Der Nikolaus - Evangelische Kirchengemeinde St. Nikolaus ...

weitramsdorf.evangelisch.de

Der Nikolaus - Evangelische Kirchengemeinde St. Nikolaus ...

Der Nikolaus

Gemeindebrief der ev.-luth.

Kirchengemeinde Weitramsdorf

Nr. 29 - 2013

Mai / Juni

Aus

dem

Inhalt:

Seite 3:

Nachgedacht

Seite 4:

8 Fragen an

Franziska Schreiber

Seite 7:

Wir machen mit

Seite 8:

Klingelbeutel oder

Opferstock?

Beides!

Seite 10 + 11:

Was gibt mir

Sicherheit

Seite 15:

Einladung zum

Kindergartenfest

Seite 18:

Wo sind die Steine?

Seite 23:

Die kenn ich -

Karin Döll

Pfingsten –

Balance

finden

zwischen

Sicherheit

und

Wagnis

Nikolauskirche Weitramsdorf


Aus der Redaktion

Liebe Leserinnen, lieber Leser!

Ein Junge geht am Pfingstsonntag im

tiefsten Bayern mit seinem Patenonkel

in die Kirche. „Du, i freu mi scho auf die

Geschenk vo dir nochher.“ Der Patenonkel

schaut ihn an. Dann versteht er

endlich: Nach Weihnachten und Ostern

erwartet sein Patenkind von ihm nun

auch beim dritten großen christlichen

Fest ein Geschenk. Also klopft er ihm

freundlich auf die Schulter und sagt zu

ihm: „Woaßt Bub, heit is Pfingschten,

heit gibt’s nix, heit kimmt nix, heit hammer

nur den Heiligen Geist!“

Heute gibt’s nix, heute kommt nix, heute

haben wir nur den Heiligen Geist!

Das stimmt, oder? Pfingsten, ist das

Fest, an dem man nichts sieht: Da gibt

es kein Kind in der Krippe und keine Könige,

die Geschenke bringen; da gibt es

keinen leidenden Mann am Kreuz und

kein Grab, auch kein leeres. Wir haben

nichts, was man anschauen kann.

Wir haben aber das größte Geschenk von

allen: den heiligen Geist. Ohne den heiligen

Geist, ohne Pfingsten gäbe es uns

als Kirche nicht. Niemand hätte jemals

vom Wunder der Auferstehung erfahren,

wäre der heilige Geist nicht ausgeschüttet

worden. Insofern dürfen wir den Erneuerungsbewegungen

im

pfingstlichen

und charismatischen

Bereich

dankbar

sein, dass sie

das wieder ins

G e d ä c h t n i s

gerufen haben.

Freilich, die

Unverfügbarkeit

des Geistes,

der weht

wo er will,

macht unsicher,

ratlos. Darüber werden Sie im neuen

Nikolaus einiges lesen. Ich wünsche

Ihnen im Namen des Redaktionsteams

viel Freude und Segen beim Lesen. Möge

der Geist Gottes durch Ihr Herz wehen

und sie dort berühren, wo Sie es gerade

brauchen.

Für das Redaktionsteam

Pfr. Michael Meyer zu Hörste

2


Nachgedacht

Nachgedacht

Der Geist weht wo er will – der Standardsatz

zum Pfingstfest. Da meine Wurzeln

in der charismatischen Erneuerungsbewegung

liegen, habe ich diesen Satz früher

häufig gehört. Oft habe ich es auch

erlebt, dass man ihn als Entschuldigung

dafür hergenommen hat, weil man sich

entweder selbst nicht festlegen wollte

oder weil man Festlegungen bei anderen

unterhöhlen wollte. Schließlich ist

das Wirken des Geistes unverfügbar. Wir

können nicht bestimmen, wo er wehen

will und wo nicht. Und das ist ein bequemer

Satz, hinter dem man sich gut

verstecken kann.

Eigentlich finde ich das einen beängstigenden

Satz. Denn was, wenn es uns

nicht gefällt, wo der Geist weht? Was,

wenn wir damit nicht klar kommen?

Was, wenn er uns auf Wege stellt, die wir

nicht gehen wollen? Weil es schon immer

anderes war? Weil die Veränderungen

zu viele sind? Weil wir denken, die

anderen kommen damit nicht zurecht,

wenn sich die Dinge zu sehr verändern.

Ich finde es beruhigend, dass wir einen

guten Gott haben, der uns keinen Dingen

aussetzt, die wir nicht tragen können.

Und der uns hilft, wo auch immer wir

das brauchen. Der uns Mut macht, Veränderungen

– in unserem Dorf, in unserer

Gemeinde, in unserem Leben - mutig

anzugehen. Dinge anzugehen, die uns

unvorstellbar schienen. Und der dann

daraus Gutes entstehen lassen kann.

Pfingsten ist für mich deshalb das wichtigste

Fest, das wir Christen feiern. Was

nützt uns die gute Nachricht Auferstehung

Jesu, wenn sie nicht verbreitet wird.

Und die Verbreitung dieser Botschaft –

das ist Pfingsten. Pfingsten macht Mut,

weil der Geist in der Tat weht, wo er will.

Ob wir uns von ihm in Weitramsdorf bewegen

lassen?

Ein gesegnetes und bewegendes Pfingstfest

wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer

Michael Meyer zu Hörste

3


Menschen aus der Gemeinde

8 Fragen an

Franziska Schreiber

Stellvertretende Kita-Leitung

in der Villa Kunterbunt

1. Ihr Lebensmotto?

Franziska Schreiber (FS):

Optimistisch durch das Leben

gehen.

2. Was gefällt Ihnen an unserer

Kirchengemeinde besonders?

FS: Unser engagierter Pfarrer Hr.

Meyer zu Hörste und der Kirchenvorstand,

die uns im Kindergarten

sehr unterstützen.

3. Ihr größter Wunsch für unsere

Gemeinde?

FS: Immer fleißige, ehrenamtliche

Mitarbeiter, die in bedürftigen

Situationen füreinander da sind.

4. Wenn es nach mir ginge, dann...

FS: ...hätten alle Kinder Zugang

zu Bildung, Nahrung und zu einer

unbeschwerten Kindheit.

5. Haben Sie einen Lieblingsvers

aus der Bibel?

FS: Wer von Euch ohne Schuld ist,

werfe den ersten Stein.

6. Wenn Jesus unsere Gemeinde

besuchen würde, dann würde...

FS: ...ich ihn in den Kindergarten

zu uns einladen.

7. Welchen Fehler entschuldigen

Sie am ehesten?

FS: Unwissenheit der Menschen.

8. Wenn Sie sich eine Person der

Weltgeschichte aussuchen könnten,

wer wären Sie am liebsten?

FS: Shan Tark

4


Neuigkeiten aus der Villa Kunterbunt

Kinder auf unsicheren Wegen zur Selbstsicherheit -

Ein Plädoyer für mehr Mut und Vertrauen

in kindliche Fähigkeiten

Sie klettern zu hoch, laufen zu schnell und halten sich nicht gut

fest – denken Erwachsene. Wenn Kinder sich bewegen, sind wir

oft sehr ängstlich und um ihr Wohlergehen besorgt. Dabei können

Kinder ihre eigenen Fähigkeiten in der Regel gut selbst

einschätzen.

Um zu wachsen, brauchen und suchen Kinder

Herausforderungen. Das gilt übrigens auch für Erwachsene.

Wir alle kennen das wunderbare Gefühl,

wenn man sich einer neuen Herausforderung

gestellt und diese gemeistert hat. Das gibt

Vertrauen in die eigene Kraft.

Wer Kinder in ihrer Selbstbestimmung bestärkt

und in ihre Fähigkeiten vertraut, - auch wenn oder gerade

weil es sich um Dinge handelt, die neu und ungeübt

sind – gibt ihnen die Chance zu wachsen, Erfahrungen

zu sammeln und Situationen zu erleben, die

kompetent machen und stark und selbstsicher daraus

hervorgehen lassen.

Selbst wenn es noch nicht gleich geklappt hat,

hinterlässt es kein negatives Gefühl, sondern: Ich

habe es versucht und habe es dieses Mal noch

nicht hinbekommen – oder – Ich komme allein nicht weiter

und werde mir Hilfe holen.

Und dann gilt die bewährte Devise………..

SO VIEL HILFE WIE NÖTIG, ABER SO WENIG WIE MÖGLICH!

Es grüßt herzlich

Ihr Villa Kunterbunt-Team

5


Pfingsten

6


Wir machen mit

Wir machen mit...

Mit diesem Ruf endet ein Lied, das wir in

der 20-Minuten-Kirche singen. Die Kinder

singen mit Inbrunst diese letzte Zeile

dieses Liedes. Es beschreibt, dass ohne sie

gar nichts geht in unserer Gemeinde, dass

sie das Salz in der Suppe sind, die Kleinen

im Leben der Gemeinde. So wie ohne

Kinder nichts

geht, so geht in

einer Kirchengemeinde

auch

nichts ohne unsere

Ehrenamtlichen,

die sich

aufmachen und

sich begeistern

lassen für einen

Arbeitsbereich.

10 davon haben

sich neu begeistern

lassen, als

die Frage auftauchte:

könnt

ihr euch vorstellen,

Menschen

zum Geburtstag

zu besuchen? Sie alle haben „Ja“

gesagt. Und wie mir zu Ohren gekommen

ist, werden sie überall mit offenen Armen

empfangen. Dafür herzlichen Dank an die,

die besuchen und die, die besucht werden.

Die Kooperation in Folge der Stellenkürzung

ist damit mitten in der Gemeinde

angekommen, denn die Besuche sind ein

Arbeitsfeld, bei dem Sie bisher gewohnt

waren, dass der Pfarrer kommt. Nun kommt

zwar ab dem 70. Lebensjahr jemand im

Auftrag der Kirchengemeinde, der Pfarrer

selbst kommt aber nur noch zum 80.

Geburtstag und dann ab 90 jedes Jahr.

Dadurch ist es wieder möglich, Menschen

zu besuchen, die krank sind oder aus anderen

Gründen einen Besuch wünschen.

Sollte also Ihr Angehöriger im Krankenhaus

liegen oder aber zu Hause krank sein,

dann lassen Sie mir einfach eine Nachricht

zukommen, entweder selbst oder über jemand

dritten. Ich bemühe mich dann, zeitnah

einen Besuch zu vereinbaren und zu

machen. Da solche Besuche aber selten an

einen Termin gebunden sind, sind sie leichter

in den Alltag zu integrieren. Wenn Sie

einen Besuch wünschen: Scheuen Sie sich

nicht, melden Sie sich oder lassen Sie Bescheid

sagen. Es bleibt natürlich vertraulich

und ich komm gern…

Ihr Pfarrer

Michael Meyer zu Hörste

7


Klingelbeutel oder Opferstock? Beides!

Klingelbeutel oder Opferstock? Beides!

Sie alle kennen wahrscheinlich das Geräusch:

man sitzt in der Kirche, unterhält

sich vielleicht noch einen Moment, bis der

Gottesdienst los geht oder sucht sich die

Lieder im Gesangbuch raus. Hinten geht

die Tür auf, schließt sich wieder und es

klirrt...50 Cent oder ein €uro sind im Opferstock

gelandet. Es war lange Jahre gute

Praxis in Weitramsdorf, dass

man zu Beginn des Gottesdienstes

seine Mark in den

Opferstock warf. Am Ende

des Gottesdienstes standen

zwei Personen an der Tür

und haben den Klingelbeutel

gehalten und so die Kollekte

eingesammelt. Ich gebe zu,

ich fand diese Praxis verwirrend,

als ich nach Weitramsdorf

kam. Ich habe mich aber

dran gewöhnt. Ich beobachte

aber seit Jahren, dass im

Opferstock immer weniger

eingelegt wird und die Kollekten

recht gut bestückt

werden. Das freut mich, denn

damit wird der Sinn des Teilens

mit anderen gut erfüllt.

Immer weniger jedoch kennen die Funktion

des Opferstocks und auch das Abkündigen

der Bestimmung für die eigene

Gemeinde hat hier wenig Effekt gezeigt.

Ich kenne es seit jeher, seit ich an Gottesdiensten

teilnehme von klein auf, dass der

Klingelbeutel durch die Reihen geht und

so entsprechend unseren Kirchengesetzen

für die eigene Gemeinde gesammelt wird.

Der Kirchenvorstand hat sich nun dazu

durchgerungen, ähnlich wie beispielsweise

die Gemeinde Scheuerfeld-Weidach und

auch noch andere Gemeinden im Dekanat,

im Gottesdienst mit dem Klingelbeutel

für die eigene Gemeinde zu sammeln. Sie

kennen das ja bereits aus dem Kirchenwald

oder vom Weltgebetstag. Es ist also gar

nichts neues.

Ab sofort wird deshalb beim Lied nach der

Predigt von zwei Konfirmandinnen und

Konfirmanden oder anderen Personen der

K l i n g e l b e u t e l

durch die Reihen

gegeben. Was sie

dort einlegen, ist

für die eigene

Gemeinde bestimmt.

Was sie am Ausgang

in den

Opferstock einlegen

ist für die

jeweils abgekündigte

Kollekte

bestimmt. Sie

entscheiden also

weiterhin selbst,

wo sie ihr Geld

hingeben wollen.

Ich hoffe,

dass diese Praxis

schon bald nichts ungewöhnliches mehr

ist. Für Gäste in unserer Gemeinde wird sie

in den meisten Fällen bekannt sein.

Bei Trauungen und Beerdigungen wird

auch weiterhin nicht gesammelt. Alles,

was bei diesen Anlässen in den Opferstock

eingelegt wird, kommt dem Erhalt unserer

Kirche zugute.

Im Namen des Kirchenvorstanden danke

ich Ihnen für Ihre Unterstützung.

Ihr Pfarrer Michael Meyer zu Hörste

8


Auf sicheren Wegen gehen?

Auf sicheren Wegen gehen?

Montag morgen – die erste Schulwoche

bricht an. Mein Kind macht sich auf den

Weg zur Schule. 10 Mal sind wir den Weg

gemeinsam abgegangen. Doch die Unsicherheit

bleibt: wird er das gut schaffen?

Findet er den Weg auch allein? Oder soll

ich ihn nicht doch besser zur Schulstraße

fahren? Oder am besten gleich vor die

Tür?

3 Stunden später kommt der Schulanfänger

fröhlich aus der Schule, alles hat prima

geklappt.

Die kleine will ins Dorf mit dem Fahrrad

und dann in den Wald. Ich überlege: in

den Wald? Findet sie den Weg wieder zurück?

Verläuft sie sich? Wem wird sie begegnen?

1 Stunde später kommt sie wieder

zurück. Hat sich nicht verfahren, ihr

ist nichts passiert.

Und ich bin froh, dass ich über meine Unsicherheit

gesprungen bin.

Ich möchte keiner dieser Helicopter-Parents

sein, also Eltern, die über ihren Kindern

kreisen, damit ihnen ja nichts passiert.

Mir ist wichtig, dass meine Kinder behütet

aufwachsen, dass sie aber auch um die Gefahren

im Leben wissen. Denn wie sollen sie

Strategien entwickeln, um Gefahren, Probleme

und Schwierigkeiten zu bewältigen,

wenn ich ihnen das abnehme?

Das ist manchmal ganz schön hart, zu zu

schauen, wie sie einen Umweg gehen, obwohl

es auch den direkten Weg gibt. Und

es bringt auch manche Sorge mit sich, aber

ich bin davon überzeugt, dass es sich lohnt.

So schwer das manchmal ist und es gelingt

natürlich nicht immer.

Aber Sicherheit ist nicht alles. Kinder brauchen

Sicherheit – sicher. Sie brauchen die

Sicherheit, dass ihre Eltern immer für sie

da sind und immer zu ihnen stehen. Kinder

brauchen aber auch die Unsicherheit, dass

sie ihren Weg durchs Leben nun mal selbst

gehen müssen.

Wir alle brauchen Sicherheit und Wagnis

– der eine mehr dies und der andere mehr

das. Aber beides gehört zu jedem Leben

dazu.

9


Was gibt mir Sicherheit?

Was gibt mir Sicherheit?

„Sicherheitsdenken bedeutet eine Massenflucht

vor der Glückseligkeit.“ Dieser

Satz stammt

von Satyam

S. Kathrein

und ich finde

ihn sehr bedenkenswert.

Bleibe ich bei

dem, wo ich

weiß, was ich

habe, oder

riskiere ich

etwas und

werde dafür

belohnt? Wer

immer nur in

der Kategorie

der Sicherheit

denkt, das Bekannte

nutzt

und das Unbekannte

lässt,

an dem gehen viele Möglichkeiten

des Lebens vorbei.

Auf gut bayrisch könnte

man das auch so ausdrücken:

was der Bauer nicht

kennt, frisst er nicht. Ich

gehöre auch zu den Menschen,

die das so handhaben.

Mir ist klar, dass ich

damit sicherlich auch viele

schöne Dinge im Leben

verpasse. Aber an der Stelle

kann ich nicht über meinen

Schatten springen. Gut,

dass ich das auch nicht muss.

Wie aber ist das bei anderen Dingen? Unser

Kindergarten steht zur Sanierung an.

Eine durchaus denkbare Möglichkeit ist ein

kompletter Neubau. Viele Jahre sind wir

den Bau gewöhnt, viele unserer

Kinder sind dort ein und aus gegangen,

viele Eltern über Jahre

hin fast schon heimisch geworden.

Auf einmal steht dort vielleicht

ein neuer Bau? „Kommt

gar nicht in Frage, sind die verrückt?“

werden die einen denken.

Die anderen werden diesen

Gedanken interessant und attraktiv

finden.

Eine zweite Möglichkeit könnte

sein, wie das viele Gemeinden

inzwischen machen, Gemeinderäume

in den Neubau eines

Kindergartens zu integrieren

und das Gemeindehaus, das

in die Jahre gekommen ist, ersatzlos

abzureißen. „Kommt gar

nicht in Frage“ werden die einen

denken, „dann

ist die Dorfmitte

endgültig

tot“. Die anderen

werden diesen

Gedanken interessant

finden

und die Möglichkeit,

dass am

Weinberg ein

Gemeindezentrum

entsteht

in Nachbarschaft

zu Feuerwehr,

Sportplatz

und Sportheim, attraktiv finden.

Hier könnte ein neues Zentrum, eine

neue Mitte des Dorflebens entstehen.

10


Was gibt mir Sicherheit?

Welche Möglichkeit auch immer zum tragen

kommt, vielleicht kommt auch alles

ganz anders. Die Frage, die über allem

steht, bleibt: verharren wir im Sicherheitsdenken,

bleiben wir bei dem,

was wir haben, was sich bewährt

hat, was gut war und

gut ist? Oder machen wir uns

auf den Weg, verlassen den

sichern Pfad und gehen ein

Stück in die Ungewissheit?

Das Volk Israel stand genau

vor der gleichen Wahl:

in Ägypten bleiben, dort,

wo sie versorgt sind, dort,

wo sie genug zum Leben

hatten, sicher waren, aber

versklavt? Oder in die Freiheit

ziehen, ins Ungewisse,

in die Unsicherheit? Sie

haben sich aufgemacht. Sie

haben sich durchgekämpft

durch die Wüste, waren auf

der Suche nach Wasser und

Nahrung, nach Sicherheit und Geborgenheit.

Sie sind dabei auch in die Irre gelaufen.

Am langen Ende aber hat es sich

gelohnt. Sie haben immer wieder erlebt,

dass Gott zu ihnen gestanden hat und sie

nicht allein gelassen hat. Haben wir auch

das Zutrauen, dass – egal, wie sich die Dinge

entwickeln und verändern – Gott zu uns

steht und unseren Weg mit uns geht?

Haben wir

den Mut,

den sicheren

Weg

zu verlassen,

uns

in neues

Land aufzumachen?

Heraus

aus

der einstigen

Wirtschaftsmetropole

Weitramsdorf

hinein

in ein

Dorf mit

h o h e m

Naherholungswert,

in dem viele Menschen

sich wohl fühlen und von

der stressigen Arbeit erholen und

Rückzugsorte suchen? Können

wir solche Rückzugsorte anbieten?

Ich denke schon. Und es ist

dann auch keine Massenflucht,

es ist der Auszug in ungewohntes,

neues Land, mit neuen Möglichkeiten,

neuen Chancen und

vielen neuen Begegnungen. Etwas

spannenderes kann es kaum

geben.

Ach ja, die Gedanken oben über Kindergarten

und Gemeindehaus sind zunächst mal

Gedankenspiele. Das heißt nicht, dass es so

kommen wird. Trotzdem sind sie es wert

gedacht zu werden.

11


Unsere Gottesdienste

02. 05. 18.30 Uhr Erinnerungsgottesdienst

05. 05. Rogate 11.00 Uhr Sommerkirche im Kindergarten

09. 05. Christi Himmelfahrt 10.30 Uhr gemeinsamer Gottesdienst in Weidach

12. 05. Exaudi 09.30 Uhr Gottesdienst

19. 05. Pfingstsonntag 09.30 Uhr Gottesdienst mit dem MGV

20. 05. Pfingstmontag 10.00 Uhr gemeinsamer Gottesdienst in Schorkendorf

26. 05. Trinitatis 09.30 Uhr Gottesdienst

02. 06. 1. S. n. Trinitatis 09.30 Uhr Gottesdienst

09. 06. 2. S. n. Trinitatis 09.30 Uhr Gottesdienst

16. 06. 3. S. n. Trinitatis 09.30 Uhr

Begrüßungsgottesdienst der neuen

Konfirmand/innen

23. 06. 4. S. n. Trinitatis 09.30 Uhr Gottesdienst auf dem Greinberg

30. 06. 5. S. n. Trinitatis 09.30 Uhr Gottesdienst

07. 07. 6 S. n. Trinitatis 11.00 Uhr Sommerkirche im Kirchenwald

Tauftage: 4. Mai, 15. Juni, 6. Juli

20 - Minuten - Kirche - Für die Kleinsten

14. Mai - 17.00 Uhr

Wunderbar bin ich gemacht

in der Nikolauskirche Weitramsdorf.

Für unsere kleinsten von ca. 3 - 6 Jahren

20 Minuten miteinander singen, beten, eine Geschichte hören.

12


Gruppen und Kreise

Arbeitskreis Ökumene und Suizidprävention:

Ansprechpartner:

Manfred Herr, Tel: *****

Treffen nach Absprache

Basarteam

Ansprechpartnerin:

Christine Schuster, Tel: *****

Mittwochs 15 Uhr

nach Absprache

Besuchs- und Helferkreis:

Ansprechpartnerinnen:

Pfrin Meyer zu Hörste, Tel: 09561/30553

Silvia Schinkel, Tel: *****

Die Weitramsdorfer Hampelmännchen:

Ansprechpartnerinnen:

Anika Schulz, Tel: *****

Nadine Becker, Tel: *****

jeden Mittwoch um 9 Uhr

im Weitramsdorfer

Gemeindehaus

Frauenkreis:

Ansprechpartnerinnen:

Gerti Keller, Tel: ***** und

Elisabeth Brettschneider, Tel: *****

- i.d.R. alle 14 Tage

Minidisko:

Ansprechpartnerinnen:

Moni Roth und Alexandra Sichert

Jeden 2. Samstag im Monat,

Bitte beachten Sie die Aushänge!

Seniorenkreis:

Ansprechpartnerinnen:

Karin Herr,

Tel: *****

und

Christiane Böckler,

Tel: *****

16.05.

2013

20.06.

2013

Jeden 3.Donnerstag im Monat

14.00 Uhr

„Luthers Spuren in Coburg“;

Referent: Pfr. i.R. Rainer Axmann

14.00 bis ca 18.00 Uhr

Ausflug nach Bad Rodach -

Georgenberg

13


Spangenberg Kleidersammlung

14


Wir bauen eine Kinderstadt

Stein auf Stein – Wir bauen eine Kinderstadt

Am 5. Mai 2013

lädt der Kindergarten zur großen

Abschlussveranstaltung

unseres Projekts:

„Wir bauen eine Kinderstadt“ ein.

Wir haben viel gedacht, geplant, gearbeitet

und jetzt wollen wir miteinander feiern.

Mit einem Gottesdienst beginnen wir um

11 Uhr im Garten des Kindergarten und ein

Mitmachkonzert in der Sport- und Kulturhalle

mit Johannes Roth wird den Nachmittag dann

beschließen. Dazwischen ist für das leibliche

Wohl bestens gesorgt.

Die Villa Kunterbunt freut sich auf

Ihr und Euer kommen.

15


Wichtige Adressen

Pfarramt:

Pfarrer Michael Meyer zu Hörste

Schlettacher Str. 2,

96479 Weitramsdorf,

Telefon: 09561/30553, Fax 329831

email:

Michael.Meyer-zu-Hoerste@gmx.de

Sprechstunden nach Vereinbarung

Sekretärin: Margit Bauer

Öffnungszeiten:

Di 13.30 - 16.30 Uhr,

Do 8.30-11.30 Uhr

email: Pfarramt.Weitramsdorf@elkb.de

Kirchenpflegerin:

Christiane Franke, 96479 Weitramsdorf

Telefon: *****

Unsere Bankverbindungen:

Spendenkonto Nr. 9561697,

BLZ 78350000 bei der Sparkasse Coburg-

Lichtenfels

Konto der Kirchengemeinde: 40369639,

BLZ 78350000 bei der Sparkasse Coburg-

Lichtenfels

Vertrauensfrau: Angela Schmölz, 96479

Weitramsdorf, Telefon: *****

Ev. Kindertagesstätte Villa Kunterbunt:

Kindertagesstättenleiterin Karin Döll,

Telefon: *****

Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach,

Prälat-Fiedler-Str. 1, Seßlach, Telefon:

*****

Impressum

Telefonseelsorge: 0800/1110333

(Mo-Fr 15-19 Uhr) - kostenlos

Gemeindebrief der Evangelisch.-Lutherischen Kirchengemeinde Weitramsdorf

Herausgeber: Kirchenvorstand der evangelischlutherischen

Kirchengemeinde Weitramsdorf;

Vorsitzender: Pfarrer Michael Meyer zu Hörste,

Schlettacher Str. 2, 96479 Weitramsdorf

Druck: Druckservice Weitramsdorf

Der Nikolaus“ erscheint fünfmal im Jahr mit

einer Auflage von 700 Stück.

Redaktion: Michael Meyer zu Hörste (verantwortlich),

Margit Bauer, Christian Göller, Angela

Schmölz, Elisabeth Brettschneider, Karina Strehler,

Anika Schulz (Layout)

Anschrift der Redaktion: Schlettacher Str. 2,

96479 Weitramsdorf, Telefon: 09561/30553,

Fax 09561/329831

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe

ist am 1. Juni 2013.

Die veröffentlichten Daten dienen ausschließlich

der gemeindeinternen Verwendung;

eine missbräuliche Nutzung, etwa zu

Werbezwecken ist ausdrücklich untersagt.

16


Weltgebetstag 2013

Weltgebetstag 2013

aus Frankreich –

Ich war fremd, ihr habt mich

aufgenommen

Herzlichen Dank an das

Vorbereitungsteam für

die Vorbereitung und

Ausgestaltung des Gottesdienstes,

sowie die gastfreundliche

Bewirtung bei

Speisen und Getränken im

Gemeindehaus.

17


Wo sind die Steine?

Wo sind die Steine?

Eine Geschichte: Petrus, Johannes und Jakobus

gehen über das Wasser. Kurze Zeit

schreiten alle drei hintereinander auf der

Oberfläche des Sees. Plötzlich säuft Jakobus

ab. Da dreht sich Petrus

um und sagt zu Johannes:

„Du, ich glaube, wir hätten

ihm doch sagen sollen, wo

die Steine liegen.“ Darauf

schaut ihn Johannes fragend

an und meint: „Welche

Steine ...?“

Eine ganz eigene Geschichte, eine bei der

man sich fragt, ob sie ein Witz sein soll oder

was man mit ihr anfangen soll.

Für mich ist es eine Wundergeschichte. Die

drei Jünger Jesu gehen übers Wasser. Ein

Wunder, wie wir es aus der Bibel kennen

von Jesus. Doch die Geschichte verliert ihre

Wunderbarkeit, nachdem Petrus verraten

hat, dass sie über irgendwelche Steine unter

der Oberfläche des Wassers gehen. Es

gibt also gar kein Wunder. Alles ist völlig

erklärbar.

Und doch ist es anders. Jakobus droht zu ertrinken,

weil er nicht weiß,

wo die Steine liegen. Er

droht den Boden unter den

Füßen zu verlieren. Petrus

weiß, wo die Steine liegen

und trifft sie zielsicher. Johannes

hingegen scheint

von den Steinen nichts zu

wissen und trifft sie trotzdem zielsicher. Das

ist das eigentliche Wunder.

Johannes geht mit traumhafter Sicherheit

und doch in völligem Vertrauen übers Wasser.

Welcher von den dreien wären sie? Ich

fürchte, ich muss mich bei Petrus einreihen.

Wenn ich weiß, wo die Steine liegen, die

mich tragen, dann ist es einfach vorwärts

zu gehen. Weiß ich es hingegen nicht,

drohe ich unterzugehen. Ich wünsche mir

für mich mehr von Johannes.

Denn das ist das Wunder von

Pfingsten: der Botschaft folgen,

auch wenn ich sie nicht

bis in die Tiefen verstehe, Gott

vertrauen, auch wenn seine

Wege mir nicht immer ersichtlich

sind. Etwas zu folgen, was

ich verstehe, was ich kenne, das ist einfach.

Die Herausforderung beginnt dort, wo ich

mich darauf verlassen muss, dass der Weg

richtig ist, auch wenn ich nicht sehe, wo

er hinführt, auch wenn ich die Steine, die

mich spürbar tragen, nicht sehen kann, ich

aber nicht weiß, ob mein nächster Schritt

auch auf tragende Steine treffen wird.

Das gilt für mich auch für unsere Gemeinde.

Wir können heute nicht absehen, ob die

Richtung, die wir einschlagen, richtig ist, ob

sie gut ist für unsere Gemeinde. Wir können

aber im Vertrauen auf Gott vorwärts gehen,

im Vertrauen auf sein Geleit,

darauf, dass er uns nicht in die

Irre laufen lässt. In diesem Vertrauen

lassen sich dann auch

schwierige Entscheidungen

treffen, Entscheidungen, die

nicht jedem gefallen, die mancher

vielleicht für falsch hält.

Entscheidungen, die letztlich doch zum Segen

für alle werden. Das ist Pfingsten.

In diesem Sinn wünsche ich uns ein gesegnetes

und mutiges Pfingstfest.

Ihr Pfarrer

Michael Meyer zu Hörste

18


Aus dem Gemeindeleben

Spendenübergabe an die Kommune und die evangelische Kirchengemeinde durch

die Niehues-Stiftung.

Die evangelische Kirchengemeinde dankt für eine Spende von 10000.- € für eine

Photovoltaik-Anlage. Die Erträge sollen unserem Kindergarten und damit unseren

Kindern zu Gute kommen.

19


Wir gratulieren - wir trauern

Aus Datenschutzrechtlichen Gründen entfernt!

Allen Geburtstagskindern - auch den hier nicht aufgeführten - wünschen wir Gottes Segen für das

neue Lebensjahr. Sollte Ihr Name fehlen, bitten wir um Bescheid, sollten Sie die Veröffentlichung

nicht wünschen, bitten wir ebenfalls um Bescheid. Herzlichen Dank.

Im Interesse des Datenschutzes veröffentlichen wir auf Anraten des Beauftragten für Datenschutz

der Evanglischen Kirche in Bayern nur noch die Namen, Vornamen und Alter (ohne das genaue Geburtsdatum).

Taufen

Der Herr ist mein Licht und mein

Heil, vor wem sollte ich

mich fürchten?

Der Herr ist meines Lebens Kraft

vor wem sollte mir grauen?

(Psalm 27,1)

Aus Datenschutzrechtlichen Gründen entfernt!

Aus Datenschutzrechtlichen Gründen entfernt!

Beerdigungen

Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass

er über Tote und Lebende Herr sei. (Römer 14,9)

20


21

Pfingsten


Wir danken unseren Sponsoren

Hier könnte ihre Werbung stehen...

22


Die kenn ich

Die kenn ich - Karin Döll

„Die Anforderungen an uns Erzieherinnen

haben sich stark gewandelt“,

wer das mit Fug und Recht behaupten darf,

ist Karin Döll (55), Leiterin der Villa Kunterbunt,

der evangelischen Kindertagesstätte

in Weitramsdorf. 83 Kinder werden dort in

einer Krippen-, einer Kleinkind- und zwei

Regelgruppen von einem 13-köpfigen Personalstamm

betreut. Den Herzenswunsch,

Erzieherin zu werden und mit Kindern zu

arbeiten, habe sie sich mit diesem Beruf

erfüllt, fügt sie hinzu. Als Leiterin hat zwar

der Umgang mit den Kleinen etwas abgenommen,

aber der Kontakt zu jedem der

Kinder und deren Eltern sei ihr dennoch

wichtig und werde intensiv gepflegt. 1981

übernahm Karin Döll als gebürtige Coburgerin

eine Stelle als Erzieherin im damals

noch kommunalen Kindergarten in Weitramsdorf.

Aufgrund einer Schwangerschaftsvertretung

übernahm sie bereits in

jungen Jahren die Leitung der Erziehungsstätte.

Und nach der deren Schließung und

dem Neubau der Villa Kunterbunt im Jahr

1992 blieb sie weiterhin an der Spitze der

Kindergartens. Das heißt, dass Karin Döll

in diesen Tagen auf über 30 Jahre Berufserfahrung

in Weitramsdorf zurückblicken

kann. Inzwischen sind ihr Mann Ulli und

sie zu richtigen Weitramsdorfer Urgewächsen

geworden, was nicht zuletzt auf

den mannigfaltigen sozialen Kontakten

fußt, die sie sich durch die Arbeit erwerben

konnte. In ihrer Freizeit genießt Karin

Döll den Aufenthalt in der Natur und

pflegt mit grünem Daumen ihren Garten

gemeinsam mit ihrem Gatten. Sie ist auch

froh, dass es ihr zeitlich möglich ist, sich

ehrenamtlich für die Kirchengemeinde

einzusetzen. Dazu gehört ihre Tätigkeit in

verschiedenen Kirchenfunktionen. Was die

bevorstehende letzte Dekade ihres voraussichtlichen

beruflichen Wirkens betrifft,

so freut sich Karin Döll auf die neuen Herausforderungen.

Und ihr ist es wichtig,

auch weiterhin den Kindern mit der Villa

Kunterbunt einen Ort zu bieten, an dem

sie Kind sein können und bleiben dürfen,

und sie gleichzeitig persönlich zu stärken

für die Anforderungen der heutigen Gesellschaft.

(Interview: Christian Göller)

[Die Reihe widmet sich Weitramsdorferinnen

und Weitramsdorfern, die für das Leben in

der Gemeinde, der kirchlichen und auch der

politischen „unverzichtbar“ sind. Die Portraits

in Bild und Text erstellt der Weitramsdorfer

Freie Journalist Christian Göller.

Für Anregungen wird gedankt

(Kontakt: c_goeller@gmx.de) oder

Telefon 09561/429478)]

23

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine