Geschäftsbericht 2007 - Schlatter

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Geschäftsbericht 2007 - Schlatter

H O L D I N G A G

Geschäftsbericht 2007


Zum Titelbild

Kernkompetenz Schweisstechnik

Die Schweiss verbindung unter dem Mikroskop

steht nicht nur für faszinierende Formen und

Farben, sondern vor allem für die traditionelle

Kern kompetenz der Schlatter Gruppe: die

Schweisstechnik.


Inhalt

2 Profil

3 Kennzahlen der Schlatter Gruppe

4 Bericht über das Geschäftsjahr 2007

9 Segment Schweissen

11 Segment Weben

12 Corporate Governance

23 Finanzielle Berichterstattung 2007 der Schlatter Gruppe

75 Finanzielle Berichterstattung 2007 der Schlatter Holding AG

83 Adressen


Profil

Die Schlatter Gruppe ist ein international führender Anlagen bauer für

umfassende Fertigungslösungen zur Herstellung von Armierungsund

Industriegittern sowie von Radiatoren. Sie baut auch Anlagen zum

Schweissen von Eisenbahnschienen sowie Anlagen zur Herstellung von

Textilgeweben für die Papierindustrie. Sie entwickelt innovative Produkte

und Gesamtlösungen mit hohem Kundennutzen. Die Gruppe verfügt

über eine weltweite Vertriebs- und Serviceorganisa tion, über die sie ihre

Neuanlagen vertreibt und Serviceleistungen sowie hochwertige Ersatzteile

anbietet. Weitere Informationen: www.schlatter.ch.

2 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Kennzahlen der Schlatter Gruppe

Nettoerlös 2007

nach Segmenten

IFRS

Swiss

GAAP FER

2007 2006 2005 2004 2003

74,6% ■ Schweissen

25,4% ■ Weben

Nettoerlös 2007

nach Regionen

Nettoerlös CHF Mio. 240,0 197,1 180,0 158,2 157,7

Veränderung zum Vorjahr % 21,8 9,5 13,8 3,2 - 8,1

Produktionserlös CHF Mio. 248,1 206,3 176,3 153,1 151,1

Betriebserfolg (EBIT) CHF Mio. 12,3 9,9 8,3 1,3 - 32,4

in % vom Nettoerlös % 5,1 5,0 4,6 0,8 - 20,6

Konzernergebnis (inkl. Minderheiten) CHF Mio. 8,4 5,4 6,7 - 2,3 - 33,7

in % vom Nettoerlös % 3,5 2,7 3,7 - 1,4 - 21,4

Konzernergebnis (exkl. Minderheiten) CHF Mio. 8,1 4,9 6,5 - 2,6 - 33,8

in % vom Nettoerlös % 3,4 2,5 3,6 - 1,6 - 21,4

Auftragsbestand CHF Mio. 183,2 122,0 76,3 n.a. n.a.

Mitarbeiterbestand am 31.12. 505 489 518 514 593

im Jahresdurchschnitt 502 498 520 526 633

Nettoerlös pro Mitarbeiter CHF 1000 478 396 346 301 249

1,0% ■ Schweiz

54,7% ■ Übriges Europa

9,4% ■ Nordamerika

23,4% ■ Asien /Pazifik

11,5% ■ Übrige Welt

Verzinsliches Fremdkapital CHF Mio. 2,4 0,0 31,4 78,0 77,7

Nettofinanzposition 1 CHF Mio. 22,5 21,1 - 22,0 - 57,8 - 67,5

Gearing 2 0,0 0,0 47,9 365,0 325,3

Free Cash Flow 3 CHF Mio. - 0,4 5,7 11,6 12,3 n.a.

Umlaufvermögen CHF Mio. 132,6 112,2 83,1 93,5 85,7

Anlagevermögen CHF Mio. 19,4 17,8 53,8 56,4 55,8

Fremdkapital CHF Mio. 92,4 78,5 91,0 134,1 120,7

Eigenkapital (inkl. Minderheiten) CHF Mio. 59,6 51,6 45,9 15,8 20,7

Eigenfinanzierungsgrad (inkl. Minderheiten) % 39,2 39,7 33,5 10,6 14,7

Eigenkapitalrentabilität (ROE) 4 % 15,1 11,0 14,7 - 12,3 - 88,8

Aktienkennziffern

Aktienkapital per 31.12. CHF 1000 17 575 17 575 17 575 9 764 9 764

Total Namenaktien Anzahl 292 917 292 917 292 917 162 732 162 732

davon dividendenberechtigt Anzahl 292 917 292 917 291 074 160 889 157 594

Konzernergebnis je Namenaktie 5 CHF 27.65 16.84 39.35 - 15.92 - 214.49

Eigenkapital je Namenaktie 5 CHF 196.71 168.70 151.70 88.76 129.86

Dividende je Namenaktie CHF 0 6 0 0 0 0

Payout Ratio % 0 6 0 0 0 0

Kursentwicklung

Jahreshöchst CHF 600.00 452.00 274.96 173.00 180.00

Jahrestiefst CHF 375.00 230.50 143.63 115.00 120.00

Jahresende CHF 395.00 451.00 235.10 150.00 155.00

Börsenkapitalisierung

Jahreshöchst CHF Mio. 175,8 132,4 68,9 28,2 29,3

Jahrestiefst CHF Mio. 109,8 67,5 23,4 18,7 19,5

Jahresende CHF Mio. 115,7 132,1 68,9 24,4 25,2

1

Nettofinanzposition: verzinsliches Fremdkapital abzüglich flüssige Mittel

2

Gearing: Nettofinanzposition dividiert durch Eigenkapital

3

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit abzüglich Kauf von Sachanlagen und immateriellen Anlagen

4

Konzernergebnis dividiert durch durchschnittliches Eigenkapital mit Ausnahme per 31.12.2005

(Eigen kapital per Stichtag wegen Neuausgabe von Aktien)

5

Ermittelt auf Basis dividendenberechtigter Aktien

6

Gemäss Antrag an die Generalversammlung vom 4.6.2008

3 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Bericht über das Geschäftsjahr 2007

« Wachstum auf solider Basis »

Die Schlatter Gruppe kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 zurückblicken.

Der Nettoerlös erhöhte sich von CHF 197,1 Mio. auf CHF 240,0 Mio.,

der EBIT stieg um 24,2 Prozent auf CHF 12,3 Mio., und das Konzernergebnis

betrug CHF 8,4 Mio. Der Auftragsbestand lag mit CHF 183,2 Mio. per Ende

2007 deutlich über dem Vorjahreswert von CHF 122,0 Mio. und bietet eine

gute Ausgangslage für das laufende Geschäftsjahr. Am Bilanzstichtag verfügte

die Gruppe über eine Nettofinanzposition von CHF 22,5 Mio. Die

Schlatter Gruppe will die gute Ausgangslage mit gezielten Innovationen

und weiteren Neuentwicklungen nutzen, um in allen Märkten weiter zu

wachsen.

Im Berichtsjahr steigerte die Schlatter Gruppe

ihren Nettoerlös um 21,8 Prozent auf CHF

240,0 Mio. (Vorjahr: CHF 197,1 Mio.). Beide

Segmente – Schweissen und Weben – trugen

wesentlich zum erfreulichen Wachstum bei. Die

Gruppe profitierte im vergangenen Jahr nicht

nur von der guten Marktverfassung, sondern

spürte auch den Erfolg der intensiven Marktbearbeitung

und die stark steigende Nachfrage

der Wachstumsmärkte Asiens und Europas.

Zur Steigerung des Nettoerlöses haben zudem

Neuentwicklungen beigetragen. Das hohe

Vertrauen in die Schlatter-Produkte hat in

mehreren Regionen zu Marktanteilsgewinnen

geführt. Am Bilanzstichtag verfügte die Gruppe

mit CHF 183,2 Mio. über einen um 50,2 Prozent

höheren Auftragsbestand als im Vorjahr

(CHF 122,0 Mio.).

Nebst dem Umsatz konnte auch der Betriebserfolg

(EBIT) gesteigert werden. Er entspricht

mit CHF 12,3 Mio. (CHF 9,9 Mio.) einer EBIT-

Marge von 5,1 Prozent (5,0 %). Zum Resultat

beigetragen haben ausserordentliche Erträge

von CHF 0,9 Mio. (CHF 2,9 Mio.) aus der Auflösung

einer Rückstellung für Pensionsverpflichtungen.

Zusatzaufwendungen im Zusammenhang

mit Projektrisiken, Überschreitungen der

Projektkosten sowie Wertberichtigungen haben

den Betriebserfolg belastet. Verschiedene

Massnahmen haben im zweiten Halbjahr 2007

zu einem Anstieg der EBIT-Marge von 4,4 auf

5,9 Prozent geführt.

Das Konzernergebnis beträgt CHF 8,4 Mio.

(CHF 5,4 Mio.). Eine Steuerbelastung in Deutschland

aus dem Jahr 2001 von CHF 1,0 Mio.

eliminiert den positiven ausser ordentlichen

Ertrag auf Stufe EBIT (Vorjahr: CHF 2,0 Mio.).

4 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Aufgrund des gesteigerten Geschäftsvolumens

weist die Schlatter Gruppe für das Geschäftsjahr

2007 einen negativen Free Cash Flow von

CHF - 0,4 Mio. (CHF 5,7 Mio.) aus.

Gegenüber dem Vorjahr ist der durchschnittliche

Mitarbeiterbestand mit 502 Mitarbeitenden

konstant geblieben (498). Der Nettoerlös pro

Mitarbeiter konnte im Vorjahresvergleich um

20,7 Prozent auf CHF 478 000 gesteigert werden

(CHF 396 000).

Segment Schweissen Das Segment Schweissen

verzeichnete 2007 eine äusserst starke Nachfrage

und konnte die Auftragseingänge in allen

wichtigen Märkten steigern, wobei der grösste

Anteil auf den Bereich der Anlagen für Armierungs-

und Industriegitter entfiel. Mit einem

um 16,7 Prozent höheren Nettoerlös von

CHF 179,0 Mio. (CHF 153,4 Mio.) erzielte das

Segment Schweissen ein über dem Vorjahr

liegendes Segmentergebnis (EBIT) von

CHF 8,7 Mio. (CHF 7,3 Mio.). Der hohe Auftragsbestand

von CHF 130,6 Mio. (CHF 87,9 Mio.)

sichert eine gute Auslastung für das laufende

Geschäftsjahr.

Nettoerlös*

(CHF Mio.)

03 04 05 06 07

Betriebserfolg EBIT*

(CHF Mio.)

03

04 05 06 07

240

200

160

120

80

40

0

15

10

5

0

- 5

- 10

- 15

- 20

- 25

- 30

- 35

Segment Weben Dem Segment Weben gelang

es in der Berichtsperiode, verschiedene Grossaufträge

zu akquirieren. Insbesondere beteiligte

sich die Schlatter Gruppe erfolgreich am Aufbau

neuer Produktionskapazitäten ihrer Kunden

im asiatischen Raum. Neben Webmaschinen

konnte auch eine hohe Zahl an Ausrüstungsmaschinen

verkauft werden. Der Nettoerlös

erhöhte sich im Geschäftsjahr 2007 um 39,9

Prozent auf CHF 61,0 Mio. (CHF 43,6 Mio.).

Das Segmentergebnis (EBIT) konnte aufgrund

der Volumensteigerung und den in den vergangenen

Jahren durchgeführten Prozessoptimierungen

auf CHF 3,7 Mio. (CHF 3,0 Mio.)

gesteigert werden. Der Auftragsbestand lag am

Jahresende bei CHF 52,6 Mio. (CHF 34,1 Mio.).

*2003 Swiss GAAP FER,

ab 2004 IFRS

5 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Umbau des Standorts Schlieren Der Umbau

der Ende 2006 an die Winterthur Leben

verkauften Immobilie in Schlieren hat im

Geschäftsjahr 2007 planmässig begonnen. Die

Investition, an der sich die neue Besitzerin

substanziell beteiligt, schafft die Voraussetzungen,

um die operativen Abläufe am Hauptsitz

weiter zu verbessern. Der Umzug soll im Lauf

des ersten Halbjahrs 2008 erfolgen.

Zurmont Finanz AG verkauft Aktienmehrheit

Im September 2007 verkaufte die Zurmont

Finanz AG, Rotkreuz, ihre Mehrheitsbeteiligung

von 51,6 Prozent an der Schlatter Holding AG.

Sie veräusserte den grösseren Teil des Aktienpakets

an ein industrielles Konsortium, das

aus der Metall Zug AG, Zug, und der Huwa

Finanz- und Beteiligungs AG, Heerbrugg,

besteht. Der Verwaltungsrat der Schlatter

Holding AG hat die Transaktion unterstützt

und ist überzeugt, dass mit dem Verkauf eine

optimale Basis für die weitere operative Entwicklung

der Gruppe geschaffen worden ist.

Veränderungen im Verwaltungsrat und in der

Gruppenleitung Jost Sigrist übernahm am

1. September 2007 als Chief Executive Officer

die operative Führung der Schlatter Gruppe

und der H. A. Schlatter AG. Er löste Lucas

Grolimund ab, der das Unternehmen Ende

April 2007 verlassen hatte. An der ausserordentlichen

Generalversammlung vom

29. Oktober 2007 wurden Walter Vogel und

Paul Zumbühl als neue Mitglieder in den

Verwaltungsrat gewählt. Guido Patroncini,

Martin A. Messner und Werner Kummer sind

im Rahmen der Veränderungen des Aktionariats

aus dem Verwaltungsrat ausgetreten. Der Verwaltungsrat

dankt ihnen für ihren engagierten

Einsatz. Der Verwaltungsrat ernannte Hans

Ziegler zum Präsidenten und Peter H. Müller

zum Vizepräsidenten.

6 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Dank und Ausblick Mit dem Ziel, die Rentabilität

zu erhöhen, wird die Schlatter Gruppe

im Geschäftsjahr 2008 weiterhin mit hoher

Priorität an der Verbesserung der betrieblichen

Abläufe arbeiten. Insbesondere soll die Orga nisation

angepasst werden, um die Kosten weiter

zu flexibilisieren und die Durchlaufzeiten zu

senken.

Die erfreuliche Steigerung von Nettoerlös und

Betriebserfolg konnten wir nur mit der Unterstützung

unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

erreichen. Wir danken ihnen im Namen

des Verwaltungsrats und der Gruppenleitung

herzlich für ihr Engagement im Berichtsjahr.

Unseren Kunden und Geschäftspartnern danken

wir für die konstruktive Zusammenarbeit

sowie das Vertrauen, das sie uns und den

Schlatter-Produkten wiederum entgegengebracht

haben. Bedanken möchten wir uns weiter

bei unseren Aktionärinnen und Aktionären,

deren Kapital wir auch in Zukunft bestmöglich

in eine nachhaltige Entwicklung der Schlatter

Gruppe investieren wollen.

Konzernergebnis

(inkl. Minderheiten)*

(CHF Mio.)

03 04

05 06 07

Eigenkapital/Fremdkapital*

(CHF Mio.)

10

5

0

- 5

- 10

- 15

- 20

- 25

- 30

- 35

140

120

100

80

60

40

20

Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung

vom 4. Juni 2008 beantragen, auf eine

Dividendenausschüttung zu verzichten, um die

Eigenkapitalquote auf dem bisherigen Niveau

zu halten und der Gesellschaft optimale Bedingungen

für die operative Weiterentwicklung zu

ermöglichen.

03 04 05 06 07

■■ Eigenkapital

■■ Fremdkapital

*2003 Swiss GAAP FER,

ab 2004 IFRS

0

Free Cash Flow

(CHF Mio.)

14

12

Hans Ziegler

Präsident des

Verwaltungsrats

Jost Sigrist

Chief Executive Officer

10

8

6

4

2

04

05 06

07

0

- 2

7 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


s Stationäre Schienenschweissmaschine

GAAS80, der «Tunnel» für

die zu schweissenden Schienen.

t Hochflexible Schweissanlage

für Armierungsmatten

System MG230, Typ Superflex.


Segment Schweissen

« Interesse an Schlatter-Anlagen nimmt weltweit zu »

Das Segment Schweissen steigerte den Nettoerlös in der Berichtsperiode

um 16,7 Prozent auf CHF 179,0 Mio. (Vorjahr: CHF 153,4 Mio.) und trug

damit 74,6 Prozent zum Gruppenerlös bei. Das Segmentergebnis (EBIT) lag

bei CHF 8,7 Mio. (CHF 7,3 Mio.). Die deutliche Zunahme des Auftragsbestands

auf CHF 130,6 Mio. (CHF 87,9 Mio.) per Jahresende und die starke

Nachfrage der Wachstumsmärkte bilden eine gute Basis für die künftige

Entwicklung.

Umsatzwachstum in allen Produktbereichen

Die Flexibilität, mit der die Schlatter Gruppe

als Verbund von Spezialisten auf die Kundenbedürfnisse

im Anlagenbau eingehen kann, hat

sich im Geschäftsjahr 2007 erneut ausgezahlt.

So konnten sämtliche Produktbereiche ihren

Nettoerlös steigern. Der Bereich Armierungsund

Industriegitter, dessen Hochleistungsanlagen

hauptsächlich von der Baustahl verarbeitenden

Industrie eingesetzt werden, verzeichnete in

der Berichtsperiode einen hohen Auftragseingang.

Dabei stammte wiederum ein beachtlicher

Anteil der Nachfrage nach den modular aufgebauten

Schlatter-Produkten aus den neuen

EU-Staaten sowie weiteren Wachstumsmärkten.

Im Bereich Armierungs- und Industriegitter

gehörten beispielsweise China und Indien zu

den Abnehmern gewisser Produktfamilien.

Standardanlagen wurden vor allem von Kunden

in Südostasien und Australien nachgefragt.

Die diversen Neuentwicklungen von Schlatter

haben nicht nur in Europa, sondern auch in

Ländern Mittel- und Südamerikas sehr viele

Abnehmer gefunden.

Auch im Bereich mobile und stationäre Schienenschweissanlagen

setzte sich die hohe

Nachfrage fort. Insbesondere in aufstrebenden

Ländern wie China sind neue Schienennetze

zur Bewältigung der steigenden Nachfrage

nach Transportkapazitäten geplant. Dank gezielter

Innovation und Technologieführerschaft ist

Schlatter hervorragend positioniert und massgeblich

am Ausbau und an der Modernisierung

des weltweiten Schienennetzes beteiligt. So

konnten im vergangenen Jahr zahlreiche Anlagen

in die aufstrebenden Märkte ausgeliefert

werden.

Der Produktbereich Anlagen zur Radiatorenfertigung

konnte die Erwartungen im Geschäftsjahr

2007 erfüllen. Schlatter-Produkte werden

aufgrund ihrer hochstehenden Technologie

geschätzt und beim Aufbau neuer Radiatorenwerke

bevorzugt eingesetzt. Die Produktionsverlagerungen

der Kunden in den Osten eröffnen

der Schlatter Gruppe auch in diesem

Bereich Chancen, sich am Aufbau neuer Märkte

zu beteiligen.

Ausblick Der hohe Auftragsbestand ist Chance

und Herausforderung zugleich. Die gute Auslastung

bildet einerseits eine hervorragende

Ausgangslage für das laufende Geschäftsjahr.

Anderseits gilt es, den Betriebserfolg weiter zu

steigern. Das bedingt, dass bestehende Prozesse

im Segment Schweissen analysiert und optimiert

werden. Im Geschäftsjahr 2008 wird deshalb

intensiv an der Verbesserung des Projektmanagements,

der technischen Stabilisierung der

Produkte sowie an der Reduktion der internen

Durchlaufzeiten gearbeitet.

9 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


s Ausrüstungsmaschine ASM

mit 15 Meter Walzenbreite.

t Webmaschine Modell BK800

mit 14 Meter Webbreite.


Segment Weben

« Nachfrage aus Asien treibt Umsatzwachstum an »

Das Segment Weben konnte den Nettoerlös im dritten aufeinanderfolgen den

Jahr steigern und profitierte insbesondere vom Aufbau neuer Produktionsstätten

in Asien. Während der Nettoerlös im Geschäftsjahr 2007 um 39,9

Prozent auf CHF 61,0 Mio. (Vorjahr: CHF 43,6 Mio.) anstieg, erhöhte sich

das Segmentergebnis (EBIT) um 23,3 Prozent auf CHF 3,7 Mio. (CHF 3,0 Mio.).

Mit einem Auftragsbestand von CHF 52,6 Mio. per Ende 2007 (CHF 34,1 Mio.)

und zahlreichen Grossaufträgen ist die Auslastung der Kapazitäten bereits

bis Ende 2008 gesichert.

Hoher Anteil an Ausrüstungsmaschinen

In Asien wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr

weitere Produktionsstätten aufgebaut. Zur

Herstellung von Papiermaschinenbespannung

sind neben Webmaschinen auch Ausrüstungsmaschinen

erforderlich, was sich 2007 in einem

bedeutenden Umsatzanteil dieser Maschinengruppe

abzeichnete. Während im Durchschnitt

der vergangenen Jahre zwei Ausrüstungsmaschinen

ausgeliefert wurden, waren es im

Berichtsjahr sechs. Hauptumsatzträger im

Segment Weben sind weiterhin die im Markt

erfolgreich eingeführten Webmaschinenmodelle

BK800, TP500 sowie BK700. Insbesondere der

vor zwei Jahren lancierte Maschinentyp BK800

für Formingsiebe konnte bei weiteren Kunden

verkauft und in Betrieb genommen werden.

Der Bereich Drahtwebmaschinen verzeichnete

eine steigende Nachfrage aus osteuropäischen

Ländern. Erste Aufträge konnten im Geschäftsjahr

2007 bereits abgeschlossen und ausgeliefert

werden.

Die deutliche Umsatzerweiterung des Segments

Weben zog nur einen geringen personellen

Ausbau mit sich, da vermehrt temporäre Mitarbeiter

und externe Partner eingesetzt werden

konnten. Personalergänzungen wurden lediglich

in den Bereichen Engineering sowie Montage

vorgenommen. Das hohe Arbeitsvolumen

führte jedoch zu zusätzlichem Platzbedarf, so

dass eine grosse Montagehalle in unmittelbarer

Nähe zugemietet wurde und Montagearbeiten

an externe Partner ausgelagert worden sind.

Ausblick Die neu akquirierten Grossaufträge

stellen die durchgängige Auslastung der Kapazitäten

für das Geschäftsjahr 2008 sicher. Die

Verkaufserfolge schaffen aber auch für die

kommenden Jahre eine gute Basis. Schlatter

verfügt bei den Neuinstallationen über einen

hohen Marktanteil und ist damit bei Anschlussinvestitionen

hervorragend positioniert.

Auch die Absatzmärkte für Webmaschinen

haben sich noch stärker in die asiatische Region

verschoben. Nebst dem Schwerpunktmarkt

China bauten die Kunden des Segments Weben

auch Kapazitäten in Vietnam, Thailand und

Korea auf. Bei den meisten dieser Projekte

handelt es sich entweder um den kompletten

Neuaufbau von Produktionsstätten oder um

eine bedeutende Ausweitung bestehender

Betriebe. Mit seiner Produktpalette ist das Segment

in der Lage, mehrere Maschinentypen zur

Herstellung von Papiermaschinenbespannung

zu liefern. So gelang es, in vielen Projekten

sowohl Maschinen zur Kettvorbereitung als

auch Web- und Ausrüstungsmaschinen aus einer

Hand zu liefern und gleichzeitig den entsprechenden

After-Sales-Service anzubieten.

11 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Corporate Governance

« Verantwortungsbewusste Unternehmensführung »

Die Corporate Governance der Schlatter Gruppe soll mittels «Checks and

Balances», die auf die Grösse des Unternehmens zugeschnitten sind, eine

transparente und umsichtige Geschäftspolitik sowie eine effiziente Verwendung

der eingesetzten Mittel sicherstellen. Der vorliegende Corporate-

Governance-Bericht steht in Übereinstimmung mit der Richtlinie der SWX

Swiss Exchange für Informationen zur Corporate Governance.

Konzernstruktur

und Aktionariat

Operative Konzernstruktur per 31.12.2007

Verwaltungsrat

Gruppenleitung

Jost Sigrist, CEO

Human Resources

Finance & Services

Segment Schweissen

Segment Weben

Sonja Steiner

Werner Schmidli, CFO

Jost Sigrist

Frank Schröter

Sales & Marketing

Vertriebsgesellschaften

Herbert Wenker

Technik & Innovation

Hansjörg Müller *

Operations

Peter Möller

Customer Service

* Bis 31.8.2008

Daniel Zappa

Kotierte Gesellschaft Die Schlatter Holding AG ist die Dachgesellschaft und somit oberste Holdinggesellschaft

der Schlatter Gruppe. Sie hat ihren Sitz und den Ort der Hauptverwaltung an der

Brandstrasse 24 in Schlieren (CH). Die Gesellschaft hält direkt oder indirekt alle Beteiligungen an

Gesellschaften der Schlatter Gruppe.

12 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Corporate Governance


Die Namenaktien der Schlatter Holding AG sind seit 1998 am Hauptsegment der SWX Swiss

Exchange kotiert (Valorennummer 227731, ISIN CH0002277314, Telekurs STRN, Reuters STRN.S).

Die Schlatter Holding AG wies per 31.12.2007 eine Börsenkapitalisierung von CHF 115,7 Mio. auf.

Nicht kotierte Gruppengesellschaften Informationen zu den Gesellschaften der Schlatter

Gruppe sind auf den Seiten 73 und 78 aufgeführt.

Bedeutende Aktionäre Informationen zu den bedeutenden Aktionären sind auf Seite 79 aufgeführt.

Struktur des Aktionariats

Anzahl Aktien

Anzahl Aktionäre

1 bis 10 119

11 bis 100 248

101 bis 1000 55

1001 bis 10 000 15

mehr als 10 000 7

Die Angaben basieren auf den per 31.12.2007 im Aktienbuch der Gesellschaft eingetragenen Namenaktionären.

Von den 292 917 ausstehenden Aktien waren am Bilanzstichtag 242 917 Aktien

(82,93 %) im Aktienbuch erfasst.

Kreuzbeteiligungen Es bestehen keine gegenseitigen kapital- oder stimmenmässigen Beteiligungen

zwischen der Schlatter Holding AG und den vorgängig genannten bedeutenden Aktionären.

Kapitalstruktur

Kapital Per 31.12.2007 verfügte die Schlatter Holding AG über ein ordentliches Aktienkapital von

CHF 17 575 020, eingeteilt in 292 917 Namenaktien mit einem Nennwert von CHF 60 je Aktie.

Das Aktienkapital ist vollständig liberiert. Jede Aktie berechtigt an der Generalversammlung

zu einer Stimme. Dividendenberechtigt sind alle Aktien, die nicht von der Gesellschaft oder einer

ihrer Tochtergesellschaften gehalten werden.

Die Gesellschaft verfügte am Bilanzstichtag weder über genehmigtes noch über bedingtes Kapital,

noch hatte sie Partizipations-, Genussscheine oder Anleihensobligationen irgendwelcher Art ausgegeben.

Kapitalveränderungen Informationen zur Veränderung des Aktienkapitals, der Reserven, des

Reingewinns und des konsolidierten Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2007 sind auf Seite 28

unter «Konsolidierter Eigenkapitalnachweis» aufgeführt. Die entsprechenden Informationen für die

zwei vorangehenden Geschäftsjahre finden sich in den Geschäftsberichten 2006 und 2005 jeweils

auf Seite 30.

Beschränkung der Übertragbarkeit und Nominee-Eintragungen Die Aktien der Schlatter

Holding AG sind frei übertragbar. Für Nominees ist die fiduziarische Eintragung mit Stimmrecht

und ohne Beschränkung möglich.

Wandelanleihen und Optionen Die Gesellschaft hat per 31.12.2007 weder Wandelanleihen noch

ähnliche eigenkapitalgebundene Schuldinstrumente noch Optionen ausgegeben.

13 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Corporate Governance


Verwaltungsrat

Mitglieder des Verwaltungsrats Der Verwaltungsrat der Schlatter Holding AG besteht gemäss

Statuten aus mindestens drei Mitgliedern, die, unter Vorbehalt von Art. 707 Abs. 3 OR, Aktionäre

sind. Per 31.12.2007 setzte er sich aus folgenden Personen zusammen:

Im Verwaltungsrat

seit

Amtsdauer

bis GV

Hans Ziegler Aktuelle Tätigkeit

16.6.2006 2009

Präsident

1952, Schweizer

Nicht exekutives Mitglied

Seit 1996 selbstständiger Unternehmensberater in den

Bereichen Restrukturierung, Turnaround und strategische

Neuausrichtung

Beruflicher Werdegang

n 1991 bis 1995 CFO Globus Gruppe, Spreitenbach (CH)

n 1988 bis 1991 CFO Usego Trimerco Gruppe, Volketswil (CH)

n 1984 bis 1988 CFO / Controller Alcon Pharmaceuticals

Cham / Fort Worth (USA)

Ausbildung

Betriebsökonom (KSZ); Nachdiplomstudium in Betriebswirtschaft

und Information Technology (TCU Dallas-Fort Worth)

Weitere Verwaltungsratsmandate

Verwaltungsratspräsident der Swisslog Holding AG, Buchs (CH),

und der Elma Electronic AG, Wetzikon (CH), sowie Mitglied

weiterer, nicht kotierter Gesellschaften

Peter H. Müller Aktuelle Tätigkeit

16.6.2006 2009

Vizepräsident

1950, Schweizer

Nicht exekutives Mitglied

Private Investor

Beruflicher Werdegang

n 2000 Gründung des Business Angel Club Startangels

n Seit 1994 Investitionen in Start-up-Unternehmen als

Business Angel sowie Private-Equity-Beteiligungen

n 1985 bis 1993 Group Management Cosa / Überseehandel AG;

ab 1988 CEO der Machinery Division der fusionierten Cosa

Liebermann

n 1976 bis 1984 CEO Cosa Japan, Tokyo

Ausbildung

Dipl. Ing. (ETH Zürich); Trainee-Programm und Studienaufenthalte

in New Jersey und Boston

Weitere Tätigkeiten

Stiftungsrat der Stiftung Capri Philosophical Park und

Verwaltungsrat weiterer, nicht kotierter Gesellschaften

Walter Vogel Aktuelle Tätigkeit

29.10.2007 2009

Mitglied

Seit 2007 CEO der Aebi-Schmidt-Gruppe, Bussnang (CH)

Beruflicher Werdegang

1957, Schweizer

n 2003 bis 2007 CEO der Von Roll Holding AG, Zürich (CH)

Nicht exekutives Mitglied n 1999 bis 2003 Leiter Konzernbereich Infratec und Mitglied

der Konzernleitung der Von Roll Group, Zürich (CH)

n 1995 bis 1999 Leiter Business Unit Direktbefestigung und

Mitglied der erweiterten Konzernleitung der Hilti Gruppe,

Schaan (FL)

n 1992 bis 1995 Direktor Marketing und Verkauf und

Mitglied der Geschäftsleitung der Aliva AG, Widen (CH)

Ausbildung

Dipl. Masch. Ing. (ETH Zürich); International Executive

Programm (INSEAD Fontainebleau)

Weitere Verwaltungsratsmandate

Präsident des Verwaltungsrats der Stadler Stahlguss AG,

Biel (CH), sowie Mitglied des Verwaltungsrats der Kardex AG,

Zürich (CH)

14 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Corporate Governance


Im Verwaltungsrat

seit

Amtsdauer

bis GV

Paul Zumbühl Aktuelle Tätigkeit

29.10.2007 2009

Mitglied

1957, Schweizer

Nicht exekutives Mitglied

Seit 1.1.2000 CEO der Interroll Gruppe, Sant’ Antonino (CH)

Beruflicher Werdegang

n 1994 bis 1999 Managing Director und COO (Mitglied der

Konzernleitung) der Mikron Plastics Technology, Biel (CH)

n 1988 bis 1994 Geschäftsführer und weitere Leitungsfunktionen

in der Sarna Gruppe, Sarnen (CH)

n 1984 bis 1987 Sales Engineer sowie Sales Manager

Europe der Symalit AG, Lenzburg (CH)

Ausbildung

Dipl. Ing. (Hochschule für Technik Luzern); MBA (Joint

University Program der Universitäten in Bern, Boston und

Shanghai); Eidg. Dipl. Marketingleiter

Hans Ziegler hat die Schlatter Gruppe sowie die H. A. Schlatter AG vom 10. April bis 30. August

2007 als CEO ad interim geführt. Die übrigen Verwaltungsratsmitglieder waren während der

vergangenen drei Jahre nicht in exekutiven Funktionen innerhalb der Schlatter Gruppe tätig.

Wahl und Amtszeit Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden durch die Generalversammlung

für eine Amtsdauer von drei Jahren gewählt. Die Wahl erfolgt global. Die Amtsdauer ist gestaffelt.

Sie endet am Tag der ordentlichen Generalversammlung; Wiederwahl ist zulässig. Die Amtszeit

eines Verwaltungsrats endet jedoch endgültig mit dem Datum der ordentlichen Generalversammlung,

die dem 70. Geburtstag des Verwaltungsrats folgt.

Interne Organisation Der Verwaltungsrat konstituiert sich selbst, indem er seinen Präsidenten,

seinen Vizepräsidenten und seinen Sekretär wählt. Der Sekretär braucht weder Verwaltungsrat

noch Aktionär zu sein. Der Verwaltungsrat fasst seine Beschlüsse und trifft seine Wahlen mit der

absoluten Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit hat der Vorsitzende den

Stichentscheid. Der Präsident ruft den Verwaltungsrat zusammen, sooft es die Geschäfte erfordern.

In der Regel trifft sich der Verwaltungsrat zu sechs ganz- / halbtägigen Sitzungen sowie zu einer

ganztägigen Klausursitzung. Der Verwaltungsrat verpflichtet sich, alle Verwaltungsratsmitglieder

gegenseitig fortlaufend und umfassend zu informieren. Im Geschäftsjahr 2007 trat der Verwaltungsrat

zu acht Sitzungen zusammen, an denen er vollständig vertreten war.

Ausschüsse des Verwaltungsrats Der Verwaltungsrat hat ein Risk and Audit Committee sowie

ein Nomination and Compensation Committee bestellt. Die Ausschüsse unterstützen den Verwaltungsrat,

haben aber keine Entscheidungsbefugnisse. Die dem Verwaltungsrat gemäss Organisationsreglement

und Gesetz zugewiesenen Pflichten und Kompetenzen verbleiben beim Verwaltungsrat

als Gesamtgremium. Die Amtsdauer der Mitglieder der Verwaltungsratsausschüsse fällt in der

Regel mit ihrer Amtsdauer als Verwaltungsrat für die Schlatter Holding AG zusammen.

15 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Corporate Governance


Risk and Audit Committee Mitglieder: Paul Zumbühl (Vorsitz), Hans Ziegler

Das Risk and Audit Committee unterstützt den Verwaltungsrat bei der Beaufsichtigung des

Rechnungswesens und der Finanzberichterstattung, der externen Revision sowie der Kontrolle

der Einhaltung rechtlicher Vorschriften. Der Ausschuss hat insbesondere folgende Aufgaben:

n Überprüfung der Ausgestaltung des Rechnungswesens (anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

und Beurteilung von Bewertungs- und Finanzierungsgrundsätzen, interne und externe

finanzielle Berichterstattung) in Bezug auf Angemessenheit, Zuverlässigkeit und Wirksamkeit.

n Überprüfung des Jahresabschlusses und weiterer zu publizierender Finanzinformationen.

n Überwachung und Einschätzung der Unternehmensrisiken und Überprüfung der Praktiken des

Risk Management.

n Überwachung der Geschäftstätigkeit hinsichtlich Einhaltung von Beschlüssen des Verwaltungsrats,

interner Reglemente und Richtlinien, Weisungen und Rechtsvorschriften, insbesondere auch

aus der Börsengesetzgebung (Compliance).

n Überprüfung von Leistung, Unabhängigkeit und Honorierung der externen Revision sowie

Wahlempfehlung zuhanden des Verwaltungsrats bzw. der Generalversammlung.

n Behandlung der Prüfberichte; Beratung aller bedeutenden Feststellungen und Empfehlungen

der externen Revision mit Gruppenleitung und externer Revision.

n Überwachung der Umsetzung von Empfehlungen der externen Revisionsstelle.

n Überprüfung der Leistung und Honorierung von Beratungsmandaten mit Nahestehenden.

n Erledigung weiterer vom Verwaltungsrat an den Ausschuss übertragener Aufgaben.

Weiter nimmt das Risk and Audit Committee die in Erläuterung 29 (Seite 62) beschriebenen Aufgaben

in Bezug auf das finanzielle Risikomanagement wahr.

Der Ausschuss tagt, sooft es die Geschäfte erfordern, mindestens aber zweimal im Jahr. Er trifft

sich mindestens einmal jährlich zu einer Sitzung mit Vertretern der externen Revision. Der CFO

nimmt in der Regel an den Sitzungen des Ausschusses teil. Zu den Sitzungen können andere

Mitglieder des Verwaltungsrats, der CEO, weitere Mitglieder der Gruppenleitung oder andere Fachspezialisten

beigezogen werden. Im Geschäftsjahr 2007 traf sich das Risk and Audit Committee

zu zwei Sitzungen. Der CFO nahm an beiden Sitzungen teil.

Nomination and Compensation Committee Mitglieder: Walter Vogel (Vorsitz), Hans Ziegler,

Peter H. Müller

Das Nomination and Compensation Committee bereitet alle relevanten Traktanden in den Bereichen

Nomination und Compensation in Bezug auf die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Gruppenleitung

vor. Der Ausschuss hat folgende Aufgaben:

n Leitung des Selektionsprozesses und Antragstellung betreffend neue Verwaltungsräte.

n Leitung des Selektionsprozesses und Antragstellung betreffend CEO.

n Prüfung des Selektionsprozesses von Mitgliedern der Gruppenleitung (inkl. Interviews bei

Endselektion) sowie der wesentlichen Bedingungen ihrer Anstellungsverträge.

n Beantragung der Entschädigung des Verwaltungsrats und seiner Ausschüsse.

n Prüfung, Verhandlung und Beantragung der Entschädigung des CEO.

n Prüfung und Beantragung der Entschädigung der Mitglieder der Gruppenleitung (in Zusammenarbeit

mit dem CEO).

n Prüfung, Beantragung und Überwachung der Implementierung von Options- und Beteiligungsplänen

für den Verwaltungsrat, den CEO, die Gruppenleitung und die übrigen Mitarbeitenden.

Nachfolgeplanung auf oberster Führungsebene.

n Erledigung weiterer vom Verwaltungsrat an den Ausschuss übertragener Aufgaben.

16 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Corporate Governance


Der Ausschuss tagt, sooft es die Geschäfte erfordern, mindestens aber zweimal im Jahr. Der CEO

nimmt in der Regel an den Sitzungen teil, ausser wenn seine Leistung beurteilt oder seine Vergütung

festgelegt wird. Zu den Sitzungen können andere Mitglieder des Verwaltungsrats, weitere

Mitglieder der Gruppenleitung oder andere Fachspezialisten beigezogen werden. Im Geschäftsjahr

2007 hat sich das Nomination and Compensation Committee zu zwei Sitzungen getroffen. Der CEO

nahm an einer Sitzung teil.

Kompetenzregelung Der Verwaltungsrat nimmt die Oberleitung und Aufsicht der Geschäftsführung

wahr. Er legt Unternehmenspolitik, Geschäftspolitik, die langfristigen Unternehmensziele

und die zur Erreichung dieser Ziele notwendigen Mittel fest. Die unübertragbaren und unentziehbaren

Aufgaben des Verwaltungsrats ergeben sich aus Art. 716a OR. Die interne Organisationsstruktur

und die Kompetenzregelung für den Verwaltungsrat und die Gruppenleitung sind in einem

Organisationsreglement festgelegt. Das Organisationsreglement steht auf der Website der Gesellschaft

zur Verfügung.

Der Verwaltungsrat delegiert die Geschäftsführung vollumfänglich an den Chief Executive Officer

(CEO), soweit nicht das Gesetz, die Statuten oder das Organisationsreglement etwas anderes

vorsehen. Der CEO sorgt für die Durchsetzung der Entscheide des Verwaltungsrats sowie der

Entscheide, die er im Rahmen seiner eigenen Kompetenzen trifft. Zu diesem Zweck erlässt der

CEO Richtlinien und kontrolliert die Einhaltung der Standards durch die Gesellschaft und deren

Gruppen- und Beteiligungsgesellschaften.

Der CEO wird durch den Chief Financial Officer (CFO) unterstützt. Die Geschäftsführer sämtlicher

Gruppen- und Beteiligungsgesellschaften sind direkt dem CEO unterstellt. Der CEO bzw. auf seine

entsprechende Anordnung hin das jeweils zuständige Mitglied der Geschäftsleitung einer Gruppenbzw.

Beteiligungsgesellschaft stellt die Anträge an den Verwaltungsrat.

Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Gruppenleitung Der Verwaltungsrat

wird von der Gruppenleitung an jeder Sitzung sowie mittels monatlichen Berichts über die aktuelle

Geschäftslage und monatlich über Bilanz und Erfolgsrechnung informiert.

Der Verwaltungsrat wird vom CEO und dem CFO an jeder Verwaltungsratsitzung über den allgemeinen

Geschäftsgang, die wichtigsten Geschäftsvorfälle sowie über allfällig getroffene Massnahmen

informiert. CEO und CFO erstellen zudem monatlich einen schriftlichen Bericht zuhanden

des Verwaltungsrats, der über den Geschäftsgang sowie die finanziellen Kennzahlen mit Bezug

auf Budget und Vorjahr Auskunft gibt. Für das Controlling im Konzern ist der CFO zuständig. Bei

wesentlichen Geschäftsereignissen wird der Verwaltungsrat von CEO und CFO ad hoc informiert.

Die Verwaltungsratsmitglieder nehmen in der Regel nicht an den Gruppenleitungssitzungen teil,

werden aber bei wesentlichen Geschäftsereignissen von CEO und CFO ad hoc informiert oder in

die Sitzungen einbezogen.

Die Gruppenleitung nimmt zuhanden des Risk and Audit Committee eine jährliche Risikobeurteilung

vor. Dabei werden die generellen Geschäftsrisiken sowie die wesentlichen Bilanzpositionen

analysiert und bewertet. Aufgrund der evaluierten Risiken werden Kontrollpunkte sowie Kontrollprozesse

definiert, die durch die jeweiligen Prozessverantwortlichen kontrolliert werden. Das

Risk and Audit Committee überwacht die Einschätzung der Unternehmensrisiken und überprüft

die Praktiken des Risk Management.

17 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Corporate Governance


Gruppenleitung

Mitglieder der Gruppenleitung Der Schlatter-Gruppenleitung gehörten per 31.12.2007 nachfolgend

aufgeführte Mitglieder an. Mit Ausnahme von Frank Schröter, dem Geschäftsführer der

Jäger Verwaltungsgesellschaft mbH, die als persönlich haftende Gesellschafterin die Geschäfte

der Emil Jäger GmbH & Co. KG führt, bilden die Gruppenleitungsmitglieder auch die Geschäftsleitung

der H. A. Schlatter AG.


Bei der Schlatter Gruppe seit

Jost Sigrist Beruflicher Werdegang

1.9.2007

CEO

1968, Schweizer

n 2005 bis 2007 Vice President / General Manager Rieter

Automotive North America

n 2002 bis 2005 Head Business Group Manufacturing

Services / Senior Vice President Rieter Textile Systems,

Winterthur (CH)

n 2001 bis 2002 Leiter Business Unit Blechtech Rieter

Textile Systems, Winterthur (CH)

n 1999 bis 2001 Projektleiter / Associate Principal McKinsey,

Zürich (CH)

n 1998 bis 1999 Projektleiter McKinsey, Boston (USA)

n 1995 bis 1998 Berater McKinsey, Zürich (CH)

Ausbildung

Dipl. Ing. (ETH Zürich)

Werner Schmidli Beruflicher Werdegang

1.8.2004

CFO

1965, Schweizer

n 2001 bis 2004 CFO Integra-Biosciences, Baar (CH)

n 1998 bis 2001 CFO Tela-Kimberly Switzerland, Balsthal (CH)

Ausbildung

Lic. rer. pol. (Universität Fribourg)

Herbert Wenker Beruflicher Werdegang

1.1.1992

Sales & Marketing

1952, Deutscher

n Seit Dezember 2005 Leiter Sales & Marketing

n Seit Dezember 2003 Geschäftsführer Schlatter International

GmbH, Münster (D)

n Bis 2003 Verkäufer und Prokurist Schlatter International

GmbH, Münster (D)

n Bis 1992 im Vertrieb der Emil Jäger GmbH & Co. KG,

Münster (D)

Ausbildung

Dipl. Ing. Maschinenbau (Fachhochschule Münster)

Hansjörg Müller * Beruflicher Werdegang

1.4.2002

Technik & Innovation

1960, Deutscher

n 2000 bis 2002 Senior Consultant für Innovationen bei

Helbling Technik AG, Zürich (CH)

n 1995 bis 1999 Leiter Grossprojekte ESEC, Cham (CH)

Ausbildung

Dipl. Masch. Ing. HTL und Dipl. El. Ing. HTL (HTL Winterthur)

* Hansjörg Müller wird die Schlatter Gruppe per 31.8.2008

verlassen.

Frank Schröter Beruflicher Werdegang

1.7.2001

Geschäftsleiter

Emil Jäger GmbH

& Co. KG

1955, Deutscher

n Seit 1982 bei der Emil Jäger GmbH & Co. KG, Münster (D)

Ausbildung

Diplomkaufmann

18 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Corporate Governance


Bei der Schlatter Gruppe seit

Sonja Steiner Beruflicher Werdegang

1.3.2004

Human Resources

1953, Schweizerin

n 2000 bis 2004 Director Human Resources Gate Gourmet

International AG, Kloten (CH)

n 1998 bis 1999 Leiterin Zweigstelle Kloten des Jugendsekretariats

des Kantons Zürich

n 1996 bis 1998 Personalassistentin und Lehrlingsverantwortliche

Reader’s Digest

Ausbildung

Diplom-Kauffrau; Nachdiplom-Studium Human Resources

Daniel Zappa Beruflicher Werdegang

1.8.1995

Customer Service

1972, Schweizer

n Bis 1.11.2003 Verkaufsleiter Geschäftsfeld «Blech»

H. A. Schlatter AG (CH)

n 1999 bis 2002 Verkaufsingenieur H. A. Schlatter AG (CH)

Ausbildung

Dipl. Masch. Ing. FH; Dipl. Wirtsch. Ing. FH

Peter Möller Beruflicher Werdegang

26.3.2001

Operations

1958, Schweizer

n 1998 bis 2001 Leiter Produktionsbereich Zellweger Uster,

Uster (CH)

Ausbildung

Betriebsfachmann SFB; MBA (University of Strathclyde)

Dominierende Gruppengesellschaften

n H. A. Schlatter AG (Geschäftsführung seit 1.9.2007: Jost Sigrist)

n Emil Jäger GmbH & Co. KG (Geschäftsführung seit 1992: Frank Schröter)

Die Mitglieder der Gruppenleitung und die Geschäftsführer der dominierenden Gruppengesellschaften

haben keine dauernden Leitungs- und Beratungsaufgaben für wichtige Interessengruppen

und bekleiden keine amtlichen oder politischen Mandate.

Managementverträge Weder die Schlatter Holding AG noch ihre Gruppengesellschaften haben

Managementverträge mit Dritten abgeschlossen.

Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen

Inhalt und Festsetzungsverfahren der Ent schädigungen und Beteiligungsprogramme

Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten für ihre Tätigkeit, speziell für die Vorbereitung und

Teilnahme an den Sitzungen sowie für die Arbeit in den Ausschüssen, eine fixe Jahresentschädigung.

Die Festsetzung der Jahresentschädigung erfolgt einmal jährlich durch den Verwaltungsrat

auf Antrag des Nomination and Compensation Committee.

Die Entschädigung der Mitglieder der Gruppenleitung erfolgt unter Berücksichtigung von Aufgaben,

Leistung und Geschäftsgang. Sie beinhaltet nebst einer fixen Jahresentschädigung einen variablen

Anteil von 25 bis 50 Prozent des Salärs, der massgeblich vom operativen Ergebnis abhängt. Die

Festsetzung der Entschädigung für den CEO erfolgt einmal jährlich durch den Verwaltungsrat auf

19 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Corporate Governance


Antrag des Nomination and Compensation Committee. Für die übrigen Mitglieder der Gruppenleitung

erfolgt die Festsetzung jährlich auf Antrag des Nomination and Compensation Committee

in Zusammenarbeit mit dem CEO.

Die Schlatter Gruppe unterhält keine Beteiligungs- und Optionsprogramme.

Der Verwaltungsrat prüft zurzeit die Möglichkeit, wie sich in einem ersten Schritt zumindest das

oberste Management als Aktionär an der Schlatter Holding AG beteiligen kann.

Mitwirkungsrechte der Aktionäre

Stimmrechtsbeschränkung und -vertretung Jede Aktie berechtigt an der Generalversammlung

zu einer Stimme. Die Mitgliedschaftsrechte kann ausüben, wer 30 Tage vor der Generalversammlung

im Aktienbuch als Aktionär eingetragen ist und seine Aktien bis zum Abschluss der Generalversammlung

nicht veräussert hat. Ein Aktionär kann sich durch einen anderen Aktionär oder

einen Dritten vertreten lassen. Vertreter von Namenaktionären haben sich durch eine schriftliche

Vollmacht auszuweisen.

Statutarische Quoren Es bestehen keine über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehenden

statutarischen Quoren.

Einberufung der Generalversammlung Die Generalversammlung wird vom Verwaltungsrat,

nötigenfalls von der Revisionsstelle, einberufen. Das Einberufungsrecht steht auch den Liquidatoren

und den Vertretern der Anleihensgläubiger zu. Sie findet am Gesellschaftssitz oder an einem

anderen Ort im In- oder Ausland statt. Die ordentliche Generalversammlung wird alljährlich

innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahrs, ausserordentliche Versammlungen

werden nach Bedürfnis abgehalten. Die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung

kann auch von einem oder mehreren Aktionären, die zusammen mindestens

10 Prozent des Aktienkapitals vertreten, schriftlich unter Angabe des Verhandlungsgegenstands

und der Anträge verlangt werden. Der Verwaltungsrat hat die Generalversammlung innert zweier

Monate durchzuführen.

Die Generalversammlung wird mindestens 20 Tage vor dem Versammlungsdatum durch einmalige

Anzeige im Publikationsorgan der Gesellschaft einberufen. Die Namenaktionäre werden durch

Brief an ihre letzte im Aktienbuch eingetragene Adresse eingeladen.

Traktandierung Aktionäre, die Aktien im Nennwert von mindestens CHF 1 Mio. oder mindestens

10 Prozent des Aktienkapitals vertreten, können die Traktandierung eines Verhandlungsgegenstands

zuhanden der Generalversammlung verlangen, wobei die Traktandierung bis 45 Tage vor der

Generalversammlung schriftlich unter Angabe des Verhandlungsgegenstands und der Anträge beim

Verwaltungsrat anbegehrt werden muss.

Eintragung im Aktienbuch Die Gesellschaft führt ein Aktienbuch, in dem die Eigentümer,

Nutzniesser und Nominees der Namenaktien mit Namen, Wohnort, Adresse und Staatsangehörig-

20 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Corporate Governance


keit einzutragen sind. Die Eintragung im Aktienbuch setzt den Ausweis über die formrichtige

und statutengemässe Übertragung der Aktie zu Eigentum oder die Begründung einer Nutzniessung

voraus.

Wechselt ein Namenaktionär die Adresse, so hat er der Gesellschaft die neue Adresse mitzuteilen.

Bis zum Erhalt einer entsprechenden Mitteilung durch die Gesellschaft erfolgen alle brieflichen

Mitteilungen an den Namenaktionär rechtsgültig an seine im Aktienbuch eingetragene Adresse.

30 Tage vor einer Generalversammlung bis zu dem auf die Generalversammlung folgenden Tag

werden keine Eintragungen im Aktienbuch der Schlatter Holding AG vorgenommen.

Kontrollwechselklauseln und Abwehrmassnahmen

Angebotspflicht Die Gesellschaft hat in ihren Statuten die Angebotspflicht gemäss Art. 32 des

Börsengesetzes ausgeschlossen (Opting Out).

Kontrollwechselklauseln Es bestehen keine Kontrollwechselklauseln zugunsten der Mitglieder

des Verwaltungsrats oder der Gruppenleitung.

Revisionsstelle

Dauer des Mandats und Amtsdauer des leitenden Revisors Revisionsstelle und Konzernprüfungsgesellschaft

der Schlatter Holding AG ist seit 1963 die KPMG AG, Zürich. Revisionsstelle und

Konzernprüfungsgesellschaft werden von der Generalversammlung der Schlatter Holding AG

jeweils für ein Jahr gewählt. Leitender Revisor ist seit dem Geschäftsjahr 2003 Hanspeter Stocker.

Revisionshonorar Das Revisionshonorar der KPMG AG für das Geschäftsjahr 2007 betrug

CHF 191 528.

Zusätzliche Honorare Die Summe der Honorare, die die KPMG AG und mit ihr verbundene

Personen der Gesellschaft und ihren Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2007 für zusätzliche

Prüfungs- und Beratungshonorare in Rechnung gestellt haben, beläuft sich auf CHF 54 522.

Informationsinstrumente der externen Revision Das Risk and Audit Committee trifft sich einmal

jährlich mit der externen Revisionsstelle zur Besprechung des Jahresabschlusses. Der CFO nimmt

an dieser Sitzung teil. Die Berichterstattung durch die externe Revisionsstelle an den Verwaltungsrat

erfolgt durch einen nach dem Jahresabschluss erstellten Management Letter sowie die Berichte

des Konzernprüfers und der Revisionsstelle. Die Überprüfung von Leistung, Unabhängigkeit und

Honorierung sowie die Wahlempfehlung der externen Revisionsstelle zuhanden des Verwaltungsrats

bzw. der Generalversammlung erfolgen durch das Risk and Audit Committee. Die Amtsdauer

des leitenden Revisors beträgt höchstens sieben Jahre.

21 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Corporate Governance


Informationspolitik

Die Schlatter Holding AG verfolgt eine offene, wahrheitsgetreue Informationspolitik. Das Geschäftsjahr

der Schlatter Holding AG dauert jeweils vom 1. Januar bis 31. Dezember. Die Schlatter

Gruppe publiziert ihre Jahres- bzw. Halbjahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den Regeln der

International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Schlatter Holding AG informiert ihre

Aktionäre und den Kapitalmarkt mittels Ad-hoc-Informationen über kursrelevante Tatsachen. Die

Informationen stehen auf der Website der Schlatter Gruppe (www.schlatter.ch) zur Verfügung

oder werden den Abonnenten des Newsservice automatisch per E-Mail zugestellt. Anmeldung

unter: www.schlatter.ch / deutsch / investors / newsservice. Offizielles Publikationsorgan der

Gesellschaft ist das Schweizerische Handelsamtsblatt. Die Statuten der Gesellschaft sind auf der

Website der Schlatter Gruppe abrufbar.

Für die Investor Relations der Schlatter Gruppe ist Werner Schmidli, Chief Financial Officer,

verantwortlich. Telefon +41 44 732 71 70 oder werner.schmidli @ schlatter.ch

Agenda

n 4. Juni 2008: Ordentliche Generalversammlung

n 21. August 2008: Publikation Halbjahresergebnis 2008

22 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Corporate Governance


Finanzielle Berichterstattung 2007 der Schlatter Gruppe

24 Kommentar zu konsolidierter Bilanz und Erfolgsrechnung

26 Konsolidierte Jahresrechnung

26 Konsolidierte Bilanz

27 Konsolidierte Erfolgsrechnung

28 Konsolidierter Eigenkapitalnachweis

29 Konsolidierte Geldflussrechnung

30 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung

74 Bericht des Konzernprüfers

23 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Kommentar zu konsolidierter Bilanz und Erfolgsrechnung

Einleitende Erläuterungen Die signifikante Erhöhung des Auftragsbestands und des Nettoerlöses haben die Erfolgsrechnung,

aber auch die Bilanz des Geschäftsjahrs 2007 – massgeblich im Bereich des Umlaufvermögens

und des kurzfristigen Fremdkapitals – geprägt. Neben dem Nettoerlös, der um CHF 43,0 Mio. auf

CHF 240,0 Mio. anstieg, hat sich die Bilanzsumme auf CHF 152,1 Mio. (Vorjahr: CHF 130,0 Mio.)

erhöht. Um das hohe Auftragsvolumen abzuarbeiten, wurden bedeutende Investitionen in das

Umlaufvermögen getätigt.

Kommentar zur konsolidierten Bilanz

Aktiven Im Berichtsjahr nahm das Umlaufvermögen von CHF 112,2 Mio. auf CHF 132,6 Mio. zu.

Darin enthalten ist der Anstieg der flüssigen Mittel, die trotz Investitionen in das Umlaufvermögen

von CHF 21,1 Mio. auf CHF 24,3 Mio. zugenommen haben, was auf höhere Anzahlungen und

Fortschrittszahlungen bei Kundenprojekten zurückzuführen ist. Die übrigen Forderungen von

CHF 13,0 Mio. (CHF 7,2 Mio.) beinhalten grösstenteils Mehrwertsteuerguthaben. Dieser deutliche

Anstieg ist einerseits auf die über Deutschland ausgeführten Exporte zurückzuführen, anderseits

auf einen Rückstand in der Rückerstattung von Mehrwertsteuerguthaben in Deutschland, die aber

nicht gefährdet sind. Die Zunahme der Vorräte um CHF 9,5 Mio. auf CHF 39,1 Mio. ist einerseits

auf Fertigungsteile und Baugruppen für die termingerechte Installation von Anlagen und Maschinen

zurückzuführen. Fertigungstiefe und -kapazität wurden trotz signifikant höherem Umsatz nicht

ausgebaut, um die Kosten variabel zu halten. Damit werden längere Beschaffungszeiten und

Investitionen in die Vorräte in Kauf genommen. Anderseits bietet Schlatter vermehrt integrierte

Systeme aus einer Hand an. An Systempartner wurden Anzahlungen von CHF 7,5 Mio. geleistet

(CHF 1,3 Mio.). Trotz der bedeutenden Zunahme verfügt die Gesellschaft per 31.12.2007 über eine

positive Nettofinanzposition im Rahmen des Vorjahrs.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um CHF 1,6 Mio., wobei das Sachanlagevermögen um

CHF 2,6 Mio. zugenommen hat. Hauptgrund ist der mieterspezifische Aus- und Umbau der Liegenschaft

in Schlieren, die seit 2006 gemietet wird. Da absehbar ist, dass bei der H. A. Schlatter AG

weitere Verlustvorträge genutzt werden können, wurden latente Steuern im Betrag von CHF 0,9 Mio.

aktiviert.

Passiven Im Berichtsjahr nahmen die kurzfristigen Finanzschulden um CHF 2,4 Mio. zu, was

auf die Investitionsfinanzierung des Umbaus der Liegenschaft in Schlieren zurückzuführen ist.

Nach Abschluss des Umbauprojekts ist die Umwandlung in einen langfristigen Kredit geregelt. Die

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen von CHF 19,3 Mio. auf CHF 15,1 Mio.

ab. Einerseits wird die Skontonutzung vermehrt angewendet. Anderseits standen am Vorjahresstichtag

einzelne, sehr hohe Lieferantenzahlungen für Grossprojekte offen. Die Nettoverbindlichkeiten

aus Fertigungsaufträgen stiegen von CHF 25,0 Mio. auf CHF 43,7 Mio. Durch den signifikant

höheren Auftragseingang leisteten Kunden Anzahlungen für Projekte; diese wiesen am Bilanzstichtag

aber aufgrund der bedeutend längeren Liefertermine in vielen Fällen noch keinen oder

einen nur geringen Projektfortschritt auf.

Das langfristige Fremdkapital von CHF 6,0 Mio. veränderte sich unwesentlich; grösste Veränderung

ist die erfolgswirksame Auflösung der Personalvorsorgeverbindlichkeiten (IAS 19) in der Höhe

von CHF 0,9 Mio.

24 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Das Konzernergebnis von CHF 8,4 Mio. hat zu einer Erhöhung des Eigenkapitals von CHF 51,6 Mio.

auf CHF 59,6 Mio. geführt. Gleichzeitig ist die Eigenkapitalquote aufgrund des höheren Umlaufvermögens

unwesentlich auf 39,2 % (39,7 %) zurückgegangen.

Kommentar zur konsolidierten Erfolgsrechnung Der Nettoerlös konnte von CHF 197,1 Mio. auf CHF 240,0 Mio. gesteigert

werden, was einer Zunahme von 21,8 % entspricht. Der übrige betriebliche Erlös nahm von

CHF 6,5 Mio. auf CHF 1,5 Mio. ab. Im Berichtsjahr entfielen bedeutende einmalige Erlöse des

Vorjahrs wie der Bruttobuchgewinn aus dem Verkauf der Liegenschaft in Schlieren (CHF 4,2 Mio.)

oder eine Entschädigungszahlung von CHF 0,9 Mio. der Exportrisikogarantie-Versicherung.

Das Verhältnis von Material- und Dienstleistungsaufwand zum Produktionserlös erhöhte sich um

4,0 % auf 60,5 % (56,5%), was auf das Outsourcing bisher intern gefertigter Teile und von Dienstleistungen

wie beispielsweise der Logistik sowie auf Kostenüberschreitungen bei einzelnen

Projekten zurückzuführen ist. Zudem wurden Projekte in den Bereichen Schienenschweissen und

Weben mit sehr hohem Fremdanteil verkauft bzw. trat Schlatter teilweise als Gesamtanbieter auf,

was zu einer Margenverwässerung führte.

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr von CHF 59,8 Mio. auf CHF 63,0 Mio. Die Zunahme

ist auf den Einsatz temporärer Arbeitskräfte sowie den Aufbau von Überzeit und Ferienguthaben

der Mitarbeiter zurückzuführen, um das hohe Auftragsvolumen abzuarbeiten. Die Auflösung der

Rückstellung für Personalvorsorgeverbindlichkeiten (IAS 19) von CHF 0,9 Mio. liegt in einem

ähnlichen Rahmen wie im Vorjahr. Der Nettoerlös pro Mitarbeiter erhöhte sich auf CHF 478 000

(396 000).

Die Betriebskosten von CHF 20,2 Mio. fielen im Vergleich zum Vorjahr um CHF 4,6 Mio. höher

aus. Einer der Gründe ist, dass die Mietkosten für die zurückgemietete Liegenschaft (CHF 2,7

Mio.) nun im übrigen Betriebsaufwand verbucht wird, während im Vorjahr Abschreibungen für

die Liegenschaft im Umfang von CHF 2,2 Mio. verbucht wurden. Weiter sind Debitorenverluste

und Wertberichtigungen auf Debitoren im Umfang von CHF 1,5 Mio. zu verzeichnen.

Der Betriebserfolg (EBIT) für das Geschäftsjahr 2007 betrug CHF 12,3 Mio. (CHF 9,9 Mio.). Er enthält

die Auflösung der Rückstellung für Pensionsverbindlichkeiten von CHF 0,9 Mio., während im

Vorjahr ausserordentliche Erträge und Aufwendungen von netto CHF 2,9 Mio. positiv zum Ergebnis

beitrugen. Unter Ausschluss dieser Einmaleffekte wird die Steigerung des EBIT noch deutlicher.

Die Finanzerträge und -aufwendungen sind hauptsächlich auf Währungsschwankungen zurückzuführen.

Der Steueraufwand enthält Zahlungen und Rückstellungen aus einer Steuerforderung in Deutschland

im Umfang von CHF 1,0 Mio. Die Forderungen betreffen einen geänderten Steuerbescheid

aus der Behandlung der Sanierungsgewinne im Jahr 2001 der deutschen Tochtergesellschaft

Emil Jäger GmbH & Co. KG.

Im Konzernergebnis von CHF 8,4 Mio. (CHF 5,4 Mio.) neutralisieren sich Ergebniseffekte aus einmaligen

Erträgen und Aufwendungen, während das Vorjahr mit CHF 2,0 Mio. positiv begünstigt war.

25 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Konsolidierte Bilanz

CHF 1000 Erläuterungen 31.12.2007 31.12.2006

Aktiven Flüssige Mittel 4 24 307 21 106

Kurzfristige Finanzanlagen 5, 11 592 1 460

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 18 561 18 687

Forderungen Ertragssteuern 277 126

Übrige Forderungen 6 12 964 7 235

Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen 7 36 644 33 809

Vorräte 8 39 119 29 599

Aktive Rechnungsabgrenzungen 159 145

Umlaufvermögen 132 623 112 167

Sachanlagen 9 12 327 9 667

Immaterielle Anlagen 10 3 225 3 568

Finanzanlagen 11 2 136

Latente Steueraktiven 13 3 873 4 468

Anlagevermögen 19 427 17 839

Total Aktiven 152 050 130 006

Passiven Finanzschulden 14 2 402 0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 15 126 19 310

Nettoverbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 7 43 718 24 971

Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern 2 645 2 443

Übrige Verbindlichkeiten 16 6 319 5 396

Passive Rechnungsabgrenzungen 16 9 977 13 117

Rückstellungen 18 6 222 6 683

Kurzfristiges Fremdkapital 86 409 71 920

Personalvorsorgeverbindlichkeiten 17 4 170 4 979

Rückstellungen 18 1 510 1 557

Latente Steuerverbindlichkeiten 13 312 0

Langfristiges Fremdkapital 5 992 6 536

Fremdkapital 92 401 78 456

Aktienkapital 19 17 575 17 575

Kapitalreserven (Agio) 19 14 814 14 814

Gewinnreserven 19 25 232 17 027

Eigenkapital der Aktionäre der Schlatter Holding AG 57 621 49 416

Minderheitsanteile 2 028 2 134

Total Eigenkapital 59 649 51 550

Total Passiven 152 050 130 006

26 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Konsolidierte Erfolgsrechnung

CHF 1000 Erläuterungen 2007 2006

Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen 20 240 037 197 058

Bestandesänderungen 6 586 2 691

Übrige betriebliche Erlöse 21 1 460 6 546

Produktionserlös 248 083 206 295

Material- und Dienstleistungsaufwand - 150 133 - 116 584

Personalaufwand 22 - 62 957 - 59 776

Übriger Betriebsaufwand 23 - 20 188 - 15 626

Abschreibungen und Amortisationen 9, 10 - 2 481 - 4 362

Betriebserfolg (EBIT) 12 324 9 947

Finanzertrag 25 745 1 827

Finanzaufwand 25 - 1 199 - 3 056

Konzernergebnis vor Steuern 11 870 8 718

Ertragssteueraufwand 26 - 3 450 - 3 336

Konzernergebnis 8 420 5 382

Davon den Aktionären der Schlatter Holding AG zurechenbar 8 099 4 933

Minderheitsanteile 321 449

Konzernergebnis 8 420 5 382

Unverwässertes Ergebnis je Namenaktie (in CHF) 27 27.65 16.84

Es bestehen keine potenziellen Aktien, die eine Verwässerung bewirken könnten.

27 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Konsolidierter Eigenkapitalnachweis

CHF 1000 Aktienkapital Eigene

Aktien

Kapitalreserven

Umrech nungs -

differenzen

Marktwertr

e s e r v e

Übrige

Gewinnreserven

Eigenkapital

der Aktionäre

der Schlatter

Holding AG

Minderheitsanteile

Total

Eigenkapital

Stand 1.1.2006 17 575 - 750 14 814 230 0 12 286 44 155 1 760 45 915

Marktwertschwankungen Finanzaktiven 76 76 76

Umrechnungsdifferenzen - 111 - 111 51 - 60

Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste 0 0 0 - 111 76 0 - 35 51 16

Konzernergebnis 2006 4 933 4 933 449 5 382

Gesamtergebnis 0 0 0 - 111 76 4 933 4 898 500 5 398

Verkauf eigene Aktien 750 - 298 452 452

Dividenden Minderheitsanteile 60 60 - 126 - 66

Kaufpreiserhöhung 1 - 149 - 149 - 149

Stand 31.12.2006 17 575 0 14 814 119 76 16 832 49 416 2 134 51 550

Marktwertschwankungen Finanzaktiven 65 65 65

Umrechnungsdifferenzen 41 41 54 95

Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste 0 0 0 41 65 0 106 54 160

Konzernergebnis 2007 8 099 8 099 321 8 420

Gesamtergebnis 0 0 0 41 65 8 099 8 205 375 8 580

Dividenden Minderheitsanteile 0 - 481 - 481

Stand 31.12.2007 17 575 0 14 814 160 141 24 931 57 621 2 028 59 649

1

Gegenüber den Verkäufern der Emil Jäger GmbH & Co. KG wurden im Vorjahr Kaufpreisnachzahlungen im Betrag von

TCHF 411 geleistet, da gewisse Bedingungen des Kaufvertrags eingetreten sind. Diese zu leistenden Zahlungen wurden

als Kaufpreiserhöhung im Vorjahr mit TCHF 149 sowie im Jahr 2004 mit TCHF 262 analog zur Erfassung des Goodwill

zum Akquisitionszeitpunkt direkt im Eigenkapital erfasst.

28 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Konsolidierte Geldflussrechnung

CHF 1000 Erläuterungen 2007 2006

Konzernergebnis 8 420 5 382

Abschreibungen / Amortisationen 9,10 2 481 4 362

Gewinn aus Verkauf von Sachanlagen - 56 - 4 295

Zinsertrag / (Zinsaufwand), netto 25 - 527 1 067

Steueraufwand 26 3 450 3 336

(Auflösung) / Bildung von Rückstellungen 18 - 597 3 074

(Auflösung) / Bildung von Personalvorsorgeverbindlichkeiten 17 - 831 - 889

Veränderung Nettoumlaufvermögen

(Zunahme) / Abnahme Forderungen - 8 923 - 8 407

(Zunahme) / Abnahme Vorräte - 9 520 - 9 068

Zunahme / (Abnahme) Verbindlichkeiten 12 346 14 981

Bezahlte Ertragssteuern 1 - 1 846 - 594

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit 4 397 8 949

Kauf von Sachanlagen 9 -4 363 - 1 702

Kauf von immateriellen Anlagen 10 - 438 - 1 562

Kauf von Finanzanlagen 11 - 372 - 460

Kaufpreisnachzahlung – - 411

Abgang von Sachanlagen und Renditeliegenschaften 9 123 37 860

Abgang von Finanzanlagen 11 1 421 976

Erhaltene Zinsen 596 407

Geldfluss aus Investitionstätigkeit - 3 033 35 108

Kapitalerhöhung – –

Verkauf eigene Aktien / Bezugsrechte – 452

Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 2 402 –

Rückzahlung von finanziellen Verbindlichkeiten – - 31 371

Dividendenzahlungen an Minderheiten - 481 - 66

Bezahlte Zinsen - 50 - 1 414

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 1 871 - 32 399

Veränderung flüssige Mittel 3 235 11 658

Flüssige Mittel am 1. Januar 21 106 9 393

Wechselkurseinfluss auf flüssige Mittel - 34 55

Flüssige Mittel am 31. Dezember 24 307 21 106

1

Der Steueraufwand des Vorjahrs beinhaltet nicht liquiditätswirksame Rückstellungen von CHF 0,7 Mio.,

die in der Position «Bezahlte Ertragssteuern» eliminiert wurden.

29 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Anhang der konsolidierten Jahresrechnung

Grundsätze der Konzernrechnungslegung

Allgemeines Die Schlatter Holding AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften (zusammen

«Schlatter» oder die «Gruppe») ist ein international tätiger Anlagenbauer für umfassende Problemlösungen

in Verbindung mit Widerstandsschweissen.

Die konsolidierte Jahresrechnung der Schlatter Gruppe wird in Übereinstimmung mit den

International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt und entspricht dem schweizerischen

Gesetz.

Die Konsolidierung erfolgt aufgrund der geprüften und nach einheitlichen Richtlinien erstellten

Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften. Einheitlicher Stichtag ist der 31. Dezember.

Die konsolidierte Jahresrechnung 2007 wurde am 12.3.2008 vom Verwaltungsrat der Schlatter

Holding AG zur Veröffentlichung genehmigt. Sie unterliegt noch der Genehmigung durch die

Generalversammlung vom 4.6.2008.

Grundlagen der Erstellung Die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung wurde in Schweizer

Franken (CHF), gerundet auf den nächsten Tausender, erstellt. Sie basiert auf dem historischen

Anschaffungskostenprinzip, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente sowie weiterer

Finanzanlagen, die zum Verkehrswert bewertet werden.

Zum Verkauf gehaltene langfristige Vermögenswerte sind zum tieferen Wert von Buch- und

Verkehrswert abzüglich der erwarteten Verkaufskosten bewertet.

Die Rechnungslegung nach IFRS erfordert vom Management Einschätzungen und Annahmen

sowie eine Ermessensausübung bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze. Dies hat

einen Einfluss auf die ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte, Verbindlichkeiten

und Eventualverbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Bilanzierung. Wenn zu einem späteren

Zeitpunkt derartige Einschätzungen und Annahmen, die vom Management zum Zeitpunkt der

Bilanzierung nach bestem Wissen getroffen wurden, von den tatsächlichen Gegebenheiten

ab weichen, werden die ursprünglichen Einschätzungen und Annahmen in jenem Berichtsjahr

entsprechend angepasst, in dem sich die Gegebenheiten geändert haben.

Wesentliche Annahmen und Schätzungen, bei denen ein erhebliches Risiko besteht, dass im Folgejahr

wesentliche Anpassungen notwendig sein werden, sind in Erläuterung 34, «Wesentliche

Schätzungen und Annahmen», auf Seite 72 dargelegt.

Die folgenden Rechnungslegungsgrundsätze wurden mit Ausnahme der in «Änderungen der

Rechnungslegungsgrundsätze» beschriebenen Änderungen in allen dargestellten Perioden und

von allen Konzerngesellschaften konsistent angewandt.

30 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Konsolidierungskreis und -methoden Die konsolidierte Jahresrechnung umfasst die Schlatter

Holding AG und alle ihre in- und ausländischen Tochtergesellschaften, an denen die Schlatter

Holding AG direkt oder indirekt mit mehr als 50% der Stimmrechte beteiligt ist oder diese durch

operative und finanzielle Führungsverantwortung kontrolliert. Dabei werden nach der Methode

der Vollkonsolidierung alle Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag zu 100% übernommen

und konzerninterne Beziehungen (Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen)

eliminiert. Die Anteile von Minderheitsaktionären am Eigenkapital und am Ergebnis

werden separat ausgewiesen. Zwischengewinne auf konzerninternen Transaktionen werden eliminiert.

Unrealisierte Verluste auf konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert, es

sei denn, es besteht der Nachweis für eine Wertminderung. Im Laufe des Jahres erworbene oder

veräusserte Gesellschaften werden vom Zeitpunkt der Kontrollübernahme an konsolidiert und ab

dem Zeitpunkt der Kontrollabgabe aus der Konsolidierung ausgeschlossen. Die Kapitalkonsolidierung

erfolgt nach der Purchase-Methode. Auf den Erwerbszeitpunkt werden die Nettoaktiven der

erworbenen Gesellschaft inkl. Eventualverbindlichkeiten zum Verkehrswert bewertet und dem

Erwerbspreis gegenübergestellt. Eine positive Differenz wird als Goodwill aktiviert. Negativer

Goodwill wird direkt erfolgswirksam erfasst.

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften, die dem Konzern einen Stimmenanteil von zwischen

20 und 50% bzw. einen massgeblichen Einfluss verleihen, werden nach der Equity-Methode

erfasst und in der Bilanz separat ausgewiesen. Goodwill auf assoziierten Gesellschaften wird in

der gleichen Position wie die Anteile ausgewiesen. Der Anteil am Ergebnis der assoziierten

Gesellschaft wird in der Erfolgsrechnung ebenfalls separat ausgewiesen.

Beteiligungen unter 20% werden als zum Verkauf verfügbar klassiert und zum Verkehrswert in

den Finanzanlagen bilanziert, wobei nicht realisierte Gewinne und Verluste in den Gewinnreserven

ausgewiesen werden. Bei Veräusserung oder im Falle eines Impairment werden diese in die

Erfolgsrechnung übertragen.

Eine Übersicht über die Konzerngesellschaften befindet sich auf Seite 73.

Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze Am 1.1.2007 hat Schlatter die folgenden neuen

bzw. überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmals angewandt:

n IFRS 7 – Finanzinstrumente: Offenlegung. IFRS 7 führt neue Anforderungen zur Verbesserung

der Informationen über Finanzinstrumente ein. Der Standard verlangt umfangreichere Angaben

zu Finanzinstrumen ten, zum Beispiel Sensitivitätsanalysen zum Marktrisiko.

n Anpassungen von IAS 1 – Darstellung des Abschlusses: Erläuterungen zum Eigenkapital. Die

Ände rung von IAS 1 enthält Angabepflichten zum Kapital.

n Im Weiteren sind verschiedene neue Interpretationen in Kraft getreten (IFRIC 7, IFRIC 8, IFRIC 9

und IFRIC 10). Diese hatten keinen Einfluss auf die Konzernrechnung von Schlatter.

Die folgenden neuen und revidierten Standards und Interpretationen wurden verabschiedet, treten

aber erst später in Kraft und wurden in der vorliegenden Konzernrechnung nicht frühzeitig angewendet.

Ihre Auswirkungen auf die Konzernrechnung von Schlatter wurden noch nicht systematisch

analysiert, so dass die erwarteten Effekte, wie sie am Fuss der Tabelle offengelegt werden, lediglich

eine erste Einschätzung der Konzernleitung darstellen.

31 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Standard / Interpretation Inkraftsetzung Geplante

Anwen dung

durch Schlatter

(Geschäftsjahr)

IFRIC 11

IFRS 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und

• 1.3.2007 2008

Aktien von Konzernunternehmen

IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen • 1.1.2008 2008

IFRIC 14

IAS 19 – Die Begrenzung eines Personalvorsorge- • • • 1.1.2008 2008

aktivums, minimale Beitragspflichten und deren

Zusammenhang

IFRIC 13 Kundentreueprogramme • 1.7.2008 2009

IAS 1 revised Darstellung des Abschlusses • • 1.1.2009 2009

IAS 23 revised Fremdkapitalkosten • 1.1.2009 2009

IFRS 8 Operative Segmente • • 1.1.2009 2009

IFRS 3 revised Unternehmenszusammenschlüsse • • • 1.7.2009 2010

IAS 27 amended Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS • • • 1.7.2009 2010


Es werden keine

nennenswerten

Auswirkungen auf die

Konzern rechnung von

Schlatter erwartet.

• •

Es werden vor allem

zusätzliche Offenlegungen

in der Konzernrechnung

von Schlatter erwartet.

• • •

Die Auswirkungen auf die

Konzernrechnung von

Schlatter sind noch nicht

mit ausreichender

Sicherheit bestimmbar.

Währungsumrechnung Transaktionen in Fremdwährung in den Konzerngesellschaften werden

zum Tageskurs in die funktionale Währung umgerechnet; monetäre Aktiven und Verbindlichkeiten

in Fremdwährungen werden per Bilanzstichtag zum Stichtagskurs in die funktionale Währung

umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Fremdwährungsgewinne oder -verluste werden in der

Erfolgsrechnung erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und -verbindlichkeiten zu historischen

Kosten werden mit dem Fremdwährungskurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet.

Die Fremdwährungsabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden für Konsolidierungszwecke

wie folgt in Schweizer Franken umgerechnet: Die Bilanz zu Stichtagskursen, die

Erfolgs- und Geldflussrechnung zu durchschnittlichen Kursen des Geschäftsjahrs. Die sich aus der

unterschiedlichen Umrechnung der Bilanzen und Erfolgsrechnungen ergebenden Umrechnungsdifferenzen

sowie diejenigen aus der Umrechnung von Fremdwährungs-Konzerndarlehen mit

Beteiligungscharakter werden zum Bilanzstichtag erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Bei Realisierung

werden die kumulierten Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam verbucht.

Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden bei der Ersterfassung und

auch nachfolgend zu Verkehrswerten bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umbewertung

werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Der Marktwert von Devisentermingeschäften ist der Börsenkurs zum Bilanzstichtag bzw. der

Barwert des Termingeschäfts. Der Konzern wendet kein Hedge Accounting an.

Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Sie bestehen aus

Kassenbeständen, Post- und Bankguthaben sowie Festgeldanlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit

von maximal 3 Monaten.

32 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Forderungen Die Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, die in der Regel

dem Nominalwert entsprechen, abzüglich Wertberichtigungen für nicht einbringbare Forderungen

bilanziert. Wertberichtigungen werden gebildet, wenn objektive Hinweise dafür bestehen, dass

nicht sämtliche ausstehenden Beträge eingehen werden.

Die Wertberichtigung setzt sich zusammen aus individuellen Wertberichtigungen für spezifisch

identifizierte Positionen, bei denen objektive Hinweise dafür bestehen, dass der ausstehende Betrag

nicht vollumfänglich eingehen wird, sowie pauschalen Wertberichtigungen für Gruppen von

Forderungen mit ähnlichem Risikoprofil. Die pauschalen Wertberichtigungen decken Verluste ab,

die eingetreten, aber noch nicht bekannt sind. Basis für die pauschalen Wertberichtigungen bilden

histo rische Daten über Zahlungsstatistiken der Forderungen.

Sobald ausreichend Hinweise dafür bestehen, dass eine Forderung definitiv nicht mehr eingehen

wird, wird sie direkt ausgebucht bzw. mit der dafür gebildeten Einzelwertberichtigung verrechnet.

Warenvorräte und Fertigungsaufträge Die Warenvorräte werden zu Einstandspreisen bzw.

Herstellkosten oder zum tieferen Nettoveräusserungswert bilanziert. Der Nettoveräusserungswert

ist der erwartete, durchschnittliche Verkaufspreis abzüglich erwarteter Fertigstellungs- und

Verkaufskosten.

Die Herstellkosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten und die Fertigungsgemeinkosten.

Die Kostenbewertung erfolgt in der Regel nach der Formel des gewichteten Durchschnitts.

Kundenaufträge, die gemäss IAS 11 als Fertigungsaufträge einzustufen sind, werden nach der

Percentage-of-Completion-Methode bewertet. Umsatz, Herstellkosten und Bruttoergebnis werden

dabei auf Basis des Anteils der angefallenen Herstellkosten an den total geschätzten Herstellkosten

bis zur Auftragsabnahme durch den Kunden – dem Fertigstellungsgrad – in die Rechnung

ein bezogen. Wertberichtigungen für Projektrisiken werden in dem Ausmass gebildet, in dem die

Herstellkosten einschliesslich der zu erwartenden Gewährleistungen, Garantiearbeiten und unentgeltlichen

Nach arbeiten bis zum Ablauf der Garantiefrist den Auftragspreis überschreiten.

Von Kunden erhaltene Teilzahlungen werden von den Auftragssaldi in Abzug gebracht. Positive

Saldi werden in der Bilanz als Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen im Umlaufvermögen,

negative Saldi als Nettoverbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen im kurzfristigen Fremdkapital

ausgewiesen.

Sachanlagen und Renditeliegenschaften Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder zu

Herstellkosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und allfälliger Wertminderungen

(Impairment) bilanziert.

Als Renditeliegenschaften gelten nicht betrieblich genutzte Immobilien (Grundstücke und / oder

Gebäude respektive Teile davon), die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden. Die

Renditeliegenschaften werden ebenfalls zu Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich der kumulierten

Abschreibungen und allfälliger Wertminderungen (Impairment) bilanziert. Land wird nicht

abgeschrieben.

33 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Komponenten einer Sachanlage mit unterschiedlichen Nutzungsdauern werden einzeln erfasst

und separat abgeschrieben.

Folgeinvestitionen werden im Buchwert einer Sachanlage erfasst, wenn es wahrscheinlich ist,

dass Schlatter daraus zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen zufliessen wird. Eigentliche Unterhaltsund

Reparaturarbeiten werden der Erfolgsrechnung belastet.

Die Abschreibungen der Sachanlagen und Renditeliegenschaften erfolgen linear über den Zeitraum

der geschätzten Nutzungsdauern. Die Nutzungsdauer beträgt für Gebäude 30 – 50 Jahre, für Einrichtungen

15 Jahre, für Betriebsanlagen und Maschinen 4 –15 Jahre, für Mobilien und Fahrzeuge

4 –10 Jahre sowie für EDV 3 – 5 Jahre.

Leasing Sachanlagen im Finanzierungsleasing, bei denen Risiken und Nutzen bei Vertragsabschluss

mehrheitlich an die Konzerngesellschaft übergehen, werden zum tieferen Betrag des

Barwerts der Mindestleasingraten und des Verkehrwerts der geleasten Anlage bilanziert und linear

abgeschrieben. Die Schlatter Gruppe geht in der Regel von einem Finanzleasing aus, wenn die

Dauer des Leasingvertrags drei Viertel der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Anlage übersteigt

oder der Barwert der vereinbarten Leasingzahlungen 90% des Verkehrswerts der geleasten

Sachanlagen übersteigt. Die geschuldeten Leasingraten werden als kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten

ausgewiesen. Die bezahlten Leasingraten werden aufgeteilt in einen erfolgswirksamen

Zinsteil und einen Amortisationsteil und entsprechend erfasst. Anlagen im Finanzleasing

werden über ihre geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer (siehe auch «Sachanlagen

und Renditeliegenschaften») oder die kürzere Vertragsdauer abgeschrieben.

Die Leasingzahlungen für operatives Leasing werden linear über die Leasingdauer direkt der

Erfolgsrechnung belastet.

Immaterielle Anlagen

Goodwill Erworbener Goodwill, als Differenz zwischen den Akquisitionskosten und dem Verkehrswert

aller übernommenen Nettoaktiven, wird aktiviert. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten

abzüglich allfälliger Wertminderungen (Impairment). Goodwill wird nicht amortisiert,

sondern den entsprechenden Geld generierenden Einheiten zugeteilt, die einem jährlichen Werthaltigkeitstest

(Impairment -Test) unterzogen werden.

Bei assoziierten Unternehmen ist der Buchwert des Goodwill im Buchwert der Beteiligung enthalten.

Forschung und Entwicklung Forschungsaufwand im Hinblick auf die Erlangung von neuem

Grundlagen- oder technologischem Wissen und Verständnis wird der Erfolgsrechnung belastet.

Entwicklungskosten im Hinblick auf neue oder wesentlich verbesserte Produkte und Prozesse

werden dann aktiviert, wenn diese Produkte und Prozesse technisch und kommerziell umsetzbar

sind und der Konzern über ausreichend Ressourcen zu deren Umsetzung verfügt. Andere Entwicklungsaufwendungen

werden über die Erfolgsrechnung als Aufwand verbucht.

34 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Aktivierte Entwicklungskosten werden zum Anschaffungswert abzüglich kumulierter Amortisationen

und allfälliger Wertminderungen (Impairment) bilanziert.

Die oben genannten Kriterien zur Aktivierung von Entwicklungskosten sind nur in wenigen Ausnahmefällen

erfüllt.

Auftragsbezogene Entwicklungskosten werden in den Fertigungsaufträgen aktiviert, sofern eine

Verrechnung an den Kunden möglich ist.

Übrige immaterielle Anlagen Erworbene Software, Lizenzen, Patente, Nutzungsrechte und ähnliche

Rechte werden, falls es wahrscheinlich ist, dass der Gruppe zukünftiger wirtschaftlicher

Nutzen zufliessen wird, aktiviert und über die erwartete Restlaufzeit, in der Regel 3 bis 10 Jahre,

amortisiert.

Finanzanlagen Die Gruppe klassiert ihre Finanzanlagen in die folgenden Kategorien: Finanzanlagen

erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertet, Darlehen und zum Verkauf verfügbare Finanzanlagen.

Die Klassierung hängt von der Absicht ab, mit der eine Finanzanlage erworben wurde.

Das Management bestimmt die Klassierung zum Zeitpunkt des Erwerbs.

Finanzanlagen werden im Umlaufvermögen ausgewiesen, falls es sich um zum Handel gehaltene

Wertschriften handelt oder eine Veräusserung innerhalb von 12 Monaten beabsichtigt ist. Alle

übrigen Finanzanlagen werden im Anlagevermögen ausgewiesen.

Laufende Käufe und Verkäufe werden jeweils zum Abschlussdatum erfasst.

Bei der Ersterfassung erfolgt die Bewertung der Finanzanlagen zum Verkehrswert und im Falle

von Positionen, die nicht als erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertet klassiert sind, zuzüglich

der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum Verkehrswert

bewerteten Anlagen anfallen, werden erfolgswirksam erfasst. Die nachfolgende Bewertung

hängt von der Kategorie der Finanzanlagen ab und ist nachfolgend beschrieben.

Finanzanlagen erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertet Zu dieser Kategorie gehören zwei

Subkategorien: zum Handel gehaltene Wertschriften und Finanzanlagen, die bei der Erst erfassung

dieser Kategorie zugeteilt wurden. Die Bewertung erfolgt zum Verkehrswert, wobei unrealisierte

Gewinne und Verluste im Finanzergebnis erfasst werden.

Die Zuteilung zu dieser Kategorie bei der Ersterfassung ist nur möglich, falls bestimmte Voraussetzungen

erfüllt sind (Finanzinstrument enthält ein eingebettetes Derivat, Elimination einer

Inkonsistenz bei der Erfassung und Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder

die Bewirtschaftung der Anlagen erfolgt auf Basis der Verkehrswerte).

Darlehen Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Falls objektive

Hinweise dafür bestehen, dass nicht der gesamte ausstehende Betrag eingehen wird, werden

Wertberichtigungen gebildet.

35 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Zum Verkauf verfügbare Finanzanlagen Zu dieser Kategorie gehören alle Finanzanlagen, die

keiner der anderen Kategorien zugeordnet wurden. Sie werden zum Verkehrswert bewertet, wobei

unrealisierte Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst werden. Wenn zum Verkauf

verfügbare Finanzanlagen verkauft werden oder objektive Hinweise für eine Wertbeeinträchtigung

bestehen, werden die kumulierten unrealisierten Gewinne und Verluste in das Finanzergebnis

umgebucht.

Wertbeeinträchtigung von Aktiven (Impairment) Die Werthaltigkeit der Aktiven mit Ausnahme

der Warenvorräte, Fertigungsaufträge, latenten Steueraktiven und der Überschüsse aus leistungsorientierten

Vorsorgeplänen wird mindestens einmal jährlich beurteilt. Liegen Indikatoren einer

nachhaltigen Werteinbusse vor, wird eine Berechnung des realisierbaren Werts (Impairment-Test)

durchgeführt. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder der Zahlungsmittel generierenden

Einheit (Cash Generating Unit), zu der der Vermögensgegenstand gehört, den realisierbaren

Wert, erfolgt eine erfolgswirksame Wertanpassung.

Für Goodwill, andere immaterielle Anlagen mit unbestimmter Lebensdauer und immaterielle

Anlagen, die noch nicht für die Nutzung zur Verfügung stehen, wird der realisierbare Wert jährlich

ermittelt, auch wenn keine Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen.

Der erzielbare Wert von Forderungen und Darlehen entspricht dem Barwert der geschätzten zukünftigen

Cash Flows. Der erzielbare Wert der übrigen Vermögenswerte ist der grössere Wert von

Verkehrswert abzüglich Verkaufskosten und Nutzwert.

Wertminderungen auf Forderungen und Darlehen werden rückgängig gemacht, wenn die Erhöhung

des erzielbaren Werts auf ein Ereignis zurückgeführt werden kann, das in einer Periode nach

Erfassung der Wertminderung eingetreten ist. Eine Wertaufholung auf Goodwill erfolgt nicht.

Wertminderungen auf den übrigen Aktiven können rückgängig gemacht werden, wenn Anzeichen

dafür bestehen, dass sich die Wertminderung verringert hat oder nicht mehr besteht und sich die

Schätzungen, die in die Berechnung des erzielbaren Werts eingeflossen sind, verändert haben.

Die Erhöhung des Buchwerts ist auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den

Vermögenswert in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, die in der Regel dem Nominalwert

entsprechen, bilanziert.

Finanzverbindlichkeiten Finanzverbindlichkeiten werden bei der Ersterfassung zum Marktwert

abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zu

fortgeführten Anschaffungskosten, wobei eine allfällige Differenz zwischen dem Buchwert und

dem Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit der Inanspruchnahme der Fremdmittel nach der

Effektivzinsmethode in der Erfolgsrechnung erfasst wird.

36 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Rückstellungen Rückstellungen werden bilanziert, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung

infolge eines Ereignisses der Vergangenheit besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung

der Verpflichtung wahrscheinlich und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung

möglich ist.

Rückstellungen werden dann diskontiert, wenn der Effekt wesentlich ist.

Restrukturierungsrückstellungen werden nur erfasst, wenn die diesbezüglichen Kosten durch

einen Plan zuverlässig bestimmt werden können und durch einen Vertrag oder durch Kommunikation

eine entsprechende Verpflichtung besteht.

Ertragssteuern Die Ertragssteuern beinhalten laufende und latente Ertragssteuern. Normalerweise

werden die Ertragssteuern in der Erfolgsrechnung verbucht, es sei denn, sie stehen in Verbindung

zu einer Position, die direkt im Eigenkapital erfasst wird.

Laufende Ertragssteuern werden auf dem steuerbaren Ergebnis berechnet, basierend auf den am

Bilanzstichtag erwarteten Steuersätzen inklusive Aufwendungen für Steuern vergangener Perioden.

Latente Ertragssteuern werden gemäss der Balance-Sheet-Liability-Methode auf allen temporären

Differenzen zwischen den Werten der Steuerbilanzen und den IFRS-Werten berechnet. Die Bewertung

erfolgt zu den für die jeweiligen Konzerngesellschaften anwendbaren bzw. voraussichtlich

anwendbaren Steuersätzen. Aktive latente Steuern inklusive des Nutzens aus steuerlich anrechenbaren

Verlustvorträgen werden nur als latente Steueraktiven berücksichtigt, wenn die steuerliche

Verrechnung wahrscheinlich erscheint.

Für folgende temporäre Differenzen werden keine latenten Steuern berechnet: Ersterfassung von

Goodwill, erstmalig erfasste Vermögenswerte oder Schulden im Zusammenhang mit einer Transaktion,

die weder das steuerbare Ergebnis noch den Jahresgewinn beeinflusst, und auf Anteilen an

Tochterunternehmen, sofern es wahrscheinlich ist, dass die temporären Differenzen in absehbarer

Zukunft nicht realisiert werden.

Personalvorsorge Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden jährlich

für jeden Plan ermittelt, indem der Barwert der erwarteten Ansprüche (Defined Benefit Obligation)

nach der Projected-Unit-Credit-Methode basierend auf versicherungstechnischen Annahmen wie

Lohn- und Rentensteigerungsraten und einem Diskontfaktor über die Restdienstzeit ermittelt wird.

Davon wird der Marktwert der Planaktiven in Abzug gebracht. Der Diskontzinssatz basiert auf

dem Zinssatz erstklassiger Industrieanleihen mit annähernd gleichen Laufzeiten wie die Verpflichtungen.

Die Verpflichtungen werden bei allen wesentlichen leistungsorientierten Plänen jährlich

durch unabhängige Versicherungsexperten ermittelt. Die Vorsorgekosten, die mit der Arbeitsleistung

der Berichtsperiode zusammenhängen (Current Service Costs), werden erfolgswirksam erfasst.

Die Erhöhung der Vorsorgekosten auf vergangener Arbeitsleistung, die auf neue oder verbesserte

Vorsorgeleistungen zurückzuführen ist, wird linear bis zum Zeitpunkt der Anspruchsberechtigung

über den Personalvorsorgeaufwand erfasst. In dem Ausmass, in dem eine sofortige Anspruchsberechtigung

besteht, werden diese Kosten sofort erfolgswirksam erfasst.

37 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Versicherungstechnische Gewinne und Verluste aus den periodischen Neuberechnungen werden

linear über die durchschnittliche Restdienstzeit erfolgswirksam erfasst, soweit sie 10% des höheren

Betrags von Planvermögen und Vorsorgeverpflichtung überschreiten.

Überdeckungen werden nur aktiviert, wenn sie dem Konzern in Form von zukünftigen Beitragsrückzahlungen

oder -reduktionen tatsächlich zur Verfügung stehen.

Bei beitragsorientierten Vorsorgeplänen entsprechen die in der Erfolgsrechnung ausgewiesenen

Aufwendungen den geleisteten Beitragszahlungen des Arbeitgebers.

Eigenkapital

Aktienkapital Aktien sind Bestandteil des Eigenkapitals, da sie nicht rückzahlbar sind und keine

Dividendengarantie besteht.

Eigene Aktien Die eigenen Aktien werden in der Bilanz mit ihren Anschaffungskosten vom Eigenkapital

abgezogen. Kauf und Verkauf werden als Veränderung des Eigenkapitals ausgewiesen.

Verkauf, Herabsetzung oder Ausgabe eigener Aktien führen weder zu Gewinn noch zu Verlust in

der Erfolgsrechnung.

Eigenkapitaltransaktionskosten Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion werden als

Abzug des Eigenkapitals unter Berücksichtigung allfälliger Steuereffekte erfasst. Eigenkapitaltransaktionskosten

umfassen nur jene Kosten, die direkt den Eigenkapitaltransaktionen zuzuschreiben

sind und sonst nicht entstanden wären.

Dividenden Dividenden werden als Verbindlichkeit ausgewiesen, sobald sie von der Generalversammlung

beschlossen wurden.

Nettoerlös und Ertragsrealisation Der Nettoerlös beinhaltet alle Verkäufe an Dritte nach Abzug

allfälliger Mehrwert- oder Warenumsatzsteuern, Rabatte und Erlösminderungen. Bei Kundenaufträgen,

die gemäss IAS 11 als Fertigungsaufträge einzustufen sind, werden die Erträge und die

Auftragskosten nach Auftragsfortschritt verbucht (Percentage of Completion). Der Stand der Arbeiten

wird laufend überwacht und eine entsprechende Neubewertung der Aufträge vorgenommen. Zu

erwartende Verluste werden sofort vollumfänglich verbucht.

Siehe auch «Warenvorräte und Fertigungsaufträge».

Finanzergebnis Das Finanzergebnis setzt sich aus den Zinszahlungen auf Fremdkapital, Zinserträgen,

Dividendenerträgen, Fremdwährungsgewinnen und -verlusten sowie Bankspesen

zusammen.

Fremdkapitalkosten und Zinserträge werden in derjenigen Periode, in der sie anfallen, basierend

auf der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst. Dividendenerträge werden am Datum der

Fälligkeit erfolgswirksam erfasst.

38 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Zur Veräusserung gehaltene, langfristige Vermögenswerte Langfristige Vermögenswerte

sowie Gruppen von Vermögenswerten inklusive direkt zurechenbarer Verbindlichkeiten werden

als «zum Verkauf gehalten» klassiert und in der Bilanz in einer separaten Position in den Aktiven

bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen, wenn der Buchwert nicht durch die Nutzung, sondern durch

den Verkauf der Vermögensgegenstände eingebracht werden soll. Voraussetzung ist, dass der

Verkauf hochwahrscheinlich ist und die Vermögensgegenstände für einen unmittelbaren Verkauf

in ihrem gegenwärtigen Zustand bereit sind. Damit ein Verkauf als hoch wahrscheinlich eingestuft

werden kann, ist die Erfüllung verschiedener Kriterien notwendig, u.a. muss er erwartungsgemäss

innerhalb eines Jahrs stattfinden.

Unmittelbar bevor langfristige Vermögenswerte als zur Veräusserung klassiert werden, werden

die Buchwerte in Anwendung der entsprechenden IFRS-Standards bewertet. Nach der Umklassierung

erfolgt die Bewertung zum tieferen von Buchwert und Verkehrswert abzüglich Verkaufskosten.

Abzuschreibende Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt der Umklassierung nicht

mehr abgeschrieben.

Segmentberichterstattung Ein Segment ist eine unterscheidbare Teilaktivität der Gruppe, die

ein individuelles Produkt oder eine Dienstleistung oder eine Gruppe ähnlicher Produkte oder

Dienstleistungen erstellt oder erbringt und das Risiken und Erträgen ausgesetzt ist, die sich von

denen anderer Segmente unterscheiden.

Die Segmentberichterstattung erfolgt primär nach Geschäftsfeldern und sekundär nach geografischen

Regionen. Die Geschäftsfelder werden global geführt. Die Umsätze zwischen den Segmenten

werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Die Primärsegmentierung umfasst die Segmente «Schweissen» und «Weben». Das Segment

«Schweissen» erstellt Anlagen für umfassende Fertigungslösungen zur Herstellung von Armierungsund

Industriegittern und Radiatoren sowie Anlagen zum Schweissen von Eisenbahnschienen.

Das Segment «Weben» erstellt Anlagen zur Herstellung von technischen Textilgeweben für die

Papierindustrie.

Die Segmentaktiven, -verbindlichkeiten und -resultate beinhalten alle direkt zuteilbaren Positionen

sowie diejenigen Positionen, die auf Basis einer vernünftigen Grundlage den Segmenten zugeteilt

werden können.

39 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Erläuterungen zur konsolidierten Jahresrechnung

1 | Segmentinformationen Die Segmentberichterstattung erfolgt primär nach Geschäftsfeldern und sekundär nach

geografischen Regionen. Die Geschäftsfelder werden global geführt, entsprechend ist die Organisation

nach Geschäftsfeldern aufgestellt. Die Primärsegmentierung umfasst die Segmente

«Schweissen» und «Weben». Das Segment «Schweissen» erstellt Anlagen für umfassende

Fertigungslösungen zur Herstellung von Armierungs- und Industriegittern und Radiatoren

sowie Anlagen zum Schweissen von Eisenbahnschienen. Das Segment «Weben» erstellt Anlagen

zur Herstellung von technischen Textilgeweben für die Papierindustrie.

Es finden keine Transaktionen zwischen den Segmenten statt, daher werden in der Primärsegmentierung

nur die Nettoumsatzerlöse mit Dritten und assoziierten Gesellschaften gezeigt.

Gliederung nach Geschäftseinheiten 2007

CHF 1000 Schweissen Weben Nicht

zugeteilt

Nettoumsatzerlöse mit Dritten 178 990 61 047 0 240 037

Total

Segmentergebnis (EBIT) 8 709 3 695 - 80 12 324

Finanzergebnis 0 0 - 454 - 454

Ertragssteuern 0 0 -3 450 -3 450

Konzernergebnis 8 709 3 695 -3 984 8 420

Segmentaktiven 120 517 25 737 1 646 147 900

Steueraktiven 0 0 4 150 4 150

Total Aktiven 120 517 25 737 5 796 152 050

Segmentverbindlichkeiten 61 326 24 872 844 87 042

Steuerverbindlichkeiten 0 0 2 957 2 957

Finanzverbindlichkeiten 0 0 2 402 2 402

Total Fremdkapital 61 326 24 872 6 203 92 401

Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen 3 660 1 141 0 4 801

Abschreibungen und Amortisationen - 1 825 - 656 0 - 2 481

Gliederung nach geografischen Kriterien

CHF 1000 Schweiz Übriges

Europa

Nordamerika

Asien /

Pazifik

Übrige Welt

Nicht

zugeteilt /

Elimination

Nettoumsatzerlöse mit Dritten 2 435 131 185 22 617 56 180 27 620 0 240 037

Segmentaktiven 101 809 46 354 2 840 0 1 047 0 152 050

Investitionen in Sach- und

immaterielle Anlagen 2 894 1 772 127 0 8 0 4 801

Durchschnittlicher Personalbestand 290 199 8 0 5 0 502

Total

40 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Gliederung nach Geschäftseinheiten 2006

CHF 1000 Schweissen Weben Nicht

zugeteilt

Nettoumsatzerlöse mit Dritten 153 437 43 621 0 197 058

Total

Segmentergebnis (EBIT) 7 254 2 980 - 287 9 947

Finanzergebnis 0 0 - 1 229 - 1 229

Ertragssteuern 0 0 - 3 336 - 3 336

Konzernergebnis 7 254 2 980 - 4 852 5 382

Segmentaktiven 98 340 20 622 6 450 125 412

Steueraktiven 0 0 4 594 4 594

Total Aktiven 98 340 20 622 11 044 130 006

Segmentverbindlichkeiten 55 985 19 242 786 76 013

Steuerverbindlichkeiten 0 0 2 443 2 443

Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 0

Total Fremdkapital 55 985 19 242 3 229 78 456

Investitionen in Sach- und immaterielle Anlagen 2 460 804 0 3 264

Abschreibungen und Amortisationen - 3 798 - 564 0 - 4 362

Gliederung nach geografischen Kriterien

CHF 1000 Schweiz Übriges

Europa

Nordamerika

Asien /

Pazifik

Übrige Welt

Nicht

zugeteilt /

Elimination

Nettoumsatzerlöse mit Dritten 3 971 125 289 30 011 26 506 11 281 0 197 058

Segmentaktiven 86 440 33 208 3 690 0 744 5 924 130 006

Investitionen in Sach- und

immaterielle Anlagen 1 778 1 323 108 0 55 0 3 264

Durchschnittlicher Personalbestand 289 197 7 0 5 0 498

Total

2 | Veränderungen im Konsolidierungskreis

In der Berichtsperiode wurde die Schlatter Benelux B.V. (per Mai 2007) liquidiert. Es fanden keine

Käufe oder Verkäufe von Unternehmen statt.

41 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


3 | Neuordnung der Kreditverhältnisse Die Schlatter Gruppe wurde in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet und

finanziell saniert. Dies beinhaltet neben der operativen Restrukturierung auch die Neuregelung

der Besitzverhältnisse der Schlatter Gruppe sowie die 2005 durchgeführte Kapitalerhöhung. Als

letzte Massnahme aus dem Sanierungsplan wurde am 28.11.2006 der Verkauf der Betriebsliegenschaft

in Schlieren ohne das Reserveland an Winterthur Leben, Winterthur, erfolgreich

abgeschlossen. Gleichzeitig wurde ein langfristiger Mietvertrag mit Winterthur Leben für den

operativen Hauptsitz und die Produktions- und Entwicklungstätigkeit unterzeichnet.

Als Folge der fortschreitenden Verbesserung des Geschäftsergebnisses sowie der neuen Mittel

durch die Kapitalerhöhung und des Liegenschaftsverkaufs, konnten alle Kredite an die Bank zurückbezahlt

werden. Die Stillhaltevereinbarung wurde aufgehoben, und die Verträge mit Schlatter

wurden in ein branchenübliches, normales Kreditverhältnis gesetzt.

Zu Beginn des Berichtsjahrs hat Schlatter die Bankenbeziehungen neu geregelt. Die Schlatter

Gruppe verfügt über marktkonforme und ausreichend Kreditfazilitäten, um das operative Geschäft

aufrechtzuerhalten. Zudem wurde die Abhängigkeit von einer einzigen Schweizer Bank aufgehoben.

Siehe hierzu Erläuterung 14, Seite 52, und Erläuterung 29, Seite 62.

4 | Flüssige Mittel CHF 1000 2007 2006

Kasse 104 174

Bank, Post 9 578 7 337

Festgelder mit einer Laufzeit bis zu 3 Monaten 14 625 13 595

Flüssige Mittel 24 307 21 106

Nach Währungen in CHF 1000

CHF 1 369 5 056

EUR 15 543 13 466

USD 6 070 1 595

GBP 1 273 966

Andere 52 23

Total 24 307 21 106

Die flüssigen Mittel sind frei verwendbar. Festgelder in EUR wurden mit 3,5 bis 4,3 % verzinst,

Festgelder in CHF mit 1,5 bis 2,3 %, Festgelder in USD mit 3,8 bis 5,9 %.

42 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


5 | Kurzfristige Finanzanlagen

CHF 1000 2007 2006

Darlehen 0 929

Festgelder mit einer Laufzeit von 3 bis 12 Monaten 10 10

Zum Verkauf gehaltene Wertschriften 582 521

Kurzfristige Finanzanlagen 592 1 460

Das Darlehen im Vorjahr betrifft eine Forderung von USD 0,75 Mio. gegenüber der MMI Products,

Inc. mit Sitz in Houston, USA (siehe Erläuterung 11, Seite 50). Dieses wurde im Berichtsjahr

termingerecht zurückbezahlt.

Die Wertschriften enthalten Fondsanteile, die im Besitze einer Tochtergesellschaft sind und als

kurzfristige Wertanlage gehalten werden. Sie sind als zum Verkauf verfügbar klassiert.

6 | Forderungen CHF 1000 2007 2006

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Dritte, brutto 20 341 21 236

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an assoziierte Gesellschaften 194 520

Wertberichtigungen - 1 974 - 3 069

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 18 561 18 687

Sonstige Forderungen 12 964 7 235

Forderungen 31 525 25 922

Die Zunahme der sonstigen Forderungen ist auf Mehrwertsteuerforderungen in Deutschland zurückzuführen.

Diese Forderungen sind nicht gefährdet und werden im üblichen Abrechnungsrhythmus

zurückerstattet. Bei der Rückerstattung ist ein Rückstand zu verzeichnen, der im ersten Quartal

2008 behoben wird.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen teilen sich in folgende

Währungen auf:

Nach Währungen in CHF 1000 2007 2006

CHF 4 492 2 786

EUR 25 981 21 366

USD 304 1 038

GBP 280 314

Übrige 468 418

Total 31 525 25 922

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen keine wesentliche Konzentration von

Kreditrisiken auf. Die Gefahr von Klumpenrisiken ist durch die grosse Anzahl und die breite

geografische Streuung der Kundenguthaben beschränkt. Wo notwendig wurden Einzelwertberichtigungen

vorgenommen. Verkäufe und Dienstleistungen werden nur an Kunden erbracht,

die über eine entsprechend nachgewiesene Kreditwürdigkeit verfügen. Instrumente der Exportfinanzierung

zur Sicherung der Kundenguthaben aufgrund des globalen Kundenkreises werden

konsequent eingesetzt.

43 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Für jeden Kunden wird eine Kreditlimite definiert; diese wird regelmässig überprüft. Kunden, die die

von Schlatter geforderte Kreditwürdigkeit nicht erfüllen, werden nur gegen Vorauszahlung beliefert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf die folgenden Regionen:

CHF 1000 2007 2006

Schweiz 173 101

Europa 10 759 13 365

Nordamerika 1 924 3 653

Asien / Pazifik 4 736 1 117

Übrige Welt 969 451

Total Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 18 561 18 687

Die Altersgliederung der Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt (jedoch pauschalwertberichtigt)

sind, sah per Bilanzstichtag wie folgt aus:

2007 2006

Brutto

CHF 1000 Brutto Wertberichtigung

Wertberichtigung

Nicht fällig 9 630 0 11 889 0

Fällig zwischen 0 – 60 Tagen 5 683 - 372 2 495 - 212

Fällig zwischen 61 – 180 Tagen 1 744 - 176 1 092 - 109

Fällig zwischen 181 – 360 Tagen 463 - 115 218 - 51

Über ein Jahr fällig 80 - 80 85 - 85

Total 17 600 - 743 15 779 - 457

Das Wertberichtigungskonto auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt

verändert:

CHF 1000 2007 2006

Einzelwertberichtigung

Bestand per 1. Januar - 2 613 - 2 060

Zusätzliche Wertberichtigung - 804 - 1 368

Auflösung Wertberichtigung 732 815

Debitorenverluste (Benutzung Wertberichtigung) 1 454 0

Bestand per 31. Dezember - 1 231 - 2 613

Pauschalwertberichtigung

Bestand per 1. Januar - 457 - 684

Zu- / Abnahme der Wertberichtigung - 286 227

Bestand per 31. Dezember - 743 - 457

Per 31.12.2007 sind Forderungen im Betrag von TCHF 2935 (Vorjahr: TCHF 5978) einzeln wertberichtigt.

Der Betrag der Wertberichtigung beträgt TCHF 1231 (Vorjahr: TCHF 2613). Diese

Forderungen betreffen hauptsächlich Forderungen aus Kundenprojekten früherer Berichtsperioden,

bei denen ein Risiko besteht, dass die Zahlungen nicht vollständig eingehen werden. Die Ursache

liegt nicht in der Zahlungsfähigkeit der Kunden, sondern in der unzureichenden Lösung einzelner

Projekte aus früheren Jahren, die in einer kommerziellen Einigung mit dem Kunden enden können.

44 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Die Benutzung der Wertberichtigung resultiert massgeblich aus der Ausbuchung von Forderungen

aus den Jahren 2002 und 2003. Die Forderungen betreffen Kundenprojekte, die nicht zufriedenstellend

abgeschlossen werden konnten.

Zusätzlich wurden Forderungen im Betrag von TCHF 1727 (Vorjahr: 657) als Debitorenverluste

ausgebucht. Für diese Forderungen bestanden zu Jahresbeginn keine Wertberichtigungen; sie

sind daher direkt erfolgswirksam. Ursache sind auch hier kommerzielle Einigungen mit Kunden

aufgrund technischer Schwierigkeiten auf einzelnen Anlagenprojekten, die hauptsächlich in den

Jahren 2002 und 2003 geliefert wurden.

Die nicht fälligen Forderungen betreffen mehrheitlich Forderungen aus langjährigen Kundenbeziehungen.

Aufgrund der Erfahrungswerte erwartet Schlatter keine zusätzlichen Ausfälle.

Per 31.12.2007 waren keine ausstehenden Wechsel an die Hausbank abgetreten, bei denen ein

Ausfallrisiko auf dem nicht kreditversicherten Anteil bei Schlatter verbleibt.

Die sonstigen Forderungen teilen sich auf folgende Positionen auf:

CHF 1000 2007 2006

Mehrwertsteuern 10 520 5 780

Verrechnungssteuern 175 31

Diverse 2 269 1 424

Total 12 964 7 235

Die Forderungen aus Mehrwertsteuern haben sich um TCHF 4740 erhöht. Der Grund liegt in

signifikant gesteigerten Export-Werkverträgen aus der Schweiz nach Deutschland oder via

Deutschland in andere Länder gelieferte Maschinen sowie im Rückstand der Mehrwertsteuer-

Rückerstattung aus Deutschland des zweiten und dritten Quartals 2007 im Gesamtbetrag von

TCHF 3125. Diese Forderungen werden im ersten Quartal 2008 zurückerstattet und sind nicht

gefährdet. Es bestehen somit keine Wertberichtigungen.

Die sonstigen Forderungen sind einem geringen Kreditrisiko ausgesetzt, beinhalten sie doch im

Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Staat, und dies vorwiegend in der Schweiz und in

Deutschland. Diese Forderungen hatten auch in der Vergangenheit nie zu Ausfällen geführt.

Obwohl ein Klumpenrisiko besteht, ist durch die Tatsache, dass es sich um staatliche Schuldner

handelt, das Ausfallrisiko äusserst gering.

45 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


7 | Fertigungsaufträge CHF 1000 2007 2006

Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten inkl. erfasster Gewinne

und Verluste von laufenden Projekten 164 858 78 908

Teilfakturierungen und Vorauszahlungen - 171 932 - 70 070

Fertigungsaufträge in Arbeit, netto - 7 074 8 838

Die Fertigungsaufträge sind in der Bilanz wie folgt ausgewiesen:

CHF 1000

Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen 36 644 33 809

Nettoverbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen - 43 718 - 24 971

Erfasster Umsatz aus Fertigungsaufträgen 195 552 157 440

Die signifikante Erhöhung des Auftragsbestands und damit einhergehende längere Liefertermine

haben zu einem bedeutenden Anstieg der Vorauszahlungen geführt. Waren die Projekte im

Vorjahr noch um CHF 8,8 Mio. unterfinanziert, so resultiert, gemessen am Projektfortschritt, per

31.12.2007 ein positiver Finanzierungsüberschuss von CHF 7,1 Mio.

8 | Vorräte CHF 1000 2007 2006

Rohmaterial, Handelswaren 31 854 20 413

Ware in Arbeit 3 082 6 265

Halb- und Fertigfabrikate 4 183 2 921

Vorräte netto 39 119 29 599

Total Wertberichtigung auf Vorräten - 13 122 - 14 721

Im Geschäftsjahr 2007 wurden Wertberichtigungen in der Höhe von TCHF 519 (Vorjahr: TCHF 2640)

gebildet. Aufgrund von Lagerbereinigungen, Verschrottungen und Liquidationsverkäufen wurden

Wertberichtigungen in der Höhe von TCHF 2118 (Vorjahr: TCHF 3158) in Anspruch genommen.

Die Zunahme der Vorräte um CHF 9,5 Mio. auf CHF 39,1 Mio. ist einerseits auf Fertigungsteile

und Baugruppen für die termingerechte Installation von Anlagen und Maschinen zurückzuführen.

Fertigungstiefe und -kapazität wurden trotz signifikant höherem Umsatz nicht ausgebaut, um die

Kosten variabel zu halten. Damit werden längere Beschaffungszeiten und Investitionen in die

Vorräte in Kauf genommen. Anderseits bietet Schlatter vermehrt integrierte Systeme aus einer

Hand an. An Systempartner wurden Anzahlungen von CHF 7,5 Mio. geleistet (CHF 1,3 Mio.), die

in die Vorräte gebucht wurden.

46 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


9 | Sachanlagen und Renditeliegenschaften

CHF 1000 Land Gebäude Technische

Anlagen und

Maschinen

Anschaffungskosten

Übrige

Sachanlagen

Anlagen

im Bau

Total

Sachanlagen

Renditeliegenschaften

Stand 1.1.2006 9 150 34 652 25 092 13 218 82 112 3 451

Zugänge 0 3 633 1 066 1 702 0

Abgänge - 5 184 - 30 068 - 5 554 - 2 109 - 42 915 - 3 451

Umrechnungsdifferenzen - 5 59 184 110 348 0

Stand 31.12.2006 3 961 4 646 20 355 12 285 41 247 0

Zugänge 0 7 713 827 2 816 4 363 0

Abgänge 0 - 7 - 55 - 1 104 - 1 166 0

Umrechnungsdifferenzen - 2 51 193 55 297 0

Stand 31.12.2007 3 959 4 697 21 206 12 063 2 816 44 741 0

Kumulierte Abschreibungen

Stand 1.1.2006 0 - 7 292 - 22 173 - 10 676 - 40 141 - 173

Zugänge 0 - 1 657 - 1 037 - 1 021 - 3 715 - 43

Abgänge 0 5 261 5 452 1 872 12 585 216

Umrechnungsdifferenzen 0 - 62 - 152 - 95 - 309 0

Stand 31.12.2006 0 - 3 750 - 17 910 - 9 920 - 31 580 0

Zugänge 0 - 89 - 767 - 819 - 1 675 0

Abgänge 0 0 56 1 043 1 099 0

Umrechnungsdifferenzen 0 - 55 - 157 - 46 - 258 0

Stand 31.12.2007 0 - 3 894 - 18 778 - 9 742 - 32 414 0

Nettobuchwert 1.1.2006 9 150 27 360 2 919 2 542 0 41 971 3 278

Nettobuchwert 31.12.2006 3 961 896 2 445 2 365 0 9 667 0

Nettobuchwert 31.12.2007 3 959 803 2 428 2 321 2 816 12 327 0

CHF 1000 2007 2006

Mieteinnahmen Renditeliegenschaften 0 542

CHF 1000 Land Gebäude Technische

Anlagen und

Maschinen

Zusatzinformationen 2007

Übrige

Sachanlagen

Anlagen

im Bau

Total

Sachanlagen

Brandversicherungswerte der Anlagen 14 466 35 533 30 430 0 80 429

Eingegangene Investitionsverpflichtungen 69 5 857 2 130 0 8 056

Verpfändungen für Sicherheiten 0

Zusatzinformationen 2006

Brandversicherungswerte der Anlagen 13 813 33 460 25 662 72 935

Eingegangene Investitionsverpflichtungen 907 907

Verpfändungen für Sicherheiten 1 638 2 779 0 0 4 417

47 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Im Berichtszeitraum mussten keine Sonderabschreibungen für Wertminderungen (Impairment)

vorgenommen werden.

Die Liegenschaft in Schlieren ohne das Reserveland wurde per 28.11.2006 an die Winterthur

Leben, Winterthur, verkauft. Der Verkaufserlös betrug CHF 37,3 Mio. Aus dem Gewinn resultierten

nach Abzug der Transaktionskosten und der mit dem Verkauf notwendig gewordenen Rückstellungen

netto CHF 2,7 Mio. Schlatter hat mit Winterthur Leben einen langfristigen Mietvertrag

abgeschlossen, siehe Erläuterung 30, Seite 70.

Bei den Mieteinnahmen aus Renditeliegenschaften im Vorjahr handelte es sich um den Anteil der

fremdvermieteten Betriebsliegenschaften in Schlieren, die nach den Kriterien von IAS 40 als

Renditeliegenschaft qualifizierten. Die Renditeliegenschaften waren Bestandteil des Liegenschaftsverkaufs

im Geschäftsjahr 2006.

Schlatter hält keine Sachanlagen unter Finance Lease.

Es bestehen keine hypothekarisch gesicherten Kredite (Vorjahr: 0). Im Vorjahr verblieben

Verpfändungen für Sicherheiten, die von der deutschen Tochtergesellschaft zugunsten einer deutschen

Bank ausgestellt wurden. Die Pfandentlassung wurde zu Beginn des Berichtsjahrs 2007

vorgenommen.

48 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


10 | Immaterielle Werte CHF 1000 Übrige

zugekaufte

immaterielle

Werte

Anschaffungskosten

Immaterielle

Werte in

Entwicklung

Total

immaterielle

Werte

Stand 1.1.2006 3 576 1 066 4 642

Zugänge 349 1 213 1 562

Abgänge 0 0 0

Umklassierungen 2 279 - 2 279 0

Umrechnungsdifferenzen 62 0 62

Stand 31.12.2006 6 266 0 6 266

Zugänge 384 54 438

Abgänge 0 0 0

Umklassierungen 0 0 0

Umrechnungsdifferenzen 62 0 62

Stand 31.12.2007 6 712 54 6 766

Kumulierte Amortisationen

Stand 1.1.2006 - 2 055 0 - 2 055

Zugänge - 604 0 - 604

Abgänge 0 0 0

Umklassierungen - 4 0 - 4

Umrechnungsdifferenzen - 35 0 - 35

Stand 31.12.2006 - 2 698 0 - 2 698

Zugänge - 807 0 - 807

Abgänge 0 0 0

Umklassierungen 0 0 0

Umrechnungsdifferenzen - 36 0 - 36

Stand 31.12.2007 - 3 541 0 - 3 541

Nettobuchwert 1.1.2006 1 521 1 066 2 587

Nettobuchwert 31.12.2006 3 568 0 3 568

Nettobuchwert 31.12.2007 3 171 54 3 225

Die Zugänge der immateriellen Werte in Entwicklung betreffen den für das Berichtsjahr verbleibenden

Anteil der Kosten für die Einführung des neuen ERP-Systems, das 2006 bei der Tochtergesellschaft

H. A. Schlatter AG eingeführt und 2007 abgeschlossen wurde. Die aktivierten Kosten

betreffen hauptsächlich Lizenzen und Consulting-Leistungen. Die Zugänge der übrigen zugekauften

immateriellen Werte betreffen Lizenzen für Entwicklungssoftware.

Im Berichtszeitraum mussten keine Sonderabschreibungen für Wertminderungen (Impairment)

vorgenommen werden.

Im Berichtsjahr wie im Vorjahr bestanden keine Investitionsverpflichtungen.

49 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


11 | Finanzanlagen CHF 1000 Total

kurzfristige

Finanzanlagen

Anschaffungskosten / Zeitwert

Darlehen

Festgelder Total Total

>12 Monate langfristige Finanzanlagen

Finanzanlagen

Stand 1.1.2006 1 056 950 30 980 2 036

Zugänge 455 0 5 5 460

Umklassierungen 1 048 - 1 048 0 - 1 048 0

Rückzahlungen - 976 0 0 0 - 976

Auflösung Diskontierung 0 128 0 128 128

Marktwertschwankungen Finanzaktiven 76 0 0 0 76

Umrechnungsdifferenzen - 199 71 0 71 - 128

Stand 31.12.2006 1 460 101 35 136 1 596

Zugänge 369 3 0 3 372

Rückzahlungen - 1 280 - 105 - 36 - 141 - 1 421

Marktwertschwankungen Finanzaktiven 65 0 0 0 65

Umrechnungsdifferenzen - 22 3 1 4 - 18

Stand 31.12.2007 592 2 0 2 594

Fälligkeit

2008 592 0 0 592 592

2009 0 2 0 2 2

Die kurzfristige Finanzanlage des Vorjahrs betrifft hauptsächlich eine Forderung gegenüber der

MMI Products, Inc. mit Sitz in Houston, USA. MMI Products, Inc. hat im Jahr 2001 die damalige

Tochtergesellschaft SRP mit Sitz in Hazleton, USA, gekauft. Es wurde vereinbart, dass ein Anteil

des Kaufpreises (USD 4,25 Mio.) über 5 Jahresperioden bis 31.12.2007 zahlbar ist. Per 31.12.2007

wurden alle Raten bezahlt (Vorjahr: USD 0,75 Mio. ausstehend).

Der Zugang der kurzfristigen Finanzanlagen beinhaltet zum Verkauf gehaltene Wertschriften bzw.

Fonds, die als kurzfristige Wertanlage dienen und als zur Veräusserung verfügbar klassiert sind.

12 | Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften

Die Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften betreffen folgende Gesellschaften:

31.12.2007 31.12.2006

Firma

Beteiligung

Teurema, Spanien 20 % 20 %

Railtech Schlatter Systems (RSS), Frankreich 20 % 20 %

Der Nettobuchwert der Beteiligungen war im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr mit null bewertet.

Bei beiden Beteiligungen Teurema und RSS hat die Schlatter Gruppe keine Nachschusspflichten

zu tragen. Per Bilanzstichtag lagen keine aktuellen Abschlüsse der Minderheitsbeteiligungen vor.

50 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


13 | Latente Steuern Die latenten Steueraktiven und -verbindlichkeiten können folgenden Bilanzpositionen zugeordnet

werden:

2007 2006

CHF 1000 Aktiven Passiven Aktiven Passiven

Flüssige Mittel 0 - 13 14 0

Kurzfristige Finanzanlagen 0 - 113 32 - 35

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22 - 49 17 - 213

Übrige Forderungen 680 0 834 - 6

Forderungen Ertragssteuern 0 0 0 - 22

Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen 0 - 3 306 161 - 3 539

Vorräte 4 789 0 5 103 0

Aktive Rechnungsabgrenzung 0 - 312 0 0

Sachanlagen 807 0 1 039 0

Finanzanlagen 113 0 35 - 46

Kurzfristige Finanzschulden 0 0 178 - 907

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 - 249 52 - 171

Nettoverbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 4 927 0 4 885 0

Übrige Verbindlichkeiten 249 - 6 377 196 - 6 039

Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern 4 0 0 0

Passive Rechnungsabgrenzung 833 - 5 938 - 2

Kurzfristige Rückstellungen 0 - 802 0 - 675

Langfristige Finanzschulden 0 0 907 - 238

Personalvorsorgeverbindlichkeiten 672 - 567 877 - 698

Langfristige Rückstellungen 133 0 0 - 355

Steuerliche Verlustvorträge 2 125 0 2 146 0

Total 15 354 - 11 793 17 414 - 12 946

Saldierung - 11 481 11 481 - 12 946 12 946

Stand 31. Dezember 3 873 - 312 4 468 0

Steuerliche Verlustvorträge

CHF 1000 2007 2006

Anrechenbare steuerliche Verlustvorträge am 1. Januar 50 648 55 397

Veränderung Verlustvorträge durch Liquidation ausländischer

Tochtergesellschaften - 93 0

Veränderung Verlustvorträge durch Anpassungen Vorjahr 2 066 0

Neue steuerliche Verlustvorträge des laufenden Geschäftsjahrs 0 539

Verbrauch aktivierter Verlustvorträge - 4 563 - 4 628

Verbrauch nicht aktivierter Verlustvorträge - 20 840 - 753

Währungsdifferenz auf Verlustvorträgen - 15 93

Anrechenbare steuerliche Verlustvorträge am 31. Dezember 27 203 50 648

Die Veränderung der latenten Steuern wurde über den Steueraufwand erfasst. Auf anrechenbaren

Verlustvorträgen in der Höhe von TCHF 10 011 sind Ende 2007 latente Steueransprüche in der

Höhe von TCHF 2125 (Vorjahr: TCHF 2146) aktiviert. Eine Erfassung von latenten Steuerguthaben

auf noch nicht genutzten steuerlichen Verlusten wird in dem Umfang vorgenommen, wie deren

Realisierung durch prognostizierte zu versteuernde Einkommen als wahrscheinlich beurteilt wird.

Die Veränderung Verlustvorträge durch Anpassungen Vorjahr beinhaltet steuerlich abzugsfähige

Steuernachforderungen aus dem Jahr 2001 in Deutschland.

51 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


In den aktivierten, anrechenbaren Verlustvorträgen von insgesamt TCHF 10 011 sind Verlustvorträge

in der Höhe von TCHF 4569 enthalten, die im Berichtsjahr zur Aktivierung von Steueransprüchen

von TCHF 970 führten. Gleichzeitig wurden latente Steueraktiven aus Verlustvorträgen

durch Verrechnung mit steuerbaren Gewinnen im Berichtsjahr von TCHF 969 genutzt. Der Verbrauch

nicht aktivierter Verlustvorträge von TCHF 20 840 enthält die Nutzung von TCHF 17 000 Verlustvorträgen

durch die steuerliche Auflösung der Wertberichtigung von Beteiligungen in der Schlatter

Holding AG. Diese Aufwertung erfolgt, da die Sanierung von Tochtergesellschaften durch die

Schlatter Holding AG erfolgreich war und zum Zeitpunkt der Sanierung keine Aufwertung vorgenommen

wurde. Da die Profitabilität erwiesenermassen nachhaltig ist, erfolgt die steuerliche

Aufwertung zum heutigen Zeitpunkt.

Die steuerlichen Verlustvorträge, für die keine latenten Steuern aktiviert wurden, verfallen wie folgt:

CHF 1000 2007 2006

Nach 1 Jahr 0 0

Nach 2 Jahren 0 0

Nach 3 Jahren 15 853 0

Nach 4 Jahren 0 33 721

Nach 5 Jahren 0 0

Nach 6 Jahren 0 4 097

Nach 7 Jahren 0 0

Kein Verfall 1 339 2 737

Total 17 192 40 555

Auf die CHF 17,2 Mio. steuerlichen Verlustvorträge, für die keine latenten Steuern aktiviert wurden,

entfallen CHF 15,9 Mio. auf die H. A. Schlatter AG in Schlieren.

Auf temporären Differenzen auf Beteiligungen an Tochtergesellschaften wurden keine latenten

Steuern erfasst, da bei deren Auflösung keine Steuerfolgen anfallen werden.

14 | Finanzschulden CHF 1000 2007 2006

Hypotheken 0 0

Festvorschüsse / Kontokorrent 2 402 0

Finanzschulden 2 402 0

Davon kurzfristige Finanzschulden 2 402 0

Davon langfristige Finanzschulden 0 0

Finanzschulden 2 402 0

Geplante Fälligkeiten in CHF 1000

bis 1 Jahr 2 402 0

1 bis 5 Jahre 0 0

Über 5 Jahre 0 0

Total Finanzschulden 2 402 0

Nach Währungen in CHF 1000

CHF 2 402 0

EUR 0 0

Total 2 402 0

52 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Die effektiven Zinssätze beliefen sich auf:

2007 2006

Bankdarlehen CHF 3,9 % 5,0 %

Kreditbedingungen Siehe auch Erläuterung 4, Seite 42, und Erläuterung 29, Seite 62.

Als Folge der fortschreitenden Verbesserung des Geschäftsergebnisses, der neuen Mittel durch

die Kapitalerhöhung (2005) und des Liegenschaftsverkaufs im Geschäftsjahr 2006 konnten alle

Kredite an die Bank zurückbezahlt werden. Die Stillhaltevereinbarung wurde aufgehoben, und die

Verträge mit Schlatter wurden in ein branchenübliches, normales Kreditverhältnis gesetzt.

Zu Beginn des Berichtsjahrs hat Schlatter die Bankbeziehungen neu geregelt. Die Schlatter Gruppe

verfügt über marktkonforme und ausreichend Kreditfazilitäten, um das operative Geschäft aufrechtzuerhalten.

Zudem wurde die Abhängigkeit von einer einzigen Schweizer Bank aufgehoben.

Die Schlatter Gruppe verfügt über Banklimiten von gesamthaft CHF 60,0 Mio., die bis zum vollen

Betrag für Garantien und Sicherheiten benutzt und bis zu einem Betrag von CHF 40,0 Mio. für

kurzfristige Kredite eingesetzt werden können. Die Gesamtbenutzung darf die Banklimite von

CHF 60,0 Mio. nicht übersteigen. Die Kreditlimiten sind auf der Basis Libor variabel verzinslich.

Sie dienen der Aufrechterhaltung des operativen Geschäfts und sind kurzfristiger Natur. Ohne

vorherige Kündigung werden die Verträge jährlich laufend verlängert. Langfristige Investitionsfinanzierungen

werden fallweise und separat abgeschlossen.

Das aufgeführte Bankdarlehen von CHF 2,4 Mio. ist Teil einer langfristigen Kreditfinanzierung in

Schweizer Franken von CHF 6,3 Mio. für den mieterspezifischen Umbau der Liegenschaft in

Schlieren. Das Darlehen ist bis zur Fertigstellung im Juni 2008 auf Basis Libor variabel verzinslich

und wird als kurzfristiger Festvorschuss geführt. Anschliessend wird der Gesamtbetrag von

voraussichtlich CHF 6,3 Mio. in einen langfristigen, 5-jährigen Kreditvertrag umgewandelt, wobei

CHF 3,3 Mio. fix verzinst werden und CHF 3,0 Mio. auf Basis Libor variabel verzinslich bleiben.

Der variabel geführte Teil kann in frei wählbaren Tranchen bis zum Ablauf des Kreditvertrags

amortisiert werden, spätestens aber auf den Zeitpunkt des Verfalls des Kredits. Der fest verzinsliche

Anteil ist in fünf gleich bleibenden fixen Tranchen jährlich zu amortisieren.

15 | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

CHF 1000 2007 2006

CHF 6 215 9 973

EUR 8 841 9 156

USD 0 9

Andere 70 172

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 126 19 310

53 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


16 | Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen

CHF 1000 2007 2006

Mehrwertsteuern 1 407 722

Personal / Sozialversicherungen 491 296

Vorauszahlungen von Kunden 377 755

Diverse Verbindlichkeiten 4 044 3 626

Abgrenzungen Ferien und Überzeit 2 710 2 195

Andere passive Rechnungsabgrenzungen 7 267 10 919

Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 16 296 18 513

Die anderen passiven Rechnungsabgrenzungen bestehen hauptsächlich aus Teillieferungen von

Grossanlagen, bei denen Materialrechnungen noch ausstehend sind, sowie nachlaufenden Projektkosten

von bereits ausgelieferten Anlagen.

17 | Personalvorsorgeverbindlichkeiten Die bilanzierten Personalvorsorgeverbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen

den Plan der grössten Schweizer Gesellschaft, H. A. Schlatter AG, und zu einem geringen Anteil den

Plan der Emil Jäger GmbH & Co. KG in Deutschland.

Die Gruppengesellschaften in der Schweiz verfügen gemäss den gesetzlichen Vorschriften über

eine eigene, vom Konzern unabhängige Vorsorgeeinrichtung. Diese erbringt Leistungen im Falle

von Alter, Tod oder Invalidität. Die Finanzierung erfolgt grundsätzlich durch Arbeitnehmer- und

Arbeitgeberbeiträge. In Anwendung von IAS 19 entspricht die Schweizer Vorsorgeeinrichtung

einem leistungsorientierten Plan.

Der Plan der Emil Jäger GmbH & Co. KG ist ebenfalls als leistungsorientierter Plan einzustufen.

Für die Pläne in der Schweiz und bei der Emil Jäger GmbH & Co. KG wurden IAS-19-konforme

versicherungstechnische Gutachten eingeholt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung

und der dazugehörige Dienstzeitaufwand wurden nach der Methode der laufenden Einmalprämien

(Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt.

Nebst den beschriebenen, leistungsorientierten Plänen sowie den staatlichen Sozialversicherungen

bestehen in verschiedenen Ländern zusätzliche Pläne für die Altersvorsorge, die gemäss IAS 19 als

beitragsorientiert einzustufen sind.

Verbindlichkeit und Vermögen per Bilanzstichtag

CHF 1000 2007 2006

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen aus Plänen

mit ausgeschiedenem Vermögen - 80 014 - 78 636

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen aus Plänen

ohne ausgeschiedenes Vermögen - 3 524 - 3 938

Ausgeschiedenes Planvermögen zu Marktwerten 75 180 75 086

Unterdeckung der leistungsorientierten Pläne - 8 358 - 7 488

Nicht erfasste versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste 4 188 2 509

In der Bilanz erfasste Verbindlichkeiten - 4 170 - 4 979

54 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Entwicklung der Vorsorgeverpflichtungen

CHF 1000 2007 2006

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen per 1. Januar 82 574 81 837

Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 1 822 1 576

Zinsaufwendungen 2 461 2 397

Arbeitnehmerbeiträge 1 404 1 297

Ausbezahlte Leistungen - 5 506 - 7 277

Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste 686 2 647

Währungseinflüsse 98 97

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen per 31. Dezember 83 538 82 574

Entwicklung des Planvermögens

CHF 1000 2007 2006

Planvermögen per 1. Januar 75 086 75 971

Erwartete Rendite auf Planvermögen 3 106 2 924

Arbeitgeberbeiträge 2 115 2 075

Arbeitnehmerbeiträge 1 404 1 297

Ausbezahlte Leistungen - 5 567 - 7 366

Versicherungsmathematische Gewinne /(Verluste) - 1 015 137

Währungseinflüsse 51 49

Planvermögen per 31. Dezember 75 180 75 086

Entwicklung der bilanzierten Personalvorsorgeverbindlichkeiten

CHF 1000 2007 2006

Bilanzierte Verbindlichkeit per 1. Januar - 4 979 - 5 845

Personalvorsorgekosten, netto - 1 223 - 1 097

Arbeitgeberbeiträge 2 115 2 075

Bezahlte Leistungen - 61 - 89

Währungseinflüsse - 22 - 23

Bilanzierte Verbindlichkeit per 31. Dezember - 4 170 - 4 979

Der Personalvorsorgeaufwand für die Leistungsprimatpläne setzt sich wie folgt zusammen:

CHF 1000 2007 2006

Laufender Dienstzeitaufwand 3 226 2 873

Zinsaufwand 2 461 2 397

Erwartete Erträge auf Planvermögen - 3 106 - 2 924

Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste 46 49

Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pläne, brutto 2 627 2 395

Arbeitnehmerbeiträge - 1 404 - 1 297

Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pläne, netto 1 223 1 098

2007 2006

Ausland Schweiz Ausland Schweiz

Effektiver Ertrag auf Planvermögen 3,1 % 2,8 % 2,4 % 4,1 %

55 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


CHF 1000 2007 2006 2005

Barwert der Vorsorgeverpflichtungen 83 538 82 574 81 837

Planvermögen 75 180 75 086 75 971

Unterdeckung 8 358 7 488 5 866

2007 2006

Differenz erwarteter zu effektivem Ertrag auf dem Vorsorgevermögen 826 - 137

Erfahrungsverlust / (-gewinn) auf den Vorsorgeverbindlichkeiten - 897 3 088

Das Planvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

2007 2006

Erwartete

Rendite

Erwartete

Rendite

Anteil Aktien 28,0 % 6,9 % 24,3 % 6,7 %

Anteil Obligationen und Anleihen 54,2 % 3,0 % 55,5 % 2,9 %

Immobilien 10,6 % 4,7 % 14,6 % 4,6 %

Versicherungspolicen 2,9 % 4,5 % 2,7 % 4,0 %

Andere 4,3 % 2,8 % 2,9 % 1,5 %

Total 100,0 % 100,0 %

Die erwarteten Arbeitgeberbeiträge für das Geschäftsjahr 2008 betragen TCHF 2000.

Wichtigste versicherungstechnische Annahmen

2007 2006

31. Dezember Ausland Schweiz Ausland Schweiz

Zinssatz für Diskontierung 5,6 % 3,4 % 4,5 % 2,9 %

Erwartete Rendite auf Planvermögen 4,5 % 4,5 % 4,0 % 4,1 %

Erwartete Lohn- oder Gehaltssteigerungen 2,0 % 1,5 % 2,0 % 1,0 %

Erwartete Pensionssteigerung 1,8 % 0,5 % 1,6 % 0,0 %

18 | Rückstellungen 2007 2006

CHF 1000 Garantien Projektrisiken

Übrige Total Total

Stand 1. Januar 3 893 1 929 2 418 8 240 5 085

Bildung 0 729 308 1 037 5 484

Verbrauch - 818 - 238 - 90 - 1 146 - 1 897

Auflösung - 450 - 38 0 - 488 - 513

Umrechnungsdifferenzen 60 0 29 89 81

Stand 31. Dezember 2 685 2 382 2 665 7 732 8 240

Fällig in (in CHF 1000)

bis 1 Jahr 2 264 2 382 1 576 6 222 6 683

1 bis 5 Jahre 421 0 1 089 1 510 1 557

über 5 Jahre 0 0 0 0 0

Total Rückstellungen 2 685 2 382 2 665 7 732 8 240

56 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Bei den Rückstellungen für Projektrisiken handelt es sich um Projekte, die geliefert und fertig erstellt

wurden, bei denen aber umfangreiche Nacharbeiten notwendig sind. Die Garantierückstellung

ermittelt sich aus einem statistisch ermittelten Erfahrungswert über mehrere Jahre. Die Fälligkeit

richtet sich nach der vertraglich vereinbarten Garantiedauer. Die Bildung der übrigen Rückstellungen

beinhaltet die Position Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen bei einer deutschen

Tochtergesellschaft sowie eine Reihe von kleineren Positionen. Der Schlussbestand der übrigen

Rückstellungen beinhaltet Rückstellungen für einen hängigen Steuerfall in Deutschland aus dem

Jahr 2001.

19 | Aktienkapital / Eigene Aktien und Reserven Das Aktienkapital betrug am 31.12.2007 TCHF 17 575 (Vorjahr:

TCHF 17 575) und besteht aus 292 917 Namenaktien zu nominal CHF 60 (Vorjahr: 292 917 Namenaktien

zu nominal CHF 60) pro Aktie.

2007 2006

Anzahl ausstehender Namenaktien am 31. Dezember 292 917 292 917

Nennwert je Aktie (CHF) 60 60

Aktienkapital am 31. Dezember (CHF) 17 575 020 17 575 020

Die Namenaktien der Schlatter Holding AG sind seit 1998 am Hauptsegment der SWX Swiss

Exchange kotiert (Valorennummer 227731, ISIN CH0002277314, Telekurs STRN, Reuters STRN.S).

Die Schlatter Holding AG wies per 31.12.2007 eine Börsenkapitalisierung von CHF 115,7 Mio. auf

(Vorjahr: CHF 132,1 Mio.).

Das Aktienkapital ist voll einbezahlt. Jede Aktie berechtigt zur Teilnahme an der Generalversammlung

der Gesellschaft und verfügt über eine Stimme. Dividendenberechtigt sind 292 917 Namenaktien

(Vorjahr: 292 917). Die Gesellschaft besitzt keine eigenen Aktien (Vorjahr: 0). Am 31.12.2007

verfügte die Schlatter Holding AG weder über genehmigtes noch über bedingtes Kapital und hatte

keine Optionen ausstehend. Es fanden im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr keine Kapitalveränderungen

statt. Die Aktien der Schlatter Holding AG sind frei übertragbar.

Informationen zu den bedeutenden Aktionären sind auf Seite 79 aufgeführt.

Kapitalreserven Die Kapitalreserven entsprechen dem Agio aus der Kapitalerhöhung sowie dem

Erlös aus Bezugsrechtsverkauf des Geschäftsjahrs 2005.

Umrechnungsdifferenzen Die Position enthält die kumulierten Umrechnungsdifferenzen aus

der Umrechnung der Jahresrechnungen der ausländischen Gruppengesellschaften.

Schlatter machte von der Ausnahmebestimmung in IFRS 1 Gebrauch. Es werden nur die Umrechnungsdifferenzen

ab dem Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS separat ausgewiesen. Alle vorher

entstandenen Differenzen sind in den übrigen Gewinnreserven enthalten.

Marktwertreserve Die Marktwertreserve enthält die kumulierten Marktwertanpassungen auf

zur Veräusserung verfügbaren Finanzanlagen, die zum Zeitpunkt der Veräusserung oder eines

Impairment in die Erfolgsrechnung umgebucht werden.

57 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Ausschüttungssperre Der für eine Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung stehende

Betrag ergibt sich auf Basis der Reserven der Holdinggesellschaft und wird in Übereinstimmung

mit den Bestimmungen des schweizerischen Obligationenrechts festgelegt.

20 | Nettoerlös Siehe Segmentberichterstattung, Erläuterung 1, Seite 40.

Aufteilung nach Währungen in CHF 1000 2007 2006

CHF 59 581 39 224

EUR 148 972 145 726

USD 21 971 10 124

Übrige 9 513 1 984

Total 240 037 197 058

21 | Übrige betriebliche Erlöse

CHF 1000 2007 2006

Mieterträge – Renditeliegenschaften 0 344

Mieterträge – Übrige 365 167

Kommissionserträge 54 58

Gewinn aus Verkauf von Sachanlagen 56 4 295

Umsatz mit assoziierten Gesellschaften 270 42

Sonstige Erträge 715 1 640

Total 1 460 6 546

Der Gewinn aus dem Verkauf von Sachanlagen des Vorjahrs resultiert aus dem Verkauf der Liegenschaft

in Schlieren vor Abzug der Transaktionskosten und der im Zusammenhang mit dem Verkauf

zu bildenden Rückstellungen. Bis zur Fertigstellung des Umbaus ist Schlatter Globalmieter

und verantwortlich für die Untermietverhältnisse. Die Mieterträge der früheren Renditeliegenschaften

werden neu als «Mieterträge – Übrige» ausgewiesen. Die Abnahme der sonstigen Erträge

gegenüber dem Vorjahr begründet sich mit einer Entschädigungsleistung der Exportrisikogarantie

im Vorjahr aus einer abgeschriebenen Forderung von CHF 0,9 Mio.

22 | Personalaufwand CHF 1000 2007 2006

Löhne und Gehälter 54 346 50 564

Sozialaufwand 5 763 6 268

Personalvorsorgeaufwand leistungsorientierte Pläne 1 223 1 098

Sonstiger Personalaufwand 1 625 1 846

Total 62 957 59 776

Mitarbeiterbestand Durchschnitt (Vollzeitstellen) 502 498

Mitarbeiterbestand 31. Dezember 505 489

Die Zunahme der Löhne und Gehälter ist im Wesentlichen auf den Einsatz temporärer Arbeitskräfte

zurückzuführen, um das hohe Arbeitsvolumen abzuarbeiten. Die Zahl der Festangestellten hat sich

nur unwesentlich verändert.

58 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


23 | Übriger Betriebsaufwand

CHF 1000 2007 2006

Debitorenverluste, Veränderung Delkredere 2 085 496

Verlust aus Verkauf von Sachanlagen 2 10

Unterhaltskosten 1 996 2 136

Miete, Leasing 3 802 1 046

Verkauf und Marketing 3 898 3 448

Administration und Beratung 2 728 3 471

Versicherungen, Abgaben, Kapitalsteuern 1 034 962

Informatik 1 113 1 029

Übrige 3 530 3 028

Total 20 188 15 626

Die Zunahme der Debitorenverluste bzw. des Delkredere steht im Zusammenhang mit der Restzahlung

eines Projekts, dessen technische Realisierung nicht vertragskonform erfüllt werden

konnte und bei dem eine kommerzielle Einigung mit dem Kunden erfolgen wird. Die Zunahme der

Position «Miete, Leasing» begründet sich im Mietaufwand der Liegenschaft in Schlieren. Der Mietvertrag

mit der Winterthur Leben ist seit 28.11.2006 in Kraft.

24 | Forschungs- und Entwicklungsaufwand Dem laufenden Ergebnis wurde Forschungs- und Entwicklungsaufwand von

TCHF 8585 (Vorjahr: TCHF 9404) belastet.

25 | Finanzergebnis CHF 1000 2007 2006

Zinsertrag 577 361

Währungsgewinne 200 1 211

Übrige - 32 255

Finanzertrag 745 1 827

CHF 1000 2007 2006

Zinsaufwand 50 1 428

Währungsverluste 783 1 371

Übrige 366 257

Finanzaufwand 1 199 3 056

Der Zinsaufwand konnte durch die weitere Rückzahlung der Kredite aus dem Liegenschaftenverkauf

per Ende 2006 signifikant reduziert werden. Der übrige Finanzaufwand enthält Bankspesen,

Gebühren, Kosten für Anzahlungsgarantien usw., die nicht einem Kundenprojekt zugeordnet

werden können.

59 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


26 | Ertragssteuern Steueraufwand

CHF 1000 2007 2006

Laufende Ertragssteuern

Laufendes Jahr 1 473 1 990

Anpassungen für Vorjahre 1 043 886

Total laufende Ertragssteuern 2 516 2 876

Latente Steuern

Aus Veränderung temporärer Differenzen 645 212

Aus Veränderung Steuersatz 290 - 42

Aus Anpassungen Vorjahre 0 0

Aus Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträgen früherer Jahre - 970 - 666

Aus Auflösung von latenten Steuern durch Nutzung von Verlustvorträgen 969 993

Übrige - 37

Total latente Steuern 934 460

Total Ertragssteueraufwand 3 450 3 336

Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden weder laufende noch latente Steuern dem

Eigenkapital belastet. Die laufenden Ertragssteuern enthalten in der Position «Anpassungen für

Vorjahre» Zahlungen und Rückstellungen aus Steuerforderungen in Deutschland. Die Forderungen

betreffen in beiden Jahren Tatbestände aus dem Jahr 2001, deren Rechtslage teilweise noch

nicht klar ist und von den deutschen Steuerbehörden in diesem Berichtsjahr bzw. im Vorjahr für

den jeweils ausgewiesenen Betrag aufgebracht wurden. Das Risiko bzw. die Forderungen sind

vollständig verbucht.

Bei der deutschen Tochtergesellschaft Emil Jäger GmbH & Co. KG sind alle steuerlich verrechenbaren

Verlustvorträge aufgebraucht, weshalb die laufenden Ertragssteuern zunehmen.

Die Steuerreform in Deutschland, gültig ab 1.1.2008, und die damit verbundene Reduktion der

Steuersätze von bislang 40 auf 31 % für die Schlatter Gruppe führten zu einer Reduktion der aktiv

latenten Steuern.

60 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Überleitung vom erwarteten zum effektiven Steueraufwand

CHF 1000 2007 2006

Konzernergebnis vor Steuern 11 870 8 718

Durchschnittlicher anwendbarer Steuersatz 31,5 % 28,1 %

Erwarteter Steueraufwand 3 742 2 448

Veränderung Steuersatz 290 - 42

Steueraufwand / -ertrag aus Vorperioden 1 043 886

Im Konzernergebnis eliminierter steuerlich anerkannter Aufwand - 403 –

Steuerlich nicht anerkannter Aufwand 662 557

Nicht steuerbarer Ertrag - 5 –

Effekt aus nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen

aus laufenden Ergebnissen – 169

Nutzung nicht aktivierter steuerlicher Verlustvorträge - 2 061 - 59

Aktivierung bisher nicht bilanzierter Verlustvorträge - 970 - 666

Im Konzernergebnis eliminierter steuerbarer Ertrag 1 331 –

Übrige - 179 43

Total effektiver Steueraufwand 3 450 3 336

Der anwendbare Steuersatz wurde als gewichteter Durchschnitt der Sätze der einzelnen Gruppengesellschaften

bestimmt. Er hat sich infolge der Erhöhung der Gewinnbeiträge von Gruppengesellschaften

in Ländern mit hohen Steuersätzen auf 31,5 % erhöht. Der positive Effekt aus der

Nutzung nicht aktivierter steuerlicher Verlustvorträge sowie aus der Aktivierung bisher nicht

bilanzierter Verlustvorträge wird durch den Steueraufwand aus Vorperioden und steuerlich nicht

anerkannter Aufwendungen insbesondere in Deutschland weitgehend eliminiert. Deshalb liegt

der effektive Steuersatz mit 29,1 % nur leicht unter dem erwarteten Steuersatz.

Der im Konzernergebnis nicht enthaltene steuerbare Ertrag betrifft die steuerliche Beteiligungsaufwertung

in der Schlatter Holding AG. Demgegenüber steht die Nutzung nicht aktivierter steuerlicher

Verlustvorträge.

27 | Ergebnis je Aktie 2007 2006

Den Aktionären der Schlatter Holding AG zuzurechnendes Konzernergebnis

(in CHF 1000) 8 099 4 933

Anzahl ausgegebene Namenaktien zu nominal CHF 60 per 31.12. 292 917 292 917

Anzahl ausgegebene Aktien, gewichtet 292 917 292 917

Durchschnittliche Anzahl Namenaktien im Eigenbesitz 0 0

Total durchschnittliche Anzahl dividendenberechtigte Namenaktien 292 917 292 917

Unverwässertes Ergebnis je Namenaktie (in CHF) 27.65 16.84

Da weder Wandel- noch Optionsrechte oder andere potenzielle Aktien ausstehend sind, ergibt sich

keine Verwässerung des Gewinns je Aktie.

61 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


28 | Aktienbeteiligungsprogramm Die Gesellschaft hat kein Aktienbeteiligungsprogramm. Für die Geschäftsleitung ist ein

Aktienkaufplan in Ausarbeitung, der im Geschäftsjahr 2008 eingeführt werden soll.

29 | Finanzielles Risikomanagement

Allgemeines Schlatter ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken

ausgesetzt, die vorwiegend das Ausfallrisiko, das Marktrisiko (Währungsrisiko und Zinsrisiko)

und das Liquiditätsrisiko betreffen.

Ein zentrales Management auf Holdingstufe hat zum Ziel, diese Risiken zu überwachen und, wo

es angebracht erscheint, mittels derivativer Finanzinstrumente zu bewirtschaften.

Der Verwaltungsrat hat die oberste Verantwortung für das Risikomanagement und legt die Ziele

fest. Neben strategischen, betrieblichen und Compliance-Zielsetzungen beinhaltet dies auch

die finanzielle Berichterstattung. Der Verwaltungsrat hat einen Ausschuss, bestehend aus zwei

Mitgliedern, das Risk and Audit Committee, eingesetzt, das für die Entwicklung und Überwachung

der Grundsätze für das Risikomanagement verantwortlich ist. Das Committee hat keine Entscheidungsbefugnisse

und berichtet regelmässig an den Verwaltungsrat. Die dem Verwaltungsrat

gemäss Organisationsreglement und Gesetz zugewiesenen Pflichten und Kompetenzen verbleiben

dem Verwaltungsrat als Gesamtgremium.

Die etablierten Grundsätze für das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, die Risiken,

denen die Gruppe ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu analysieren und angemessene Limiten

zu definieren. Es sollen Kontrollen etabliert sowie die Risiken und die Einhaltung der Limiten überwacht

werden. Die Grundsätze des Risikomana gements sowie die angewandten Prozesse werden

regelmässig überprüft, um Veränderungen in den Marktbedingungen sowie den Tätigkeiten der

Gruppe zu berücksichtigen. Es ist das Ziel, durch die bestehenden Ausbildungs- und Führungsrichtlinien

und -prozesse ein diszipliniertes und konstruktives Kontrollumfeld zu entwickeln, das

einen disziplinierten und bewussten Umgang mit den Risiken gewährleistet.

Das Risk and Audit Committee beaufsichtigt das Management bei der Überwachung der Einhaltung

der Grundsätze und Prozesse. Deren Angemessenheit im Hinblick auf die Risiken, denen die Gruppe

ausgesetzt ist, wird ständig überprüft. Das Audit Committee wird dabei vom Management der

Gesellschaft unterstützt, das stufengerecht die Einhaltung der Prozesse und Risiken überwacht.

Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über das Ausmass der einzelnen Risiken

sowie die Ziele, Grundsätze und Prozesse für die Messung, Überwachung und Absicherung der

Risiken sowie über das Kapitalmanagement der Gruppe. Weitere Informationen zu finanziellen

Risiken sind auch in den übrigen Erläuterungen des Anhangs enthalten.

Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko ist das Risiko, finanzielle Verluste zu erleiden, wenn ein Kunde

oder eine Gegenpartei eines Finanzinstruments ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Das Ausfallrisiko bei Schlatter entsteht hauptsächlich auf Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen und auf flüssigen Mitteln.

62 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Schlatter Gruppe weist keine wesentliche

Konzentration von Kreditrisiken auf. Die Gefahr von Klumpenrisiken bei Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen ist durch die grosse Anzahl und die breite geografische Streuung der

Kundenguthaben beschränkt. Das Ausmass des Ausfallrisikos wird hauptsächlich durch die individuellen

Charakteristiken jedes einzelnen Kunden bestimmt. Die Risikobeurteilung beinhaltet

eine Beurteilung der Kreditwürdigkeit unter Berücksichtigung der finanziellen Verhältnisse des

Kunden, von Erfahrungen aus der Vergangenheit sowie weiterer Faktoren. Im Rahmen der Überwachung

der Ausfallrisiken werden Kunden aufgrund der relevanten Faktoren gruppiert. Dazu

gehören die geografische Herkunft (es existiert eine Kreditpolitik pro Land, die zusätzlich zu den

individuellen Kundenverhältnissen auch die lokalen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen

umfasst), die Branche sowie etwaige frühere finanzielle Schwierigkeiten. Verkäufe

und Dienstleistungen werden nur an Kunden erbracht, die über eine entsprechend nachgewiesene

Kreditwürdigkeit verfügen.

Instrumente der Exportfinanzierung zur Sicherung der Kundenguthaben aufgrund des globalen

Kundenkreises werden konsequent eingesetzt. Zahlungen von Kundenprojekten werden mit

angemessenen Anzahlungs- und Fortschrittszahlungen vor Lieferung gesichert. Bei Lieferungen

werden die Zahlungen üblicherweise durch Akkreditive, Bankgarantien oder Vorauszahlungen

sichergestellt. Wenn notwendig, kommen auch andere Instrumente wie z.B. Kreditversicherungen

oder Eigentumsvorbehalte zum Einsatz. In gewissen Fällen verbleibt eine Restzahlung, die an

Abnahmebedingungen des Anlageprojekts geknüpft ist. Die Finanzierungsvereinbarungen mit

Kunden für Maschinen- und Anlageprojekte werden von der Finanzabteilung geprüft und bewilligt.

Abweichungen von den allgemein gültigen Regeln werden vom CFO und der Geschäftsleitung

bewilligt.

Für jeden Kunden wird eine Kreditlimite definiert. Die Limiten werden regelmässig überprüft.

Kunden, die die von Schlatter geforderte Kreditwürdigkeit nicht erfüllen, werden nur gegen

Vorauszahlung beliefert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt eine laufende

Überwachung. In regelmässigem Rhythmus finden Besprechungen statt, an denen die Massnahmen

zur Eintreibung der fälligen Aussenstände definiert werden. Die Überwachung erfolgt laufend,

und mittels eines monatlichen Reporting wird sichergestellt, dass keine Zahlungsfälligkeiten

übersehen werden.

Flüssige Mittel Schlatter investiert ihre liquiden Mittel weltweit als Einlagen bei bedeutenden

Schweizer und deutschen Banken mit erstklassigem Rating. Gemäss der Anlagepolitik von

Schlatter werden diese Geschäfte nur mit bedeutenden, kreditwürdigen kommerziellen Instituten

abgewickelt. Diese Anlagen haben im Allgemeinen eine Laufzeit von unter drei Monaten.

Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit denselben bedeutenden

Finanzinstituten abgeschlossen, die über ein erstklassiges Rating verfügen. Gegenüber keinem

dieser Unternehmen hat Schlatter wesentliche offene Positionen.

63 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Das maximale Ausfallrisiko auf Finanzinstrumenten entspricht den Buchwerten der einzelnen

finanziellen Aktiven. Es bestehen keine Garantien und ähnliche Verpflichtungen, die zu einer

Erhöhung des Risikos über die Buchwerte hinaus führen könnten. Das maximale Ausfallrisiko per

Bilanzstichtag war wie folgt:

CHF 1000 2007 2006

Flüssige Mittel 24 203 20 932

Kurzfristige Finanzanlagen 10 939

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 561 18 687

Übrige Forderungen 1 892 456

Finanzanlagen 2 136

Devisenterminkontrakte 0 45

Total 43 668 41 195

1

Ohne Forderungen aus Mehrwertsteuer, Verrechnungssteuern, Forderungen gegenüber Sozialversicherungen im Betrag

von TCHF 12 072 (Vorjahr: TCHF 6779)

Marktrisiko Das Marktrisiko ist das Risiko, dass Veränderungen in Marktpreisen wie Wechselkurse,

Zinssätze und Börsenkurse eine Auswirkung auf den Gewinn und den Marktwert der durch

Schlatter gehaltenen Finanzinstrumente haben können.

Das Ziel des Managements von Marktrisiken ist die Überwachung und Kontrolle solcher Risiken,

um sicherzustellen, dass diese einen bestimmten Umfang nicht überschreiten.

Währungsrisiko Die Schlatter Gruppe ist aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung Fremdwährungsrisiken

ausgesetzt. Diese Finanzrisiken treten bei Transaktionen auf, die in von der

Funktionalwährung der betroffenen Gesellschaft unterschiedlichen Währungen stattfinden, insbesondere

bei Wareneinkäufen und Warenverkäufen. Solche Transaktionen werden hauptsächlich

in CHF, EUR und USD abgewickelt. Der Konzern ist hauptsächlich von Kursbewegungen gegenüber

dem EUR, dem USD und dem GBP betroffen.

Schlatter konzentriert das Währungsrisiko in der Schweizer Produktions- und Vertriebsgesellschaft

H. A. Schlatter AG. Die ausländischen Vertriebsgesellschaften beziehen alle Waren von der Produktionsgesellschaft

in der Schweiz in Lokalwährung und fakturieren ihre Verkäufe an Dritte in

Lokalwährung. Nebst der Schweizer Produktionsgesellschaft besteht nur noch ein Produktionsstandort

in Deutschland, der aber alle Einkäufe und Verkäufe in EUR tätigt und daher keinem

Wechselkursrisiko ausgesetzt ist. Wechselkursrisiken fallen hauptsächlich am Hauptsitz in der

Schweiz an, und nur dort werden Wechselkursrisiken aus Verkäufen mit Devisentermin geschäften

abgesichert. Grundsätzlich werden vertraglich zugesicherte Zahlungsströme aus Anlagenverkäufen

in USD abgesichert. Zahlungsströme in EUR am Standort in der Schweiz werden nicht abgesichert.

Die Beschaffung erfolgt ausschliesslich in CHF und EUR, weshalb in diesem Bereich keine Währungsabsicherung

vorgenommen wird.

64 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Die nachfolgende Tabelle zeigt die Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten, bei denen die

Währung von der Funktionalwährung der Gruppengesellschaft, die diese Finanzinstrumente hält,

abweicht:

2007 2006

CHF 1000 EUR USD GBP CHF EUR USD GBP CHF

Flüssige Mittel 12 570 5 639 278 0 9 149 108 462 0

Kurzfristige Finanzanlagen 1 445 0 0 0 464 915 0 0

Forderungen aus Lieferun gen und

Leistungen 4 690 268 283 31 8 254 0 346 281

Übrige Forderungen 1 4 535 888 1 782 0 1 865 0 1 569 0

Aktive Rechnungsabgrenzungen 1 37 0 0 281 0 0 0 0

Verbindlichkeiten aus Liefe run gen

und Leistungen - 6 482 - 95 - 137 - 2 - 12 400 - 238 - 78 - 33

Übrige Verbindlichkeiten 1 - 5 897 - 998 0 0 - 1 168 0 0 0

Passive Abgrenzungen - 2 227 - 164 0 0 0 0 0 0

Subtotal 8 671 5 296 2 206 310 6 164 785 2 299 248

Devisenterminkontrakte 0 0 0 0 0 1 830 0 0

Total Währungsexposure 8 671 5 296 2 206 310 6 164 2 615 2 299 248

1

Ohne Forderungen / Verbindlichkeiten aus Mehrwertsteuer, Verrechnungssteuern, Forderungen gegenüber

Sozialversicherungen

Die realistischerweise denkbare Kursveränderung bei den nachfolgenden Währungen hätte die in

der Tabelle aufgeführten Effekte auf die Erfolgsrechnung gehabt. Diese Analyse geht davon aus,

dass alle anderen Variablen, insbesondere die Zinssätze, unverändert blieben. Die Analyse für das

Geschäftsjahr 2006 wurde aufgrund derselben Annahmen durchgeführt.

31.12.2007 31.12.2006

Effekt in CHF 1000 Gewinn / Verlust Gewinn / Verlust

CHF gegen EUR + 5 % - 820 - 705

CHF gegen USD + 5 % - 249 - 39

CHF gegen GBP + 5 % - 110 - 102

USD gegen EUR + 5 % - 9 –

GBP gegen EUR + 5 % - 1 –

Eine gegenteilige Kursveränderung hätte denselben, aber umgekehrten Effekt gehabt, dies wiederum

unter der Annahme, dass die übrigen Einflussfaktoren unverändert blieben.

Gegenüber dem Vorjahr ergeben sich nur geringfügige Änderungen, die aus unterschiedlichen

Beständen aus flüssigen Mitteln resultieren.

Die verwendeten Finanzinstumente dienten ausschliesslich der Absicherung von Währungsrisiken.

Umsätze in Fremdwährung werden teilweise durch Devisentermingeschäfte auf bis zu 12 Monate

abgesichert, um den Effekt der Wechselkursschwankungen möglichst zu verhindern. Abgesichert

werden nur vertraglich zugesicherte und auf ein bestimmtes Datum fixierte Zahlungen (siehe

hierzu die Erläuterungen zu Beginn dieses Kapitels). Im Unterschied zum Vorjahr waren zum Bilanzstichtag

keine Devisenterminkontrakte offen.

65 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kontraktwerte sowie die Marktwerte der per Bilanzstichtag

offenen Devisentermingeschäfte:

CHF 1000 31.12.2007 31.12.2006

Total Devisenterminkontrakte in USD 0 1 830

Total Wiederbeschaffungswerte positiv 0 45

Total Wiederbeschaffungswerte negativ 0 0

Zinsrisiko Das Zinsrisiko teilt sich auf in ein zinsbedingtes Cash-Flow-Risiko, d.h. das Risiko,

dass sich die zukünftigen Zinszahlungen aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes ändern,

sowie ein zinsbedingtes Risiko einer Änderung des Marktwerts, d.h. das Risiko, dass sich der

Marktwert eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes verändert.

Die Gruppe ist derzeit nur sehr beschränkt Zinsrisiken ausgesetzt. Die von der Gruppe gehaltenen

verzinslichen Finanzanlagen betreffen ausschliesslich die flüssigen Mittel und die kurzfristigen

Finanzanlagen. Die Gruppe hält derzeit beschränkte verzinsliche Finanzverbindlichkeiten.

Flüssige Mittel und Finanzanlagen Bei den liquiden Mitteln erfolgen Zinsanpassungen kurzfristig,

maximal nach 3 Monaten. Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Fonds der brasilianischen

Tochtergesellschaft. Der Betrag ist nicht materiell.

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten Das Zinsänderungsrisiko der Finanzverbindlichkeiten wird

bewirtschaftet durch das Verhältnis von fest zu variabel verzinslichen Schulden und durch ein

ausgewogenes Verhältnis zwischen kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Das operative

Geschäft wird durch kurzfristige Kreditlimiten mit variabler Verzinsung gesichert. Langfristige

Kredite werden für selektive Investitionen beschafft. Dabei wird bei langfristigen Laufzeiten auf

ein ausgewogenes Verhältnis zwischen fest verzinslichen Krediten und Krediten mit variabler

Verzinsung geachtet. Mit in die Betrachtung einbezogen wird die damit einhergehende Flexibilität

der Amortisationszeitpunkte.

Marktwert-Sensitivitätsanalyse für fest verzinsliche Finanzinstrumente Die Schlatter Gruppe hält

keine fest verzinslichen Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam zu Marktwerten oder als zur

Veräusserung verfügbar klassifiziert sind. Eine Veränderung des Marktzinssatzes hätte somit keinen

Einfluss auf das Jahresergebnis.

Eine Veränderung des Zinssatzes um 100 Basispunkte hätte das Eigenkapital kaum verändert, da

der Betrag der fest verzinslichen Finanzinstrumente sehr gering ist.

Marktwert-Sensitivitätsanalyse für variabel verzinsliche Finanzinstrumente Schlatter ist derzeit

lediglich bei den flüssigen Mitteln sowie bei den Finanzverbindlichkeiten dem zinsbedingten

Cash-Flow-Risiko ausgesetzt. Eine Erhöhung des Zinssatzes um 100 Basispunkte hätte das Konzernergebnis

um CHF 0,2 Mio. (Vorjahr: CHF 0,1 Mio.) erhöht. Eine gleich hohe Reduktion des Zinssatzes

hätte eine gleich hohe Auswirkung in um gekehrter Richtung gehabt. Diese Analyse geht davon

aus, dass alle anderen Einflussfaktoren unverändert blieben.

66 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Preisrisiko Die in den Finanzanlagen enthaltenen Fondsanteile unterliegen dem Preisrisiko.

Aufgrund des nicht wesentlichen Umfangs dieser Investitionen besteht keine grosse Sensitivität auf

Änderungen des Börsenkurses, d.h., eine unter vernünftigen Annahmen zu erwartende Änderung

des Börsenkurses hätte eine unwesentliche Auswirkung auf das Eigenkapital.

Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Schlatter Gruppe ihren finanziellen

Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann. Die Gruppe bewirtschaftet und plant die

Liquidität aktiv, um sicherzustellen, dass in allen Situationen immer genügend finanzielle Mittel

vorhanden sind, um die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Geldbedarfspläne für das operative

Geschäft, Steuerzahlungen, Investitionen und Finanzierung werden erstellt. Dem Mittelzufluss

aus dem operativen Geschäft werden realistische Annahmen hinterlegt. Daraus resultierende

Liquiditätspläne und Erfahrungswerte aus der Vergangenheit unterstützen die Planung und Überwachung.

Es ist die Politik und das Ziel, Lieferanten, Kredite und andere Geschäftspartner innerhalb

der vereinbarten Zahlungsziele bzw. Amortisationsperioden zu bezahlen. Die operativen

Liquiditätsreserven werden bewusst hoch gehalten, da die verfügbare Liquidität bedingt durch die

Zyklizität des Geldeingangs im Anlagen- und Maschinenbau volatil ist.

Zusätzlich zu den flüssigen Mitteln verfügt die Gruppe über CHF 60,0 Mio. ungesicherte Bankenlimiten

zur Unterstützung des operativen Geschäfts. Siehe Erläuterung 4, Seite 42, und Erläuterung

14, Seite 52.

67 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Die folgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten (inklusive Zinsen) der durch Schlatter

gehaltenen Finanzverbindlichkeiten:

2007

CHF 1000 Buchwert Vertragliche

Cash Flows

Nicht derivative Finanzverbindlichkeiten

Bis

6 Monate

6 – 12

Monate

1 - 5 Jahre > 5 Jahre

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen - 15 126 - 15 126 - 15 126 – – –

Kurzfristige Finanzschulden - 2 402 - 2 446 - 2 446 – – –

Sonstige Verbindlichkeiten - 3 258 - 3 258 - 3 258 – – –

Passive Rechnungsabgrenzungen - 9 932 - 9 932 - 8 996 - 310 - 626 –

Langfristige Finanzschulden – – – – – –

Derivative Finanzverbindlichkeiten

Devisenterminkontrakte

Abfluss – – – – – –

Zufluss – – – – – –

Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1 - 3 106 - 3 106 - 2 554 - 485 - 67 –

Total - 33 824 - 33 868 - 32 380 - 795 - 693 –

1

Diese enthalten hauptsächlich Verbindlichkeiten für Mehrwertsteuer, Verrechnungssteuer, Ertragsabgrenzungen und

Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungen. Diese Positionen stellen keine Finanzverbindlichkeiten im Sinne von

IFRS 7 dar.

2006

CHF 1000 Buchwert Vertragliche

Cash Flows

Nicht derivative Finanzverbindlichkeiten

Bis

6 Monate

6 – 12

Monate

1 – 5 Jahre > 5 Jahre

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen - 19 310 - 19 310 - 19 310 – – –

Kurzfristige Finanzschulden – – – – – –

Sonstige Verbindlichkeiten - 3 153 - 3 153 - 3 107 - 46 – –

Passive Rechnungsabgrenzungen - 13 022 - 13 022 - 12 124 - 402 - 496 –

Langfristige Finanzschulden – – – – – –

Derivative Finanzverbindlichkeiten

Devisenterminkontrakte

Abfluss - 1 830 - 1 830 – - 1 830 – –

Zufluss 1 875 1 875 – 1 875 – –

Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1 - 2 339 - 2 339 - 2 033 - 306 – –

Total - 37 779 - 37 779 - 36 574 - 709 - 496 –

1

Diese enthalten hauptsächlich Verbindlichkeiten für Mehrwertsteuer, Verrechnungssteuer, Ertragsabgrenzungen und

Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungen. Diese Positionen stellen keine Finanzverbindlichkeiten im Sinne von

IFRS 7 dar.

Es bestehen neben den bilanzierten Verpflichtungen Eventualverbindlichkeiten, die in Erläuterung

33 aufgeführt sind.

68 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Kategorien von Finanzinstrumenten Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Finanzinstrumente

pro Kategorie:

CHF 1000 2007 2006

Barbestände (ohne Festgelder) 104 174

Flüssige Mittel (Festgelder, Bankkontokorrente) 24 203 20 932

Kurzfristige Finanzanlagen 10 939

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 561 18 687

Langfristige Finanzanlagen 2 136

Übrige Forderungen 1 892 456

Darlehen und Forderungen 43 668 41 150

Kurzfristige Finanzanlagen 582 511

Zum Verkauf verfügbare Finanzanlagen 582 511

Sonstige Forderungen (Devisenterminkontrakte) 0 45

Zum Handel gehaltene Finanzanlagen 44 354 40 095

Finanzverbindlichkeiten 2 402 0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 126 19 310

Übrige Verbindlichkeiten 2 3 258 3 153

Passive Rechnungsabgrenzung 9 932 13 022

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 30 718 35 485

1

In der Bilanzposition «Übrige Forderungen» sind Positionen von TCHF 12 072 (Vorjahr: TCHF 6779) enthalten, die nicht

im Anwendungsbereich von IAS 39 liegen und somit in dieser Tabelle nicht enthalten sind.

2

In der Bilanzposition «Übrige Verbindlichkeiten» sind Positionen von TCHF 3061 (Vorjahr: TCHF 2243) enthalten, die nicht

im Anwendungsbereich von IAS 39 liegen und somit in dieser Tabelle nicht enthalten sind.

Verkehrswerte (Fair Values) Die Bilanzwerte der flüssigen Mittel, der Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen, der übrigen kurzfristigen Forderungen und des kurzfristigen Fremdkapitals

entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit annähernd den Fair Values.

Der Marktwert von Devisentermingeschäften ist der Börsenkurs zum Bilanzstichtag bzw. der

Barwert des Termingeschäfts.

Die Marktwerte der als zur Veräusserung verfügbar klassierten Finanzanlagen entsprechen den

Börsenkursen per Bilanzstichtag (Bid-Kurs).

Kapitalmanagement Grundsatz der Gesellschaft ist es, eine starke Kapitalbasis zu schaffen.

Damit soll gegenüber Mitarbeitern, Investoren, Lieferanten, Kunden und allen anderen Geschäftspartnern

Vertrauen für eine nachhaltig gesunde zukünftige Entwicklung des Unternehmens

geschaffen werden. Der Verwaltungsrat verfolgt und bewirtschaftet die Entwicklung der Eigenkapitalrendite

aktiv.

Der Verwaltungsrat ist bestrebt, die Balance zwischen höherer Eigenkapitalrendite, was durch

vermehrte Kreditaufnahme möglich wäre, und Sicherheit durch eine gesunde Eigenkapitalbasis

zu erhalten.

69 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


30 | Leasing Schlatter als Leasingnehmer

Operatives Leasing Die nicht bilanzierten Leasingverpflichtungen (zukünftige Minimumleasingzahlungen)

belaufen sich auf:

CHF 1000 2007 2006

Fällig innerhalb 1 Jahrs 3 345 3 143

Fällig zwischen 2 und 5 Jahren 11 712 11 330

Fällig später als 5 Jahre 27 280 30 002

Total 42 337 44 475

Total operativer Leasingaufwand 3 510 906

Der operative Leasingaufwand betrifft hauptsächlich Mietaufwendungen für Büro-, Produktionsund

Lagerräumlichkeiten sowie Fahrzeuge. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr entstand durch

die «Sale- und Operating-Leaseback»-Transaktion der Liegenschaft Schlieren. Die H. A. Schlatter AG

hat per 28.11.2006 die Liegenschaft in Schlieren an die Winterthur Leben, Winterthur, veräussert

und gleichzeitig einen langfristigen Mietvertrag (Sale and Lease Back) abgeschlossen. Der Mietvertrag

deckt vorerst den Zeit raum der Umbauphase (ca. 1,5 Jahre) ab und hat danach eine Grundlaufzeit

von 15 Jahren, die sich ohne Kündigung einer der beiden Parteien um 5 Jahre verlängert.

Es besteht keine Rückkauf option. Die Mieten sind teilweise an die Teuerung gebunden.

Schlatter als Leasingeber

Operatives Leasing Ein Teil des Areals der H. A. Schlatter AG ist an Dritte vermietet, wobei dieses

von den Mietern für Büroräumlichkeiten, Produktion und Lager genutzt wird. Diese Untermietverträge

gehen im Verlauf des Geschäftsjahrs 2008 an den Eigentümer der Liegenschaft in Schlieren

über.

Fristigkeit der vertraglich zugesicherten Mieterträge (Minimumleasingzahlungen):

CHF 1000 2007 2006

Ablauf innerhalb 1 Jahrs 167 540

Ablauf zwischen 2 und 5 Jahren 0 0

Ablauf später als 5 Jahre 0 0

Total 167 540

31 | Transaktionen mit nahe stehenden Personen Zu den nahe stehenden Personen und Gesellschaften gehören die

Tochtergesellschaften (vgl. Erläuterung 35, «Konzerngesellschaften»), die Mitglieder des Verwaltungsrats

und der Gruppenleitung, wichtige Aktionäre (vgl. Seite 79), die assoziierten Gesellschaften

sowie die Personalvorsorgepläne der Gruppe.

Die Bezüge von Verwaltungsrat und Gruppenleitung setzen sich wie folgt zusammen:

CHF 1000 2007 2006

Gehälter 2 634 2 355

Vorsorgeaufwand 511 457

Total 3 145 2 812

70 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Ein im Vorjahr ausgeschiedenes Verwaltungsratsmitglied ist Partner einer Anwaltskanzlei in Zürich,

die im Vorjahr mit CHF 93 856 für Rechtsberatungs leistungen an die Schlatter Gruppe entschädigt

wurde. Die Leistungen standen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft

in Schlieren.

Der Anstieg steht im Zusammenhang mit der Neubesetzung des Verwaltungsrats sowie der

CEO-Funktion. Eine detaillierte Offenlegung der Vergütungen, wie sie der seit dem 1.1.2007 gültige

Gesetzesartikel von OR 663 b, c verlangt, befindet sich im Anhang der Jahresrechnung der

Schlatter Holding AG auf den Seiten 79 und 80.

Zwei der ehemaligen Besitzer der Emil Jäger GmbH & Co. KG, an der die Schlatter Holding AG im

Jahr 2001 die Mehrheit übernommen hat, halten nach wie vor 25 % der Gesellschaft. Die Personen

sind gleichzeitig Mitglieder der Gruppenleitung (eine Person) bzw. der Unternehmensleitung der

Emil Jäger GmbH & Co. KG (eine Person). Da bestimmte Bedingungen gemäss Kaufvertrag eingetreten

sind, wurde den beiden Personen im Vorjahr ein Earnout von TCHF 411 inkl. Zinsen bezahlt.

Damit sind sämtliche Verpflichtungen aus dem Kauf der Emil Jäger erfüllt.

Die Umsätze mit assoziierten Gesellschaften betrugen TCHF 484 (Vorjahr: TCHF 3099). Die von

assoziierten Gesellschaften bezogenen Leistungen betrugen TCHF 20 (Vorjahr: TCHF 3318). Per

Bilanzstichtag bestanden Forderungen von TCHF 194 (Vorjahr: TCHF 520).

Die Beiträge an Personalvorsorgepläne beliefen sich auf TCHF 2115 (Vorjahr: TCHF 2075).

32 | Verpfändete oder abgetretene Aktiven

Per 31.12.2007 bestanden keine Verpfändungen oder abgetretene (belastete) Aktiven. Im Vorjahr

verblieb ein Anteil von CHF 4,4 Mio. am Standort in Münster zur Sicherung von Bankschulden,

die aber im Berichtsjahr aufgelöst wurden.

CHF 1000 2007 2006

Flüssige Mittel 0 0

Forderungen 0 0

Finanzanlagen und Festgelder 0 0

Sachanlagen 0 4 417

Total belastete Aktiven 0 4 417

33 | Eventualverbindlichkeiten Es bestehen Gewährleistungsgarantien im Umfang von TCHF 3166 (Vorjahr: TCHF 3514)

bezüglich Lieferterminen und Leistungen der Anlagen, die bei Nichterfüllung durch die

H. A. Schlatter AG zu einer Entschädigung verpflichten können.

Der Gesamtwert der unterzeichneten Rückkaufvereinbarungen für Anlagen beläuft sich auf

CHF 15,0 Mio. (Vorjahr: CHF 7,4 Mio.), wobei diese gestaffelt und teilweise erst in Kraft treten, wenn

vorangehende auslaufen. Rückkaufvereinbarungen für Anlagen wurden mit Kreditgebern von

Kunden eingegangen für den Fall, dass diese ihren finanziellen Verpflichtungen für diese Investi-

71 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


tionsprojekte nicht mehr nachkommen können. Rückkaufvereinbarungen wurden nur für leicht

wiederverkäufliche Anlagen unterzeichnet. Die Preise sind so angesetzt, dass ein Wiederverkauf

verlustfrei möglich sein sollte.

34 | Wesentliche Schätzungen und Annahmen Die Rechnungslegung erfordert Einschätzungen und das Treffen von Annahmen,

die die Konzernrechnung von Schlatter insbesondere in den folgenden, nachstehend beschriebenen

Bereichen massgeblich beeinflussen können, sollten die tatsächlichen Ergebnisse von

den Schätzungen und Annahmen des Managements abweichen.

Ertragssteuern Per 31.12.2007 betrugen die Nettoaktiven für latente Steuern TCHF 3561 und

die Nettoverbindlichkeiten für laufende Steuern TCHF 2368. Für die Bestimmung der Guthaben

und Verbindlichkeiten aus laufenden und latenten Steuern müssen weit reichende Einschätzungen

vorgenommen werden. Die Bemessung der laufenden Steuerverbindlichkeiten unterliegt einer

Auslegung der Steuergesetze in den entsprechenden Ländern, deren Angemessenheit im Rahmen

der endgültigen Einschätzung oder von Betriebsprüfungen durch die Steuerbehörden beurteilt

wird. Daraus können sich Anpassungen an den Steueraufwand ergeben. Im Weiteren bedingt die

Beurteilung der Werthaltigkeit von latenten Steueraktiven auf steuerlich verwendbaren Verlustvorträgen

sowie auf abzugsfähigen temporären Differenzen eine kritische Einschätzung der

wahrscheinlichen Verrechenbarkeit mit künftigen Gewinnen, die von vielfältigen Einflüssen und

Entwicklungen abhängen.

Personalvorsorgeverbindlichkeiten Die Mitarbeiter in der Schweiz und Deutschland sind durch

Personalvorsorgepläne, die als Leistungsprimat einzustufen sind, versichert. Die Berechnungen

der bilanzierten Verbindlichkeiten aus diesen Vorsorgeplänen basieren auf statistischen und versicherungsmathematischen

Berechnungen der Aktuare. Dabei sind insbesondere der Barwert der

leistungsorientierten Verpflichtungen von Annahmen wie Diskontierungssatz, der zur Berechnung

des Barwerts der zukünftigen Rentenverpflichtungen verwendet wird, zukünftige Gehaltssteigerungen

und Erhöhungen der sonstigen Leistungen an die Arbeitnehmer abhängig. Zusätzlich

verwenden die vom Konzern unabhängigen Aktuare für ihre Annahmen statistische Daten wie

Austrittswahrscheinlichkeit und Lebenserwartung der Versicherten. Die Annahmen der Aktuare

können wegen Änderungen der Marktbedingungen und des wirtschaftlichen Umfelds, höheren

oder niedrigeren Austrittsraten, längerer oder kürzerer Lebensdauer der Versicherten sowie wegen

anderer geschätzter Faktoren von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen. Diese Abweichungen

können einen Einfluss auf die in zukünftigen Berichtsperioden bilanzierten Verbindlichkeiten

gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen haben. Der Buchwert der bilanzierten Vorsorgeverpflichtungen

geht aus Erläuterung 17 hervor.

Rückstellungen Bei Garantierückstellungen und Rückstellungen für Projektrisiken wird auf

Erfahrungswerte und / oder auf eine qualifizierte Einschätzung des Sachverhalts gestützt.

Fertigungsaufträge Schlatter weist per 31.12.2007 Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen

von TCHF 36 644, Nettoverbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen von TCHF 43 718 und Rückstellungen

für Projektrisiken von TCHF 2382 aus. Die von Schlatter abgewickelten Aufträge

werden gemäss IAS 11 nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Dies umfasst die

72 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Erfassung von anteiligen Gewinnen auf Basis des Auftragsfortschritts bzw. die sofortige Erfassung

eines allfälligen Verlustes, sobald ein solcher erkennbar ist. Die Budgets der einzelnen Aufträge

bilden die Grundlage für die notwendigen Berechnungen. Obwohl diese Budgets laufend überwacht

und falls notwendig angepasst werden, verbleiben erhebliche Unsicherheiten bzw. erfordern die

notwendigen Planrechnungen ein erhebliches Mass an Ermessenseinschätzungen seitens des

Managements. Per 31.12.2007 sind rund zehn Projekte in Bearbeitung bzw. im Auftragsbestand,

bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die qualifizierte Einschätzung nicht der Realität entspricht.

Diese Projekte vereinigen ein gesamtes Projektvolumen von CHF 29,2 Mio. Bei einer

Abweichung von 5 % des Auftragswerts würde dies das Ergebnis um CHF 1,5 Mio. beeinflussen.

35 | Konzerngesellschaften

Per 31.12.2007 hielt der Konzern folgende vollkonsolidierten Konzerngesellschaften:

Name Sitz Kapitalanteil % Stimmrechtsanteil

%

Hauptgeschäft

H. A. Schlatter AG CH - Schlieren 100% 100% P, F, V, S

Emil Jäger GmbH & Co. KG D - Münster 75% 75% P, F, V, S

Schlatter Inc. USA - Rockford 100% 100% V, S

Schlatter International GmbH D - Münster 100% 100% V, S

Schlatter France S.a.r.l. F- Noisy-le-Grand 100% 100% V, S

Schlatter Ltd. UK - Harrogate 100% 100% V, S

Schlatter do Brasil Ind. e Com. BR - São Bernardo do Campo 100% 100% V, S

P = Produktion

F = Forschung & Entwicklung

V = Vertrieb

S = Service

36 | Umrechnungskurse 2007 2006

CHF 1

Stichtagskurse

Durchschnittskurse

Stichtagskurse

Durchschnittskurse

1 EUR 1.64 1.64 1.60 1.57

1 USD 1.11 1.20 1.22 1.25

1 GBP 2.21 2.40 2.39 2.31

1 BRL 0.64 0.63 0.57 0.57

37 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Konzernrechnung wurde am 12.3.2008 durch den Verwaltungsrat zur

Veröffentlichung genehmigt. Sie unterliegt der Genehmigung durch die Generalversammlung vom

4.6.2008.

Es sind keine Ereignisse zwischen dem 31.12.2007 und dem 12.3.2007 eingetreten, die eine

Anpassung der Buchwerte von Aktiven und Passiven des Konzerns zur Folge hätten oder an dieser

Stelle erwähnt werden müssten.

73 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Bericht des Konzernprüfers

An die Generalversammlung der Schlatter Holding AG, Schlieren

Als Konzernprüfer haben wir die auf den Seiten 26 bis 73 wiedergegebene konsolidierte Jahresrechnung

(Bilanz, Erfolgsrechnung, Eigenkapitalnachweis, Geldflussrechnung und Anhang) der

Schlatter Holding AG für das am 31. Dezember 2007 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Für die konsolidierte Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere

Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen

Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Schweizer Prüfungsstandards sowie nach den International

Standards on Auditing (ISA), wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass

wesentliche Fehlaussagen in der konsolidierten Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit

erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der konsolidierten Jahresrechnung mittels

Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung

der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie

die Darstellung der konsolidierten Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere

Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung

mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und entspricht dem schweizerischen

Gesetz.

Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.

KPMG AG

Hanspeter Stocker

Leitender Revisor

Christoph Gasser

Zürich, 12. März 2008

74 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der konsolidierten Jahresrechnung


Finanzielle Berichterstattung 2007 der Schlatter Holding AG

76 Bilanz

77 Erfolgsrechnung

78 Anhang der Jahresrechnung

81 Verwendung des Jahresergebnisses

82 Bericht der Revisionsstelle

75 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Bilanz der Schlatter Holding AG

CHF 1000 31.12.2007 31.12.2006

Aktiven Flüssige Mittel 846 15

Übrige Forderungen Dritte 169 991

Übrige Forderungen Gruppengesellschaften 7 770 4 581

Aktive Rechnungsabgrenzung 37 0

Umlaufvermögen 8 822 5 587

Beteiligungen 34 960 35 060

Finanzanlagen Gruppengesellschaften 11 772 11 868

Anlagevermögen 46 732 46 928

Total Aktiven 55 554 52 515

Passiven Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0 29

Übrige Verbindlichkeiten Dritte 32 0

Übrige Verbindlichkeiten Gruppengesellschaften 13 3

Passive Rechnungsabgrenzung 1 480 773

Kurzfristiges Fremdkapital 1 525 805

Rückstellungen 674 674

Langfristiges Fremdkapital 674 674

Total Fremdkapital 2 199 1 479

Aktienkapital 17 575 17 575

Gesetzliche Reserven 24 419 24 419

Freie Reserven 1 988 1 988

Gewinnvortrag 7 054 8 059

Gewinn / Verlust nach Steuern 2 319 - 1 005

Total Eigenkapital 53 355 51 036

Total Passiven 55 554 52 515

76 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Erfolgsrechnung der Schlatter Holding AG

CHF 1000 Erläuterungen 2007 2006

Ertrag

Übrige Erträge 848 733

Finanzerträge 4 3 582 1 500

Gesamtertrag 4 430 2 233

Aufwand

Personalaufwand - 417 - 395

Sachaufwand 4 - 425 - 449

Finanzaufwand 4 - 469 - 636

Gesamtaufwand - 1 311 - 1 480

Ergebnis vor Steuern 3 119 753

Ertragssteueraufwand 4 - 800 - 1 758

Verlust / Gewinn nach Steuern 2 319 - 1 005

77 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


Anhang der Jahresrechnung der Schlatter Holding AG

1 | Eventualverpflichtungen

CHF 1000 2007 2006

Bürgschaften für Gruppengesellschaften 60 000 35 000

Rangrücktritt zugunsten der Schlatter International GmbH (D) 3 444 4 320

Rückkaufsvereinbarung für verkaufte Anlagen der H. A. Schlatter AG 1 4 032 5 114

1

Falls der Kunde seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber seiner Kredit gebenden Bank nicht erfüllt, kann die Bank die

Schlatter Holding AG zum Rückkauf der gelieferten Anlage zu einem bereits festgelegten Wert verpflichten.

2 | Verpfändungen und abgetretene Aktiven Es bestehen keine verpfändete und abgetretene (belastete) Aktiven.

3 | Wesentliche, direkt und indirekt gehaltene Beteiligungen

Nominalkapital in 1000 Beteiligung in %

H. A. Schlatter AG CH - Schlieren CHF 10 000 100

Emil Jäger GmbH & Co. KG D - Münster EUR 3 579 75

Schlatter International GmbH D - Münster EUR 614 100

Schlatter France S.a.r.l. F- Noisy-le-Grand EUR 23 100

Schlatter Ltd. GB - Harrogate GBP 20 100

Schlatter Inc. USA - Rockford USD 10 100

Schlatter do Brasil Ind. e Com. BR - São Bernardo do Campo BRL 50 100

de Máquinas de Soldar Ltda.

4 | Erfolgsrechnung Finanzerträge enthalten Zinserträge, Kursgewinne und Dividendenerträge. Übrige Erträge

enthalten Lizenzeinnahmen.

Der Finanzertrag ist bedeutend höher als im Vorjahr, da durch die verbesserte Ertragslage Gewinnausschüttungen

der deutschen Tochtergesellschaft erfolgten.

Der Finanzaufwand ist geringer als im Vorjahr, da durch den Verkauf der Liegenschaft in Schlieren

weniger kurzfristige Kredite beansprucht wurden.

Die Schlatter Holding AG ist Gesellschafter der Emil Jäger GmbH & Co. KG und daher in Deutschland

steuerpflichtig. Aus diesem Grund fallen trotz Verlustvorträgen in der Schweiz und dem Holdingprivileg

Ertragssteuern an. Die Ertragssteuern von CHF 0,8 Mio. betreffen fast vollständig Körperschaftssteuern

für die Emil Jäger GmbH & Co. KG. Im Vorjahr sind Zahlungen und Rückstellungen

aus einer Steuerforderung in Deutschland im Umfang von CHF 1,0 Mio., die einen Tatbestand aus

dem Jahr 2001 betreffen, enthalten. Der Fall ist noch immer hängig, das Risiko ist ausreichend

zurückgestellt.

5 | Eigene Aktien Die Gesellschaft besass per 31.12.2007 wie auch im Vorjahr keine eigenen Aktien.

6 | Aktienkapital In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr fanden keine Veränderungen im Aktienkapital statt.

78 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der Jahresrechnung


7 | Bedeutende Aktionäre Der Schlatter Holding AG waren per 31. Dezember 2007 die nachfolgend aufgeführten Aktionärsgruppen

bekannt, die 3 Prozent oder mehr der Aktien und der Stimmrechte hielten.

Aktionärsgruppe Anzahl

Aktien

31.12.2007 31.12.2006

Stimmrechtsanteil

Anzahl

Aktien

Stimmrechtsanteil

Zurmont Finanz AG, Rotkreuz (CH) 1 106 082 36,22 % 157 602 53,80 %

Main Line Development Inc, Hamilton (BM) 27 247 9,30 % – –

Threadneedle Asset Management Holding Ltd, London (UK) 16 622 5,67 % – –

Michael Pieper, Hergiswil (CH) 14 000 4,78 % – –

Armor Capital Management LLC, New York (USA) 12 069 4,12 % – –

Vontobel Fonds Services AG, Zürich (CH) 11 360 3,88 % – –

1

Die Zurmont Finanz AG, Rotkreuz (CH), eine Aktionärsgruppe bestehend aus der Zurmont Gruppe

(51,6 %) und der Familie Schlatter (2,2 %), wurde 2007 mit einem Grossteil der Schlatter-Beteiligung

an eine Aktionärsgruppe, bestehend aus der Metall Zug AG, Zug (CH), und der Huwa Finanzund

Beteiligungs AG, Heerbrugg (CH), veräussert. Damit besass die neue Aktionärsgruppe per

31.12.2007 36,22 % der Stimmrechte an der Schlatter Holding AG.

8 | Beteiligungen von Verwaltungsrat und Gruppenleitung

Anzahl

Aktien

31.12.2007 31.12.2006

Anzahl

Aktien

Stimmrechtsanteil

Stimmrechtsanteil

Hans Ziegler, Präsident des Verwaltungsrats 2 922 1,0 % 1 222 0,4 %

Peter H. Müller, Vizepräsident des Verwaltungsrats 4 888 1,7 % 572 0,2 %

Jost Sigrist, CEO 102 0,0 % – 0,0 %

Werner Schmidli, CFO 17 0,0 % – 0,0 %

9 | Entschädigung des Verwaltungsrats und der Gruppenleitung

Entschädigung der Gruppenleitungsmitglieder im Jahr 2007

CHF Frank Schröter Total

Gruppenleitung

Bar- / Buchgeld

Lohn, fix (netto) 203 948 1 414 620

Lohn, variabel (netto) 140 836 426 656

Sachleistungen

Auto 11 808 41 428

Andere – 42 000

Aufwendungen für Vorsorge

Beiträge an berufliche Vorsorge und AHV / IV 11 995 314 448

Beiträge an Kranken- / Unfallversicherungen 11 552 137 295

Total 380 139 2 376 447

79 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der Jahresrechnung


Entschädigung der amtierenden Verwaltungsratsmitglieder im Jahr 2007

CHF

Hans Ziegler

Präsident

Peter H. Müller

Vizepräsident

Walter Vogel

Mitglied

Paul Zumbühl

Mitglied

Total

Bar- / Buchgeld

Honorar, fix (netto) 50 000 60 000 10 000 13 333 133 333

Aufwendungen für Vorsorge

Beiträge an berufliche Vorsorge

und AHV / IV – 7 728 1 288 1 718 10 734

Entgelt für zusätzliche Arbeiten

Operative Ad-interim-Funktionen 227 625 – – – 227 625

Total 277 625 67 728 11 288 15 051 371 692

Entschädigung der im Jahr 2007 ausgetretenen Verwaltungsrats- und

Gruppenleitungs mitglieder

CHF

Guido Patroncini

Ehemaliger

Vizepräsident des

Verwaltungsrats

Martin Messner

Ehemaliges

Mitglied des

Verwaltungsrats

Werner Kummer

Ehemaliges

Mitglied des

Verwaltungsrats

Lucas Grolimund

Ehemaliger CEO

der Schlatter

Gruppe

Total

Bar- / Buchgeld

Honorar, fix (netto) 75 000 60 000 60 000 107 926 302 926

Aufwendungen für Vorsorge

Beiträge an berufliche Vorsorge

und AHV / IV 12 075 9 660 9 660 30 750 62 145

Beiträge an Kranken- /

Unfallversicherungen – – – 7 447 7 447

Abgangsentschädigungen 18 750 15 000 15 000 – 48 750

Total 105 825 84 660 84 660 146 123 421 268

80 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der Jahresrechnung


Verwendung des Jahresergebnisses der Schlatter Holding AG

CHF 2007

Verfügbarer Bilanzgewinn

Jahresergebnis 2 319 333

Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7 053 761

Bilanzgewinn 9 373 094

Verwendung

Vortrag auf neue Rechnung 9 373 094

Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vom 4.6.2008 vorschlagen, auf die Ausschüttung

einer Dividende für das Geschäftsjahr 2007 zu verzichten.

81 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007 Anhang der Jahresrechnung


Bericht der Revisionsstelle

An die Generalversammlung der Schlatter Holding AG, Schlieren

Als Revisionsstelle haben wir die Buchführung und die auf den Seiten 76 bis 81 wiedergegebene

Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang) der Schlatter Holding AG für das am

31. Dezember 2007 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Für die Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin

besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen

hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Schweizer Prüfungsstandards, wonach eine Prüfung so zu planen

und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung mit angemessener

Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels

Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung

der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie

die Darstellung der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine

ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung und die Jahresrechnung sowie der

Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinns dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

KPMG AG

Hanspeter Stocker

Leitender Revisor

Christoph Gasser

Zürich, 12. März 2008

82 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


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Deutschland

Frankreich

Grossbritannien

Italien

USA

Brasilien

China

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CH-8952 Schlieren

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Brandstrasse 24

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Dahlweg 105

D-48153 Münster

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Dahlweg 105

D-48153 Münster

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Schlatter Ltd.

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83 Schlatter Holding AG Geschäftsbericht 2007


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Konzept | Redaktion:

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Visuelle Gestaltung | Realisation:

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Fotos:

H. A. Schlatter AG, Schlieren

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Lithos und Druck:

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