologien hinaus: Wir bieten

neuartige, integrierte Lösungen, um unter lokalen

Bedin gungen optimale Erträge zu erwirtschaften. Dazu

brauchen die Landwirte individuell abgestimmt hochwertiges

Saatgut, wasser sparende und bodenschonende

Technologien, Nährstoffe, Schädlingsund

Unkrautmanagement.

Mit Hilfe dieser integrierten Lösungen können die

Landwirte den Anforderungen ihrer Kunden genügen

und erfolgreich im globalen und lokalen Markt bestehen.

Die Verbraucher in aller Welt brauchen aber nicht nur

mehr Nahrung, sondern fordern auch mehr Vielfalt bei

Fleisch und Milchprodukten sowie hochwertiges Obst

und Gemüse. Die Schulungsprogramme von Syngenta

ermöglichen es den Landwirten, die Quantität und

Qualität ihrer Ernteerträge und so auch ihren Lebensunterhalt

nachhaltig zu verbessern.

In Indien beispielsweise hat Syngenta das „Pflanzengesundheitszentrum“

Krishi Shakti eingerichtet, das

Landwirten agronomische Beratung und Mittel auch vor

Ort zur Verfügung stellt. Das Angebot umfasst Pflanzendiagnostik,

Boden analysen, Bibliotheken, Schulung und

Ausbildung, Feldversuche, Kontakte zu Wissenschaftlern

und Syngenta-Produkte. Teilnehmende Landwirte

profitieren von höheren und besseren Ernte erträgen.

Ein anderes Beispiel ist PLENE , das Syngenta in 2011

für die Zuckerrohrindustrie in Brasilien auf den Markt

bringt. Bei dieser innovativen Technologie werden

Zuckerrohrsegmente zum Schutz in frühen Wachstums

stadien mit Saatgutpflege behandelt. Da die

gemeinsam mit dem führenden Ausrüstungshersteller

John Deere entwickelte mechanische Anpflanztechnik

schneller und sicherer ist, können die Landwirte ihre

Felder häufiger ernten und neu bepflanzen. Das

reduziert nachlassende Ernteerträge und führt durch

einen allgemeinen Produktivitätsanstieg zu einer

Ertragssteigerung von bis zu 15 Prozent.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Operation Pollinator

13

Länder haben das

Programm schon

eingeführt.

Ressourcen

effizienter nutzen

Syngenta ist bewusst, dass es bessere Lösungen

nicht nur zur Steigerung der Produktivität braucht. Wir

unterstützen Landwirte auch darin, umweltbewusst zu

arbeiten: Nachhaltige, intensive Landwirtschaft fördert

die effizientere Nutzung natürlicher Ressourcen.

Eine aktuelle Studie der Stanford University zeigt,

dass über die letzten 50 Jahre ein Areal grösser

als Russland nur deshalb von landwirtschaftlicher

Nutzung unberührt bleiben konnte, weil die Landwirte

in vielen Regionen der Welt die Erträge ihrer Felder mit

modernen Tech no lo gien gesteigert haben 1 . In Brasilien

zum Beispiel fiel das Ausmass der Waldrodung im

Amazonas gebiet 2009 auf einen historischen Tiefstwert

– fast 75 Prozent unter dem Höchststand aus

dem Jahr 2004. Gleich zeitig stieg die Produktivität

schneller als in jedem anderen Land der Welt 2 . Dieser

Anstieg der Produktivität muss sich fortsetzen, wenn

wir die Welt ernähren wollen, ohne zusätzliche

Ackerflächen zu erschliessen.

Wenn weniger neue Anbauflächen geschaffen werden,

wird auch die biologische Vielfalt natürlicher Ökosysteme

vor dem Verlust von Lebensraum bewahrt.

Die Artenvielfalt zu erhalten ist nicht nur wichtig für das

Wohlbefinden unseres Planeten, sie ist auch lebenswichtig

für eine gesunde und produktive Landwirtschaft

– für die Bestäubung der Pflanzen ebenso wie

für gesunde Böden, die Reinhaltung von Wasser und

Luft sowie für die genetische Vielfalt von Wildpflanzen.

Syngenta initiiert vorrauschauende Programme zum

Schutz der Artenvielfalt im Umfeld landwirtschaftlicher

Betriebe. Im Rahmen der Operation Pollinator 3

beispielsweise werden gemeinsam mit den Landwirten

Feldränder mit Wildflora geschaffen, deren Nektar

und Pollen die Nahrungsgrundlage für bestäubende

Insekten bilden. Das Ergebnis ist eine deutliche

Zunahme bestäubender Insekten, einschliesslich der

Bienen. Das Programm läuft bereits in 13 Ländern

und zeigt beispielhaft, wie gute land wirtschaftliche

Praxis die Umwelt bewahren kann.

Wasser sparen

Frischwasser ist für eine produktive Landwirtschaft

unerlässlich und muss schonender und effizienter

genutzt werden. Dennoch werden heute bis zu

40 Prozent des in der Landwirtschaft genutzten

Frischwassers ineffizient genutzt. In einer aktuellen

Studie stellt die 2030 Water Resources Group 4 fest,

dass vorhandene Agrartechnologien die Effizienz der

Wassernutzung kostengünstig und mit geringem

Investitionsaufwand nachhaltig erhöhen können.

Die integrierten Lösungen von Syngenta helfen

Landwirten, mit dem verwendeten Wasser den

maximalen Ernteertrag zu erzielen. Diese umfassen

weiterent wickelte Produkte zur Verbesserung und zum

Schutz von Saatgut und Pflanzen. So wird Syngenta

2011 als erstes Unternehmen Maishybride auf den

Markt bringen, die verfügbares Wasser effizienter

nutzen und dadurch auch bei moderater Dürre höhere

Erträge liefern. Ebenso können sie für bewässerte

Felder den Wasserverbrauch senken und Pflanzen bei

unerwarteten Dürreperioden schützen.

Herbizide von Syngenta, die Unkraut bekämpfen und

den Pflügebedarf verringern, ermöglichen ebenfalls

eine bessere Wassernutzung. Wenn möglichst wenig

oder gar nicht gepflügt wird, speichern Böden das

Wasser länger und sind dadurch sowohl vor Austrocknung

als auch vor Erosion und Oberflächenabfluss

geschützt. Letzteren zu verhindern, bedeutet

zudem, dass Flüsse und Bäche nicht durch Agrarchemikalien

und Erde verschmutzt werden.

Ressourcen schützen

Ernteverluste sind ein weiterer Grund für die

Verschwendung von Ressourcen, denen durch den

fachgerechten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

vorgebeugt werden kann. In vielen Regionen der Welt

werden bis zu 50 Prozent der Ernten durch Unkraut,

Insekten, Pilze oder Lagerverluste zerstört. Produkte

von Syngenta verringern solche Verluste vor und nach

der Ernte, wodurch Wasser- und Energieverschwendung

sowie Einkommensausfälle verhindert werden.

Syngenta führt Programme durch, die unmittelbar

zum Erhalt der Umwelt beitragen. Im südwestlichen

Kolumbien zum Beispiel widmet sich die Initiative

Ecoaguas dem Schutz wichtiger Wasserläufe. Ziel

ist es, durch Anpflanzung einheimischer Baumarten

aus lokalen Baumschulen den Wasserkreislauf zu

regulieren. So wurden in den letzten 16 Jahren über

760 000 Bäume gepflanzt. Darüber hinaus haben

Aufklärungsmassnahmen das Umweltbewusstsein

geschärft und die gute landwirtschaftliche

Praxis gefördert.

11

1 Greenhouse gas mitigation by agricultural intensification. Proceedings

of the National Academies of Science (2009).

2 Tollefson J, The global farm. Nature, 466, 554-556, (2010).

3 www.operationpollinator.com

4 Charting our water future (2009).


Syngenta

Jahresbericht 2010

Unser Beitrag zur

Nahrungssicherheit

12

Wirtschaftliche

Stärkung ländlicher

Räume

„Nur durch eine nachhaltige Intensivierung der

Landwirtschaft werden beträchtliche Fortschritte

zur Umsetzung der Millenniums-Entwicklungs ziele

wie Hunger- und Armutsbekämpfung und der

ökologischen Nachhaltigkeit zu erzielen sein.“

Shivaji Pandey

Leiter der Abteilung Anbau und Pflanzenschutz der FAO, im

Hauptvortrag beim IV. World Congress on Conservation

Agriculture in New Delhi, 2009

Wenn es ländlichen Gemeinschaften gelingt, nachhaltig

mit begrenzten Ressourcen mehr zu erzeugen

und ihre Erzeugnisse gewinnbringend zu verkaufen,

werden sie unter besseren Bedingungen leben. Dies

ist keine leichte Aufgabe angesichts der zahlreichen

Schwierig keiten, die es zu überwinden gilt: Unvorherseh

bares Wetter, Schädlinge, Krankheiten und

Unkräuter können Ernten und Einkünfte vernichten.

Die Volatilität der Märkte birgt ein weiteres Risiko; eine

gute Ernte nutzt wenig, wenn die Preise niedrig sind.

Syngenta bietet den Landwirten weltweit

massgeschneiderte, integrierte Lösungen, durch

die die Landwirtschaft eine ökonomische und ideell

lohnende Ertragsform bleibt. In den Industrie ländern

sind bereits grosse Produktivitäts fortschritte erzielt

worden. In den Schwellenländern ist man noch auf

dem Weg zu nach haltigen Verbes se rung en;

unzureichender Zugang zu Märkten, Know-how,

Finanzierungsmöglichkeiten und modernen Technologien

ist dabei ein Hindernis.

Zugang zu modernen Technologien schaffen

Oft können oder wollen Landwirte nicht in produkti vitäts

steigernde Technologien investieren. Kleinbauern

sind ständig der Gefahr ausgesetzt, Investitionen

in besseres Saatgut und Düngemittel zu verlieren,

weil Dürren, Überschwemmungen oder Krank heitsbefall

ihre Ernten und damit auch ihre Investition

vernichten könnten.

Verwenden die Kleinbauern nicht die besten Pro duktions

mittel, bleiben auch die Erträge weit unter ihrem

Potenzial. Um dieses Problem zu lösen, bietet die

Syngenta Stiftung für Nachhaltige Landwirtschaft

(SFSA) innovative Finanzierungslösungen an. Diese

minimieren das Risiko für die Landwirte, damit sie in

Mehr Informationen in Englisch finden Sie auf www.syngentafoundation.org.

Syngenta Stiftung für Nachhaltige

Landwirtschaft

Neue Projekte, weiterer Ausbau

Die Syngenta Stiftung (SFSA) hilft, Mehrwert für Kleinbauern

in Schwellenländern zu schaffen. SFSA stellt

Innovationen für eine nachhaltige Land wirt schaft zur

Verfügung und erleichtert Bauern den Zugang zu

Märkten. Sie arbeitet dabei mit staatlichen Einrich tungen,

Privatunternehmen und Nicht-Regierungs organisationen

(NGOs) zusammen.

Gegenwärtig führt die Stiftung Projekte in Afrika, Asien

und Lateinamerika durch und lancierte in 2010 ihre ersten

Projekte in Indo nesien und Vietnam. Ihr Hauptziel ist die

Ver bes serung des Lebens stan dards von Kleinbauern

durch den Verkauf zusätzlicher Erzeug nis se. In Partnerschaft

mit einer NGO und der Regional orga ni sa tion von

McDonald’s startete SFSA ebenfalls ein Pilotprojekt in den

Anden von Peru. Desweiteren investierte die Stiftung in

den „BioCarbon-Fonds“ der Weltbank, der CO2-

Emissionskredite in Schwellenländern einkauft.

Neben neuen Aktivitäten legt SFSA auch grossen Wert

auf den erfolgreichen Ausbau bestehender Projekte.

In Indien dehnte die Stiftung ihre landwirtschaftliche

Beratung weiter aus. 2014 will SFSA damit 200 000 Bauern

erreichen, gegenüber etwa 30 000 zum Jahresanfang

2010. In Kenia kauften rund 12 000 Landwirte die von

SFSA organisierte Wetterversicherung, gegen über 200 in

der Pilotphase 2009.

Links im Bild: Njeri Muriuki schliesst mit Hilfe des von SFSA zur

Verfügung gestellten mobilen Telefons eine Versicherung gegen

Dürre ab.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Camcoa 300 in Kamerun

13

Kakao ist eine der wichtigsten Nutzpflanzen in Kamerun,

doch oft ist es für Kleinbauern schwierig, Zugang zu den

Märkten zu bekommen und ihre Ernte zu verkaufen. 2010

hat Syngenta ein Programm initiiert, das Partnerschaften

mit Kleinbauern-Koopera tiven, Regierungsbehörden und

Kakaohändlern unterstützt.

In Agronomie-Schulungen lernen die Kleinbauern, wie

sie die Ertragsmengen und die Qualität ihrer Kakaobohnen

steigern können. „Wir vermitteln auch Wissen

über Betriebswirtschaft, Buchhaltung und Rück lagenbildung,

damit die Landwirte erfolgreich wirtschaften

können und nicht unter Preis verkaufen müssen“,

berichtet Aurore Jamet, Projektleiterin von Camcoa 300 .

Über 500 Landwirte mit 1 500 Hektar Feldern sind bisher

geschult worden; Ziel sind 25 000 Landwirte.

„Das Camcoa-Projekt wird uns helfen, die Früchte

unserer Arbeit zu vermarkten, indem eine

Verbindung zwischen Händlern und Landwirten

aufgebaut wird. Die Schulungen zum Thema

Rücklagen werden den Landwirten Investitionen

in ihre Kakaobäume ermöglichen. Andere

Schulungen geben uns das notwendige Wissen,

um unsere Felder zu schützen.“

Stephen Nken

Kakao-Landwirt

Links im Bild: von links nach rechts: André Moukam, Landwirt,

Aurore Jamet, Syngenta Kamerun, und Stephen Nken.

Film ansehen

www.syngenta.com/ar2010

Durchschnittlich

USD 0,50

pro Woche kostet

Kleinbauern in Indien ein

Service mit aktuellen

Informationen zum

Schädlings- und

Krankheits management

für ihre Pflanzen.

nach haltige Produktivitätssteigerungen inves tie ren

können. Die im Jahr 2008 in Kenia lancierte Agri cul ture

Index Insurance Initiative hat zum Ziel, den Markt für

Mikro-Versicherungen für Kleinbauern zu schaffen.

Über das von Syngenta gesponserte Programm

Kilimo Salama (Kisuaheli für „sichere Landwirtschaft“)

können Kleinbauern ausgewählte Produktionsmittel

bei ihrem Versicherungsmakler vor Ort für die Hälfte

der üblichen Prämie versichern. Bei weniger Niederschlag

als nötig werden die Landwirte für ihre

Investition entschädigt.

Kreativer Wissenstransfer

Der regelmässige Informationsaustausch mit

Landwirten erfordert kreative Lösungen. In den

weitläufigen und oft abgelegenen Regionen Indiens

beispielsweise ermöglicht Syngenta einen regelmässigen

Wissenstransfer in Partnerschaft mit Nokia

Life Tools. Aus diesem Projekt ist eine benutzer freundliche

Anwendung für Mobiltelefone hervorgegangen,

die den Bauern Zugang zu aktueller, pflanzenspezifischer

Beratung für die Schädlings- und

Krankheitsbekämpfung bietet. Nutzer des Info-

Dienstes bezahlen nominell rund USD 0,50 pro

Woche. Ende 2010 hatten zwei Millionen Landwirte

den Service abonniert.

Marktzugang verbessern

Syngenta arbeitet zusammen mit lokalen Partnern

auch daran, Märkte für Landwirte zu öffnen. Die

NUCOFFEE -Initiative in Brasilien beispielsweise bringt

Landwirte, Genossenschaften und Kaffeeröster in

einer transparenten Geschäftspartnerschaft zusammen.

Die Landwirte können hierbei die Risiken minimieren,

die mit Investitionen in Produktionsmittel bei ungewissen

Ernte- und Verkaufsaussichten verbunden

sind. Mit der richtigen agronomischen Beratung und

Technologie können sie nun die hohen internationalen

Qualitätsstandards erfüllen, ihre Ernte besser

vermarkten und rentabler wirtschaften.

Diese Beispiele von Syngenta zeigen, dass die

weltweite Landwirtschaft unterschiedlichste Konzepte

erfordert – je nach Nutzpflanze, Region, Ressour cen

und Kultur. Es gibt keine Patentlösung für Nahrungssicherheit

doch integrierte Lösungen, die die

Vernetzung zwischen Technologie, Land und

Menschen berücksichtigen, sind der sicherste Weg

zu diesem Ziel. Syngenta will Landwirten innovative

Technologien und Kenntnisse an die Hand geben,

damit sie mehr ernten und verdienen und dabei die

Umwelt schonen können.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Unser Angebot

14

Integrierte

Lösungen

für Landwirte

von heute

Führend in

Forschung und

Entwicklung

Mit jährlichen F&E-Investitionen von

USD 1 Milliarde und F&E-Zentren weltweit

forscht Syngenta unter anderem in der

Pflanzen physio logie, Chemie, Genetik und

Biotechnologie, um den vielfältigen und sich

verändernden Anforderungen der Land wirte

durch umfassende Programme gerecht

zu werden.

Natürliche

Ressourcen schonen

Das ertragreiche Saatgut und die innovativen

Pflanzenschutzprodukte von Syngenta helfen

Landwirten, ihre Ernteerträge auf den vorhandenen

Anbauflächen zu steigern und die

Öko systeme zu schonen. Ergänzend fördert

Syngenta moderne landwirtschaftliche

Methoden mit umfassenden Schulungsund

Stewardship-Programmen.

Globale Reichweite

und Erfahrung

Unsere innovativen Teams in über 90

Ländern kombinieren ihr lokales Know-how

und ihre umfassende Branchenkompetenz,

um massgeschneiderte Lösungen mit

Mehrwert für die Landwirte zu schaffen.

Dieser einzig artige Wissensschatz verschafft

Syngenta einen nachhaltigen

Wettbewerbsvorteil.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Syngenta ist durch ihre erstklassige

Forschung, ihr führendes Produktportfolio

für Nutzpflanzen sowie ihre weltweite

Präsenz bestens positioniert, um Landwirten

zu helfen, mit begrenzten Ressourcen

höhere Ernteerträge zu erzielen.

15

Zugang zu

erstklassiger Genetik

Syngenta ist branchenführend bei Genetik

und Pflanzeneigenschaften (Traits) und

züchtet hochwertiges Saatgut für Mais, Soja,

Sonnenblumen und andere Feldsaaten

sowie für Gemüse und Blumen. Dabei

kommen konventionelle Züchtungsmethoden

ebenso zum Einsatz wie moderne Bio technologie

– damit den Landwirten die besten

Optionen für hohe Ernteerträge und

erstklassige Qualität zur Verfügung stehen.

Leistungsfähigkeit

von Pflanzen steigern

und schützen

Syngenta hat ein grosses Angebot sicherer

und wirksamer Produkte, die die Nutzpflanzen

von der Aussaat bis zur Reife vor

Schädlingen und Krankheiten schützen und

die Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser

durch Unkraut verringern. Sie stärken zudem

die Vitalität der Pflanzen und helfen in Dürreperioden,

die Ernteausfälle gering zu halten.

Nutzen für Ver braucher

und ländliche

Gemeinschaften

Syngenta bietet Innovationen und Technologien,

von denen ihre Kunden in vielerlei

Hinsicht profitieren. Die Verbraucher

schätzen Nahrungsmittel, die besser

schmecken und gesünder sind. In ländlichen

Gegenden trägt Syngenta durch die

Steigerung der landwirtschaftlichen Pro duktivität

sowie durch Schulungs- und Steward -

ship-Programme dazu bei, die Lebensqualität

der Menschen zu verbessern.


Syngenta

Jahresbericht 2010

16

Bedürfnisse

der

Landwirte

erfüllen


Syngenta

Jahresbericht 2010

Mit ihrer Expertise in Pflanzenzüchtung,

Pflanzenschutz und Saatgutbehandlung bietet

Syngenta Lösungen, die dazu beitragen, das

Potenzial von Pflanzen zu nutzen. Ob sie Mais oder

Reis, Gemüse oder Blumen anbauen – Landwirte

überall auf der Welt ver trauen Syngenta, um

gesunde, hochwertige Pflanzen zu produzieren

und die wertvollen natürlichen Ressourcen

weitestgehend zu schonen.

17

Umsatz Mais

USD Mio.

Crop Protection 1 290

Seed Care 240

Seeds 850

Total 2 380

Alle Umsatzzahlen zu

den verschiedenen Nutzpflanzen

basieren auf

Schätzungen von Syngenta.

Mais

Rund 60 Prozent der weltweiten Maisproduktion

werden als Tierfutter verwendet. Dies bedeutet,

dass Mais weltweit und insbesondere in den

Schwellenländern auf Grund des dort steigenden

Fleischkonsums eine zunehmend wichtige Rolle spielt.

Andere Endverwendungen von Mais sind Süssstoffe,

Kunststoffe und – vor allem in den USA – Biotreibstoffe.

Mais ist eine der produktivsten Nutzpflanzen: Aus

einem gepflanzten Korn wachsen rund 500 neue.

Durch Hybridisierung konnten im Laufe der Zeit enorme

Produktivitätszuwächse erzielt werden; hinzu kam in

den letzten zehn Jahren die Entwicklung von Biotech-

Traits in Nord- und Lateinamerika sowie Asien und

Südafrika. Dadurch hat Maissaatgut stark an Wert

gewonnen, und die Saatgutauswahl ist zu einer

zentralen Entscheidung für die Landwirte geworden.

Um ihre beträchtlichen Investitionen in das Saatgut

zu schützen, brauchen die Landwirte auch eine

Reihe von Lösungen zum Schutz der Pflanzen

gegen Unkraut, Insektenbefall und Umweltstress.

Führendes Herbizid-Portfolio

Diese Lösungen müssen immer neue

Herausforderungen bewältigen. So wurde 2010 die

Resistenz von Unkraut gegen Glyphosat in vollem

Umfang deutlich – neun resistente Arten sind in den

USA inzwischen identifiziert. Syngenta hatte diese

Entwicklung schon seit einiger Zeit vorausgesehen

und in 2005 eine Fertigmischung mit Glyphosat

auf den Markt gebracht, die gegen die resistenten

Unkrautarten wirkt und zugleich alle Vorteile von

Glyphosat bietet. Die Umsätze von HALEX ® GT sind

in den letzten beiden Jahren rapide gewachsen und

knüpfen damit an die Erfolge von Programmen zur

umfassenden Unkrautkontrolle für den Vor- und

Nachauflauf an, wie LUMAX ® und LEXAR ® .

Crop Enhancement bei Mais

Kombinationen unserer führenden Pflanzenschutzmittel

bilden auch das Fundament für Crop Enhancement

bei Mais. Neue Fungizidlösungen, wie QUILT

XCEL ® und QUADRIS ® , wurden deutlich häufiger

eingesetzt als im Vorjahr, da die Landwirte zunehmend

die Vorteile bei Ernteertrag und Qualität sowie

Erleichterungen bei der Ernte erkennen.

Bei Seed Care konnte Syngenta an den Erfolg von

CRUISER ® zur Insektenkontrolle anknüpfen: In den

USA kam AVICTA ® auf den Markt, die erste nematizide

Saatgutbehandlung. Bisher war das Ausmass der

durch Nematoden verursachten Schäden für die

Landwirte nicht in vollem Umfang sichtbar, da die

Fadenwürmer in diffuser Verteilung auftreten und

dadurch schwer zu lokalisieren und zu bekämpfen

sind. AVICTA ® COMPLETE PAK ist eine komfortable,

zielgenaue neue Lösung, die auch CRUISER ® und das

Fungizid DYNASTY ® mit dem Wirkstoff Azoxystrobin

umfasst. AVICTA ® wurde jetzt auch für den Einsatz bei

Soja eingeführt, wo es erhebliches Potenzial besitzt.

Vielfältige Genetik

Neben einem weltweit führenden Pflanzenschutz-

Portfolio bei Mais verfügt Syngenta auch über ein

globales Geschäft mit Maissaatgut. Es basiert auf

Forschungs- und Entwicklungs platt formen, die

vielfältige Genetik-Ressourcen nutzen. Aus der

Kombination dieser Ressourcen mit modernsten

Züchtungstechnologien und den Stärken lokaler

Züchtungsprogramme entstehen stets neue

hochwertige Produkte. Die Performance von Syngenta

in Süd ostasien ist ein Beispiel für den Erfolg dieser


Syngenta

Jahresbericht 2010

Bedürfnisse der Landwirte erfüllen

18

Strategie: Durch die Entwicklung von eigenem

tropenspezifischem Erbgut konnte Syngenta führende

Marktpositionen in Vietnam und Thailand einnehmen.

In China erweitern wir derzeit unser Portfolio mithilfe

von genetischen Ressourcen aus Europa und

Nordamerika.

Die Performance des Erbguts, das Syngenta anbietet,

untermauert die schnellen Fortschritte in unserem

Maissaatgutgeschäft in den USA. Nach den Akqui sitionen

von Garst und Golden Harvest im Jahr 2004

begann Syngenta im Rahmen eines Portfolioumbaus,

das neu erworbene Erbgut zu poolen und zu kreuzen.

Heute bietet unser einzigartiges Portfolio eine grosse

genetische Vielfalt und klare Vorteile bei der

Ertragsleistung gegenüber den Wettbewerbern.

Innovationen in der Biotechnologie

Der Genpool von Syngenta wird heute durch eine

Reihe herausragender Biotech-Traits ergänzt. Der

Triple Stack AGRISURE ® 3000GT mit seiner Kombination

dreier verbesserter Pflanzen eigen schaften

setzte sich im Jahr 2010 am Markt durch und macht

jetzt rund 60 Prozent des Angebots aus. Am Ende des

Jahres, rechtzeitig zur Saison 2011, kam AGRISURE

VIPTERA auf den Markt, der erste von Syngenta

entwickelte, spezielle Trait mit un über troffen breiter

Wirkung gegen Lepidoptera. Erste Daten zu

Ernteerträgen und Marktresonanz sind sehr positiv.

Syngenta brachte auch als erstes Unternehmen eine

Lösung zur optimierten Wassernutzung auf den Markt:

AGRISURE ARTESIAN , ein natives Trait-Angebot mit

dem Potenzial für nachfolgende Kombinationen mit

Biotech-Produkten. AGRISURE ARTESIAN ist das

Ergebnis unserer fundierten Kenntnisse zur effizienten

Wassernutzung auf genomischer Ebene sowie

umfassender Züchtungs programme und bietet einen

um 15 Prozent höheren Schutz vor Ernteausfällen bei

mässiger bis ausgeprägter Trockenheit.

Durch die Markteinführung von Double-Stack-Mais in

Argentinien und VIPTERA in Brasilien, schöpft

Syngenta das Potenzial ihrer Traits länder übergreifend

aus. VIPTERA wurde zunächst als einzelne Pflanzeneigenschaft

eingeführt und ist nun Teil unseres ersten

Triple-Stack-Produkts, das in Brasilien zugelassen

wurde. Auf den Philippinen bietet Syngenta durch die

Einführung der Herbizidtoleranz GA21 zusätzlich zu

ihrem bestehenden Bt-Angebot die Möglichkeit von

Stacks. Ziel ist dabei, Maisanbauern auf der ganzen

Welt die Produktivitäts steigerungen zu ermöglichen,

die sie für ihre langfristige wirtschaftliche Entwicklung

brauchen. Dazu bietet Syngenta ihnen mass geschneiderte

Lösungen an, die das ganze Spektrum

der verfügbaren Technologien enthalten.

Film ansehen

Auf dem Weg

zum perfekten Maiskolben

Einbussen bei den Ernteerträgen und der

Kornqualität verursachen allein in den USA

Verluste von schätzungsweise 238 Millionen

Bushel Mais oder USD 1,1 Milliarden

jährlich. Wie so viele Maisfarmer hatte sich

auch Mike Schmidt aus DeWitt, Iowa, mit

grossen Ernteverlusten durch unberechenbare

und verheerende Schädlinge wie den

Baum woll kapselbohrer und die Ypsiloneule

abgefunden. Die Schädlinge tun ihr Werk im

Verborgenen und sind mit herkömmlichen

Insektiziden sehr schwer zu bekämpfen.

Die Zulassung von AGRISURE VIPTERA

im April 2010 durch das US-Landwirtschafts

ministerium (USDA) und die

Markteinführung im Herbst 2010 erhielten

viel Auf merk sam keit. Die Landwirte selbst

sind jedoch wenig risikofreudig und sehr

strategisch bei der Beur teilung neuer Mais-

Traits, so dass anfäng lich Skepsis

herrschte. Mit einer neuartigen Wirkungsweise,

die mehr Schädlinge über dem

Boden kontrolliert als jedes andere

Produkt auf dem Markt, schien der neue

Saatgut-Trait von Syngenta einfach zu gut,

um wahr zu sein.

Die Ergebnisse auf seinen Feldern haben

Mike jedoch vollauf überzeugt.

www.syngenta.com/ar2010

„In unserer Gegend haben wir uns

bisher kaum um Schädlinge über

dem Boden wie die Ypsiloneule

oder den Baumwollkapselbohrer

gekümmert, denn immer wenn man

den Schaden bemerkt hatte, war es

schon zu spät, oder es gab einfach

kein wirksames Mittel, um sie zu

bekämpfen. AGRISURE VIPTERA

wirkt gut gegen diese Schädlinge:

Wir haben damit die ganze Saison

diese oberirdischen Schädlinge

unter Kontrolle und müssen uns

deswegen keine Sorgen mehr

machen oder die Felder ständig

darauf hin beobachten.“

Mike Schmidt

Landwirt, DeWitt, Iowa, USA

Oben im Bild: Mike Schmidt (links) und Rich Lee,

Syngenta Field Agronomist.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Soja

Rund 70 Prozent der weltweiten Sojaernte werden

zu Proteinpulver für Tierfutter verarbeitet – und die

Nachfrage aus den Schwellenländern steigt weiter an.

Der Sojaanbau konzentriert sich zu mehr als 80 Prozent

auf die USA, Brasilien und Argentinien. Für die Erzeuger

ist die Produktivität ein entscheidender Faktor, da sie

darum konkurrieren, die steigende Nachfrage nach

Importen, insbesondere aus China, zu decken.

Die Landwirte in Lateinamerika haben trotz der verheerenden

endemischen Krankheit Sojarost enorme

Fortschritte bei der Produktivität gemacht. Seit die

Krankheit bekämpft werden kann, wurde die Sojaproduktion

ausgeweitet – der Markt für ent sprechende

Pflanzenschutzmittel liegt derzeit bei über USD

1 Milliarde. Syngenta nimmt in diesem Markt mit einem

Anteil von rund einem Drittel eine führende Position

ein. Ein Grund dafür ist der Erfolg der Produktmischung

PRIOR XTRA ® , insbesondere in Gebieten mit hohem

Krankheitsdruck.

Umgang mit Unkrautresistenz

Die Landwirte in den USA haben sich an eine

einfachere Unkraut- und Schädlingskontrolle gewöhnt,

seit Mitte der 1990er Jahre Glyphosat auf den Markt

kam. Doch die Entwicklung Glyphosat-resistenter

Unkrautarten in den letzten fünf Jahren verlangt

heute ein differenziertes Vorgehen. Das Portfolio von

Syngenta mit selektiven Soja-Herbiziden – heute vermarktet

in Form von Glyphosat-Fertigmischungen – ist

eine kostengünstige und anwenderfreundliche Lösung.

Vielfältige Methoden zum Schutz von

hochwertigem Saatgut

Soja wird traditionell als weniger wertvoll als Mais wahrgenommen.

Doch das Potenzial für Ertragssteigerungen

durch hochwertige Genetik sowie arteigene und Biotech-

Traits steigern derzeit das Interesse an der Pflanze.

In den USA untermauerte die starke Performance

des Erbguts, das Syngenta anbietet, den Gewinn von

Marktanteilen im Jahr 2010. Auf diesen Vorteil baut

Syngenta auf und bietet integrierte Lösungen, die Saatgut,

Pflanzenschutz und Saatgutbehandlung umfassen.

Das Aphid Manage ment System beispiels weise

kombiniert Saatgutsorten mit eingezüchteter Resistenz

gegen Blattlausbefall mit der CRUISER MAXX ® Saatgutbehandlung,

die die Ernteerträge und Pflanzenvitalität

steigert. Besonders ertrag reiche Sorten mit

genetischer Resistenz gegen Soja-Zysten nema toden

werden nun um AVICTA ® ergänzt, eine Saat gut behand

lung zur Kontrolle von Nematoden, die seit einem

Jahr für Mais und nun auch für Soja angeboten wird.

In Lateinamerika, wo die Verkaufsteams von Crop

Protection und Seeds bereits zusammengelegt

worden sind, werden die integrierten Angebote unsere

Position weiter stärken. Der Erfolg der Sojasorte

VMAX ® , die Glyphosattoleranz mit einer schnelleren

Reife verbindet, führte schnell zu Markt anteils ge winnen.

In Argentinien gab die Akquisition von SPS im

Jahr 2008 Syngenta eine Plattform für die Einführung

neuer Technologien.

Syngenta sieht erhebliches Synergiepotenzial beim

Geschäft in Nord- und Lateinamerika und arbeitet mit

modernsten Verfahren zur Selektion und Züchtung,

um neue hochwertige Sorten schneller auf den Markt

zu bringen.

Umsatz Soja

USD Mio.

Crop Protection 1 290

Seed Care 170

Seeds 430

Total 1 890

19

Eine bahnbrechende Technologie

zur Saatgutbehandlung

In 2010 konnte Syngenta Landwirten in Argentinien

Sojasaatgut anbieten, das vollständig vor Insekten und

Krankheiten geschützt ist. Diese Technologie vereint die

führenden Produkte zur Saatgutbehandlung CRUISER ®

und AVICTA ® mit einem lang wirkenden Inokulat, das die

Resistenz gegenüber Krankheiten erhöht. Diese inte grierte

Technologie schützt das Saatgut vom Moment der

Aussaat, wenn es besonders empfindlich reagiert, und

hilft den Jung pflanzen, auch ungünstigen Wetter bedingungen

standzuhalten.

Die ersten Feldversuche verlaufen sehr vielversprechend,

und der Umsatz erreicht bereits USD 3 Millionen. Das

Produkt wird in drei Produktionsstätten in Argentinien her ­

gestellt und verfügt über langfristiges Wachs tums potenzial.

„Eine gute Verteilung und starke Spross bildung

sind die Voraussetzung für eine reiche Ernte.

Wir haben uns für die Technologie von Syngenta

entschieden, da nahezu 100 Prozent der

ange bauten Pflanzen spriessen.“

Lesen Sie mehr

www.syngenta.com/ar2010

Jorge Sunino

Landwirt in Argentinien

Links im Bild: Jorge Sunino (rechts) und Pablo Rugeroni, Technical

Service Engineer bei Syngenta.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Bedürfnisse der Landwirte erfüllen

20

Getreide

Weizen ist mit einer Anbaufläche von rund 225

Millionen Hektar die weltweit meistangebaute

Nutzpflanze. Brot und Nudeln sind Grund nahrungsmittel

in der westlichen Welt und werden auch in

anderen Ländern immer beliebter. Daher werden ein

reich haltiges Angebot und eine grosse Vielfalt hochwertiger

Sorten, Geschmacks- und Verarbeitungseigen

schaf ten benötigt. Da zudem in den Schwellenländern

durch sich ändernde Ernährungs gewohnheiten

der Ver brauch steigt, muss der gegenwärtige

weltweite Durchschnitts ertrag von drei Tonnen pro

Hektar erhöht werden. Das Potenzial ist zweifelsohne

vorhanden: Erzeuger in einigen westeuropäischen

Ländern ernten bereits heute mehr als das Dreifache.

Im Sommer 2010 erlitt die weltweite Weizenproduktion

jedoch durch die verheerenden Brände in Russland

einen schweren Schlag. Russland hat in den letzten

Jahren nicht nur auf dem nationalen Markt mehr

Weizen verkauft, sondern sich auch zu einem

wichtigen Exporteur entwickelt. Darum zogen nach

dem Ernteausfall die Weizenpreise weltweit kräftig

an. Solche Ereignisse unterstreichen, wie dringend

notwendig nachhaltige Produktivitätssteigerungen

sind, damit die Märkte künftige Angebotseinbrüche

besser auffangen können.

steigern können, indem sie ihre Felder systematischer

behandeln – so, wie sie es bei Weizen bereits tun.

Da Syngenta neben Lösungen im Pflanzenschutz und

zur Saatgutbehandlung auch neue Weizensorten

entwickelt, kann das Unternehmen auf vielen Ebenen

Produktivitätssteigerungen vorantreiben. Als Welt marktführer

bei Getreidesaatgut arbeitet Syngenta mit

modernsten Züchtungsverfahren wie der Marker-un ter -

stützten Züchtung und Doppelhaploid-Technologie.

Im April 2010 schloss Syngenta eine öffentlich-private

Partnerschaft mit dem International Maize and Wheat

Improvement Center (CIMMYT) zur Forschung und

Entwicklung in den Bereichen Traits, Hybrid-Weizen

sowie der Kombination von Saatgut und Pflanzen schutz,

um schneller Ertragssteigerungen zu erreichen.

Syngenta kann hier ihre genetische Markertechnologie

und Traits-Plattform einbringen, um die Produktivität

des Weizenanbaus in den Schwellenländern

zu verbessern.

Umsatz Getreide

USD Mio.

Crop Protection 1150

Seed Care 170

Seeds 60

Total 1 380

Angebot in Osteuropa ausbauen

Eine Priorität ist für Syngenta die Zusam men arbeit

mit Landwirten in Russland und ganz Ost europa,

um deren Ernteerträge und Rentabilität langfristig zu

steigern. Der Schlüssel hierzu liegt im Ausbau unseres

Pflanzenschutzsortiments. Der Umsatz des neuen

Getreideherbizids AXIAL ® wuchs beispielsweise in

dieser Region trotz der schwierigen Marktlage in 2010

um über 50 Prozent. Auch das Fungizid AMISTAR ®

entwickelte sich hervorragend und beginnt, ältere

Konkurrenzprodukte zu verdrängen. Die Behandlung

von Weizensaatgut mit CRUISER ® steigert die Vitalität

der Pflanzen, insbesondere in kalten Regionen, und

ermöglicht den Landwirten eine frühere Aussaat.

Integrierte Anbaumethoden für Getreide

Weltweit zeigen Lösungen wie CRUISER ® das Poten zial

von Crop Enhancement bei Weizen. Der Wachstumsregulator

MODDUS ® macht Pflanzen nicht nur kürzer

und kräftiger, sondern hilft den Pflanzen auch, durch

verstärktes Wurzelwachstum besser Wasser und

Nährstoffe aufzunehmen sowie Trockenheit und Hitze

zu tolerieren. Im Jahr 2010 brachte Syngenta

Isopyrazam, ein Fungizid der neuen Generation und

mit einer neuen Wirkungsweise, in Grossbritannien für

Gerste und in Neuseeland für Weizen auf den Markt.

Es kontrolliert eine Vielzahl von Krankheiten und

steigert zugleich die Ernteerträge. Im Gersteanbau

ist es ein wichtiges Element für ein neues integriertes

Anbausystem, mit dem die Landwirte ihre Produktivität

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Bei Wind und Wetter

Sandy Norrie ist Arable Manager bei der

A J Duncan Farm in Muirden, im Nordosten

Schottlands. Der Betrieb arbeitet

seit 2003 mit Hybrid-Gerste, als Syngenta

Colossus auf den Markt brachte – die

weltweit erste Hybrid-Wintergerste. Sandy

hat auch viel Erfahrung mit Sommergerste

von Syngenta, wie Optic und neuerdings

auch Waggon und Forensic.

Als Teilnehmer an einer Fallstudie für

Hybrid gerste im Jahr 2010 profilierte A J

Duncan die Hybridsorten Boost, Volume

und Element. Im Vergleich zu Standardsorten

waren Ertrags steigerungen von

10 Prozent und mehr zu verzeichnen. In

Kombination mit den führenden Pflanzenschutzprodukten

und der Expertise von

Syngenta bieten die innovativen neuen

Hybridgerstesorten zahlreiche Vorteile. Sie

www.syngenta.com/ar2010

können auch bei schwierigen Wetter bedingungen

angebaut werden, und

Landwirte können auf Grund der

verbesserten Kornqualität aus jedem

Hektar das Optimum herausholen.

„Die neuen Sorten zeigen eine

deutlich bessere Performance.

Wir haben nicht nur höhere

Ernteerträge und eine bessere

Kornqualität, sondern die Pflanzen

sind auch widerstandsfähiger.“

Sandy Norrie

Arable Manager, A J Duncan Farm,

Muirden, Schottland

Oben im Bild: Sandy Norrie (links) und

Tom Mitchell, Business Manager bei Syngenta.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Reis

Reis spielt von allen Feldfrüchten die wichtigste Rolle für

die Ernährung der Menschheit. Jeden Tag liefert er mehr

als zwei Milliarden Menschen rund 60 Prozent ihrer

Kalorienzufuhr. In Asien, wo 90 Prozent der welt weiten

Reisproduktion erfolgt, beträgt der durch schnitt liche

Pro-Kopf-Verbrauch über ein Kilogramm pro Woche.

Doch die Produktivitätssteigerung im Reisanbau hinkt

noch immer hinter den Fortschritten bei anderen

Nutzpflanzen her. Die Regierungen in den Schwellenländern

Asiens werden zunehmend aktiv, um dieser

Herausforderung durch Förderung und Anreize zur

Modernisierung des Reisanbaus zu begegnen.

Syngenta beteiligt sich an dieser Modernisierung,

indem sie das Produkt- und Dienstleistungsangebot

für Reisbauern erweitert. Unser Ziel ist eine deutliche

Steigerung der Ernteerträge bei gleichzeitiger

qualitativer Verbesserung.

Reisfelder unterschiedlichsten Einflüssen ausgesetzt

sein können – zum Beispiel flutartigen Über schwemmungen,

die die Pflanzen schädigen können –

entwickelt Syngenta arteigene Traits, die die

Pflanzen widerstandsfähiger gegen kurzzeitige

Überflutungen machen.

Technologien zu den Kleinbauern bringen

Allein in Asien gibt es mehr als 200 Millionen Reisbauern,

für die Wissensausbau und -transfer

entscheidende Faktoren sein werden, um die eigene

Existenz nachhaltig zu sichern. Damit die Kleinbauern

dies erfolgreich meistern können, bieten die Teams

von Syngenta vor Ort nicht nur die Produkte an,

sondern auch die notwendigen Hilfsmittel,

Beratungen und Schulungen.

Umsatz Reis

USD Mio.

Crop Protection 530

Seed Care 30

Seeds 10

Total 570

21

Chemische Lösungen ausweiten

Bisher beschränkte sich der Einsatz von chemischen

Produkten im Reisanbau vor allem auf Herbizide und

ältere Insektizide. Mit der Expansion des neuen

Insektizids VIRTAKO ® aus der DURIVO ® -Produktreihe

bietet Syngenta nun eine neue Wirkungsweise an, die

die Schädlinge kontrolliert und auch die Vitalität der

Pflanzen steigert. Syngenta erschliesst zudem neue

Märkte für ARMURE ® , ein breit wirkendes Produkt zur

Krankheitskontrolle. Darüber hinaus sieht Syngenta

immer grössere Chancen für AMISTAR ® , die sie nach

dem Ausbau ihrer Produktionskapazitäten nun

zunehmend nutzen kann.

Das Potenzial der Ernteerträge verdoppeln

Saatgutbehandlung ist ein weiteres Beispiel dafür, wie

Reisbauern in Asien neue Technologien übernehmen:

Erzeuger in Regionen mit grossem Potenzial profitieren

von der Kombination von CRUISER ® mit ertragreichen

Hybriden und kompletten Programmen zum

Pflanzenschutz. Syngenta baut ihr integriertes

Angebot auch in Indien mit der Einführung von

TEGRA aus. Diese Lösung für Reis-Kleinbauern

umfasst hochwertiges Saatgut, das mit Produkten zur

Saatgut be handlung ummantelt und später mit einem

neuen System mechanisch verpflanzt wird, um den

Arbeitsaufwand mit den Setzlingen zu minimieren. In

der Wachstumsphase wird auch ein Pflanzenpflege-

Protokoll befolgt. So kann TEGRA die Reiserträge

um durchschnittlich 30 Prozent steigern.

Effiziente Nutzung von Wasser

Der traditionelle Reisanbau setzt voraus, dass reichlich

Wasser verfügbar ist – Wassermangel in allen Stadien

des Wachstumszyklus beeinträchtigt Grösse und

Ertrag der Pflanzen. Syngenta züchtet daher Hybridsorten

mit kurzen und mittleren Reifezeiten und

entsprechend geringerem Wasserbedarf. Da

Lesen Sie mehr

Mehr Reis ernten, weniger

schwer arbeiten

In Asien bedeutet Reis Leben: Für mehr

als zwei Milliarden Menschen ist Reis die

Nahrungs grundlage. Die Produktivität im

Reisanbau auf diesem Kontinent liegt

derzeit zwischen zwei und acht Tonnen

pro Hektar.

In den entwickelten Regionen Asiens ist

die Produktivität hoch, und das Setzen der

Reis pflanzen ist seit über 15 Jahren durch

Mecha ni sierung stan dardi siert. In den

Schwellenländern Asiens hin ge gen ist die

Produktivität nach wie vor gering; gesetzt

werden die Pflanzen dort vorwiegend

von Hand.

Syngenta hat deshalb ein Projekt initiiert,

um bewährte Technologien im Reisanbau

daraufhin zu unter suchen, wie sie am

besten den Land wirten in Schwellenmärkten

zu gäng lich gemacht werden

können – unab hängig von der Betriebsgrösse.

Dank ihrer umfassenden Kompetenz

in Saatgut, Pflanzenpflege, Bodensubstraten

und Pflanzen schutz

ist Syngenta ideal positioniert, um

diesen Land wirten eine Komplettlösung

anzubieten.

So entstand TEGRA : ein neues Verfahren

für Setzlinge, das an jedes einzelne Reis-

Öko system angepasst wird und eigene

Produkte von Syngenta, mechanisches Umsetzen

und umfassenden agro no mischen

Beratungsservice von Syngenta umfasst.

„Mir gefällt, wie der Agronom von

Syngenta mir hilft, meine Pflanzen

gut zu versorgen und Probleme mit

Schädlingen und Krankheiten zu

lösen. Das Umsetzen ist viel

einfacher und die Pflanzen bleiben

über die ganze Saison gesund.“

Nukala Janaki Rami Reddy

Reisbauer in Indien

www.syngenta.com/ar2010

Oben im Bild: Nukala Reddy (rechts) mit

Hari Gopal, CTP Manager bei Syngenta.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Bedürfnisse der Landwirte erfüllen

22

Eine Revolution im Zuckerrohranbau

Auf dem Zuckerrohranbau lastet hoher Druck, denn die

weltweite Nachfrage nach Zucker und Ethanol steigt

schnell, und die Kapazi täten dieser weitgehend auf

Handarbeit beruhenden Branche sind begrenzt. Syngenta

hat daher ein eigenes Team gegründet, das sich mit

Verfahren beschäftigt, die die Arbeit vereinfachen und

Nachhaltigkeit gewährleisten.

Das Ergebnis ist revolutionär: In 2011 führt Syngenta in

Brasilien PLENE ein, eine innovative Technologie, die

häufigeres Anpflanzen und damit höhere Ernteerträge

ermöglicht.

PLENE vereinfacht die Arbeit durch vorbehandelte Zuckerrohr

stecklinge, die vor Krankheiten und Insekten geschützt

sind und zu gesünderen Pflanzen heran wach sen. Die

Stecklinge sind nur vier Zentimeter lang – bei herkömmlichen

Systemen ist es die zehnfache Länge. Auf Grund

der geringeren Grösse konnte John Deere eine Ausrüstung

speziell für den Anbau von PLENE entwickeln,

die leichter ist und weniger Treibstoff verbraucht.

„PLENE stellt eine radikale Vereinfachung dar. Ich

bin begeistert von dem geringen Arbeitsaufwand

und den reduzierten Kosten.“

Gustavo Villa Gomes

Zuckerrohrmüller in Brasilien

Links im Bild: Gustavo Villa Gomes (rechts) und Alexandre

Peres, Syngenta Sales Representative New Technologies Cane.

Film ansehen

www.syngenta.com/ar2010

Umsatz Zuckerrohr

USD Mio.

Crop Protection 150

Seed Care 0

Seeds 0

Total 150

Zuckerrohr

Mit Zuckerrohr werden 70 Prozent des weltweiten

Zuckerbedarfs gedeckt. Zudem ist es der kostengünstigste

Rohstoff für pflanzliches Ethanol. Allerdings

ist in der Vergangenheit wenig in Technologien für den

Zuckerrohranbau investiert worden, so dass die

Ernteerträge deutlich unter den Möglichkeiten liegen.

Um dieses Potenzial auszuschöpfen hat Syngenta

umfas sende Investitionen in Zuckerrohr getätigt und

ist das erste Unternehmen, das integrierte Lösungen

auf den Markt bringt, die die Ernteerträge und die

Qualität für die Anbauer und Weiterverarbeiter steigern.

Crop Enhancement in Kombination mit

Schädlingskontrolle

In Brasilien, wo mehr als 50 Prozent des Zuckerrohrs

weltweit erzeugt wird, profitieren die Landwirte

schon heute erheblich vom Pflanzen schutzportfolio

von Syngenta.

Das Insektizid ACTARA ® kontrolliert stechende und

beissende Insekten und stärkt zusätzlich die Pflanzen,

was die Ernteerträge um 10 Prozent steigert. Der

Wachstumsregulator MODDUS ® ermöglicht den

Landwirten den Zeitpunkt der Ernte so zu steuern,

dass sie den maximalen Zuckerertrag erhalten.

Zudem fördert MODDUS ® die Wurzelbildung in der

Wachstumsphase und dadurch die Aufnahme von

Wasser und Nährstoffen.

Im Jahr 2010 brachte Syngenta ENGEO ® auf den

Markt, eine chemische Lösung zur Termiten kontrolle.

Im Gegensatz zu anderen Produkten auf dem Markt

lagert sich ENGEO ® weder in der Umwelt an, noch

schädigt es die nützlichen Termiten, die nach der

Ernte die Zuckerrohrreste abbauen. PRIORI XTRA ® ,

ein in Brasilien weit verbreitetes Fungizid gegen

Sojarost, wurde als erstes Produkt auch gegen

Zuckerrohrrost zugelassen.

Integrierte Technologien

PLENE ist eine revolutionäre Technologie für den

Zuckerrohranbau, die Chemie, Pflanzengenetik und

Anwendungstechnologie zu einer wirklich integrierten

Lösung verbindet. Das Unternehmen wird hochwertige

Zuckerrohrvarietäten als kleine Stecklinge anbieten,

die mit einer schützenden Saatgutbehandlung aus

Produkten von Syngenta versehen sind. Ein Übergang

vom manuellen zum mechanisierten Anbau wird die

Sicherheit erhöhen und das Problem mangelnder

Arbeitskräfte lösen. Zudem können die Landwirte so

Zuckerrohr häufiger anpflanzen und mit den jüngeren

Pflanzen höhere Ernteerträge erzielen. Darüber hinaus

werden natürliche Ressourcen effektiver genutzt.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Ölsaaten und

Zuckerrüben

Während in vielen Schwellenländern die Nahrungssicherheit

ein vordringliches Problem ist, sind die

Verbraucher in den Industrieländern in der privilegierten

Lage, sich Produkte aussuchen zu können, die

besonders gut für ihre Gesundheit sind. Pflanzliche

Öle aus Sonnenblumen und Raps werden bevorzugt,

weil sie relativ viel ungesättigte Fettsäuren enthalten.

Die hohe Nachfrage der Verbraucher macht die

Pflanzen attraktiv für Landwirte, ebenso wie ihre

Ertragsstabilität unter un günstigen Anbaubedingungen

sowie ihr Nutzen für das gesamte Produktionssystem,

besonders in der Fruchtfolge mit Getreide.

Ölsaaten: Höherer Ernteertrag und Ölgehalt

Seit einigen Jahren floriert der Anbau von Sonnenblumen

in Schwellenländern – auf diese Märkte

entfallen heute 75 Prozent der globalen Produktion.

Der erste Reflex der Landwirte ist häufig, die Anbaufläche

zu vergrössern. Um die Nachhaltigkeit ihrer

Pflanzen aber zu maximieren, müssen die Landwirte

auf die Art und Qualität des Saatguts fokussieren.

Syngenta hat in den letzten zehn Jahren viel in den

Ölsaatanbau in Schwellen ländern investiert. Die

Entwicklung geht hin zu leistungs starken Hybrid sorten

mit erstklassiger Genetik, die an die lokalen Gegebenheiten

ange passt sind. Premium-Genetik ermöglicht

widerstandsfähigere Pflanzen bei Umweltstress und

höhere Ernteerträge, die durch die führen den Produkte

zur Saatgutbehandlung von Syngenta zusätzlich

gesteigert werden. Darüber hinaus führt Syngenta

regelmässig neue Sorten mit besonderen arteigenen

Eigenschaften, wie hohem Öl säure gehalt oder

Krankheits resistenz, in den Markt ein.

Gezielte Akquisitionen haben unsere weltweite

Führungsposition bei Sonnenblumen weiter gestärkt.

Durch die Akquisition von SPS im Jahr 2008 hat

Syngenta ihre Reichweite auf das mittelwertige

Segment des argentinischen Marktes ausgedehnt. Die

Übernahme des weltweiten Sonnenblumengeschäfts

von Monsanto wurde Ende 2010 abgeschlossen

und ergänzt unsere vorhandene starke Position in

hochwertiger Genetik in verschiedenen Märkten.

Syngenta unterhält ein weltweites Netz von

Züchtungsstationen für Sonnenblumen. Dort wird an

allen Aspekten der Ertragssteigerung sowie an Traits

für Stresstoleranz oder Fettsäuregehalt gearbeitet.

In Nordeuropa wird Raps sowohl für die Speiseöl- als

auch für die Biodieselproduktion angebaut. Hybride

sorgen hier für Wertsteigerung; Syngenta bietet

leistungsstarke Hybride und Produkte zur Saatgutbehandlung

für starke Pflanzen an. In Kanada vertreibt

Syngenta eine Reihe von Pflanzenschutzmitteln zur

Anwendung über die gesamte Saison.

Zuckerrüben: Mehrwert für Landwirte schaffen

Die Zuckerrübe ist eine industrielle Nutzpflanze, die in

der Lebensmittelherstellung sowie für die Biogas- und

Ethanolproduktion genutzt wird. Für die Landwirte in

West- und Mitteleuropa ist sie schon heute eine hochwertige

Anbauoption. In Osteuropa sind zwar die

Anbau flächen und -mengen gross, doch bei der

Qualität des Saatguts gibt es noch beträchtliche

Verbesserungs möglichkeiten.

In 2010 festigte Syngenta ihr Europageschäft durch

die Akquisition der in 35 Ländern verkauften Marke

Maribo ® , einschliesslich der dazugehörigen Saat gutproduktions-

und Vertriebsaktivitäten.

Das Volumen des Zuckerrübenmarktes in den USA

hat sich seit 2008 wertmässig verdoppelt, nachdem

Glyphosat-tolerante Zuckerrüben eingeführt und die

Saat gutbehandlung ausgedehnt wurde. Die Ge schwindigkeit,

mit der Landwirte die Glyphosattoleranz annahmen

(Markt anteil von 95 Prozent in 2010), zeigt, wie

die Bio tech no logie die Ökonomie des Nutz pflanzen -

anbaus verändern kann.

Lesen Sie mehr

Gesunde Wachstumsaussichten

Auch bedingt durch eine Ernährung, die

viel gesättigte Fettsäuren enthält, bleibt die

Lebens erwartung in Russland hinter der

in anderen Teilen Europas zurück. Gleichzeitig

ist das Land der weltweit grösste

Markt für Sonnen blumen saatgut. Doch

während die Anbau flächen für Sonnenblumen

immer grösser werden, steigen

die Ernteerträge nicht im gleichen Masse.

Das Öl von ölsäurereichen Hybridsorten

zeichnet sich durch eine gesunde Fettsäure

zusammen setzung aus und kann

ebenso wirksam den Cholesterinspiegel

senken wie teurere Olivenöle. Daher könnte

es eine bedeutende Rolle auf diesem Markt

Umsatz Ölsaaten und

Zuckerrüben USD Mio.

Crop Protection 290

Seed Care 100

Seeds 460

Total 850

„Vom Erzeuger über die verarbeiten de

Industrie bis zum Verbraucher – alle

profitieren von unseren ölsäurereichen

Sonnenblumensorten.

18 000 Einheiten Saatgut mit hohem

Ölsäuregehalt wurden 2010 verkauft,

mehr als fünfmal so viel wie 2008.

Die Menschen in Russland brauchen

mehr gesunde Ölprodukte, daher

sind wir bestens positioniert, Marktanteile

hinzuzugewinnen.“

Hachares Babiyan

Syngenta Territory Sales Representative,

Rostov, Russland

Links im Bild: Hachares Babiyan (links) und

Alexander Sapronov, Chief Agronomist der

Manitek Farm.

www.syngenta.com/ar2010

einnehmen und der Gesundheit der

Menschen zugute kommen.

Um das zu verwirklichen, treibt Syngenta

neben der Produktinnovation auch die

Distribution im ganzen Land voran und

schmiedet eine solide Kette vom Erzeuger

bis zum Verbraucher.

Parallel dazu suchte Syngenta einen

grossen Ölproduzenten als Partner –

und fand ihn in ASTON, einem russischen

Lebensmittel hersteller. Aus dieser

Partner schaft ging Zateya Gold hervor,

das jetzt in Supermärkten in ganz

Russland erhältlich ist.

23


Syngenta

Jahresbericht 2010

Bedürfnisse der Landwirte erfüllen

24

Vegetables

Der globale Markt für Gemüsesaatgut beläuft sich

auf mehr als USD 4 Milliarden. Sein anhaltendes

Wachstum wird getragen von der steigenden Nachfrage

der Verbraucher nach frischen Produkten.

Technologien werden immer wichtiger, um die

vielfältigen Anforderungen zu erfüllen, die über Verbraucher

ge schmack und -komfort weit hinaus gehen:

Gemüsebauern sind Ertrag, Kosten und Krank heitsresistenz

wichtig; die Händler achten auf Aussehen,

konstante Qualität und lange Haltbarkeit.

In den Schwellenländern liegt der Fokus auf der

Steigerung der Qualität und Produktivität. In Brasilien

bei spiels weise ist Syngenta das einzige Unternehmen,

das die dynamische Expansion des Marktes für

verarbeiteten Zuckermais vorantreibt. Syngenta

verdankt ihren Erfolg der Fokussierung auf

Produkteigenschaften, die den Verbrauchern wichtig

sind – Zartheit und Geschmack – sowie auf die

Effizienz für die verarbeitende Industrie. Das

Unternehmen hat zudem eine Umstellung von

Futtermais auf Zuckermais eingeleitet und hochwertige

tropische Sorten entwickelt, die seinen Kunden neue

Exportmärkte erschliessen. Derzeit entwickelt

Syngenta Züchtungsprogramme mit Blick auf die

Expansion in den Markt für Frischmais.

In Indien umfasst das breite Angebot von Syngenta

viele hochwertige Nutzpflanzen. Das Unternehmen hat

seine Technologien durch Anpassung an den lokalen

Markt differenziert und bietet Lösungen wie arteigene

Traits zur Krankheitsresistenz in Tomaten an.

Dies erhöht die Zuverlässigkeit der Ernte und die

Ertrags mengen für die Landwirte, deren Existenz oft

von einer einzigen Nutzpflanzenart abhängt.

Umsatz Vegetables

USD Mio.

Crop Protection 900

Seed Care 60

Seeds 660

Total 1 620

Weltweites Wachstum, schnelle Expansion

in Schwellenländern

In den Industrieländern wird immer mehr Gemüse

verzehrt, denn die Verbraucher sind sich zunehmend

der Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Er nä h-

rung bewusst. Doch die höchsten Wachs tums raten

bei Gemüse gibt es in den Schwellenländern: Meist

steht der stei gen de Fleischkonsum im Blickpunkt, doch

der wachsende Wohlstand schürt auch den Wunsch

nach einem qualitativ besseren und vielfältigeren

Gemüse angebot, was durch den Ausbau der

Händlernetze begünstigt wird. Die Umsätze mit

Gemüsesaatgut von Syngenta sind in diesen Märkten

in den letzten fünf Jahren im Gesamtdurchschnitt

um 21 Prozent gestiegen.

Integrierte Technologien

Weltweit hat Syngenta das stetige Umsatzwachstum

bei Gemüsesaatgut durch strategische Akquisitionen

ausgebaut, die ihren vielfältigen Genpool noch

erweitern. Mit zukunftsweisender Züchtung und neuen

arteigenen Traits bietet das Unternehmen entlang der

gesamten Wert schöpfungskette kontinuierlich neue

Vorteile. Das Saatgutangebot wird ergänzt durch

Fungizide und Insektizide, die die heutigen strengen

Qualitäts an for derungen der Verbraucher und Händler

erfüllen. Die Einführung des neuen Fungizids REVUS ®

in 14 neuen Märkten im Jahr 2010 hat unsere

Position weiter gestärkt.

Ein Beispiel für die integrierten Angebote von Syngenta

ist eine Kombination von Kohlhernie-Resistenz und

Insektizidbehandlung bei Blumenkohl. Neue krankheits

resistente Saatgutsorten werden mit der

FARMORE ® -Saatgutbehandlung ummantelt, die aus

zwei Kompo nenten besteht: Fungizide gegen Pilze

im Boden und in der Luft sowie Insektizide als

umweltfreundlichere Alternative für auf dem Feld

auszubringende Produkte.

Globale Ressourcen, lokales Angebot

Ihre weltweite F&E-Präsenz ermöglicht Syngenta

positive Skaleneffekte und einen grossen Genpool. Auf

dieser Grundlage und ergänzt durch die Expertise in

der Genetik entwickelt Syngenta massgeschneiderte

Saatgutsorten für die jeweiligen lokalen Anforderungen

der Landwirte.

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Ein erfolgreiches Team

Vor einigen Jahren stellte Syngenta ausgewähl

ten Landwirten in Grossbritannien die

neue Baby-Pflaumentomate Angelle vor.

Marks & Spencer, ein Einzelhändler, der für

seine hoch wertigen Produkte bekannt ist,

nahm sie eben falls in sein Sortiment auf.

Heute wird Angelle in mehreren europäischen

Ländern angebaut und ist dank

der einzigartigen Partnerschaft zwischen

Syngenta und den beteiligten Land wirten

und Händlern ganzjährig erhältlich.

Ein führender Anbauer von Angelle, Juan

Romera aus Almeria, Spanien, war schon

immer vom Wert der Technologie überzeugt.

Mit der Unter stützung von technischen

Experten der lokalen Genossenschaft

SAT Acrena baut er begeistert neue

Sorten an und setzt die an spruchs vollsten

Anbauprotokolle um. Seine Produktionsverfahren

werden von den Exportmärkten

anerkannt, und führende Händler arbeiten

gern mit ihm zusammen.

www.syngenta.com/ar2010

„Ich geniesse unsere Partnerschaft

sehr – sie gründet auf Kompetenz,

Vertrauen, Ehrlichkeit und Engagement.

Ein grossartiges Beispiel sind

die Nützlinge von Syngenta Bioline.

So kann ich sowohl meine Pflanzen

vor Schädlingen schützen als auch

die Verbraucher mit gesunden Produkten

versorgen. Mit Angelle hat

Syngenta ein unver wech sel ba res

Produkt geschaffen, das den

Bedürfnissen der Einzelhändler und

Verbraucher ebenso entspricht wie

meinen Standards als Anbauer.“

Juan Romera

Tomaten-Anbauer, Spanien

Oben im Bild: Juan Romera (rechts) und David

Murcia, Tomato Product Manager bei Syngenta.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Lawn and Garden

Die Nachfrage nach Produkten für Rasen und Garten

ist eng an das Konsumklima gekoppelt. Golfplätze

sind ein wichtiger Abnehmer von Rasenprodukten –

je mehr Golf gespielt wird, desto grösser ist der

Investitionsspielraum für die Platzwarte. Die Nach frage

nach Blumen spiegelt hingegen wider, wie viel die

Verbraucher für ihre Gärten ausgeben wollen und

wie risikofreudig die Einzelhändler beim Anlegen von

Beständen sind. Hier ist eine effiziente Logistik der

Schlüs sel zu minimalen Verlusten und hoher Qualität.

Breit gefächerter Ansatz für den Rasenmarkt

Im Golfmarkt sind die Bespielbarkeit und die Ästhetik

der Golfplätze von zentraler Bedeutung. Dennoch

werden auch hier die Kaufentscheidungen von den

Kosten be ein flusst. Derzeit findet in dieser Branche

ein Um denken von reiner Schädlingskontrolle hin

zu Ansätzen statt, die auch Umwelt as pek te wie

Wasserverbrauch und Artenvielfalt berück sich tigen.

Bei einer gemeinsamen Initiative von Syngenta und

Marriott Golf wurde ein neues Hilfsmittel für Platzwarte

entwickelt, um sie darin zu unterstützen, ihre Golfplätze

nachhaltig zu bewirtschaften und die Auswirkungen

auf die Umwelt zu reduzieren.

Umsatz Lawn and

Garden USD Mio.

Crop Protection 470

Seed Care 0

Seeds 340

Total 810

25

Lösungen für Landwirte und ihre Kunden

Durch die Kombination von Genetik, Schutz produkten

und Bodensubstraten ist es Syngenta möglich, ein

umfassendes, integriertes Angebot für professionelle

Anbaubetriebe von Zierpflanzen bereitzustellen. Dies

gewährleistet, dass die Pflanzen gesund wachsen

und – durch erstklassige Logistik – genau zur Blütezeit

bei den Händlern sind. Nur mit einem solchen Service

lässt sich zu Spitzen zeiten der Bedarf befriedigen –

etwa bei der Aus lie fe rung von 140 Millionen

Weihnachtssternen rechtzeitig vor Weihnachten.

Die neue QMAX-Technologie von Syngenta ist eine

besonders effiziente Anbaumethode unter anderem

für Geranien. Die Pflanzen werden im Dunkeln unter

sterilen Bedingungen aufgezogen und wachsen dort

schneller als in Gewebekulturen. Das Verfahren wird

derzeit in Guatemala implementiert; es senkt die

Kosten für Geraniensetzlinge und erhöht die Flexibilität

und Verlässlichkeit.

Die Endverbraucher wollen Vielfalt und Komfort. Daher

hat Syngenta ihr Blumensortiment in den letzten Jahren

durch verschiedene Zukäufe erweitert. Gleich zeitig hat

sie führende Positionen bei wichtigen Pflanzen wie

Stiefmütterchen und Geranien erreicht und kann nun

das Sortiment dank ihres umfassenden Genpools

praktisch unbegrenzt auffrischen und anpassen. So

kann Syngenta den Kundenwunsch nach Pflanzen

erfüllen, die einfach aufzuziehen und zu pflegen sind.

Auch durch die Ausweitung ihres Portfolios an

chemischen Schutzprodukten im Einzelhandel deckt

Syngenta Kunden be dürf nisse ab. Hierzu wurden

Partnerschaften mit grossen Gartencentern und

Heimwerkermärkten geschlossen.

Lesen Sie mehr

Pflege für die Wiege des

Golfsports

St. Andrews Links an der schottischen

Ostküste gilt als die Wiege des

Golfsports – er wird dort seit über

600 Jahren gepflegt und weiter entwickelt.

Der Old Course, auf dem das Open

Championship 2010 ausgetragen wurde,

ist als Inbegriff eines Links-Platzes

bekannt.

Gordon Moir, Director of Greenkeeping

des St. Andrews Links Trust, und sein

Team ver bin den zur Pflege der sieben

prestigeträchtigen Plätze des Trusts eines

Reihe traditioneller Verfahren zur Rasenpflege

mit dem sorgsamen Einsatz von

Syngenta-Produkten, wie RESCUE ®

und HERITAGE ® .

Der Old Course von St. Andrews ist immer

noch öffentlich. Golfer aus aller Welt sind

hier willkommen, um ihr Können unter

denselben Bedingungen wie die Weltspitze

zu testen.

www.syngenta.com/ar2010

„Die Produkte von Syngenta

haben uns beeindruckt, und

wir denken, dass wir damit die

Spielflächen ein heit licher und

wirtschaftlicher herrichten und

instand halten können.“

Gordon Moir

Director of Greenkeeping,

St. Andrews Links Trust, Schottland


Syngenta

Jahresbericht 2010

26

Unser

Angebot

gestalten


Syngenta

Jahresbericht 2010

Vom Kühlschrank auf das Feld

27

Als der Wissenschaftler Greg Warren eine Probe saurer

Milch aus seiner Küche mit ins Labor zu Syngenta nahm,

ahnte er noch nicht, dass die daraus isolierte Bakterienart

zu einem revolu tionären Insektizid führen würde, das neue

Dimensionen bei der Schädlingskontrolle in Mais und

Baumwolle eröffnet.

Das neue Protein mit dem Namen Vip3A (Vegetative

Insecticidal Protein 3A) wirkt gegen eine Vielzahl von

Schädlingen und kann dazu beitragen, die Wirkungsdauer

anderer, verwandter Technologien zur Schädlingskontrolle

zu verlängern. Die auf Vip3A basierenden Produkte

AGRISURE VIPTERA 3111 und VipCot bieten ein

einzigartiges Wirkungs spektrum gegen Schadinsekten

bei Mais und Baumwolle. Auch für andere Nutzpflanzen

wie Soja und Reis sind die Aussichten sehr

viel versprechend.

„Auch wenn die Entdeckung von Vip3A vielleicht

wie reiner Zufall aussieht, ist sie doch das Ergebnis

einer absolut systematischen wissen schaftlichen

Vorgehensweise. Unsere Wissenschaftler

haben bewusst eine breite Vielfalt von Sub stan zen

ge tes tet, die Bakterien mit neuartigen Toxinen

enthalten könnten. Dass der „Sieger“ letzt end lich

aus Greg Warrens Kühlschrank stammt, ist einerseits

ein glücklicher Zufall, andererseits aber auch

die wohlverdiente Belohnung für die inno va ti ve und

gründliche Arbeit, die sein Team geleistet hat.“

Eric Chen

Syngenta Principal Research Scientist

Links im Bild: Eric Chen (links) und Greg Warren, jetzt Syngenta

Patent Attorney.

Lesen Sie mehr

www.syngenta.com/ar2010

F&E-Ausgaben 2010

USD 1 032

Mio.

USD 952 Mio. 1 2009

1 Nach einer Änderung der Berichterstattung

für Vergütungen nach

Beendigung des Anstellungsverhältnisses

wie in Note 2 der

Syngenta Consolidated Financial

Statements im Financial Report

2010 beschrieben, der auf unserer

Webseite www.syngenta.com/ir

eingesehen werden kann.

Forschung und

Entwicklung

Die Wissenschaftler von Syngenta tragen durch neue

Methoden der nachhaltigen Ertrags- und Qualitätsstei

ge rung dazu bei, die Bedürfnisse von Landwirten

zu erfüllen. Durch die Verbindung ihrer Expertise in

Biowissenschaften, Chemie, Pflanzengenetik und

Agronomie ist Syngenta einzigartig positioniert, um

integrierte Lösungen für ihre Kunden zu entwickeln.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E)

betrugen im Jahr 2010 über USD 1 Milliarde – dies

unterstreicht die Führungsposition von Syngenta

innerhalb der Branche. Fast 5 000 Mitarbeitende sind

in F&E-Zentren und Feldstationen rund um den Globus

beschäftigt, und das Unternehmen investiert weiter in

die Entwicklung seiner Mitarbeiter, technisches Knowhow

und externe Partnerschaften.

Globale Stärke

Syngenta hat eine integrierte F&E-Organisation, die

das Wissen, die Fähigkeiten und die Ressourcen des

Unternehmens nutzt, um die Probleme der Land wirte

durch die Kombination von Saatgut-Genetik, Traits und

Chemie zu lösen. Unsere globalen Plattformen für

Produktsicherheit und Zulassung ermöglichen uns,

schneller und effizienter neue Produkte zu entdecken,

zu entwickeln und registrieren zu lassen. Die

Zusammenarbeit erfolgt vermehrt im Rahmen von

Netz werken, um das Wissen zu wichtigen Themen

voran zubringen und die Kenntnisse und Ideen aller

Wissenschaftler von Syngenta zu nutzen.

In Europa sind durch die jüngsten Investitionen von

Syngenta in ihre grossen Forschungsstandorte für

Pflanzenschutz in Jealott’s Hill (Grossbritannien) und

Stein (Schweiz) international anerkannte Kompetenzzentren

entstanden. Hier bieten sich Landwirten und

anderen Interessengruppen hervorragende Möglichkeiten,

um aus erster Hand zu erleben, wie leistungsfähig

das Produktangebot von Syngenta ist und

welche Bedeutung die Technologien des Unter nehmens

haben, um die Heraus for derungen zur Nahrungssicher

heit zu bewältigen.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Unser Angebot gestalten

28

Crop Protection Pipeline

Mit dem schnellen Wachstum des Unternehmens in

den Schwellenländern werden grosse potenzielle

Chancen erkennbar.

Syngenta hat durch die Ausweitung ihrer F&E-Aktivitäten

und Partnerschaften in Asien, Lateinamerika und

Osteuropa Zugang zu lokaler wissenschaftlicher

Expertise und gewinnt dadurch wichtige Einblicke

für zukünftiges Wachstum.

Der Syngenta-Standort in Goa (Indien) steht im

Mittelpunkt unserer Bemühungen, die Entwicklung

neuer Produkte durch engeres Zusammenwirken

zwischen Chemikern in der Forschung und der

Prozess ent wick lung zu beschleunigen; Ende 2010 hat

Syngenta den Ausbau dieses Standorts abge schlossen.

Zudem wird das Biotechnologie zentrum in Peking

(China) ausgebaut, das sich schwerpunktmässig mit

der Eva luierung von gentechnisch veränderten Traits in

der Frühphase der Entwicklung befasst. In Singapur

hat Syngenta ein neues Zentrum für Formulierung und

Marker-unter stützte Züchtung eröffnet.

Integrierte Lösungen für spezifische Bedürfnisse

Im Jahr 2010 hat Syngenta neue innovative Technologien

eingeführt: Dazu gehört die neue Trait-Technologie

AGRISURE VIPTERA zur Kontrolle von Insekten

im Maisanbau, die in den USA auf den Markt kam. Sie

wurde mit dem renommierten Agrow Award in der

Kategorie „Beste neuartige biotechnologische

Entwicklung im Agrarbereich“ ausgezeichnet. In

Gross britannien wurde Isopyrazam, ein Getreidefungizid

mit einer neuen Wirkungsweise für den Einsatz

bei Winter- und Sommergerste, auf den Markt gebracht.

Die Wissenschaftler von Syngenta setzen sich dafür

ein, Lösungen zu finden, die die Produktivität der

weltweiten Landwirtschaft spürbar steigern können

und die strengen Anforderungen unseres regulatorischen

Umfelds erfüllen. Das wichtigste Ziel von

Syngenta ist die Entdeckung und Entwicklung integrier

ter Produkte, die erstklassige Qualität und hohen

Mehrwert bieten und den Bedürfnissen der Landwirte

gerecht werden. So entwickelt das Unter nehmen

beispielsweise sich ergänzende Lösungen auf der

Grundlage von Genetik, chemischen Lösungen zum

Crop Enhancement und verbesserten agrono mischen

Praktiken, um eine effizientere Wasser nutzung zu

ermöglichen. Dies ist für die Land wirte eine zentrale

Herausforderung, da sich die Konkurrenz um die

Wasserressourcen mit zunehmen dem Bevöl ke rungswachstum,

steigender Urbani sie rung und den

Auswirkungen des Klimawandels verstärken wird.

In den USA hat Syngenta ihre erste dürretolerante

Maissorte auf den Markt gebracht: AGRISURE

ARTESIAN wurde durch Züchtung auf der Grundlage

arteigener Traits entwickelt. Es ist das erste Produkt

aus der pflanzengenetischen Forschung des Unternehmens

– die sich sowohl mit gentechnischer Veränderung

als auch mit konventionellen Methoden

beschäftigt – , das die Ernteerträge auch bei Wasserknappheit

schützt.

Bei Weizen zeigen Programme zum Einsatz von

MODDUS ® Ertragssteigerungen von 15 bis 25 Prozent,

gleichzeitig sank der Wasserbedarf um 15 Prozent.

Beim Einsatz des Saatgutbehandlungs mittels

CRUISER ® in Soja zeigt sich die vitalitäts steigernde

Wirkung in kräftigeren Wurzeln und schnellerer

Entwicklung der Pflanzendecke, was zu höheren

Geplante

Einführung

Frühe

Entwicklung

Späte

Entwicklung

Forschungsoptimierung

Umsatzpotenzial

2011–2014

PLENE

Sedaxane

Bicyclopyrone

Cyantraniliprole

SYN 192

Invinsa 1

Stresstoleranz

Fungizid

Herbizid

Insektizid

Fungizid zur Saatgutbehandlung

USD 1,7 Mrd.

Nach 2014

Herbizid

Fungizid

Insektizid

Neue Crop Enhancer

Aufteilung Umsatzpotenzial: Mais Soja Getreide Vegetables Reis Zuckerrohr Speciality Andere

1 Invisa , ist ein Warenzeichen von AgroFresh Inc., einer Tochtergesellschaft von DAS.

>USD 0,5 Mrd.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Mais Saatgut Pipeline

Ernteerträgen führt. Der in CRUISER ® enthaltene Wirkstoff

Thiamethoxam aktiviert Prozesse, die Pflanzen

widerstandsfähiger gegen verschiedene abiotische

Stressfaktoren wie zum Beispiel Trockenheit machen.

Die Pipelines von Syngenta umfassen ein breites

Spek trum chemischer sowie biotechno lo gisch er

Lösungen, die stufenweise in den ganz heit lichen

Ansatz des Unternehmens für die einzelnen Nutzpflanzen

inte griert werden. Die aktuelle Pipeline von

Crop Protec tion mit einem Umsatzpotenzial von mehr

als USD 2 Milliarden erstreckt sich auf alle wichtigen

Produkte linien. Im Jahr 2011 wird die erste Zulassung

von Sedaxane erwartet, einem breit wirksamen

Fungizid zur Saatgutbehandlung. Es schützt gegen

Pflanzenkrankheiten, die bei einer Reihe von Nutzpflanzen

schwer zu kontrollieren sind.

Die Pipeline für Maissaatgut hat ein Umsatzpotenzial

von über USD 2 Milliarden. Sie umfasst ein breites

Spektrum biotechnologischer und arteigener Traits, die

fortlaufend von genetischen Verbesserungen begleitet

werden. Zum Jahresende 2011 ist, vorbehaltlich der

Zulassung durch die Behörden, die Einführung von

Stack-Optionen zur Reduktion von Ausweich flächen

für Mais geplant. Zudem wurde die Deregu lierung

von unseren Mais wurzel bohrer-Trait der zweiten

Generation beantragt, der 2014 auf den Markt

kommen soll. Dieser verfügt über eine neuartige

Wirkungsweise und zeigt in Feldstudien

hervorragende Ergebnisse.

Mitarbeitende und Partner

Das Wissen und Engagement unserer Mitarbeitenden

hat einen hohen Stellenwert. Zudem sind wir uns

bewusst, wie wichtig die persönliche Weiter ent wicklung

für alle unsere Mitarbeitenden ist. Als ein Innovationsführer

ist Syngenta ein attraktiver Arbeitgeber

für erstklassige Wissenschaftler aus aller Welt – und

die zentrale Stellung der Mitarbeitenden im Unternehmen

findet zunehmend auch extern Anerkennung.

In der „2010 Top Employer“-Umfrage des „Science“-

Magazins und der American Association for the

Advancement of Science erreichte Syngenta von

575 Unternehmen den siebten Platz.

Innovation ist von entscheidender Bedeutung für das

Wachstum von Syngenta. Das Unternehmen richtet

seinen Blick nach aussen, um neue Chancen zu

erkennen und interne Fähigkeiten zu ergänzen.

Syngenta unterhält verschiedene Kooperationen mit

Universitäten und Agrarinstituten weltweit. Wir haben

beispielsweise das University Innovation Center am

Imperial College in London (Grossbritannien) auf gebaut,

das eine Schaltstelle für die Zusam men arbeit

auf dem Gebiet der Systembiologie ist. In den ersten

Projekten lagen die Schwerpunkte auf prädiktiver

Toxikologie sowie der Qualität und dem Geschmack

von Tomaten.

Vor kurzem ist Syngenta eine öffentlich-private Partnerschaft

mit dem International Maize and Wheat

Improve ment Center (CIMMYT) eingangen, um die

Entwicklung neuer Technologien für Getreide zu fördern.

In ähnlicher Weise arbeitet das Unternehmen mit dem

International Rice Research Institute (IRRI) zusammen,

um produktivitätshemmende Faktoren im Reisanbau

zu reduzieren. Diese Beispiele zeigen, wie engagiert

sich Syngenta dafür einsetzt, effektive Lösungen zur

Verbesserung der weltweiten Nahrungssicherheit

zu entwickeln.

29

Frühe

Entwicklung

Späte

Entwicklung

Erste Markteinführungen

Umsatzziel

Einführung 2010

AVICTA ® COMPLETE CORN

2010

2010

AGRISURE VIPTERA 2012

AGRISURE ARTESIAN

2010

Biotischer Stress

AGRISURE E-Z Refuge

AGRISURE next Generation RW

Abiotischer Stress

Wasseroptimierung,

effektivere Stickstoffaufnahme

Output-Traits

2014

Nach 2015

2011

>USD 2,0 Mrd.

ENOGEN Nach 2015

CarbYield


Syngenta

Jahresbericht 2010

Unser Angebot gestalten

Mitarbeitende

30 Mitarbeitende

Mit dem Einführungsprogramm „Taking Root“ („Wurzeln

schlagen“) werden neue Mitarbeitende begrüsst. Sie

erhalten dabei aus lokaler und globaler Perspektive

26 179

einen Einblick in das Geschäft und die Kultur des

25 925 2009

Unternehmens. Das Programm zielt darauf ab, einen

umfassenderen und tieferen Einblick zu ermög lichen

als herkömmliche Einführungsprogramme.

Syngenta Awards

1 100

Einreichungen

im Jahr 2010

Jeden Tag leben Mitarbeitende rund um die Welt das

Unternehmensleitbild von Syngenta: Bringing plant

potential to life. Durch ihre Entschlossenheit, ihre

Zielstrebigkeit und ihren Gemeinschaftssinn kann das

Unternehmen seine Wachstumsziele verwirklichen.

Die Bedürfnisse der Geschäftsbereiche bestimmen

die Grundlagen der Personalprozesse, -systeme und

-programme von Syngenta; sie bieten Chancen für

persönliche Weiterentwicklung und würdigen den

Beitrag des Einzelnen.

Höchste Leistungen erzielen

Syngenta ist bestrebt, ein vielseitiges Spektrum an

Talenten zu gewinnen, zu fördern und an das Unternehmen

zu binden, um die Zusagen gegenüber ihren

Interessengruppen einzuhalten. Wir agieren in einer

dynamischen Welt und unser Ziel besteht darin, den

Mitarbeitenden die nötigen Mittel an die Hand zu

geben, um die inte grier ten Lösungen zu liefern, die

unsere Kunden brauchen. Um diese Erwartungen zu

erfüllen, muss Syngenta über eine anpassungsfähige,

offene Organisation verfügen, die neue Chancen

erkennt und nutzt.

Employee Value Proposition

Syngenta will Chancen für die berufliche und persönliche

Weiterentwicklung bieten. Durch unseren

Führungs ansatz, unsere Einbindungsprogramme

und Personalprozesse erkennen wir die Beiträge der

Mitarbeitenden zum Erfolg des Unternehmens an.

Wachstum und Anerkennung sind die Grundlage der

„Employee Value Proposition“ – unseres Versprechens

an die Mitarbeitenden.

Hochschulabsolventen sind eine wichtige Gruppe für

die Entwicklung von Führungskräften. Allgemeine

Managementprogramme wie „Grow in Syngenta

für MBA-Absolventen sind im Unternehmen fest

verankert. Es werden zudem spezielle lokale Traineeprogramme

durch ge führt, wie beispielsweise das

Syngenta F&E Schulungs pro gramm in der Station

Takfah in Thailand, bei dem Agrarstudenten in

Maiszüchtung, kommerzieller Saatgutproduktion

und dem Manage ment land wirt schaftlicher Betriebe

unterrichtet werden. In Brasilien gewinnen die Trainees

Geschäftserfahrung, indem sie innerhalb der

Geschäfts bereiche Crop Protection und Seeds in

Verkauf, Marketing, F&E sowie Beschaffung arbeiten.

Syngenta investiert in eine Vielzahl von Lern- und

Entwicklungsmöglichkeiten. Dazu gehören klassische

Präsenzseminare, e-Learning und projekt bezogene

Entwicklungsmöglichkeiten. Das Unter neh men

entwickelt auch Coaching-Programme mit Mentoren

und Peer-to-Peer-Coaches, um die Weiter gabe von

Wissen und Erfahrung zu unterstützen. Syngenta

verfügt auch über ein „Marketing and Sales Excellence“

(MaSE) Programm von Weltrang, das in Partnerschaft

mit INSEAD entwickelt wurde und durchgeführt wird.

Durch dieses schon lange bestehende Programm konnte

das Unternehmen seinen Markt anteil konti nuierlich

ausbauen. Im Rahmen des Programms wurde jüngst

auch „MaSE Masters“ zur Anerkennung von herausragenden

Marketing- und Verkaufs spezialisten

eingeführt. Dadurch können Masterabsolventen ihre

Kenntnisse international einsetzen, neue Fähigkeiten

entwickeln und ihr Wissen mit Kolleginnen und

Kollegen austauschen.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Leistungen anerkennen

Die Anerkennung der Leistungen von Mitarbeitenden

steht im Mittelpunkt der Unternehmenskultur von

Syngenta. Das erfolgreiche interne Programm der

Syngenta Awards“ wurde auch im Jahr 2010

fortgesetzt. In 2010 haben rund 10 000 Mitarbeitende

aus über 50 Ländern fast 1 100 Beiträge eingereicht.

Diese stehen exemplarisch für die vier Werte von

Syngenta: Innovation, Intensität, Gesundheit und

Performance. Es werden aber auch Beiträge

gewürdigt, die inovative Arbeitsweisen für die Zukunft

aufzeigen, wie etwa die partnerschaftliche Zusam menarbeit

mit Kunden und Interessengruppen. Im November

wurden die regionalen Finalisten und die Gewinner der

globalen Syngenta Awards feierlich geehrt.

Lesen Sie mehr

www.syngenta.com/ar2010

31

Syngenta hat eine Reihe von externen Aus zeich nungen

erhalten, die die Leistungen ihrer Mitarbeitenden

würdigen. So wurde das Unternehmen in der Umfrage

des „Science“-Magazins im zweiten Jahr in Folge unter

die Top-Arbeitgeber in der Biotechnologie- und

Pharma branche gewählt und erreichte von 575 Unternehmen

den siebten Platz. In der Schweiz belegte

Syngenta den zweiten Platz beim Swiss HR Award

2010 für „Best Practice in Human Resource

Management“.

Ausblick

Syngenta feierte kürzlich den zehnten Jahrestag ihres

Bestehens und blickt optimitisch in die Zukunft. Im

letzten Jahrzehnt hat sich bei Syngenta und auf der

ganzen Welt vieles verändert. Wir sind der festen

Überzeugung, dass unsere ein zig artige Unternehmens

kultur eine zentrale Rolle für die Organisation

in Zeiten der Veränderung und des Wachstums spielt.

Und wir sind stolz auf den Beitrag der Mitarbeitenden

von Syngenta, den sie bei der Umsetzung der Ziele

und Werte des Unter nehmens leisten. Sie sorgen

dafür, dass wir der Welt helfen können, die

landwirtschaftlichen Heraus forderungen von

heute und morgen zu bewältigen.

Klare Wegweiser für die Karriereplanung

Für einen dauerhaften Erfolg von Syngenta muss nicht

nur das Potenzial von Pflanzen genutzt werden, sondern

auch das Potenzial der vielen talentierten Mitarbeitenden.

Bruno Frei, Head Capability and Career Management,

weiss, was es bedeutet, eine interessante Karriere bei

Syngenta zu machen. Als er seine Laufbahn von

25 Jahren als Chemiker in der Forschung eines

Vorgänger unternehmens begann, hätte er nicht

gedacht, dass er eines Tages Projekte zum strategischen

Talentmanagement für Human Resources leiten würde.

2009 war Bruno einer der „Gründer“ von myCareer, einem

Programm, das zunächst als Bestandteil der „Marketing

and Sales Excellence“ (MaSE) Initiative entwickelt und

eingeführt wurde, um die Mitarbeitenden bei der

Gestaltung ihrer Laufbahn und der Entwicklung ihrer

Fähigkeiten zu unterstützen. In der Zwischen zeit wurde

myCareer auch in anderen Funktionen implementiert und

wird immer mehr zum weltweiten Standard bei Syngenta.

„Die Anwendungen von myCareer helfen den

Mitarbeitenden, ihre möglichen Laufbahnen

zu verstehen und zu visualisieren. So kann

Syngenta gezielte Lern- und Ent wick lungsangebote

ausarbeiten, die den individuellen

Bedürfnissen und den Erfordernissen der

Gesamtorganisation entsprechen.“

Bruno Frei

Head Capability and Career Development bei Syngenta

Bild oben: Bruno Frei (rechts) und Scott McKinnon, Commercial

Support Group Lead bei Syngenta.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Unser Angebot gestalten

32

Operations

Die Qualität unserer Arbeitsstandards ist massgeblich

für den Unternehmenserfolg. Dies gilt für

die Mitarbeit en den – wo und wie sie arbeiten – die

Produktion, die Leitlinien und die Prozesse bei

Syngenta. Dieser Grund satz erstreckt sich aber

nicht nur auf die Aktivi tä ten des Unternehmens

selbst, sondern auch auf die seiner Lieferanten

und Partner. Syngenta hat den Anspruch, höchste

Standards zu erfüllen.

Spitzenleistungen in Produktion und Supply Chain

Syngenta stellt in acht Produktionsstätten rund um den

Globus Wirkstoffe für ihre Pflanzenschutzprodukte

her – in den USA, Grossbritannien, der Schweiz, China

und Indien. Weitere 18 Niederlassungen produzieren

und ver packen die fertigen Produkte. Das Saatgut von

Syngenta wird sowohl an eigenen Standorten als auch

von Tausenden von Vertragspartnern weltweit produziert.

Im Jahr 2010 stand Syngenta auf Platz 1 des re nommierten

Supply Chain Reports des AMR-Magazins,

der auf der Liste der Fortune Global 500 Unternehmen

basiert. Expertengremien beurteilten dabei finanziellen

Erfolg, Strategie, Kunden beziehungen und Umgang

mit Marktschwankungen.

Im Mai 2010 schloss Syngenta ihr bisher grösstes

Inves ti tions programm von über USD 400 Millionen zur

Ausweitung der Produktions kapa zi täten für unsere

wichtigsten Wirkstoffe ab. Der Schwerpunkt lag auf

den fünf zentralen Standorten: Monthey in der

Schweiz, Grangemouth in Grossbritannien, Goa in

Indien, Omaha in den USA und Paulinia in Brasilien.

Dadurch können unsere wichtigsten Produkte

schneller und effizienter zum Kunden gelangen.

Syngenta bietet Zulieferern Audit programme an,

um höhere GSU-Standards an ihren Standorten zu

erreichen. Wir leisten auch technische Unterstützung,

um Zulieferern zu helfen, effizienter zur arbeiten und

Kosten zu reduzieren. Dadurch erhält Syngenta

Lieferungen pünktlich und ohne Qualitätseinbussen

und kann mit wichtigen Kunden langfristige Beziehungen

aufbauen. Die Anstrengungen auf diesem Gebiet

wurden im Jahr 2010 durch die Auszeichnung mit dem

„Procurement Leaders Award for Inno va tion“ gewürdigt,

der eine Anerkennung für herausragende Leistungen

und Führungsqualitäten in Beschaffung, Einkauf und

Supply Chain Management ist.

Prozesse integrieren

Im Jahr 2009 wurde Syngenta Business Services

(SBS) ein gerichtet, um sämtliche Transaktions dienstleis

tung en im Unternehmen zu integrieren und zu standar

di sieren. Bis heute wurde SBS in über 27 Ländern

eingeführt. Die gemeinsamen Anwendungen und

Prozessen bieten betriebliche Dienstleis tungen in den

Bereichen Finanzen, Einkauf und Informationssysteme.

Eine Ausweitung auf Human Resources Dienstleistungen

ist geplant.

Gesundheit, Sicherheit und Umwelt

Für Syngenta sind die Gesundheit und Sicherheit ihrer

Mitarbeitenden und Kunden sowie der Schutz der

Umwelt von grösster Bedeutung. Dieses Prinzip ist

im Verhaltenskodex des Unternehmens sowie in

den GSU-Leitlinien und -Standards verankert.

In unseren globalen Standards für Lieferanten werden

lokale Anforderungen in Bezug auf GSU und ethisches

Verhalten mit dem Verhaltenskodex von Syngenta

in Einklang gebracht. Das Unternehmen hat zudem

ein System zur Überwachung der Arbeits stan dards

entwickelt, das sich auf vier Hauptbereiche konzentriert:

Kenntnis des Verhaltenskodex von Syngenta bei den

Lieferanten, Gesundheit und Sicher heit, Löhne und

Nebenleistungen, sowie Kinderarbeit.

Syngenta beschäftigt nur Personen über 16 Jahre, es

sei denn, es gelten andere gesetzliche Rege lungen

und das Wohlergehen der Beschäftigten ist sichergestellt.

Unsere Verträge untersagen klar die Beschäfti

gung von Kinder n und machen deutlich, dass

Verträge ge kün digt werden, wenn Kinder als Arbeitskräfte

eingesetzt werden. Die Umsetzung dieser

Arbeitsstandards in Saat gutliefer betrieben erfolgt in

Zusammenarbeit mit der Fair Labor Association (FLA).

Die GSU- und Qualitätsstandards unserer Lieferanten

werden regelmässig geprüft. In 2010 wurden insgesamt

70 Audits durchgeführt. Die Audits konzentrierten

sich auf Lieferanten von Produkten für den Pflanzenschutz

in China und Indien und neue Verträge in Europa.

Die GSU-Leitlinien und -Standards gelten für Mitarbeitende

weltweit und sind von zentraler Bedeutung

für die Arbeits weise des Unternehmens. Deren Einhaltung

ist ein wichtiger Bestandteil der Verantwortung

jeder Führungskraft. Die Häufigkeit der weltweit registrierten

Verletzungen und Krank heitsfälle („Injury and

Illness Rate“, IIR) pro 200 000 Arbeits stunden betrug

0,39. Unser langfristiges Ziel ist eine IIR von 0,5

oder niedriger.

Syngenta hat sich verpflichtet, die Umwelt belastung

ihrer Aktivitäten zu reduzieren, insbesondere den

Ausstoss von Treibhausgasen. Im Jahr 2010 betrugen

die Emissionen an CO2-Äquivalenten 1,30 Millionen

metrische Tonnen. Syngenta gibt ihre Kohlen stoffeffizienz

in Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Dollar

Gewinn vor Zinsen, Steuern und aus ser or dent lichen

Kosten (kg CO2e/USD EBIT) an. Im Jahr 2010

betrugen die Emissionen 0,66 kg CO2e/USD EBIT.

Unser Ziel ist es, diesen Wert bis 2012 auf 0,56 zu

senken, was einer Reduzierung um 40 Prozent

gegenüber dem Referenzjahr 2006 entspricht.

Geistiges Eigentum

Der Schutz von geistigem Eigentum ist für jedes auf

Forschung basierende Unternehmen mit langfristigen

Investitionen unverzichtbar. Die effiziente und faire

Verwaltung von geistigem Eigentum führt zu einem


Syngenta

Jahresbericht 2010

Interessensausgleich zwischen dem Erfinder und der

Gesellschaft, da so zu den Forschungskosten und

zum Wissenstransfer beigetragen wird. Es gehört zu

den Grundsätzen des Unternehmens, seine Patentrechte

nicht dort auszuüben, wo Landwirtschaft zur

Selbstversorgung betrieben wird, und Syngenta macht

keine Ansprüche auf Rechte aus Patenten oder

Anmel dungen geltend, wenn in Ländern mit sehr

niedrigem Entwicklungs stand Saatgut oder

Biotechnologie für private und nichtgewerbliche

Zwecke eingesetzt werden.

Stewardship

Der ethisch verantwortungsvolle Umgang mit all

ihren Produkten hat höchste Priorität für Syngenta

von ihrer Entdeckung über die Verwendung bis hin

zur Entsorgung.

Ein Beispiel ist das in Zusammenarbeit mit lokalen

Behörden durchgeführte Syngenta-Programm für

Kleinbauern der Region Anden, Karibik und Mittelamerika

(PAS). In den letzten neun Jahren wurden

über 270 000 Kartoffel- und Gemüsebauern Kenntnisse

darüber vermittelt, wie man das beste Saatgut

gewinnt und ausbringt, wie man Pflan zen schutzprodukte

sicher und wirksam an wen det und wie man

bessere landwirtschaftliche Praktiken ein setzt.

Im Juni 2010 beteiligte Syngenta sich an einer

Schulung für medizinisches Personal in Laikipia Ost –

einem Bezirk in Kenia mit 60 000 Land wirten. Die

durch den Leiter des National Poison Center organisierte

Massnahme wurde auch von der Syngenta

Foundation for Sustainable Agriculture, der Agrichemicals

Association of Kenya und dem National

Poison Centre des kenianischen Gesundheitsministeriums

unterstützt.

Emission von CO2-

Äquivalenten

0,66

kg CO2e/USD EBIT

Krankheits- und

Verletzungsrate (IIR) 1

0,39

0,42 2009

33

Film ansehen

www.syngenta.com/ar2010

Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Indien

Viele Kinder im ländlichen Indien müssen

arbeiten, um einen Beitrag zum Familieneinkommen

zu leisten. Dadurch bleibt

ihnen eine Ausbildung versagt, die ihnen

helfen könnte, den Kreislauf der Armut zu

durch brechen. Syngenta ging erstmals

2004 eine Partnerschaft mit der Fair Labor

Association (FLA) ein, um einen neuen

Ansatz für das Problem der Kinderarbeit

zu entwickeln. 2009 rief das Unternehmen

zusammen mit der FLA landesweit das

Programm „me & mine“ ins Leben.

„me & mine“ hat ein Regelwerk mit akzeptab

len Arbeitsstandards für Saatgutfarmen

festgelegt, die Syngenta beliefern. Um das

Bewusstsein für das Problem zu schärfen,

wendet sich das Pro gramm an lokal

Gemeinschaften, insbesondere Frauen.

Diese Be mü hun gen tragen jetzt Früchte.

Bisher hat „me & mine“ fast 13 000

Landwirte und ihre Familien erreicht und

13 000 land wirt schaft liche Betriebe mit

rund 40 000 Arbeits kräften überprüft.

„Im Laufe der Jahre hat Syngenta ihre

Corporate-Responsibility-Leitlinien

ständig weiterentwickelt, um alle in

der Saatgutlieferkette auftretenden

Themen abzudecken. Durch die

Einbindung aller Interessen gruppen

hat das Unter neh men in einem

schwierigen gesell schaft lichen

Umfeld bereits spür bare

Veränderungen der Arbeits bedingung

en erreicht. Ich bin zuversichtlich,

dass wir mit Zeit und

Beharrlichkeit die Region noch viel

weiter bringen werden.“

Pramod Kulkarni

Regional Production Manager, Syngenta India

Bild oben (von links nach rechts):

Teilnehmerinnen am „me & mine“ Programm:

Sk. Hassina, Landarbeiterin, Mathurabai

Shankar Wagh, Landwirtin und Mangalabal

Sonave, Landarbeiterin.

1 Registrierte Verlezungen

und Krankheiten (IIR) pro

200 000 Stunden gemäss

US OHSA Definitionen.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Unser Angebot gestalten

34

In unserem Saatgutgeschäft wird das Programm

Excellence Through Stewardship (ETS) angewandt.

Es fördert ein verantwortungs bewusstes Manage ment

von Produkten der Pflanzen biotechnologie, vorrangig

durch die Ent wicklung und Umsetzung von Produkt-

Stewardship-Praktiken über den gesamten Lebenszyklus

eines Produkts, und durch die Auf klärung der

Öffentlichkeit. Syngenta gehört zu den Mit be gründern

und zum Verwaltungsrat des ETS-Programms.

Stewardship bedeutet für Syngenta nicht nur den

siche ren Umgang mit unseren Produkten zu vermitteln,

sondern auch die Landwirtschaft durch

Investitionen in den Umweltschutz nachhaltiger zu

gestalten. Wir fördern Projekte, die zum Schutz der

Artenvielfalt und natürlicher Ressourcen wie Wasser

und Boden beitragen. Das Unternehmen erfüllt alle

behördlichen Anforderungen bezüglich des Vertriebs

und der Nutzung seiner Produkte, einschliesslich des

Inter na tio nalen Verhaltenskodex für den Vertrieb und

die An wen dung von Pestiziden (Code of Conduct on

the Distribution and Use of Pesticides).

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Anwendungstechno

logie, bei der die Sicherheit und der Schutz der

Umwelt Prio ri tä t haben. Um die Anwendung zu optimieren,

werden den Kunden Kenntnisse über die

Wech sel wirkungen zwischen Produkten, Pflanzen,

Ge rä ten und Umweltfaktoren wie Tempe ratur, Feuchtig

keit und Wind vermittelt. Syngenta integriert dies in

ihre Produkt- und Service strategien. Dabei ar beiten

wir eng mit externen Partnern zusammen, dar unter

Hersteller von Sprühgeräten, Universitäten und

Vertriebsgesellschaften.

Compliance- und Risikomanagement

Das Compliance- und Risikomanagement ist von

zentraler Bedeutung für den Schutz des laufenden

Werts unseres Geschäfts sowie für die Sicherheit

unserer Mitarbeitenden, unserer Geschäfts partner und

der Gemeinschaften, in denen wir tätig sind. Syngenta

verfügt über einen formalen, koordi nierten Prozess zur

aktiven Erkennung, Darstellung, Über wach ung und

Kontrolle von Risiken – gleich ob diese finanzieller,

operativer oder strategischer Art sind.

Der Syngenta Verhaltenskodex bringt unsere Verpflichtung

zum Ausdruck, das Vertrauen in Syngenta

aufzubauen und zu wahren sowie unsere ethische,

gesetzliche, gesellschaftliche und ökologische

Verantwortung in unser tägliches Handeln zu

integrieren. Syngenta hält alle anwendbaren Gesetze,

nationale und inter nationalen Normen und

Konventionen ein, darunter die Grundsätze der

Allgemeinen Erklärung der Menschen rechte der

Vereinten Nationen und der Kernkonven tionen der

Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Compliance- und Risikomanagement liegt in der

Verantwortung jedes Einzelnen. Wir haben Prozesse

eingeführt, die unsere Mitarbeitenden in Compliance-

Angelegenheiten schulen und unterstützen. Syngenta

ermutigt ihre Mitarbeitenden, mögliche Verstösse

zu melden. Lokale Gesetze und Vorschriften regeln

zudem das Sozial- und Umweltverhalten des

Unternehmens. Die Einhaltung unserer hohen

Compliance-Standards wird durch das

Compliance und Risk Management Committee

(CRMC) über wacht.

Einbindung von Interessengruppen

Syngenta ist bestrebt, die Erwartungen zu erfüllen,

die das Unternehmen an sich selbst stellt und die ihm

von der Gesellschaft entgegengebracht werden. Es ist

uns wichtig, dass unsere Mitarbeitenden und externe

Inte res sengruppen partnerschaftliches Vertrauen in

Syngenta haben, dass wir Veränderungen bewirken

können, indem wir ländliche Wirtschaftsräume unterstützten

und so die Nahrungssicherheit verbessern.

Das Unternehmens strebt an, zusammen mit seinen

Interessengruppen Wert zu schaffen. Syngenta ist

davon überzeugt, dass ihr Unternehmenserfolg von

einer ehrlichen und offenen Kommunikation und

Zusammenarbeit abhängt – mit anderen

Unternehmen, mit Forschungseinrichtungen, mit

Behörden und mit Nichtregierungsorganisationen.

Die meisten Menschen sind sich heute einig über die

Herausforderungen auf dem Gebiet der Landwirtschaft;

die Diskussion konzentriert sich auf die

Lösungen. Syngenta beteiligt sich intern und extern

aktiv an der Debatte, wie Nahrungsmittel produziert,

gelagert, verarbeitet, vertrieben und verteilt werden,

sollen. Nach unserer Überzeugung ist eine offene und

ehrliche Diskussion – auch über schwierige Fragen –

der Schlüssel zur Veränderung. Das Unternehmen

ist Mitglied im Sustainability Consortium und in der

Keystone Field to Market Initiative sowie von verschiedenen

anderen Gesprächsrunden zum Thema

Nachhaltigkeit. Syngenta ist Mitglied des World

Economic Forums (WEF) und beteiligt sich aktiv

an dessen Arbeitsgruppen für eine „Neue Vision für

die Landwirtschaft“ und der „Wasser Initiative“. Als

weltweit tätiges und forschen des Unternehmen im

Bereich der Landwirtschaft, ist Syngenta zunehmend

gefordert, in internationalen Foren zu Nahrungssicherheit,

Klimawandel und zur Entwicklung ländlicher

Wirtschaftsräume mitzuwirken.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Perfomance nach Produktelinien

Crop Protection

Selektive Herbizide

Umsatz

USD Mio.

2010

2009

2008

2 308

2 221

2 412

Wichtigste Marken

AXIAL ® , CALLISTO ® -Produktefamilie, DUAL ® /BICEP ®

MAGNUM, FUSILADE ® MAX, TOPIK ®

Das Wachstum der Absatzmengen wurde

insbesondere von Maisherbiziden getrieben und

konnte die geringeren Preise mehr als ausgleichen.

Die CALLISTO ® -Produktefamilie verzeichnete in allen

Regionen Wachstum, insbesondere in den USA; dort

sind die frühen Käufe noch vor Beginn der Saison

2011 ein Beleg für unsere starke Marktposition. Auch

Sojaherbizide zeigten eine starke Performance; dies

spiegelt ihren wertvollen Beitrag zur Kontrolle

Glyphosat-resistenten Unkrauts wider.

Nicht-selektive Herbizide

Umsatz

USD Mio.

2010

2009

2008

987

1141

1329

Wichtigste Marken

GRAMOXONE ® , TOUCHDOWN ®

Die Umsätze waren insbesondere wegen der

geringeren Preise für TOUCHDOWN ® niedriger,

entsprechend den Entwicklungen auf dem

Glyphosatmarkt. Die Absatzmengen von

TOUCHDOWN ® lagen für das Gesamtjahr leicht unter

denen des Vorjahres, erholten sich aber deutlich in der

zweiten Jahreshälfte auf Grund der starken Nachfrage

in Lateinamerika. Auch die Absatzmengen von

GRAMOXONE ® waren im zweiten Halbjahr höher, mit

gutem Wachstum in der Region Asien/Pazifik.

Fungizide

Umsatz

USD Mio.

2010

2009

2008

2 662

2 442

2 620

Wichtigste Marken

ALTO ® , AMISTAR ® , BRAVO ® , REVUS ® , RIDOMIL

GOLD ® , SCORE ® , TILT ® , UNIX ®

Das Wachstum bei Fungiziden wurde durch AMISTAR ®

getrieben, mit einem Plus von 20 Prozent gegenüber

dem Vorjahr. Haupttreiber war Lateinamerika, wo der

Einsatz bei Soja verstärkt wurde. Unser Marktanteil in

Lateinamerika wurde durch die Eröffnung neuer

Produktionskapazitäten für Azoxystrobin gestärkt,

durch die wir die wachsende Nachfrage befriedigen

können. In der Region Asien/Pazifik überschritten die

Umsätze mit AMISTAR ® erstmalig die Marke von USD

100 Millionen; das Produkt hat weiteres bedeutendes

Potenzial, da die Landwirte die Vorteile für die

Ernteerträge und die Vitalität der Pflanzen zunehmend

erkennen. Ein starkes Wachstum der Absatzmengen

in Nordamerika glich die niedrigeren Preise in der

Region nahezu aus.

35


Syngenta

Jahresbericht 2010

Perfomance nach Produktelinien

36

Insektizide

Umsatz

USD Mio.

Professional Products

Umsatz

USD Mio.

2010

2009

2008

1 475

1 312

1 423

2010

2009

2008

470

458

527

Wichtigste Marken

ACTARA ® , DURIVO ® , FORCE ® , KARATE ® ,

PROCLAIM ® , VERTIMEC ®

Das breit wirksame Insektizid ACTARA ® , das weltweit

bei einer Vielzahl von Nutzpflanzen eingesetzt wird,

erzielt auch zehn Jahre nach seiner Markteinführung

weiteres Wachstum; die Umsätze stiegen im Jahr 2010

um 25 Prozent. Die Umsätze mit dem neuen Produkt

DURIVO ® haben sich mehr als verdoppelt; dies ist auf

seine Expansion in Reis und Gemüse in einer Reihe

von Märkten in Asien sowie die erfolgreiche Einführung

für Mais und Soja in Brasilien zurückzuführen.

Wichtigste Marken

FAFARD ® , HERITAGE ® , ICON ®

Die gestiegene Verbrauchernachfrage führte zu einer

Erholung der Segmente Garten und Zierpflanzen;

Neuzulassungen in Europa trugen ebenfalls zur

starken Performance in dieser Region bei. In einem

wettbewerbsintensiven nordamerikanischen Markt

waren die Umsätze bei Rasen geringer.

Seed Care

Umsatz

USD Mio.

2010

2009

2008

838

821

830

Wichtigste Marken

AVICTA ® , CRUISER ® , DIVIDEND ® , MAXIM ®

Seed Care verzeichnete ein starkes Wachstum der

Absatzmengen, insbesondere in den Schwellenländern,

da dort vermehrt neue Technologien

eingesetzt werden. In Nordamerika waren die

Umsätze niedriger, da hohe Lagerbestände

behandelten Saatguts in den Vertriebskanälen und

ein wettbewerbsintensives Umfeld CRUISER ® und

MAXIM ® beeinflussten. Dies wurde durch die

Markteinführung von AVICTA ® für Mais in den USA

und durch Wachstum in Brasilien ausgeglichen.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Seeds

Mais und Soja

Umsatz

USD Mio.

2010

2009

2008

1281

1210

1040

Wichtigste Marken

AGRISURE ® , GARST ® , GOLDEN HARVEST ® , NK ®

Die Umsätze bei Mais und Soja stiegen um 16 Prozent,

bereinigt um den Einfluss der vorgezogenen Verkäufe

im vierten Quartal 2009. Das Wachstum im vierten

Quartal, das auf einer vergleichbaren Basis lag,

spiegelte die starken frühzeitigen Aufträge in den USA

wider. Die belegte Performance der Produkte und

Innovationen von Syngenta treiben unser Wachstum

in diesem lebhaften Markt. In allen anderen Regionen

legten die Umsätze für das Gesamtjahr zu; insbesondere

Osteuropa und die Region Asien/Pazifik

verzeichneten eine starke Performance.

Diverse Feldsaaten

Umsatz

USD Mio.

2010

2009

2008

524

429

462

Wichtigste Marken

NK ® oilseeds, HILLESHÖG ® sugar beet

Bei Diverse Feldsaaten stiegen die Umsätze deutlich;

dies ist auf ein gesundes, organisches Wachstum

zurückzuführen und wurde durch Akquisitionen, die

neun Prozent zu den Umsätzen beitrugen, zusätzlich

gestützt. Das Wachstum war in Osteuropa besonders

stark, mit Expansion in Russland und der Ukraine

durch grössere Anbauflächen von Sonnenblumen.

Vegetables

Umsatz

USD Mio.

2010

2009

2008

663

594

603

Wichtigste Marken

DULCINEA ® , ROGERS ® , S&G ® , Zeraim Gedera

Auf einen starken Jahresstart folgte eine noch bessere

zweite Jahreshälfte, in der alle Regionen zweistellig

zulegen konnten. In Europa konnte die Expansion bei

den Umsätzen mit frischem Gemüse einen Rückgang

im Verarbeitungsmarkt mehr als ausgleichen. Das

Wachstum in den Schwellenländern war breit

abgestützt und spiegelte die Breite unseres Portfolios

sowie die verstärkte Nachfrage nach hochwertigen

Produkten wider.

Flowers

Umsatz

USD Mio.

2010

2009

2008

Wichtigste Marken

GoldFisch ® , Goldsmith Seeds, Yoder ®

Flowers verzeichnete in den beiden wichtigsten

Regionen Europa und Nordamerika ein moderates

Wachstum. Dies spiegelte Fortschritte in der Genetik

sowie gewisse Verbesserungen im wirtschaftlichen

Umfeld wider.

337

331

337

37


Syngenta

Jahresbericht 2010

Verwaltungsrat

per 31. Dezember 2010

38

Von links nach rechts:

Peggy Bruzelius, Jacques

Vincent, Peter Thompson,

Martin Taylor, Felix Weber,

Michael Mack, Pierre Landolt,

Jürg Witmer, David Lawrence,

Rolf Watter und Stefan Borgas

im F&E Zentrum für Flowers

und Vegetables von Syngenta

in Enkhuizen, Niederlande.

Verwaltungsrat

Syngenta wird von einem starken und erfahrenen Verwaltungsrat

geleitet. Ihm gehören Vertreter von sechs Nationalitäten an, die

über internationale Erfahrung in Wirtschaft und Wissenschaft

verfügen. Dadurch verfügt der Verwaltungsrat über ein weites

Spektrum an Kompetenzen, wie sie zur Leitung eines komplexen,

stark regulierten und globalen Unternehmens erforderlich sind.

Martin Taylor

Präsident und nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats.

Vorsitzender des Verwaltungsrats- und des Corporate

Responsibility-Ausschusses sowie Mitglied des Vergütungsausschusses.

Ausserdem ist Martin Taylor Präsident der

Syngenta-Stiftung für Nachhaltige Landwirtschaft

Alter: 58. Nationalität: Brite. Im Amt seit: 2000. Ende der

Amtszeit: 2011.

Martin Taylor ist zurzeit Vizepräsident des Verwaltungsrats der RTL

Group SA. Zuvor war er Beirat von Goldman Sachs International

(1999–2005), Präsident des Verwaltungsrats von WHSmith plc

(1999–2003) und Chief Executive Officer von Barclays plc (1993–

1998) und Courtaulds Textiles (1990–1993). Er ist Mitglied der

unabhängigen Bankenkommission der britischen Regierung.

Martin Taylor besitzt einen Abschluss in orientalischen Sprachen

der Universität Oxford.

Michael Mack

Chief Executive Officer (CEO), exekutives Mitglied des

Verwaltungsrats. Mitglied des Verwaltungsrats- und des

Corporate Responsibility-Ausschusses

Alter: 50. Nationalität: Amerikaner. Im Amt seit: 2008. Ende der

Amtszeit: 2013.

Michael Mack war Chief Operating Officer Seeds (2004–2007)

und Leiter von Crop Protection, NAFTA Region (2002–2004) bei

Syngenta. Zuvor war er President der weltweiten Papierdivision der

Imerys SA, einem französischen Bergbau- und Pigmentkonzern,

der 1999 mit English China Clays plc fusionierte. Dort war er

Executive Vice President der Region Amerika und Pazifik und

exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. Von 1987 bis 1996 hielt

er verschiedene Führungspositionen bei Mead Corporation inne.

Michael Mack ist auch Präsident der Swiss-American Chamber

of Commerce.

Michael Mack besitzt einen Abschluss in Ökonomie des

Kalamazoo College in Michigan, studierte an der Universität

von Strassburg und hat einen MBA der Universität Harvard.

Jürg Witmer

Vizepräsident und nicht exekutives Mitglied des

Verwaltungsrats. Mitglied des Verwaltungsrats- und des

Vergütungsausschusses

Alter: 62. Nationalität: Schweizer. Im Amt seit: 2006. Ende der

Amtszeit: 2012.

Jürg Witmer ist zurzeit Präsident des Verwaltungsrats der Givaudan

SA und der Clariant AG. Er ist seit 1978 bei Roche tätig, zuerst in

der Rechtsabteilung, anschliessend in verschiedenen Positionen,

unter anderem als Assistent des CEO, als General Manager

der Roche Far East in Hong Kong, als Head of Corporate

Communications und Public Affairs am Hauptsitz von Roche in

Basel und als General Manager der Roche Austria. Jürg Witmer

wurde CEO von Givaudan Roure (1999) und schliesslich

Verwaltungsratspräsident von Givaudan (2005).

Jürg Witmer besitzt einen Doktortitel der Rechte der Universität

Zürich und einen Abschluss in internationalen Studien der

Universität Genf.

Stefan Borgas

Nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. Mitglied

des Revisionsausschusses

Alter: 46. Nationalität: Deutscher. Im Amt seit: 2009. Ende der

Amtszeit: 2012.

Stefan Borgas ist seit Juni 2004 President und Chief Executive

Officer von Lonza. Zuvor war er 14 Jahre für die BASF-Gruppe

tätig, bei der er verschiedene leitende Positionen in den Bereichen

Fine Chemicals und Engineering Plastics in den USA, Deutschland,

Irland und China innehatte.

Stefan Borgas besitzt einen Abschluss in Business Administration

der Universität von Saarbrücken sowie einen Master of Business

Administration der Universität St. Gallen. Er ist Vorstandsmitglied

der SGCI Chemie Pharma Schweiz sowie Mitglied des Vorstands

der Swiss-American Chamber of Commerce und der

Schweizerischen Management Gesellschaft (SMG).


Syngenta

Jahresbericht 2010

Peggy Bruzelius

Nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. Vorsitzende

des Revisionsausschusses

Alter: 61. Nationalität: Schwedin. Im Amt seit: 2000. Ende der

Amtszeit: 2012.

Peggy Bruzelius ist zurzeit Präsidentin des Verwaltungsrats von

Lancelot Holding AB. Ausserdem ist sie Vizepräsidentin des

Verwaltungsrats von Electrolux AB, und Verwaltungsratsmitglied

bei Husqvarna AB, Akzo Nobel NV, Axfood AB und Diageo plc.

Peggy Bruzelius ist Mitglied der Royal Swedish Academy of

Engineering Sciences. Zusätzlich ist sie Mitglied des Board of

Trustees der Stockholm School of Economics. Zuvor war sie

Executive Vice President der SEB-Bank (1997–1998) und Chief

Executive Officer von ABB Financial Services (1991–1997).

Peggy Bruzelius besitzt einen Master of Science der Stockholm

School of Economics und die Ehrendoktorwürde derselben

Universität.

Pierre Landolt

Nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. Mitglied des

Corporate Responsibility-Ausschusses. Er ist ausserdem

Mitglied des Stiftungsrats der Syngenta-Stiftung für

Nachhaltige Landwirtschaft

Alter: 63. Nationalität: Schweizer. Im Amt seit: 2000. Ende der

Amtszeit: 2012.

Pierre Landolt ist zurzeit Vorsitzender der Sandoz-Familienstiftung

und Mitglied des Verwaltungsrats der Novartis AG. Er ist auch

unbeschränkt haftender Gesellschafter der Privatbank Landolt &

Cie. Pierre Landolt amtet in Brasilien als Präsident des Instituto

Fazenda Tamanduá, des Instituto Estrela de Fomento ao

Microcrédito, von AxialPar Ltda und Moco Agropecuaria Ltda.

In der Schweiz ist er Verwaltungsratspräsident der Emasan AG

und der Vaucher Manufacture Fleurier SA sowie Vizepräsident

des Verwaltungsrats der Parmigiani Fleurier SA. Er ist Mitglied

des Verwaltungsrats der EcoCarbone SAS, Frankreich, und

der Amazentis SA, Schweiz. Er ist ebenfalls Vizepräsident der

Stiftung des Montreux Jazz Festivals.

Pierre Landolt besitzt einen Bachelor of Laws der Universität

Paris Assas.

David Lawrence

Nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. Mitglied des

Corporate Responsibility-Ausschusses sowie Vorsitzender

des Science and Technology Advisory Board

Alter: 61. Nationalität: Brite. Im Amt seit: 2009. Ende der

Amtszeit: 2012.

David Lawrence war vom 1. September 2002 bis Ende September

2008 Head of Research & Development bei Syngenta. Davor war

David Lawrence Head Research & Technology Projects (2000–

2002), ebenfalls bei Syngenta. Zuvor war er Head International R&D

Projects bei Zeneca Agrochemicals, wo er vorgängig verschiedene

leitende wissenschaftliche Positionen innehatte. Er ist auch Mitglied

des BBSRC Council und Mitglied des Verwaltungsrats der

Rothamsted Research, Plastid AS und des UK Biosciences

Knowledge Transfer Network, dessen Industrial Biotechnology

Group er präsidiert. Er ist Mitglied des UK Foresight Lead Expert

Group on Food and Farming, und des UK Industrial Biotechnology

Leadership Teams.

David Lawrence besitzt einen MA und ein Doktorat in Chemischer

Pharmakologie der Universität Oxford.

Peter Thompson

Nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. Mitglied des

Revisionsausschusses

Alter: 64. Nationalität: Amerikaner. Im Amt seit: 2000. Ende der

Amtszeit: 2011.

Peter Thompson ist zurzeit Mitglied des Verwaltungsrats der

Sodexo SA. Zuvor war er President und Chief Executive Officer

von PepsiCo Beverages International (1996–2004), President

der PepsiCo Foods International Division Europa, Mittlerer Osten

und Afrika (1995–1996) sowie von Walkers Snack Foods in Grossbritannien

(1994–1995). Vor PepsiCo war er in verschiedenen

Senior-Management-Positionen bei Grand Metropolitan plc tätig,

unter anderem als President und Chief Executive Officer von

GrandMet Foods Europe (1992–1994), Vice Chairman von

The Pillsbury Company (1990–1992) sowie President und

Chief Executive Officer der Paddington Corporation (1984–1990).

Er ist auch Präsident des Vero Beach Museum of Art.

Peter Thompson hat einen Abschluss in modernen Sprachen der

Universität Oxford und einen MBA der Universität Columbia.

Jacques Vincent

Nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. Mitglied des

Vergütungsausschusses

Alter: 64. Nationalität: Franzose. Im Amt seit: 2005. Ende der

Amtszeit: 2013.

Jacques Vincent war von 1998 bis 2008 Vice Chairman und

Chief Operating Officer der Danone Group, Paris. 2010 zog er

sich von Danone zurück und ist seither Mitglied im Verwaltungsrat

verschiedener Unternehmen, u.a. von Danone, Yakult, Cereplast

und Mediaperformance. Seine Laufbahn begann er 1970 bei

Danone und besetzte danach verschiedene leitende Positionen

im Finanzbereich und im Management der Gruppe.

Jacques Vincent hat sein Ingenieurstudium an der Ecole Centrale,

Paris, abgeschlossen. Er besitzt einen Bachelor in Economics

der Universität Paris und einen Master of Science der

Universität Stanford.

Rolf Watter

Nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. Mitglied des

Verwaltungsratsausschusses

Alter: 52. Nationalität: Schweizer. Im Amt seit: 2000. Ende der

Amtszeit: 2011.

Rolf Watter ist seit 1994 Partner der Anwaltskanzlei Bär & Karrer

in Zürich. Dort war er auch Mitglied der Geschäftsleitung und von

2000 bis 2009 exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. Er ist nicht

exekutives Mitglied des Verwaltungsrats der Zurich Financial

Services (und ihrer Tochtergesellschaft Zürich Versicherungsgesellschaft),

der Nobel Biocare Holding AG, der UBS Alternative

Portfolio AG und der A.W. Faber-Castell (Holding) AG. Zuvor war er

nicht exekutiver Verwaltungsratspräsident der Cablecom Holding

AG (2003–2008), Mitglied des Verwaltungsrats der Centerpulse AG

(2002–2003), der Forbo Holding AG (1999–2005) und der Feldschlösschen

Getränke AG (2001–2004). Zusätzlich ist Rolf Watter

teilzeitlich Professor an der Juristischen Fakultät der Universität

Zürich und Mitglied der Fachkommission für Offenlegung und des

Regulatory Board der SIX Swiss Exchange.

Rolf Watter promovierte an der Juristischen Fakultät der Universität

Zürich und besitzt einen LLM-Titel der Universität Georgetown; er

ist Inhaber des Zürcher Anwaltspatents.

Felix A. Weber

Nicht exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. Vorsitzender

des Vergütungsausschusses

Alter: 60. Nationalität: Schweizer. Im Amt seit: 2000. Ende der

Amtszeit: 2011.

Felix A. Weber ist zurzeit Co-Vorsitzender der Geschäftsleitung von

Nomura Schweiz und Managing Director von Nomura International

Ltd. Zuvor war er Verwaltungsratsmitglied der Publigroupe (2005-

2009), der Valora (2006-2008), der Glacier Holdings GP SA und

Glacier Holdings S.C.A (frühere Muttergesellschaften der Cablecom

GmbH) (2003–2005) und der Cablecom GmbH (2004–2005); er

war auch Managing Director von Lehman Brothers Ltd. (2006–

2008), Executive Vice President und Chief Financial Officer von

Adecco SA (1998–2004), Mandatsleiter und Partner von McKinsey

& Company in Zürich (1989–1997) und Chief Executive Officer von

Alusuisse Südafrika (1982–1984).

Felix A. Weber hat sein Studium an der Universität von St. Gallen

mit einem MBA in Operations Research and Finance abge schlossen

und hat in Marketing promoviert.

39


Syngenta

Jahresbericht 2010

Geschäftsleitung

per 31. Dezember 2010

40

Mitglieder der

Geschäftsleitung

Unter der Leitung des CEO ist

die Geschäftsleitung für die

operative Führung des Unternehmens

zuständig. Sie besteht

aus dem Chief Executive Officer

(CEO), den Chief Operating

Officers (COO) von Crop

Protection und Seeds, dem

Chief Financial Officer (CFO),

dem Head of Research &

Development, dem Head of

Global Operations, dem Head

of Business Development und

dem Head of Legal & Taxes.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Michael Mack

Chief Executive Officer (CEO), exekutives Mitglied des

Verwaltungsrats. Mitglied des Verwaltungsrats- und

des Corporate Responsibility-Ausschusses

Alter: 50. Nationalität: Amerikaner. Im Amt seit: 2008.

Michael Mack war Chief Operating Officer Seeds (2004–2007)

und Leiter von Crop Protection, NAFTA Region (2002–2004) bei

Syngenta. Zuvor war er President der weltweiten Papierdivision

der Imerys SA, einem französischen Bergbau- und Pigmentkonzern,

der 1999 mit English China Clays plc fusionierte. Dort

war er Executive Vice President der Region Amerika und Pazifik

und exekutives Mitglied des Verwaltungsrats. Von 1987 bis 1996

hielt er verschiedene Führungspositionen bei Mead Corporation

inne. Michael Mack ist auch Präsident der Swiss-American

Chamber of Commerce.

Michael Mack besitzt einen Abschluss in Ökonomie des

Kalamazoo College in Michigan, studierte an der Universität

von Strassburg und hat einen MBA der Universität Harvard.

Alejandro Aruffo

Head of Research & Development

Alter: 51. Nationalität: Italiener/Amerikaner. Im Amt seit: 2008.

Alejandro Aruffo war Vice President Global Pharmaceutical

Development, Abbott (2005–2008), President Abbott Bioresearch

Center und Vice President Abbott Immunology

Research and Development (2003–2005), President Abbott

Bioresearch Center und Divisional Vice President Abbott

Immunology Research (2002–2003), Vice President Cardiovascular

and Metabolic Disease Drug Discovery (2001–2002)

und Vice President Immunology Drug Discovery (1998–2001)

von Bristol-Myers Squibb. Zuvor hatte er verschiedene

Positionen bei Bristol-Myers Squibb inne.

Er besitzt BSc-Abschlüsse in Chemie und Mathematik von der

Universität von Washington sowie einen PhD in Biophysik der

Universität Harvard.

John Atkin

Chief Operating Officer Crop Protection

Alter: 57. Nationalität: Brite. Im Amt seit: 2000.

John Atkin war Chief Executive Officer (1999–2000), Chief

Operating Officer (1999), Head of Product Portfolio Management

(1998) und Head of Insecticides und Patron der Region Asien

(1997–1998) von Novartis Crop Protection. Vor 1998 war er

General Manager der Sandoz Agro Frankreich (1995–1997) und

Head der Sandoz Agro Nordeuropa (1993–1995). Im Jahr 2008

erhielt er eine Gastprofessur beim Institute for Research on

Environment and Sustainability (IRES) an der Universität von

Newcastle upon Tyne. Er ist auch Präsident des Crop Protection

Strategy Council von CropLife (globaler Interessenverband).

Er hat an der Universität von Newcastle upon Tyne studiert

und mit einem PhD und einem BSc in Landwirtschaftszoologie

abgeschlossen.

Robert Berendes

Head of Business Development

Alter: 45. Nationalität: Deutscher. Im Amt seit: 2007.

Robert Berendes war Head Diverse Field Crops (2005–2006)

und Head Strategy, Planning and M&A (2002–2005) bei

Syngenta. Zuvor war er Partner und Co-Leiter der European

Chemical Practice bei McKinsey & Company.

Er besitzt einen Abschluss der Universität Köln in Chemie und

promovierte in Biophysik am Max-Planck-Institut für Biochemie

bzw. an der Technischen Universität München.

Christoph Mäder

Head of Legal & Taxes und Verwaltungsratssekretär

Alter: 51. Nationalität: Schweizer. Im Amt seit: 2000.

Christoph Mäder war Head Legal & Public Affairs bei Novartis

Crop Protection (1999–2000) und Senior Corporate Counsel bei

Novartis International AG (1992–1998). Er ist Präsident der SGCI

Chemie Pharma Schweiz, Mitglied des Vorstandsaus schusses der

economiesuisse, des Dachverbands der Schweizer Wirtschaft,

und Mitglied des Executive Board des Business and Industry

Advisory Committee (BIAC) der Organisation für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Er hat an der Universität Basel Rechtswissenschaften studiert

und ist Inhaber eines Anwaltspatents.

Mark Peacock

Head of Global Operations

Alter: 49. Nationalität: Brite. Im Amt seit: 2007.

Mark Peacock war Head Global Supply (2003–2006) und

Regional Supply Manager für die Region Asien und Pazifik

(2000–2003) bei Syngenta. Zuvor war er Produktmanager bei

Zeneca Agrochemicals und General Manager des Elektro photographiegeschäfts

von Zeneca Specialties.

Er hat einen Abschluss als Chemieingenieur des Imperial

College, London, und einen Master in Internationalem

Management der McGill-Universität, Montreal.

Davor Pisk

Chief Operating Officer Seeds

Alter: 52. Nationalität: Brite. Im Amt seit: 2008.

Davor Pisk war Region Head Crop Protection Asia Pacific (2003–

2007) von Syngenta und Region Head Asia von Zeneca Agro -

chemicals (1998–2001). Vor 1998 war er Head of Herbici des bei

Zeneca (1993–1997) und General Manager von ICI Tschechoslowakei

(1991–1993).

Er besitzt einen BA in Wirtschaft und Politik der Universität von

Exeter (UK) und einen MA in Politologie der Universität von

Kalifornien, USA.

John Ramsay

Chief Financial Officer

Alter: 53. Nationalität: Brite. Im Amt seit: 2007.

John Ramsay war Finanzcontroller der Syngenta-Gruppe (2000–

2007). Zuvor war er Finanzchef von Zeneca Agrochemicals der

Region Asien und Pazifik (1994–1999), Finanzcontroller ICI

Malaysia (1990–1993) und Regionalcontroller Lateinamerika von

ICI Plant Protection (1987–1990). Bevor er 1984 zu ICI stiess,

arbeitete er für die Revisions- und Steuerdienste bei KPMG.

Er ist diplomierter Wirtschaftsprüfer und hat einen Spezialabschluss

in Finanzen und Buchhaltung.

41


Syngenta

Jahresbericht 2010

Finanzinformationen

42

Eine Kurzform der konsolidierten Jahresrechnung von Syngenta findet sich auf den Seiten 42 bis 49. Detaillierte Angaben und Analysen zur geprüften

Jahresrechnung des Konzerns, die gemäss IFRS erstellt wurde, finden Sie im umfassenden Finanzbericht (in Englisch), der auf Anfrage oder im

Internet (www.syngenta.com) erhältlich ist.

Bei den EBITDA-Angaben in den nachfolgenden Finanzdaten wurden die Auswirkungen von Restrukturierung, Wertberichtigung und nicht

weitergeführter Aktivitäten 1 nicht berücksichtigt.

Erfolgsrechnung 2010 und 2009

Vor Strukturierung

und Wertberichtigung 1

Restrukturierung

und Wertberichtigung 1

Wie gemäss

IFRS ausgewiesen

Für das Geschäftsjahr per 31. Dezember (in USD Mio., ausser Gewinn/(Verlust) pro Aktie) 2010 2009 2010 2009 2010 2009

Umsatz 11 641 10 992 – – 11 641 10 992

Bruttoergebnis 5 793 5 437 (18) (17) 5 775 5 420

Marketing und Vertrieb (1 892) (1 805) – – (1 892) (1 805)

Forschung und Entwicklung (1 032) (952) – – (1 032) (952)

Administrations- und allgemeine Kosten (899) (714) – – (899) (714)

Restrukturierung und Wertberichtigung – – (159) (130) (159) (130)

Operatives Ergebnis 1 970 1 966 (177) (147) 1 793 1 819

Gewinn vor Steuern und Minderheitsanteilen 1 855 1 843 (178) (149) 1 677 1 694

Steuern (317) (325) 42 42 (275) (283)

Reingewinn 1 538 1 518 (136) (107) 1 402 1 411

Minderheitsanteile (5) (3) – – (5) (3)

Zurechenbar an Aktionäre der Syngenta AG 1 533 1 515 (136) (107) 1 397 1 408

Gewinn/(Verlust) pro Aktie (USD) 2

– Unverwässert 16,54 16,26 (1,47) (1,15) 15,07 15,11

– Verwässert 16,44 16,15 (1,45) (1,14) 14,99 15,01

2010 2009

2010

CER 3

Bruttogewinnmarge ohne Restrukturierung und Wertberichtigung 49,8% 49,5% 49.7%

EBITDA 4 2 505 2 427

EBITDA-Marge 21,5% 22,1% 21.9%

Steuerrate ohne Restrukturierung und Wertberichtigung 17,1% 17,6%

Free Cashflow 5 1 129 528

Betriebliches Umlaufvermögen in Prozent des 12-Monats-Umsatzes 33% 36%

Eigen-/Fremdenkapitalverhältnis 6 20% 28%

Nettoverschuldung 6 1 473 1 802

Cash Flow Return on Investment 7 13% 13%

1 Für eine detaillierte Analyse des Aufwands für Restrukturierung und Wertberichtigung siehe Seite 48. Reingewinn und Gewinn pro Aktie vor Restrukturierung und Wertberichtigung werden als

zusätzliche Information ausgewiesen und nicht als Alternative zu Reingewinn und Gewinn pro Aktie gemäss IFRS.

2 Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien, die zur Berechnung des Gewinns pro Aktie diente: für den unverwässerten Gewinn pro Aktie 2010: 92 687 903 und für den

verwässerten Gewinn pro Aktie 2010: 93 225 303; für den unverwässerten Gewinn pro Aktie 2009: 93 154 537 und für den verwässerten Gewinn pro Aktie: 93 760 196.

3 Für eine Beschreibung von kWk siehe Seite 48.

4 EBITDA gemäss Beschreibung auf Seite 48.

5 Für eine Beschreibung von Free Cashflow siehe Seite 48.

6 Eine Erklärung der Nettoverschuldung und der Berechnung des Eigen-/Fremdkapitalverhältnisses findet sich auf Seite 48.

7 Die Kennzahl Cash Flow Return on Investment wurde 2010 neu von Syngenta eingeführt. Für eine Beschreibung dieser Kennzahl Siehe Seite 48.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Ungeprüfte Analyse nach Produktelinien und Regionen

43

2010

USD Mio.

2009

USD Mio.

Für das Geschäftsjahr per 31. Dezember

Syngenta

Crop Protection 8 878 8 491 +5 +3

Seeds 2 805 2 564 +9 +8

Business Development 23 8 +197 +197

Elimination von Intersegment-Umsätzen (65) (71) n/a n/a

Gesamtumsatz 11 641 10 992 +6 +4

Crop Protection

Produktelinien

Selektive Herbizide 2 308 2 221 +4 +1

Nicht-selektive Herbizide 987 1 141 -13 -16

Fungizide 2 662 2 442 +9 +7

Insektizide 1 475 1 312 +12 +11

Seed Care 838 821 +2 +2

Professional Products 470 458 +3 –

Übrige 138 96 +43 +43

Gesamtumsatz 8 878 8 491 +5 +3

Regional

Europa, Afrika und Mittlerer Osten 2 649 2 667 -1 -1

NAFTA 2 383 2 567 -7 -10

Lateinamerika 2 300 1 907 +21 +21

Asien/Pazifik 1 546 1 350 +15 +8

Gesamtumsatz 8 878 8 491 +5 +3

Seeds

Produktelinien

Mais & Soja 1 281 1 210 +6 +4

Diverse Feldsaaten 524 429 +22 +18

Vegetables 663 594 +12 +11

Flowers 337 331 +2 +2

Gesamtumsatz 2 805 2 564 +9 +8

Regional

Europa, Afrika und Mittlerer Osten 1 047 933 +12 +10

NAFTA 1 234 1 187 +4 +3

Lateinamerika 275 243 +13 +13

Asien/Pazifik 249 201 +24 +18

Gesamtumsatz 2 805 2 564 +9 +8

Effektiv

%

kWk 1

%

1 Wachstum zu konstanten Wechselkursen siehe Seite 48.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Finanzinformationen

44

Kurzform der konsolidierten Erfolgsrechnung

Für das Geschäftsjahr per 31. Dezember (in USD Mio., ausser Anzahl Aktien und Gewinn/(Verlust) pro Aktie) 2010 2009 1

Umsatz 11 641 10 992

Herstellungskosten der verkauften Waren (5 866) (5 572)

Bruttoergebnis 5 775 5 420

Marketing und Vertrieb (1 892) (1 805)

Forschung und Entwicklung (1 032) (952)

Administrations- und allgemeine Kosten (899) (714)

Restrukturierung und Wertberichtigung (159) (130)

Operatives Ergebnis 1 793 1 819

Gewinn/(Verlust) an assoziierten Gesellschaften 25 (3)

Netto Finanzergebnis (141) (122)

Gewinn vor Steuern 1 677 1 694

Steuergutschrift(-aufwand) (275) (283)

Reingewinn/(-verlust) 1 402 1 411

Zurechenbar an:

– Minderheitsanteile 5 3

– Aktionäre Syngenta AG 1 397 1 408

Net income 1 402 1 411

Gewinn/(Verlust) pro Aktie (USD):

– Unverwässert 15,07 15,11

– Verwässert 14,99 15,01

Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien:

– Unverwässert 92 687 903 93 154 537

– Verwässert 93 225 303 93 760 196

1 Nach einer Änderung der Berichterstattung für Vergütungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses wie in Note 2 der Syngenta Consolidated Financial Statements im Financial Report

2010 beschrieben, der auf unserer Webseite www.syngenta.com/ir eingesehen werden kann.

Alle Beträge belaufen sich auf weitergeführte Aktivitäten.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Restrukturierung und Wertberichtigung

45

Für das Geschäftsjahr per 31. Dezember in USD Mio. 2010 2009

Zahlungswirksame Ausgaben:

Operative Effizienzprogramme 101 98

Integrations- und Akquisitionskosten 19 28

Andere Restrukturierungskosten 14 –

134 126

Total zahlungswirksame Ausgaben 44 23

Total Restrukturierung und Wertberichtigung vor Steuern 1 178 149

1 USD 18 Millionen (2009: USD 17 Millionen) sind in den Herstellungskosten der verkauften Waren beinhaltet und USD 1 Million (2009: USD 2 Millionen sind in Gewinn/(Verlust) an assoziierten

Gesellschaften beinhaltet.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Finanzinformationen

46

Kurzform der konsolidierten Bilanz

Per 31. Dezember in USD Mio. 2010 2009 1

Aktiven

Umlaufvermögen

Flüssige Mittel 1 967 1 552

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2 554 2 506

Übrige Forderungen 626 558

Vorräte 3 844 3 922

Derivate und andere Finanzlagen 502 156

Übriges Umlaufvermögen 223 200

Total Umlaufvermögen 9 716 8 894

Anlagevermögen

Sachanlagen 2 964 2 738

Immaterielle Anlagen 3 087 3 102

Latente Steuerforderungen 824 747

Derivative Finanzanlagen 176 248

Übrige Finanzanlagen 518 400

Total Anlagevermögen 7 569 7 235

Total Aktiven 17 285 16 129

Passiven

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2 590) (2 468)

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (992) (281)

Ertragssteuern (406) (376)

Derivative Finanzverbindlichkeiten (291) (145)

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten (846) (827)

Rückstellungen (228) (214)

Total kurzfristige Verbindlichkeiten (5 353) (4 311)

Langfristige Verbindlichkeiten

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (2 786) (3 527)

Latente Steuerverbindlichkeiten (813) (688)

Rückstellungen (884) (1 116)

Total langfristige Verbindlichkeiten (4 483) (5 331)

Total Fremdkapital (9 836) (9 642)

Eigenkapital:

Eigenkapital ohne Minderheitsanteile (7 439) (6 473)

Minderheitsanteile (10) (14)

Total Eigenkapital (7 449) (6 487)

Total Passiven (17 285) (16 129)

1 Nach einer Änderung der Berichterstattung für Vergütungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses wie in Note 2 der Syngenta Consolidated Financial Statements im Financial Report

2010 beschrieben, der auf unserer Webseite www.syngenta.com/ir eingesehen werden kann.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Kurzform der konsolidierten Mittelflussrechnung

47

Für das Geschäftsjahr per 31. Dezember in USD Mio. 2010 2009 1

Gewinn vor Steuern 1 677 1 694

Berichtigung für nicht cash-relevante Aufwendungen und (Erträge) 805 615

Cash(abfluss)/zufluss für:

Zins- und andere Finanzeinnahmen 144 96

Zins- und andere Finanzausgaben (308) (380)

Steuern (268) (165)

Restrukturierungskosten (38) (79)

Beiträge an Personalvorsorgepläne (335) (125)

Andere Rückstellungen (95) (81)

Cashflow vor Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens 1 582 1 575

Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens

Veränderungen der Vorräte 108 (178)

Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der übrigen Forderungen

sowie des übrigen Netto-Umlaufvermögens (129) 55

Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Verbindlichkeiten 146 (33)

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1 707 1 419

Investitionen in Sachanlagen (396) (652)

Erlöse aus Verkauf von Sachanlagen 13 33

Erwerb von immateriellen Anlagen (118) (97)

Anderen Finanzanlagen (12) (22)

Erlös aus Verkauf von immateriellen Anlagen und Finanzanlagen 42 87

(Kauf)/Verkauf von handelbaren Wertpapieren 31 (41)

Akquisitionen und Desinvestitionen (10) (188)

Cashflow aus Investitionstätigkeit (450) (880)

Erhöhung zinstragender Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 139 926

Rückzahlungen zinstragender Verbindlichkeiten gegenüber Dritten (165) (183)

(Kauf)/Verkauf eigener Aktien und Optionen über eigene Aktien (246) (79)

Akquisitionen von Minderheitsbeteiligungen (48) –

Dividendenzahlungen an Konzernaktionäre (524) (494)

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (844) 170

Netto-Cashflow aus Kurssicherungstransaktionen 2 40

Nettoveränderungen der flüssigen Mittel 415 749

Flüssige Mittel zu Beginn der Berichtsperiode 1 552 803

Flüssige Mittel am Ende der Berichtsperiode 1 967 1 552

1 Nach einer Änderung der Berichterstattung für Vergütungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses wie in Note 2 der Syngenta Consolidated Financial Statements im Financial Report

2010 beschrieben, der auf unserer Webseite www.syngenta.com/ir eingesehen werden kann.

Free Cashflow

Für das Geschäftsjahr per 31. Dezember in USD Mio. 2010 2009

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1 707 1 419

Cashflow aus Investitionstätigkeit (450) (880)

Cashflow aus handelbaren Wertpapieren netto (31) 41

Cashflow aus Erwerb von Minderheitsbeteiligungen (48) –

Cashflow aus Wechselkursbewegungen und Auflösung von Sicherungsinstrumenten auf konzerninternen Darlehen (49) (52)

Free Cashflow 1 129 528


Syngenta

Jahresbericht 2010

Finanzinformationen

48

Konstante Wechselkurse (kWk)

Im vorliegenden Bericht werden die Ergebnisse von einer Periode zur

nächsten gegebenenfalls anhand konstanter Wechselkurse (kWk)

verglichen. Um diese Daten zu präsentieren, werden die laufenden

Periodenergebnisse für nicht in USD bilanzierende Einheiten in USD

umgerechnet, wobei der Wechselkurs der vorherigen Periode und nicht

der Wechselkurs des laufenden Jahres zugrunde gelegt wird. Die

Margenprozentsätze in konstanten Wechselkursen für Bruttogewinne

und EBITDA wurden anhand des Verhältnisses dieser Kennzahlen

zum Umsatz ermittelt, nachdem die entsprechenden Kennzahlen und

Umsätze zu den Wechselkursen der vorangegangenen Periode neu

berechnet wurden. Die kWk-Darstellung weist somit die zugrunde liegende

geschäftliche Performance vor Wechselkursschwankungen aus.

EBITDA

EBITDA steht als Abkürzung für Earnings Before Interest, Tax, Minority

Interests, Depreciation, Amortization and Impairment – also für den

Gewinn vor Zinsen, Steuern, Minderheitsanteilen, Abschreibungen und

Wertberichtigungen. Angaben über das EBITDA werden gemacht, weil

es von der Geschäftsleitung und Investoren als zusätzliches Mass für

die betriebliche Performance herangezogen und von Syngenta teilweise

als Grundlage für die Mitarbeiter-Incentivepläne verwendet wird. Die

Geschäftsleitung konzentriert sich auf das EBITDA vor Restrukturierung,

Wertberichtigung und nicht weitergeführten Aktivitäten, weil hierbei

Positionen, welche die Vergleichbarkeit von einer Periode zur nächsten

beeinträchtigen könnten, ausgeklammert bleiben. Das EBITDA stellt kein

Mass für die Liquidität oder die finanzielle Performance gemäss GAAP

dar und ist, wie es von Syngenta gebraucht wird, möglicherweise mit

ähnlich bezeichneten Kennzahlen anderer Gesellschaften nicht

vergleichbar. Das EBITDA ist nicht als Alternative zum Betriebsergebnis

oder zum Cashflow zu betrachten, die gemäss GAAP ermittelt werden.

Restrukturierung und Wertberichtigung vor Steuern

Die Position Restrukturierung stellt den Einfluss eingeleiteter geschäftlicher

Veränderungen auf die ausgewiesene Performance dar, wenn diese als

erheblich angesehen werden und nach Meinung des Managements

signifikante Auswirkungen auf die Art und den Fokus des Geschäfts von

Syngenta haben werden und deshalb einen gesonderten Ausweis

erfordern, um die geschäftliche Performance besser verstehen zu können.

Zur Restrukturierung gehören die Auswirkungen des Abschlusses und

der Integration wichtiger Geschäftszusammenlegungen oder Desinvestitionen.

Diese geschäftlichen Veränderungen können periodisch

anfallen, und ihre Auswirkungen auf den Leistungsausweis werden von

Periode zu Periode variieren. Da derartige geschäftliche Veränderungen

ihrer Natur und ihrem Umfang nach unterschiedlich sind, besteht wenig

Kontinuität in der Zusammensetzung und Grösse der ausgewiesenen

Beträge, die sich auf die Performance der folgenden Perioden auswirken.

Eine gesonderte Offenlegung dieser Beträge erleichtert somit das

Verständnis der Performance inklusive und exklusive Positionen, welche

die Vergleichbarkeit beeinträchtigen. Die ausgewiesene Performance vor

Restrukturierung und Wertberichtigungen ist eine jener Kennzahlen, die in

den kurzfristigen Mitarbeiter-Incentiveplänen von Syngenta zur Anwendung

kommen. Die Definition von Restrukturierung und Wertberichtigung durch

Syngenta ist möglicherweise mit ähnlich bezeichneten Positionen in den

Abschlüssen anderer Gesellschaften nicht vergleichbar.

Restrukturierung und Wertberichtigung beinhalten den Wert be rich tigungsaufwand

im Zusammenhang mit wichtigen Restrukturierungsmassnahmen

sowie Wertberichtigungsverluste und Rückbuchungen von Wertberichtigungsverlusten,

die sich aus grösseren Veränderungen auf den

Märkten ergeben, auf welchen ein ausgewiesenes Segment tätig ist.

Free Cashflow

Der Free Cashflow umfasst den Cashflow aus betrieblicher und

Investitionstätigkeit, ohne Investitionen in bzw. Erlöse aus handelbaren

Wertpapieren (diese sind unter „Investitionstätigkeit“ erfasst), ohne

Cashflows aus und zur Finanzierung von Wechselkursschwankungen

sowie zur Tilgung entsprechend abgesicherter unternehmensinterner

Darlehen (diese sind unter „betrieblicher Tätigkeit“ ausgewiesen) und

inklusive Cashflows aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen (diese fallen

unter „Finanzierungstätigkeit“).

Im Laufe des Jahres 2010 hat Syngenta ihren Free Cashflow neu definiert:

Ab sofort nicht mehr berücksichtigt werden Cashflows aus und zur

Finanzierung von Wechselkursschwankungen sowie zur Tilgung

entsprechend abgesicherter unternehmensinterner Darlehen. Das

Unternehmen ist der Ansicht, dass die neu festgelegte Cashflow-

Kennzahl weniger stark von der internen Finanzierungsstruktur der

Gruppe abhängig ist und daher den Vergleich mit Unternehmen

erleichtert, die eine weniger zentralisierte Finanzierungsstruktur als

Syngenta aufweisen. Der Free Cashflow für 2009 wurde neu berechnet.

Der Free Cashflow ist kein Mass der finanziellen Performance gemäss

GAAP und die von Syngenta verwendete Kennzahl für den freien

Cashflow weicht möglicherweise von ähnlich bezeichneten Kennzahlen

anderer Gesellschaften ab. Der Free Cashflow wird deshalb ausgewiesen,

weil er von vielen Investoren als nützliche zusätzliche Kennzahl der Cash-

Generierung verwendet wird.

Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung umfasst die Gesamtverschuldung abzüglich

Hedging-Derivate, flüssige Mittel und handelbare Wertpapiere.

Die Nettoverschuldung ist kein Mass der finanziellen Position gemäss

GAAP, und die von Syngenta verwendete Kennzahl für die Nettoverschuldung

ist möglicherweise mit einer ähnlich bezeichneten Kennzahl

anderer Gesellschaften nicht vergleichbar. Die Nettover schuldung wird

deshalb ausgewiesen, weil sie von vielen Investoren als nützliche

Kennzahl der finanziellen Position und des verbundenen Risikos

verwendet wird. Folgende Tabelle zeigt die Herleitung des Eigen-/

Fremdkapital-Verhältnisses.

In USD Mio. 2010 2009

Nettoverschuldung 1 473 1 802

Eigenkapital 7 439 6 473

Eigen-/Fremdkapital-Verhältnis (%) 20% 28%

Cash Flow Return on Investment

Die Kennzahl „Cash Flow on Return Investment“ wurde 2010 neu von

Syngenta eingeführt, um die Cash-Erträge mit dem durchschnittlich

investierten Kapital vergleichen zu können. Der Brutto-Cashflow umfasst

den Cashflow vor Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens, versteht

sich jedoch ohne Zins- und andere Finanzeinnahmen und -zahlungen.

Ebenfalls unberücksichtigt blieben im Jahr 2010 die höheren Beiträge

zu den leistungsorientierten Personalvorsorgeplänen. Zum investierten

Kapital zählen: Summe kurzfristige Vermögenswerte (ohne flüssige Mittel,

derivative und andere Finanzanlagen), Summe langfristige Vermögenswerte

(ohne derivative und übrige Finanzanlagen sowie leistungsorientierte

Pensionsanlagen und bereinigt, um den Brutto-Buchwerten von

Sachanlagen- und immateriellen Vermögenswerten Rechnung zu tragen),

Summe kurzfristige Schulden (ohne derivative und kurzfristige

Finanzverbindlichkeiten) sowie latente Steuerschulden.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Gesamtjahresergebnisse nach Segmenten vor Restrukturierung und Wertberichtigung

49

Crop

Protection

Business

Development

Inter-segment

elimination

Full year

2010

Für das Geschäftsjahr per 31. Dezember 2010 in USD Mio.

Seeds

Umsatz 8 878 2 805 23 (65) 11 641

Bruttoergebnis 4 382 1 373 12 26 5 793

Marketing und Vertrieb (1 321) (559) (12) – (1 892)

Forschung und Entwicklung (555) (410) (67) – (1 032)

Administrations- und allgemeine Kosten (667) (217) (15) – (899)

Operatives Ergebnis 1 839 187 (82) 26 1 970

EBITDA 2 194 357 (72) 26 2 505

EBITDA (%) 24,7 12,7 n/a – 21,5

Crop

Protection

Business

Development

Inter-segment

elimination

Für das Geschäftsjahr per 31. Dezember 2009 in USD Mio.

Seeds

Umsatz 8 491 2 564 8 (71) 10 992

Bruttoergebnis 4 229 1 220 (7) (5) 5 437

Marketing und Vertrieb (1 255) (540) (10) – (1 805)

Forschung und Entwicklung (508) (364) (80) – (952)

Administrations- und allgemeine Kosten (496) (199) (19) – (714)

Operatives Ergebnis 1 970 117 (116) (5) 1 966

EBITDA 2 282 256 (106) (5) 2 427

EBITDA (%) 26,9 10,0 n/a – 22,1

Full year

2009

Überleitung von EBITDA auf operatives Ergebnis vor Restrukturierung und Wertberichtigung

Crop

Protection

Business

Development

Inter-segment

elimination

Für das Geschäftsjahr per 31. Dezember 2010 in USD Mio.

Seeds

Total

EBITDA 2 194 357 (72) 26 2 505

Abschreibungen und Wertberichtigungen (348) (151) (10) – (509)

Gewinn/(Verlust) an assoziierten Gesellschaften (7) (19) – – (26)

Operatives Ergebnis vor Restrukturierung und Wertberichtigung 1 839 187 (82) 26 1 970

Crop

Protection

Business

Development

Inter-segment

elimination

Für das Geschäftsjahr per 31. Dezember 2009 in USD Mio.

Seeds

Total

EBITDA 2 282 256 (106) (5) 2 427

Abschreibungen und Wertberichtigungen (321) (131) (10) – (462)

Gewinn/(Verlust) an assoziierten Gesellschaften 9 (8) – – 1

Operatives Ergebnis vor Restrukturierung und Wertberichtigung 1 970 117 (116) (5) 1 966


Syngenta

Jahresbericht 2010

Corporate Responsibility: Daten im Überblick

50

Die Leistungen von Syngenta in den Bereichen Ressourceneffizienz, Stewardship, Mitarbeitende, Umwelt und Compliance sind auf den Seiten 50

bis 53 zusammengefasst. Um den Mehrwert der Performance des Unternehmens in diesen Bereichen besser zu illustrieren, stellt Syngenta die

umweltbezogenen Kennzahlen gemessen am normalisierten USD EBIT 1 dar. Weitere Informationen finden Sie auf der Website zum Jahresbericht:

www.syngenta.com/ar2010

Programme zur

Ressourceneffizienz

In den Programmen von

Syngenta lernen Landwirte

nachhaltige landwirtschaftliche

Methoden, die

einen effizienten Umgang

mit den natürlichen

Ressour cen fördern.

Dazu gehören unter

anderem, wie der Wasserverbrauch

beim Anbau

verringert, die Bodenerosion

minimiert und die

Produktivität durch eine

effiziente Nutzung der

Anbauflächen gesteigert

werden kann.

Boden, Wasser, Biodiversität, IPM/ICM, sichere Anwendung 2 2010 2009 2008

Gesamtinvestition (USD Mio.) 7,57 7,03 8,13

EAME 41,5% 29,0% 40,6%

NAFTA 20,7% 24,8% 29,0%

LATAM 19,5% 26,8% 16,8%

APAC 18,3% 19,4% 13,6%

Laufende Programme 182 177 163

Lesen Sie mehr zur Ressourceneffizienz

www.syngenta.com/ar2010

Stewardship

Syngenta will über den

gesamten Lebenszyklus

ihrer Produkte einen

möglichst hohen Nutzen

bei minimalen Risiken

bieten. Deshalb hat das

Unternehmen strenge

Vorkehrungen eingeführt,

um die Sicherheit seiner

chemischen und bio technologischen

Produkte zu

gewähr leisten. Mit Audits

wird zudem sichergestellt,

dass die Zulieferer die

Standards von Syngenta

bezüglich GSU und

Arbeits bedingungen

erfüllen. Schulungen im

sicheren und effizienten

Umgang mit den Pro dukten

des Unter nehmens

sorgen dafür, dass

die Landwirte den

grösst möglichen

Nutzen erzielen.

Stewardship 2 2010 2009 2008

Anzahl geschulter Personen (Mio.) 3 4,27 3,94 2,39

EAME 0,5% 0,4% 1,6%

NAFTA 0,1% 0,0% 0,2%

LATAM 4,0% 8,3% 23,2%

APAC 95,4% 91,3% 75,0%

Laufende Programme 90 129 119

Anzahl Länder, die sich am Gesundheitsmonitoring beteiligen 84 50 45

Stewardship – Biotechnologie und Einhaltung geltender Vorschriften

Anzahl geschulter Mitarbeitende im Bereich Regulatory Compliance 1 593 1 177 782

Anzahl Versuchsstandorte, die eine Genehmigung erfordern 435 471 420

Anzahl von Syngenta inspizierter Versuche 237 189 168

Lesen Sie mehr zu Stewardship

www.syngenta.com/ar2010

1 Ohne Restrukturierung und Wertberichtigung.

2 Beginnend in 2009, Berichtsjahr vom 1. Oktober bis 30. September.

3 Im Jahr 2010 wurden 1,1 Millionen Personen durch eine per Fernsehen übertragene Schulung mit dem Titel „Farmer Contest“ geschult

(2009: 1,7 Millionen).


Syngenta

Jahresbericht 2010

Mitarbeitende

Syngenta ist weltweit tätig

und beschäftigt Mitarbeitende

aus den verschiedensten

Kulturen, welche

die unterschiedlichen

Märkte des Unter nehmens

reflektieren. Diese

Mitarbeitervielfalt ist für

das Unternehmen ein

Plus. Mit ihren Programmen

stellt Syngenta

sicher, dass die Chancengleichheit

ihrer Mitarbeiten

den gewahrt bleibt.

Zudem hat die Sicherheit

der Mitarbeitenden stets

Vorrang. Syngenta bietet

auch ein gesundes und

motivierendes Arbeitsumfeld.

Ein attraktives

Vergütungssystem

ermöglicht zudem, die

grössten Talente zu

gewinnen und zu binden.

Mit Aus- und Weiter bildungs

programmen fördert

das Unternehmen

seine Mitarbeitenden und

deren Potenzial. Regelmässige

Gespräche mit

den Linienvorgesetzten

sorgen dafür, dass Kar riere

ziele erreicht werden.

Das Feedback der Mit arbeitenden

bringt das

Unter nehmen weiter

voran. Da ihr Feedback

ernst genommen wird,

sind sie stolz darauf, für

Syngenta zu arbeiten. Die

Standorte von Syngenta

reagieren auf Rück meldungen

ihrer Mit ar bei tenden

mit lokalen Pro grammen

und fördern Best-

Practice-Methoden über

die Online-Datenbank

des Unternehmens.

Mitarbeiterbindung 2010 2009 2008

Mitarbeitende per 31. Dezember 1 26 179 25 925 24 148

EAME 12 466 12 565 11 471

NAFTA 5 022 5 214 5 076

LATAM 4 004 3 782 3 610

APAC 4 687 4 364 3 991

Teilzeitmitarbeitende 850 763 716

Fluktuationsrate 9,5% 9,3% 9,8%

Fluktuationsrate 50 Jahre 2,2% 3,0% 2,0%

Mitarbeitende mit Anspruch auf Teilnahme am Employee Share Purchase Plan (ESPP) 16 262 15 829 13 821

Am ESPP berechtigte, teilnehmende Mitarbeitende 46% 48% 49%

Am Long Term Incentive Plan teilnehmende Mitarbeitende 1 031 1 016 886

Diversität

Mitarbeiterinnen 32% 30% 28%

In leitenden Positionen 20% 20% 19%

Im höheren Management 11% 11% 12%

Anteil Mitarbeitende im höheren Management nach Regionen

Anzahl Mitarbeitende im höheren Management 196 196 190

EAME 2 63% 64% 64%

NAFTA 19% 20% 22%

LATAM 8% 7% 6%

APAC 10% 9% 9%

Anzahl Nationalitäten im höheren Management 24 24 22

Mitarbeiterförderung

Gesamtinvestitionen für Schulungen (USD Mio.) 29,0 24,9 27,2

EAME 2 18,4 16,3 16,6

NAFTA 4,1 2,5 3,4

LATAM 3,3 3,1 3,6

APAC 3,1 3,0 3,6

Investition pro Mitarbeitendem (USD) 1 109 962 1 126

Gesundheit und Sicherheit

Registrierte Verletzungen und Krankheiten (IIR) pro 200 000 Stunden 3 0,39 0,42 0,50

Registrierte Verletzungen pro 200 000 Stunden 3 0,37 0,38 0,47

EAME 0,43 0,47 0,46

NAFTA 0,66 0,58 0,98

LATAM 0,22 0,19 0,19

APAC 0,18 0,19 0,24

Registrierte arbeitsbedingte Erkrankungen pro 200 000 Stunden 3 0,02 0,03 0,03

EAME 0,01 0,05 0,04

NAFTA 0,06 0,06 0,03

LATAM 0 0,03 0,06

APAC 0,01 0 0

Erste-Hilfe-Fälle 820 712 421

Aufteilung der Wertschöpfung

Engagement in der Gesellschaft (USD Mio.) 4 16,7 17,5 10,8

Löhne (USD Mio.) 5 2 305 2 176 2 157

Lesen Sie mehr zu Mitarbeitende

www.syngenta.com/ar2010

1 Feste angestellte Vollzeitstellenäquivalente.

2 Einschliesslich Headquarter (Schweiz).

3 Gemäss US OHSA Definitionen für Verletzungen und Krankheiten.

4 USD 0,8 Millionen aus Programmen zur Ressourceneffizienz.

5 Nach einer Änderung der Berichterstattung für Vergütungen nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses wie in Note 2 der Syngenta Consolidated

Financial Statements im Financial Report 2010 beschrieben, der auf unserer Webseite www.syngenta.com/ir eingesehen werden kann.

51


Syngenta

Jahresbericht 2010

Corporate Responsibility: Daten im Überblick

52

Umwelt

Die Umweltauswirkungen

des Geschäfts von

Syngenta zu steuern ist

ein wichtiges Element der

Unternehmensstrategie

für Gesundheit, Sicherheit

und Umwelt (GSU). Die

globale Koordination

dieses Programms wird

durch lokale Initiativen

unter stützt, die darauf

abzielen, die Auswir kungen

der Unter neh menstätig

keit auf das Klima,

die Luft qualität und die

Was ser ressourcen

zu minimieren.

Das Unternehmen

überwacht zudem den

Energieverbrauch, um

Chancen zur Effizienzsteigerung

zu erkennen.

Die Energiestrategie von

Syngenta soll die lokalen

Teams ermutigen, nach

dem bestmöglichen Weg

zu suchen, den Energieverbrauch

an den lokalen

Standorten zu reduzieren.

Darüber hinaus hat sich

das Unternehmen weltweit

zum Ziel gesetzt, bis

2012 die Treib haus gasemissionen

relativ zum

EBIT gegen über 2006

um 40 Prozent zu senken.

Die Standorte verfügen

aus serdem über Pro gramme,

mit denen der

Wasser verbrauch verringert

und die Erzeugung

von Abwasser und Abfällen

minimiert werden

sollen. Lokale Ziele fördern

das Recycling und

tragen dazu bei, den auf

Deponien entsorgten

Abfall zu reduzieren.

Das Umwelt-Reporting

wurde im 2010 erneuert.

Lesen sie mehr auf

www.syngenta.com/

ar2010.

Energie 2010 2009 2008

Energie (in Terajoule) 8 031 8 334 8 653

MJ/USD EBIT 4,08 4,36 4,19

Gas (in Terajoule) 3 851 3 675 4 074

Strom (in Terajoule) 1 963 2 096 2 262

Dampf (in Terajoule) 935 1 153 1 076

Sonstige (in Terajoule) 652 775 940

Öl (in Terajoule) 631 635 301

Anzahl der Standorte, die Energieziele festlegen 22 19 20

Treibhausgase

Total CO2e-Emissionen (Tausend Tonnen) 1 304 1 452 1 542

kg/USD EBIT 0,66 0,76 0,75

Direkt kontrollierbar:

CO2e-Emissionen aus eigener Aktivität (Tausend Tonnen) 616 641 701

davon: CO2 (Tausend Tonnen) 329 426 467

CO2-Emissionen durch Firmenfahrzeuge (Taussend Tonnen) 68 65 54

Indirekt kontrollierbar:

CO2e-Emissionen aus zugekaufter Energie (Tausend Tonnen) 301 418 426

CO2-Emissionen aus Geschäftsreisen von Mitarbeitenden (Tausend Tonnen) 20 25 32

CO2-Emissionen aus Produktvertrieb (Tausend Tonnen) 299 303 329

Luftemissionen 1

Total Luftemissionen (Tonnen) 1 269 980 1 100

g/USD EBIT 0,64 0,51 0,53

NOx (Tonnen) 404 416 644

Nicht-halogenierte VOC (Tonnen) 440 415 308

Halogenierte VOC (Tonnen) 48 49 23

Schwebepartikel (Tonnen) 123 63 82

SO2 (Tonnen) 208 20 20

NH3 (Tonnen) 23 7 8

HCL (Tonnen) 23 10 15

Wasser

Wasserverbrauch (Mio. Kubikmeter) 28,8 32,0 31,1

Liter/USD EBIT 14,6 16,7 15,1

Kühlung (Mio. Kubikmeter) 18,6 21,0 19,5

Prozess- und Reinigungswasser (Mio. Kubikmeter) 8,0 7,1 8,1

Sonstige (Mio. Kubikmeter) 0,9 2,0 1,5

Produktion (Mio. Kubikmeter) 0,2 0,2 0,3

Sanitär- und Abwasser (Mio. Kubikmeter) 1,1 1,7 1,7

Lesen Sie mehr zu Umwelt

www.syngenta.com/ar2010

1 Beginnend in 2010, alle Luftemissionszahlen basieren auf Messungen.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Umwelt fortgesetzt

Abwasser 2010 2009 2008

Abwasserausstoss (Mio. Kubikmeter) 8,8 10 10,6

Liter/USD EBIT 4,5 5,2 5,1

Davon: Organischer Kohlenstoff (TOC) (Tonnen) 769 783 725

Chemischer Sauerstoffbedarf (COD) (Tonnen) 2 336 2 677 2 358

Biologischer Sauerstoffbedarf (BOD) (Tonnen) 240 234 225

Abwasserinhaltsstoffe gesamt (Tonnen) 393 303 262

Gelöste Salze (Tausend Tonnen) 114 123 132

Abwasser aus unverschmutztem Kühlwasser (Mio. Kubikmeter) 18,5 20,8 19,3

Abfall

Sonderabfälle (Tausend Tonnen) 198,7 173,9 153,3

kg/USD EBIT 0,10 0,09 0,07

Davon: Recycling/Wiederverwertung (Tausend Tonnen) 64,0 51,4 47,5

Verbrennung (Tausend Tonnen) 124,0 97,1 84,3

Deponie (Tausend Tonnen) 0,4 0,7 1,5

Sonstige (Tausend Tonnen) 10,3 24,7 20,0

Haus- und Gewerbeabfälle (Tausend Tonnen) 133,7 124,0 120,2

kg/USDEBIT 0,07 0,06 0,06

Davon: Recycling/Wiederverwertung (Tausend Tonnen) 76,6 66,4 72,1

Verbrennung (Tausend Tonnen) 18,0 25,2 19,3

Deponie (Tausend Tonnen) 28,7 15,5 22,8

Sonstige (Tausend Tonnen) 10,4 16,9 6,0

Anzahl Standorte mit Abfallreduktionsprogrammen 19 19 19

Umweltverträglichkeit

Signifikante unbeabsichtigte Freisetzungen 1 0 0 2

Lesen Sie mehr zu Umwelt

www.syngenta.com/ar2010

53

Compliance

Der Verhaltenskodex von

Syngenta verpflichtet das

Unternehmen, ethische,

soziale und ökologische

Standards einzuhalten –

einschliesslich Menschenrechte

und fairer Arbeitsbedingungen.

Syngenta

ermutigt ihre Mitarbeitenden,

mögliche Ver stösse

gegen diese Standards

zu melden. Lokale Ge setze

und Vorschriften regeln

das Umwelt ver halten des

Unter neh mens. Zudem

verfügt Syngenta über ein

strenges GSU-Managementsystem,

um deren

Einhaltung sicher zu stellen.

Darüber hinaus setzt

Syngenta hohe Standards

in den Be rei chen Tierschutz

und Audit

Compliance.

Unternehmensverhalten 2010 2009 2008

Meldung von Fällen über die Compliance-Helpline 78 76 31

EAME 28% 17% 19%

NAFTA 13% 26% 19%

LATAM 5% 15% 23%

APAC 54% 42% 39%

Gesundheit, Sicherheit, Umwelt und Sozialstandards in unserer Zulieferung

Anzahl Saatgutbetriebe, die von Syngenta/FLA überwacht werden 12 395 8 169 2 312

Anzahl GSUQ-Audits bei Chemiezulieferern 70 65 59

Tierschutz

Anzahl durchgeführter Audits in Vertragslaboren 6 3 6

Anzahl festgestellter Fälle einer Nichteinhaltung 0 0 0

Lesen Sie mehr zu Compliance

www.syngenta.com/ar2010

1 Ungeplante Freisetzungen ausserhalb der Werkareale, die entweder einen unerwünschten Effekt auf die Umwelt haben und/oder die Besorgnis der

Behörden, Nachbarn oder anderen auslösen.


Syngenta

Jahresbericht 2010

Aktionärsinformationen

54

Die Aktien von Syngenta sind an der SIX Swiss

Exchange kotiert sowie an der New York Stock

Exchange, wo sie in Form von ADS (American

Depositary Shares) gehandelt werden. 1

Handelssymbole

SIX Swiss

Exchange

New York Stock

Exchange

Aktien SYNN SYT

Ausstehenden Aktien

31. Dezember 2010 Anzahl Aktien

Total ausstehende Aktien 94 599 849

davon eigene Aktien 2 392 751

Aktienkurs und Börsenkapitalisierung 2

31. Dezember 2010

Aktienkurs (CHF) 273,50

ADS-Kurs (USD) 58,78

Börsenkapitalisierung (CHF Mio.) 25 219

Börsenkapitalisierung (USD Mio.) 26 916

Dividendenentwicklung

Dividende CHF

2006 3,80

2007 4,80

2008 6,00

2009 6,00

2010 3 7,00

%

2006 40,7

2007 29,4

2008 –29,5

2009 48,6

2010 –3,9

1 Aktie = 5 ADS.

2 Für die Berechnung der Börsenkapitalisierung wurde die Zahl von

92 207 Millionen Aktien zugrunde gelegt.

3 Vorschlag an die Generalversammlung vom 19. April 2011.

4 Berechnet als Rendite auf Stammaktien zuzüglich

reinvestierter Dividenden.

Syngenta Aktienkursentwicklung 31. Dezember 2007 bis 31. Dezember 2010

30

20

10

0

–10

–20

–30

–40

–50

–60

Dez März Juni Sept Dez März Juni Sept Dez März Juni Sept Dez

2007 2008 2009 2010

Syngenta

SMI

Eurotop 300

Syngenta ADS Aktienkursentwicklung 31. Dezember 2007 bis 31. Dezember 2010

40

30

20

10

0

–10

–20

–30

–40

–50

–60

CHF 200,40

USD 39,14

CHF 290,70

USD 56,27

31 Dez. 2010

CHF 273,50

31. Dez 2010

USD 58,78

Dez März Juni Sept Dez März Juni Sept Dez März Juni Sept Dez

2007 2008 2009 2010

Syngenta ADS

Dow Jones

S&P 500

Wichtige Termine

Umsatz 1. Quartal 15. April 2011

Generalversammlung 19. April 2011

Halbjahresergebnisse 22. Juli 2011

Umsatz 3. Quartal 14. Oktober 2011

Ein vollständiger „Form 20-F“-Bericht (in Englisch) steht allen Aktionären im Internet zur

Verfügung: www.syngenta.com, Abschnitt Finanzdaten.

Investoren können sich für unseren laufenden E-Mail-Service via RSS anmelden unter:

www.syngenta.com/ir

Die Medienmitteilung der Jahresergebnisse kann ab Publikation für ein halbes Jahr abgerufen

werden unter: www.syngenta.com/fyr2010


Syngenta

Jahresbericht 2010

Unabhängiger Assurance Bericht zur Syngenta

Corporate Responsibility Berichterstattung

Bericht an den Head of Legal and Taxes, Syngenta

International AG, Basel (,Syngenta’):

Wir haben eine Überprüfung bezüglich des in der

Folge genannten Untersuchungsgegenstands im

Zusammenhang mit der Corporate Responsibility (CR)

Berichterstattung 2010 der Syngenta durchgeführt.

Untersuchungsgegenstand

Daten und Informationen zur CR Berichterstattung für

das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene

Geschäfts jahr der Syngenta und ihrer Tochtergesellschaften

für die folgenden Aspekte:

– Die Anwendung der Syngenta-internen Richtlinien

zur Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (GSU) und

Engagement in der Gesellschaft (CCI) bei der CR

Berichterstattung;

– Das interne Berichterstattungssystem, inklusive des

Kontrollumfelds, zur Einholung und Konsolidierung

von CR Informationen; und

– „Corporate Responsibility: Daten im Überblick“ auf

den Seiten 50 bis 53 des Jahresbericht 2010 der

Syngenta.

Unsere Verfahren zur Erhebung von Nachweisen

schliessen die Kennzahl zu Löhnen auf Seite 51 nicht

mit ein.

Kriterien

– Die Syngenta-internen Richtlinien zur Berichterstattung

von Gesundheit, Sicherheit und Umwelt

(GSU) und Engagement in der Gesellschaft (CCI);

und

– Die Verfahren, mit welchen die CR Informationen

intern erhoben, verarbeitet und aggregiert werden.

Verantwortlichkeit und Methodik

Die Genauigkeit und Vollständigkeit von Daten im

Bereich CR unterliegen inhärent vorhandenen

Grenzen, welche aus der Art und Weise der Datenerhebung,

-berechnung und -schätzung resultieren.

Unser Assurance Bericht sollte deshalb im Zusammenhang

mit den Richtlinien und Verfahren sowie den

Definitionen der Syngenta zur Bericht erstattung der

CR Leistung gelesen werden.

Für den Untersuchungsgegenstand und die Kriterien

ist der Verwaltungsrat der Syngenta verantwortlich,

während unsere Aufgabe darin besteht diese Angaben

zu prüfen und eine Schlussfolgerung in Über einstimmung

mit dem International Standard on

Assurance Engagements (ISAE) 3000 zu ziehen.

Vorgehensweise

Unsere Überprüfung beinhaltete folgende Arbeitsschritte:

– Evaluation der Anwendung der Konzernrichtlinien

Prüferische Durchsicht der Anwendung der

Syngenta-internen Richtlinien zur GSU und CCI

Berichterstattung;

– Standortbesuche

Besuch des regionalen Standortes der Syngenta

Crop Protection und Seeds Business Unit in Singapur

sowie zwei Standorten der Syngenta Seeds Business

Unit in Thailand. Die Auswahl der Standorte erfolgte

aufgrund quantitativer und qualitativer Kriterien;

Befragung der Personen, welche an den besuchten

Standorten und am Hauptsitz für die Erhebung und

Verarbeitung der Daten zuständig sind;

– Beurteilung Kennzahlen

Stichprobenweise Überprüfung von Nachweisen für

Kennzahlen unter „Corporate Responsibility: Daten

im Überblick“ bezüglich Vollständigkeit, Richtigkeit,

Angemessenheit und Konsistenz;

– Prüferische Durchsicht der Dokumentation

Prüferische Durchsicht der relevanten Doku men ta tion

auf Stichprobenbasis, einschliesslich der Mana gement-

und Berichterstattungsstrukturen sowie der

vorhandenen Dokumente zur Berichterstattung;

– Beurteilung der Prozesse und Datenkonsolidierung

Prüferische Durchsicht der Prozesse zur Erhebung

und Verarbeitung der Daten und Informationen zur

CR Berichterstattung hinsichtlich ihrer Zweck mässigkeit;

und Beurteilung des Konsolidierungsverfahrens

auf Konzernebene.

Schlussfolgerungen

Gemäss unserer Beurteilung

– werden die Syngenta-internen Richtlinien zur GSU

und CCI Berichterstattung richtig angewandt;

– funktioniert das interne Berichterstattungssystem zur

Einholung und Konsolidierung von CR Informationen

bestimmungsgemäss und bildet damit eine

ange messene Grundlage für deren Veröffentlichung.

Gestützt auf unsere in diesem Assurance Bericht

beschriebenen Arbeitsschritte und Kriterien sind wir

nicht auf Sachverhalte gestossen, aus denen wir

schliessen müssten, dass die Daten und Infor ma tionen,

die im Untersuchungsgegenstand erwähnt und die im

Syngenta Jahresbericht 2010 im Bereich „Corporate

Responsibility: Daten im Überblick“ publiziert sind, kein

angemessenes Bild der Corporate Responsibility

Leistungen von Syngenta geben.

55

PricewaterhouseCoopers AG

Zurich, 11. Februar 2011

Dr. Thomas Scheiwiller

David Pritchett


Schweiz

Investor Relations

T +41 61 323 5883

F +41 61 323 5880

E global.investor_relations@syngenta.com

Medienstelle

T +41 61 323 2323

F +41 61 323 2424

E media.relations@syngenta.com

Aktienregister

T +41 58 399 6133

F +41 58 499 6193

E syngenta.aktienregister@sag.ch

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Medienstelle

T +1 202 628 2372

F +1 202 347 8758

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Kontaktstelle für ADS-Inhaber

T +1 866 253 7068 – von innerhalb der USA

T +1 201 680 6825 – von ausserhalb der USA

Syngenta International AG

Corporate Affairs

Schwarzwaldallee 215

P.O. Box

CH-4002 Basel

Schweiz

www.syngenta.com

Syngenta hat für das Geschäftsjahr 2010 drei

Berichte publiziert: den Jahresbericht (mit

integriertem Corporate Responsibility Bericht),

den Financial Report und den Corporate

Governance und Entschädigungsbericht.

Die Originalsprache aller Publikationen

ist Englisch. Der Jahresbericht 2010

und der Corporate Governance und

Entschädigungsbericht 2010 sind auch

auf Deutsch erhältlich.

Diese Berichte sind auch im Internet unter

www.syngenta.com verfügbar.

Syngenta International AG, Basel, Schweiz.

Alle Rechte vorbehalten.

Redaktionelle Fertigstellung: Februar 2011.

Design und Produktion:

Radley Yeldar, London, UK

Druck: NZZ Fretz AG, Zürich, Schweiz

Gedruckt auf Hello Silk, produziert aus

Holzfasern aus nachhaltig bewirtschafteten

Wäldern und hergestellt in einer Papierfabrik,

die ISO 14001- und EMAS-Umweltmanagementstandards

erfüllt.

® Eingetragene Warenzeichen von Syngenta

Warenzeichen von Syngenta

Die Wortmarke SYNGENTA, BRINGING

PLANT POTENTIAL TO LIFE und das Purpose

Icon sind Marken oder eingetragene Marken

von Syngenta.

Haftungsausschluss (Safe Harbor): Dieses

Dokument enthält zukunftsgerichtete

Aus sagen, die sich in Begriffen wie „erwarten”,

„wird”, „könnte”, „potenziell”, „geplant”, „sieht

vor”, „Schätzwert”, „abzielen” etc. ausdrücken.

Derartige Aussagen beinhalten Risiken und

Unwägbarkeiten, die zu einer deutlichen

Abweichung der effektiven Ergebnisse

von den hierin gemachten Aussagen

führen können.

Wir verweisen Sie auf die öffentlich

zugänglichen Einreichungen von Syngenta

bei der amerikanischen SEC (Securities and

Exchange Commission) im Zusammenhang

mit diesen und anderen Risiken und

Unwägbarkeiten. Syngenta verpflichtet sich

nicht, die erwähnten zukunftsgerichteten

Aussagen anhand der tatsächlichen

Resultate, geänderten Annahmen oder

sonstigen Faktoren zu aktualisieren.

Dieses Dokument stellt weder ein Angebot

oder eine Einladung noch einen Teil eines

solchen Angebots oder einer solchen

Einladung dar, Stammaktien der Syngenta

AG oder Syngenta American Depository

Shares zu kaufen oder zu zeichnen, noch

stellt es die Aufforderung zu einem solchen

Kauf- oder Zeichnungsangebot dar, und

es bildet auch keinerlei Grundlage oder

verlässliche Aussage im Zusammenhang

mit einem diesbezüglichen Vertrag.

Artikel-Nr. 016845.020

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