Die Pressemitteilung zum Download - art KARLSRUHE

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Die Pressemitteilung zum Download - art KARLSRUHE

Presse-Information, 9. März 2012

Erfolgreicher Auftakt –

Beststimmung bei Galeristen und Besuchern

der neunten art KARLSRUHE

„Ich bin einfach begeistert“, so lautet die Bilanz von Carsta Zellermayer am Tag

zwei der art KARLSRUHE. „Die Eröffnung war gigantisch, und der erste Verkauf

gleich ein Schwergewicht.“ Ein Großformat von Bernard Schultze konnte die

Berliner Galeristin bereits zur Preview für 180 000 Euro veräußern. Auch neben

Werken von Hubert Berke und der (einzigen) Meisterschülerin Paul Klees,

Petra Petitpierre, klebten binnen kürzester Zeit rote Punkte. Petitpierre-Malerei

wurde in eine hochkarätige Sammlung verkauft und wird zukünftig neben

ihrem Lehrer hängen. „Da würde sich die Künstlerin sicherlich freuen“, weiß

die glückliche Galeristin.

Der erste Messetag war für viele Galeristen ebenso erfolgreich wie Preview

und Eröffnungsabend. „Vom Nachmittag an bis in den Abend war es wieder

unglaublich gut besucht, so viele Leute“, schwärmt Zellermayer. Und Christian

Scheffel, Bad Homburg, ergänzt: „Hier ist der erste Tag kein Durchhänger wie

auf anderen Messen“. Der Galerist, der viele raumgreifende Skulpturen mit nach

Karlsruhe gebracht hat, darunter eine Stahlplastik von Bernar Venet für 194 000

Euro und den „Roller Coaster“ von Stefan Rohrer, freut sich über regen Zuspruch

für sein anspruchsvolles dreidimensionales Programm. Die zum Roller Coaster

mehrfach ineinander gewundenen Motorräder (für 28 000 Euro) entpuppen sich

als echter Hingucker.

Gute Laune auch bei Dorothee und Edwin Vömel: „Wir sind rundum zufrieden“.

Und das machen die Düsseldorfer Galeristen, die der Messe von Beginn an die

Treue halten, nicht nur an Verkäufen fest. Zwar konnten sie bereits Werke von

Renée Sintenis, Werner Gilles und Reiner Wagner veräußern, aber wichtig ist

ihnen auch das Gespräch mit Sammlern und Kunstinteressierten. „Wir machen

hier jedes Jahr neue Kontakte. Das ist besonders erfreulich, und die Gespräche

sind alles andere als oberflächlich“.

Dem schließt sich auch Erhard Witzel gerne an. „Das Publikum ist einfach

klasse“. Fünf Arbeiten des chinesischen Künstlers Liu Guangyun konnte der

Wiesbadener in eine Sammlung nach Mallorca verkaufen, und auch von Regine

Schumann und Werner Berges hatte er bis zum Abend bereits mehrere Arbeiten

veräußert. Und Georg Nothelfer, Berlin, freute sich besonders über den

Erfolg mit einer größeren Arbeit von Christo. Am Label von „Wrapped

Reichstag“ prangt ein roter Punkt, und der Galerist und Kenner schweigt

sich lächelnd über den Verkaufspreis aus. „War ordentlich“, so lautet sein

Understatement-verdächtiger Kommentar.

Heiße Diskussion auf dem ARTIMA art meeting

Seit Jahren ermöglicht die Mannheimer Versicherung eine

Veranstaltungsreihe, die sich der Gegenwartskunst und dem Kunstbetrieb

widmet. Unter dem Motto „Künstlerbild heute“ diskutierten unter der

Moderation des renommierten Kunstjournalisten Hans-Joachim Müller der

Kunst- und Medientheoretiker Bazon Brock, der Professor für Kunsttheorie

an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, Wolfgang Ullrich, sowie Leni

Hoffmann, Künstlerin und Professorin an der Freiburger Außenstelle der

Karlsruher Kunstakademie. Ihr Thema war der Geniebegriff. Harmonisch ging

es dabei erwartungsgemäß nicht zu. Während Bazon Brock das Genie gegen


den auf den Kunstmarkt schielenden Künstler verteidigte, konnte Leni Hoffmann

dem Begriff nicht viel abgewinnen. Statt gottgegebenem Genie setzt sie auf

den anarchischen Impuls des Künstlers sowie auf Teilnehmerschaft und Dialog.

„Der Betrachter ist immer miteinbezogen.“ Das wollte Brock nicht gelten lassen.

In die Bresche warf sich Wolfgang Ullrich, der den Geniebegriff von heute

erweitert sehen möchte. Damit war Brock wiederum einverstanden und erklärte

zur Erläuterung seiner These auch den fähigen Arzt zum Genie. „Und Sie

selbst“, rief der Aktionskünstler FLATZ vom Zuschauerraum aus in die Runde,

„sind Sie denn ein Genie?“ „Natürlich“, konstatierte Brock: „Das glaube ich nicht

nur. Das habe ich mehrfach bewiesen“. Leni Hoffmann nahm‘s lächelnd und

gelassen hin.

Hans Platschek-Preis an Rolf Bier

Ein weiteres Highlight war am Donnerstag die Verleihung des Hans Platschek-

Preises, der im Gedenken an den im Jahr 2000 verstorbenen Maler und

Schriftsteller bereits zum fünften Mal vergeben wurde. Juror Ulrich Krempel,

Direktor des Sprengel Museums in Hannover, hatte den an der Stuttgarter

Akademie lehrenden Artisten Rolf Bier ausgewählt. In seiner Laudatio lobte

Krempel den Künstler als originellen Denker, als Poeten und Lyriker. Jedes

Material sei ihm willkommen, alles was ihn umgebe, könne in seine Arbeit

einfließen. Wie Hans Platschek sei auch Bier ein Langstreckenläufer, der es nie

auf den schnellen Erfolg abgesehen habe. Rolf Bier seinerseits freute sich über

den Preis, weil er wie alle Kunstpreise „Künstler sichtbar mache, die sich am

Markt nicht schnell durchsetzen können. Ich zum Beispiel war viele Jahre auf

Messen nicht präsent“. Tatsächlich ist mit dem Hans Platschek-Preis nicht nur

ein Preisgeld von 5 000 Euro verbunden, sondern auch eine Ausstellung auf

der art KARLSRUHE.

Die Verleihung des art-KARLSRUHE-Preises findet am heutigen Freitag um

17.00 Uhr statt.

Die art KARLSRUHE hat ihre Tore noch bis zum 11. März geöffnet.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Melden Sie sich bitte im Pressebüro der

art KARLSRUHE, bei Lindinger + Schmid, Büro für Kunst und Öffentlichkeit, Sonja Silberhorn

(Tel. 0941/22177, silberhorn@lindinger-schmid.de).

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