ALLE IN EINEM BOOT - Trader Motor Yachts

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ALLE IN EINEM BOOT - Trader Motor Yachts

eportage

KUrS

halten

alle in

einem boot

Der Cruising Club der Schweiz bildet Mitglieder

auf der eigenen Motoryacht aus: Die „Rolling

Swiss II“ ist in ganz Nordeuropa unterwegs; wir

waren auf dem Solent in Südengland mit dabei.

Alles im Blick! Die

Trainings-Crew auf der

Flybridge der Trader

42. Von links: Philippe,

Ausbilder und Skipper

Marc, der Autor und

Jean-Daniel.

Text Christian tiedt

Fotos Morten Strauch

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REPORTAGE

yacht für

alle fälle

Der Halbgleiter, hier vor

den Needles, lässt von

der Ausstattung her keine

Wünsche offen – und

mit CE-Kategorie A ist er

auch voll seetüchtig.

Wild rüttelt der Wind

an den eingerollten

und fest verzurrten

Sonnenschirmen auf der Terrasse

der Hafenbar, die zur Haslar

Marina in Gosport gehört.

Sie werden nicht gebraucht an

diesem trüben Apriltag, dessen

bleierne Wolken mit fest geschlossenen

Reihen über den

Süden Englands ziehen. Der

Wirt wischt Gläser aus und

sieht immer wieder zum einzigen

besetzten Tisch hinüber.

Bootscrew, so viel ist klar. Aber

was für einen Reim er sich wohl

auf das Stimmengewirr macht,

dass unter den fünf Männern

herrscht? Französisch und

Deutsch kann er sicherlich erkennen,

aber ob er mit dem

kehligen Schweizerdeutsch etwas

anfangen kann, das ebenfalls

gesprochen wird?

Die fünf, das sind zum einen

Philippe, der für eine große

Versicherung arbeitet und zwischen

Zürich und Luzern lebt,

und Jean-Daniel, Fachzahnarzt

aus dem Lavaux im französischsprachigen

Teil der

Schweiz. Beide sind eigentlich

eingefleischte Segler. Dazu

kommt Marc, der sein Geld als

Bauingenieur in Zürich verdient.

Alle drei gehören zum

CCS, dem Cruising Club der

Schweiz. Die kleine Runde, zu

der auch Kollege Morten und

ich selbst gehören, ist gerade

erst zusammengetroffen: Gosport

ist der Ausgangspunkt für

einen mehrtägigen Ausbildungstörn.

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REPORTAGE

Manöverübungen

werden auf dem Törn

großgeschrieben. Egal ob

An- und Ablegen (oben)

oder Boje-über-Bord-

Manöver (rechts): Selbst

bei wenig Wind ist der

eindrucksvolle Gezeitenstrom

im Solent eine

Herausforderung. Was

man hier lernt, vergisst

man nicht!

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Die Ausbildungsyacht, die

„Rolling Swiss II“, liegt weiter

unten im Hafen. Für sie ist die

Übungssituation genauso neu

wie für Philippe, Jean-Daniel

und selbst Skipper Marc, denn

es ist erst die zweite Saison des

neuen Halbgleiters. Die wird im

Sommer 2011 noch weit führen,

in die Bretagne, durch den

Nord-Ostsee-Kanal und bis

nach Skagen. Dabei sollen Motoryachtskipper

für den eigenen

Club ausgebildet oder auf

die Prüfung zum Schweizer

Schiffsführerausweis vorbereitet

werden. Doch auch Meilenoder

Urlaubstörns für Mitglieder

sind im Angebot.

Skipper Marc, der die Anschaffung

der Trader 42 und

ihre Ausrüstung begleitet hat,

zählt die Übungsinhalte der

kommenden Tage auf: Bootsmanöver,

Törnplanung, Navigation,

klassisch und elektronisch,

das Verhalten bei Wind

und Strom, das Einbeziehen der

Gezeiten, eine Nachtfahrt und

vieles mehr. Doch zuerst geht

es an Bord, zur technischen

Einweisung. Wenn das Bier geleert

ist, versteht sich.

Die technische Einweisung

erfolgt in allen Einzelheiten

und beginnt bei den Rettungsmitteln:

Pyro-Signale, EPIRB

(die automatische Seenot-

Funkbake), nicht zuletzt die

„grab bag“ – eine fertig gepackte

und wasserdicht verschlossene

Tasche mit allem, was man

im Ernstfall in der Rettungsinsel

braucht oder brauchen

könnte. Wir klemmen uns

nacheinander in den blitzblanken

Maschinenraum zwischen

die beiden Diesel und klettern

unter den Holzschreibtisch in

der Achterkabine; dort befindet

sich, verborgen hinter einer

Klappe, die Notruderanlage mit

Handpinne.

Alles ist penibel beschriftet,

Schweizer Gründlichkeit

möchte man sagen, aber auf

einem Ausbildungsschiff, wo

Geschärfte Sinne: Auch Nachtfahrt gehört zum Programm. Wo ist das Schiff, das das Radar zeigt?

der Großteil jeder Crew immer

wieder neu an Bord ist, eine

absolut einleuchtende Maßnahme.

Weiter geht es zur Schalttafel

am Niedergang: Hinter einer

Glastür brennen dort ungefähr

so viele Lämpchen wie im Kontrollraum

eines Kraftwerkes

und geben ein flimmerndes

Gesamtbild der an Bord laufenden

Geräte, Batterien, Konverter

und Generatoren. Am Ende

Gute Vorbreitung ist

alles: Vor jedem Törntag

wird ein detaillierter

Navigationsplan erstellt

und besprochen.

unserer Einführungsrunde sind

wir sicher, in jeden Winkel über

und unter Deck einmal geschaut

oder gegriffen zu haben.

Es kann losgehen!

In den Tassen dampft noch

der Kaffee vom Frühstück, als

sich die Crew am nächsten

Morgen an die Törnplanung für

den Tag macht. Die Verantwortlichkeiten

wechseln von

Tag zu Tag, sodass jeder mehrmals

jede Aufgabe übernimmt.

Mit spitzem Bleistift werden

Revierführer gewälzt, Strömungstabellen

befragt und Gezeitenkurven

interpoliert. Was

macht das Wetter? „Wight: Südwest

3-4, zunehmend 5, sonnig,

vereinzelt Nebel.“ Klingt für

Anfang April sehr freundlich,

kein Problem für die mit CE-

Kategorie A zertifizierte Trader

42 und vor allem kein Vergleich

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REPORTAGE

... und auch an Land wird viel

geboten – zum Beispiel der

„Historic Dockyard“ mit HMS

„Warrior“ in Portsmouth.

Segler, Fischer, Fähren und

zum Teil ziemlich enge Fahrwasser:

Auf dem Solent gibt es jede

Menge „Lernsituationen“...

zum stürmischen Grau des

gestrigen Tages.

Es soll von Portsmouth nach

Yarmouth gehen. Das Ziel liegt

auf der Isle of Wight, knapp 20

Seemeilen entfernt. Langsam

füllt sich das weiße Blatt Papier

des Törnplans mit einer Liste

von Kursen, Positionen und

Peilungen. Wie setzt der Strom,

und wann lässt er sich ausnutzen?

Mit ihm im Rücken spart

man Zeit und Sprit. Konzentriert

besprechen Philippe und

Jean-Daniel die gewählte Route.

Auf der Seekarte läuft ihr

feiner Strich von Wegpunkt zu

Wegpunkt: „Outer Spit“, „Sturbridge

Shoal“ und darüber hinaus,

weiter nach Westen.

Skipper Marc lässt sich die

Planung genau erklären: Soll es

über den flachen „Inner Swashway“

hinausgehen, wo die

Sportboote unter sich sind, oder

über das Hauptfahrwasser? Er

weist auf die zahlreichen Zusatzbemerkungen

hin, die auf

der Seekarte in Lila eingedruckt

sind und oft genug mit dem

Wort „caution“ beginnen – Vorsicht!

Nicken am Tisch, das Radiergummi

wird gezückt, und

eine kleine Korrektur lässt die

„Rolling Swiss II“ danach etwas

weiter nördlich aufs anschließende

Kartenblatt wandern.

Am besten kann man sich

den Solent als großes Flussdelta

vorstellen; nicht das eines einzigen

Stromes, sondern als Bündel

mehrerer kleiner Flüsse, wie

Test und Itchen (die das Southampton

Water bilden), den River

Hamble und den Beaulieu

River. Dazu kommen im Osten

die großen Lagunen von Portsmouth,

Langstone und Chichester.

Davor liegt die Isle of Wight

wie ein Korken auf der Flasche.

Doch der Korken sitzt nicht fest.

Er lässt einen schmalen Meeresarm

mit Ausgängen im Westen

und im Osten – den Solent.

Luftkissenboote sind auf dem Solent als schnelle Fähren im Einsatz.

Vor der Steganlage der Haslar

Marina dreht die „Rolling Swiss

II“ die ersten Kreise. Philippe

sitzt am Steuer. Geübt wird das

Manövrieren mit zwei Maschinen

(unseren Seglern an Bord

natürlich bislang unbekannt)

und das An- und Ablegen am

Kopfsteg bei leichtem Strom.

Gefühl ist gefragt bei zweimal

380 PS unter den Händen, besonders,

wenn man sonst nur

einen „Flautenschieber“ gewohnt

ist. Steuerbord voraus,

Backbord achteraus und umgekehrt.

Vom Bug des grasgrün gestrichenen

Feuerschiffes nebenan,

einst schwimmendes Seezeichen

vor der Küste, heute fest

vertäutes Wahrzeichen der Marina,

sehen zwei Männer dabei

zu, wie wir unsere Pirouetten

tanzen. Sie zeigen den erhobenen

Daumen und rufen etwas,

von dem man nur „Swiss“ versteht,

aber ob sie den Bootsnamen

meinen oder die Flagge

mit dem Schweizerkreuz am

Heck, erfahren wir nicht. Es

wird Zeit, dass wir uns auf den

Weg machen.

Die wuchtigen Festungswälle,

hinter die sich Portsmouth

viele Jahrhunderte duckte, bleiben

langsam im Kielwasser

zurück. Aber die Silhouette der

Stadt verbindet vor dem diesigen

Himmel gestern und heute.

Da sind einerseits die filigran

aufragenden Masten und Rahen

der altehrwürdigen „Victory“,

Flaggschiff des legendären

Lord Nelson bei seinem großen

Sieg vor Kap Trafalgar im Jahr

1805. Nicht zu Unrecht wurden

diese Schiffe damals stolz als

„wooden walls“ of England

bezeichnet, die „hölzernen

Schutzmauern“ ihres Landes.

Nelson, der bei der Seeschlacht

selbst durch die Kugel

eines französischen Scharfschützen

den Tod fand, kehrte,

in ein Branntweinfass eingelegt,

an Bord des Schiffes zurück

nach England. Heute ist der

kanonenstarrende Dreidecker

zwar ein Museumsschiff, aber

trotz seines Alters von fast 250

Jahren noch immer in commission,

also im aktiven Flottendienst,

und dient als geschichtsträchtige

Bühne bei wichtigen

offiziellen Anlässen.

Gegenwart und Zukunft

symbolisiert dagegen der hoch

aufragende Spinnaker Tower

auf den Gunwharf Quays nahe

der östlichen Hafenmole von

Portsmouth. Wie ein silbernes,

leicht geblähtes Segel an nadelscharfem

Mast, ragt er 170 m

hoch in das aufklarende Blau

über uns. Von See kommend,

dient er als unverwechselbare

Landmarke. Von seiner Aussichtsplattform

hat man dagegen

einen großartigen Blick

über den Ärmelkanal in Richtung

Frankreich. Eröffnet wurde

er im Oktober 2005, dem

200. Jubiläum der Schlacht von

Trafalgar ...

CCS: CRUISING CLUB DER SCHWEIZ

Der Club Mit mehr als 6500

Seglern und Motorbootfahrern

ist der 1955 gegründete

Cruising Club der Schweiz

(CCS) einer der größten Yachtclubs

des Landes. Die Aus- und

Weiterbildung spielt dabei

eine ebenso große Rolle wie

der Sport selbst. Aus diesem

Grund betreibt der CCS gleich

eine ganze Reihe von Yachten

und bietet ein umfangreiches

Törnprogramm für seine Mitglieder

an, das von der Ausbildungsfahrt

mit Prüfung bis

zum Ferientörn reicht. Infos:

www.cruisingclub.ch

Die Motorbootabteilung Abgedeckt

werden alle Bereiche

des Motorbootsports im Tourenbereich,

von der Binnenund

Küstenfahrt bis hin zur

hohen See. Seit dem vergangenen

Jahr hat auch CCS Motorboot

eine eigene Yacht;

ihre zweite Törnsaison hat die

„Rolling Swiss II“ gerade erfolgreich

abgeschlossen. Infos:

www.ccs-motorboot.ch

Die Yacht Die „Rolling Swiss

II“ ist ein 13,30 m langer Halbgleiter

vom Typ Trader 42 (CE-

Kategorie A). Drei Doppelkabinen

bieten Platz für sechs

Personen. Die Motorisierung

besteht aus zwei Cummins-

Dieseln mit je 380 PS. Infos:

www.tradermotoryachts.com

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eportage

Zeichnung: christian tiedt

Das revier der solent trennt

die isle of Wight von der englischen

südküste. seine ausgänge

im Westen und Osten

führen in den Ärmelkanal, in

seinem schutz liegen die hafenstädte

southampton und

Portsmouth, das gleichzeitig

wichtiger Marinestützpunkt

ist. Bekannt ist der solent vor

allem als traditionelles sportbootrevier,

besonders im

sommer um die traditionelle

„cowes Week“ herum, eine

der größten regattaveranstaltungen

der Welt.

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was skipper wissen müssen

Die gezeiten die größte (und

ungewöhnlichste) herausforderung

für skipper ist der gezeitenverlauf

im solent. aufgrund

mehrerer Faktoren tritt

dort ein „doppeltes hochwasser“

(double high water) ein,

wobei auf ein erstes und

schwächeres hochwasser ein

zweites, stärkeres folgt. aus

diesem grund fällt die Flutperiode

mit neun stunden wesentlich

länger aus als die

ebbe mit rund drei stunden.

Die Häfen die infrastruktur

für Bootsleute könnte im solent

kaum besser sein. neben

den gut betonnten und befeuerten

Fahrwassern (besonders

in den Flussmündungen) gibt

es eine Vielzahl von komplett

ausgestatteten Marinas und

stadthäfen. die häfen sind

sehr groß, dennoch kommt es

im sommer regelmäßig zu

Liegeplatzmangel. Viele Plätze

(an Murings oder dalben)

haben zudem keinen Landzugang.

Für diesen Fall steht ein

hafentaxi zur Verfügung, das

per telefon oder Funk gerufen

werden kann.

Die Literatur Wer auf dem solent

auf törn gehen möchte,

sollte sich vorher mit den nautischen

gegebenheiten vertraut

machen. Wir empfehlen

den „solent cruising companion“

von derek aslett als

revierhandbuch (Wiley nautical,

isBn 978-0-470-98828-2,

etwa 30 e) und ergänzend das

Buch „solent hazards“ von

Peter Bruce (Boldre Marine,

isBn 978-1-871680-31-7, etwa

20 e). dazu kommt der offizielle

sportbootkartensatz „sc

5600: the solent and approaches“

(admiralty Leisure,

isBn 978-0-70-778-0535).

Landmarke bei Tag und Nacht: Spinnaker Tower in Portsmouth.

Flaschengrün leuchtet der

Solent an diesem Tag, doch sein

Wasser ist trübe. Die vielen

Schwebeteilchen sind ein ebenso

deutliches Zeichen für den

starken Tidenwechsel in diesem

Revier wie die schweren Fahrwassertonnen,

die mit deutlicher

Schräglage im zerrenden

Gezeitenstrom an ihren schweren

Ketten ächzen. Nur wenige

Segelyachten sind so früh in der

Saison unterwegs, hin- und

wieder schneidet ein RIB durch

die See – praktisches Verkehrsmittel

auf den weit verzweigten

Wasserwegen des Solent.

Von achtern kommt mit

dröhnenden Turbinen ein Luftkissenboot

auf und ist schon

vorbei: Hovercrafts pendeln als

Hochgeschwindigkeitsfähren

zwischen Portsmouth und der

Isle of Wight. Sie sind genauso

schnell wie laut – 45 kn schaffen

sie locker – und eine interessante

Begegnung im Fahrwasser.

Nördlich von Sturbridge

Shoal sind wir dann mehr oder

weniger allein. Zeit für die

nächste Lektion: In hohem Bogen

fliegt ein Fender über Bord:

„Boje über Bord!“ Jetzt zeigt

sich, wie sehr die Tide mit uns

spielt. Während der auf Rettung

wartende Fender in einen kleinen,

für den Solent typischen

Strömungswirbel gerät und

mehr oder weniger auf einer

Stelle bleibt, treibt die massige

und tiefgehende Trader 42

schnell ab. Ein erster Anlauf

bringt uns nicht näher, auch

wenn der als Ausguck eingeteilte

Jean-Daniel ständig Richtung

und Entfernung zum schnell

schrumpfenden „Gummikopf “

des über Bord Gegangenen

durchsagt. Auch der zweite Versuch

muss abgebrochen werden;

erst beim dritten Mal kann

sich Jean-Daniel, jetzt mit dem

Bootshaken bewaffnet, an der

treibenden Fenderleine einpicken.

Übung ist alles, und beim

vierten Durchgang dauert das

Bad des Fenders keine zwei Minuten

mehr. Wechsel auf dem

Fahrersitz, noch mal von vorn!

Am Nachmittag erreichen

wir Yarmouth im Nordwesten

der Isle of Wight. Eine lange

Holzpier für die Urlauber, ein

Kirchturm zwischen gemütlichen

Giebeldächern und eine

große Autofähre prägen das

Bild. Mit dem Motorboot weist

uns der harbour captain einen

Platz am Schwimmsteg zu, der

Strom setzt verflixt ungünstig.

Doch sanft geht die „Rolling

Swiss II“ längsseits, das Training

in Portsmouth hat sich

gelohnt. Anerkennendes Nicken

aus dem Cockpit der Segelyacht

neben uns.

Der Hafen ist zwar voll, fast

jeder Liegeplatz belegt, hier gilt

das aber dennoch als leer. In der

Hauptsaison im Sommer, wenn

eine Regatta die nächste jagt

und jeder Wochenendskipper

auf Törn geht, sind die Marinas

im Revier so dicht gepackt, dass

man auch trockenen Fußes an

Land kommt, wenn man eigentlich

an Dalben oder einer

Muring liegt. Schilder an der

Hafeneinfahrt warnen dann

schon von Weitem, dass alles

belegt ist. Die rechtzeitige Anfrage

per Funk kann einigen

Frust vermeiden.

Fehlt zum Tagesabschluss

nur noch die Nachbesprechung:

Hat alles so geklappt, wie die

Crew geplant hat? „Würdet ihr

beim nächsten Mal etwas anders

machen?“, fragt Skipper

Marc. Manöver werden diskutiert,

die Route noch einmal

durchgegangen. Dann kann das

Logbuch des ersten Törntages

geschlossen werden. Alles, was

jetzt noch folgt, kann auch in

guter, örtlicher Tradition im

Pub erfolgen. Fish and chips

und frisches Ale soll es im

„Bugle Coaching Inn“ am

George Square geben, nur einen

Steinwurf vom Hafen entfernt.

Seekarten und Skizzenblätter

werden weggeräumt, die Nationale

mit dem weißen Kreuz

eingerollt. Dann macht sich die

kleine Gruppe durch alte Gassen

aus Ziegel und Fachwerk

zum letzten Wegpunkt des Tages

auf. Denn auch Geselligkeit,

so wird betont, würde groß

geschrieben beim Cruising

Club der Schweiz.

MEHR Fotos

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