Reglement für die Benutzung der ... - Gemeinde Hallwil

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Reglement für die Benutzung der ... - Gemeinde Hallwil

GEMEINDE HALLWIL

Reglement

fUr die Beniltzung der Lokalitaten

im Schul- und Gemeindehaus,

der Turnhalle mit Nebenraumen

und der Turn- und Spielplatze

Seetaler Druckerei und Verlag AG, Seengen


A. Allgemeines

1. Der Gemeinderat ubt die Oberaufsicht uber Turn- und Spielplatze,

Schul- und Gemeindehaus und aile zugehorigen Raurhlichkeiten

und Einrichtungen aus. Er erteilt auf schriftliches Gesuch hin die

Bewilligung zur Benutzung. Ober die Benutzung der ausschlieBiich

der Schule dienenden Raumlichkeiten, wie Klassen- und Lehrerzimmer,

verfligt die Schi.dpflege.

Zur Aufrechterhaltung der Ordnung wird das vorliegende Reglement

erlassen, das von allen Benutzern strikte zu befolgen ist.

2. Die direkte Aufsicht uber die Lokalitaten und AuBenanlagen wird

dem Abwart ubertragen, dessen Pflichten und Rechte in einem

Pflichtenheft festgehalten sind.

Den Anweisungen des Abwartes ist Folge zu leisten. Wahrend des

Schulunterrichtes unterstehen die Schullokalitaten der Aufsicht der

Lehrerschaft.

3. Die Turnhalle mit Nebenraumen dient in erster Linie der Schule

und sodann den Vereinen fUr ihre Obungen. AuBerdem dient sie

zur Durchflihrung von Unterhaltungs-, Theater- und Konzertanlassen,

Vortragen, Versammlungen, usw. Die Halle kann auch auswartigen

Veranstaltern zur Verfugung gestellt werden.

Ferner dient sie zur Abhaltung von Gemeindeversammlungen, kulturellen

und kirchlichen Veranstaltungen, Abdankungen und allenfalls

militarischen Einquartierungen.

Der nichtabgedeckte Turnhalleboden darf nur zum Turnen benutzt

werden.

Bei besonderen Anlassen kann vom Gemeinderat das Wirten gestattet

werden.

4. Der Unterricht der Schule darf durch die anderweitige Benutzung

der Turnhnalle, der Nebenraume und AuBenanlagen in keiner

Weise beeintrachtigt werden. Fur die Benutzung der Halle und der

Platze wahrend der Schulstunden ist die Zustimmung der Schulpflege

erforderlich.

5. Fur die Vereine mit regelmaBigen Obungen wird ein Benutzungsplan

erstellt. Vereine, welche die Lokalitaten regelmaBig benutzen, melden

dem Gemeinderat ein fur Ordnung und Reinlichkeit verantwortliches

Mitglied, an welches sich der Abwart jederzeit wenden

kann.

Dasselbe erhalt die notwendigen Schllissel und ist verantwortlich

fur Lichterloschen, SchlieBen der Fenster und TOren.

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6. Die Vereinslokalitaten sind spatestens urn 22.15 Uhr zu schlieBen,

ausgenommen bei besonderen Veranstaltungen.

Das t:Hfnen und SchlieBen fUr Benlitzer, welche nicht im Besitze

eines Schlussels sind, geschieht durch den Abwart.

7. Schuler durfen sich nur unter Aufsicht der Lehrer oder Riegenleiter

in der Halle aufhalten. Das t:Hfnen und SchlieBen der TOren

und Fenster vor und nach dem Schulunterricht ist Sache der Lehrerschaft.

8. Jeder Benutzer soli aile Einrichtungen so sorgfaltig behandeln, als

waren sie sein Eigentum. Jedermann achte auf groBte Reinlichkeit,

besonders in den Aborten, den Ankleideraumen und im Duschenraum.

Die Benlitzer oder deren gesetzliche Vertreter haften fur

den Schad en, den sie an Gebauden und Mobiliar sowie an Geraten

und Anlagen verursachen.

Schadenfalle sind ohne Verzug dem Abwart zu melden, und dieser

leitet sie an den Gemeinderat weiter.

9. Das Rauchen ist in den Schullokalitaten ink!. Turnhalle und BOhne

verboten, ausgenommen bei Anlassen mit Konsumation.

10. Fahrrader sind in die dafur bestimmten Stander zu stellen und durfen

nicht an Gebaudemauern angelehnt oder in der Pausenhalle

abgestellt werden. Autos sind nach Moglichkeit auf dem Parkplatz

abzustellen.

11. An den Einrichtungen, wie Heizung, Ventilation, Verdunkelungsstoren,

Buhneneinrichtung usw. darf nicht manipuliert werden. Fur

die Bedienung derselben sind der Abwart oder der Blihnenmeister

zustandig.

12. Die Beleuchtungskorper sind nur so lange einzuschalten, als unbedingt

notig ist. In Raumen, die nicht benlitzt werden, ist das Licht

zu loschen. Die gleiche Aufmerksamkeit ist auch der Spielplatz­

Beleuchtung zu schenken. Es durfen nur diejenigen Scheinwerfergruppen

eingeschaltet werden, welche die beanspruchten Sektoren

beleuchten.

13. Die Gemeinde lehnt jede Haftpflicht gegenuber Vereinen und

ihren Mitgliedern fUr Beschadigung oder Verlust von Gegenstanden

sowie fUr Unfalle ab.

14. Die Raumlichkeiten konnen wahrend der Fruhlings-, Sommer- und

Herbstferien zu Reinigungszwecken auf eine bestimmte Zeit geschlossen

werden.

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B. Beni..itzung der Turnhalle und der Platze

fi..ir sportliche Zwecke

15. In der Turnhalle darf nur mit sauberen und fUr den Boden geeigneten

Turnschuhen oder barfuB geturnt werden. Turnschuhe, die

schwarze Striche auf dem Boden hinterlassen, sind unzulassig.

Nach Obungen im Freien sind die Turnschuhe zu reinigen. Nagelund

Stollenschuhe sind vor dem Betreten des Gebaudes auszuziehen.

16. Die Gerate sind nach den Turnstunden wieder an ihren Platz und

in den fUr das Schulturnen geeigneten Stand zu bringen (Reinigen

von Magnesia, Tiefstellen der Barrenholmen, Entspannen der

Pferdepauschen, usw.).

Allfallige Verunreinigungen des Bodens durch Magnesia sind zu

beseitigen.

17. Gerate und Sprungmatten sind sorgfaltig zu tragen oder zu fahren.

Jedes Schleifen am Boden ist zu unterlassen.

Die Hallengerate di.irfen nur in Ausnahmefallen auf dem Turnplatz

verwendet werden. Sie sind nachher, gri.indlich gereinigt, wieder

an ihren Standort zu bringen.

18. Das Ballspielen ist in der Turnhalle nur mit sauberen und trockenen

Ballen erlaubt. Harte Schi.isse gegen das Bi.ihnenabschluBtor

und die Sprossenwand sind zu vermeiden.

19. Obungen mit Steinen, Kugeln, Diskus und Speer mi.issen auf den

dafi.ir bestimmten Anlagen vorgenommen werden. Der Trockenplatz

ist hiefi.ir ungeeignet.

Steinheben ist in der Turnhalle nicht erlaubt. Heim Hantelheben ist

die notige Vorsicht walten zu lassen (Matten auf den Boden

legen !).

20. Spielwiese und Trockenplatz sollten bei Regenwetter und bei

Nasse nicht beni.itzt werden. lm Zweifelsfalle entscheidet der

Abwart!

21. Der Quarzsand in den Sprunganlagen ist nach den Obungen wieder

auszuebnen. Auch sind Kleider und Schuhe davon an Ort und

Stelle zu reinigen, sodaB kein Sand in die Raume getragen wird.

22. Nach den Turnstunden konnen die Duschenanlagen gratis beni.itzt

werden, sofern sich der Wasserverbrauch in verni.inftigem Rahmen

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ewegt. Nach dem Duschen mussen die Garderoben wieder in

Ordnung gebracht werden.

23. Der Aufenthalt von nichtschulpflichtigen Kindern auf den Turnund

Spielplatzen sowie das Spielen an den im Freien installierten

Turngeraten geschieht auf Verantwortung der elterlichen Gewalt.

Die Gemeinde lehnt jede Haftung ab.

C. Beni.it:zung der Turnhalle fUr Anlasse

24. Gesuche urn Benutzung der Turnhalle und Nebenraume fur Anlasse

sind dem Gemeinderat mindestens drei Wochen vorher schriftlich

einzureichen.

25. Die Vereine stellen an .einer Vorstandekonferenz einen Plan tiber

die vorgesehenen Veranstaltungen auf, welcher spatestens bis

zum 1. Oktober dem Gemeinderat vorzulegen ist. Die darin aufgefilhrten

Veranstaltungen genieBen das Vorrecht.

26. Die Turnhalle steht fUr Veranstaltungen normalerweise ab Samstag

13.00 Uhr zur Verfilgung.

Fur das Aufstellen und Abraumen des Mobiliars und Abdecken des

Bodens hat der Veranstalter dem Abwart rechtzeitig genugend

Personal zur Verfugung zu stellen. Diese Arbeiten erfolgen unter

Aufsicht und Mithilfe des Abwartes.

Die Turnhalle und der Gerateraum muB spatestens am Werktag

nach der Veranstaltung dem Turnunterricht wieder zur Verfilgung

stehen. Wird kein oder zu wenig Personal zur Verfilgung gestellt,

so werden dem Veranstalter die Arbeitsstunden zum Tarif der

Gemeindearbeiter verrechnet. Werden Kuche und andere Raume

benutzt, so sind diese innert zwei Tagen sauber zu reinigen und

dem Abwart wieder zu ubergeben.

27. Fur Proben steht die Turnhalle eine Woche vor der Veranstaltung

an den Abenden zur Verfilgung. Diesbezuglich haben sich die Vereine

rechtzeitig zu verstandigen. lm Streitfalle entscheidet der

Gemeinderat.

Bei Proben kann die Turnhalle bis 23.00 Uhr benutzt werden. Auf

der Buhne darf nur die Probebeleuchtung eingeschaltet werden,

ausgenommen an der Hauptprobe. Vorproben konnen auch bei

geschlossener Schiebewand abgehalten werden.

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28. Der Gemeinderat wahlt einen BUhnenmeister und einen Stellvertreter,

denen die ganze Einrichtung zur Oberwachung Ubertragen

wird. Die Bedienung der Beleuchtung und der BUhneneinrichtung

ist nur diesen Funktionaren gestattet.

29. Bei Anlassen mit BUhnenbenutzung organisieren die Veranstalter

in Verbindung mit dem Feuerwehrkommando eine Feuerwache. Die

feuerpolizeilichen Vorschriften (Notausgange, Schlauch-AnschluB,

usw.) sind strikte zu beachten.

30. Die Vereine haben die Garderobe selbst zu organisieren. Es steht

ihnen frei, Garderobegebuhren zu erheben. In einem solchen Fall

haften sie fUr Garderobengegenstande. Nach der Veranstaltung

ist die Garderobe komplett dem Abwart zu ubergeben. Fehlende

Nummern sind zu ersetzen.

31. Die Bewilligungsinhaber sind fUr Ruhe und Ordnung wahrend des

Anlasses verantwortlich. Dabei mussen Anstand und Sitte gewahrt

werden. Die Veranstalter sorgen dafUr, daB nach der fUr den AnlaB

mit Bewirtung festgesetzten Zeit die Turnhalle von den Besuchern

verlassen wird. Die Veranstalter haften fUr Schaden und Verunreinigungen

an Gebauden und Mobiliar., die auf ihre Veranstaltung

zuruckzufUhren sind.

32. Die Vereine werden speziell darauf aufmerksam gemacht, daB die

Gemeinde fUr Anlasse und andere Veranstaltungen keine Haftpflicht

Ubernimmt. Die Bewilligungsinhaber tragen daher die Verantwortung

fUr aile Forderungen, welche aus Korperverletzung

oder Sachschaden entstehen konnen.

Die Verkehrs- und Parkplatzregelung muB vom Veranstalter organisiert

werden.

33. Es werden zu Handen der Einwohnerkasse folgende BenUtzungsgebUhren

erhoben:

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Turnhalle mit Bi.ihne und Nebenraumen

fUr offentliche Anlasse und Veranstaltungen:

a) ohne Wirtschaftsbetrieb Fr. 20.- bis 50.-

b) mit Wirtschaftsbetrieb Fr. 30.- bis 100.-

FUr besondere Anlasse, Ausstellungen, Feste, Kurse, Versammlungen,

FilmvorfUhrungen, usw., werden die Gebuhren vom Gemeinderat

von Fall zu Fall festgelegt.


Kinoleinwand

a) fur ortsansassige Vereine

b) fur auswartige Veranstalter

Fr. 5.­

Fr. 10.-

Entschadigung zu Gunsten des Abwartes, des Buhnenaufsehers

und der Feuerwache gemaB Gebuhrenordnung der Gemeinde Hallwil.

Die Benutzungsgebuhren zu Handen der Einwohnergemeinde sind

an die Gemeindekasse zu entrichten; die Entschadigungen an die

ubrigen Funktionare sollen sofort, spatestens aber zwei Tage nach

SchluB der Veranstaltung direkt an dieselben bezahlt werden.

D. Beni.itzung des Vereinszimmers im Schulhaus

34. Das Vereinszimmer ist das Probelokal fUr die singenden und musizierenden

Vereine. Benutzungsbewilligungen wahrend der Schulzeit

erteilt die Schulpflege, sonst der Gemeinderat. Rauchen ist

darin untersagt. Es ist nicht gestattet Kondenswasser aus den

Musikinstrumenten auf den Boden abzulassen.

E. Sitzungszimmer

35. Der Schulpflege, den Kommissionen, den Vereins- und andern Vorstanden

steht ein Sitzungszimmer (im Schulhaus oder Turnhallen­

Sousterrain) zur Verfugung. Ober dessen Benutzung ist mit dem

Abwart jeweils rechtzeitig Fuhlung aufzunehmen, damit eine reibungslose

Zuteilung gewahrleistet wird.

F. Schlachtlokal und MiliUirki.iche

36. Das im UntergeschoB errichtete Schlachtlokal mit den notwendigsten

Einrichtungen hat folgenden Zwecken zu dienen:

1) Der ortlichen Viehversicherung fUr Notschlachtungen.

2) Bei miliUirischen Einquartierungen als Militarkilche.

3) Bei Vereinsanlassen notigenfalls als Kuche.

4) lm Katastrophenfall als Notkuche.

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Die BenUtzung des Schlachtlokals und dessen Einrichtungen ist

fUr die Viehversicherung kostenlos. Anderseits sind die BenUtzer

gehalten, sich den Anordnungen des Abwartes, welche die Einhaltung

der behordlichen Vorschriften zum Zwecke haben, strikte zu

unterziehen.

Aile Beschiidigungen sind unverzUglich dem Abwart zu melden.

Nach jedem Gebrauch sind die BenUtzungsobjekte sofort zu reinigen

und der Gemeinde wieder in tadellosem Zustande zur VerfUgung

zu stellen. Die Abnahme erfolgt durch den Abwart.

FUr die zweckmaBige BenUtzung und Reinigung des Schlachtlokals

und der KUche sind verantwortlich:

a) FUr die Viehversicherung der jeweilige Prasident, welcher im

Besitze eines SchiUssels zum Haupteingang ist.

b) FUr die Vereine deren Vorstiinde.

G. Schlussbestimmungen

37. Die Vereine sind verpflichtet, die Bestimmungen dieses Reglementes

ihren Mitgliedern zur Kenntnis zu bringen und fUr deren Beachtung

zu sorgen.

Der Gemeinderat kann einem Verein oder einer Institution nach

vorhergehender Verwarnung dauernd oder vorUbergehend den Zutritt

zu den Riiumen und Pliitzen untersagen, wenn die Vorschriften

dieses Reglementes nicht eingehalten werden.

Jede MiBachtung der Vorschriften ist Uberdies strafbar.

38. Das Reglement gilt, soweit es den Schulbetrieb berUhrt, auch fLlr

die Schule.

39. Dieses Reglement tritt ab 1. Januar 1969 in Kraft und ersetzt das

Reglement vom 15. November 1960.

Es kann vom Gemeinderat, wenn notig im Einverstiindnis mit der

Schulpflege, jederzeit abgeiindert oder ergiinzt werden.

Hallwil, 25. November 1968

Namens des Gemeinderates

Der Gemeindeammann:

W.Urech

Der Gemeindeschreiber:

H. Morgenthaler

Namens der Schulpflege

Der Prasident:

F.Wildi

Der Aktuar:

G.Urech

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