Bibliothek - Verband Schweizer Bibliotheken SAB

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INFO

02/08

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Heisse Ideen

statt kalter

Kaffee


2 SAB / CLP info 02/08


Editorial

Bilder und Bibliotheken

Wird SAB-Info nicht gelesen? Gibt es

keine guten Bilder von Bibliotheken?

Ging das Einsenden für den Wettbewerb

vergessen? Fragen über Fragen,

die sich mir stellen. Warum? In

der letzten Nummer auf der letzten

Textseite stand in der letzten Spalte

die Aufforderung, Fotos für das

neu gestaltete Titelblatt der SAB-Info

einzusenden. Posteingang: 0. Bilder

per Mail: 0. Offene Fragen: viele

– siehe oben.

Ein anderes Bild ist jenes, das man

sich vor dem geistigen Auge macht:

Wie stellt sich beispielsweise jemand

eine Bibliothek vor, der keine

besucht? Wie sähe die ideale Vorstellung

bei Personen aus, die regelmässig

eine Bibliothek besuchen?

Welches Bild verkörpern die Mitarbeitenden

einer Bibliothek? Zum

Beispiel wenn sie ihre Institution in

breitem Berner Dialekt als «Biblere»

bezeichnen und sich im Freizeitlook

am Arbeitsplatz präsentieren?

All dies sind Aspekte, die mit dem

Begriff Image oder Reputation erfasst

werden. Das Image (englisch

auch ein Wort für Bild) einer Institution

hängt von vielen Aspekten ab:

Architektur/Gestaltung der Gebäude

oder Räumlichkeiten, Qualität und

Preis der Produkte oder Dienstleistungen,

Ausbildung und Anforderungen

an Mitarbeitende, äusseres

Erscheinen und Auftreten der Repräsentantinnen

oder Ansehen des Unternehmens

in der Öffentlichkeit.

Nochmals ein anderes Bild ist jenes,

das die Vorstände der SAB im

Rahmen der «Werkstatt Bibliothek

2020» zusammen mit weitern Fachleuten

an einer Retraite in La Chauxde-Fonds

entwickeln: Ein Modell für

die Bibliothek der Zukunft, damit die

Bibliotheken Zukunft haben.

Hans Ulrich Locher

Photos et bibliothèques

L’Info CLP n’est-elle pas lue ?

n’existe -t-il pas de bonnes photos de

bibliothèques ? A-t-on oublié de les

envoyer pour le concours ? Autant de

questions qui se posent à moi. Pourquoi

? Dans le dernier numéro, on

demande dans la dernière colonne

sur la dernière page de texte d’envoyer

des photos pour la nouvelle

couverture de l’Info CLP. Nombre de

photos reçues : 0. Photos envoyées

par mail : 0. Questions en suspens :

beaucoup – cf. ci-dessus.

Une autre image est celle que l’on

se fait mentalement : comment

quelqu’un qui ne fréquente pas les

bibliothèques, par exemple, se représente-t-il

ce lieu ? A quoi ressemblerait

la bibliothèque idéale pour les

personnes qui fréquentent régulièrement

les bibliothèques ? Quelle image

les employés d’une biblio thèque

ont-ils de leur lieu de travail ? Par

exemple s’ils qualifient leur institution

de « bibli » dans le langage familier

et se présentent sur leur lieu

de travail en tenue de loisirs ?

Tous ces aspects sont liés à la notion

d’image ou de réputation. L’image

(qui peut également avoir le sens de

« photo ») d’une institution dépend

de nombreux aspects : architecture/

agencement des bâtiments ou des

locaux, qualité et prix des produits

ou des services, formations et exigences

posées aux employés, aspect

extérieur et présentation des représentantes

et représentants.

Encore une fois, une autre image

est celle que les comités de direction

de la CLP développent avec d’autres

spécialistes dans le cadre de l’« Atelier

Bibliothèque 2020 ». Un modèle

pour la bibliothèque du futur, pour

que les bibliothèques aient de l’avenir.

Hans Ulrich Locher

Impressum

SAB-INFO-CLP/30. Jahrgang

Herausgeber/Editeur:

Schweizerische

Arbeits gemeinschaft der

allgemeinen öffentlichen

Biblio theken SAB

Communauté de travail

des bibliothèques suisses

de lecture publique CLP

Chefredaktion:

Hans Ulrich Locher

SAB Zentralsekretariat

Rosenweg 2

4500 Solothurn

Tel. 032 621 84 70

Fax 032 623 33 80

E-Mail sab@sabclp.ch

Responsable pour la Suisse romande

et le Tessin:

CLP romande

Rue César-Roux 34

1005 Lausanne

Tél. 021 312 43 40

Fax 021 312 43 40

clp@sabclp.ch

Indirizzo di riferimento:

Orazio Dotta

Bibliocentro della Svizzera italiana

Via Giuseppe Lepori 9, 6710 Biasca

Tel. 091 880 01 60

Dactylo: SAB

Gestaltung und grafisches Konzept:

Vogt-Schild Druck, 4552 Derendingen

Erscheinungsweise/Parution:

2 jährlich/2 fois par an

Auflage/Tirage: 1400 Ex.

Abonnement: Fr. 20.–

Einzelnummer / Prix par numéro: Fr. 12.–

Für Mitglieder der SAB gratis

Gratuit pour les membres de la CLP

Druck/Imprimerie:

Vogt-Schild Druck AG,

4552 Derendingen

Tel. 058 330 11 11/ Fax 058 330 11 78

ISSN 1423-5595

Inserate/Annonces

Sekretariat SAB/Secrétariat CLP

Rosenweg 2, 4500 Solothurn

Tel. 032 621 84 70, Fax 032 623 33 80

4. Umschlagseite

4 e page de couverture Fr. 900.–

Im Textteil/Page intérieure

1

⁄1 Fr. 800.–

1

⁄2 Fr. 400.–

Preise ab PDF.

Prix pour la réalisation à partir de PDF.

Beilage/Encart Fr. 700.– plus Portozuschlag

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SAB / CLP info 02/08 3


Neues Publikum für Bibliotheken

Eine Tagung in Colmar

Über 150 Bibliothekarinnen und

Bibliothekare nahmen an einer

zweitägigen Weiterbildungsveranstaltung

im Kongresszentrum

in Colmar teil. Für die inhaltliche

Vorbereitung der Tagung zeichnete

biblio3 verantwortlich: eine

Arbeitsgruppe der öffentlichen

Bibliotheken aus dem Elsass, Baden-Württemberg

und der Nordwestschweiz.

Die Tagung mit dem Titel «Achtung

Baustelle! Neues Publikum für Bibliotheken»

wurde auf vorbildliche

Weise durchgeführt von der Médiathèque

Départementale du Haut

Rhin. Haben öffentliche Bibliotheken

noch eine Zukunft? Finden sie auch

weiterhin ein Publikum? Auf solche

und ähnliche Fragen versuchte die

Veranstaltung Antworten und Perspektiven

zu geben.

Verändertes Nutzungsverhalten

Die Grundlagen für die Diskussion

lieferten zwei Soziologen. Christophe

Evans von der Bibliothèque Publique

d’Information in Paris zeigte

anhand von zahlreichem Zahlenmaterial

die Veränderungen beim Benutzerverhalten

in den letzten zwei

Jahrzehnten auf. Die Zahl der Vielleser

– mehr als 16 Bücher pro Jahr

– geht zurück und Jugendliche leihen

in den Bibliotheken zwar immer

weniger aus, nutzen sie aber immer

stärker als Orte zum Arbeiten, um

sich zu treffen und an Veranstaltungen

teilzunehmen. So sein Fazit für

Frankreich.

Was! – Hier gibt es eine

Bibliothek?

Olivier Moeschler vom Bundesamt

für Statistik und Dozent an der Universität

Lausanne stellte die Ergebnisse

einer Publikumsbefragung mit

Studierenden der HEG Genf vor. Die

Befragung wurde im Auftrag der Bibliothèque

Municipale in Genf durchgeführt.

Die vergleichsweise kleine

Befragung zeigt deutlich, dass viele

Nicht-Nutzer schlicht nicht wissen,

dass es eine Bibliothek in ihrer

Nähe gibt. Vor allem bei Ex-Nutzern

ist das Image der Bibliotheken sowie

der Bibliothekarinnen und Bibliothekare

nicht eben schmeichelhaft. Sie

würden Bibliotheken erst dann wieder

nutzen, wenn das Angebot aktueller

und die Dienstleistungen sowie

die Bibliothekarinnen und Bibliothekare

kundenfreundlicher wären. Für

Gesprächsstoff war gesorgt.

Internationale Frühstücke und

brasilianische Nächte

In der Folge wurden Beispiele aus

der Praxis vorgestellt, die eindrücklich

klar machten, dass in kleinen

und grossen Bibliotheken Tolles ge-

Referenten, für den Bibliotheksumbau gerüstet (v.l.n.r.) : Arnold von der Leden, Ralf Eisermann, Henryk Hollender.

4 SAB / CLP info 02/08


SAB / CLP

leistet wird. In Lörrach und in Offenburg

werben die Bibliotheken mit

schmissigen Spots in Kinos und im

Regionalradio. In Liestal geht die Bibliothek

ins Schwimmbad und in

der Bibliothek in Denkingen (D) arten

internationale Frühstücke auch

schon mal in brasilianische Nächte

aus. Lebensfreude und den Mut das

Thema Integration anzugehen, zeigen

auch die Bibliothekarinnen aus

dem Val d’Argent (F), wenn sie körperlich

und geistig behinderte Menschen

aus dem Tal für ihre Mediathek

gewinnen. Natürlich wird auch Web

2.0 immer stärker dafür genutzt, mit

Nicht-Benutzern in Kontakt zu kommen.

Es war ein bunter Strauss von

Kurzvorträgen, der das Ziel – zu motivieren

und zu animieren – nicht verfehlte.

Fachliche Vertiefung über die Landesgrenzen hinweg (v.l.n.r.): Gerhard Matter, Kantonsbibliothek

Baselland; Karl-Heinz Harter, Regierungspräsidium Freiburg; Karin

Augschill, Regierungspräsidium Freiburg.

Das Personal als Potential

Noch einen Schritt weiter ging der

Unternehmensberater und Kommunikationstrainer

Arnold von der Leden,

der in Holland zahlreiche Bibliotheken

berät und deutlich machte,

dass es nicht die Bücher und Medien

sind, die die Zukunft der Bibliotheken

sichern. Vielmehr sind es die

Bibliothekarinnen und Bibliothekare.

Sie sollen Emotionen zeigen und

den Besucherinnen und Besuchern

ein unverwechselbares Erlebnis bieten.

Als Vorbild pries er den weltbekannten

Fischmarkt von Vancouver,

wo nicht die Frage nach Qualität und

Preis, sondern das Kauferlebnis im

Vordergrund steht.

Sinus-Milieus in Hannover

Einen neuen Weg beschreiten die Bibliotheken

in Hannover. Sie reorganisieren

eine Zweigstelle in einem sozial

anspruchsvollen Stadtquartier und

richten die bibliothekarischen Serviceleistungen

konsequent auf im

voraus bestimmte Ansprechgruppen

aus. Diese Ansprechgruppen sollen

nach dem Modell der Sinus-Milieus

von Meinrad Motzko festgelegt werden.

Über die Zugehörigkeit zu einer

Gruppe entscheiden nicht Alter und

Geschlecht, sondern Werthaltungen,

Freizeitverhalten oder Konsumvorlieben

der Einwohnerinnen und

Einwohner. Die entsprechenden Daten

werden von der Stadt zur Verfügung

gestellt. Ein spannendes Projekt

ist am Entstehen, das mit Methoden

der Marktforschung und des Marketings

arbeitet.

planeta11 in Polen

Mit Unterstützung der Bertelsmann-

Stiftung sind in Polen Modellbibliotheken

– planeta11 und mediateka

– entstanden, die Jugendliche ansprechen

und auch bei einem nicht

mehr ganz jungen Publikum sehr

erfolgreich sind. Anhand solcher

Leuchttürme erläuterte der polnische

Bibliotheksexperte Henryk Hollender

die Strategie einer aktiven

Kundengewinnung. Er machte aber

auch deutlich, dass dies für die polnischen

Bibliothekarinnen und Bibliothekare

neu ist und eine grosse Herausforderung

darstellt.

Aussensicht und Dokumentation

Zum Abschluss spiegelte der Kongressbeobachter

Tonio Passlick, Leiter

des Amtes für Kultur in Weil-am-

Rhein (D), die wichtigsten Aussagen

und Erkenntnisse dieser zwei intensiven

Tage in geballter Form an die

Teilnehmerinnen und Teilnehmer zurück.

Diese Aussensicht akzentuierte

und vertiefte die Themenstellung

nochmals, stellte überraschende Bezüge

her und liess so nochmals neue

Erkenntnisse entstehen. Dokumente

zur Tagung vom 22./23. September

2008 in Colmar finden sich unter

www.mediatheque.cg68.fr.

Gerhard Matter

Vorsitzender biblio3

SAB / CLP info 02/08 5


Das Bibliotheksimage aufpolieren

Idea Stores: ein Bibliothekskonzept

aus England

Die britischen Public Libraries

verzeichneten in den letzten

zwei Jahrzehnten einen beunruhigenden

Rückgang bei der Benutzung.

Mit der Einführung des

«Idea Stores» Konzept gelang es,

diesen negativen Trend zu brechen

und die Besucherzahlen zu

verdoppeln.

Sämtliche Idea Stores befinden sich

im Londoner Stadtbezirk Tower Hamlets,

indem etwa 210 000 Personen

leben. Tower Hamlets zählt zu den

sozial benachteiligsten Stadtbezirken

Londons und sogar Europas. Das Bildungsniveau

der lokalen Bevölkerung

liegt weit unter dem Landesdurchschnitt,

die Arbeitslosenquote ist mit

13,6 Prozent sehr hoch und die Analphabetenrate

zählt zu den höchsten

des Landes. Die vielen ethnischen

Minderheiten, wobei die Bangladeshi

den grössten Anteil ausmachen, prägen

das Bild des Stadtbezirks.

Umfassende Befragung

Um herauszufinden, weshalb die

Bewohner von Tower Hamlets ihre

Bibliotheken wenig oder gar nicht

nutzen und was sie dazu bewegen

könnte, das Angebot in Anspruch

zu nehmen, wurde im Jahr 1998 die

umfassendste Bürgerbefragung des

Bezirks durchgeführt. Jeder zehnte

Haushalt wurde zur Institution Bibliothek

befragt. Darüber hinaus fanden

Strasseninterviews, Zielgruppen

Interviews und unabhängige Marktforschungen

statt. Als Resultat dieser

Befragung, wurden alle zwölf bestehenden

Bibliotheken und ebenso alle

Erwachsenenbildungseinrichtungen

zugunsten von sieben neuen Idea

Stores geschlossen.

Unter einem Dach vereint

Damit das Idea Stores Konzept funktioniert,

ist es wichtig, Weiterbildungsund

klassische Bibliothekseinrichtungen

räumlich zusammenzubringen.

Die zwei Einrichtungen Public Libra-

Idea Store Chrisp Street: Architektonisches Juwel im heruntergekommenen Quartier mit «Plattenbauten».

6 SAB / CLP info 02/08


SAB / CLP

ry und Adult Education Centers (Erwachsenenbildung)

wurden neu im

gleichen Gebäude untergebracht. Sie

agieren im gemischten Team, thematisch

kombiniert und räumlich verbunden.

Wenn die Kunden den Store

betreten, um einen Weiterbildungskurs

zu besuchen, müssen sie durch

die Bibliotheksräume gehen. Umgekehrt

können Bibliotheksnutzer

durch die verglasten Türen der Klassenzimmer

jederzeit das Kursgeschehen

beobachten.

Bisher vier Stores realisiert

Dieses Konzept soll den jeweiligen

Bereichen helfen «Schwellenängste»

abzubauen. Bibliotheksnutzer

können so animiert werden, ebenfalls

Bildungskurse zu besuchen

und Kursteilnehmer werden angeregt,

sich Literatur passend zum Kurs

oder für andere Interessen auszuleihen.

Bis heute sind vier Idea Stores

in verschiedenen Stadtteilen von Tower

Hamlets entstanden. Der erste

wurde im Jahr 2002 in Bow eröffnet.

Zwei Jahre später folgte der Idea

Store beim Chrisp Street Market in

Poplar und in Whitechapel entstand

2005 mit dem Flagship der dritte

und grösste Idea Store. 2006 nahm

schliesslich der vorerst letzte Idea

Store seinen Betrieb im Geschäftsviertel

Canary Wharf auf.

Attraktives Freizeitangebot

Bibliothek

Die Idea Stores verstehen sich als Bibliotheken

mit zusätzlichen Angeboten

und Leistungen, denn sie bieten

neben den traditionellen Bibliotheks-

services auch diverse Möglichkeiten

des lebenslangen Lernens in einer attraktiven

Umgebung an. Sie befinden

sich wenn möglich in direkter Nähe

zu einem Shoppingcenter. Ebenso erfolgreich

wie der Detailhandel, insbesondere

der Buchhandel, möchten

die Idea Stores den Bedürfnissen

der heutigen Bevölkerung entsprechen.

Dies schlägt sich auch im Namen,

respektive in der Marke «Idea

Store» nieder.

Neuer Name für neues Konzept

Der Name «Idea Store» wird abgeleitet

von «Department Store». Er wurde

bewusst gewählt, um das Image

aufzupolieren und den neuen Denkansatz

hinter dem Konzept zu verdeutlichen.

Auch bezüglich Dienstleistungsgedanken

(«der Kunde ist

König»), Architektur und Interieur

dienen der Detailhandel und die Freizeit

Industrie als Vorbild. Marketing

ist somit ein wichtiger Bestandteil

des Konzepts. Die Marke und die damit

verbundene Imagewerbung soll

den Bruch mit den alten, abschreckenden

Institutionen Bibliothek und

Volkshochschule verdeutlichen, damit

neue Zielgruppen angesprochen

werden können. Trotzdem bleiben

Bücher das Hauptelement. Als so genannte

«street corner universities»

dienen die Idea Stores zudem als Anlaufstelle

für sämtliche Informationsbedürfnisse.

Isabelle Walther

Knowledge Engineer VP Bank Vaduz

(aus ihrer Diplomarbeit an der HTW

Chur zum idea stores-Konzept)

Stuttgart: Bibliothek des

21. Jahrhunderts kostet über

110 Mio. Franken

Die Stadt Stuttgart hat nach über

zehn Jahren Planung im November

den Spatenstich für die neue «Bibliothek

des 21. Jahrhunderts» erlebt.

Sie wird über 110 Mio. Franken kosten

und an bester Lage beim Bahnhof

entstehen. Das Werk des koreanischen

Architekten Eun Young

Yi ist der erste Bau im neuen Stadtteil

Stuttgart 21 auf dem ehemaligen

Güterbahnhof und der Bauentscheid

des Gemeinderates dafür

gesorgt, dass weitere Grossprojekte

für Büros und Wohnüberbauungen

ins Realisierungsstadium kommen.

Hinter dem Projekt steht insbesondere

Oberbürgermeister Wolfgang

Schuster, der die Bibliothek seit über

zehn Jahren als «Chefsache» behandelt

hat, weil es eine Schlüsselfunktion

für «Stuttgart 21» hat.(halo/SZ).

New York: Eine Milliarde

Dollar für den Ausbau der

Public Library

Die Public Library New York soll in

den nächsten Jahren für über 1 Milliarde

Dollar zum «grössten öffentlichen

Büchereisystem der Welt»

ausgebaut werden. Allein die architektonische

Umgestaltung wird auf

250 Mio. Dollar veranschlagt. Für die

Restaurierung des Prachtbaus an der

Fifth Avenue wurde der britische Architekt

Lord Norman Foster verpflichtet,

der die New York Public Library

auch mit zeitgenössischen Elementen

versehen darf. (halo/NZZ)

SAB / CLP info 02/08 7


Die SAB zu Besuch in …

Möglichkeit zum

Erfahrungsaustausch

Die SAB hat in diesem Jahr eine

Reihe von Bibliotheksbesuchen

organisiert. Drei Bibliotheken, die

erst kürzlich neugestaltet wurden,

waren das Ziel: Die Regionalbibliothek

Sursee, die Kantonsbibliothek

Baselland und die Bibliothek

Altstadt der PBZ Zürich, über die

separate Beiträge in diesem SAB-

Info zu finden sind.

Wie werden «alte» Bibliotheksaufgaben

neu umgesetzt, wie werden

neue Aufgaben im Raumgefüge untergebracht?

«Zu Besuch in…» bietet

Gelegenheit für Anregungen, Details

eines Raumes aufzunehmen, sie auf

die Umsetzbarkeit in der eigenen Bibliothek

zu überprüfen und sich inspirieren

zu lassen. Insbesondere Bibliotheken,

die einen Neu- oder Umbau

in nächster Zukunft beabsichtigen,

ergriffen die Möglichkeit, sich zu informieren.

Für andere Bibliothekarinnen

war es einfach ein Blick hinter

die Kulissen. Wie macht es diese Bibliothek?

Was könnten wir übernehmen?

Die Bibliotheksbesuche sollen

Impulse vermitteln, den Horizont erweitern

und den Besuchern die Möglichkeit

geben einen Blick über den

Tellerrand zu werfen.

Regionalbibliothek Sursee

Raumgrösse in m 2 352 m 2

Anz. Ausleihen 104’000

Bestandesgrösse

IT-Angebot

Zielpublikum

Anzahl Öffnungstage/

Total Öffnungsstunden

Total-Stellenprozente/

Anz. Mitarbeiterinnen

Regionalbibliothek Sursee: Ehrenbürger Hans Küng – im Hintergrund die zentrale

Holztreppe.

Regionalbibliothek Sursee

Umbau 2003 durch Françoise

Chevalier im Auftrag des

Vereins Regionalbibliothek

Sursee hat sich in den letzten 40 Jahren

zu einem modernen kleinstädtischen

Zentrum entwickelt, das sich

mit seinem Angebot an überdurchschnittlich

vielen Arbeitsplätzen zu

einer Mittellandstadt entwickeln

will. Die Regionalbibliothek befindet

sich im «Haus zur Spinne», in einem

www.regionalbibliothek-sursee.ch

Ca. 18'000 Medien

OPAC

Familien, Jugendliche, Kinder

5/20 Std.

210 Stellenprozente mit Bibliotheksleitung

6 Frauen in Teilzeit

prächtigen historischen Gebäude aus

dem Jahr 1545.

Die Verteilung der Bibliothek auf drei

Etagen erforderte den Einbau eines

Lifts. Beim Eingang befindet sich der

Ausleihbereich, in den oberen Stockwerken

sind die Medien untergebracht.

Innenarchitektonisch wurde

Altes mit Neuem kombiniert; eine

herrliche alte Holztreppe bildet das

Zentrum und wurde im oberen Bereich

mit einer formschönen transparenten

Glastreppe fortgesetzt. Eine

Besonderheit sind die tiefen Fensternischen,

die durch die Mauerdicke

gegeben sind. Sie werden als Ausstellungsflächen

für Kunstgegenstände

lokaler Künstler genutzt und

bringen dadurch eine weitere Kunstdimension

in den innenarchitektonisch

gelungenen Umbau.

Ein grosses Thema in Sursee war das

manchmal schwierige Miteinander

von Gemeinden und die daraus resultierenden

finanziellen Probleme.

8 SAB / CLP info 02/08


SAB / CLP

Kantonsbibliothek www.kbbl.ch

Baselland

Raumgrösse in m 2 3’500 m 2 , davon 2'000 m 2 Freihandbibliothek

Anz. Ausleihen ca. 680’000

Bestandesgrösse

60'000 in der Freihand, 140'000 im Magazin

IT-Angebot

WebOPAC, Internetzugriff, Bezahlen per

internet, Kontozugriff per Internet

Zielpublikum

Bevölkerung des Kantons Baselland,

auch Funktion einer Stadtbibliothek,

alle Altersgruppen

Anzahl Öffnungstage/

Total Öffungsstunden

Total Stellenprozente/

Anz. Mitarbeiterinnen

5–6 Öffnungstage (im Winterhalbjahr auch

am Sonntag offen), 44–49 Std. pro Woche

23 Vollzeitstellen auf 38 Personen verteilt (darin

5 Personen in Ausbildung enthalten)

Kantonsbibliothek Liestal: Abgeschotteter

Arbeitsplatz in einer der extrem

tiefen Fensternischen.

Kantonsbibliothek Baselland

Umbau von 2003–2005 durch

Liechti Graf Zumsteg im

Auftrag des Kantons

Liestal ist Kantonshauptstadt, bietet

kantonale Infrastruktur und ist Regionalzentrum.

Die Kantonsbibliothek

Baselland ist optimal gelegen, direkt

neben dem Bahnhof, unweit des historischen

und städtischen Zentrums.

Sie heisst den Besucher mit dem integrierten

Café Krattiger willkommen.

Die Farbgebung der Bibliothek

gibt zu reden. Boden und Wände

sind gelbgrün, sehr gelbgrün. Aber

nach erklärenden einführenden Worten

wird klar, dass bewusst die neuen

Elemente in der gleichen hellen

Farbe gehalten sind, damit sie von

den alten dunklen hölzernen Balken,

die vom historischen Weinlager von

1924 zurückgeblieben sind und dem

Raum seine Originalität geben, abheben

und Helligkeit in die Bibliothek

bringen. Ein Lichtschacht mit «Laterne»

auf dem Dach bringt zusätzlich

Licht ins Haus. Alle Regale sind in der

gleichen Farbe gehalten. Es wird von

der «Künstlichkeit dieser in die rustikale

Holzstruktur implantierten Medienwelt»

gesprochen, die durch die

Farbgebung und die modernen Möbel

betont wird. Durch die Bauweise

entstanden extrem lange schmale

Fensternischen; sie wurden für natürlich

abgeschottete Arbeitsplätze mit

PC genutzt.

In einer Bibliothek dieser Grösse interessierten

natürlich auch User- und

Veranstaltungsräume. Die Büchergestelle

auf Rädern ermöglichen im

Erdgeschoss das Schaffen eines grossen

Raumes mit Atmosphäre für Veranstaltungen.

Ein weiterer grösserer

Raum dient als Lesesaal mit modernem

Equipment und ist auch nutzbar

für weitere Veranstaltungen. In den

Medienrückgabeautomaten werden

die Medien ausserhalb der Öffnungszeiten

eingeworfen, von der

RFID-Sortiermaschine erfasst und im

richtigen Container deponiert. Dann

können die Container per Speziallift

im Lichtschacht nach oben transportiert

werden; diese Förderanlage

erleichtert den Medientransport im

grossen Haus. Inneneinrichtung und

Bibliotheksphilosophie legen wert

auf das Verweilen in der Bibliothek:

Mitarbeiter sollen beraten (Floorwalking),

statt Bücher versorgen.

Heidi Schmid-Fröhlich

SAB / CLP info 02/08 9


Centro Culturale di Soazza

Biblioteca all’ex stazione

della ferrovia

Dopo tre anni di lavori è stato

portato a termine il Centro Culturale

e la Biblioteca Comunale

di Soazza.

Fortemente voluto dalla popolazione

e sostenuto dalle autorità politiche è

giunto a termine il Centro Culturale di

Soazza, iniziato nell’aprile del 2006.

L’edificio

È risultata un’opera architettonicamente

ben riuscita e funzionale.

Comprende la ristrutturazione della

ex stazione della ferrovia Bellinzona-

Mesocco, nella quale trovano posto

nello scantinato l’archivio culturale,

al pianterreno un piccolo soggiorno,

i servizi per i disabili e il locale video

e audio, che sarà molto probabilmente

luogo di ritrovo della nostra gioventù;

infine, al primo piano l’ufficio

per il bibliotecario, un locale di lavoro

e una saletta per riunioni dei comitati

delle società del paese. La nuova

costruzione invece comprende la

ricevitoria e due ampie sale, una dedicata

alla biblioteca vera e propria e

l’altra potrà essere usata quale sala

di lettura (ca. 70 posti), sala comunale

per le assemblee, per conferenze,

ritrovi, proiezioni. Nei locali interrati

sono ubicati i servizi, i locali tecnici e

un locale di deposito.

Apertura al pubblico

Ora si tratta di aprire al pubblico

l’edificio. Alcuni giorni fa vi si è tenuta

per la prima volta nella nuova

costruzione l’assemblea comunale.

Si sta completando l’inserimento dei

media nell’ordinatore e fra poco tempo

(dicembre) sarà agibile e aperta al

pubblico anche la biblioteca.

Inaugurazione

Per l’inaugurazione vera e propria,

invece, si dovrà attendere la primavera

2009. Infatti, si dovrà mettere a

punto la biblioteca, curare i particolari

e collaudare la nuova struttura e le

nuove apparecchiature in dotazione.

Infatti, la nuova struttura sarà dotata

di apparecchiature tecnologicamente

all’avanguardia sia per quanto riguarda

le riproduzioni video, sia per

quelle audio, sia per gli apparecchi

informatici.

Destinazione

Il nuovo complesso sarà fruibile in

primo luogo dagli utenti della bibliomediateca

e dalle scolaresche dell’alta

valle (Mesocco, Soazza e Lostallo).

Sono naturalmente benvenute anche

le classi provenienti da tutta la Regione.

La sala sarà a disposizione quale

luogo di lettura, di riunioni per varie

associazioni sia culturali sia di altra

natura, ma anche per gruppi di studio,

per conferenze, per proiezioni

pubbliche, per incontri culturali.

Previsioni per il prossimo futuro

Siamo certi che il nuovo Centro Culturale

di Soazza sarà un polo cultu-

Edificio nuovo del Centro culturale di Soazza – in dietro dell’ex stazione.

10 SAB / CLP info 02/08


Una nuova biblio.ludo.teca

Veduta di fronte con il vecchio

tratto «Soazza».

rale per tutta la Regione. Se verrà gestito

come ci si aspetta, e cioè con la

collaborazione dei tre comuni del Circolo

di Mesocco, potrà dare all’alta

valle e a tutta la Regione una spinta

culturale, sociale ed anche economica

non indifferente.

Il nostro auspicio è che i politici si accordino

per un’amministrazione oculata,

per una conduzione innovativa

e funzionale in modo che il Centro

Culturale di Soazza diventi un nucleo

indispensabile dal quale irradiare stimoli

e dare impulso alle iniziative della

Regione, in modo che diventi un

centro di coordinamento delle attività

culturali e sociali e che sia pure un

centro attivo e funzionale alle esigenze

culturali, sociali e turistico-economiche.

Luciano Mantovani

«La Sorgente» per

la Valposchiavo

Dopo sette anni d’intenso lavoro,

l’associazione Nuova biblioteca

e ludoteca Valposchiavo ha

portato a termine il suo progetto:

il 5 gennaio 2008 è stata inaugurata

la nuova sede della

biblioteca e ludoteca di Poschiavo.

Un’ampia struttura moderna, adeguata

alle esigenze di grandi lettori

e piccoli giocherelloni, che ospita

oltre 10 000 libri, circa 700 giochi

e giocattoli, CD musicali, CD-

Rom, videocassette e DVD. Offre

dunque un servizio importante per

l’animazione della vita culturale e

sociale della valle. La nuova biblioteca

sostituisce quella istituita dalla

sezione di Poschiavo della Pro

Grigioni Italiano all‘inizio degli anni

Ottanta, mentre la ludoteca continua

l‘attività avviata in Valle una

decina di anni fa con il sostegno

della Pro Juventute.

Unico testimone culturale

La biblio.ludo.teca «La Sorgente» è

dotata anche di una sala di lettura.

Quest’ultima funge al tempo stesso

da archivio per il materiale relativo

alla figura e all’opera di Felice

Menghini – grande promotore culturale

poschiavino – e sul fervore letterario

che intorno a lui si è sviluppato

negli anni Trenta e Quaranta

del secolo scorso: l’Archivio «L’ora

d’oro». Lettere, articoli, manoscritti,

riviste, libri di e su Menghini, raccolti

appunto nel Fondo Menghini,

destinato a non rimanere unico

testimone della ricchezza culturale

locale di quell’epoca, ma a essere

accompagnato, in futuro, da

altri fondi di letterati valposchiavini.

L’Archivio «L’ora d’oro» è aperto

al pubblico quale luogo di studio

e ricerca o punto d’incontro per

conferenze, convegni, presentazioni

di libri, caffè letterari, mostre. La

Sorgente, inoltre, ospiterà l’archivio

digitale della collezione di fotografie

di Luigi Gisep, una fra le più importanti

raccolte private in Svizzera.

Circa 2‘500 fotografie – testimoni

di quasi un secolo di storia locale a

cavallo fra il 19esimo e il 20esimo

secolo – a cui le nuove tecnologie

garantiranno una migliore conservazione

futura.

Risultato del concorso architettura: la nuova biblio.ludo.teca Poschiavo.

SAB / CLP info 02/08 11


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Ausleihverwaltung

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für Bibliotheken, Mediotheken,

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pour bibliothèques, médiathèques,

centres de documentation et archives

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12 SAB / CLP info 02/08


SAB / CLP

Ne è risultato un complesso ben integrato nel contesto urbano circostante, in cui vecchio e nuovo si affiancano.

Un complesso ben integrato

Il progetto del nuovo edificio è stato

realizzato dall’Atelier Mario Angelo

Tempini di Poschiavo, vincitore

del concorso indetto nel maggio del

2005. L’intervento consisteva nel recupero

conservativo del vecchio fienile

della chiesa di S. Vittore Mauro nel

borgo di Poschiavo e nella realizzazione

di un annesso, suddiviso in due

parti, addossato allo stabile esistente.

Ne è risultato un complesso ben

integrato nel contesto urbano circostante,

in cui vecchio e nuovo si affiancano.

La costruzione ha richiesto

un investimento di ca. 800 000

franchi, in parte coperti con l’aiuto finanziario

di enti, fondazioni e privati.

Il debito restante sarà gradualmente

pagato facendo capo ai contributi

versati all’associazione dal Comune

di Poschiavo.

Una struttura per bambini,

studenti, giovani, adulti e

ricercatori

La sfida più interessante con cui si

è trovata confrontata l’associazione

Nuova biblioteca e ludoteca Valposchiavo

è stata quella di unire sotto lo

stesso tetto una biblioteca, una ludoteca

e due archivi, trasformando così

la nuova struttura in un centro culturale

dove possono incontrarsi bambini,

studenti, giovani, adulti, ricercatori.

Ora il compito dell’associazione

– oltre alla gestione dei servizi di prestito,

garantiti con impegno e generosità

da una ventina di bibliotecarie

e ludotecarie debitamente formate

che lavorano a titolo di volontariato

– è quello di far vivere il nuovo complesso,

accolto con entusiasmo dagli

utenti e sempre ben frequentato. Le

risorse finanziarie sono modeste, ma

tanti sono i progetti in cantiere per

animare l’offerta culturale legata al

gioco e alla lettura per tutte le età.

Pierluigi Crameri

SAB / CLP info 02/08 13


Uster: Erweiterung und RFID-Einführung

50 Prozent mehr

Neuanmeldungen

Vom November 2007 bis März

2008 ist die Stadt- und Regionalbibliothek

Uster umgebaut und

erweitert worden. Der Medienbestand

hat RFID-Labels erhalten,

sodass Kundinnen und Kunden

die Medien selbständig ausleihen

können. Bei den Neuanmeldungen

ist eine deutliche Steigerung

zu verzeichnen.

Seit 1973 ist die Stadt- und Regionalbibliothek

Uster nahezu unverändert

in einem Wohn- und Geschäftshaus

an der Bankstrasse 17 eingemietet

– direkt gegenüber dem Bahn- und

Bushof. Wiederholte Anläufe, einen

neuen Standort zu finden oder am

bestehenden Ort mehr Fläche mieten

zu können scheiterten aus finanziellen

oder politischen Überlegungen.

Die im angrenzenden Gebäude

untergebrachte Paul Kläui-Bibliothek

konnte aus Kostengründen nicht

mehr länger dort bleiben. Die Stadt

Uster suchte daher für diese Lokalität

eine neue Nutzung. Die Idee, die

Räume an der Bankstrasse 17 und

13 zusammenzulegen, bildete den

Grundstein zum 2007/2008 erfolgten

Um- und Ausbau.

Umbau und Erweiterung

Vor den Sommerferien 2007 stimmte

der Gemeinderat Uster dem Projekt

von Aebi Architekten im Unfang von

fast 2,5 Mio. Franken zu. Kernstück

des Umbaus bildet ein Zwischenbau,

der die beiden Gebäude miteinander

verbindet. Dieser Teil ist heute auch

Eingang zur Bibliothek. Die beiden

Gebäude weisen einen Niveauunterschied

von ungefähr 90 Zentimetern

auf. Mit einer lang gezogenen Treppe

beim Eingang gegenüber der Theke

und mittels einer rollstuhlgängigen

Rampe kann diese Hürde elegant

gemeistert werden. Im Zwischenbau

entstand ein neues Büro; Lager- und

Magazinräume sind in der Liegenschaft

Bankstrasse 13 vorhanden

(inkl. Compactus-Anlage für selten

genutzte Bestände). Neu ist einzig der

Personalraum mit Garderobe.

Inneneinrichtung mit

Akzenten

Bis Ende 2007 wurde der Bibliotheksbetrieb

– in Form eines Provisoriums

– auf reduzierter Fläche mit dem gesamten

Angebot beibehalten. Da per

Ende Jahr der Innenausbau in den

neuen Räumen fertig gestellt wurde,

konnte der gesamte übrig gebliebene

Medienbestand (ca. 40%)

in Kisten gezügelt werden. Bestehende

Regale blieben erhalten und

wurden ergänzt durch Gestelle auf

Rollen. An den Stirnseiten aller Regale

wurden schwarze Faserplatten

montiert. Farblich bildet ein dunkelgrauschwarzer

Textilbelag die Basis,

weisse Regale und die rote Theke

setzen Akzente. Ein neues Beleuchtungskonzept

erlaubt eine individuelle

Ausleuchtung der Bibliotheksräumlichkeiten.

Fakten vor Umbau heute

Publikums­bereich 550 m 2 825 m 2

Fläche Total 780 m 2 1150 m 2

Bestand 50‘000 Medien Ausbau auf­

70‘000 Medien

Medienkredit 90'000.– 150'000.–

Stellen 8.3 8.5

Öffnungszeiten 36 Std./6 Tagen 36 Std./6 Tagen

Thekenplätze 3 3

OPACs (Kata­logabfrage)

3 6

Internetplätze 3 (ohne Office) 6 (inkl. Office)

Selbstverbuchungsstation

– 2

Schliessfächer – 12

Der Niveauunterschied zwischen den beiden Gebäuden wird mittels Treppe und

Rampe elegant gemeistert.

14 SAB / CLP info 02/08


SAB / CLP

Erweitertes Angebot und RFID

Primär dient der Umbau unseren

Kundinnen und Kunden. Der Publikumsbereich

erstreckt sich über die

Erdgeschosse der Liegenschaften

Bankstrasse 13 und 17 und den Zwischenbau

– diese Fläche ist 60 Prozent

grösser als vorher. Unter anderem

steht eine Lounge mit Getränkeund

Kaffeeautomat, Zeitschriften

und Zeitungen zur Verfügung. Der

Bestand soll sukzessive von heute ca.

55 000 Einheiten auf 70 000 Medien

erweitert werden. Im Februar und

März 2008 wurde der verfügbare Bestand

(ungefähr 26 700 Medien) mit

RFID-Labels (Booklabels und CD Secure

Labels für CDs/DVDs/CD-ROMs)

ausgerüstet und initialisiert. Dazu

leisteten uns mobile Stationen des

RFID-Lieferanten gute Dienste. Insgesamt

benötigten wir dazu in vier

Wochen 560 Stunden. Mit der neuen

Technologie haben wir zu Beginn

mit mehr Problemen gerechnet. Diese

Bedenken haben sich grösstenteils

als ungerechtfertigt erwiesen. Neben

zwei Selbstverbuchungsstationen für

die selbständige Ausleihe der Medien

stehen unseren Kundinnen und

Kunden sechs OPACs (Katalogabfrage)

und sechs kostenpflichtige Internetplätze

inklusive Officeprogrammen

zur Verfügung.

leihen über die Selbstverbuchungsstationen

noch nicht bezifferbar.

Aber die Entlastung ist deutlich spürbar.

Unsere Kundinnen und Kunden

können wählen, ob sie ihre Medien

selbst ausleihen oder bei uns an der

Theke vorbeikommen. Diejenigen,

die die Möglichkeit der Selbstverbuchung

nutzen, reagieren positiv. Für

die Kunden ergibt dies mehr Selbstständigkeit

– für uns wird der Kundenkontakt

jedoch reduziert. Einzelne

Kundinnen und Kunden schätzen

aber den Kontakt an der Theke und

wählen bewusst diese Möglichkeit

zum Bezug der Medien. Neu besteht

die Möglichkeit, die Medien ausserhalb

der Öffnungszeiten im Rückgabecontainer

zu deponieren. Am

nächsten Arbeitstag beziehungsweise

vor der Bibliotheksöffnung

werden die Medien zurückgebucht.

Schäden an den Medien sind bisher

keine aufgetreten.

Ausblick

Sieben Monate arbeiten wir nun in

den neuen Räumen und schon beschäftigen

wir uns mit einem Folgeprojekt.

Nach dem geglückten Umbau

prüfen wir die Erweiterung der

Öffnungszeiten. Dies soll kostenneutral

geschehen. Neben den Selbstverbuchungsstationen

entlasten

Standing Orders in verschiedenen

Medienbereichen die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter von Bürostunden,

die beim Gelingen des Projektes

unseren Kundinnen und Kunden

zugute kommen.

Sabina Lilljeqvist

sabina.lilljeqvist@stadt-uster.ch

www.stadtbibliothek-uster.ch

Neueinschreibungen/Selbstverbuchung

Seit Ende März 2008 ist die Stadtbibliothek

wieder für die Kundschaft offen.

Die umgebaute Bibliothek und

die Gestaltung finden Anklang und

auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der Stadtbibliothek fühlen sich

wohl in den neuen Räumlichkeiten.

Eine erfreuliche Zunahme verzeichnen

die Neuanmeldungen, die um

50 Prozent zugenommen haben.

Zur zeit ist die Anzahl der Medienaus-

Die rote Theke als Akzent im weiss, grau und schwarz gehaltenen Design der

Bibliothek, die auch ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept erhalten hat.

SAB / CLP info 02/08 15


Bibliotheken jenseits der Norm

Beiträge zum Jubiläum

100 Jahre Psychiatrisches

Zentrum

Das Psychiatrische Zentrum Appenzell

Ausserrhoden PZA feierte

2008 sein 100-jähriges Bestehen

mit einem über die Grenzen

des Appenzellerlandes hinaus

ausstrahlenden Programm. Der

ausserrhodische Regierungsrat,

besonders das Departement Gesundheit,

suchte aus diesem Anlass

auch die Mitarbeit der Bibliotheken

im Halbkanton.

Etwas aus dem Rahmen gefallene Aktivitäten

der Ausserrhoder Bibliotheken

– beispielsweise Collagen von Peter

Morger.

Die koordinierende Kantonsbibliothek

in Trogen und die vier Regionalbibliotheken

Herisau, Teufen, Speicher/Trogen

und Heiden beteiligten

sich an den Jubiläumsaktivitäten und

setzten verteilt über das ganze Jahr

Akzente mit verschiedensten kulturellen

Veranstaltungen. Es galt, Verbindungen

zwischen der Psychiatrie

und den Bibliotheken, also der Welt

der Schrift, der Texte und der Bilder

wieder oder gar neu zu entdecken

und – mit der erforderlichen Behutsamkeit

– der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Bibliotheken mit Flair für

Aussenseiter-Kunst

Die Bibliotheken in Heiden und Herisau

liessen sich vom Museum im

Lagerhaus, St. Gallen beraten, einem

Kompetenz-Zentrum für naive

Kunst, art brut und Kunst von Outsidern.

Die Bibliothek Heiden realisierte

– zusammen mit dem Historisch-

Antiquarischen Verein – das Projekt

«Ver-rückt». Schauplätze für Ausstellungen

und begleitende Veranstaltungen

waren das Museum Heiden,

das Spital Heiden und die Gemeindebibliothek.

Gezeigt wurden Werke

von vier KünstlerInnen, die alle

einen Teil ihres Lebens in der Psychiatrischen

Klinik Wil SG verbracht

hatten. Das Ergebnis einer intensiven

Zusammenarbeit zwischen der Bibliothek

Herisau und dem Psychiatrischem

Zentrum, genauer dem dortigen

Textilatelier, war die Ausstellung

von «Textbildern» der 49-jährigen

Vreni Müller, die als junge Erwachsene

an Schizophrenie erkrankte und

seit fast 30 Jahren im Psychiatrischen

Zentrum lebt.

Bibliotheken veranstalten

Kleinkunst

Die Bibliothek Speicher/Trogen bot

eine Lesung mit dem vieldeutigen Titel

«Spinnen» an; die Autorin Sabine

Wen-Ching Wang las zusammen mit

dem Schauspieler Matthias Flückiger

Szenen aus dem Theaterstück «Spinnen».

Dazu servierte das kulinarische

Kleintheater «kultour auf vögelinsegg»

ein versponnenes Menu

– eine Koproduktion, die alle Sinne

ansprach. Die Kantonsbibliothek in

Trogen präsentierte Exponate aus

ihren Sammlungen, und zwar unter

dem Titel «Was ist das, die Psyche?»

Die Gemeindebibliothek Teufen initiierte

und veranstaltete eine Inszenierung

über den Schriftsteller Peter

Morger, der sein Leben 2002, an seinem

47. Geburtstag, beendet hatte.

Morger, in Trogen, Teufen und Herisau

eine bekannte Erscheinung, war

für viele ein Mensch, der mit Menschen

nichts mehr anfangen konnte,

in seiner Sucht gefangen. Die Inszenierung

von Barbara und Karin

Bucher und Matthias Flückiger befasst

sich mit einer Auswahl aus seinen

Aufzeichnungen, Bildern, Dias

und Collagen.

Aufwändig und bereichernd

Für die veranstaltenden Ausserrhoder

Bibliotheken ist eines klar: Die

Projekte im Rahmen des Jubiläums

«100 Jahre Psychiatrisches Zentrum

Appenzell Ausserrhoden» waren

aufwändig, aber bereichernd und

lagen in jeder Hinsicht «jenseits der

Norm», wie ein Untertitel des Programms

lautete. Weitere Informationen

unter: www.biblioapp.ch oder

www.pza100jahre.ar.ch

Gabriele Barbey-Sahli

16 SAB / CLP info 02/08


Die neue Bibliothek Wünnewil

SAB / CLP

Wünnewil-Flamatt:

eine Gemeinde – zwei

Bibliotheken

Nach Jahren der Vorbereitung

konnte am 5. April 2008 die neue

Gemeinde- und Schulbibliothek

in Wünnewil eröffnet werden.

Die Gemeinde Wünnewil- Flamatt

verfügt über zwei Bibliotheken.

Sie liegen je im Dorfzentrum und

rund 4 Kilometer voneinander

entfernt.

Die Bibliothek Flamatt befand sich

immer im Primarschulhaus und konnte

1999 mit der Schule ein neues Gebäude

beziehen. Sie erfüllt mehrheitlich

die Aufgabe als Schulbibliothek.

Die Bibliothek Wünnewil war eine

«Volksbibliothek» und etwa 500 Meter

von den Schulgebäuden entfernt.

Die Primarschule (PS) Wünnewil verfügte

über keine Bibliothek, diejenige

der Orientierungsschule (OS) über

eine kleine Bibliothek ohne Arbeitsplätze.

Ein langer Weg

Im Jahre 2002 wurde die Planung

der Erweiterung der OS in Angriff

genommen und im Raumprogramm

erschien die Bibliothek als Gemeinde-

und Schulbibliothek. Das Projekt

beschäftigte uns also rund 6 Jahre

lang. Ab Januar 2007 war die Arbeit

besonders intensiv. Der Gemeinderat

setzte die Arbeitsgruppe Bibliothek

ein, welche innerhalb eines Jahres

folgende Papiere für beide Bibliotheken

überarbeitete oder neu erschuf:

Bibliotheksreglement, Vereinbarung

mit der Pfarrei, Benutzungsordnung

mit Gebühren, Öffnungszeiten und

Fristen, Pflichtenhefte des Bibliothekspersonals,

Lohnansätze (inkl.

Spesenreglement), Budget 2008

und ein neues Logo. Am 1. Januar

2008 traten die neuen Reglemen-

te und Verträge in Kraft. Das angepasste

Budget wurde als Teil des Gesamtbudgets

der Gemeinde von der

Gemeindeversammlung genehmigt.

Die markantesten Änderungen sind:

die Volksbibliothek wird Gemeindeund

Schulbibliothek; Einsetzung der

Bibliothekskommission als Kontrollorgan;

höherer finanzieller Beitrag

der Pfarrei, längere Öffnungszeiten

in Wünnewil; Erhöhung der Gebühren

für die Kunden; Gültigkeit der

Bibliothekskarte in beiden Bibliotheken;

Erweiterung des Teams; Neues

Erscheinungsbild.

Neuer, heller Bibliotheksraum

Die neuen Räumlichkeiten befinden

sich beim Eingang zum OS-Gelände,

direkt an der Dorfstrasse. Da sich

die Bibliothek neben der Aula befindet,

konnte die Höhe des Raumes

ausgenutzt und eine Galerie gebaut

werden. Im Erdgeschoss befinden

sich eine kleine Garderobe, die Ausleihtheke,

ein Abfrageplatz mit Internetzugang,

die Kinderbücher, die

Nonbooks, die Belletristik und Zeitschriften

für die Erwachsenen und

Trägerschaft

Kontrollorgan

Mitfinanzierende Organe

Gemeinde

ein Teil der Sachbücher. Hinter der

Ausleihtheke ist das Büro der Bibliothekarinnen

und unter der Treppe

ein Materialraum platziert. Auf

der Galerie befinden sich die Jugendbücher,

die Comics und ein Teil

der Sachbücher. Zum Verweilen laden

im Erdgeschoss ein Sofa, zwei

Sessel, Sitzkissen und Stühle für Kinder

ein. Am grossen Tisch können

die Team-Sitzungen abgehalten werden.

Die Galerie bietet Arbeitsplätze

für eine Schulklasse und 6 Sitzsäcke

sorgen dafür, dass sich die Jugendlichen

beim Lesen wohl fühlen. Durch

die grossen Fenster schweift der Blick

über das Dorf zu den Hügeln des Freiburgerlandes

bis zu den Voralpen am

Horizont.

Bestandeserschliessung und

Aufstockung

Bereits im Jahr 2006 wurde begonnen,

den Bestand auf eine themenorientierte

Medienaufstellung (TOM)

umzustellen. Zuerst die Kinderbücher,

dann die Jugendmittel- und

die Jugendoberstufe. Vor dem Umzug

erhielten auch die Sachbücher

Bibliotheken Wünnewil-Flamatt: Fakten und Zahlen

Bibliothekssoftware

Bibliothekskommission

Kath. Pfarrei, OS-Verband, Loterie Romande

Mediothek (A.Rudin)

Wünnewil

Flamatt

Einwohner 2900 2150

Schüler Kindergarten/Primarschule (08/09) 231 171

Schüler Orientierungsschule (08/09) 314 0

Bestand Bücher 6300 4800

Bestand Nonbooks 500 650

Ausleihen 2007 (vor der Neueröffnung) 16‘460 7‘160

Ordentliches Medienbudget 2008 Fr. 9500.– Fr. 6000.–

Nettoaufwand der Gemeinde, Budget 2008 Fr. 30‘000 Fr. 21‘500

(ohne Raumkosten)

SAB / CLP info 02/08 17


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18 SAB / CLP info 02/08


SAB / CLP

(Jugend/Erwachsene) neue Signaturschilder,

angelehnt an TOM. Einzig

die Belletristik für Erwachsene ist

noch herkömmlich präsentiert.

Der Bestand wurde vor dem Umzug

auf Alter und Zustand geprüft. Dank

einmaligen Beiträgen der reformierten

Kirchgemeinde, der OS und einer

Starthilfe von Bibliomedia (600 Bücher

für drei Jahre) konnten in diesem

Jahr mehr Medien eingekauft

werden.

Gute Zusammenarbeit

Schule – Bibliothek

In beiden Teams sind Lehrpersonen

aus der PS und OS vertreten. Sie sollen

die Kommunikation gewährleisten

und motivierend auf den Lehrkörper

wirken. In Flamatt ist die Leiterin

ebenfalls Lehrperson. In Wünnewil

übernehmen die PS- und die OS-

Lehrperson einen Teil des Einkaufs

und helfen mit bei den Bibliothekseinführungen.

Diese sind neu für die

1., 4. und 7. Klasse obligatorisch. Die

gelungene Eröffnung war für die Bevölkerung

und die Schulen ein ganz

spezieller Moment. Besonders beim

Team der Bibliothek schlugen die Herzen

schneller, als am 5. April 2008 an

der neuen, höhenverstellbaren Ausleihtheke

die ersten Ausleihen an die

Gemeindepräsidentin, die Schulleitenden

der PS und den Direktor der

OS erfolgen konnten. Seit der Eröffnung

wird die Bibliothek – besonders

von den Schulen – gut benutzt. Es ist

eine Freude, in einer neuen Bibliothek

arbeiten zu dürfen. Wir ruhen

gerne einen Moment aus, bevor das

nächste Projekt – der Internetauftritt

– angepackt wird.

Grosse Fenster sorgen für Licht und ermöglichen den Blick in die Hügel des Freiburgerlandes.

Margrit Perler Schneuwly,

Leiterin der Bibliothek Wünnewil

bibliothek.wuennewil@bluewin.ch

Galerieraum für die Jugendlichen: Die neue Bibliothek im Schulhaus wird von den

Schulen und den Jugendlichen rege benutzt.

SAB / CLP info 02/08 19


Bibliothek erneuern und besser positionieren

Erfahrungen der Zürcher

Bibliotheksbeauftragten

Die Bibliothek immer wieder mit

kritischen Augen zu betrachten

ist unabdingbar und macht aber

auch Spass. Oft bewirkt bereits

eine Entrümpelungsaktion kleine

Wunder. Die wichtigste Aufgabe

der Bibliotheksleitung ist

die Positionierung der Bibliothek

als wichtige Institution in der Gemeinde.

Die neuen SAB-Richtlinien fordern im

Kapitel 3 über die Räumlichkeiten die

Bibliotheken auf, mindestens alle 10

Jahre ihr Erscheinungsbild und ihre

Infrastruktur zu überprüfen. Was

für moderne Ladengeschäfte, Restaurants

und Cafés eine Selbstverständlichkeit

ist, muss auch für Bibliotheken

gelten.

Das Selbstverständliche

Die Realität in vielen Bibliotheken betrifft

diverse Problemkreise wie fehlende

Finanzen, zu kleine Publikumsflächen,

zu grosse Medienbestände,

Betriebsblindheit und falsche Bescheidenheit,

was die räumliche Ausstattung

betrifft. Zwar haben viele SAB-

Bibliothekarinnen gelernt, für bessere

Entschädigungen zu kämpfen, aber

was die Einrichtung der Bibliotheken

betrifft, wagen sie oft nicht, das

für andere Gemeindebetriebe Selbstverständliche

zu verlangen: neue Bodenbeläge,

neue Farbanstriche oder

funktionales Mobiliar.

Bedenkenswerte Umfrage

Im Jahr 2003 hat eine Umfrage zur

Wahrnehmung von öffentlichen Bibliotheken

bei Nichtnutzern im Kanton

Zürich Resultate ergeben, die

zum Nachdenken anregen. Was die

Räumlichkeiten betrifft, hiess es: «Bibliotheken

sind mausgrau und labyrinthisch,

haben viele Tische, Stühle

und Regale, sind unübersichtlich

und düster, haben eine kalte Atmosphäre,

sind unangenehm still, riechen

komisch nach alten Büchern,

sind verstaubt und...» Diese Aussagen

sind gewiss masslos übertrieben

und stammen ja nicht von der Bibliothekskundschaft,

trotzdem liegt ein

Quäntchen Wahrheit in diesen Umfrageresultaten.

Beschriftung – Beleuchtung

Die Vorschläge, wie die Situation verbessert

werden könnte, sind nicht

ganz leicht zu erfüllen, denn die Befragten

fordern: Öffnung nach Aussen

mit Schaufenstern und Einsicht

von der Strasse, keine Treppen oder

mindestens einen Lift, helle, peppige

Räume und Einrichtungen, Farben

in den Räumen und Backgroundmusik.

Es braucht also eine Imagekorrektur,

die nur durch erneuerte Bibliotheken

erreicht werden kann. Bei

meinen Beratungen und Besuchen

treffe ich oft die folgenden Schwachstellen

an: Viele Bibliotheken sind

schlecht beschriftet: Nicht selten hat

man Mühe, die Bibliothek im Ort zu

finden, und in der Bibliothek selber

fehlt ein klares Beschriftungssystem.

Viele haben zu viele unterschiedliche

Regaltypen, die zudem noch ergänzt

werden durch irgendwelche Boxen,

Gitter an den Frontseiten, Drehtürme

usw. Viele wirken eng und haben

überfüllte Regale. Bei vielen fehlt

eine gute Beleuchtung und damit

eine einladende Atmosphäre.

Arbeitsplätze als Ausstellflächen missbraucht: Niemand fühlt sich angesprochen, sich

an diesen Tisch zu setzen.

Hauptaufgabe: Positionierung

Die neuere Fachliteratur zum Erscheinungsbild

der öffentlichen Bibliotheken

fordert, dass die Bibliothek

sich als öffentlichen Ort darstellen

soll. Wie beim Gemeindehaus oder

Schulhaus zeichnet sich die Bibliothek

aus durch: Unverkennbarkeit

und Einheitlichkeit, Grosszügigkeit

und Überschaubarkeit, Transparenz

und Offenheit. Auch einfache Verbesserungen

funktionieren nicht

ohne Geld. Deshalb sind alle kleinen

Bibliotheken aufgerufen, aus dem

Schattendasein eines ehrenamtlich

20 SAB / CLP info 02/08


SAB / CLP

geführten Betriebs herauszutreten.

Hauptaufgabe der Betriebsleitung ist

die Positionierung der Bibliothek als

unverzichtbare Institution in der Gemeinde,

die zur Erfüllung ihrer Aufgaben

mit den notwendigen finanziellen

Mitteln ausgerüstet sein muss.

Hartnäckig und kreativ sein

Um die notwendigen Mittel zu beschaffen

braucht es gut ausgebildetes

Personal, einen guten Leistungsausweis

mit entsprechenden

Statistiken und Betriebsdaten, persönlichen

Kontakt mit den Entscheidungsträgern

und Lobbyarbeit bei

den zuständigen Behörden. Gefordert

sind unbequeme Hartnäckigkeit

und Kreativität beim Umgang

mit den Behörden und das Geschick,

immer wieder neue Wege zu begehen,

um neue Türen zu öffnen. Ein

gutes Konzept und eine klare Vorstellung,

wen die Bibliothek ansprechen

will, ist nicht nur für Grossbibliotheken

sondern auch für kleine der Ausgangspunkt

dieser Arbeit.

Salamitaktik ist falsch

Eine Erneuerung kann auch gelingen,

wenn sie in Etappen ausgeführt

wird. Wichtig ist dabei die sorgfältige

Planung der Gesamt-Renovation.

Dabei hilft eine professionelle Beratung

durch einen Architekten, eine

Innenarchitektin oder eine Einrichtungsfirma.

Es müssen unbedingt

die Gesamtkosten budgetiert werden.

Eine «Salamitaktik» mit immer

neuen Geldforderungen zahlt sich

meist nicht aus.

Den «Laden» in Ordnung halten

Räumliche Veränderungen erfordern

Mut und kreatives Denken. Die eigene

Betriebsblindheit zu überwinden,

ist eine Herausforderung. Manchmal

hilft dabei der kritische Blick ei-

Ein gutes Beispiel: Die Stühle stehen so, dass sie ein Aussuchen an den Regalen nicht

behindern.

fotos: Marie-Ann Arnold

ner aussenstehenden Person. Sicher

lohnt es sich, den Ideenreichtum des

ganzen Teams zu nutzen. Neue oder

jüngere Mitarbeiterinnen bringen oft

auch neue Ideen. Bibliotheken sind

durchaus vergleichbar mit Ladengeschäften.

Es gibt Details zu beachten,

wie Beschriftungen, die sich

ablösen, Unordnung auf und hinter

der Theke, Aufbewahrungsboxen,

die wild zusammengewürfelt in

Regalen oder sogar auf dem Boden

herumstehen.

Einheitliche Möbilierung

Wenn mit verschiedenen Generationen

von Regalen gearbeitet werden

muss, sollten wenigstens die einzelnen

Räume oder Zonen einheitlich

möbliert sein. Besondere Sorgfalt erfordert

die Auswahl von Zusatzmöbeln

wie Ausstellgitter, Drehtürme

usw. Sie beeinflussen den Gesamteindruck

eines Raumes stark und lassen

schnell einen Raum als chaotisch

erscheinen. Bei einer periodischen

Überprüfung der Einrichtung sollten

die Anordnung der Regale und die

Zonen oder Funktionsbereiche kritisch

hinterfragt werden. Der Thekenbereich

kann meistens optimiert

werden. Vor der Theke braucht es

dringend genügend Stauraum. Eine

Kaffee-Ecke macht nur Sinn, wenn

genügend Platz vorhanden ist, um

sich gemütlich niederzulassen und

wenn ausgedehnte Öffnungszeiten

Realität sind. Zonen für Jugendliche

sind an spezielle Bedingungen geknüpft:

So sollte eine Jugendecke

nie direkt neben der Theke oder neben

dem Kleinkinderbereich sein. Die

Kinderecke soll kindgerecht möbliert

sein und Freiraum lassen für die Aktivitäten

der Kinder. Zusammenfassend

kann festegestellt werden: Die grosse

und kleine Kundschaft braucht Platz,

um die Schätze der Bibliothek zu entdecken.

Marie-Ann Arnold

Bibliotheksbeauftragte Kanton Zürich

SAB / CLP info 02/08 21


umbauen erweitern erneuern

Die Sicht der Architektin

Öffentliche Bibliotheken müssen

in der heutigen Zeit durch ihr ästhetisches

Erscheinungsbild und

eine erkennbar öffentliche Gestaltung

anderen Dienstleistungsangeboten

standhalten können.

Architektur und Ausstattung machen

eine Bibliothek unverwechselbar

und ermöglichen so Identifikation.

Meine Arbeit für die Pestalozzi-Bibliothek

Zürich begann vor zehn Jahren

mit der Bibliothek Aussersihl. Voraussetzung

der gemeinsamen Arbeit

war, dass bei den Bibliothekarinnen

und dem damaligen Direktor Christian

Relly der feste Wille und klare

Wunsch bestand, mit dem Ausbau

und der Erneuerung die Bedeutung

der Bibliotheken zu stärken.

Öffentlichen Charakter sichtbar

machen

Architektur und Ausstattung sollten

die Funktion der Bibliotheken unterstützen

und zu ihrer Akzeptanz beitragen.

Der öffentliche Charakter

der Bibliotheken, deren grundsätzlich

positives Image sollten wieder

sichtbarer werden, sie sollten ästhetisch

anregend und einprägsam

sein. Es ging nie um Standardisierung,

sondern um vielfältige individuelle

Lösungen. Eindeutigkeit, Unverkennbarkeit,

Grosszügigkeit und

Offenheit wurden gesucht. Wichtig

bei der Planung der Bibliotheken

waren die fachliche Unterstützung

durch die beteiligten Bibliothekarinnen,

die Offenheit und das Vertrauen,

mit denen unsere Vorschläge

entgegengenommen und diskutiert

wurden. Ebenfalls sehr positiv war,

dass wir jeweils das Lokal, die Organisation

und die Ausstattung umfassend

erneuern und umgestalten

konnten.

Synthese von Funktion und

Ästhetik

Dieser grosse Spielraum machte es

erst möglich, eine konzeptionelle Linie

zu erarbeiten und eine befriedigende

Synthese aus Funktion und

Ästhetik zu finden. Nicht zu unterschätzen

sind Einschränkungen und

Erschwernisse, die durch Budgetbegrenzungen,

Behördenauflagen

und das Unterbringen oder Erneuern

der Haustechnik wie Lüftungs-,

Heizungs-, Elektro- und Kommunikationstechnischer

Installationen entstehen.

Andrea Teuwen, Architektin

Blick ins Lesezimmer der Bibliothek Altstadt in Zürich mit der in die Decke integrierten Beleuchtung.

Foto: Theo Stalder

22 SAB / CLP info 02/08


Kino – Coop – Bibliothek

SAB / CLP

Die Bibliothek

Schwamendingen

Die Bibliothek Schwamendingen

war entgegen den heutigen Zielen

für eine attraktive Bibliothek

im 1. Stock eines 6-geschossigen

Wohnhauses aus den 50er Jahren

untergebracht. Die Bibliotheksräume

erstreckten sich über 4 zusammengelegte

Wohnungen und

waren entsprechend unübersichtlich,

und der Zugang durch das

Wohnhaustreppenhaus war eigentlich

unzumutbar.

Im Erdgeschoss derselben Liegenschaft

und in einem eingeschossigen

Anbau, einem ehemaligen Kino, war

30 Jahre lang eine Coop-Filiale eingemietet.

Das Lokal wurde frei, und

die Bibliothek nutzte die Gelegenheit

zum Umzug.

Schwimmbecken mit Büchern?

Die Lage im Erdgeschoss am Schwamendingerplatz,

direkt zugänglich

und strassenseitig einsehbar durch

grosse Schaufenster war für die Bibliothek

ideal, und die Grösse entsprach

mit etwa 600 m 2 den Bedürfnissen

für eine Quartierbibliothek.

Der fünf Meter hohe, fensterlose

Anbau und die unruhige Geometrie

und Volumetrie des gesamten Raumes

verursachte jedoch zuerst Ratlosigkeit.

Hohe Räume sind toll, aber

Büchergestelle sind nur zwei Meter

hoch, was ist mit den drei Metern

darüber? Unten Bücher und darüber

Fensterbänder ergeben eher den

Eindruck eines mit Büchern gefüllten

Schwimmbeckens. Wie konnten

wir also Licht in den Raum bringen

und gleichzeitig das Volumen bewältigen?

«Tanzende» Fenster und Arbeitsplätze gliedern in

Schwamendingen die Höhe des Raums.

Offene, zweite Ebene

geschaffen

Wir haben die rückwärtige Fassade

mittels tanzender Fenster so gestaltet,

dass sie raumfüllend wirkt.

Gleichzeitig haben wir seitlich eine

Galerie für die internen Arbeitsplätze

errichtet und so eine offene

Foto: Georg Radanowicz

2. Ebene geschaffen, die den Raum

in der Höhe optisch gliedert. Das Gestaltungskonzept

wird unterstützt

durch eine starke Farbgebung einzelner

Elemente und durch die in

verschiedene Richtungen gruppierte

Anordnung der Gestelle – also keine

parallele Aufstellung.

SAB / CLP info 02/08 23


Auf den Boden geholt

Bibliothek Altstadt Zürich

In der Bibliothek Altstadt Zürich

wurde nach jahrzehntelangem

Bemühen das Erdgeschoss für die

Bibliotheksnutzung frei, und die

Bibliothek konnte endlich auf den

Boden geholt werden.

Neben der Erweiterung der Bibliothek

ins Erd- und Untergeschoss waren

wir vor Allem mit dem Problem

eines Konzepts für die Neuorganisation

der gesamten Bibliothek konfrontiert.

Die oberen Geschosse des Gebäudes

wurden zwar 1930/32 für eine

Bibliotheksnutzung gebaut, die Raumorganisation

wurde der Entwicklung

der Bibliothek, insbesondere der Umwandlung

der Bibliothek in eine Freihandbibliothek

jedoch nie wirklich angepasst.

Die Büchermagazine wurden für das

Publikum zugänglich gemacht, aber

die Verwaltungsräume blieben an

ihren über die Geschosse verteilten

Standorten.

Entflechtung der Bereiche

Diese Verflechtung von öffentlichen

und internen Bereichen war unübersichtlich

und deren Abgrenzung untereinander

schwierig. Ziel unserer Eingriffe

war die öffentlichen und internen

Bereiche stockwerksmässig zu entflechten

und die Räume fürs Publikum

offener und durchlässiger, insgesamt

benutzerfreundlicher zu machen.

Die vorhandenen Raumeinteilungen

und Abschlüsse wurden entfernt,

UG, EG, 1. und 2. OG gehören jetzt

ganz dem Publikum. Die Verwaltung

ist im 3. und 4. Obergeschoss untergebracht.

Grosse neue Öffnungen in der Fassade

und neue vertikale Verbindungen zwischen

Erd- und Untergeschoss ermöglichen

Ein- und Ausblicke. Ein weiteres

wichtiges Element ist die Wiederherstellung

und Öffnung des ehemaligen

Lesesaals mit neuen Glasbausteinoblichtern.

Publikumsbereich auf mehreren Stockwerken.

Foto: Theo Stalder

Repräsentative Eleganz

Neben der Neuorganisation und räumlichen

Umgestaltung wurden auch

sämtliche Oberflächen, Decken und

Bodenbeläge, die Haustechnik, im besonderen

die Elektroanlagen und die

Kommunikationstechnik, die Liftanlage

und die gesamte Einrichtung erneuert.

Alle Massnahmen und Ideen

mussten mit den Bedürfnissen der Bibliothek,

der Denkmalpflege, der Feuerpolizei

und natürlich mit den Grenzen

des Budgets koordiniert werden.

Das Gebäude erbaut vom Stadtbaumeister

Herter strahlt eine repräsentative

Eleganz aus. Darum haben wir

für die Gestaltung der Räume eine zurückhaltende

Lösung gesucht: Wände,

Decken, Böden und Bücher und

Mediengestelle sind weiss gehalten

um Übergänge zu verwischen; für

die Beleuchtung wurden bündig in die

Akkustikdecke eingebaute, parallel zur

Balkenlage geführte Lichtbänder gewählt.

Haupttüren, neue Treppenelemente,

Brüstungen und einzelne Möbel

sind in Nussbaumholz ausgeführt,

einzig die farbigen, in freier Form ausgebildeten

Theken und Infodesks setzen

einen starken Akzent.

24 SAB / CLP info 02/08


Aus der Not eine Tugend gemacht

SAB / CLP

Bibliothek Sihlcity

Eindrücklich waren die hohe

Transparenz des Raumes und die

moderne Architektur des Gebäudes.

Zu bewältigen war vor allem

die für die Bibliotheksnutzung

nicht ganz einfache Geometrie

des Grundrisses.

Insbesondere der lange schmale Eingangsbereich

und die sehr niedere

Raumhöhe auf der Galerie waren

Knackpunkte. Die Lösung der Probleme

bestand darin, aus der Not eine

Tugend zu machen, und der Glas/

Stahl-Architektur etwas entgegenzusetzen:

Den schmalen Eingangsbereich

haben wir mit einer langen

Empfangsburg aus Kistensperrholz

besetzt. Dieses stark gezeichnete

Sperrholz, welches normalerweise als

stabiles Verpackungsmaterial für Maschinen

gebraucht wird, haben wir

auch für die Verkleidung der bereits

vorhandenen Glasbrüstungen verwendet.

Es gibt dem Raum neben

den Hochglanz gestrichenen hellgrünen

Wänden seine besondere Note.

Den Eindruck der niederen Raumhöhe

auf der Galerie haben wir mit der

dunkelroten Decke eher noch verstärkt

und zusammen mit dem flauschigen

grünen Teppich und den

geschlossenen Holzbrüstungen eine

Lounge-Atmosphäre geschaffen.

Einzig die grossen ovalen, in die Decke

eingelassenen Leuchten erscheinen

wie endlose Öffnungen in den

Himmel und wirken so der geringen

Raumhöhe entgegen. Das untere

Geschoss ist dagegen sachlicher gehalten.

Hier soll die Transparenz des

Raumes spielen, der Raum soll optisch

nahtlos in die Umgebung übergehen.

Wie die Beispiele aus Zürich zeigen

gibt es keine vorgefertigten Lösungen,

die den jeweils unterschiedlichen

Vorraussetzungen übergestülpt

werden können. Es braucht immer

die Auseinandersetzung mit dem Ort,

die Suche nach spezifischen architektonischen

Lösungen und manchmal

auch mutiges Abrücken von gängigen

Vorstellungen.

Andrea Teuwen, Architektin

Die «Empfangsburg» dominiert in Sihlcity den schmalen Eingangsbereich.

foto: Theo Stalder

SAB / CLP info 02/08 25


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26 SAB / CLP info 02/08


Weniger ist besser

SAB / CLP

Dort sein, wo die Leute

hingehen

Auszug aus dem Referat von Christian

Relly, ehemaliger Direktor

der Pestalozzi-Bibliothek Zürich

(PBZ), anlässlich der Mitgliederversammlung

der Regionalgruppe

Deutschschweiz der SAB in der

Filmarena Sihlcity Zürich:

Die PBZ hat ihre Entwicklungsziele

in einem Masterplan festgehalten.

Dieser sieht eine Konzentration der

Dienstleistungen auf weniger, dafür

besser ausgestattete und damit leistungsfähigere

Bibliotheken vor.

Stadtbibliothek

Die PBZ erfüllt in Zürich die Funktion

der Stadtbibliothek. Sie wird weitgehend

von der Stadt Zürich finanziert,

hat aber eine private Trägerschaft,

die Pestalozzigesellschaft in Zürich,

ein Verein, der 1896 zur Feier des

150. Geburtstags von Heinrich Pestalozzi

gegründet wurde. Ausser dem

Gründungsjahr hat der Trägerverein

und hat die Bibliothek jedoch nichts

mit dem grossen Heinrich Pestalozzi

zu tun.

Ich habe meine Tätigkeit als Direktor

der PBZ 1979 aufgenommen. Ich

traf ein Netz von 17 Bibliotheken an.

Die ersten waren schon in den Zwanziger-

und Dreissigerjahren des letzten

Jahrhunderts entstanden, andere

erst in den Sechziger- und Siebzigerjahren.

Dies war eine Zeit der Hochkonjunktur,

in der die Gemeinwesen

ihren Wirkungsbereich ausdehnten

und neue Aufgaben übernahmen.

Es war in Zürich wie in der übrigen

Schweiz auch eine Zeit reger Bautätigkeit,

insbesondere in den Aussenquartieren,

und die Stadt bemühte

sich, diesen neuen, rasch sich entwickelnden

Quartieren ein Gesicht,

eine Identität zu geben, dazu gehörten

Quartierzentren und oft auch Bibliotheken.

Eine kluge Politik?

Unter den Bibliotheksverantwortlichen

jener Zeit galt die Devise: Jeder

Gemeinde ihre Bibliothek! Übertragen

auf die Stadt hiess das: Jedem

Quartier seine Bibliothek! Ob dies

damals eine kluge Politik war, will ich

heute nicht beurteilen, sicher ist sie

jetzt nicht mehr zeitgemäss. Die Folge

dieser Politik in Zürich war ein gewisser

Wildwuchs statt eines durchdachten

Netzplanes. Beschönigend

sagt man dem heute, das Bibliotheksnetz

sei historisch gewachsen.

Dieses unkoordinierte Wachstum

hatte zur Folge, dass zahlreiche Bibliotheken

der PBZ ungenügend waren

und teilweise heute noch sind:

Sie sind zu klein, ungünstig gelegen,

schlecht erreichbar, haben zu kurze

Öffnungszeiten, befinden sich in einer

unattraktiven Umgebung und

sind ziemlich zufällig über die Stadt

verteilt. Der Zustand, wie ich ihn bei

der Übernahme meiner Funktion angetroffen

hatte, blieb mit nur wenigen

Ausnahmen bis Anfang des 21.

Jahrhunderts unverändert. Alle Bemühungen

zur Verbesserung blieben

erfolglos wegen dem ausgetrockneten

Liegenschaftsmarkt, wegen mangelnder

finanzieller Mittel, aber vor

allem natürlich wegen dem fehlenden

politischen Willen.

Fortschritte dank guter Arbeit

Ein neuer Anlauf erfolgte Anfang

dieses Jahrhunderts. Diesmal waren

die Voraussetzungen günstiger: Die

Finanzen der Stadt waren gesund;

die PBZ hatte sich durch qualitätsvolle

Arbeit einen guten Ruf erworben,

und mindestens bei einem Teil der

politisch Verantwortlichen hatte sich

die Erkenntnis durchgesetzt, dass das

in den Fünfziger- und Sechzigerjahren

entstandene Netz der PBZ den

heutigen Bedürfnissen angepasst

werden müsse. Ziel war die Verbesserung

der Dienstleistungen durch

Optimierung der verfügbaren Mittel.

Das hiess insbesondere Schaffung eines

einheitlichen Mindeststandards

für alle Bibliotheken – angemessene

Öffnungszeiten, permanenter Auskunftsdienst,

Mediensicherung und

Selbstverbuchung, Lese- und Arbeitsplätze

sowie Internet fürs Publikum,

alle Mediengattungen, Online-Angebote

und eine Mindestfläche von

350 m 2 .

Dabei war uns klar, dass es nicht

möglich sein werde, alle bestehenden

Bibliotheken zu erneuern und

auf diesen Stand zu bringen. Selbst

wenn die Gelder für die nötigen

Um-, Erweiterungs- und Neubauten

vielleicht noch zu beschaffen gewesen

wären, hätten doch die Mittel

für den Betrieb bei weitem nicht

ausgereicht. Es musste deshalb der

Netzplan überprüft und angepasst

werden. Daraus ergab sich eine klare

Strategie: Reduktion der Anzahl

Standorte und Ausbau der verbleibenden

Standorte oder anders gesagt:

Weniger dafür grössere, besser

dotierte und leistungsfähigere Bibliotheken.

Masterplan

Diese Strategie hat die PBZ in einem

Masterplan zusammengefasst,

der 2003 vom Vorstand genehmigt

und danach dem Stadtrat vorgelegt

wurde. Dieser nahm ihn zur Kenntnis

und begrüsste ihn als Grundlage für

die weitere Entwicklung. Es handelt

sich beim Masterplan um ein knappes

Papier von ca. 15 Seiten ergänzt

mit Plänen und Statistiken.

Die Umsetzung war selbstverständlich

nicht kurzfristig machbar. Insbe-

SAB / CLP info 02/08 27


sondere wo die bisherigen Räumlichkeiten

nicht genügten, mussten und

müssen ja erst geeignete Objekte gefunden

werden. Aber wir konnten

von jetzt an schrittweise vorangehen

und uns bei den Beitragsgesuchen

für die einzelnen Neu- und Ausbauprojekte

jeweils darauf beziehen.

Sihlcity: Ein neuer Stadtteil

Ein Ergebnis dieser Strategie sehen Sie

hier in Sihlcity. Wir befinden uns im

Quartier Enge. Dieses war im Masterplan

als eines mit akutem Handlungsbedarf

bezeichnet worden. Wir hatten

schon lange ein Auge auf Sihlcity geworfen,

wo ein neuer Stadtteil für unterschiedlichste

Bedürfnisse und Nut-

zungen im Entstehen war. Die ersten

Raumangebote waren nicht passend

oder nicht genügend. Wir versuchten

dann dem Sihlcity-Management mit

einer umfangreichen Dokumentation

klar zu machen, was eine öffentliche

Bibliothek ist, wer ihre Kundschaft ist,

was für Bedürfnisse sie hat, aber auch

was sie für ein solches Zentrum bringen

kann. Schliesslich wurde uns das

jetzige Lokal angeboten, das zwar architektonische

Probleme stellte, aber

sonst für eine Bibliothek ideal ist.

Durchschlagender Erfolg

Sihlcity bezeichnet sich selbst als «Urban

Entertainment Center». Es ist

mehr als ein Einkaufszentrum und


















umfasst Büros, Wohnungen, Gastrobetriebe,

ein Multiplexkino, ein Ärztezentrum,

ein Hotel, einen Wellnessbereich,

das grösste Clublokal

Zürichs, einen Andachtsraum, eine

Bibliothek. Sihlcity bietet mehr als

2000 Arbeitsplätze, hat durchschnittlich

etwa 20‘000 Besucher pro Tag.

Weitere 25‘000 Arbeitsplätze befinden

sich in Fuss-Distanz. Es ist durch

den öffentlichen Verkehr optimal erschlossen.

Die hier entstandene Bibliothek ersetzt

die bisherigen Bibliotheken

Enge und Heuried. Sie wurde am

7.7.2007 eröffnet und ist flächenmässig

mehr als doppelt so gross

wie die beiden ehemaligen Bibliotheken

zusammen. Der Personalbestand

wurde von den beiden Vorgängerbibliotheken

zusammengelegt. Die ersten

Monate zeigen den durchschlagenden

Erfolg der neuen Bibliothek:

Die Besucherzahlen haben um gut

100 Prozent, die Ausleihzahlen um

gut 75 Prozent zugenommen, verglichen

mit der Summe der beiden bisherigen

Bibliotheken in den entsprechenden

Monaten des Vorjahres. Es

kommen zahlreiche neue Kundinnen

und Kunden, vor allem Menschen,

die in der Umgebung arbeiten, und

es kommen auch sehr viele Kinder,

was uns besonders freut, denn dort

hatten wir einen gewissen Einbruch

befürchtet. Die Leistungen werden

– wie erwähnt – mit denselben personellen

Ressourcen erbracht. Allerdings

wäre eine Aufstockung notwendig.

Auch die Öffnungszeiten

sollten erweitert werden. Die Bibliothek

wird leider jedoch kaum je mit

den Läden Schritt halten können, wie

dies wünschbar wäre.

Strategie ist richtig

Es sei nicht verschwiegen, dass die

Verlegung der Bibliothek Heuried im

28 SAB / CLP info 02/08


SAB / CLP

Quartier nicht nur auf Zustimmung

gestossen ist. Auch wenn das Angebot

und die Öffnungszeiten in

der neuen Bibliothek viel besser sind

und sie für alle problemlos erreichbar

ist, so wird doch ein Verlust für das

Quartier bedauert (auch von Quartierbewohnerinnen

und -bewohnern,

die die Bibliothek nie benutzt

hatten), zumal die Bibliothek Teil des

Quartierzentrums (in Zürich Gemeinschaftszentren

genannt) gewesen ist.

Kommt dazu, dass für gewisse Kreise

Orte wie Sihlcity grundsätzlich

nicht sympathisch sind; es gibt allerdings

andere Zürcherinnen und Zürcher,

die eine Abneigung gegen Gemeinschaftszentren

haben. Die PBZ

ist jedenfalls von ihrer Strategie überzeugt,

denn durch die Zusammenlegung

kleiner, ungenügend ausgestatteter

Bibliotheken zu grösseren

Einheiten werden insgesamt mehr

Menschen erreicht. Es geht also nicht

um Sparmassnahmen, sondern es

geht darum, die verfügbaren Mittel

so einzusetzen, dass der grösstmögliche

Nutzen erzielt wird.

Der Bibliothek Sihlcity kommt für die

PBZ – und vielleicht sogar für die öffentlichen

Bibliotheken generell –

eine zusätzliche Bedeutung zu. Sie

hilft mit, dank der modernen Architektur,

der trendigen Umgebung

des «Urban Entertainment Center»,

wo sich ein junges, urbanes Publikum

bewegt, sich vom manchmal

noch verstaubten Image, wie es Bibliotheken

in oft etwas «miefigen»

Quartierzentren und Kirchgemeindehäusern

haben, zu lösen. Und erfreulicherweise

sind ja in den letzten paar

Jahren im Rahmen der Umsetzung

des Masterplans auch andere wichtige

Projekte realisiert worden, insbesondere

der Um- und Ausbau der Bibliothek

Altstadt.

Fazit: Anzahl der Standorte

reduzieren, um Leistungen zu

verbessern

Der zentrale Punkt des Masterplans

ist die Feststellung, dass die Mittel

sinnvoller eingesetzt sind und bessere

Dienstleistungen für ein breiteres

Publikum erbracht werden können,

wenn die Zahl der Standorte reduziert

und die kleinen Bibliotheken

zu grösseren Einheiten mit grosszügigem

Angebot und ausgedehnten

Öffnungszeiten zusammengefasst

werden. Die Bibliotheken tun damit

das, was bei vielen andern Dienstleistungsbetrieben

ebenfalls üblich ist.

Sollen die Bibliotheken sich diesem

Trend widersetzen? – Nein, sie können

davon profitieren! Den Hintergrund

bilden veränderte Lebensgewohnheiten.

Die Menschen nehmen

heute grössere Wege zum Einkaufen

und für die Erledigung der Alltagsbedürfnisse

in Kauf, nicht zuletzt dank

dem gut ausgebauten öffentlichen

Verkehr. Die Bibliothek ist Teil dieser

Alltagsbedürfnisse. Darum muss

die Bibliothek dort sein, wo die Leute

hingehen. Und sie soll dann geöffnet

sein, wenn die Leute ohnehin

dort sind.

Das hiess im 19. Jahrhundert: am

Sonntag nach dem Gottesdienst im

Pfarrhaus. Heute heisst das: bei den

Einkaufsläden, in Einkaufszentren zu

Ladenöffnungszeiten.

Zudem muss die Bibliothek durch

den Standort, durch die äussere Erscheinung

und durch die Gestaltung

im Innern Professionalität und Seriosität

ausstrahlen. Sie muss sich lösen

vom Image der Lesestube, von der

Nähe zu Drittweltladen, Brockenhaus

und Sozialdiensten. Dann wird sie

von Behörden und von der Öffentlichkeit

anders wahrgenommen. (Das

hat nichts mit Ihrer persönlichen Hal-

tung zu tun. Sie dürfen trotzdem im

Drittweltladen einkaufen. Aber bis

heute prägt dieses Umfeld zu sehr

das Image der Bibliothek.)

«Jeder Gemeinde eine

Bibliothek» ist zu hinterfragen

Die Konzentration der Standorte ist

auch aus betrieblicher Sicht anzustreben.

Die Anforderungen an die einzelne

Bibliothek sind heute bedeutend

höher als zu den Boomzeiten

der Sechziger- und Siebzigerjahre,

dies betrifft die Infrastruktur, die Medienvielfalt,

das Knowhow des Personals.

Wir sind nicht in der Lage, alle

heute bestehenden Bibliotheken so

auszustatten, dass sie diesen Anforderungen

genügen. Dies gilt in der

Stadt, jedoch auch ausserhalb.

Die eingangs erwähnte Forderung

der Sechzigerjahre «Jeder Gemeinde

ihre Bibliothek!» ist heute nicht

mehr zeitgemäss. Es ist mir klar, dass

es schwierig ist, die Entwicklung umzudrehen,

zumal die Bibliotheken

Gemeindeangelegenheit sind. Aber

mindestens Möglichkeiten zur Zusammenarbeit

gibt es durchaus. Wir

müssen über den Gartenhag hinaus

denken. Jede Bibliothek hat eine

oder mehrere Nachbarbibliotheken.

Wie wär‘s zum Beispiel mit einer Bibliothek

in einem regionalen Einkaufszentrum,

gemeinsam getragen von

den Gemeinden der Region!? Vielleicht

finden Sie, dies sei eine schräge

Idee. Aber ich bin von der Zweckmässigkeit

überzeugt. Und ich weiss,

dass ich einen grossen Teil des jetzigen

und vor allem des künftigen Publikums

auf meiner Seite habe.

Websites zum Thema: www.pbz.ch;

www.sihlcity.ch

Christian Relly

SAB / CLP info 02/08 29


SAB intern

Bericht aus dem

Zentralvorstand

Neuer Prospekt zur

Mitgliederwer bung

Dieser Ausgabe der SAB-Info liegt

der neue Prospekt für die Werbung

von Mitgliedern bei. Der Zentralvorstand

freut sich, wenn Sie damit Ihre

Kollegin oder Ihren Kollegen ansprechen,

auf die angeführten Vorteile

einer SAB-Mitgliedschaft hinweisen

und für Ihre Interessenvertretung gewinnen.

Die Mund-zu-Mund-Werbung

ist auch in Zeiten von Google,

Doodle und andern digitalen Formen

der Kommunikation immer noch die

wirksamste Werbeform. Der Prospekt

ist nur eine Unterstützung Ihrer

Werbetätigkeit und kann den

persönlichen Kontakt niemals ersetzen.

Wenn Sie noch weitere Exemplare

wünsche, bestellen Sie diese am

einfachsten per Mail: sab@sabclp.ch.

Die Bilder im Prospekt schoss Fotograf

Markus Hässig (Aarau) an der

Tagung der Regionalgruppe Deutschschweiz

im Zentrum Sihlcity in Zürich

und das Design verantwortet Daniela

Sigg (Schaffhausen).

Revision der AT 7

Der Zentralvorstand hat an seiner

letzten Sitzung eine Arbeitsgruppe

gewählt, die sich mit der wichtigen

Publikation Arbeitstechnik (AT)

7 beschäftigen wird. Vorhandenen

Fehler in der AT 7 in der Formalkatalogisierung

von Büchern und Nonbooks

sowie offensichtliche Fehler

in der Beispielsammlung sollen gesammelt

und durch die Kommission

bereinigt werden. Für diese Kommission

hat der Vorstand folgende

Personen gewählt, die sich für diese

Aufgabe zur Verfügung stellen: Magdalena

Bosshard (Domat/Ems) Martina

Jäggi (Winterthur) und Hanspeter

Jörg (Glarus). Es werden vom Zentralvorstand

noch weitere Mitglieder gesucht,

die sich für diese Arbeit engagieren

wollen. Interessierte können

sich auch per Mail melden bei: sab@

sabclp.ch – nirgendwo kann man so

viel über die Berufsarbeit lernen, wie

in einer Arbeitsgruppe des SAB!

Mitgliederversammlung:

Zukunft von Vorstand und

Bibliotheken

Die Mitgliederversammlung der SAB

Gesamtschweiz findet am Donnerstag,

14. Mai 2009, in Zofingen statt.

Die Einladungen mit dem Programm

werden im März verschickt. Als interessiertes

Mitglied notieren Sie schon

heute das Datum in Ihrer neuen Agenda,

damit Sie den wichtigen Anlass

nicht verpassen. Ein Drittel des neunköpfigen

Zentralvorstandes wird aufgrund

der Amtszeitbeschränkung an

der Versammlung zurücktreten: Lilo

Moser (Präsidentin), Valérie Bressoud

Guérin sowie Isabelle Chambaz. Der

Zentralvorstand ist damit beschäftigt,

für ihre Nachfolge geeignete Kandidaturen

zu suchen. Thematisch wird

die Mitgliederversammlung sich mit

der Zukunft der öffentlichen Bibliotheken

befassen. Dabei stehen die

Resultate der «Werkstatt Bibliothek

2020» vom November in La Chauxde-Fonds

im Zentrum. Die drei SAB-

Vorstände und weitere Fachleute

wollen die Anforderungen an Bibliotheken

der Zukunft definieren und

Grundlagen entwickeln, wie diese in

die Realität umgesetzt werden können.

Treffen der Korrespondentinnen

Am 9. Januar findet in Zürich ein

Treffen der Korrespondentinnen und

Korrespondenten der SAB-Info statt.

Die Teilnehmenden werden ihre Aufgabe

kennen lernen, eine Einführung

in journalistisches Texten erhalten,

beim Mittagessen den Gedankenaustausch

pflegen und den Tag mit

einer Besichtigung abschliessen. Weitere

Interessierte melden sich beim

Zentralsekretär.

Normenkommission sucht…

Die Normenkommission hat in diesem

Jahr die Arbeit aufgenommen.

Sie beschäftigt sich mit der Aktualisierung

von Dokumenten auf der

Webseite der SAB, welche die Richtlinien

für Gemeindebibliotheken ergänzen.

Sie sucht zurzeit noch interessierte

Mitglieder zur Verstärkung.

Diese sind gebeten, sich direkt bei

der Präsidentin Marie-Ann Arnold

zu melden: (044 310 18 02, E-Mail:

arnold@kako-zh.ch)

Webseite wird überarbeitet

Anfang des kommenden Jahres soll

die Webseite www.sabclp.ch der SAB

neu gestaltet und auf einer neuen

technischen Basis aufgeschaltet werden.

Die bisherige Lösung war aus

verschiedenen Gründen im Unterhalt

sehr aufwendig, weshalb auch

vereinzelt Fehler und Aktualisierungen

aus Kapazitätsgründen unterblieben

sind.

Hans Ulrich Locher

30 SAB / CLP info 02/08


La CLP vous informe

SAB / CLP

Rapport du comité central

Nouveau prospectus de

recrutement de membres

Ce numéro de l‘Info CLP s‘accompagne

du nouveau prospectus de recrutement

de membres. Le comité

central serait ravi que vous l‘utilisiez

pour informer vos collègues des

avantages d‘une adhésion à la CLP,

et que ces personnes vous rejoignent

pour défendre vos intérêts. Même

à l‘heure de Google, de Doodle et

d‘autres formes de communication

numériques, le bouche-à-oreille reste

la meilleure publicité. Le prospectus

n‘est qu‘un support à vos activités

de publicité, et ne remplacera

jamais le contact personnel. Si vous

souhaitez des exemplaires supplémentaires,

commandezles tout simplement

par e-mail à l‘adresse suivante

: sab@sabclp.ch. Les photos

figurant dans le prospectus ont été

prises par le photographe Markus

Hässig (Aarau) lors de la réunion du

groupe régional Suisse alémanique

au centre Sihlcity à Zurich, et la responsable

de la conception est Daniela

Sigg (Schaffhouse).

Révision de l´AT 7

Lors de sa dernière séance, le comité

central a élu un groupe de travail qui

se chargera de l‘importante publication

méthode de travail (Arbeitstechnik

= AT 7 – en français «j’organise

ma bibliothèque)). Les erreurs commises

dans l‘AT 7 au niveau du catalogage

formel de livres et de nonbooks

ainsi que des erreurs visibles dans la

liste d‘exemples, doivent être rassemblées

et apurées par la Commission.

Le comité de direction a élu les personnes

suivantes pour siéger dans

cette commission et assumer cette

tâche : Magdalena Bosshard (Domat/

Ems) Martina Jäggi (Winterthour) et

Hanspeter Jörg (Glaris). Le comité

central recherche d‘autres membres

susceptibles de vouloir s‘engager

dans ce travail. Les personnes intéressées

peuvent également se manifester

par e-mail à l‘adresse suivante :

sab@sabclp.ch – vous ne pourrez jamais

en apprendre plus sur le travail

professionnel qu‘au sein d‘un groupe

de travail de la CLP !

Assemblée des membres :

l´avenir du comité de direction

et des bibliothèques

L‘assemblée des membres de la CLP

Suisse aura lieu le jeudi 14 mai 2009

à Zofingen. Les invitations et le programme

seront envoyés en mars.

Les membres intéressés doivent réserver

dès aujourd‘hui la date dans

leur nouvel agenda de façon à ne

pas manquer cette importante manifestation.

Trois des neuf membres

du comité central se retireront lors de

l‘assemblée en raison de la limite de

la durée de leur mandat : Lilo Moser

(Présidente), Valérie Bressoud Guérin

et Isabelle Chambaz. Le comité central

se charge de trouver des candidatures

appropriées pour assurer sa

succession. Concernant les thèmes

abordés, l‘assemblée des membres

se penchera sur l‘avenir des bibliothèques

publiques. En l‘occurrence,

les résultats de l‘«Atelier Bibliothèque

2020» organisé en novembre

à La Chaux-de-Fonds seront au

cœur des discussions. Les trois comités

de direction de la CLP et d‘autres

spécialistes veulent définir les exigences

posées aux bibliothèques du futur,

et développer les bases sur lesquelles

ces exigences pourront être

mises en œuvre.

Rencontre des correspondants

La rencontre des correspondantes et

correspondants de l‘Info CLP aura

lieu le 9 janvier. Les participants se

familiariseront avec leur mission, suivront

une introduction dans des textes

journalistiques, échangeront leurs

expériences autour d‘un déjeuner et

termineront la journée par une visite.

Toutes les autres personnes intéressées

peuvent s‘inscrire auprès du

secrétaire central.

La commission normative

recherche…

La commission normative a commencé

à travailler cette année. Elle

se charge de la mise à jour des documents

figurant sur le site Web de

la CLP, qui complètent les Normes

pour les bibliothèques communales.

La commission normative est encore

à la recherche de membres pour renforcer

ses rangs. Les personnes intéressées

sont priées de s‘adresser

directement à la Présidente Marie-

Ann Arnold (044 310 18 02, e-mail :

arnold@kako-zh.ch).

Remaniement du site Web

Le site Web de la CLP www.sabclp.

ch doit être remanié et diffusé sur

une nouvelle base technique au début

de l‘année prochaine. La maintenance

de la solution actuelle est très

fastidieuse pour diverses raisons, si

bien que certaines erreurs et mises

à jour n‘ont pas été réparées/faites

pour des raisons de capacité.

Hans Ulrich Locher

SAB / CLP info 02/08 31


Changement au lieu d’échange

Assemblée générale à

Saint-Maurice

43 membres et quatre invités ont

participé à la 11 e Assemblée générale

du groupe régional romand

de la CLP, le 27 mai 2008, à Saint-

Maurice. Valérie Bressoud Guérin,

directrice de la Médiathèque Valais,

souhaite la bienvenue et présente

le bâtiment abritant la Médiathèque

Valais à Saint-Maurice

– lieu d’échange pour tout le Valais

romand.

Le procès-verbal de la 10 e Assemblée

générale du 21 septembre 2006 à

Vevey est adopté.

Communications

Fruit d’un groupe de travail qui s’est

régulièrement réuni depuis 2005,

les nouvelles Normes pour les bibliothèques

de lecture publique (3 e édition)

sont disponibles. Christian Graf

présente ces nouvelles normes, qui

s’adaptent à l’évolution des bibliothèques,

en soulignant les changements

majeurs par rapport aux

éditions précédentes (1 re édition

en 1984 ; 2 e édition en 1995). Ces

nouvelles normes fournissent des

instruments utiles et fiables pour les

bibliothèques et les officiels. Marie-

Christine Zen Ruffinen demande si

le champ d’application de ces normes

est uniquement les bibliothèques

de Suisse romande. Christian

Graf répond que ces normes s’appliquent

aux bibliothèques sur tout le

territoire helvétique et il insiste sur

le fait que ces normes sont l’expression

d’un compromis (ville de plus de

10‘000 habitants).

Rapport bisannuel du président

Les points suivants ont été mis en

avant par Laurent Voisard : l’augmentation

réjouissante des membres

CLP ; les changements notoires

dans le Comité romand ont permis

un renouvellement complet du Comité

depuis 2004 ; la nouvelle répartition

des tâches des membres permet

une meilleure efficacité et une

meilleure cohésion nationale au sein

de la CLP ; la formation qui se fait selon

deux axes : la formation de base

et la formation continue ; l’augmentation

considérable de la fortune de

la CLP ; le manque d’articles en français

dans le SAB-CLP-Info. Le rapport

d’activité est accepté.

Comptes 2006 et 2007 et rapport

des vérificateurs des comptes/

Budgets 2008 et 2009

(par manque de place, les chiffres

des deux précédentes rubriques peuvent

être obtenus auprès du Secrétariat

romand et sont disponibles dans

le PV complet sur le site internet de

la CLP)

Election au Comité

Le président informe l’Assemblée des

démissions de plusieurs membres :

Josette Noeninger (2004–2007),

Christian Stadler (1996–2007) et Marianne

Steiner (1992–2008). Laurent

Voisard salue l’engagement de Marianne

Steiner durant ces 16 années

et regrette déjà son absence. Un cadeau

de départ lui est offert. Marianne

Steiner prend la parole pour

remercier la CLP et le Comité, et se

réjouir du rajeunissement de ce dernier.

Laurent Voisard demande s’il y

a d’autres candidats dans l’Assemblée.

Comme il n’y en a pas, les différents

candidats se présentent : Sylviane

Froidevaux, Biblio thèque de

la Ville de Bienne (sortante, 2004),

Michel Gorin, HEG Information et

documentation, Genève (sortant,

2004), Christian Graf, directeur de

la Bibliothèque de la Ville de Vevey

(sortant, 2004), Marie Nicolet,

Biblio thèque communale de La

Tour-de-Peilz (nouvelle), Béatrice Perret

Anadi, Biblio thèque de la Ville de

La Chaux-de-Fonds (sortante, 2006),

Laure Peyraud, Biblio thèque de Bulle

(sortante, 2006), Isabelle Probst

Stucki, Médiathèque du Lycée cantonal,

Porrentruy (nou velle), Géraldine

Voirol Gerster, Biblio thèque publique

et universitaire de Neuchâtel

(nouvelle), Laurent Voisard, directeur

du Bibliocentre romand de Bibliomedia

Suisse (sortant, 2004). Ensuite,

le Comité tel que proposé est élu en

bloc par l’Assemblée par acclamation.

Les vérificateurs des comptes,

Luc Jolidon et Françoise Schenk, sont

réélus pour une nouvelle période de

deux ans par acclamation.

Programme de travail

Le programme suivant est présenté à

l’Assemblée par Michel Gorin : Principes

généraux : importance de l’ancrage

sur le terrain. Il est nécessaire

de faire remonter les questions qui se

posent sur le terrain vers le Comité.

Renforcer les liens entre le Comité romand

et le Comité suisse. Formation

de base : faire évoluer la formation de

base en fonction des besoins. Mener

une réflexion d’ensemble qui tienne

32 SAB / CLP info 02/08


SAB / CLP

Assemblée générale à Saint-Maurice avec une bonne participation.

Photos : Valérie Bressoud Guérin

compte de la réalité du monde des

bibliothèques publiques. Formation

continue : toutes les suggestions sont

les bienvenues. Etablir une cohérence

entre les cours afin d’aboutir à une

logique d’ensemble de la formation.

Publications : encourager la participation

en français. Promotion RP : la

CLP doit devenir un meilleur porteparole

de la lecture publique et renforcer

sa présence pour améliorer sa

visibilité. Collaboration : la CLP doit

fonctionner comme pivot entre les

bibliothèques et servir de plateforme

dynamique. Le programme de travail

est approuvé par l’Assemblée.

Divers

Laurent Voisard annonce que la prochaine

Assemblée générale se tiendra

dans le canton de Fribourg ou du

Jura. Toutes les propositions sont les

bienvenues. J.-C. Guerdat est peutêtre

intéressé. Marianne Steiner relève

que le choix de livres est quelque

peu oublié, en raison de l’absence

d’une version papier. Elle suggère de

rappeler sa parution dans le CLP-Info

ou sur swisslib. Laurent Voisard propose

que le choix de livres soit rédigé

en format Word, afin que les personnes

intéressées puissent faire du copier/coller

pour reprendre des informations.

La CLP est-elle consultée sur

la question de la refonte de la formation

AID ? Oui, par le biais du GRD et

en particulier Mme Haymoz. Le Comité

romand a signé une lettre à la

Délégation à la formation. Le président

clôt l’Assemblée à 11 h 45.

Caroline Mobbs Bofetti,

secrétariat romand CLP

Formation continue CLP

Des nouvelles de la Suisse

romande

Le comité a en effet décidé d’offrir

un rabais de 20% à tous les membres

dès le 2 e cours suivi du programme

annuel 2009. Et ce rabais de 20% sur

les cours sera offert dès le 1 er cours

suivi en 2009 pour tous les membres

travaillant bénévolement en bibliothèque

(sur présentation d’une attestation

de la bibliothèque). En avantpremière,

nous pouvons vous donner

les grandes lignes de ce sera fait le

programme de formation 2009

– Né pour lire : Penser, mettre en place

et animer des rencontres avec les

tout-petits et leur famille en bibliothèque

par Nathalie Athlan. Cours à

prix spécial (50 francs pour 2 jours

de formation dans le cadre du projet

national Né pour lire) : Jeudi 29

et vendredi 30 janvier 2009 à Lausanne.

D’autres dates seront également

offertes durant l’année 2009.

– La lecture à haute voix : Stage pratique

d’une journée dont l’objectif

et de partager le plaisir du texte

grâce à une interprétation vivante,

acquérir une aisance vocale et corporelle

lors de la lecture. Par une comédienne

professionnelle, Madame

Rita Gay : Dates 9 mars, 10 mars ou

19 mai 2009 (1 jour de cours, 12

participants max. par cours)

– Et en vrac, la liste des cours qui seront

offerts mais dont les dates et

les contenus seront déterminés ces

prochaines semaines :

– Cours avec Véronique Marie

Lombard, les 21–21 avril et 23–

24 avril 09

– Cours avec Stéphane Manfrédo : la

bande dessinée : écoles, publics, le

point aujourd’hui

– Cours avec la Joie par les livres :

Premières lectures et presse pour

la jeunesse

SAB / CLP info 02/08 33


– Cours sur le Kamishibaï, aspects

techniques, création, marché avec

Mme Edith Montelle

– Cours : l’offre numérique des bibliothèques,

quels médias acquérir,

quel avenir ?


– Cours : Se fournir en livres en

langues étrangères, inventaires des

ressources

– Cours : Présentation des nouvelles

Normes CLP pour les bibliothèques

de lecture publique

Pour terminer, le comité planche

sur un voyage culturel en Europe à

l’intention de tous ses membres. Pour

plus de renseignements, merci de

contacter le Secrétariat romand CLP,

c/o Bibliomedia, Rue César-Roux 34,

1005 Lausanne. Tél. 021 312 43 40.

E-mail : clp@sabclp.ch
















































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34 SAB / CLP info 02/08


Une chance pour la vie

SAB / CLP

Né pour lire, état du projet

Grandir avec les livres : une chance

pour la vie, comme le rappelle

justement le dépliant du projet

«Né pour lire» qui a officiellement

démarré le 23 avril 2008.

Six mois après son lancement, où

en sommes-nous ?

Il est peut-être utile de rappeler les

principaux axes du projet Né pour

lire : la distribution du coffret de

naissance à chaque nouveau-né en

Suisse, l’accueil des familles en bibliothèque,

la formation des bibliothécaires

mise sur pied pour aider

les parents dans l’éveil au langage

et aux livres de leurs enfants et enfin

Né pour lire +, une extension du

projet à travers le réseau des librairies

suisses.

La distribution du coffret

Considéré comme la pierre angulaire

du projet, le coffret de naissance

contenant 3 livres a tardé à arriver.

Des problèmes lors de la fabrication

ont retardé l’envoi des coffrets aux

maternités. Ce n’est que mi-septembre

que les maternités des Hôpitaux

universitaires de Genève (HUG) et de

l’Hôpital du Jura à Delémont ont pu

commencer la distribution aux heureuses

nouvelles mamans. Fin septembre,

les autres maternités participant

au projet ont elles aussi reçu

les coffrets et sont prêtes à distribuer

les livres à leur tour. Il s’agit des maternités

de l’Hôpital du Jura bernois

à St-Imier, de l’Hôpital du Chablais à

Aigle, du Centre hospitalier universitaire

vaudois (CHUV) à Lausanne, de

l’Hôpital de Sion et enfin les sagesfemmes

indépendantes des cantons

de Genève et de Vaud.

Le réseau de distribution

Toutes les maternités de Suisse romande

ne sont pas encore concernées

par la distribution du coffret

de naissance. Nous étendons notre

réseau au jour le jour et il s’agit à

la fois de convaincre les responsables

des départements de gynécologie-obstétrique

des différents

hôpitaux et de pouvoir fournir suffisamment

de coffrets aux différents

points de desserte en évitant la rupture

de stock ; un équilibre que Brigitte

Praplan, de l’Institut suisse Jeunesse

et Médias et responsable de la

construction du réseau de distribution

au travers des maternités, semble

avoir trouvé. Ainsi, la maternité

de Morges rejoindra le projet au

début 2009. Parmi les contacts en

cours, nous pouvons encore signaler

le cas biennois qui a posé un problème

(maintenant réglé), celui du

bilinguisme. Afin d’éviter une gestion

à deux vitesses et de couvrir

conjointement les deux groupes linguistiques,

la direction du projet a

opté pour une distribution conjointe

des coffrets en allemand et en français

dans les maternités du Centre

hospitalier de Bienne (900 naissances

par année) et de la Clinique des

Tilleuls (500 naissances par année).

Parmi les cantons qui ne participent

pas encore au projet, nous trouvons

Neuchâtel, qui doit décider prochainement

d’une fusion des maternités

du «Haut» et du «Bas» du canton

(La Chaux-de-Fonds ou Neuchâtel),

et Fribourg à qui nous appliquerons

la même recette qu’à Bienne. Quant

aux cliniques privées, elles seront

progressivement approchées mais

probablement pas avant fin 2009.

La priorité de la direction du projet

étant de toucher les grandes masses

de la population, plus enclines à être

défavorisées lorsque nous parlons du

développement du langage chez le

tout-petit et de l’accès aux livres.

La formation des bibliothécaires

Confiée aux bons soins de la CLP, la

formation du personnel des bibliothèques

dans le cadre du projet Né

pour lire remporte un vif succès dans

toutes les régions de Suisse romande.

Il faut dire que la CLP n’a pas

lésiné sur les moyens mis à disposition

pour le projet : offrir jusqu’à

trois journées de formation pour un

montant forfaitaire de 50 francs, ce

sont des conditions de formation

imbattables ! Ensuite, le nombre de

cours offert n’est pas limité, puisque

nous formerons des bibliothécaires

tant que la demande se manifestera.

Mandaté par la CLP, Nathalie Athlan,

licenciée en science de l’éducation et

responsable depuis quelques années

du projet Bébé bouquine, porte avec

professionnalisme et enthousiasme

les journées de formation Né pour

lire. A ce jour, une soixantaine de bibliothécaires

ont été formés à l’accueil

de tout-petits en bibliothèque. Des

sessions supplémentaires ont été organisées

de manière décentralisée à

St-Maurice, en juin 2008, et à Bienne,

en octobre 2008. Une nouvelle

session aura lieu à Bibliomedia Lausanne,

les 29 et 30 janvier 2009.

La participation aux formations est

aussi l’occasion pour les bibliothécaires

présentes de tisser des liens

avec les autres participants, de

+77créer un réseau de personnes

impliquées, d’échanger des idées,

de s’encourager pour se lancer dans

les opérations d’accueil en bibliothèque.

SAB / CLP info 02/08 35


Les animations de rencontres

Beaucoup de bibliothécaires nous

font remarquer qu’elles ont de la peine

à cerner le projet ; elles ne perçoivent

pas clairement ce qu’elles peuvent

entreprendre dans ce cadre et,

constatant que le coffret n’est pas

(encore) distribué dans leur région,

attendent … pour initier des accueils

de famille en bibliothèques. A notre

avis, il n’est pas forcément nécessaire

d’attendre la distribution du coffret

pour se mettre à organiser des rencontres

bébé-famille. Le coffret est

certes un bon prétexte pour attirer

le public visé, mais maintenant que

l’opération est en cours, les bibliothèques

doivent être proactives et se

faire connaître auprès des familles de

leur région. Une invitation doit leur

être envoyée, des liens doivent aussi

être créés avec les organismes du milieu

de la petite enfance – crèches et

garderies – qui sont fréquentés quotidiennement

par ce public qui intéresse

tant les bibliothèques.

Une piste à suivre

En Valais, par exemple, le Groupement

valaisan des bibliothèques est

entré en contact avec les maternités

distribuant le coffret, pour leur

remettre une liste des bibliothèques

de leur canton que les sages-femmes

donneront aux nouvelles mamans.

Une piste à suivre pour tous les cantons

! Les bibliothécaires qui se sont

déjà lancées dans l’accueil de famille

et de tout-petits en bibliothèques

sont unanimes sur ce point : très

enthousiasmant, mais il est difficile

d’être parfait dès la première rencontre

d’animation avec les familles

en bibliothèque. Si vous mettez sur

pied ce genre d’animation ou pensez

le faire prochainement, vous pouvez

nous en informer et nous répercuterons

l’information sur le site

www.nepourlire.ch. A noter encore

que du matériel publicitaire Né pour

lire est disponible pour les bibliothèques.

Ces dernières peuvent également

commander quelques exemplaires

du coffret de naissance pour

le remettre aux familles participant

aux rencontres et qui n’auraient pas

reçu le coffret à la maternité.

Perspectives

La direction du projet souhaite étendre

le projet en direction des librairies,

notamment en leur fournissant

une étagère en carton (display) sur laquelle

figurerait une sélection semestrielle

de livres repérés par le projet

et portant le label Né pour lire. Un

bon d’achat de 10 francs valable

dans toutes les librairies participant

au projet pourrait se trouver dans

les prochains coffrets de naissance

qui seront fabriqués dès 2009. Cette

élargissement du projet en augmenterait

considérablement la visibilité

et permettrait aussi d’en assurer

un meilleur financement. Une collaboration

entre la bibliothèque et la

librairie s’en trouverait aussi renforcée.

Le milieu de l’accueil de la

petite enfance doit aussi être intégré

dans le projet. Au niveau de la

formation, nous prévoyons de réserver

quelques places dans nos cours

pour les éducatrices et éducateurs

de la petite enfance. Nous espérons

de la sorte favoriser les contacts entre

bibliothèques et crèches-garderies,

deux mondes parallèles qui se

connaissent finalement assez peu. Le

projet Né pour lire s’étend et commence

à produire quelques pousses.

Les livres entrent dans les familles

grâce aux maternités, aux pédiatres,

aux puéricultrices… et aux bibliothécaires.

Une vague sur laquelle il devrait

être enfantin de surfer.

Laurent Voisard

(laurent.voisard@bibliomedia.ch)

Pour tout renseignement concernant

le projet ou commande de matériel

promotionnel :

Bibliomedia Suisse, Rue César-Roux 34,

1005 Lausanne. Tél. 021 340 70 30.

E-mail : lausanne@bibliomedia.ch.

Site officiel du projet :

www.nepourlire.ch

Article d‘expérience :

www.sabclp.ch

36 SAB / CLP info 02/08


Buchstart erfolgreich unterwegs

SAB / CLP

Über 100 Bibliotheken sind

mit dabei

In der Deutschschweiz engagieren

sich über 130 Kinderärzte

sowie 31 Mütter- und Väterberatungsstellen,

die gleich ganze

Regionen, Bezirke oder sogar

Kantone abdecken, für «Buchstart

Schweiz». Und zu unserer

ganz grossen Freude haben sich

bereits über 100 Bibliotheken für

eine Mitarbeit gemeldet.

Im Verlaufe des ersten Buchstart-

Halbjahres haben sich, entsprechend

den lokalen Gegebenheiten,

unterschiedliche Modelle des Zu-

Kinder haben Bücher zum Fressen gern:

Bei Buchstart darf es auch ganz bissig

zu und her gehen.

sammenwirkens entwickelt. Mütterund

Väterberatungsstellen sowie Bibliotheken

sind hochmotiviert und

finden unkompliziert gemeinsam

Lösungen, wie die Buchstart-Pakete

am wirkungsvollsten an ihre kleinen

Abnehmer gelangen, ohne dass

der Aufwand für alle Beteiligten zu

gross ist. Wo immer sich ein Kinderarzt

oder eine Kinderärztin für Buchstart

engagiert, wird er oder sie in

das bestehende Netz eingebunden.

Aber auch weitere Institutionen, wie

Krabbelgruppen, Kindertagesstätten,

interkulturelle Zentren oder Kinderspitäler

– und sogar ein Frauenhaus –

helfen bei der Verbreitung der Buchstart-Idee

mit.

Zwei bewährte Modelle

Die folgenden beiden Buchstart-Modelle

bewähren sich gemäss Rückmeldungen

aus dem Buchstart-Alltag

auch in der Praxis: 1. Die Mütterund

Väterberatung und/oder der

Arzt führt das Gespräch und gibt einen

Gutschein ab. Die Paketabgabe

erfolgt in der Bibliothek, die einen

Buchstart-Bereich und Veranstaltungen

anbietet. 2. Die Mütter- und Väterberatung

und/oder der Arzt informieren

und geben Pakete mit einem

Gutschein für einen Baby-Bibliotheksausweis

ab. Die Bibliothek richtet einen

Buchstart-Bereich ein und lädt

zum Besuch und zu Veranstaltungen

ein.

Nachschub ist garantiert

Annette Rüsch, die als Kontaktperson

für Buchstart zur Verfügung

steht und täglich unzählige Fragen

rund ums Projekt beantwortet, hat

seit August Bestellungen für über

7500 Buchstart-Pakete entgegennehmen

können. Diese sind in grösseren

und kleineren Paketen in die

ganze Deutschschweiz verschickt

worden. Darunter befinden sich bereits

auch schon viele Bestellungen

für Nachlieferungen! Die Keller der

Bibliomedia sind randvoll von Buchstart-Paketen,

so dass der Nachschub

reibungslos erfolgen kann. Um Bibliotheken,

Kinderärzte sowie Mütter-

und Väterberaterinnen bei der

Vernetzung aktiv zu unterstützen,

orientiert Annette Rüsch auf Anfrage

hin gerne über bereits laufende Buchstart-Aktivitäten

im lokalen Umfeld

(032 624 90 27). Zusätzlich ist auf

der Buchstart-Website neu ein Adressverzeichnis

der Buchstart-Teilnehmer

aufgeschaltet, das jeden Monat

aktualisiert wird. Diese Adresse werden

dank Google-Map auch auf einer

Schweizer Karte visualisiert. Und

das «Forum» bietet Buchstart-Engagierten

ganz neu die Möglichkeit,

sich auf der virtuellen Informationsund

Diskussionsplattform auszutauschen

(www.buchstart.ch > Forum).

Breite Streuung erreicht

Mit der Einbindung der Mütter- und

Väterberaterinnen ins Projekt ist es

gelungen, gleich von Anfang an eine

breite Streuung der Elternorientierung

und der Buchpaket-Abgabe zu

erreichen. Für die Organisation vor

Ort nehmen sie oft auch von sich aus

Kontakt auf zu lokalen Bibliotheken.

Gemeinsam entwickeln Bibliotheken

mit den Mütter- und Väterberatungsstellen,

entsprechend den lokalen

Gegebenheiten und den eigenen

Möglichkeiten, Ideen zur Umsetzung

von «Buchstart Schweiz». Wichtig

ist, dass die Grundelemente des Projektkonzeptes,

die Elterninformation

bei der Paketübergabe und die Einladung

von Eltern mit ihren Kindern

in die Bibliothek, eingehalten werden.

Übersteigt die Organisation von

regelmässigen Buchstart-Veranstaltungen

die Möglichkeiten der Biblio-

SAB / CLP info 02/08 37


Web2.0 hält Einzug in der

Bibliomedia

thek, ist ein Angebot von einer oder

einer halben Stunde Öffnungszeit

speziell für Eltern mit ihren «Krabblern»

eine sinnvolle Alternative. Solch

ein Angebot kann ohne grossen Aufwand

auch zu einem regelmässigen

Buchstart-Treffpunkt für Eltern mit

ihren Kleinkindern ausgebaut werden.

Bibliotheken haben mit «Buchstart

Schweiz» die Möglichkeit, auch

bibliotheksferne Kreise anzusprechen,

sich über das Engagement für

Kleinkinder ihre nächsten Lesergenerationen

zu sichern und sich darüber

hinaus auch in ihrer Gemeinde

zu profilieren.

Verbessertes Kursangebot

der SAB

Um Bibliotheken noch gezielter im

Hinblick auf ein Engagement für

«Buchstart Schweiz» zu unterstützen,

wird das Kursangebot diversifiziert.

Neben den Ganztageskursen

bieten die SAB sowie die kantonalen

Kursanbieter 2009 zusätzlich spezifischere

Halbtageskurse an (siehe

SAB-Kurse ab Seite 43). All die positiven

Rückmeldungen von Eltern

auf das Buchstart-Paket bestätigen,

dass «Buchstart Schweiz» auf dem

richtigen Weg ist. Und all die Kinder,

die mit Wonne Buchstart-Bücher

betrachten, sie «untersuchen» und

hineinbeissen, zeigen, wie sehr sich

bereits Kleinkinder für die Welt der

Bücher begeistern lassen.

Neues Diskussionsforum –

neue Diskussionsform

Bibliomedia Schweiz lädt auf ihrer

Website Mitarbeiterinnen in Gemeinde-

und Schulbibliotheken

zur Diskussion über aktuelle und

für Bibliotheken relevante Themen

ein und bietet ihnen Möglichkeiten

zum Kennenlernen und

Ausprobieren des Web2.0.

Vor 10 Jahren stand der Bezug von

Informationen über das Internet im

Vordergrund. Das Web2.0 unterstützt

mit neuen Technologien und

«sozialen» Anwendungen die Verbreitung

von Information für jedermann.

Immer mehr Leute bewegen

sich in dieser Online-Welt und haben

das Internet fest in ihr Leben integriert.

Wenn Bibliotheken die Informationsdrehscheibe

in der Gesellschaft

bleiben wollen, wird die Kontaktaufnahme

zu den Nutzern mittels

der neuen Technologien quasi zum

Muss. Bibliomedia hat seit rund einem

Jahr eine neue Webseite, auf

der die Angebote und Produkte besser

strukturiert und einfacher zu finden

sind. Mit dem Einsatz von neuen

Technologien soll diese Webseite nun

für unsere Kundinnen und Kunden

noch besser als Informationsmittel zu

nutzen sein. Wir wagen den Schritt

ins Zeitalter des Web2.0 und setzen

«Social Bookmarking» und «Weblogs»

(Blogs) ein.

Social Bookmarking

Bei der regulären Suche mit einer

Suchmaschine stösst man auf einige

relevante, aber auch auf viele irrelevante

Treffer. Im Alltag verlassen wir

uns auf Empfehlungen von Freunden.

Dies überträgt «Social Bookmarking»

ins Internet, indem favorisierte

Links, unabhängig von lokalen

Browsern, auf einer Web2.0-Plattform

abgespeichert werden. Von jedem

Computer mit Internetzugang

aus sind diese Links abrufbar. Zusätzlich

kann jedermann seine Links mit

einem oder mehreren persönlichen

«Tags» (Schlagwort resp. Schlagwörter)

versehen. Die Vergabe von persönlichen

Schlagwörtern wird «Folksonomy»

(folk = Volk / taxonomy =

Klassifikation) genannt. Der Vorteil

der Klassifizierung durch Web-User

liegt darin, dass Wörter benutzt werden,

die im momentanen Sprachgebrauch

geläufig sind. Im Gegensatz

zu einem festgelegten Thesaurus,

wie z.B. die Schlagwortnormdatei

Ruth Fassbind-Eigenheer

Schlagwörter in einer Begriffswolke («tag cloud»): Bibliomedia bietet den

Bibliothekarinnen und Bibliothekaren einen Einstieg in die Welt von Web 2.0.

38 SAB / CLP info 02/08


SAB / CLP

der SAB, können verschiedene Wörter

vorkommen, die das gleiche bedeuten.

Deutschschreibende sind

gefordert

Die meisten «Social bookmarking»-

Systeme stammen aus dem englischsprachigen

Raum, weshalb die meisten

«Tags» denn auch englisch sind.

Es liegt nun an den deutschsprachigen

Internetbenutzern, Tags in ihrer

Sprache aufzubauen. In einem «Social

Bookmarking»-System erhalten

alle die Möglichkeit, Links zu durchsuchen,

die andere «User» als sehenswert

resp. relevant eingestuft

haben. Bibliomedia hat die Links ihrer

«Infothek» in del.icio.us, eines

der weltweit verbreitetsten «Social

Bookmarking»-Systeme, eingespeist

und macht damit für öffentliche Bibliotheken

interessante Links zusätzlich

für ein breiteres Publikum greifbar.

Zudem gruppiert del.icio.us die

Schlagwörter in einer «tag cloud»

(Begriffswolke). Diese gelungene

Form der Visualisierung bildet häufiger

verwendete Wörter in einer grösseren

und dunkleren Schrift ab.

Blog: öffentliches Tagebuch

Es ist schwierig zu definieren, was

ein Blog ist. Gemäss «Wikipedia»

handelt es sich dabei um ein auf einer

Website geführtes und damit öffentlich

einsehbares Tagebuch oder

Journal. Sowohl Teenies als auch Unternehmen

oder Politiker bloggen,

entweder aus persönlichen oder

professionellen Gründen. All diesen

«Blogs» gemeinsam ist eine chronologisch

aktualisierte Webseite mit datierten

Einträgen. Analog den vielen

«Social bookmarking» Anbietern, die

ihr Angebot unentgeltlich zur Verfügung

stellen, gibt es auch einige Unternehmen,

die gratis die Blog-Tech-

nologie sowie Speicherplatz zum

Bloggen anbieten. Dazu gehören beispielsweise

Wordpress (www.wordpress.com)

oder Google (www.blogger.com).

Heutige Blogs bieten nebst

datierten Einträgen weitere Komponenten

wie zum Beispiel archivierte

Beiträge, durchsuchbare Kategorien

und die Möglichkeit, einen Kommentar

zu hinterlassen.

Diskussionsbeiträge erwünscht

Bibliomedia hat auf ihrer Webseite

solch ein Angebot eingerichtet und

möchte ab sofort wöchentlich im

«Bibliomedia-Blog» über Neuigkeiten

im öffentlichen Bibliothekswesen

berichten und zur Online-Diskussion

anregen. Zögern Sie nicht, unsere

Beiträge zu kommentieren oder

eigene Informationen, Diskussionsbeiträge

oder Anregungen und Tipps

hinzuzufügen. Bibliomedia hofft,

dass Sie mit dem neuen Webangebot

zwei von vielen Web2.0-Anwendungen

praktisch kennenlernen und

bald auch schon in Ihrer Bibliothek

als zeitgemässes Kommunikationsmittel

mit Ihrer Kundschaft einsetzen

können. Folgender Link ist sicher

von Interesse:

http://lernen20.wordpress.com/

2007/12/30/lektion-0-vor-dem-start/

Viel Spass beim Ausprobieren und

Kommentieren!

Sabine Bachofner

«Ali Baba» und

«Fuchsfabeln» zweisprachig!

Neues Angebot der Bibliomedia

Wer nach einem Angebot an zweisprachigen

Bilderbüchern sucht,

merkt bald, dass sich dies als schwieriges

Unterfangen erweist. Und er

stösst zudem im Verlauf der Recherche

auf Mantralingua in London, einen

Verlag, der auf die Produktion

von zweisprachigen Kinderbüchern

spezialisiert ist. Für uns alle mit einem

grossen Handicap: Basissprache

ist immer Englisch.

Verbesserung des Angebotes

Bibliomedia Schweiz als «Bibliothek

der Bibliotheken» ist es gleich

ergangen. Daher hat sie beschlossen,

in Zusammenarbeit mit Mantralingua

einen Beitrag zur Verbesserung

des Angebots zu leisten. Die

beiden zweisprachigen Bilderbücher

«Ali Baba» und «Fuchsfabeln» aus

dem Mantra-Verlagsprogramm sind

mit deutscher Übersetzung in Albanisch,

Türkisch und Kroatisch produziert

worden. In Kombination mit

Französisch wird Spanisch und Portugiesisch

angeboten.

Leihen oder kaufen möglich

Einerseits integriert die zentrale

Fremdsprachenbibliothek der Bibliomedia

Schweiz Exemplare in den

eigenen Leihbestand, die restlichen

Bilderbücher aber werden zum Verkauf

angeboten (Stückpreis: 16 Franken

+ Versandkosten). Ist die Auflage

vergriffen, wird die Produktion

der nächsten zwei Geschichten in

Angriff genommen. Ab sofort können

die zweisprachigen Bilderbücher

bei Bibliomedia Schweiz bestellt werden.

Information und Bestellformular:

www.bibliomedia.ch > Publikationen

SAB / CLP info 02/08 39


Bibliothekssysteme

Hardware-Kompetenzzentrum

Netzwerke und IP-Telefonie

Software-Entwicklung

Predata AG – seit 1984 Ihre Partnerin für Bibliothekssoftware.

winMedio.net

Die leistungsfähige und anwenderfreundliche

Software für Bibliotheken, Ludotheken und

Dokumentationsstellen bietet umfangreiche

Ausleih-, Katalog-, Recherche-, Statistik- und

Einstellungsfunktionen sowie einen OPAC mit

Selbstbedienungsmöglichkeiten.

winMedio.net unterstützt die zukunftsträchtige

Radio Frequency Indentification-Technologie mit

einer RFID-Schnittstelle (Medienpaket- und Stapelverarbeitung,

Selbstverbuchung, Diebstahlsicherung)

und ist sowohl für zentrale als auch

für dezentrale Lösungen geeignet.

Das innovative und benutzerfreundliche

Bibliotheksmanagement-System umfasst alle

Bereiche wie Katalog, Ausleihverbuchung,

Recherche, Erwerbung, Statistik, Periodikaverwaltung

und OPAC mit Selbstbedienungsfunktionen.

Weitere Module sind zusätzlich

erhältlich – z.B. Fernleihe, Inventur,

Z39.50-Client, Webportal, RFID-Schnittstelle.

Zur Optimierung der Betriebsabläufe kann

BIBLIOTHECA2000 durch umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten

problemlos an Ihre

individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

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40 SAB / CLP info 02/08


SAB Grund- und Leitungskurse 2008

SAB / CLP

Kanton Aargau

Im Kanton Aargau haben 15 Teilnehmerinnen

mit Erfolg den SAB-Grundkurs

absolviert. Wir gratulieren ganz

herzlich und wünschen Erfolg für die

weitere bibliothekarische Laufbahn –

namentlich geht die Gratulation an:

Marianne Beer (Rothrist), Katrin Breitsprecher

(Schinznach-Dorf), Judith

Christen-Zimmermann (Aarburg),

Susann Egloff (Niederrohrdorf), Alexandra

Gerber (Holziken), Daniela

Getzmann-Gisler (Schöftland), Christine

Jenni (Aarburg), Anna Maria, La

Malfa (Suhr), Barbara Maurer (Gipf-

Oberfrick), Hanneke Nobbenhuis-Edda

(Wallbach), Claudia Oberli (Eiken),

Monika Schlegel (Mellingen), Charlotte

Schnider (Auenstein), Gabriella

Simcik (Würenlingen), Anita Szasz-

Wegmann (Killwangen).

Kanton Bern

Im Kanton Aargau haben 20 Teilnehmerinnen

mit Erfolg den SAB-

Leitungskurs absolviert. Wir gratulieren

ganz herzlich und wünschen

Erfolg für die weitere bibliothekarische

Laufbahn – namentlich geht die

Gratulation an:

Marianne Aeschbach (Oberscherli),

Silvia Bircher-Hüssy (Gstaad), Brigitte

Burri-Thomann (Spiez), Edith Egger

(Murten), Claudia Eidenbenz (Kehrsatz),

Karin Graf (Lenk), Sandra Häner

(Nunningen), Antonia Hersche,

Schliern b. Köniz, Naomi Jones

(Bern), Susanne Karlen (Zollikofen),

Bettina Kochsiek (Zweisimmen), Theres

Lautenschlager-Fischer (Studen),

Monika Nussberger (Oberwil), Marianne

Pfammatter-Schmid (Bern), Annamarie

Rohrer-Althaus (Schliern b.

Köniz), Marianne Schweizer (Bönigen),

Marianne Stöcklin (Roggwil),

Sabine Vögeli (Hägendorf), Barbara

Wälti (Biel), Gerda Zürcher-Lobsiger

(Urtenen-Schönbühl).

Kanton St.Gallen

Im Kanton St.Gallen haben in diesem

Jahr 22 Teilnehmende mit Erfolg einen

der beiden SAB-Grundkurse absolviert.

Wir gratulieren ganz herzlich

und wünschen Erfolg für die weitere

bibliothekarische Laufbahn – namentlich

geht die Gratulation an:

Bettina Bartl (Widnau), Helga Biedermann

(Ruggell), Claudia Bieg

(Weinfelden), Monika Büchel (Ruggell),

Elisabeth Büchel Neuhold (Rüthi),

Susan Bucher Trösch (St.Gallen),

Catrina Desax (Gossau), Nicole Forrer

(Kreuzlingen), Ernst Jenny (Glarus),

Marianne Koch (Wigoltingen),

Ruth Ledergerber (Zürich), Elvira

Meier (Sitterdorf), Vreni Metzger-

Brändle (Kirchberg), Barbara Müller

(Staad), Christa Rohner (Arnegg),

Barbara Roth (Frauenfeld), Sandra

Rupf (Walenstadt), Lorella Scardanzan

(St.Gallen), Silvia Schlauri (St.Gallen),

Daniela Schuler (Herisau), Karin

Siegrist (Steinach), Maria Weber

(Birwinken).

Prix Chronos

Der Prix Chronos von Pro Senectute

feiert ein kleines Jubiläum. Zum

fünften Mal wird das einzigartige

Generationen- und Leseanimationsprojekt

nun in der Deutschschweiz

lanciert. Die fünf Jugendromane für

den Prix Chronos 2009 sind ausgewählt,

mitmachen kann man ab sofort.

Ob Leistungsdruck, Einsamkeit,

Trennung der Eltern oder Demenz

– selbst wenn es um schwierige Lebensumstände

geht, es gibt wunderbare

Bücher zum Thema Generationenbeziehungen.

Ein Generationenprojekt

Das Einzigartige beim Prix Chronos

von Pro Senectute: Kinder im Alter

von 10 bis 12 Jahren sowie lesebegeisterte

Frauen und Männer der Generation

60plus lesen dieselben herausragenden

Jugendbücher, geben

ihre Stimme ab und bestimmen so ihren

Favoriten für den Publikumspreis.

Teilnehmen können Gruppen oder

Einzelpersonen, ganze Schulklassen,

auch altersgemischte Lesezirkel, Bibliotheken

und Alterseinrichtungen.

Mit der Lektüre starten kann man ab

sofort. Einsendeschluss für die Bewertungsbogen

ist Ende Februar. Im

April 2009 gibt es eine feierlichvergnügliche

Preisverleihung in Zürich

und eine Einladung für alle Teilnehmenden.

Die von Pro Senectute gestiftete

Auszeichnung ist mit 2000

Franken dotiert.

Weitere Infos und Unterlagen finden

Sie über: www.prix-chronos.ch oder

bei der Bibliothek von Pro Senectute

Schweiz; Telefon: 044 283 89 81.

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SAB-Kursprogramm 2009 – Voranzeige

Das detaillierte SAB-Kursprogramm 2009 mit Anmeldetalon wird

Anfang 2009 per Post an alle Mitglieder verschickt. Die SAB-Kursausschreibungen

werden zudem ab Januar 2009 auf der SAB-Website

www.sabclp.ch aufgeschaltet.

SAB-Kurs 2009/1

Social Software – neue Medien und Kommunikationsformen

(5. Wieder holung)

Blogs, Wikis, RSS, YouTube, Flickr, Delicious, Google Docs & Spreadsheet. – Schlagworte oder neue Formen der menschlichen

Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit?

• Werner Hartmann, Dozent für Bildungsinformatik, PH Bern und Team

Do 29. Jan. 2009, Ganztageskurs, Zentrum für Bildungsinforma tion PH Bern, Fr. 150.– Mitglieder

SAB-Kurs 2009/2

TeachingLibrary – Informationskompetenz anders!

Die Kursteilnehmenden werden sich der Bedeutung von Informationskompetenz in der heutigen Informations-/Wissensgesellschaft

bewusst und kennen verschiedene Formen der Vermittlung.

• Susanne Rockenbach, Leiterin der Landesbibliothek und Murhardschen Bibliothek der Stadt Kassel

Di 10. Feb. 2009, Ganztageskurs, Pädagogische Hochschule Zug, Fr. 120.– Mitglieder

SAB-Kurs 2009/3

Manchmal könnt’ ich in dieTheke beissen

In diesem Kurs haben Sie die Möglichkeit, Ihre schwierigen Gespräche zu trainieren und Ihre kommunikative Wirkung

auf Ihr Gegenüber zu reflektieren und zu optimieren.

• Hans-Peter Ulli, Kommunikationstrainer und Schauspieler, Stein AR

Mo 23. März 2009, Ganztageskurs, Stadt- und Kantonsbibliothek Zug, Fr. 120.– Mitglieder

SAB-Kurs 2009/4

Social Software – Web 2.0

(Vertiefungskurs – 1. Wiederholung)

Blogs, Wikis, Podcasts, YouTube, Flickr, Delicious, Google Docs & Spreadsheet – Schlagworte oder neue Formen der

menschlichen Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit? Der Kurs baut auf dem Einstiegskurs «Social Software»

auf und geht auf aktuelle Entwicklungen ein.

• Werner Hartmann, Dozent für Bildungsinformatik, PH Bern und Team

Do 16. April 2009, Ganztageskurs, Zentrum für Bildungsinformation PH Bern, Fr. 150.– Mitglieder

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SAB / CLP

SAB-Kurs 2009/5

Wie präsentiere ich Neuerscheinungen kompetent und attraktiv?

(2. Wiederholung)

Der Kurs beschäftigt sich mit der individuellen Lektüre: Wie lese ich? Worauf achte ich inhaltlich, sprachlich, formal?

Die Präsentation eines Buches wird konkret trainiert.

• Dr. phil. Hardy Ruoss, Dozent an der höheren Fachschule für Journalismus am MAZ in Luzern, Literaturredaktor

Radio DRS

Do 7. Mai 2009, Ganztageskurs, Kornhausbibliothek Bern, Fr. 120.– Mitglieder

SAB-Kurs 2009/6

Aufbau von Trendbeständen

Bibliotheksmitarbeitende sollten den örtlichen Kundenkreis und seine Interessen ebenso wie aktuelle Entwicklungen

auf dem Medienmarkt sehr gut kennen. Wie lassen sich Themen- und Medientrends erkennen?

• Claudia Malten, Mitarbeiterin orell Füssli, Winterthur

Di 12. Mai 2009, Halbtageskurs, Alte Kaserne, Winterthur, Fr. 70.– Mitglieder

SAB-Kurs 2009/7

Lernort Bibliothek

Klasseneinführungslektionen (von Kindergarten bis 6. Kl.) optimieren und planen, Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen,

Leseanimation, Nicht- oder WenigleserInnen animieren.

• Kathrin Amrein-Juon und

• Judith Zanini, Mediothekarinnen Informationszentrum PHZH

Mi 27. Mai 2009, Halbtageskurs, Schulhaus Limmat A Zürich, Fr. 120.– Mitglieder

SAB-Kurs 2009/8

Recherchieren mit Kindern

Vom schnellen Nachschlagen in Wörterbüchern, über gezieltes Suchen in Lexika und Sachbüchern bis zum sicheren

Recherchieren im Internet.

• Kathrin Amrein-Juon, Mediothekarin Informationszentrum PHZH,

• Christian Brassel, Bibliothekar Stadtbibliothek Winterthur

Mi 17. Juni 2009, Halbtageskurs, Schulhaus Limmat A Zürich, Fr. 120.– Mitglieder

SAB-Kurs 2009/9

Wikipedia – Bedeutung in der Zukunft

Alle nutzen die Wikipedia – doch das komplett offene System der Online-Enzyklopädie irritiert. Wie kann die Glaubwürdigkeit

von Wikipedia- Artikeln eingeschätzt werden?

• Werner Hartmann, Dozent für Bildungsinformatik, PH Bern und Team

Do 27. Aug. 2009, Ganztageskurs, Zentrum für Bildungsinformation PH Bern, Fr. 150.– Mitglieder

SAB / CLP info 02/08 43


SAB-Kurs 2009/10

Wie präsentiere ichNeuerscheinungen kompetent und attraktiv?

(3. Wiederholung)

Der Kurs beschäftigt sich mit der individuellen Lektüre: Wie lese ich? Worauf achte ich inhaltlich, sprachlich, formal?

Die Präsentation eines Buches wird konkret trainiert.

• Dr. phil. Hardy Ruoss, Dozent an der höheren Fachschule für Journalismus am MAZ in Luzern, Literaturredaktor

Radio DRS

Fr 18. Sept. 2009, Ganztageskurs, Zentrum für Bibliotheksentwicklung Zürich, Fr. 120.– Mitglieder

SAB-Kurs 2009/11

Wozu braucht esDatenbanken,wenn wir doch googelnkönnen?

Sie erfahren, was Sie schon immer über Datenbanken wissen wollten und als Bibliothekarin/ Bibliothekar wissen sollten.

• August Scherer-Hug, I+D-Spezialist FH, Leiter medienverbund.phsg, Bonaduz

Do 22. Okt. 2009, Ganztageskurs, vermutlich PHZH Zürich, Fr. 150.– Mitglieder

Buchstart-Kurse 2009

Buchstart will junge Eltern dazu anregen, über Verse, Reime, Lieder und Bilderbücher mit ihren Kindern zu kommunizieren

und mit ihnen die Sprache zu entdecken.

• Kurs Buchstart 1/09, Halb- oder Ganztageskurs, Do 26. Feb. 2009 in Zürich

• Kurs Buchstart 2/09, Halb- oder Ganztageskurs, Do 12. März 2009 in Zürich

• Kurs Buchstart 3/09, Halb- oder Ganztageskurs, Di 5. Mai 2009 in Olten

Die SAB zu Besuch in …

… der Bibliothek Friedrichshafen, Blick über die Grenze, Frühling 2009, Fr. 20.–

… der Bibliothek Grosshöchstetten, Bibliothek und Schule, Sommer 2009, Fr. 20.–

… der Patienten- und Personal bibliothek des Universitätsspitals Zürich, Blick in einen «fremden» Bereich, Herbst 2009,

Fr. 20.–

SAB-Reise 2009

Das Südtirol und sein innovatives Bibliothekskonzept

Carreise ins Südtirol, Besuche von Bibliotheken

So 7. Juni – Do 11. Juni 2009, Preis im Doppelzimmer: ca. Fr. 700.– bis 800.– je nach Teilnehmerzahl

44 SAB / CLP info 02/08



Exklusiv-Angebot für SAB-Mitglieder

SAB / CLP

Einladung zu den 31. Solothurner

Literaturtagen vom 22. bis 24. Mai 2009

«Seit 30 Jahren demonstrieren die Solothurner Literaturtage mit Erfolg, wie man eine literarische

Öffentlichkeit aufbauen und weiterentwickeln kann»

Ingo Arend im «Freitag», Berlin

Neu im kommenden Jahr in Solothurn:

• In Transit-Lesungen werden neue Texte eines Autors oder einer Autorin aus der Deutschschweiz,

aus der Romandie und aus dem Tessin auch in den je andern Landessprachen präsentiert.

Schweizer AutorInnen laden ausländische KollegInnen zu Tandem-Lesungen und Gesprächen in

Solothurn ein.

• Im Sinne der Leseförderung wird der Kinder- und Jugendliteratur ein grosses Forum geboten.

• Kurzlesungen in- und ausländischer AutorInnen auf verschiedenen Plätzen in der Altstadt.

Das ausführliche Programmheft erscheint Mitte April 2009 (www.literatur.ch) und wird an der

Mitgliederversammlung der SAB am 14. Mai 2009 in Zofingen aufliegen.

Bestelltalon (kopieren oder ausschneiden und einsenden)

Name:

Vorname:

Adresse:

PLZ, Ort:

Mitglied-Nr.

(oberhalb der Adresse auf der Rechnung)

E-Mail:

Vergünstigungen für SAB-Mitglieder

(werden namentlich reserviert am Infostand im «Landhaus»)

■ Einzeleintritte 10 statt 12 Franken

■ Tageskarte zu 50 statt 80 Franken

■ Dreitagepass zu 80 statt 120 Franken

■ Weltformat-Plakat gratis (statt 25 Fr. plus Versandkosten – wird zugestellt)

Einsenden oder faxen an:

SAB Zentralsekretariat, Rosenweg 2, 4500 Solothurn. Tel. 032 623 33 80 oder

gleiche Infos mailen an: sab@sabclp.ch

SAB / CLP info 02/08 45


46 SAB / CLP info 02/08


SAB / CLP

Frankfurter Buchmesse

Ein Reiseangebot für SAB-Mitglieder

am 14./15. Oktober 2009

Die SAB organisiert bei genügendem Interesse für interessierte Mitglieder

eine Reise an die Frankfurter Buchmesse 2009. Das Programm umfasst eine

Übernachtung und dürfte pro Person inkl. Reise, Eintritt und Übernachtung

rund 300 Franken kosten.

Terminkalender SAB-Info

Calendrier CLP-Info

Nr. 01/09

20.4. Redaktionsschluss

Clôture de rédaction

15.6. Versanddatum

Date de parution

Nr. 02/09

19.10. Redaktionsschluss

Clôture de rédaction

14.12. Versanddatum

Date de parution

Was als Bücherschau in der Frankfurter Paulskirche begann, hat sich in sechs

Jahrzehnten zur größten internationalen Medienmesse der Welt entwickelt:

Die Frankfurter Buchmesse verzeichnete letztes Jahr fast 300 000 Besucher.

Interessierte melden Ihr Interesse an einer Teilnahme mit dem unten stehenden

Talon bis am 30. Januar 2009 an. Sie erhalten per Mail bis Ende februar

Informationen über die genauen Kosten, Ort und Zeitpunkt der Ab- und

Rückreise.

Zentralsekretariat

Besetzt in der Regel am Dienstag

und Freitag – ausser während Ferien

und andern Abwesenheiten – in

diesem Fall benützen Sie mit Vorteil

das Mail: sab@sabclp.ch

Talon Frankfurter Buchmesse (kopieren oder ausschneiden und einsenden)

Name:

Vorname:

Adresse:

PLZ, Ort:

Mitglied-Nr.

(oberhalb der Adresse auf der Rechnung)

E-Mail:

___ Anzahl Personen interessieren sich für die Reise an die

Frankfurter Buchmesse 2009


Secrétariat central

Occupé régulièrement mardi et

vendredi – sauf pendant des vacances

et d’autres absences – en

ce cas vous êtes invités d’user le

courriel : sab@sabclp.ch

Agenda

23.4. Welttag des Buches

14.5. Mitgliederversammlung

SAB in Zofingen

22.–24.5. Solothurner

Literaturtage

Einsenden oder faxen an: SAB Zentralsekretariat, Rosenweg 2,

4500 Solothurn. Tel. 032 623 33 80 oder

gleiche Infos mailen an: sab@sabclp.ch

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