Berichte RMC 2002 - ROTAX MAX Challenge

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Berichte RMC 2002 - ROTAX MAX Challenge

Berichte RMC 2002

Rennen 1+2

Ampfing

Gelungene Premiere 1. Rotax Max Challenge in Ampfing am 14. April 2002

Einen zufriedenstellenden Auftakt hatte Peter Kessler (Rotax-Importeur und Organisator des Rotax Max

Challenge) bei der Saisonseröffnung in Ampfing zu verzeichnen. Die Veranstaltungen, die nun mehrere Jahre

stiefmütterlich in unteren Kartklassen herumdümpelte, wurde Dank Peter Kessler ins professionelle Umfeld der

JvO Kartserie etabliert - mit Erfolg. Denn beim ersten Lauf hatten sich auf Anhieb 13 Fahrer angemeldet.

Schnellster Mann war im ersten Lauf Alexander Flauss, der den Führenden und Trainingsschnellsten Alexander

Seitter im Rennverlauf hatte überholen können, nachdem dessen Motor abbaute. Auch im zweiten Lauf war Flauss

gut dabei, musste aber am Ende mit abgesprungener Kette vorzeitig parken. Ein durch Frühstart nach vorne

geschossener Olaf Geißler konnte sich vorne ebenfalls nicht behaupten und wurde mit einer Zeitstrafe belegt.

Alexander Seitter hatte auch im zweiten Lauf mit einem zu mager eingestellten Motor zu kämpfen und kam

letzlich nur auf Rang drei. Der zweite Platz ging an Christoph Konz, der nach seinem Ausfall in Lauf eins, eine

fantastische Aufholjagd geboten hatte. Ganz vorne war es allerdings Stefan Rattinger, der aus dem ganzen

Tummel hinter ihm profitieren konnte und sich den Laufsieg im zweiten Rennen holte.

Spaß hatten auch die drei Doppel-Teams, denn in der Max Challenge ist es möglich, sich als Fahrer-Duo ein Kart

zu teilen. Dabei gibt es keine Boxenstopps: Vielmehr fährt Fahrer A den ersten Lauf und Fahrer B dann den

zweiten. Punkte gibt es daher auch nur für das Duo! Mit Bunke/Bunke startete hier unter anderem ein Vater- und

Sohn-Gespann. Auch eine Lady war mit Yvonne Geringer, die ebenfalls in einem Team startete, vor Ort.

Für die weiteren Rennen werden die bisherigen Piloten auch weiterhin dabei sein. "Ich bin mir sicher, dass auch

noch weitere Piloten auf den Geschmack kommen werden", gibt sich Kessler zuversichtlich. Infos zum RMC gibt

es unter: www.kartodrom.de

Quelle: MOTORSPORT-XL (15.04.2002)

Rennen 3+4

Oschersleben

Das "etwas andere" Rotax Max Event in Oschersleben am 18. Mai 2002

Bei dieser Veranstaltung wurde erstmals ein sogenannter "Le Mans" Start durchgeführt. Die Fahrer müssen sich

dazu am Fahrbahnrand aufstellen und auf Kommando die gegenüber stehenden Karts schnellstmöglich in Gang

setzen. Diese Art des Startens stammt aus den Zeiten der legendären "24 Stunden von Le Mans" und gilt auch

heute noch als die ungefährlichste und für die Zuschauer attraktivste aller Starts.

Fahrer und Zuschauer kamen jedenfalls voll auf ihre Kosten. Auf der Strecke waren es vor allen Paul Walczok (in

Rot) und Alexander Flauss (in Schwarz), die sich einen sehenswerten Zweikampf lieferten.

Fotos: WALCZOK (16.06.2002)

Rennen 5+6

Kerpen

Rotax Max Challenge mit vollem Feld in Kerpen am 22. Juni 2002

Bei strahlendem Sonnenschein fand am Samstag die 3. RMC-Veranstaltung statt. Unter der Organisation von

Peter Kessler (KartodroM) erfreut sich die Hobby-Klasse immer größerer Beliebtheit. Über 20 Starter konnte man

in Kerpen begrüßen und stellte damit für die laufende Saison einen neuen Rekord auf.

Unter den Startern war auf Einladung von Peter Kessler und Jörg van

Ommen auch MotorSport XL Redakteur Timo Deck, der sich nach

einigen Jahren Kart-Abstinenz noch einmal selbst ein Bild von der neuen

Klasse machen wollte.

Paul Walczok (18)

Das erste Rennen lief ganz für Felix Schäfer, der im freien Training schon deutlich unter die 48 Sekunden Grenze

fuhr. Im Zeittraining landete er allerdings nicht ganz vorne und musste sich im Rennen beherzt nach vorne

fahren. Dies gelang dem Swiss Hutless Piloten jedoch und so sah er vor den beiden Gaststartern aus Holland,

René van Spengen und Nik de Jong das Ziel. MXL-Redakteur Timo Deck kam nach einem fünften Startplatz als

vierter ins Ziel.

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Berichte RMC 2002

Dies schien dem Mann aus dem Hause MotorSport XL allerdings nicht

auszureichen und so legte er im 2. Lauf einen klassichen Frühstart hin,

der ihn nach der ersten Runde bis auf Platz eins nach vorn brachte.

Prompt folgte die 10 Sekunden-Strafe der Rennleitung. Nach einem

kleinen Gerangel mit Felix Schäfer, musste unser Redakteur in der 3.

Runde dann einsehen, dass seine Zeit gezählt war und so landete er

nach einem Ausritt letztlich in den Reifen.

Yvonne Geringer (10), Felix Schäfer (6), Stefan Rattinger (7)

Das Rennen machte somit Paul Walczok für sich klar und fuhr der Konkurrenz auf und davon. Auch Felix Schäfer

konnte nach dem Verlust seines Hinterrades nichts mehr daran ändern und sah das vorzeitige Aus.

Quelle: MOTORSPORT-XL (22.06.2002)

Ergänzung von KartodroM: Unsere besondere Anteilnahme gilt Alexander Seitter, der im ersten Lauf suverän in

Führung liegend durch einen kleinen Fahrfehler von der Piste rutschte und sich dabei das Kart so schwer

beschädigte, dass er im zweiten Lauf nicht mehr antreten konnte.

Pech hatte auch Olaf Geißler, der sich schon am Vortag wegen technischer Probleme verabschieden mußte.

Auch Rüdiger Retzlaff würde dieses Wochenende am liebsten "vergessen", aber Kopf hoch ... wird schon wieder!

Rennen 7+8

Hahn

Ampfing 20. Juli 2002: Rotax Max Challenge trotz Event-Charakter weiterhin im Aufwind

Trotz fehlender Genehmigung seitens des DMSB erfreut sich die Rotax Max Challenge weiterhin allergrößter

Beliebtheit - ein Beweis dafür, dass es den Besitzern von MAX-Motoren doch hauptsächlich um den Spaß an der

Freud geht und den kann man ja auch ohne Rang und Titel haben. Schade nur, dass sich die Verantwortlichen der

obersten deutschen Motorsportbehörde offensichtlich nicht darüber bewußt sind, dass hier ein großes Potential an

zukünftigen Lizenzträgern schlummert, welches es im eigenen und im Interesse des Kartsports zu fördern gilt.

In keiner anderen Klasse herrscht soviel innerer Zusammenhalt und

Fairness untereinander wie in der Rotax Max Challenge. Die zum Teil

großen Alters- und Gewichtsunterschiede spielen hier keine Rolle und

auch ein kostenintensives "Wettrüsten" ist hier nicht möglich.

Trotz Spaß und Sport wird auf die Sicherheit des Geräts großen Wert gelegt. Eine

technische Überprüfung ist daher obligatorisch.

Gegen ihn war an diesem Wochenende kein Kraut gewachsen! Alexander

Seitter, der Pechvogel von Kerpen, zeigte in Hahn sein ganzes Können

und so sahen ihn alle so wie auf diesem Foto - nämlich von hinten! Einzig

Andreas Fels hätte dem Tibi-Fahrer aus Korb den totalen Triumph noch

streitig machen können. Überzeugend auch Thorsten Bischof, der seinem

Schrauberdasein ein Ende setzte und jetzt selbst ins Lenkrad griff.

Pechvogel des Wochenendes war Eberhard Höfle, der wegen technischer

Probleme frühzeitig aufgeben mußte.

Alexander Seitter (2)

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Berichte RMC 2002

Überraschend stark zeigte sich Michael Röhlen, der kurzerhand den

"pausierenden" Oldstar Rüdiger Retzlaff als Schrauber verpflichtete und

mit dessen Erfahrung prompt vorne mitmischte. Der gebürtige Berliner

nahm 2001 als einziger deutscher Fahrer am Rotax Grand Final in

Malaysia teil und zählt wegen seines Humors und Witzes zu den

Charaktären der RMC. Wir hoffen, dass er uns noch lange erhalten bleibt!

In Wackersdorf ist er jedenfalls wieder dabei und am im September

stattfindenden Euro-Finale in Österreich will er ebenfalls teilnehmen ...

weiter so!

Rüdiger Retzlaff

Fotos: WALCZOK (20.07.2002)

Rennen 9+10

Wackersdorf

Grandioses RMC-Finale am 18. August 2002 in Wackersdorf

Zur letzten Veranstaltung der RMC 2002 trafen sich 20 gut

gelaunte Fahrer auf Deutschlands modernster Anlage in

Wackersdorf und auch der Schönwettergott war wie immer

pünktlich zur Stelle. Bei strahlendem Sonnenschein und

Temperaturen um die 30°C fielen an diesem Wochenende die

Entscheidungen.

Alexander Seitter

Es sollte eine ganz besondere Veranstaltung werden! Abgesehen

von kleinen organisatorischen Schwächen (auf die wir natürlich

an dieser Stelle nicht näher eingehen wollen !?!) war es wohl

"die" Veranstaltung des Jahres! Hut ab und Gratulation an alle

Teilnehmer, die sich ein packendes Rennen auf fahrerisch hohem

und sportlich superfairem Niveau lieferten. In Wackersdorf

gewannen die Besten und das gleich doppeltl! Das zweite Rennen

war eine Kopie des ersten, oder war es umgekehrt?! Zweimal

lautete der Zieleinlauf: Seitter vor Walczok, Schäfer, Rattinger

und Fels.

Paul Walczok

Und so verlief das (die) Rennen: Polesetter Paul Walcok konnte

den Start für sich entscheiden und führte das Feld souverän an.

Nur Alexander Seitter und Felix Schäfer konnten sein hohes

Tempo mitgehen. Nach den ersten Überrundungen konnten sich

die beiden Führenden ein wenig absetzen, nachdem Felix Schäfer

bei diesen Aktionen immer ein wenig Pech hatte und wertvolle

Sekunden verlor (im zweiten Rennen hätte er durchaus auch

Chancen auf den Sieg gehabt). Seitter, stets an der Stoßstange

des jungen Piloten aus Bayern, taktierte geschickt: Er verfolgte

Walczok wie ein Schatten um ihn kurz vor Schluß mit einem

beherzten Angriff zu überrumpeln - fair und absolut sauber!

Felix Schäfer

Stefan Rattinger fuhr als Viertplazierter ein eher unauffälliges,

aber kontrolliertes Rennen. Stets darauf bedacht sich aus allen

Zweikämpfen herauszuhalten (ein Ausfall könnte ihn die

Fahrkarte nach Südafrika kosten) fuhr er ein taktisch kluges und

kontrolliertes Rennen.

Stefan Rattinger

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Berichte RMC 2002

Der Fünftplazierte Andreas Fels war der Mann des Tages.

Nachdem er in der Quali seinen Stabi verloren hatte, sah er sich

wegen Untergewichts unversehens auf der 20. und damit letzten

Startposition wieder. Es folgte eine sehenswerte Aufholjagd, die

mit einem grandiosen Pokalplatz belohnt wurde - und wie gesagt,

das Ganze gleich zweimal. Nicht auszudenken was passiert wäre,

hätte er seinen ursprünglichen Startplatz behalten dürfen!

Gratulation an das Quintett - es gewannen die besten Fahrer der

Saison.

Andreas Fels

Kompliment aber auch an alle anderen Fahrer, die mit viel Fairness und Übersicht um die Plätze kämpften. Eine

Begebenheit die sich im 2. Lauf ereignete, ist Beispielhaft für die gesamte Gesinnung der RMC: Die in Führung

liegenden Walczok und Seitter näherten sich zwei zu überrundenen Kontrahenten, die sich gerade selbst

nebeneinander Rad an Rad duellierten. Als diese durch die blaue Flagge auf das heranfliegende Führungsduo

aufmerksam gemacht wurden, geschah folgendes: Mittels Blickkontakt beschlossen die beiden eine "Mittelgasse

freizumachen" und Walczok/Seitter passieren zu lassen, um dann unversehens das Rad an Rad Duell beherzt

fortzuführen. Die ganze Aktion dauerte keine 2 Sekunden und begeisterte nicht nur Jörg van Ommen. Sein

Kommentar: "Sagenhaft, das habe ich so auch noch nicht gesehen". So schön kann Hobbysport sein.

Die Anstrengungen des vergangenen Tages

waren allen ins Gesicht geschrieben.

Dennoch warteten alle Fahrer in Begleitung

ihrer Angehörigen, Freunde und Fans

geduldig auf die Ehrung der Besten.

Michael Röhlen und

sein "Racing-Hund"

Als dann alles vorüber war, fegte der Wind

die Siegerwand um, gerade so als wollte er

sagen: Das wars für dieses Jahr. Wir, die

Veranstalter und Organisatoren, bedanken

uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmern

der RMC und wünschen uns ein Wiedersehen

im nächsten Jahr.

Text & Fotos: MOTORSPORT-XL, Timo Deck

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