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24. musikfest bremen

SEITE

4 – 5

EINE GROSSE NACHTMUSIK

SEITE

6 – 7

3 AUS 24 KONZERTEN − SO FUNKTIONIERT’S

SEITE

8 – 9

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL

SEITE

10

MUSIKFEST SURPRISE

SEITE

11

Programmübersicht

SEITE

12

Impressionen 2012

SEITE

44 – 45

open up & Bus-shuttle zu konzerten

SEITE

46–47

TICKETSERVICE MUSIKFEST BREMEN

SEITE

48

Veranstaltungsorte

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49

Sponsoren & Partner

SEITE

50–51

BILDNACHWEIS linke Seite

Anna Caterina Antonacci©Serge Derossi/Naïve

Yannick Nézet-Séguin©Marco Borggreve

Marc Minkowski©Marco Borggreve

Rolando Villazón©Gabo/DG

Christine Schäfer©Bodo Vitus

Eva Mei©Atelier Musicale

Christina Pluhar©Virgin Classics

Jordi Savall©David Ignaszewski

Kurt Elling©Christian Lantry

Olga Peretyatko©Uwe Arens/Sony Classical


AUG/SEPT

2013

ERLEBNISSE, DIE SÜCHTIG MACHEN KÖNNEN ...

24. MUSIKFEST

BREMEN

Leidenschaft, Finesse, Entdeckerfreude, frische Impulse und renommierte

Künstler – das sind die Ingredienzien des 24. Musikfest Bremen. Über 35 Veranstaltungen

in Bremen, Bremerhaven und dem gesamten Nordwesten vermitteln

Ihnen in Darbietungen exzellenter Qualität einen Eindruck, wie Musik aus vielen

Jahrhunderten individuell immer wieder zu neuem Leben erweckt werden kann –

virtuos, verführerisch, anrührend, fesselnd, einfach unverzichtbar!

Die abwechslungsreiche wie stimmungsvolle Eröffnung »Eine große Nachtmusik«

rund um den Marktplatz garantiert durch das Renommee ihrer Künstler und die Vielfalt

der Programme den richtigen Einstieg in musikalische Hochgenüsse. Und hochkarätig

geht es weiter! Die kontinuierliche Pflege der Mozartschen Bühnenwerke

wird mit seiner Oper »Lucio Silla« fortgesetzt – mit Rolando Villazón in der Titelrolle

und erstklassigen Sängerinnen wie Olga Peretyatko und Marianne Crebassa. Für

Theatererlebnisse ganz anderer Art steht Regie-Legende Peter Brook, dessen

bereits auf drei Kontinenten gefeierte Produktion »The Suit« ihre Deutschland-

Premiere erlebt. Das Arp-Schnitger-Festival rückt Schätze des nordwestdeutschen

Orgelparadieses rund um Bremen sowie in Groningen in den Mittelpunkt, während

die Reihe »Musikfest Surprise« in entspannter Atmosphäre neue Blickwinkel und

Perspektiven öffnet.

Schwelgerische Klänge von Tschaikowsky, Verdi und Dvořák verspricht das

City of Birmingham Symphony Orchestra mit Sopranistin Kristīne Opolais und

Reinhören unter WWW.MUSIKFEST-BREMEN.DE

TICKETS: 0421.33 66 99

Andris Nelsons am Pult. Das Aurora Orchestra hingegen interpretiert Mahler, während

sich die Bremer Philharmoniker unter Markus Poschner dem Komponistenjubilar

Wagner widmen. Hingebungsvollen Einsatz für sakrale Raritäten des Barock zeigen

La Cappella Mediterranea und der Chœur de Chambre de Namur unter Leonardo

García Alarcón, Hervé Niquet und sein Concert Spirituel sowie Cantus Cölln mit

Konrad Junghänel. Mit betörendem Stimmzauber stellt Eva Mei mit Sängerkollegen

italienische Salonmusik von Rossini und Gordigiani vor, wohingegen Christine Schäfer

mit ihrem Sopran Lieder von Brahms und Strauss veredelt. Kammermusikalische

Schätze sind bei Fanny Clamagirand und Lise de la Salle, dem Quatuor Ebène,

Jordi Savall und seinem Concert des Nations sowie den beiden Deutschlandfunk-

Förderpreisträgern Davit Melkonyan und Mikayel Balyan genauso in besten Händen

wie bei dem polnischen Tastenzauberer Rafał Blechacz. Für das Festival-Finale

halten Ottavio Dantone, die Accademia Bizantina und renommierte Sänger wie Sara

Mingardo, Riccardo Novaro und Franco Fagioli Vivaldis Oper »L’incoronazione di

Dario« bereit, bevor in einem Sonderkonzert Die Deutsche Kammerphilharmonie

Bremen unter Paavo Järvi mit dem »Fidelio« ihr »Beethoven-Projekt« krönt.

Neben dem städtischen Förderbeitrag sichert das privatwirtschaftliche Engagement

zahlreicher Partner die Realisierung des Festivalprogramms.

Das Musikfest Bremen dankt allen Sponsoren und Förderern.

Die Hauptsponsoren und -förderer des Musikfest Bremen 2013:

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DIE ERÖFFNUNG

3 AUS 24 ...

EINE GROSSE

NACHTMUSIK

24 Konzerte an 8 Spielstätten in 3 Zeitschienen – ist mehr Vielfalt an einem

Abend möglich? Zum Auftakt rund um den Marktplatz haben Sie die Wahl

und stellen sich bewährt nach Ihrem persönlichen Gusto ein dreiteiliges

musikalisches Menü zusammen. In den Konzerten stellt die Mischung aus

Epochen, Stilrichtungen, Genres und Künstlern ein faszinierendes Spiegelbild

für den unermesslichen Reichtum der Welt der Musik dar: schwelgerische

Orchesterklänge, sakrale Chormusik, Sinnliches aus dem Barock, exquisite

Kammermusik, avantgardistischer Jazz und fetzige World Music-Rhythmen.

Lichtdesigner Christian Weißkircher hüllt passend dazu mit seinen stimmungsvollen

Illuminationen die Spielstätten rund um Bremens »gute Stube« mit dem

UNESCO-Welterbe Rathaus und Roland in ein festliches Gewand.

Die Künstler der »groSSen Nachtmusik«

Das Rotterdam Philharmonic Orchestra ist einer der führenden Klangkörper

Europas. Geleitet von dem jungen, energiegeladenen kanadischen

Dirigenten Yannick Nézet-Séguin begeistert es durch rhythmische

Präzision, Klangreichtum und einer mitreißenden Mischung aus Kraft

und Poesie. Mit der ungemein ausdrucksstarken und stimmlich aus dem

Vollen schöpfenden Anna Caterina Antonacci gesellt sich eine der derzeit

international versiertesten Sängerinnen dazu.

Der Salzburger Bachchor besticht durch präzise Intonation, Differenzierungsgabe

und einen beispielhaft homogenen, satten und dennoch biegsamen

Klang. Diese Qualitäten erlauben ihm in seinem Programm sakraler

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Meisterwerke bewegende Interpretationen von großer Eindringlichkeit.

Bariton Georg Nigl fesselt durch eine höchst wendige Stimme und eine

eindringliche musikalische Gestaltung. Sein barocker Liebesliederabend mit

Luca Pianca und Vittorio Ghielmi macht quer durch England, Frankreich und

Italien die leidenschaftliche Seite dieser Epoche lebendig.

Gli Incogniti »Die Unbekannten«, so heißt das von Amandine Beyer

geleitete internationale Kammerensemble bestens aufeinander eingespielter

Musiker. Mit technischer Brillanz, sprühender Musizierlaune

und leidenschaftlicher Verve präsentieren sie eine stimmungsvolle wie

variantenreiche Auswahl von Werken Arcangelo Corellis.

Die virtuosen Bläser der Musiciens du Louvre Grenoble begeistern durch

ihr farbenreiches, dynamisches und leichtfüßiges Spiel. Stilvoll-elegante

und spritzige Kammermusik von Mozart und Beethoven wird bei ihnen

in wunderbarem Originalklang zu einem mitreißenden Erlebnis.

Als Vertreter der jungen Generation nehmen sie bereits mit erstaunlicher Reife

und Tiefgang für sich ein: Kit Armstrong und Andreas Wolf. Überzeugte Wolf

bereits im Musikfest mit seinem kernig-machtvollen, dabei schlank geführten

Bass-Bariton in Mozarts »Così fan tutte« und »Thamos«, gibt der kalifornische

Ausnahme-Pianist Armstrong sein Festival-Debüt.

Das Neil Cowley Trio gilt als einer der aufregendsten Live-Acts aus Großbritannien.

Schon mit dem Debüt-Album gewann es 2006 einen BBC Jazz Award und

erfindet seitdem seinen Mix aus Klassik-, Trance-, Rock- und Jazz-Elementen

immer wieder neu – unverschnörkelt, energiereich und dynamisch!

Der libanesisch-französische Jazztrompeter Ibrahim Maalouf verwebt

mit seiner Band Einflüsse aus Jazz, Klassik, Funk, Chanson, Folklore und

orientalischer Musik zu einer elektrisierenden Einheit voller Lebensfreude,

Sehnsucht, Melancholie und Mystik.

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24

08

ERÖFFNUNG

»EINE GROSSE NACHTMUSIK«

3 AUS 24

SO FUNKTIONIERT’S

Stellen Sie sich nach Ihren Wünschen eine musikalische Route zusammen

und wählen Sie je ein Konzert um 19.30 Uhr, um 21.00 Uhr und um 22.30 Uhr.

Sie müssen bei Ihrer Wahl nur Folgendes beachten: Ein Konzert in Ihrer

Zusammenstellung muss im St. Petri Dom oder in der Glocke stattfinden sowie

mindestens ein Konzert an einem der anderen sechs Orte.

Die einzelnen Konzerte haben eine Länge von ca. 45 Minuten, so dass

Ihnen zwischen den Konzerten jeweils genügend Zeit bleibt, den nächsten

Veranstaltungsort aufzusuchen. Tickets: Einheitspreis € 75 (erm. € 57)

DIE GLOCKE /

GROSSER SAAL

ST. PETRI DOM

19.30 UHR 21.00 UHR 22.30 UHR

ROTTERDAM PHILHARMONIC

ORCHESTRA

ANNA CATERINA ANTONACCI/Sopran

YANNICK NÉZET-SÉGUIN/Dirigent

Richard Wagner: »Wesendonck-Lieder«

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Ouvertüre

»Romeo und Julia«

SALZBURGER BACHCHOR

Alois Glassner/Leitung

»Pater noster«: A-cappella-Chormusik von

Jacobus Gallus, Giuseppe Verdi,

Francis Poulenc, William Albright u. a.

ROTTERDAM PHILHARMONIC

ORCHESTRA

YANNICK NÉZET-SÉGUIN/Dirigent

Sergej Prokofjew: Sinfonie Nr. 5

B-Dur op. 100

SALZBURGER BACHCHOR

Alois Glassner/Leitung

»Pater noster«: A-cappella-Chormusik von

Jacobus Gallus, Giuseppe Verdi,

Francis Poulenc, William Albright u. a.

ROTTERDAM PHILHARMONIC

ORCHESTRA

ANNA CATERINA ANTONACCI/Sopran

YANNICK NÉZET-SÉGUIN/Dirigent

Hector Berlioz: »Les nuits d'été«

SALZBURGER BACHCHOR

Alois Glassner/Leitung

»Pater noster«: A-cappella-Chormusik von

Jacobus Gallus, Giuseppe Verdi,

Francis Poulenc, William Albright u. a.

RATHAUS

BREMEN /

OBERE HALLE

GLI INCOGNITI &

AMANDINE BEYER/Violine

»Bread of life I«: Werke von Arcangelo Corelli

GLI INCOGNITI &

AMANDINE BEYER/Violine

»Bread of life II«: Werke von

Arcangelo Corelli

GLI INCOGNITI &

AMANDINE BEYER/Violine

»Bread of life III«: Werke von

Arcangelo Corelli

HAUS DER

BÜRGERSCHAFT

Les Vents des Musiciens

du Louvre Grenoble

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart

und Ludwig van Beethoven

Les Vents des Musiciens

du Louvre Grenoble

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart

und Ludwig van Beethoven

Les Vents des Musiciens

du Louvre Grenoble

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart

und Ludwig van Beethoven

UNSER LIEBEN

FRAUEN KIRCHE

GEORG NIGL/Bariton

VITTORIO GHIELMI/Gambe

LUCA PIANCA/Laute

»Guerra amorosa«: Werke von

Claudio Monteverdi, Henry Purcell,

Georg Friedrich Händel, Giulio Caccini u. a.

GEORG NIGL/Bariton

VITTORIO GHIELMI/Gambe

LUCA PIANCA/Laute

»Guerra amorosa«: Werke von

Claudio Monteverdi, Henry Purcell,

Georg Friedrich Händel, Giulio Caccini u. a.

GEORG NIGL/Bariton

VITTORIO GHIELMI/Gambe

LUCA PIANCA/Laute

»Guerra amorosa«: Werke von

Claudio Monteverdi, Henry Purcell,

Georg Friedrich Händel, Giulio Caccini u. a.

HAUS SCHÜTTING

KIT ARMSTRONG/Klavier

ANDREAS WOLF/Bass-Bariton

Werke von Franz Schubert,

Johannes Brahms, Robert Schumann und

Wolfgang Amadeus Mozart

KIT ARMSTRONG/Klavier

Werke von Johann Sebastian Bach

KIT ARMSTRONG/Klavier

ANDREAS WOLF/Bass-Bariton

Werke von Franz Schubert,

Johannes Brahms, Robert Schumann und

Wolfgang Amadeus Mozart

ATLANTIC GRAND HOTEL /

INNENHOF

NEIL COWLEY TRIO

Programm nach Ansage

NEIL COWLEY TRIO

Programm nach Ansage

NEIL COWLEY TRIO

Programm nach Ansage

LANDGERICHT /

INNENHOF

IBRAHIM MAALOUF BAND

»Diagnostic«

IBRAHIM MAALOUF BAND

»Diagnostic«

IBRAHIM MAALOUF BAND

»Diagnostic«

8

Änderungen des Programms vorbehalten!

Präsentiert durch:

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AUG/SEPT

Das Arp-Schnitger-Festival widmet sich dem Schaffen des aus der Wesermarsch

stammenden Orgelbauers Arp Schnitger (1648–1719), der bereits

zu Lebzeiten die umfangreichste Werkliste und die weiteste geographische

Verbreitung seiner Instrumente aufwies. Heute sind seine noch erhaltenen

Orgeln und die in seiner Tradition entstandenen Nachbauten in aller Welt

zu einem herausragenden Bestandteil der globalen Orgelkultur geworden.

Im Rahmen des Musikfest Bremen 2012 hat sich eine Interessensgemeinschaft

von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur mit dem Ziel

gebildet, die 45 weltweit erhaltenen Orgeln und Prospekte Schnitgers

anlässlich seines 300. Todesjahres 2019 als erstes interkontinentales

Projekt in die Liste des UNESCO-Welterbes aufnehmen zu lassen.

DIE KONZERTE

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL I

SO / 25. AUG / Kirche St. Nicolai, Cuxhaven-Altenbruch (Klapmeyer-Orgel)

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL II

SO / 25. AUG / Kirche St. Jacobi, Cuxhaven-Lüdingworth (Wilde-Schnitger-Orgel)

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL III

MI / 28. AUG / Zionskirche, Worpswede (Ahrend-Orgel)

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL IV

DO / 29. AUG / Martinikerk, Groningen (NL) (Schnitger-Orgel)

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL V

DO / 29. AUG / Der Aa-Kerk, Groningen (NL) (Schnitger-Orgel)

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL VI

FR / 30. AUG / Kirche St. Peter und Paul, Cappel (Schnitger-Orgel)

2013

Bei MUSIKFEST SURPRISE ist der Name Programm!

Die beliebte Konzertreihe im BLG-Forum Überseestadt

geht ins vierte Jahr und bietet weiterhin Überraschungen

für so ziemlich jeden Musikgeschmack. Hier erwarten das Publikum

freche Programme, die in keine herkömmliche Schublade passen. Das

können ungewöhnliche Besetzungskonstellationen genauso sein wie

unkonventionelle Darbietungsformen oder unerwartete musikalische

Brückenschläge. Zeitgenössisches trifft auf Klassisches, Freejazz auf

Heavy Metal, Orient auf Okzident – MUSIKFEST SURPRISE stellt als Laboratorium

repräsentativ aktuelle Entwicklungen aus dem internationalen

Musikleben zur Diskussion. Auf Reihenbestuhlung wie im klassischen

Konzerthaus wird verzichtet und stattdessen Club-Atmosphäre mit

kleinen Tischen und Stühlen, freier Platzwahl und Getränkeausschank

geboten. Das passt ausgezeichnet zu dem vom Musikfest Bremen bereits

seit 2005 initiierten Impuls, die Aufbruchsstimmung in der Überseestadt

auch mit kulturell ambitionierten Inhalten zu flankieren.

DIE KONZERTE

MUSIKFEST SURPRISE I: »RUDRESH MAHANTHAPPA’S GAMAK«

DI / 03. SEPT / BLG-Forum Überseestadt, 21 Uhr

MUSIKFEST SURPRISE II: »NIK BÄRTSCH’S RONIN«

MI / 04. SEPT / BLG-Forum Überseestadt, 21 Uhr

MUSIKFEST SURPRISE III: »THE MOSAIC-PROJECT«

DO / 05. SEPT / BLG-Forum Überseestadt, 21 Uhr

MUSIKFEST SURPRISE IV: »TORSO«

FR / 06. SEPT / BLG-Forum Überseestadt, 21 Uhr

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL VII

SO / 01. SEPT / St. Cyprian- und Corneliuskirche, Ganderkesee (Schnitger-Orgel)

Einheitspreis 30 Euro (erm. 20 Euro)

Die ausführlichen Angaben zu den Konzerten entnehmen Sie bitte der chronologischen Übersicht des Musikfest-Programms ab Seite 12.

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PROGRAMM

ÜBERSICHT

© Matthias Baus

Rolando Villazón

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08

25

08

»EINE GROSSE NACHTMUSIK«

Eröffnungsfest mit diversen Künstlern an 8 Spielstätten

rund um den Marktplatz (siehe gesonderte Übersicht)

SA / 24. AUG / ab 19.30 Uhr

Tickets: Einheitspreis € 75 (erm. € 57)

präsentiert von EWE, swb, OHB AG und WESER-KURIER

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL I: »SYMPHONIAE SACRAE«

OLTREMONTANO/Bläserensemble

ARP-SCHNITGER-ENSEMBLE

WIM BECU/Leitung

Werke von Hieronymus Praetorius, Giovanni Gabrieli und Heinrich Schütz

SO / 25. AUG / 17 Uhr

Kirche St. Nicolai, Cuxhaven-Altenbruch

Tickets: Einheitspreis € 25 (erm. € 20)

In Altenbruch steht die reich ausgestattete Kirche St. Nicolai, einer der drei

»Bauerndome« im Land Hadeln. Die Orgel stammt in ihren Ursprüngen aus

den Jahren 1497–98 und ist mehrfach erweitert worden. Johann Hinrich

Klapmeyer, dessen Vater ein Schüler Arp Schnitgers war, gab ihr 1727–30

die jetzige Form. Dadurch enthält die Orgel Pfeifenwerk aus der Gotik, der

Renaissance, der Barockzeit und dem 20. Jahrhundert und zählt zu den

bedeutendsten Denkmälern mitteleuropäischer Orgelbaukunst. Wie schon das

Bach Collegium Japan in 2010, werden Oltremontano und das Arp-Schnitger-

Ensemble unter der Leitung von Wim Becu für ihre »Symphoniae sacrae« die

Orgel als Continuo-Instrument einsetzen – ein faszinierendes Hörerlebnis!

»LUCIO SILLA«

LES MUSICIENS DU LOUVRE GRENOBLE

ROLANDO VILLAZÓN/Lucio Silla, OLGA PERETYATKO/Giunia

MARIANNE CREBASSA/Cecilio, INGA KALNA/Lucio Cinna

EVA LIEBAU/Celia

SALZBURGER BACHCHOR

MARC MINKOWSKI/Musikalische Leitung

Wolfgang Amadeus Mozart: »Lucio Silla« KV 135 (halbszenisch)

Eine Koproduktion der Stiftung Mozarteum Salzburg und der

Salzburger Festspiele in Kooperation mit dem Musikfest Bremen

SO / 25. AUG / 18 Uhr / Musical Theater Bremen

DI / 27. AUG / 19 Uhr / Musical Theater Bremen

Tickets: € 125 / 105 / 85 / 65 / 40 (Ermäßigung 20 %)

Mozart war 16 Jahre alt, als er 1772 als Auftragswerk für die Eröffnung

der Mailänder Opernsaison seine Opera seria »Lucio Silla« über den

wütend-liebenden und am Ende glücklich bekehrten römischen

Diktator Lucius Cornelius Sulla Felix schrieb. Sie markiert einen

Wendepunkt in seinem Schaffen: Das Wunderkind wandelt sich zum

reifen Komponisten. Mozart besticht hier bereits sowohl durch ein

faszinierendes Gespür für individualisierte Figurenzeichnungen als

auch durch einen Erfindungsreichtum in Melodik und Instrumentation.

Die bezwingende musikalische Gestaltung von Marc Minkowski und

seinen auf Originalinstrumenten spielenden Musiciens du Louvre

Grenoble sowie die brillante Sängerbesetzung, angeführt von Star-

Tenor Rolando Villazón als Lucio Silla, versprechen eine aufregend

neue Sicht auf dieses Meisterwerk des jungen Mozarts.

präsentiert von der Bremer Landesbank

25

08

27

08

12 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47 13


© Virgin Classics

Marcin Szelest

Oltremontano (Arp-Schnitger-Festival I)

Christina Pluhar

25

08

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL II:

»Orgelschatz im Bauerndom«

MARCIN SZELEST/Orgel

Peter Hasse: Praeambulum pedaliter

Hieronymus Praetorius: Wenn mein Stündlein vorhanden ist

Johann Steffens: Fantasia

Heinrich Scheidemann: Toccata auf 2 Clavier WV 43

Paul Siefert: Fantasia primi toni

Jacob Praetorius: Von allen Menschen abgewandt

Samuel Scheidt: Alamande »Also geht’s, also stehts« (Tabulatura nova II, 1624)

David Äbel: Praeludium pedaliter

Michael Praetorius: Hymnus in festo nativitatis Christi: Summo parenti Gloria

SO / 25. AUG / 20 Uhr

Kirche St. Jacobi, Cuxhaven-Lüdingworth

Tickets: Einheitspreis € 15 (erm. € 12)

Der »Bauerndom« in Lüdingworth gehört zu den eindrucksvollsten

Dorfkirchen in Norddeutschland mit einer prächtigen Ausstattung aus dem

Mittelalter, der Renaissance und der Barockzeit. Für die 1682-83 errichtete

Orgel verwendete Arp Schnitger das Pfeifenwerk der Vorgängerorgel,

einer großen Renaissance-Orgel von Antonius Wilde aus dem Jahr 1599.

Schnitger, ein Meister der Integration älterer Instrumente in sein Konzept,

schuf ein reich disponiertes Werk mit einer Vielfalt von Consortklängen,

die sehr günstig für die Darstellung des Repertoires aus dem gesamten

17. Jahrhundert ist. Folgerichtig bringt der polnische Organist Marcin

Szelest das Instrument mit einer repräsentativen Werkauswahl von

Komponisten der Norddeutschen Orgelschule aus dieser Zeit zum Klingen.

»MEDITERRANEO«

ENSEMBLE L'Arpeggiata

Mísia/Gesang, Nuria Rial/Sopran, Vincenzo Capezzuto/Gesang

CHRISTINA PLUHAR/Leitung und Theorbe

»Mediterraneo«: Lieder und Instrumentalwerke aus dem Mittelmeerraum

MI / 28. AUG / 20 Uhr / Die Glocke, Bremen

tickets: € 60 / 50 / 40 / 25 / 15 (Ermäßigung 20 %)

In ihrem neuen Programm »Mediterraneo« begeben sich Christina

Pluhar und ihr Ensemble L'Arpeggiata auf eine musikalische Reise

durch den Mittelmeerraum. Gemäß dem Motto »Das Meer trennt die

Kulturen nicht, sondern verbindet sie« vereint »Mediterraneo« Lieder

und Instrumentalwerke voller Melancholie und überschäumendem

Temperament. Wie Perlen an einer Schnur reihen sich um das Mittelmeer

die Länder und Kulturen – und eine Fülle verschiedenster Musikstile, die

allesamt einen großen »Sound Europas« bilden, bestehend aus Stilen

wie Fado, Fandango, Tarantella und vielem mehr. Mit einer Starbesetzung

an Gesangssolisten vereint L'Arpeggiata Traditionen aus Portugal,

Katalonien, Spanien, Italien und Griechenland – eine Reise durch

pittoreske Küstenlandschaften, detailreich und sonnenbeschienen, voller

Kontraste, aber immer vereint durch das große Meer in Europas Mitte.

präsentiert von Berenberg

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14 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47

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© Patric Leo

© Günter W. Schnell

Els Biesemans

Orgel Martinikerk Groningen

Harald Vogel

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ARP-SCHNITGER-FESTIVAL III: »PREISTRÄGERIN DES

ARP-SCHNITGER-ORGELWETTBEWERBS 2012«

ELS BIESEMANS/Orgel

»Bach und die Norddeutsche Orgelschule«:

Nicolaus Bruhns: Praeludium und Fuge e-Moll

Johann Sebastian Bach: Sonate IV e-Moll BWV 528,

»Allein Gott in der Höh’ sei Ehr« à 2 Clav. et Pedale Canto fermo in Soprano

BWV 662, »Allein Gott in der Höh’ sei Ehr« à 2 Clav. et Pedale Canto fermo

in Tenore BWV 663, Trio super »Allein Gott in der Höh’ sei Ehr« à 2 Clav. et

Pedale BWV 664, Praeludium und Fuge G-Dur BWV 550

Matthias Weckmann: Magnificat II. Toni

Georg Böhm: Capriccio D-Dur

MI / 28. AUG / 20 Uhr / Zionskirche, Worpswede

Tickets: Einheitspreis € 15 (erm. € 12)

Sie kam, spielte und siegte! Von den dreizehn angetretenen Teilnehmern

aus zehn Nationen ging die 1978 in Antwerpen geborene Els Biesemans

in der Finalrunde als Gewinnerin des Arp-Schnitger-Orgelwettbewerbs

im Rahmen des Musikfest Bremen 2012 hervor. Durch das letztjährige

Preisträgerkonzert in der Zionskirche Worpswede bereits mit der dortigen

neuen Ahrend-Orgel in der Tradition von Arp Schnitger, Erasmus Bielfeldt und

Dietrich Christoph Gloger vertraut, stellt Els Biesemans in ihrem diesjährigen

Engagement passend zur kammermusikalischen Ausrichtung dieses

Instruments Bach und die Norddeutsche Orgelschule in den Mittelpunkt.

präsentiert von der Bremer Landesbank

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL IV:

»DIE BATTAGLIA-TRADITION«

HARALD VOGEL/Orgel

»Die Battaglia-Tradition«:

Heinrich Scheidemann: Praeambulum ex d

Johann Caspar Kerll: Battaglia, Canzone 3 (d)

Johann Kuhnau: Biblische Sonate »Der Streit zwischen David und Goliath«

(Battaglia)

Dieterich Buxtehude: Praeludium ex D. fis BuxWV 139 (Battaglia)

Arcangelo Corelli: Fuga h-Moll (Orgelübertragung, London 1783,

aus op. 3, Rom 1689)

Johann Sebastian Bach: Fuga h-Moll (nach Corelli) BWV 579,

Praeludium und Fuga C-Dur BWV 531 (Battaglia)

DO / 29. AUG / 18.30 Uhr / Martinikerk, Groningen (NL)

Tickets: Einheitspreis € 15 (erm. € 12)

Nach der erfolgreichen Premiere des Arp-Schnitger-Festivals im vergangenen Jahr

in Groningen, steht in diesem Jahr ein Doppelkonzert an zwei der prächtigsten

Schnitger-Orgeln an. Mit dem Auftrag für Arbeiten am Instrument in der Martinikerk

begründete Schnitger seinen Ruf in den Niederlanden. Im Zuge der Umbauten

und Erweiterungen unter ihm sowie seinem Sohn und dem Werkstattnachfolger

wurden alle noch brauchbaren älteren Pfeifen übernommen, so dass die Orgel

heute Pfeifen aus dem Zeitraum von 1481 bis 1984 enthält. Harald Vogel,

2012 mit dem Musikfest-Preis für seine Verdienste um die Wiederbelebung

der norddeutschen Orgelkultur ausgezeichnet, bringt diese zum Klingen.

Er geht der Tradition der »Battaglia« nach, der programmmusikalischen

Darstellung von Kampfszenen, und stellt mit Kuhnaus »Streit zwischen

David und Goliath« ein herausragendes Beispiel in den Mittelpunkt.

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16 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47 17


© Patric Leo

© Bertrand Pichène

© Jacques Veerres

Orgel Der Aa-Kerk Groningen

La Cappella Mediterranea

Leonardo García Alarcón

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ARP-SCHNITGER-FESTIVAL V:

»DEUTSCHE UND ITALIENISCHE STILVERBINDUNGEN«

HARALD VOGEL/Orgel

»Deutsche und italienische Stilverbindungen«:

Heinrich Scheidemann: Magnificat 5. Toni ex F

Felice Anerio: »Mio cor, se vera sei salamandra« Madrigal à 5

Heinrich Scheidemann: Intavolierung »Mio cor, se vera sei salamandra« (nach Anerio)

Johann Adam Reincken/Dieterich Buxtehude: Choralfantasie »Nun freut euch,

lieben Christen gmein«

Dieterich Buxtehude: Toccata con Pedale ex F BuxWV 157

Johann Gottfried Walther: Concerto h-Moll von Antonio Vivaldi [del Signr. Meck]

appropriato all’organo

Johann Sebastian Bach: Herzlich tut mich verlangen BWV 742/727,

Praeludium und Fuga h-Moll BWV 544

DO / 29. AUG / 20.30 Uhr / Der Aa-Kerk, Groningen (NL)

Tickets: Einheitspreis € 15 (erm. € 12),

Kombiticket Konzert 18.30 Uhr und 20.30 Uhr

€ 25 (erm. € 20)

Groningen, ein Paradies für Orgelfans! Nach Verlassen der Martinikerk bedarf es

nämlich nur einiger Schritte über den Fischmarkt und schon erhebt sich vor einem

die Der Aa-Kerk. Dort baute Schnitger Ende des 17. Jahrhunderts seine größte

Orgel in den Niederlanden, die jedoch 1710 durch den Einsturz des Kirchturms

zerstört wurde. Rund 100 Jahre vergingen, bis durch eine Schenkung Wilhelms I.

die ursprünglich für die Groninger Academiekerk erbaute Schnitger-Orgel hierhin

gelangte. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten Barockorgeln Nordeuropas.

An ihr zeigt Harald Vogel auf, wie im Barock der konzertante italienische Stil von

Komponisten wie Scheidemann, Buxtehude und Bach aufgegriffen wurde und

die Entwicklung der norddeutschen Orgelschule nachhaltig beeinflusste.

»DIE SINTFLUT«

LA CAPPELLA MEDITERRANEA

Solisten

CHŒUR DE CHAMBRE DE NAMUR

LEONARDO GARCÍA ALARCÓN/Leitung

Michelangelo Falvetti: »Il diluvio universale« (Oratorium, 1682)

DO / 29. AUG / 20 Uhr / St.-Lucas Kirche, Scheeßel

Tickets: € 35 / 30 /25 (Ermäßigung 20 %)

Die Sintflut, Gottes Strafgericht über die sündige Menschheit, ist eine der

bekanntesten und erschütterndsten Episoden des Alten Testaments.

Der italienische Komponist Michelangelo Falvetti hat sie wohl nicht ohne

Grund 1682 zum Thema eines Oratoriums gemacht. Seit jenem Jahr war

Falvetti als Kapellmeister im sizilianischen Messina tätig und gerade diese

Stadt ist selbst immer wieder von Erdbeben verwüstet und gleichzeitig

von der sie beherrschenden spanischen Krone mit Sanktionen belegt

worden. Die Ausgrabung dieses barocken Meisterwerks ist dem jungen,

aus Argentinien stammenden gefragten Dirigenten Leonardo García

Alarcón zu verdanken. Mit der Cappella Mediterranea und dem Kammerchor

von Namur sowie einer erstklassigen Riege von Solisten verspricht er

eine packende Interpretation dieses dramatischen Oratoriums. Der

besondere Clou liegt in der Verpflichtung von Keyvan Chemirani, einem

Meister orientalischer Perkussionsinstrumente, der dieser Musik ein

besonderes Flair verleiht, welches Sizilien als Schnittpunkt von Okzident

und Orient bestens entspricht – eine spannende Deutschlandpremiere!

präsentiert von EWE

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© Laetitia Carrette

© Lynn Goldsmith

© Beate Ulich

Fanny Clamagirand

Lise de la Salle

Pier Damiano Peretti

Orgel Cappel

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08

»JUNGE STERNE«

FANNY CLAMAGIRAND/Violine

LISE DE LA SALLE/Klavier

Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 D-Dur op. 12

Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate für Klavier und Violine G-Dur KV 301

(KV 293a), Sonate für Klavier und Violine e-Moll KV 304 (KV 300c),

Sonate für Klavier und Violine A-Dur KV 526

Claude Debussy: Sonate für Violine und Klavier g-Moll

FR / 30. AUG / 20 Uhr / Altes Kurhaus, Bad Zwischenahn

Tickets: Einheitspreis € 30 (erm. € 20)

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL VI: »JUWEL IM MARSCHLAND«

PIER DAMIANO PERETTI/Orgel

Dieterich Buxtehude: Toccata in d BuxWV 155, Mit Fried und Freud ich fahr

dahin BuxWV 76, Toccata in F BuxWV 156, Ich dank dir lieber Herre BuxWV 194

Hugo Distler: Sonatine aus »Dreißig Spielstücke« op. 18/1

Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge C-Dur BWV 531, Partite diverse

sopran: »Ach, was soll ich Sünder machen« BWV 770

Pier Damiano Peretti: Musica mechanica

FR / 30. AUG / 19 Uhr / Kirche St. Peter und Paul, Cappel

Tickets: Einheitspreis € 12 (erm. € 10)

30

08

Sie gelten als zwei der talentiertesten französischen musikalischen

Persönlichkeiten der jungen Generation und ihr Stern am Klassikhimmel

beginnt immer heller zu erstrahlen: Geigerin Fanny Clamagirand und

Pianistin Lise de la Salle. Die beiden Künstlerinnen konnten in den

vergangenen Jahren zahlreiche renommierte Wettbewerbe für sich

entscheiden und sind bereits in fast allen wichtigen Konzerthäusern

und mit den renommiertesten Orchestern der Welt aufgetreten. Auch

als Kammermusikerinnen beindrucken sie mit einer souveränen

Technik, einem elanvollen Musizierstil und einer bezwingenden Intuition

für musikalische Logik – genau das richtige »Handwerkszeug« für

ihre Interpretationen von Mozart, Beethoven und Debussy.

präsentiert von EWE

Bei Orgelfreunden in der ganzen Welt genießt sie seit Jahrzehnten schon

Kult-Status: die am besten erhaltene Orgel von Arp Schnitger. Sie findet

sich in der kleinen Kirche St. Peter und Paul in Cappel im »Land Wursten«

zwischen Weser- und Elbemündung. Von Schnitger 1680 ursprünglich für die

Hamburger Klosterkirche St. Johannis erbaut, kaufte die Gemeinde Cappel

das Instrument 1816 während der Wirren der Napoleonischen Kriege für 600

Taler an. Im Prospekt stehen unverändert die einzigen in Norddeutschland

erhaltenen Zinn-Prospektpfeifen aus der Werkstatt Schnitgers. Seinen heute

schon legendären Ruf verschafften dieser Orgel die Bach-Aufnahmen von

Helmut Walcha (1950 und 1952), die behutsame Restaurierung in 1976/77

festigte die herausragende Stellung des Instruments. Der italienische

Organist Pier Damiano Peretti schlägt einen großen Bogen von Dieterich

Buxtehude und Johann Sebastian Bach über Hugo Distler bis zu seiner

Eigenkomposition »Musica mechanica«, die explizit auf die Besonderheiten

barocker Instrumente in der Tradition Schnitgers angelegt sein wird.

20 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47 21


© Peter Fischli-Lucerne Festival

© Studio Amati-Bacciardi

Quatuor Beat

José Maria Lo Monaco

Eva Mei

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08

OPEN UP!

KINDERPROGRAMM: »DRUMBLEBEE«

QUATUOR BEAT:

GABRIEL BENLOLO, LAURENT FRAÎCHE,

JÉRÔME GUICHERD und AURÉLIEN CARSALADE/Percussion

DAN TANSON/Konzept und Regie

ELA BAUMANN/Choreografie

EMILIE COTTAM/Kostüme

STÉPHANE CHONER/Lichtdesign

»Drumblebee«: Ein inszeniertes Percussion-Konzert für Kinder ab 5 Jahren

mit Werken vom Quatuor Beat, Igor Strawinsky, Nikolai Rimski-Korsakov,

Goran Bregovic u. a.

Eine Produktion der Philharmonie Luxembourg in Koproduktion mit Lucerne

Festival, KölnMusik und Grazer Spielstätten

SA / 31. AUG / 16 und 18 Uhr

BLG-Forum Überseestadt, Bremen

Tickets: Erwachsene € 15 (erm. € 12), Kinder € 5

siehe Seite 46

In »Drumblebee« des Pariser Quatuor Beat verschmelzen Bewegung

und Rhythmus, tiefgreifende Musikalität und begeisternde Choreographie

zu einem inszenierten Percussion-Konzert ganz ohne Worte. Virtuose

Trommelkunst paart sich mit Tempo und Spontaneität, archaische

Kraft mit launiger Darbietung und unbändiger Spielfreude. Die im

April 2012 uraufgeführte Auftragsproduktion der Philharmonie

Luxembourg für Kinder ab fünf Jahren erhielt bereits zwei bedeutende

Auszeichnungen: den Publikumspreis bei den »Young Audiences

Music Awards« der Jeunesses musicales und den »junge ohren«-

Sonderpreis der Jury des »netzwerk junge ohren«. »Drumblebee« –

ein virtuoser Hummelflug für alle, die nicht gerne still sitzen!

»LES SOIRÉES MUSICALES«

EVA MEI/Sopran

JOSÉ MARIA LO MONACO/Mezzosopran

FILIPPO ADAMI/Tenor

UGO GUAGLIARDO/Bass

GIANNI FABBRINI/Klavier

Gioacchino Rossini: Auszüge aus »Soirées musicales«

und »Pêchés de vieillesse«

Luigi Gordigiani: »Canti populari toscani« und andere Werke

SA / 31. AUG / 20 Uhr / Die Glocke, Bremen

Tickets: € 65 / 50 / 40 / 25 / 15 (Ermäßigung 20 %)

Als im 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum die romantischen

Kunstlieder eines Franz Schubert ihre Verbreitung fanden, stand die Musikwelt

in Italien und Frankreich ganz im Zeichen des Belcanto. Gioacchino Rossini,

der 1829 in Paris auf dem Höhepunkt seines Ruhms sein Schaffen für die

Opernbühne aufgab, schrieb in den restlichen Jahrzehnten seines Lebens

noch sporadisch höchst anmutige Lieder sowie Kammermusik-Arien und

-Duette. Volksliedartige populäre Songs verschmolz er kunstfertig mit

Elementen seiner Belcanto-Arien, die Größen wie Wagner, Meyerbeer oder Verdi

zu seinen schönsten Kompositionen zählten. Parallel dazu schuf in Italien

Luigi Gordigiani unter anderem seine »Canti populari toscani«, für die er ganz

volksnah den Dialekt seiner toskanischen Heimat aufgriff. Angeführt von Eva

Mei, seit ihrem Musikfest-Debüt 1999 ein besonderer Liebling des Bremer

Publikums, machen die Künstler mit hierzulande nur selten zu hörenden

Schätzen exquisiter Salonmusik aus ihrer Heimat bekannt – eine Entdeckung!

präsentiert von der SIKORA AG

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08

22 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47

23


© Marco Borggreve

© Marco Borggreve

Le Concert Spirituel

Andris Nelsons

Kristl¯ne Opolais

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08

»VOKALPRACHT AUS FLORENZ«

LE CONCERT SPIRITUEL

Solisten

HERVÉ NIQUET/Leitung

Alessandro Striggio: Messe für 40 Stimmen (ein Festgottesdienst zum

Johannistag in Florenz mit Alessandro Striggios »Missa sopra Ecco si beato

giorno«, ergänzt um Musik von Claudio Monteverdi und Orazio Benevoli)

SA / 31. AUG / 20 Uhr / Dom zu Verden

Tickets: € 60 / 50 / 40 / 25 / 15 (Ermäßigung 20 %)

Nicht nur in Venedig wurde die frühbarocke Mehrchörigkeit zelebriert, auch

im prunkliebenden Florenz der Medici ließ man mehrere Chöre gegeneinander

singen, um sie dann polyphonisch miteinander zu verschränken. Besonders

prachtvoll wurde hier im majestätischen Dom am St. Johannistag

(24. Juni) musiziert, um dem Schutzheiligen der Stadt zu huldigen. Zu

diesem Anlass stellte Domkapellmeister Francesco Corteccia Mitte des

16. Jahrhunderts eine feierliche Messe zusammen. Den Großteil steuerte

Alessandro Striggio mit seiner im Auftrag von Großherzog Cosimo I. de’

Medici entstandenen monumentalen »Missa sopra Ecco si beato giorno«

für fünf achtstimmige Chöre bei. Hervé Niquet und die formidablen Sänger

und Instrumentalisten seines Concert Spirituel ergänzen diese Messe für

40 Stimmen kunstvoll um Striggios Motette »Ecce beatam lucem« und

Musik von Claudio Monteverdi und Orazio Benevoli. So entsteht die fiktive

Rekonstruktion eines pompösen Festgottesdienstes von spektakulärem

Ausmaß – ein betörend tönendes universales Klangerlebnis!

»SCHICKSALSMUSIK«

CITY OF BIRMINGHAM SYMPHONY ORCHESTRA

KRISTīNE OPOLAIS/Sopran

ANDRIS NELSONS/Dirigent

Giuseppe Verdi: Ouvertüre aus »La forza del destino«,

Salice & Ave Maria der Desdemona aus »Otello«

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Briefszene der Tatiana aus »Eugen Onegin« op. 24

Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

SO / 01. SEPT / 20 Uhr / Die Glocke, Bremen

Tickets: € 85 / 70 / 55 / 40 / 25 (Ermäßigung 20 %)

OPEN UP!

siehe Seite 46

Es gibt sie einfach, diese Fälle, bei denen sich ein Orchester und ein Dirigent

quasi blind verstehen. So auch beim City of Birmingham Symphony

Orchestra und seinem jungen Chefdirigenten Andris Nelsons! 2008 wurde

der damals 31-jährige Lette zum Music Director ernannt und seitdem knüpft

der britische Klangkörper nahtlos an seinen Weltruf an, den er sich unter

der langjährigen Ägide von Sir Simon Rattle erworben hat. Das Ergebnis

sind musikalische Höhenflüge, die Musiker wie Publikum gleichermaßen

elektrisieren. Gerade bei Verdi, Tschaikowsky oder Dvořák lebt, liebt und

leidet Nelsons mit suggestiver Körpersprache inbrünstig mit, fasziniert

mit höchstem Kontrastreichtum und kitzelt das letzte Quentchen

Ausdruck aus seinen Musikern heraus. Ihm ebenbürtig zur Seite steht –

auch im Privatleben – die lettische Sopranistin Kristīne Opolais, der mit

ihrer großen, biegsamen und farbenreichen Stimme bewegend-intensive

Rollenportraits gelingen, die fesseln und Staunen machen zugleich.

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09

präsentiert von EWE

präsentiert von der KBC Bank Deutschland AG

24 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47 25


© Marco Borggreve

Christianne Stotijn

Nicholas Collon

Sette Voci

01

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»DAS LIED VON DER ERDE«

AURORA ORCHESTRA

ANDREW STAPLES/Tenor

CHRISTIANNE STOTIJN/Mezzosopran

NICHOLAS COLLON/Dirigent

Gustav Mahler: »Das Lied von der Erde«

(Arr. Iain Farrington, Erstaufführung)

SO / 01. SEPT / 18 Uhr

Johannes a Lasco Bibliothek, Emden

Tickets: € 35 / 30 / 25 (Ermäßigung 20 %)

In einer Zeit schwerer persönlicher Schicksalsschläge komponierte Gustav

Mahler 1907–09 sein »Lied von der Erde«. Diesen Titel wählte er für das Werk

für zwei Vokalsolisten und Orchester nicht ohne Grund. Da es seine neunte

Sinfonie gewesen wäre, glaubte er auf diese Weise das Schicksal überlisten

zu können, das Komponisten wie Beethoven, Schubert, Dvořák und Bruckner

nur neun Sinfonien gestattet hatte. Mit dem »Lied von der Erde« gelang ihm

die vollkommene Verschmelzung von Vokalem und Sinfonischen, und später

sollte er das Werk als »das Persönlichste, was ich je geschrieben habe«

bezeichnen. Das junge englische Aurora Orchestra, das im vergangenen

Jahr bei »Musikfest Surprise« bereits u. a. mit Mahler für Furore gesorgt hat,

kann sich für dieses Meisterwerk mit Christianne Stotijn und Andrew Staples

zweier eindringlich gestaltender Sängerpersönlichkeiten sicher sein.

ermöglicht durch die NORDMETALL-Stiftung

ARP-SCHNITGER-FESTIVAL VII:

»MIT HEINRICH SCHÜTZ IN ITALIEN«

SETTE VOCI/Vokalsolistenensemble

PETER KOOIJ/Leitung

»Italienische Madrigale«:

Heinrich Schütz: Auszüge aus Italienischen Madrigalen op. 1

Girolamo Frescobaldi: Toccata Seconda g-Moll (aus II secondo libro de toccate)

Heinrich Schütz: Kleine Geistliche Konzerte (Auszüge)

Johann Jakob Froberger: Partita FbWV 606 »auff die Mayerin«

SO / 01. SEPT / 20 Uhr

St. Cyprian- und Corneliuskirche, Ganderkesee

Tickets: Einheitspreis € 25 (erm. € 20)

Heinrich Schütz hatte Glück: Sein Förderer, Landgraf Moritz von Hessen-

Kassel, wollte ihm ermöglichen, sein musikalisches Handwerk von der Pike

auf zu lernen. So trat Schütz von 1609 bis 1612 dank eines Stipendiums

seines Regenten ein dreijähriges Studium bei Giovanni Gabrieli in Venedig

an, einem der bedeutendsten Musiker seiner Zeit. Der 24-jährige Schütz

sog in der weltoffenen Lagunenmetropole die Kunst, Kultur und italienische

Sprache in sich auf und setzte sich eingehend mit der ästhetischen

Forderung Gabrielis auseinander, die Musik solle so genau wie möglich das

vertonte Wort nachbilden. Mit der 1611 veröffentlichten Madrigalsammlung

»Il Primo Libro de Madrigali« lieferte Schütz den beeindruckenden

»Beleg« seines Studiums ab, mit dem er sich seinem Meister mehr

als ebenbürtig erwies. Das Vokalsolistenensemble Sette Voci steht für

exzellente virtuose Gesangskunst mit sicherem Stilgefühl und profunder

Auseinandersetzung mit dem Notentext – wie geschaffen für die ungeheure

Dramatik und den melodischen Reichtum von Schütz’ Gesellenstück.

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09

präsentiert von EWE

26 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47

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© Jimmy Katz/Act

© Frank Thomas Koch

Rudresh Mahanthappa

Bremer Philharmoniker

Markus Poschner

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MUSIKFEST SURPRISE I:

»RUDRESH MAHANTHAPPA’S GAMAK«

RUDRESH MAHANTHAPPA/Altsaxophon

DAVID ›FUZE‹ FIUCZYNSKI/E-Gitarre

FRANÇOIS MOUTIN/Bass

DAN WEISS/Drums

Rudresh Mahanthappa: »Gamak«

DI / 03. SEPT / 21 Uhr / BLG-Forum Überseestadt, Bremen

Tickets: Einheitspreis € 30 (erm. € 20)

Der indisch-stämmige US-Amerikaner Rudresh Mahanthappa passt in kein

Klischee! Ganz bewusst unterläuft der 41-jährige Altsaxophonist jegliche

Erwartungshaltungen, hält sich alle Optionen offen und formuliert sein

Ziel wie folgt: »Musik [zu machen], die Kategorien verneint und die sehr

genau in die Zeit passt, in der wir leben«. Mit dem virtuosen, wandelfähigen

Gitarristen David ›Fuze‹ Fiuczynski, dem erfindungsreichen Bassisten

François Moutin und dem ausdrucksstarken Schlagzeuger Dan Weiss

wird er diesem Anspruch auch bei seinem neuesten Projekt »Gamak«

mehr als gerecht. Westliche Stilistik von der Klassik bis zum Freejazz

kombiniert er mit indischen Einflüssen und bindet dazu avancierte

Musikstile wie Country, Folk, Progressive Rock, Heavy Metal oder Ambient

ein. Das Ergebnis? Eine höchst faszinierende musikalische Tour de

force – urban, kosmopolitisch, energiegeladen und kompromisslos!

präsentiert von der ShoppingWelt dodenhof

»ZUM 200. GEBURTSTAG VON RICHARD WAGNER«

BREMER PHILHARMONIKER

Jane Irwin/Brünnhilde, Egils Silins/Wotan,

Carsten Mewes/Alberich, Agata Wilewska/Woglinde,

Bettina Ranch/Floßhilde, Isa Katharina Gericke/Wellgunde

MARKUS POSCHNER/Dirigent

Richard Wagner: Vorspiel und 1. Szene aus »Das Rheingold«, Walkürenritt

(Orchesterversion) und Wotans Abschied und Feuerzauber aus »Die

Walküre«, Siegfried-Idyll (Konzertversion) aus »Siegfried«, Siegfrieds

Rheinfahrt, Trauermarsch und Schlussgesang der Brünnhilde (»Starke

Scheite schichtet mir dort«) aus »Die Götterdämmerung«

MI / 04. SEPT / 20 Uhr / Die Glocke, Bremen

Tickets: € 70 / 60 / 50 / 35 / 20 (Ermäßigung 20 %)

Die Aufführung des 1. Aktes aus Richard Wagners »Die Walküre« im vergangenen

Musikfest geriet zu einem gefeierten Höhepunkt im Programm. Die Kritik

zeigte sich begeistert davon, wie Markus Poschner seine Philharmoniker »mit

überwältigender Genauigkeit und Schönheit im Detail« durch die Partitur

geführt hatte und das musikalische Geschehen »spannungsvoll wie einen

Krimi« inszeniert hatte. Man war sich einig: In dieser kongenial aufeinander

eingespielten Kombination steckt Potenzial für noch viel mehr! Grund genug,

dieser Einschätzung anlässlich des 200. Geburtstags von Richard Wagner

nachzukommen: Mit einem Querschnitt aus dem »Ring des Nibelungen« können

sich die Bremer Philharmoniker und ihr Generalmusikdirektor erneut von ihrer

besten Seite zeigen!

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präsentiert von FIDES

28 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47 29


© Martin Möll

© Julien Mignot

Nik Bärtsch’s RONIN

Quatuor Ebène

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MUSIKFEST SURPRISE II: »NIK BÄRTSCH’S RONIN«

NIK BÄRTSCH’S RONIN:

NIK BÄRTSCH/Klavier

SHA/Bassklarinette und Saxophon

THOMY JORDI/Bass

KASPAR RAST/Drums

Neue Module von Nik Bärtsch, interpretiert und improvisiert von RONIN

MI / 04. SEPT / 21 Uhr / BLG-Forum Überseestadt, Bremen

Tickets: Einheitspreis € 30 (erm. € 20)

»SCHLOSS-KONZERT«

QUATUOR EBÈNE

Joseph Haydn: Streichquartett C-Dur op. 76/3 Hob. III:77 (»Kaiserquartett«)

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 4 Sz 91

Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett Nr. 6 f-Moll op. 80

MI / 04. SEPT / 20 Uhr / Schloss Oldenburg

Tickets: Einheitspreis € 30 (erm. € 20)

präsentiert von EWE

04

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Nicht von ungefähr beschreibt Nik Bärtsch die Musik, die er mit seinem

Zen-Funk-Quartett RONIN macht, als »Ritual Groove Music«. Elemente

aus Funk, Jazz, Minimal Music und Klängen der japanischen Ritualmusik

verschmelzen zu einem eigenen Stil, der einer durchgehenden Ästhetik

folgt: mit minimalen Mitteln maximale Wirkung zu erzielen. Anstatt

den Kompositionen aussagekräftige Titel zu verleihen, bezeichnet Nik

Bärtsch sie schlicht als Module und versieht sie mit Ziffern. Verschiedene

Bausteine als Bestandteil eines größeren Systems verzahnen sich

so zu einem komplexen musikalischen Konzept, das radikale neue

Lösungen für viele Aspekte der improvisierten und komponierten

Musik liefert. Gerade bei ihren Live-Auftritten überzeugt RONIN mit

einer unglaublichen Präzision und Homogenität, die sich mit Vitalität,

Energie und Dynamik paaren und den Hörer geradezu in einen Sog

hineinziehen, der süchtig machen kann – ein absolutes Hörerlebnis!

präsentiert von der ShoppingWelt dodenhof

»Kammer-KONZERT«

QUATUOR EBÈNE

Joseph Haydn: Streichquartett C-Dur op. 76/3 Hob. III:77 (»Kaiserquartett«)

Béla Bartók: Streichquartett Nr. 4 Sz 91

Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett Nr. 6 f-Moll op. 80

DO / 05. SEPT / 20 Uhr / Kammersaal der Industrie- und

Handelskammer Bremerhaven

Tickets: Einheitspreis € 30 (erm. € 20)

präsentiert von der IHK Bremerhaven

Seit das französische Quatuor Ebène gleich mehrere Preise beim ARD-

Musikwettbewerb 2004 gewonnen hat, hat sich das junges Streichquartett

mit dynamischen und erfrischend eigenständigen Interpretationen an

die Weltspitze gespielt. Die drei angekündigten Werke versprechen eine

aufregende Verknüpfung von Klangwelten. Können die vier Musiker bei Haydn

und Bartók ihre schier überbordende Vitalität und Spielfreude entfalten, ist bei

Mendelssohn Bartholdys f-Moll-Quartett wiederum Reife und Ausdruckstiefe

gefragt, entstand es doch 1847 als eines der letzten Werke des Komponisten

unmittelbar nach dem Tod seiner geliebten Schwester Fanny.

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30 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47

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© Tracy Love

© Christian Lantry

© Vico Chamla

Terri Lyne Carrington

Dianne Reeves

Jordi Savall

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MUSIKFEST SURPRISE III: »THE MOSAIC-PROJECT«

TERRI LYNE CARRINGTON/Drums

DIANNE REEVES/Gesang

TINEKE POSTMA/Saxophon

JOSHUA HARI BROZOSKI/Bass

NIR FELDER/Gitarre

HELEN SUNG/Klavier

TIA FULLER/Saxophon

»The Mosaic Project«: Werke von Terri Lyne Carrington, Nona Hendryx,

John Lennon/Paul McCartney, Al Green u. a.

DO / 05. SEPT / 21 Uhr / BLG-Forum Überseestadt, Bremen

Tickets: Einheitspreis € 30 (erm. € 20)

Sie ist wohl die bekannteste Drummerin der internationalen Jazz-Szene:

Terri Lyne Carrington. Bereits in jungen Jahren als Wunderkind gefeiert,

hat sie mit Größen wie Dizzy Gillespie, Oscar Peterson, Wayne Shorter,

Herbie Hancock oder Pat Metheny gearbeitet. Als Produzentin, Komponistin

und Sängerin stellt sie Formationen von Künstlern unterschiedlicher

Stilrichtungen und Blickwinkel zusammen und vermengt dabei souverän

Jazz, Soul, Funk und vieles mehr. Für ihr aktuelles Projekt »Mosaic«

vereint sie erstklassige Musikerinnen um sich (ohne dabei dogmatisch

männliche Musiker außen vor zu lassen!) und bricht eine Lanze für die

mit Ausnahme großer Sängerinnen wie Dianne Reeves immer noch stark

unterrepräsentierten Frauen in der Jazz-Szene. Dem Programmtitel folgend

fügen sich die Kreativität aller Beteiligten und die daraus resultierende Vielfalt

wie ein Mosaik zusammen und spiegeln fesselnd einen Querschnitt durch

Generationen, Kulturen und musikalische Stile wider – female jazz at its best!

»EIN MUSIKALISCHES OPFER«

LE CONCERT DES NATIONS

JORDI SAVALL/Diskantviola, Bassviola und Leitung

Johann Sebastian Bach: »Ein Musikalisches Opfer« BWV 1079

FR / 06. SEPT / 20 Uhr

Unser Lieben Frauen Kirche, Bremen

Tickets: € 50 / 40 / 30 / 20 (Ermäßigung 20%)

Er ist wohl einer charismatischsten und umtriebigsten Protagonisten

der Alten Musik: Jordi Savall. Seit rund 30 Jahren widmet er sich der

authentischen Aufführung großer Werke der Vergangenheit und der

Wiederentdeckung vergessener oder vernachlässigter Musikschätze –

als Dirigent und als begeisterter Gambenspieler. Mit seinem Ensemble

Le Concert des Nations entlockt er dem reichen Schaffen Bachs durch

Dynamik, Plastizität, Klangschönheit und Musizierfreude immer wieder

neue Seiten. Dessen geheimnisumwittertes »Musikalisches Opfer«,

das die Nachwelt der gesicherten Begegnung des 62-jährigen Bachs

mit Friedrich II. von Preußen in Potsdam verdankt, ist für Savall gar

»eines der modernsten und schönsten kammermusikalischen Werke

aller Zeiten«. Mit Le Concert des Nations und Jordi Savall wird die

musikalische Welt am Hofe von Sanssouci wieder faszinierend lebendig.

in Zusammenarbeit mit der Philharmonischen Gesellschaft Bremen

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präsentiert von der ShoppingWelt dodenhof

32 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47 33


© LA Times

© Simon van Boxtel

© Anna Webber

Marino Formenti

Metropole Orkest

Kurt Elling

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MUSIKFEST SURPRISE IV: »TORSO«

MARINO FORMENTI/Klavier

»Torso«: wiederentdeckte Fragmente aus Arnold Schönbergs

Nachlass kombiniert mit Fragmenten von Wolfgang Amadeus Mozart,

Franz Schubert, Wolfgang Rihm, Beat Furrer u. a.

FR / 06. SEPT / 21 Uhr / BLG-Forum Überseestadt, Bremen

Tickets: Einheitspreis € 30 (erm. € 20)

»METROPOLE ORKEST MEETS KURT ELLING«

METROPOLE ORKEST

KURT ELLING/Gesang

JULES BUCKLEY/Leitung

»Metropole Orkest meets Kurt Elling«

SA / 07. SEPT / 20 Uhr / Die Glocke, Bremen

Tickets: € 65 / 55 / 45 / 35 / 20 (Ermäßigung 20 %)

07

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Die bezwingende Kombination von Intellekt und Emotionalität macht

den italienischen Pianisten und Dirigenten Mario Formenti zu einer der

herausragenden Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Seine Lust,

immer wieder neue Konzertformate zur Diskussion zu stellen, und

seine Vorliebe, Musik verschiedenster Epochen erhellend miteinander

zu konfrontieren, zeigt unmissverständlich, dass es bei ihm kein

Schubladendenken gibt! Von den kürzlich wiederentdeckten Fragmenten

aus Arnold Schönbergs Nachlass ausgehend, spielt Formenti in

»Torso« mit der Idee des Unvollendeten. Fragmente Schönbergs lässt

er mit Bruchstücken älterer Komponisten (Mozart, Schubert u. a.) und

jüngerer (Rihm, Furrer u. a.) in Dialog treten und erklärt vorab dazu: »Bei

Fragmenten ›riecht‹ man geradezu den komponierenden, ringenden

Mensch – vielleicht noch mehr, noch plastischer, noch verzweifelter,

noch überglücklicher als in den vermutlich ›vollendeten‹ Werken«.

Zugegeben, das Wort Gipfeltreffen wird inflationär gebraucht, aber bei diesem

Konzert stimmt es einfach: Das niederländische Metropole Orkest, vom

renommierten Guardian als »das weltweit größte Pop- und Jazzorchester«

gefeiert, trifft auf Kurt Elling, den wiederum die New York Times »für den

herausragendsten Jazzvokalisten unserer Zeit« hält. Beide sind eine Klasse

für sich! Der große Klangkörper wird mit Herzblut dem Ausnahme-Sänger

einen üppigen, dabei aber präzis gespielten und keineswegs überfrachteten

Orchester-Sound bieten. Auf dem kann sich der fein nuancierende und enorm

wandlungsfähige Bariton als ein Meister virtuoser Scats und sensitiver

Vokalisen präsentieren, der zudem seinen Improvisationen gern poetische

Texte unterlegt. Das Programm umfasst neu arrangierte Standards von Duke

Ellington, Charles Mingus, Wayne Shorter oder Joe Zawinul genauso wie

Coverversionen der Beatles oder von Paul Simon – treffsicher und elegant

präsentiert und dabei immer wieder voller überraschender Wendungen!

präsentiert von der ShoppingWelt dodenhof

präsentiert von Frerichs Glas

34 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47

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© Uwe Arens

© Felix Broede/DG

Hille Perl

Per Arne Glorvigen

Rafał Blechacz

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»GALERIEKONZERTE«

HILLE PERL/Gambe & The SIRIUS VIOLS

LEE SANTANA, JOHANNES GONTARSKI/Lauten

»Concerto di viole« – Das Goldene Zeitalter der Gambenensembles

PER ARNE GLORVIGEN/Bandoneon

Werke aus der Schaffenszeit von John Cage und Tangos

SO / 08. SEPT / 11 Uhr / Kunsthalle Bremen

Tickets: Einheitspreis € 30 (erm. € 24)

»KLAVIERABEND«

RAFAŁ BLECHACZ/Klavier

Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 3 a-Moll BWV 827

Ludwig van Beethoven: Sonate D-Dur op. 10/3

Frédéric Chopin: Nocturne As-Dur op. 32/2, Zwei Polonaisen op. 40,

Drei Mazurkas op. 63, Scherzo cis-Moll op. 39

DI / 10. SEPT / 20 Uhr / Die Glocke, Bremen

Tickets: € 50 / 40 / 30 / 20 (Ermäßigung 20 %)

OPEN UP!

siehe Seite 46

10

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Musik und Bildende Kunst werden bei den Galeriekonzerten in der Kunsthalle

Bremen in eine spannende Wechselwirkung gebracht. Im Niederländer-Saal

mit seinen prächtigen Gemälden holländischer Meister des 17. Jahrhunderts

machen Ausnahme-Gambistin Hille Perl und ihre Sirius Viols passend

dazu das Goldene Zeitalter der Gambenensembles erlebbar. Im Licht- und

Klangraum von John Cage im Obergeschoss wird der norwegische Bandoneon-

Spieler Per Arne Glorvigen Werke zu Gehör bringen, die in Verbindung mit

der Schaffenszeit Cages und seiner kompositorischen Mittel stehen.

Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr zunächst mit einer inhaltlichen

Einführung zu den Kunstwerken im Niederländer-Saal und im Cage-Raum.

Im Anschluss finden in den jeweiligen Räumen parallel zwei Kammerkonzerte

à 30 Minuten mit je einer Wiederholung inklusive Einführung statt,

für die die Besucher in den jeweils anderen Raum wechseln.

Beim renommierten Warschauer Chopin-Klavierwettbewerb 2005 hielt

ein ganzes Land den Atem an! Kein Wunder, denn mit dem damals erst

20-jährigen Rafał Blechacz aus der polnischen Provinz räumte ein bis dahin

völlig unbekannter Pianist alle ersten Preise und Sonderpreise ab. Das hätte

zu Kopf steigen können! Aber Rafał Blechacz ist sympathisch bodenständig

geblieben und sagt unprätentiös über seine Herangehensweise: »Die

Interpretation eines Werkes muss natürlich, lebendig und musikalisch sein«.

Und so ist Rafał Blechacz ein Pianist, der bei aller Fingerfertigkeit der Poesie

konsequent den Vorzug vor jeder Form der Tastenraserei gibt – mit viel Gefühl

und Ausdruck, aber gleichzeitig auch großer Willenskraft und Energie. Die

Zahl seiner Auftritte beschränkt er konsequent auf rund 45 Konzerte pro Jahr,

umso schöner, dass zu diesen in 2013 auch sein Musikfest-Debüt zählt!

präsentiert von der Deutschen Bank

präsentiert von der Deutschen Factoring Bank

36 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47 37


© Pascal Victor/ArtComArt

© Ernesto Rodriguez

»The Suit«

Peter Brook

Cantus Cölln

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»THE SUIT«

Schauspieler: Nonhlanhla Kheswa u. a.

Musik: Arthur Astier, Raphaël Chambouvet, David Dupuis

Licht: Philippe Vialatte, Bühne und Kostüme: Oria Puppo

PETER BROOK, MARIE-HÉLÈNE ESTIENNE und

FRANCK KRAWCZYK/Regie, Adaption und Musik

»The Suit« – adaptiert nach der Vorlage von Can Themba, Mothobi Mutloatse und

Barney Simon (Aufführung in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln)

Eine Produktion von C.I.C.T/Théâtre des Bouffes du Nord Paris in Koproduktion mit

der Fondazione Campania dei Festival/Napoli Teatro Festival Italia, Les Théâtres

de la Ville de Luxembourg, Young Vic Theatre und Théâtre de la Place Liège

MI / 11. SEPT / 20 Uhr / BLG-Forum Überseestadt, Bremen

DO / 12. SEPT / 20 Uhr / BLG-Forum Überseestadt, Bremen

Tickets: € 50 / 40 / 30 / 20 (Ermäßigung 20 %)

Da ist er, der neue Geniestreich von Regie-Altmeister Peter Brook! Nach

weltweiten Aufführungen von »Eine Zauberflöte«, feiert nun »The Suit« (Der

Anzug) nach umjubelten Vorstellungen u. a. in Paris, London, New York, Neapel

und Peking seine Deutschland-Premiere. Erzählt wird die tragikomische

Geschichte eines Paares in einem südafrikanischen Township zur Zeit der

Apartheid. Ein Mann erwischt seine Frau in flagranti mit ihrem Liebhaber, der

auf der Flucht seinen Anzug zurücklässt. Dieser soll fortan als Erinnerung für

den Fehltritt den Alltag des Paares teilen … Angereichert um Musik von

Franz Schubert bis Miriam Makeba, reichen Brook seine Schauspieler und

wenige Requisiten, um eine ganze Welt vor den Augen der Zuschauer lebendig

werden zu lassen – erleben Sie die ungebrochene Magie einer Theaterlegende!

präsentiert von BLG LOGISTICS

»MARIENVESPER AUS DEM SALZBURGER DOM«

CANTUS CÖLLN

CONCERTO PALATINO

KONRAD JUNGHÄNEL/Leitung

»Marienvesper aus dem Salzburger Dom«:

Geistliche Musik aus Heinrich Ignaz Franz von Bibers »Vesperae longiores ac

breviores« und von Johann Caspar Kerll (u. a. »Missa in Fletu Solationum«)

MI / 11. SEPT / 20 Uhr / St. Laurentius Kirche, Langförden

Tickets: € 33 / 28 / 23 (Ermäßigung 20 %)

Cantus Cölln, 1987 von Konrad Junghänel gegründet, gehört heute zu

den renommiertesten Vokalformationen seiner Art weltweit. Sowohl die

außerordentliche Balance zwischen homogenem Ensembleklang und

individuellem Ausdruck der Solistenstimmen als auch die ambitionierte

Wiederbelebung vergessener Repertoires kennzeichnen seinen Rang.

Nun lenken die Kölner den Blick auf die festliche vokal-instrumentale

Kirchenmusik von Heinrich Ignaz Franz von Biber, der seit 1684 als

Hofkapellmeister in den Diensten des Erzbischofs von Salzburg stand.

Aus seiner 1693 veröffentlichten Sammlung »Vesperae longiores ac

breviores« hat Konrad Junghänel fünf Psalmvertonungen und ein Magnificat

ausgewählt und mit geistlicher Musik von Johann Caspar Kerll zu einer

prächtigen Marienvesper für acht Vokalsolisten, Streicher, Generalbass

und die Bläser vom Concerto Palatino kombiniert. Kerlls »Missa in fletu

solationum«, die er während der Belagerung Wiens durch die Türken

1683 schrieb, rundet das klangprächtige Programm vollendet ab.

präsentiert von der Bremer Landesbank

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38 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47

+++ 15 % FRÜHBUCHERRABATT auf alle Tickets (außer 24.08.) bis zum 09.04.2013 +++ 39


© Bodo Vitus

© Rosa Frank

Christine Schäfer

Davit Melkonyan

Mikayel Balyan

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»LIEDERABEND«

CHRISTINE SCHÄFER/Sopran

ERIC SCHNEIDER/Klavier

Lieder von Johannes Brahms und Richard Strauss

FR / 13. SEPT / 20 Uhr / Die Glocke, Bremen

Tickets: € 60 / 50 / 40 / 25 / 15 (Ermäßigung 20 %)

Bei Sopranistin Christine Schäfer ist nicht nur die Stimme außergewöhnlich,

sondern auch der Wille, unbeirrt ihren eigenen Weg zu gehen. Hartnäckig

widersetzt sie sich Vermarktungsstrategien, lässt sich auf kein Repertoire

festlegen – und ist trotzdem oder gerade deswegen eine der vielseitigsten

und spannendsten Sängerinnen unserer Zeit. Neben gefeierten

Opernauftritten von Berlin über Salzburg und Paris bis New York pflegt sie

ihre Liebe zum Liedgesang. In dieser so filigranen wie anspruchsvollen

Gattung genießt sie heute schlicht einen Ausnahmerang. Kein Wunder,

ihrer glockenklaren, dabei aber warm getönten Stimme vermag sie eine

unglaubliche Palette an Nuancierungen zu entlocken. Gepaart mit einer

klugen Gestaltung und einer vorbildlichen Wortdeutlichkeit durchmisst

sie in ihren Programmen ein Universum an Emotionen. Mit dem bestens

vertrauten Eric Schneider am Klavier erreicht sie einen Verschmelzungsgrad,

bei dem die Lieder zu kleinen, höchst bewegenden Gesamtkunstwerken

werden, die den Zuschauer unmittelbar gefangen nehmen.

präsentiert durch die Oldenburgische Landesbank

OPEN UP!

siehe Seite 46

»FÖRDERPREISTRÄGER DEUTSCHLANDFUNK 2012«

DAVIT MELKONYAN/Violoncello

MIKAYEL BALYAN/Hammerklavier

Bernhard Romberg: Sonate Es-Dur op. 5/1 aus den »Trois grandes sonates

pour le forte-piano avec accompagnement de violoncelle ou violon«

Ferdinand Ries: Grande Sonate in C-Dur op. 20. Nr. 1

Ludwig van Beethoven: Sieben Variationen über »Bei Männern,

welche Liebe fühlen« aus Mozarts »Die Zauberflöte« Es-Dur

WoO 46, Sonate g-Moll op. 5/2 aus den »Deux grandes sonates

pour le clavecin ou piano-forte avec un violoncelle obligé«

FR / 13. SEPT / 20 Uhr / Jagdschloss Clemenswerth, Sögel

Tickets: Einheitspreis € 22 (erm. € 18)

Im vergangenen Musikfest wurden Cellist Davit Melkonyan und Pianist

Mikayel Balyan mit dem Förderpreis Deutschlandfunk ausgezeichnet.

Während die Jury bei Melkonyan sein »eindrucksvoll hochvirtuoses

technisches Können mit einem ungemein tiefen Verständnis für die

Partituren« lobte, hob sie bei Balyan »Interpretationen voll differenziertester

Klangfarben und bezwingender musikalischer Logik« hervor. Das mit

dem Sachpreis verbundene Engagement lösen die beiden aus Armenien

stammenden Künstler mit einem Programm ein, das den Blick auf die

Bonner Hofkapelle am Ende des 18. Jahrhunderts lenkt. Der dort seit

1784 in Diensten stehende Beethoven erhielt für sein Schaffen wichtige

Impulse durch einen Kollegen, den aus Dinklage stammenden Bernhard

Romberg. Als einer der führenden Cellisten jener Zeit ging er als Komponist

und Autor einer »Violoncell-Schule« in die Geschichte des Instruments

ein und war während seiner Bonner Zeit auch Lehrer von Ferdinand Ries,

dem ältesten Sohn des kurkölnischen Musikdirektors Franz Anton Ries.

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präsentiert von EWE

40 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47 41


© Marc Lyons

Accademia Bizantina

Paavo Järvi

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»L’INCORONAZIONE DI DARIO«

ACCADEMIA BIZANTINA

Anders Dahlin/Dario, Sara Mingardo/Statira, Delphine Galou/Argene,

Riccardo Novaro/Niceno, Franco Fagioli/Arpago,

N.N./Oronte, Giuseppina Bridelli/Flora, Roberta Mameli/Alinda

OTTAVIO DANTONE/Dirigent

Antonio Vivaldi: »L’incoronazione di Dario« (konzertant)

SA / 14. SEPT / 18 Uhr / Die Glocke, Bremen

Tickets: € 75 / 65 / 55 / 45 / 20 (Ermäßigung 20 %)

Die Vivaldi-Entdeckungsreise geht weiter! Nach den Opern »Orlando furioso«

und »Il Farnace« in den Vorjahren, gilt es nun mit »L’incoronazione di Dario«

ein weiteres Meisterwerk des venezianischen Komponisten zu entdecken.

Die Lagunenmetropole erlebte die Uraufführung dieser Oper beim Karneval

von 1717 im Teatro di San Angelo. Die Handlung spielt im alten Persien: Nach

dem Ableben des Königs Cyrus buhlen die drei Anwärter auf den Thron – Dario,

Arpago und Oronte – um die Gunst von Cyrus’ Tochter Statira, um Regent zu

werden. Nun ja, der Titel der Oper legt nahe, wer wohl am Ende das Rennen

macht, aber bis dahin sind noch einige Intrigen und Missverständnisse am

Hofe aufzuklären … Die Accademia Bizantina verspricht unter der Leitung

von Ottavio Dantone eine berührende wie packende Wiedergabe, schließlich

gehörten ihre Aufführungen von Händels »Giulio Cesare« und Caldaras

»Maddalena ai piedi di Cristo« zu den umjubelten Sternstunden in den

vergangenen beiden Festivals. Ausgewiesene Barockoper-Spezialisten wie

Sara Mingardo und Franco Fagioli komplettieren die hochkarätige Besetzung –

ein furioser Festivalausklang!

ermöglicht durch die NORDMETALL-Stiftung

OPEN UP!

siehe Seite 46

SONDERKONZERT: »FIDELIO«

DIE DEUTSCHE KAMMERPHILHARMONIE BREMEN

Detlef Roth/Don Fernando, Evgenij Nikitin/Don Pizzaro,

Emily Magee/Leonore, Burkhard Fritz/Florestan, Dmitri Ivashchenco/Rocco,

Mojca Erdmann/Marzelline, Julian Prégardien/Jacquino

ULRICH TUKUR/Sprecher

DEUTSCHER KAMMERCHOR

PAAVO JÄRVI/Dirigent

Ludwig van Beethoven: »Fidelio« op. 72 (halbszenisch)

MI / 25. SEPT / 20 Uhr / Die Glocke, Bremen

Tickets: € 95 / 80 / 65 / 50 / 30 (Ermäßigung 20 %)

Sie ist der letzte Mosaikstein im international gefeierten »Beethoven-

Projekt« der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und ihrem

Künstlerischen Leiter Paavo Järvi: Beethovens einzige Oper »Fidelio«.

Nach der Gesamteinspielung und Aufführung aller Beethoven-Sinfonien und

der letztjährigen Aufführung der »Missa Solemnis« steht sie nun endlich

als Premiere auf dem Musikfest-Programm. An keinem anderen Werk hat

der Komponist so lange gearbeitet und wohl in keinem brachte er seine

persönlichen Überzeugungen von Freiheit, Liebe und Humanität so explizit

zum Ausdruck. Diese zeitlos aktuellen Werte werden in der Interpretation der

Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit Paavo Järvi am Pult und einem

Ensemble aus den derzeit für diese Partien wohl gefragtesten Sängern gewiss

einmal mehr den Ausnahmerang dieses Meisterwerks unterstreichen –

und natürlich den von Bremens führendem musikalischen Botschafter!

präsentiert durch Die Sparkasse Bremen

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09

Änderungen des Programms vorbehalten!

42 Wir bringen Sie zu den Konzerten in der Nordwest-Region. Infos siehe S. 47

43


IMPRESSIONEN

VOM MUSIKFEST BREMEN 2012

44 Impressionen: Birte Ahlers, 45 Stefanie Sempert,

Karsten Klama, fotoetage, Patric Leo


Das Angebot von OPEN UP umfasst:

OPEN UP!

OPEN UP: das Vermittlungsprogramm des Musikfest Bremen für junge

Menschen – unterstützt von der swb-Bildungsinitiative.

Begeisterung für Musik in all ihren Facetten zu wecken – diese Grundidee

verfolgt OPEN UP und möchte junge Menschen animieren, ohne

Berührungsängste einfach mal »klassische Töne« zu erleben. Ziel ist

es, jungen Menschen einen leichteren Zugang zur klassischen Musik

zu verschaffen und durch die Einmaligkeit des Live-Erlebnisses als

mögliche Initialzündung dazu zu motivieren, sich eingehender mit Musik

vergangener Epochen zu beschäftigen.

© Björn Behrens

– für Schulklassen und ihre Lehrer den Besuch von Musikfest-Veranstaltungen

zum ermäßigten Preis von 5 Euro je Ticket inkl. Begleitprogramm

(z. B. Einführungsveranstaltungen, Generalprobenbesuche

oder »Meet & Greet« mit Künstlern)

Kontakt für Lehrpersonal: Musikfest Bremen, Annabel Brown,

Tel. 0421/33 66 784, E-Mail: brown@musikfest-bremen.de

– das Kinderprogramm »Drumblebee« am 31. August im BLG-Forum

Überseestadt, ein inszeniertes Percussion-Konzert für Kinder ab

5 Jahren zum ermäßigten Preis von 5 Euro je Ticket

– für folgende Musikfest-Veranstaltungen in der Glocke können Kinder

und Jugendliche bis 18 Jahre in Begleitung von Erwachsenen ermäßigte

Tickets zum Preis von 5 Euro erwerben (die Begleitpersonen bezahlen

den regulären Preis der selbst gewählten Kategorie):

– City of Birmingham Symphony Orchestra, 01. September

– Klavierabend Rafał Blechacz, 10. September

– Liederabend Christine Schäfer, 13. September

– Barockoper mit der Accademia Bizantina, 14. September

Weitere Informationen zum Bildungssponsoring der swb

unter www.swb-bildungsinitiative.de

BUS-SHUTTLE ZU KONZERTEN IN DER REGION

Das Musikfest Bremen bietet erneut in Kooperation mit Deutschlandradio

einen Bus-Transfer an. So gelangen Sie sicher und bequem von Bremen aus

zu den Musikfest-Konzerten in der Nordwestregion und nach Groningen.

Zentraler Abfahrts- und Ankunftsort am Veranstaltungstag ist jeweils

vor der Glocke an der Domsheide. Anmeldungen nimmt ausschließlich

der Ticket-Service in der Glocke (Tel. 0421/33 66 99, Mo–Fr 10–18 Uhr,

Sa 10–15 Uhr) entgegen. Die Mindestteilnehmerzahl für den Bus-Transfer

beträgt jeweils 15 Personen. Weitere Informationen finden Sie auf

www.musikfest-bremen.de.

Fahrpreis € 10

(Hin- und Rückfahrt):

Bremerhaven

Ganderkesee

Oldenburg

Scheeßel

Verden

Worpswede

Fahrpreis € 20

(Hin- und Rückfahrt):

Groningen (NL)

Fahrpreis € 15

(Hin- und Rückfahrt):

Bad Zwischenahn

Cappel

Cuxhaven-Altenbruch

Cuxhaven-Lüdingworth

Emden

Langförden

Sögel/Emsland

H

MFB

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47


TICKETSERVICE MUSIKFEST BREMEN

VERANSTALTUNGSORTE MUSIKFEST BREMEN

TICKET-SERVICE IN DER GLOCKE

Domsheide 6–8, 28195 Bremen

Mo-Fr 10–18 Uhr, Sa 10–15 Uhr

TELEFONISCHE KARTENBESTELLUNG

Tel.: 0421/33 66 99

KARTENBESTELLUNG PER E-MAIL

www.musikfest-bremen.de

KARTEN-RESERVIERUNGEN

Unabhängig von der gewünschten

Anzahl von Karten gegen eine

Pauschalgebühr von 3 Euro

KARTEN-VERSAND

Für einen Postversand berechnen wir eine

Pauschalgebühr von 5 Euro

(inkl. Reservierungsgebühr)

Wir akzeptieren Visa und Eurocard!

ABENDKASSE

Eine Stunde vor Konzertbeginn, nur

Barzahlung möglich (außer Glocke)

WEITERE VORVERKAUFSSTELLEN

IN BREMEN UND BREMERHAVEN

WESER-KURIER/BREMER NACHRICHTEN

Kartenshop im Pressehaus Bremen

Martinistraße 43, 28195 Bremen

Tel.: 0421/36 36 36

und in allen regionalen Zeitungshäusern

www.weser-kurier.de/ticket

CTS EVENTIM IN DER ÖVB-ARENA

Bürgerweide, 28209 Bremen

Tel.: 0421/35 36 37

TOURIST-INFORMATIONEN DER BTZ

im Hauptbahnhof und am

Liebfrauenkirchhof (Obernstr. 1)

BREMER KARTENKONTOR

Zum alten Speicher 9, 28759 Bremen

NORDSEE-ZEITUNG BREMERHAVEN

Obere Bürger 48, 27568 Bremerhaven

PREISINFORMATION:

WEITERE VORVERKAUFSSTELLEN

IM NORDWESTEN

Kurverwaltung Bad zwischenahn

Auf dem Hohen Ufer 24,

26160 Bad Zwischenahn

PARK DER GÄRTEN

Elmendorfer Straße 40,

26160 Bad Zwischenahn

CUXHAVENER NACHRICHTEN

Kaemmererplatz 2, 27472 Cuxhaven

DELMENHORSTER KREISBLATT

Lange Str. 122, 27749 Delmenhorst

EMDER ZEITUNG

Zwischen beiden Märkten 2, 26721 Emden

TOURIST-INFORMATION OLDENBURG

Kleine Kirchenstraße 10, 26122 Oldenburg

NORDWEST-ZEITUNG

Peterstr. 28–34, 26122 Oldenburg

sowie in allen Geschäftsstellen

ROTENBURGER KREISZEITUNG

Große Straße 37, 27356 Rotenburg

KREISZEITUNG SYKE

Am Ristedter Weg 17, 28857 Syke

sowie in allen Geschäftsstellen

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG

Neuer Markt 2, 49377 Vechta

VERDENER NACHRICHTEN

Große Straße 132, 27283 Verden

VERDENER ALLER-ZEITUNG

Große Straße 1, 27283 Verden

TOURIST-INFORMATION Worpswede

Bergstraße 13, 27726 Worpswede

sowie bei allen weiteren Nordwest-Ticket

www.nordwest-ticket.de

und CTS eventim-Vorverkaufsstellen

www.eventim.de

SERVICE-HOTLINE DER BREMER

TOURISTIK-ZENTRALE BTZ:

0421/30 800 10

Touristische Informationen, Hotels,

Tickets, Reiseangebote und mehr

Alle genannten Kartenpreise in Euro verstehen sich inklusive Verkaufs- und Systemgebühr.

Die in Klammern angegebenen Preise für Ermäßigungen gelten für Schüler, Studenten (bis 30

Jahre), Freiwilligendienstleistende, Azubis, Schwerbehinderte (ab 70 %) und Arbeitslose bei

Vorlage eines gültigen Ausweises. Für Schüler und Studenten bietet das Musikfest Bremen bei

allen Konzerten in der Glocke an der Abendkasse ein begrenztes Kontingent an Restkarten

(nach Verfügbarkeit) für € 12 ab 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

BREMEN UND BREMERHAVEN

ATLANTIC GRAND Hotel

Bredenstraße 2, 28195 Bremen

BLG-Forum Überseestadt

Am Speicher XI 11, 28217 Bremen

Die Glocke

Domsheide 6–8, 28195 Bremen

Haus der Bürgerschaft

Am Markt 20, 28195 Bremen

Haus Schütting

Am Markt 13, 28195 Bremen

Kunsthalle Bremen

Am Wall 207, 28195 Bremen

Landgericht (Innenhof)

Domsheide 16, 28195 Bremen

Musical Theater Bremen

Richtweg 7–13, 28195 Bremen

Rathaus, Obere Halle

Am Markt 21, 28195 Bremen

St. Petri Dom

Sandstraße 10–12, 28195 Bremen

Unser Lieben Frauen Kirche

Unser Lieben Frauen Kirchhof 27,

28195 Bremen

IHK Bremerhaven

Friedrich-Ebert-Straße 6,

27570 Bremerhaven

IN DER REGION

ALTES KURHAUS

Auf dem Hohen Ufer 20,

26160 Bad Zwischenahn

Dom zu Verden

Domstraße 18, 27283 Verden

Emslandmuseum

Schloss Clemenswerth

49751 Sögel/Emsland

Johannes a Lasco Bibliothek Emden

Kirchstraße 22, 26721 Emden

Kirche St. Jacobi D. Ä. Lüdingworth

Jacobistraße 23,

27478 Cuxhaven-Lüdingworth

Kirche St. Peter und Paul Cappel

Arp-Schnitger-Straße, 27632 Cappel

Kirche St. Nicolai Altenbruch

Bei den Türmen,

27478 Cuxhaven-Altenbruch

Schloss Oldenburg

Schlossplatz 1, 26122 Oldenburg

St. Cyprian- und

Corneliuskirche Ganderkesee

Ring 14, 27777 Ganderkesee

St. Laurentius Kirche Langförden

Lange Straße 27, 49377 Vechta-Langförden

St.-Lucas-Kirche ScheeSSel

Große Straße 14, 27383 Scheeßel

Zionskirche Worpswede

An der Kirche 5, 27726 Worpswede

IN DEN NIEDERLANDEN

DER AA-KERK GRONINGEN

Akerkhof 2, NL-9711 Groningen

Martinikerk Groningen

Martinikerkhof 3, NL-9712 Groningen

Anfahrtsbeschreibungen zu den

einzelnen Spielstätten erhalten Sie

beim Ticket-Service in der Glocke

oder unter www.musikfest-bremen.de.

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SPONSOREN & Partner

DAS MUSIKFEST BREMEN WIRD ERMÖGLICHT DURCH DIE HAUPTSPONSOREN UND -FÖRDERER:

KONZERTSPONSOREN UND PARTNER:

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