Moderner Sichtschutz - Schreibwerkstatt Aquilegia

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Moderner Sichtschutz - Schreibwerkstatt Aquilegia

Ziergarten

Aufgefrischt

Im Vergleich zur Mode sind die Trends im grünen

Bereich nicht ganz so kurzlebig. Aber ab

und zu verträgt auch der Garten eine Frischekur

Moderner Sichtschutz

Wer kennt ihn nicht, den

Jägerzaun! An den diagonal

gekreuzten Brettern haben

sich ganze Generationen von

Kindern die Arme aufgeschürft,

als sie versuchten, eine der

appetitlich glänzenden Johannisbeerrispen

aus Nachbars

Garten zu angeln. Mittlerweile

sind die Kinder oft selbst stolze

Gartenbesitzer, doch dem

Jägerzaun stehen sie – nicht

nur wegen der schmerzhaften

Begegnungen – meist skeptisch

gegenüber. Bei Holzmodellen

sind heute Lattenzäune im

Landhausstil viel beliebter.

Naturbelassen oder weiß

gestrichen sind sie ebenso

praktisch und preiswert wie der

Jägerzaun, wirken jedoch

wesentlich freundlicher und

offener. Auch Metallzäune gibt

es in vielen Varianten von verspielt

bis modern. Als Schutz

vor Wind und neugierigen

Blicken eignen sich die etwas

höheren Sichtschutzelemente.

Individuelle Exemplare aus

Weiden- oder Haselnussruten

wie auf dem Foto oben

(Adresse Seite 50) sehen sehr

edel aus. Kleine Fensterchen im

Geflecht lassen die Wand nicht

zu massiv wirken. Eine schöne

Sichtschutz-Alternative sind

Rankgitter. Je nach Gestaltungszweck

können

Sie einjährige oder mehrjährige

Kletterpflanzen

daran empor ranken lassen.

Einjährige wie Prunkwinde,

Kapuzinerkresse

oder Wicke haben den

Vorteil, dass man sich jedes

Jahr an einer anderen

Variante erfreuen kann. Bei

den Mehrjährigen gehören

Wilder Wein und Efeu zu

den Favoriten – der eine

wegen seiner prächtigen

Herbstfärbung, der andere,

weil er als Immergrüner das

ganze Jahr eine Zierde ist.

Fotos: Mauritius/Manfred Bail, MSG/Patrick Hahn, Friedrich Strauß (2)

Trendige Deko

An Gartenzwergen scheiden

sich die Geister: Den einen

sind sie ein Graus, die anderen

lieben sie, weil die farbenfrohen

Kerlchen mit ihren leuchtenden

Zipfelmützen auch bei noch so

schlechtem Wetter in ihren

weißen Bart schmunzeln. Einigkeit

besteht darüber, dass die

Deko zur Umgebung passen

muss – und Gartenzwerge

sind mittlerweile von eher

nostalgischem

Charme. Wo Beete heute in

modernen Farben erstrahlen,

sollten auch die Deko-Elemente

darauf abgestimmt sein. Ein

gelungenes Beispiel zeigt das

obere Foto: Orangefarbene

Stiefmütterchen wurden hier

mit Tulpen in leuchtendem

Lila, Orangerot und

Pink kombiniert. Eine

Dreiergruppe farblich abgestimmter

Rosenkugeln

auf durchsichtigen Glasstielen

scheint geradezu

darüber zu schweben

und ist das i-Tüpfelchen

im Gute-Laune-Beet.

Aber Achtung: Während

Gartenzwerge meist im

Rudel auftreten, gilt bei

moderner Deko: Weniger

ist in der Regel mehr.

26 November 2009

November 2009 27


Ziergarten

Waschbetonplatten

haben ausgedient

Mehr Vielfalt statt

Pflanzen-Einerlei

Die einfachste Lösung, um

immer trockenen Fußes

durch den Garten zu

gelangen, war lange Zeit

preiswerter Waschbeton.

Heute spricht jedoch vieles

für alternative Bodenbeläge.

Der wichtigste Grund ist die

Optik: Zu naturnahen

Gestaltungen, romantischen

Landhausgärten oder

hochwertigen modernen

Anlagen wollen die mausgrauen

Quader einfach nicht

passen. Hier sehen Platten

(Foto) oder Pflaster aus

Naturstein um

Klassen besser

aus. Preiswerter

und trotzdem

attraktiv sind

täuschend echte

Naturstein-Imitate

aus Beton – oder

Kieswege. Für

Sitzplätze ideal

sind Werkstoffe

mit schmutzabweisender

Beschichtung.

Diese

verhindert, dass

dauerhaft unschöne

Flecken

zurückbleiben.

Scharlachrote Rosen und

dunkelvioletter Salbei:

Bis vor einigen Jahren waren

kräftige Farbkombinationen

der letzte Schrei. Oft wurden

gleich mehrere Quadratmeter

mit nur zwei bis drei Pflanzenarten

bestückt. Das hatte

durchaus seinen Reiz, denn zur

Hauptblütezeit boten die Beete

ein eindrucksvolles Bild – davor

und danach blieben sie jedoch

weitgehend uninteressant.

Verschärfend kam hinzu, dass

Ein Garten für moderne Romantiker

L Pflegeleicht dank vieler

Stauden: Sie bilden rasch

dichte Flächen und beugen

somit Unkrautwuchs vor.

L Weniger ist mehr:

Beschränken Sie sich auf

wenige Arten und Farben, die

traditionell oft Edelrosen

gepflanzt wurden. Diese tragen

zwar prächtige Einzelblüten,

wachsen jedoch oft sehr

sparrig und sind anfällig für

Rosenrost und andere Blattkrankheiten.

Also waren nach

der Blüte oft kahle Stiele und

viel nackte Erde zu sehen.

Heute liegen stimmungsvolle

Mischpflanzungen aus Rosen

und Stauden im Trend, die den

ganzen Sommer hindurch ein

Blickfang sind. Bei der Farbgebung

werden jetzt

sanfte Pastelltöne

bevorzugt: Sie wirken

ausgesprochen

elegant und leuchten

in den Abendstunden

besonders intensiv.

Unser Beispielfoto

zeigt die Englische

Rose ‘Mary Rose’,

deren gefüllte Blüten

einen zarten Duft

verströmen. Dazu

passen Duft-Nelken,

Rohrglanzgras (Phalaris),

Sommer-Phlox

‘Light Pink’, Edelraute

‘Silver Queen’,

Storchschnabel

und Thymian.

sich an verschiedenen Stellen

im Garten wiederholen.

L Öfterblühende Arten

bevorzugen, denn sie verlängern

die Blütensaison. Eingestreute

Zwiebelblumen sorgen

für einen blütenreichen Start.

Fotos: Elke Borkowski, GBA/GPL, MSG/Patrick Hahn, Friedrich Strauß (2); Leserfoto: Jens Schütte; Zeichnung: MSG/Reinhild Hofmann

Knackiges Gemüse

frisch aus dem Topf

Gründe, warum man

frisches Gemüse essen

sollte, gibt es viele. Gründe,

warum man es auf der Terrasse

heranziehen sollte, auch.

Da wäre zum einen das

Platzproblem: Die Gärten sind

heute meist wesentlich kleiner

als zu Großmutters Zeiten.

Gerade in modernen Gärten

lassen sich große Gemüsebeete

zudem auch optisch nur

schwer integrieren. Auf der

Terrasse hingegen können Sie

mit Gemüse richtige Kunstwerke

zaubern, wie unser Beispielfoto

zeigt: In farblich abgestimmten

Töpfen sowie mit

blühenden Stauden und

Gräsern kombiniert sehen

Tomaten, Paprika und

Peperoni einfach zum Anbeißen

aus. Apropos anbeißen:

In Töpfen gezogen sind die

Leckereien obendrein besser

vor Schnecken geschützt.

November 2009

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