Jahresbericht 2012 - eBook - Berufsfeuerwehr Salzburg

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Jahresbericht 2012 - eBook - Berufsfeuerwehr Salzburg

Die Berufsfeuerwehr:

Wir gehen für Sie durch´s Feuer!

Jahresbericht 2012


Inhalt

Seite

Vorwort 2

Einsatzgebiet 3

Personalstand 4

Organisation 5

Berichte der Geschäftsgruppenleiter und des BSB

Geschäftsgruppe A 6

Geschäftsgruppe B 9

Geschäftsgruppe C 12

Geschäftsgruppe D 15

Geschäftsgruppe E 19

Geschäftsgruppe F 23

Geschäftsgruppe G 28

Brandschutzbeauftragter des Magistrats Salzburg (BSB) 32

Einsatzstatistik

Einsätze, Alarmierungen und Verständigungen 35

Gliederung Brandeinsätze 36

Gliederung Technische Einsätze 37

Einsatzentwicklung 2007 - 2012 38

Ereignisse

Salzburger Landesfeuerwehrtag 39

Besuch der Rauchfangkehrer 40

Weltrekordversuch Franz Müllner 41

Übungen und Ausbildungen

Großübung Wildflecken 42

Brand- und Evakuierungsübung auf der Festung Hohensalzburg 47

Aufbau des mobilen Hochwasserschutzes 50

Einsatzübung Hubschrauberlandeplattform UKH 51

Ausbildungen der Tauchergruppe 52

Das Einsatzjahr 2012 in Bildern

Brandeinsätze 53

Technische Einsätze 74

Sport- und Kulturvereinigung 102

Jahresbericht 2012


Vorwort

Die Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr der Stadt Salzburg sind rund um die Uhr

einsatzbereit und rasch zur Stelle, wenn es gilt, Hilfe zu leisten, Menschenleben

zu retten, Schäden abzuwenden sowie die Bevölkerung der Stadt Salzburg

und ihre Güter zu schützen.

Zunehmende Herausforderungen stellen unsere Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr

vor immer schwierigere Aufgaben, die Dank unserer ständigen Aus- und

Weiterbildung bewältigt werden können.

Der vorliegende Jahresbericht 2012 gibt einen informativen und eindrucksvollen

Überblick über die Ereignisse und Aktivitäten der Berufsfeuerwehr Salzburg

im abgelaufenen Jahr. Das umfangreiche Leistungsspektrum wird durch die

Einsatzstatistik deutlich. 3.392 Einsätze in Summe, davon 1.148 Brandeinsätze

und 2.244 Technische Einsätze wurden von den Einsatzkräften bewältigt.

Die ausgezeichnete Kooperation der Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr mit den

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg wurde auch im Jahr

2012 bei vielen gemeinsamen, bestens funktionierenden Einsätzen und Übungen

unter Beweis gestellt.

Ich möchte mich daher an dieser Stelle auch als Bezirksfeuerwehrkommandant

bei den Mitarbeitern der Berufsfeuerwehr und den Kameraden der Freiwilligen

Feuerwehr für die hervorragende Zusammenarbeit, das hohe Engagement und

die respektablen Leistungen im vergangenen Jahr sehr herzlich bedanken.

Der Kommandant der Berufsfeuerwehr

der Landeshauptstadt Salzburg

SR Dipl.-Ing. Eduard Schnöll

Branddirektor

Jahresbericht 2012 - Seite 2


Einsatzgebiet

Stadt Salzburg: Fläche in km 2 65,5

Einwohner: Hauptwohnsitze 148.763

Nebenwohnsitze 20.516

Schallmoos

Maxglan

Hauptfeuerwache Maxglan

mit Kommando und Leitstelle

Jägermüllerstraße 3

5020 Salzburg

Feuerwache Schallmoos

Schallmooser Hauptstraße 52

5020 Salzburg

Telefon (0662) 83 11 22 - 0

Fax - Branddirektion (0662) 83 11 22 - 128

Fax - Leitstelle (0662) 82 89 52

Homepage

E-Mail

www.bf-salzburg.at

post@bf-salzburg.at

Jahresbericht 2012 - Seite 3


Personalstand

Funktionen und Amtstitel A B C P1/P2

KOMMANDO / OFFIZIERE

Branddirektion 2

Bereitschaftsoffiziere 5

MANNSCHAFT

Hauptbrandmeister 36

Oberbrandmeister 2

Oberlöschmeister 5

Löschmeister 40

Oberfeuerwehrmänner 14

Feuerwehrmänner 3

Probefeuerwehrmänner 7

VORBEUGENDER BRANDSCHUTZ

Technischer Oberamtsrat 1

Vertragsbedienstete 2

Brandschutzbeauftragter 1

VERWALTUNG

Vertragsbedienstete 1 1

WERKSTÄTTEN

Vertragsbedienstete 2

Gesamtstand 2 9 39 72

Personalstand mit 31.12.2012

122 Bedienstete

Jahresbericht 2012 - Seite 4


Organisation

Magistratsabteilung 1

Abteilungsvorständin SR Dr. Christine Fuchs

BERUFSFEUERWEHR SALZBURG - BRANDDIREKTION

Amtsleiter: BD SR Dipl.-Ing. Eduard Schnöll Sekretariat:

Elke Klaushofer

Stellvertreter: SR Dipl.-Ing. Reinhold Ortler

Verwaltung: Alexander Opfergeld jun.

GG:A GG:B GG:C GG:D

SR Dipl.-Ing. Ortler

TS Dipl.-Ing. (FH)

Jakolitsch

TOAR Ing. Barbeck

TOAR Ing. Höllbacher

Bekleidung - Arbeitsschutz

Dienstsport

Einsatz- und

Sonderalarmpläne

Atem- und Körperschutz

Dekontamination

Feuerwehrtechnik

Fahrmeisterei

Wasserdienst

Gebäude

Katastrophenschutz

Sonderaufgaben VB

Schadstoff- und

Strahlenschutzgeräte

KFZ-Werkstättendienst Handfeuerlöscher Brandmeldeanlagen

Archiv und Dokumentation

Geräteprüfung

Wartung und Überprüfung

elektrischer Betriebsmittel

Löschwasserversorgung

Öffentlichkeitsarbeit

GG:E GG:F GG:G

TOAR Gogg TAR Ing. Reiter TOAR Ing. Fuchs

Einsatztaktik und

Einsatztechnik

Aus- und Fortbildung

Gefahrgutwesen und

Schadstoffdienst

Höhenrettung

Innendienst

Dienstpläne

EDV

Einsatzleitrechner

Leitstelle

Brandsicherheitsdienst

und Einteilung

Nachrichtenanlagen

Straßenkartei

Sonderbauwerke

Betriebsbrandschutz

Bereitschaftsoffiziere Stand: 31.12.2012

TOAR Gogg TOAR Ing. Höllbacher TAR Ing. Reiter

TOAR Ing. Barbeck

TS Dipl.-Ing. (FH) Jakolitsch

Vorbeugender Brandschutz

TOAR Ing. Fuchs

LLB.oec. Ing. Reitsammer, Dipl.-Ing. Kloiber

Brandschutzbeauftragter Magistrat

TORev. Ing. Krakowitzer

Wache Maxglan

Wache Schallmoos

Dienstgruppe 1 Dienstgruppe 2 Dienstgruppe 1 Dienstgruppe 2

Zugskommandanten HBM Ebner H. HBM Gebetsberger HBM Enzinger HBM Schmeisser

Zugskommandanten-

Stellvertreter

HBM Steinhäusler

HBM Schnöll G.

HBM Ebner M.

HBM Huber R.

HBM Prax

HBM Grubelnik

HBM Leitner

HBM Kikl

Jahresbericht 2012 - Seite 5


Geschäftsgruppe A

GGL: SR Dipl.-Ing. Reinhold Ortler

Referate:

A1 Bekleidung und Arbeitsschutz

A2 Dienstsport

A3 Wasserdienst

A4 Gebäude

A5 KFZ-Werkstättendienst

A6 Archiv und Dokumentation

A7 Öffentlichkeitsarbeit

Dienstsport

Der Einsatzdienst setzt die körperliche Fitness der Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr

voraus und ist eine wesentliche Grundlage für die Arbeit im Team. Nur so

ist es möglich, die mitunter schwierigen und Kräfte raubenden Einsätze sicher

bewältigen zu können.

Neben freiwilligen Fitnesstests werden daher jährlich verpflichtende Leistungstests

durchgeführt, um die Einsatztauglichkeit sicherzustellen. Darüber hinaus

steht es jedem Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr frei, das österreichische Sportund

Turnabzeichen (ÖSTA) zu erlangen. 2012 legten 71 Mitarbeiter das ÖSTA

erfolgreich ab.

Wasserdienst

Wer ins Eis eingebrochen ist, dem bleibt nur wenig Zeit, um sich selbst zu

helfen. Die Beweglichkeit und die Kräfte des Opfers schwinden aufgrund der

eintretenden Unterkühlung rasch und machen es der eingebrochenen Person

unmöglich, sich aus eigener Kraft am Eisrand festzuhalten oder auf die Eisfläche

zurückzugelangen.

Aufbau des Eisretters am Leopoldskroner Weiher

Jahresbericht 2012 - Seite 6


Für die professionelle und rasche Rettung wurde von der Berufsfeuerwehr

bereits im Jahr 2007 ein neues Eisrettungsgerät angeschafft. Diese Rettungsplattform

erlaubt es, schnell und sicher zum Verunglückten vorzudringen. Sie

besteht aus zwei formbeständigen Schwimmkörpern mit je einem Geländer,

welche durch zwei Querstreben verbunden sind. Der „Eisretter“ ist unsinkbar

und macht aufgrund seiner leichten Klappmontage und Handhabung einen

raschen und sicheren Rettungseinsatz möglich.

Rettung einer im Eis eingebrochenen Person mit Hilfe des Eisretters

Im Rahmen der jährlichen Schulungen wurde die professionelle und rasche

Rettung von im Eis eingebrochenen Personen am Leopoldskroner Weiher trainiert.

Einsatztaucherschulungen

Bei diesen Schulungen werden die Einsatztaucher weitergebildet bzw. der Ausbildungsstand

erhalten. Jährlich werden neue Schulungsthemen ausgewählt

und geübt. 2012 lagen die Schwerpunkte im Bereich neuer Tauchgebiete wie

beispielsweise Wildwasserstrecken in der Wiestalklamm oder des Weißenbachs

und das Erproben und Erlernen neu angeschaffter Gerätschaften. Im

Stadtgebiet wurde das im Bau befindliche Flusskraftwerk Lehen besichtigt,

welches Mitte 2013 seinen Betrieb aufnehmen wird. Begleitende Theorieschulungen

ergänzen das Ausbildungsprogramm.

Gebäude

Die Instandhaltung der beiden Feuerwachen (Hauptfeuerwache Maxglan und

Feuerwache Schallmoos) einschließlich der Wartung aller technischen Anlagen

und Geräte ist ein Schwerpunkt innerhalb der Geschäftsgruppe A. Der Großteil

der notwendigen Instandhaltungsarbeiten erfolgt durch die technisch qualifizierten

Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr im Rahmen der Bereitschaftszeit.

Durch die erbrachten Eigenleistungen können beachtliche Kosten für die Instandhaltung

eingespart werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 7


Kfz-Werkstätte

Hauptaufgabe der Kfz-Werkstätte ist es, den Fuhrpark und die Einsatzaggregate

der Berufsfeuerwehr Salzburg ständig zu warten, zu pflegen und erforderlichenfalls

zu reparieren. Die Aufgaben sind aufgrund der hoch technisierten

Maschinen umfangreich und erfordern in Zusammenarbeit mit der Fahrmeisterei

einen genauen Wartungs- und Serviceplan.

Neben der Betreuung des Fuhrparks der Berufsfeuerwehr werden auch die

Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg durch die

Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr in der Kfz-Werkstatt serviciert und gewartet.

Diese Ressourcennutzung ist ein wesentlicher Beitrag zur Kostensenkung im

Bereich der Instandhaltung. So wurden insgesamt zwölf Einsatzfahrzeuge der

Freiwilligen Feuerwehr in der Werkstatt der Berufsfeuerwehr serviciert und bei

der Kfz-Prüfstelle des Amtes der Salzburger Landesregierung überprüft. Die

Notwendigkeit einer feuerwehreigenen Werkstätte zeigt sich insbesondere bei

Großeinsätzen oder an Wochenenden, wenn es darum geht, die Einsatzbereitschaft

ehest wiederherzustellen. Nur so kann eine hohe Schlagkraft der

Berufsfeuerwehr gewährleistet werden.

Im Frühjahr 2012 wurde das Hilfeleistungsfahrzeug „HLF Schallmoos“ einer

Grundüberholung unterzogen. Umfangreiche Spenglerarbeiten waren notwendig,

um die Rostschäden am Chassis und am Aufbau zu beheben. Für

längere Reparaturarbeiten werden dem Werkstättenleiter zusätzliche Mitarbeiter

zur Seite gestellt, um ein Einsatzfahrzeug ehestmöglich wieder in den

Dienst stellen zu können.

Grundüberholung des Hilfeleistungsfahrzeuges „HLF Schallmoos“

Jahresbericht 2012 - Seite 8


Geschäftsgruppe B

GGL: TS Dipl.-Ing. (FH) Stefan Jakolitsch

Referate:

B1 Einsatz- und Sonderalarmpläne

B2 Katastrophenschutz

B3 Sonderaufgaben Vorbeugender Brandschutz

B4 Handfeuerlöscher

Brandschutzschulungen und Räumungsübungen

In 37 Einrichtungen und Unternehmen der Stadt Salzburg wurden im Jahr

2012 Schulungen für das richtige Verhalten im Brandfall, den praktischen

Umgang mit Feuerlöschern sowie präventiver Maßnahmen abgehalten.

Ein spezieller Löschtrainer wird

für die Ausbildung und praktische

Anwendung von tragbaren Handfeuerlöschern

für unterschiedliche

Brandszenarien eingesetzt.

Den Teilnehmern wird dadurch

die Möglichkeit gegeben, einen

Brand mit verschiedenen Löschmitteln

gefahrlos zu bekämpfen.

Weiters wurden sechs Räumungsübungen,

welche unter die Bestimmungen

des Arbeitnehmerschutzes

fallen und von Betrieben

und Schulen durchgeführt werden

müssen, beaufsichtigt.

Bei einem österreichweiten Projekt

der katholischen Jugend mit

dem Titel „72 Stunden ohne

Kompromiss" wurden Jugendliche

des Ausbildungszentrums der

Caritas Salzburg von der Berufsfeuerwehr

in ihrem Vorhaben

unterstützt.

Fettexplosion im Rahmen einer

Brandschutzschulung

Jahresbericht 2012 - Seite 9


Unter dem Motto "Achtung heiß"

besuchten die Schülerinnen

gemeinsam mit Bewohnern des

Flüchtlingshauses Plainstraße

die Berufsfeuerwehr und erhielten

eine Unterweisung in der

ersten Löschhilfe sowie im

richtigen Verhalten im Brandfall.

Das angestrebte Projektziel der

Jugendlichen war eine Verbesserung

der Brandschutzmaßnahmen

im Bewohnerheim. Zu

diesem Zweck wurde im Flüchtlingshaus

eine Räumungsübung

von der Berufsfeuerwehr durchgeführt.

Unterweisung in der ersten Löschhilfe

Einsatz- und Sonderalarmpläne

In Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Architekten wurden von den

Mitarbeitern des Referats Einsatzplanung entsprechend der Technischen

Richtlinie Vorbeugender Brandschutz „TRVB O 121 - Brandschutzpläne“

Angriffs- und Brandschutzpläne für die verschiedensten Objekte der Landeshauptstadt

Salzburg erstellt bzw. kontrolliert.

Im Ereignisfall geben diese Geschoßpläne den

Einsatzkräften einen wichtigen Überblick über

die Gegebenheiten des gegenständlichen

Objekts und seine unmittelbare Umgebung.

Genormte Symbole und Farbcodes weisen auf

bauliche und betriebliche Gegebenheiten hin

bzw. informieren die Einsatzkräfte über besondere

Gefahren.

Zu den umgebauten bzw. neu errichteten

Objekten 2012 zählen unter anderem der

Umbau des Landeskrankenhauses Salzburg,

der Neubau des ehemaligen Gablerbräus in

der Priesterhausgasse sowie das am Elisabethkai

errichtete Hotel „Motel One“.

Landeskrankenhaus Salzburg

Kinderzentrum

Aufgrund der laufenden Um- und Neubauten

ist für die Erstellung bzw. Aktualisierung der

Alarm- und Melderkarteien sowie der objektspezifischen

Daten wie zum Beispiel Betreiberdaten

der jeweiligen Brandmeldeanlagen,

verantwortliche Brandschutzbeauftragte, technische

Leiter usw. ein entsprechend großer

Zeitaufwand erforderlich.

Jahresbericht 2012 - Seite 10


Gefahrengeneigten Betrieben wird von der Gewerbebehörde ein Sonderalarmplan

(SAPL) vorgeschrieben, der in drei Stufen von A bis C kategorisiert

wird. Die höchste Gefährdungsstufe stellt dabei die Kategorie A dar.

Derzeit gibt es in der Landeshauptstadt Salzburg 16 Betriebe, in denen

Sonderalarmpläne aufliegen, welche detaillierte Informationen zum jeweiligen

Objekt bzw. zur jeweiligen Anlage geben. Dazu gehören neben den

baulichen Planunterlagen beispielsweise Brandschutz- und Alarmierungspläne,

Auflistung und Erreichbarkeiten von Betriebspersonal, Sicherheitsdatenblätter

von gefährlichen Stoffen, betriebseigene Löschmittel, Kanalisationspläne

usw. Bei der Erstellung von Sonderalarmplänen werden die

Betriebe von den Mitarbeitern der Einsatzplanung entsprechend unterstützt.

Handfeuerlöscherwerkstatt

Im Jahr 2012 wurden von vier Mitarbeitern der Berufsfeuerwehr mehr als

900 Handfeuerlöscher, welche in 64 Amtsgebäuden des Magistrats der Stadt

Salzburg als Mittel der ersten Löschhilfe bereitgestellt sind, auf ihre Betriebssicherheit

und einwandfreie Funktion überprüft.

Grundlagenschulung Katastrophenschutzstabsdienst

Am 13. Juni 2012 wurden zahlreiche Vertreter und Führungskräfte des Magistrats

der Stadt Salzburg vom Katastrophenschutzreferenten des Landes

Salzburg, Herrn Markus Kurcz, in einem Workshop über Führungsgrundsätze

in einer Katastrophenschutzstabsdienstschulung unterwiesen. Schulungsinhalte

waren Führungsgrundsätze, Führungsverfahren sowie Aufbau und Ablauf

eines Einsatzstabes für unterschiedliche Schadenslagen.

Grundlagenschulung für den Katastrophenschutzstabsdienst

Jahresbericht 2012 - Seite 11


Geschäftsgruppe C

GGL: TOAR Ing. Armin Barbeck

Referate:

C1 Atem- und Körperschutz

C2 Dekontamination

C3 Schadstoff- und Strahlenschutzgeräte

C4 Brandmeldeanlagen

Brandmeldeanlagen

Besonders in medizinischen Bereichen sind Brandmeldeanlagen für die

brandschutztechnische Sicherheit unverzichtbar. Je rascher der Brand erkannt

wird, desto geringer sind Schadensausmaß und Gefährdung für die

Patienten, Mitarbeiter und Besucher.

Um diese rasche Branderkennung in allen Bereichen zu erzielen, werden die

Brandmeldeanlagen im Schutzumfang „Vollschutz“ errichtet. Durch diese

Maßnahme wird eine umfassende automatische Branddetektion in jedem

Raum erreicht.

Neben der Alarmierung der Einsatzkräfte übernehmen Brandmeldeanlagen

eine Vielzahl von weiteren Brandfallsteuerungen wie beispielsweise:

• Alarmierung des Krankenhauspersonals über Lichtruf, Pager, optische und

akustische Hinweise in den Pflegestützpunkten und Operationsräumen.

• Automatisches Schließen der Brandschutztüren und / oder Brandschutzklappen,

Abschaltung von Lüftungsanlagen und Aktivierung von Überdruckanlagen

zur Verhinderung der Rauch- und Brandausbreitung.

Salzburger Landeskliniken - „Chirurgie West 2“

Jahresbericht 2012 - Seite 12


• Ansteuerung von Liftanlagen in ein geschütztes Stockwerk zur

Vermeidung einer weiteren Gefährdung durch den Brand.

• Ansteuerung von Brandentrauchungsanlagen, Notlicht und Fluchtwegsteuerungen

zur sicheren Räumung und Evakuierung.

• Ansteuerungen von Schlüsseldepots und Zutrittskontrollen, von Rauchverdünnungsanlagen,

Löschanlagen und Drucksteigerungsanlagen zur

Unterstützung der Einsatzkräfte bei einem Brandeinsatz.

In diesem Zusammenhang sind für das Jahr 2012 die Fertigstellungen der

Brandmeldeanlagen im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder sowie in der

„Chirurgie West 2“ und des „Kinderzentrums“ in den Salzburger Landeskliniken

hervorzuheben.

Schadstoff- und Strahlenschutzgeräte

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

Bei Schadstoffeinsätzen ist die rechtzeitige Erkennung und Abwehr einer

direkten Gefährdung für den Menschen zentraler Aufgabenbereich einer

jeden Feuerwehr. Für die rasche Detektion sind geeignete Messgeräte notwendig.

Primär sind die Feuerwehren im Einsatzfall mit Kohlenstoffmonoxid

und -dioxid konfrontiert.

Kohlenstoffmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses, brennbares

und giftiges Gas. Es entsteht in erster Linie bei unvollständiger

Verbrennung organischer Stoffe und kann durch Wände, Decken und Gegenstände

diffundieren. Es zählt zu den Atemgiften, da es sich bei der Atmung

bis zu 300 mal stärker an das Hämoglobin im Blutkreislauf bindet als Sauerstoff

und so einen geregelten Sauerstofftransport blockiert.

Jahresbericht 2012 - Seite 13


Kohlenstoffdioxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas und ist

schwerer als Luft. Es kommt als Verbrennungsprodukt sehr häufig in unserer

Umwelt vor. Die Gefahr diese Gases liegt im Verdrängen des vorhandenen

Luftsauerstoffs und in der Beeinflussung der Atmung und des Kreislaufes.

Bereits eine Konzentration von 8 % des Gases kann zum Tod führen.

Kohlenstoffdioxid findet Verwendung in der Industrie (Schutzgas), in der

Lebensmittelverarbeitung (Treibmittel), in der Gastronomie (Schankgas), als

Kältemittel und zu Feuerlöschzwecken. Aber auch bei Gär- und Faulprozessen

entsteht Kohlenstoffdioxid, das immer wieder zu tödlichen Unfällen in

tiefer liegenden Räumen führt.

Kohlenstoffmonoxid und Kohlenstoffdioxid

entstehen grundsätzlich

bei jedem Schwelbrand, bei jeder

unvollständigen Verbrennung im

Kamin oder bei Leckagen und technischen

Problemen von Verbrennungsstätten

wie beispielsweise bei

Gasthermen oder Ethanolöfen.

Aus diesem Grund kommt der Gasmesstechnik

neben dem Einsatz

der Wärmebildkamera eine besondere

Bedeutung zu, da versteckte

Brände oder unmittelbare Gefährdungen

von Personen frühzeitig erkannt

werden können.

In einem mehrjährigen Austauschprogramm

werden im Rahmen der

Geräteerneuerung Mehrgasmessgeräte

angeschafft. Diese haben

sich bereits bei vielen Einsätzen

durch eine rasche Messwertanalyse

und eine einfache Kalibrierbarkeit

bewährt.

Für eine rasche und sichere Gasdetektion

wurde im Jahr 2012 ein

weiteres Mehrgasmessgerät für

den Tank 1 / Maxglan angekauft.

Mehrgasmessgerät Altair 5x

Jahresbericht 2012 - Seite 14


Geschäftsgruppe D

GGL: TOAR Ing. Manfred Höllbacher

Referate:

D1 Feuerwehrtechnik

D2 Fahrmeisterei

D3 Geräteprüfung

D4 Wartung und Überprüfung

elektrischer Betriebsmittel

D5 Löschwasserversorgung

Ausschreibung eines geländegängigen

Tanklöschfahrzeugs für die Salzburger Stadtberge

Im Jahre 2012 erfolgte die Ausschreibung und Auftragsvergabe für ein

geländegängiges Tanklöschfahrzeug-Allrad (TLFA 2.000), welches speziell bei

Einsätzen auf den Stadtbergen, in Freilandgebieten und in schmalen Gassen

der Stadt Salzburg eingesetzt wird. Das Fahrzeug ersetzt den 28 Jahre alten

Tank 3 der Wache Schallmoos.

Für das neue Tanklöschfahrzeug war es notwendig, ein entsprechendes geländegängiges

Fahrgestell zu wählen, welches die geschichtlichen Toranlagen

wie beispielsweise die Felixpforte bei der Auffahrt auf den Kapuzinerberg

passieren kann, um die historischen Bauten wie das Kapuzinerkloster, die

ehemalige Stefan-Zweig-Villa, das Franziski-Schlössl, die Wehranlage mit den

einzelnen Wehrtürmen, Wohnhäuser und ein ausgedehntes Waldgebiet erreichen

zu können.

Probefahrt am Kapuzinerberg - Felixpforte / Stefan-Zweig-Weg

Jahresbericht 2012 - Seite 15


Weiters galt es zu berücksichtigen, dass die beträchtlichen Steigungen im

Winterbetrieb bei Vollbeladung des Fahrzeuges bewältigt werden können.

Wie in nachfolgenden Skizzen ersichtlich, hat die Felixpforte am Stefan-Zweig-

Weg eine mittlere Bogenhöhe von lediglich 294 cm bei einer Durchfahrtsbreite

von 268 cm. Das schmälere Tor beim Kapuzinerkloster hat hingegen eine Halbbogenhöhe

von 327 cm bei einer lichten Breite von 246 cm.

Felixpforte

Tor beim Kapuzinerkloster

Auf Grund dieser baulichen Parameter und der technischen Anforderungen wie

Nutzlast, Geländegängigkeit, Steigfähigkeit, Wendigkeit usw. fiel die Wahl auf

ein UNIMOG-Fahrgestell der Type U20. Dies wurde durch eine Probefahrt mit

einem typengleichen Straßendienstfahrzeug, wie auf den Bildern zu sehen ist,

in eindrucksvoller Weise getestet.

Passieren des historischen Torbogens beim Kapuzinerkloster / Stefan-Zweig-Weg

Das neue TLFA 2.000 ist wie das bisherige Fahrzeug ein Tanklöschfahrzeug für

eine Truppbesatzung von drei Mann, welches für Brandeinsätze und entsprechende

Hilfeleistungen eingesetzt werden kann.

Jahresbericht 2012 - Seite 16


Die Auftragsvergabe für dieses Spezialfahrzeug erfolgte europaweit nach den

einschlägigen Ausschreibungskriterien. Den Zuschlag für die Herstellung und

Lieferung des Fahrzeuges erhielt die Firma Rosenbauer Österreich GmbH in

Leonding bei Linz. Der Liefertermin ist für Sommer 2013 vereinbart.

Technische Daten und Ausführung

Fahrgestell:

Type:

Aufbau:

Wassertankinhalt:

Schaummitteltankinhalt:

Löschwasserpumpe:

Schaumvormischung:

Mercedes Benz

UNIMOG U20

Rosenbauer Österreich GmbH

2.000 Liter

200 Liter

Rosenbauer NH 35, kombinierte Normal- und

Hochdruckkreiselpumpe mit einer Wasserleistung

von 3.500 Liter pro Minute bei 10 bar und

400 Liter pro Minute bei 40 bar

Rosenbauer HD Fix Mix Normal- und Hochdruck

Hochdruck-Schnellangriffseinrichtung 100 Meter

Gesamtmasse:

9.300 kg

Nutzlast:

4.700 kg

Vorder- u. Hinterachslast: 5.000 kg / Achse

Motorleistung:

130 kW (180 PS)

Fahrzeugbreite:

2.150 mm

Fahrzeuglänge:

5.500 mm

Fahrzeughöhe:

2.280 mm

Radstand:

2.700 mm

Wendekreisdurchmesser: 12,8 m

Reifendimension: 315 / 60 R 22,5

Lastzuggesamtgewicht: 27.300 kg

Anhänger-Stützlast:

1.000 kg

automatisch abkuppelbares KFZ-Lade- und Lufterhaltungssystem

Feuerwehrtechnische Beladung

• Schlauchausrüstung Normal- und Hochdruck

• A-Saugschläuche

• Feuerwehrarmaturen, Schlauchbrücken

• Schwerschaumrohr S4, Mittelschaumrohr M4

• Hochdrucklöschgerät AWG 6 Liter

• 3 Stück Pressluftatmer (300 bar)

• 4 Stück Steckleiterteile

• Pionierwerkzeug

• Winkelschleifer

• Elektro-Rettungssatz

• Rettungsgurt, Not-Rettungs-Set

• tragbarer Wechselstromerzeuger 2 kVA

• Flutlichtscheinwerfer 1.000 Watt

Jahresbericht 2012 - Seite 17


Neues Mannschaftstransportfahrzeug MTF

Im Jahr 2012 wurde eine neues Mannschaftstransportfahrzeug angekauft und

in den Dienst gestellt.

Das Fahrzeug, ein Citroen Jumper, wurde von der Firma Rudolf Frey GmbH &

Co KG in Salzburg geliefert. Der Einbau der feuerwehrspezifischen Aufbauten

(Blaulichtanlage, Signaltonanlage, Halterungen für Pflichtbeladung) erfolgte in

der Werkstätte der Hauptfeuerwache Maxglan.

Neues Kommandofahrzeug KDO

Für das 22 Jahre alte Kommandofahrzeug

Passat G60 Syncro

musste aufgrund massiver Rostschäden

ein Neufahrzeug angeschafft

werden. Nach eingehender

Prüfung fiel die Auswahl auf einen

PKW der Marke Skoda Octavia

Combi 4x4, welcher durch die

Firma Porsche Inter Auto GmbH &

Co KG in Salzburg mit Ende

November geliefert wurde. Der

Einbau der feuerwehrspezifischen

Einbauten (Blaulichtanlage, Signaltonanlage,

Halterungen für

Pflichtbeladung) erfolgte ebenfalls

in der feuerwehreigenen KFZ-

Werkstätte der Berufsfeuerwehr.

Jahresbericht 2012 - Seite 18


Geschäftsgruppe E

GGL: TOAR Klaus Gogg

Referate:

E1 Einsatztaktik und Einsatztechnik

E2 Aus- und Fortbildung

E3 Gefahrgutwesen und Schadstoffdienst

E4 Höhenrettung

E5 Innendienst

E6 Dienstpläne

Grundkurs 1

Anfang Februar 2012 führte die

Berufsfeuerwehr einen Aufnahmetest

durch, bei dem die Eignung

von 39 Kandidaten in Hinsicht auf

körperliche Fitness, Schwindelfreiheit,

Schwimm- und Tauchfähigkeiten,

sowie die Kenntnisse in

Mathematik und Rechtschreibung

überprüft wurde. Letztlich wurden

die besten Bewerber dem Personalamt

zur Aufnahme vorgeschlagen.

Fitnesstest am Ergometer

Überprüfung der Schwindelfreiheit

„Kameradenrettung“ über das Stiegenhaus

Jahresbericht 2012 - Seite 19


Im April 2012 begann der viermonatige Grundkurs 1 zunächst mit vier neuen

Mitarbeitern. Die Anzahl der Kursteilnehmer konnte jedoch im Folgemonat aufgrund

zwischenzeitlicher Pensionierungen auf sieben Personen erhöht werden.

In diesem Ausbildungsabschnitt werden alle für den Einsatzdienst relevanten

Kenntnisse vermittelt, um als Truppmann am Tanklöschfahrzeug eingesetzt

werden zu können. Erneut konnte die Berufsfeuerwehr das Brandhaus der

Berufsfeuerwehr München benutzen, um eine praxisnahe, jedoch gefahrenfreie

Ausbildung der Jungmänner zu ermöglichen.

Grundkurs 3

Praktische Abschlussprüfung Grundkurs 1

Im April 2012 wurden im allgemeinen Teil der Chargenausbildung die Prüfungen

zu den Fachgegenständen Verwaltungs-, Verfassungs- und Dienstrecht

von den Kandidaten mit mehreren Auszeichnungen abgelegt. Mit Jahresende

konnte der Grundkurs 3 mit den Sparten „EDV“, „Vorbeugender Brandschutz

und Baukunde“ sowie „Gefahrgut“ abgeschlossen werden.

Zeugnisvergabe an die Absolventen des Grundkurses 3

Jahresbericht 2012 - Seite 20


Offiziersausbildung

Mit Ende Oktober 2012 haben zwei Offiziersanwärter bei der Berufsfeuerwehr

Linz den externen Ausbildungsabschnitt BO 1 erfolgreich abgeschlossen.

Der folgende Abschnitt der Offiziersausbildung, welcher bei der feuerwehreigenen

Einheit absolviert werden muss, umfasst die praktische Einsatzleiterausbildung

im 24-stündigen Wechseldienst unter Aufsicht eines erfahrenen

Bereitschaftsoffiziers. Neben taktischen Ausbildungsschwerpunkten werden zusätzliche

städtespezifische Inhalte vermittelt. Besonderes Augenmerk wird auf

die eingeschränkten Zufahrten in der Altstadt sowie auf den Stadtbergen gelegt.

Weiters werden jene Sonderobjekte intensiv geschult, bei denen spezielle Einsatzrichtlinien

zu beachten sind oder sich besondere Gefahren im Einsatzfall

ergeben können.

Interne Ausbildungen

Konzept für tägliche Schulungen

Entsprechend der gesetzlich vorgeschriebenen

wiederkehrenden

jährlichen Schulungen wurden

sämtliche im Branddienst stehende

Mitarbeiter nachweislich geschult.

Ein neuer Schwerpunkt waren Gefahrguttransporte

und ihre entsprechende

Kennzeichnung.

Höhenretter

Gemäß der ÖBFV-Richtlinie Berufsfeuerwehr-04

„Absturzsicherung -

Spezielle Rettung aus Höhen und

Tiefen“ nahmen alle Höhenretter

der Berufsfeuerwehr an einer zweitägigen

Weiterbildung teil.

Dabei wurden die Übungsszenarien

„Person am Kran“, „abgestürzter

Pkw mit eingeklemmter Person“,

„verunfallte Person im leichten

alpinen Gelände“ und „verletzte

Person auf Industriegebäude-Silo“

behandelt.

Übungsszenario „Öl auf der Glan“

Jahresbericht 2012 - Seite 21


Schulungskooperation mit externen Institutionen

Salzburger Lokalbahnen -

Festungsbahn

Im Rahmen der jährlichen Schulungen

wurde der Großteil der Mitarbeiter auf

die Änderungen bei Rettungseinsätzen

im Bereich der Waggons der Festungsbahn

eingeschult, welche sich durch

die 2011 angekauften Fahrzeuggarnituren

ergeben hatten.

Dabei wurde besonderes Augenmerk

auf die rasche Öffnung der Fahrzeugtüren

von außen gelegt.

Fahrzeuggarnitur der Festungsbahn

Aktive Mitarbeit der Berufsfeuerwehr innerhalb des ÖBFV

Die Berufsfeuerwehr arbeitet aktiv bei der Erstellung von Richtlinien für die

Vereinheitlichung der Ausbildungsregelungen der österreichischen Berufsfeuerwehren

mit.

Zwischenzeitlich wurde die Richtlinie für die „Laufende Fort- und Weiterbildung“

so weit fertig gestellt, dass sie vom Fachausschuss Berufsfeuerwehren

des ÖBFV beschlossen werden kann. Derzeit ist eine Richtlinie für die Chargenausbildung

innerhalb der Berufsfeuerwehren in Ausarbeitung.

Ausbildungsbegleitung von Volontären

Jährlich wird Angehörigen anderer Feuerwehren die Möglichkeit geboten, bei

der Berufsfeuerwehr Salzburg zu volontieren. Fünf Mitglieder von verschiedenen

Freiwilligen Feuerwehren nutzten dieses Angebot und erhielten

eine mehrwöchige Ausbildung.

Außerdem absolvierte ein Offiziersanwärter der Berufsfeuerwehr München

seinen auswärtigen Abschnitt in Salzburg, welcher im Rahmen der deutschen

Feuerwehroffiziersausbildung vorgeschrieben ist. Für alle Volontäre wurde ein

Ausbildungsprogramm erstellt, welches einen Einblick in die verschiedenen

Innen- und Einsatzdienstaufgaben einer Berufsfeuerwehr gewährt.

Jahresbericht 2012 - Seite 22


Geschäftsgruppe F

GGL: TAR Ing. Horst Reiter

Referate:

F1 EDV

F2 Einsatzleitrechner

F3 Leitstelle

F4 Brandsicherheitsdienst und Einteilung

F5 Nachrichtenanlagen

F6 Straßenkartei

Upgrade der Leitstellentechnologie

Der Großteil des in der Berufsfeuerwehr Salzburg eingesetzten Leitstellensystems

ist seit dem Jahr 2000 in Betrieb. Ein derart langer Dauereinsatz eines

EDV-Systems ist nur durch eine entsprechende Wartung und intensive

Systempflege sowie durch eine Verlängerung der Erneuerungszyklen für die

Soft- und Hardware möglich.

In den letzten Monaten hat sich jedoch gezeigt, dass das inzwischen 12 Jahre

alte Einsatzleitrechnersystem an seine technischen Kapazitätsgrenzen stößt.

Notwendige funktionale Ergänzungen der Software sind mit dem bestehenden

System nicht mehr realisierbar. Die Stabilität des Einsatzleitrechners nimmt

kontinuierlich ab, während die Aufwendungen für die Instandhaltung der Hardware

zunehmen.

Seit mehr als einem Jahr befassen sich deshalb Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr

mit entsprechenden Planungen für ein erforderliches Upgrade des Einsatzleitrechners.

Besuch der Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr Augsburg

Die Berufsfeuerwehr in Augsburg bezieht ihr Einsatzleitsystem, wie viele andere

Einsatzorganisationen im deutschsprachigen Raum, vom gleichen Hersteller

wie die Berufsfeuerwehr Salzburg.

Jahresbericht 2012 - Seite 23


Nachdem in Augsburg das System vor kurzem erneuert wurde, konnten im

Frühjahr 2012 durch einen Erfahrungsaustausch vor Ort eine Vielzahl von Anregungen

hinsichtlich der Umstellungsmodalitäten aufgenommen werden. Im

Schulungssystem der Berufsfeuerwehr Augsburg, eine dem „Echt“-Alarmierungssystem

nahezu identischen Anlage, konnte durch Testalarmierungen die

neue Software bereits erprobt werden. Ein völlig überarbeitetes Grafiksystem

überzeugte dabei mit einer Vielzahl von Funktionen.

Erfahrungen der Kollegen in Augsburg wurden beispielsweise bei der Planung

der neuen Hardware aufgenommen. Neben dem Austausch der Geräte soll nun

zukünftig auch bei der Berufsfeuerwehr Salzburg auf die Virtualisierung von

Servern gesetzt werden. Vorteile der Virtualisierung bestehen vor allem durch

die bessere Auslastung der Server-Ressourcen, einer höheren Energieeffizienz

sowie durch einen geringeren Platzbedarf.

Besuch der integrierten Leitstelle in Augsburg, die rund 900.000 Einwohner betreut

Zeitplan

Das Upgrade des Einsatzleitrechners wurde in mehrere Phasen unterteilt. Nach

dem sukzessiven Tausch der Hardware, Installation der Software und Anpassung

/ Übernahme von Stammdaten ist die Alarmierung mit dem völlig überarbeiteten

Leitstellensystem ab dem Jahr 2014 vorgesehen.

Jahresbericht 2012 - Seite 24


Tablet-PC auf Tanklöschfahrzeugen

Die Vielfalt an einsatzrelevanten Informationen zu Gebäuden erfordert neben

der bewährten Alarmdepeche eine softwaremäßige Aufbereitung. Das klassische

Notebook erfüllt gerade auf Gruppenfahrzeugen wie dem Tanklöschfahrzeug

aufgrund der Baugröße und wegen der Bedienung über Maus / Tastatur

nur bedingt seinen Zweck.

Datenterminal, Digitalfunk und

Tablet-PC als Informationsquelle

für die Einsatzmannschaft

Bewährte und preiswerte Technik

Als Alternative zu den herkömmlichen PC und Notebooks bieten Hersteller seit

einigen Jahren für den Feuerwehrgebrauch adaptierte Tablet-PC an. Aufgrund

hoher Anschaffungskosten und der teils nur eingeschränkt anpassbaren Software

waren diese Produkte für die Feuerwehr bislang wenig attraktiv.

Obwohl handelsübliche Produkte

aufgrund fehlendem Spritzwasserschutzes

oder eingeschränkter

Stoßunempfindlichkeit vielleicht

nicht für jeden Feuerwehreinsatz

geeignet sind, soll

jedoch auf die inzwischen preiswerten

Geräte aufgrund der

hohen Funktionalität beim Großteil

der Einsätze nicht verzichtet

werden.

Im Gegensatz zu den robusteren,

aber teureren “Feuerwehr-

Tablets”, besteht bei den herkömmlichen

Produkten die Möglichkeit,

die Geräte in kürzeren

Abständen ohne erheblichen

finanziellen Aufwand auf den

technisch letzten Stand zu halten.

Einsatz eines Tablets am Tanklöschfahrzeug

Jahresbericht 2012 - Seite 25


Testweise wurde bei der Berufsfeuerwehr ein handelsüblicher, etwa 10 Zoll

großer Tablet-PC angekauft, welcher über eine gesicherte Verbindung der

Fahrzeugbesatzung den Zugriff auf einsatzrelevante Daten ermöglicht. Neben

aktuellen Einsatzdaten (Adresse, Anfahrt, Ereignisart usw.) stehen dem Nutzer

sämtliche Objektstammdaten online zur Verfügung.

3D und 2D-Ansicht des Einsatzortes über GoogleMaps

Zudem können bei Bedarf in einfacher Weise entsprechend adaptierte Programme

erstellt werden, um bestimmte Aufgaben im Einsatz leichter erfüllen

zu können.

Jahresbericht 2012 - Seite 26


Eine Vielzahl der Mitarbeiter ist aufgrund der Verbreitung dieser zahlreichen

Applikationen im Privatbereich (z.B. Tablet-PC, Smartphone usw.) in der Anwendung

bestens vertraut. Der Austausch von Informationen wie beispielsweise

Fotos oder Lagebeschreibungen kann beinahe in Echtzeit erfolgen.

Tablet-PC mit gesichertem Zugriff auf wichtige Objektinformationen

Ergebnis des Testbetriebes

Seitens der Mitarbeiter wird die Einführung dieser Geräte durchwegs befürwortet.

Der Zugriff auf verschiedenste Internetdienste oder Applikationen kann

im Einsatzgeschehen hinsichtlich der Beschaffung und des Austausches von

Informationen eine hilfreiche Unterstützung darstellen. Entscheidend dabei ist

die Beachtung der Sicherheitsthematik und des Datenschutzes, um den unberechtigten

Zugriff auf einsatzrelevante Daten durch Dritte zu verhindern.

In einer nächsten Entwicklungsphase ist die Anbindung der Tablet-PC an die

Schnittstelle des Digitalfunkgeräts angedacht, um so über eine Touch-Oberfläche

Statusmeldungen über Tetrafunk übermitteln zu können.

Digitalfunk

Einmal mehr überzeugte der seit fast zwei Jahren eingesetzte Digitalfunk. Im

Stadtgebiet waren im vergangenen Jahr keine Einschränkungen aufgrund von

Ausfällen oder Systemüberlastungen feststellbar. Hohe Verfügbarkeit und

beste Sprachqualität zeichnen dieses Kommunikationsmittel aus. Durch die

reibungslose Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Landesfeuerwehrverbandes

Salzburg sowie mit der zuständigen Technikabteilung des Bundesministeriums

für Inneres, werden Änderungen an Funkgeräten, wie beispielsweise

die Neuprogrammierung oder Erstinbetriebnahme, kurzfristig durchgeführt.

Jahresbericht 2012 - Seite 27


Geschäftsgruppe G

GGL: TOAR Ing. Andreas Fuchs

Referate:

G1 Sonderbauwerke

G2 Betriebsbrandschutz

Im Jahr 2012 nahmen die Mitarbeiter der Geschäftsgruppe G - Vorbeugender

Brandschutz - insgesamt an

81 Feuerbeschauen

262 Bauverhandlungen und Überprüfungen gemäß § 17BauPolG

191 Gewerbe- und veranstaltungsrechtlichen Verhandlungen

6 Verhandlungen nach dem Luftfahrtrecht

164 Überprüfungen und Vorbesprechungen

als Sachverständige für den vorbeugenden Brandschutz teil.

Um an sämtlichen Verhandlungen und Ladungen der Baubehörde aus Feuerwehrsicht

mitwirken zu können, wurde die Geschäftsgruppe G bei rund 127

Terminen personell durch Kollegen aus dem Branddienst entsprechend unterstützt.

Die behördlichen Schwerpunkte lagen im Jahr 2012 bei den gewerbebehördlichen

Überprüfungen von Gastronomie und Beherbergungsbetrieben,

sowie bei den feuerpolizeilichen Überprüfungen der Stadt Salzburg im Bereich

der Schulen und Studentenheime.

Sonderbauwerke

Im Jahr 2012 nahmen die Mitarbeiter des Vorbeugenden Brandschutzes im

konkreten an folgenden baubehördlichen Bewilligungen teil:

• Neubau des AYA-Bades

• Neubau der Red Bull Akademie am Gelände der alten Trabrennbahn

• Neubau einer Parkgarage mit mehr als 10 Ebenen am Gelände der SALK

• Generalsanierung des Rathauses

• Generalsanierung des ehemaligen „Gablerbräus“ in der Linzer Gasse

• Generalsanierung des „Sternbräus“ an der Griesgasse

• Generalsanierung des ehemaligen Miele-Hauses bei der Lehener Brücke

zu einem Großhotel

• Aufstockung und Erweiterung des Wehrle-Krankenhauses

Jahresbericht 2012 - Seite 28


Multifunktionshalle im Salzburger Ausstellungszentrum

Im Jahr 2012 erfolgte die Inbetriebnahme der neuen Messehalle 10 des Salzburger

Ausstellungszentrums.

Das Mega-Projekt wurde in absoluter Rekordzeit von der Alpine Bau GmbH, die

als Generalunternehmer fungierte, in Kooperation mit dem Architekturbüro

Kada-Wittfeld, dem Zivilingenieurbüro Herbrich und der IPC Projekt Consulting

umgesetzt.

Messehalle 10 des Salzburger Ausstellungszentrums

Mit einer Investitionssumme von 34 Millionen Euro wurde im Jahr 2011 in nur

6 ½ Monaten Bauzeit die neue Multifunktionshalle 10 errichtet. Diese neue

Messehalle ersetzt die bisherigen Hallen 10 bis 15 und bietet auf einer Fläche

von über 15.000 m² um rund 2.000 m² mehr Platz als früher. Im Sommer

2012 erfolgte der Bauabschluss des über 4.600 m² großen Tagungsbereiches.

Damit können in Salzburg zukünftig Großkongresse mit bis zu 6.000 Teilnehmern

stattfinden.

Die neue Messehalle 10 zwischen der Salzburg Arena und den übrigen Messehallen

Die neue Multifunktionshalle 10, welche durch ihre Größe beeindruckt, liegt

zentral zwischen der Salzburg Arena und den übrigen Messehallen des SAZ

und bietet somit perfekte Kombinationsmöglichkeiten mit den anderen Eventund

Ausstellungsflächen des Areals.

Je nach Bedarf und Art der Nutzung kann die Halle 10 in neun Bereiche unterteilt

werden. Durch die mögliche räumliche Trennung der Foyers sind auch

Parallelveranstaltungen problemlos durchzuführen.

Jahresbericht 2012 - Seite 29


Vorbeugender Brandschutz

Für den Neubau der Halle 10 wurde im Auftrag der Bauherrschaft durch das

Institut für Brandschutz- und Sicherheitsforschung (IBS) ein Brandschutzkonzept

erstellt. In diesem sind folgende brandschutztechnische Vorgaben berücksichtigt:

• bauliche Brandschutzmaßnahmen

• Fluchtwegsituierung

• technische Brandschutzeinrichtungen

• betrieblicher und organisatorischer Brandschutz

Die Multifunktionshalle wurde unter anderem mit nachstehender Sicherheitstechnik

ausgestattet:

• Sprinkleranlage in Vollschutzausführung entsprechend TRVB S127

• automatische Brandmeldeanlage in Vollschutzausführung gemäß

TRVB S123 mit direkter Alarmaufschaltung auf die Leitstelle der

Berufsfeuerwehr

• Brandrauchabsauganlage

• Brandrauchentlüftungsmöglichkeit der Stiegenhäuser

• Wandhydranten gemäß TRVB F128

• Objektfunkanlage

• interne Alarmierungseinrichtung

• Notbeleuchtung

• Blitzschutzanlage

Neubau im „Gusswerk“

Im Jahr 2012 wurde am Areal des „Gusswerkes“ ein Erweiterungsbau für

zusätzliche Ausstellungsflächen und Verkaufsflächen geschaffen. Aufgrund der

Nutzung wurde von Seiten der Bauherrschaft auf eine moderne Architektur

großen Wert gelegt. Für den vorbeugenden Brandschutz des Gebäudes waren

zum Teil komplexe Lösungen notwendig, um die Sicherheit von Personen zu

gewährleisten sowie eine Brandausbreitung wirksam einzuschränken. Aufgrund

des großen und umfangreichen Bauvorhabens waren mehrere Projektvorbesprechungen

mit dem Planungsteam erforderlich.

Die sechs neuen Kuben sind unterschiedlich ausgebildet bzw. angeordnet und

erreichen eine Höhe bis zu fünf Stockwerken. Diese weisen eine Gesamtnutzfläche

von rund 13.000 m² auf. Großteils erfolgt die Nutzung als Ateliers,

Büros, Lagerflächen und Showrooms.

Die Investitionssumme beläuft sich auf ca. 10 Millionen Euro. Das Gebäude

wurde als Stahlbetonkonstruktion in Ständerbauweise errichtet und erhielt eine

transluzente Polycarbonatfassade. Aufgrund der Brennbarkeit dieses verwendeten

Baumaterials mussten speziell bei den Flucht- und den Brandüberschlagsbereichen

Sonderlösungen gefunden werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 30


Für das Gusswerk-Areal musste aufgrund der entsprechenden Erweiterungen

die Löschwasserversorgung adaptiert werden. In Abstimmung mit dem Brandschutzfachplaner

wurde ein Konzept ausgearbeitet, um den Grund- bzw. den

Objektschutz sicherzustellen. Der im Nahbereich gelegene Teich wurde als

Löschteich umfunktioniert und mit entsprechenden Ansaugstellen ausgestattet.

Erweiterungsbau am Gusswerk-Areal

Das technische Büro Dipl.-Ing. Dr. Ronny Baier legte zur Begutachtung ein

Brandschutzkonzept vor, aus dem entsprechende Lösungen für die Ausbildung

der Fluchtwege, der Brand- und Rauchabschnitte und der Löschwasserversorgung

schlüssig hervorgehen. Ferner sind die im Projekt vorgesehenen

technischen Brandschutzeinrichtungen wie Brandmeldeanlage, Löschhilfen,

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Brandrauchlüftungen, Alarmierungseinrichtungen,

Blitzschutzanlage, Sicherheitsbeleuchtung, Zentralschlüsselsystem

und Ersatzstromversorgung umgesetzt worden.

Stahlbetonkonstruktion mit transluzenter Polycarbonatfassade

Jahresbericht 2012 - Seite 31


Brandschutzbeauftragter

des Magistrats Salzburg

TORev. Ing. Stefan Krakowitzer

Entsprechend dem Aufgabenbereich des Brandschutzbeauftragten wurden im

vergangenen Jahr gemeinsam mit den Brandschutzwarten Begehungen in den

Amtsgebäuden durchgeführt, um eventuell vorhandene brandschutztechnische

Mängel frühzeitig zu erkennen. Schwerpunktmäßig wurden die Kindergärten

hinsichtlich der vereinbarten Schutzziele überprüft.

Um die Bediensteten der Stadt Salzburg im Umgang mit dem Thema „Brandschutz“

zu sensibilisieren, wurden zahlreiche Brandschutzschulungen durchgeführt.

Hervorzuheben sind die Schulungen für die Mitarbeiter des Bauhofs, da

hier zum Teil aufgrund der auszuführenden Tätigkeiten von einem höheren Gefahrenpotential

auszugehen ist. Erwähnenswert sind auch die Unterweisungen

für die Mitarbeiter in den Seniorenheimen, welche im Ereignisfall die Heimbewohner

in kurzer Zeit in sichere Bereiche bringen müssen.

Im Rahmen der Brandschutzschulungen wurde der praktische Umgang mit den

verschiedenen Feuerlöschertypen gezeigt.

Praktischer Umgang mit einem Handfeuerlöscher

Jahresbericht 2012 - Seite 32


Aus der Sicht des Brandschutzbeauftragten der Stadt Salzburg kann die Sanierung

des Rathauses im Jahr 2012 als bedeutende Maßnahme zur Erhöhung der

Brandsicherheit betrachtet werden.

Die Brandabschnittsbildungen und der anlagentechnische Brandschutz wurden

entsprechend aufgewertet, der Überwachungsumfang der Brandmeldeanlage

konnte auf die notwendigen Bereiche ausgedehnt werden. Dies stellt insbesondere

im Hinblick auf das schützenswerte, historische Gebäude sowie der

dichten Verbauung im Altstadtbereich eine wesentliche Verbesserung dar.

Weiters ist die Anna-Bertha-Königsegg-Sonderschule für schwerstbehinderte

Kinder, welche Ende 2011 / Anfang 2012 eröffnet wurde, hervorzuheben. Dank

der guten Kooperation mit der Mag. Abt. 2/02 - „Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen“

sowie der Mag. Abt. 6/01 - „Hochbau“ konnte diese Schule

nachträglich mit einer Brandmeldeanlage im Überwachungsumfang „Vollschutz“

nachgerüstet und auf die Leitstelle der Berufsfeuerwehr aufgeschaltet

werden.

Mit der Brandfrüherkennung kann im Ereignisfall rechtzeitig mit der Räumung

des Gebäudes begonnen werden, welche in Anbetracht der Beeinträchtigung

der Kinder für das Betreuungspersonal als auch für die Einsatzkräfte einen

erheblichen Zeitaufwand bedeutet.

Brandschutzschulung für die Mitarbeiter des Bauhofs

Jahresbericht 2012 - Seite 33


Ein wesentlicher Bestandteil im Tätigkeitsbereich des Brandschutzbeauftragten

ist die Erstellung von Brandschutzplänen gemäß „TRVB O 121 - Brandschutzpläne“

für die Amtsgebäude der Stadt Salzburg. Hierfür werden die jeweiligen

Gebäude begangen und sämtliche, für einen Feuerwehreinsatz relevanten

Informationen in einen Grundrissplan übertragen. Diese Angaben werden

schließlich mittels einer CAD-Software weiter verarbeitet und digital in das

Einsatzleitsystem der Berufsfeuerwehr übernommen.

Ein Plansatz wird in Papierform

beim jeweiligen Objekt

in einem Plankasten

verwahrt, um in einem

Ereignisfall für die Einsatzkräfte

einen ausreichenden

Überblick über das Objekt

und eine entsprechende

Lageerkundung zu gewährleisten.

Die Brandschutzpläne

werden schrittweise

für sämtliche Magistratsgebäude

erstellt und bei

eventuellen Sanierungen

nachgezogen.

Brandschutzplan der Volks- und Hauptschule Nonntal

Jahresbericht 2012 - Seite 34


Statistik 2012

EINSÄTZE Stadt Land Gesamt

Entstehungsbrand 160 160

Kleinbrand 93 93

Mittelbrand 27 27

Großbrand 0 0

Keinen Brand festgestellt 99 99

Brandmeldeeinsatz 769 769

Brandeinsätze 1.148 1.148

Technische Hilfeleistung 1.549 5 1.554

Technische Arbeitsleistung 690 690

Technische Einsätze 2.239 5 2.244

GESAMT 3.387 5 3.392

ALARMIERUNGEN UND VERSTÄNDIGUNGEN

FF - Stadt zur Unterstützung der BF 115 115

FF - Land im Auftrag des LFK 1 106 107

Zusätzliche Alarmierungen 116 106 222

Einsatzbezogene

Verständigungen

1.437 53 1.490

GESAMT 1.553 159 1.712

Jahresbericht 2012 - Seite 35


Brandeinsätze

2010 2011 2012

Behälter bzw. Container für Müll oder Papier 67 67 45

Betriebsanlage 5 3 5

Böswilliger Alarm 28 42 35

Dachstuhl 1 5 0

Einstellraum 1 0 0

Elektrische Anlagen und Geräte 28 39 33

Elektrische Anlagen und Geräte überhitzt 20 13 12

Fahrzeuge vor Ankunft am Einsatzort zurückbeordert 7 7 7

Fehlalarm 215 219 248

Fehleinschätzung des Anzeigers 27 36 44

Flächen 3 3 0

Fußboden / Zwischendecke 2 2 0

Garage 1 1 0

Gegenstände in Objekt 47 33 23

Geschäft 1 1 2

Heizung 8 7 9

Heu / Strohtristen 0 1 2

Hütte 2 5 0

Kabel 0 1 2

Keller 2 3 6

Kraftfahrzeug 23 25 19

Labor 0 1 0

Lagergebäude 0 1 0

Lagerplatz 2 2 5

Lagerraum 0 3 1

Landwirtschaft 0 1 0

Rauchfang 1 5 2

Schienenfahrzeug 0 1 0

Störungsalarm (Brandmeldeanlagen) 7 13 4

Tankstelle 1 0 0

Täuschungsalarm 428 509 451

Untersuchung 26 28 14

Verschmorte Speise 116 127 142

Vorbeugende Brandschutzmaßnahmen 2 3 9

Wald / Bepflanzung 12 15 7

Weihnachtsbaum / Adventgesteck / Dekoration 3 7 5

Werkstätte 0 1 0

Wohnhaus 1 2 0

Zimmer 19 11 16

Brandausrückungen 1.106 1.243 1.148

Jahresbericht 2012 - Seite 36


Technische Einsätze

2010 2011 2012

Abschleppung 0 1 3

Absicherung 76 65 70

Assistenzleistung 104 105 123

Baugebrechen 22 20 6

Beistellung 12 14 16

Bergen von Sachwerten 28 30 31

Bergen von toten Personen 4 5 6

Bergen von toten Tieren 52 64 73

Brandsicherheitswachdienst 45 50 23

Böswillige Alarmierung 1 0 1

Chemieeinsatz 7 5 3

Eisenbahnunfall 0 0 1

Entfernen von Gefahren auf Verkehrsflächen 222 223 252

Entsorgungsfahrt 1 0 2

Fahrzeuge vor Ankunft am Einsatzort zurückbeordert 62 52 53

Fehleinschätzung des Anzeigers 51 64 64

Insekten beseitigen 45 86 46

Insekten einfangen 33 66 54

Konzentrationsmessungen von Schadstoffen 10 18 22

Kraftstoffaustritt aus Kraftfahrzeug 4 4 8

Kranarbeit 0 0 1

Liftgebrechen 100 93 112

Mineralöl mit Umweltgefährdung 9 11 15

Naturereignis 19 11 37

Notstromversorgung 0 1 0

Personen aus Gefahr oder Zwangslage 203 218 65

Pumparbeit 8 5 11

Rohrbruch 36 49 80

Schadwasser 44 38 119

Strahlenschutzeinsatz 0 0 0

Sturmschaden 10 58 48

Suchaktion 3 3 2

Taucheinsatz 0 2 0

Tier aus Gefahr / Zwangslage 157 162 148

Tiertransport 288 310 262

Unkontrollierter Austritt von Gas / Flüssigkeit 9 6 20

Untersuchung 35 33 31

Verkehrsunfall 28 24 35

Wasserversorgung 14 18 22

Wohnung öffnen 197 232 162

Wohnung öffnen (Person in Zwangslage) 0 0 205

Übungseinsatz u. ä. 4 1 12

Technische Einsätze 1.943 2.147 2.244

Jahresbericht 2012 - Seite 37


Einsatzentwicklung

1.500

1.400

1.300

1.200

1.100

1.000

900

800

700

600

Brandeinsätze

500

2007 2008 2009 2010 2011 2012

Technische Einsätze

2.700

2.500

2.300

2.100

1.900

1.700

1.500

1.300

1.100

900

700

500

2007 2008 2009 2010 2011 2012

Jahresbericht 2012 - Seite 38


Ereignisse

Salzburger Landesfeuerwehrtag

Am Freitag, den 11. Mai 2012 wurde der 36. Salzburger Landesfeuerwehrtag

im Kongresshaus der Stadt Salzburg abgehalten. Neben zahlreichen politischen

Ehrengästen und den Vertretern der befreundeten Einsatzorganisationen

waren sämtliche Repräsentanten der Feuerwehren des Bundeslandes Salzburg

der Einladung des Landesfeuerwehrkommandanten Leopold Winter gefolgt.

Die Berufsfeuerwehr unterstützte gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr

der Stadt Salzburg die Landesveranstaltung. Bei prächtigem Wetter führte eine

Fahrzeugparade, an der rund 20 Feuerwehrfahrzeuge des Stadtgebietes teilnahmen,

in Richtung Salzburg Congress, um die Bevölkerung auf die Festveranstaltung

hinzuweisen. Im Kurpark des Kongresszentrums konnten interessierte

Besucher die Einsatzfahrzeuge aus nächster Nähe betrachten.

Fahrzeugparade in Richtung Salzburg Congress

In seiner Festansprache dankte Landesfeuerwehrkommandant Leopold Winter

sämtlichen Feuerwehrmitgliedern für die erbrachten Leistungen, allen im

Bundesland Salzburg befassten Stellen, Personen und Institutionen für die

große Unterstützung und ausgezeichnete Zusammenarbeit in den letzten zwei

Jahren.

Jahresbericht 2012 - Seite 39


Im Anschluss an die Festreden wurden zahlreiche Feuerwehrfunktionäre für die

für das Salzburger Feuerwehrwesen erbrachten Leistungen geehrt. Für die

Berufsfeuerwehr Salzburg wurden Branddirektor Dipl.-Ing. Eduard Schnöll

sowie TOAR Klaus Gogg ausgezeichnet. Nach der Landeshymne wechselten die

rund 500 Gäste in das geschmückte Ausstellungsfoyer, wo für das leibliche

Wohl und einen gemütlichen Ausklang der Veranstaltung gesorgt war.

Präsentation der Feuerwehrfahrzeuge der Stadt Salzburg

Besuch der Rauchfangkehrer

Eine Abordnung der Salzburger Rauchfangkehrer mit Innungsmeister Heinz

Burmann überbrachte Branddirektor Dipl.-Ing. Eduard Schnöll und seinen

Mitarbeitern zum Jahreswechsel die Neujahrswünsche.

Innungsgeschäftsführer Martin Niklas, Innungsmeister Heinz Burmann,

Bezirksrauchfangkehrermeister Horst Feichtner sowie Rauchfangkehrer

Kurt Pletschacher beim alljährlichen Besuch der Berufsfeuerwehr Salzburg

Jahresbericht 2012 - Seite 40


Weltrekordversuch Franz Müllner

Am 29. Juni 2012 trat „Austrian Rock“ und „Strongest Man“ Österreichs Franz

Müllner gemeinsam mit 30 Kindern aus der Anna-Bertha-Königsegg-Schule zu

einem Weltrekordversuch in der Hauptfeuerwache Maxglan an.

Ziel war es, ein 18 Tonnen schweres Feuerwehrfahrzeug über die Distanz von

mindestens 50 Metern mit der tatkräftigen Unterstützung der Kinder zu ziehen.

Müllner übernahm den Anschub des Fahrzeuges, während die Kinder mittels

eines Taus die schwere Teleskopbühne zogen. Nach 50 Metern war der Weltrekord

geglückt und die Kinder, von denen zahlreiche unter körperlichen und

geistigen Beeinträchtigungen zu leiden haben, glücklich.

Branddirektor Eduard Schnöll mit den erfolgreichen Akteuren

nach dem geglückten Weltrekordversuch

Jahresbericht 2012 - Seite 41


Großübung Wildflecken

Übungen und Ausbildungen

Auf Einladung der Berufsfeuerwehr München

konnten sechs Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr

Salzburg an einer mehrtägigen

Feuerwehrgroßübung am Truppenübungsplatz

in Wildflecken vom 3. August bis

8. August 2012 teilnehmen.

Der Truppenübungsplatz der Deutschen

Bundeswehr wurde 1937 errichtet und

diente im 2. Weltkrieg als Flüchtlingslager.

In den 50er Jahren wurde die Rhön-Kaserne

im Ortsteil Oberwildflecken eingerichtet.

Das Kasernengelände der Deutschen Bundeswehr

eignet sich in perfekter Weise für

reale und praxisnahe Feuerwehreinsätze

aller Art.

Neben der Berufsfeuerwehr der Stadt München als Organisator der jährlich

stattfindenden Großübung nahmen Berufsfeuerwehren, Freiwillige Feuerwehren

und Feuerwehrschulen sowie Betriebs- und Werksfeuerwehren

anderer Städte und Gemeinden teil. Die Stärke des übenden taktischen

Verbandes lag bei 290 Personen mit rund 80 Einsatzfahrzeugen.

Teilnehmer der Bereitschaft 1 der Großübung Wildflecken

Jahresbericht 2012 - Seite 42


Standeskontrolle mit Befehlsausgabe

Ziel war es, möglichst reale Einsatzszenarien zu jeder Tages- und Nachtzeit

zu üben. Ein Schwerpunkt der Großübung war, die Zusammenarbeit

zwischen den verschiedenen Feuerwehren im Verband in Bezug auf Taktik

und Ausrüstung zu erproben und zu optimieren. Dabei konnten wertvolle

Erfahrungen gewonnen werden. Unterschiedliche Schadenslagen werden von

rund 20 Beobachtern hinsichtlich ihrer Abarbeitung durch die eingesetzten

Kräfte bewertet. Die Darsteller für die Übungslagen werden abwechselnd

jeweils für einen halben Tag aus dem Teilnehmerkreis ausgewählt, geschminkt

und entsprechend bekleidet, um ein realistisches Übungsszenario

darstellen zu können. Rauch, Verpuffungen oder Explosionen werden unter

Verwendung von Rauchkörpern, Nebelmaschinen sowie Knall- und Explosionskörpern

dargestellt.

Übungsszenario „Zimmerbrand“

Jahresbericht 2012 - Seite 43


Nach einer Übung werden die Löschwasservorräte der Fahrzeuge ergänzt,

die Atemluftflaschen direkt vor Ort befüllt und die Einsatzbereitschaft der

Tanklöschfahrzeuge umgehend wieder hergestellt. Durchschnittlich werden

je teilnehmenden Fahrzeug rund vier Atemschutzeinsätze und zwei bis drei

technische Hilfeleistungen in einem Halbtag abgearbeitet. Dazu gehören

auch Nachtübungen, welche die Einsatzkräfte erheblich fordern.

Beispiele der Einsatzübungen:

Datum: 4. August 2012

Uhrzeit:

10:54 Uhr

Meldebild:

Zimmerbrand

Eingesetzte Kräfte: TLFA 4 / M

Truppzuteilung:

GK LM Claudius Pletzenauer

F LM Robert Eder

M nicht besetzt

TF

F

M

LM Wolfgang Gärtner

HBM Manfred Ebner

HBM Norbert Kikl

Lage:

1 Person am Fenster

1 Person vermisst

Maßnahmen:

• Person über zwei Steckleiterteile in Sicherheit gebracht

• Person aus dem stark verrauchten Objekt gerettet (Fluchtfiltermaske)

• gesamtes Objekt nach vermissten Personen untersucht

• Brandbekämpfung und Belüftungsmaßnahmen

Übungsobjekt „B - Dorf“

Jahresbericht 2012 - Seite 44


Einsatzszenario:

Datum: 4. August 2012

Uhrzeit:

22:00 Uhr

Meldebild:

Kellerbrand

Eingesetzte Kräfte: TLFA 4 / M

Truppzuteilung:

GK LM Wolfgang Gärtner

F LM Heinz Lebesmühlbacher

M HBM Manfred Ebner

TF

F

M

LM Robert Eder

HBM Norbert Kikl

Markus Weber (FWS Geretsried)

LM Claudius Pletzenauer musste als Darsteller der

Berufsfeuerwehr München zur Verfügung gestellt werden.

Lage:

Person am Fenster - Stiegenhaus stark verraucht

Person vermisst

Maßnahmen:

• Person über zwei Steckleiterteile aus dem 1. Stock gerettet. Dabei wurde

zum Opfer aufgestiegen und dessen Zustand festgestellt. Die Person wurde

anschließend über das Fenster dem bereits aufgestiegenen Feuerwehrmitarbeiter

übergeben, sodass ein gefahrloses Absteigen möglich war.

• Person aus dem stark verrauchten Keller in Sicherheit gebracht

• Brandbekämpfung und Belüftungsmaßnahmen

Nachtübung „Kellerbrand“

Jahresbericht 2012 - Seite 45


Unter der Leitung der Bewerter wurden Nachbesprechungen mit allen teilnehmenden

Einsatzorganisationen durchgeführt. Besonderes Augenmerk

wurde auf konkrete Entscheidungsgrundlagen und Entschlüsse der jeweiligen

Einsatzleiter gelegt.

Nachbesprechung mit den Übungsteilnehmern

Unterschiede in der Einsatzabwicklung ergaben sich vor allem aufgrund unterschiedlicher

Ausbildungsstandards der einzelnen Feuerwehren. Beispielsweise

deckt ein Großteil der deutschen Berufsfeuerwehren neben dem

klassischen Feuerwehrbereich den Rettungs- und Sanitätsdienst ab. Letztere

werden in Österreich oder Italien von den Rettungsorganisationen wie dem

Roten Kreuz, den Johannitern, den Samaritern, den Maltesern, dem Grünen

Kreuz usw. abgewickelt. Der praktische Erfahrungsaustausch der teilnehmenden

Feuerwehrkräfte trägt zu einer wertvollen Wissensergänzung in der

Einsatzabwicklung bei. Die Teilnahme an dieser jährlich stattfindenden Großübung

kann in jeder Hinsicht nur empfohlen werden.

Übungsannahme „Betreuung eines verletzten Kameraden“

Jahresbericht 2012 - Seite 46


Brand- und Evakuierungsübung Festung Hohensalzburg

Datum: 25. April 2012

Übungsszenario: Brand im Reckturm

Gemeinsam mit der Verwaltung der Festung Hohensalzburg und der Feuerwehrjugend

der Stadt Salzburg wurde eine Einsatz- und Evakuierungsübung

durchgeführt. Als Übungsszenario wurde der Brand eines Mülleimers im

Reckturm angenommen, der von Jugendlichen während einer Führung ausgelöst

wurde.

Löschtrupp des Gelände 2 Maxglan

Anlegen einer Fluchtfiltermaske

Jahresbericht 2012 - Seite 47


Verletztentransport über das Stiegenhaus des Reckturms

Aufgrund der starken Rauchentwicklung war der Rückweg für eine Gruppe

von Besuchern, welche sich gerade auf der Aussichtsplattform des Turmes

befanden, nicht mehr möglich. Die Personen mussten daher von den Kräften

der Feuerwehr unter Zuhilfenahme von Fluchtfiltermasken gerettet werden.

Zeitgleich dazu wurde die Brandbekämpfung über die bestehende Trockensteigleitung

vorgenommen.

Menschenrettung mittels eines Tragetuches

Jahresbericht 2012 - Seite 48


Übergabe und Versorgung der Verletzten im Innenhof der Festung

Weiteres Ziel dieser Übung war es, die interne Alarmierungskette zwischen

dem Journaldienst und den Lotsen der Festung Hohensalzburg zu überprüfen.

Weiters konnte die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen

und den Mitarbeitern der Festung Hohensalzburg sowie sämtliche

brandschutztechnischen Einrichtungen auf ihre einwandfreie Funktion überprüft

werden.

Einsatz des Hochleistungslüfters

Jahresbericht 2012 - Seite 49


Aufbau des mobilen Hochwasserschutzes

Datum: 15. Juni 2012

Nach dem Hochwasserereignis im Jahr

2002 wurden zahlreiche Hochwasserschutzbauten

im Rahmen eines mehrjährigen

Programms zu beiden Seiten

der Salzach zwischen der Eisenbahnbrücke

Lehen und der Hellbrunner

Brücke realisiert.

Die 23 mobilen Hochwassersperren aus

Edelstahl und Aluminium, welche in

Mauernischen entlang der Salzach

lagern, werden im Anlassfall durch die

Kräfte der Berufsfeuerwehr und der

Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg

errichtet.

Am 15. Juni 2012 wurden erstmals

sämtliche Hochwasserschutzbauten zeitgleich

gemeinsam mit den Kräften der

Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg

aufgebaut, um die Abläufe für den

Ernstfall zu optimieren. Dabei zeigte

sich, dass die erforderlichen Maßnahmen

unter günstigen Voraussetzungen

innerhalb von zwei Stunden umgesetzt

werden können.

Errichtung der mobilen Hochwassersperren

Jahresbericht 2012 - Seite 50


Einsatzübung auf der Hubschrauberlandeplattform des UKH

Datum: 13. November 2012

Übungsszenario: Rauchentwicklung am gelandeten Hubschrauber

In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Unfallkrankenhauses Salzburg

(UKH) wurde eine Brandschutzübung am Hubschrauberlandeplatz, welcher

am Dach des Unfallkrankenhauses situiert ist, durchgeführt. Als Übungsannahme

wurde der Brand eines eben erst gelandeten Helikopters simuliert,

der eine schwer verletzte Person an Bord hat. Nach erfolgter Menschenrettung

durch Mitarbeiter des Unfallkrankenhauses konnte die Brandbekämpfung

unter Verwendung des Hitzeschutzanzuges von den Mitarbeitern

der Berufsfeuerwehr rasch durchgeführt werden.

Personenrettung aus dem rauchenden Helikopter

Das Ziel der gesetzlich vorgeschriebenen Übung war die Überprüfung der

hausinternen Alarmierungskette sowie die Zusammenarbeit der einzelnen

Einsatzorganisationen und des zuständigen Sicherheitspersonals.

Jahresbericht 2012 - Seite 51


Einsatztaucher - jährliche Ausbildungen und Schulungen

Sechs Schulungsblöcke für Einsatztaucher

8 Tauchlehrer und 13 Teilnehmer

Ausbildungsstunden: 153

Tauchgänge gesamt: 135

Taucherstand 2012

21 Einsatztaucher, davon 5 Tauchlehrer und 3 Tauchlehrassistenten

Tauchlager des OÖ-Landesfeuerwehrverbandes in Weyregg am Attersee

„Body-Check“ vor dem Tauchgang

Jahresbericht 2012 - Seite 52


Brandeinsätze 2012

25. Jänner 2012 um 14:27 Uhr - Brand eines Gefahrgutlastkraftwagens

Durch einen technischen Defekt kam es im Motorraum eines Gefahrgutlastkraftwagens zu einem

Brand. Durch das rasche Eingreifen der Berufsfeuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf

die gefährliche Fracht verhindert werden.

08. Februar 2012 um 09:14 Uhr - Kellerbrand im Stadtteil Liefering

In einem Kellerabteil eines Wohnblocks kam es aus unbekannter Ursache zu einem Brand. Die Verrauchung

breitete sich rasch auf die Kellerräume sowie das angeschlossene Stiegenhaus aus. Es

wurden jedoch keine Personen verletzt.

Jahresbericht 2012 - Seite 53


09. Februar 2012 um 15:34 Uhr - Brand in der Küche

Aus unbekannter Ursache geriet die Dunstabzugshaube in der Küche eines Einfamilienhauses im

Stadtteil Josefiau in Brand. Nach den Löscharbeiten musste der betroffene Deckenbereich zur

Nachkontrolle geöffnet werden.

23. Februar 2012 um 17:24 Uhr - Brand einer Rolltreppe

Durch die thermische Überlastung der Antriebsstation kam es in der Halle 7 des Salzburger Ausstellungszentrums

zu einem Glutbrand in einer Rolltreppe, die zur automatischen Abschaltung der

Treppe führte. Sämtliche Seitenteile mussten für die Erkundung und die erforderlichen Löscharbeiten

geöffnet werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 54


19. März 2012 um 00:43 Uhr - Zimmerbrand im Stadtteil Itzling

Aus ungeklärter Ursache kam es in den Nachtstunden zu einem Zimmerbrand im 4. OG einer

Wohnanlage. Dabei konnten sich die beiden Bewohner, welche leichte Verbrennungen erlitten,

noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die in das Schloss gefallene Wohnungstüre musste von den

Einsatzkräften gewaltsam geöffnet werden, um an den Brandherd zu gelangen.

Jahresbericht 2012 - Seite 55


07. April 2012 um 09:05 Uhr - Wohnungsbrand im Stadtteil Maxglan

Aus unbekannter Ursache kam es in der Küche im 4. OG einer Wohnanlage zu einem Brand. Über

einen Schlauchaufzug löschte die Berufsfeuerwehr im Innenangriff das Feuer. Zeitgleich konnte ein

Übergreifen der aus dem Fenster schlagenden Flammen auf das Vordach verhindert werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 56


28. April 2012 um 11:51 Uhr - Brand einer Müllpresse

Am Gelände des Wirtschaftshofes kam es zu einem Schwelbrand in einem Presscontainer. Anwesende

Mitarbeiter versuchten bis zum Eintreffen der Berufsfeuerwehr vergeblich den Brand zu

löschen. Unter Atemschutz wurde der Container geöffnet und der Brand mittels eines Hochdruckrohres

rasch gelöscht.

15. Mai 2012 um 11:01 Uhr - Brand eines Wäschetrockners

Durch einen defekten Wäschetrockner kam es zu einem Kellerbrand im Stadtteil Maxglan. Mittels

Wärmebildkamera konnte der Brandherd im stark verrauchten Keller aufgespürt und mit zwei

Hochdruckrohren abgelöscht werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 57


24. Mai 2012 um 19:29 Uhr - Küchenbrand im Stadtteil Lehen

Durch einen eingeschalteten E-Herd kam es in den Abendstunden zu einem Küchenbrand. Die Bewohnerin

konnte sich und ihren Hund noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, ehe die Einsatzkräfte

der Berufsfeuerwehr unter schweren Atemschutz das Feuer löschten.

Jahresbericht 2012 - Seite 58


31. Mai 2012 um 16:05 Uhr - Glimmbrand im Kindergarten Liefering

Zwischen der Außenfassade und der Betonfertigteilstiege kam es vermutlich durch Rauchwaren zu

einem Glimmbrand, der die Wärmedämmung in Brand setzte. Der betroffene Fassadenbereich

musste für die Ablöscharbeiten geöffnet werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 59


24. Juni 2012 um 09:42 Uhr -

Kellerbrand im Stadtteil Gnigl

Zwei mobile Trocknungsgeräte, welche

im Keller nach einem Starkregenereignis

aufgestellt waren, dürften zu

einer Überlastung der Stromleitungen

geführt haben. Dadurch kam es zu

einem Brand der hölzernen Wand- und

Deckenverkleidungen.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung

konnten die Bewohnerin und ihr Kind

das Haus nicht mehr verlassen. Bei

Ankunft der Berufsfeuerwehr wurden

die beiden Personen mit Hilfe einer

Steckleiter vom Balkon in Sicherheit

gebracht und dem Roten Kreuz übergeben.

Zwei Atemschutztrupps löschten den

Kellerbrand und setzten entsprechende

Belüftungsmaßnahmen.

Jahresbericht 2012 - Seite 60


02. Juli 2012 um 23:34 Uhr - Brand eines Anbaues im Stadtteil Maxglan

Aus unbekannter Ursache kam es in den Nachtstunden zu einem Brand eines Mopeds, dass an

einer Hausfassade abgestellt war. Das Feuer breitete sich über das angrenzende Fenster auf die

dahinter liegende Küche des Gebäudes aus. Mittels zweier Hochdruckrohre wurde von der Berufsfeuerwehr

der Brand bekämpft. Zeitgleich erfolgte die Evakuierung von insgesamt acht Personen

aus den darüber befindlichen Wohnungsbereichen.

Jahresbericht 2012 - Seite 61


Wohnungsbrand Parsch

12. Juli 2012 - Vollbrand einer

Wohnung im Stadtteil Parsch

In den Nachtstunden kam es im 2. OG

einer Wohnanlage zu einem Vollbrand.

Bei Eintreffen der Feuerwehr drohte

der Brand bereits auf die angrenzenden

Wohnungen überzugreifen.

Die Einsatzkräfte stiegen über drei

Steckleiterteile auf den Balkon und begannen

unter Verwendung eines Hochdruckrohres

mit dem Außenangriff.

Zeitgleich erfolgte die Evakuierung der

Bewohner über das Stiegenhaus.

Eine Person musste über die Steckleiter

aus dem dritten Stock gerettet werden,

die mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung

dem Roten Kreuz übergeben

wurde. Die Löscharbeiten wurden über

die bereits geborstenen Fensterscheiben

und die Balkontüre durchgeführt.

Jahresbericht 2012 - Seite 62


Um eine weitere Verrauchung im Fluchtstiegenhaus möglichst zu unterbinden, wurde bei der

Brandwohnung ein Rauchschutzvorhang vorsorglich angebracht. Sämtliche Wohnungen mussten

im Rahmen der Kontrolle auf verbliebene Personen teilweise gewaltsam geöffnet werden. Nachdem

der Brand gelöscht war, nahm die Polizei die kriminaltechnischen Ermittlungen auf.

Jahresbericht 2012 - Seite 63


12. August 2012 um 04:12 Uhr - Kellerbrand im Stadtteil Nonntal

Ein Lufttrocknungsgerät dürfte die Ursache für einen Brand in einem Kellerraum gewesen sein. Der

Bewohner konnte sich noch vor Ankunft der Feuerwehr aus dem bereits verrauchten Haus ins Freie

retten. Zwei Atemschutztrupps löschten mit einem Hochdruckrohr rasch den Brand und setzten mit

einem Hochleistungslüfter die erforderlichen Belüftungsmaßnahmen.

Jahresbericht 2012 - Seite 64


19. September 2012 um 21:54 Uhr - Zimmerbrand im Stadtteil Morzg

Eine nicht gelöschte Kerze führte zu einem Brand im 2. OG eines Mehrparteienhauses. Zwei Bewohner

hatten vergeblich versucht, den Brand im Schlafzimmer mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen.

Aufgrund der raschen Brandentwicklung waren die Fensterscheiben bereits vor Eintreffen

der Feuerwehr geborsten. Gemeinsam mit den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt

Salzburg - Löschzug Itzling wurde der Brand im Innenangriff als auch im Außenangriff unter

schwerem Atemschutz gelöscht. Die angrenzenden Wohnungsbereiche sowie der Dachboden

wurden kontrolliert und entsprechend belüftet.

Jahresbericht 2012 - Seite 65


27. September 2012 um 09:10 Uhr - Zimmerbrand im Stadtteil Liefering

Aus unbekannter Ursache kam es in einer Wohnung im 5. OG zu einem Zimmerbrand. Der

Bewohner konnte aufgrund der starken Verrauchung das Fluchtstiegenhaus nicht mehr erreichen

und stand beim Eintreffen der Feuerwehr hilferufend am Fenster. Als Sofortmaßnahme wurde die

Menschenrettung über die Drehleiter durchgeführt. Der Bewohner erlitt eine Rauchgasvergiftung

und wurde vom Roten Kreuz zur medizinischen Versorgung in das Krankenhaus transportiert. Der

Löschangriff wurde unter schwerem Atemschutz über das Stiegenhaus sowie über die Drehleiter

vorgenommen.

Jahresbericht 2012 - Seite 66


30. September 2012 um 09:32 - Brand eines Gitterbettes

Durch eine defekte Heizdecke geriet das Gitterbett im Kinderzimmer eines Mehrparteienhauses im

Stadtteil Maxglan in Brand. Glücklicherweise konnten sich die drei Personen, die sich in der Wohnung

befunden hatten, rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der Brand konnte unter schwerem Atemschutz

rasch gelöscht werden. Jedoch mussten Teile der Decke entfernt werden, um eine entsprechende

Kontrolle im Dachstuhl durchführen zu können.

06. Oktober 2012 um 08:22 Uhr - Brand in einem Kosmetiksalon

Aus unbekannter Ursache kam es in den Morgenstunden in einem Kosmetiksalon der Altstadt zu

einem Geschäftsbrand. Bei Eintreffen der Berufsfeuerwehr waren einige Bewohner der darüber

liegenden Wohnungen bereits auf die Straße geflüchtet. Die Einsatzkräfte konnten den Brandherd

rasch lokalisieren und ablöschen. Zeitgleich wurde das betroffene Objekt geräumt.

Jahresbericht 2012 - Seite 67


Zimmerbrand Josefiau

27. November 2012 - Zimmerbrand

im Stadtteil Josefiau

In den Abendstunden kam es in einem

Einfamilienhaus zu einem Küchenbrand.

Bei Ankunft der Einsatzkräfte wurden

zwei Personen als vermisst gemeldet,

worauf hin ein Atemschutztrupp die

Erkundung sämtlicher Räume mittels

Wärmebildkamera durchführte.

Dabei wurde eine Person im angrenzenden

Wohnzimmer aufgefunden

und mittels einer Fluchtfiltermaske ins

Freie gerettet.

Jahresbericht 2012 - Seite 68


Ebenfalls konnte ein Hund gerettet werden, welcher von der Tierärztin Dr. Gudrun Immler und

ihrem Team, ihre Tierarztpraxis befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Einsatzstelle,

versorgt wurde. Der Brand konnte im umfassenden Angriff abgelöscht werden. Das Brandgut

wurde im Freibereich abgelegt und Nachlöscharbeiten durchgeführt.

Jahresbericht 2012 - Seite 69


28. November 2012 um 08:47 Uhr - Brand eines Mähfahrzeuges

Durch einen technischen Defekt war ein Mähfahrzeug des städtischen Gartenamtes in Brand geraten.

Bei Eintreffen der Berufsfeuerwehr stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand. Aufgrund der

starken Rauchentwicklung musste der Brand unter schwerem Atemschutz gelöscht werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 70


10. Dezember 2012 um 14:31 Uhr - Brand in einem Einfamilienhaus

In einem Einfamilienhaus im Stadtteil Leopoldskron kam es im Bereich des Wohnraumes und der

Küche zu einem Brand, der mittels zweier Hochdruckrohre bekämpft wurde. Teile der Wand- und

Deckenkonstruktion mussten entfernt werden, um verbliebene Glutnester in diesen Bereichen ablöschen

zu können. Aus statischen Gründen musste dabei die Deckenkonstruktion mittels Pölzrohren

abgestützt und ein entsprechendes Betretungsverbot ausgesprochen werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 71


14. Dezember 2012 um 02:26 Uhr - Brand in einem Altstadtlokal

In den Nachtstunden wurden die Einsatzkräfte zu einem vermeintlichen Kabelbrand gerufen. Bei

Eintreffen der Berufsfeuerwehr trat bereits dichter Rauch aus dem ersten Obergeschoß, sodass der

eigentliche Brandherd nur unter Zuhilfenahme der Wärmebildkamera ausfindig gemacht werden

konnte. Als Ursache stellte sich heraus, dass ein elektrischer Defekt eines Lüftermotors in der

Großküche zu einem Brand geführt hatte. Die anfänglich im Gebäude vermuteten Personen

konnten sich in das angrenzende Stiegenhaus in Sicherheit bringen. Die starke Rauchentwicklung

machte eine Kontrolle sämtlicher darüberliegender Räumlichkeiten notwendig, sodass mehrere

Wohneinheiten geöffnet werden mussten.

Jahresbericht 2012 - Seite 72


23. Dezember 2012 um 08:31 Uhr - Brandmelder 431 ausgelöst

Im Seniorenheim Lehen kam es in den Morgenstunden zu einem Brandmelderalarm. Die Erkundung

ergab, dass im 4. OG ein unbeaufsichtigter Adventkranz Feuer gefangen hatte. Dieser konnte mittels

tragbarem Hochdrucklöschgerät rasch abgelöscht werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 73


Technische Einsätze 2012

05. Jänner 2012 um 10:26 Uhr - Dieselaustritt aus einem LKW

In der Verladehalle einer Brauerei kam es zu einem Dieselaustritt bei einem Sattelzug. Wie sich

herausstellte, hatte sich ein Rigolengitter beim Überfahren aufgerichtet und den Treibstofftank des

Kraftfahrzeuges aufgerissen. Mittels Bindemittel wurde der ausgeflossene Treibstoff gebunden.

Rund 700 Liter Dieselkraftstoff mussten in Kunststofffässer umgepumpt werden.

11. Jänner 2012 um 12:19 Uhr - Suchaktion auf der Salzach

Auf Ersuchen der Polizei musste von der Berufsfeuerwehr die Salzach im Bereich der Hellbrunner

Brücke auf eine vermisste und angeblich suizidgefährdete Person abgesucht werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 74


24. Februar 2012 um 14:40 Uhr - Treibstoffaustritt aus einem LKW

Aufgrund einer Kollision mehrerer Fahrzeuge kam es zu einem Treibstoffaustritt bei einem Lastkraftwagen.

Rund 150 Liter Dieseltreibstoff mussten auf einer Länge von 200 Metern mittels

Ölbindemittel gebunden werden. Die Reinigung der Fahrbahn erfolgte durch eine Kehrmaschine der

Autobahnmeisterei.

Jahresbericht 2012 - Seite 75


24. Februar 2012 um 19:39 Uhr - Verkehrsunfall

Aus unbekannter Ursache geriet ein Lenker mit seinem PKW von der Fahrbahn ab und rammte

einen Betonmasten. Dabei brach dieser ab und fiel auf das Fahrzeug. Der verletzte Lenker wurde

nach der Erstversorgung durch den Notarzt vom Roten Kreuz ins Unfallkrankenhaus gebracht. Der

beschädigte Masten wurde von der Berufsfeuerwehr mit einem Motortrennschneider am unteren

Ende abgeschnitten und am Straßenrand abgelegt.

26. Februar 2012 um 05:12 Uhr - Überschlag eines Fahrzeuges

Aus unbekannter Ursache geriet ein Fahrzeuglenker mit seinem PKW ins Schleudern. Dabei überschlug

sich das Kraftfahrzeug, beschädigte zwei am Fahrbahnrand abgestellte Fahrzeuge und blieb

am Fahrzeugdach liegen. Die Berufsfeuerwehr richtete nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen

den Unfallwagen auf und reinigte die Fahrbahn.

Jahresbericht 2012 - Seite 76


09. März 2012 um 12:42 Uhr - Austritt von Heizöl

Beim Betanken von Heizöl-Extraleicht kam es zu einem Überfüllen des Tanks im Heizkraftwerk des

Landeskrankenhauses. Die Berufsfeuerwehr verhinderte mit Hilfe von Kanaldichtkissen das Abfließen

des Heizöls in den Abwasserkanal. Das ausgetretene Öl wurde mit einem Bindemittel gebunden.

Ein Spezialunternehmen führte die Reinigung der betroffenen Flächen durch.

Jahresbericht 2012 - Seite 77


19. März 2012 um 09:41 Uhr - Arbeitsunfall mit einem Pressluftnagler

Bei Arbeiten mit einem Pressluftnagler durchdrang ein Nagel die Hand eines Arbeiters, sodass sich

dieser nicht mehr selbstständig befreien konnte. Die Berufsfeuerwehr durchtrennte den Nagel im

Einvernehmen mit der Notärztin zwischen Handrücken und Palette mit einem Seitenschneider.

26. März 2012 um 14:59 Uhr - Gasaustritt im Freien

Ein Bagger hatte bei Grabungsarbeiten die Hauszuleitung beschädigt, wodurch Erdgas ins Freie abströmte.

Die alarmierten Einsatzkräfte sperrten den betroffenen Bereich ab. Die beschädigte

Kunststoffleitung wurde abgesägt und abgedichtet.

Jahresbericht 2012 - Seite 78


01. April 2012 um 17:37 Uhr - Reisebus streift Viadukt

Beim Einbiegen in das Fünfhausviadukt streifte ein belgischer Reisebus die Unterführung, sodass

mehrere Seitenscheiben des mit 41 Personen besetzten Busses zu Bruch gingen. Die Einsatzkräfte

der Berufsfeuerwehr unterbauten die Hinterachsen des Reisebusses, um das Fahrzeug mittels einer

Seilwinde ohne weitere Beschädigung seitwärts zu ziehen. Die Fahrbahn wurde von Karosserieteilen

und Fensterscherben gereinigt.

Jahresbericht 2012 - Seite 79


16. Mai 2012 um 15:28 Uhr - LKW droht umzustürzen

Ein mit einem Minibagger beladener LKW geriet am Sternhofweg von der Fahrbahn ab, brach am

unbefestigten Seitenstreifen in das Erdreich ein und drohte umzustürzen. Als Erstmaßnahme

sicherte die Berufsfeuerwehr den LKW mit einem Greifzug. Gemeinsam mit einem Abschlepp- und

Bergeservice wurde das verunfallte Fahrzeug wieder auf die Fahrbahn gezogen.

26. Mai 2012 um 15:48 Uhr - Einsturz eines Daches

Abgemorschte Sparren führten zu einem Einsturz eines Daches eines leerstehenden Gebäudes. Mit

Hilfe mehrerer Planen wurde die entstandene Öffnung abgedeckt. Die Baupolizei stellte ein Betretungsverbot

aus.

Jahresbericht 2012 - Seite 81


22. Juni 2012 um 21:43 Uhr -

Verkehrsunfall mit einem Sattelzug

Ein bosnischer Sattelzug geriet auf der Westautobahn

kurz vor der Ausfahrt Messezentrum

ins Schleudern und stürzte über die bewaldete

Böschung. Glücklicherweise blieb der Lenker

des Fahrzeuges bei dem Unfall unverletzt und

konnte das völlig zerstörte Fahrzeug aus

eigener Kraft verlassen. Die Bergung des

Sattelzuges gestaltete sich schwierig, da

etliche Fässer mit zunächst unbekannten Inhalt

aus dem zerstörten Ladegut geborgen werden

mussten. Ein Spezialunternehmen hob mit

einem Teleskopkran den schwer beschädigten

Sattelzug aus dem Böschungsbereich. Das kontaminierte

Erdreich wurde von einem Entsorgungsbetrieb

abgetragen.

Jahresbericht 2012 - Seite 82


Starkregenereignis im Juni

In den Abendstunden des 20. Juni 2012 kam es zu einem Starkregenereignis über der Landeshauptstadt

Salzburg, woraufhin Großalarm für die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr

der Stadt Salzburg ausgelöst werden musste. Bei dem Regenereignis waren insbesondere die

Stadtteile Sam, Gnigl, Parsch, Schallmoos und Aigen betroffen. Innerhalb von drei Stunden kam es

in diesen Bereichen zu einer Niederschlagsmenge von mehr als 70 Litern pro Quadratmeter, wodurch

es zu zahlreichen Überflutungen von Kellern und Vermurungen von Straßenzügen kam.

Der Individualverkehr, wie etwa in der Linzer Bundesstraße, kam zum Teil völlig zum Erliegen, da

mehrere Seitenbäche des Heu- und Gaisberges über die Ufer traten, Einläufe verklausten und die

Straßen mit Geröll und Steinen verlegten. Die Kanalsysteme mehrerer Unterführungen konnten die

großen Wassermengen nicht mehr aufnehmen, sodass diese ebenfalls für den Verkehr gesperrt

werden mussten.

Insgesamt wurden bei diesem 50-jährigen Regenereignis 168 Einsätze von den Einsatzkräften der

Feuerwehr in den Abend- und Nachtstunden bewältigt.

Jahresbericht 2012 - Seite 83


23. Juni 2012 um 09:53 Uhr - Murenabgang

Aufgrund der intensiven Niederschläge der vorangegangenen Tage kam es zu einem Hangrutsch

am Fuße des Gaisbergs im Stadtteil Parsch. Auslöser der Vermurungen dürften zwei Fahrbahnentwässerungen

gewesen sein, deren Rohrleitungen in diesen Bereich mündeten. In Rücksprache mit

dem beigezogenen Landesgeologen wurde als Erstmaßnahme die rund 250 m² große Fläche von

der Berufsfeuerwehr mit Kunststoffplanen abgedeckt und das Wasser der Rohrleitungen entsprechend

abgeleitet, um bei weiteren Regenfällen einen zusätzlichen Wassereintrag der betroffenen

Flächen zu vermeiden.

27. Juni 2012 um 06:30 Uhr - Person auf Baukran

In den Morgenstunden stießen Bauarbeiter auf eine verwirrte Frau im Kranturm, die nachts auf den

Turmdrehkran geklettert war. Die alarmierte Höhenrettungstruppe der Berufsfeuerwehr stieg zur

Person in rund 15 Meter Höhe auf und seilten diese ab, ehe sie den Rettungskräften des Roten

Kreuzes übergeben werden konnte.

Jahresbericht 2012 - Seite 84


29. Juni 2012 um 18:57 Uhr - Hebebühne droht umzustürzen

Schlechter Untergrund führte zum Kippen einer Industriehebebühne und führte zur Notabschaltung

des Gerätes. Die im Korb befindliche Person konnte durch die Drehleitermannschaft der Berufsfeuerwehr

in Sicherheit gebracht werden. Anschließend wurde die Arbeitsmaschine mittels Hebekissen

stabilisiert und soweit aufgerichtet, dass sie in ihre Transportstellung zusammengefahren werden

konnte.

02. Juli 2012 um 22:40 Uhr - Verkehrsunfall in Liefering

In den Nachtstunden kam ein Lenker aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn im Stadtteil

Liefering ab und prallte mit seinem Fahrzeug gegen eine Hausmauer. Dabei wurde die Person eingeklemmt,

sodass die Berufsfeuerwehr den Verletzten in Absprache mit dem Notarzt aus dem PKW

befreien musste.

Jahresbericht 2012 - Seite 85


Sturmschäden im Juli

Infolge starker Windböen kam es am 8. Juli zu

mehreren Sturmschäden. Im Stadtteil Nonntal

war ein Baum durch starken Wind auf ein

Wohnhaus umgeworfen worden. Teile des

Baumes kamen auf dem Dach zum Liegen. Die

Berufsfeuerwehr sicherte die an der Hausfassade

lehnende Baumkrone mit einem Greifzug.

Daraufhin wurde der Baum mittels Motorkettensägen

fachgerecht zerkleinert und gefällt.

In der Münchner Bundesstraße musste ein

Baum, welcher umzustürzen drohte, von der

Berufsfeuerwehr gesichert werden. Bei einem

Wohnblock riss der Wind eine Jalousie aus der

Verankerung und drohte abzustürzen. Die

Berufsfeuerwehr entfernte den Sonnenschutz

mit der Drehleiter.

Jahresbericht 2012 - Seite 86


09. Juli 2012 um 09:26 Uhr - Verkeilter PKW am Kapuzinerberg

Ein rückwärts bergab fahrender Kastenwagen geriet auf der nassen Fahrbahn ins Rutschen und

verkeilte sich in der ersten Kurve zwischen Gehweg und Mauer der Kapuzinerbergauffahrt. Die

alarmierten Kräfte der Berufsfeuerwehr sicherten zunächst das Fahrzeug mittels Greifzug an einem

zufällig oberhalb stehenden geländegängigen Kommunalfahrzeug der Stadt Salzburg. Der Kastenwagen

konnte mit dem Greifzug aus der verkeilten Lage gezogen werden.

09. Juli 2012 um 17:58 Uhr - Grüne Substanz im Alterbach-Stadtteil Schallmoos

Eine hellgrüne und zunächst unbekannte Flüssigkeit war in den Alterbach Schallmoos gelangt. Die

alarmierten Kräfte der Berufsfeuerwehr nahmen im Auftrag der Mag. Abt. 1/01 entsprechende Proben

und erkundeten die entsprechende Herkunft des Problemstoffs. Dabei stellte sich heraus, dass

eine Dachdeckerfirma ein harmloses Färbemittel, welches zur Suche nach einer Leckage auf einem

Flachdach dem Wasser beigemengt worden war, im Nahbereich eingesetzt hatte.

Jahresbericht 2012 - Seite 87


09. Juli 2012 um 18:58 Uhr - Austritt von Chlorgas im Stadtteil Maxglan

Aus unbekannter Ursache kam es bei einer Swimmingpool-Filteranlage im Keller eines Einfamilienhauses

zu einem Chlorgasaustritt. Die eintreffende Berufsfeuerwehr wurde vom Hauseigentümer,

der bereits Verätzungen erlitten hatte, empfangen und über die Schwimmbadtechnik im Kellergeschoß

instruiert. Ein Atemschutztrupp unter Schutzstufe 2 deaktivierte die Chlorgasanlage im

Technikraum und verpackte drei Behälter mit Schwimmbadchemikalien in gasdichte Überfässer,

ehe entsprechende Belüftungsmaßnahmen gesetzt werden konnten. Die Arbeiten wurden unter

entsprechenden Kontrollmessungen der Atmosphären durchgeführt. Der Hauseigentümer wurde

zur weiteren medizinischen Versorgung den Rettungskräften des Roten Kreuzes übergeben.

16. Juli 2012 um 13:07 Uhr - PKW am Gaisberg abgestürzt

Aus unbekannter Ursache war ein Lenker mit seinem Fahrzeug im Bereich der nördlichen

Paragleiterrampe über die Böschung rund 100 Meter abgestürzt und gegen eine Baumgruppe geprallt.

Dabei erlitt die Person tödliche Verletzungen. Die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr

sicherte den havarierten PKW im Steilgelände. Nach der Freigabe durch die Kriminalpolizei wurde

die Leiche durch die Bergrettung geborgen. Anschließend führte die Berufsfeuerwehr die Fahrzeugbergung

mit den Winden des Schweren Rüstfahrzeuges und eines Tanklöschfahrzeuges durch.

Jahresbericht 2012 - Seite 88


19. Juli 2012 um 16:08 Uhr - Verunreinigung der Saalach

Beim Grenzübergang Saalbrücke war aus einem Kanal eines Betriebsgeländes Schmutzwasser in

die Saalach gelangt, welches bei Reinigungsarbeiten aus einem Wärmetauscher ausgetreten war.

Im Auftrag der Wasserrechtsbehörde wurden von der Berufsfeuerwehr mehrere Wasserproben entnommen

und entsprechende Schlauchsperren errichtet. Die oberflächlichen Verschmutzungen

konnten im Anschluss von einem Entsorgungsunternehmen abgesaugt werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 89


03. August 2012 um 07:34 Uhr - Verkehrsunfall am Bahngleis

Bei einem unbeschrankten Bahnübergang im Industriegelände von Maxglan kam es zu einem Verkehrsunfall

zwischen einer Dieselverschublok und einem Personenkraftfahrzeug. Glücklicherweise

blieb der Fahrzeuglenker unverletzt. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr trennten die beiden ineinander

verkeilten Fahrzeuge mittels Bergeschere und zogen den PKW mit der Fahrzeugwinde des

Schweren Rüstfahrzeuges vom Gleiskörper.

07. August 2012 um 09:00 Uhr - Tiertransport

Die Mag. Abt. 1/01 hatte mehrere Tiere in einer Wohnung im Stadtteil Josefiau beschlagnahmt. Im

Rahmen der Amtshilfe übernahmen Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr den Transport von zwei Kornnattern,

zwei Phytonschlangen sowie drei Boas, welche in den Zoo Salzburg gebracht wurden.

Jahresbericht 2012 - Seite 90


21. August 2012 um 19:00 Uhr - Paragleiter hängt im Baum

Ein Paragleiter hatte sich mit seinem Schirm ca. 50 Meter unterhalb der nordwestlichen Startrampe

in einem Baum verfangen. Die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr konnten den unverletzt

gebliebenen Gleitschirmpiloten aus einer Höhe von rund 10 Meter abseilen.

27. August 2012 um 16:42 Uhr - Austritt einer unbekannten Flüssigkeit

Infolge einer Fahrzeugkollision war im Frachtraum eines LKW ein Kanister geborsten, aus dem eine

Chemikalie austrat. Die Berufsfeuerwehr barg den beschädigten Behälter, band den ausgetretenen

Problemstoff und reinigte die verschmutzte Fahrbahn.

Jahresbericht 2012 - Seite 91


26. August 2012 um 12:14 Uhr -

Suchaktion nach Luchs „Vivious“

Durch einen Windwurf war der Elektrozaun

eines Luchsgeheges deaktiviert

worden, sodass Luchs „Vivious“ unbemerkt

ins Freie gelangen konnte.

Nachdem die Einfangversuche der Zoomitarbeiter

erfolglos geblieben waren,

wurden von der Zooverwaltung die

Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr

der Stadt Salzburg um Mithilfe ersucht.

Gemeinsam mit den Mitarbeitern

des Zoos durchkämmten insgesamt rund

25 Personen das Dickicht des Hellbrunner

Berges.

Nach knapp fünf Stunden musste die

Suche nach der kleinen Raubkatze aufgrund

der hereinbrechenden Dämmerung

erfolglos abgebrochen werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 92


08. September 2012 um 13:24 Uhr -

Hebebühne droht umzustürzen

Mit der Drehleiter der Berufsfeuerwehr Salzburg

konnten zwei Personen aus einem Korb

einer Hebebühne, welche umzufallen drohte,

aus rund 15 Meter Höhe rechtzeitig gerettet

werden.

Die Abstützung des Fahrzeuges hatte aus

unbekannter Ursache nachgegeben, wodurch

es zum gefährlichen Kippen des Fahrzeuges

kam. Die Berufsfeuerwehr sicherte die Hebebühne

und richtete diese wieder auf.

Jahresbericht 2012 - Seite 93


18. September 2012 um 13:34 Uhr -

Einsturz einer Betondecke

Auf einer Großbaustelle im Stadtteil Lehen kam es

beim Betonieren einer Decke zum Versagen der

Deckenschalung und in weiterer Folge zum Einsturz

der Konstruktion. Bei Eintreffen der Berufsfeuerwehr

war zunächst nicht klar, ob Personen unter den

Trümmern verschüttet worden waren.

Die Erkundung mit der Bauleitung ergab, dass sich

zum Zeitpunkt des Einsturzes keine Arbeiter im

darunterliegenden Bereich befunden hatten. Die

Berufsfeuerwehr sicherte die angrenzende intakte

Schalungskonstruktion und sperrte die entsprechenden

Gefährdungsbereiche ab.

Jahresbericht 2012 - Seite 94


26. September 2012 um 10:07 Uhr -

Explosionsgefahr im Heizkraftwerk nach Gasaustritt

Bei Arbeiten an einer Erdgashochdruckleitung kam es im Untergeschoß eines Heizkraftwerks zu

einem größeren Gasaustritt. Dabei wurde die automatische Warnanlage für Explosionsgefahr

ausgelöst und damit die Evakuierung des Gebäudes eingeleitet. Bei Eintreffen der Berufsfeuerwehr

wurde das Betriebsgelände als Erstmaßnahme großräumig abgesperrt und die Gasversorgung

abgedreht. Für die Belüftungsmaßnahmen der ausgedehnten Räumlichkeiten des Untergeschoßes

wurde der Großlüfter der Berufsfeuerwehr nachalarmiert und in Stellung gebracht. Zeitgleich

wurden begleitende Messungen der Atmosphären in den unterschiedlichen Horizonten der Betriebsanlage

durchgeführt. Die Lüftungsmaßnahmen zeigten Wirkung und wurden nach knapp

1 1/2 Stunden beendet, sodass die Mitarbeiter des Heizkraftwerks in die einzelnen Arbeitsbereiche

des Gebäudes zurückkehren konnten.

Jahresbericht 2012 - Seite 95


09. Oktober 2012 um 12:58 Uhr - PKW droht abzustürzen

Im Stadtteil Aigen war ein Fahrzeuglenker mit seinem SUV von einem Waldweg abgekommen und

drohte umzukippen. Die alarmierten Kräfte der Berufsfeuerwehr sicherten das Fahrzeug mit zwei

Greifzügen. Mit der Fahrzeugwinde des Schweren Rüstfahrzeuges konnte das Fahrzeug ohne Beschädigung

auf die Fahrbahn gezogen werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 96


09. Oktober 2012 um 16:22 Uhr -

Tödlicher Verkehrsunfall

Auf der Münchner Bundesstraße kam es zu

einem schweren Verkehrsunfall, bei dem

ein Fahrzeug gegen einen Lichtmasten geprallt

war.

Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt

und zwei Personen getötet. Nachdem

die Verletzten dem Roten Kreuz zur

weiteren medizinischen Versorgung übergeben

worden waren, musste die Berufsfeuerwehr

nach Freigabe durch die Staatsanwaltschaft

die beiden Leichen aus dem

völlig zertrümmerten PKW mittels hydraulischen

Rettungsgeräten bergen.

Weiters wurden die betroffenen Verkehrsflächen

nach Abtransport des Unfallfahrzeuges

entsprechend gereinigt.

Jahresbericht 2012 - Seite 97


18. Oktober 2012 um 12:32 Uhr - Baum droht umzustürzen

Ein Grundbesitzer wollte einen rund 15 Meter hohen Laubbaum auf seinem Grundstück fällen.

Aufgrund unzureichender Fachkenntnis war der Fällschnitt falsch gesetzt, worauf der Baum auf das

angrenzende Gartenhaus zu stürzen drohte. Von der Berufsfeuerwehr wurden als Erstmaßnahme

entsprechende Absperr- und Sicherungsmaßnahmen gesetzt, ehe der Baum fachmännisch gefällt

wurde.

20. Oktober 2012 um 13:58 Uhr - Rettung aus dem Klettersteig „City Wall“

Beim Überhang des Klettersteigs „City Wall“ verließen eine Kletterin die Kräfte. Ihr Kletterpartner

alarmierte die Einsatzkräfte. Die Höhenrettungstruppe der Berufsfeuerwehr stieg in den Klettersteig

ein und brachte die entkräfteten Personen in Sicherheit.

Jahresbericht 2012 - Seite 98


30. Oktober 2012 um 22:48 Uhr - Verkehrsunfall im Stadtteil Taxham

17. Bei der Mai Autobahnabfahrt 2008 um 8:55 Salzburg Uhr - Ein Kleßheim Reh im kam Almkanal

ein Fahrzeuglenker mit seinem Fahrzeug von der

Fahrbahn ab und schlitterte bis an den gegenüberliegenden Autobahnzubringer. Dabei kippte das

Fahrzeug zur Seite, sodass der Fahrzeuglenker nach Entfernen der Windschutzscheibe durch die

Berufsfeuerwehr gerettet und dem Roten Kreuz übergeben werden konnte. Das beschädigte Fahrzeug

wurde mit der Seilwinde des Schweren Rüstfahrzeuges wieder aufgerichtet.

08. November 2012 um 01:50 Uhr - Rohrbruch im Stadtteil Riedenburg

Aus unbekannter Ursache war eine Hauptwasserleitung der Salzburg AG in den Nachtstunden geborsten.

Die angrenzenden Straßenzüge wurden durch das Schadwasser überflutet. Die Berufsfeuerwehr

sperrte die betroffenen Bereiche ab und sicherte die angrenzenden Kellerschächte mit

Sandsäcken, um das Eindringen des Schadwassers zu verhindern. Zeitgleich wurde das Wasserversorgungsunternehmen

mit dem Absperren der 400er Wasserleitung beauftragt. Ebenso wurde

eine angrenzende Baugrube innerhalb kürzester Zeit durch die austretenden Wassermengen geflutet.

Jahresbericht 2012 - Seite 99


12. Dezember 2012 um 11:24 Uhr -

Umgestürzter Baukran

Infolge Überlast knickte ein Baukran zur

Mittagszeit im Kreuzungsbereich Nonntaler

Hauptstraße / Hofhaymer Allee ab. Der Auslegerarm

berührte die Oberleitung der Salzburger

Lokalbahnen.

Als Erstmaßnahme veranlasste die Berufsfeuerwehr

die sofortige Abschaltung und

Erdung der Obusleitung und sperrte den

stark frequentierten Kreuzungsbereich großräumig

ab, ehe mit den Bergungsarbeiten

des Baukrans begonnen werden konnte.

Jahresbericht 2012 - Seite 100


13. Dezember 2012 um 07:47 Uhr - Bergung eines Sattelschlepperauflegers

Aus unbekannter Ursache löste sich der Sattelaufleger vom Zugfahrzeug und fiel auf die Fahrbahn.

Dabei wurde ein Beleuchtungsmast schwer beschädigt. Die Berufsfeuerwehr hob den Sattelaufleger

mit dem Kranfahrzeug K 20 soweit auf, sodass die Zugmaschine den Anhänger wieder aufnehmen

konnte.

21. Dezember 2012 um 02:23 Uhr - Verkehrsunfall in der Linzer Bundesstraße

Aus unbekannter Ursache geriet ein Fahrzeuglenker mit seinem PKW in der Linzer Bundesstraße

von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Betonsäule einer Hofeinfahrt. Bei dem Aufprall wurde

der Lenker tödlich, seine Beifahrerin schwer verletzt. Die Berufsfeuerwehr musste die eingeklemmte

Frau mit der Bergeschere aus dem Auto befreien. Die Schwerverletzte wurde dem

Roten Kreuz zur Versorgung übergeben. Nach Freigabe durch die Kriminalpolizei konnte auch die

Leiche geborgen werden.

Jahresbericht 2012 - Seite 101


Der Vorstand der Sport- und

Kulturvereinigung

Obmann

Christian Schmidt

Präsident

Dipl.-Ing. Eduard Schnöll

Obmann-Stv.

Ernst Kocher

Kassier

Wolfgang Gärtner

Gesch. Obmann

Harald Kravanja

Kassier-Stv.

Stefan Ziller

Schriftführer

Alexander Opfergeld jun.

Sektionsvertreter

Robert Eder

Jahresbericht 2012 - Seite 102


Sport- und Kulturvereinigung

33. Bundesmeisterschaften der Berufsfeuerwehren Österreichs

Winterspiele in Klagenfurt am Wörthersee (19. bis 21. Jänner 2012)

Die Skirennläufer der Berufsfeuerwehr Salzburg mit dem Betreuerteam

Einzelwertung gesamt

ALPINER SCHILAUF

Rang Name Zeit

6 Gerhard Lackner 02:14,58

8 Thomas Karl 02:15,65

9 Gottfried Fessl 02:15,92

10 Mathias Pertiller 02:16,46

18 Ernst Kocher 02:21,33

25 Markus Hofer 02:31,80

Jahresbericht 2012 - Seite 103


Einzelwertung in Klassen

ALPINER SCHILAUF

Rang Name Klasse Zeit

1 Mathias Pertiller AK 2:16,46

4 Thomas Karl AK I 2:15,65

11 Markus Hofer AK I 2:31,80

3 Gottfried Fessl AK II 2:15,92

5 Ernst Kocher AK II 2:21,33

2 Gerhard Lackner AK III 2:14,58

Gesamtwertung

2. Rang Berufsfeuerwehr Salzburg 9 Punkte

Teilnehmer des Nordischen Skilauf

Eisstockschützen der Berufsfeuerwehr

Einzelwertung

NORDISCHER SKILAUF

Rang Name Laufzeit

3 Bernhard Strumegger 36:01,50

6 Georg Greisberger 38:49,60

9 Rupert Schnöll 41:33,60

Gesamtwertung

2. Rang Berufsfeuerwehr Salzburg 9 Punkte

Jahresbericht 2012 - Seite 104


Einzelwertung

EISSTOCKSCHIESSEN

Rang Name Punkte

2 Helmut Ebner 117

9 Johann Braunwieser 76

12 Robert Huber 58

Gesamtwertung

5. Rang Berufsfeuerwehr Salzburg 3 Punkte

Siegerehrung - Rang 3 in der Gesamtwertung

Gesamtwertung

ALLE BEWERBE

Rang Berufsfeuerwehr Torlauf Langlauf Eisstock Gesamt

1 Linz 11 11 9 31

2 Graz 7 7 11 25

3 Salzburg 9 9 3 21

4 Wien 3 5 7 15

5 Klagenfurt 5 3 5 13

Jahresbericht 2012 - Seite 105


“Magistratsfußballturnier“ in der Sporthalle Alpenstraße

Am 24. März 2012 wurde in der Sporthalle Alpenstraße ein Fußballturnier

veranstaltet. Unter den teilnehmenden Magistratsabteilungen konnte die

Mannschaft der Berufsfeuerwehr das Turnier gewinnen. Torschützenkönig

wurde Robert Ebner von der Berufsfeuerwehr Salzburg mit insgesamt 14

Toren.

Die erfolgreiche Fußballmannschaft der Berufsfeuerwehr Salzburg

Kleinfeldturnier Koppl

Am 16. Juni 2012 fand ein Kleinfeldturnier in der Gemeinde Koppl statt,

wobei die Fußballmannschaft der SKV den siebten Platz erreichen konnte.

Hallenfußballturnier der Freiwilligen Feuerwehr Niederalm

Im November 2012 fand das jährliche Hallenfußballturnier der Freiwilligen

Feuerwehren des Flachgaues statt. An diesem Turnier nahmen 14 Mannschaften

teil. Der Berufsfeuerwehr verlor das Finale knapp mit 1:0.

Platz

Name

1 FF Niederalm

2 Berufsfeuerwehr Salzburg

3 FF Anif

Jahresbericht 2012 - Seite 106


Staffeltriathlon über 12,8 km

Platz Name Zeit

Claudius Pletzenauer Schwimmen 0:03:34,3

Manfred Rottensteiner Radfahren 0:17:15,0

Wolfgang Gärtner Laufen 0:12:16,5

4 Berufsfeuerwehr Salzburg 1 0:33:05,9

Bastian Klostermann Schwimmen 0:04:09,6

Martin Winkler Radfahren 0:17:42,1

Karl Hierl Laufen 0:12:40,5

12 Berufsfeuerwehr Salzburg 2 0:34:32,9

Bernhard Hock Schwimmen 0:03:38,9

Richard Haslauer Radfahren 0:18:42,8

Peter Greisberger Laufen 0:13:37,4

26 Berufsfeuerwehr Salzburg 3 0:35:59,1

Am 1. Juni 2012 fand der 1. Salzburger Firmen Triathlon in der Stadt Salzburg

statt. Dieser Bewerb ist ein Staffeltriathlon über die Supersprintdistanz

mit 200 Meter Schwimmen im Badesee Liefering, 9 Kilometer Radfahren und

3,6 Kilometer Laufen.

Die Berufsfeuerwehr nahm

mit insgesamt neun Mitarbeitern

und drei Staffeln an

diesem Bewerb teil. Insgesamt

waren 157 Teams

am Start.

Jahresbericht 2012 - Seite 107


20. Österreichische Radmeisterschaft der Feuerwehren

Die Freiwillige Feuerwehr Bischofshofen veranstaltete am 4. August 2012

zum dritten Mal die Österreichische Radmeisterschaft der Feuerwehren. Die

Teilnehmer, darunter zehn Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Salzburg,

mussten knapp 24 Kilometer in Form eines Einzelzeitfahren bewältigen. Insgesamt

nahmen an dieser Veranstaltung 22 Mannschaften mit insgesamt

141 Sportlern teil.

Einzelzeitfahren über 23,6 km

Platz Name Kategorie Zeit

8 Bastian Klostermann A 0:38:26,44

9 Daniel Fellner A 0:39:20,90

15 Florian Miller A 0:40:16,99

22 Andreas Ebner A 0:42:40,72

16 Richard Haslauer B 0:46:09,66

18 Harald Deussl B 0:46:30,24

9 Manfred Rottensteiner C 0:41:39,14

18 Gottfried Feßl C 0:44:05,40

8 Karl Hierl D 0:40:13,29

16 Helmut Ebner D 0:42:59,99

Mannschaftswertung

Berufsfeuerwehr Salzburg I

Berufsfeuerwehr Salzburg II

2. Platz

10. Platz

Der Salzburger Businesslauf 2012

Am 13. September 2012 nahmen neun Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr am

Salzburger Businesslauf mit drei Teams teil. Jedes Teammitglied hatte dabei

eine Strecke von 6 Kilometern zu bewältigen. In der Teamwertung erreichte

das Team 1 mit den Läufern Wolfgang Gärtner, Bastian Klostermann und

Rupert Wintersteller unter insgesamt 362 teilnehmenden Herren-Teams den

ausgezeichneten siebten Platz.

Jahresbericht 2012 - Seite 108


- Jahresbericht der Berufsfeuerwehr der Stadt Salzburg -

Jägermüllerstraße 3

5020 Salzburg

Telefon: (0662) 83 11 22 - 0

Fax: (0662) 83 11 22 - 128

Homepage: www.bf-salzburg.at

E-Mail: post@bf-salzburg.at

Für den Inhalt verantwortlich:

BD SR Dipl.-Ing. Eduard Schnöll

Koordination und Gestaltung:

Dipl.-Ing. Eduard Schnöll

Dipl.-Ing. Reinhold Ortler

LM Robert Eder

Beiträge und Mitarbeit:

Barbeck, Eder, Fuchs, Gogg, Höllbacher, Jakolitsch, Krakowitzer,

Kloiber, Ortler, Reiter, Reitsammer, Schnöll (alle ohne Titel)

Fotos:

Robert Ratzer - Salzburger Nachrichten

Markus Tschepp - Kronen Zeitung

Berufsfeuerwehr Salzburg

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