FRATERNITAS - OFM

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FRATERNITAS

Dt. Vol. XXXX. Nr. 129 - OFM Rom. E-Post: rbahcic@ofm.org - 01. 03. 2007

FRATERNITAS | OFM | DOCUMENTI | ALBUM

► Die ständige Fortbildung heute

Noch vor Aktivitäten und Initiativen,

mögen sie auch noch so brillant sein,

möchte uns die ständige Fortbildung

eben begleiten auf einem Weg der kreativen

Treue und des neuen Auftriebs,

wenn es darum geht, das Geschenk

unserer Berufung anzunehmen und

heute zu leben. Darum scheint es mir

auch besonders bedeutsam, dass die

Versammlung eures Rates in diesem

Jahr stattfindet, das dem Evangelium

gewidmet ist, im Kontext des Weges

der Vorbereitung auf die Feier der Gnade

unserer Ursprünge. Das Evangelium

anhören und leben, in seiner ganzen

ungeschminkten und bestürzenden

Schönheit, das ist es, was wir in dieser

Zeit des Übergangs mit Überzeugung

tun wollen, in der wir vor der Aufgabe

stehen, auf unsere Berufung eine Antwort

zu geben. Darum ist unsere Zeit

eine schöne Zeit, die uns alle Möglichkeiten

offen hält!

Die ständige Fortbildung in ihrer Gesamtheit

möchte uns eben dazu verhelfen,

die Gnade der Zukunft schon heute

zu leben, die Nachfolge Christi nämlich,

und zwar in unserer Zeit, wobei

Herz und Sinn auf DEN gerichtet sind,

der auch in diese unsere Zeit kommt.

Was heute also bei jedem Projekt der

Erneuerung und der Neugründung

unseres Lebens entscheidend ist, ist

eine tiefere und bewusstere Treue zum

Glauben an den Herrn. Wenn wir nicht

von diesem glühenden Kern der Glaubenserfahrung

ausgehen und uns um

ihn herum im Einvernehmen versammeln,

dann können wir sagen, dass

unsere Mühe bei jedem Werk vergebens

ist! (Botschaft des Generalministers an die

XI. Versammlung des Internationalen Rates für

Ausbildung und Studien, Nairobi 2007)

►Treffen der Leiter der Studienzentren

von Lateinamerika

Im Beisein der Vertreter von zwei der

drei Universitäten und von sieben der

neun philosophisch-theologischen Institute,

die sich in Brasilien, Argentinien,

Peru, Ekuador, Kolumbien und

Mexiko befinden, fand vom 1. bis 3.

Februar in Mexiko Stadt der II. Kongress

der Leiter der Studienzentren von

Lateinamerika statt. Gastgeber dieses

Treffen waren die Brüder der Provinz

vom Hl. Evangelium. Mit dabei waren

der Generalminister, die Generaldefinitoren

Fr. Juan Ignacio Muro und Fr.

Luis Cabrera und der Generalbeauftragte

für die Erziehungspastoral Fr.

Joaquín Echeverry. Von den behandelten

Themen sind folgende zu nennen:

pädagogische Perspektiven des franziskanischen

Humanismus (Fr. Miguel

Horacio Duarte), anthropologische Voraussetzungen

der franziskanischen

Pädagogik im Lichte der Ratio Formationis

Franciscanae (Generalminister),

intellektuelle Tätigkeit und Praxis der

Evangelisierung (Fr. Francisco Morales),

philosophische und theologische

Grundlagen der franziskanischen Pädagogik

(Fr. Miguel Angel Builes) und

Anmerkungen zur Evangelisierung

beim hl. Bonaventura (Fr. Fernando

Garzón). Nach einer Beurteilung der

positiven Aspekte und jener, die zu

verbessern sind, traf man die Entscheidung,

das III. Treffen der Leiter im Februar

2009 in Quito, Ekuador, zu halten,

zu dessen Organisation eine Kommission

die Tagesordnung erarbeiten wird

mit den entsprechenden Themen und

der geeigneten Methodik.

Termine des

Generalministers

► 1. März: Treffen mit der Brasilianischen

Provinzialenkonferenz und der

Konferenz Cono Sur in São Paulo

(Brasilien), zusammen mit den anderen

Mitgliedern des Definitoriums.

► 2.-6. März: Treffen mit der Bolivarianischen

Konferenz und der Konferenz

U.L.F. von Guadalupe (Mittelamerika

und Panama).

► 7.-9. März: Besuch in der Provinz

vom hl. Franziskus in Quito (Ekuador).

12.-24. März: Tempo forte des Generaldefinitoriums.

► 16.-18. März: Mattenkapitel der

Häuser, die dem Generalminister unterstehen.

► 27.-30. März: Besuch in der Provinz

von den heiligen Märtyrern von Gorkum

(Niederlande).

► Franziskanische

Stiftung für das

Heilige Land

Die „Franziskanische Stiftung für das

Heilige Land“ wurde im Jahre 1994

gegründet. Sie war die Antwort auf

eine Anfrage des Kustos mit dem Ziel,

den Auszug der Christen aus dem Heiligen

Land einzudämmen. Fr. Peter F.

Vasko OFM ist zurzeit der Präsident

dieser Stiftung.

Die Zahl der Christen im Heiligen

Land beträgt gerade einmal 150.000,

nur 2% der Gesamtbevölkerung unter

5,2 Millionen Juden und 3,8 Millionen

Muslimen. Um die christliche Präsenz

zu stärken, fördern die Kustodie vom

Heiligen Land und die Stiftung die

Entwicklung der schulischen Erziehung

in den verschiedenen franziskanischen

Kollegs. Die Kustodie bietet

auch verschiedene Möglichkeiten zur

Arbeit an. Das „Zentrum für die Franziskanische

Familie“ hat ein Programm

zur Schaffung von Arbeitsplätzen gestartet:

zahlreiche junge Diplomaten

(fast 65%) in unseren Kollegs haben auf

diese Weise eine Anstellung finden

können. Viele von ihnen setzen ihr

Studium in Jordanien, Ägypten und im

Libanon fort.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung

für das Heilige Land hat die Franziskanische

Kustodie in Jerusalem bereits

über 200 Wohnungen errichtet. Das

Ziel ist es, noch 120 Wohnungen auf

dem Ölberg und weitere 60 in Bethlehem

zu schaffen.

In Planung befinden sich zahlreiche

Wohnungen in Nazareth.

In diesem Zusammenhang hat die

Kustodie die Entscheidung getroffen,

eine „Memorial Hall“ zu errichten,

zum Dank an die Personen, die das

Heilige Land unterstützen. Die Gedenkstätte

soll in der Nähe des Eingangs

zur Geburtskirche in Bethlehem

errichtet werden, zum ewigen Gedächtnis

an die Generosität der Christen

aus aller Welt. Eine Bronzetafel mit

dem Namen der geliebten Person oder

des Wohltäters wird für immer an die

Freigebigkeit der Spender erinnern, in

unmittelbarer Nähe zur Geburtsgrotte.

Weiteres unter der Netzadresse:

http://www.ffhl.org.


Regula et vita Minorum Fratrum haec est, scilicet Domini nostri Jesu Christi sanctum Evangelium observare (RB I,1)

► Assisi - Kurs für die geistlichen Assistenten des OFS und der FJ von Italien

Vom 22. bis 26. Januar 2007 fand in

der „Casa Leonori“, dem Sitz der Italienischen

Provinzialen-Konferenz

OFM, in Santa Maria degli Angeli

(Assisi) ein Fortbildungskurs für die

geistlichen Assistenten des OFS und

der Franziskanischen Jugend von Italien

statt.

Organisiert hat diesen Kurs die Konferenz

der National-Assistenten. Anwesend

waren, neben den vier National-

Assistenten, etwa 80 geistliche Assistenten

aus den verschiedenen Fraternitäten

des OFS und der Franziskanischen

Jugend von Italien. Das zentrale

Thema war: „Der Assistent: Zeuge der

Spiritualität und Band der Gemeinschaft“.

Am 24. und 25. Januar nahmen auch

die beiden General-Assistenten Fr.

Samy Irudaya OFMCap und Fr. Ivan

Matić OFM teil. Beim Gespräch am

Runden Tisch am Nachmittag des 24.

Januar, bei dem es um das Thema der

Begleitung der jungen Franziskaner

ging, kam zunächst Mgr. Paolo Giulietti

zu Wort, der Verantwortliche der

Jugendpastoral der Italienischen Bischofskonferenz.

Als zweiten Beitrag

präsentierte Fr. Ivan eine Reflexion

über die Begleitung der jungen Franziskaner

aus der Sicht des geistlichen

Assistenten. Als dritten Beitrag las

Maura Murgia, National-Präsidentin

der Franziskanischen Jugend von Italien,

einen interessanten Brief zur Begleitung

der jungen Franziskaner, der

sich an alle geistlichen Assistenten

► Mexiko Besuch des Generalministers

► Treffen der Brüder

in Russland

und Kasachstan

Vom 29. bis 31. Januar dieses Jahres

hat der Generalminister, in Begleitung

der Generaldefinitoren Fr. Juan

Ignacio Muro und Fr. Luis Cabrera,

die Brüder der Provinz San Felipe de

Jesús in Mexiko besucht. Laut Programm

gab es verschiedene Treffen

sowohl mit den Feierlich-Professen

und den Brüdern in Ausbildung als

auch mit der franziskanischen Familie:

Klarissen, OFS, Franziskanische

Jugend und andere franziskanische

Ordensinstitute. Alle Begegnungen

standen unter dem Zeichen der aktiven

Beteiligung der Brüder und einer

stets festlichen und gastfreundlichen

Stimmung. Nicht weniger bedeutsam

war die Anwesenheit der

Bevölkerung, insbesondere bei den

Eucharistiefeiern, bei denen sie sich

mit ihren Tänzen, Gebeten und

Früchten der Erde einbrachten. Am

Ende des Besuchs zeigten die Brüder

dem Generalminister ihre Dankbarkeit

und Freude über sein Kommen

und seine Worte der Zuversicht; und

sie bekräftigten auch ihre feste Absicht,

weiterhin voranzuschreiten in

der Berufung und der Sendung als

Minderbrüder.

Die Brüder der Fundation vom hl.

Franziskus in Russland und Kasachstan

hatten vom 29. Januar bis 2. Februar

2007 ihr Jahrestreffen in Almaty

(Kasachstan). An der Versammlung

nahm auch der Generalmoderator

für die Mission Fr. Vincenzo Brocanelli

teil, der eine eingehende Lektüre

des Schlussdokuments des außerordentlichen

Generalkapitels 2006,

eine Reflexion über den missionarischen

Geist beim hl. Franziskus und

eine Revision des Projekts der Fundation

präsentierte. Daraufhin besprachen

die Brüder ihre sozialkaritativen

Tätigkeiten, ihr Engagement

für die Berufungen und die

Ausbildung sowie weitere Themen

aus dem praktischen Leben. Zeitweise

waren auch der Franziskanerbischof

von Almaty, Mgr. Henry T.

Howaniec, und sein Vikar, Fr. Bogumil,

zugegen.

Derzeit zählt die Fundation 25 Feierlich-Professen,

zwei Einfach-

Professen, zwei Novizen und drei

Postulanten, die sich auf fünf Gemeinschaften

verteilen.

richtet. Am Abend fand dann eine

Versammlung mit den Assistenten der

Franziskanischen Jugend statt, um

Problemkreise anzusprechen wie die

Aufgabe und die Verantwortung der

Assistenten der Franziskanischen Jugend

sowie die Konstitution der Konferenzen

der National- und Regional-

Assistenten der Franziskanischen Jugend

etc. Der Vormittag des 25. Januar

war für die Gruppenarbeit reserviert.

Im Anschluss daran präsentierten Fr.

Samy und Fr. Ivan das Handbuch für

die geistliche Assistenz des OFS und der

Franziskanischen Jugend, unter besonderer

Berücksichtigung des Kapitels

IV, in dem das Thema zur Sprache

kommt: Geistliche und pastorale Assistenz

des OFS.

► P. Bernhardin von

Portogruaro auf dem

Weg zur Seligsprechung

Am 16. Januar 2007, Fest der Ersten

Märtyrer des Ordens, haben sich die

theologischen Konsultoren der Kongregation

für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse

mit einem einstimmigen

Votum (9/9) zugunsten

der heldenhaften Tugenden des Dieners

Gottes P. Bernhardin von Portogruaro

ausgesprochen. P. Bernhardin,

1822 in Portogruaro (Venedig)

geboren und 1895 in Quaracchi

(Florenz) gestorben, war von 1869 bis

1889 Generalminister des Minderbrüderordens

und später Titular-

Erzbischof von Sardica.

Auf die Zusammenkunft der theologischen

Konsultoren folgt in Kürze die

Ordentliche Versammlung der Kardinäle

und Bischöfe zur Erklärung der

Heldenhaftigkeit der Tugenden durch

den Papst und zur Verleihung des

Titels „Ehrwürdiger“ an diesen beispielhaften

Sohn des seraphischen

Poverello.

Das gemeinsame Gebet möge den

Vater der Barmherzigkeiten um das

erforderliche Wunder bitten für die

Seligsprechung des verdienstvollen

Förderers der

Renaissance unseres

Ordens

nach den stürmischen

politischen

Ereignissen

des ausgehenden

19. Jahrhunderts.

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Regula et vita Minorum Fratrum haec est, scilicet Domini nostri Jesu Christi sanctum Evangelium observare (RB I,1)

►Buchhinweise

► Assisi Pilgrimage Walking in Faith

with Francis and Clare – DVD

(Wallfahrt nach Assisi. Unterwegs im

Glauben mit Franziskus und Klara –

DVD) Text und Regie von Greg Friedman

OFM.

Jedes Jahr kommen Tausende von Pilgern

nach Assisi, dem Geburtsort des

hl. Franziskus und der hl. Klara, um

aus der reichen spirituellen Erfahrung

zu schöpfen, die eine solche Wallfahrt

mit sich bringt. Die meisten Menschen,

auch wenn sie niemals den Ozean ü-

berqueren werden, um Assisi zu besuchen,

möchten dennoch Näheres über

die heiligen franziskanischen Gründer

und über die Welt wissen, in der sie

gelebt haben.

Dieser neue Film versucht, einer größeren

Zahl von Menschen die Erfahrung

der Wallfahrt näher zu bringen. Das

zweistündige Programm ermöglicht

den Zuschauern, sich die Geschichten

der Pilger anzuhören, die tatsächlich in

Assisi waren, und mithilfe des Films

viele der Stätten zu besuchen, die ein

Pilger unserer Zeit aufsuchen würde,

sowohl in Assisi als auch in der Umgebung.

Dieser Führer zur franziskanischen

Wallfahrt mit Beiträgen des Dichters

und Schriftstellers Murray Bodo OFM,

der Klara-Expertin Margaret Carney

OSF und des Schriftstellers Rich Niemier

OFM erzählt von der Geschichte

der Orte und von Begebenheiten aus

dem Leben des Franziskus und der

Klara und beschreibt auf diese Weise,

von ihnen ausgehend, die Wallfahrtsroute.

Die Musik des franziskanischen

Komponisten Robert Hutmacher verleiht

dem Ganzen eine mittelalterliche

Atmosphäre. Nähere Informationen

finden sich unter:

http://catalog.americancatholic.org/

product.aspx?prodid=D1222&pcat=149

► Immagini di San Francesco in uno

Speculum humanae salvationis del Trecento

(Bilder des hl. Franziskus in einem

Speculum humanae salvationis aus dem

14. Jahrhundert), Chiara Frugoni – Francesca

Mannari,

Editrici Francescane,

Padua

2006, 414 S.

Das Buch präsentiert

zum

ersten Mal in

seiner Gesamtheit

den Kodex

55.K.2 (Rossi

17) aus der

Bibliothek der

Accademia Nazionale dei Lincei e Corsiniana

in Rom, der, neben einem Speculum

humanae salvationis, einer Art

„Promptuarium“ für die Sonntagspredigt,

die Passion Christi enthält, die in

sieben kanonische Stunden eingeteilt

ist, die Sieben Schmerzen und die Sieben

Freuden Marias. Die Handschrift wird

vervollständigt von einer umfangreichen

Ausstattung an Miniaturen - fünf

pro Blatt: eine betrifft das Neue Testament,

drei das Alte Testament, die fünfte

illustriert eine Episode aus dem Leben

des hl. Franziskus, die aus der Legenda

maior des Bonaventura stammt.

Näheres unter:

http://www.fratilazio.it/cultura/

bibliotecadifratefrancesco.html

► Cinquante ans de vie franciscaine

en Afrique de l’Ouest (1956-2006)

(Fünfzig Jahre franziskanisches Leben

in Westafrika (1956-2006), Rémy Peraud,

Éditions franciscaines, Paris 2007,

171 S.

Im Jubiläumsjahr präsentiert das Buch

fünfzig Jahre franziskanischen Lebens

in Westafrika. Nach einer Beschreibung

der Situation vor der Ankunft der Franziskanerbrüder

illustriert Fr. Rémy das

Pionierwerk der deutschen und französischen

Missionare, Katholiken und

Protestanten sowie die Ankunft der

französischen Franziskaner in Togo,

Benin, der Elfenbeinküste und Burkina

Faso. Der Autor rekapituliert den langen

Weg der Präsenz und des evangelischen

Wirkens, der im Jahre 2001 zur

Schaffung der Provinz von der Menschwerdung

Gottes führte, die heute zur

Mehrheit aus afrikanischen Brüdern

besteht. Es taucht eine Fülle von Namen,

von leuchtenden Beispielen des

Ordenslebens, des europäischen wie

afrikanischen franziskanischen Zeugnisses

auf: „die Väter im Glauben, die

dieses Klima der Einheit und der Gemeinschaft

geschaffen haben“. Rémy

verweist auch auf die ständige Nähe

der Generalminister. Ein einmaliges

Buch, denn es erzählt von den Etappen

der franziskanischen Implantatio in dieser

Region Afrikas.

Der Verfasser,

der 25 Jahre

als Missionar in

Togo gelebt hat,

ruft die Vergangenheit

in Erinnerung,

sein

Buch kann jedoch

auch die

Zukunft dieser

jungen Provinz

inspirieren.

► Bruder Tod

Fr. Fiorenzo Locatelli

► Die Toskanische Provinz von den

Wundmahlen des hl. Franziskus

(Italien) gibt bekannt, dass der Provinzialminister

Fr. Fiorenzo Locatelli

am 19. Februar 2007 überraschend

im Provinzialat in Florenz verstorben

ist. Am 14. Februar 1938 geboren,

wurde er am 12. Mai 2006 zum

Provinzial gewählt. Das Requiem am

21. Februar in La Verna leitete der

Generalminister. Fr. Fiorenzo war

dort mehrere Jahre Guardian.

► Die Gemeinschaft der Generalkurie

gibt bekannt, dass Fr. Louis Djama

am 14. Februar 2007 um 21.25

Uhr in der Klinik „Villa Luisa“

(Rom) überraschend verstorben

ist. Fr. Louis war ein Bruder der Provinz

von der Menschwerdung Gottes

(Togo, Elfenbeinküste, Benin).

Am 1. Januar 1949 in Aboboté

(Abidjan) in der Elfenbeinküste geboren,

war er vor einigen Monaten

in die Kurie gekommen, um in der

dortigen Gemeinschaft Dienst zu

tun. Das Requiem am 17. Februar

2007 leitete der Generalminister. Am

20. Februar wurde der Leichnam in

sein Heimatland überführt. (Fotos)

Mögen sie ruhen in Frieden!

Br. Louis Djama

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Regula et vita Minorum Fratrum haec est, scilicet Domini nostri Jesu Christi sanctum Evangelium observare (RB I,1)

►Kleine/große Neuigkeiten

► Rom: Die Päpstliche Universität

Antonianum hat am 23. Februar einen

Studienkongress über die hl. Elisabeth

von Ungarn und von Thüringen veranstaltet,

aus Anlass des 800. Geburtstages

der Heiligen. Sieben Referenten

präsentierten die hl. Elisabeth

anhand von historischen Quellen. Am

Tag darauf, dem 24. Februar, wurde

im Kreuzgang der Kirche des hl. Kosmas

und des hl. Damian in Rom eine

ikonographische Ausstellung über die

hl. Elisabeth eröffnet, die den ganzen

Monat März geöffnet bleibt.

► Jerusalem: In der diesjährigen Fastenzeit

wird die Kustodie vom Heiligen

Land die neuen Wohnungen übergeben,

die auf ihre Kosten in Jerusalem

errichtet wurden und die für Familien

bestimmt sind, die ohne Haus

sind oder in äußerster Armut leben

aufgrund des lang andauernden Konflikts

im Nahen Osten. Die Häuser

sollen dem Zweck dienen, den Christen

eine neue Hoffnung zu geben, ihnen

in ihrer Armut zu helfen und sie

zu ermutigen, im Land Jesu zu bleiben.

Die Übergabe der Häuser findet

während der traditionellen Wallfahrt

zur österlichen Bußzeit zum Heiligtum

von Betfage statt, einem kleinen Dorf

inmitten von Olivenhainen, auf der

Ostseite des Hügels von Har Ha-

Zetim, des Ölbergs, wo sich die Wohnungen

befinden.

► Deutsch-Sprachkurs: Die Missionszentrale

der Franziskaner in Bonn

(Deutschland) bietet den Mitbrüdern

auch in diesem Jahr einen Deutsch-

Sprachkurs an, der vom 2. Juli bis 15.

August 2007 stattfindet. Anmeldungen

bis zum 30. April 2007 an: P. Stefan

Seibert, Albertus-Magnus-Str. 37, D-

53177 Bonn, Tel. 0049-228-953530, Fax

0049-228-9535373,

E-Post: psseibert@web.de

Die Kurskosten betragen 100 €, die

zusammen mit der Anmeldung zu

überweisen sind an: Konvent der Franziskaner,

Sparkasse Bonn, IBAN:

DE66370501980025001462 - BIC:

COLSDE33.

Unterkunft und Verpflegung sind frei.

Die Brüder, die Priester sind, zelebrieren

in der Intention des Konvents.

► Rom: Die „Scuola Superiore di Studi

Medievali e Francescani“ der Päpstlichen

Universität Antonianum veranstaltet

vom 19. bis 23. November 2007

ein zweites Seminar für Archivwissenschaft

über den Einsatz der elektronischen

Medien, das für die Mitarbeiter

der Franziskanischen Familien

bestimmt ist. Zum Programm gehören

auch Führungen an Orten in Rom, die

für die Archivwissenschaft interessant

sind und die die Pflege des künstlerischen

Erbes dokumentieren.

Interessenten mögen, nach Kenntnisnahme

des Programms des zweiten

Seminars für Archivwissenschaft, bis

zum 15. Juni 2007 das vorschriftsgemäß

ausgefüllte Anmeldeformular an

folgende Adresse schicken: Scuola

Superiore di Studi Medievali e Francescani,

Via Merulana, 124, I-00185

Roma; Tel.: 0039 0670373528, Fax.:

0039 0670373604,

E-Post: antonianumsssmf@ofm.org

Netzstandort:

http://www.antonianum.ofm.org.

Jahr 2007: Wagen wir, das Evangelium zu leben!

Da wir uns darum bemühen, unser persönliches und unser

gemeinschaftliches Leben nach dem Evangelium zu erneuern,

im vitalen Kontext unserer Zeit, ist es hilfreich zu schauen, wie

Franziskus sich dieser Aufgabe annahm. Franziskus und seine

ersten Brüder lebten bereits unter den Armen und den Menschen

am Rand der Gesellschaft, als sie den Entschluss fassten, das Buch der

Evangelien dreimal zu öffnen. Das Wort Gottes, das sie vernahmen, bestärkte sie

in ihrer Entscheidung, mitten unter den Armen zu leben und ihnen zu dienen.

Für die ersten Brüder war es zweifelsohne nie ein Problem, den Ruf des

Evangeliums, auf der Seite der Armen zu stehen, konkret zu verwirklichen:

sie kannten sie ja bereits aus nächster Nähe und dienten ihnen in Liebe. Wenn

wir unser Engagement erneuern sollen, als Gemeinschaft und in aller

Öffentlichkeit, das die Solidarität im Blick hat, und nach konkreten Optionen für

die Gerechtigkeit, den Frieden und die Integrität der Schöpfung suchen sollen,

müssen wir die Armen und die Ausgestoßenen unserer Zeit kennen und die

Zeichen der Zeit mit Klugheit deuten, die uns dazu verhelfen werden, in diesem

zweiten Jahr der Vorbereitung auf die Feier der Gnade unserer

Ursprünge unsere Entscheidungen zu treffen.

► Neue

Generalvisitatoren

► Fr. Andrew Brophy, Provinz Mariä

Himmelfahrt, USA, für die Provinz

vom hl. Johannes dem Täufer

in den USA;

► Fr. Antonio Riccio, Provinz „S.

Maria delle Grazie“ in Benevento,

Italien, Generaldelegat für die Provinz

vom hl. Bernhardin von Siena

in den Abruzzen, Italien.

Für die Häuser, die dem Generalminister

unterstehen:

► Fr. Mario Favretto, Generaldefinitor,

für die Gemeinschaft des Internationalen

Kollegs S. Antonio;

► Fr. Francesco Bravi, Generalvikar,

für die Gemeinschaft des Internationalen

Kollegs „Fr. Gabriele Allegra“

und für die Gemeinschaft der

Beichtväter an der Lateranbasilika;

► Fr. Massimo Fusarelli, Generalsekretär

für Ausbildung und Studien,

für die Gemeinschaft S. Bonaventura

in Grottaferrata;

► Fr. Miguel Vallecillo Martín,

Generaldefinitor, für die Gemeinschaft

S. Maria Draperis in Istanbul;

► Fr. Jakab Várnai, Generaldefinitor,

für die Gemeinschaft „Notre

Dame des Nations“ in Brüssel;

► Fr. Finian McGinn, Generaldefinitor,

für die Gemeinschaft des Missionssekretariats

in Waterford, Wisconsin,

USA;

► Fr. José Rodríguez Carballo, Generalminister,

für die Gemeinschaft

der Generalkurie.

Fraternitas-OFM-Rom

►Verantwortlicher Chefredakteur: Gino

Concetti

►Redakteur: Robert Bahčič

►Internet:

http://www.ofm.org/fraternitas

►Email: rbahcic@ofm.org

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