Studien zur vergleichenden Mythologie der Griechen und Römer

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Studien zur vergleichenden Mythologie der Griechen und Römer

Berichtigungen und Zusatze.

Zu S. J 1. Wenn nach Sophokles bei Arnobius IV, 25. Ov. fast. V, 257 f.

Veget. I, 28 Ares in Thrakien geboren sein soil, so spricht auch diese

Sage fiir seine thrakische Abkunft , da auch sonst mehrfach Gotter

an ihren Hauptkultstatten geboren gedacht werden : z. B. Apollon

auf Delos, Artemis zu Ortygia, Dionysos in Theben u. s. w.

Zu S. 12. Z. 5 V. o. Schon friiher soUen die Thraker gegen Labdakos gekampft

haben: Apollod. Ill, 14, 8.

Zu S. IS. Sind auch die Formen Loucetius oder Leucetius nur auf jiingeren

Inschriften iiberliefert , so beweisen doch die echtalterthumlichen

Diphthonge ou und eu , dass wir es in diesem Falle mit einem sehr

friihen Kultus zu thun haben. Vgl. Corssen, Ausspr. 2 1^ 672 . wWie

sich in Namen alte Sprachformen nicht selten festsetzen, so ist in dem

Gottesnamen Leiicetio der Diphthong eu haften geblieben, ebenso wie

in dem gleichbedeutenden Zunamen desselben Gottes Loucetio der

Diphthong ou , wahrend sonst die beiden echten aus Vokalsteigerung

entstandenen Diphthongen eu und ou der lateinischen Sprache abhanden

gekommen waren.«

Zu S. 19, Anm. 27. Hier ist noch nachzutragen die im 5. Bande der revue

de linguistique von Ch. Ploix veroffentlichte Untersuchung iiber

Mercurius Mars und die Wurzel mar, welche ich leider bis jetzt noch

nicht habe einsehen konnen.

S. 24, Z. 4 V. o. lies 'E^6o|xaYevTj;.

S. 2H, Z. 4 V. u. lies Preller, rom. Myth. 318 f.

Zu S. 27. In Betreff des Mythus von Mamurim Veturius vergleiche auch

die Bemerkungen auf S. 46, Anm. 93 und S. 49.

Zu S. 32 , Anm. 51 . Sehr beachtenswerth ist der Ausdruck p6oia in der

Stelle des Dionysios Perieg. , insofern damit Rettungsopfer im Friihling

bezeichnet werden. Man hat dabei offenbar an die Rettung vor

den damonischen Gewalten des Winters zu denken.

Zu S. 37 ,

Anm. 59. Die Vermuthung ypYjoT/jpia ist von mir. In den

Handschriften steht ypr^oTTjpiov.

S. 43, Z. 11 V. u. lies 7caffT]|j.evo?.

Zu S.- 49. Fiir die mythische Auffassung der Friihlingsfeier des Mar^

und der RoUe , welche darin seine Mutter Juno spielte , ist nicht unwichtig,

was Ovid. am. Ill, 13, 18 f. bei Gelegenheit der Schilderung

eines faliscischen Junofestes berichtet. Er erzahlt nemlich, die Ziege

sei dieser Gottin verhasst, weil sie dieselbe auf ihrer Flucht verrathen

habe. Man wird dabei unwillkiirlich an die Flucht der Leto

erinnert.

Zu S. 76, Anm. 166. Wie Mars, so wurde auch Apollon bisweilen f ahrend

dargestellt, z. B. auf der Miinze von Akragas, wo Apollon

vom Wagen die Pfeile sendet und die Riickseite die Siihnung

durch Empedokles vorstellt: Welcker, G. I, 539.

Zu 78. Zu den Stadtegriindern , welche Sohne des Apollon genannt werden,

ist nochAmphissos, derGriinder vonOite, hinzuzufiigen, welcher

seinem Vater zuEhren daselbst einenTempel gestiftet haben soil. Vgl.

Anton. Lib. 32.

Druck von Breitkopf und Hartel in Leipzig.

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