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Richtig vorsorgen

Ratgeber Altersvorsorge

Sparkassen-Finanzgruppe


Richtig vorsorgen


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© 2011 Deutscher Sparkassen Verlag GmbH, Stuttgart

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Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen

und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Verfasser (außer Sparkassen-Produkte in Kap. 3): Detlef Pohl, Berlin

Lektorat: Richard Speier

Herstellung: Jürgen Schaubel

Satz: Meyle+Müller GmbH+Co. KG, Pforzheim

Printed in Germany

Bildnachweis: Sparkassen-Bilderwelt

2. Auflage 8/2011

296 316 183


Inhaltsverzeichnis

1 Was die gesetzliche Renten versicherung zahlt 5

1.1 Das System der Altersrente 5

1.2 Wie viel an Altersrente zu erwarten ist 6

1.3 Wann es volle Altersrente gibt 7

1.4 Förderung privater Vorsorge durch den Staat – Kurzüberblick 8

1.5 Zusätzlich zur Altersrente: Invaliden- und Hinterbliebenenrente 9

2 So fördert der Staat die private Vorsorge 11

2.1 Grundzüge der Riester-Förderung 11

2.2 Wer wird gefördert? 13

2.3 Wie hoch ist die Förderung? 14

2.4 Welche Anlageformen werden gefördert? 17

2.5 Wie die Förderung konkret organisiert wird 17

2.6 Besonderheiten bei Selbst ständigen 18

2.7 Die besten Riester-Tipps 19

3 Riester-Anlageformen im Überblick 21

3.1 Riester-Versicherungsrente 21

3.2 Riester-Sparplan 22

3.3 Riester-Fondssparplan 23

3.4 Wohn-Riester 25

4 Altersversorgung und Einkommensteuer 28

4.1 Abgeltungsteuer auf Geldanlagen 28

4.2 Steuern auf die gesetzliche Rente 29

4.3 Steuern auf Pensionen 30

4.4 Steuern auf Kapital-Versicherungen 30

4.5 Steuern auf die Riester-Rente 31

5 Vorsorge, Vermögen und Erbe 33

5.1 Geldvermögen und Erbe 33

5.2 Vererbung der Riester-Rente 34

5.3 Ist die gesetzliche Rente vererbbar? 36

6 Stichwortverzeichnis 37

3


Warum ohne private Vorsorge nichts

mehr geht

Kaum eine Woche vergeht ohne einen

neuen Vorschlag aus der Politik, wie die

Altersrente sicherer gemacht werden

kann. Kein Wunder. Das Alterseinkommen

wird spätestens ab dem Jahr 2020 ohne

private Zusatzvorsorge merklich geringer

ausfallen als heute. Die jüngsten Rentenreformen

haben viele Normalverdiener

dazu angeregt, freiwillig etwas auf die

Seite zu legen, um im Alter nicht noch

kürzer treten zu müssen als ohnehin

schon nötig. Wie die Vorsorge am besten

zu bewerkstelligen ist, darüber herrscht

aber Unklarheit. Meinungsumfragen

attestieren immer wieder kollektive Ratlosigkeit.

Um ausreichend versorgt und nicht auf

die Sozialkassen angewiesen zu sein, ist

private Vorsorge unerlässlich. Mit der sogenannten

Riester-Rente erleichtert der

Staat den Einstieg in die private Vorsorge.

Übrigens: Im Jahr 2008 hat das Eigenheim-Rentengesetz

die Riesterförderung

auf die beliebteste Altersvorsorge der

Deutschen – das Wohneigentum – ausgeweitet.

Die eigenen vier Wände sind

gleichberechtigt mit der Geldrente in die

Altersvorsorge-Förderung aufgenommen

worden.

Die Riester-Rente ist eine Altervorsorge

auf freiwilliger Basis, die gleich mehrfach

gefördert wird. Allerdings schafft die

staatliche Förderung der privaten Riester-

Vorsorge nur halbwegs einen Ausgleich

für die Rentenkürzungen. Wer sich also

ausschließlich auf die Riester-Förderung

konzentriert, kann seinen gewohnten

Lebensstandard im Ruhestand kaum

erhalten. Man muss schon zusätzlich

etwas auf die hohe Kante legen um zu

vermeiden, später finanziell im Regen zu

stehen. Zumal die Altersrente seit 2005

immer stärker besteuert wird – ab dem

Jahr 2040 sogar in vollem Umfang.

Zwar legen deutsche Privathaushalte

im Schnitt rund 2.270 Euro im Jahr auf

die hohe Kante. Dennoch existieren in

vielen Familien erhebliche Lücken für die

finanzielle Absicherung im Alter, zumal

jeder Fünfte gar nichts zurücklegt. Dabei

spricht bei den sozialen Rahmenbedingungen

alles dafür, die Eigenvorsorge

zu verstärken. Die wichtigsten Tipps zu

staatlich geförderter und damit leichter

gemachter Altersvorsorge bietet dieser

Ratgeber. Er baut auf der gesetzlichen

Rente auf und erklärt die wichtigsten geförderten

Anlageformen und die steuerlichen

Konsequenzen. Altersvorsorge ist

sehr individuell. Die persönlichen Wünsche

und Vorstellungen jedes Einzelnen

sind zu berücksichtigen und dann das

dazu passende Vorsorgepaket zu schnüren.

Ihr Sparkassenberater übernimmt

das gemeinsam mit Ihnen im Rahmen

einer individuellen Altersvorsorge-Beratung.

Viel Erfolg also beim Vorsorgen.

4


1 Was die gesetzliche Rentenversicherung zahlt

1 Was die gesetzliche Rentenversicherung

zahlt

1.1 Das System der Altersrente

Altersrente steht jedem Bürger zu, der

während seines Berufslebens Beiträge

in die Kassen seines Rentenversicherungsträgers

eingezahlt hat – entweder

pflichtgemäß (alle Arbeitnehmer; wenige

Selbstständige) oder freiwillig (die meisten

Selbstständigen). Altersrente gibt es

frühestens ab dem 60. Geburtstag, künftig

meist ab 65. Wer 1964 oder später geboren

ist, muss, wenn er vor 67 in Rente

geht, mit deutlichen Abschlägen rechnen.

Voraus setzung für eine gesetzliche Rente:

Sie sind mindestens fünf Jahre versichert

gewesen. Träger der gesetzlichen Rentenversicherung

ist die Deutsche Rentenversicherung

– Bund (ehemals BfA und VDR).

Hinzu kommt der Sonderträger Deutsche

Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-

See. Die früheren regionalen Landesversicherungsanstalten

(LVA) firmieren nun

unter Deutsche Rentenversicherung in

den Regionen, etwa Deutsche Rentenversicherung

Bayern-Süd.

Altersrente stellt für die Mehrzahl der

Bürger die wichtigste Säule ihrer Altersvorsorge

dar – neben Betriebsrenten,

Pensionen, berufsständischen Versorgungswerken

und privatem Vorsorgevermögen,

also z. B. Kapitallebensversicherungen,

Ersparnissen, Immobilien.

Die jeweilige Höhe richtet sich ganz nach

Ihrem individuellen Arbeitsleben und

erreicht in günstigen Fällen bestenfalls

64 Prozent des letzten Nettoeinkommens.

Also darf sich niemand ernsthaft auf die

gesetzliche Rente im Alter allein verlassen,

soll es nicht zu finanziellen Engpässen

nach der Berufstätigkeit kommen,

zumal jede Rentenreform neue Einbußen

bringt. Die letzte große Einbuße – seit

2002 Realität – kann man allerdings

aus gleichen: durch private Vorsorge –

die Riester-Rente – die der Staat gleich

mehrfach fördert. Das klappt auf freiwilliger

Basis; die Chance haben vor allem

Pflichtversicherte und deren Ehepartner.

Rentner sind nicht an Grenzen gebunden,

ebenso wenig die Rentenzahlungen. Eine

deutsche Altersrente wird – falls gewünscht

– ohne Einschränkungen überall hin über -

wiesen – auf ein Konto Ihrer Wahl.

Rentner werden vom Finanzamt bei fast

allen Steuerarten genau so wie Berufstätige

behandelt. Das heißt: Tendenziell

werden die Renten voll besteuert und im

Gegenzug die Beiträge steuerfrei gestellt.

So will es das Alterseinkünftegesetz, das

seit 1. Januar 2005 in Kraft ist. Dabei gelten

jedoch langjährige Übergangsbestimmungen

(Abschnitt 4.2). Wer 2011 in

Rente geht, muss schon 62 Prozent seiner

Rente der Besteuerung unterwerfen. Dieser

Prozentsatz ist mit dem individuellen

Satz zu versteuern.

Faustregel: Insgesamt können bei Rentenbeginn

2011 knapp 1.300 Euro Monatsrente

steuerfrei bezogen werden.

5


1 Was die gesetzliche Rentenversicherung zahlt

Wer privat vorsorgt

hat mehr vom Alter.

6

1.2 Wie viel an Altersrente zu

erwarten ist

Wenn Experten über die Höhe der gesetzlichen

Altersrente sprechen, reden sie

gern vom „Eckrentner”. Das ist ein fiktiver

Arbeitnehmer, der exakt 45 Jahre lang

erwerbstätig war und stets das statistische

Durchschnittseinkommen aller

Berufstätigen verdient hat. Er bekäme

netto 1.111 Euro Monatsrente im Westen

der Republik und 985 Euro im Osten,

Stand Mitte 2011. Die meisten arbeiten

jedoch viel kürzer. Daher erhält jeder

zweite Deutsche nur eine Rente von bis

zu 750 Euro. Die Stiftung Warentest hat

ausgerechnet, dass rund 20.000 Euro

aufgewendet werden müssen, um 100 Euro

Monatsrente zu bekommen.

Wie viel genau herausspringt, kann schon

während der Berufstätigkeit ermittelt

werden. Seit 2004 erhält jedermann ab

dem 27. Geburtstag unaufgefordert einen

jährlichen Kontoauszug („Renteninformation“)

vom Rentenversicherungsträger,

falls er schon fünf Jahre Rentenbeitrag

eingezahlt hat. Die Information kann

na türlich nur einen Überblick bis ins

laufende Jahr und eine Schätzung des

nächstfolgenden Jahres bieten. Für jedes

künftige Jahr bis zum Beginn der Altersrente

kommen aber weitere Ansprüche

hinzu. Dabei wird mit dem Durchschnitt

der letzten fünf Jahre weitergerechnet.

Wie viel das tatsächlich noch sein wird,

hängt von der Zahl der Rentenbeitragsjahre

ab, die noch verbleiben, und von

der Höhe des zukünftigen Verdienstes.

Darüber informiert der Kontoauszug

jedes Jahr aufs Neue (Details: siehe

www.renteninfo-online.de).

Aber Vorsicht: Bei der Renteninformation

wird mit durchschnittlichen Rentensteigerungen

von 1,0 Prozent in der niedrigeren

und von 2,0 Prozent in der höheren Variante

ausgegangen. Schon dabei sieht man

schwarz auf weiß, dass sich niemand auf

die staatliche Rente allein verlassen darf.

Doch selbst diese Zahlen sind mit Vorsicht

zu genießen: Der jährliche Kontostand

suggeriert, dass die ausgedruckte Summe

quasi netto zur Verfügung stehen wird.

Lediglich auf den Abzug der Beiträge für

die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung

wird hingewiesen. Dabei handelt

es sich tatsächlich aber allenfalls um die

Vorschau der Bruttorente auf ein Jahr

im Voraus. Leider wird auch die Inflation

nicht be rücksichtigt. Dabei steht längst

fest: Bei 2,0 Prozent Inflation sind 100

Euro Monatsrente in 35 Jahren nur noch

49,31 Euro wert. Dazu gibt es in der Renteninformation

zwar einen Warnhinweis,

aber keine verringerte Endsumme. Jeder

sollte mindestens 2,0 Prozent Inflation

pro Jahr abrechnen (siehe Tabelle).

Nach … Jahren Kaufkraft bei … %

Geldentwertung

2,0 3,0 4,0

2 96,04 94,09 92,16

4 92,24 88,53 84,93

6 88,58 83,30 78,28

8 85,08 78,37 72,14

10 81,71 73,74 66,48

15 73,68 63,33 54,21

20 66,76 54,38 44,20

25 60,35 46,70 36,04

30 54,55 40,10 29,39

35 49,31 34,44 23,96

Was die Inflation von 100 Euro Rente lässt


1 Was die gesetzliche Rentenversicherung zahlt

Ab Jahrgang 1964 gibt

es erst mit 67 die volle

Altersrente.

1.3 Wann es volle Altersrente gibt

Während früher viele Berufstätige schon

mit 60 offiziell und ohne Abzüge Rente

bekamen, können die meisten künftig

erst ab 67 mit der vollen Altersrente

rechnen. Ab 2012 wird das Rentenalter

schrittweise von heute 65 auf 67 Jahre

erhöht. Folge: Lediglich langjährig Versicherte

mit mindestens 45 Pflichtbeitragsjahren

können weiterhin mit 65 ohne Abschläge

in Rente gehen. Im Jahr 2012 wird

der erste Geburtsjahrgang (1947) länger

arbeiten – oder bei früherem Ruhestand

Abzüge in Kauf nehmen müssen. Der Geburtsjahrgang

1958 erhält dann erst mit

66 Jahren Regelaltersrente; ab Jahrgang

1964 (und jünger) gibt es erst mit 67 Jahren

volle Altersrente (siehe Tabelle).

Beispiel: Wer zwei Jahre vorgezogene

Altersrente bekommt, büßt lebenslang

7,2 Prozent der Rente ein (24 Monate x

0,3 Prozent). Übrigens: Berechnet wird

der Abschlag auf Basis des Rentenanspruchs,

der bis zu dem Tag erworben

wurde, an dem die Frührente tatsächlich

beginnt. Unterm Strich ist die

Einbuße aber größer als die jeweilige

Prozentzahl, weil ja durch die Frührente

noch mehrere Jahre Beitragszeiten

fehlen.

Wer künftig früher in Rente gehen will,

muss sich für jeden Monat, den er vor Erreichen

seiner persönlichen Regelaltersgrenze

in Rente geht, 0,3 Prozent Abzug

von seiner Rente gefallen lassen. Dies gilt

dann für die gesamte Bezugsdauer der

gesetzlichen Rente.

Geburtsjahr Anhebung um Rentenstart

1947 1 Monat 65 + 1 Monat

1948 2 Monate 65 + 2 Monate

1949 3 Monate 65 + 3 Monate

1950 4 Monate 65 + 4 Monate

1951 5 Monate 65 + 5 Monate

1952 6 Monate 65 + 6 Monate

1953 7 Monate 65 + 7 Monate

1954 8 Monate 65 + 8 Monate

1955 9 Monate 65 + 9 Monate

1956 10 Monate 65 + 10 Monate

1957 11 Monate 65 + 11 Monate

1958 12 Monate 66

1959 14 Monate 66 + 2 Monate

1960 16 Monate 66 + 4 Monate

1961 18 Monate 66 + 6 Monate

1962 20 Monate 66 + 8 Monate

1963 22 Monate 66 + 10 Monate

ab 1964 2 Jahre 67

Anhebung der Altersgrenze

auf 67 Jahre

Tipp:

Details zu Altersgrenzen

und Übergangsregelungen

nennen insbesondere

Broschüren

wie „Die richtige

Altersrente für Sie“,

die immer wieder

aktualisiert werden

und die es kostenlos

bei allen Rentenversicherungsträgern

gibt. Sie können

auch per Internet

bestellt oder direkt

auf Ihren PC heruntergeladen

werden:

www.drv-bund.de

7


1 Was die gesetzliche Rentenversicherung zahlt

So viel dürfen Teil-Rentner

dazuverdienen 1

Höhe der Rente

Erlaubter Brutto-Hinzuverdienst bei einem

Bruttoeinkommen vor der Regelaltersgrenze

für Durchschnittsverdiener

Alte Bundesländer: Durchschnittsverdienst 2.522 Euro

Volle Rente

bis 400 Euro

2/3-Rente

996 Euro

1/2-Rente

1.456 Euro

1/3-Rente

1.916 Euro

Neue Bundesländer: Durchschnittsverdienst 2.522 Euro

Volle Rente

bis 400 Euro

2/3-Rente

884 Euro

1/2-Rente

1.292 Euro

1/3-Rente

1.700 Euro

1

Grenzen gelten nur bis zum 65. Geburtstag (künftig bis 67); danach kann unbeschränkt hinzuverdient werden.

Datenquelle: DRV Bund, Stand: 1.1.2011

Ungestraft darf man als Rentner unter 65

(künftig 67) höchstens 400 Euro hinzuverdienen,

Stand 2011. Innerhalb eines Jahres

darf diese Grenze höchstens in zwei

Monaten und maximal um das Doppelte

überschritten werden (also höchstens

800 Euro). Ist die Arbeit einträglicher, so

wird die volle Rente in eine Teil-Rente gekürzt.

Je nach Arbeitseinkommen werden

dann nur ein Drittel, die Hälfte oder zwei

Drittel der vollen Rente ausgezahlt; der

Rest verfällt. Je geringer der ausgezahlte

Rentenanteil, desto größer die Beträge,

die Sie hinzuverdienen dürfen. Hier die

groben Einkommensgrenzen, bei denen

Hinzuverdienst die Rente nicht schmälert

(siehe Tabelle oben).

Wichtiger Hinweis: Hinzuverdienstgrenzen

gibt es nicht nur bei der

Altersrente, sondern auch bei der

Invaliditäts- und Hinterbliebenenrente.

Die Details erfahren Sie bei Ihrem

Rentenversicherungsträger. Faustregel

bei Erwerbsminderungsrente: Auch hier

sind maximal 400 Euro erlaubt.

1.4 Förderung privater Vorsorge durch

den Staat – Kurzüberblick

• Ab 2030 müssen sich neu hinzukommende

Altersrentner darauf einstellen,

nur noch 43 Prozent ihres letzten

Bruttoeinkommens als Rente vor Sozialabgaben

und Steuern zu erhalten.

Davon sind künftig außerdem vermehrt

Gesundheits- und Pflegekosten zu

bestreiten. Wenn Sie im Ruhestand

noch zur Miete wohnen, kann es

schnell knapp werden. Ein Beispiel:

Sie bezahlen heute 600 Euro Miete pro

Monat. Bei einer Mietsteigerung von

nur einem Prozent pro Jahr bedeutet

dies, dass in 20 Jahren 732 Euro Miete

monatlich zu überweisen sind. Diese

monatlichen Fixkosten sind dann aus

den schmaleren Bezügen im Ruhestand

zu bezahlen. Ohne zusätzliche

Altersvorsorge – privat oder über den

Arbeitgeber angespart – wird es also

finanziell im Alter knapp. Da eine Zusatzrente

für viele zwingend nötig wird,

verbietet sich riskante Zusatzvorsorge.

Gefragt ist einzig und allein sichere

8


1 Was die gesetzliche Rentenversicherung zahlt

Altersvorsorge, bei der der Staat hilft.

Am wichtigsten: die Riester-Rente.

Wer Pflichtbeiträge zur gesetzlichen

Rentenversicherung einzahlen muss

und ergänzend privat vorsorgt, hat

durch die Zahlungen aus dem Riester-

Vertrag höhere Einnahmen im Alter.

Der Staat fördert diese freiwillige

private Altersvorsorge, damit Sie die

Kürzungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung

ausgleichen können.

Wenn Sie Ihren Lebensstandard auch

im Ruhestand halten möchten, dann

ist allerdings eine ergänzende private

Eigenvorsorge unverzichtbar. Riester

allein sichert kein angemessenes Rentenniveau.

Die Initiative geht auf den

früheren Bundesarbeitsminister Walter

Riester zurück – daher die Bezeichnung

„Ries ter-Rente“. Diese Form der privaten

Altersvorsorge stellen wir Ihnen

in den Kapiteln 2 und 3 ausführlich vor.

• Jedermann, also auch ein Unternehmer,

kann private Vorsorge über die

sogenannte Basisrente steuerbegünstigt

ansparen. Perspektivisch bleiben

bis zu 20.000 Euro Einzahlung pro

Jahr als Sonderausgaben von der

Einkommensteuer abziehbar. Die

spätere Auszahlung ist tendenziell

voll zu versteuern. Diese Form der privaten

Vorsorge – nach ihrem Erfinder,

dem Wirtschaftsprofessor Bert Rürup,

auch „Rürup-Rente“ genannt – wird

in diesem Ratgeber nicht dargestellt.

Da diese Förderung über einen Sonderausgabenabzug

läuft, ist sie vor

allem für Selbstständige geeignet, die

nicht in die gesetzliche Rentenversicherung

einzahlen. Diese Gruppe

hat ansons ten kaum die Chance zu

steuerbegünstigter Altersvorsorge.

Sie haben innerhalb der Sparkassen-

Finanzgruppe die Auswahl zwischen

zwei Produktlösungen: der Sparkassen-

BasisRente – einer kapitalgedeckten

privaten Rentenversicherung – und der

fondsbasierten Deka-BasisRente. Falls

Sie mehr darüber wissen wollen, fragen

Sie Ihre Beraterin oder Ihren Berater

bei Ihrer Sparkasse.

1.5 Zusätzlich zur Altersrente:

Invaliden- und Hinterbliebenenrente

Neben der Altersrente zahlt die gesetzliche

Rentenversicherung in begrenztem

Umfang auch bei Invalidität sowie bei

Tod des versicherten Ehepartners bzw.

Elternteils.

Invalidenrente:

Schon seit 2001 gilt: Statt der früheren

Rente wegen Berufsunfähigkeit (BU)

und Erwerbsunfähigkeit (EU) gibt es nun

Rente wegen Erwerbsminderung. Volle

Rente wird immer dann gezahlt, wenn

wegen Krankheit oder Behinderung nur

noch weniger als drei Stunden täglich

gearbeitet werden kann. Für die halbe

Rente müssen Sie aus gesundheitlichen

Gründen in der Lage sein, mindestens

drei, aber weniger als sechs Stunden

tägliche Arbeit zu schaffen. Die Rente

wird längstens für drei Jahre gezahlt

(erst ab 7. Monat nach Eintritt der Erwerbsminderung).

Nur wenn ohne jeden

Zweifel feststeht, dass die Leistungsminderung

in Zukunft nicht mehr behoben

werden kann, ist es möglich, die Rente

unbefristet zu bewilligen.

Private Vorsorge – wichtig

für die ganze Familie

9


1 Was die gesetzliche Rentenversicherung zahlt

Immerhin gibt es eine altersmäßige

Vertrauensschutzregelung: Für alle, die

vor dem 2. Januar 1961 geboren sind,

gilt der „Berufsschutz“ der früheren Rente

wegen Berufsunfähigkeit weiter. Wenn

also weder der bisherige Beruf noch eine

zumutbare andere Tätigkeit mindestens

sechs Stunden täglich ausgeübt werden

kann, besteht Berufsunfähigkeit. In diesem

Fall gibt es die halbe Rente wegen

Erwerbsminderung.

Wichtiger Hinweis:

Die Versorgungslücke sollte zwingend

durch Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung

geschlossen

werden.

Hinterbliebenenrente:

Witwen bzw. Witwer bekommen für die

ersten drei Monate nach dem Todesfall

die volle Rente – so als würde der Verstorbene

noch leben. Nach den drei Monaten

gilt: Maßstab für die Höhe der Witwenrente

sind die Ansprüche, die der verstorbene

Ehepartner zuletzt auf eigene Rente

hatte. Entweder sind es noch 60 Prozent

(„große“ Witwenrente) oder nur 25 Prozent

(„kleine“ Witwenrente).

Die große Witwenrente wird gekürzt, und

zwar für neu geschlossene Ehen sowie

für Ehen, in denen beide Partner jünger

als 40 Jahre sind (Geburtsstich tag:

2. Januar 1962): Statt 60 Prozent der

Rentenansprüche des Verstorbenen

gibt es nur noch 55 Prozent. Die kleine

Witwenrente bleibt bei 25 Prozent, wird

aber für manche befristet: Ist die Witwe

jünger als 45, nicht berufstätig (und nicht

erwerbsgemindert) und ohne Kind unter

18, wird die Witwenrente auf zwei Jahre

begrenzt. Hinterbliebene mit eigenem

Einkommen erhalten nur anteilig Witwenrente.

Es gibt zwar den Freibetrag von

rund 725 Euro (Ost: 643 Euro), aber er

wird nicht nur durch Arbeitseinkünfte aufgezehrt,

sondern auch durch alle anderen

Einkünfte wie Kapitalerträge, Miet- oder

Pachteinnahmen und private Altersvorsorgeansprüche

(außer Riester-Verträge).

Fazit: Alle ab 2002 Verheirateten haben

schlechteren Hinterbliebenenschutz

aus der gesetzlichen Rentenversicherung

zu erwarten als ältere Ehepaare.

Hier ist zusätzliche private Vorsorge –

z. B. mit einer Risikolebensversicherung

– dringend angeraten.

Unterschiede bei der Witwenrente

• Große Witwenrente

• Witwe/Witwer ist mindestens

45 Jahre alt

• oder selbst berufs-/erwerbsunfähig

• oder hat mindestens ein Kind unter

18 zu erziehen (bei behindertem

Kind auch darüber hinaus)

• Kleine Witwenrente

• alle anderen hinterbliebenen

Ehepartner

Übrigens: Kinder von verstorbenen

Mitgliedern der gesetzlichen Rentenversicherung

erhalten Waisenrente –

maximal bis zum Alter von 25 Jahren.

Details nennt die Broschüre „Hinterbliebenenrente:

Hilfe in schweren Zeiten“, die

immer wieder aktualisiert wird und die es

kostenlos bei allen Rentenversicherungsträgern

gibt. Sie kann auch per Internet

bestellt oder direkt auf den PC heruntergeladen

werden: www.drv-bund.de

10


2 So fördert der Staat die private Vorsorge

2 So fördert der Staat

die private Vorsorge

2.1 Grundzüge der Riester-Förderung

Das Altersvermögensgesetz (AVmG)

regelt, dass die kapitalgedeckte private

Vorsorge (Riester-Rente) mit einem bestimmten

Prozentsatz des individuellen

Bruttoeinkommens gefördert wird. Seit

2008 ist die höchste Förderstufe erreicht.

Begünstigt sind Einzahlungen in den

Riester-Vertrag bis zu einer Höhe von vier

Prozent des individuellen Bruttoeinkommens

des jeweiligen Vorjahres, maximal

jedoch 2.100 Euro Einzahlungen in den

Riester-Vertrag. Eine Dynamisierung ist

bisher nicht vorgesehen.

Seit dem Jahr 2008 wird Wohneigentum

mit Wohn-Riester gefördert. Damit wird

die traditionell beliebteste Altersvorsorge

der Deutschen gleichberechtigt wie die

Geldrente unterstützt. Wohneigentum

ist für die meisten Menschen ein sicherer

Wert speicher. Die Lebensqualität gibt

es bereits ab Beginn des Bezugs der

eigenen vier Wände – in Deutschland

im Schnitt im Alter von knapp vierzig

Jahren – kostenlos dazu.

Wer in den Riester-Vertrag einzahlt,

erhält vom Staat zunächst eine Zulage.

Die Zulage setzt sich zusammen aus der

Grundzulage für jeden Anleger und der

Kinderzulage (nur für kindergeldberechtigte

Kinder). Bei Ehegatten wird die

Kinderzulage der Mutter zugeordnet, es

sei denn, sie soll auf Antrag beider Eltern

dem Vater zustehen.

Außerdem können die Ausgaben für die

Riester-Rente bis zu einem bestimmten

Höchstbetrag in der Einkommensteuererklärung

als Sonderausgaben geltend

gemacht werden. Dazu gibt es die Anlage

AV (Altersvorsorge) zur Steuererklärung.

Die Höchstgrenze für den Sonderausgabenabzug

liegt seit 2008 bei 2.100 Euro.

Fällt der dadurch entstehende Steuervorteil

höher aus als die Zulagen, erstattet

das Finanzamt automatisch die Differenz.

Wichtig: Diese Erstattung erfolgt nicht

auf das entsprechende Konto des Altersvorsorgevertrages.

Neben der Förderung durch Erlass von

Einkommensteuer wird auch der Wertzuwachs

während der Ansparphase nicht

besteuert. Es fällt also keine Abgeltungsteuer

an (Kapitel 4). Erst in der

Auszahlungsphase wird die Rente zu 100

Prozent der individuellen Einkommensteuer

unterworfen.

Selbst ohne staat liche Förderung, etwa

für die Masse der Unternehmer, kann

die Riester-Rente interessant sein.

Wer mindestens zwölf Jahre einzahlt

und den Rentenbeginn frühestens im

11


2 So fördert der Staat die private Vorsorge

Tipp:

Um die Förderung

nicht verfallen zu

lassen, sollten

Sparer am besten

einen Dauerzulagen-

Antrag bei ihrem

Riester-Anbieter

stellen. Dann wird

das Geld automatisch

jedes Jahr

beantragt und dem

Vertrag gutgeschrieben.

60. Lebensjahr startet, muss den Gewinn

aus der Anlage nur zur Hälfte mit dem

persönlichen Einkommensteuersatz versteuern

(sogenannte 12/60-Regelung).

Das ist praktisch immer günstiger als

die Abgeltungsteuer in Höhe von rund

26,4 Prozent der Erträge. Solche „ungeförderten“

Riester-Verträge lohnen nur,

wenn man tatsächlich bis zum 60. Lebensjahr

den Sparvorgang durchhält, da bei

vorzeitigem Ausstieg der volle individuelle

Steuersatz angesetzt wird. Besserverdiener

kommen ganz einfach zur

ungeförderten Riester-Rente: Sie brauchen

bloß mehr in ihren Riester-Vertrag

einzahlen als staatlich gefördert wird

(2.100 Euro), also zum Beispiel 2.600

Euro pro Jahr und mehr („Überzahlung“).

Bitte beachten Sie: Für gezielte Überzahlungen

bzw. die Aufnahme auch ungeförderter

Sparbeträge eignet sich der

Riester-Ratensparvertrag Sparkassen-

VorsorgeFlexibel (siehe auch Kapitel 3.2).

Diese Vertragsform ist gerade unter

steuerlichen Aspekten für Sparer, die

keine Riester-Förderung bekommen, ideal.

Für alle, die lieber in Investmentfondsanteilen

ansparen möchten, gibt es ein

entsprechendes Produkt der DekaBank,

nämlich den Deka-ZukunftsPlan (siehe

auch Kapitel 3.3).

Eine Beteiligung des Arbeitgebers an der

Riester-Rente ist gesetzlich nicht vorgesehen.

Arbeitgeber können sich jedoch

freiwillig oder im Rahmen von Tarifverträgen

beteiligen.

Die Riester-Rente ist bei der Altersvorsorge

eines der wenigen Steuersparmodelle

für Normalverdiener. Seit dem Start

im Jahr 2002 stiegen rund 14,6 Millionen

Deutsche in die private Altersvorsorge

mittels Riester-Rente ein. Allein im Jahr

2010 wurden insgesamt 1,14 Millionen

neue Riester-Verträge geschlossen. Laut

einer Befragung des Deutschen Instituts

für Altersvorsorge (DIA) will ein Viertel

der Befragten, die noch nicht ausreichend

vorgesorgt haben, innerhalb eines Jahres

in die private Altersvorsorge investieren.

Dabei wird von mehr als der Hälfte die

Riester-Rente als mögliche Vorsorgeform

favorisiert.

Die Riester-Rente lohnt sich für alle

Förderberechtigten.

Als wichtige Kriterien gelten für den

Sparvertrag:

• Der Anbieter muss garantieren, dass

der gesamte eingezahlte Beitrag zu

Beginn der Auszahlungen im Rentenalter

auch wirklich zur Verfügung steht.

Das Geld darf also nicht verspekuliert

worden sein.

• Zudem darf man sich später das Kapital

– frühestens ab 60 – ohne Verlust

der Riester-Förderung nicht komplett

auszahlen lassen (maximal: 30 Prozent),

sondern zumeist als etwa gleich

bleibende monatliche Zusatzrente bis

an sein Lebensende.

Nur wenn alle Anforderungen an das

Produkt erfüllt sind, gibt es ein staatliches

Zertifikat. Die Zertifizierung

kann im Internet nachgeprüft werden

(www.bafin.de).

Die Riester-Rente bietet gegenüber

anderen Anlagen einige Vorteile. So

zählt das riestergeförderte Kapital bei

späterer Bedürftigkeit und Beantragung

12


2 So fördert der Staat die private Vorsorge

von Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe

zum Schonvermögen. Nachteil: Ab

Beginn des Rentenalters endet dieser

Schutz vor dem Zugriff des Staates.

Wer als Geringverdiener später auf die

Grundsicherung angewiesen ist, dessen

private Riester-Rente wird ebenso wie

alle anderen Vermögensanlagen darauf

angerechnet. Im Zweifel wird die angesparte

Riester-Rente, die mit bis zu 90

Prozent Staatshilfe aufgebaut wird, dann

wieder „weggenommen“. Dennoch gibt

es zur privaten Vorsorge keine Alternative:

Nicht nur die Höhe der gesetzlichen

Rente dürfte sinken, sondern auch Kürzungen

der Grundsicherung im Alter sind

keineswegs auszuschließen.

Wichtiger Hinweis: Die Riester-Förde -

rung ist stets nur als Ersatz für gesetz -

liche Rentenkürzungen der Rentenreform

2002 gedacht. Wer keine Riester-

Vorsorge betreibt, erlebt also faktisch

eine Rentenkürzung. Obwohl es sich

um eine sehr sichere Form der zusätzlichen

Altersvorsorge handelt, soll es

noch immer Bundesbürger geben, die

bisher nichts von der Riester-Rente gehört

haben. Ebenfalls bedenklich: Etwa

20 Prozent aller Riester-Sparer vergessen,

ihre Zulage zu beantragen. Damit

entgehen den Bundesbürgern viele

Millionen Euro allein an Grundzulage.

2.2 Wer wird gefördert?

Gefördert wurde ursprünglich jeder, der

Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung

zahlen muss. Das sind insbesondere

Arbeitnehmer und alle pflichtversicherten

Selbstständigen, darunter

Handwerksmeister in den ersten 18 Jahren

ihrer Selbstständigkeit. Dazu gehören aber

auch Mini-Jobber – bis 400 Euro Monatseinkommen,

die freiwillig selbst Beitrag in

die Rentenkasse einzahlen. Zur Erinnerung:

Bei 400-Euro-Beschäftigten zahlt der

Arbeitgeber 12 Prozent in die Rentenkasse

ein, der Arbeitnehmer kann freiwillig bis

zur vollen Höhe des Rentenbeitragssatzes

(2011: 19,9 Prozent) aufstocken.

Mit Riester-Förderung kann inzwischen

aber ein viel größerer Kreis rechnen als

zum Start 2002. Selbst Beamte, die gar

kein Geld in die Rentenkasse einzahlen,

aber deren „Ruhegehälter“ auch abgeschmolzen

werden, haben Anspruch auf

Riester-Förderung.

Wer Anspruch auf Riester-Rente hat

• Pflichtmitglieder in der gesetzlichen

Rentenversicherung, darunter:

• Auszubildende und Arbeitnehmer,

• Empfänger von Arbeitslosengeld I

und II (Hartz IV),

• Bezieher von Kranken-, Verletzten-,

Übergangs- und Unterhaltsgeld,

• nicht erwerbstätige Mütter oder

Väter während der dreijährigen

Kinder erziehungszeit,

• Wehr- und Freiwilligendienstleistende,

• Pflichtversicherte Selbstständige

(z. B. Handwerker, Hebammen,

Künstler),

• 400-Euro-Jobber, wenn sie ihre

Pauschalbeiträge zur Rentenkasse

erhöhen,

• nicht gewerbsmäßig tätige Pflegepersonen,

• arbeitnehmerähnliche Selbstständige,

• Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst

mit Anspruch auf Zusatzversorgung,

Tipp:

Die Zertifizierung

ist jedoch kein

staatliches Gütesiegel.

Ein Vertrag

mit Zertifizierungsnummer

garantiert

also nicht, dass

der Anbieter die

Leistungen in der

versprochenen

Höhe auch tatsächlich

erbringen kann.

Ob das Angebot

lohnt, muss der

Anleger vorher selber

durch Vergleich

mehrerer Anbieter

herausbekommen.

Dabei helfen auch

die Berater in Spar -

kassen und bei den

öffentlichen Versicherern.

13


2 So fördert der Staat die private Vorsorge

Auch Mini-Jobber können

die Förderung bekommen.

Tipp:

Wer nicht direkt

gefördert wird, kann

durch die Hintertür

doch in den Genuss

der Förderung kommen

– als Ehepartner

einer geförderten

Person, sofern beide

gemeinsam steuerlich

veranlagt werden

(so genannter abgeleiteter

Zulagenanspruch).

Das bedeutet

zum Beispiel für

eine Hausfrau: Sie

muss theoretisch

keinerlei eigenen

Beitrag aufwenden,

sondern kann sich

ausschließlich die

Zulage (Förderung)

überweisen lassen.

Ab 2012 muss jeder

mindestens 60 Euro

Eigenbeitrag pro

Jahr einzahlen.

• Beamte, Richter und Empfänger von

Amtsbezügen,

• Berufs- und Zeitsoldaten,

• Ehepartner, falls der Gatte die Förderung

erhält (abgeleitete Förderung)

Alle anderen werden nicht gefördert, insbesondere

die meisten Unternehmer, freiwillig

gesetzlich Rentenversicherte und Angehörige

berufsständischer Versorgungseinrichtungen,

etwa Ärzte, Rechtsanwälte,

Steuerberater, Zahnärzte und Architekten.

2.3 Wie hoch ist die Förderung?

Die Privatvorsorge fördert der Staat durch

zwei unterschiedliche Töpfe: eine Zulage

und/oder einen Sonderausgaben abzug.

Arbeiter und Angestellte mit nied rigem

oder mittlerem Jahreseinkommen erhalten

eine Zulage, die nach Antrag vom Finanzamt

dem begünstigten Vertrag gutgeschrieben

wird: pro Jahr bis zu 154 Euro (Ehepaare bis

308 Euro); hinzukommen bis zu 185 Euro pro

Jahr für jedes Kind, das vor 1985 geboren

wurde (für Neu geborene ab 2008: 300 Euro).

Die Einzahlungen auf den Riester-Vertrag

können zudem als Sonderausgaben bei der

Steuererklärung geltend gemacht werden.

Dieser Sonderausgabenabzug beträgt

maximal 2.100 Euro im Jahr (Ehepaare bis

4.200 Euro). Ist der Steuervorteil größer

als die Zulage, erstattet das Finanzamt die

Differenz. Vor allem für Besserverdienende

ergeben sich dadurch Steuervorteile.

Der Clou: Die Beiträge kommen aus unversteuertem

Einkommen, verringern also das

zu versteuernde Jahreseinkommen. Je

höher die Anlagesumme, desto höher die

Steuerersparnis – bis zu den genannten

Höchstgrenzen.

Personen unter 25 Jahren erhalten zudem

eine einmalige Erhöhung der Grundzulage,

den sogenannten Berufseinsteigerbonus,

in Höhe von 200 Euro.

Die volle Zulage wird nur gewährt, wenn

der Riester-Sparer einen eigenen Sparbeitrag

erbringt. Dieser Sparbeitrag wird

auch Mindesteigenbeitrag genannt.

Dieser beträgt mindestens 4 Prozent des

sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens,

abzüglich der Zulagen.

Bei geringem Einkommen und hohem

Zulagenanspruch kann es passieren, dass

allein die Zulagen den Prozentsatz des

sozialversicherungspflichtigen Einkommens

erreichen oder übersteigen. Dann

ist – um die volle Zulage zu erhalten – ein

Sockelbetrag als Mindesteigenbeitrag zu

leisten. Dieser beträgt einheitlich 60 Euro

jährlich.

Wird der Mindesteigenbeitrag nur teilweise

erbracht, wird die Zulage prozentual

gekürzt. Leistet der Sparer beispielsweise

nur 50 Prozent seines Mindesteigenbeitrags,

dann erhält er auch nur 50

Prozent der Zulage. Auch der Berufseinsteigerbonus

wird prozentual gekürzt,

sofern der Mindesteigenbeitrag nicht in

voller Höhe eingezahlt wird.

14


2 So fördert der Staat die private Vorsorge

Förderung pro Jahr

Höhe

Die Riester-Förderung

im Überblick

Grundzulage

bis 154 Euro

Kinderzulage 1 185 Euro (300 Euro bei Geburt ab 2008)

Berufsanfänger bis 25 einmalig 200 Euro (seit 2008)

Sonderausgabenabzug bis 2.100 Euro 2

1

Voraussetzung: es wird auch Kindergeld gewährt

2

Ehepaare das Doppelte

Beispiel: Ein Single ohne Kind und

einem rentenversicherungspflichtigen

Brutto-Einkommen des Vorjahres (2010)

in Höhe von 40.900 Euro spart 2011

insgesamt 1.636 Euro an (= 4 Prozent).

Damit hat er Anspruch auf

die volle Grundzulage von 154 Euro. Hier

würde von Amts wegen eine zusätzliche

Entlastung als Sonderausgabe (nach

§ 10a EStG) in Höhe von 420 Euro gewährt.

Hintergrund: Ist der Sonderausgabenabzug

günstiger als die Zulage,

wird die Steuerersparnis erstattet. Macht

im Beispiel einen Gesamtzuschuss des

Staates von 574 Euro für den Riester-

Beitrag von insgesamt 1.636 Euro pro

Jahr – falls der Anleger insgesamt so viel

auf die hohe Kante legt.

Die Zeitschrift Finanztest hat bei Wohn-

Riester (siehe Kap. 3.4) im Dezember

2010 eine Förderung von 25.100 Euro

für eine Familie mit 50.000 Euro Brutto-

Jahreseinkommen und zwei Kindern

errechnet. Wird die Riester-Förderung

für die Tilgung des Wohnbau-Darlehens

verwendet, dann wird der Erwerber der

eigenen vier Wände deutlich schneller

schuldenfrei. Über die Laufzeit des Darlehens

führt das zu einer spürbaren Entlastung:

Die Immobilie wird um mehrere

Jahre schneller entschuldet. Handfeste

Vorteile von Wohn-Riester!

Die Riester-Rente ist für jeden attraktiv!

Wie die folgenden Tabellen zeigen, profitieren

insbesondere Geringverdiener und

kinderreiche Familien aufgrund hoher

Zulagen, aber auch Gutverdiener über die

mit der Riester-Förderung verbundene

zusätzliche Steuer ersparnis.

Der Zulagenanspruch einer Familie mit

zwei kindergeldberechtigten Kindern,

die vor 2008 geboren sind, und einem

Ein kommen in Höhe von 40.000 Euro

beträgt beispielsweise 678 Euro (zwei

Grundzu lagen in Höhe von 154 Euro

und zwei Kinderzulagen in Höhe von

185 Euro). Der Förderanteil beträgt

damit 42 Prozent der gesamten Sparleistung.

Aber auch ein Alleinstehender

mit 40.000 Euro Ein kommen kann

immerhin einen Förderanteil von

36 Prozent erreichen, da er neben der

Grundzulage in Höhe von 154 Euro

noch eine zusätzliche Steuerersparnis

von 427 Euro erhält.

Eine Beispielrechnung für eine Alleinerziehende

(Frau A.) veröffentlichte das

Bundesfinanzministerium. Annahmen:

Abschluss des Riester-Vertrags 2008,

Zwillinge geboren im selben Jahr,

Elternzeit 6 Jahre, davor und danach

Bruttoeinkommen 20.000 Euro. Frau A.

bekommt demnach im Jahr 154 Euro

Grundzulage plus 600 Euro Kinderzulage.

Ihr Eigenbeitrag beläuft sich auf

jährlich 60 Euro. Bei einer angenommenen

Verzinsung des Riester-Kapitals

von 3 Prozent p. a. summiert sich das

Guthaben von Frau A. Ende 2030 auf

27.209 Euro. In diesem Betrag sind

neben den Zinsen enthalten:

der Eigenbeitrag von Frau A. in Höhe

von insgesamt 1.380 Euro

• die staatlichen Zulagen in Höhe von

17.342 Euro.

Frau A. kann also mit einer sehr hohen

Förderquote von knapp mehr als 90

Prozent rechnen. Allerdings gehen davon

noch Kosten des Riester-Anbieters ab.

15


2 So fördert der Staat die private Vorsorge

Die Kinderzulage macht

das Riester-Sparen noch

attraktiver.

Riester-Förderung

Ehepaar

Ehepaar (nur ein Partner erwerbstätig),

beide mit einem eigenen Altersvorsorgevertrag, 2 Kinder (beide vor dem 01.01.2008 geboren)

Rentenversicherungspflichtiges

Einkommen

in €

Zulagen

gesamt

in €

Eigenbeitrag

in €

Sparleistung

gesamt

in €

zusätzl.

Steuerersparnis

in €

Förderanteil

in %

15.000,– 678,– 60,–* 738,– – 92

25.000,– 678,– 322,– 1.000,– – 68

40.000,– 678,– 922,– 1.600,– – 42

50.000,– 678,– 1.322,– 2.000,– – 34

75.000,– 678,– 1.422,– 2.100,– 9,– 33

* Sockelbetrag in Höhe von 60,– €, der als Mindesteigenbeitrag benötigt wird, um die volle Zulage zu erlangen.

Quelle: BMF

Riester-Förderung

Alleinstehender

Alleinstehend, keine Kinder

Rentenversicherungspflichtiges

Einkommen

in €

Zulagen

gesamt

in €

Eigenbeitrag

in €

Sparleistung

gesamt

in €

zusätzl.

Steuerersparnis

in €

Förderanteil

in %

15.000,– 154,– 446,– 600,– – 26

25.000,– 154,– 846,– 1.000,– 141,– 30

40.000,– 154,– 1.446,– 1.600,– 427,– 36

50.000,– 154,– 1.846,– 2.000,– 663,– 41

75.000,– 154,– 1.946,– 2.100,– 776,– 44

Werte jeweils berechnet auf die Förderung ab dem Jahr 2008, 4 % des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens,

höchstens 2.100,- €.

Quelle: BMF

16


2 So fördert der Staat die private Vorsorge

2.4 Welche Anlageformen werden

gefördert?

Gefördert werden nur staatlich zertifizierte

Produkte mit regelmäßigen

Einzahlungen wie z. B. private Rentenversicherungen,

Fondsanlagen, Sparpläne,

Bausparverträge oder Baudarlehen

(Kapitel 3). Gegenüber klassischen

Angeboten gibt es – wie schon erwähnt

– einige besondere Anforderungen. So

muss der Anbieter garantieren, dass der

gesamte eingezahlte Beitrag zu Beginn

der Auszahlungen im Rentenalter (zumeist

mit 60, in den Folgejahren wahrscheinlich

erst ab 62) auch wirklich zur

Verfügung steht (Beitragsgarantie).

Seit 1. Januar 2008 kann aus Riester-

Verträgen mehr Angespartes als zuvor

für selbst genutztes Wohneigentum in

Deutschland entnommen werden (Eigenheimrente).

Zum anderen werden aber

auch Bausparverträge und Baudarlehen

direkt gefördert. Das ist neu und stellt

die Riester-Förderung auf eine wesentlich

breitere Grundlage.

Statt einen Geld-Riester-Vertrag abzuschließen,

dessen Ziel die Auszahlung

einer Geldrente im Alter ist, kann der

Kunde jetzt für seine eigenen vier Wände

direkt Zulagen für das Vorsparen zur

Eigenkapitalbildung auf einem Bausparvertrag,

zur Tilgung von Baudarlehen

bzw. Steuernachlässe erhalten. So wird

die Eigenheimrente seit 2008 durch den

Staat gezielt gefördert. Wenn Sie im

Alter in den entschuldeten eigenen vier

Wänden leben, sparen Sie die Miete. Das

entlastet das Haushaltsbudget im Alter

deutlich. Diese Ersparnis ist die Eigenheimrente.

Der Vorteil wird nachgelagert

besteuert – entweder über 25 Jahre

jährlich oder einmalig auf 75 Prozent des

geförderten Kapitals mit dem individuellen

Steuersatz ( Abschnitt 3.4).

2.5 Wie die Förderung konkret organisiert

wird

Begünstigte Anleger suchen sich zunächst

einen Anbieter aus, also ein

Kreditinstitut – z. B. eine Sparkasse,

Fonds gesellschaft oder einen Versicherer

bzw. eine Bausparkasse oder einen

anderen Wohn immobilien-Finanzierer.

Nachdem der Riester-Vertrag unterschrieben

ist, hat der Anleger Anspruch

auf eine jähr liche Bescheinigung, die

folgende Angaben enthalten muss:

• Höhe der im abgelaufenen Beitragsjahr

geleisteten Beiträge,

• Summe der bis zum Jahresende gutgeschriebenen

Zulagen,

• Summe der bis zum Jahresende geleisteten

Beiträge insgesamt und den

Stand des Riester-Kontos.

Um überhaupt Zulagen zu bekommen,

erhalten Anleger von ihrem Riester-

Anbieter bei Vertragsabschluss oder

nach Ablauf des ersten Beitrags jahres

ein Antragsformular. Das müssen sie

ausgefüllt an das Kreditinstitut, die

Fondsgesellschaft, den Versicherer oder

Wohn-Riester-Finanzierer zurückschicken.

Der Anbieter reicht den Antrag dann an

das Zulagen-Amt weiter. Dort wird die

konkrete Zulage errechnet und die Auszahlung

an den Anbieter veranlasst.

17


2 So fördert der Staat die private Vorsorge

Tipp:

Die Zulage muss

innerhalb von zwei

Jahren nach Ablauf

des Beitragsjahres

beantragt werden.

Für das Jahr 2010

also spätestens bis

zum Ende 2012. Dies

gilt auch für alle

diejenigen, die die

steuerliche Förderung

im Rahmen der

Einkommensteuerveranlagung

geltend

machen wollen.

Riester-Kunden

bekommen bei der

Einrichtung des

Zulagen-Dauerauftrages

auch Hilfe

der Zulagenstelle im

Internet (www.zfa.

deutsche-rentenversicherung-bund.de)

– unter anderem mit

einem individuellen

Zulagen-Rechner

– sowie per kostenpflichtigem

Servicetelefon

(03381/ 21

22 23 24).

Der Anbieter hat die Zulagen unverzüglich

dem Konto des Kunden gutzuschreiben.

Das Verfahren ist vor einiger Zeit

vereinfacht worden – es genügt ein einmaliger

Dauer-Antrag auf Riester-Zulage.

Nur Änderungen in den persönlichen

Verhältnissen wie etwa die Geburt eines

Kindes müssen bei vorhandenem Dauer-

Antrag noch gemeldet werden.

2.6 Besonderheiten bei Selbstständigen

Die Riester-Rente ist primär ein Angebot

für Arbeitnehmer, die gesetzlich rentenpflichtversichert

sind. Damit bleiben die

meisten Unternehmer und Selbstständigen

außen vor. Sie können allerdings

auf die Basisrente – auch Rürup-Rente

genannt – ausweichen. Falls Sie mehr

über die Basisrente wissen wollen, fragen

Sie Ihre Beraterin oder Ihren Berater bei

Ihrer Sparkasse.

Für verheiratete Unternehmer gibt es

einen Weg durch die Hintertür zur Riester-Rente:

Im Rahmen des sogenannten

„Ehegatten-Vertrages“ erhält beispielsweise

ein selbstständig tätiger Ehemann

die Grundzulage, ohne dafür eigene Leis -

tungen zu erbringen, wenn seine Ehefrau

die Riester-Berechtigung besitzt.

Das nennt sich „abgeleitete Förderung“.

Voraussetzung: Der unmittelbar zulageberechtigte

Ehepartner zahlt mindestens

die vom Gesetzgeber geforderten

Beiträge zum Erhalt der vollen staatlichen

Förderung in seinen Altersvorsorgevertrag

ein, also den sogenannten Mindest-

Eigenbeitrag von 60 Euro pro Jahr.

Der mittelbar dann auch geförderte

Unter nehmer muss null Euro einzahlen,

sondern kann zum Beispiel ausschließlich

die Zulage kassieren, muss ab 2012 aber

Auch Selbstständige können unter bestimmten

Voraussetzungen „riestern“.

selbst auch mindestens 60 Euro jährlich

einzahlen.

Wer zu den pflichtversicherten Unternehmern

gehört, kann natürlich direkt

von der Riester-Förderung profitieren.

Dies betrifft insbesondere Handwerksmeister

in den ersten 18 Berufsjahren

sowie alle freiberuflich tätigen Künstler,

Publizisten und Lehrer. Hier empfiehlt

sich auch, die 12/60-Regelung zu nutzen

(siehe Abschnitt 2.1).

Die Riester-Rente reicht jedoch als Altersvorsorge

nicht aus, zumal die meisten

Unter nehmer nicht in die gesetzliche

Rentenkasse einzahlen und demnach

auch keine gesetzliche Altersrente zu

erwarten haben.

Das Ersparte ist bei Bedürftigkeit vor dem

Zugriff des Sozialamtes sicher, gilt aber

bei Insolvenz der Firma nur eingeschränkt

als Schonvermögen: Geschützt ist nur die

Höhe des Sozialhilfesatzes, alles andere

darf gepfändet werden. Wer als Altersrentner

bedürftig und auf Grundsicherung

18


2 So fördert der Staat die private Vorsorge

angewiesen ist, bei dem werden alle

Einkünfte angerechnet, auch die Riester-

Rente.

2.7 Die besten Riester-Tipps

Noch lassen sich viele deutsche Bürger

die Vorteile einer Riester-Rente entgehen.

Aber auch diejenigen, die bereits

eingestiegen sind, verschenken vielfach

bares Geld. Hier die besten Tipps:

Tipp Nr. 1: Für volle Zulage immer den

Mindesteigenbeitrag zahlen!

Mindestens ist der sogenannte Sockelbeitrag

von 60 Euro im Jahr einzuzahlen.

Jeder sollte prüfen, ob er tatsächlich den

Beitrag zahlt, der ihm die Zulagen in voller

Höhe ermöglicht. „Fehlenden“ Beitrag für

2011 kann man bis Ende 2011 nachentrichten:

Mit einem formlosen Schreiben

an den Anbieter bittet der Kunde darum.

Tipp Nr. 2: Zulage beantragen!

Die Beantragung der Zulagen ist maximal

für zwei Jahre rückwirkend möglich. Am

besten einen Dauerzulagen-Antrag wählen

und im Riester-Vertrag das Feld für den

Dauerzulagen-Antrag ankreuzen. Damit

wird der Riester-Anbieter bis auf Widerruf

bevollmächtigt, den Zulagen-Antrag jährlich

auf elektronischem Wege zu stellen.

Tipp Nr. 3: Zulagen-Antrag auf jeden Fall

stellen!

Viele Riester-Sparer glauben, sie bräuchten

keinen Zulagen-Antrag zu stellen, weil sie

stärker von einer Steuerersparnis als von

der direkten Zulage profitieren. Dies stimmt

aber nicht! Diese Steuerersparnis holt sich

der Kunde mit der „Anlage AV“ zur Einkommensteuererklärung.

Von den ersparten

Steuern zieht der Finanzbeamte aber in

jedem Fall die gesetzliche Zulage wieder

ab. Wer versäumt, den Antrag zu stellen,

verliert also Geld in Höhe der Zulagen.

Tipp Nr. 4: Bei Versicherungen jährlich

statt monatlich Beitrag zahlen!

Wer einen überschaubaren monatlichen

Beitrag bezahlt, sollte sich überlegen,

den Beitrag viertel-, halb- oder jährlich

zu zahlen. Dies erspart bei Riester-Versicherungen

bis zu 3 Prozent Zuschläge,

die bei monatlicher Zahlungsweise fällig

werden. Bei jährlicher Zahlungsweise

entfallen die Zuschläge.

Tipp Nr. 5: Flexibilität des Riester-

Vertrages nutzen!

Bei Zahlungsschwierigkeiten können

Sie die Beitragszahlung aussetzen. Sie

können so flexibel zahlen, wie es ihre

finanziellen Verhältnisse erlauben. Aber:

wenn der Vertrag während eines gesamten

Jahres ruht, besteht für jenes Jahr

auch kein Anspruch auf Zulage und den

Sonderausgabenabzug.

Tipp Nr. 6: Vorteile bei Vererbung

nutzen!

Riester-Verträge können zwar vererbt

werden, in vielen Fällen verlangt der

Staat dann aber die Zulagen und steuerlichen

Vorteile zurück („förderschädliche

Verwendung“); dann wird auch Erbschaftsteuer

fällig (Kapitel 5).

Positive Ausnahme: Bei Ehepaaren

darf die Witwe bzw. der Witwer die

Zulagen und Steuervorteile behalten –

falls das Vermögen auf einen eigenen

Riester-Vertrag übertragen wird.

Dieser Vertrag darf sogar erst anlässlich

des Erbes abgeschlossen werden.

Bei Riester-gefördertem Wohneigentum,

das vom überlebenden Ehepartner

weiterhin zur Altersvorsorge genutzt

wird, ändert sich nichts: Die Förderung

bleibt erhalten.

Wichtiger Hinweis

für Existenzgründer:

Wer sich selbstständig

macht und

ganzjährig selbstständig

ist, verliert

seine unmittelbare

Förderberechtigung.

Ist der Ehepartner

förderberechtigt

und bespart einen

Riester-Vertrag,

kann der Jung-

Unternehmer aber

auch weiter seinen

Riester-Vertrag

ansparen und erhält

über die abgeleitete

Förderung wiederum

Grundzulage.

19


2 So fördert der Staat die private Vorsorge

Tipp Nr. 7: Auslandsbeschränkungen

der Riester-Rente aufgehoben!

Ein aktuelles Urteil des Europäischen Gerichtshofes

bestimmt, dass Rentner ihre

Riester-Zulagen nicht zurückzahlen müssen,

wenn sie ins europäische Ausland

ziehen (Aktenzeichen C-269/07). Auch

können Grenzgänger und ihre Ehegatten

die Riester-Zulage bekommen, wenn sie

nicht hierzulande wohnen. Ganz wichtig

ist diese Bestimmung im Zusammenhang

mit riesterfinanziertem Wohneigentum.

Wohn-Riester kann nun auch für den Bau

oder den Erwerb von Wohneigentum im

EU-Ausland eingesetzt werden. Allerdings

muss es sich bei der Immobilie um die

Hauptwohnung oder den Mittelpunkt

der Lebensinteressen des Zulageberechtigten

handeln. Gelegentlich genutzte

Ferienhäuser im EU-Ausland bleiben

damit weiterhin von der Riesterförderung

ausgeschlossen.

Tipp 8: Früh beginnen, konsequent

sparen!

Beginnen Sie möglichst frühzeitig mit

dem Riester-Sparen. So profitieren Sie

optimal von der staatlichen Förderung.

Seit 2008 gibt es zusätzlich den Starterbonus

von einmalig 200 Euro für Riester-

Sparer unter 25 Jahren. Auch wenn Sie

z. B. am Beginn der Berufstätigkeit nur

kleinere Beträge zurücklegen können

oder wollen, greift der Zinseszinseffekt.

Die Länge der Laufzeit Ihres Riester-Vertrags

bestimmt ganz wesentlich den Ertrag.

Riester-Förderung und Riester-Produkte

sind auf lange Laufzeiten ausgerichtet.

Ihr Berater erklärt Ihnen gerne die Vorteile

der Riester-Förderung.

Tipp Nr. 9: Beziehen Sie Wohneigentum

ganz konkret in Ihre Überlegungen zur

Altersvorsorge ein!

Die eigenen vier Wände haben große

Vorteile:

• eine gut ausgesuchte und passende

Immobilie ist werthaltig

• bietet Sicherheit vor Inflation

• und kann nach wie vor begünstigt

an die nachfolgenden Generationen

weitergegeben werden.

Tipp Nr. 10: Allein mit der riestergeförderten

Altersvorsorge erreichen Sie

kein angemessenes Renteniveau!

Eine ergänzende private Eigenvorsorge

ist unverzichtbar. Steigen Sie in die flexible

private Altersvorsorge baldmöglichst

ein. Ihre Sparkasse bietet Ihnen Vorsorgelösungen

an, die auch ohne staatliche

Förderung attraktiv sind.

20


3 Riester-Anlageformen im Überblick

3 Riester-Anlageformen im Überblick

3.1 Riester-Versicherungsrente

Lange Zeit waren Riester-Verträge eine

Domäne der Lebensversicherer. Seit 2006

sind Investmentfonds- und Sparpläne

Alternativen zur Versicherung und haben

ihr Angebot ständig ausgeweitet. Dennoch:

Ende März 2011 standen fast 10,5

Millionen Stück Riester-Rentenversicherungen

zu Buche.

Die Versicherer kalkulieren als einzige

Anbieter eine lebenslange Rente vom

Rentenstart an. Zumeist werden Policen

abgeschlossen, die klassisch ganz überwiegend

in festverzinsliche Wertpapiere

investieren. Damit ist das Vorsorgegeld

genau so sicher wie bei jeder herkömmlichen

Lebensversicherung angelegt. Streng

genommen sogar noch etwas besser –

durch die zusätzliche staatliche Förderung.

Alternativ zur klassischen Versicherungsrente

gibt es die Möglichkeit, statt in den

Anlagestock der Versicherung in fest -

verzinsliche Wertpapiere in Investmentfonds

zu investieren. Knapp 15 Prozent

aller Riester-Rentenversicherungen wer -

den auf Fondsbasis abgeschlossen.

Damit entfällt die Mindestverzinsung

der klassischen Rentenversicherung

von 2,25 Prozent pro Jahr. Der Kunde

genießt aber auch hier wie bei Riester-

Fonds und Sparplänen die Beitragsgarantie

zu Auszahlungsbeginn; das Geld

kann also zu diesem Zeitpunkt keine

Verluste erleiden.

Zu den Garantien: Bei Riester-Rentenversicherungen

sind alle eingezahlten

Beiträge und Zulagen zum Ende der Laufzeit

garantiert, dazu die jedes Jahr neu

festgelegten und gutgeschriebenen Überschüsse.

Bei fondsgebundenen Riester-

Rentenversicherungen orientiert sich

dagegen der Anteilspreis an der aktuellen

Marktentwicklung und kann stark

schwanken. Verluste, die auch Zulagen

und Beiträge treffen können, entstehen

allenfalls beim Wechsel des Anbieters –

vor allem in den ersten fünf Jahren.

Grund: hohe Kosten für den Abschluss

und die laufende Verwaltung. Wer unzufrieden

ist, kann dennoch den Anbieter

wechseln (Abschnitt 3.2).

Die Sparkassen-Finanzgruppe bietet

hier die Sparkassen-RiesterRente der

Versicherungen der Sparkassen an. Die

Versicherer stellen Produktvarianten für

alle Anlegermentalitäten und Risikoneigungen

zur Verfügung: entweder als

klassische Rentenversicherung mit garantierter

Verzinsung oder als fondsorientierten

Riester-Vertrag. Eine lebenslange

Rentenzahlung ist bei jeder Vertragsvariante

garantiert. Bei den Varianten

Classic und Plus kennen Sie die Höhe der

garantierten Rente schon von Anfang an.

Das gibt Ihnen Planungssicherheit.

Tipp:

Beim Anbieter-

Wechsel in den

ersten fünf Jahren

kann das eingezahlte

Kapital

auch bei Riester-

Rentenversicherungen

durch die

Abschlusskosten

nahezu vollständig

verloren gehen.

Daher ist es wichtig,

von vornherein

einen leistungsstarken

Tarif zu

wählen, der einen

späteren Wechsel

überflüssig macht.

21


3 Riester-Anlageformen im Überblick

3.2 Riester-Sparplan

Riester-Sparpläne sind bisher noch nicht

so weit verbreitet wie Riester-Versicherungsrenten.

Bis Ende März 2011 bestanden

bundesweit rund 720.000 derartige

Sparpläne. Dieses Finanzprodukt bietet

einige Vorteile:

• preiswert – so gut wie nie werden

Abschlusskosten verlangt,

• flexibel und

• gut kalkulierbar sowie

• sehr sicher.

Durch staatliche Zulagen und Steuerersparnis

werden weitere Prozentpunkte an

Rendite gewonnen. Genau vorhersagen

kann die tatsächliche Rendite aber bei

einem Riester-Sparplan niemand, denn

die Verzinsung hängt in erster Linie vom

Zinsniveau am Kapitalmarkt ab.

Je nach Alter und gewünschter Laufzeit

eignen sich unterschiedliche Formen

von Riester-Sparplänen. Experten raten

generell dazu, erst ab einem etwas fortgeschrittenen

Alter einen Sparplan abzuschließen.

Grund: Für jüngere Leute sind

längere Laufzeiten möglich, die wiederum

über Riester-Fondssparpläne die Chance

auf höhere Rendite bieten. Damit ist zwar

auch ein deutlich höheres Risiko verbunden,

doch lässt sich das Börsenrisiko über

20 bis 40 Jahre relativ besser managen

(siehe Abschnitt 3.3).

Für Anleger zwischen 40 und 50 empfehlen

Verbraucherschützer Sparpläne „mit

Bonus bei zunehmender Laufzeit sowie

stufenweise Zinserhöhung“. Hier wird vor

allem die langjährige Treue des Anlegers

belohnt. Bei Sparplänen sind alle eingezahlten

Beiträge und Zulagen garantiert,

dazu die Verzinsung für das vergangene

und alle früheren Jahre. Der aktuelle Zins

ist variabel und an der aktuellen Marktentwicklung

orientiert.

Wichtig ist die Transparenz für den Kunden.

Kostenvergleich ist erste Bürgerpflicht,

um die Rendite zu optimieren.

Wer unzufrieden ist, kann den Anbieter

wechseln. Das geht bei Riester-Verträgen

so: Sie kündigen schriftlich mit einer Frist

von maximal drei Monaten zum Quartalsende.

Muster: „Hiermit kündige ich

den Riester-Vertrag Nr. … zum … ‚

31. Dezember 20… Das Kapital soll auf

folgenden neuen Riester-Vertrag Nr. …

beim Anbieter … übertragen werden.

Mit freundlichen Grüßen“.

Wird das Guthaben auf einen anderen

Riester-Anbieter unmittelbar übertragen,

bleibt die Förderung erhalten und muss

nicht zurückerstattet werden.

Die Sparkassen-Finanzgruppe bietet als

riesterfähigen Sparvertrag S-Vorsorge-

Plus an. Dabei handelt es sich um einen

Sparplan mit Zinsansammlung. Es wird

ein variabler Grundzins gewährt, der von

der Sparkasse festgelegt wird. Darüber

hinaus erhält der Kunde Bonuszinsen, die

sich in Abhängigkeit von der Spardauer

stufenweise erhöhen. Je nach Angebotsgestaltung

der Sparkasse kann am Ende

der Ansparphase ein Abschlussbonus

gewährt werden. In der Auszahlphase besteht

die Möglichkeit einer Leibrente oder

eines Auszahlungsplans mit Restverrentung

ab dem 85. Lebensjahr.

Wer auf eine zertifizierten Riester-

Sparvertrag ohne staatliche Förderung

anspart, kann besondere steuerliche Vorteile

nutzen. Erfolgt nämlich die Auszahlung

der Leistung nach Vollendung des

60. Lebensjahres und hatte der Vertrag

eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren,

ist nur die Hälfte der Erträge mit dem

persönlichen Steuersatz zu versteuern.

Das ist praktisch immer günstiger als die

Abgeltungsteuer in Höhe von mindestens

25 Prozent zu bezahlen. Deshalb kann

sich ein Riestersparvertrag auch für alle

lohnen, die keine staatliche Förderung

bekommen. Für gezielte Überzahlungen

bzw. die Aufnahme auch ungeförderter

Sparbeträge eignet sich der Riester-

Ratensparvertrag Sparkassen-Vorsor-

22


3 Riester-Anlageformen im Überblick

geFlexibel (siehe auch Kapitel 2.1). In

diesen Vertrag können sowohl ungeförderte

als auch geförderte Sparbeträge

eingezahlt werden – Sie haben also die

volle Flexibilität.

3.3 Riester-Fondssparplan

Gut 2,85 Millionen Deutsche besitzen

einen Riester-Fondssparplan. Riester-

Fondssparpläne sind eine echte Alternative

zur weitverbreiteten Riester-

Versicherungsrente. Grund: Auch

Fondssparpläne mit einem sehr hohen

Anteil an Aktienfonds und damit entsprechend

attraktiven Renditechancen bergen

für den Kunden kein Verlustrisiko, da

sowohl die eingezahlten Beiträge als auch

die Zulagen zum Auszahlungsbeginn

zwischen dem 60. und 67. Lebensjahr garantiert

sein müssen (Beitragsgarantie).

Insofern sind vor allem jüngere Kunden

prädestiniert, Riester-Fondssparpläne mit

langfristig hohen Renditechancen durch

Aktienanlagen abzuschließen.

Wichtiger Hinweis: Die Beitragsgarantie

gilt immer nur zum Auszahlungsbeginn.

Wer vorher aussteigt und zum

Beispiel den Riester-Anbieter wechselt,

muss damit rechnen, seine in schlechten

Börsenzeiten ggf. aufgelaufenen

Verluste auch zu realisieren. Daher ist

es besser, ein Börsentief im bisherigen

Riester-Fondssparplan auszusitzen,

also nicht zu wechseln oder vorzeitig zu

kündigen.

Gleichzeitig sollte das Kapitalmarktrisiko

nicht ausgeblendet werden, was die

Finanzkrise vielen Anlegern schmerzhaft

vor Augen geführt hat. Deshalb ist es

wichtig, dass Riester-Fondssparpläne

auch über ein solides Ablaufmanagement

verfügen, um die Kursgewinne in den

Aktienfonds rechtzeitig vor Ende der Ansparphase

zu sichern. Ein Marktüberblick

über Riester-Fondssparpläne zeigt, dass

mehrere Angebote unflexibel in Mischfonds

verharren oder gar kein Ablaufmanagement

besitzen, was das Risiko birgt,

dass Kursstürze an den Aktienmärkten

einen Teil der Zuwächse aufzehren. Das

angesparte Kapital wäre dann oberhalb

der gesetzlich definierten Nulllinie gegen

Laufzeitende schlecht geschützt. Günstig

sind mit Blick auf Aktienquoten und Ablaufmanagement

vor allem die Angebote

der Deka.

Die Renditeerwartungen variieren je nach

Laufzeit und Fondsgesellschaft. Durch

staatliche Zulagen bzw. Steuerersparnisse

werden weitere Prozentpunkte an Rendite

gewonnen. Genau vorhersagen kann die

tatsächliche Rendite aber niemand, denn

dies hängt in erster Linie vom Kursniveau

an den Aktien- und Rentenmärkten ab,

das zum Teil erheblich schwanken kann.

Je nach Alter und gewünschter Laufzeit

eignen sich unterschiedliche Formen an

Riester-Fondssparplänen. Experten raten

vom Berufseinstieg bis zum Alter von

40 Jahren zu einem Riester-Fondssparplan

mit hoher Aktienquote. Grund:

Für jüngere Leute sind längere Laufzeiten

möglich, die die Chance auf hohe

Rendite bei überschaubarem zeitlichem

Risiko bieten. Das Börsenrisiko lässt

sich über 20 bis 40 Jahre relativ gut

managen. Für Anleger zwischen 40 und

50 empfehlen Verbraucherschützer

Das Kursniveau an den

Aktienmärkten kann stark

schwanken.

23


3 Riester-Anlageformen im Überblick

Riester-Fondssparpläne, sofern noch

ein über-wiegendes Aktieninvestment

möglich ist. Für Sparer über 50 Jahre

beginnen mehrere Gesellschaften ein

zu sicherheitsbetontes Ablaufmanagement,

obwohl der Kunde womöglich erst

mit 67 die Riester-Rente beansprucht.

Damit verpufft die Renditechance und

der Abschluss lohnt dann bei solchen

Produkten nicht mehr.

Bei Riester-Fondssparplänen werden Abschlusskosten

und jährliche Verwaltungskosten

meist in Höhe des üblichen Rahmens

für normale Fondsanlagen einbehalten.

Beim Wechsel zu einem anderen

Riester-Anbieter verlangen Fondsgesellschaften

zwar keine oder nur eine geringe

Gebühr, zahlen aber auch nur den

Zeitwert aus, der in einer Börsenbaisse

aber durchaus niedriger als alle bisherigen

Einzahlungen sein kann. Daher sind

Riester-Fondsanleger gut beraten, nicht

wegen gefallener Kurse zu einem anderen

Anbieter zu wechseln, etwa in einen

Riester-Sparplan, oder diesen vorzeitig

zu kündigen.

Zu den Garantien: Bei Riester-Fondssparplänen

sind alle eingezahlten Beiträge

und Zulagen zu Beginn der Auszahlungsphase

garantiert. Der Anteilspreis

ist an der aktuellen Marktentwicklung

orientiert und kann stark schwanken.

Verluste, die auch Zulagen und Beiträge

treffen können, entstehen allenfalls beim

Wechsel des Anbieters. Der Wechsel

(siehe voriger Abschnitt) lohnt sich also –

wenn überhaupt – nur im Börsen-Hoch.

Die Sparkassen-Finanzgruppe bietet zum

einen den Riester-Fondssparplan der DekaBank,

die Deka-BonusRente, an. Dabei

handelt es sich um einen flexiblen Fondssparplan,

der sich den Lebensphasen des

Anlegers anpasst: Die Deka-BonusRente

kombiniert die Vorteile einer staatlich geförderten

Vorsorge mit einer intelligenten

Kapitalanlage inklusive Kapitalschutz.

Das heißt, die eingezahlten Beiträge und

die darauf gezahlten staatlichen Zulagen

sind zum Renteneintritt gesichert – bei

gleichzeitiger Chance auf eine attraktive

Rendite.

Die Zusammensetzung der Anlageklassen

passt sich automatisch dem Lebenszyklus

an. Je mehr Zeit bis zum Ruhestand

verbleibt, desto mehr wird in chancenorientierte

Aktienanlagen investiert, die die

Chance auf eine möglichst hohe Gesamtrendite

bieten. Rückt die Rente näher,

dann sorgt ein wachsender Prozentsatz

an Rentenanteilen für den Erhalt und die

Sicherung des angesparten Kapitals.

Neben der DekaBonus-Rente gibt es

noch einen weiteren attraktiven Riester-

Fondssparplan der DekaBank, den Deka-

ZukunftsPlan. Mit Deka-ZukunftsPlan

investieren die Anleger in Flaggschiff-

Fonds der Deka-Gruppe. Wohin sich der

Markt auch entwickelt: Das aktuelle Vorsorgekapital

wird so angelegt, dass die

Renditechancen für die verbleibende Zeit

optimal genutzt werden. Je nach aktueller

Marktlage und Restlaufzeit wird mal in

sicherheits- und mal in chancenorientiertere

Investmentfonds umgeschichtet.

Fünf Jahre vor Beginn der Auszahlungsphase

erfolgt eine Höchststandsicherung

des Depotwertes.

Deka-ZukunftsPlan ist besonders für solche

Kunden geeignet, die ihre Riester-Verträge

gezielt „überzahlen“ möchten (Beiträge

über 2.100 Euro p. a.) oder die nicht zum

geförderten Personenkreis der Riester-

24


3 Riester-Anlageformen im Überblick

Geldrente

Immobilienrente

Entnahmemöglichkeit

ohne Rückzahlung

Riester-Sparen in Form von

Rentenversicherungen

Bausparvertrag

Baudarlehen

Fondssparplänen

Sparplänen

Vorsparen

Erwerben

Tilgen

Wohn-Riester erleichtert

die Finanzierung von

Wohneigentum.

Rente gehören wie Selbstständige oder

Freiberufler. So kann für flexible Einzahlungen

und mit gesetzlicher Kapitalgarantie

der Steuervorteil „12/60“ genutzt werden.

Das bedeutet, dass der abgeltungsteuerfrei

angesparte Wertzuwachs bei Auszahlung

zur Hälfte steuerfrei bleibt, sofern der

Vertrag bis dahin mindestens 12 Jahre läuft

und eine (Teil-)Kapitalauszahlung ab dem

60. Geburtstag erfolgt. Die andere Hälfte

des Wertzuwachses wird zum individuellen

Steuersatz besteuert, der nach dem

Erwerbsleben meist deutlich niedriger ist.

3.4 Wohn-Riester

Seit November 2008 ist die selbst genutzte

Immobilie durch die Regelungen

des Eigenheimrenten-Gesetzes gleichberechtigt

in die Riester-Förderung aufgenommen

(„Eigenheimrente“, „Wohn-

Riester“). Zum einen kann aus bereits

vorhandenen Geld-Riester-Verträgen

mehr Angespartes als bisher entnommen

werden, ohne das Konto wieder auffüllen

zu müssen. Zum anderen werden nun

Bausparverträge und Baudarlehen direkt

gefördert.

Die Förderung nach Wohn-Riester

kann für den Kauf oder Bau von selbst

genutztem Wohneigentum sowie den

Erwerb von Anteilen an Wohnungsgenossenschaften

eingesetzt werden.

Die staatlichen Zulagen können für die

Bildung von Eigenkapital auf einem zertifizierten

Bausparvertrag und die Tilgung

von Wohnbau- und Bauspardarlehen

verwendet werden. Voraussetzung ist ,

dass sich die Immobilie in Deutschland

befindet, nach dem 31. Dezember 2007

gekauft bzw. gebaut wurde und selbst

genutzt wird.

Allerdings gibt es eine Ausnahme: zu

Beginn der Auszahlungsphase – sprich

dem Rentenbeginn – kann Riester-gefördertes

Altersvorsorge-Guthaben auch für

die Entschuldung einer selbst genutzten

Wohnimmobilie, die bereits vor 2008

angeschafft wurde, entnommen werden.

Auch der Erwerb von Dauerwohnrechten,

etwa in einem Seniorenheim, wird seit

1. Januar 2008 gefördert. Nicht unter die

Förderung fallen Modernisierungen und

Energiesparmaßnahmen.

Wohneigentum ist Altersvorsorge mit

Sofortwirkung. Schon ab dem Bezug der

eigenen vier Wände – in Deutschland

durchschnittlich im Alter zwischen 38

und 40 Jahren – profitieren Sie jeden

Tag von Ihrer Altersvorsorge. Die über

Jahre und Jahrzehnte gesparte Miete

und mehr Lebensqualität sind die Hauptargumente

für Wohneigentum als verlässliche

und inflationssichere Altersvorsorge.

80 Prozent der Deutschen streben

ein Leben in den eigenen vier Wänden an.

Ende März 2011 gab es 544.000 Wohn-

Riester-Verträge.

25


3 Riester-Anlageformen im Überblick

Wohn-Riester

im Überblick

Modell

Kurz-Check

Bausparvertrag

Förderung sowohl in der Spar- als auch der Darlehensphase. Mit Einzahlungen

und Riester-Zulagen wird das Anrecht auf ein zinsgünstiges Darlehen

erworben. Ab Nutzung des Darlehens fließt Riester-Förderung dann in die

Tilgung. Gut für Anleger geeignet, die gefördert Eigenkapital für die eigene

Immobilie ansparen und sich das zinsgünstige Bauspardarlehen sichern

möchten.

Immobiliendarlehen

Staatlich geförderter Eigenheim-Kredit. Förderfähig ist nur die Tilgungszahlung,

nicht aber die Zinszahlung. Interessant für Käufer, die bereits genügend

Eigenkapital besitzen und sofort in die eigenen vier Wände starten möchten.

Kombikredit

Kombination aus den beiden ersten Modellen. Mit dem Darlehen finanziert die

Bausparkasse die Bausparsumme, bis der Bausparvertrag zuteilungsreif ist.

Hinzu kommt die Möglichkeit, das vorhandene

Guthaben aus einem Riester-

Vertrag zur Finanzierung von Wohneigentum

einzusetzen (siehe Darstellung

auf Seite 25). Entnommen werden darf

entweder das komplette geförderte

Guthaben oder bis zu 75 Prozent. Ideal

geeignet für alle, die flexibel bleiben

wollen und sich später zwischen einer

Geldrente und einer Immobilienverwendung

entscheiden möchten.

Beim Wohn-Riester wird wie bei Riester-

Sparverträgen ebenfalls nachgelagert,

also die Leistung im Alter, besteuert.

Frühestens vom 60., spätestens vom

68. Lebensjahr an müssen Wohneigentümer

das Kapital versteuern. Die geförderten

Beiträge werden dazu rechnerisch

auf einem Wohnförderkonto verbucht

und mit 2,0 Prozent verzinst. Das

Wohnförderkonto führt der Anbieter von

Wohn-Riester für Sie. Ab Rentenbeginn

ist das Konto zu versteuern,

• entweder in gleichen Raten bis zum

85. Geburtstag

• oder auf einen Schlag bei Rentenbeginn

mit einem Rabatt von 30 Prozent.

Beispiel: Ein Mann (47) kauft Mitte 2011

ein Eigenheim und setzt in den folgenden

20 Jahren Wohn-Riester-Beiträge bis zur

maximal geförderten Höhe von 2.100

Euro pro Jahr zur Tilgung ein. Insgesamt

zahlt er also bis zum Alter von 67 Jahren

42.000 Euro ein, hinzu kommen rechnerisch

2,0 Prozent Zinsen pro Jahr für

19 Jahre, also knapp 10.000 Euro. Somit

steht das fiktive Wohn förderkonto am

31. Dezember 2030 bei 51.025 Euro

Guthaben. Ab 67 erfolgt dann die nachgelagerte

Besteuerung:

Variante 1:

Sofortbesteuerung von 51.025 Euro

mit 30 Prozent Rabatt (= 35.718 Euro).

Macht bei ansonsten 30.000 Euro zu

versteuerndem Jahreseinkommen für

den verheirateten Mann einmalig

13.474 Euro Steuer auf Wohn-Riester.

Variante 2:

Jährliche Besteuerung über 20 Jahre

(= 2.551 Euro p. a.). Macht bei ansonsten

30.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen

für den verheirateten Mann

jährlich 646 Euro Steuer auf Wohn-Riester,

also insgesamt 12.920 Euro.

Üblicherweise fallen in der Rentenphase

zwischen 40 und 50 Euro Steuern monatlich

an. Diese sind aus der ersparten

Miete problemlos finanzierbar. Unterm

Strich bleiben in der Gesamtbetrachtung

26


3 Riester-Anlageformen im Überblick

erhebliche Förderbeträge – oft mehrere

zehntausend Euro, die gezielt der Bildung

von Eigenkapital und der schnelleren

Entschuldung der eigenen vier Wände

zugute kommen.

Wie die Förderung im Einzelfall aussieht,

zeigt der Eigenheimrenten-Rechner der

LBS auf. Unter www.eigenheim-rentenrechner.de

finden Sie dieses Tool.

Ändert sich Ihre persönliche Lebenssituation

im Lauf der Jahre, bleibt Ihnen

die Riester-Förderung erhalten, wenn Sie

weiterhin Wohneigentum als Teil Ihrer

Altervorsorge sehen oder z. B. bei einem

Verkauf der Erlös aus den geförderten

eigenen vier Wänden wiederum in die

Altersvorsorge gesteckt wird.

Situation

Konsequenz

Änderungen der

persönlichen

Lebenssituation

Verkauf der Immobilie

Förderunschädlich, wenn eine andere Immobilie zur Altersvorsorge erworben

wird oder durch Einzahlung einer Summe in Höhe des Kontostandes auf dem

Wohnförderkonto innerhalb eines Jahres in einen anderen Riester- Sparvertrag.

Vorübergehender

Auszug/Klinik

Förderunschädlich, wenn Zeitraum nicht länger als ein Jahr.

Tod des Begünstigten

Förderunschädlich, wenn Ehepartner die Wohnung mit Blick auf die Altersvorsorge

weiter nutzt.

Scheidung

Verkauf: Förderunschädlich durch Verwendung der angesparten Summe auf

dem Wohnförderkonto innerhalb von vier Jahren für einen neuen Wohn-

Riester-Vertrag; Weiternutzung der Wohnung: auch durch nicht geförderten

Ex-Gatten erlaubt.

Beruflich bedingter Umzug

Förderunschädlich, wenn der Geförderte beabsichtigt, die Wohnung später

wieder selbst zu nutzen und spätestens mit 67 wieder einzieht. Zwischenzeitlich

darf die Wohnung befristet vermietet werden.

Umzug in Seniorenoder

Pflegeeinrichtung

Förderunschädlich, wenn ein Betrag in Höhe des Wohnförderkontos innerhalb

von vier Jahren nach Ende der Selbstnutzung für Dauerwohnrecht in Senioren -

einrichtung eingezahlt wird.

27


4 Altersversorgung und Einkommensteuer

4 Altersversorgung und

Einkommensteuer

Tipp:

Bei 3,0 Prozent

Verzin sung blieben

bei einem Single maximal

26.700 Euro

Anlagebetrag steuerfrei,

bei Ehepaaren

das Doppelte.

Hier geht es einzig um Auswirkungen

auf die Einkommensteuer, obwohl im

Alter womöglich auch andere Steuern

anfallen. Die steuerlichen Konsequenzen

der Vererbung von Altersversorgungsansprüchen

werden gesondert beleuchtet

(Kapitel 5).

4.1 Abgeltungsteuer auf Geldanlagen

Wer Geld anlegt, darf vom Gewinn leider

nicht immer alles für sich behalten. Seit

1. Januar 2009 sind Kursgewinne, Dividenden

und Zinserträge zu 25 Prozent

steuerpflichtig. Samt Solidaritätszuschlag

müssen Anleger 26,4 Prozent aller Kapitalerträge

an das Finanzamt abführen.

Kirchenmitglieder zahlen gar knapp

28 Prozent. Den Abzug nimmt das Kreditinstitut,

die Fondsgesellschaft oder der

Versicherer automatisch vor. Damit ist

die Steuerschuld auf Kapitalvermögen

vollständig abgegolten – daher auch der

Name Abgeltungsteuer. Die frühere individuell

berechnete Kapitalertragsteuer

nach persönlichem Einkommensteuersatz

entfällt ebenso wie steuerfreie Spekulationsfristen

und das Halbeinkünfte-Verfahren

auf Kursgewinne und Dividenden.

Leer geht das Finanzamt nur aus, wenn

nicht mehr Erträge vereinnahmt wurden

als der gesetzlich festgelegte Sparerpauschbetrag

einräumt: Aktuell bleiben

nur 801 Euro an Kapitalertrag pro Jahr

steuerfrei (1.602 Euro für Ehepaare). Bei

Kapitalerträgen bis zu der beantragten

Höhe fällt dann gar keine Abgeltungsteuer

an.

Damit aber nicht jeder bei allen möglichen

Banken Freistellungsaufträge abgibt

und damit den Höchstbetrag elegant

und steuerfrei überspringen kann, geben

die Banken Kopien jedes Antrages an das

Bundesamt für Finanzen weiter. Wer auffällt,

macht sich der Steuerhinterziehung

verdächtig und riskiert hohe Geldbußen.

Wer nicht arbeitet und auch keine Rente

bekommt, sondern nur Einkünfte aus

Kapital vermögen hat – etwa Kinder – und

zudem unter dem Grundfreibetrag liegt

(2011: 8.004 Euro), kann beim Finanzamt

auch eine „Nichtveranlagungsbescheinigung“

beantra gen. Wird diese Bescheinigung

dem Kredit institut vorgelegt,

bleiben Kapitalerträge frei von Abgeltungsteuer.

Abgeltungsteuer wird ohnehin

nicht auf alle Anlageformen fällig.

Ein Viertel der Kapitalerträge geht an das Finanzamt.

28


4 Altersversorgung und Einkommensteuer

Wichtig: Riester-Verträge sind grundsätzlich

nicht von der Abgeltungsteuer betroffen.

4.2 Steuern auf die gesetzliche Rente

Altersrente unterliegt seit 2005 zu

mindestens 50 Prozent der Besteuerung,

falls die Freibeträge überschritten sind –

Tendenz stark steigend. Dies gilt auch

für alle, die bereits Alters rente beziehen.

Betroffen sind auch Leis tungsempfänger

landwirtschaftlicher Alterskassen, berufsständischer

Versor gungs einrichtungen

sowie Rentenempfän ger wegen verminderter

Erwerbsfähigkeit.

Der steuerpflichtige Teil der Rente wird

für jeden neu hinzukommenden Rentnerjahrgang

um jährlich 2 Prozent angehoben

(2011: 62 Prozent). Wer 2020 in

Rente geht, muss also schon 80 Prozent

Besteuerungsanteil bei seiner Rente

ertragen. Von 2021 bis 2040 steigt der

Anteil der Besteuerung dann jährlich nur

noch in Ein-Prozent-Schritten, so dass

für Neurentner ab 2040 die Rente voll versteuert

wird (siehe Tabelle).

Rentenbeginn Besteuerungsanteil Rentenbeginn Besteuerungsanteil

Gesetzliche Rente wird

immer mehr besteuert

2005 oder davor 50 % 2023 83 %

2006 52 % 2024 84 %

2007 54 % 2025 85 %

2008 56 % 2026 86 %

2009 58 % 2027 87 %

2010 60 % 2028 88 %

2011 62 % 2029 89 %

2012 64 % 2030 90 %

2013 66 % 2031 91 %

2014 68 % 2032 92 %

2015 70 % 2033 93 %

2016 72 % 2034 94 %

2017 74 % 2035 95 %

2018 76 % 2036 96 %

2019 78 % 2037 97 %

2020 80 % 2038 98 %

2021 81 % 2039 99 %

2022 82 % 2040 100 %

29


4 Altersversorgung und Einkommensteuer

Beispiel: Der Besteuerungsanteil ent -

spricht nicht der Höhe der tatsächlichen

Besteuerung. Wer 2011 in Altersrente

geht, hat lebenslänglich 62 Prozent

Besteuerungsanteil. Also bleiben

38 Prozent der Rente steuerfrei. Die

62 Prozent werden zusammen mit allen

anderen steuerpflichtigen Einkünften

des Rentners zusammengerechnet und

dann mit dem individuellen Steuersatz

besteuert (14 bis maximal 42 Prozent).

Vorher wird jedoch der Grundfreibetrag

von derzeit 8.004 Euro pro Jahr

abgezogen.

Für Steuerpflichtige ab 64 Jahren wird

ein Altersentlastungsbetrag gewährt,

wenn neben Altersrente oder Pension

noch Arbeitslohn oder Nebeneinkünfte

wie Kapitalvermögen oder Betriebs- bzw.

Riester-Rente eingehen. Er sinkt jedoch

tendenziell und verschwindet ab 2040

(Abschnitt 4.5).

Fazit: Steuerfrei bleibt die gesetzliche

Altersrente für Leute, die 2011 das Rentenalter

erreicht und keine Nebeneinkünfte

haben bis zu einer Höhe von rund 15.600

Euro pro Person (= 1.300 Euro pro Monat).

4.3 Steuern auf Pensionen

Zu den Altersbezügen, die Beamte und

auch manche Arbeitnehmer (Werkspension)

nach Ausscheiden aus dem

Berufs leben vom früheren Arbeitgeber

erhalten, gehören vor allem Pensionen.

Die gehören zu den voll zu versteuernden

Einkünften aus nichtselbstständiger

Arbeit. Seit 2005 sind Pensionäre steuerlich

den gesetzlichen Altersrentnern

nahezu gleichgestellt (Abschnitt

4.2). Es gilt jedoch schon jetzt die

100-Prozent- Steuerpflicht; zudem kann

kein so großer Freibetrag geltend gemacht

werden. Der sogenannte Versorgungsfreibetrag

wird stufenweise abgeschmolzen

und entfällt ab 2040 komplett.

Für Versorgungsbeginn 2011 gilt: Es wird

lebenslang ein Versorgungsfreibetrag in

Höhe von 30,4 Prozent der Versorgungsbezüge

gewährt, höchstens jedoch 2.280

Euro pro Jahr. Hinzu kommt ein steuerfreier

Zuschlag von 684 Euro. Der frühere

Arbeitnehmer-Pauschbetrag ist entfallen.

Stattdessen wird ein allgemeiner Werbungskosten-Pauschbetrag

von 102 Euro

gewährt.

4.4 Steuern auf Kapital-

Versicherungen

Kapital-Lebensversicherungen (KLV), die

seit 2005 abgeschlossen werden, unterliegen

zu 100 Prozent der Einkommensteuer.

Allerdings gibt es eine deutliche

Erleichterung: Die Erträge werden nur zu

50 Prozent mit dem individuellen Satz

besteuert, wenn im Vertrag mindestens

zwölf Jahre Laufzeit vereinbart sind und

die Auszahlung erst nach Vollendung

des 60. Lebensjahrs erfolgt. Echte Altersvorsorge

mit Lebensversicherungen

bleibt also zu 50 Prozent steuerfrei und

damit teilweise privilegiert. Übrigens:

Als Ertrag gilt der Unterschiedsbetrag

zwischen der tatsächlich ausgezahlten

Versicherungsleistung (Ablaufleistung)

und der Summe der eingezahlten Beiträge.

30


4 Altersversorgung und Einkommensteuer

Für Neuabschlüsse seit 1. April 2009 gibt

es ein zusätzliches Kriterium: Es muss bei

der KLV ein Todesfallschutz von mindestens

50 Prozent der Beitragssumme ver -

einbart werden (§ 20 Absatz 1 Nr. 6 EStG),

um bei Auszahlung die Hälfte der Erträge

steuerfrei zu bekommen.

Im Gegensatz zur KLV, die in der Regel

auf eine sofortige, volle Auszahlung der

gesamten Ablaufleistung hinausläuft,

wird die private Rentenversicherung

lebenslänglich jeden Monat ausgezahlt

und besteuert, aber nur mit dem sogenannten

Ertragsanteil (siehe Tabelle).

Zur Erklärung: Da das Beitragsgeld sich

im Laufe der Jahre verzinst hat, stecken in

jeder Rente auch Zinsen (Ertragsanteil).

So viel Privatrente wird besteuert

(Ertragsanteil in Prozent)

Alter bei Rentenbeginn

60 22

61 22

62 21

63 20

64 19

65 18

66 18

67 17

68 16

69 15

Besteuerung

4.5 Steuern auf die Riester-Rente

Geldrente

Beiträge zur Riester-Rente kommen aus

unversteuertem Einkommen, verringern

also das zu versteuernde Jahreseinkommen

(siehe Abschnitt 2.3).

Leistungen aus der Riester-Rente sind

ab 60. Geburtstag möglich und dann voll,

also zu 100 Prozent, mit dem individuellen

Steuersatz zu versteuern. Die Höhe

der Riestersteuer richtet sich nach dem

persönlichen Steuersatz. Dieser ist im

Renten alter typischerweise deutlich niedriger

als während der Erwerbstätigkeit.

Für Steuerpflichtige ab 64 Jahren wird

ein Altersentlastungsbetrag gewährt

(Siehe Seite 32 oben), wenn neben Altersrente

oder Pension noch Arbeitslohn

oder Nebeneinkünfte wie Betriebs- bzw.

Riester-Rente eingehen. Er sinkt jedoch

tendenziell und verschwindet ab 2040.

Immobilienrente

Wohn-Riester unterliegt wie alle anderen

Riester-Produkte einer nachgelagerten

Besteuerung. D.h. für das staatlich geförderte

und für die Immobilie verwendete

Kapital müssen im Ruhestand Steuern

gezahlt werden. Für die geförderten

Beträge zzgl. aller staatlicher Zulagen

und der Erträge, die für den Erwerb einer

selbstgenutzten Wohnimmobilie eingesetzt

worden sind, dient ein sogenanntes

Wohnförderkonto als Speicher.

Die dort in der Spar- und Darlehensphase

angesammelte Summe wird mit 2 Prozent

jährlich verzinst. Je nach vertraglicher

Regelung sind zwischen dem 60. und

dem 68. Lebensjahr die ersten Steuerzahlungen

fällig (siehe Seite 26).

31


4 Altersversorgung und Einkommensteuer

So viel Altersentlastungsbetrag

gewährt das

Finanzamt

Jahr des Rentenstarts

(ab Alter von 64 Jahren)

Altersentlastungsbetrag

in Prozent der Einkünfte

Höchstbetrag in Euro

2011 30,4 % 1.444 €

2015 24,0 % 1.140 €

2020 16,0 % 760 €

2025 12,0 % 570 €

2030 8,0 % 380 €

2035 4,0 % 190 €

2040 0 % 0 €

Hierbei gibt es einige Besonderheiten:

In der Ansparphase sind alle Erträge auf

Riester-Bausparverträgen von der Abgeltungsteuer

befreit. Wohn-Riester

wird anders als Geldriester nur bis zum

85. Lebensjahr besteuert. Die Riestersteuer

beträgt insgesamt nur einen

Bruchteil dessen, was man sonst ein

Leben lang als Miete zahlen müsste.

beachtet werden. In der Regel wird eine

Zahlung in gleichbleibenden Raten günstiger

sein, zumal das Wohnförderkonto

im Alter nicht mehr erhöht wird und

damit die Steuerschuld im Rentenalter

quasi ein zinsloses Darlehen darstellt.

Die Vorteile von Wohn-Riester können

Sie ausrechnen unter:

www.eigenheimrechner.de

Tilgt man die Steuerschuld auf einen

Schlag, gewährt der Fiskus einen 30-prozentigen

Nachlass. Vorsicht: Bei einer Einmalzahlung

sollte der Progressionseffekt

32


5 Vorsorge, Vermögen und Erbe

5 Vorsorge, Vermögen und Erbe

Das Finanzamt erhebt Steuern auch auf

Erbschaften und auf Schenkung bei vorgezogenem

Erbe zu Lebzeiten. Die Höhe

ist in beiden Fällen im Prinzip gleich. Die

Details regelt das Erbschaftsteuergesetz.

5.1 Geldvermögen und Erbe

Die Höhe der Steuer richtet sich nicht nur

nach der Höhe des Vermögens, sondern

auch nach der Erbschaftsteuerklasse, die

wiederum vom Verwandtschaftsgrad der

Erben zum Verstorbenen abhängt. Die

nächsten Angehörigen sind in der niedrigsten

Klasse I eingestuft (siehe Tabelle).

Steuerklasse

I

II

Wer

Ehegatte/eingetragener

Lebenspartner, Kinder

und Stiefkinder,

Enkel und Urenkel,

Eltern und Großeltern

Geschwister, Neffen

und Nichten, Stiefeltern,

Schwiegerkinder,

Schwiegereltern,

geschiedener Ehepartner

Erbschaft- und

Schenkungsteuerklassen

III

alle übrigen Erben,

unverheiratete

Lebenspartner

Maßgeblich für die Erbschaftsteuer ist der

Ver wandtschaftsgrad.

Grundsätzlich gilt: Je näher die Verwandtschaft,

desto geringer sind die

Steuerklasse und die Steuersätze. Für die

einzelnen Steuerklassen ergeben sich in

Abhängigkeit von der Höhe der Erbschaft

Steuersätze zwischen 7 bis 50 Prozent,

wobei seit der Erbschaftsteuerreform

2009 auch innerhalb derselben Steuerklasse

erhebliche Unterschiede bei den

Freibeträgen gemacht werden (siehe

Tabelle nächste Seite oben).

33


5 Vorsorge, Vermögen und Erbe

Erbschaftsteuersätze

(§ 19 ErbStG)

bei Vermögenswert

bis … Euro

Steuer in Prozent fällig in Klasse

I II III

75.000 7 15 30

300.000 11 20 30

600.000 15 25 30

6.000.000 19 30 30

13.000.000 23 35 50

26.000.000 27 40 50

darüber 30 43 50

So viel Erbe ist steuerfrei

(§ 16 ErbStG)

Es gibt jedoch Freibeträge für nahe Angehörige,

so dass Ehepartner und Kinder in

aller Regel von der Schenkung- bzw. Erbschaftsteuer

verschont bleiben. Übrigens:

Beim Schenken räumt der Fiskus diese

Freibeträge alle zehn Jahre aufs Neue

ein. Dem Ehepartner oder eingetragenen

Lebenspartner können Sie so alle zehn

Jahre Werte bis zu 500.000 Euro steuerfrei

schenken (siehe folgende Tabelle).

Personen

Ehepartner, eingetragene

Lebenspartner

Freibetrag in Euro

500.000

Kind je 400.000

Enkel je 200.000

Übrige der Steuerklasse I:

Urenkel, Eltern und

Großeltern

je 100.000

Unterm Strich bleibt auch das selbst

bewohnte Eigenheim steuerfrei – bei

Kindern nur bis 200 m 2 Wohnfläche und

sofortiger Selbstnutzung für mindestens

zehn Jahre.

Neben den genannten Freibeträgen gibt

es für Erben weitere Freibeträge, darunter

sogenannte Versorgungsfreibeträge (§ 17

ErbStG) – insbesondere für die Witwe

(256.000 Euro) und die Kinder (je nach

Alter zwischen 10.300 und 52.000 Euro).

5.2 Vererbung der Riester-Rente

Riester-Verträge können zwar vererbt

werden, in vielen Fällen verlangt der Staat

dann aber die Zulagen und steuerlichen

Vorteile zurück („schädliche Verwendung“);

dann wird auch Erbschaftsteuer fällig.

Alle in Steuerklasse II:

Geschwister, Neffen,

Nichte, Schwiegereltern

Alle in Steuerklasse III:

übrige Erben, auch unverheiratete

Lebens partner

je 20.000

je 20.000

Positive Ausnahme: Bei Ehepaaren darf

die Witwe bzw. der Witwer die Zu lagen

und Steuervorteile behalten. Allerdings

klappt dies nur, wenn er das Ver mögen

auf einen eigenen Riester-Vertrag überträgt.

Dieser Vertrag darf sogar erst an -

34


5 Vorsorge, Vermögen und Erbe

Empfehlenswert ist es,

eine Zusatzversicherung

für Ehepartner und Kinder

abzuschließen.

lässlich des Erbes abgeschlossen werden.

Ob die Witwe bzw. der Witwer selbst

überhaupt förderberechtigt waren, spielt

im Erbfall keine Rolle.

Beispiel: Eine Riester-Anlegerin stirbt

in der Ansparphase. Der Witwer, der

als Unternehmer tätig ist, bisher ohne

Riester-Vertrag, schließt nach dem Tod

des Ehepartners selbst einen Riester-

Vertrag ab. Dorthin werden alle bisherigen

Ansprüche samt Förderung übertragen

und eingefroren. Der Unternehmer

kann also nicht weiter ansparen,

da er selbst nicht förderberechtigt ist,

rettet aber das Riester-Erbe der verstorbenen

Ehefrau – vergleichbar einer

Beitragsfreistellung bei einer Lebensversicherung.

Im Gegensatz dazu müssen sonstige Erben,

also auch Kinder, die Riester-Förderung

zurückzahlen und die Kapitalerträge

versteuern. Anders liegt der Fall, wenn

zum Beispiel bei einer Riester-Rentenversicherung

für Ehegatte oder Kind eine

Hinterbliebenenrente vereinbart war.

Dieses „Erbe“ kann ohne Nachteile angetreten

werden; es unterliegt allerdings

gegebenenfalls der Einkommen steuer.

Je nach Riester-Produkt gibt es im Erbfall

jedoch Unterschiede:

Riester-Sparplan:

Bei Tod in der Ansparphase wird das angesparte

Vermögen grundsätzlich an

Angehörige ausgezahlt, die staatlichen

Zulagen und die gewährten Steuervorteile

werden vorher abgezogen. Begründung:

Das Förderziel – die Absicherung des

Lebensstandards im Rentenalter – wurde

wegen des frühen Todes nicht erreicht.

Der überlebende Ehepartner kann das

angesammelte Vorsorgekapital in einen

eigenen Riester-Vertrag einzahlen und

darf in diesem Fall die Beiträge plus die

Zulagen behalten.

Bei Tod in der Auszahlungsphase der

Riester-Rente gilt dasselbe. Allerdings

bekommt der Erbe nur noch den vorhandenen

Restbetrag aus dem Sparplan.

Stirbt der Sparer erst in der so genannten

Restverrentungsphase (ab 85), ist

Vererben nicht mehr möglich. Grund: Ab

diesem Tag wird der Sparplan von einer

Rentenversicherung abgelöst, die grundsätzlich

kein Vererben erlaubt.

Riester-Fondssparplan:

Bei Tod in der Ansparphase wird das angesparte

Vermögen grundsätzlich an

Angehörige ausgezahlt, die staatlichen

Zulagen und die gewährten Steuervorteile

werden vorher abgezogen (außer bei

Witwe mit eigenem Riester-Vertrag). Problem:

Die Beitragsgarantie gilt erst zum

Auszahlungsbeginn (ab 60 möglich). Bei

früherem Tod kann es zu Kursverlusten

gekommen sein, so dass das Riester-Erbe

weniger wert sein kann als die Summe

aller eingezahlten Beiträge.

35


5 Vorsorge, Vermögen und Erbe

Bei Tod in der Auszahlungsphase des

Riester-Fondssparplans gilt dasselbe wie

beim Riester-Sparplan. Spätestens ab 85

ist also Vererben nicht mehr möglich.

Riester-Versicherungsrente:

Bei Tod in der Ansparphase wird meist

das angesparte Vermögen an Angehörige

ausgezahlt – abzüglich der Abschlusskosten

(Leistung bei Tod), die staatlichen Zulagen

und die gewährten Steuervorteile werden

vorher abgezogen (außer bei Witwe/

Witwer mit eigenem Riester-Vertrag).

Seltener ist die so genannte Beitragsgarantie:

Dann bekommen Erben mindestens

die eingezahlten Beiträge zurück. Auch der

Verzicht auf jegliche Leistung bei Tod ist

vertraglich möglich (erhöht den Rentenanspruch

für den eigentlichen Sparer um 2

bis 3 Prozentpunkte). Auch der Gegensatz

ist gegen Aufpreis möglich: der Abschluss

einer Zusatzversicherung für Ehepartner

oder Kind, die im Todesfall eine steuerpflichtige

Rente erhalten.

Bei Tod in der Auszahlungsphase der

Riester-Versicherungsrente ist Vererben

von Beginn der Rentenzahlung an nicht

mehr möglich, auch nicht an Witwe bzw.

Witwer. Ausnahme: Man vereinbart von

vornherein eine Rentengarantiezeit für

nahe Angehörige, zum Beispiel über zehn

Jahre (kostet rund 1 Prozentpunkt Rendite).

Stirbt der Anleger dann nach sechs

Jahren Rentenzahlung, bekommen die

Erben noch weitere vier Jahre die monatlichen

Zahlungen. Statt einer Garantiezeit

kann man auch lebenslange Hinterbliebenenrente

vereinbaren. Viel Hinterbliebe nenschutz

geht jedoch zulasten der eigentlichen

Rentenhöhe. Dies macht nur Sinn,

wenn der Partner über keine oder nur

geringe eigene Rentenansprüche verfügt.

Riester-geförderte Immobilie:

Übernimmt der überlebende Ehepartner

innerhalb eines Jahres die Riester-geförderte

Wohnimmobilie und nutzt diese als

Teil seiner Altersvorsorge oder Versorgung,

ändert sich nichts. Das Wohnförderkonto

wird ganz normal weitergeführt.

Bei anderen Erben wird der noch zurückgeführte

Betrag des Wohnförderkontos

dem Erblasser zugerechnet und in seiner

letzten Steuererklärung versteuert. Durch

die zusätzlich anfallende Einkommensteuer

vermindert sich das Erbe. Erfolgt

die Übertragung auf die nachfolgenden

Generationen, sprich Kinder und/oder

Enkel, so müssen diese den Riester-geförderten

Teil der Immobilie versteuern. Der

große Rest kann weiterhin im Rahmen

der Freibeträge steuerfrei vererbt werden.

Hatte sich der Vertragsinhaber für die

Einmalbesteuerung entschieden, so gilt

die Steuerschuld für den Ehegatten und

für die Erben als beglichen.

5.3 Ist die gesetzliche Rente vererbbar?

Der Ehegatte und Kinder stehen nicht

mit leeren Händen da, wenn ein Mitglied

der gesetzlichen Rentenversicherung

stirbt. Sie erhalten von der Rentenversicherung

auf Antrag Hinterbliebenenrente

(Kinder maximal bis 25 Jahren Waisenrente).

War der Verstorbene bereits Rentner,

erhält die Witwe drei volle Renten des

Verstorbenen. Danach werden entweder

60 Prozent davon gezahlt („große“ Witwenrente)

oder nur 25 Prozent (Abschnitt

1.5). Insofern ist die gesetzliche Rente

bedingt vererbbar.

36


6 Stichwortverzeichnis

6 Stichwortverzeichnis

Abgeleitete Förderung 18

Abgeltungsteuer 28

Abzüge 7

Aktienanlagen 23

Alterseinkünftegesetz 5

Altersentlastungsbetrag 31

Altersrente 7

Altersvermögensgesetz 11

Anspruch 13

Basisrente 9

Bausparvertrag 25

Beamte 13

Berufseinsteigerbonus 14

Börsenrisiko 23

Dauerwohnrechte 25

Dauerzulagen-Antrag 12

Deka-BonusRente 24

Deka-ZukunftsPlan 24

Deutsche Rentenversicherung 5

Durchschnittseinkommen 6

Eckrentner 6

Ehegatten-Vertrag 18

Eigenheimrente 25

Einkommensteuer 28

Erbschaften 33

Erbschaftsteuersätze 34

Erbschaft- und Schenkungsteuerklassen 33

Ertragsanteil 31

Finanzkrise 23

Halbeinkünfte-Verfahren 28

Handwerksmeister 13

Hinterbliebenenrente 10

Hinzuverdienstgrenzen 8

Invalidenrente 9

Invalidität 9

Kapitalmarktrisiko 23

Kinderzulagen 15

Mindesteigenbeitrag 14

Nichtveranlagungsbescheinigung 28

Regelaltersrente 7

Renteninformation 6

Riester-Fondssparplan 23

Riester-Sparplan 22

Riester-Versicherungsrente 21

Schenkung 33

Selbstständige 13

Seniorenheim 25

Sonderausgabenabzug 14

Sparerfreibetrag 28

Sparkassen-BasisRente Invest/Fonds 9

Sparkassen-RiesterRente 21

Sparkassen-VorsorgeFlexibel 22

Steuerersparnis 14

S-VorsorgePlus 22

Überzahlung 12

Versorgungsfreibetrag 30

Versorgungsfreibeträge 34

Waisenrente 10

Werbungskosten-Pauschbetrag 30

Witwenrente 10

Wohnbau- und Bauspardarlehen 25

Wohneigentum 25

Wohn-Riester 25

Zertifikat 12

Zertifizierung 12

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