Wandern - Pilgern - Wallfahren im Lötschental - Lötschental Tourismus

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Wandern - Pilgern - Wallfahren im Lötschental - Lötschental Tourismus

lötschental - das magische tal

Wandern - Pilgern - Wallfahren

im Lötschental


Herzlich Willkommen

Verzeichnis Kapellen, Kirchen & Bildstöckli

Dass das Lötschental ein ausgesprochen schönes Wanderparadies

ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Was jedoch

nur wenige wissen ist, dass das Tal auch reich ist an einer Vielzahl

von Kapellen, Kirchen und Bildstöckli.

Diese Broschüre soll Ihr ständiger Pilgerbegleiter sein und bietet

Ihnen alle Informationen, welche Sie für eine besinnliche

Wanderung im Lötschental benötigen.

Wir möchten Ihnen nun, werte Gäste, folgenden Segenswunsch

aus Irland mitgeben, welcher Sie auf Ihrem Weg begleiten soll:

Mögen sich die Wege vor deinen Füssen ebnen,

mögest du den Wind im Rücken haben,

möge die Sonne warm dein Gesicht bescheinen,

mögen die Regentropfen sanft auf deine Felder fallen,

und bis wir uns wieder sehen,

möge Gott seine schützende Hand über dir halten.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit bei uns im magischen

Lötschental!

Inhalt

1. Verzeichnis Kapellen, Kirchen & Bildstöckli...............3

2. Vorwort des Priors Bernhard Schnyder........................4

3. Kapellen am Lötschentaler Höhenweg........................6

4. Hublchapllu Rundgang...................................................8

5. Gebirgswald Rundgang................................................10

6. Kreuzweg Tenn Rundgang..........................................12

7. Mittelbergweg...............................................................14

8. Besinnungsweg............................................................16

9. Wallfahrtsort Kühmatt.................................................18

10. Weiterführende Informationen..................................22

11. Wanderkarte..................................................................23

Insgesamt können im Lötschental 54 Kapellen, Kirchen und

Bildstöckli von Ihnen entdeckt werden:

1. Gletscher Stafel

2. Fafleralp Kapelle

3. Fafleralp Stafel

4. Kühmatt

5. Geryn

6. Hl. Rita

7. Eisten Kapelle

8. Firt

9. Telli

10. Bifig

11. Weritzalp Kapelle

12. Lauchernalp Kapelle

13. Hockenalp Kapelle

14. Kummenalp Kapelle

15. Kummenalp Stafel

16. Faldumalp Kapelle

17. Im Faldumbach

18. Alpligen

19. Hublchaplla

20. Waldchaplla

21. Einsiedelei

22. Färdariäd

23. Kirche Ferden

24. Barbara Kapelle

25. Färdabach

26. Kirche Kippel

27. Beinhaus

28. Altersheim Kapelle

29. Chiiplriäd

30. Riedholz

31. Obrä Baann

32. Undrä Baann

33. Rufiwald

34. Maria am Weg

35. Tärra

36. Weissenried Kapelle

37. Im Brand

38. Zr Sagu

39. In teiffän Mattu

40. Kirche Blatten

41. Aufbahrungskapelle Blatten

42. Gisentell

43. Ried Kapelle

44. Tännmattu

45. Milibach

46. Kirche Wiler

47. Aufbahrungskapelle Wiler

48. Obrä Wald

49. Hubärt

50. Chaschtläregga

51. Chastel

52. Zr beschu Muiru

53. Goppenstein Kapelle

54. Kiiswärch Kapelle

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Vorwort des Priors

„Wechselnde Pfade,

Schatten und Licht:

Alles ist Gnade;

fürchte dich nicht.“

KG 710

Wenn Sie, werte/r Leser/in, diese Schrift in den Händen halten,

werden Sie eingeladen zu besinnlichen Rundwanderungen entlang

der Bildstöckli, Kapellen und Kirchen des Lötschentals.

Sie stehen an Wegen und Orten, an denen sich das Leben in

seinen vielen Facetten abspielt. Früher waren viele der Wege

noch tiefer mit dem täglichen Rhythmus, der Folge der Jahreszeiten

und dem Kreislauf des Jahres verknüpft. Die Kirchen

und Kapellen gehörten und gehören zu den Lebenszentren der

Talbewohner.

Die Pfarrkirchen und die Kühmattkapelle sind bis heute Eckpunkte

des Lötschentals. Die Bildstöckli stehen an den Wegen,

welche die Leute oft gingen. Sie erinnerten sie im Wechsel des

Lebens an die schützende Gegenwart Gottes, an die Liebe der

Muttergottes und die Hilfe der Heiligen. Sie gehören ja zur gleichen

Familie des Glaubens, zu der die Taufe hinzufügt.

Die Menschen der früheren Generationen erfuhren – trotz eigener

Arbeit und hartem Einsatz – ihre Abhängigkeit mehr als wir

heute. Sie wussten, dass letztlich alles Gnade ist. Der Glaube

gab ihnen Sicherheit; er half, die harten Seiten des Lebens zu

meistern, aus der christlichen Hoffnung heraus.

Wenn Sie nun, liebe/r Besucher/in des Tals, die eine oder andere

Rundwanderung auswählen, dürfen Sie ein Stück weit der

Lötscher Glaubenswelt begegnen.

Lassen Sie sich erfreuen von der beeindruckenden Natur –

einem schönem Bilderbuch des Schöpfers! Nehmen Sie sich

Zeit, an den Orten des Glaubens still zu verweilen und spüren

Sie in der Tiefe ihres eigenen Herzens nach! Sie gehen Wege,

die seit Jahrhunderten Menschen dieses Tals gegangen sind.

Sie machten Halt dort, wo die Leute seit Generationen einen

Blick zum Himmel geworfen haben, ihr Herz zur Ruhe kommen

liessen oder ein Stossgebet sprachen.

Ich wünsche Ihnen dabei die Gnade des Friedens und der Zuversicht.

Möge sie Ihr Leben bereichern und erfreuen.

Prior Bernhard Schnyder

So wurde der Gedanke an die himmlische Welt, die sich in geschwisterlicher

Fürsorge der sichtbaren Welt annimmt, hineingenommen

in den Alltag, vermengt mit dem Schatten und Licht

des menschlichen Lebens. Damit wurden diese Stätten des

Glaubens zu Orten des Dankes, des Trostes und der Hoffnung.

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Kapellen am Lötschentaler Höhenweg

Kurzinfo zur Wanderung:

Dauer:

4 h 50 min

Strecke:

16.7 km

Aufstieg: 920 m

Abstieg:

660 m

Highlights auf dem Weg:

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Der Lötschentaler Höhenweg von der Fafleralp zur Faldumalp

zählt zu den Klassikern unserer Wanderregion. Was aber nur

sehr wenige wissen ist, dass zahlreiche Kapellen entlang dieses

Weges zu finden sind. Wir stimmen uns auf diese Wanderung

mit dem Gedicht „der Pilgerpfad“ von Franz Aebi ein.

Der Pilgerpfad (Franz Aebi)

Mit leichtem Schritte hab‘ ich oft

durchmessen Wald und Flur,

doch heute drängt mein Herz und pocht

dem Winke folgend einer Spur,

die zielgericht‘ der Fremdling wählt

der nie die Tag‘ und Nächte zählt,

bis er geweihte Stätt‘ erblickt,

all hier sich Herz und Sinn erquickt.

O Wandrer, halt‘ bereit den Stab,

setz‘ fortan ihn auf Pilgrims Pfad.

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Wir folgen dem Lötschentaler Höhenweg Richtung Weritzalp

zur Weritzalp Kapelle. Zuerst stand hier ein Bildstöckli zur Ehre

des hl. Antonius von Padua. Ringsum wurde nachträglich eine

schlichte Holzkapelle erbaut. Der Altartisch aus einer Steinplatte

gibt der Kapelle zusätzlich eine besondere Ausstrahlung.

Der hl. Antonius wird angerufen bei Viehkrankheiten, verlorenen

Sachen, guter Entbindung und guter Ernte.

Als nächstes erreichen wir die Kapelle auf der Lauchernalp. Sie

wurde im Jahre 2002 erbaut und ist dem hl. Bruder Klaus von

Flüe geweiht. Bruder Klaus, auch Niklaus von Flüe genannt, gilt

als Schutzpatron der Schweiz. Sein offizieller Gedenktag ist der

25. September. Die jüngste Kapelle im Lötschental fällt durch

die moderne und eigenwillige Architektur auf.

Die nächste Kapelle am Lötschentaler Höhenweg ist auf der

Hockenalp. Die Hockenalp Kapelle wurde 1959 erbaut. Die Patronin

ist die hl. Anna, Mutter von Maria. Die Darstellung der

hl. Anna, der Gottesmutter Maria und des Jesuskindes nennt

sich „Anna selbdritt“. Sie ist die Schutzpatronin der Mütter, der

Witwen, der Arbeiterinnen. Sie wird angerufen für Kindersegen,

Fieber, Kopf- und Bauchschmerzen.

Wenn wir dem Lötschentaler Höhenweg weiter folgen, kommen

wir auf die Kummenalp. Die Kummenalp Kapelle wurde von

Otto Werlen 1951 erbaut. Die Schutzpatronin ist Maria Königin

- Königin der Engel und Heiligen. An der Altarwand sehen wir

eine Darstellung von Maria Himmelfahrt.

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Wegbeschreibung

Wir beginnen unsere Wanderung auf der Fafleralp. In der Nähe

des Hotels Fafleralp finden wir im Wald versteckt die Fafleralp

Kapelle. Die Kapelle wurde im Jahr 1959 erbaut. In der Kapelle

hinter dem Altar fällt der Blick auf ein schmales, schmiedeisernes

Kreuz. Das Kreuz ist ungewöhnlich und animiert

viele Besucher zum Nachdenken. Der Patron der Kapelle ist der

hl. Bernhard. Er ist der Schutzheilige der Alpenbewohner, der

Bergsteiger und der Skifahrer.

Unsere letzte Station am Lötschentaler Höhenweg ist die Kapelle

„Maria zum Schnee“ auf der Faldumalp, welche 1923 nach

den Plänen von Kaplan Supersaxo errichtet wurde. Auf dem Altarbild

sehen wir eine Darstellung von Jesu Grablegung. Der

Name „Maria zum Schnee“ basiert auf einer Legende, wonach

die älteste Marienkirche in Rom dort erbaut wurde, wo im August

Schnee fiel, wie es Maria dem damaligen Papst Liberius

im Traum eingegeben hatte. Zum Gedächtnis an den Weihetag

dieser Kirche im Jahre 432 wird heute das Fest Mariä Schnee

am 5. August gefeiert.

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Hublchapllu Rundgang

Kurzinfo zur Wanderung:

Dauer:

1 h 10 min

Strecke:

2.8 km

Aufstieg: 230 m

Abstieg:

230 m

Highlights auf dem Weg:

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Gedicht (Jörg Zink)

Wenn du etwas Schönes siehst,

dann lass dir Zeit.

Wo etwas Heilendes geschieht,

da bleib lange stehn.

Ein Zeitverschwender aber wirst du sein müssen,

wenn jemand deine Liebe braucht,

deine Hilfe oder deinen Trost.

Wo dir Trauer begegnet oder Leid,

da ist es Zeit für viel Zeit.

Denn die Zeit weitet sich,

wo Wichtiges geschieht.

Am Ende wird kaum etwas Schöneres

über dich gesagt werden können als:

„Er -oder sie–hat Zeit für mich gehabt.“

Und das will heissen:

Er hat ein Stück von sich für mich hingegeben.

Wegbeschreibung

Der Rundgang beginnt bei der Dreifaltigkeitskirche in Ferden,

welche im Jahre 1960 eingeweiht wurde. Die schlicht gehaltene

Innenausrichtung strahlt durch das Farbenspiel der Kirchenfenster

eine besondere Stimmung aus. Die Kirchweihe in

Ferden ist jeweils am 2. Sonntag im September.

Die Kapelle der hl. Barbara stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Auf dem Firstbalken befindet sich die Jahreszahl 1675. Sie

stammt aus der gleichen Zeitepoche wie die anliegenden Häuser

am alten Dorfplatz in Ferden. Im Jahre 1931 erhielt die

Kapelle einen Tabernakel, womit die Verpflichtung entstand,

einmal pro Woche Messe zu feiern. Mit dem Bau der Pfarrkirche

verlor die Kapelle ihre Funktion. Im Jahre 1976 wurde die Barbara

Kapelle vom Männerverein renoviert und dient heute als

Aufbahrungskapelle. Die hl. Barbara ist die Schutzpatronin der

Geologen, der Sterbenden, Helferin gegen Blitz- und Feuersgefahr,

der Artillerie, Patronin der Bergleute, der Gefangenen, der

Glöckner und der Architekten. Das Fest der Heiligen Barbara

wird am 4. Dezember gefeiert.

Über die Dorfstrasse gehen wir hoch bis zum Wegweiser des

alten Lötschpassweges. Diesem folgen wir bis zur Waldchaplla

mit einer Statue der Muttergottes von Lourdes. Im ganzen Lötschental

bemerkt man eine tiefe Verehrung der Muttergottes

von Lourdes. Hier bei der Waldchaplla verzweigt sich der Weg.

Wir folgen dem rechten Waldweg bis zur Hublchaplla. Die Hublchaplla

ist dem hl. Franziskus geweiht, dem berühmten Franz

von Assisi. Er ist der Schutzpatron der Armen, Lahmen, Blinden,

Strafgefangenen, Schiffbrüchigen und Umweltschützer

aber auch der Weber, Tuchhändler, Schneider, Kaufleute und

Sozialarbeiter etc. Er wird angerufen gegen Kopfweh und Pest.

Nach 10 min erreichen wir die Strasse. Auf dieser kehren wir

zurück ans Färdaried und kommen an der Einsiedelei vorbei,

welche 1933 erbaut wurde. Im Jahre 1952 wurde die Einsiedelei

von den Benediktinern von Sarnen gekauft. Die Einsiedler

-Muttergottes aus der Kapelle wird während der Wintermonate

in der Kirche von Ferden aufgestellt. Während der Ferienzeit

der Benediktiner kehrt sie wieder für die Messfeiern in die Kapelle

zurück.

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Von der Dreifaltigkeitskirche führt unser Weg über die Leischa

hinauf zum schönen Dorfplatz, mit der Barbara Kapelle, den

herrschaftlichen Häusern und im Hintergrund dem Bietschhorn.

Von der Einsiedelei laufen wir weiter die Strasse hinunter zum

Bildstöckli Färdariäd, welches der hl. Barbara geweiht ist. Der

Rundgang endet wieder bei der Dreifaltigkeitskirche.

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Gebirgswald Rundgang

Kurzinfo zur Wanderung:

Dauer:

3 h 5 min

Strecke:

9.7 km

Aufstieg: 675 m

Abstieg:

675 m

Highlights auf dem Weg:

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Mit den Sinnen wahrnehmen

Um meine Sinneswahrnehmung zu schärfen, kann ich mir

vornehmen, mich auf einen Sinn zu konzentrieren.

An einem Morgen achte ich besonders auf das, was ich höre.

Alle andern Eindrücke bleiben für diese Zeit ausgeblendet.

Was höre ich in meinem Umfeld?

Welche Tiere?

Den Wind in den Bäumen?

Geräusche anderer Menschen?

Maschinengeräusche auf den Feldern?

Strassenlärm?

Welche Geräusche verursache ich selber?

Ich höre meine Schritte,

meinen Atem,

vielleicht sogar meinen Herzschlag.

An anderen Tagen konzentriere ich mich

nacheinander auf die übrigen Sinne.

Die letzte Renovation erfolgte in den Jahren 1977/1978. Die

Kirchweihe mit Aufzug der Herrgottsgrenadiere ist am 3. Sonntag

im Juli oder am Sonntag vor Sankt-Johann.

Über die Treppe hinunter gelangen wir auf den Grossen Platz im

alten Dorfteil. Die Häuser sind grösstenteils im 16. - 17. Jahrhundert

erbaut worden. Wir gehen hinunter zur Lonza, überqueren

die Brücke und folgen den Wegweisern Richtung Gattunalp.

Durch den Lärchenwald erreichen wir das Bildstöckli des

hl. Hubertus. Das Bildstöckli liegt mitten im Wald und lässt uns

eine Aussicht auf Kippel geniessen. Im Bildstöckli steht eine

Statue des hl. Hubert mit einem Hirsch, der zwischen dem Geweih

ein Kreuz trägt. Der hl. Hubert ist der Schutzpatron der

Jäger, Metallarbeiter, Drechsler, Metzger, Optiker und Mathematiker.

Er wird angerufen gegen Tollwut bei Hunden, Hundeund

Schlangenbisse sowie bei Wasserscheu.

Weiter geht es bis zum höchsten Punkt der Wanderung, auf

die Gattunalp. Bei den Schaffärichu (Sammelplatz der Schafe)

steht ein Kreuz aus Baumstämmen. Von hier kehren wir zurück

auf den Wanderweg und überqueren den Bach Chastlerra. Wir

folgen dem Wegweiser durch den Chastlerwald bis zur Bifig.

Von dort gehen wir zum Bildstöckli auf der Chaschtläreggu. Es

ist der Muttergottes geweiht. Das weisse Bildstöckli wird von

einem grossen Gemälde der heiligen Mutter Gottes mit dem

Jesuskind geziert.

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Wegbeschreibung

Mit dem Besuch in der Pfarrkirche von Kippel beginnen wir den

Rundgang. Nach zuverlässigen Quellen stand die erste Kapelle

schon bei der Pfarreigründung im Jahre 1233 an der jetzigen

Stelle, dem sogenannten „Martibiel“. Die heutige Kirche wurde

1740 - 1742 im Barockstil erbaut und 1742 durch Bischof Blatter

dem hl. Martin geweiht. Aufgrund seiner Vita ist der heilige

Martin Schutzheiliger der Reisenden und der Armen und Bettler

sowie der Reiter, im weiteren Sinne auch der Flüchtlinge,

Gefangenen, Abstinenzler und der Soldaten.

Der Weg führt uns dann wieder zurück zur Kirche. Hier findet

sich auch das Beinhaus, in welchem früher die Gebeine der

aufgehobenen Gräber gelagert wurden. Die Kapelle stammt

aus dem Jahr 1556. Im Innern befindet sich eine Darstellung

der schmerzhaften Muttergottes (Pietà). Besondere Aufmerksamkeit

verdient die wertvolle Decke mit den verschiedenen

Inschriften. Alle diese Inschriften mahnen uns, unser Leben

sinnvoll, zielbewusst und voll Verantwortung zu leben.

Die Inschrift mit der Uhr sagt uns: „Wenn die Uhr ist gelaufen

aus, dann heisst mit dir in Totenhaus“.

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Kreuzweg Tenn Rundgang

Kurzinfo zur Wanderung:

Dauer:

1 h 45 min

Strecke:

4 km

Aufstieg: 195 m

Abstieg:

195 m

Highlights auf dem Weg:

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Psalm 23

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf grüner Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquickt meine Seele.

Er führe mich auf rechter Strasse

um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück,

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbst mein Haupt mit Oel

und schenkst mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit

werden mir folgen mein Leben lang

und ich werde bleiben

im Haus des Herrn immerdar.

Von der Pfarrkirche wandern wir in östlicher Richtung durch

den älteren Dorfteil zum Milibach. Bei der Wegkreuzung gehen

wir rechts hinunter zur Talstrasse, Richtung Blatten zum Bildstöckli

Milibach.

Das Bildstöckli Milibach wurde zum Gedenken an einen jungen

Mann errichtet, welcher sein Leben bei einem Autounfall verloren

hat. Das Kapellchen, welches 1987 eingesegnet wurde,

schmückt ein schlichtes geschnitztes Holzkreuz. Bei den verheerenden

Unwettern im Oktober 2011 wurde das Bildstöckli

verschüttet aber glücklicherweise nicht zerstört.

Wir überqueren so dann die Talstrasse und begeben uns zur

Freizeitanlage Gsteinät, dann weiter zum Tännerstäg, biegen

nach links ab und gehen hoch zur Talstrasse. Hier beginnt der

Kreuzweg Tenn. Der Kreuzweg wurde 2003 von den Pensionierten

von Wiler erstellt und zeigt den Leidensweg Jesu in

insgesamt 14 Kapellchen. Zeiten der Andacht, der Besinnung

und des Schweigens aber auch des Betens gehören auf diesen

Abschnitt.

Auf der Bergstrasse zur Lauchernalp kommen wir zum Bildstöckli

„Maria am Weg“. Das Kapellchen wurde 1974 vom Männerverein

erbaut und soll allen ein Wegweiser sein. Es ist der

Rosenkranzkönigin geweiht. Bequem kehren wir auf der Bergstrasse

zurück zur Kirche in Wiler, wo unser Rundgang endet.

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Wegbeschreibung

Der Start dieser Rundwanderung ist bei der Pfarrkirche in Wiler.

1950 wurde an dieser Stelle eine Kapelle gebaut, die man sieben

Jahre später zur Pfarrkirche weihte. Die Schutzpatronin

der Kirche ist die Königin des Friedens (Regina Pacis). Sie wurde

als Altarbild vom Künstler Richard Seewald gemalt. Die Kirchweihe

findet alljährlich am 3. Sonntag im Monat August statt.

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Mittelbergweg

Kurzinfo zur Wanderung:

Dauer:

2 h 35 min

Strecke:

7.8 km

Aufstieg: 590 m

Abstieg:

435 m

Highlights auf dem Weg:

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Gedicht (Christa Spilling-Nöker)

Wenn der Tag beginnt

und die ersten Sonnenstrahlen

mein Gesicht behutsam streifen,

dann möge mir vom Himmel her

ein Engel mitten ins Herz fallen,

so dass ich all das Schöne,

das an diesem Tag auf mich wartet,

voll auszukosten vermag,

damit ich alles Lästige

gelassen nehmen kann

und den Klängen des Himmels

einen Resonanzbogen

zu geben vermag

mit Leib und Seele,

ja, dass die Hand der Freude

mich an diesem Tage hält.

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Kurz nach dem Zubenbach sehen wir das Bildstöckli

„Chiiplriäd“. Dieses Bildstöckli wurde aus Anlass der Heiligsprechung

vom hl. Bruder Klaus 1947 erstellt. Imposant

ist das Kreuz, das der Jugendverein aufgestellt hat.

Es ist 13.5 m hoch und während der Nacht beleuchtet.

Wir gehen auf der Hockenstrasse weiter bis zur nächsten Kurve.

Hier folgen wir dem Waldweg und den Wegweisern am Mittelberg

Richtung Wiler. Oberhalb des Dorfes treffen wir auf das

BildstöckIi „Undrä Baann“, das dem Herzen Jesu geweiht ist.

Schützend breitet er seine Arme über das Dorf aus. Dem leicht

ansteigenden Weg folgen wir bis zur Abzweigung zum Milibach.

Auf dem Flachstück erreichen wir die Strasse, die auf die

Lauchernalp führt. Wir folgen der Lauchernalpstrasse rechts

hinunter bis zur Loibegga beim Bildstöckli „Maria am Weg“.

In der Kurve führt uns der Wegweiser Richtung Tärra, Weissenried,

Blatten. Ein leichter Abstieg bringt uns wieder in den

Wanderweg zur Tärra. Den Wegweisern folgend überqueren wir

den Tännerstäg, kommen an der Siedlung zur Tärra vorbei und

erreichen den Weiler Weissenried.

In Weissenried steht die Kapelle des hl. Georg. Erstmals wurde

1687 von einem Gebetshäuschen gesprochen. Im Jahre 1787

wurde die jetzige Kapelle erbaut. Die letzte Renovation wurde

1993 durchgeführt. Beim Betreten der Kapelle fällt unser Blick

auf das Altarbild des Drachentöters St. Georg. Er ist umgeben

von den Statuen der Apostel Petrus und Paulus.

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Wegbeschreibung

Die Wanderung beginnt im Dorf Ferden bei der Barbara Kapelle

und führt bis zur Pfarrkirche nach Blatten. Die Kapelle der

hl. Barbara wurde im Jahre 1675 erbaut. Sie stammt aus der

gleichen Zeitepoche wie die anliegenden Häuser am alten Dorfplatz

in Ferden.

Wir folgen dem alten Talweg und wandern in Richtung Kippel.

Bei der Treibgasse biegen wir links ab und folgen jetzt dem

Wegweiser Tärruweg. Wir erreichen die Hockenstrasse und folgen

dieser.

Weiter geht die Wanderung Richtung Blatten. Auf halbem Weg

zwischen Weissenried und Blatten steht links am Wegrand

das Bildstöckli „Im Brand“. Dieses aus Holz gebaute Bildstöckli

ist dem hl. Antonius von Padua geweiht. Weiter geht der Weg

nach Blatten. Wir überqueren die Gisentella und biegen unmittelbar

danach rechts in den Besinnungsweg ein. Wir wandern

bis zum östlichen Dorfrand. Bei den ersten Häusern, gegenüber

der alten Mühle, steht rechts am Wegesrand das Wegkreuz

und daneben das Bildstöckli „Zr Sagu“, mit dem gekreuzigten

Heiland. Der Weg geht geradeaus weiter zum alten Dorfkern

und dann links hinunter auf den Dorfplatz zur Kirche.

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Besinnungsweg

Kurzinfo zur Wanderung:

Dauer:

45 min

Strecke:

2.5 km

Aufstieg: 150 m

Abstieg:

50 m

Highlights auf dem Weg:

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Gebet beim Anzünden einer Kerze

Gott du bist mir Vater und Mutter,

im Vertrauen auf deine Liebe

komme ich zu dir

und zünde diese Kerze an.

Jesus Christus,

du bist das Licht der Welt und willst,

dass andere für uns,

und wir für andere zum Licht werden.

Lass dieses Licht in meinem Leben

immer heller leuchten und gib,

dass es auch den Menschen

den Weg weist,

die ich in meinem Herzen trage.

Besonders bitte ich für ....

Begleite uns auf unseren Wegen,

bis wir bei dir,

dem Ziel unseres Lebens ankommen.

Amen.

Wegbeschreibung

Die Wanderung beginnt bei der Kirche in Blatten, welche 1985

der Rosenkranzkönigin geweiht wurde. 1898 löste sich Blatten

von der Talpfarrei Kippel. Nach Abriss der 1877 erbauten neugotischen

Kirche kontrastiert jetzt ein Neubau mit dem typischen

Ortsbild eines Lötschentaler Bergdorfes. Beim Betreten der

Kirche lenkt das Rosettenfenster den Blick des Besuchers

auf sich. Neben dem Altar findet man auch eine Marienstatue,

welche ins 15. Jahrhundert datiert werden konnte. Die Kirchweihe

in Blatten findet immer am letzten Sonntag im Monat

August statt.

Wieder draussen folgen wir nun den Besinnungstafeln, die am

Wegrand aufgestellt sind:

„Das Rauschen des Flusses - pausenlos, bewegt. Mich hineinbegeben

in diesen Strom. Im steten Rauschen die Botschaft

hören: Wir alle sind eins.“

Dies ist nur ein Text von 10 Standorten, welche Sie auf Ihrem

Weg nach Kühmatt entdecken. Nehmen Sie sich Zeit und geniessen

Sie die Ruhe und lassen Sie sich von den Texten zum

Innehalten und zum Nachdenken anregen.

In Eisten besuchen wir das Bildstöckli der hl. Rita. Dieses Bildstöckli

wurde 1958 in Erinnerung an die Lawinenkatastrophe

von 1951 erbaut. Die hl. Rita wird als Helferin in aussichtslosen

Anliegen und in Examensnöten angerufen.

In umittelbarer Nähe befindet sich auch die Kapelle Eisten.

Diese wurde 1677 erbaut und ist dem hl. Wendelin geweiht.

Wendelin ist der Schutzpatron der Hirten und der Landleute,

Bauern, Tagelöhner und Landarbeiter. Bei der Talprozession

wird hier noch immer die kleine Glocke geläutet.

Nach einem leichten Aufstieg vorbei an Äckern und Scheunen

gelangen wir zum Bildstöckli am Geryn. Es wurde zum Andenken

an Lawinenopfer errichtet. Von hier sehen wir bereits die

Wallfahrtskapelle von Kühmatt. Die barocke Kapelle „Mariä

Heimsuchung“ ist Ziel regionaler Wallfahrten (Auf Seite 18 - 21

dieser Broschüre erfahren Sie alles Wissenswerte über den

Wallfahrtsort Kühmatt).

Auf dem Rückweg überqueren wir die Lonza und wandern auf

der Schattseite zurück bis zur Talstrasse. Beim Stampbach gehen

wir hinunter zur Brücke über die Lonza und kehren durch

die Tiäfunmatte zurück zur Kirche von Blatten.

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Wallfahrtsort Kühmatt

Die Legende von Kühmatt (von Ignaz Bellwald)

Berghirten sahen beim abendlichen Rosenkranz ein Licht

auf ein Marienbild scheinen. Sie bauten ein Gebetshäuschen

und verehrten die Statue. Diese Begebenheit blieb nicht lange

verborgen; bald kamen die Talbewohner, welche im Winter

und Sommer auf den umliegenden Alpentriften ihre Herden

verpflegten, knieten vor dem unscheinbaren Standbilde nieder,

und brachten kleine Hirtengaben. Am Abend, wie dies auf

den Alpen noch heute üblich ist, kamen die Leute, um ihre

Abendandacht vor diesem Gebethäuslein zu verrichten und

während sie beteten, sahen sie bisweilen brennende Lichter,

die dann von selbst erloschen. So die Legende.

Es scheint tatsächlich dort ein Gebetshäuslein gegeben zu

haben, denn bei der Visitation von Bischof Riedmatten im Jahr

1534, ordnete er an, dass der Rektor des St. Nikolaus- und

des Katharina-Altars in Kippel drei maurische Pfund Zins von

der Kapelle unserer lieben Frau von Chiämad beziehen kann,

musste aber dafür von Mai bis September einmal in der Woche

eine hl. Messe lesen.

Bischof Johann Jordan gab die Bewilligung in Chiämad eine

Kapelle zu bauen, die dann auch 1555 vollendet da stand. Das

aufgefundene Bild im alten Gebetshäuschen wurde in die neue

Kapelle übertragen und auf den zweiten Absatz des Hochaltares

aufgestellt. Der Altarbauer wollte es mit neuen Farben

überziehen und nach dem Geschmack der Zeit einrichten, aber

er bekannte wiederholt, es sei ihm unmöglich gewesen, eine

haltbare Farbe aufzutragen.

Wiederum kennt man im Lötschental die mündliche Überlieferung,

nach welcher zur Zeit der Reformation der Prior von

Kippel zum Zweifler wurde. Weit abgeschieden von seinen Mitbrüdern

im Tal des Rottens, konnte er nirgends Rat und Aussprache

finden und wusste nicht mehr, wo der rechte Weg war.

Schon war er auf dem Wege talauswärts. Bei Goldschenried, wo

man ein letztes Mal das ganze Tal überblicken kann, schaute er

nochmals zurück und sah zuhinterst im Tal das Marienheiligtum

von Chiämad im hellen Licht erstrahlen. Da beschloss er,

ins Bernerland überzusetzen.

Er wählte den damals fast unbekannten Weg über den Petersgrat.

Vor dem Anstieg aus dem Tal zum Gletscher rastete er bei

der Kapelle in Chiämad. Gewissensnot peinigte ihn und liess ihn

ins Bethaus treten, in dem er so oft das Messopfer dargebracht

hatte. Je länger er da sass, desto unwiderstehlicher zog es ihn

vor das Gnadenbild. Was dort geschah, nahm er mit ins Grab. Er

kehrte nach Kippel zurück und behielt die Leute von Lötschen

beim alten Glauben. Diese munkelten – denn irgendwer hatte

den mit einem eisenbeschlagenen Bergstock ausgerüsteten

Wanderer doch gesehen – ihrem Seelsorger sei die Gottesmutter

erschienen. Dieser tat dem Gerede keinen Einhalt und sagte

bloss: „Er und das Talvolk hätten damals die grösste Gnade erfahren,

die je von Chiämad ausgegangen sei“.

Wahrscheinlich hat das Votivbild auf dem Antoniusaltar diese

Sage veranlasst, so Prior Siegen. Hier erscheint die Muttergottes

einem Prior. So ist diese Legende von damals hier festgehalten.

Baugeschichte der Chiämad Chaplla

Bartolomäus Indergassen war der Erbauer von der jetzigen Kapelle

von 1654. Auf der Türe steht geschrieben:

DISE CAPELEN IST ERBUWT WORDEN ZU EHREN GOT DEM

ALMACHTIGEN UND MARlEN SEINER HOCHWEIDRIGEN MUTER

UND DIE GANZE THALSCHAFT HAT SIE GEBUWEN UND DER ZEIT

CAPELN FOGT PETER TANAST 1654.

1758/59 erfolgte eine weitere Renovation. Auf den Bänken erkennt

man, dass es Prior Murmann von Kippel war, denn wie

in seinem berühmten Wohnhaus in Kippel, das Murmannhaus

genannt, der Tod an der Decke eingeschnitzt ist, wacht er hier

links am ersten Bank, und der Spruch ob seiner Stubentüre erinnert

uns daran:

GEHST DU AUS ODER EIN DER TOD DER WARTET DEIN.

Die letzte Renovation nahm den Anfang unter dem Architekt

André Werlen aus Brig und zwar im Herbst 1987. Arbeitsbeginn

war Juni 1988, Einweihung am 2. Juli 1989.

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Inventar der Kapelle

- Die Eingangstüre der Kapelle ist ein Prachtstück. Sie ist

geziert mit Reliefbildern der vier Evangelisten.

- Der Kanzelkorb ist aus dem Jahr 1696.

- Das Kruzifix auf dem Zugbalken ist aus dem 17. Jahrhundert.

- Die Kapelle besitzt einen gotischen Kelch aus dem 15. Jahrhundert

und einen Kelch der Familie Stockalper.

- Ein Messbuch, also ein Wiegendruck, welcher für diese

Kapelle um 1490 gekauft wurde.

- Die kostbaren Ölbilder sind aus der früheren Barockzeit.

Dass das Lötschental im 17. Jahrhundert eine wirtschaftliche

Blüte erlebt hat, ist auch hier besonders an den Altären sichtbar.

Der reich vergoldete Hochaltar, in Barocküberschwang

trägt Figuren, in der die Himmelskönigin in den wichtigsten

Geschehen ihres Lebens dargestellt wird;

- Der Besuch des Engels, der der Knienden einen Lilienzweig

überreicht.

- Der Besuch bei der frommen Elisabeth.

- Mitten im Altar thront sie auf der Erdkugel, der Schlange den

Kopf zertretend, Maria mit dem Jesukind.

- Maria Himmelfahrt.

Wie ein Gesang ihr zu Ehren ist der ganze Altar, als wäre eines

der überschwänglichen Lieder in ihm verkörpert, welches die

alten Lötscher früher gesungen haben. Eine Strophe davon:

„Ihr Haupt ist geziert mit goldener Kron,

Den Szepter sie führet im himmlischen Thron.

Eine starke Heldin. Mit Engels gleichem Schritt.

Der höllischen Schlange den Kopf sie zertritt.“

Der Altar ist von Johann Sigristen von Glis ca. 1660. Man kann

annehmen, dass der Lötscher Künstler Hans Siegen, welcher

in dieser Zeit die Chorstühle in Ernen schnitzte, sicher auch

hier gearbeitet hat. Dies verrät uns der Seitenaltar, welcher

dem hl. Antonius geweiht ist und gestiftet wurde vom Fender

Melchior Werlen und seiner Frau Anna Rieder aus Kippel, deren

Kinder der Künstler auch Taufpate war.

Wie bei manchen Wallfahrtskapellen standen auch hier früher

am Pilgerwege bis 1910 von Eisten nach Kühmatt die 15 Rosenkranzgeheimnisse.

Es sind kunstvolle Holzreliefe, in kapellenähnlichen,

mit Blech beschlagenen und mit kleinen Gitter

versehenen Kästchen, die jeden Frühling auf Holzpflöcken aufgeschraubt

und im Winter wieder entfernt wurden. Diese werden

heute in der Kirche von Blatten aufbewahrt.

Votivbilder

Die Gelübtebilder der Chiämad Chaplla aus dieser Zeit verraten

uns den Gang der Kleidung von der Buntheit zur eintöniger

Schwärze, vom bescheidenen Reichtum zur Armut. Wir sehen

auf den Bildern:

„Prächtige Arbeit im Beginn,

allmählichen Niedergang,

endliches Verstummen.“

Sie stellen einen Gang durch das Leben einer Talschaft dar. Die

Votivtafeln verraten uns, dass es zu allen Zeiten Kranke und

Bedrängte gab. Die aber einen festen Glauben und Vertrauen zu

unserer lieben Frau von Chiämad hatten.

„Sie waren hier; all die Jungen, die in den Söldendiensten

Hände und Füsse verloren haben.

Sie waren hier; die Wöchnerinnen, die um ihr Kind bangten.

Sie waren hier; all die Pestkranken.

Sie waren hier, die mit Bruder Klaus beteten für Frieden im

Land.“

Gebet

Sie kamen und kommen immer und zu aller Zeit,

um zu bitten und zu beten in ihrem Leid.

Maria lässt nicht nur ein krankes Herz weiter schlagen,

sondern auch Wunder der Liebe vor Gott hin tragen.

All diese Menschen hatten wie wir ein Herz,

dass fühlen konnte das Leid und den Schmerz.

Sie alle waren verzweifelt im Geschehen der Zeit.

Auch wir sind davon in keiner Weise befreit.

Die Stimme der Lötscherglocke tönte auch hier,

o Mutter von Chiämad, wir beten zu dir.

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Weiterführende Informationen

Wanderkarte

Besinnliche Führungen

Interessieren Sie sich für besinnliche Führungen entlang der

zahlreichen Kapellen, Kirchen und Bildstöckli im Lötschental?

Auf Voranmeldung werden samstags und sonntags Führungen

nach Ihren Vorstellungen und Wünschen organisiert. Informationen

und Anmeldung bei Meyer Peter, Pilgerbegleiter, Tel. +41

(0)79 415 12 23

Lötschental App

Mit der Lötschental App haben Sie alle Pilgerwege im Lötschental

auf Ihrem iPhone oder Android-Phone. Sämtliche Touren

verfügen über detaillierte Beschreibungen sowie Höhenprofile.

Der Wegverlauf wird als detaillierter Track auf einer voll zoombaren

topografischen Karte mitsamt Einkehrtipps und interessanten

Punkten dargestellt. Zudem können Sie zu jeder Kapelle,

Kirche oder Bildstöckli interessante Informationen abrufen.

Sie können die Lötschental App im App Store bzw. Google Play

Store unter dem Suchbegriff „Lötschental“ gratis downloaden.

Weitere Informationen zum App finden Sie auch online unter

www.loetschental.ch/app

Beschreibungen zu den Pilgerwegen im Lötschental sowie

andere Angebote zum Thema finden Sie auch online unter

www.loetschental.ch/pilgern

Dank

Zum Schluss möchten wir all denen danken, die direkt oder

indirekt zur Realisierung und Umsetzung dieser Broschüre

beigetragen haben. Wir bedanken uns insbesondere bei Peter

Meyer, ohne welchen die Zusammenstellung dieser ausgewählten

Rundwanderungen nicht möglich gewesen wäre.

Auch möchten wir Marina Ritler danken für diese besondere

Idee, sowie Therese Ritler und Peter Meyer für die kostenlose

Bereitstellung von Fotomaterial.

Lötschental Tourismus

Herausgeber: Lötschental Tourismus, CH - 3918 Wiler

Text:

Peter Meyer

Realisierung: Sandra Stockinger

Bilder:

Peter Meyer, Lötschental Tourismus

Druck:

Valmedia AG, Visp

Nachdruck: August 2012

Änderungen vorbehalten.

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