November - Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender

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Vermeidung von Zinsen

Ab 1. Oktober 2010 bis zur Zustellung des Steuerbescheides

2009 werden für Einkommen- und Körperschaftsteuernachzahlungen

Anspruchszinsen verrechnet.

Ergibt sich aus der Veranlagung ein Guthaben,

werden die Zinsen gutgeschrieben.

Derzeit ist der Zinssatz 2,38 Prozent pro Jahr. Anspruchszinsen

können durch eine freiwillige Anzahlung

in Höhe der zu erwartenden Steuernachzahlung

vermieden werden. Diese muss unter „E 1-12/2009“

(Einkommensteuer) bzw. „K 1-12/2009“ (Körperschaftsteuer)

auf das Finanzamtkonto einbezahlt werden.

Anspruchszinsen sind steuerlich nicht absetzbar –

Gutschriften sind steuerfrei. Erfolgt die Zahlung über

das betriebliche Kontokorrentkonto, können daraus

resultierende Bankzinsen als Betriebsausgabe abgesetzt

werden.

Es gibt einen kleinen Zinsvorteil. Anspruchszinsen

werden erst ab 50 Euro festgesetzt. Dadurch ergibt

sich z.

B., dass

eine Nachzahlung

der

Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer in Höhe von

8000 Euro bis Ende Dezember zinsenfrei bleibt. (Quelle

VN)

Neue Grenzen bei der Umsatzsteuer

Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2010 wird die Grenze

für die vierteljährliche Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung

ab 2011 von 30.000 auf 100.000 Euro angehoben.

Wer also im Jahr 2010 steuerbare Umsätze unter

100.000,- Euro erzielen wird, muss dann 2011 nur mehr

vierteljährlich, statt monatlich die Umsatzvorsteueranmeldung

(UVA) abgeben.

Die Neuregelung wird als Kompensation für das Herabsenken

der Umsatzgrenze für die verpflichtende elektronische

Einreichung der UVAs von 100.000 auf 30.000 Euro

gesehen. Im Ergebnis müssen die UVAs bereits ab

30.000 Euro eingereicht werden, aber eben nur mehr (bis

zur Grenze von 100.000 Euro) mit dem vierteljährlichen

Einreichrhythmus. Neu ist auch, dass im Jahr der Unternehmensgründung

die UVAs zwingend monatlich gemeldet

werden müssen. Erst im Folgejahr gelten dann die

oben angeführten Grenzwerte und Einreichtermine. Eine

Lockerung ergibt sich durch die Anhebung der Grenze

für die Abgabe der Umsatzsteuerjahreserklärung.

Diese wird von 7500 auf 30.000 Euro angehoben.

Finanzstrafgesetz - Neue Regelungen

§

Mit der Finanzstrafgesetznovelle

soll ab 1.1.2011 die

Selbstanzeige neu geregelt

werden. Die Selbstanzeige ermöglicht

jedem Steuerpflichtigen,

der sich eines Finanzvergehens

schuldig gemacht hat,

straffrei zu bleiben, wenn er

seine Verfehlung darlegt. Damit diese Anzeige wirksam ist,

muss sie rechtzeitig gegenüber der Behörde erfolgen.

Neu ist, dass nicht mehr dem sachlich zuständigen Amt,

sondern, je nach verletzter Abgabenvorschrift, jedem beliebigen

Finanzamt oder jeder Zollmacht gegenüber die bedeutsamen

Umstände der Verkürzung oder des Ausfalls offen

zu legen sind. Neu ist auch, dass man bei den Selbstbemessungsabgaben

(wie z.B. der Umsatzsteuer) erst nach einem

Monat ab Selbstanzeige die Beträge nachzahlen muss.

Wenn diese Frist nicht eingehalten wird, lebt die Strafbarkeit

wieder auf.

Wurde bereits einmal hinsichtlich desselben Abgabenanspruches

eine Selbstanzeige erstattet, so tritt die strafbefreiende

Wirkung der neuerlichen Selbstanzeige nur ein,

wenn ein 25-prozentiger Mehrbetrag auch rechtzeitig entrichtet

wird. Damit soll die scheibchenweise Offenlegung

bestraft werden. Generell gilt nach wie vor, dass die Selbstanzeige

nur für den Anzeiger gilt und die Personen, für die

sie erstattet wird. (Quelle VN)

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Wirtschaft Aktiv Nov. / 2010

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