Projektunterricht - Erzdiözese Salzburg

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Projektunterricht - Erzdiözese Salzburg

MITTEILUNGEN

Zeitschrift der Religionslehrerinnen und -lehrer

der Erzdiözese Salzburg 2007

3

INHALT

Projektitis oder wie?

Für die Zukunft lernen

Seiten 3, 4

Neues aus der Bibliothek

Seite 13

AV-Medien

Seite 14

Information

Seiten 15 - 18

Dombuchhandlung

Seite 19

Beispiele für „Projekte“

Die 60er Jahre

Seite 5

Alles über Tiere

Seite 6

Spurensuche

Seite 7

PRAXIS

Die Erschaffung der Welt

Seite 8

Die gläserne Schule

Seite 9

Alt und Jung - Beziehungen

müssen wachsen

Seite 10

Para Niños -

Laufen für Bolivien

Seite 11

Bewegte Schule

Seite 12

Planen

Realisieren

Organisieren

Jahresübersicht

Erleben

Kreieren

Thematisieren

U N T E R R I C H T

Bild: Neue Volksschule St. Johann/Pg.


2 ZUM VERWEILEN

Projekt Mensch

Der Mensch lässt sich nicht aus einem einzigen Blickwinkel erklären und verstehen. Er

ist letztlich unergründlich und grenzt in seiner Vielfältigkeit an ein Geheimnis. Umso

interessanter ist, dass im Mainstream unserer Zeit – wohl unbewusst – der „biologischen“

Betrachtungsweise des Menschen weiter Raum geboten wird. Die Körperkultur,

der Wellnesstrend, das Jungsein und die Jugendkultur und vieles andere hätte sonst

wahrscheinlich nicht so viel Gewicht. Da aber (je)der Trend „in“ ist und fast alle gleich

denken, werden Einstellungen und Denkstrukturen weitgehend unreflektiert übernommen und weitergegeben. Der

junge, funktionierende und kräftige Körper und die Jugendkultur werden zum Maß für die Beurteilung (m)eines

menschlichen Wertes.

Gegen Jungsein und Jungbleiben ist nichts einzuwenden. Wenn aber die Ressourcen eingesetzt werden (müssen), um

die Jugend zu erhalten, dann kreist alles Denken und Planen um das Fit-, Beweglich- und Sportlichbleiben: Antiaging

und faltenfrei bis ins hohe Alter, Spaßgesellschaft und Leichtigkeit des Seins - gepaart natürlich mit Krafttraining.

Gleichzeitig wird der Mensch hauptsächlich an seiner Arbeitskraft gemessen und wegen seiner (wirtschaftlichen)

Nützlichkeit gelobt.

Wenn der biologische Zenith überschritten ist, bleibt nur mehr Brüchigkeit und Defizit für den Rest der Tage. Jeder

neue Lebensabschnitt und speziell das Alter kommen dann wie eine schreckliche Zäsur und wie ein schauderhafter

Einbruch in der Blüte des Lebens. Allein der Begriff „Ruhestand“

verrät schon, dass man aus der Sicht der Arbeit und der Leistung

definiert. Die Zeit, wo der Mensch befreit von der Last der

Erwerbstätigkeit für Beziehungen und für bis jetzt noch nie

mögliche Tätigkeiten frei wird, ist alles andere als „ruhig“. Wer einer

einseitigen Perspektive nicht bewusst entgegensteuert, sieht im Alter

wirklich nur Einschränkung und Beschwerden. Wo bleibt dann die

viel gerühmte Weisheit des Alters?

Natürlich gibt es körperlichen Abbau, Krankheit und auch den

Tod. Aber der Mensch ist viel mehr als uns allein eine einseitige

Sichtweise erzählen und erklären kann. Es wäre jammerschade, das

Projekt „Mensch“ – der/die ich ja selber bin – nur aus einem engen

Blickwinkel zu betrachten. Ich würde dem Menschen und letztlich

mir selbst sehr viel vorenthalten, wenn ich nicht auch die Schätze

der Begegnung und der Beziehung, meine Begabung und meine

Einzigartigkeit, bereits in jungen Jahren bewusst leben und dankbar

die Wunder der Schöpfung mit vollen Zügen aufnehmen will.

Was wäre ich ohne meine FreundInnen und die Feste, ohne meine

Reiselust und meinen Hunger nach Stille, ohne meine Glücksstunden

und meinen Tränen bei den Abschieden des Lebens? Was wäre ich

ohne Musik, ohne Gesang und ohne Kreativität und Phantasie, ohne

fröhliches Spielen und herzliches Lachen? Was wäre ich ohne Einfühlungsvermögen und Nachdenklichkeit, ohne

Gebet und Kontemplation? Was wäre das Leben ohne solidarisches Helfen, ohne die gute Tat, ohne Initiative im

Gegenwind? Es lässt sich gar nicht alles aufzählen. Der Mensch / ich bin noch viel, viel mehr.

Das Projekt „Mensch“ darf nicht verkürzt betrachtet werden. Das Projekt „Mensch“ verdient es, in seiner ganzen

Fülle wahrgenommen zu werden. Das ist ein Segen für die Menschheit, für jeden Menschen, – also letztlich für mich

selbst!

Viel Glück und Segen wünscht euch/Ihnen

Dr. Johann W. Klaushofer

Direktor der RPA Salzburg

■ Mitteilungen 3 - 2007


THEMA

3

Projektitis oder wie?

Für die Zukunft lernen

Mag. Ingrid Donner-Lebitsch

Abteilungsleiterin für den

Höheren Schulbereich am RPI Salzburg

Zuerst ein Blick in die

Stellenanzeigen einer Tageszeitung

und die dort zu findenden, von

Bewerbern erwarteten Fähigkeiten:

● ein hohes Maß an Kommunikations-

und Teamfähigkeit,

● selbstständiges, genaues Arbeiten,

● Durchsetzungsvermögen und

Konsensfähigkeit …

kurzgesagt das, was Handlungs- und

Sozialkompetenz genannt wird.

Fähigkeiten, wie sie hier angeführt

sind, sind aber nicht nur in den

Personalbüros wirtschaftlicher Unternehmen

gefragt, sondern auch „die

Gesellschaft“ erwartet von der Schule

bzw. von deren AbsolventInnen

verstärkt derartige Fähigkeiten. Was

hat das nun mit Projektunterricht zu

tun? All diese wertvollen Schlüsselqualifikationen

und nicht nur receptives

Verhalten und abfragbares

Wissen können z.B. bei projektorientiertem

Unterricht erworben

werden – freilich nur in kleinen

Schritten. Projektunterricht ist, wie

auch das Offene Lernen, eine Form des

Unterrichts, der zum selbstständigen,

eigenverantwortlichen Arbeiten der

SchülerInnen führt.

In dieser Ausgabe der „Mitteilungen“

soll es um Projektunterricht

gehen – aus den verschiedensten

Schultypen sind Beispiele angeführt.

Darüber hinaus gibt es Beispiele für

fächerübergreifenden Unterricht:

mehrere Fächer arbeiten gemeinsam

an einem Thema. Weiters werden

Beispiele für Gesundheits- und

Sozialprojekte gebracht – die nicht

unbedingt mit Unterrichtsprojekten zu

tun haben, aber so bearbeitet werden

könnten. Dieser Artikel soll dazu

ermutigen und auch aufzeigen, wie

Planung von Projekten effektiv, zeitsparend

und sinnvoll sein kann. Von

„projektorientiertem Unterricht“

spricht man, wenn Unterricht nur

einzelne dieser Merkmale trägt. Ein

einheitliches Projektverständnis vieler

LehrerInnen kann die Arbeit meiner

Erfahrung nach erleichtern.

Viele Formen von Unterricht

haben etwas gemeinsam, was

Projektunterricht ausmacht: ein

hohes Maß an Selbstständigkeit und

Ganzheitlichkeit beim Lernen, ebenso

ein hohes Maß an Teamarbeit oder

Interdisziplinarität. Von „Projektitis“

muss man wohl sprechen, wenn

bereits kleine Aufgabenstellungen, die

von SchülerInnen selbstständig gelöst

werden, oder Gruppenarbeiten, als

Projekt bezeichnet werden.

Eine mögliche Definition für

Projektunterricht“ im Folgenden.

Zuvor noch eine klare Abgrenzung

zu „Wirtschaftsprojekten“: bei ihnen

zählt vor allem das Ergebnis, bei

pädagogischen Projekten ist der

Arbeitsprozess selbst von großer

Bedeutung. Dabei werden – Schritt

für Schritt – gezielt die fachlichen,

organisatorischen, methodischen und

sozialen Kompetenzen der SchülerInnen

geschult. Eine weitere Unterscheidung

ist zwischen Projektunterricht

und Unterrichtsgegenständen zu

Projektmanagement an BHS zu

treffen. Dort ist der Fokus auf der

Veranschaulichung der Theorie.

Was ist Projektunterricht?

„Eine Gruppe von Lernenden

-> nimmt sich ein Thema vor,

-> setzt sich ein Ziel,

-> verständigt sich über Subthemen

und Aufgaben,

-> entwickelt gemeinsam das

Arbeitsfeld,

-> führt vorwiegend in Kleingruppen

die geplanten Arbeiten

durch und

-> schließt das Projekt für die

Gruppe und die soziale Umwelt

sinnvoll ab.“ 1

Wichtig ist, dass SchülerInnen und

LehrerInnen die Arbeit gemeinsam

planen – je nach Erfahrungsgrad

mit sozialen Unterrichtsformen

wird die Planungstätigkeit stärker

auf der LehrerInnen- oder auf der

SchülerInnenseite liegen. Für die

Projektarbeit sind als Ziele der - je nach

Schulstufe - komplexer werdenden

Themenstellungen Selbstständigkeit,

Teamfähigkeit und das Anwenden und

Umsetzen von rhetorischen Mitteln

und Techniken der Präsentation zu

nennen. Die Gruppe von Lernenden

muss nicht einer Klasse entsprechen,

es können auch zwei Parallelklassen,

mehrere Klassen, die ganze Schule

oder klassenübergreifende Gruppen

sein.

Themenfindung

Das Thema sollte in erster Linie für

die SchülerInnen interessant sein.

Meiner Erfahrung nach arbeiten

SchülerInnen sehr gerne und intensiv

an selbst gewählten Themen – dazu

eine Schüleraussage: „Ich finde es

toll, dass wir an unserer Schule (BG

Zaunergasse) die Möglichkeit haben,

uns so intensiv mit einem Thema

auseinanderzusetzen. Ich habe das

Gefühl, in den zwei Projekttagen

mehr gelernt zu haben, als sonst in

zwei Wochen.“ Das Fach Religion

kann sehr viele Themen einbringen,

bzw. es lässt sich zu sehr

vielen Themenstellungen ein Religionsbeitrag

finden – das kann ein

großer Vorteil in der Zusammenarbeit

mit anderen Fächern sein und die

Wertschätzung des RUs fördern.

SchülerInnen erkennen durch jede

Form des selbstständigen Lernens,

dass sehr viele Themen interessant sein

können, wenn man sich intensiv damit

befasst. Zu Beginn der Arbeit muss

eine gemeinsame Zielformulierung

stehen – es ist wichtig, sich schon

zu Beginn darüber zu verständigen,

was mit dem Projekt erreicht werden

soll. Das Ziel sollte überprüfbar

■ Mitteilungen 3 - 2007


4 THEMA

sein, positiv formuliert und konkret

beschrieben. Außerdem sollte es für

die Gruppe der Lernenden aus eigener

Kraft erreichbar sein.

SchülerInnen – und auch Lehrer-

Innen - lernen nicht nur Neues über

ein Thema, sondern auch geeignete

Arbeitsformen in Gruppen zu

entwickeln, Interessen aufeinander

abzustimmen, Probleme zu

definieren und Lösungen zu finden.

Reflexionsphasen während der

Arbeit am Projekt sind notwendig.

Das Ergebnis des Projekts kann ein

gemeinsames Produkt sein (z.B: ein

hergestellter Gegenstand, eine Projekt–

Zeitung, eine Ausstellung etc.). Es

kann außerdem sinnvoll sein, die

Ergebnisse zu präsentieren (anderen

Klassen, Eltern, der Öffentlichkeit).

Angestrebte

Schlüsselqualifikationen

● Selbstständiges Planen und

Erarbeiten eines Themenbereichs

● Teamfähigkeit

● Rhetorik und Präsentation

● Vernetztes Denken

Die Anforderungen in diesen Arbeiten

wachsen im Laufe der Jahre in Bezug

auf Schwierigkeit der Themen und

Komplexität (z.B.: Zahl der beteiligten

Fächer an einem Projekt). Dafür ist

eine klare Struktur notwendig.

Arbeitsschritte

Zuerst sollte sich die Gruppe von

Lernenden Zeit nehmen zur Ideenfindung:

entweder die LehrerInnen

stellen das Überthema und die

SchülerInnen finden die Unterthemen

oder eine Klasse ist bereits so weit, ein

Projektthema stellen zu können und

schlägt dieses vor. Die LehrerInnen

haben dann die Aufgabe aus ihren

Fachbereichen Unterthemen zu stellen

(Bsp.: eine Klasse wünscht sich das

Thema „Wasser“ – die LehrerInnen

finden die Unterthemen: Religion z.B:

Symbol „Wasser“ in den Religionen;

„Wasser in Bibeltexten“ etc.). Die

SchülerInnen haben dann genug Zeit

(z.B.: hängen die Unterthemen für ca.

eine Woche in der Klasse aus) um sich

für ein Thema und ein Reservethema

zu entscheiden. Reservethemen sind

deshalb wichtig, weil kein(e) SchülerIn

an einem Thema arbeiten soll, das er/

sie gar nicht gewählt hat. Anschließend

werden Arbeitsgruppen gebildet.

Diese besprechen Arbeitsaufteilung

und Zeitplan (WAS macht WER

bis WANN) und Ziele ihrer konkreten

Arbeit: Was wollen wir mit diesem

Thema? Die Rollenverteilung in der

Projektgruppe muss klar sein: wer

ist wofür zuständig - wer schaut auf

den Zeitplan, wer achtet auf die Einhaltung

der ausgemachten Regeln,

wer besorgt das Material (Oberstufe),

wer ist Gruppensprecher, der dann

an den Zwischenbesprechungen mit

den betreuenden LehrerInnen teilnimmt.

Ergebnisse dieser Gruppenarbeit

und Zielformulierung: es ist

sinnvoll diese der gesamten Gruppe

der Lernenden zu präsentieren (z.B.

mit einer „Simultanpräsentation“) –

so kann Interesse an der Projektarbeit

dieser Gruppe bei den anderen

geweckt werden.

Durchführung

Die Durchführung kann z.B. an dafür

vorgesehenen Projekttagen zu je

5-6 Stunden erfolgen, an denen der

eigentliche Unterricht aufgelöst wird.

Das kann aber auch in bestimmten

Stunden in der Woche geschehen.

Wichtig ist, dass bis zum Projektbeginn

das Material bereits gesammelt

wurde (bei älteren SchülerInnen von

den SchülerInnen, bei jüngeren mit

Hilfe der LehrerInnen).

Rolle der Lehrerin/des Lehrers

Diese ist die Rolle eines/einer

koordinierenden Beraters/Beraterin,

eines Moderators, eines Experten,

der aber im speziellen Thema auch

Neues lernt, eines Konfliktmanagers,

eines Mitlernenden, einer Person, die

fachliche Kompetenz zur Verfügung

stellt – bei Fragen der SchülerInnen.

An den Projekttagen ist es sinnvoll,

Besprechungen der GruppensprecherInnen

mit den betreuenden

LehrerInnen einzuplanen und

durchzuführen, damit Unklarheiten

und Probleme in der Teamarbeit

geklärt werden können.

Präsentation

Für die Präsentation ist es wichtig,

mit der Projektgruppe zu klären, vor

welchem Publikum sie stattfinden

soll. Verschiedene Präsentationsformen

machen das Zuhören

und Vortragen spannender. Es ist

faszinierend zu sehen, wie sehr

SchülerInnen in wenigen Jahren ihre

Präsentationstechnik verbessern.

Reflexion und Beurteilung

Eine Nachbesprechung der Teamarbeit

sowie der Präsentation ist

notwendig, um diese weiterentwickeln

zu können. Eine Möglichkeit

ist, den ZuhörerInnen schon

während der Präsentation auch

ein Beobachtungsblatt zu geben,

in dem nach jeder Präsentation

zum zu beobachtenden Punkt

Rückmeldungen an die Arbeitsgruppe

notiert werden können. Diese

Rückmeldungen können Grundlage

sein für Reflexion und Beurteilung,

die in irgendeiner Weise auch in die

Note einfließen soll.

Anschließend kann das Projekt noch

altersgemäß dokumentiert werden.

Schule - ganzheitliches Lernen ...

Viele Bemühungen von LehrerInnen

um sinnvolleres, ganzheitliches

Lernen können dazu beitragen, dass

eine Vorstellung von Schule auch

verwirklicht wird, die in folgenden

Gedanken des deutschen Pädagogen

Hartmut von Hentig ausgedrückt

wird: „Man kann einen Menschen

nicht gegen seinen Willen erziehen

und belehren, so wenig, wie man ihn

gegen seinen Willen gesund machen

kann. Er muss in beiden Fällen

mitmachen – aus Freude oder aus

Einsicht, am besten aus beidem. Das

ist in der Erziehung möglich, wenn er

wahrnimmt, dass er geliebt wird, und

wenn er teilhat am Verfahren – wenn

er nicht Objekt, sondern Subjekt des

Vorgangs ist.“ 2

Schulentwicklung sollte im „Innovationsfeld

Unterricht“ 3 geschehen,

wie es Heinz Klippert formuliert,

nicht in „abgehobenen Zielerklärungs-,

Planungs-, Kooperations-,

Evaluations- und Konfliktregelungsprozessen“

4 .

1

Bildungsministerium für Bildung,

Wissenschaft und Kultur (Hg.) Grundsatzerlass

zum Projektunterricht. Tipps zur Umsetzung.

Wien, 2001, S 16.

2

Hentig von, Hartmut, Die Schule neu denken,

Bielefeld 1993, S196.

3

Klippert, Heinz, Pädag. Schulentwicklung.

Planungs- und Arbeitshilfen zur Förderung

einer neuen Lernkultur, Weinheim und Basel,

2000, S 46.

4

Vgl. ebenda.

■ Mitteilungen 3 - 2007


THEMA

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Beispiel für ein Projekt aus dem BG Zaunergasse

Das BG Zaunergasse hat seit einigen

Jahren in der Oberstufe einen

Projektschwerpunkt. Diesmal war das

Thema die „Sechzigerjahre“ und

einige Fächer, darunter Religion

waren beteiligt. Bereits in der

Unterstufe werden die SchülerInnen

auf eigenverantwortliches Arbeiten

vorbereitet, so ist z.B. der Schwerpunkt

der 2. Klassen das Lernen

lernen, der der ersten Klassen das

Soziale Lernen. In der 5. Klasse

werden die SchülerInnen speziell in

Arbeitstechniken eingeführt (z.B.

das richtige Exzerpieren eines Textes,

Benützen der Bibliothek etc.).

In der 6. - 8. Klasse ist Schwerpunkt

Projektarbeit, wobei in der 6. Klasse

spezielle Übungen zur Teamarbeit

gemacht werden; in der 7. Klasse wird

auf vielfältige Präsentationsformen

besonders Wert gelegt, in der 8. Klasse

auf die Dokumentation. Dadurch

erwerben die SchülerInnen auch in

einer AHS Schlüsselqualifiaktionen

für die Arbeitswelt.

Ablauf in folgenden Schritten:

Schritt 1

Themenfindung

Der KV der Klasse suchte mit der

Maturaklasse, die bereits seit der

6. Klasse Projekterfahrung hatte,

ein Thema für das letzte Projekt

der Klasse, das auch dokumentiert

werden sollte. Die SchülerInnen

schlugen das Thema „Sechzigerjahre“

vor. Die LehrerInnen der Klasse

erfuhren in einer Koordinationsbesprechung

davon und überlegten sich

Unterthemen. Diese wurden in der

Klasse ausgehängt.

Schritt 2

Die SchülerInnen hatten zwei Wochen

Zeit, zwei Themen zu wählen – ein

Wunschthema und ein Reservethema.

Schritt 3

Folgende Themen wurden von den

SchülerInnen gewählt und bearbeitet:

Englisch: The Beatles; The Vietnam

War, The Cuban Missile Crisis; The

Moonlanding – Reality and Fake“;

Die 60er Jahre

Geschichte: Der Prager Frühling; Die

Berliner Mauer; Deutsch: Gruppe 47;

Physik: The Moonlanding – Fake“;

Religion: „Hair“ – das Musical mit

intensiver Beschäftigung mit „New

Age“ und Hare Krishna.

Schritt 4

In einer Gruppenarbeit formulierten

die einzelnen Gruppen Ziele für

ihre Projektarbeit und vereinbarten

die Rollenverteilung in der Gruppe

z.B.: Gruppensprecher; jemand, der

auf die Zeit achtet; jemand, der auf

die Einhaltung der vereinbarten

Regeln schaut; jemand, der für die

Dokumentation zuständig ist.

Schritt 5

Anschließend wurden diese

Zielformulierungen auf einem

Plakat festgehalten und in einer

„Simultanpräsentation“ vorgestellt.

Schritt 6

Eine Woche später fanden die beiden

Projekttage statt (2 mal je 6 Stunden).

Die SchülerInnen hatten bis dahin

das Material gesammelt, die

LehrerInnen einen Betreuungsplan

vereinbart und Räume reserviert.

Zu Beginn traf sich die Klasse

nochmals mit allen betreuenden

LehrerInnen, die mitteilten, wann

sie für die Betreuung freigestellt sein

würden und wann sie in anderen

Klassen unterrichten würden. Das

Plakat mit den Zielformulierungen

wurde der Gruppe mitgegeben,

sowie ein Beobachtungsbogen für

die Gruppenarbeit. Zur Halbzeit

des Vormittags und jeweils am Ende

trafen sich die GruppensprecherInnen

mit den betreuenden LehrerInnen.

Schritt 7

Einige Tage nach der Arbeit am

Projekt fand die Präsentation

statt – wobei Maturaklassen sehr

abwechslungsreiche Arbeiten präsentierten.

Schritt 8

Reflexion

Besprechung der Rückmeldungen zur

Präsentation wurde von SchülerInnen

und LehrerInnen gemeinsam durchgeführt.

Durch die gemeinsame

Reflexion war auch eine transparente

Notengebung für die Projektarbeit

möglich.

Anschließend wurde das Projekt noch

dokumentiert.

Andere Projektthemen, die mir

besonders in Erinnerung geblieben

sind und bei denen Religion beteiligt

war: „Wandel des Weltbildes am

Beginn der Neuzeit“, „Farbe“,

„Wasser“ jeweils mit Beiträgen aus

verschiedensten Fächern. Farbe z.B:

Bedeutung der Farben in Religionen

und Kulturen;

EU Projekt mit Religionsbeitrag zur

Ethikkommission der EU.

Mag. Ingrid Donner-Lebitsch

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THEMA

Beispiel für projektorientierten Unterricht

Alles über Tiere

Zu Beginn des Sommersemesters 2007

startete die Projektklasse 1C des BG-

Nonntal das von der Klasse gewählte

„Projekt Tiere“. Ich als Religionslehrerin

war als Berichterstatterin über

das Projekt beteiligt. Neben meinem

Fach war eine Vielzahl von Fächern,

wie Deutsch, Englisch, Biologie,

Musikerziehung und die Kreativfächer

Technisches bzw. Textiles Werken

sowie Bildnerische Erziehung mit

eingebunden. Die Perspektivenvielfalt

im Zugang zum Projektthema und

die fächerübergreifende Wissensvernetzung

waren wichtige Qualitätskriterien

und ein wesentlicher Erfolgsfaktor

des Projekts, was vor allem

von Elternseite sehr positiv bewertet

wurde. Auf diese Weise konnte ein

altersgemäßer, aber ziemlich komplexer

Informationsgrad bezüglich

der Tierwelt und des Mensch-Tier-

Verhältnisses erzielt werden, worauf

der Titel dieses Beitrags „Alles über

Tiere“ hinweist.

Im Folgenden soll von den Beiträgen

zum Projektthema im Fach

Kath. Religion die Rede sein. Der

Auftakt der Projektarbeit erfolgte im

Rahmen der von der Schule für alle

Klassen vorgesehenen Projekttage

und zwar in den Fächern Religion

und Musikerziehung. In dieser

Anfangsphase waren auch die

SchülerInnen anderer Konfessionen

bzw. SchülerInnen ohne Bekenntnis

in den RU eingebunden, wie auch in

späteren Projektphasen, in welchen

wesentliche Inhalte mit der ganzen

Klasse erarbeitet wurden. Den Beginn

der religiösen Auseinandersetzung

mit der Thematik bildete die Beschäftigung

mit der biblischen

Schöpfungstradition im Vergleich

mit den religiösen Überlieferungen

anderer Völker. Die SchülerInnen

sollten erkennen, dass die biblische

Überlieferung eine unter vielen

anderen Schöpfungsüberlieferungen

darstellt und Gemeinsamkeiten zwischen

den verschiedenen Überlieferungen

herausfinden. In Gruppenarbeit

wurden zu ausgewählten

Schöpfungserzählungen Plakate

entworfen, welche die

Rolle der Tiere und die

Beziehung zwischen Mensch

und Tier beleuchteten. Die

Geschichte von der Arche

Noah wurde eher kurz und

kursorisch behandelt, da diese

Geschichte in Musikerziehung

und den kreativen Fächern

ohnehin ausführlich auf dem

Programm stand.

Einen zweiten Schwerpunkt

im Fach Religion bildeten

ethische Fragen in der Beziehung

zwischen Mensch

und Tier. Zum einen sollte

menschliches Fehlverhalten

gegenüber Tieren, zum anderen

die wohltuende, therapeutische

Wirkung von Tieren

auf Menschen zur Sprache

gebracht werden. Die

SchülerInnen waren angehalten,

sich mit misshandelten Tieren

zu identifizieren und diesen durch

die Formulierung von Tiergebeten

gewissermaßen eine Stimme zu

verleihen. Diese Aufgabe erfüllten sie

mit hohem emotionalem Einsatz, wie

es eines der gelungensten Tiergebete

demonstriert:

Gebet einer gepeinigten Kreatur

Lieber Gott, ich bitte dich,

lieber Gott erlöse mich.

Mein Gefieder ist ganz kahl,

ich muss stehen auf Gitterstahl.

Meine Nachbarn sind ganz bös,

es ist alles skandalös.

Eier legen immerdar,

es ist furchtbar, wirklich wahr.

Möchte gern im Garten scharren

und im warmen Gras ausharren,

picken von der Gräser Samen,

bitte hilf uns armen Hühnerdamen.

Amen.

Der Aspekt der helfenden und therapeutischen

Funktion von Tieren für

Menschen wurde durch einen Besuch

im Diakoniewerk Gallneukirchen

abgedeckt, wo die SchülerInnen

Zeugen eines speziellen Konzepts

der Behindertenförderung wurden.

Der dort eingerichtete Streichelzoo

erfüllt den Sinn, Behinderten die

Verantwortung für die Betreuung

der Tiere ganz oder teilweise zu

übertragen, weil sie aufgrund dieser

Aufgabenstellung herausgefordert

sind, Fähigkeiten zu entwickeln, die

sie unter anderen Umständen nicht

entwickeln würden. Der Besuch in

Gallneukirchen war für die SchülerInnen

sehr eindrücklich, ebenso wie

der anschließende Besuch von zwei

Partnerhunden mit ihrer Betreuerin

in der Klasse, der darauf abzielte,

den SchülerInnen die unersetzliche

Hilfestellung eines Partnerhundes im

Alltag eines behinderten Menschen

zu verdeutlichen. Beide Besuche

wurden von den SchülerInnen in

Form von Erlebnisberichten schriftlich

dokumentiert.

Die Präsentation aller in den diversen

Fächern erarbeiteten Beiträge fand

zuletzt bei einem Elternabend nach

den Osterferien statt.

Mag. Magdalena Diener-Schuh

BG Nonntal

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Beispiel für fächerübergreifenden Unterricht

Spurensuche

Schicksal jüdischer Jugendlicher zur NS-Zeit und ihr Vermächtnis

THEMA

7

Ein fächerübergreifendes Projekt aus

den Fächern Deutsch, Geschichte

und Religion zu diesem Thema (8.

Schulstufe, AHS/HS; Stundenausmaß

je nach Zeitrahmen variabel) am BG

Nonntal

Das Tagebuch der Anne Frank ist

das bekannteste literarische Zeugnis

eines jüdischen Mädchens, das mit

ihrer Familie vor dem NS-Regime

aus Deutschland floh. Nach 2 Jahren

des Verstecktseins und der großen

Hoffnung auf Befreiung wird es Opfer

der NS-Verfolgung und stirbt im KZ

Bergen –Belsen.

Annes tragisches Schicksal steht für

viele Kinder und Jugendliche, denen

ein grausames Regime das Recht auf

Leben verwehrt hat. Ihr Tagebuch

ist auch für Jugendliche heute ein

wichtiges Zeugnis aus dieser Zeit.

Aber sind ihre Briefe an Kitty das

einzige erhalten gebliebene Testament

jüdischer Jugendlicher, die unter der

NS-Verfolgung litten? Diese Frage

stellten mir Schüler immer wieder.

Dies gab den Anstoß zur Spurensuche

nach weiteren literarischen Lebenszeichen

anderer jüd. Jugendlicher,

die mit Anne ein ähnliches Schicksal

teilten.

Hier möchte ich auf 3 jüdische

Mädchen hinweisen, mit deren

Biographien sich die SchülerInnen

der 8. Schulstufe in diesem Projekt

fächerübergreifend beschäftigt haben.

Ausgangspunkt:

Anne Franks Tagebuch und ihre

Biographie (1929 – 1945)

- Internet-Recherche zu Anne, ihrer

Familie, polit. Situation in Holland,

Zeit im Hinterhaus

(http.//www.annefrank.org)

Literatur: Eine

Geschichte für heute.

Anne Frank, Katalog

zur Ausstellung,

Anne Frank Haus,

Amsterdam 1996

Mirjam Pressler: Ich

sehne mich so. Die

Lebensgeschichte der

Anne Frank,

Beltz&Gelberg 1993)

- Ausschnitte aus dem

Tagebuch bearbeiten

und Antwortbriefe an

Anne verfassen.

Annäherung an die Lyrik von Selma

Meerbaum-Eisinger (1924 - 1942)

Selma, geboren in Czernowitz

(Bukowina), Cousine des großen

Dichters Paul Celan, erlitt ein sehr

ähnliches Schicksal wie Anne Frank.

Sie dokumentiert ihr kurzes Leben in

berührenden Gedichten (Gedichtband

„Blütenlese“). Sie sind ein Aufschrei

nach Leben, großteils geschrieben im

KZ in der Ukraine, in dem sie im Alter

von 18 Jahren wie Anne an Typhus

stirbt.

- Auswahl an Gedichten (z.B.Poem)

mit Schülern lesen und bearbeiten

- Schreibimpuls: auf Gedichte

antworten, eigene Gedichte verfassen

- Selmas Leben recherchieren

Literatur /CD:

Selma Meerbaum- Eisinger: Ich bin in

Sehnsucht eingehüllt. Gedichte, CD,

Hoffmann und Campe 2005

www.exil-archiv.de/html/biogra

phien/meerbaum-eisinger

Lisi Block: (1921 – 1942)

Lisi Block hinterlässt 3 Tagebücher aus

den Jahren 1933 – 1942, die kurz vor

ihrer Deportation ins KZ im Distrikt

Lublin abbrechen. Sie stammte aus

Niedernburg (bei Rosen-heim), die

Familie Block galt als angesehen

im Ort, Mitschülerinnen wussten

nicht, dass sie Jüdin war. Als sie aus

diesem Grund die Schule verlassen

musste, nahm kaum jemand davon

Notiz. Ihre Tagebücher lesen sich

unbeschwert, erzählen Alltägliches,

spiegeln jedoch keine bewusst

jüdische Identität wider, sie schreibt

teils fasziniert vom NS-Kult, und

ihre Familie realisierte wohl nicht die

Gefahr durch das NS-Regime.

Eine Münchner Schulklasse begab sich

auf Spurensuche nach Lisis Leben und

so entstand die Film-Dokumentation

des BR zu diesem Schulprojekt:

Video: „Die Tagebücher der Lisi Block.

Eine Spurensuche“ VHS 59 min. 1997.

Das Kennenlernen und

Vergleichen der Biographien

der jungen Frauen ermöglicht

die Auseinandersetzung

mit dem Thema Antisemitismus

und die

unzähligen Opfer bekommen

einen Namen.

Mag. Maria Koidl- Trinkfaß

BG Nonntal

■ Mitteilungen 3 - 2007


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THEMA

Beispiel für projektorientierten Unterricht

Am Anfang schuf Gott Himmel und

Erde ... und die 3a Klasse der MHS

Zell am See die Idee, ein Projekt über

die Schöpfung durchzuführen.

Es begann bereits im Schuljahr 05/06

fächerübergreifend in Religion,

Biologie, Bildnerische Erziehung und

Geographie.

Schülerinnen mit dem Künstler Wilhelm Kastberger

Im Rahmen des Religionsunterrichts

befassten sich die Schüler mit

ihrem Religionslehrer Karl Ludwig

mit dem ersten der fünf Bücher

Mose. Den Schwerpunkt bildete

dabei der Schöpfungsbericht „Die

Erschaffung der Welt“ und die

Schöpfungsvorstellung des Volkes

Israel. (Gen 1,1-2, 4a)

Die 27 Schüler der Klasse bildeten 7

Gruppen, die sich jeweils einen Tag

des Schöpfungsberichtes aussuchten.

Die einzelnen Gruppen setzten sich

vorerst theologisch und in der Folge

bildnerisch mit dem Text auseinander

und so entstanden erste Entwürfe.

Nach längerer Pause wurde im

Herbst, unter tatkräftiger Mithilfe

des bekannten Pinzgauer Künstlers

Wilhelm Kastberger, die Arbeit voll in

Angriff genommen.

Die Erschaffung der Welt

3a-Klasse der Musikhauptschule Zell am See

Als Grundidee diente der Vorschlag,

die sieben Tage in

Kreuzform darzustellen, wobei

die Aussage des linken Querbalkens,

„Gott denkt nach über das

bisher Geschaffene“, die Mitte

symbolisiert, die Idee und die Aussage

des rechten Querbalkens stellt

den tatsächlichen

Schöpfungstag

dar. Jedes Kreuz

besteht aus fünf

Teilen die senkrecht

wie horizontal

aus drei

Bildern zusammengesetzt

die

Trinität in allen

Richtungen

symbolisiert.

Aus zahlreichen

Rohentwürfen

der einzelnen

Gruppen wählten

die Schüler selbst

in Absprache mit

dem Künstler

den besten Vorschlag aus, der dann

auf Leinen mit Acrylfarben

übertragen wurde. Die auf

Keilrahmen gefertigten Werke

wurden zu Kreuzen verbunden,

wobei sich die äußere Form des

ersten Tages vom chaotischen

Erscheinungsbild hin bis zur

vollendeten Form der Ordnung

des siebten Tages wandelt.

Für die Präsentation der Bilder

konnte die Firma Hagleitner

Hygiene aus Zell am See gewonnen

werden. Die Vernissage erfolgte

im doch sehr außergewöhnlichen

Rahmen der Lagerhallen der

Firma.

Anlässlich der Visitation des

Herrn Erzbischof wurden die

Bilder kurzzeitig in der MHS

aufgehängt bevor sie nun ihren

■ Mitteilungen 3 - 2007

endgültigen Platz im Krankenhaus

Zell am See erhalten haben.

Bei der Übergabe an das KH Zell

konnte der Chor der Schule, wie bei

den beiden anderen Ereignissen, die

hohe Qualität seines Klangkörpers

unter Beweis stellen.

Für Patienten, Mitarbeiter und

Besucher des KH Zell am See wurde

ein 12-seitiger Farbprospekt in der

Auflage von 700 Stück angefertigt.

Die Bilder sind nunmehr als Geschenk

der MHS Eigentum des Krankenhauses

und werden somit sicher

für längere Zeit vielen Menschen

Freude bereiten und somit auch eine

bleibende Erinnerung an die sehr

gelungene Zusammenarbeit sein.

Dipl.Päd. Karl Ludwig

MHS Zell am See

Im „ein:blick“ auf der Seite 20

dieses Heftes wird ein Kreuz

dieses projektorienterten Unterrichtes

näher vorgestellt.

Fotos(2): Karl Ludwig

Schüler bei der Übergabe der Objekte an das

Krankenhaus Zell am See


THEMA

9

Beispiel für Gesundheitsprojekt

Die gläserne Schule

Ein Projekt zur Suchtvorbeugung

Seit einigen Jahren wird in Österreich,

Deutschland, Italien und Belgien ein

Forschungs- und Präventionsprojekt

unter der wissenschaftlichen Leitung

der Uni Hamburg durchgeführt.

Das Konsum- und Suchtverhalten der

Kinder soll über einen Zeitraum von

vier Jahren beleuchtet werden.

Auslöser für die Beteiligung an diesem

vierjährigen Projekt war ein Aufruf

der Suchtpräventionsstelle Kontakt &

CO, Innsbruck, an alle Hauptschulen

in Tirol. An unserer Schule wurden

die ReligionslehrerInnen gebeten,

sich der Aktion anzunehmen.

Durch Treffen und Begleithefte mit

Aktionsvorschlägen wurden wir auf

unsere Aufgabe vorbereitet.

Zielsetzungen

• über Konsum- und Alltagsgewohnheiten

sowie das Suchtverhalten von

Jugendlichen aus deren Bewertung

ihrer persönlichen Lebenswirklichkeiten

Bescheid zu bekommen

• Erkenntnis erhalten über Möglichkeiten

von Suchtvorbeugung und

• Erfassen der Wirksamkeit von

Präventivmaßnahmen.

An jeder Schule war je mindestens eine

Experimentalklasse mit den Aktionen

für einen zweiwöchigen Verzicht und

eine Kontrollklasse nötig. Begonnen

wurde im Schuljahr 2003/04 mit den

ersten Klassen und das Projekt

wurde über die vier Schulstufen

weiterbegleitet und 2007 beendet.

Ablauf

Vor Beginn der Fastenzeit bekam jeder

Schüler einen anonymen Fragebogen,

welcher durch einen nur dem Schüler

bekannten Code über die vier Jahre

verfolgbar blieb. Die Vordrucke zu

den Lebensumständen der Schüler

und ihren Konsumgewohnheiten

(PC, Fernseher, Video, Gameboy,

Süßes, Alkohol, Zigaretten, Drogen

…) wurden in einer Stunde von den

Schülern ausgefüllt. Die Lehrperson

hatte einen leeren Kontrollbogen

für sich – um zu etwaigen Fragen

Auskunft geben zu können. Im ersten

Jahr waren noch einige Unklarheiten

zu besprechen. Fangfragen und

Kontrollfragen garantierten ein relativ

sicheres Ergebnis und falsch codierte

Fragebögen ließen sich zuordnen.

Die Fragebögen wurden an der Uni

Hamburg ausgewertet. Die Analysen

wurden danach in der Klasse

besprochen:

a) Durch Vermutungsbögen, wie

wohl das Konsumverhalten ausgefallen

sein könnte

b) Durch eine Hinführung auf einen

freiwilligen vierzehntägigen Verzicht

mit der Gruppenarbeit: „Gründe

– Wirkungen – Folgen“ der speziellen

Konsumverhalten. Hier folgte eine

Auseinandersetzung mit positiven

Wirkungen und möglichen negativen

Folgen von Konsumverhalten.

c) Durch eine Diskussionsrunde zum

Thema „liebe Gewohnheiten“. Hier

wurden die Grenzen zwischen ausweichendem

Verhalten, Gewöhnung

und Abhängigkeit thematisiert.

Danach wählte jeder Schüler einen für

ihn relevanten Verzichtsgegenstand

(Konsumgut oder Verhalten), auf

den er die nächsten vierzehn Tage

bewusst verzichten wollte. Ein

persönlicher Vertrag, abgeschlossen

zwischen zwei Schülern, und ein

Befindlichkeitsbogen für jeden

einzelnen sollten motivieren, auf

den gewählten Gegenstand (chatten,

Video, SMS, Süßes, Alkohol …) zu

verzichten. Ein gut sichtbar platzierter

Wandplan für die Klasse sollte täglich

festhalten, wie leicht oder schwer

es dem einzelnen fiel. Im täglichen

Gespräch sollte die Verzichtsaktion

bewusst mitgetragen werden.

Vierzehn Tage nach Beendigung der

Verzichtsübung wurde ein ähnlicher

Fragebogen ausgefüllt und ausgewertet,

um etwaige Veränderungen im

Schülerverhalten zu sehen.

Erfahrungen

• Die Schüler haben die Fragebögen

mit großem Interesse, zum Teil auch

kritisch – „Was ist manchmal und

was ist öfter?“, Ist das Gläschen zum

Anstoßen zu Silvester auch mit dabei?

– ausgefüllt und durch die Anonymität

auch ehrlich beantwortet.

• Sie haben sich auf die Auswertung

gefreut und ihre Konsumgewohnheiten

kritisch angesehen.

Die Diagramme waren hier sehr

aufschlussreich.

• Es wurden Gespräche über Suchtformen

und -verhalten geführt.

• Etlichen wurde durch den Fragebogen

erst bewusst, wie intensiv

sie fernsehen oder wie oft sie

wirklich zu Süßem greifen. Und

bei manchen folgte wirklich ein

Nachdenk- und Umdenkprozess.

• Die Schüler fanden das Projekt

großteils sinnvoll.

In meiner Klasse kamen spezielle

Umstände zum Tragen: Häufiger

Schülerwechsel während der vier

Jahre (durch Wiederholer), sieben

Mitschüler waren nicht am Projekt

beteiligt, mangelnde Bereitschaft

etlicher Schüler, Persönliches in der

Klasse einzubringen. …

Wie üblich reichte es, wenn ein

„Leithammel“ den Verzicht

„uncool“ findet, damit etliche ihre

Prinzipien aufgeben. Deswegen

haben wir anschließend zum Thema

Selbstwert und Eigenentscheidung

weitergearbeitet. Die Tatsache, dass

die RLin nur an zwei Wochentagen in

der Klasse ist, war für die gemeinsame

Auswertung hinderlich.

Auch wenn wir keine konkret

beweisbaren Ergebnisse in Richtung

Suchtvorbeugung vorweisen können,

so war dieses Experiment für

unser (Lehrer, Eltern, Schüler)

Konsumverhalten doch sehr aufschlussreich.

Dipl.Päd. Michaela Reiter

HS Kufstein I

■ Mitteilungen 3 - 2007


10

THEMA

Beispiel für ein Sozialprojekt

Alt und Jung - Beziehungen müssen wachsen

Einer der Schwerpunkte im Religionsunterricht

der 3. Klassen ist der

Dekalog. In diesen Stunden soll

es nicht um das Auswendiglernen

der 10 Gebote gehen, sondern viel

mehr darum, den Schülern diese

Grundgesetze für ein gelungenes

Zusammenleben aus heutiger Sicht zu

vermitteln.

„Du sollst Vater und Mutter ehren auf

dass du lange lebest und es dir wohl

ergehe auf Erden“ hatte zur Zeit der

Verfassung eine andere Bedeutung als

heute. Die Menschen der damaligen

Zeit lebten meist als Nomaden. Alte

Menschen, die zur Last wurden

und den beschwerlichen Weg nicht

mehr mitgehen konnten, wurden

einfach zurückgelassen und so dem

Tod ausgeliefert. Dieses Elterngebot

schützte nun vor diesem Los.

Halten wir uns heute wirklich

an dieses Gebot? Schleppen wir

unsere alten Familienmitglieder

mit, oder schieben wir sie auch

manchmal ab, wenn sie uns

zur Last werden? Die Last des

Alters, wer trägt sie? Wir, oder

der alte Mensch selbst mit

seinen Gebrechen?

Diese Gedanken führten unweigerlich

zur Lebenswelt der

Schüler. „Meine Oma, …“,

„Ich kenne da jemanden …“,

„Manchmal gehe ich mit meiner

Mama ins Altersheim …“

Das Wort „Altersheim“ hat

auch heute noch einen bitteren

Beigeschmack. Nicht mehr gebraucht

werden – zu viel Arbeit – Stress – lästig

– Pflege - …

Gerade 12-Jährige zeigen in dieser

Hinsicht sehr viel soziales Engagement.

Spontan wollten sie mit den

Altersheimbewohnern

etwas unternehmen.

Wir hatten die Idee, diese

Menschen in die Welt der

Schüler herein zu holen.

In Absprache mit der

Direktion und der

Heimleitung luden wir

bereits mit großem

Erfolg zum gemeinsamen

Adventkranzbinden.

Dass dieser tolle Kranz

die Bewohner durch

die ganze Adventzeit

begleitete, wurde allgemein als sehr

schön empfunden.

Der Bitte von Heimleiter, Schüler und

Direktion, diese neue Verbindung

nicht einschlafen zu lassen, bin ich

gerne nachgekommen.

Die Erzählung vom „Engel, der nur

Samen verkauft“ war der Einstieg

in unser Vorhaben. Wir nahmen ein

Stück Nylonstrumpf, Bindfaden,

Sägemehl etwas Erde und Grassamen.

Ohren, Augen, Nase, Mund und fertig

waren unsere Grasmännchen. Bei

ausreichender Feuchtigkeit dauerte es

nur ein paar Tage, bis der Samen zu

keimen begann und mit Begeisterung

beobachteten wir alle, wie erstes Grün

sichtbar wurde.

Mit derselben Begeisterung gingen

die Schüler gemeinsam mit den

Bewohnern des Altenheimes ans

Werk.

Nicht nur für unsere Besucher,

nein, für jeden einzelnen daheim

gebliebenen Heimbewohner, wurde

ein Kopf gestaltet. Alte und junge

Hände werkelten gemeinsam, füllten

die Strümpfe und streuten mit großer

Freude Samen hinein.

Da unsere Begegnung in die Osterzeit

fiel, bekam diese Arbeit eine weitere,

tiefe Bedeutung.

Beziehungen müssen wachsen können

und das Wachsen des frischen, jungen

Grases aus den gemeinsam gebastelten

„Grasköpfen“ soll ein Anfang dafür

sein.

Hemmschwellen überwinden, soziale

Kompetenzen erweitern und einfach

Spaß am Miteinander haben, ist das

große Ziel für „Alt und Jung“.

Dipl.Päd. Ulli Leimgruber

HS Kundl

■ Mitteilungen 3 - 2007


THEMA

11

Beispiel für ein Sozialprojekt

Para Niños – Laufen für Bolivien

„Einmal Madrid und zurück“ – diese

Strecke bewältigten Schüler, Lehrer

und laufbegeisterte Eltern der HS und

SHS Altenmarkt, der Polytechnischen

Schule und die sportliche 2a-

Klasse der Volksschule symbolisch

beim Benefizlauf für Bolivien am

25.5.2007!

Seit Schulbeginn beschäftigt

sich die HS Altenmarkt mit

dem Thema „Ernährung und

Bewegung“, unterstützt von der

Salzburger Gebietskrankenkasse.

Im Rahmen dieses nachhaltigen

Gesundheitsprojektes wurde von

unserer Religionslehrerin Bianca

Weissl eine Idee geboren: Das Laufen

sollte nicht nur der sportlichen

Bewegung, sondern auch einem guten

Zweck dienen.

Begeistert von diesem Gedanken

entschlossen wir uns, Pater Klaus

bei seinem Projekt „Para Niños“

zu unterstützen. Mit interessanten

Vorträgen gelang es ihm, Lehrer und

Schüler gleichermaßen von seiner

Arbeit zu überzeugen. Zusätzlich

wurde im RU das Thema „Solidarität“

in den Mittelpunkt gestellt und

im Turnunterricht ein intensives

Lauftraining absolviert.

Bestens vorbereitet und hoch motiviert

trafen sich alle Teilnehmer bei

herrlichem Wetter am Sportplatz. Den

Zuschauern bot sich ein buntes Bild:

alle Schüler und Lehrer präsentierten

sich in ihren farbigen, selbst

bedruckten T-Shirts mit dem eigens

im Zeichenunterricht kreierten Logo

für das Schulbuffet.

Die Runde führte zwei Kilometer über

die Römerstraße wieder zur Schule,

pro zurückgelegtem Kilometer wanderte

ein Euro in den Spendentopf

von Pater Klaus. Jeder Läufer gab

sein Bestes, die meisten waren kaum

zu bremsen und wiederholten die

Runde mehrmals! Die notwendigen

Spendengelder wurden von den

Firmen Textil Toferer, Dachdeckerei

Perwein und der Raika Altenmarkt zur

Verfügung gestellt. Unser Schulbuffet

verpflegte die Sportler mit Obst und

Müsliriegeln; Holundersaft löschte

den Durst. Nicht vergessen werden

darf der Einsatz von Rotem Kreuz

und Polizei, der einen reibungslosen

Ablauf gewährleistete.

Die überaus gelungene Veranstaltung

wurde mit einer Urkundenübergabe

im Turnsaal abgerundet. Durch das

großartige Engagement durfte sich

Pater Klaus über einen Scheck von

Euro 2.900,00 freuen, diese Summe

entspricht den tatsächlich erlaufenen

Kilometern. Hinzu kommen noch

Nenngeld und großzügige Spenden,

sodass der endgültige Betrag über

Euro 4.000,00 ausmacht!

Zutiefst betroffen zeigten sich die

Schüler, als Pater Klaus von einem

Mädchen berichtete, dessen Gesicht

durch schwerste Verbrennungen

zerstört worden war. Mit unserem

Spendengeld kann dieses Mädchen

durch mehrere operative Eingriffe in

Salzburg ein neues Gesicht bekommen.

Pater Klaus versprach, gemeinsam

mit dem Mädchen unsere Schule zu

besuchen, worauf wir uns schon sehr

freuen!

KollegInnen

der HS Altenmarkt

■ Mitteilungen 3 - 2007


12

THEMA

Beispiel für Gesundheitsprojekt

Bewegte Schule

der Neuen Volksschule St. Johann/Pg.

Voraussetzungen -

Ausgangssituation

Teilnahme der gesamten Schule = alle

SchülerInnen und alle KollegInnen

- Zusammenarbeit mit Hauptschule

- Mitwirkung der Eltern

- Unterstützung durch die

Stadtgemeinde

Beratung durch AVOS-ExpertInnen

(Arbeitskreis Vorsorgemedizin Sbg.)

Projektbegleiter: 5 Kolleginnen der

Schule

Projektdauer: 2 Jahre

Ziele: (aufgestellt in Teamsitzungen)

-> Vermehrtes Zufußgehen der

Kinder in die Schule

-> Mehr Bewegung im Unterricht

-> Bewegte Pause und Freiluftpause

auch im Winter

-> Einbeziehung und Sensibilisieren

der Eltern (regelmäßige Elterninfo,

Elternabend)

-> Sportfest für die ganze Schule

und interessierte Eltern

-> Alternative Sitzgelegenheiten (Sitzkissen,

Sitzbälle, Stehpulte) kennen

lernen und erproben

-> LehrerInnenfortbildung (AVOS-

Kurse, Rückenfit-Workshop)

-> Motivation für Bewegung von

Schülern, Eltern und LehrerInnen

Schulweg

Der für die Gestaltung ausgewählte

„Treppelweg“ liegt direkt an der

Salzach, fernab vom Verkehr.

Bei der Realisierung wurde das

Projektteam von der Stadtgemeinde

sowie von der Hauptschule der Stadt

St. Johann unterstützt.

Die Objekte der

Stationen entlang des

Salzachweges sind für

Geschicklichkeitsübungen

gedacht (Koordination,

Gleichgewicht...)

und haben unterschiedliche

Schwierigkeitsgrade.

Sie bestehen aus

einer Palisadentreppe,

einem waagrechten und

einem schrägen Schwebebalken,

einem Wackelbaum,

einem Balancierbalken

und einer

Balancierrolle. Schau- und Infotafeln

ergänzten das Programm. Die Tafeln

wurden von den Schülern selbst der

Jahreszeit entsprechend mit Rätseln,

Beobachtungsaufträgen, selbst Gedichtetem,

Geschichten, Fotos

und diversen Aufgaben ausgestattet.

Die Gestaltungs- und Aufgabenbereiche

übernahm jeweils

eine andere Klasse. Zum Eröffnungsfest

des Schulweges wurden

auch die Eltern eingeladen.

Bewegung im Schulhaus

Für die „Bewegte Pause“ wurden

unterschiedliche Geräte, wie

Balancierbretter, Schwebebalken,

Sprungseile angeschafft. Vom Schulwart

wurden Spielgeräte aus

Holz gefertigt. Der Pausenhof und

der Turnsaal stehen als zusätzliche

Bewegungsräume zur Verfügung; die

„Luftpause“ wurde auch im Winter

eingeführt.

Bewegter Unterricht

In den Freiarbeitsphasen können die

Schüler unterschiedliche Arbeitsplätze

wählen, Arbeitsphasen werden

aufgelockert durch Kurzturnen.

Alternative Sitzmöbel wurden

geplant und eingeführt (angefertigt v.

Schulwart).

Sportfest der Schule

Klassenübergreifend wurde eine

„Tierolympiade“ durchgeführt. Die

„gesunde Jause“, die die SchülerInnen

selbst zubereiten konnten, war im

Projektplan enthalten und wurde als

Station eingebaut.

Eltern und Öffentlichkeitsvertreter

waren eingeladen.

In einem weiteren Schuljahr

konnten durch ein Sonderbudget

neue Pausenspiele und Turngeräte

angeschafft werden.

Gesundheitspreis 2005 des ÖJRK

Weiterbildung: Das LehrerInnenteam

konnte an einem Rückenfitworkshop

teilnehmen.

Resümee

Die Ziele konnten großteils erreicht

werden. Die Kinder arbeiten mit

gesteigerter Aufmerksamkeit und

Energie, die bewegte Pause bzw.

die Möglichkeit des bewegten

Lernens erhöht die Konzentration.

Durch die klassenübergreifende

Kooperation verbesserte sich auch

die Kommunikation. Auch Eltern

und LehrerInnen konnten für die

Wichtigkeit der Bewegung sensibilisert

werden.

Ausblick

Weitere Projekttage und Aktionen

sowie die Fortsetzung der

Schwerpunkte Bewegung und

Gesundheit unter vermehrter

Einbeziehung der Eltern sind geplant.

Dipl.Päd. Manuela Viehhauser

Dipl.Päd. Dagmar Grießner

Jedes Projekt einer Schule

eröffnet auch Möglichkeiten

für die/den ReligionslehrerIn

sich in unterschiedlichen

Bereichen einzubringen bzw.

dies in die Unterrichtsplanung

aufzunehmen.

■ Mitteilungen 3 - 2007


INFORMATION

13

Neues aus der RPI-Bibliothek

Maria Stöllner

RPI-Bibliothek

Liebertz, Charmaine:

Das Schatzbuch der Herzensbildung

Grundlagen,

Methoden

und Spiele zur

emotionalen

Intelligenz /

hrsg. von der

Gesellschaft für

ganzheitliches

Lernen e.V. -

München: Don Bosco , 2007. - 200 S.

ISBN 978-3-7698-1446-0

Charmaine Liebertz fordert im 1.

Teil ihres Schatzbuches dazu auf, die

Herzensbildung von Kindern zur

wichtigsten Aufgabe von pädagogischen

Fachkräften und Eltern zu machen.

Sie unternimmt einen Exkurs

in die Kultur- und Medizingeschichte

des Herzens und vermittelt gut verständlich

den aktuellen Stand der

Hirnforschung zum Thema Emotionen.

Im praktischen Teil liefert sie

viele Tipps, Spiele und Übungen zur

Förderung der emotionalen Intelligenz.

(www.buchkatalog.de) D4:3-11

Kuhn, Elke:

Christlich-muslimische Schulfeiern

grundlegende Sachinformationen,

ausgearbeitete Entwürfe, weiterführende

Arbeitshilfen/Neukirchen-

Vluyn:Neukirchener Verlagshaus,

2005, 164 S. ISBN 978-3-7975-0085-4

In vielen Schulen

ist es Praxis: das

Miteinander und

der Dialog zwischen

Menschen

islamischen und

christlichen Glaubens.

Doch sollen

Schulgottesdienste

gefeiert werden,

so herrscht oft Ratlosigkeit. Dem

vorliegenden Buch liegt die Über-

zeugung zu Grunde, dass interreligiöse

Schulfeiern die Chance

bieten, Grenzen zu überschreiten,

Gemeinsames zu entdecken und

Unterschiede zu respektieren. Es

bietet eine Sammlung von komplett

ausgearbeiteten Entwürfen für Grundund

weiterführende Schulen sowie

einzelne Bausteine und geeignete

liturgische Texte aus islamischer und

christlicher Tradition.

(www.buchkatalog.de) B2.5:4-27

Dokumentation Obersalzberg.

Pädagogischer Koffer

Obersalzberg - Orts- und Zeitgeschichte;

eine ständige Dokumentation

des Instituts für Zeitgeschichte

in Berchtesgaden im Auftrag des

Freistaats Bayern

Inhalt:

(1) Die Tödliche Utopie. Bilder, Texte,

Dokumente, Daten zum Dritten

Reich. Hrsg. von Horst Möller, Volker

Dahm und Hartmut Mehringer unter

Mitarbeit von Albert A. Feiber. 4. Aufl.,

2002 (597 S.)

(2) Didakt. Handbuch. 2005, 157 S.

(3) Unterlagen und Quellen für die

Gruppenarbeit. CD. 2005

(4) Tondokumente. Täter–Gegner–

Opfer. Tonaufnahmen: Stiftung Deutsches

Rundfunkarchiv, Wiesbaden-

Potsdam-Babelsberg. Audio-CD, 71

Minuten. 2003

(5) Obersalzberg. Vom Bergbauerndorf

zum Führersperrgebiet: Zeitzeugen

berichten. DVD, 28 Minuten,

s/w und Farbe. 2004

(6) Gewalt, Vernichtung, Tod. Szenen

aus dem Zweiten Weltkrieg. DVD, 38

Minuten, s/w und Farbe. 2005

F2:4-16 bis 16/5

Unsere Bibliothek im Internet: www.rpi-salzburg.at

Zum Thema

Klippert, Heinz:

Eigenverantwortliches Arbeiten

und Lernen

Bausteine für

den Fachunterricht.

Mit

Beitr. von Erich

Clemens .... - 3.,

unveränd. Aufl.

- Weinheim

[u.a.] : Beltz,

2002. - 307 S.

: Ill., graph. Darst. - (Beltz Praxis)

Literaturverz. S. 304 – 307.

ISBN 978-3-407-62491-8

100 Lernarrangements / Lernspiralen

zum eigenverantwortlichen Arbeiten

und Lernen im Fachunterricht.

Schülerinnen und Schüler lernen,

selbstständig und planvoll Aufgaben

und Probleme zu lösen, Verantwortung

zu übernehmen und

Eigeninitiative zu zeigen, Wissen

gekonnt zu erwerben und sinnfällig

zu strukturieren, moderne Medien zu

nutzen und gezielt zu recherchieren,

in Gruppen zu arbeiten und

überzeugend zu präsentieren.

(www.buchkatalog.de)

D1:4-12

9 x Partizipation

Praxisbeispiele aus der Schule = 9

times pupil participation. Examples

from school practice/ Peter Posch

und das ENSI-LehrerInnen-Team

[Hrsg.]. -Wien: Ueberreuter, 2006.

- 269 S. ISBN 978-3-8000-5338-4

Im Rahmen des internationalen

Projekts Umwelt und Schulinitiativen

(ENSI)

wurden neun

Studien zum

selbstregulierten

partizipativen

Lernen

ausgearbeitet,

um Einblick

in einschlägige

Erfahrungen

von LehrerInnen und Schulleiter-

Innen zu gewinnen.

(Aus dem Klappentext) D7:1-51

■ Mitteilungen 3 - 2007


14

INFORMATION

AV - MEDIENSTELLE

der Erzdiözese Salzburg

5020 Salzburg, Gaisbergstraße 7, Tel: 0662 / 8047-2400, Fax: -2409

E-Mail: medienstelle.salzburg@medien.kirchen.net

Homepage: http://www.medienverleih.at

Öffnungszeiten: MO-FR 9-12, 13.00-16.30 Uhr

Wechsel in der Leitung der AV-Medienstelle

RÜCKBLICK

UND DANK

Konrad Baldauf

Als ich im Jänner 1983 den Dienst

in der AV-Medienstelle antrat, war

die Medienwelt noch eine andere:

16mm-Film und Tonbild-/Diareihen

waren die medialen Hilfsmittel der

Multiplikatoren in Schule, Pfarre und

Erwachsenenbildung. Inzwischen

sind 25 Jahre vergangen, geprägt

von Aufbrüchen und Umbrüchen

im Medienbereich, verbunden mit

bedeutenden Folgen für die Nutzung

der audio-visuellen Medien.

Video war für

die meisten

leichter bedienbar.

Das

Angebot von

Filmen auf

Video wurde

größer; Beratung

war

zunehmend

mehr gefragt.

Die Akzeptanz

des stehenden Bildes (Diareihen,

Tonbilder) nahm mit Ausnahme

des Bereichs Kindergarten und

Volksschule ab.

1998 richtete die ARGE AV-

Medienstellen der Diözesen Österreichs

die Homepage www.medienverleih.at

ein und entwickelte sie kontinuierlich

weiter. Die Zugriffszahlen beweisen,

dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Seit Frühjahr 2005 haben wir

zusätzlich auf der diözesanen

Homepage eigene Seiten unter www.

kirchen.net/medien: Neuzugänge

immer topaktuell, Medienlisten zum

Download, etc.

Unsere Lieferanten bieten nun die

Filme fast ausschließlich auf DVD an.

Wir bauen das Angebot weiter aus.

Mit Erreichen der Altersgrenze beende

ich Ende September d.J. meinen

Dienst in der AV-Medienstelle, eine

Tätigkeit, die mir Freude gemacht und

mich erfüllt hat.

Ich danke meinen Mitarbeiterinnen

für alle Unterstützung und

den Religionslehrerinnen und

Religionslehrern für das Vertrauen

und Wohlwollen und so manche

interessante Rückmeldungen und

Gespräche. Ich wünsche Ihnen alles

Gute und viel Erfolg in Ihrer Arbeit,

auch mit Medien!

AUSBLICK

Wolfgang Habersatter

1961 in Salzburg geboren, 1983 bis

1986 Studium der Religionspädagogik

in Schwaz/Tirol, über 18 Jahre

Religionslehrer im Pflichtschulbereich.

2004 Studium zum Lehramt

für Informatik an der Päd. Akademie

Salzburg. Seit 1994 verheiratet.

Im Rahmen der mehrjährigen Tätigkeit

in der IAVMK hatte ich mit der

Beurteilung von Medien zu tun. Ab

September darf ich die Leitung der

AV-Medienstelle übernehmen.

Der neue Aufgabenbereich ist vielfältig

und spannend. Die Schnelllebigkeit

unserer Zeit erfordert genaue

Beobachtung der Medienlandschaft

und ihrer Entwicklung. Sie ist

ja heute ein wichtiges Transport- und

Kommunikationsmittel.

Bereitstellung von Medien und Geräten,

didaktische und pädagogische

Hilfen und Beratung beim

Medieneinsatz gehören zu meinen

Hauptaufgaben. In unserer von

Medien geprägten Welt, möchte

ich Hilfe anbieten, sich zu

orientieren

und

die Medien dazu

zur Verfügung

stellen,

damit ihre

Ziele noch

besser für die

Schüler greifbar

werden.

Wichtig

ist mir die Vernetzung zu den

verschiedenen Referaten und

Einrichtungen in der Erzdiözese.

So freue ich mich auf eine gute

Zusammenarbeit und Ihren Besuch in

der Medienstelle. So weit als möglich,

werde ich mich für Ihre Anliegen

einsetzen.

Gerne komme ich auch in die Schule,

um vor Ort mit Ihnen gemeinsam ein

Thema oder ein Projekt zu erarbeiten.

Ich möchte dazu beitragen, dass die

Kinder und Jugendlichen zu einem

sinnerfüllten und gemeinschaftlichen

Leben finden.

Es erwartet mich ein Arbeitsfeld, bei

dem ich mithelfen kann, Dinge, die

uns Menschen bewegen, beeinflussen

und prägen, mit Hilfe der Medien

ein Stück leichter verständlich zu

machen. Damit kann ich beitragen,

den Glauben näher an die jungen

Menschen zu bringen.

NEU IM VERLEIH

DVD’s: ALLE KINDER DIESER WELT - FAIR TRADE – FRANZ JÄGERSTÄTTER – KING COTTON - NACHT WIRD HELL, Die.

Kompetenzorientierter RU nach Bildungsstandards - SPIEL MIT DEM TOD

Bilderbuchkino: GEHÖRT DAS SO? - GRÜFFELO, Der – KOFFER MIT DEN SIEBEN KRONEN, Der

Näheres dazu und weitere Neuzugänge auf unserer Homepage http://www.kirchen.net/medien

■ Mitteilungen 3 - 2007


Kirchengeschichte 2.0.

Google Earth meets Religionsunterricht

VERNETZUNG

15

Mag. Martin Dürnberger

Salzburg

2.0 – ein Kürzel, mit dem man im

Internet derzeit gerne neue, interaktive

Anwendungen anpreist, aber

auch Versuchsphasen etikettiert. Das

2.0 der Überschrift bezieht sich auf

beides – aufs Innovative, aber mehr

noch auf das spielerische Ausprobieren

web-basierter Möglichkeiten.

Die Ausgangsfrage ist rasch skizziert:

Wie präsentiert man 2000 Jahre

Kirchengeschichte, ohne am Ende

zusammenhangslos bunte Flicken

erzeugt oder monochrom Datensammlungen

präsentiert zu haben?

Vitueller Atlas: Google Earth

Beide Bilder. (c) Google Inc. 2007

Die Freiarbeit, die hier vorgestellt

wird und die sich vor allem für

Notebook-Klassen anbietet, geht diese

Herausforderung über eine relativ

neue Software an: Google Earth,

einen virtuellen Atlas. Mit seiner

Hilfe sollen SchülerInnen, so die

Grundidee, zu den wichtigsten Orten

der Kirchengeschichte surfen, dort

Einträge zu den jeweiligen Ereignissen

verfassen und ihre Ergebnisse dann

den Mitschülern präsentieren.

Konkret kann die Umsetzung fünf

Phasen umfassen und etwa wie folgt

aussehen:

a) In der Einführungsphase werden

v.a. der zeitliche Ablauf und die Ziele

der Freiarbeit vorgestellt; nach der

Gruppenbildung kommt es zum

Erstkontakt mit der Software: Nach

Download und Installation lernen die

SchülerInnen die grundlegendsten

Funktionen kennen (Markieren von

Orten, Einfügen von kurzen Texten

und Fotos, Erstellen von virtuellen

Touren rund um den Globus)

– eine entsprechende einführende

Powerpoint-Präsentation steht auf

der Homepage des RPI Salzburg zur

Verfügung, ebenso die Arbeitsblätter

mit den Epochen und ihren

Ereignissen.

b) In der Arbeitsphase gehen die

Gruppen dazu über, die gewählte

geschichtliche Epoche anhand von 15

Daten mit Google Earth zu erarbeiten

– so markieren sie etwa die Taufe

Chlodwigs 496 mit einem virtuellen

Pin in Reims, umreißen kurz die

Bedeutung dieses Ereignisses und

fügen u.U. noch eine Illustration ein.

Als kmz-Datei gespeichert sind die

15 Markierungen dann allen anderen

SchülerInnen zugänglich.

Um zumindest ansatzweise in die

Tiefe zu gehen, ist vorgesehen, dass

die Gruppen zu 5 vorgegebenen

Ereignissen sog. „Info-Flashs“ erstellen

– kurze Texte mit den wesentlichen

Infos, die sie aus dem Religionsbuch,

bereitgestellten Kirchengeschichten

und/oder dem Internet recherchieren

und die dann bei der Präsentation

besonders ausführlich vorgestellt

werden sollen.

c) In der Präsentationsphase stellen

die einzelnen Gruppen ihre Touren zu

15 Ereignissen der Kirchengeschichte

(idealiter mit Beamer) vor und machen

ihre Info-Flashs den anderen Gruppen

zugänglich; es ist sinnvoll, wenn die

Touren und Texte zuvor durchgesehen

bzw. verbessert wurden, weil dann

Nachfragen leichter möglich sind.

d) In einer Testphase wird dann das

so erarbeitete Wissen geprüft; eine

spielerische Variante bietet das Format

der ‚Millionenshow’.

e) Eine etwaige Vertiefungsphase

ermöglicht, Epochen und Themen,

die besonders interessierten oder zu

Missverständnissen führten, eigens zu

behandeln und nachzubereiten.

Ein Vorteil der Methode scheint die

Visualisierung geschichtlicher Ereignisse

zu sein, die selbsttätig erarbeitet

wird. Außerdem kann das ‚Produkt’

später wieder verwendet werden. Ob

auf lange Sicht ‚mehr rausschaut’, ist

freilich nicht garantiert – hier bleibt

die via regis des Ausprobierens.

Links

http://www.rpi-salzburg.at/ - hier

gibt es im Download-Bereich alle

Materialien und erste Ergebnisse

http://earth.google.de/ - hier gibt es

unter ‚Download’ die unentgeltliche

Version der Software.

■ Mitteilungen 3 - 2007


16 INFORMATION

RPA und RPI werden

Kirchliche Pädagogische Hochschule

Mit Wirkung vom 1. Oktober 2007 werden „unsere“ beiden wertvollen Einrichtungen für die Ausbildung (Religionspädagogische

Akademie) und die Fort – und Weiterbildung (Religionspädagogisches Institut) der ReligionslehrerInnen in

die Kirchlich Pädagogische Hochschule Edith Stein übergeführt.

Das Organigramm der Kirchlich Pädagogischen Hochschule Edith Stein, die über eine Stiftung des Bischofs von Innsbruck

gemeinsam mit den Partnerdiözesen Salzburg und Feldkirch geführt wird, stellt die künftige Struktur dar.

Mit großem Engagement arbeiten die Verantwortlichen (Rektorat, InstitutsleiterInnen und MitarbeiterInnen) unter

oft sehr erschwerten unklaren Bedingungen an der organisatorischen und inhaltlichen Neugestaltung dieser wichtigen

zukunftsweisenden Bildungseinrichtung. Mit einem herzlichen Dank für diesen Einsatz dürfen wir ein großes Vergelt‘s Gott

all jenen sagen, die gemeinsam mit der Leitung des Katechetischen Amtes (Prälat Dr. Matthäus Appesbacher und Dr. Willi

Rieder) seit Bestehen dieser Einrichtungen Entscheidendes zur Aus-, Fort- und Weiterbildung der ReligionslehrerInnen,

der LehrerInnen an Katholischen Privatschulen und den KindergartenpädagogInnen in unserer Diözese an leitender Stelle

geleistet haben:

RPA:

RPI:

1973 - 1985: Dr. Willi Rieder, Leiter der Expositur 1976 - 1979: Dir. Dr. Heinz Rothbucher

1986 – 2007: Dr. Johann W. Klaushofer 1979 - 2006: Dir. Dr. Karl-Heinz Kritzer

2006 - 2007: Mag. Günter Minimayr

Abschluss

des RPA-Lehrganges

2002 - 2007

Die Absolventen (v. links nach rechts):

1. Reihe: Claudia Huber, Rita Brunner, Aloisia

Holzmann, Sylvia Limpl, Monika Wechselberger;

2. Reihe: Maria Schobert, Maria Klieber, Michaela

Kößlbacher, Pauline Forsthuber, Ingeborg Ganisl,

Barbara Ammerer

3. Reihe: Christiana Zaller, Manuela Gaßner,

Anneliese Kronreif, Andreas Ortner, Ursula

Einberger, Raimund Sagmeister (Rektor

Katechet. Amt)

4. Reihe: Josef Voithofer, Josef Rupprechter (Dir.

Katechet. Amt), Werner Pernjak (RPA Salzburg),

Sieglinde Makowitz (RPA Salzburg, Sekretärin),

Johann Wilhelm Klaushofer (Dir. RPA Salzburg)

Nicht am Foto: Brigitta Langwieder

RPI-ABSCHLUSS-

VERANSTALTUNG

KunsTraum

27.9. 2007, 18.00 Uhr,

Cafeteria (BZB)

Rückblick – Ausblick – Preview

Literaturschaffende

ReligionslehrerInnen lesen aus

ihren Werken:

Hermine Moser-Rohrer

Fritz Popp

Gerlinde Weinmüller

Beilage: Diözesanwallfahrt 2008 - Israel

Dieser Ausgabe der „Mitteilungen“ liegt ein Prospekt für die Diözesanwallfahrt

Israel vom 16.-23.2.2008 (Semesterferien) bei. Bei genügend Interessenten

seitens der ReligionslehrerInnen wäre es möglich, einen eigenen Bus zu führen.

(Ingesamt ca. 400 TeilnehmerInnen.)

Ich würde mich sehr freuen, gemeinsam mit Ihnen auf den Spuren Jesu

unterwegs zu sein und darf Sie bitten, den beiliegenden Abschnitt für die

Anmeldung zu verwenden, damit das Reisebüro Sie der entsprechenden

Gruppe zuteilen kann.

Die Organisation dieser Reise geschieht – wie bei den letzten, sehr gut

verlaufenen Diözesanwallfahrten - über das Reisebüro Moser in Linz, das

Ihnen gerne für weitere Informationen zur Verfügung steht. Da das Reiseziel

Israel sicher für viele sehr interessant ist, ersuche ich um baldige Anmeldung

und stehe für Auskünfte gerne zur Verfügung.

Josef Rupprechter

■ Mitteilungen 3 - 2007


Kirchl. Pädagogische Hochschule Edith Stein

Organigramm

INFORMATION

17

Institut für Religionspädagogische Bildung - Salzburg

Rektorat

IRPB – Salzburg

InstitutsleiterIn

Fachbereich

Ausbildung

FachbereichsleiterIn

(= StudiengangsleiterIn)

Sekretariat

Sekretariat

Bibliothek

Fachbereich

Fort- u. Weiterbildung

FachbereichsleiterIn

(= InstitutsleiterIn)

Sekretariat

Studiengang

Religionspädagogik

(Fernstudien)

StudiengangsleiterIn

Bereich

Kindergartenpädagogik

KoordinatorIn

Bereich

APS/BS

KoordinatorIn

Regionalstelle Wörgl

RegionalstellenleiterIn

Bereich

AHS/BMHS

KoordinatorIn

Bereich

KPS/MTP

KoordinatorIn

Kooperationen:

12 ARGE (Arbeitsgemeinschaften)

5 LAG (Lehrerarbeitsgemeinschaften)

Berufsgemeinschaft APS

mit den anderen 5 Instituten der KPH – Edith Stein

Katechetisches Amt der ED Salzburg: Referate KPS, MTP, Schulpast., kirchl KG.

LSR für Salzburg und LSR für Tirol

mit den anderen 3 Kirchlichen Pädagogischen Hochschulen

Pädagogische Hochschule Salzburg, Universität Salzburg

4 ARGE (Arbeitsgemeinschaften)

Berufsgemeinschaft AHS/BMHS

EDK

ARGE MTP

ARGEs

Schulpastoralkreis

■ Mitteilungen 3 - 2007


18

INFORMATION

Exerzitienhaus der

Benediktinerabtei

Michaelbeuern

5152 Michaelbeuern

Tel. 06274/8116-3034, Fax -3094

bildungshaus@abtei-michaelbeuern.at

www.abtei-michaelbeuern.at

Dresden–Meißen–sächs. Schweiz

Lichtbildervortrag, Di, 30.10., 20.00h,

Leitung: Mag. Renate Schmölzer

Aller Wandlung Anfang ist die

Sehnsucht Exerzitien im Alltag

Di, 13.11., 20.00h; weitere 4 Treffen

werden in der Gruppe vereinbart.

Leitung: Mag. Renate Schmölzer

Advent - Worauf warte ich?

Cursillo-Vertiefungswochenende

Referent: Erich Killmeyer, Wien

Fr, 23.11., 18.00h - So, 25.11., 13.00h

Info/Anmeldung: Tel. 0650/7534740

oder www.kirchen.net/cursillo

Ein Mensch – ein Weg – ein Licht

ganz hell in unser Dunkel bricht

Besinnlicher Abend im Advent

Mo, 10.12., 20.00 h

Leitung: Mag. Renate Schmölzer, Mag.

P. Michael Eppenschwandtner OSB

Einkehrtage für Erwachsene

Fr, 14.12., 18.00h - So, 16.12., 12.30h

Leitung: Mag. Renate Schmölzer,

Mag. Sr. Gerlinde Kauba MC, Abt

Nicolaus Wagner OSB, Mag. P.

Michael Eppenschwandtner OSB

Haus der Besinnung

Maria Kirchental

5092 St. Martin/Lofer, Tel. 06588/8528

E-Mail: maria-kirchental@netway.at

Einführung in die Zen-Meditation

und Kontemplation

15.10., 12.00 h - 19.10. (ME)

Leitung: Wolfgang Walter

Die leidvolle Frage nach Sinn

(Hiob) Selbsterfahrung mit der Bibel

19.10. , 18.00 h - 21.10.2007 (ME)

Leitung: Heribert Fischedick

Anmeldung: Waltraud Suchanek,

Salzburg, Tel: 0662 / 820 733

Gottes Wort ist wie Licht in der

Nacht Exerzitien mit bibl. Impulsen,

– durchgehendes Schweigen

24.10., 18.00h bis 28.10.2007 (ME)

Ltg.: Sr. Maria Hofmann, München

In jedem Anfang wohnt ein

Zauber inne Besinnungstage

zur Einstimmung in die Adventszeit

30.11. ,18.00 h - 2.12. (ME)

Ltg.: Sr. Karolina Schweihofer MC, Sr.

Claudia Kast MC, Maria Kirchental

Raiffeisenstr. 2, 5061 Elsbethen

Tel. 0662/8047-7518, Fax 7519

http://bildung.kirchen.net

Rhetorik - Kunst od. Manipulation

Es werden rhetorische Manipulationstechniken

aufgedeckt.

Ref.: Dr. Günther Kreuzbauer, Sbg.

Mi, 17.10., 19.30 h

Die Sprache des Körpers

Eine Bewegung sagt mehr als 1000

Worte. Ref.: DI Dr. August Höglinger,

Unternehmensbegleiter, Autor, Linz

Mo, 22.10., 19.30 h

Propheten sind wir alle

Die Botschaft des Buches Jona

Referentin: Dipl.Soz. Andrea Schwarz,

Viernheim; Do, 15.11., 19.30 h

Gotteslehrerinnen

Es erwarten Sie Einblicke in alttestamentl.

Geschichten um weise Frauen,

auch mit Texten von „Frau Weisheit“.

Ref.: Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Fischer,

Alttestam. Bibelwissenschafterin Graz

Mi, 21.11., 19.30 h

Ort für diese Veranstaltungen:

Kapitelsaal, Kapitelplatz 6, Salzburg

Kartenvorverkauf:

Dombuchhandlung und in den

Filialen der Sbg. Sparkasse

Mindestsicherung? Sozial?

Armutsbekämpfung?

Was ist nun genau in Österreich

geplant, wie ist der aktuelle

Umsetzungsstand?

Referent: Mag. Robert Buggler,

Politikwissenschafter , und Publizistik,

Mitarbeiter des Caritasverbandes Sbg.

Di, 6.11., 18.00 - 20.30 h

Treffpunkt Bildung, Elsbethen

Anmeldung: KBW Salzburg,

Tel. 0662/8047-7520,

E-Mail: kbw@bildung.kirchen.net

Referat Berufungspastoral

BZ Borromäum, Gaisbergstr.7, 5020 Sbg.

Tel: 0662/8047/135 od./2074, Fax: /2079

e-mail: berufungspastoral@bv.kirchen.net

Du aber wähle das Leben!

Workshop: Entscheidungen treffen

aus dem Glauben

18.10., 14.00 – 19.00 h

ReferentInnen: Sr. Christa Baich sa,

Mag. Otto Oberlechner

TheologInnenzentrum Salzburg,

Universitätsplatz 1, Salzburg

5026 Salzburg, Ernst-Grein-Str. 14

Tel. 0662/65901-531, Fax: -509

http://www.virgil.at

Wenn der Sinn zur Frage wird

Seminar mit Univ.-Prof. Dr. Emmanuel

J. Bauer OSB;

Fr, 28.09., 15.00 bis 21.00 h und

Sa, 29.09., 9.00 bis 21.00 Uhr

Nach Kaprun

Anforderungen an die Betreuung

nach der Katastrophe

Vortrag mit Peter Fässler-Weibel,

Psychol., Familientherapeut, Freiburg

Mi, 03.10., 19.30 h

Wenn Frauen Kinder verlieren

Vortrag mit Mag.a Manuela Werth,

Klinische- u. Gesundheitspsychologin

Do, 25.10., 19.30 bis 21.00 h

Frauen, Buch und Tee

Außenseiterinnen – oder: der etwas

andere Blick auf die Welt

Ref.: Dr.in Christina Gastager-

Repolust, Germanistin, Autorin, Sbg.

Sa, 20.10., 10.00 bis 12.00 h

Liebe und Erlösung Das Buch Ruth

Buchpräsentation mit Dr.in phil. habil.

Eveline Goodman-Thau, Rabbinerin,

Vortrag: Do, 29.11., 19.30 h

Seminar: Fr, 30.11., 17.00 -

So, 02.12., 12.30 h

BZ Borromäum, Gaisbergstr.7, 5020 Salzburg

Tel: 0662/8047/2375 od./2074, Fax: /2079

Mail: referat.exerzitien@seelsorge.kirchen.net

Tage der Stille

Impulse, Stillezeiten, Körperwahrnehmung,

Rituale und Einzelgespräche

begleiten uns in diesen Tagen.

Mo, 8.10., 10.00 h – Mi, 10.10.,

17.00 h, Maria Kirchental

Leitung: Mag. Andrea Leisinger, Mag.

Angelika Gassner

Fortbildung zum Bibliolog

Fr, 16.11., 13.30-16.30 Uhr,

Kooperation mit: KBW, RPI, Bibelref.

Leitung: Andrea Schwarz

Ort/Anmeldung: Treffpunkt Bildung,

Tel: 0662/8047-7520

Ignatianischer Besinnungstag

Sa, 24.11., 9.00 - 18.00h,

BZ Borromäum

Leitung: Pfr. Mag. Erwin Neumayer,

Brigitte Thurner-Preghenella

■ Mitteilungen 3 - 2007


WERBUNG 19

Ich will nicht, dass die tot sind!

von Flottmann, Nina;

Niestadtkötter, Angelica; Kartoniert

Die Themen Sterben und Katastrophen

mit Grundschulkindern.

Klasse 1-4. 97 S. 30 cm 435g von 6-

10 J. , in deutscher Sprache. Best.-

Nr.60253, 2007 Verlag an der Ruhr

ISBN 3-8346-0253-1, ISBN

978-3-8346-0253-4, 19.60 EUR

Ob Tod im persönlichen Umfeld

oder der ferne Tod bei Unglücken

und Katastrophen - Kinder reagieren

sehr sensibel auf solche Ereignisse.

Durch die Massenmedien werden

auch sie nicht von brutalen und

erschreckenden Bildern verschont.

Wie aber kann man kindgemäß

darauf eingehen? Nach einem kurzen

Theorieteil folgen viele Gesprächsund

Unterrichtsanregungen sowie

Kopiervorlagen. Eine Einheit zum

preisgekrönten Bilderbuch Abschied

von Rune vervollständigt den Band.

Ganzheitliche Methoden im RU

Kartoniert, Hrsg. v. Ludwig Rendle

Neuausg. 383 S. m.

Abb. 24 cm 872g , in

deutscher Sprache.

2007 Kösel, ISBN

3-466-36754-9,

ISBN 978-3-466-

36754-2 | KNV-

Titelnr.: 06464048,

20.60 EUR

Dieses Buch begleitet eine Trendwende

im RU: Es stellt ganzheitliche

Methoden praxisnah vor, macht

konkrete Gestaltungsvorschläge für

einen körperbewussten, kreativen und

erfahrungsbezogenen RU.

Bibeldetektive

von Brauckmann, Wilfried; ORDN,

Krimispiele rund ums Buch der

Bücher. Klasse 5-7. 77 Bl. 30,5 cm

465g In Schnellhefter , in deutscher

Sprache. Best.-Nr.60233, 2007 Verlag

an der Ruhr, ISBN 3-8346-0233-7,

ISBN 978-3-8346-0233-6, 19.60 EUR

Langweilig und schwer so lautet oft

das Urteil Jugendlicher über die Bibel.

Mit den sieben kniffligen Fällen der

Jerusalemer Kripo

lassen sie sich

wieder für den

„alten Wälzer“

begeistern. Diese

Arbeitsmappe enthält

auf die Jetztzeit

übertragene,

kriminalistisch

erzählte Geschichten,

die versteckte Hinweise auf

bestimmte Bücher in der Bibel liefern

- dazu noch viele Bilder und Fallakten

mit Lösungen.

Gott sei Dank!

von Pusch, Magdalene; Kartoniert,

Das Wunder der Schöpfung und der

Mensch vor Gott. RU primar 96 S. m.

zahlr. Abb. 30 cm 301g , in deutscher

Sprache. 2006, Vandenhoeck &

Ruprecht, ISBN 3-525-61001-7

ISBN 978-3-525-61001-5, 15.40 EUR

Sich wundern

über Wunder

Unterrichtsideen

und -entwürfe,

die zum Staunen

über die Wunder

der Schöpfung

anregen: Sie lassen

die Kinder spüren,

dass sie gewollt

und gehalten sind, und befähigen zu

religiöser Praxis. In den Entwürfen

des Bandes wird erkundet, was es für

das tägliche Leben austrägt, mit einem

persönlichen Schöpfer zu rechnen, der

es gut meint.

Gott, steh mir bei!

von Pusch,

Magdalene;

Karton., Leiden,

Trauer, Trost. RU

primar 96 S. m.

Illustr. v. Tilman

Aumüller. 30 cm

303g , in deutscher

Sprache. 2007

Vandenhoeck &

Ruprecht ISBN 3-525-61006-8, 15.40

Die Frage nach Gott ist besonders

akut, wo Leid, Schmerz und Trauer

ins Leben einbrechen. Darum ist es

wichtig, auch traurige Erfahrungen im

RU zu thematisieren und den Umgang

mit ihnen einzuüben, zum Beispiel

das Klagen, Bitten, Fragen, Gebete

zu Gott. Die Auseinandersetzung

mit dem Geschick Hiobs, mit Jesus

einsamen Ringen in Gethsemane,

mit Klagepsalmen der Bibel kann

ebenso helfen wie die Beschäftigung

mit Lebensweltlichen Anlässen und

Ereignissen.

Kreative Ideen zur Bibel

von Puzberg, Günter; Kartoniert,

Gleichnisse und Bildworte. 200 S. m.

zahlr. Abb. u. Noten. 21,5 cm 288g ,

in deutscher Sprache. 2007 Patmos

ISBN 3-491-70410-3

ISBN 978-3-491-70410-7, 18.50 EUR

Schon wieder den barmherzigen

Samariter mit Kindern besprechen?

Gleichnisse, Beispielgeschichten und

Bildworte sind wertvolle Texte der

Bibel, die die Botschaft auf besonders

anschauliche Weise erschließen.

Daher sieht jeder Lehrplan für die

Grundschule ihre

Behandlung vor,

in jeder Gemeinde

sind sie Thema

im Kindergottesdienst

oder in der

Katechese. Das

vorliegende Buch

bereitet diese Texte

für die Praxis auf.

Rollenspiele und neue Lieder, Malund

Bastelanregungen, Vorschläge für

neue Erzählweisen u. v. m.

Aktuelle

Buchempfehlungen

der Dombuchhandlung

Wir freuen uns auf Ihre Bestellung.

(Fax, e-mail, Telefon, ganz wie Sie wollen)

Besuchen Sie auch unsere Homepage !

■ Mitteilungen 3 - 2007


ein:blick

Der siebte Tag

So wurden Himmel und Erde

vollendet und ihr ganzes Gefüge.

Am siebten Tag vollendete Gott

das Werk, das er geschaffen hatte,

und er ruhte am siebten Tag,

nachdem er sein ganzes Werk

vollbracht hatte.

Und Gott segnete den siebten Tag

und erklärte ihn für heilig: denn

an ihm ruhte Gott, nachdem er

das ganze Werk der Schöpfung

vollende hatte.

Gen 2,1-4

Flatscher Elisabeth

Hauser Jessica

Huber Miriam

Lenz Katharina

3a Musikhauptschule

Zell am See

Aus dem Bilderzyklus „Die Erschaffung der Welt“/Buch Genesis, wählte ich mir den siebten Tag. Das Bild beeindruckte und

begleitete mich bereits in der Zeit der Erarbeitung. Es zeigt in seiner äußeren und inneren Form die Ordnung sowie die

Vollendung, ausgedrückt im Bibeltext „So wurden Himmel und Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge.“ Der mittlere Teil des

Bildes symbolisiert das Christusauge, das Himmel und Erde in seiner Einheit verbindet. Das Bestreben des Menschen ist es,

diese Ordnung und Einheit mit Gott zu erreichen. Jeder hat dabei seinen eignen Weg, seinen Lebensweg.

Dipl. Päd. Karl LUDWIG, Musikhauptschule Zell am See

IMPRESSUM:

Mitteilungen: Informationsschrift für Religionslehrerinnen und -lehrer in der ED Salzburg,

steht zu 100 % im Eigentum des Katechetischen Amtes und des RPI Salzburg.

Medieninhaber: KATECHETISCHES AMT und RELIGIONSPÄDAGOGISCHES INSTITUT DER ED SALZBURG

Für den Inhalt verantwortlich: Dir. Mag. Josef Rupprechter, Katech. Amt, Dir. Mag. Günter Minimayr, RPI, beide: BZ Borromäum, Gaisbergstr. 7, 5020 Salzburg

Redaktion: Mag. Josef Rupprechter, josef.rupprechter@katamt.kirchen.net; Layout: Christine Eibl; Druck: Druckerei der ED Salzburg, Kapitelplatz 2, 5020 Sbg.

Redaktionsteam „Mitteilungen“: Mag. Josef Rupprechter, Dr. Erwin Konjecic, Katechetisches Amt; Mag. Günter Minimayr, Mag. Ingrid Donner-Lebitsch,

Mag. Fritz Drechsler, Religionspädagogisches Institut; Mag. Michaela Wagner, BG der RL an Pflichtschulen; Mag. Werner Pernjak, Religionspädagog. Akademie;

Roswitha Waltl-Faistauer, Fachinspektorin Religion; Dr. Raimund Sagmeister, Pädagogische Akademie