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Fachzeitschrift der fenaco-LANDI Gruppe • www.ufarevue.ch • 2 / 2010

Stallneubau für

Munimast

Seite 10

Der «MF 8690» im

Praxistest

Seite 20

«Mais 2010»:

So gelingt die Saat

ab Seite 43

Power-Mast lohnt

sich

Seite 64


FENDT 200 Vario: vielseitig,

kompakt, stufenlos…

FS 20.4.09

…der Alpen-Vario

Über 100000 Vario-Getriebe sind heute bei Landwirten und Lohnunternehmern

weltweit im Einsatz. Die Wirtschaftlichkeit, die Effizienz und der

Fahrkomfort der FENDT Varios gelten als unerreicht. Jetzt ist auch im Bereich

der kompakten Standardtraktoren die Zeit reif: Es ist Zeit zum Umsteigen

auf den neuen FENDT 200 Vario. Erleben Sie unschlagbare FENDT Vario-

Technologie auch im Leistungsbereich von 70 bis 110 PS und lassen Sie sich

von der Stufenlosigkeit und der genial einfachen Bedienung begeistern.

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100 Prozent Vario.

FENDT 207 Vario 70 PS 51 kW

FENDT 208 Vario 80 PS 59 kW

FENDT 209 Vario 90 PS 67 kW

FENDT 210 Vario 100 PS 73 kW

FENDT 211 Vario 110 PS 81 kW

Maximalleistung nach ECE R24

4147 Aesch, Brunner Landmaschinen

9249 Algetshausen, Schedler Landtechnik AG

3315 Bätterkinden, Wyss Landtechnik

9470 Buchs SG, A. Stricker Landmaschinen

3664 Burgistein, Sterchi Landtechnik AG

9606 Bütschwil, Franz Bachmann AG

6130 Daiwil-Willisau, Hans Kronenberg

8193 Eglisau, Landmaschinenstation Eglisau AG

5324 Full, Kämpf Heinz Landmaschinen

8214 Gächlingen, GVS Agrar Agrowerkstätte

3365 Grasswil, LMG Landmaschinen AG

4624 Härkingen, Studer & Krähenbühl AG

3615 Heimenschwand, Garage Roth

6016 Hellbühl, Gustav Amrhyn AG

3360 Herzogenbuchsee, Umatec

3324 Hindelbank, Käser Agrotechnik AG

5502 Hunzenschwil, Odermatt Landmaschinen AG

3232 Ins, Umatec

8722 Kaltbrunn, Steiner Berchtold AG

5054 Kirchleerau, Roos Peter AG

8934 Knonau, Hausheer & Sidler AG

3179 Kriechenwil, Hämmerli AgroTech AG

6403 Küssnacht a.R., Sepp Knüsel Landmaschinen

7302 Landquart, Kohler Landmaschinen AG

3148 Lanzenhäusern, Staudenmann AG

4415 Lausen BL, Hugo Furrer AG

9562 Märwil, Märla AG

9548 Matzingen, Schneider Landmaschinen AG

3860 Meiringen, Streich Landmaschinen

8308 Mesikon-Illnau, Gujer Landmaschinen AG

5630 Muri, Gerber Muri AG

8587 Oberaach / Opfershofen, Jakob Hofer AG

9445 Rebstein, LV-Maschinencenter Rebstein AG

3647 Reutigen, Burger Reutigen AG

9494 Schaan, Wohlwend Damian Anstalt

8834 Schindellegi, Albert Schuler

6170 Schüpfheim, Franz Zihlmann

1713 St. Antoni, GABAG Landmaschinen AG

3555 Trubschachen, Alfred Wingeier

8476 Unterstammheim, Brack Landmaschinen AG

9303 Wittenbach, LV-Maschinencenter Wittenbach AG

5064 Wittnau, Patrik Jehle GmbH

3052 Zollikofen, Landtechnik

GVS-Agrar AG, CH-8207 Schaffhausen

Tel. 052 631 19 00, Fax 052 631 19 29

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Agro-Techniker HF oder

Agro-Kaufmann HF

Voraussetzungen für Erfolg in

Beruf und im Leben ist

eine solide Ausbildung.

Bei rationierten

Tränkeautomaten

konsumieren die

Kälber nur die

vorgegebene

Milchmenge.

Bild: Förster Technik

14

SCR-Technologie

Beim «MF 8690» hält erstmal

die SCR-Technologie der

Abgasreinigung Einzug im

Traktorenbau 20

Wo steht die Technik?

Neue Sensoren nähren Hoffnungen,

Unkräuter künftig beim «Precision

Farming» noch gezielter

bekämpfen zu können.

38

FENACO AKTUELL

Mineraldünger ist nicht genug

Zukunftsgerichtete Strategie der Landor 4

Verwaltungsbeschlüsse 4

Auf ein Wort 5

Energiepreis Watt d’OR «Gwatt-Tagung im Spannungsfeld

Freihandel und Strukturentwicklung» 6

MANAGEMENT

Munimäster rechnen spitz

Freude und Arbeitserleichterungen im Tretmiststall 10

Kurzmeldungen 9

Käsereimilch ist nicht gleich Milch 12

Landwirte brauchen Fachkräfte 14

LANDTECHNIK

Posch mit Potenzial

Brennholz-Technik wird ständig weiterentwickelt 24

Kurzmeldungen 19

Massey Ferguson «8690» im Praxistest 20

Frage des Monats 22

Produktneuheiten 26

PFLANZENBAU

Weizen

Neue Braunrost-Virulenzen 30

Kurzmeldungen 29

Rüben: Alles für einen guten Auflauf 33

Nutzen der Biodiversität 34

Drahtwurmschäden in Kartoffeln vorbeugen 36

Unkrauterkennung via Sensoren 38

Blattdüngung im Weinbau 40

NUTZTIERE

Gesünder liegen

Kalkstrohmatratzen werden immer beliebter 70

Bio-Seite: Tierspezialisten an der Sonderschau «Bio-Landbau» 56

Kurzmeldungen 58

UFA aktuell: Die Seiten für den Tierhalter 59

Mehr aus der Munimast holen 64

UFA 2000 Tagungen: Konzepte für Profis 66

Fliegenbekämpfung im Schweinestall 68

Seuchenbekämpfung: Interview mit BVET-Direktor Hans Wyss 72

INHALTSVERZEICHNIS

EDITORIAL

Roman

Engeler

Mit dem pflanzenbaulichen

Schwerpunktthema «Mais» (ab

Seite 43) beschäftigt sich diese

Ausgabe der UFA-Revue intensiv

mit einer für die moderne Tierfütterung

überaus wichtigen Kultur.

Die vor etwas mehr als 600 Jahren

von Kolumbus nach Europa gebrachte

Pflanze hat sich durch

züchterische Massnahmen mittlerweile

derart entwickelt, dass sie

auch in Gegenden mit etwas rauerem

Klima gut gedeihen kann und

hohe Erträge liefert.

Diese Zucht wird weiterhin vorangetrieben,

sowohl mit konventionellen,

als auch mit gentechnischen

Methoden. Weltweit gesehen ist

heute Mais mit 35 Mio. Hektar Anbaufläche

hinter Soja die am zweithäufigsten

angebaute GVO-Pflanze.

Speziell in jenen Gegenden, die

grosse Mengen von Mais auf den

Weltmarkt liefern, werden die gentechnisch

veränderten Maissorten

grossflächig angebaut.

Die Beschaffung von GVO-freien

Maisprodukten, sei es für die Herstellung

von Lebensmitteln oder

für den Einsatz in der Tierernährung,

wird dadurch immer schwieriger.

Zur Zeit ist der Import von

GVO-freien Produkten zwar noch

gesichert, doch der notwendige

Kontrollaufwand steigt ständig –

und parallel auch die Kosten dafür.

Ob dies der Schweizer Konsument

angesichts weiterer Freihandelsbestrebungen

finanziell auch künftig

honoriert, bleibt hingegen mehr als

fraglich.

Lästige Wesen

Fliegen mindern das Wohl befinden

und können Krank heiten übertragen.

Welche Bekämpfungsstrategie

ist die beste? 68

LANDLEBEN

Agricatering auf Erfolgskurs

Der Apéro-Service der Luzerner Bäuerinnen 78

Kurzmeldungen 77

Garten 85

Christoph Brütsch ist gerne Bauer 86

SONDERTHEMA

Mais

So gelingt der Maisanbau ab Seite 43

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UFA-REVUE · 2 2010 3


FENACO

AKTUELL

Mineraldünger ist nicht genug

DIE LANDOR hat ihre Handelstätigkeit in den letzten Jahren kontinuierlich auf

neue Produkte wie Güllezusätze und Kalkdünger ausgeweitet. Als Unternehmen der

Schweizer Bauern reagiert die Landor damit innovativ auf neue Bedürfnisse in

der Landwirtschaft. Ihre Berater vermitteln hilfreiche Tipps zur Optimierung der

Düngerwahl und des Düngereinsatzes.

Während der Düngerverbrauch vor

allem in Asien und Lateinamerika

zunimmt, stagniert er in Nordamerika,

Europa und der Schweiz. Dazu

trägt bei, dass sich die landwirtschaftliche

Nutzfläche in den Industrieländern

durch Bauten oder Bewaldung reduziert.

Knappe Ressourcen, hohe Kosten

für die Erschliessung neuer Rohstoffvorkommen

und der zunehmende Globalbedarf

lassen mittel- und langfristig steigende

Düngerpreise vermuten. Auf der

anderen Seite nehmen die Erlöse für die

Landwirte seit vielen Jahren ab, womit

der Düngerverbrauch in Westeuropa

wohl weiter stagnieren wird.

Kerngeschäft der Landor bleibt

der Mineraldünger-Bereich.

Aber neue Produkte gewinnen

an Bedeutung.

Düngung optimieren Als Unternehmen

der fenaco bietet die Landor ein

Vollsortiment an Düngeprodukten mit

hohem Qualitätsniveau an (garantierte

Gehalte , einwandfreie Granulierung).

Wie kann die Aufgabe, die Landwirte bei

der Nährstoffversorgung der Pflanzen

und bei der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit

zu unterstützen, unter den globalen

Entwicklungen weiter optimal wahrgenommen

werden? Ein Ansatz liegt

darin, die Mineraldünger noch gezielter

einzusetzen. In Versuchen zusammen mit

der Hochschule für Landwirtschaft und

zwei Bewässerungstechnik-Firmen konnte

die Landor beispielsweise zeigen, dass

sich in Kartoffeln mit Fertigation (Düngung

und Bewässerung in einem) gegenüber

der Kopfbewässerung bis zu 50 %

Wasser einsparen lässt und die Erträge

bei einigen Sorten deutlich steigen. Weiter

ergaben Landor-Versuche, dass bei

optimalen Bodenverhältnissen und idealer

Witterung in Kartoffeln eine einmalige

Stickstoffgabe zur Pflanzung mit einem

günstigen Ammoniumdünger gegenüber

mehreren Gaben von Vorteil ist. Innovationen

zur Düngungsoptimierung sind

zudem der N-Tester sowie der N-Sensor

im Angebot der Landor.

Güllezusätze Mit den Turbulenzen

am Düngermarkt gewinnen die Hofdünger

an Bedeutung. Um die Nachteile der

hofeigenen Dünger auszumerzen, bietet

die Landor praxisgeprüfte Produkte an.

Durch Zusätze wie «Microbactor» oder

«Landor-Schwefel 80%» lässt sich der

Wert von Gülle und Mist steigern. Sie

beugen Schwimmdecken vor, vermindern

Stickstoffverluste, verbessern die

Pflanzenverträglichkeit oder erhöhen

den Nährstoffgehalt der Hofdünger.

VERWALTUNGSBESCHLÜSSE

DÉCISIONS DU CONSEIL

D’ADMINISTRATION

Strategische Landsicherung der

Volg Konsumwaren AG Die Verwaltung

hat in der Dezembersitzung beschlossen,

angrenzend an die heutige

Verteilzentrale der Volg Konsumwaren

AG in Winterthur Industrieland im Umfang

von 6500 m 2 zu erwerben.

Mit der seit dem Jahr 2001 erfolgten

Expansion der Volg-Gruppe, ist die Kapazitätsgrenze

der heutigen Verteilzentrale

in Winterthur erreicht. Diese strategische

Landsicherung gewährleistet

auch in Zukunft eine zuverlässige Belieferung

der Verkaufsstellen ab Winterthur.

Nach erfolgtem Ausbau können

Aussenlager abgebaut werden.

fenaco-LANDI Gruppe sponsert

Jubiläumsjahr 2010 feiert das Berner

Inforama mit zahlreichen Aktivitäten

an den sechs Standorten 150 Jahre landwirtschaftliche

Bildung im Kanton Bern.

Dabei sein wird auch die fenaco-LANDI

Gruppe, die die Anlässe als Hauptsponsor

unterstützt, ist doch das landwirtschaftliche

Genossenschaftswesen der

LANDI von Beginn weg bis heute sehr

eng mit der landwirtschaftlichen Bildung

und Beratung verknüpft.

4 2 2010 · UFA-REVUE


BILD DES MONATS

PHOTO DU MOIS

AKTUELL

FENACO

AUF EIN WORT

EN UN MOT

«SwissFarmerPower» Inwil (SFPI) gewinnt den

Energiepreis Watt d’Or 2010 in der Kategorie «Erneuerbare Energien».

SFPI ist die grösste Biogasanlage der Schweiz und verarbeitet biogene Abfälle und Gülle zu Biogas.

Gemeinsam daran beteiligt sind unter anderem 72 Luzerner Landwirte und auch die fenaco.

Zudem werden die Gärreste von der Landor zu Dünger verarbeitet.

Kalk Wie das Segment der Hofdüngerzusätze

hat die Landor auch ihr Kalkangebot

kontinuierlich ausgeweitet.

Von «Agro-Kalk» über «Dolomit» bis hin

zum Branntkalk reicht ihr Sortiment.

Wer vom Kalk nicht nur im Feld, sondern

auch in seinem Milchviehstall profitieren

will, setzt auf die Kalkstrohmatratze

mit Feuchtkalk (Beratungsfilm auf

www.ufarevue.ch) oder auf «Desical».

11. Januar 2010, 16:17, NZZ Online

«Tante Emma» geht es gut Das

fenaco-Tochterunternehmen Volg hat

seinen Umsatz 2009 um 3.8 % auf 1.27

Mrd. Fr. gesteigert. Die auf Dorfläden

und Kleinflächen spezialisierte Detailhandelsgruppe

erhöhte die Zahl der

Verkaufsstellen im letzten Jahre von 809

auf 862. Zu dieser Entwicklung trugen

vor allem 43 neu belieferte «Visavis»-

Verkaufsstellen in der Westschweiz und

im Oberwallis bei.

Pius Renggli (VR-Präsident SFPI), Stephan Marty (Geschäftsleitung ewl), Josef Sommer (Geschäftsleitung fenaco)

und Christoph Eggerschwiler (Geschäftsleiter SFPI) an der Preisverleihung. (v. l. )

Dienstleistungen Es gäbe noch viel

zu berichten über die neuen Angebote

der Landor. So etwa über die breite Palette

an Winterdienstprodukten. Am besten

Bescheid wissen die Landor-Berater.

Sie helfen bei der Berechnung von Düngeplänen,

der Behebung von Nährstoffmängeln

oder Beurteilung neuer Verfahren.

Gratisberatung: info@landor.ch oder

0800 80 99 60.

MEDIENBERICHTE

RAPPORTS DES MÉDIAS

13. Januar 2010, NZZ

Spiegelei statt Pouletbrust In

Krisenzeiten steige die Nachfrage nach

Eiern. Weder Fleisch noch Fisch seien so

günstig, schreibt die NZZ. 2009 sei die

inländische Eierproduktion um 4 % gewachsen.

So würden denn auch die Geschäfte

der Eico super laufen. Der Eierhändler

Eico gehört mit seinen 80

Vollzeitstellen zur fenaco-LANDI Gruppe

und ist dadurch im Besitz der Bauernschaft.

Die Preise für Agrarprodukte

haben in den letzten zwei Jahren

einen ungewöhnlichen Höhenund

Sinkflug durchgemacht. Die

Landwirtschaft hat vieles unternommen,

um sich dieser Entwicklung

anzupassen. Auch die fenaco

hatte einige Herausforderungen

zu meistern, um beispielsweise

beim Dünger nicht übermässige

Lagerbestände zu riskieren. In

Deutschland hat ein solch

falsches Ver halten zum Konkurs

einzelner Unternehmen geführt.

Gut ge meint hat es im Jahr 2009

Mutter Natur, jedenfalls was die

Ernteerträge und -qualität

be trifft. Auf gabe der fenaco ist

und bleibt es, eine produktive

Land wirtschaft zu unterstützen.

Das tut sie im Pflan zenbaubereich

durch das Angebot von Produk -

tionshilfs mitteln sowie via Über -

nahme, La gerung und Ver kauf

von Getreide und Landes produk -

ten. Als prak tische Ent schei -

dungs grundlagen veröffent licht

die fenaco jährlich den UFA-

Feld samen katalog, das Pflanzenschutz-Zielsortiment

sowie die

Düngerlisten von Landor oder

Agroline. Zudem werden regelmässig

nütz liche Neuigkeiten

angeboten. Beispiele sind die

«Highspeed-Technologie» für

gewisse Futterbau mischungen,

neue Produkte für das Aufkalken

oder die Aufwertung der Gülle

sowie leistungs fähige Strategien

im Bereich des Pflanzen schutzes.

Die fenaco und ihre Pflanzenbau -

spezialisten sind täglich im engen

Kon takt mit der Praxis und tragen

zum Erfolg der Bauernfamilien

bei. Ich wünsche Ihnen alles Gute

für die bevor stehende Saison,

ideales Wetter, gross zügige

Ernten und natürlich viel Glück

und Gesundheit zu Hause.

Werner Kuert

Mitglied fenaco-Geschäftsleitung

UFA-REVUE · 2 2010 5


FENACO

AKTUELL

Schweizer Landwirtschaft fördern

ATTRAKTIVE GWATT-TAGUNG DER REGION MITTELLAND Unter dem Motto

«Rollenteilung – Zukunft gestalten» diskutierten an zwei Tagen Verantwortungsträger

der fenaco-LANDI Gruppe aus der Region Mittelland aktuelle Themen rund um die

Zukunftssicherung der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft.

An der alle zwei Jahre stattfindenden

Tagung im Gwatt-Zentrum am

Thunersee versammeln sich LANDI-

Vorstände, ihre Geschäftsführer und

Vertreter der fenaco, um gemeinsam aktuelle

Herausforderungen zu diskutieren.

Heuer stand mit dem geplanten EU-

Agrarfreihandelsabkommen eine solche

Herausforderung auf der Traktandenliste.

An einem prominent besetzten Podiumsgespräch,

geleitet von Nationalrat

und fenaco-Verwaltungsmitglied Caspar

Baader, diskutierten der fenaco Geschäftsleitungsvorsitzende

Willy Gehriger,

der Direktor des Bundesamts für

Landwirtschaft Manfred Bötsch, Professor

Matthias Binswanger und der Chefökonom

des Wirtschaftsverbands Economiesuisse

Rudolf Minsch. Matthias

Binswanger legte ökonomisch fundiert

dar, warum Freihandel das Ende für die

Schweizer Landwirtschaft bedeuten

könnte. «Freihandel führt nicht zum befreiten

Bauer, sondern zur Befreiung der

Schweiz von den Bauern», rief er in den

vollbesetzten Saal. Verlieren würden

dabei nicht nur die Landwirte, sondern

auch die Konsumenten, die gesunde, regionale

und einheimische Produkte

kaum mehr kaufen könnten. Heute ver-

Vorsitzender der Geschäftsleitung fenaco Willy Gehriger, Professor Matthias Binswanger, Nationalrat und fenaco-Verwaltungsmitglied

Caspar Baader, Economiesuisse-Chefökonom Rudolf Minsch und BLW-Direktor Manfred Bötsch diskutierten über ein

mögliches Freihandelsabkommen mit der EU.

6 2 2010 · UFA-REVUE


Erfolg gemeinsam

optimieren

Die Bauern an der Gwatt-Tagung

bewirtschaften meistens mittelgrosse

Landwirtschaftsbetriebe und

engagieren sich hochmotiviert im

Vorstand ihrer LANDI. Zusammen

mit ihren Geschäftsführern lassen

sie den Kopf nicht hängen und

widmeten sich nach dem Podiumsgespräch

den Tagungsthemen der

fenaco-LANDI Gruppe. Diskutiert

wurden dabei Herausforderungen

im Getreideanbau, im Brenn-,

Treibstoff- und Energiebereich und

in der Warenbeschaffung auf dem

Weltmarkt. Die Frage der Rollen -

teilung zwischen den LANDI und

der fenaco wurde am Beispiel der

LANDI Seeland AG facettenreich

durch verschiedene Referenten

dargestellt.

AKTUELL

FENACO

sorgen die Bauern die Schweiz immerhin

mit 58 % der benötigten Lebensmittel.

Willy Gehriger wies darauf hin, dass

die fenaco-LANDI Gruppe zu 100% hinter

ihren Bauern stehe und die produktive

Landwirtschaft und die Lebensmittelverarbeitung

von einheimischen

Produkten fördere. Zu bedenken sei

auch, dass trotz Zollschutz die Schweiz

schon heute pro Kopf weltweit am

meisten Lebensmittel importiere.

Es gelang den Befürwortern eines

Freihandelsabkommen, Rudolf Minsch

und Manfred Bötsch, kaum nachvollziehbar

zu begründen, warum ein Freihandelsabkommen

nun Vorteile für die

1

2

Landwirtschaft, aber auch für die Volkswirtschaft,

habe solle. Tiefere Konsumentenpreise

und ein Wachstum von

0.5 % des Bruttoinlandproduktes wurden

dabei genannt. Als perspektivenlos

für die Bauern würden sich Strukturanpassungen

erweisen, was nicht nur die

Gegner eines Freihandelsabkommens,

sondern auch die Befürworter attestierten.

Die Herausforderungen eines EU-

Freihandelsabkommens wären auch für

immer grösser werdende Betriebe sehr

schwierig zu bewältigen. Ungeklärt ist

zudem, wie die Begleitmassnahmen finanziert

werden sollen. Ob da der Vorschlag

von Rudolf Minsch (temporäre

Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Nahrungsmitteln)

mehrheitsfähig sein wird,

ist mehr als fraglich.

Die Eröffnung der Verhandlungen mit

der EU über ein Freihandelsabkommen

löst grosse Besorgnis bei den Bauern

und LANDI-Verantwortlichen aus, insbesondere

da auch laufend Abkommen

mit Drittstaaten abgeschlossen werden

und ein Abschluss der Doha-Runde im

Rahmen der WTO (Zollabbau, Wegfall

Exportsubventionen und alle Produktstützungen)

nicht ausgeschlossen werden

kann.


1 · fenaco-Präsident

Lienhard Marschall

und Heinz Wälti von der

LANDI Schweiz AG.

2 · Teilnehmerrekord an

der Gwatt-Tagung 2010.

3 · fenaco-Geschäftsleitungsmitglied

Josef

Sommer will die

Energieeffizienz

er hö hen. Am Laptop

Christian Schneider

(fenaco Bern).

4 · fenaco und LANDI

bilden ein gutes

Gespann: Fritz

Marschall, Präsident

Geschäftsführerverein

Mittelland und fenaco-

Geschäfts -

leitungsmitglied

Christian Tschudin auf

dem Tandem.

5 · Über die Heraus -

forderungen beim

Getreideanbau, sprach

Heinz Mollet (fenaco

Getreide, Ölsaaten

und Futtermittel).

6 ·Martin Feller (LANDI

BippGäuThal AG),

Martin Bieri (LANDI

Seeland AG) diskutieren

mit Jürg Hiltbrand

(fenaco Bern).

3

4

5

7 · Tagungsmotto:

Rollenteilung –

Zukunft gestalten –

gezielte Aufgabenteilung

fenaco-LANDI

erhöht die Leistungs -

fähigkeit am Markt um

ein Vielfaches.

6

7

8

8 · Stefan Feer

(Agrola), Roman

Gmünder (LANDI Reba)

und Walter Waespi

(Traveco) referierten

über Brenn- und

Treib stoffe.

UFA-REVUE · 2 2010 7


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8 2 2010 · UFA-REVUE


In der Raumplanung geht’s vorwärts

KURZNEWS

MANAGEMENT

Der Bundesrat lehnt die Landschaftsinitiative

«Raum für Mensch

und Natur» ab und verabschiedete

am 21. Januar 2010 einen indirekten

Gegenvorschlag. Der Bundesrat

erachtet das in der Landschaftsinitiative

vorgesehene zwanzigjährige

Moratorium für neue Bauzonen als

problematisch. Dieses würde den

regional unterschiedlichen Verhältnissen

nicht gerecht. Es belohne

tendenziell jene Kantone, die über

zu grosse Bauzonen verfügen und

bestrafe jene, die in der Vergangenheit

sorgfältig und bedarfsgerecht

geplant haben, schreibt das Bundesamt

für Raumentwicklung in einer

Medienmitteilung. Das berechtigte

Anliegen der Initiative, die

Zersiedelung zu stoppen und die

Landschaft besser zu schützen, will

der Bundesrat mit einer Teilrevision

des Raumplanungsgesetzes nun erfüllen.

Mit der vorliegenden Teilrevision

soll das Kulturland besser geschützt

werden. So soll - neben der

haushälterischen Bodennutzung -

neu auch die Trennung von Baugebiet

und Nicht-Baugebiet als Ziel im

Gesetz festgeschrieben werden.

Ulrich Ryser (Bild) vom Schweizerischen

Bauernverband begrüsst den

Gegenvorschlag des Bundesrates als

ein Schritt in die richtige Richtung

und präzisiert: «Der Schutz von Kulturland

wird mit dieser Revision angepackt,

das ist für unsere produzierende

Landwirtschaft essentiell.»

Auch weitere Aspekte erachtet er als

positiv, zum Beispiel, dass Brachland

in Bauzonen besser ausgenutzt werden

solle und dass klarere Vorgaben

an die Richtpläne der Kantone gefordert

werden.

Ob diese Teilrevision Bestand haben

wird, zeigt sich dann in der parlamentarischen

Debatte. Weitere

revisionsbedürftige Bereiche würden

dann in einer zweiten Etappe

angegangen werden.

Betriebshilfe zur

Entschuldung

Der Bund ermöglicht im Rahmen

der Verordnung über soziale Begleitmassnahmen

mit zinslosen Betriebshilfedarlehen

die Umschuldung

landwirtschaftlicher Betriebe,

die Überbrückung unverschuldeter

finanzieller Bedrängnis und erleichtert

die Betriebsaufgabe, sofern

rückerstattungspflichtige Beiträge

oder Investitionskredite ausstehend

sind. Ab 1. Januar 2010 gelten neue

Bedingungen. So können verzinsliche

Schulden neu bis auf 50 % des

Einkommenssituation

Ein Vergleich des landwirtschaftlichen

Arbeitsverdienstes mit Vergleichseinkommen

zeigt, dass Landwirte

zwischen 30% (Talgebiet) und

60% (Berggebiet) weniger verdienen

als die übrige Bevölkerung –

dies auch in den beiden überdurchschnittlichen

Jahren 2007 und

2008. Die Kapitalrendite in der

Landwirtschaft sei so tief, dass viele

Betriebe die Kosten nur dank einem

grossen Anteil unverzinslicher Darlehen

und privatem Konsumverzicht

tragen können. Auch schwanken

landwirtschaftliche Einkommen von

Jahr zu Jahr stärker als die Vergleichslöhne.

Dies ist umso bedenklicher,

da in Zukunft mit wesentlich

schlechteren Ergebnissen gerechnet

werden muss. Nachzulesen im Situationsbericht

2009 des Bauernverbands.

Download auf www.sbv-usp.ch

Bodenrechts-Kurs für Profis

Die Abteilung Treuhand und Schätzungen

des Bauernverbands führt

am 24. Februar 2010 eine BGBB-Tagung

durch. Anmeldung: www.sbvtreuhand.ch

oder 056 462 51 11

Jahrestagung 2010

Die Gesellschaft für Agrarwirtschaft

und Agrarsoziologie (SGA) stellt das

landwirtschaftliche Einkommen

(Relevanz, Messung und Stabilisierung)

in den Mittelpunkt an ihrer

Jahrestagung vom 25. und 26. März

2010 an der ART in Tänikon.

www.sga-sse.ch

Fit mit Fremdsprachen

Agroimpuls arbeitet mit anerkannten

Sprachschulen zusammen,

vermittelt Sprachkurse in Europa

und Übersee. www.agroimpuls.ch

oder Auskunft: 056 462 51 44

Soziale Dienstleistungen

Soziale Dienstleistungen ermöglichen

Bauern, ihren Betrieb zu diversifizieren

und dadurch Ein kommen

zu erwirtschaften, zum Beispiel in

Form von Betreuungs-, Pflege-, Erziehungs-

und Bildungsangeboten,

schreiben Hans Wydler und Rachel

Picard in der neuesten Agrarforschung.

Auswertungen von der zentralen

Auswertung von Buchhaltungsdaten

von ART ergeben, dass

rund 1 % der land wirtschaftlichen

Betriebe soziale Dienstleistungen

anbieten würden.

www.agrarforschungschweiz.ch

Auflagen für Besenbeizen

Für bäuerliche Kleinstbetriebe seien

die notwendigen Anforderungen für

Besenbeizen, zum Beispiel bei den

sanitären Anlagen, unverhältnismässig

hoch, befand ein Postulat der

Grünen Partei im Zürcher Kantonsrat

und forderte, dass der Betrieb

von Besenbeizen deshalb erleichtert

werden müsse. Gemäss LID sieht

das der Zürcher Regierungsrat anders

und befand, dass die heutigen

Bestimmungen für die Einrichtung

und den Betrieb einer Besenbeiz angemessen

seien. Erleichterungen

brauche es nicht. Auch bei den sanitären

Anlagen sehe der Regierungsrat

keinen Handlungsbedarf.

Als Lebensmittelbetriebe müssten

Besenbeizen den Hygienebestim-

Bild: brunch.ch

mungen entsprechen. Erleichterungen,

etwa hinsichtlich der Belüftung

und der Betriebsküche, seien aber in

begründeten Fällen möglich.

Ertragswertes in ein Betriebshilfedarlehen

umgewandelt werden. Mit

der Rückzahlung innert maximal 10

bis 20 Jahren können Zinskosten gespart

und der Betrieb entschuldet

werden. Die verzinsliche Ausgangsverschuldung

darf nicht über dem

2.5-fachen Ertragswert liegen.

Bei einer unverschuldeten finanziellen

Bedrängnis können Betriebe

neu ab einer und nicht mehr erst ab

1.25 Standarbeitsarbeitskraft um ein

Betriebshilfedarlehen nachsuchen.

Auskünfte erteilen die kantonalen

Kreditkassen oder das Bundesamt

für Landwirtschaft.

Franziska Wirz, BLW, FB Hochbau

und Betriebshilfen

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 2 2010 9


MANAGEMENT

ES HAT SICH GELOHNT

Munimäster rechnen spitz

FREUDE UND ARBEITSERLEICHTERUNG Mit viel Eigenleistung und Ersparte

erneuerte die Familie Klauser immer wieder ihre Ställe und ihren Betrieb. Vor 12 Jahren

bauten sie einen grossen Munimaststall. Sie haben Freude an ihrem funktionalen Stall,

der auf das Tierwohl bedacht ist.

Mit dem Kopf arbeiten, bringe

manchmal mehr, als mit Schaufel

und Pickel, fasst Werner Klauser

(66) seine Erfahrungen mit landwirtschaftlichem

Bauen und Investitionen

zusammen. Begonnen hatte er

schon früh damit. «1966 verkauften wir

unsere letzte Kuh und sind voll in die

Munimast eingestiegen», erzählt er. Er

hätte lieber Kälber getränkt als gemolken.

Zudem berechnete er, damals noch

als junger Landwirtschaftsschüler, mit

Hilfe der betrieblichen Zahlen, dass für

ihren Betrieb mit der Munimast mehr

herausschaue als mit der Milchproduktion.

«1967 bauten mein Vater und ich

aus Windfallholz einen Stall für 70 Muni

für sage und schreibe 35 000 Fr». Das

waren im Rückblick betrachtet die guten

alten Zeiten.

Planung Während rund 10 Jahren

arbeiteten Werner Klauser und sein Vater

gemeinsam, dann übernahm 1978

Werner den Betrieb käuflich. Der Betrieb

liegt oberhalb von Reitnau (AG) in

einer idyllischen Talsenke und umfasst

rund 19 ha landwirtschaftliche Nutzfläche.

Die Munimast rentierte, durch die

Vollspaltenböden war das Misten einfach.

Zeitaufwendig war hingegen das

Füttern. Die Tiere wurden in drei Ställen

gehalten.

In den 90er Jahren entschlossen sich

Werner und Verena Klauser einen Munimaststall

zu bauen. Der geplante Stall

(BTS, Raus) wurde gerechnet für 132

Tiere über 400 kg oder 200 Vormasttiere.

Die Planung übernahm Werner Klauser

selbst, das ist, was er mit Kopfarbeit

bezeichnet. «Anhand der Normen im

Wirzkalender rechnete und zeichnete

ich eine Stallvariante. Zur Begutachtung

schickte ich den Plan an die FAT, heute

ART Tänikon, welche fand, dass alles

richtig sei.» Die Bauführung übernahm

er dann ebenfalls.

Junior David Klauser und Vater und Betriebsleiter Werner Klauser. Der Junior lernt Landwirt und hat

grosses Interesse am Betrieb – das ist eine zusätzliche Motivation für Investitionen.

Tretmiststall Entstanden ist ein

funktionaler Tretmiststall, mit einer

leicht geneigten Liegefläche, wo der

10 2 2010 · UFA-REVUE


ES HAT SICH GELOHNT

MANAGEMENT

Meilensteine

1967:

Stallbau

zusammen mit

dem Vater

für 70 Muni

1972: Betriebs -

gemeinschaft mit

dem Vater

1978: Betriebsübernahme

Werner Klauser

1996: Stallbau

Mist durch die Bewegung der Tiere nach

unten zum Auslauf getreten wird. Der

Laufhofgang-Bereich ist nicht überdacht

und hat zwei Schieber um Mist und Gülle

vorwärts zu stossen. Eine Einstreumaschine

sorgt für eine ideale Verteilung

des Strohs. Die Kosten inklusive

Mistplatz und Einrichtungen beliefen

sich auf rund eine halbe Million Franken,

welche hauptsächlich durch die

vorher erwirtschafteten Mittel aus dem

Betrieb finanziert wurden.

Der neu entstandene Stall war Agri-

Natura-konform, ein Label, das Ende

der 80er Jahre erstmals aufkam. «Eigentlich

habe ich mich zuerst gegen

diese Aufsplittung des Angebots gewehrt.

Ich fand von Schweizer Fleisch

solle es nicht ein Zweiklassenfleisch geben,

sondern, das was wir produzieren

sei beste Schweizer Qualität», erinnert

sich Klauser. Er liess sich eines Besseren

belehren. Arbeitswirtschaftlich war es

mit dem neuen Stall einfacher, das Tierwohl

war ideal und die Preise stimmten

optimistisch. Die Zuschläge für Agri Natura

Beef betrugen damals über einen

Franken.

BSE und sinkende Preise Dann

aber sanken die Preise sukzessive. Tiefpunkt

war die BSE-Krise Ende der 90er

Jahre, als die Schweizer Konsumenten

massiv weniger Rindfleisch konsumierten.

Heute betrage der Labelzuschlag

rund 55 Rp./kg. Die Strohpreise (rund

80 t Stroh muss der Betrieb zukaufen)

hätten sich hingegen verdoppelt und

die Vorschriften seien gestiegen, berichtet

Werner Klauser und fährt fort,

dass man wirtschaftlich in der Landwirtschaft

keine Rendite wie bei einem

mittelständischen Unternehmen erwarten

könne.

Sie hätten den Stall in den letzten 12

Jahren zu einem guten Teil abgeschrieben

und das sei gut so. Pro Tier und Jahr

ergäbe das jährliche Abschreibungen

von rund 130 Fr.

Bei einem momentanen Munipreis

von Fr. 8.90 (Tränkerpreis Fr. 12.50)

werde, eingerechnet der Direktzahlungen,

Arbeit, Abschreibungen und Verzinsung

so abgegolten, dass sich damit

leben lasse. Sinken aber die Preise oder

stiegen umgekehrt die Tränkerpreise, so

werde es für viele Munimastbetriebe

eng. Klauser fügt an, dass bei einem

Freihandelsabkommen mit der EU und

Preisen von 4 bis 5 Franken pro Kilo

Schlachtgewicht, ein Überleben der

Schweizer Munimast praktisch unmöglich

sei. Überschlagsmässig hat er es für

seinen Betrieb durchgerechnet. Auch,

wenn man von tieferen Produktionskosten

ausgehe, sei man standortgebunden

und müsse unzählige Dienstleistungen

(Bauen) zu Schweizer Preisen

einkaufen.

Kosten sparen Munimäster müssten

spitz rechnen. Angestrebt werde mit

einer guten Tiergenetik und gutem Futter

eine Mastdauer von zehn Monaten.

Rund 7 ha Silomais werden auf dem Betrieb

angebaut und siliert. Der Mais

wird hoch geschnitten, damit die Nährwertkonzentration

höher ist. Gespart

wird bei den Traktoren. Der letzte Traktorkauf

erfolgte in den 80er Jahren. «In

den letzten Jahren mieteten wir einen

Traktor für den Abtransport vom Mais.

Das kommt uns viel günstiger. Eigentlich

kann sich heute kein Landwirtschaftsbetrieb

einen Traktor leisten, der

nicht ausgelastet ist.», erklärt Werner

Klauser. Im Lohn werden auch die Grassiloballen

gewickelt.

Zuschläge Kosten sparen liegt in

der Hand der Betriebsleiter, aber auch

die Grossverteiler müssten Verantwortung

übernehmen, findet Werner Klauser.

Die Zuschläge müssten erhöht werden,

ist seine Meinung. Er sagt: «Wir haben

Freude an der Biodiversität. Einige

Flächen konnten wir dadurch aufwerten,

aber wir leisten auch sehr viel dafür

und dieser Aufwand wird nicht genügend

honoriert.»

Fazit Für Werner Klauser hat sich

die Investition gelohnt. Er konnte einen

Stall realisieren, der funktional seine

Zwecke erfüllt. Sein Sohn David wird in

den nächsten Jahren den Betrieb übernehmen

und auch dieser ist überzeugt

Buchhaltung für die

Betriebsführung

Eine der Grundlagen für die Tragbarkeits -

berechnung von Investitionen in den

Betrieb ist der Buchaltungsabschluss.

Mittels Kennzahlen wie Deckungsbeitrag,

Cash flow oder Liquiditätsgrad kann

kontrolliert werden, ob Annahmen und

Berechnungen zutreffen. Ein Vergleich mit

ähnlichen Betrieben ist möglich und hilft, die eigenen Strukturen zu

verbessern. Um zu einer aussagekräftigen Bilanz und Erfolgsrechung zu

gelangen, muss der Betriebsleiter die Daten sorgfältig zusammentragen.

Vielen Landwirten liegt diese Büroarbeit nicht so recht. Werner Klauser

ist diese Arbeit jedoch seit Anbeginn wichtig. Er nimmt sich in einer

ruhigen Minute Zeit, den Jahresabschluss aufmerksam zu studieren. Er

zieht Vergleiche mit Vorjahren und bespricht sich mit seiner Treuhandstelle.

Der Buchhaltungsabschluss ist für ihn ein Hilfsmittel für die

Betriebsführung und landet nicht bloss in der Schublade. Werner

Klauser ist damit in der Lage, bei anstehenden Investitionen oder

speziellen Ereignissen die Auswirkungen auf seine finanzielle Situation

in Kürze abzuschätzen.

Brigitte Eschbach, Lerch Treuhand AG, www.lerch-treuhand.ch

vom Betriebssystem. Abschliessend

meint Werner Klauser: «Wir kommen

gut durch. Aber wenn so ein Freihandelsabkommen

mit der EU käme, wäre

das für uns und für viele andere Berufskollegen

eine Katastrophe.»

Autorin Daniela Clemenz, UFA-Revue, 8401 Winterthur

Werner Klauser bewirtschaftet mit seiner Frau Verena einen 24 hagrossen

Betrieb (inklusive Wald) in Reitnau (AG). Der Betrieb hat sich

auf Munimast spezialisiert. Gemästet werden übers Jahr 200 Muni.

Sohn David (18 J.) wird in die Fussstapfen des Betriebsleiters treten

und absolviert zurzeit die Jahresschule am landwirtschaftlichen

Zentrum Liebegg.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 2 · 10

UFA-REVUE · 2 2010 11


MANAGEMENT

Käsereimilch ist nicht gleich Milch

PREISVERGLEICH Schweizer Käsereimilch, hergestellt aus silagefreier Fütterung,

geniesst einen hohen Stellenwert und ist in dieser Ausprägung weltweit wohl

einmalig. Wenn es um den Milchpreis geht, ist allerdings Käsereimilch nicht gleich

Käsereimilch. Transparenz bietet der monatliche

Milchpreisvergleich der SMP (Milchpreismonitoring).

Stefan

Hagenbuch

Knapp ein Drittel der produzierten

Milch wird nach den Vorgaben für

Käsereimilch produziert und

zu bekannten Produkten wie

Emmentaler (Switzerland) AOC,

Le Gruyère AOC, Appenzeller ®

oder Sbrinz AOC verarbeitet und

erfolgreich exportiert.

Bei der Käsereimilch gibt es

ein Milchpreisgefälle von West

nach Ost (Tabelle). Während bei

Gruyère und Tête de Moine in den

letzten 12 Monaten im Mittel Milchpreise

von über 80 Rp./kg Milch ausbezahlt

werden konnten, kommen die Emmentaler

Lieferanten im selben

Zeitraum im Durchschnitt auf gute 70

Rp./kg Milch, wobei es zwischen «Emmentaler-Milch»

aus dem Emmental

und jener aus der Ostschweiz beträchtliche

Unterschiede gibt. Die Käserei-

Milchpreise von Appenzeller ® , Sbrinz,

Vacherin Fribourgeois und Tilsiter Switzerland

liegen dazwischen.

Tabelle: Preise für Käsereimilch (Rp./kg)

Oktober 2009 Oktober 2009

franko Ø 12 ab Ø 12

Käsesorte Käserei Monate Hof Monate

Tête de Moine AOC 89.05 80.89 79.20 78.62

Le Gruyère AOC 81.18 80.47 84.00 81.48

Diverse 78.24 79.79 64.72 67.35

Appenzeller ® 75.88 76.71 70.57 73.32

Tilsiter Switzerland 69.34 73.19 69.97 70.94

Sbrinz AOC 66.23 72.55 71.77 75.19

Bündner Bergkäse 60.53 71.84

Emmentaler AOC 66.89 71.41 68.61 71.46

Raclette du Valais AOC 82.00 80.00 74.21

Vacherin Fribourgeois AOC 78.86 82.57 77.09

Switzerland Swiss 68.10 70.51

Gewichtetes Mittel 74.68 76.04 75.22 75.61

Preisabstufung Voraussetzung für

einen überdurchschnittlichen Milchpreis

ist ein guter Markterlös für den Käse.

Die unterschiedlichen Milchpreise

bei der Käsereimilch reflektieren eins zu

eins die Wertschöpfung am Markt.

Nicht austauschbare Spezialitäten mit

klarem und durchsetzbarem Kennzeichnungsschutz

(AOC, Marke), verlässlicher

Mengenführung sowie mit «Herzblut»

betriebener Geschäftstätigkeit führen

zum Erfolg.

Der Bund gewährt für Milch aus silagefreier

Fütterung, die zu Extrahart-,

Hart- und Halbhartkäse (jedoch nicht zu

Weichkäse) verarbeitet wird neben der

Verkäsungszulage (15 Rp./kg Milch) zudem

eine Zulage für die Fütterung ohne

Silage (3 Rp./kg Milch). Die «Siloverzichtszulage»

ist im ausgewiesenen Käsereimilchpreis

nicht enthalten. Sie wird

separat ausgewiesen, weil nur so ein

einwandfreier Vergleich mit der Molkereimilch

möglich ist.

Alternative Molkereimilch Die

Käsereimilch ist zwar ein eigenständiger

Markt, doch wenn der Preisunterschied

zur Molkereimilch zu klein ist oder zu

Die Milchpreise bei der Käsereimilch

reflektieren die Wertschöpfung.

Bild: switzerland-cheese.ch

unbedeutend wird und Alternativen bestehen,

setzt der Exodus aus der Käsereimilchproduktion

ein, denn die Kosten

der silagefreien Produktion sind

deutlich höher als jene bei der Molkereimilch.

Dies hat sich 2002 bis 2005

beim Emmentaler deutlich gezeigt. In

den letzten 12 Monaten konnte für die

Käsereimilch im Mittel ein Preis von

rund 76 Rp./kg erzielt werden. Im gleichen

Zeitraum lag er bei der Molkereimilch

bei knapp 64 Rp./kg.

Autor Stefan Hagenbuch arbeitet bei

der SMP in Bern und ist für den Bereich

Internationales & Marktfragen verantwortlich.

Die Zahlen und Tabellen des

Milchpreismonitorings sind jeweils

aktuell auf www.swissmilk.ch Rubrik

Produzenten-Milchverkauf aufgeschaltet.

INFOBOX

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MANAGEMENT

Landwirtschaft braucht gute

Fachkräfte

AGRO-KAUFMANN HF UND AGRO-TECHNIKER HF Die beruflichen Heraus -

forderungen in der Agrarbranche sind riesig. Ideale Voraussetzungen, um den Anforderungen

zu begegnen, ist die Ausbildung zum Agro-Kaufmann HF und Agro-Techniker.

Thomas

Steiner

Christoph

Jenni

Mein Ausbildungsweg zum Agro-Techniker HF

Im Jahr 2002 begann ich die landwirtschaftliche Grundausbildung. Ich

war in einer der ersten Klasse der Schweiz, welche die dreijährige Lehre

durchlief. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Schlussprüfung machte

ich Kurzeinsätze auf einem Landwirtschaftsbetrieb und in Metallbaubetrieben.

Im Frühling 06 begann die 21-wöchige RS als Motorfahrer.

Danach war ich in einem Gartenbaubetrieb beschäftigt, wo ich

selbstständig, häufig aber auch mit Lehrlingen zusammen, arbeiten

konnte. Im Winter 07 besuchte ich am Strickhof in Lindau (ZH) die

landwirtschaftliche Handelsschule. 2008 sammelte ich dann nochmals

Erfahrungen in der Arbeitswelt. Im April 2009 stieg ich in die Ausbildung

zum Agro-Techniker HF ein, wobei die Handelsschule voll

angerechnet wird. Im Verlaufe des Jahres erhielt ich per Zufall ein

Stellenangebot, welches ich mit Freuden annahm. So werde ich ab

Mitte April in der LANDI Dussnang (TG) für den Futtermittelhandel

zuständig sein. Zu meinen Tätigkeiten zählen Kundenberatung und –

betreuung, sowie Büro- und Lagerarbeiten. Diese Stelle spricht mich

wegen der Vielseitigkeit an und ich werde das jetzt Gelernte anwenden

können. Thomas Steiner (angehender Agro-Techniker HF)

Ziel der Ausbildung ist die Vermittlung

jener praktischen und theoretischen

Fachkenntnisse, die ein

Agro-Kaufmann HF oder eine Agro-

Kauffrau HF zur kompetenten Erfüllung

vielseitiger Aufgaben in der Agrarwirtschaft

benötigt. Die Schwerpunkte liegen

analog dem Berufsprofil in der Unternehmensführung

und Organisation,

im Marketing und den Kenntnissen der

Agrarmärkte. Der Umgang mit Menschen,

seien es Kunden, Lieferanten

oder Mitarbeiter, ist eine Faszination

und Herausforderung besonderer Art.

Deshalb sind Kommunikations-, Sozialund

Selbstkompetenzen wichtige

Grundlagen angehender Agro-Kaufleute

HF. Agro-Techniker HF übernehmen

anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben

in der Agrarwirtschaft. Sie überzeugen

durch ihren Praxisbezug und hohe

Handlungskompetenzen. Die

Schwerpunkte der Ausbildung liegen in

der Produktionstechnik, der Betriebswirtschaf

und den Agrarmärkten. Wichtig

sind ebenso die persönlichen und

methodischen Kompetenzen wie Kommunikation

und Organisation.

Die Ausbildung zum Agro-Techniker

HF wird durch Projekte, Exkursionen

und Praxisübungen vertieft. Semesterund

Diplomarbeiten zu selbst gewählten

Themen stellen den Praxistransfer

des Gelernten sicher.

Die Sprache der Bauern verstehen

und sprechen Die LANDI als

Unternehmen der Schweizer Landwirte

hat zusammen mit der fenaco den

Leistungsauftrag, die Bauern mit Produktionsmitteln

zu versorgen und die

landwirtschaftlichen Produkte zu vermarkten.

Wer dies im sich stark verändernden

Umfeld erfolgreich tun will,

muss die Sprache der Bauern verstehen

und sprechen. Nur wer die Kunden versteht,

kann erfolgreich verkaufen. Damit

die Landwirte und Kunden immer

wieder in die LANDI gehen, gilt es eine

dauerhafte Kundenbeziehung aufzubauen.

Deshalb ist die LANDI insbesondere

im Agrarbereich, der Kernkompetenz

des Unternehmens, auf Mitarbeiter und

Mitunternehmer angewiesen, die diese

Kompetenzen von Grund auf erlernt

und verinnerlicht haben.

Berufskarrieren für Profis Die

Absolventen der beiden höheren Fachschulen

nehmen in diversen Firmen der

fenaco-LANDI Gruppe Schlüsselaufgaben

wahr. Sie arbeiten im Agrarhandel,

der Handels- und Verarbeitungsindustrie,

im Detailhandel oder in Treuhandbüros.

Weitere Berufsfelder sind in Organisationen,

der Verwaltung und der

Landwirtschaft. Ziel der Bildungsgänge

ist die Vermittlung jeglicher theoretischer

und praktischer Fachkenntnisse

und der in der Agrarwirtschaft der Zukunft

erforderlichen Kompetenzen zur

erfolgreichen Erfüllung ihrer vielseitigen

Aufgaben. Auch werden die sozialen

Stärken gefördert, ist doch das Berufsleben

geprägt von persönlichen Kontakten.

Der Umgang mit Menschen, seien

es Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitende,

ist eine faszinierende Aufgabe.

Mit den beiden Bildungsgängen der

höheren Fachschule der Agrarwirtschaft

wählt man das Sprungbrett für eine vielseitige

berufliche Zukunft, beispielsweise

als:

14 2 2010 · UFA-REVUE


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war für mich Grundlage und

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16 2 2010 · UFA-REVUE


MANAGEMENT

Tabelle: Überblick über die Ausbildung zum Agro-Kaufmann HF oder Agro-Techniker HF

Standort Feusi Bildungszentrum Bern Institut Agricole Grangeneuve (FR) Inforama Rütti Zollikofen (BE) Strickhof Lindau (ZH)

Ausbildung Agro-Kaufmann HF Agro-Techniker HF Agro-Techniker HF Agro-Techniker HF

Agro-Kaufmann HF

Agro-Kaufmann HF

Spezifität Berufsbegleitend Vollzeit-Ausbildung Berufsbegleitend, Anrechnung Vollzeit-Ausbildungen

(französisch)

Betriebsleiterschule (BLS)

Dauer 3 Jahre 2 Jahre 2 – 3 Jahre 2 Jahre

Kosten ca. 6700 Fr. pro Jahr. ca. 3500 Fr. pro Jahr. ca. 4000 Fr. pro Jahr. ca. 5000 Fr. pro Jahr.

Exklusive Lehrmittel, Verpflegung. Inklusive Schulmaterial, Inklusive BLS, exklusive Kurs- Inklusive Studienreise, Lehr-

Einschreibegebühr 210 Fr. Exkursionen, diverse Taxen, material und Verpflegung. mittel, Einschreibegebühr.

Exklusive Verpfl./Unterkunft.

Exklusive Verpfl., Unterkunft.

Informationsabend Individuelles Informations- 23. Februar, 2010, 19.30 Uhr 25. März 2010, 20.00 Uhr 27. Mai 2010, 19.30 Uhr

gespräch nach Absprache. Aula des IAG, Grangeneuve (FR) Inforama Rütti, Zollikofen (BE). Strickhof in Lindau (ZH).

Anmeldeschluss 31. Mai 2010 31. Mai 2010 30. April 2010 16. August 2010

Kursbeginn 13. August 2010 23. August 2010 16. August 2010 25. Oktober 2010

Patrick Kipfer Anita Watts Markus Aerni Claude Gerwig

Feusi Bildungszentrum IAG Grangeneuve Inforama Rütti Strickhof

Max-Daetwyler-Platz 1 Rte de Grangeneuve 31 3052 Zollikofen 052 354 99 15

3014 Bern 1725 Posieux 031 910 52 61 claude.gerwig@bd.zh.ch

031 537 34 34 026 305 55 50 markus.aerni@vol.be.ch www.strickhof.ch

berufsbildung@feusi.ch iagcftn@fr.ch www.inforama.ch

www.feusi.ch

www.grangeneuve.ch

• Kadermitarbeiter in einer der zahlreichen

landwirtschaftlichen Organisationen.

• Ein- oder Verkäufer in einem Betrieb

der vor- oder nachgelagerten Stufe.

• Manager eines nach modernsten

Grundsätzen geführten landwirtschaftlichen

Betriebes, der sich am

Markt behauptet.

Optimale Ausgangslage Mit dem

HF-Diplom gilt es für Agro-Kaufleute

und Agro-Techniker Chancen wahrzunehmen,

Verantwortung zu tragen und

eine Karriere aufzubauen. Nach wenigen

Jahren Praxis sind sie in der Lage,

Kaderfunktionen oder andere verantwortungsvolle

Stellen zu übernehmen

und sind gefragte Berufsleute.

Wie bezahlen? Die Ausbildungskosten

belaufen sich auf höchstens

500 Fr. pro Monat. Verglichen zur übrigen

Wirtschaft und übrigen Privat-

schulen sind das eher günstige Kosten.

Mancherorts bieten Gemeinden oder

Kantone Stipendien an. Am besten informiert

man sich bei den Bildungsanbietern

und den kantonalen Stipendienstellen.

Den Absolventen von Bergregionen

und sehr abgelegenen Gebieten kann

zudem die Pestalozzi-Stiftung unter die

Arme greifen. Die finanzielle Unterstützung

erfolgt in Form eines Stipendiums,

eines Spezialdarlehens oder eines

zinslosen Darlehens, vorausgesetzt

man hat das 30. Altersjahr noch nicht

vollendet. Da die Ausbildung zum

Agro-Techniker beziehungsweise zum

Agro-Kaufmann nur an vier Orten in

der Schweiz möglich ist und dadurch

für Interessenten aus Randregionen

hone Kosten durch Unterkunft und

Fahrspesen entstehen, sollte diese

Möglichkeit geprüft werden.

In Theorie und

Praxis vorbildlich:

Agro-Kaufleute

und Agro-

Techniker.

Bild: Strickhof, Lindau

Autoren Thomas Steiner (23 J.), absolviert am Strickhof in Lindau die

Ausbildung zum Agro-Techniker HF. Ab April 2010 arbeitet er für die

LANDI Dussnang im Bereich Tierhaltung und Futtermittel.

Christoph Jenni, Ing. agr. FH, dipl. Marketingleiter, ist Marketinglehrer

und Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit und Projekte

am Strickhof (ZH). Strickhof, Eschikon, Postfach, 8315 Lindau,

www.strickhof.ch

Informationen www.agrokaufman.ch, www.agrotechniker.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 2 · 10

UFA-REVUE · 2 2010 17


NEW

LEGACY. MEHR DENN JE.

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Mehr denn je ist die Zeit reif für einen SUBARU AWD. Seit jeher steht Subaru für sichere

Werte. Werte, die selten so gefragt waren wie heute. Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit, alles zu

konkurrenzlosem Preis – dieses Konzept hat Subaru zum meistverkauften Allrad-PW weltweit und in der

Schweiz gemacht.

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stufenlose Automatik-Getriebe.

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2.5i bieten in ihren Automatik-Versionen die Subaru-Exklusivität Lineartronic

TM CVT, ein stufenloses Automatik-Getriebe in Kombination mit AWD.

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4-/5-türig, Aut. mit CVT

2,5 l, 167 PS

Fr. 41’000.– bis Fr. 49’000.–

Legacy 2.5GT AWD

4-/5-türig, Automat

2,5 l Turbo, 265 PS

Fr. 52’000.– bis Fr. 53’000.–

Outback Boxer Diesel AWD

5-türig, 2,0 l, 150 PS

Fr. 43’000.– bis Fr. 50’000.–

6,4 l/100 km (gesamt)

Outback AWD

5-türig, man., Aut. oder Aut. mit CVT

2,5 l und 3,6 l, 167 PS und 260 PS

Fr. 42’000.– bis Fr. 57’500.–


KURZMELDUNGEN

LANDTECHNIK

Optimierter

Trommelhäcksler

Stocker Silofräsen hat sich heuer

zum Ziel gesetzt, die Weiterentwicklung

und Optimierung des

jüngsten Produkts «Trommelhäcksler»

voranzutreiben. Diese Aufgabe

wird das Unternehmen das ganze

Jahr 2010 beschäftigen, soll aber bis

zur Agrama abgeschlossen sind.

Durch den Bezug neuer Räumlichkeiten

in Oeschgen konnte die

Wertschöpfungskette effizienter gestaltet

werden. Allerdings ist dieser

Prozess noch nicht abgeschlossen,

sind doch weitere Verbesserungen

im Bereich des Kunden- und Reparaturservices

geplant.

Pflug aus Stahl und

Kunststoff

Zur Agritechnica hat Lemken sein

Pflugkörperkonzept «DuraMaxx»

um einen Hybridkörper erweitert.

Damit kann der Anwender jeden

einzelnen Streifen des Pflugkörpers

aus Stahl oder aus Kunststoff je nach

Einsatzbereich beliebig auswählen.

SLV nimmt ARMA auf

Mit einer Statutenänderung anlässlich

der 70. Mitgliederversammlung

hat der schweizerische Landmaschinenverband

(SLV) die Pforten für eine

Aufnahme des Westschweizer

Verbands «Arma» (Association romande

des marchands de machines

agricoles) geöffnet, die künftig als

fachgruppenübergreifende Westschweizer

Sektion innerhalb des

Verbands geführt wird. Im Übrigen

Schliessung Werk Randers

Im letzten Jahr hat Agco die Schliessung

des Mähdrescherwerks im dänischen

Randers angekündigt und

mitgeteilt, in der Entwicklung und

Konstruktion von Mähdreschern

künftig noch intensiver mit Laverda

in Breganze (I) zusammen arbeiten

zu wollen. Nun bekräftigt das Unternehmen

diese Strategie mit der

Bildung eines Joint Ventures «Centre

of Excellence» in Breganze.

Seit 2004 lässt Agco in Breganze

Mähdrescher für Europa, Afrika und

Nahost der Marken Massey Ferguson,

Fendt und Challenger bauen.

Diese Partnerschaft wurde insofern

intensiviert, als dass Agco 2007 einen

Anteil von 50 % an Laverda von

der Argo-Gruppe übernahm. Bei

Agco ist man überzeugt, dass diese

Schritte die Wettbewerbsfähigkeit

verbessern. Bis Mitte 2010 werden

in Randers noch 8-Schüttler-Maschinen

gebaut und Vorarbeiten für

die neuen Hybrid-Drescher angepackt.

Später werden diese Arbeiten

nach Italien verlagert.

nahm die Versammlung im positiven

Sinne Kenntnis von der Jahresrechnung,

die nach Konsolidierung mit

der Abrechnung der Agrama 2008

mit einem Vorschlag von 3500 Fr.

abschloss. Da man den Nutzen der

Mitgliedschaft bei der europäischen

Landtechnik-Hersteller-Vereinigung

«Cema» nicht mehr sieht, hat der

SLV-Vorstand den Austritt aus dieser

Organisation beschlossen und

ZF lanciert Hybridsystem

Mit dem Startergenerator «Terra+»

bietet ZF die Nutzung elektrischer

Leistungsabtriebe im Traktor von

70, respektive 95 PS (50/70 kW).

Der Startergenerator ist in verschiedenen

Ausführungen beziehungsweise

Ausbaustufen erhältlich. Der

Anwendernutzen dieser Zusatzkomponente

liegt sowohl in der Kraftstoffeinsparung

durch den bedarfsgerechten

Antrieb der Nebenverbraucher

am Fahrzeug, als auch in

der Steigerung der Produktivität

durch die Bereitstellung elektrischer

Leistung für Antriebe in den Anbaugeräten.

Zudem wird dem Umweltgedanken

ferner durch die Reduzierung

von Emissionen Rechnung

getragen.

spart so einige Tausend Franken ein.

Trotzdem sieht das Budget für das

laufende Jahr – ohne einträgliche

Agrama – einen Fehlbetrag von

knapp 40 000 Fr. vor. In seinem Eröffnungsreferat

zur Versammlung

betonte SLV-Präsident Jürg Minger

(Bild) die Wichtigkeit einer starken

Schweizer Landwirtschaft, «die auch

etwas kosten darf». Deshalb habe

der SLV sich dezidiert in einem offenen

Brief an Bundesrätin Doris Leuthard

gegen das geplante Agrarfreihandelsabkommen

mit der EU

ausgesprochen. Hinsichtlich Entwicklung

der Schweizer Landtechnik-Branche

sieht Minger ab Mitte

2010 eine gewisse Erholung, langfristig

gar eher rosige Perspektiven,

da Megatrends wie die wachsende

Weltbevölkerung, die sich zusehends

höherwertig ernähre, und die

Abnahme der verfügbaren Ackerfläche

sich positiv auf die Branche auswirken

würden.

Neue Mulchsämaschinen

von

Pöttinger

«Terrasem R3», «R4» und «C4» heissen

die neuen Universalsämaschinen,

die Pöttinger auf den Markt

bringt. Die 3 bis 4 m breit arbeitenden

Geräte eignen sich sowohl zur

Mulchsaat als auch zur konventionellen

Saat nach dem Pflug. Spezielle

Gummielemente lassen die bodenbearbeitende

Scheibenegge bei

Steinen ausweichen. Bei der «C4»

sorgt der dreigeteilte Aufbau für eine

gute Bodenanpassung. Alle drei

Neuheiten verfügen über einen

elektrischen Dosierantrieb und werden

über einen Radarsensor oder ein

Isobus-Signal vom Traktor gesteuert.

Eine Vordosierung sorgt für eine

nahtlose Aussaat ohne Säfenster. Die

stufenlose Saatmengenverstellung

ist serienmässig. Eine elektronische

Saatgutbibliothek unterstützt die

Einstellung ebenso wie die einfache

Abdrehprobe mit praktischem Auffangsack.

Für eine gleichmässige Ablagetiefe

des Saatguts sorgen die im

Parallelogramm geführten, gummibereiften

Druck- und Tiefenführungsrollen.

Mit 3000 l Inhalt sind

selbst grössere Schläge mit wenigen

Tankstopps zu drillen.

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 2 2010 19


KNOW-HOW

PRAXISTEST

Mit voller Kraft

«MF 8690» Massey Ferguson kam 2008 mit der Serie «8600» auf den Markt, löste

damit nicht nur einfach die Baureihe «8400» ab, sondern führte erstmals in der Landtechnik

die SCR-Technologie mit einer katalytischen Abgasnachbehandlung ein. Der

Motor kann so für optimale Leistungsentfaltung eingestellt werden, die Stickoxide

werden durch eine Harnstofflösung in harmlosen Stickstoff und Wasser umgewandelt.

Gleichzeitig zum 50-Jahr-Jubiläum

der Marke «Massey Ferguson» lancierte

das Unternehmen vor knapp

zwei Jahren die neue Flaggschiff-

Baureihe «8600» mit dem Topmodell

«MF 8690». Rein äusserlich prägt die

neu gestaltete 4-Pfosten-Kabine das

aufgefrischte Design, im Innern ist der

8.4l Motor von Sisu mit der SCR-Technologie

der Abgasnachbehandlung das

herausstechende innovative Element.

Motor Die Baureihe «MF 8600» ist

mit 6-Zylinder Motoren von Sisu mit

8.4 l Hubraum, Turbolader und Ladeluftkühlung

ausstaffiert. Die Nennleistung

liegt bei 340 PS, die maximale

Leistung bei 370 PS (beides nach ISO).

Das Motorkennfeld zeigt, dass das maximale

Drehmoment zwischen 1200

und 1500 Umin liegt sowie ein konstanter

Leistungsbereich ab 1570 Umin

zu verzeichnen ist. Eine zusätzliche

Leistungssteigerung erfolgt bereits bei

2000 Umin, in einem für Zapfwellenarbeiten

idealen Bereich.

Die elektronische Motorregelung

sorgt dafür, dass Treibstoffmenge und

Einspritzzeitpunkt ideal auf die Motordrehzahl

abgestimmt werden mit dem

Effekt eines geringeren Schadstoffausstosses

und Treibstoffverbrauchs.

SCR-Technologie Mit verantwortlich

für diesen geringeren Treibstoffverbrauch

ist die SCR-Technologie. Mit

dieser Technik, sie wird bereits bei den

LKW eingesetzt, werden die Abgase

nach dem Motor gereinigt. Diese sogenannte

Katalyse der Abgase erfolgt mit

der flüssigen Harnstoff-Lösung «Ad-

Blue», welche die Stickoxide in harmlosen

Luftstickstoff und Wasser umwandelt.

Dank dieser Einrichtung kann der

Motor auf höchste Leistung bei günstigem

Treibstoffverbrauch eingestellt

werden, die Abgasnachbehandlung ihrerseits

sorgt dafür, dass nicht nur die

aktuell geltende Abgasnorm 3a, sondern

bereits die nächste Stufe 3b eingehalten

wird.

Ganz ohne Kehrseite ist auch diese

Medaille nicht: Neben dem eigentlichen

Tank für das Dieselöl (590 l) ist ein

Zusatzbehälter (30 l) für «AdBlue» notwendig.

Auf 1000 l Diesel werden rund

30l dieser «AdBlue»-Lösung benötigt,

die bei zirka minus 10 °C gefriert. Vorteile

bietet dieses System aber in der

Treibstoffersparnis: Gemäss dem DLG-

Powermix-Test braucht der «MF 8690»

gegen 17 % weniger als der Mittelwert

aller Traktoren.

Praxisstimme zum Massey Ferguson «8690»

David Spycher

David Spycher bewirtschaftet mit seiner

Frau Anne in Vaux-sur-Morges oberhalb

des Genfersees einen 48-

ha-Betrieb mit Milchwirtschaft

und Ackerbau. Vor

rund 25 Jahren hat sein

Vater im Anwesen eine

Schnitzel heizung einge -

baut, was den Startschuss

für einen weiteren

Betriebs zweig (Waldarbeiten)

bedeutete. Anfänglich

wurden Hackschnitzel mit

einem kleineren Hacker für

den Eigen bedarf hergestellt, in der Folge

entwickelte sich daraus immer mehr. Heute

betreibt Spycher zusammen mit fünf

Partnern eine Firma, die für verschiedene

Abnehmer in einem Gebiet von Genf bis

Sitten mit schwerem Gerät professionell

Hackschnitzel produzieren. Schon seit rund

15 Jahren setzen die Sypchers auf die

Marke «Massey Ferguson», wenn es um die

Beschaffung von Traktoren geht. Hauptgrund

dafür ist das gute Einvernehmen mit

dem Händler Kuffer-Agri in Yens (VD).

Neben dem Modell «MF 8690», das im

August letzten Jahres als zusätzliche

Maschine angeschafft wurde, sind noch

weitere sieben MF-Traktoren im Einsatz,

darunter ein «MF 8480» und ein «MF7495».

Den neuen Traktor hat er insbesondere

aufgrund der Leistung gekauft. «Für den

Betrieb der Hacker vom Typ ‹Jenz› mit

Einzugskanälen von bis zu 70 x 120 cm und

in Kombination mit einem im Heck

angebauten Kran samt Kabine brauche ich

einfach diese PS, gerne hätte ich sogar noch

mehr», hält Spycher fest. Als Alternative

würde zwar die Möglichkeit eines LKW-

Zugs bestehen, doch dann fehlt Spycher die

Mobilität im unwegsamen Gelände – ein

Pluspunkt seiner Mechanisierungsvariante.

Mittlerweile hat der Traktor rund 450 h

absolviert. Beeindruckt ist Spycher von der

Leistung (+ 20 % im Vergleich zum «MF

8480», bis zu 170 m 3 Schnitzel pro Stunde)

und vom geringen Treibstoffverbrauch beim

Holzhacken (rund 3 dl pro m 3 Schnitzel),

wo die Maschine auch hauptsächlich

eingesetzt wird.

Hinzu komme, so Spycher weiter, die trotz

der Grösse noch gute Wendigkeit und die

übersichtliche und geräumige Kabine. Der

Sisu-Motor mit der integrierten SCR-

Abgasreinigung habe ihn ebenfalls

fasziniert, führt Spycher weiter aus. «Wenn

20 2 2010 · UFA-REVUE


PRAXISTEST

KNOW-HOW

Steckbrief

Massey Ferguson «8690»

Motor: 8.4l Turbo-Motor von Sisu mit

Ladeluftkühlung und Common-Rail-

Einspritzung, 6 Zylindern, 340 PS

(250 kW) Nennleistung bei 2200 Umin,

370 PS (272 kW) maximale Leistung bei

2000 Umin. Maximale Leistung an der

Zapfwelle: 320 PS (236 kW). 590 l

Treibstoff-Tank, 30 l «AdBlue»-Tank.

Getriebe: Stufenloses Getriebe «Dyna-

VT» mit zwei Fahrbereichen, lastschaltbarer

Wendeschaltung und DTM-

Management.

Zapfwelle: 540/1000 oder 540E/1000,

elektrohydraulisch geschaltet.

Hydraulik: Axialkolbenpumpe mit

175 l/min und 200 bar. 5 (optional 9)

doppeltwirkende Steuergeräte. Extern

bedienbares Hubwerk mit 12 t Hubkraft,

Fronthubwerk und -zapfwelle auf

Wunsch.

Masse: Leergewicht: 10 300 kg.

Zulässiges Gesamtgewicht: 18 000 kg.

Länge: 5.67 m. Radstand: 3.10 m.

Höhe: 3.45 m. Wendekreis: 13.90 m.

Beim Getriebe kommt das stufenlose

«Dyna-VT» mit zwei manuell wechselbaren

Fahrbereichen zum Einsatz,

ein Produkt aus dem Hause Agco

(Fendt). Hinsichtlich der Bedienmöglichkeiten

hat Massey Ferguson aber

noch etwas nachgelegt, sind doch die

man in einem ökologischen Sektor wie

der Schnitzelproduktion tätig ist, schaut

man auch auf solche Sachen». So gesehen

wäre es sein Wunsch, den Traktor mit

alternativen Treibstoffen betreiben zu

können, was zwar möglich wäre, aber aus

seiner Sicht mit einer gewissen Leistungseinbusse

verbunden wäre.

Um den Kran anbauen zu können, hat

Spycher das Heckhubwerk komplett

entfernen lassen. Der Traktor hat seine

Erwartungen erfüllt. «Im Bereich der

Verarbeitungsqualität dürfte man aber

noch etwas zulegen». Spycher weiss

jedoch, dass es sich um ein Erst-Serien-

Modell handelt und dass er seinem «MF

8690» im Betrieb mit dem Hacker

hinsichtlich Zapfwellenleistung und

Vibrationen alles abverlangt.

Der «MF 8690» zusammen mit dem im

Heck angebauten Kran und dem Holzhacker

vor einem harten Einsatz.

Das Kommandozentrum in der rechten

Armlehne mit Datatronic-Farbmonitor und

den verschiedenen Bedienelementen.

Beschleunigungsstufen für die beiden

Fahrstrategien Pedal oder Fahrhebel

ebenso getrennt einstellbar wie für die

Wendeschaltung oder die Grenzlastregelung

bei Zug- und Zapfwellenarbeiten.

Kabine Einen Glanzpunkt beim

«MF 8690» stellt sicher die Kabine dar.

Für deren innovative Federung «Opti-

Ride Plus» erhielt Massey Ferguson anlässlich

der Sima-Ausstellung 2009

denn auch eine Goldmedaille. Bei dieser

4-Pfosten-Kabine kommen Hydraulikzylinder

mit Druckspeichern zum Einsatz,

wobei Sensoren dafür sorgen, dass

der gesamte Fahrbereich stets «in Waage»

gehalten wird.

Die optional verfügbare «OptiRide

Plus»-Federung bietet dann noch mehr:

Über einen Drehregler kann der Fahrer

den Dämpfungsgrad selbst einstellen, so

dass die dynamische Federungsrate gemäss

Firmenangaben nochmals um bis

zu 25 % verbessert werden kann.

Hydraulik und Zapfwelle Der

Ölhaushalt der Hydraulik ist vom Getriebe

getrennt. Serienmässig gibt es

sieben Steuergeräte, die optional auf

neun erweitert werden können. Versorgt

werden diese von einer Pumpe,

die 175 l/min leistet. Das Heckhubwerk

weist eine Hubkraft von 12 t auf und ist

serienmässig mit Unterlenkern der Kategorie

III ausgestattet. Eine elektronische

Hubwerksregelung (EHR) mit Unterlenkerregelung,

Schwingungstilgung

und Schlupfregelung ist im Serienumfang

integriert. Auf Wunsch gibt es ein

unabhängiges und hydraulisch einklappbares

Fronthubwerk mit einer

Hubkraft von 5 t. Bei der Zapfwelle stehen

Geschwindigkeiten von 540 oder

1000 Umin zur Verfügung.

Für leichtere Arbeiten empfehlt sich

die Sparzapfwelle (540E), die mit einer

Motordrehzahl von rund 1600 Umin betrieben

werden kann. Im Automatikmodus

wird die Zapfwelle beim Anheben

des Hubwerks selbsttätig deaktiviert

und beim Absenken entsprechend zugeschaltet.

Um den Fahrer zusätzlich zu entlasten,

regelt die Zapfwellensteuerung das

Zuschalten der Zapfwelle je nach Last,

was den Fahrkomfort erhöht und das

Material schont.


Neben dem Tank für

das Dieselöl befindet

sich der 30-l-Behälter

mit blauem Deckel für

die Harnstoff-Lösung

«AdBlue».

Autor Dr. Roman

Engeler, UFA-Revue,

8401 Winterthur

In loser Folge publiziert

die UFA-Revue unter

dem Titel «Praxistest»

Berichte über landwirtschaftliche

Maschinen.

Die Interviewpartner,

respektive Eigentümer

dieser Maschinen,

werden jeweils in

Zusammenarbeit mit

den entsprechenden

Herstellern oder Impor -

teuren ausgesucht.

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INFOBOX

www.ufarevue.ch 2 · 10

UFA-REVUE · 2 2010 21


LANDTECHNIK

UMFRAGE

Investitionen sind geplant

Eine repräsentative Umfrage bei

300 Landwirten ergab, dass 7 % die

Absicht äusserten, dieses Jahr einen

Traktor, Transporter oder Zweiachsenmäher

anzuschaffen, 4 % wissen

es (noch) nicht und die grosse Mehrheit

(89 %) gibt an, keine solche Anschaffung

zu planen. Vergleicht man die beiden

Sprachregionen, so sind kaum Unterschiede

feststellbar. Spontan wurde

von einigen der befragten Landwirte erwähnt,

dass aufgrund ihrer aktuellen finanziellen

Lage solche Investionen

nicht geplant seien.

Verglichen mit einer vor zehn Jahren

durchgeführten Befragung, wo

nach der Kaufabsicht für das Jahr

Gedenken Sie, 2010

einen Traktor, Transporter

oder Zweiachsenmäher

anzuschaffen.

2000 gefragt wurde, sind die Ergebnisse

identisch geblieben, was doch ein

bisschen erstaut, wie Jürg Minger, der

Präsident des schweizerischen Landmaschinenverbands

(SLV) vermerkt. In den

letzten Jahren hätten die Bauern deutlich

weniger neue Traktoren angeschafft,

erklärt Minger. Allerdings wurde in der

Umfrage nicht zwischen dem Kauf eines

neuen Geräts oder einer Occasionsmaschine.

Der Landmaschinen handel ist in

den letzten Jahren aufgrund der

schlechteren Rahmenbedinungen für

die Landwirtschaft etwas unter Druck

geraten. Jürg Minger gibt sich aber zuversichtlich

und prognostiziert ab

Mitte 2010 einen Wendepunkt: «Ab

dem dritten Quartal werden die Verkäufe

wieder etwas zulegen.»

Die Umfrage war auch auf der Internet-Seite

www.ufarevue.ch aufgeschaltet,

an der über 1700 Meinungen abgegeben

wurden. Dabei haben sich 43 %

dahingehend geäussert, 2010 eine Maschine

anschaffen zu wollen, 47 % verneinen

dies und rund 10 % sind sich unschlüssig,

ob sie in diesem Jahr einen

Traktor, Transporter oder Zweiachsmäher

anschaffen wollen. Der grosse Unterschied

in den Resultaten zwischen

der telefonischen Befragung der Abstimmung

über das Internet lässt den

Schluss zu, dass mehrheitlich investitionsfreudige

Landwirte das Internet

als Informationsplattfom

nutzen.

keine

Angabe

1%

ja

8%

nein

91 %

Westschweiz

Deutschschweiz

keine

Angabe

5%

ja

6%

keine

Angabe

4%

nein

89 % nein

89 %

Total Schweiz

ja

7%

Die aktuelle repräsentative Umfrage

wurde vom Marktforschungs institut

TransferPlus AG in Stansstad im Auftrag

der UFA-Revue im Januar 2010 durchgeführt.

Wollen Sie sich künftig ebenfalls an

den Umfragen beteiligen? Die nächste

Fragestellung ist auf www.landi.ch

aufgeschaltet. Die Resultate werden in

der nächsten UFA-Revue publiziert.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 2 · 10

22 2 2010 · UFA-REVUE


10. Internationale Fachmesse für Nutztierhaltung,

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UFA-REVUE · 2 2010 23


LANDTECHNIK

Posch mit Potenzial

BRENNHOLZ-TECHNIK Scheitholz macht unter den erneuerbaren Energien

nach wie vor einen bedeutenden Anteil aus. Entsprechend aktiv in Forschung und

Entwicklung sind die Hersteller von Brennholz-Technik, geht es doch darum, in der

Produktion, im Transport und in der Lagerung von Stückholz noch effizientere

Methoden zu finden – ein Augenschein beim österreichischen Spezialisten Posch.

Für die Eigenver -

sorgung: Wippsäge

«Compact-Plus»

und Spalter

«Homesplit 6.0».

Moderne Brennholzaufbereitung ist

mehr als Holz zerkleinern. Sowohl

der private, wie auch der professionelle

Produzent von Stückholz benötigt

heute Präzisionsmaschinen, die

durch Sicherheit, Langlebigkeit und robuste

Bauweise einen dauerhaften Einsatz

garantieren. Darauf hat sich das

österreichische Unternehmen Posch

spezialisiert, das eine breite Palette von

Kurz- und Meterholzspaltern, Kreissägen

und Schneidspalt-Maschinen anbietet.

Insgesamt sind es 27 Grundtypen,

die je nach Leistungsstärke oder

Antriebsvarianten kundenindividuell

spezifiziert werden können.

Bei den Spaltgeräten reicht die

Palette vom Heimgerät «Homesplit» mit

einer Spaltkraft von 6 t und einer verarbeitbaren

Länge von 55 cm bis hin zum

zapfwellenbetriebenen «Hydrocombi»

(maximal 30 t, 1.10 m). Technische Details,

wie das schräge Spaltmesser – allenfalls

ergänzt zum Spaltkreuz – für

mehr Spaltleistung, die patentierte

Holzhaltespitze, damit auch dünnes

oder schräg abgesägtes Holz fixiert werden

kann, oder die mechanische

Stammhebevorrichtung für die Schonung

des Rückens, zeugen von einer

praxisorientierten Entwicklung. Im Segment

der waagrechten Spaltgeräte stechen

die «Splitmaster» (bis 55 t Spaltkraft)

hervor, die es in verschiedenen

Antriebs- und Anbauvarianten, mit hydraulischer

Hebevorrichtung oder mit

integriertem Ladekran mit einer Reichweiter

von 6 m gibt. Für das gewerbliche

Herstellen von Anfeuerholz hat

Posch die automatische Spaltmaschine

«Autosplit» entwickelt, mit der im 3-Sekunden-Takt

fix-fertige Anzündscheite

bis 20 cm Länge, abgefüllt in Säcke, produziert

werden können.

Sägen Wo Holz zerkleinert wird, sind

meistens auch Kreissägen gefragt. Das

Angebot in diesem Bereich reicht

von Tisch- über Wipp- bis hin zu kombinierten

Tisch-Wipp-Sägen, die mit

Elektro-, Benzinmotor oder via Zapfwelle

des Traktors betrieben werden

Der Profi im Bauernwald mit der

Spaltmaschine «Hydrocombi 26».

können. Waren früher diese Kreissägen

ein Schrecken für jedes Trommelfell, reduzieren

heute spezielle Sägeblätter

(«Widia») die Geräuschemissionen markant.

Für den Profi gedacht sind die Hochleistungssägen

«Cutmaster» und «Autocut»

(mit automatischem Holzvorschub),

die in Kombination mit einem

hydraulisch angetriebenen, höhenverstellbaren

Förderband auch gleich den

Abtransport des Stückguts bewerkstelligen.

Generell ist das Handling von

Stückholz wohl jener Punkt, der noch

am wenigsten effizient ist. Mit dem

«Packfix» – ursprünglich eine Schweizer

Erfindung – hält Posch eine praktische

Lösung bereit. Mit einem Förderband

wird eine auf einer Palette stationierte

Trommel mit Scheitern gefüllt. Sobald

diese Trommel voll ist, umwickelt ein

seitlich angebrachter Rotationsarm von

unten beginnend die Trommel mit einem

Netz. Gleichzeitig wird die Trommel

nach oben gezogen, so dass am Ende

des Vorgangs ein manövrierfähiger

und stapelbarer «Holzpack» entsteht.

Schneidspalt-Maschinen Drei Arbeitsschritte

– schneiden, spalten und

verladen – mit einem Gerät: Dies ist das

Markenzeichen der Schneidspalt-Maschinen.

Posch hat gerade in den vergangenen

fünf Jahren in diesem Segment

zugelegt und neue Maschinen

entwickelt. Erst kürzlich kamen mit den

Modellen «Spaltfix S-350» und «Spaltfix

K-540» Neuheiten auf den Markt. Diese

Geräte sind mit Querförderer und hydraulischem

Einzugsband ausgerüstet,

welche die Stämme bis 55 cm Durchmesser

ans Messer liefern, wo sie in kleine

handliche Stämme zersägt werden.

24 2 2010 · UFA-REVUE


LANDTECHNIK

lungsabteilung. Hier habe man schon

vieles erreicht (z.B. mit der Zweihand-

Bedienung), müsse insgesamt aber aufpassen,

dass man nicht übers Ziel hinausschiesse

und mit zu strengen

Vorschriften die Effizienz allzu sehr vernachlässige,

heisst es bei Posch.

Der neue «Spaltfix K-540»

sägt, spaltet und fördert in

einem Arbeitsgang.

Von da geht es weiter zum Spalten (je

nach Ausführung bis zu 18 Holzscheite)

und am Ende wird das Holz über ein

Förderband abtransportiert.

Künftige Herausforderungen

sieht Posch-Firmenchef Johann Tinnacher

in der Akquisition neuer Absatzmärkte,

wobei insbesondere Osteuropa

diesbezüglich noch Potenzial bietet.

Dann geht es darum, die Maschinen

weiter zu perfektionieren. «Obwohl das

Meterholz auch künftig eine wichtige

Rolle spielen wird, sehen wir einen

Trend zu Schneidspalt-Maschinen, die

in einem Arbeitsgang Stämme zu Stückholz

beliebiger Länge verarbeiten können»,

betont Tinnacher. Wichtig für die

Entwicklung der Geräte sei stets auch

die Schlüsselfrage, ob das Holz zur Maschine,

oder die Maschine zum Holz

müsse. Grosse Verarbeiter würden eher

die erste Variante wählen, um ihre Maschinen

möglichst dauernd auslasten zu

können, während der klassische Lohnunternehmer

dann eher auf die zweite

Variante und auf mobile Geräte setze,

meint Tinnacher. Weiter beschäftigen

auch Sicherheitsaspekte die Entwick-

Autor Dr. Roman Engeler,

UFA-Revue, 8401 Winterthur

Posch ist ein mittelständisches Familien -

unternehmen mit 160 Mitarbeitenden,

das heute in dritter Generation von

Johann und Petra Tinnacher geführt

wird. Als Marktführer in Europa stellt

das in Leibnitz (A) domizilierte Unter -

nehmen jährlich über 10 000 Maschinen

her, von denen 80 % in den Export

gehen. Schweizer Importeur ist die Firma

Althaus in Ersigen (BE), die ihrerseits

rund 250 Händler in der ganzen Schweiz

beliefert.

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UFA-REVUE · 2 2010 25


KNOW-HOW

NEUHEITEN

«Cargos»: Doppelter Nutzen

Präziser «Agrar»-Schleppschlauchverteiler

Neu im Programm von Claas findet

man einen auf den ersten Blick alltäglichen

Ladewagen mit dem Namen

«Cargos». Erst bei genauem

Hinsehen sieht man, dass der «Cargos»

einen Zweifachnutzen hat. Das

Schneidaggregat mit dem Rotor, der

40 Messer besitzt, kann mit wenigen

Handgriffen in nur 15 Minuten ausgebaut

werden. Der «Cagos» kann

also im Frühjahr als Ladewagen und

im Herbst als Häckseltransporter ein-

gesetzt werden. Der gesamte

Ladevorgang wurde

komplett neu konzipiert in

der speziellen Anordnung

der Förderorgane, dem

steilen Anstieg des Kratzbodens

bis hin zur

Übergabe in den Laderaum.

Der zum Laderaum

hin um 500 mm ansteigende

Kratzboden ermöglicht

eine optimale Beladung des «Cargos».

Die neue «Cargos»-Baureihe

wird in drei Varianten angeboten mit

Ladevolumen von 38, 44 und 50 m 3 .

Ebenso kann zwischen zwei Fahrwerkvarianten

Tandem und Tridem

ausgewählt werden.

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Gerade bei breiteren Schleppschlauverteilern

ist das genaue Anschlussfahren

nicht immer einfach. Ab sofort

bietet GVS-Agrar beim Kauf

eines «Agrar»-Schleppschlauchverteilers

das neue Parallelfahrsystem

«mojoMINI» von Leica zu speziell

günstigen Konditionen an. «mojo-

MINI» ist ein einfach zu installierendes

Gerät mit einer hohen Präzision.

Auf dem Bildschirm ist die Fahrtlinie

ersichtlich und ein Leuchtbalken

zeigt dem Fahrer die notwendigen

Lenkkorrekturen an. Mit diesem

System wird das Anschlussfahren

zum Kinderspiel, auch bei schlechten

Sichtverhältnissen. «mojoMINI»

kann zusätzlich als Navigationssystem

im Auto verwendet werden.

Die integrierte GPS-Antenne findet

jeden gewünschten Ort. Beim Kauf

eines «Agrar»-Schleppschlauches

mit 7.50 m oder 9.00 m Arbeitsbreite

erhält man das Parallelfahrsystem

zum halben Preis, zu einem

Schleppschlauch mit 12 m oder

15 m Arbeitsbreite sogar gratis.

Schleppschlauchverteiler von

«Agrar» überzeugen durch grosse

Funktionssicherheit sowie einfache

und robuste Technik. Der frei pendelnde

Schleppbalken ermöglicht

beste Bodenanpassung und die starren

Ausbringschläuche legen die

Gülle zuverlässig zwischen den

Pflanzen am Boden ab.

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26 2 2010 · UFA-REVUE


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Fortsetzung

Seite 28

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UFA-REVUE · 2 2010

Ausschneiden und einsenden an: UFA-Revue Marktplatz, Postfach 344, 8401 Winterthur


KNOW-HOW

NEUHEITEN

Neues Kraftpaket

Neuer John Deere «6534» aus Mannheim

New Holland erweitert die Mittelklasseserie

«T5000» um den Typ

«T5070» mit einem Leistungsgewicht

von nur 37.2 kg/PS und setzt

damit neue Massstäbe. Dieses geringe

Leistungsgewicht hilft mit bei der

Minimierung der Bodenverdichtung

in Mischbetrieben. Das Modell hat

einen neuen NEF-Motor von Fiat

Powertrain, der bewährte Konstruktionsmerkmale

mit modernster Motortechnik

vereint. Das Einsatzspektrum

der Serie «T5000» reicht von

leichten Feldarbeiten (einschliesslich

Mähen), über Sprüh- und Zugarbeiten

bis hin zu schwereren Arbeiten,

wie Pflügen. Der neue «T5070» ist

für ein Gesamtgewicht von 7400 kg

ausgelegt, was deutlich über dem

zulässigen Wert (6800 kg) des bisherigen

Topmodells «T5060» liegt. Der

4.5-l-Motor mit Turboauflader und

Ladeluftkühlung hat eine Nennleistung

von 113 PS und ein erhöhtes

maximales Drehmoment von

445 Nm bei 1330 Umin. Er erfüllt die

Abgasnorm Tier III und punktet

durch ein Ölwechselintervall von

600 Stunden sowie mit optimalen

Verbrauchswerten. Die Getriebepalette

umfasst das 24/24 «DualCommand»-Getriebe

mit «Power Clutch»

sowie das 20/20 «PowerShuttle»-

Getriebe mit Super-Kriechgang, der

einen Geschwindigkeitsbereich von

0.249 bis 40 km/h abdeckt und

dementsprechend gut für die Arbeit

in Reihenkulturen und im Gemüseanbau

geeignet ist.

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Ab Februar 2010 werden die neuen

John Deere Traktoren «6534» und

«6534 Premium» mit 145 PS Leistung

(97/68 EC mit «Intelligent

Power Management – IPM») das

bisherige Modell «6530» ablösen.

Dank der Flexibilität der John Deere

Rahmenbauweise kann dieser neue

Traktor die Vorteile des ebenso

«spritzigen» wie sparsamen 4-Zylinder

«PowerTech Plus»-Motors mit

den Vorteilen des 2.65 m langen 6-

Zylinder Chassis verbinden: Dazu

gehören eine höhere Fahrstabilität

auf der Strasse und am Seitenhang,

eine höhere Zugkraftübertragung,

ein grösserer Kraftstofftank (bis zu

250 l), höhere Hubkraft (bis zu

64.6 kN) sowie mehr Flexibilität bei

der Ausrüstung des Traktors mit

Frontladern und Bereifungen. Als

Traktor für Lohnunternehmen,

Ackerbau- und Viehzuchtbetriebe

sowie Betreiber von Biogas-Anlagen

gleichermassen geeignet, verbraucht

der «6534» bis zu 6 % weniger

Kraftstoff, leistet mit IPM 5 PS

mehr und eignet sich besonders für

Transport-, Zapfwellen- und Frontladerarbeiten.

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mit Tandemfahrwerk,

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Fortsetzung

Seite 57

28 2 2010 · UFA-REVUE


Sommergetreide gegen Unkräuter

25 Aren pro Person

Mitte Januar hat Syngenta Agro wieder

Vorträge zu Trends in Agrarpolitik

und im Pflanzenbau organisiert.

Eine interessante Aussage machte

Heidi Bravo vom Schweizerischen

Bauernverband, als sie darauf hinwies,

dass im Jahr 2050 wegen Bevölkerungswachstum

und Klimawandel

pro Person weltweit nur

noch etwa 25 a zur Nahrungsmittelproduktion

zur Verfügung zu stehen

scheinen. Damit gewinne die Versorgungssicherheit

an Bedeutung,

besonders auch, da die Schweiz pro

Einwohner jährlich Lebensmittel im

Wert von 600 Fr. importiere (EU:

65 Fr., USA 9 Fr.). Landwirt und Berater

Urs Zimmermann zeigte, dass

sich Gründüngungen auch im Direktsaatsystem

erfolgreich anbauen

lassen. Die Pflanzenschutz-Lösungen

von Syngenta präsentierte Produktmanager

Joel Meier. So unter

anderem das neue Kartoffelbeizmittel

«Maxim 100 FS», das gegen Silberschorf

wirkt, «Amistar Xtra», das

jetzt in Zuckerrüben eingesetzt werden

darf, sowie «Slick», das für Kartoffeln

und Zucchettis eine Bewilligung

erhalten hat.

Wegen dem höheren Ertrag von

Wintersaaten deckt der in der

Schweiz angebaute Sommerweizen

seit 1990 im Schnitt nur 5 % der

Weizenflächen. Dennoch hat Sommerweizen

einige Vorteile. In harten

Wintern wie in den Jahren 1956,

1975 oder 2003 belegte Sommerweizen

72%, 45 % respektive 20 %

der Anbauflächen. Bei getreidereichen

Fruchtfolgen kann der wechselnde

Anbau von Winter- und Sommerfrüchten

die Entwicklung

einseitiger Unkrautbestände unterdrücken.

Ein hoher Anteil Sommergetreide

reduziert beispielsweise auf

natürliche Weise den Windhalm und

den Ackerfuchsschwanz (auf Gräserherbizide

kann sogar verzichtet werden),

während Wintergetreide diese

Unkräuter fördert. Die Qualitätseigenschaften

der Schweizer Sommerweizen-Züchtungen

«Fiorina» und

«CH Rubli» werden von den Verwertern

geschätzt. Während der

Markt mit Weizen der Klassen Top

und 1 jedoch generell übersättigt

ist, sollte der Futtergetreideanbau

ausgedehnt werden. Als Hauptsorten

bei der Sommergerste stehen

«Eunova» (frühreif, hoher Ertrag,

gute Krankheitsresistenz) und «Ascona»

(sehr frühreif, guter Ertrag)

zur Verfügung. Beim Sommerhafer

Trockenheitsresistenter

mit mehr CO 2

?

Eine zunehmende CO 2

-Konzentration

in der Atmosphäre kann einen

Wassermangel von Kulturpflanzen

teilweise kompensieren. Das haben

Wissenschaftler des Johann Heinrich

von Thünen-Instituts (vTI) herausgefunden.

In mehrjährigen Versuchen

mit der Fruchtfolge Gerste,

Weizen und Zuckerrüben zeigte

sich, dass die Pflanzen in der CO 2

-

angereicherten Fläche 10 bis 15 %

mehr Biomasse bildeten und dabei

5 bis 20 % weniger Wasser über ihre

Spaltöffnungen in die Umgebungsluft

ab gaben. In einem weiteren

Versuch reagierten Maispflanzen

auf den simulierten Trockenstress

unter heutigen CO 2

-Bedingungen

mit einem Wachstumsverlust

von rund 28 %. Unter

CO 2

-angereicherter Atmosphäre

war das Wachstum «nur» um zirka

11% niedriger.

sind es «Triton» (sehr frühreif, ertragsstark),

«President» (mittelspäter,

ertragsstarker Weisshafer),

«Expander» (sehr früher Gelbhafer)

und «Ebène» (mittelfrüher Schwarzhafer,

sehr gute Kornqualität und

Hektolitergewichte). Mehr zu den

Sommersorten steht auf www.

ufasamen.ch oder im UFA-Feld -

samenkatalog 2010. Der Vorverkauf

der Sommersorten dauert in

den LANDI bis am 12. Februar.

Noch zweimal Streptomycin

Für 2010 sind gegen den Feuerbrand

in Obstkulturen bei Blüteninfektionsgefahr

nur noch zwei Anwendungen

von Streptomycin

erlaubt. So will es das Bundesamt

für Landwirtschaft (BLW). Die Streptomycinapplikation

darf nur in Regionen

erfolgen, in denen 2009

Feuerbrand festgestellt wurde. Für

den Kauf und Einsatz der Produkte

erteilen die Kantone die nötigen Bewilligungen.

Die gegenüber 2009

restriktiveren Regeln begründet das

BLW mit der Entwicklung alternativer

Bekämpfungsmassnahmen.

Rekordjahr bei Hagelschäden

Obwohl noch nie so viele Schadensmeldungen

in einem Jahr registriert

wurden wie 2009, ist das Prämienvolumen

bei der Schweizerischen

Hagelversicherungs-Gesellschaft stabil

geblieben. Im Mai in der Zentralund

Ostschweiz und im Juli 2009 in

der Westschweiz und im Mittelland

war die Landwirtschaft von verheerenden

Gewittern betroffen. Allein

wegen dem Hagelzug vom 23. Juli

gingen bei der Hagelversicherung

über 8000 Schadenmeldungen ein.

KURZMELDUNGEN

PFLANZENBAU

Wirtschaftliche

Ölsaaten

Mit Ölpflanzen wie Sonnenblumen,

Raps und Soja lassen sich im Vergleich

zu Top-Weizen höhere oder

gleiche Deckungsbeiträge erzielen.

Sommersaaten bringen Abwechslung

in die Fruchtfolge. Sie reduzieren

den Unkraut- und Krankheitsdruck.

Für die Ernte 2010 umfasst

das Rahmenabkommen mit den Ölwerken

bei den Sonnenblumen ein

Kontingent von 18 000 t, davon maximal

12 000 t High-oleic-Sorten,

wobei immer ein Anbauvertrag mit

dem Abnehmer nötig ist. Obwohl

mit «Heros» eine neue Sommerrapssorte

bei den LANDI angeboten

wird, empfiehlt sich der Anbau nur

in Ausnahmefällen. Die Ernte erfolgt

rund zwei Wochen nach jener des

Winterraps. Das Ertragspotenzial

liegt klar unter den Wintertypen. Ein

weiteres Problem liegt bei der viel

späteren Blüte (riesiger Rapsglanzkäfer-

Druck) und der Anfälligkeit auf

Trockenstress. Bei den Sojabohnen

ermöglicht der Leistungsauftrag eine

unveränderte Produktion. Neu steht

«Aveline», eine frühreife Sorte mit

hohem Proteingehalt, zur Verfügung.

Wie bei den Ölsaaten beläuft

sich der Flächenbeitrag für Eiweisserbsen

auf 1000 Fr./ha. Sommer-Eiweisserbsen

sind gegenüber Wintersorten

unanfälliger auf Brennflecken

und gedeihen auch in kühlen Lagen

gut. Allerdings reagieren sie empfindlicher

auf Sommertrockenheit.

Über den höchsten Proteingehalt aller

Sommer-Eiweisserbsen verfügt

die neue Sorte «Gregor». Mehr dazu

steht auf www.ufasamen.ch oder im

UFA-Feldsamenkatalog.

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 2 2010 29


PFLANZENBAU

Rückkehr des Getreiderostes?

IM WEIZEN gehört der Braunrost zu den bedeutendsten Krankheiten. Kürzlich sind

neue Erreger in der Schweiz aufgetaucht, welche die Resistenz mehrerer, bisher nicht

anfälliger Weizensorten überwinden können. Auch beim Gelb- und Schwarzrost gibt es

Entwicklungen, die gut beobachtet werden müssen.

Dario

Fossati

Fabio

Mascher

Braunrost tritt

im Weizen ab

Ende Mai auf.

Bild: Bayer CropScience

Jedes Jahr kommt Braunrost in der

Schweiz vor und führt bei anfälligen

Sorten und bei frühem Befall zu

beachtlichen Schäden. Den Ertrag

von Weizen kann Braunrost im Extremfall

um bis 30 oder gar 40 % mindern.

Das wirkungsvollste Mittel gegen diese

Pilzkrankheit ist die Verwendung resistenter

Weizensorten. Sie basiert auf sogenannten

«spezifischen» Resistenzgenen,

wobei sich deren Wirksamkeit

rasch verändern kann. Denn der Krankheitserreger

kann sich schnell an neue

Weizensorten und veränderte Umweltbedingungen

anpassen. Die Züchtung

und die rasche Verbreitung von Sorten

mit einer spezifischen Resistenz führen

zu einem starken Selektionsdruck auf

die Krankheitserreger, die neue Virulenzen

bilden können. Wie beim Braunrost

produzieren auch die anderen Rostarten

sowie der Echte Mehltau immer

wieder neue Virulenzen.

Neue Virulenzen Seit drei Jahren

beobachtet man das Auftreten neuer Virulenzen

beim Braunrost. Das Resistenzgen

Lr37 des Weizens hat die Widerstandkraft

bei einigen zuvor nicht

anfälligen Weizensorten umgangen und

typische Rostsymptome gebildet. Lr37

stammt von «Aegilops ventricosa» ab,

einem nahen Verwandter des Weizens.

Die Resistenz wurde erstmals in der

Weizenlinie mit dem Namen «VPM1»

gezüchtet. «VPM1» weist neben der Resistenz

gegen Braunrost auch eine Resistenz

gegen Halmbruch auf. Die Weizenlinie

wurde in der Schweiz und in anderen

europäischen Ländern sehr häufig

in der Züchtung verwendet.

Auch neue Gelbrostrassen wurden

kürzlich in Schweizer Weizen entdeckt.

Diese schlagen bei höheren Temperaturen

zu als herkömmliche Rassen. Gewächshausversuche

von Agroscope

Changins-Wädenswil (ACW) zeigen

aber, dass die wichtigsten Weizensorten

hier zu Lande resistent sind.

Beim Schwarzrost sieht man sich

weltweit mit der Zunahme neuer Rassen

konfrontiert, die mehrere Resistenzen

der Weizensorten umgehen können,

darunter auch die am häufigsten

verwendeten Resistenzmechanismen.

Die neue Schwarzrostrasse (Ug99) ist

besonders bedrohlich. Sie wurde 1999

in Uganda entdeckt und hat sich bereits

bis in den Iran ausgebreitet. Eine Ausbreitung

in Ländern wie Pakistan oder

Indien, die weltweit zu den grössten

Weizenproduzenten gehören, lässt sich

nicht ausschliessen.

Resistenzselektion Der Braunrost

ist eine der Krankheiten, auf welche

die Forschungsanstalt ACW bei der Entwicklung

von produktiven und bezüglich

Backqualität hervorragenden Weizensorten

besondere Priorität legt. Ziel

ist es, Anbaumethoden zu ermöglichen,

die mehrheitlich ohne Fungizidbehandlung

auskommen.

Um dies zu erreichen, werden geprüfte

Weizenpflanzen künstlich mit einer

Mischung verschiedener Braunrost-

Isolate infiziert, welche die aktuell in der

Schweiz vorhandenen Virulenzen in sich

tragen. Damit können die besten Linien

ausgewählt und auf der empfehlenden

Sortenliste beschrieben werden. Die

30 2 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU

Gelbrost kann den

Getreideertrag um bis

50 % reduzieren.

Bild: Carole Parodi, ACW

Züchtung resistenter Sorten stützt sich

einerseits auf Resistenzmechanismen

mit spezifischen Resistenzen der Hauptgene,

andererseits auf Resistenzmechanismen

mit unpezifischen Genen, die

weniger starke, dafür aber länger dauernde,

nachhaltigere Resistenzen ergeben.

Molekulare Marker Seit einigen

Jahren werden von der Forschungsanstalt

ACW bei der Selektion resistenter

Sorten molekulare Marker verwendet,

um mehrere Resistenzgene gegen

Braunrost in einer einzigen Weizenlinie

zusammenzubringen. Das Ziel ist es,

spezifische Resistenzgene zu sammeln,

welche die Sporenbildung bremsen, sowie

Gene, die erst im Erwachsenenstadium

wirksam werden.

All diese Massnahmen sollen zu nachhaltigeren

Resistenzen beitragen. Auch

wenn spezifische Resistenzen umgangen

werden, soll ein genügendes Resistenzniveau

aufrechterhalten bleiben,

um gravierende Ertragsverluste zu verhindern.

Die Suche neuer Resistenzgene findet

im Labor statt und wird von Spezialisten

verrichtet. Die verfügbaren Ressourcen

waren und bleiben hauptsächlich weizenähnliche

Arten sowie alte Weizensorten

und Landsorten. Obwohl heute

die Verwendung der Molekularmarker

viel Zeitgewinn ermöglicht, dauert es

von der Identifikation eines neuen Resistenzgens

bis zu seiner Nutzung in einer

kommerziellen Sorte über zwanzig

Jahre.

Strategien gegen Resistenzverlust

Um den Verlust von Sortenresistenzen

zu vermeiden, wurden verschiedene

Strategien entwickelt, die

sich aber schwierig umsetzen lassen.

Dazu zählen Massnahmen wie die gezielte

Verwendung und der Rückzug von

Resistenzgenen für den späteren Einsatz

oder die geplante geographische

Verteilung. Aber diese Konzepte haben

alle ihre Tücken. Dagegen ist der Anbau

von Mischungen verschiedener Sorten

mit vergleichbarer Frühreife, aber mit

unterschiedlichen Resistenzgenen eine

realistische und sehr effiziente Massnahme.

Auch der Anbau von Sorten, die –

ausser bei ihren Resistenzgenen – aus einer

Mischung von quasi identischen Linien

bestehen, wurde vorgeschlagen. In

den 80er Jahren kam das entsprechende

Sortenprojekt «Multi-Linien», das auf

«Arina» basiert hätte, jedoch leider

nicht zu Stande.

Praktische Bekämpfung Unter

den Anbautechniken zeigt sich der Einsatz

von Pflanzenschutzmitteln als die

wirkungsvollste Strategie gegen den

Rost. Wenn man die Spritzmittel optimal

einsetzt, nach dem Erreichen der

Schadschwelle und unter Abwechslung

der Wirkstoffe, lässt sich diese Krankheit

gut in Schach halten. Aktuell sind beim

Gelb- und Braunrost keine Resistenzen

gegen Triazole und Strobilurine bekannt.

Andere Massnahmen wie eine späte

Saat, eine reduzierte Stickstoffdüngung

oder die Bekämpfung von Ausfallgetreide

haben nur einen geringen Einfluss auf

die Entwicklung von Braunrost. Allein

mit der Rostbekämpfung lassen sich diese

Massnahmen kaum rechtfertigen. Die

Wetterbedingungen und die Präsenz

von virulenten Rostrassen wie auch die

Sortenresistenz und die Applikation von

Fungiziden sind für die Infektion des

Braunrost auf Weizen die wichtisten

Einflussfaktoren.

Fazit In einer ökologischen Landwirtschaft

oder zumindest beim Versuch,

den Hilfsmitteleinsatz möglichst

gering zu halten, bleibt der Anbau resistenter

Sorten unter dem Strich das effizienteste

Mittel gegen den Rost. Darum

müssen die Züchter ihre

Sisyphusarbeit weiter zielstrebig verrichten,

trotz unerfreulichen Überraschungen

wie der Erscheinung neuer Virulenzen.


Autoren Dr. Dario

Fossati und Dr. Fabio

Mascher, Agroscope

Changins-Wädenswil

(ACW) 1260 Nyon.

Weitere Informationen

erhalten Sie bei

dario.fossati@acw.

admin.ch,

022 363 47 29,

www.agroscope.ch

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32 2 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU

Gute Auflaufbedingungen schaffen

ZUCKERRÜBEN Wie die Saat, so die Ernte, besagt ein Sprichwort. Für Rübensaatgut

mit relativ schwacher Keimkraft, dazu noch auf Endabstand gesät, sind

beste Startbedingungen unabdingbar. Das zur Keimung nötige Wasser sowie Luft und

Wärme müssen im richtigen Verhältnis zueinander stehen, damit die Keimung

zeitlich richtig abläuft.

Für ein optimales Rübensaatbeet

gelten die drei Grundsätze: Nicht zu

früh, nicht zu tief und nicht zu intensiv.

Leichte, schluffig-sandige

Böden sollten erst kurz vor der Saat gepflügt

respektive gelockert und rückverfestigt

werden. Gleich darauf muss die

Aussaat erfolgen, damit der Boden nicht

austrocknet. Anders auf schweren Böden.

Hier sollte im Vorjahr eine tiefere

Lockerung stattfinden. Anschliessend

wird mit einer Gründüngung der ausgeebnete

Boden stabilisiert. Tiefes Eggen

ohne anschliessendes Walzen verursacht

ein zu rasches Austrockenen der

Keimzone. Daher die Egge nur ganz

flach (max. 5 cm tief) einstellen und eine

Walze mitlaufen lassen. Eine grobkrümelige

Oberfläche schützt vor Krusten

und Abschwemmung. Dagegen

ergibt ein feinkrümeliges Saatbett eher

regelmässige Feldaufgänge und lässt die

Bodenherbizide besser wirken. Die

Saatbettbereitung ist immer ein Kompromiss

und richtet sich nach der Bodenart

und dem Niederschlagsrisiko

nach der Saat. Das Verkrustungsrisiko

minimieren auch Mulchrückstände,

wenn diese obenauf liegen und nicht

eingepflügt wurden. In Mulchsaaten soll

die Egge nur bei trockenen und brüchigen

Rückständen zum Einsatz kommen

(Nachmittagsstunden abwarten).

Frühsaaten bewähren sich (nicht

vor Mitte März). Die Böden müssen im

Sähorizont absolut trocken sein, damit

die Scharen keine Schmierschicht erzeugen.

Wird innerhalb von 24 Stunden

ein Starkregen erwartet, darf wegen der

Verschlämmungs- und Krustengefahr

nicht gesät werden. Eine Ablagetiefe

von 1.5 bis 3 cm ist optimal. Die Samenpillen

sollen auf der festen und

leicht feuchten Zone im Boden zu liegen

kommen. Weil der Regen nach der Aussaat

auch mal vier Wochen ausbleiben

kann, ist es wichtig, dass der kapillare

Wasseraufstieg gewährleistet ist.

Wasser, Sauerstoff und Wärme

im richtigen Verhältnis regen das Saatgut

zur Keimung an. Die Samenzüchter

haben diesen Parametern Rechnung getragen

und der Natur teils etwas vorgegriffen.

Die Verfahren der Saatgutaufbereitung,

mit mehr oder weniger starker

Vorkeimung, zielen alle darauf ab, die

Keimphase im Boden zu verkürzen (Kasten).

Dieser Vorteil kommt besonders

unter ungünstigen Startbedingungen

zum Tragen. Die Aktivierung des Saatgutes

kann jedoch Fehler in der Bodenbearbeitung

oder bei der Saatgutablage

nicht rückgängig machen.

Bahn frei für Wurzeln Ist der

Keimvorgang einmal in Gang gebracht,

kann er nicht mehr gestoppt werden.

Der Wurzelspross muss seine Saugwurzeln

rasch in die mit Feuchtigkeit und

Nährstoffen versehene Bodenzone vortreiben

können. Wichtig ist, dass sich in

1 bis 5 cm Bodentiefe keine Anhäufung

keim- und wachstumshemmender

Faktoren wie tiefe pH-Werte, hohe Bodenherbiziddosen

oder grosse Düngersalzmengen

befinden. Alkalische-, tonhaltige-,

oder humose Böden ertragen

Autor Samuel Jenni, Schweizerische

Fachstelle für Zuckerrübenbau (SFZ),

3270 Aarberg. www.zuckerruebe.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 2 · 10

Neue Saatguttechnologien

Zuckerrüben-Saatgut wird in Italien und

Frankreich vermehrt. Nach dem

«Dreschen» werden die Samenkörner

beim Züchter selektiert. Da die Frucht -

wand mit ihren Inhaltsstoffen die

Keimung hemmen kann, wird sie

«abgeschliffen». Teils erfolgt auch ein

Heraus lösen der Keimhemmstoffe aus

der Fruchtwand durch Waschen. Danach

müssen die Rübensamen zurückgetrocknet

werden. Schliesslich werden den

Saatgutpillen Fungizide sowie das

Insektizid «Gaucho» aufgesprüht.

Spezifische Vorzüge neuer Saatgut-

Aufbereitungsverfahren werden wie

folgt angepriesen: Energ`Hill (Hilleshög),

EPD (KWS) und 3D- beziehungsweise

3Dplus-Technologie (Strube). Nachteile

dieser neuen Technologien sind die

teilweise bedingte (3Dplus, Strube)

Überlagerung von Saatgut ins nächste

Anbaujahr. Versuche bestätigen, dass

dank den neuen Verfahren zum Teil ein

schnellerer, homogenerer Feldaufgang

erreicht werden kann. Es zeigt sich aber

auch, dass diese Effekte je nach Saatgut -

partie und Aussaatjahr stärker oder

schwächer ausfallen. Rübenpflanzer I/10

höhere Herbizid- und Düngerdosen im

Wurzelbereich des sensiblen Keimlings

generell etwas besser.


Samuel

Jenni

Kontrolle des

Feldaufgangs und der

Ablagegenauigkeit.

In diesem Fall

sind Landwirt und

Lohn unternehmer

zufrieden.

UFA-REVUE · 2 2010 33


PFLANZENBAU

Braucht es Biodiversität?

2010 IST DAS INTERNATIONALE JAHR der Biodiversität. In der Schweiz sind

zu diesem Anlass viele Aktivitäten geplant. Auch die Landwirtschaft soll bei den

Anstrengungen zur Förderung und Erhaltung der natürlichen Vielfalt einbezogen

werden. Dazu wird ein nationaler Wettbewerb ausgeschrieben.

Irene

Vonlanthen-

Rentsch

Hans

Ramseier

Biodiversität, auch biologische Vielfalt

genannt, umfasst die gesamte

Vielfalt des Lebens. Die Schweiz beherbergt

dank der Lage mitten in

Europa, den unterschiedlichen Höhenstufen,

der abwechslungsreichen Topographie

und der über lange Zeit traditionellen

Bewirtschaftung eine grosse

natürliche Vielfalt. Mit einem Drittel der

Flächennutzung nimmt die Landwirtschaft

bei der Erhaltung und Förderung

der Biodiversität eine wichtige Rolle ein.

Vernetzte Natur- und Kulturflächen wie

artenreiche Wiesen und Weiden, Buntbrachen,

Säume oder Hecken tragen zu

einer diversifizierten Landschaft bei.

tiere wie Marienkäfer, Florfliegen,

Schwebfliegen und Raubmilben sind

ausgezeichnete Schädlingsbekämpfer.

Weiter haben neue Versuche gezeigt,

dass die über 500 Wildbienenarten, die

in der Schweiz vorkommen, teilweise

Bestäubungsfunktionen für die von

Schädlingsbefall dezimierten Honigbienen

übernehmen können. Voraussetzung

dafür sind naturnahe Landschaftselemente,

die den Bienen als

Lebensgrundlage dienen.

Was ist gemeint? Fachleute unterscheiden

verschiedene Ebenen der

Biodiversität: Die Artenvielfalt umfasst

den Reichtum von Tieren, Pflanzen, Pilzen

und Mikroorganismen. Die genetische

Vielfalt beinhaltet die Erbinformationen

sowohl in allen Lebewesen als

auch innerhalb von Arten, Rassen und

Ökotypen. Unter Vielfalt der Ökosysteme

versteht man die verschiedenen Lebensräume

wie Wasser, Wald oder

Bienen brauchen Blüten, um

überleben zu können.

Schwarznasenschafe

sind bestens ans

Gebirge angepasst,

gegen Magenwürmer

weniger anfällig als

andere Schafrassen

und damit ein gutes

Beispiel für den Wert

der Biodiversität bei

den Nutztieren.

Sicherung der Welternährung

Umgekehrt erbringen landwirtschaftliche

Ökosysteme eine Menge an Leistungen

für die Landwirtschaft. Die

pflanzliche und tierische Vielfalt ermöglicht

die Selektion und Züchtung von

angepassten Sorten und Rassen wie zum

Beispiel feuerbrandtoleranter Apfelsorten.

Der Beitrag zur Sicherung der Welternährung

ist denn auch der wichtigste

Gebrauchswert der Biodiversität für den

Menschen. Eine vielfältige Organismengemeinschaft

im Boden mit Kleintieren,

Pilzen und Mikroorganismen

ist verantwortlich für Ab-,

Um- und Aufbau von organischen

Substanzen und damit

für die Bodenfruchtbarkeit.

Einheimische Wildpflanzen

wie sie in Buntbrachen, Säumen

oder Ackerschonstreifen

vorkommen, fördern die

Nützlingsvielfalt. Je höher

die Vielfalt und Anzahl der Nützlinge,

desto besser können Schädlinge auf natürliche

Weise reguliert werden. Klein-

34 2 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU

Acker und den ihnen eigenen Lebensgemeinschaften.

Aus diesem Reichtum

entstehen viele ökologische Funktionen,

die etwa für die Bodenfruchtbarkeit

oder für Nährstoffkreisläufe unabdingbar

sind (funktionelle Biodiversität).

Hoher Artenverlust Seit Jahren

nimmt die Biodiversität weltweit kontinuierlich

ab. In keinem anderen europäischen

Land sind so viele Tier- und

Pflanzenarten bedroht und verschwunden

wie in der Schweiz. Als wichtigste

Ursachen für den Verlust gelten vor allem

die veränderte landwirtschaftliche

Nutzung, die Überbauung und Zersiedelung

der Landschaft und die vielfältigen

Einflüsse des Klimawandels. In

landwirtschaftlich genutzten Flächen

haben hohe Nährstoffeinträge und der

Einsatz von chemischen Unkraut- und

Schädlingsbekämpfungsmitteln viele

Arten verdrängt. Doch nicht nur die Intensivierung,

sondern auch die Aufgabe

jeglicher Nutzung führt zu einem Verlust

an wertvollen Lebensräumen. In schwer

zugänglichen Berglagen verbuschen früher

extensiv genutzte Wiesen und Weiden.

Seit Anfang der neunziger Jahre

wird versucht, die Biodiverstät in der

Landwirtschaft zu fördern. So braucht es

für den ökologischen Leistungsnachweis

(ÖLN) hier zu Lande mindestens 7 %

ökologische Ausgleichsfläche und einzelne

Elemente werden mit Beiträgen

unterstützt. Erste Erfolge sind sichtbar

in den blauen Listen. Dabei handelt es

sich um Verzeichnisse jener gefährdeten

Arten, die im bearbeiteten Gebiet eine

dauerhafte Stabilisierung oder gar eine

Zunahme erfahren haben.

Im Jahr 2008 haben die Bundesämter

für Landwirtschaft (BLW) und für Umwelt

(BAFU) die «Umweltziele Landwirtschaft»

formuliert. Danach soll die

Landwirtschaft wesentlich zur Biodiversität

beitragen. Es wurden 828 pflanz -

liche und 340 tierische Ziel- und Leit -

arten sowie 52 Lebensraumtypen

bezeichnet, für welche die Landwirtschaft

eine Verantwortung trägt. Zur

Zeit wird unter der Federführung des

Amtes für Umwelt, Verkehr, Energie und

Kommunikation (UVEK) an einer Biodiversitätsstrategie

gearbeitet, die der

Bundesrat dem Parlament bis Ende

2011 vorlegen muss. Mit einem Wettbewerb

sollen im Jahr der Biodiversität

ausserdem innovative Ideen zur Förderung

der Vielfalt auf Landwirtschaftsbetrieben

gefunden und ausgezeichnet

werden (siehe Kasten).


Wettbewerb «Biodiversität ist Gold wert»

Neben allen gesetzlichen Vorschriften stecken sicher in den Köpfen von

Bäuerinnen und Bauern viele wertvolle, kreative und zum Teil

unkonventionelle Ideen, wie die biologische Vielfalt im Sektor

Landwirtschaft gefördert werden kann. Mit einem nationalen Wettbewerb

soll diesen Ideen im Jahr der Biodiverstiät 2010 nun zum

Durchbruch verholfen werden. Agridea, die Hochschule für Landwirtschaft

und der Schweizerische Bauernverband schreiben zu diesem

Zweck einen Wettbewerb unter dem Motto «Biodiversität ist Gold

wert» aus. Das Projekt wird von den Bundesämtern für Landwirtschaft

und Umwelt (BLW, BAFU) sowie der Fondation Sur la croix mitfinanziert.

Aktive oder in Ausbildung stehende Bäuerinnen und Bauern (Bio,

ÖLN), Schülerinnen und Schüler aller Stufen sowie Studierende (FH,

ETH) werden aufgefordert, innovative Projekte einzureichen, welche

die Biodiversität auf einem Schweizer Landwirtschaftsbetrieb fördern.

Auch bereits umgesetzte Ideen können angemeldet werden, sofern die

letzten Aktivitäten nicht mehr als zwei Jahr zurückliegen. Eine

nachhaltige Wirkung, eine positive Ausstrahlung auf die Öffentlichkeit

und ein wirtschaftlicher Mehrwert sind weitere Ziele. Erste Umsetzungsschritte

zur Realisierung der Projekte müssen bis Ende August

2010 sichtbar vollzogen oder glaubhaft in die Wege geleitet sein.

Die Projekte werden durch eine unabhängige Jury bewertet und mit

Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet. Die allerbesten unter den

goldprämierten Projekten erhalten zusätzlich Geldpreise im Gesamtwert

von 25 000 Fr. Im Herbst 2010 findet an der Olma in St. Gallen

und am Comptoir in Lausanne im Rahmen einer Begleitveranstaltung

zum Thema Biodiversität die Preisverleihung statt. Die eingereichten

Projekte werden bis Ende 2012 umgesetzt und zu diesem Zweck von

den Projektträgern begleitet.

Weitere Informationen und das Teilnahmeformular für den Wettbewerb

können im Internet unter www.agrigate.ch (Wettbewerb Biodiversität)

heruntergeladen werden oder direkt bei den unten aufgelisteten

Personen angefordert werden. Die Projektbeschriebe können bis am

15. Juni 2010 in Deutsch, Französisch oder Italienisch, sowohl per Post

als auch per E-Mail eingereicht werden.

Deutschschweiz: Corinne Zurbrügg, Agridea Lindau, Eschikon 28,

8315 Lindau, 052 354 97 75, corinne.zurbruegg@agridea.ch

Westschweiz und Tessin: David Caillet-Bois, Agridea Lausanne,

Avenue des Jordils, 1006 Lausanne, 021 619 44 96,

david.caillet-bois@agridea.ch

Buntbrachen

sind nicht nur

gut für die

Biodiversität,

sie tragen auch

zu einem

positiven Image

der Landwirtschaft

bei.

Die Erhaltung alter Sorten

erweitert die Möglichkeiten

bei der Züchtung von neuen

Kulturpflanzen.

Autoren Irene

Vonlanthen-Rentsch

arbeitete bis Ende 2009

als wissenschaftliche

Mitarbeiterin an der

Schwei zerischen

Hochschule für

Landwirtschaft (SHL),

3052 Zollikofen, und ist

jetzt beim Schweizerischen

Bauernverband

im Fachbereich

Pflanzenbau tätig.

Hans Ramseier ist

Pflanzenschutz-

Spezialist und Dozent

an der SHL.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 2 · 10

UFA-REVUE · 2 2010 35


PFLANZENBAU

Gefährung der Kartoffelqualität

DRAHTWÜRMER, die Larven der Schnellkäfer, richten an verschiedenen

Kulturpflanzen Frassschäden an. Wirtschaftliche Einbussen entstehen bei Kartoffeln.

Mit der Fruchtfolgeplanung und gezielten Bekämpfungsmassnahmen in der

Vorkultur lässt sich das Schadenrisiko reduzieren.

Werner

Jossi

Ursula

Kölliker

Ruedi

Schwärzel

Drahtwürmer beeinträchtigen mit

ihren Frassgängen die Qualität der

Kartoffelknollen. Zudem erleichtern

die angebohrten Stellen das Eindringen

von schädlichen Pilzen wie

«Rhizoctonia solani» (Drycore), wie an

der Schweizerischen Hochschule für

Landwirtschaft (SHL) nachgewiesen

werden konnte. Diese Qualitätsmängel

sind häufig die Ursache für Rückweisungen

durch die Abnehmer.

Schnellkäferarten in der Schweiz

Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon

(ART) führte von

2005 bis 2007 in der deutschen Schweiz

ein Käfermonitoring mit Pheromonfallen

durch. Die Käferfänge zeigten, dass

nördlich der Alpen hauptsächlich die

Arten «Agriotes obscurus», «A. lineatus»

und «A. sputator» vorkommen. Die Lebensweise

der drei Arten ähnelt sich. Sie

leben oft nebeneinander im gleichen

Feld. Je nach Witterung findet der

Hauptflug zwischen Mitte April und Juni

statt. Die Entwicklungszeit vom Ei bis

zum ausgewachsenen Schnellkäfer dauert

drei bis fünf Jahre und wird vor

allem durch die klimatischen Bedingungen

und das Nahrungsangebot bestimmt.

In Gefässversuchen im Freiland

Tabelle: Entwicklungszyklus nach Wiesenumbruch

an der Forschungsanstalt Agroscope

ART von 2001 bis 2005 vollendeten

rund 50 % der Käfer ihren Zyklus bereits

nach drei Jahren.

Ein Jahr ohne Nahrung Die

Drahtwürmer durchlaufen im Boden

mehrere Larvenstadien. Frisch geschlüpfte

Junglarven sind auf pflanzliche

Nahrung wie Wurzeln und Samen angewiesen.

Grössere Drahtwürmer können

hingegen mindestens ein Jahr ohne

pflanzliche Nahrung in feuchter Erde

überleben. Die Drahtwürmer entwickeln

sich nicht alle gleich schnell, so

dass meistens mehrere Entwicklungsstadien

gleichzeitig vorhanden sind. Im

letzten Entwicklungsjahr verpuppen

sich die Larven im Juli und schädigen die

heranwachsenden Kartoffeln nicht mehr

(Tabelle). Wenige Wochen später

schlüpfen die Käfer und überwintern im

Boden. Erst ab Mitte März kriechen sie

an die Erdoberfläche und beginnen ab

Mai mit der Eiablage. Sie bevorzugen

dazu Wiesland oder andere dicht bewachsene

Kulturen.

J F M A M J J A S O M D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D

1. Jahr

Junglarven: Im Herbst nur geringe

Schäden an Kartoffeln möglich.

2. bis 4. Jahr

An Kartoffeln enstehen Schäden.

3. bis 5. Jahr

Schadenfrass im Frühjahr,

Verpuppung im Juli, keine Schäden

an Kartoffeln.

Drei- bis fünfjähriger Entwicklungszyklus. Im dritten Jahr nach Wiesenumbruch (Eiablage) ist ein Grossteil der Tiere

verpuppt. Das Schadenrisiko nimmt ab.

Umständliche Befallsprognose

Flugaktiv sind die Schnellkäfer abends

und nachts besonders bei warmer Witterung.

Die männlichen Tiere können

mit Pheromonfallen eingefangen werden.

Für eine genaue Befallsprognose

eignen sich die Fänge jedoch nicht. Zuverlässiger

sind Drahtwurm-Köderfallen

mit keimendem Getreide (siehe Kasten).

Die Handhabung der Fallen ist jedoch

arbeitsaufwändig und nur bei warmer

Witterung im Frühjahr oder Herbst in

brachliegenden Feldern aussagekräftig.

Bis drei Jahre nach Umbruch

Die meisten Drahtwurmschäden werden

in den ersten drei Jahren nach Umbruch

von mehrjährigen Wiesen festgestellt.

Der Hauptfrass an den Kulturen

findet meistens im Frühjahr und im

Herbst statt. Um sich vor Kälte und Trockenheit

zu schützen, wandern Drahtwürmer

im Winter und während trockenen

Sommerperioden in tiefere

Bodenschichten. Nach der abklingenden

Sommerhitze zwischen August und

September finden sie in den ausreifenden

Kartoffelknollen willkommene

Nahrung und Feuchtigkeit.

Bekämpfung in der Vorkultur

Eine wirksame Drahtwurmbekämpfung

mit insektiziden Granulaten oder Beizmitteln

in Kartoffeln ist schwierig. Zudem

können solche Produkte den Geschmack

der Kartoffeln beeinträchtigen.

In der Schweiz sind daher keine Insektizide

zur direkten Bekämpfung von

Drahtwürmern im Kartoffelbau zugelassen.

Darum gilt es, die Fruchtfolge anzupassen

und die Kartoffeln frühestens

zwei, besser drei Jahre nach Wiesenumbruch

anzupflanzen. Nach dieser Zeit

haben sich die meisten Drahtwürmer

verpuppt, die als Eier von den Käferweibchen

in die Wiese gelegt wurden.

36 2 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU

Grafik: Absterberate von Drahtwürmern nach

Beimpfung mit der Grünen Muskardine

mit Pilz

ohne Pilz

100

% verpilzte Drahtwürmer

80

60

40

20

0

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9

Wochen nach Pilzbeimpfung

Vorbeugende Bekämpfungsmöglichkeiten

Wegen mangelnden direkten Bekämpfungsstrategien

sind vorbeugende

Massnahmen nach wie vor wichtig:

• Kartoffeln frühestens im dritten Jahr

nach Wiesenumbruch anbauen.

Geeignete Vorkulturen für Kartoffeln

sind Ölfrüchte, Leguminosen und

Getreide.

• Bodenbearbeitung im August fördert

die Austrocknung junger Drahtwurmlarven.

• Einsaat einer gegen Drahwürmer

gebeizten Zwischenkultur im

Spätsommer (August/September) vor

Kartoffeln, beispielsweie Wick-Hafer-

Erbsen-Gemenge.

• Kartoffeln möglichst früh ernten,

sobald diese schalenfest sind.

• Parzellen mit häufigem Drahtwurm -

befall für den Kartoffelanbau meiden

(oft feuchte, humusreiche Böden)

• Bio-Betriebe: Risiko mit Köderfallen

im Herbst abklären. Keine Speise -

kartoffeln anpflanzen, wenn mehr als

fünf bis zehn Drahtwürmer pro 20

Fal len gefangen werden. Methode: 20

klei nere Topfuntersätze (Ø 10 – 15 cm)

mit je 50 ml angequollenen Weizenkörnern

(24 h in Wasser) 10 cm tief

vergraben. Markierte Fallen nach acht

bis zehn Tagen kontrollieren.

Methode nur in Brachland mit feuchtwarmem

Boden zuverlässig.

Bei hohem Befallsdruck empfiehlt sich,

im Vorjahr des Kartoffelanbaus eine gegen

Drahtwürmer gebeizte Zwischenkultur

im Spätsommer einzusäen. Dazu

eignen sich Wick-Hafer-Erbsen oder

Grünschnitthafer, die im Handel für diesen

Zweck angeboten werden. Gebeizt

wird nur der Hafer mit einem Saatanteil

von etwa 100 kg/ha. Weizen- und Hafersaaten

sind gute Köderpflanzen. Die

Drahtwürmer werden durch die keimenden

Getreidekörner angelockt und

gelangen mit dem insektiziden Beizmittel

in Kontakt. Als Beizmittel der Zwischenkulturen

kommt das wenig systemisch

wirkende «Regent» mit dem

Wirkstoff Fipronil (Wirkstoffgruppe

Phenylpyrazol) zur Anwendung. Das heranwachsende

Grünfutter kann normal

verfüttert werden. In der Schweiz sind

im Getreidebau auch die Produkte

«Cruiser» (Thiamethoxam) und «Smaragd»

(Clothianidin) der Wirkstoffgruppe

Neonicotinoide gegen Drahtwürmer

zugelassen.

Biologische Bekämpfung Die

biologische Bekämpfung von Drahtwürmern

wird an der Forschungsanstalt

ART untersucht. Es wird erforscht, ob

sich pilzliche Insektenkrankheiten zur

Bekämpfung von Drahtwürmern im Kartoffelanbau

eignen. Solche natürlich

vorkommenden Pilze dringen über die

Haut in die Larven ein, durchwachsen

den Körper der Larven und befallen lebenswichtige

Organe bis der Drahtwurm

stirbt. Darauf dringt der Pilz aus

dem Kadaver an die Oberfläche des toten

Drahtwurms und bildet dort Pilzsporen,

die weitere Drahtwürmer infizieren

können. Laborversuche haben

gezeigt, dass die Grüne Muskardine, genannt

«Metarhizium anisopliae», eine

hohe Infektionsrate bei Drahtwürmern

auslösen kann und sich eventuell als

biologisches Pflanzenschutzmittel nutzen

liesse (Grafik). Feldversuche sind

geplant, um die künstliche Infektion von

Drahtwürmern im Feld zu testen und

die Praxistauglichkeit dieser vielversprechenden

Bekämpfungsmethode zu

überprüfen. Bis dahin bleiben präventive

Kulturmassnahmen die wichtigste

Kontrollmethode (siehe Kasten).

Zuwanderung von neuen Arten?

Südlich der Alpen dominieren andere

Schnellkäferarten. Einige breiten sich,

vermutlich wegen der Klimaerwärmung,

zunehmend in Richtung Norden

aus. Speziell «Agriotes sordidus» ist in

den letzten Jahren über Frankreich

nordwärts bis in die deutsche Rheinebene

vorgedrungen. Diese schädliche

Drahtwurmart mit einem kurzen, zweijährigen

Entwicklungszyklus liess sich in

Deutschland bisher nur in den tiefen Lagen

auffinden. In Frankreich verbreitet

sie sich immer nördlicher in warmen,

trockenen Gebieten und richtet häufig

Schäden an Kulturen in Ackerbaufruchtfolgen

ohne Kunstwiesenanbau

an. Die weitere Ausbreitung dieser Art

wird man in Zukunft auch in der Schweiz

im Auge behalten müssen.

Drahtwurmschäden

sind mögliche

Eintrittspforten für

Rhizoctoniapilze

(Drycore).

Autoren Werner Jossi

und Ursula Kölliker,

Forschungsanstalt

Agroscope Reckenholz-

Tänikon (ART). Ruedi

Schwärzel, Agroscope

Changins-Wädenswil

(ACW).

www.agroscope.ch

In diesem Artikel

befinden sich auch

Erkenntnisse von Yves

Blot vom Forschungsinstitut

Inra (F) sowie von

Pierre Taupin vom

Institut Arvalis (F).

INFOBOX

www.ufarevue.ch 2 · 10

UFA-REVUE · 2 2010 37


PFLANZENBAU

Wo steht die Technik heute?

UNKRAUTERKENNUNG VIA SENSOREN Die Zielsetzung von Precision Farming

besteht im effizienten Betriebsmitteleinsatz bei gleichzeitiger Ertragsoptimierung,

fokussiert auf möglichst kleine Teilflächen. Insbesondere beim Pflanzenschutz stehen

der Praxis bereits zahlreiche technische Entwicklungen zur Verfügung. Neue

Sensoren nähren Hoffnungen, Unkräuter künftig noch gezielter bekämpfen zu können.

David

Vulliemin

Die Firma «Agri Con»

hat zur Herbst -

behandlung 2009 im

Wintergetreide

erstmals einen

Herbizid-Sensor als

echtzeitfähiges System

mit vier Kameras an

einer handelsüblichen

Feldspritze auf

Praxisflächen erprobt.

Bild: Agri Con

Dieser Beitrag befasst sich hauptsächlich

mit der bildbasierten Unkrauterkennung.

Hierbei besteht

die Hauptherausforderung in der

Koppelung der Informationsgewinnung

und -verarbeitung mit der Steuerung

des Bekämpfungssystems. Moderne

Technologien eröffnen dabei neue Anwendungsmöglichkeiten.

Die Funktionsweise

von Echtzeitsystemen und die

Anpassung dieser Systeme an die Art

der Bekämpfung stellen grosse Anforderungen

an die Erkennung. Auch die

Rentabilität muss gewährleistet sein: die

Mehrkosten müssen durch Einsparungen

bei den Betriebsmitteln oder durch

Ertragssteigerungen gedeckt werden.

Digitale Bildanalysetechnik Bei

allen Systemen werden die Daten über

eine Kamera erfasst und anschliessend

derart verarbeitet, dass eine korrekte

Führung der für die Unkrautbekämpfung

eingesetzten Geräte möglich ist.

Die grössten Unterschiede bestehen in

der Verarbeitungsweise dieser Informationen.

Um die Kulturpflanzen und

die Unkräuter oder noch besser die

Unkrautarten voneinander zu trennen,

kommen mehrere Techniken zum Einsatz:

Die erste Technik macht sich die

raumbezogenen Merkmale der Pflanzen

im Feld zu Nutze: Da die Kulturen angepflanzt

oder ausgesät wurden, zeigen

sie ein regelmässiges Verteilungsmuster,

während die Unkräuter zufällig verteilt

sind. Dank komplexer Differenzierungsalgorithmen

lassen sich die Kulturpflanzen

vom Unkraut abgrenzen, indem periodische

und nicht-periodische Signale

gefiltert werden. Im Zwischenreihenbereich

weisen solche Systeme zwar eine

gute Genauigkeit auf, in der Pflanzenreihe

ist es jedoch unmöglich, die Unkräuter

von den Kulturpflanzen zu unterscheiden,

was einen grossen Nachteil

dieser Systeme darstellt.

Eine zweite Technik beruht auf den

Formmerkmalen der Pflanzen: Zu ihrer

Differenzierung werden Parameter wie

der Umfang und die Fläche der Blätter

berücksichtigt. Aufgrund verschiedener

Kriterien lässt sich eine digitale Signatur

der Pflanze erstellen, welche ihrer Identifizierung

dient. Die Genauigkeit solcher

Systeme ist allerdings gering, weil

die Berechnungen nur dann stimmen,

wenn das Unkraut eine andere Blattform

aufweist als die Kulturpflanze und

sich die Blätter der Pflanzen nicht zu

sehr überlappen.

Die letzte Technik schliesslich verwendet

das reflektierte Licht der Pflanzen:

Da sich das Lichtspektrum des

Pflanzenmaterials und des Bodens in

den Wellenlängen unterscheidet, können

die Pflanzen problemlos vom Boden

abgegrenzt werden. Die einfachsten

Systeme gestatten dabei lediglich die

Ortung des Pflanzenmaterials. Eine Differenzierung

zwischen Unkraut und Kultur

ist mit einer begrenzten Anzahl

Spektralbändern nicht möglich. Für eine

grössere Präzision muss ein multispektrales

Bild herangezogen werden.

Dieses besteht aus verschiedenen Aufnahmen,

für das mehrere Filter verwendet

werden. Die Anzahl der benutzten

Filter hängt von der gegebenen Schwierigkeit

und dem erforderlichen Präzisionsgrad

ab. Die Gründe für diese Reflexionsunterschiede

befinden sich auf

Ebene der Zelle oder exakter, auf Ebene

der Innenstruktur der Blätter.

Der Anteil an reflektiertem Licht einer

bestimmten Wellenlänge variiert je

nach Pflanzenart. Da sich die Innenstruktur

von ein- und zweikeimblättrigen

Pflanzen deutlich unterscheidet, ist

eine Abgrenzung einfach. Die Differenzierung

zwischen den Arten derselben

Gruppe ist indessen anspruchsvoller

und erfordert eine grössere Anzahl an

Spektralbändern. Die heutigen Labormessungen

decken in der Regel ein breiteres

Spektrum ab und erfolgen unter

kontrollierten Bedingungen. Die Identifikationsgenauigkeit

ist daher gut. Messungen

im Feld, die sich wegen der

Schwierigkeiten der Bildaufnahmen und

der veränderlichen Erfassungsbedingungen

komplizierter gestalten, sind hingegen

weniger zuverlässig.

Forschungsstand heute Die aktuellen

Versuche zeigen je nach eingesetzter

Technik eine durchschnittliche

bis befriedigende Erkennungsrate. Zur

Steigerung der Genauigkeit bietet sich

eine Kombination aus Raum- und Spektraltechniken

an, die eine bessere Erkennungsqualität

ergibt. Damit sich die

Algorithmen ermitteln lassen, welche

die besten Ergebnisse liefern, werden

häufig mit Hilfe einer Modellierung

(Bilder) oder direkt im Freiland Robust-

38 2 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU

Vorläufig als noch

einfacher Versuchsroboter

im Feld

unterwegs, dem -

nächst vielleicht

mit Sensoren

ausgerüstet: Der

Feldroboter

«Agronaut» vom

Studenten-Team

der Fachhochschule

Osnabrück.

Bild: Amazonen-Werke

heits- und Zuverlässigkeitstests vorgenommen.

Die Adaptierung der Erkennungssysteme

an die Geländeverhältnisse stellt

ebenfalls eine grosse Herausforderung

dar: Die Sensoren sind sehr anfällig auf

die schwankenden Umweltbedingungen

wie Helligkeit, Sonnenstand und

Pflanzenwelke.

Neben der Unkrauterkennung liegt

der Fokus der aktuellen Techniken auf

den Echtzeitsystemen. Die Schwierigkeit

besteht dabei in der Konzipierung

von Systemen, welche die drei Phasen

laufend verwalten: Die Erfassung und

die Verarbeitung der Daten sowie die

Steuerung der Geräte zur Unkrautvernichtung

müssen in ständigem Fluss

sein. Die auf den räumlichen und morphologischen

Parametern basierenden

Erkennungstechniken mit niedrigeren

Leistungsanforderungen erlauben heute

ein Echtzeitverfahren. Bei der auf

spektralen Merkmalen basierenden Erkennungstechnik

gilt: je höher die verlangte

Genauigkeit ist, umso mehr

Spektralbänder werden benötigt und

umso grösser ist der Ressourcenverbrauch

des Systems. Zurzeit erfolgt die

Informationsverarbeitung durch diese

Systeme in zwei Phasen: Datenerfassung

auf dem Feld und anschliessende

Datenverarbeitung in einem zweiten

gesonderten Arbeitsgang.

Der Echtzeitansatz stellt einen Kompromiss

zwischen Zuverlässigkeit und

Ressourcenbedarf dar. Zwischen der

Datenerfassung und der eigentlichen

Unkrautvernichtung müssen sämtliche

Informationen schnell verarbeitet werden,

denn es handelt sich hierbei um

den Begrenzungsfaktor für das Arbeitstempo.

Ausblick Die Unkrauterkennung eröffnet

interessante Perspektiven hinsichtlich

einer Präzisionslandwirtschaft,

die den Landwirten ihre Aufgaben erleichtert

und gleichzeitig einen massvollen

Einsatz der Produktionsmittel

und bessere wirtschaftliche Ergebnisse

gewährleistet. Die gegenwärtig auf dem

Markt erhältlichen Echtzeitsysteme erlauben

lediglich die Identifizierung der

Pflanzen und die Auslösung der Applikation.

Es gibt zwar komplexere Systeme,

diese sind allerdings noch in der

Entwicklung und befinden sich erst im

Prototyp-Stadium, häufig in kleinem

Massstab. Auch die Möglichkeiten, die

sich mit autonomen Robotern oder

Bordgeräten erschliessen, werden weiter

erforscht. Der fahrerlose Feldroboter

wird in der Lage sein, präzise Arbeitsaufträge

auf der Parzelle oder auf einer

Teilfläche selbstständig auszuführen.

Bordgeräte haben den Vorteil, dass sie

sich auf das vorhandene Material abstimmen

lassen und den Landwirt bei

seiner Arbeit unterstützen, während er

weiterhin in unmittelbarem Kontakt mit

dem Feld bleibt.


Autor David Vulliemin, Agronom FH,

3303 Jegenstorf

Der Technologiebereich entwickelt sich

schnell und spielt bei der Vereinfachung

täglicher Arbeitsprozesse eine zunehmend

wichtige Rolle. In der Landwirtschaft

bietet die Sensortechnik

interessante neue Anwendungen. So

entwickelt das Institut National

Supérieur des Sciences Agronomiques

de l'Alimentation et de l'Environnement

in Dijon über das Laboratoire en Génie

des Agroéquipements et des Procédés

bildgestützte Lösungen für die

Landwirtschaft: www.enesad.fr

INFOBOX

www.ufarevue.ch 2 · 10

UFA-REVUE · 2 2010 39


PFLANZENBAU

Nährstoffmangel vermeiden

BLATTDÜNGUNG IM WEINBAU Zur Steigerung der Trauben- und letztlich

der Weinqualität steht im Rebbau auch die Düngung immer wieder zur Diskussion.

Während sich bei der Bodendüngung die Erkenntnis durchsetzt, dass weniger

oft mehr ist, versucht mancher, mit Blattdüngung das Leistungspotential der Rebe

besser auszunutzen.

Heinz

Mathys

Marc

Besse

Blattdünger sind unter Praktikern

und in Beraterkreisen oft etwas umstritten,

da die Effekte nur sporadisch

nachweisbar sind, zumal in

der Praxis die optimalen Einsatzbedingungen

für die Präparate nicht immer

eingehalten werden können.

Solange mittels Blattdüngung lediglich

ein Nährstoffmangel behoben werden

soll, ist der Wirkungsmechanismus

nachvollziehbar und führt bei richtiger

Anwendung auch meist zum Erfolg.

Deshalb ist auch die Anwendung von

Blattdüngern, die Magnesium, Stickstoff

und Eisen enthalten, kaum umstritten.

Sobald jedoch andere Effekte erwartet

werden, erfordert dies eine differenzierte

Betrachtung.

Via Blattdüngung

lassen sich akute

Nährstoffmängel

an Stickstoff, Eisen

und Magnesium

beheben.

Magnesium-Blattdünger gezielt

einsetzen Magnesiummängel treten

häufig in Neuanlagen auf. Erkennen

kann man Magnesiummangel durch

Gelb- oder Rotverfärbungen der Blätter

(je nach Rebsorte) sowie durch Chlorose

der Blattnerven, beginnend bei den

untersten Blättern oder durch vorzeitigen

Blattfall. Die Gefahr eines Magnesiummangels

hängt unter anderem von

der Sortenwahl ab. So ist zum Beispiel

die Sorte «Regent» besonders stark gefährdet.

Bei anfälligen Sorten wie auch

bei stärkerem Auftreten der Stiellähme

wird der Einsatz von Blattdüngern wie

dem «Hydromag» mit 300 g Magnesium

pro Liter und Aufwandmengen von 4 bis

6 l/ha empfohlen. Es können 1.5 bis 2 l

zur Vorblütenbehandlung oder zweimal

1.5 bis 2 l zur Nachblütenbehandlung

appliziert werden. Möglich ist beispielsweise

auch der Einsatz von 2.5 kg/ha

«Vitistar», einem auf den Weinbau abgestimmten

Mehrnährstoffdünger. Allerdings

muss bei Junganlagen sowohl

der Behandlungszeitraum als auch die

Behandlungszone auf die Pflanzung abgestimmt

werden. In Junganlagen sollte

möglichst bald nach Austrieb, spätestens

jedoch nach Sichtbarwerden des

Mangels, eine Behandlung durchgeführt

werden.

Stiellähme oft wegen Kaliüberschuss

Die Stiel lähme ist eine physiologische

Störung bei Ertragsreben,

die sich durch Verwelken und Fall der

Trauben oder Beeren äussert. Nährstofftechnisch

handelt es sich um einen

Magnesiummangel, häufig verursacht

durch einen Kaliüberschuss. Möglichkeiten

zur Verringerung der Gefahr von

Stiellähme sind eine angepasste Kalidüngung

sowie eine Verringerung der

Rebenwüchsigkeit mittels Reduktion

der Stickstoffdüngung und Einführung

von Dauerbegrünung. Beste Erfolge

werden erzielt, wenn die Traubenzone

zu Beginn der Traubenreife gezielt mit

einem Magnesiumdünger behandelt

wird. Applikationen auf die gesamte

Laubwand haben nur eine eingeschränkte

Wirkung. Ein geeignetes Mittel

ist beispielsweise «Hydomag» mit einer

Aufwandmenge von 4 bis 6 l/ha. Es

werden 1.5 bis 2 l zur Vorblütenbehandlung

oder zweimal 1.5 bis 2 l zur

Nachblütenbehandlung gespritzt.

Kurzfristige Hilfe bei Chlorose

Chlorose äussert sich durch bleich bis

weiss werdende Blätter. Zur kurzfristigen

Behebung von Chlorosen bei Reben

können eisenhaltige Blattdünger eingesetzt

werden. Die Aufnahme des schwer

beweglichen Spurenelements wird

durch Chelatoren und Citrat begünstigt.

Um die Wirkung sicherzustellen, muss

die Behandlung beim ersten Auftreten

der Vergilbung beginnen und mehrmals,

möglichst im Wochenrhythmus, wieder-

40 2 2010 · UFA-REVUE


PFLANZENBAU

Tabelle: Nährstoffprogramm für die Optimierung von Blüte und Fruchtansatz

Vor Blüte

Hydromag (300 g/l Mg, 1 x 3 l/ha), Bortrac 150 (150 g/l B, 1 l/ha).

Nachblüte

Bortrac 150 (150 g/l B, 1 l/ha).

Nachblüte und bei Traubenschluss Hydromag (300 g/l Mg, 3 l/ha).

Mantrac (500 g/l Mn, 1 l/ha), wenn Trauben sichtbar, Blütenknospen

getrennt und Fruchtstand geformt.

Bei Gefahr von Eisenchlorose

Vor der Blütte zweimal Ferleaf 100 (100 g/l Fe als Chelat von EDTA, 1 l/ha)

oder Ferrichel 54 (54 g/l Fe als Chelat von EDDHA).

Alternativ mit Cocktail:

Für die Vorblüte und Fruchtansatz Drei Behandlungen mit 3 kg/ha Vitistar (9 % Mg, 3,3 % B, 3 % Fe, 3 kg/ha).

Sobald die Blütenknospen getrennt und der Fruchtstand geformt sind.

Mindestwassermenge 200 l/ha.

Bei Abschlussbehandlung Hydromag (300 g/l Mg, 4 l/ha).

holt werden. Geeignete Mittel sind

etwa «Vitistar» oder in schweren Fällen

«Ferrichel» und «Fer EDTA».

Beerenfall mit Bor verhindern

Der Beerenfall, auch Verrieseln

genannt, wird durch Bormangel

Die idealsten Voraussetzungen für

das Eindringen in die Pflanze sind

bei bedecktem Himmel, in den

Abendstunden oder morgens bei

Tau gegeben. Sonneneinstrahlung

und hohe Temperaturen mindern

den positiven Effekt.

• Dispergiermittel verhindern, dass

die Nährstoffpartikel bei der Suspension

verklumpen. Dadurch

bleibt das Produkt auch bei hoher

Nährstoffkonzentration lang haltbar.

Zudem wird ein Verstopfen

der Spritzdüsen verhindert.

Sprengt

Leistungsgrenzen.

S 230 / K 220

RICARDINIO

Stark in TS-, Stärkeund

Kornertrag.

Bormangel hat einen unregelmässigen

Beerenansatz zur Folge.

Bild: Agrimedia GmbH

verursacht. Bor wirkt positiv auf die

Pollenbildung und verbessert die

Befruchtung und den Zuckertransport

zu den Beeren. Das Verrieseln

kann unter Anwendung eines Mittels

wie «Vitistar» vor und nach der

Blüte zwei- bis dreimal mit je

2.5 kg/ha bekämpft werden.

Auf junge Blätter Die Aufnahme

und somit die Wirksamkeit

von Nährstoffgaben über das Blatt

klappt bei jungem Blattgewebe am

besten. Mit Ausnahme der Stiellähmebehandlung

ist darum darauf zu

achten, dass bei der Blattdüngung

die jungen Blätter und insbesondere

die Geiztriebe erfasst werden.

Magnesiummangel zeigt sich an

hellen Feldern zwischen den

grünen Blattadern.

Bild: Agrimedia GmbH

Formulierungshilfsstoffe

Sogenannt «formulierte» Flüssigdünger

enthalten Hilfsmittel, die

das Abwaschen der Dünger vom

Blatt verhindern. Zudem beugen sie

Verbrennungen vor und verbessern

die Nährstoffaufnahme:

• Absorptionsmittel sorgen für eine

sichere Aufnahme und Verteilung

der Nährstoffe in der Pflanze.

• Netzmittel führen zu einer optimalen

Bedeckung der Blattoberfläche.

Zudem werden Blattverbrennungen

durch die Netzmittel

vermieden.

• Haftmittel bewirken, dass das

Mittel durch den Regen nicht abgewaschen

wird.

Bei der Stiellähme, unter anderem

eine Folge von Magnesiummangel,

verbräunt das Stielgerüst.

Bild: Agrimedia GmbH

Autoren Heinz Mathys ist Landor-

Berater im Kanton St. Gallen, im

Thurgau sowie in Teilen vom

Kanton Zürich. Marc Besse steht in

der Ausbildung zum Agrotechniker

und arbeitet als Praktikant bei der

Landor. Weitere Infos erhalten Sie

via Gratis-Beratungstelefon

0800 80 99 60, www.landor.ch

oder info@landor.ch. Die Produkte

der Landor sind über die LANDI

erhältlich.

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* Diese Eigenschaften wurden in den offiziellen Sortenversuchen von Agroscope bestätigt.

UFA-REVUE · 2 2010 41


phyto-news

Nach einem sehr milden Herbst folgte

ein Winter, der die Bestände zum Glück

etwas bremste. Wo nicht im Herbst behandelt

wurde, sollte jetzt nach Erfahrung

aus anderen Jahren und den natürlichen

Gegebenheiten entschieden

werden, welche Strategie gefahren

wird, um im Frühjahr die Unkrautkonkurrenz

möglichst früh auszuschalten.

Neben einer guten Wirkung auf die

vorhandenen Unkräuter sind den Gereideproduzenten

Aspekte wie Sortenverträglichkeit,

Handlichkeit und Dosierung

sehr wichtig. Der dynamische

Landwirt will aus wirtschaftlichen und

oekologischen Gründen möglichst wenig

Durchfahrten und wenn immer

möglich alle Getreidearten zur gleichen

Zeit und mit den gleichen Produkten

behandeln. Die Effizienz der Arbeit

steht bei den modernen Herbizidstrategien

im Vordergrund.

Das seit Jahren bewährte Produkt

Concert SX erfüllte diese Ansprüche optimal.

Die neue SX Formulierung erhöht

die Löslichkeit und Mischbarkeit des

Produktes zusätzlich, was sich bei grossen

Brühemengen als Vorteil herausstellte.

Die bekannte Wirkung auf einjährige

Unkräuter und Gräser sowie die

sichere Wirkung auf Blacken wird dadurch

noch effizienter. Concert SX be-

Rapsglanzkäferbekämpfung

2010

Im letzten Jahr war die Rapskäferbekämpfung

eine grosse Herausforderung.

Der Einflug der Käfer war so massiv,

dass es nach jeder Behandlung

immer sofort wieder viele Käfer hatte.

Dadurch haben einige Rapsproduzenten

auch mit der Anzahl Behandlungen

übertrieben und es wurden Produkte

appliziert, die nicht in den Raps vor der

Blüte gehören. Das Ziel der Rapsglanzkäferbehandlung

ist die Blüte oder die

Schoten zu schützen. Ob es Käfer hat

oder nicht ist zweitrangig. Letztes Jahr

konnte man in richtig behandelten Feldern

viele Käfer feststellen, aber Frassschäden

waren kaum zu finden. Die

guten Erträge von Ende Juli bestätigten,

dass 2 Behandlungen zum richtigen

Zeitpunkt mit den richtigen Produkten

völlig genügend waren.

Rapsproduzenten die Mehrfachbehandlungen

gemacht haben konnten

keine Mehrerträge realisieren.

Die Rapsproduzenten welche jeweils

schon den Rapsstengelrüssler

konsequent bekämpften, hatten stets

einen viel weniger starken Glanzkäferdruck.

Bei der Applikationstechnik

muss eine optimale Benetzung der

Rapspflanzen gesorgt werden. In vielen

Fällen bringt eine Erhöhung der

Wassermenge auf 300 l/ha und ein Zusatz

von Sticker (0,1 l/100 l Wasser)

merklich bessere Resultate

Eine Erstbehandlung mit Talstar SC

0,2 l/ha sobald die Rapsstengelrüssler

eingeflogen sind, hilft die Population

von Rapssglanzkäfern sofort zu eliminieren.

Sollte der Einflug anhalten,

muss die Wirkstoffgruppe gewechselt

werden. Mit Gazelle 150 g/ha steht ein

systemisches und schnell wirkendes Insektizid

zur Verfügung.

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Effiziente Unkrautbekämpfung

in Getreide

sticht vor allem durch seine Flexibilität

und das sehr grosse Einsatzzeitfenster

vom 3-Blattstadium des Getreides (Einsatz

gegen Gräser und einjährige Unkräuter)

bis spätestens Stadium Schossen

(Einsatz gegen hartnäckige Disteln

und Blacken.) Es ist zudem in allen Winter-

wie Sommergetreidearten ohne

Einschränkungen einsetzbar.

Die Dosierung kann der vorhandenen

Verunkrautung flexibel angepasst

werden. Bei evtl. Wirkungslücken kann

Concert SX fast mit allen möglichen

Mischpartnern kombiniert werden. Eine

Mischung mit Starane 180 gegen

Klebern ist meistens sinnvoll und gibt

gegen das lästige Unkraut die besten

Resultate. Die Mischung Concert SX +

Starane 180 bleibt auch im 2010 effizent

und wirschaftlich zugleich.

Empfehlungen Unkrautbekämpfung 2010

3-Blätter Bestockung Schossen

Getreidestadium 13 25 29 31 32

Die Soloanwendung

in allen Getreidearten

Die Klassemischung

für frühe

Behandlungen

Winterweizen, Korn,

Triticale, Roggen

Wintergerste und

-hafer, Sommergetreide

Concert SX

100 – 150 g/ha

Concert SX 100 g/ha

+ Arelon S 2,00 l/ha

+ Starane 180 0,75 l/ha

Concert SX 100 – 150 g/ha

+ Starane 180 0,75 l/ha

Concert SX 100 g/ha

+ Starane 180 0,75 l/ha

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Gegen Gräser, breitblättrige

Blacken usw.

Nicht in Hafer

Gegen Gräser, breitblättrige

Blacken, Klebern usw.

Gegen Gräser, breitblättrige

Blacken usw.

42 2 2010 · UFA-REVUE


SONDERTHEMA

E FOCUS

Februar 2010

So gelingt

der Maisanbau

Foto: agrarfoto.com

Sorten und Anbautipps 44

Bringt’s die Unterfussdüngung? 46

Reduzierte Bodenbearbeitung 48

GVO-Freiheit hat ihren Preis 51

Bivoltine Zünsler 54


SO GELINGT DER MAISANBAU

SONDERTHEMA

Wieder ein Rekordjahr?

MAISANBAU 2010 Mit «Ricardinio» und «Cassilas» beim Körnermais sowie

«Ampezzo» und «LG 30.218» beim Silomais stehen für die nächste Saison ein

paar interessante Neuheiten zur Wahl. Stimmen die klimatischen Bedingungen wie

im Vorjahr, sind die Voraussetzungen für neue Rekorde ideal.

Jean-Paul

Krattiger

Sowohl beim Silomais als auch beim

Körnermais haben, mit Ausnahme

von verhagelten Parzellen, die Erträge

2009 ein aussergewöhnlich

hohes Niveau erreicht. Eine frühe Saat

bei guten Bedingungen ermöglichte einen

vorteilhaften Start. Die Temperaturen

blieben bis zur Blüte mild und die

Feuchtigkeit reichte aus. Trotz einer je

nach Region mehr oder weniger ausgeprägten

Trockenperiode konnten die

Pflanzungen ihre Entwicklung bei günstigen

Bedingungen abschliessen. Die

Ernte verlief gut. Beim Körnermais resultierten

erfreulich tiefe Feuchtigkeitsgehalte.

Die Anbaufläche hat 2009 leicht zugenommen

und wird wohl 2010 mit

Blick auf die exzellenten Resultate im

Tabelle 1: Durchschnittserträge der Silomaisversuche

2008/09 von UFA-Samen

Sorten 2008 2008 2009 2009

% TS dt/ha TS % TS dt/ha TS

Früh 6 Orte 6 Orte 4 Orte 4 Orte

Coxximo 33.6 181.6 34.7 212.4

Pralinia 35.9 170.4 35.8 218.8

Fabregas 34.8 180.0 36.5 226.9

Ampezzo 36.1 220.5

Mittelfrüh 12 Orte 12 Orte 8 Orte 8 Orte

LG 32.20 37.4 184.4 37.4 192.3

Amadeo 36.6 193.6 38.6 194.4

Ciclixx 33.5 205.9 36.0 212.6

LG 32.52 HDi ® 34.8 195.3 36.5 209.0

Ricardinio 37.9 213.4

LG 30.218 38.5 203.4

Mittelspät 7 Orte 7 Orte 8 Orte 8 Orte

Ronaldinio 36.6 205.0 35.6 205.5

Marcello 34.4 210.7 34.3 205.7

PR39T45 35.4 213.0 34.9 191.9

Vergleiche sind nur innerhalb der gleichen Reifegruppe möglich, da die

Versuchsstandorte für alle Reifegruppen anderswo lagen.

letzten Jahr weiter wachsen. Zudem

liegt das Angebot an Körnermais noch

unter den Vermarktungsmöglichkeiten.

Körnermais Die Wirtschaftlichkeit

eines Körnermaises hängt stark von den

Trocknungskosten ab. Generell verfügen

späte Sorten über ein höheres Ertragspotenzial.

Allerdings empfiehlt es sich,

die Sortenwahl auf die lokalen Klimabedingungen

abzustimmen.

Frühreif: «LG 32.12» bleibt mit überzeugender

Stabilität die Hauptsorte in

der frühreifen Gruppe. Beim Ertrag hält

«LG 32.12» mit den guten mittelspäten

Sorten mit. Das zeigte sich erneut in den

Versuchen von 2008 und 2009 der Forschungsanstalt

Agroscope, in denen

«Birko» und «Pralinia» ihre Robustheit

bestätigten.

Mittelfrüh: Im Bereich des mittelfrühen

Körnermaises sind «DKc 2960» und

«Coxximo» an das Schweizer Klima gut

angepasst. «LG 32.20» weist hervorragende

Qualitäten als Zweinutzungssorte

auf (Körner-, Silomais). Neu ist die

Sorte «Ricardinio», die hervorragende

Perspektiven eröffnet. Ihre einzige

Schwäche betrifft vor allem in feuchten

oder nebligen Lagen die Anfälligkeit auf

Helminthosporium.

Mittelspät: «DKc 3420» ist der früheste

Zahnmais auf der Liste der empfohlenen

Sorten. Zu seinen Stärken gehören

die schnelle Korntrocknung vor

der Ernte, die gute Helminthosporium-

Resistenz sowie sein hohes Ertrags -

potenzial bei idealen Bedingungen.

«Marcello» ist ein hervorragender Zweinutzungsmais.

Als spätere Sorte lässt er

sich aber nur in den besten Gebieten erfolgreich

anbauen. Die neue Sorte «Cassilas»

erreichte in den Versuchen der

Forschungsanstalt Agroscope in den

Jahren 2008 und 2009 den besten Gesamtindex.

Silomais Die Entwicklung bei der

Fütterungstechnik erfordert, dass die Si-

Tabelle 2: Durchschnittserträge der Körnermaisversuche 2008/09

von UFA-Samen

Sorten 2008 2008 2009 2009

% H 2

O dt/ha (14 % H 2

O) % H 2

O dt/ha (14 % H 2

O)

Früh 3 Orte 3 Orte 4 Orte 4 Orte

LG 32.12 31.4 112.8 28.7 129.3

Mittelfrüh 7 Orte 7 Orte 7 Orte 7 Orte

DKc 2960 33.8 117.8 31.3 120.2

LG 32.20 33.1 118.5 28.3 126.5

Ricardinio 26.6 133.7

Mittelspät 7 Orte 7 Orte 7 Orte 7 Orte

DKc 3420 32.5 117 28.8 127.0

Cassilas 28.8 132.6

Vergleiche sind nur innerhalb der gleichen Reifegruppe möglich, da die Versuchsstandorte

für alle Reifegruppen anderswo lagen.

44 2 2010 · UFA-REVUE


SO GELINGT DER MAISANBAU

SONDERTHEMA

Die Maiserträge sind in

letzter Zeit kontinuierlich

angestiegen.

Bild: agrarfoto.com

Tabelle 3: Maishauptsortiment von UFA-Samen

Silomais

Körnermais

Früh Ampezzo (neu) LG 32.12

Pralinia

Pralinia

Fabregas *

Coxximo *

Mittelfrüh LG 32.218 (neu) Ricardinio

Ricardinio LG 32.20

LG 30.20 HSV DKc 2960

Amadeo *

Ciclixx *

LG 32.52 HDi

DKc 2960

Mittelspät DK 287 DKc 3420

PR 39T45 Cassilas (neu)

Marcello

* auch für Bio-Betriebe

Welche Silomaissorte für die Milchviehration?

Bei der Wahl der Silomaissorte ist neben den anbautechnischen

Eigenschaften auch die Verwendung zu berücksichtigen. Besonders die

Verdaulichkeit muss mit der Verwendung in Einklang gebracht werden,

wenn die Effizienz dieser energiereichen Futterpflanze voll zur Geltung

kommen soll.

• Bei Maisanteilen von unter 35 % an der Trockensubstanz (TS) der

Ration stehen der Stärkegehalt und die hohe Stärkeverdaulichkeit im

Vordergrund.

• Bei Maisanteilen zwischen 35 und 50 % sind Maissorten mit gutem

Stärkegehalt und guter Verdaulichkeit der Gesamtpflanze zu

bevorzugen.

• In Milchviehrationen mit Maisanteilen von über 50 % ist die

Verdaulichkeit der Gesamtpflanze im Vordergrund.

• Wird Mais getrocknet, sinkt der

pansenverfügbare Teil der Stärke auf

unter 50 % (Maiskörner oder Mais -

kolben).

• Eine leicht weniger dichte Saat (vor allem

in Grenzregionen) führt zu etwas weniger

TS-Ertrag, aber höherem Stärkegehalt.

• Durch die Wahl einer passenden Sorte

gilt es, einen genügenden Reifegrad bei

der Ernte sicherzustellen.

UFA-Beratungsdienst

lomaissorten gezielt auf die Bedürfnisse

der Tiere abgestimmt werden (siehe

Kasten). Neben der Sortenwahl entscheiden

die Erntebedingungen, die

Erntequalität sowie die Silierung über

den Nahrungswert einer Sorte.

gas» bestätigte 2009 die guten Resultate

von 2008. Neu ist «Ampezzo», der

aufgrund der Versuche 2009 und 2008

der Forschungsanstalt Agroscope über

den besten Gesamtindex verfügt.

Mittelfrüh: «Ciclixx» und «LG 32.52

HDi» liefern regelmässig die höchsten

TS-Erträge in der Gruppe der mittelfrühen

Sorten. Leicht besser schneidet «LG

32.20» beim Ertrag an verdaulicher organischer

Substanz (VOS) pro Hektare

ab. Auch sein Körnerertrag liegt sehr

hoch. «LG 32.20» trägt das «HSV®»-

Zeichen für einen hohen Stärkegehalt

und eine gute Stärkequalität. Der neu

auch als Silomais angebotene «Ricardi-

Frühreif: Unter den frühen Maissorten

bleibt «Coxximo» mit seinen hervorragenden

Trockensubstanz (TS)-Erträgen

ein Favorit. Auch sein

Körnerertrag liegt sehr hoch. «Pralinia»

von der Delley Samen und Pflanzen AG

(DSP) wurde 2008 in der empfohlenen

Sortenliste eingetragen. Sie bringt in der

mittelfrühen Gruppe als Silo- wie auch

als Körnermais beste Resultate. «Fabrenio»

hat seine Stärken in den letztjährigen

Versuchen bestätigt. Denselben Gesamtindex

wie «Ricardinio» erreicht die

neue Sorte «LG 30.218», welche von allen

mittelfrühen Sorten über die höchste

VOS verfügt.

Mittelspät: Der durchschnittliche

TS-Ertrag in der Gruppe der mittelspäten

Sorten liegt sehr hoch. Zwischen

den Sorten «Marcello», «Ronaldinio»

und «PR39T45» besteht nur ein ganz

kleiner Unterschied. «DK 287» hat seine

grosse Stärke in Bezug auf die Verlässlichkeit

seines Ertragsniveaus an allen

Standorten, wo er getestet wurde,

erneut unter Beweis gestellt.

Autor Jean-Paul

Krattiger, UFA-Samen,

1400 Yverdon

Weitere Informationen

über alle angebotenen

Sorten finden Sie im

UFA-Feldsamenkatalog

2010, im UFA-

Versuchsbericht 2009

und unter

www.ufasamen.ch

INFOBOX

www.ufarevue.ch 2 · 10

UFA-REVUE · 2 2010 45


SO GELINGT DER MAISANBAU

SONDERTHEMA

Bringt’s die Unterfussdüngung?

MAIS WÄCHST SCHNELL und benötigt darum eine besonders gezielte Düngung.

Die nachhaltige Versorgung mit Stickstoff und Phosphor ist entscheidend, um

einen hohen Ertrag und eine gute Qualität zu erzielen. Bei kühler Frühlingswitterung

bietet die Unterfussdüngung zur Saat einige Vorteile.

Roland

Walder

Walter

von Flüe

Der Mais als eine der wichtigsten

Kulturpflanzen der Landwirtschaft

unterscheidet sich hinsichtlich des

zeitlichen Verlaufs der Nährstoffaufnahme

und der Ertragsbildung wesentlich

von anderen Getreidearten.

Nach der langsamen Jugendentwicklung

setzt eine Periode besonders intensiven

Massenwachstums ein. Daher

nimmt die Düngung einen besonderen

Stellenwert in Bezug auf Menge, Verfügbarkeit

und Platzierung pflanzenverfügbarer

Nährstoffe ein. Die lange Vegetationszeit

des Maises – bis weit in

den Herbst – ermöglicht es, dass jede

Form organischer Dünger gut verwertet

und die natürliche Mineralisation im

Boden ausgenutzt wird.

Stickstoff in zwei Gaben Bis

zum Sechsblatt-Stadium hat die Maispflanze

einen eher geringen Bedarf an

Nährstoffen. Die dennoch benötigten

Nährstoffe sollten in einer für die Pflanzen

schnell verfügbaren Form ausgebracht

werden (bessere Wurzelentwicklung).

Nach dem Sechsblatt-Stadium

verläuft das Wachstum der Pflanzen

Die Unterfussdüngung

begünstigt eine besonders gute

Jugendentwicklung.

Bild: agrarfoto.com

sehr rasant. Somit ist auch der Nährstoffbedarf

zwischen 10 bis 15 Tagen

vor der Blüte und zirka 25 bis 30 Tagen

nach der Blüte am höchsten. In diesem

Zeitraum werden rund 70 bis 80 % des

gesamten Bedarfs aufgenommen. Den

Stickstoff benötigt die Maispflanze vor

allem für das vegetative Wachstum, also

für die Ausbildung eines kräftigen

Stängels und breiter Blätter (grosse Assimilationsleistung)

– beides Voraussetzung

für einen hohen Ertrag sowie eine

gute Qualität.

Der Mais hat einen Stickstoffbedarf

von rund 110 kg N/ha. Diese Menge

wird am besten in zwei Düngegaben

aufgeteilt: Einen Drittel zur Saat (bevorzugt

in Ammoniumform), zwei Drittel

im Vier- bis Sechsblatt-Stadium. Die

zweite Gabe wird idealerweise mit

Harnstoff granuliert ausgebracht, da die

langsame Wirkung der Amidform mit

dem Bedarf und der Aufnahmezeit des

Maises gut übereinstimmt. Weil die Nitrifikation

nur bei warmem Boden, das

heisst bei wüchsigem Wetter erfolgt, ist

auch die Auswaschungsgefahr sehr

klein. Harnstoff verursacht kaum Verbrennungen,

wenn er vor Niederschlägen

auf abgetrocknete Bestände breit

oder zur Reihe gestreut wird. In trockenen

Gebieten kann der Stickstoff auch

in einer Gabe zur Saat eingearbeitet

werden. Die Höhe der Stickstoffgabe

lässt sich anhand folgender Kriterien abschätzen:

• Pflanzenverfügbarer N-Vorrat im Boden.

• N-Nachlieferung aus dem Boden, vor

allem durch die Mineralisierung.

• Zu erwartende Ertragsleistung.

• Standort und sortenspezifische Anforderungen.

46 2 2010 · UFA-REVUE


SO GELINGT DER MAISANBAU

SONDERTHEMA

Phosphor zur Jugendentwicklung

Phosphat (P 2

O 5

) nimmt auf vielfältige

Weise am pflanzlichen Stoffwechsel

teil. Eine besonders wichtige

Funktion kommt dem Phosphat als

Energieträger in der Maispflanze in ihrer

Anfangsentwicklung zu. Dies gilt vor

allem in Grenzlagen des Maisanbaus sowie

auf langsam erwärmenden Böden

oder bei Kältestress. Neben der Anfangsentwicklung

fördert Phosphat die

Blüte- und Fruchtbildung sowie die

Stärkeeinlagerung in das Korn. Der Bedarf

an Phosphat liegt gemäss den neuen

Düngungsnormen (GRUDAF 2009)

bei zirka 80 kg/ha, wobei in der Jugendentwicklung

von der vierten bis

zehnten Wachstumswoche ein hoher

Anteil schnell verfügbarer Phosphor

(wasserlöslich) vorhanden sein muss.

Dies kann durch die vielerorts bereits

praktizierte Unterfussdüngung oder

durch Einarbeiten (breit) am besten sichergestellt

werden.

Direkt zur Saat Bei der Unterfussdüngung

werden Stickstoff und

Phosphordünger direkt zur Saat mit einem

zusätzlichen Aggregat zirka 5 cm

neben und unter dem Saatkorn abgelegt.

Dem wärmeliebenden Mais

kommt eine Düngung zur Saat vor allem

bei kühlen Frühlingswitterungsbedingungen

zugute. Kälte führt zu

schlechtem Wurzelwachstum und damit

zu einer ungenügenden Nährstoffaufnahme,

vor allem von Phosphat. Die

Unterfussdüngung bringt pflanzenverfügbaren

Stickstoff und Phosphor direkt

zur Wurzel und verbessert so die Nährstoffaufnahme.

Zusätzlich wird das

Wurzelwachstum durch die hohe Nährstoffkonzentration

im Düngeband angeregt.

Die Phosphornachlieferung beziehungsweise

die Verfügbarkeit aus

den Bodenvorräten, welche bei kühlen

Temperaturen stark eingeschränkt ist,

kann so wieder gesichert werden.

Für den Landwirt hat die Wahl des

richtigen Phosphordüngers eine hohe

Bedeutung, sind doch viele Betriebe in

der Phosphorbilanz mit dem Tierbestand

am Limit. Aber auch kleine Mengen

an wasserlöslichem Phosphor bringen

in gut versorgten Böden ein sehr

positives Resultat.

Damit der Lohnunternehmer auf die

verschiedenen Bedürfnisse seiner Kund-

Grafik: Verfügbarkeit von Stickstoff für die Maispflanze

kg N / ha

18

16

14

12

10

8

6

4

2

0

13 15 17 34 53 63 71 83 89

Blattentwicklung

Schossen Rispenschieben

Blüte Frucht -

bildung

Reife Ab sterben

Bedarf (Aufnahme) von Stickstoff durch die Maispflanze.

Verfügbarkeit und Wirkung von Nitratstickstoff (NS): Kalksalpeter.

Verfügbarkeit und Wirkung von Nitrat- und Ammoniakstickstoff (NS/NA): Ammonsalpeter.

Verfügbarkeit und Wirkung von Amidstickstoff (NU): Harnstoff granuliert.

Verfügbarkeit und Wirkung von Amid- und Ammoniakstickstoff (NU/NA): Sulfamid.

schaft eingehen kann, hat die Landor

zwei Dünger entwickelt. Je nach Betrieb

wird zwischen 1 bis 2 kg/a «No-Till» zur

Saat gedüngt. Wenn der Mais das Vierbis

Sechsblatt-Stadium erreicht hat,

wird der restliche Bedarf an Stickstoff

mit Harnstoff granuliert verabreicht.

Kali darf nicht fehlen Eine genügende

Kaliversorgung ist unentbehrlich

für die Bildung von Stärke und Zucker

im Maiskorn, erhöht die Standfestigkeit

sowie die Widerstandfähigkeit gegen

Stängelfäule und begünstigt die Kolbenausbildung.

Mais hat einen sehr hohen

Kalibedarf von 170 bis 250 kg/ha.

Dieser kann auch durch Hofdünger

(Gülle oder Mist) abgedeckt werden.

Magnesiumhaltige Stickstoffdünger

15 bis 20 kg/ha Magnesium

benötigt der Mais als Baustein der Blattgrünbildung

(bessere Assimilisation)

und als Unterstützung gegen Trockenstress.

Magnesium ist in den Maisdüngern,

aber auch im Hofdünger enthalten.

Zur Ergänzung können

magnesiumhaltige Stickstoffdünger zur

Saat oder Kieserit (16 % Magnesium

und Schwefel) eingesetzt werden.

Stadium

Spurenelemente übers Blatt

Bei den Spurenelementen ist vor allem

auf eine gute Bor-, Mangan- und Zinkversorgung

zu achten. Gerade bei nasskalten

Perioden im Frühling, in Moorböden

oder bei hohen pH-Werten gebührt

den Spurenelementen besondere

Aufmerksamkeit. Sinnvollerweise werden

solche Produkte gezielt als Einzel -

nährstoff-Blattdünger (z. B. Zintrac,

Mantrac, Bortrac) oder als Cocktail (z. B.

Patastar) appliziert. Vorteil dieser Mittel

ist die Formulierung, die eine gute, rasche

Aufnahmefähigkeit durch die Blätter

gewährleistet und ein Abwaschen

durch Regen oder Tau verhindert. Das

Element Bor unterstützt die Kolbenausbildung

und ist in Produkten wie «Polyvalent»

und «No-Till» vorhanden.

Autoren Roland Walder und Walter

von Flüe arbeiten als Düngeberater bei

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UFA-REVUE · 2 2010 47


SO GELINGT DER MAISANBAU

SONDERTHEMA

Vielversprechende Resultate

REDUZIERTE BODENBEARBEITUNG Wegen dem Verbot von Herbiziden lässt

sich eine Direktsaat im Bio-Anbau kaum gewinnbringend umsetzen. Bessere Chancen

hat die reduzierte Bodenbearbeitung. Seit 2003 untersucht das Forschungsinstitut

für biologischen Landbau unter anderem beim Mais, wie diese gegenüber dem Pflugeinsatz

abschneidet und welchen Einfluss die Düngungsstrategie hat.

Reduzierte

Boden bearbeitung:

Tief lockernd

mit Grubber …

Das Potenzial der reduzierten Bodenbearbeitung,

beispielsweise mit

Stoppelhobel oder Grubber an Stelle

des Pfluges, ist gross. Sie ermöglicht

eine Humusanreicherung im Oberboden,

eine höhere biologische

Aktivität, mehr Regenwürmer, stabilere

Krümel, eine höhere Wasserdurchlässigkeit,

weniger Erosion und eine Kosten-

und Energieeinsparung. Herausforderungen

sind Durchwuchs nach

Kleegras, mehrjährige Unkräuter, die

spätere N-Mineralisierung wegen langsamerer

Erwärmung im Frühjahr sowie

bodenbürtige Schaderreger und solche,

die auf Stoppelresten überdauern.

In Frick analysiert das Forschungsinstitut

für biologischen Landbau (FiBL)

seit sieben Jahren die Vor- und Nachteile

der reduzierten Bodenbearbeitung.

Folgende Methoden werden der Pflugvariante

gegenübergestellt: flach wendend

mit Stoppelhobel (5 cm tief) und

gelegentliches Lockern mit dem Grubber

(2x in sechs Jahren 15 cm tief). Die

Fruchtfolge im Langzeitversuch ist Mais,

Winterweizen, Sonnenblume, Dinkel,

Kleegras. Neben der reduzierten Bodenbearbeitung

werden der Hofdüngereinsatz

sowie der Nutzen von biodynamischen

Präparaten unter die Lupe

genommen.

Mehr Humus und Mikroorganismen

Es zeigt sich, dass der Humusgehalt,

mit reduzierter Bodenbearbeitung

zwischen 2002 und 2008 in 0 bis

10 cm Bodentiefe um 17 % höher lag als

mit Pflug. In einer Bodentiefe von 10 bis

20 cm gab es keinen signifikanten Unterschied

zwischen den beiden Verfahren.

Im Schnitt wiesen die reduziert bearbeiteten

Felder 37 % mehr mikrobielle

Biomasse auf.

Der Einsatz von biodynamischen Präparaten

führte zu geringen Veränderungen

in den gemessenen Bodeneigenschaften.

Kein Unterschied liess sich

zwischen dem Einsatz von Vollgülle

oder der Kombination von Mistkompost

und Gülle erkennen.

Trotz Unkraut mehr Ertrag Obwohl

2008 auf den Maisflächen mit reduzierter

Bodenbearbeitung mehr Unkraut

wuchs, lag der Ertrag 35 % über

der Pflugvariante. Beim Winterweizen

gab es einmal einen Minderertrag von

14 % (2003), einmal ein Plus von 22 %

(2009) und bei den Sonnenblumen

betrug der Mehrertrag zu Gunsten der

reduzierten Bodenbearbeitung 5 %

(2004). Einen Minderertrag gegenüber

dem Pflugeinsatz verzeichnete der Winterdinkel

(8 %, 2005). Beim Kleegras betrug

der Unterschied zu Gunsten der reduzierten

Bodenbearbeitung 23 %

(2007) bis 29 % (2006). Im Mittel waren

die Erträge mit reduzierter Bodenbearbeitung

um 13 % höher. Die Unterschiede

zugunsten der reduzierten Bodenbearbeitung

in den letzten Jahren sind auf

dichtere Bestände zurückzuführen, bedingt

durch eine bessere Bodenstruktur

und den höheren Humusgehalt.

Düngung mit grossem Einfluss

In Muri (AG) und Aesch (BL) werden

nun Parzellenversuche angelegt, die begeleitet

sind durch Streifenversuche auf

neun verschiedenen Betrieben in der

Nordwestschweiz, im Kanton Bern und

in der Westschweiz, um die Erfahrungen

mit der reduzierten Bodenbearbeitung

breiter abzustützen. Mais, Winterackerbohnen,

Winterweizen und Kleegras ist

die Fruchtfolge. Die Auswertung des Silomais-Anbaus

2009 in Muri bestätigen,

dass die reduzierte Bodenbearbeitung

zu einem massiven Unkrautbesatz während

der gesamten Vegetationsdauer

48 2 2010 · UFA-REVUE


SO GELINGT DER MAISANBAU

SONDERTHEMA

KURZMELDUNGEN

Maistag am Strickhof

Am 5. Februar 2010 organisiert UFA-

Samen wieder den beliebten Maistag am

Strickhof Lindau (ZH). Das Programm

umfasst unter anderem die Vor- und

Nachteile der neuen Maissorten sowie die

neuen Grundlagen für die Düngung im

Acker- und Fütterbau (GRUDAF), welche

Grossviehmast- oder gemischte Betriebe

mit viel Silomaisanbau besonders

betreffen.

Maistag am Inforama Rütti

In Zusammenarbeit mit der fenaco

organisiert das Inforama im Jahr 2010 zwei

Veranstaltungen zum Thema Mais. Am 2.

Juni 2010 findet eine halbtägige Flurbegehung

zu den Aktualitäten im Feld statt. Der

Hauptanlass ist dann am 15. September

2010. An diesem Tag werden folgende

Aspekte thematisiert: Anbauverfahren

(Pflug, Mulchsaat, Direktsaat, Streifenfrässaat),

Pflanzenschutz, Maissorten,

Saattermine und Saatdichte, Düngung,

Fusarienproblematik, Fütterung (Schweine,

Rindvieh), Maiskonservierung, Wirschaftlichkeitsüberlegungen

sowie die Erntetechnik.

Alle Veranstaltungen finden am

Inforama Rütti in Zollikofen (BE) statt.

Weitere Infos auf www.inforama2010.ch

führt, wobei eine zusätzliche Düngung

den Unkrautdruck noch erhöht. Nach

der Blüte hatte die Düngung keinen statistisch

signifikanten Einfluss mehr auf

die Unkrautbedeckung, dafür gab es in

dieser Phase bedeutende Sortenunterschiede.

Unter dem Strich beeinflusste die reduzierte

Bodenbearbeitung den Silomais-Trockensubstanzertrag

(TS-Ertrag)

leicht negativ. Dagegen steigerte die

Düngung den TS-Ertrag signifikant. Er variierte

zwischen 14 t auf ungedüngten

Parzellen bis 18.3 t TS/ha bei NPK-Gaben

von 85 kg N, 40 kg P 2

O 5

und 110 kg K 2

0

pro Hektare. Güllegaben mit 85 kg

beziehungsweise 170 kg Total-N erreichten

Erträge von 16.2 t beziehungsweise

16.7 t TS pro Hektare. Mit der reduzierten

Bodenbearbeitung traten an den Silomaiswurzeln

besonders in 1 bis 10 cm

Bodentiefe mehr Mykorrhizapilze auf als

mit Pflug. Auch in 10 bis 20 cm Tiefe liess

sich ein Effekt, wenn auch ein kleinerer,

zu Gunsten der reduzierten Bodenbearbeitung

feststellen. Wie erwartet wurden

die Mykorrhizapilze durch Düngung reduziert.

Die verschiedenen Silomaissorten

hatten ebenfalls einen Einfluss auf

das Mykorrhizavorkommen.

Sorten reagieren unterschiedlich

Nach einer vorläufigen Auswertung

reagierten die Silomaissorten in

Muri äusserst unterschiedlich auf die

Düngung und Bodenbearbeitung. In der

Pflugvariante fiel der Düngungseinfluss

generell weniger stark aus, wohl wegen

der stärkeren Durchlüftung des Bodens

und der dadurch besseren Mineralisierung

des bodenbürtigen Stickstoffs.

Empfehlungen Für definitive Aussagen

über den Effekt der reduzierten

Bodenbearbeitung müssen noch Untersuchungen

auf weiteren Standorten abgewartet

werden. Bio-Landwirte, welche

die reduzierte Bodenbearbeitung

testen möchten, beginnen am besten

immer zuerst auf kleinen Flächen, um

das Risiko zu mindern. Das Risiko hält

sich auch in Grenzen, wenn vorerst mit

konkurrenzstarken Kulturen wie Getreide

begonnen wird. Dauergrünland sollte

auf jeden Fall bereits im frühen

Herbst umgebrochen werden und zwischen

der Bearbeitung und der Neuansaat

sollte die Grasnarbe gut austrocknen

können.


Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,

8401 Winterthur

Dieser Artikel basiert auf dem Vor trag

von Monika Messer, Forschungsinstitut

für biologischen Landbau (FiBL) am

Infotag vom 7. Dezember 2009 am LBBZ

Arenenberg.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 2 · 10

… oder flach

wendend

mit Stoppelhobel.

Totalschaden wegen Krähen

2009 war ein Horrorjahr für manche Bio-

Maisproduzenten. Während im konventionellen

Anbau die Saatgutbeizung gegen

Krähen eine gute Wirkung zeigt, gibt es im

Bio-Anbau mehr Schwierigkeiten mit

diesen schlauen Vögeln. Dabei hatte die

Methode der Krähenrupfungen vorerst

noch gut funktioniert, wie Hans Ramseier

von der Schweizerischen Hochschule für

Landwirtschaft in Zollikofen bestätigt. Die

Federn wurden jeweils auf dem Maisfeld in

Kreis form verteilt, damit es aussah, wie

wenn ein Habicht am Werk gewesen sei.

Mit der Zeit durchschauten die Krähen

diese List. Da ihnen die gebeizten

Maiskörner auf konventionellen Feldern

nicht schme cken, ernähren sie sich

vermehrt auf Bio-Maisfeldern oder von

Sonnenblumen- und Gemüsekernen.

Bio-Pflanzenschutzmittel

gefragt

Die wachsende Nachfrage nach Bio-Pro -

dukten lässt auch den Bedarf an biologischen

Pflanzenschutzmitteln ansteigen.

Laut einer Studie der Unternehmensberatung

Frost & Sullivan soll der wertmässige

Umsatz mit Bio-Pflanzenschutzmitteln in

Westeuropa und Nordamerika bis im Jahr

2015 von momentan 590 auf 1020 Mio.

Dollar wachsen. Berücksichtigt wurden in

der Studie sowohl mikrobielle Biopestizide

und biochemische Pestizide als auch

Nutzinsekten.

UFA-REVUE · 2 2010 49


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50 2 2010 · UFA-REVUE


SO GELINGT DER MAISANBAU

GVO-Freiheit hat ihren Preis

SONDERTHEMA

IMPORT VON MAISPRODUKTEN Während Konsumenten und Landwirte in der

Schweiz gegenüber der Gentechnik skeptisch eingestellt sind, nimmt der Anbau

von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen, besonders auch von Mais, weltweit zu.

Langsam, aber sicher stellt sich die Frage, ob die Versorgung mit GVO-freien

Maisprodukten noch gesichert ist.

In Bezug auf die Anbaufläche gentechnisch

veränderter Pflanzen

(GVO) liegt Mais mit rund 35 Mio.

Hektaren und einem Anteil von etwa

23 % an der Weltproduktion nach

Soja an zweiter Stelle. Seit seiner Premiere

vor 14 Jahren in den USA, hat der

GVO-Anbau stetig zugenommen. Während

sich der Anteil an GVO-Mais in den

USA auf über 80% beläuft, werden in

der EU auf etwas mehr als 110 000 ha

solche Maissorten produziert. Die sieben

GVO-Mais anbauenden EU-Länder

sind Spanien, Tschechien, Rumänien,

Portugal, Polen und die Slowakei.

Frankreich hat auf politischen Druck ein

temporäres Anbauverbot verhängt,

nachdem es punkto GVO-Maisfläche

nach Spanien europaweit an zweiter

Stelle gelegen hatte. Beim Mais sind es

momentan die Herbizidtoleranz sowie

die Resistenz gegen den Maiszünsler

und Maiswurzelbohrer, die für die Saat

von GVO-Sorten sprechen.

Komplexe Sache Aber von manchen

Seiten werden die Vorteile der

Gentechnik massiv in Frage gestellt. Beispielsweise

hat sich in einer Studie der

französischen Universitäten Caen und

Rouen gezeigt, dass die drei gentechnisch

veränderten Maissorten

MON810, MON863 und NK603 von

Monsanto bei der Verfütterung an Ratten

zu einer signifikanten Veränderung

der Blutwerte in Leber und Nieren führen.

Von der EU verlangt Greenpeace

deshalb ein Importverbot und einen Anbaustopp

für die betroffenen Maissorten.

Kritisch wird die Gentechnik auch

in der Schweiz beurteilt. Dem Zwischenbericht

aus dem Schweizer Forschungsprogramm

NFP59, das nach

dem Moratorium für den Anbau von

GVO-Kulturpflanzen im Jahr 2007 gestartet

worden war und 29 Projekte beinhaltet,

lässt sich entnehmen, dass nur

ein Viertel der Konsumenten GVO-Lebensmittel

konsumieren möchte, während

etwa ein Drittel der Landwirte dem

GVO-Anbau grundsätzlich positiv gegenübersteht.

Doch mit dem zunehmenden GVO-

Anbau wird die Versorgung mit GVOfreier

Ware immer anspruchsvoller. So

hat die EU-Kommission kürzlich den Import

von GVO-Maissorten genehmigt,

um die Sojaeinfuhren zu sichern. Weil in

der EU eine Nulltoleranz gegenüber

nicht zugelassenen GVO gilt und sich

aus früheren Schiffsladungen GVO-Spuren

nachweisen liessen, hatten Händler

aus Angst vor minimalen Verunreinigungen

vorläufig auf den Import aus

den USA verzichtet.

Wahlfreiheit? Im Maisbereich gehören

Maisstärke und Maisglukose zu

den importierten Produkten, die in der

Schweiz für die Herstellung von Lebensmitteln

benötigt werden. Die hiesige

Lebensmittelverordnung schreibt

vor, dass ein Nahrungsmittel als «gentechnisch

oder genetisch verändert» deklariert

werden muss, wenn es mehr als

0.9 % GVO-Anteil enthält. Damit soll

die Wahlfreiheit für die Konsumenten

gewährleistet werden. Eine solche Deklarationslimite

wurde eingeführt, da

sich bei Ernte, Transport oder Verarbeitung

unbeabsichtigte Vermischungen

von herkömmlichen mit GVO-Produkten

nicht restlos vermeiden lassen. Körnermais

und Maisstärke aus den Nachbarländern

erfüllen die Forderung nach

maximal 0.9 % GVO-Anteil laut Paul

Klemenz von der fenaco problemlos,

wobei die Kontrollaufwendungen beträchtlich

seien (siehe Kasten).

Allerdings gestaltet sich die Abgrenzung

von GVO-haltiger und «normaler»

Ware nicht immer einfach. Beispielsweise

werden Bakterien, Pilze und He-

Kontrollanforderungen nehmen zu

In den USA sind gegen 30 gentechnisch veränderte Maissorten sowohl

für den Anbau als auch zur Fütterung zugelassen. In der EU sind es

vielleicht ein halbes Dutzend und in der Schweiz im Prinzip deren drei,

wobei die Zulassungen in Europa meistens nur die Verfütterung, nicht

aber den Anbau betreffen. Diese spezielle Situation erfordert beim

Import von Mais und Maisprodukten spezielle Massnahmen. Bei der

fenaco gelten daher minutiöse Arbeitsanweisungen, wann welche

Kontrollmechanismen in Kraft treten:

Produkte aus den USA sind nur bei ernsten Versorgungsengpässen

erlaubt und nur nach Vorliegen einer eventspezifischen GVO-Analyse,

die mindestens die zwölf wichtigsten GVO-Sorten abdeckt. Eine

weitere Herausforderung stellt in diesem Fall die Interpretation der

Analysenresultate dar. Nur wenn zweifelsfrei feststeht, dass die Ware

der schweizerischen Gesetzgebung entspricht, wird importiert.

Produkte aus der EU sind etwas einfacher zu handhaben. Hier genügt

meistens ein GVO-Screening der wichtigsten bekannten Marker-Gene

(35S und NOS), um das Vorhandensein von GVO ausschliessen zu

können. Auch hier gilt, nur wenn zweifelsfrei feststeht, dass die Ware

der hiesigen Gesetzgebung entspricht, wird importiert.

Produkte aus China (z.B. Maiskleber) sind bis heute praktisch immer

GVO-frei und können demzufolge problemlos verfüttert werden. Aber

auch diese Produkte durchlaufen zwei Sicherheitsstufen, nämlich eine

Analyse beim Seeschiff und eine weitere beim Rheinschiff.

Produkte aus der Schweiz sind, dank Anbaumoratorium, in der tiefsten

Kontrollstufe und werden nur ein- bis zweimal pro

Jahr untersucht.

Ohne Zweifel werden die Kontrollanforderungen

zunehmen. So genannte gestackte

Produkte (pro Pflanze mehr als eine

gentechnische Veränderung) sind in den

USA bald die Regel. Diese Situation

erfordert ein genaues Beobachten der EU-

Gesetzgebung und letztlich auch eine gute

und konstruktive Zusammenarbeit mit

unseren eigenen Behörden.

Paul Klemenz, Leiter Futterproteine

bei fenaco-GOF

UFA-REVUE · 2 2010 51


SO GELINGT DER MAISANBAU

SONDERTHEMA

fen heute mit gentechnischen Verfahren

so umgebaut, dass sie kostengünstig bestimmte

Substanzen produzieren, die

Schweiz ist der EU voraus

fenaco ist Mitglied beim Branchenverband Swiss-Seed. Dieser erreichte

vor zehn Jahren bei den zuständigen Behörden, dass die Schweiz als

eines der ersten Länder weltweit einen Grenzwert für unbeabsichtigte

Verunreinigung mit GVO im Saatgut von 0.5 % eingeführt hat. Die EU

hat immer noch keinen Grenzwert. Wird die Verunreinigung vor der

Aussaat festgestellt, ist der Saatgutverkauf verboten. Es gilt also Null-

Toleranz. Die 0.5 % kommen nur zum Tragen, wenn der Posten bereits

ausgesät ist: Ist die Verunreinigung unter 0.5 %, muss der Bestand nicht

umgepflügt werden.

Die Saatgutfirmen mussten sich für ein rigoroses Qualitätssicherungskonzept

verpflichten. Dieses hat bisher hervorragend

funktioniert. So muss jedes Import-Lot der am

meisten betroffenen Arten Mais, Soja, Futterrüben,

Raps, Tomaten und Zichorien dem Bundesamt für

Landwirtschaft (BLW) gemeldet werden, das innert

24 Stunden entscheidet, ob eine amtliche

Stichprobe gezogen wird. Im Frühling 2009 wurde

festgestellt, dass vor allem aus der Vermehrung in

Chile verunreinigte Proben angefallen sind, die

Qualitätskonzepte aber funktioniert haben.

Albert Gysin, Leiter Saatgutbereich

bei UFA-Samen und Geschäftsführer

von Swiss-Seed

als Zusatz- und Hilfsstoffe in der Lebensmittelwirtschaft

verwendet werden.

Weit verbreitet ist auch der Einsatz

gentechnisch veränderter Mikroorganismen

bei der Herstellung von Enzymen,

etwa zur Zerlegung von Maisstärke in

ihre Zuckergrundbausteine. Aus diesem

Prozess gehen Lebensmittelzutaten wie

Traubenzucker, Glukosesirup oder verschiedene

Zuckeraustauschstoffe hervor.

Zu Gunsten der Labelproduktion

Während der GVO-Anbau in der

Schweiz verboten ist, haben in der EU

nur ein bis zwei GVO-Maissorten die

Aussaatbewilligung erhalten. Länder

wie Österreich oder Ungarn nutzen jedoch

die Möglichkeit im europäischen

Gentechnikgesetz, den Anbau zu untersagen.

Hingegen steht in der EU – genehmigte

Sorten und entsprechende

Kennzeichnung vorausgesetzt – der Fütterung

von GVO-Mais nichts im Wege.

In der Schweiz gilt eigentlich dieselbe

Regelung wie in der EU, nur füttert man

hier zu Lande wegen dem hohen Anteil

an Labelprodukten freiwillig GVO-frei.

Bei Futtermitteln beträgt die Limite für

die GVO-Kontamination beim Import

wie bei den Lebensmitteln 0.9 %. Die

schweizerische Futtermittelbehörde

führt regelmässig Kontrollen an der

Grenze durch und überwacht die inländischen

Futtermittelhersteller und

Händler. Maispflanzenwürfel (rund

13 000 t pro Jahr, abnehmend) und Körnermais

(stark schwankend von 40 000

bis 160 000 t) kommen zu Futterzwecken

vorwiegend aus Österreich,

Deutschland, Frankreich, Italien und

Ungarn – also aus Ländern, wo der

GVO-Anbau noch wenig Fuss gefasst

hat.

Wie lange noch aus China? Einen

wichtigen Anteil im Futterbereich

macht jedoch der Import von jährlich

rund 50 000 t Maiskleber aus. Maiskleber

ist ein Nebenprodukt der Maisverarbeitungsindustrie

mit rund 60 % Rohprotein

und für die Milchvieh- (hohe

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Lexus enthält Flupyrsulfuron-Methyl. Lexus Class enthält

Flupyrsulfuron und Carfentrazone-Ethyl. Gefahrenhinweise auf

den Packungen beachten.

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52 2 2010 · UFA-REVUE


SO GELINGT DER MAISANBAU

SONDERTHEMA

Der Kreis der Länder, die

GVO-freie Ware produzieren,

wird immer kleiner.

Bild: transgen.de

Eiweissbeständigkeit im Pansen)

und Geflügelfütterung (hohe Energie-,

Methionin- und Xanthophyllpigment-Gehalte)

sehr beliebt. Hier

zu Lande gibt es keine entsprechenden

Brennerei- und Stärkeproduktionsindustrien.

Ware aus der

EU würde die Limite an 0.9 % GVO-

Kontamination unterschreiten, kostet

aber viel.

Mit rund 80 % der Maiskleberimporte

ist darum China der Hauptlieferant.

Zur Zeit gilt in China ein Verbot

für den GVO-Maisanbau.

Jedoch wurde kürzlich eine GVO-

Sorte bewilligt, die 2011 oder 2012

in den Anbau gelangen könnte. In

Europa ist eine Zulassung dieser

Sorte, so Paul Klemenz, äusserst unwahrscheinlich,

so dass selbst

kleinste Kontaminationen einen Import

verhindern werden. Der Maiskleber

müsste dann wieder vermehrt

aus anderen Ländern

kommen. Ob das zu denselben

preislichen Bedingungen machbar

wird, ist fraglich. Zum weiteren

Kreis der Länder, die aktuell Maiskleber

nach der Schweiz exportieren,

gehören unter anderem Frankreich,

Österreich, Italien und

Deutschland. Alternative Proteinträger,

die keine Leistungseinbussen

zur Folge haben, sind in ausreichenden

Mengen schwer zu finden.

Auch beim Saatgut, wo der GVO-

Schwellenwert für bereits gesäte

Pflanzen bei 0.5 % liegt, verengt

sich der Kreis der Lieferländer. Wie

bei den Lebens- und Futtermitteln

werden umfassende Massnahmen

getroffen, um diesen Schwellenwert

einhalten zu können (siehe Kasten).

Fazit Obwohl der GVO-Maisanbau

global zunimmt, ist der Import

von GVO-freien Produkten momentan

gesichert. Aber der Kontrollaufwand

der Importeure hat

seine Kosten. Auch der enger werdende

Kreis valabler Exportländer

kann den Preis für die GVO-Freiheit

noch steigern. Die skeptische Konsumentenstimmung

erlaubt zur Zeit

keinen anderen Weg. Dies obwohl

GVO-frei aufgrund der schwierigen

Abgrenzung nicht mehr wirklich

GVO-frei bedeutet.


Autor Matthias Roggli,

UFA-Revue, 8401 Winterthur

Unter www.fenaco-gof.ch

(Downloads) sind die Zertifikate

und Dokumente einsehbar,

welche die umfassenden Mass -

nahmen für den Import

von GVO-freier Ware belegen.

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UFA-REVUE · 2 2010 53


SO GELINGT DER MAISANBAU

SONDERTHEMA

Lässt der Klimawandel die

Schädlinge zweimal fliegen?

DIE BIVOLTINEN MAISZÜNSLER sind mittlerweile vereinzelt auch in der Schweiz

angekommen. Von verschiedenen Seiten wird daher die richtige Bekämpfungsstrategie

diskutiert. Unkenntnis oder biologische Kompetenz?

Regina

Burger

Im Jahr 2009 ist in Deutschland mit

dem Trichogramma-Einsatz gegen

den Maiszünsler in einem knapp

3000 ha grossen Saatmais-Anbaugebiet

ein beachtlicher Erfolg errungen

worden. Eine starke Population von

Maiszünslern, die in ungewöhnlicher

Weise zwei Generationen pro Jahr (bivoltin)

vollzog, hatte dort den Landwirten

seit 2006 vorher nicht gekannte

Probleme beschert. Im Vergleich zu den

drei Vorjahren führte 2009 eine neue,

vom Kompetenzzentrum Nützlinge der

fenaco entwickelte Strategie des Trichogramma-Einsatzes

zur starken Schadensminderung.

Nach der Maisernte im

vergangenen Herbst zeigten sich sowohl

die Saatgutproduzenten als auch die

amtlichen Dienste (Regierungspräsidium

Freiburg und Vertreter des Landwirtschaftlichen

Technologiezentrums

Stuttgart/Karlsruhe) mit der neuen Bekämpfungsstrategie

höchst zufrieden.

Grafik: Univoltine und bivoltine Zünsler

Bivoltin

Flug + Eiablage

1. Generation

Univoltin

Flug + Eiablage

Bivoltin

Flug + Eiablage

2. Generation

25.5 15.6. 28.6. 23.7. 3.8. 15.9.

Bereits im Mai Nach bisherigen

Kenntnissen lebt der Maiszünsler in der

Schweiz nur während einer Generation

(univoltin). Das bedeutet: Aus den

überwinternden Larven entwickeln sich

im Mai die Puppen, aus denen um den

15. Juni die Falter schlüpfen. Der Falterflug

mit Eiablage dauert bis zirka Anfang

August. Anders bei den jetzt neu

auftretenden bivoltinen Maiszünslern:

Hier schlüpfen die ersten Falter bereits

etwa drei Wochen früher, also um den

20. Mai. Sie legen Eier, bilden Larven

und Puppen, aus welchen jetzt noch

einmal Falter schlüpfen und erneut Eier

ablegen (Grafik). In Saatmaisgebieten –

das sind temperaturbegünstigte Lagen,

wo verschiedene Entwicklungsstadien

des Maises zur gleichen Zeit nebeneinander

stehen – scheinen sich die bivoltinen

Zünsler deshalb kräftiger und

zahlreicher zu vermehren.

Mittels Pheromonfallen wird die Verbreitung der bivoltinen

Maiszünsler im Auge behalten.

Nur wenige Gebiete betroffen

Momentan sind sich die Fachleute in

der Schweiz einig: Die bivoltinen Maiszünsler

in einer bekämpfungsnotwendigen

Grössenordnung gibt es nur auf

einer seenahen, zehn Hektar grossen

Saatmaisfläche bei Gland, im La Côte,

Kanton Waadt. Einzelne bivoltine

Zünslerexemplare, die in der Nähe des

Genfersees, ebenfalls im Kanton

Waadt, gefunden wurden, führten

zwar zu heftigen Diskussionen, aber

nicht zu nennenswerten Schäden an

der Maiskultur.

54 2 2010 · UFA-REVUE


SO GELINGT DER MAISANBAU

SONDERTHEMA

Beobachtung intensiviert

Warum aber diese Hysterie, wenn

doch die Vertreter der kantonalen

Pflanzenschutzstellen ihre Maiszünsler-Befallssituation

kennen?

Amtliche Dienste, die Forschungsanstalt

Agroscope Changins-Wädenswil

und auch das Kompetenzzentrum

Nützlinge wollen ein

realistisches Bild des Vorkommens

von bivoltinen Maiszünslern aufzeigen.

Bereits im Jahr 2009 erhöhten

die Beteiligten die Anzahl

der Beobachtungspunkte deutlich

und in der neuen Saison werden

weitere Pheromonfallen, die selektiv

Maiszünsler fangen, an zusätzlichen

Standorten installiert. Damit

verdichtet sich das länderübergreifende

Maiszünsler-Monitoring und

die Aussagekraft der Resultate für

die Anwenderpraxis wächst stetig!

In den allermeisten Fällen

werden es Schweizer Maisproduzenten

auch in der kommenden

Kampagne mit dem bekannten

univoltinen Zünsler zu tun haben,

der sich mit Trichogrammen

wirkungsvoll bekämpfen lässt.

bieten bietet sich der Einsatz des

innovativen Produktes «Trichocap

plus» an, das durch eine verzögerte

Schlupfwelle die nur einmalige

Ausbringung ermöglicht und damit

wertvolle Arbeitszeit spart.

Autorin Regina Burger,

LANDI Reba, 4053 Basel.

Wirkungsweise der Tricho -

grammen Trichogrammen sind

parasitisch lebende Insekten,

deren Nachkommen sich von

Zünslereiern ernähren. Dies bringt

die Maisschädlinge zum Absterben

und es erwachsen neue Schlupfwespen

aus den zerstörten Eiern,

die wiederum die gefürchteten

Schädlinge parasitieren.

Laudis

das

Maisherbizid

Mit Stolz zeigen wir

Ihnen den

Trichogrammen wirken Nur

auf den 10 ha in Gland muss im Jahr

2010 die Trichogramma-Einsatzstrategie

geändert werden. Für die

restlichen Gebiete gilt wie seither:

Bestellung Informieren Sie sich

In Lagen mit bekannt hohen Maiszünslerdichten

bei der LANDI Reba. Tricho -

Laudis-Effekt!

(über 40 befallene gramma-Bestellungen können Sie

Pflanzen pro 100 Pflanzen im Vorjahr)

bei der LANDI Reba ( 061 338

müssen Trichogrammen in

40 40, www.landireba.ch) oder

über Ihre LANDI vor Ort bis Ende

den üblichen, zweimaligen Freilassungen

März 2010 vornehmen.

Bayer (Schweiz) AG · CropScience · 3052 Zollikofen

(Trichobox oder Trichocap-

Telefon: 031/ 869 16 66 · www.bayercropscience.ch

Kapseln) angewendet werden. In

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schwachen bis mittleren Befallsgewww.ufarevue.ch

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auf den Packungen beachten.

UFA-REVUE · 2 2010 55


BIO-SEITE

Sonderschau Bio-Landbau

AN DER TIER & TECHNIK vom 25. bis 28. Februar 2010

in St. Gallen organisiert Bio-Suisse eine Sonderschau.

UFA ist als Bio-Partner mit dabei und stellt den Tierhaltern

ihr breites Produkte- und Dienstleistungsangebot für Bio-

Betriebe vor.

Hanspeter Geisser

vom UFA-Beratungsdienst

Wil (r.) und

Bio-Landwirt

Melchior Stauf -

facher aus Nesslau

(TG) besprechen das

Optimierungs -

potenzial in der

Fütterung. Dazu

bietet auch

die Tier & Technik

viel Gelegenheit.

Die Nachfrage nach Bio-Produkten

ist ungebremst gross, das Angebot

hingegen in vielen Bereichen knapp.

Was es für eine Betriebsumstellung

braucht, verdeutlicht die Sonderschau

«Alternative: Bio-Landbau». Bio-Suisse

zeigt mit Partnern aus Forschung, Beratung,

Verarbeitung und Handel an der

Tier & Technik vom 25. bis 28 Februar

2010 in St. Gallen in der Halle 1.1 auf,

für welche Betriebe sich eine Umstellung

besonders lohnt und wo die Vorteile

und Herausforderungen liegen.

Fachliche Information An der

Sonderschau erfahren interessierte

Landwirte, welche wirtschaftlichen und

anbautechnischen Unterschiede den

Bio-Landbau ausmachen. Welche Produkte

sind besonders gefragt? Wer sind

die Partner im Bio-Markt? Welches die

wichtigsten Verkaufskanäle? Was gilt es

bei der Umstellung zu beachten?

Tierhaltungsspezialisten Neben

Coop und weiteren Ausstellungspartnern

ist auch UFA als Spezialist für

Tierernährung dabei. Für Milchvieh,

Schweine, Geflügel, Pferde, Kaninchen,

Schafe, Ziegen und Fische bietet die

UFA im Bio-Bereich ein umfassendes

Angebot. Die Futter sind in der LANDI

regional erhältlich. Im Bio-Futterwerk

Hofmatt verarbeitet die UFA am meisten

Schweizer Bio-Rohwaren und unterstützt

damit den Schweizer Bio-Landbau.

Die UFA-Berater sind ausgewiesene

Tierhaltungsspezialisten und unterstützen

den Bio-Tierhalter gerne bei Fütterungs-,

Management- oder Vermarktungsfragen.

UFA steht für erfolgreiche

Bio-Tierhaltung.


Details zu den Bio-Futtern der UFA AG

finden Sie unter www.ufa.ch.

Mehr Informationen rund um die Tier

& Technik gibt es auf

www.tierundtechnik.ch.

INFOBOX

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KURZMELDUNGEN

Gesucht Bio-Tierhalter

Konstant hohe Preise und sicherer Absatz

verspricht der Bio-Schweinemarkt. Aktuell

sind Züchter gesucht. Aber auch in der

Geflügelhaltung gibt es noch Möglichkeiten.

Interessenten melden sich beim UFA-

Beratungsdienst oder bei der Anicom.

Kein Laufstallobligatorium

In der Bio-Verordnung ist darauf

verzichtet worden, im Hinblick auf das

einmal avisierte Laufstallobligatorium für

Bio-Rindvieh eine Bestandesgrenze

festzulegen. Damit gilt die Ausnahme

vom Anbindeverbot neu für alle Bio-

Betriebe, die Rindvieh halten.

Mischungen mit mehr Bio

Ab diesem Jahr enthalten die ein- bis

dreijährigen Futterbaumischungen statt

50 % einen Anteil von 60 % an Bio-Komponenten.

Alte Mischungen dürfen noch

aufgebraucht werden und sind bis Ende

2010 noch handelbar. 400er-Mischungen

müssen wie bisher einen Bio-Anteil von

mindestens 40% aufweisen. Für 2011 ist

in den Futterbaumischungen keine Erhöhung

des Bio-Anteils mehr vorgesehen.

Lenkungsabgabe

Auf konventionellen Pflanzkartoffeln und

Erdbeersetzlingen erhebt Bio-Suisse neu

eine Lenkungsabgabe. Damit soll ein

Preisvorteil gegenüber jenen, die

biologisches Vermehrungsmaterial

erwerben, vermieden werden. Für den

Zukauf von nichtbiologischem Vermehrungsmaterial

braucht es eine Bewilligung

vom Forschungsinstitut für biologischen

Landbau.

Kontrollen vereinfacht

In Zukunft werden die Kontrollen für Bio-

Landwirte vereinfacht. Die Firmen

bio.inspecta, OIC und SQS wollen die

Aufträge zur Kontrolle der über 90 Labels

und Normen unter sich koordinieren. Nur

noch bio.inspecta wird das Bio-Regelwerk

in der Produktion kontrollieren, während

die OIC die Bio-Richtlinien in der

Verarbeitung und im Handel überprüft

und die SQS nach wie vor die Nahrungsmittelsicherheits-

und Qualitätsstandards

beaufsichtigt. Landwirte können sich

weiterhin an ihre Kontrollorganisation

wenden. Bestätigt hat die Bio-Suisse

ausserdem die Zulassung der Bio Test

Agro AG für die Kontrolle und Zertifizierung

von Verarbeitungs- und Handelsbetrieben

mit höchstens 100 Stellenprozenten

und einem Gesamtumsatz von

maximal 4 Mio. Fr. nach den Richtlinien

der Bio-Suisse.

56 2 2010 · UFA-REVUE


Marktplatz

Fortsetzung

von Seite 28

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Fortsetzung

Seite 71


beachten.

UFA-REVUE · 2 2010 57


NUTZTIERE

KURZMELDUNGEN

Zuchtwerte neu gewichtet

Tier & Technik,

25.– 28. Februar 2010

Während ihres zehnjährigen Bestehens

hat sich die Tier & Technik

als führende Schweizer Landwirtschafts-Fachmesse

etabliert. Vom

25. bis 28. Februar 2010 ist es wieder

soweit. Auf dem Olma-Gelände

in St. Gallen warten hochkarätige

Tierausstellungen, informative

Sonderschauen und ein praxisorientiertes

Rahmenprogramm auf

die Tierhalter. Über 330 Aussteller

präsentieren auf einer Fläche von

rund 30 000 m 2 ihre Highlights für

eine fortschrittliche und wettbewerbsfähige

Landwirtschaft. UFA

Bei den Schweinen hat auf dieses

Jahr die Gewichtung der Teil- und

Gesamtzuchtwerte etwas geändert.

So wird bei den Zuchtkandidaten

der Mutterlinien wie auch bei den

Endprodukten der Vaterlinien die

Gewichtung der Masttageszunahme

(MTZ) hin zur Lebendtageszunahme

(LTZ bzw. TZS) verschoben. Die Gewichtung

vom Anteil wertvoller

Fleischstücke (AwF) fällt bei beiden

Mutterlinien nun etwas höher aus.

Dasselbe gilt für den Tropfsaftverlust

(DL) bei der Edelschwein-Vaterlinie

sowie bei Duroc. Die Bedeutung

der lebend geborenen Ferkel

(LGF) nimmt bei den Mutterlinien

zu Gunsten der Ferkelaufzuchtsrate

(FAR) ab. Punktuelle Veränderungen

haben auch bei den Exterieurmerkmalen

stattgefunden. Stärker

gewichtet werden die Zitzen bei den

Vaterlinien, die X-O bei den Mutterlinien,

die Innenklauen bei Duroc,

die Schleimbeutel bei Edelschweinen

und Duroc sowie der

Gang bei der Edelschwein-Vaterlinie

und der Schweizer Landrasse. Bei

Letzterer wird die Säbelbeinigkeit

jetzt etwas mehr bestraft und die

negative Gewichtung der Körperlänge

wird deutlich verringert. Mehr

dazu steht unter www.suisag.ch

Daniel Kaufmann, Suisag

und Anicom stellen ihre Produkte

und Dienstleistungen vor, darunter

die innovative, pansenfreundliche

Milchviehrations-Berechnung

nach UFA W-FOS sowie den preisgekrönten

UFA2000planer für Ferkelproduzenten.

Wie jedes Jahr

können allerlei Zuchttiere bewundert

werden. Im Mittelpunkt steht

die Milchviehzucht und -haltung

mit hochkarätigen Tierausstellungen

und dem Schauwettbewerb

der Interessengemeinschaft der

Brown Swiss-Züchter.

Wegen der Ölknappheit und aus

Umweltschutzüberlegungen gehört

die Zukunft den erneuerbaren

Energien. Firmen aus den Bereichen

Bio- und Solarenergie zeigen

daher ihre Neuheiten und Dienstleistungen.

Thematisiert werden

auch die Gewinnung, der Transport

und die Verarbeitung von

Energieholz.

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

Mehr Fitness ohne Silo?

In einer Dissertation an der Universität

für Bodenkultur in Wien (A), an

der knapp 41 000 Kühe der Rassen

Braunvieh, Fleckvieh und Holstein

Friesian beteiligt waren, hatte die

Silagefütterung beim Fleckvieh unter

anderem einen statistisch signifikant

höheren Zellgehalt in der

Milch sowie eine längere Zwischenkalbezeit

zur Folge als dies auf

Nicht-Silobetrieben der Fall war. Bei

den anderen Rassen liess sich dieser

Effekt des Silofutters auch erkennen,

allerdings schwächer.

Trächtigkeitsdauer korreliert

mit Geburtsverlauf

Die Trächtigkeitsdauer verfügt über

eine hohe Erblichkeit und korreliert

stark mit der Totgeburtenrate und

dem Geburtsverlauf. Das ergab eine

Studie mit Holstein- und Braunviehtieren

an der Universität für Bodenkultur

in Wien (A). Durch indirekte

Selektion anhand der Trächtigkeitsdauer

könnten der Geburtsverlauf

und die Totgeburtenrate demnach

rascher verbessert werden und die

Zuchtwerte würden sicherer.

Stallbau-Wettbewerb

Parallel einer aktuell in Deutschland

laufenden nationalen Kampagne

führen verschiedene Organisationen

auch in der Schweiz einen Wettbewerb

zu modernen Stallbaulösungen

für Milchvieh durch. Besonders

überzeugende und innovative Beispiele

werden im Rahmen einer

Preisverleihung anlässlich der Euro-

Tier-Messe 2010 in Hannover vorgestellt

und ausgezeichnet. Zusätzlich

werden die ausgezeichneten

Schweizer Projekte an der Tier &

Technik 2011 in St. Gallen präsentiert.

Der Wettbewerb ist in der

Schweiz vom Bundesamt für Landwirtschaft

mit insgesamt 10 000 Fr.

Preisgeld dotiert. Gesucht werden

zukunftsweisende landwirtschaftliche

Kooperationen im Milchviehbereich,

denen es durch einen neuen

Stall oder einen Um- oder Anbau

gelungen ist, sich und ihre Betriebe

strukturell und finanziell fit für die

Zukunft zu machen. Voraussetzung

ist, dass das Projekt von einer Kooperation

geplant und zwischen

dem 30. September 2002 und dem

30. September 2009 umgesetzt

wurde und nun zusammen mit den

Kooperationspartnern gemeinsam

bewirtschaftet wird. Einsendeschluss

ist der Montag, 22. Februar

2010. Mehr Informationen und die

Anmeldeunterlagen sind im Internet

unter www.stallbauwettbewerb.ch

zu finden.

Meyer AG und Schweizer AG

fusionieren

Die Meyer AG, 6023 Rothenburg,

und die Schweizer AG, 9536

Schwarzenbach, haben sich unter

dem Namen «Meyer Gruppe» zusammengeschlossen.

Entstanden

ist ein Unternehmen mit jahrzehntelanger

und praxiserprobter Familientradition.

Aus Mist Gold machen

– das kann zwar auch die

Meyer Gruppe nicht. Aber ein goldiges

Händchen beweisen bei Fragen

der Stallbau-, Entmistungsund

Umwelttechnologie, das ist

möglich. Da Vieh zwar Mist macht,

Mist aber nicht einfach Mist sein

muss, überlegt sich die Meyer

Gruppe schon beim Stallbau, was

für Mensch und Tier die sauberste

und bequemste Lösung ist. Bis hin

zur Nutzung von Biogas. Damit im

Stall keine dicke Luft entsteht. Dafür

gibt die Meyer Gruppe schon

bei der Planung ihr langjähriges

Wissen weiter und ist auch nach

der Auftragsausführung zur Stelle,

wenn es um Unterhalt und Optimierung

der Anlagen geht. Showroom

vor Ort: neuer Ausbau

«Standort-Ostschweiz».

Meyer Gruppe, 0848 100 800,

info@meyergruppe.ch,

www.meyergruppe.ch

58 2 2010 · UFA-REVUE


TOP

ANGEBOTE

UFA-AKTUELL

UFA-ACTUEL

SPEZIALITÄT DES MONATS

UFA top-start

Rabatt Fr. 10.–/10 kg Sack

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Rabatt Fr. 5.– / 10 kg Sack

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HYPONA 899 MASH

Rabatt Fr. 5.– / 25 kg Sack

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bis 13.03.2010

Qualitätskalbfleisch produzieren

mit richtiger Ergänzung der Vollmilch

TIPP DES MONATS

CONSEIL DU MOIS

milch gewählt. Diese Abstimmung

ist deshalb wichtig, weil bei zu geringem

oder falschem Einsatz die

Mastkälber die gewünschte Bemuskelung

und Fettabdeckung (Taxierung)

nicht erreichen.

Vollmilch- Anteil Einsatz

ergänzer Milchprotein

UFA 200 (((( Kälbermastmilch Universal

zu 0 – 25 % Vollmilch

UFA 201 (((( zu 25 – 50 % Vollmilch am Tränkeautomat

UFA 202 ((( zu mindestens 75% Vollmilch am

Tränkeautomat

UFA 203 ((( mit Instanteffekt, zum Anrühren und

Tränken mit Eimer

UFA 204 ( zu 100% Vollmilch am Tränkeautomat

UFA 212

Ergänzungsfutter für Mast- und

Aufzuchtkälber im Bio-Landbau

Aufzuchtmilchen

UFA 207 plus (((( Aufzuchtmilch Universal

UFA 207 instant ((

Aufzuchtmilch zu Vollmilch am Eimer

Anteil Milchprotein entscheidend

Für die Qualitätsbeurteilung

und den Preisvergleich

von Kälbermilch ist nicht

der Anteil an Magermilchpulver

(Anteil MMP) entscheidend, sondern

der Anteil an hochwertigem

Milchprotein am Gesamtprotein.

Um die Qualität einer Kälbermilch

besser beurteilen zu können,

hat die UFA das System der Qualitätssterne

eingeführt. Je mehr

Sterne eine UFA-Kälbermilch hat,

desto höher ist der Anteil Milchprotein

am Gesamtprotein.

Mit UFA top-start besser starten

Jetzt Rabatt

Fr. 10.– pro 10 kg Sack

in Ihrer LANDI

bis 27. Februar 2010

Stall- und Futterwechsel bedeuten

für Kälber immer Stress. Während

dieser Zeit haben die Kälber einen

erhöhten Bedarf an Vitaminen und

Spurenelementen. Kuhmilch alleine

reicht nicht aus, um den erhöhten

Bedarf zu decken. Eine ungenügende

Versorgung mit Vitaminen

und Spurenelementen

schwächt das Immunsystem und

führt zu gesundheitlichen Störungen

und Leistungseinbrüchen.

UFA top-start ist ein leicht lösliches

Vitamin- und Spurenelementkonzentrat

mit schnell verfügbaren

Wirkstoffen zur Ergänzung der

Tränkemilch bei Mast- und Auf-

zuchtkälbern in der Startphase. Die

konzentrierte Dosierung der Inhaltsstoffe

hilft dem Kalb über die

kritische Zeit und stellt auf eine

einfache Art eine genügende Eisenversorgung

sicher. Natürliche

Pflanzenwirkstoffe unterstützen

Das Problem

Die Symptome

Die Lösung

Die Qualitätsanforderungen der

Verarbeiter an den Schlachtkörper

sind nur mit einem professionellen

Fütterungsregime zu erreichen. Je

nach vertränkter Vollmilchmenge

wird die passende Ergänzungsdie

Abwehrkräfte der Kälber und

fördern die Sauglust. UFA top-start

ist im 10 kg Sack in Ihrer LANDI erhältlich.

Es kann über den Automaten

zudosiert oder mit der Tränke

im Eimer genau verabreicht

werden.

Stress führt zu hohem Krankheitsdruck bei Kälbern.

Die Zufuhr von Vitaminen und Spurenelementen

über die Kuhmilch reicht deshalb nicht zur

Bedarfsdeckung.

Schwächung des Immunsystems, struppiges Fell,

Leistungsdepressionen, Husten, Durchfall.

30 g pro Tier und Tag UFA top-start in der Tränke.

Enthält 1350 mg/kg Eisen, deshalb zu Beginn der

Mast einsetzen. Ab zirka 100 kg Körpergewicht auf

UFA top-fit wechseln.

UFA-REVUE · 2 2010 59


UNTERWEGS MIT...

EN ROUTE AVEC…

UFA-Berater Kurt Gmünder

Kurt Gmünder ist seit 15 Jahren für die

UFA als Fütterungsberater tätig. Im Gebiet

Appenzeller Mittel- und Vorderland,

Rheintal sowie im Fürstentum Liechtenstein

ist er bestrebt, eine professionelle,

wirtschaftliche Fütterung auf Milchviehwie

auch auf Schweinemastbetrieben

umzusetzen. Bevor Kurt Gmünder in den

Beratungsdienst der UFA eingetreten ist,

sammelte er über mehrere Jahre breite

Erfahrungen auf Milchwirtschaftsbetrieben

im Ausland und in der Schweiz als

selbstständiger Betriebshelfer. Kurt

Gmünder interessiert sich sehr für die

Fütterungstechnik und bietet seinen

Kunden Hilfe bei der Bedienung

der Fütterungscomputer an.

Seit einigen Jahren fokussiert

sich Kurt Gmünder auf die

Rindviehfütterung. Von seinem

breiten Wissen profitiert

auch Willi Büchel aus

dem Fürstentum Liechtenstein.

Milchproduktion aus

Passion Büchels haben im

Jahre 2005 ihren Hof aus den

engen Verhältnissen im Dorf ausgesiedelt.

Willi Büchel setzte mit

dem Neubau des Aussenklimastalles

auf sein persönliches Interesse, die

Milchwirtschaft. Heute werden im

neuen Boxenlaufstall 60 Braunvieh-

kühe und 50 Stück Jungvieh sowie einige

Mastkälber gehalten. Gemolken wird

in einem 2 x 6er Fischgrät-Melkstand.

Willi Büchel ist von diesem System

überzeugt, denn auch eine fremde Arbeitskraft

kann schnell und sicher in die

Melkarbeit eingearbeitet werden. Beim

Bau wurde auf einen hohen Komfort für

Tier und Mensch geachtet. Stolz ist der

Landwirt auf die grossen Plexiglasfenster,

die sich nach oben kurbeln lassen.

Zusammen mit den Schiebetoren und

einer Entlüftung im Lichtfirst kann die

Luftströmung im Stall gut gesteuert

werden. Auch die Stallhöhe von 8.4 m

Die neue Siedlung der Familie

Büchel im liechtensteinischen

Ruggell.

BLICKPUNKT

POINT DE VUE

unter dem Giebel trägt zum guten Stallklima

bei.

Silagefütterung Willi Büchel hat

sich beim Neubau für reine Silagefütterung

entschieden. So mussten in die

Dürrfutterlagerung und -mechanisierung

keine Investitionen getätigt werden.

Der grösste Teil des produzierten

Futters wird in den drei Fahrsilos mit je

400 m 3 gelagert. Bereits beim Einsilieren

wird entschieden, wie sich die Grundfutterration

für das kommende Jahr auf

dem Neugrütthof zusammensetzt, denn

in jedes Silo wird Mais und Grassilage

Willi

Büchel

Kurt Gmünder, Roggenhalm 362, 9055 Bühler (AR)

Geboren 12.5.1963

Ausbildung Landwirt mit Meisterprüfung, seit 1994

im Beratungsdienst Wil

Hobbies Tanzen und Wandern

Motto «Eine tiergerechte, wirtschaftliche Fütterung

ist der Schlüssel zum Erfolg.»

«Ich schätze die

vielseitige Beratung

der UFA sehr, durch

die vielen Tipps bin

ich weitergekommen!»

Eckwerte einer guten Teil-

Mischration nach UFA W-FOS

Der Futtermischwagen belastet das

Kilogramm Milch mit 2 bis 5 Rappen.

Diese Investition ist berechtigt, wenn

die Vorteile entsprechend genutzt

werden. Selbstverständlich sind einwandfreie

Grundfutter Voraussetzung,

denn die Komponenten werden durch

das Mischen nicht besser! Folgende Eckwerte

haben sich im Leistungsbetrieb

bewährt:

• Energiedichte: 6.1 bis

6.4 MJ NEL / kg TS

• Rohproteingehalt: 140 bis 155 g

• Rohfaser: 190 bis 210 g

• NDF 210 bis 230 g

• TS-Gehalt: 38 bis 45 %

60 2 2010 · UFA-REVUE


einsiliert. Im Sommer ist der grösste Teil

der Kühe und das Jungvieh auf der Alp.

Da jeweils nur ein Silo geöffnet wird, ist

ein genügender Vorschub im Silo gewährleistet.

So kann eine Nacherwärmung

vermieden werden. Mit den drei

Fahrsilos hat Willi Büchel die Möglichkeit,

drei verschiedene Grundfutterrationen

zusammenzustellen. So wird beispielsweise

das Silo, welches für den

Sommer/Herbst zur Weide bestimmt ist,

mit Grassilage aus dem ersten Schnitt

(hoher Zucker-, Energie- und Fasergehalt)

und mit einem höheren Anteil

Maissilage befüllt.

Einfache Ration nach UFA W-FOS

Die Teilmischration besteht über den

Winter aus 50 % Frischsubstanz (FS)

Grassilage und 50 % FS Maissilage. Pro

Kuh wird 100 g Dextrose, 150 g Mineralund

60 g Viehsalz sowie 1 kg UFA 159

(Eiweisskonzentrat mit 42 % RP) im

Mischwagen ergänzt. Die Energiedichte

der Mischung liegt bei 6.2 MJ NEL / kg

TS. Ein leichter Überhang an APDN bzw.

APDE ist in der Mischung erwünscht.

An der Futterachse steht eine Rundballe

Haylage (55 % TS) den Kühen zur freien

Verfügung. Um allen Kühen gerecht

zu werden, wird das Leistungsfutter UFA

163 und je nach Bedarf das Eiweisskonzentrat

UFA 148 über die Abrufstation

gefüttert. «Mit dieser einfachen Fütterung

nach UFA W-FOS bei guter Fruchtbarkeit

und Milchgehalten von über 4 %

Betriebsspiegel

Familie Willi und Rojane Büchel

Neugrütthof 8

FL – 9491 Ruggell

Fett und 3.55 % Eiweiss bin ich sehr zufrieden»,

so der Betriebsleiter.

Über 100 Landeigentümer Der

Hof von Willi und Rojane Büchel befindet

sich im Rheintal des nur 160 km 2

grossen Fürstentums Liechtenstein. In

Liechtenstein gibt es kein Pachtgesetz

und auch kein bäuerliches Erbrecht. Dadurch

ist das Land sehr parzelliert und

befindet sich auch grösstenteils in nicht

bäuerlichem Eigentum. Mit dem eigenen

Land könnte in Liechtenstein kein

Landwirt seinen Betrieb in der heutigen

Form führen. Vielfach ist es möglich,

dass die Landwirte mehrere aneinander

liegende Kleinparzellen gepachtet haben

und somit die zu bewirtschaftende

Parzelle eine «vernünftige Bewirtschaftungsgrösse

erhält». In der Regel werden

keine Pachtverträge abgeschlossen.

Je nach Betrieb ist das gepachtete Land

von rund 100 Grundeigentümern.

Die Büchel’s an

einem Tisch; Willi

mit Lukas und

Rojane mit Rafael.

LN: 50 ha Futterfläche

Kulturen: 8 ha Silomais, 2 ha Frühlingsspinat,

2 ha Maschinenbohnen,

70 a Braugerste

Tierhaltung: 60 Brown Swiss Kühe, eigene

Nachzucht, 30 Mastkälber pro Jahr

Fütterung: 45 % Grassilage, 45 %

Maissilage, 10 % Haylage, UFA 159 im

Mischwagen sowie UFA 163 und UFA

148 an der Abrufstation.

Arbeitskräfte: Betriebsleiter, Vater

und Praktikant

Eine gute Mischration…

• ist nie warm

• ist immer gut geschnitten

• ist homogen und ermöglicht kein

selektives Fressen

• ist nach Abbaubarkeit der Komponenten

ergänzt (synchrone Ration)

Erwärmt sich die Ration, kann sie mit

Kaliumsorbat stabilisiert werden. Gut

schneidende Messer verhindern ein

strukturzerstörendes Manschen der

Mischung.

Neugierige Brown

Swiss Kühe im

Laufhof mit dem

überdachten

Warteraum im

Hintergrund.

UFA-REVUE · 2 2010 61


SPEZIALITÄTEN

SPÉCIALITÉS

Gezielt remontieren – Herdenleistung steigern

Unregelmässige oder ungenügende

Bestandeserneuerung führt zu einer

Herdenüberalterung und rächt sich

mit Leistungsdepressionen. Deshalb

muss der Bedarf an Jungsauen kontinuierlich

und langfristig geplant werden.

Die Eingliederungstermine für

Jungsauen in die Herde sind vom Produktionsrhythmus

abhängig. Auch bei

unterdurchschnittlichen Ferkelpreisen

muss konsequent remontiert werden.

Mit dem UFA 2000-Jungsauenbedarfsrechner

ermittelt man die notwenige

Anzahl Jungsauen pro Jahr.

Die erforderlichen Angaben können

aus der Produktionsanalyse im UFA

2000planer herausgelesen werden.

TOP-Genetik dank PRIMERA ® -

Jungsauen Bei der Erzeugung von

PRIMERA ® -Jungsauen kommt es aufgrund

des Einsatzes von reinrassigen

Tieren zweier verschiedener Rassen

(Schweizer Edelschwein und Schweizer

Landrasse) zur vollen Ausnützung

des Heterosiseffekts. Sämtliche positiven

Eigenschaften der Ausgangsrassen

kommen in der PRIMERA ® -

Muttersau überdurchschnittlich zum

tragen:

• weniger Umrauscher

• mehr abgesetzte Ferkel

• längere Nutzungsdauer

• höhere Lebensleistung

Jährlicher Jungsauenbedarf = (Würfe je Sau und Jahr x Bestandessauen)

Lebenswurfleistung

Grafik: Beste Herdenstruktur: Anteil Sauen in Wurf-Nr.

% Würfe je Wurfnummer

≥ 7. Wurf

6. Wurf

5. Wurf

4. Wurf

3. Wurf

2. Wurf

1. Wurf

unbelegte und bel. Jungsauen

0% 5% 10% 15% 20%

LESE-FUTTER

À LIRE

Neue HYPONA-

Pferdesnacks

Neu bietet HYPONA Leinsaat

gedämpft neben dem 10 kg

Sack in einer handlichen 3 kg

Papiertasche an. HYPONA

hat zudem die Belohnungswürfelpalette

erweitert. Die

neue Geschmacksrichtung

Frutta ist im 5 kg Sack erhältlich.

Beide Produkte erhalten

Sie exklusiv in Ihrer LANDI

Milchvieh: Mehr

Follikel dank Stärke

Wissenschaftler der Universität

Nottingham untersuchten

in fünf Versuchen, wie sich

unterschiedliche Stärke- und

Fettgehalte in der Ration auf

die Eierstockstätigkeit auswirken.

Je mehr Stärke die

Kühe aufnehmen, desto

mehr Follikel wurden auf den

Eierstöcken gebildet. Beste

Versuchsergebnisse wurden

erzielt, wenn zum Start

der Besamungsperiode die

Stärkekonzentration bei

160 g/kg TS liegt. Fettgehalte

(auch pansenstabil) von

über 44 g/kg TS in der Gesamtration

brachten keinen

zusätzlichen Nutzen.

HOBBYTIER-ECKE

ANIMAUX D’AGREMENT

HYPONA 899 Mash

bei besonderer Beanspruchung

UFA 2000

Sind Sie an PREMO ® und

PRIMERA ® Zuchttieren, am

UFA 2000planer oder an der

Arbeitsteiligen Ferkelproduktion

interessiert? Zögern

Sie nicht, ein Anruf genügt.

Auf den 25 kg Sack

erhalten Sie bis am 13.3.10 einen

Rabatt von Fr. 5.– / Sack.

Nach einem langen Ausritt, nach Turnieren

oder bei Verdauungsproblemen

braucht das Pferd ein leicht verdauliches

Futter, das die Verdauung

anregt. Ein- bis zweimal pro Woche

verfüttert, unterstützt HYPONA-

Mash das Wohlbefinden des Pferdes.

Gut verdaulich und schmackhaft

HYPONA-Mash ist eine Mischung

aus Leinsamen, Gerstenflocken,

gequetschtem Hafer, Kräutern,

Salz und Kleie. HYPONA-Mash wird

in einem Eimer mit heissem Wasser

übergossen, umgerührt und zugedeckt.

Die Mischung wird dann stehen

gelassen bis sie abgekühlt ist und

noch handwarm, das heisst nicht wärmer

als 40 Grad Celsius, verfüttert.

Anschliessend sollte das Pferd fünf

bis sechs Stunden Ruhe haben. Durch

das Aufgiessen mit heissem Wasser

werden wertvolle Schleimstoffe freigesetzt,

welche Magen- und Darmwände

schützen.

HYPONA-Mash erhalten Sie im

praktischen Portionenbeutel ( 4 x

1.25 kg ) oder im grossen 25 kg Sack.

UFA-Berater

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3052 Zollikofen

058 434 10 00

1070 Puidoux

058 434 09 00

6210 Sursee

058 434 12 00

9500 Wil

058 434 13 00

ufa.ch

62 2 2010 · UFA-REVUE


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NUTZTIERE

Power-Aufzucht lohnt sich

MUNIMAST Die ersten Monate sind für die Entwicklung vom Kalb

zum Muni entscheidend. Die Fütterungsintensität trägt massgeblich

zum Erfolg der Munimast bei. Neben einer ausreichenden Milchtränke

in den ersten Wochen spielt der Kraftfuttereinsatz im Hinblick auf eine frühzeitige

Pansenentwicklung des jungen Wiederkäuers eine entscheidende Rolle.

Videofilm zu diesem Artikel

www.ufarevue.ch

Andreas

Elmer

Urs

Spescha

Temperiertes Wasser

(20 °C) sorgt auch

im Winter für eine

genügende Wasser -

aufnahme.

Eine tiefe Abgangsrate, hohe Tageszunahmen

sowie eine rasche Entwicklung

der Tränker zum Wiederkäuer

sind Voraussetzungen für eine

wirtschaftliche Mast. Sehr zu empfehlen

ist eine genaue Einstallkontrolle jedes

einzelnen Tieres bei der Ankunft auf

dem Betrieb. Die Ohrstellung, eventueller

Augen- und Nasenausfluss sowie

der Nabel und das Haarkleid geben dem

Mäster einen ersten Eindruck über den

Gesundheitszustand des Kalbes. Auffällige

Tiere mit erhöhter Atemfrequenz

oder Fieber sollten sofort separiert und

behandelt oder sogar zurückgewiesen

werden. Eine gute Überwachung des

Gesundheitszustandes und sofortiges

Handeln bei Störungen sind vor allem in

den ersten Tagen nach der Ankunft auf

dem Mastbetrieb sehr wichtig. Eine geeignete

Einstallprophylaxe ist mit dem

Bestandestierarzt zu erarbeiten.

Antränken entscheidend Frisch

eingestallte Tränker sind in den ersten

Tagen mehrmals und sorgfältig anzufüttern.

Am Ankunftstag sollten die Kälber

jedoch frühestens nach zwei Stunden

getränkt werden. Erregte Tiere reagieren

auf eine rasche Anfütterung oft mit

Magenproblemen oder Durchfall. Die

erste Tränke soll rationiert erfolgen

(2 bis 3 l je nach Gewicht der Kälber).

Ideal ist das Tränken am Computer-

Tränkeautomat (Stand Alone). So kann

die Aufzuchtmilch genau dosiert und

zuerst schrittweise gesteigert und dann

automatisch reduziert werden. Die feine

Regulierung der Menge und der

Konzentration ist ebenso wichtig wie

die Kontrolle der effektiv vom Einzeltier

aufgenommenen Milchmenge. Ein

Durchlauferhitzer stellt die ideale Tränketemperatur

von 42 °C sicher. Der Automat

kann die Milchmenge auf mehrere

kleine Gaben aufteilen, was eine gute

Verdauung fördert. Eine zusätzliche

Gabe von Vitaminen und Spurenelementen

in der Tränke fördert die Vitalität

und die Widerstandskraft der Kälber.

Temperiertes Wasser anbieten

Eine ausreichende Wasserversorgung ist

für eine hohe Trockensubstanzaufnahme

entscheidend. Das Wasser ist notwendig,

um das aufgenommene Futter

einzuspeicheln und im Verdauungstrakt

zu verflüssigen. Die Wasseraufnahme

fördert somit die frühe Aufnahme und

Verdauung von Grundfutter, eine wichtige

Voraussetzung für eine rasche Entwicklung

zum Wiederkäuer. Wasser ist

auch wichtig für die Pansenentwicklung.

Im Wasser vermehren sich die Pansenmikroben,

diese leiten die Umstellung

zum Wiederkäuer ein. Wasser reduziert

Stress und beugt Krankheiten vor. Zudem

ist bei Durchfall der Flüssigkeitsverlust

erheblich und muss unbedingt

ausgeglichen werden, um Herzkreislaufversagen

in Folge von Vertrocknen zu

vermeiden. Auch die sogenannten Pan -

sentrinker nehmen grosse Mengen an

Wasser auf, um die Pansenübersäuerung

auszugleichen. Bei Wassermangel besteht

ausserdem die Gefahr, dass sich

Giftstoffe im Körper ansammeln und

nicht abgeführt werden können. Kälber,

die ab der Geburt freien Zugang zu frischem

Wasser haben, erreichen höhere

Tageszunahmen, nehmen mehr Festfutter

auf und haben weniger Durchfall als

Kälber ohne Zugang zu frischem Wasser.

Vom Tränker zum Wiederkäuer

Das Hauptziel der Aufzucht ist eine rasche

Entwicklung des Tränkers zum

Wiederkäuer. Die Umstellung auf die

Pansenverdauung muss aber schonend

64 2 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

vorgenommen werden. Kälber gehören

von Natur aus zu den Steppentieren, die

in einer Herde leben und die meiste Zeit

des Tages damit verbringen, jeweils kleine

Futtermengen aufzunehmen. Aus

diesem natürlichen Hintergrund ist es

empfehlenswert, den Kälbern während

der Milchphase alle Futtermittel – mit

Ausnahme der Milchtränke – zur freien

Verfügung anzubieten und nicht miteinander

zu vermischen. Erst wenn die

Aufnahme 2.5 bis 3 kg pro Tag überschreitet,

wird das Kraftfutter rationiert

angeboten.

Die Entwicklung der Pansenzotten

steht in einem direkten Zusammenhang

mit einem hohen Stärkegehalt in der Ration.

Stärke wird im Vormagensystem

der jungen Wiederkäuer durch Enzyme

in einfache Zuckerverbindungen gespalten

und durch die Mikroben im Pansen

vorwiegend zu Propion-, aber auch zu

Buttersäure abgebaut. Gerade diese

Säuren sind es, bei denen ein positiver

Einfluss auf die Entwicklung der Pansenschleimhaut

nachgewiesen wurde.

Ein hoher Grundfutteranteil in der Ration

erhöht in der Regel auch den Rohfaseranteil,

der mit Hilfe der Mikroben zu

Essigsäure abgebaut wird. Mit einem

hohen Grundfutteranteil kommt es also

zu einer Verschiebung des optimalen

Fettsäuremusters und damit zu einer

langsameren Entwicklung des Pansens.

Der zu Beginn der Aufzucht noch

schlecht entwickelte Wiederkäuer benötigt

deshalb ein stärkereiches, hochverdauliches

Aufzuchtfutter, das sehr

Täglich frische Vorlage von

frischem Grund futter und hochverdaulichem

Aufzuchtfutter.

gerne und sehr früh gefressen wird. Um

die Pansenfunktion, die sich erst entwickelt,

nicht zu überfordern, müssen im

Aufzuchtfutter besonders leichtverdauliche

Komponenten zum Zuge kommen.

Die aufgeschlossene Stärke von Flocken

Fleischigkeit der

195 Munis von

Tengers, die im

Jahr 2009 an die

Anicom verkauft

wurden.

–T

T

Nicht in der Aufzucht sparen

C = 41%

Felix Tenger aus Schleitheim im Kanton

+T = 15.4 %

Schaffhausen ist Munimäster aus Leib und

Seele. Für den Mäster sind hohe Tageszunahmen

in der Aufzucht die Grundvoraussetzung für

eine wirtschaftliche Munimast. Aus Überzeugung

H = 40.5 %

stallt der Betriebsleiter nur AA-Tränker ein, die

mindestens 70 kg wiegen. Felix Tenger legt viel Wert

auf eine exakte Einstallprophylaxe. Für ihn ist ein

zweimaliges Antränken der Kälber in den ersten Tagen

selbstverständlich. Die Kälber sollen in den ersten Tagen nicht hungern

müssen, ihnen ist viel Beobachtung zu schenken, denn gute Mastresultate

und gute Gesundheit sind untrennbar. Drei bis viermal täglich

werden die Kälber visuell kontrolliert. Angaben über die Tränkeaufnahme,

Sauggeschwindigkeit oder Körpertemperatur jedes einzelnen Tieres Fazit

ab dem Tränkeautomaten ermöglichen es Felix Tenger, Störungen eines

Kalbes frühzeitig zu erkennen. Mit einer Vorderfusswage in der

Tränkestation wird das Körpergewicht der Kälber bei jeder Fütterung

gewogen und via Kalb-Managerprogramm festgehalten. Auf dem

Betrieb Tenger werden die Kälber anhand vom Lebendgewicht (LG) mit

der Aufzuchtmilch UFA 207plus abgetränkt. Die Milchmenge beträgt

höchstens 7 l und wird ab 90 kg LG reduziert, sodass die Kälber mit

110 kg LG abgetränkt sind. In der Aufzuchtphase können die Kälber

Heu, Mais sowie das Aufzuchtfutter UFA 116 zur freien Verfügung

aufnehmen. Temperiertes Wasser sorgt für eine genügende Wasseraufnahme.

Kraftfuttererhebungen zeigen, dass in der Aufzucht rund 2.5 kg

UFA 116 pro Kalb gefressen werden. Hohe Tageszunahmen von über

1150 g in der Aufzucht belegen, dass sich diese intensive Fütterung

lohnt. Bis zu einem Gewicht von rund 180 kg LG erhalten die Tiere eine

Ration aus 90 % Maissilage, 10 % Heu und einer Kraftfutterergänzung

von 2.5 kg UFA 116 pro Tag. Ab einem Gewicht von 180 kg wird den

Muni neben Maissilage 2.5 kg UFA 231 vorgelegt. Hohe Tageszunahmen

von über 1400 g in der gesamten Mast bei sehr guter Fleischigkeit

und gleichmässiger Deckung der Tiere bereiten Munimäster Felix

Tenger wirtschaftliche Freude.

Felix und sein Vater

Hansheini Tenger legen

Wert auf frische Luft,

trockene Einstreu und

eine konsequente

Tierbeobachtung im

Kälberstall.

und Expandat kommt der guten Entwicklung

des Kalbes ebenfalls entgegen.

Lebendhefe, Vitamine, Puffersubstanzen

und Kräutermischung fördern speziell

eine rasche Pansenentwicklung.

Resultate zeigen auf verschiedenen

Praxisbetrieben, dass sich eine intensive

Aufzucht (Kraftfutter ad libitum

bis zirka 130 kg LG) positiv

auf die Entwicklung der

jungen Tiere auswirkt.

Ein Muni frisst mit dieser

Aufzuchtmethode durchschnittlich

30 kg mehr Aufzuchtfutter.

Trotz leicht höheren Aufzuchtkosten

resultiert dank den höheren

Tageszunahmen und besser taxierten

Schlachtkörpern ein deutlich

bes serer Deckungsbeitrag pro Tier.

Gute Mastresultate und intensive

Aufzucht sind untrennbar. Zusammengefasst

gilt es in der Aufzuchtfütterung

folgendes zu beachten:

• Seriöse Einstallkontrolle.

• Professionelle Einstallprophylaxe.

• Sorgfältiges, mehrmaliges Antränken.

• Gute Tierbeobachtung und sofortiges

Handeln bei ersten Anzeichen von

Störungen.

• Täglich frische Vorlage von hochverdaulichem

Aufzuchtfutter ad libitum

für hohe Tageszunahmen und rasche

Pansenentwicklung.

• Beste Grundfutterqualität für hohen

Futterverzehr.

• Wachstumspotenzial mit der richtigen

Ergänzung des Grundfutters voll

ausfüttern.


Autoren Andreas Elmer ist Rindviehmastspezialist

im UFA-Beratungsdienst

Wil (TG). Urs Spescha arbeitet im UFA-

Marketing in Herzogenbuchsee (BE).

UFA-Toro liefert nicht nur für jeden

Betrieb das richtige Futter nach

individuellem Rationen plan, sondern

auch die umfassende Beratung rund um

die Rindviehmast von der Grundfutterberatung

über den Labordienst bis

zu Fütterungsanlagen und deren Service.

www.ufa.ch

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UFA-REVUE · 2 2010 65


NUTZTIERE

Qualitätsführerschaft als Chance

AN DEN UFA 2000-TAGUNGEN zeigten die Referenten das Optimierungspotenzial

in der Schweinezucht auf. Schweizer Schweinefleisch kann beim Verkaufspreis wegen

den kleinen Produktionsstrukturen nicht mit der ausländischen Konkurrenz mithalten.

Dafür bringen Schweine aus Schweizer Ställen eine hervorragende Fleischqualität.

Handlungsbedarf gibt es bei der Abferkelquote.

1 · Grosser Andrang

auf die letzten freien

Stühle der UFA-2000-

Tagung.

2 · Matthias Schick

von Agroscope ART

Tänikon entlarvt die

Zeitdiebe im Schweinestall.

Mitte Januar haben in Kirchberg

(BE), Schenkon (LU) und Kirchberg

(SG) UFA 2000-Tagungen stattgefunden.

«UFA 2000» steht für das

Schweineproduktionsprogramm von UFA

und Anicom. Obwohl die UFA 2000-

Züchter bereits sehr gute Arbeit machen,

gibt es – vor allem mit Blick auf die Mitbewerber

aus dem Ausland – immer wieder

Verbesserungsmöglichkeiten.

Phasenfütterung ist ein Muss

Letztlich geht es darum, die Anzahl der

verkauften Ferkel pro Sau weiter zu erhöhen.

Bei den abgesetzten Ferkeln

wurden in den vergangenen Jahren beachtliche

Fortschritte erzielt. Beispielsweise

beträgt der Zuchtfortschritt in der

Reproleistung von zwischen 2001 und

2007 geborenen Edelschwein- und

Schweizer-Landrasse-Muttersauen rund

1.5 Ferkel. Mit dieser Leistungszunahme

muss auch die Fütterung Schritt halten

können. Die UFA-Berater sprechen sich

daher für die Phasenfütterung aus, bei

der die Muttersauen bis kurz vor der Geburt

ein Galtsauenfutter wie «UFA 362-

6 Extra» und danach ein Säugendfutter

wie «UFA 361-6 Extra» erhalten. Eine an

den UFA 2000-Tagungen gezeigte Berechnung

zeigt, dass die Mehrkosten für

das unter anderem L-Carnitin, Biotin,

Vitamine und Spurenelemente enthaltende

Extrafutter von rund 38.10 Fr. pro

Sau und Jahr durch den Mehrertrag

(150 Fr. dank einem zusätzlichen Ferkel)

klar gedeckt werden. Bei Aufzuchtkosten

von zirka 50 Fr. pro Ferkel und Jahr

lässt sich unter diesen Annahmen dank

dem Extrafutter ein zusätzlicher vergleichbarer

Deckungsbeitrag (vDB) von

61.90 Fr. erwirtschaften. Auf einem Betrieb

mit 50 Muttersauen sind das über

3000 Fr. pro Jahr.

Auch bei den Ferkeln muss die Fütterung

stimmen, vor allem rund ums Absetzen.

Versuchsresultate auf UFA-Bühl

sprechen für den Einsatz eines Starterund

eines Aufzuchtfutters. Mit «UFA

304 piccolo» vor und «UFA 310 turbo»

nach dem Absetzen wurde pro Ferkel

ein um 8.7 % höherer Deckungsbeitrag

erzielt als mit herkömmlicher Strategie.

1

3 · UFA-Verkaufsleiter

Paul Stucki erkundigt

sich über den Erfolg im

Schweinestall.

4 · Die Tagungen

wurden gut besucht ...

5 · ... und gaben neue

Impulse für Optimierungen

im Schweinestall.

2 3

4

6 · Austausch unter

Profis.

7 · UFA-Berater Daniel

Schmied erklärt die

Vorteile des Duos

«UFA 304 piccolo» und

«UFA 310 turbo». 5 6 7

66 2 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Jungsauenzukauf optimieren Der

wichtigste Markt für Schweinehalter

bleibt der Inlandmarkt. Darum gilt es,

den Inlandanteil zu halten. Dies lässt

sich am ehesten mit einer Qualitätsstrategie

erreichen. Qualität beginnt bei der

Jungsau. Daher empfiehlt die Anicom,

Jungsauen im Abosystem kontinuierlich

und möglichst vom gleichen Betrieb zuzukaufen,

auch bei tiefen Mastjagerpreisen.

Mit einer Jungsauenaktion von

April bis Juni 2009 hat die Anicom die

Lieferkontinuität von Mastjagern deutlich

verbessern können. Dieselbe Aktion

findet auch 2010 wieder statt. Neu

verlangt der Markt eine Circoviren-

8

9

Schutzimpfung bei Mastjagern. Damit

sinken die Tierverluste und die Zunahmen

steigen. Ein Anliegen der Anicom

ist ferner, dass Schweinezüchter, die

dem Schweinegesundheitsprogramm

(SGD) angeschlossen sind, die Anicom

beim SGD-Datenzugriff unter www.suisag.ch

als Vermarkter freischalten.

3-Wochen Rhythmus Hansueli

Christen, Leiter von «UFA 2000», setzt

sich dafür ein, dass die Organisationen

der Schweizer Schweinezucht zusammenarbeiten,

um nicht von ausländischen

Mitbewerbern überrollt zu werden,

wie das in Deutschland geschah.

Ein Produkt davon sind die neuen Marken

«Premo» (Eber der Edelschwein-Vaterlinie)

und «Primera» (F1-Jungsauen

aus Edelschwein und Landrasse). Mastferkelproduzenten

können sich mit zugekauften

«Primera»-Jungsauen voll auf

das Deck- und Abferkelmanagement

konzentrieren. Mit dem Einsatz von

«Premo»-Sperma produzieren sie ein

wirtschaftliches Schlachtschwein.

10

Vorteile hat das Arbeiten im 3-Wochen

Rhythmus mit sieben Sauengruppen,

einem Produktionszyklus von 21

Wochen und 28 Tagen Säugezeit. Dadurch

wird die Bestandesführung übersichtlicher,

Infektionsketten werden

durchbrochen, Impfprogramme lassen

sich systematisch umsetzen, die Sauen

rauschen besser und der Wurfausgleich

kann konsequenter praktiziert werden.

Arbeit sparen mit Technik Auch

Matthias Schick von der Forschungsanstalt

Agroscope sieht im 3-Wochen

Rhythmus eine Möglichkeit, Arbeitszeit

und damit Kosten zu sparen. Er empfiehlt,

wo immer möglich, leistungsfähige

Technik einzusetzen. Besonders gross

ist das Arbeitssparpotenzial bei den Reinigungsarbeiten,

beim Misten und Einstreuen.

Lösungsansätze wären beispielsweise

Einweichautomaten oder –

wie es teilweise im Ausland praktiziert

wird – die Auslagerung einiger Arbeiten

an Lohnunternehmer. Deutlich steigern

lässt sich die Arbeitsproduktivität durch

Betriebsvergrösserungen. Denselben Effekt

wie Betriebsvergrösserungen hat

die Konzentration auf gewisse Aufgaben

wie bei der Arbeitsteiligen Ferkelproduktion

(AFP) mit spezialisierten Deck-/

Wartebetrieben und Abferkelbetrieben

mit Aufzucht. Als geeignetes Mittel zur

Schwachstellenanalyse und Betriebsverbesserung

erwähnte Matthias Schick

auch den Sauenplaner.


8 · Stefan Schwab,

Anicom-Niederlassungsleiter

Mittelland

(l.), gratuliert Christian

Steffen aus Wyssachen

zum Gewinn einer

«Primera»-Sau beim

Wettbewerb an der

Suisse Tier.

9 · Hansueli Christen,

Leiter «UFA 2000» (r.):

«Jung-, nicht Altsauen

geben bei der Remontierung

den Ton an.»

10 · Paul Steiner,

Verkaufsleiter UFA

Sursee: «Extra-

Leistungen brauchen

Extra-Futter.»

11 · UFA 2000-Zucht -

techniker Alois Gäm -

perli (l.) trägt viel zum

Zuchtfortschritt bei.

12 · Urs Berweger,

Ressortleiter UFA Wil.

13 · Die Schweizer

Schweineproduktion

hat eine Chance,

darüber waren sich die

Tagungsbesucher einig.

14 · Die UFA-Berater

Hansruedi Tschumper

(Mitte) und ...

15 · ... Jürg Ammann

(r.). Bei der Schweinehaltung

geht der

Diskussionsstoff nie

aus.

16 · Yvan Meuwly,

Anicom-Niederlassungsleiter

Ostschweiz,

im Gespräch

mit Walter Mock.

11

12

14 15

16

13

Autoren

Matthias Roggli und

Dr. Roman Engeler,

UFA-Revue, 8401

Winterhur.

Mehr zu den «Premo»-

Ebern und «Primera»-

Muttersauen erhalten

Sie bei der Anicom

(www.anicom.ch), zu

Produkten rund um

die Fütterung bei der

UFA (www.ufa.ch).

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UFA-REVUE · 2 2010 67


NUTZTIERE

Rechtzeitig daran denken

FLIEGENBEKÄMPFUNG IM SCHWEINESTALL Das Wohlbefinden und die

Gesundheit von Mensch und Tier sind Hauptvoraussetzungen für eine moderne,

leistungsfähige und artgerechte Tierproduktion. Diese Voraussetzungen sind bei einer

Fliegenplage nicht mehr gewährleistet.

Riccarda

Ursprung

Fliegenfalle mit

Frassgift. Manche

Betriebe berichten,

dass helle Teller

mehr Fliegen anlocken

sollen als dunkle.

Fliegen im Stall führen zu Unruhe

und somit zu verminderter Futteraufnahme,

Ferkelerdrücken, Kannibalismus

und schlechten Arbeits -

bedingungen für den Menschen.

Ausserdem können Fliegen eine Vielzahl

von Krankheitserregern übertragen wie

Circoviren, Colibakterien, Salmonellen,

Lawsonien, Kokzidien und andere Parasiten.

Bei engem Zusammenliegen von

Haus und Stall besteht eine erhöhte Gefahr

der Übertragung von Keimen auf

Nahrungsmittel, was im günstigen Fall

ein Verderben der Lebensmittel zur Folge

hat, unter ungünstigen Bedingungen

aber schwere Erkrankungen beim Menschen

hervorrufen kann.

Explosionsartige Vermehrung

Einige Fliegenarten finden im Stall ideale

Brutstätten und können sich dort explosionsartig

und ganzjährig vermehren.

Die wichtigste und wohl bekannteste

Spezies ist die Stubenfliege. Aber auch

der ähnlich aussehende Wadenstecher

kann durch seine schmerzhaften Stiche

für Aufruhr im Stall sorgen. Ebenso unangenehm

kann ein Befall mit Essigfliegen

werden.

Die grosse Stubenfliege Die

Stubenfliege ist schwarz und 7 bis 8 mm

lang. Die Maden sind rund, weisslich,

bis zu 12 mm lang und häuten sich dreimal.

Die Puppenruhe wird in einem

bräunlich gefärbten Tönnchen verbracht.

Das Weibchen legt bis zu 2000

Eier in verwesende Stoffe. Dazu braucht

es ein hohes Mass an Feuchtigkeit, wie

es beispielsweise im Mist und in der

Gülleschwimmschicht zu finden ist. Das

Puppenstadium erfolgt an einem trockenen

Ort. Danach verlässt die innerhalb

weniger Stunden geschlechtsreife

Fliege das Tönnchen und lebt rund zwei

bis vier Wochen. Alle drei Entwicklungsstadien

der Stubenfliege können

überwintern. Die grosse Stubenfliege

hält sich bevorzugt am Tier auf.

Essigfliegen Je nach Art werden

die Essigfliegen, die auch Fruchtfliegen

genannt werden, 2 bis 4.5 mm gross und

haben eine gelblich-braune Färbung.

Die Maden sind weisslich, kompakt und

messen 6 bis 8 mm. Die dunkelbraun

gefärbte Tönnchenpuppe erreicht eine

Länge von 4 mm. Das Weibchen legt im

Verlauf von 10 bis 15 Tagen bis zu 350

ovale, weisse Eier in faulende, vergärende

Substanzen. Nach ein bis drei Tagen

schlüpfen die Larven und verpuppen

sich. Schon kurz nach dem Schlupf

sind die Fliegen geschlechtsreif, so dass

der gesamte Entwicklungszyklus unter

günstigen Bedingungen nur sieben Tage

dauert. Puppen und Fliegen dieser

Arten können überwintern. Zur Plage

werden sie vor allem im Spätsommer,

wenn faulende Pflanzenreste vorhanden

sind, können sich aber in gärenden Futterresten

jederzeit explosionsartig vermehren.

Die bevorzugten Aufenthaltsorte

dieser Fliegen sind Wände und

Einrichtungsgegenstände.

Hygienische Massnahmen Damit

die Fliegen keine idealen Brutbedingungen

finden, sollten feuchte Stellen

vermieden werden. Undichte

Tränken und Wasserleitungen sowie offen

zugängliche Wasserstellen können

zur Kontamination des Trinkwassers mit

Keimen führen. Futtertröge müssen regelmässig

gereinigt werden und die Futterlagerung

sollte trocken und vor Fliegen

geschützt erfolgen. Stall und Hofbereich

sind regelmässig zu reinigen,

feuchte Dreckecken, ungeordnete Festmistplätze

und Flüssigmistdeponien

bieten sich als ideale Brutplätze an. Das

Problem der Schwimmdecken als ideale

Brutstätten für Fliegen liesse sich reduzieren,

indem die Gülle 14-tägig entfernt

und wenn möglich auch die Kanäle

gespült würden (Spaltenunterseiten

nicht vergessen).

Trotz guter Hygienemassnahmen ist

häufig eine Fliegenbekämpfung nötig.

Hierzu können physikalische und chemische

Methoden oder Nützlinge eingesetzt

werden.

Massiver Fliegenbefall in der

Krankenbucht. Die Keime können so

von den kranken auf die noch

gesunden Tieren übertragen werden.

68 2 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Physikalische Methoden Zu den

physikalischen Methoden gehören:

• Fliegengitter.

• Klebebänder und -schnüre auf Leimbasis.

• UV-Lampen, die an Einflugschneisen

aufgestellt werden.

• Fliegenfänger, die meist Lockmittel

und Hefe enthalten.

• Fruchtfliegenfalle: Essig als Lockmittel

(eventuell mit Wasser verdünnt)

plus Seife (Verringerung der Oberflächenspannung,

damit die Fliegen ertrinken).

Chemische Methoden Der Gross -

teil der Stubenfliegenpopulation befindet

sich in Form von Eiern oder Larven

(= Maden) in der Gülle. Daher müssen

sowohl die Larven als auch die Fliegen

in das Bekämpfungsprogramm miteinbezogen

werden. Larvizide nennt man

chemische Mittel, welche die Larven

abtöten. Diese Mittel müssen auf alle

möglichen Brutstätten ausgebracht werden.

Der Einsatz sollte im Frühjahr vor

Beginn der massenhaften Fliegenvermehrung

beginnen und regelmässig

wiederholt werden. Larvizide können

entweder mit einer Giesskanne beziehungsweise

Rückenspritze ausgebracht

oder in Form von Granula auf die Gülle

gestreut werden. Die beste Wirkung erzielt

man durch eine vorhergehende

Entleerung der Güllekanäle. Die Eier

und Larven der Fruchtfliegen sind vor allem

in vergärenden Futterresten zu finden,

da hilft nur gründliche Reinigung

bis in die kleinsten Ecken.

Durch Insektizide werden die erwachsenen

Fliegen abgetötet. Sie sind

in verschiedener Verabreichungsform

erhältlich:

• Sprühmittel (Kontaktgifte) können

mittels Rückenspritze auf gereinigte

Wand- und Deckenflächen aufgesprüht

werden. Das Aufbringen auf

verschmutzte Oberflächen hat eine

Reduktion der Wirksamkeit zur Folge.

• Aerosole/Repellents haben oft nur einen

kurzzeitigen Effekt.

• Mit Sexuallockstoffen versehene

Frassgifte produzieren weniger Resistenzen

als Kontaktgifte; sie werden

an Fensterbänken oder Köderstationen

ausgelegt. Frassgifte können teilweise

auch in Wasser aufgelöst an die

Stallwände gestrichen werden.

Die wichtigsten Grundsätze

Bei der Fliegenbekämpfung gelten folgende Hauptregeln:

• Massnahmen möglichst schon vor der Fliegenplage ergreifen und im

Frühjahr rechtzeitig daran denken.

• Auf die Fliegenlarven in Gülle und Mist achten.

• Das Hauptaugenmerk sollte sich auf die Larvenbekämpfung richten.

• Hat es viele Fliegen im Stall, empfiehlt sich eine erste Bekämpfung

der erwachsenen Tiere mit Insektiziden (Streu-, Streich-, Spritzmittel,

Aerosol oder Frassgift, eventuell Fliegenfänger).

• Bei kleinen Fliegenpopulationen eignet sich auch der Einsatz von

Güllefliegen und Schlupfwespen, wobei diese Nützlinge geschont

werden müssen (Vorsicht mit Desinfektionsmitteln und Insektiziden).

• Das gewählte Mittel soll gemäss den Angaben des Herstellers zum

Einsatz kommen (Packungsbeilage lesen).

Einsatz von Nützlingen Sind bereits

viele Fliegen im Stall, sollten diese

mit Hilfe chemischer Mittel bekämpft

werden. Nach einer Wartefrist von ungefähr

zehn Tagen kann mit dem Einsatz

der Nützlinge begonnen werden. Auch

bei Problemen mit insektizidresistenten

Fliegenstämmen bieten Nützlinge eine

Lösungsmöglichkeit.

Der Einsatz von Güllefliegen eignet

sich für Ställe mit Flüssigmist (Spaltenböden,

Unterflurentmistungssysteme)

und wird zur Bekämpfung der Stubenfliege

eingesetzt. Die Larven der Güllefliege

töten die Stubenfliegenlarven,

indem sie diese mit ihren Mundwerkzeugen

verletzen und aussaugen. Güllefliegen

sind flugfaul, ortstreu und leben

zurückgezogen in den Güllekanälen; sie

sind daher keine Belästigung für

Mensch und Tier. Während der Ansiedlungsphase

der Güllefliegen dürfen keine

chemischen Insektizide eingesetzt

werden. Eine einmal gelungene Ansiedlung

schützt im Warmstall jahrelang vor

Fliegenplagen. Im Bereich des Ansiedlungsplatzes

sollte kein Spritzwasser

oder Desinfektionsmittel verwendet

werden.

Zur Bekämpfung von Stallfliegen und

Wadenstechern in Tiefstreu von Ställen

(Festmist) werden Schlupfwespen eingesetzt.

Schlupfwespen sind nur wenige

Millimeter gross und für Mensch und

Tier vollkommen ungefährlich. Die

Weibchen legen bis zu acht Eier in die

Puppe der Stubenfliege. Die sich entwickelnden

Larven töten den Wirt oder

stechen andere Puppen zwecks Nahrungsaufnahme

an. Schlupfwespen sind

sehr temperaturanfällig (kälteempfindlich)

und gehen zugrunde, sobald keine

Fliegen vorhanden sind. Die gleichzeitige

Ansiedlung von Schlupfwespe und

Güllefliege wird nicht empfohlen, da die

Schlupfwespe auch die Puppen der Güllefliegen

zur Eiablage nutzt und diese

zerstört.

Für den Nützlingseinsatz günstige

Zeitpunkte sind: Zirka eine Woche

nach dem Ablassen der Gülle (Güllefliege)

oder nach Erneuerung der Tiefstreu

(Schlupfwespe). Begonnen wird

mit der Nützlingsansiedlung am besten

dann, wenn die Fliegenpopulation

noch klein ist.


Durch Fliegen werden

Keime übertragen, die

Futterhygiene ist nicht

mehr gewährleistet.

Autorin Dr. med.

vet. Riccarda Ursprung,

Schweinegesundheitsdienst

(SGD), Zürich.

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UFA-REVUE · 2 2010 69


NUTZTIERE

Hat sich bewährt

DIE KALKSTROHMATRATZE wurde vor zwei Jahren durch

die Landor in der Schweiz eingeführt. Bis heute haben sich

nun schon über 100 Betriebsleiter für eine Kalkstrohmatratze in ihren

Liegeboxen entschieden und täglich kommen neue dazu.

Videofilm zu diesem Artikel

www.ufarevue.ch

Roland

Walder

René

Simon

Das Prinzip der Kalkstrohmatratze

ist relativ einfach. In einem Futtermischwagen

werden Stroh und

kohlensaurer Kalk zusammen mit

Wasser zu einem homogenen Gemisch

gerührt und in die Liegeboxen verteilt.

Die Masse muss richtig feucht sein, damit

sie in der Liegeboxe gut haftet und

sich genügend verdichtet. Nur so entsteht

eine kompakte und bequeme Unterlage,

welche die Kühe zum Liegen

motiviert.

Zahlreiche Vorteile

Othmar Isenschmid ist Teilhaber am APMB (Alberswiler Pionier Milchbetrieb) in Albers wil (LU). Für diese Betriebsgemeinschaft

arbeiten zwei Mann vollzeitlich, zwei Mann 70 % und ein Mann auf Abruf. 80 ha landwirtschaftliche

Nutzfläche sowie 900 000 kg Milchlieferrecht, das in einem Freilaufstall mit 120 Milchkühen produziert wird, gehören

zum APMB.

Wie wurden Sie auf die Kalkstrohmatratze aufmerksam?

Othmar Isenschmid: Wir nahmen den Stall im Sommer 2008 in Betrieb. Die Boxen füllten wir mit Kompost, merkten

aber schon bald, dass das keine ideale Lösung war und schauten uns nach Alternativen um. Per Zufall lasen wir dann in

der UFA-Revue einen Bericht zur Kalkstrohmatratze der Landor und haben uns mit einem ihrer Berater in Verbindung

gesetzt. Wir schauten mit ihm zusammen mehrere Betriebe an und waren sofort überzeugt vom Prinzip der Kalkstrohmatratze.

Wie gingen Sie beim Anlegen der Kalkstrohmatratze vor?

Zuerst räumten wir das alte Material aus den Boxen. Danach mischten wir Stroh, Kalk und Wasser im Futtermischwagen,

bis die Mischung so war wie wir sie gerne haben. Danach luden wir die Mischung vom Futtermischwagen in den

Hoflader, fuhren direkt in den Stall und kippten die Mischung in die Boxen. Danach verfestigten wir es mit einer

Viberplatte.

Wo liegen die Vorteile der Kalkstrohmatratze ihrer Meinung nach?

Uns überzeugt vor allem die Festigkeit und die Sauberkeit der Matratze. Aus hygienischer Sicht eine super Sache. Dank

dem Kalk und dem gehäckselten Stroh bleiben Liege flächen trocken und kompakt. Die Euter sind sauberer und die

Klauen trockener. Ziemlich schnell stellten wir den

markanten Rückgang im Strohverbrauch fest. Nicht zu

verachten ist sicherlich auch die Wirkung des Kalkes

auf dem Feld. Der Kalk geht ja in die Gülle und mit

der Gülle aufs Land. Der Vorteil des Feuchtkalks ist,

dass er sich in der Gülle nicht absetzt, sondern

schwimmt.

Was können Sie zum Arbeitsaufwand sagen im

Vergleich zu früher?

Der Arbeitsaufwand ist geringer. Vorher mussten wir

immer mit der Gabel viel Material umschichten. Dank

der Kompaktheit der Kalk-Stroh-Matratze hat sich

diese Arbeit massiv reduziert. Man muss die Boxen

nur noch schnell ausstreichen.

Othmar Isenschmid.

Nur kohlensaurer Kalk Es gilt zu

betonen, dass der richtige Kalk verwendet

wird. Nur kohlensaurer Kalk

unter dem Namen «Feuchtkalk» darf

verwendet werden. Dessen Körnchen

haben einen Durchmesser von weniger

als 0.09 mm, haften durch die Feuchtigkeit

an den Strohhalmen und

schwimmen in der Gülle. Damit ist gewährleistet,

dass der Kalk nicht absinkt

und sich auf dem Boden der Güllegrube

festsetzt.

Kurze Strohhäcksel Weiter sollte

darauf geachtet werden, dass 3 bis 4 cm

lange Strohhäcksel verwendet werden.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die

Wasseraufnahme und das Wasserhaltevermögen

umso besser sind, je feiner

das Stroh zerkleinert wird. Kurzes Stroh

lässt sich zudem besser verteilen und

macht weniger Probleme auf Spaltenböden.

Weniger Kosten als mit Strohmatratze

Der Einbau einer Kalkstrohmatratze

lohnt sich aus finanzieller

Sicht. Der durchschnittliche

fi nanzielle Jahresaufwand für eine Kalkstrohmatratze

liegt unter demjenigen

eines reinen Strohbettes. Feuchtkalk ist

billiger als Stroh und bei der Kalkstrohmatratze

wird durch die Kühe weniger

Stroh aus den Boxen getragen als bei

der normalen Strohmatte. Diese Strohersparnis

wirkt sich finanziell aus. Zwar

fällt der Aufwand im ersten Jahr etwas

grösser aus, dafür in den Folgejahren

umso geringer. Denn die Kalkstrohmatratze

muss nicht komplett erneuert

werden, es wird nur nachgestreut. Um

den abtrocknenden und hygienisierenden

Effekt und die Weichheit der Matratze

zu erhalten, sollte pro Jahr zweibis

viermal neuer Kalk in die Boxen verteilt

werden.

Der tägliche Arbeitsaufwand mit der

Boxenpflege verringert sich massiv mit

einer Kalkstrohmatratze. Das verschafft

dem Landwirt freie Zeit.

70 2 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Gesündere Kühe Auch für die Tiere

hat die Kalkstrohmatratze viele Vorteile.

In der Liegebox hemmt Kalk die

schädlichen Bakterien. Studien der Universität

Pennsylvania haben gezeigt,

dass die Zahl der Bakterien Kebsiella

spp., Escherichia coli und Streptococcus

spp. in Boxen, die mit Kalk eingestreut

wurden, an den Zitzenspitzen der Kühe

niedriger war als bei der Boxenpflege

mit einem säurehaltigen Mittel oder bei

getrockneten Holzspänen.

In bequemen, weichen und BTS-konformen

Liegematten, wie es korrekt angelegte

Kalkstrohmatratzen sind, liegen

die Kühe vermehrt und bleiben sauberer.

Das vermindert die Gelenk- und Euterprobleme.

Zudem steigt tendenziell

die Milchleistung. Im Stehen fliessen

zirka 240 l Blut pro Stunde durch das

Euter, im Liegen sind es um die 340 l.

Zu guter Letzt gelangt der von den

Kühen herausgetragene oder bei der

Säuberung herausgenommene Kalk via

Hofdünger aufs Feld und dient zur Erhaltungskalkung.

Auf der weichen und kompakten Kalkstrohmatratze liegen Kühe gern.

Fazit Mit der Kalkstrohmatratze

schlägt man zwei Fliegen auf einen

Streich. Der eingestreute Kalk stabilisiert

und hygienisiert die Kuhmatratze,

die Tiere fühlen sich wohler. Danach

dient der via Hofdünger ausgebrachte

Teil an Kalk zur Erhaltungskalkung.

Auch aus finanzieller Sicht macht sich

eine Kalkstrohmatratze schon im zweiten

Jahr bezahlt. Zudem verringert sich

der tägliche Aufwand für die Boxenpflege,

was dem Landwirt freien Raum

schafft, den er anderweitig gewinnbringend

einsetzen kann.


Autoren Roland

Walder und René

Simon arbeiten im

Landor-Beratungsdienst.

Weitere Infos erhalten

Sie via Gratis-Beratungs -

telefon 0800 80 99 60,

www.landor.ch oder

info@landor.ch. Die

Produkte sind in Ihrer

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Fortsetzung

Seite 74

UFA-REVUE · 2 2010 71


NUTZTIERE

Prävention muss verstärkt werden

SEUCHENBEKÄMPFUNG Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit in den

Jahren 2008 und 2009 hat parallel zur BVD-Impfung stattgefunden und mitgeholfen,

eine Seuchenverbreitung im grossen Stil zu vermeiden. Es gibt einleuchtende Gründe

zur Annahme, dass in Mitteleuropa vermehrt Seuchen auftreten könnten. Ist die

Schweiz dagegen gewappnet?

Bovine Virus Diarrhoe (BVD), Geflügelgrippe,

Blauzungenkrankheit

– all diese Tierseuchen waren hier

zu Lande in den letzten Jahren ein

Thema. Experten gehen davon aus, dass

Krankheiten sich künftig noch leichter

verbreiten. Die UFA-Revue erkundigte

sich bei Hans Wyss, Direktor vom Bundesamt

für Veterinärwesen (BVET), was

das für die Schweiz bedeutet.

UFA-Revue: Die Impfung gegen die

Blauzungenkrankheit hat eine intensive

Debatte ausgelöst. Ist man gegenüber

Impfungen kritischer geworden?

Hans Wyss: Das Bewusstsein, welche

Errungenschaft die Impfungen bedeuten,

ist heute etwas verloren gegangen.

Unsere Grosseltern mussten

sich mit Krankheiten auseinandersetzen,

die in der Schweiz jetzt keine Rolle

mehr spielen.

Impfkampagne 2010 gegen Blauzungenkrankheit

Tiergattungen: Für Rindvieh und Schafe ist die Impfung obligatorisch.

Freiwillig können Tierhalter auch ihre Ziegen, Lamas, Alpakas und

Wildwiederkäuer beim kantonalen Veterinäramt für eine Impfung

anmelden.

Zeitpunkt: Die Impfungen finden zwischen Mitte Februar und Ende

Mai 2010 statt.

Ausnahmen: Bis zum dritten Lebensmonat müssen Rinder und Schafe

nicht geimpft werden. Ausnahmen gelten ebenfalls für Tiere, die im

Alter von höchstens sechs Monaten geschlachtet werden, sowie für

Rinder, die innerhalb von zwei Monaten nach dem ersten Impftermin

und Schafe, die innerhalb eines Monates nach dem Impftermin

geschlachtet werden.

Impfstoff: Bovilis ® BTV8 von Intervet (bereits 2008 eingesetzt).

Gesuche um Impfverzicht: Wer sein Rindvieh oder seine Schafe nicht

impfen lassen will, reicht bis am 12. Februar 2010 ein entsprechendes

Gesuch beim kantonalen Veterinäramt ein.

Kosten: Der Bund trägt die Kosten für den Impfstoff. Die Tierarztkosten

werden zwischen Tierhaltern und Kanton aufgeteilt. Wer eine Befreiung

von der Impfung beantragt, bezahlt eine Bearbeitungsgebühr und trägt

die Gesamtkosten bei einem allfälligen Krankheitsausbruch im Betrieb.

Doch man sollte immer an die Schäden

denken, die ohne Impfung entstehen

würden. So fallen Milchverlust, geringere

Gewichtszunahmen, Folgeschäden

am Gesundheitszustand, eine

weitere Verbreitung der Krankheit und

im schlimmsten Fall die Verendung der

Tiere bei der Blauzungenkrankheit wirtschaftlich

sehr ins Gewicht, geschweige

vom Tierwohl, das massiv leidet. Darum

steht die Mehrzahl der Tierhalterorganisationen

hinter einer Impfung gegen

die Blauzungenkrankheit. Bei all dem

darf man nicht vergessen, dass Impfungen

von Tieren ja nichts Aussergewöhnliches

sind. Jährlich muss jedes

Pferd obligatorisch gegen Pferdeinfluenza

geimpft werden, beim Geflügel

sind regelmässige Impfungen gang und

gäbe. Das hat nie zu Widerstand geführt.

Heute hat die Blauzungenkrankheit in

der Schweiz keine grössere Bedeutung

mehr als andere Seuchen. Macht da ein

Impfobligatorium wirklich noch Sinn?

Natürlich weiss man nie, was ohne

Impfung wäre. Mit Blick auf die rund 70

Fälle, in denen während den letzten

zwei Jahren noch Tiere nachweisbar an

der Blauzungenkrankheit erkrankten,

war die Impfkampagne ein Erfolg. Jetzt

geht es darum, die vorteilhafte Situation

zu festigen.

Wie sieht es mit der Ansteckungsgefahr

aus den Nachbarländern aus?

In Italien werden Tiere in gefährdeten

Gebieten geimpft. In Deutschland

plädierten zwar alle Fachleute für ein

erneutes Impfobligatorium, aber aus

politischen Gründen und wegen den

Kosten wurde dies abgelehnt. Für

Schweizer Tiere kommt die Gefahr vor

allem aus dem Westen, weil dort am

meisten Krankheitsfälle auftraten. Nach

den negativen Erfahrungen mit der

Freiwilligkeit impft Frankreich auch

2010 flächendeckend, wodurch sich die

Einschleppungsgefahr in die Schweiz

reduziert.

Der Impfstoff wurde teils kritisiert,

nicht nur fürs Tier, sondern auch für die

Fleischkonsumenten negative Nebenwirkungen

zu haben.

Keiner der verwendeten Impfstoffe

verfügt über irgendwelche kritischen

Aspekte. Alle Impfstoffe haben ein ordentliches

Zulassungsverfahren durchgemacht.

Das heisst, der Hersteller

musste aufgrund von umfassenden Versuchen

beweisen, dass der Impfstoff

unschädlich ist. Ausserordentlich war

bei den Impfstoffen gegen die Blauzungenkrankheit,

dass die Schweizer Zulassungsbehörde

noch zusätzliche Tests

anordnete, die sich ebenfalls als unbedenklich

erwiesen haben. Auch in anderen

Ländern wurden die Impfstoffe

geprüft und breitflächig eingesetzt, ohne

dass sich unerwünschte Nebenwirkungen

gezeigt hätten. Immer wieder

bestätigte sich, dass die Impfstoffe sehr

sicher sind und Nebenwirkungen selten

vorkommen.

Bei 77 % der Betriebe, die wiederholte

Aborte gemeldet hatten, wurden Keime

gefunden, von denen bekannt ist,

dass sie zu Aborten führen. Was war bei

den anderen 23 %?

77 % ist ein hoher Anteil, bei dem die

Ursachen für die Aborte ermittelt werden

konnte. Ansonsten findet man im

Schnitt vielleicht bei der Hälfte der

72 2 2010 · UFA-REVUE


NUTZTIERE

Aborte eine Ursache. Die Untersuchung

zeigt damit, dass die Impfungen bei

diesen Aborten kaum eine Rolle gespielt

haben.

Können Sie bei der kurzfristigen Impfstoffbeschaffung

unabhängig von den

Versuchsresultaten der Hersteller entscheiden?

Von den Firmen, die Impfstoffe entwickeln,

sind wir vollkommen unabhängig.

Es gelten Spielregeln wie bei einer

Bauausschreibung. Die Firma mit

dem besten Angebot erhält den Auftrag.

Experten gehen davon aus, dass sich

Seuchen vermehrt in weiten Teilen der

Welt ausbreiten.

Die zunehmende Mobilität führt zu

einer grösseren Verbreitung von Krankheiten.

Die Klimaveränderung kann

diese Entwicklung beeinflussen. Aber

die einzelnen Fälle müssen differenziert

betrachtet werden. So stellt

sich beim Blauzungen-Virustyp 8

die Frage, was wichtiger war, der Klimaeinfluss

oder die Mobilität. Möglich

ist, dass man früher einfach nicht

realisierte, dass auch bei uns heimische

Mücken das Virus übertragen können.

Wie reagieren Sie beim BVET auf diese

Prognosen?

Es gibt keinen Grund zur Panik, aber

neue Gefahren müssen frühzeitig erkannt

werden. Konkret gilt es, das frühzeitige

Erkennen von Gefahren, das sogenannte

Monitoring, noch zu

intensivieren. Zudem müssen vorbeugende

Massnahmen im Bereich der Hygiene

auf den Landwirtschaftsbetrieben

noch verstärkt ins Auge gefasst werden.

Das BVET ist viel mit den europäischen

Veterinärämtern in Kontakt. So bleiben

Hans Wyss,

Direktor vom

Bundesamt für

Veterinärwesen,

rät Tierhaltern,

die empfohlenen

Hygienemassnahmen

in ihren

Ställen einzuhalten,

um die Ausbreitung

von Krankheiten

zu erschweren.

Doch gegen

Seuchen braucht es

oft weiter gehende

Massnahmen.

wir immer auf neuestem Stand des Wissens

über allfällige neue Krankheiten,

deren Eigenart und über die wirkungsvollsten

Bekämpfungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsse ziehen Sie aus der

Blauzungenkrankheits-Kampagne für die

Bekämpfung künftiger Seuchen?

Die Blauzungenkrankheit ist ein gutes

Beispiel von erfolgreicher Prävention.

So hatten wir seit einigen Jahren ein

Früherkennungssystem am Laufen, weil

wir vermuteten, die Krankheit kommt

früher oder später in die Schweiz.

Schon vor dem ersten Fall machten wir

mit einer Informationskampagne auf

die Krankheit und die Symptome aufmerksam.

Und mit der vorbeugenden

Impfung konnten wir ein massives Ausbreiten

der Krankheit verhindern. Die

ganze Durchführung der Impfkampagne

war jedoch ein Kraftakt. Gerade in

der Prävention wollen wir künftig noch

schneller und flexibler handeln können.

Jede Seuche muss einzeln angeschaut

werden, um daraus gezielte

Massnahmen ableiten zu können. Beispielsweise

das Q-Fieber, das sich vor

kurzem in niederländischen Ziegenpopulationen

massiv ausbreitete. Eine solche

Häufung von Fällen ist in der

Schweiz nicht zu erwarten, weil die hiesigen

Ziegenbestände viel kleiner sind

als in Holland. Dort gibt es Betriebe mit

Tausenden von Tieren.

Wie geht es nach 2010 weiter? Bleibt

das Impfobligatorium gegen die Blauzungenkrankheit

bestehen?

Das kann ich heute noch nicht sagen.

Falls wir und die umliegenden Gebiete

im Ausland es schaffen, dass die Blauzungenkrankheit

nicht wieder aufflackert,

rechne ich für 2011 mit keinem

Impfobligatorium mehr. Deshalb ist

auch 2010 eine gute Impfabdeckung

wichtig.


Autor Matthias Roggli, UFA-Revue,

8401 Winterthur

Mehr über die Seuchenbekämpfung

des Bundesamtes für Veterinärwesen

sowie über die Blauzungenkrankheit

steht unter www.bluetongue.ch und

www.bvet.admin.ch

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Rubriken

Breitreifen 800/65-32,

passend zu Fendt 700er

Serie 079 653 96 35

Heuschrottmesser

Aebi, mit 20 m Kabel,

Fr. 200; Verteilanlage,

Fr. 50 055 412 40 36

Heupresse Welger

AP12K, top Zustand

079 420 56 82

Kreiselegge Lely, 3 m,

mit Packerwalze und

Autsatteleinrichtung,

guter Zustand, wenig

gebraucht

079 673 95 16

Bührer Spezial, 1959,

Pneu und Farbe neu,

tech. i.o., Benzin

078 674 09 21

Raum TG

Viehanhänger, für

Traktorenzug 16VE

055 280 19 46

Abwurfschacht Lanker,

für Kunststoffsilo,

Fr. 200 052 657 27 74

o. 079 470 26 57

Mulchgerät, 80 cm,

zu Aebi CC56, CC66,

CC55, betriebsbereit

055 440 34 64

Schneepflug Zaugg

63-150-2, 1.50 m breit,

hydr. schwenkbar,

inkl. 1 Paar Seiten -

bleche zu Aebi CC66,

mit Zusatzhydraulik

055 440 34 64

Heugebläse Aebi

FG46, 20 PS,

Elektromotor

055 440 34 64

Traktoren Dreiseitenkipper,

günstig

079 622 45 82

Silohäcksler Botsch

IBR, 25 PS Motor, mit

elek. Schleifapparat, Fr.

1500 079 723 61 25

Umschlaggerät

Betonsilo, 8 m 3 ,

funktionell i.o., Fr. 900

079 723 61 25

Traktor Güldner G 40,

Jg. 65; Schneeketten,

11 x 32, wenig

gebraucht, Fr. 600

061 841 27 82

Ladewagen Steyr 801,

top Zustand; Mixerpumpe

Früh Rapid 505;

Kleintierställe, massiv

034 461 28 94

Herserotative Falk,

2.5 m, revisée, peint

neuve, Fr. 2300

032 462 23 13

Doppelräder 12.4/36,

Patent Müller, 5 Stern,

Profil mind. 90 %, Fr.

1900 041 921 16 35

Kunstoffsilo Huber,

2 Stk. 3.5 m, 105 m 3 ,

6 Lucken, rehbraun,

mit Kranbahn;

Hydroschneckenfräse

MUS- Max, Sauggebläse

11 KW, Chromstahl,

Saugleitung und

Elektrosteuerung,

inkl. Zyklon, Verfügbar

ab September 2010

052 653 11 60

Mähbalken ESM,

zu Aebi Motormäher,

1.42 m, Fr. 450

078 835 33 68

Fortsetzung

Seite 76

UFA-REVUE · 2 2010 75


Marktplatz

Nutzen Sie die Kontaktchancen

mit allen Schweizer Landwirten

Fortsetzung

von Seite 75

Fendt Farmer 103S,

45 PS, gefederte

Forderachse, 1 DW,

Doppelräder, hydr.

Lenkung, Schnellkuppler,

teilrevidiert, top

Zustand, günstiger Preis

079 713 34 82

Reform Metrac 2002,

mit Front- Rasenmähwerk,

Baujahr 1988,

2980 h, letzte MFK

4.2009, Fronthydraulik

Kat. 1, Front- und

Heckzapfwelle 540

U/min., Mähwerk ist

neu, 1.50 m Mähbreite,

3 Messer, Seitenauswurf

rechts, Fotos auf

agrarmaschinen.ch, Fr.

9900 078 744 30 32

Aufsitzwischmaschine

Rapid Dulevo 90, 1.2 m

Arbeitsbreite, Benzinmotor

755 h, hydro -

statischer Antrieb,

Hochentleerung, guter

Zustand, Fr. 3200;

Wischmaschine Hako

Hamster 700 E, 75 cm

Arbeitsbreite, Batterie-

Elektroantrieb mit

Ladegerät, Fr. 1500

078 744 30 32

Laub-Heugebläse, zu

Traktor oder Zweiachsmäher,

Zapfwellen -

antrieb, 1000 U/min,

Neumaschine, Fr. 4800;

Mistschieber, für

Laufstall, 1.5 m Arbeits -

breite, Elektroantrieb,

mit Ladegerät, Fotos

auf agrarmaschinen.ch

078 744 30 32

Traktor Fiat 500 DT

Spezial, mit Kabine

und Frontlader, 4000 h

079 622 45 82

Luftdruckanlage,

komplett, zu Traktor;

Silo, 100 m 3 ; Unibed

Schaad; Allradachse

New Holland Feldhäcksler;

Kreiselegge

Falc Fox, 3 m

079 243 75 25

Düngerstreuer

Waggon; Einscharpflug

Menzi Nr. 6; Glocken

Biaggi, alt

079 748 30 57

Heuschrote, elek., mit

Kabelrückzugrolle,

Fr. 400; Melkmaschine

Alfa Laval VTU 18 MM

079 732 45 74

Dreschmaschine,

alt und günstig

034 493 32 83

Ladewagen Mengele

285, sehr guter Zustand

032 641 23 43

Ballenzange Kondor,

2-jährig; Kartoffeldämpfer,

Holz Feuerung

032 351 23 58

Kompletträder

13.0/75-16 SL 10 PLY,

1 Paar, zu Ladwagen,

neuwertig, Fr. 400

055 280 29 09

Fiat 80-90 DT, Allrad

Hi Lo, Fronthydraulik,

breite Komfortkabine,

Heizung, 80 PS, All -

radbremse, Anhängerbremsventil,

Halbgang,

ZW 540-1000, 9000 h,

Bremsen revidiert,

Fr. 16'500

079 287 52 89

Schweinefütterungsanlage

Zimmerli,

komplett, 7.5 PS

Pumpe, Stande 800 l,

Futtersilo 4 t, Wiegestab,

Chromstahl,

Wiegecomputer,

Schottertank 4600 l,

Verhandlungspreis

Fr. 13'500

079 673 68 30

Pneu Kleber, occ.,

Grösse 11.2 R 44

Radial, Profil 25 %,

Fr.250/Stk.

052 657 27 74 o.

079 470 26 57

Volvo V90 Kombi,

Automat, ab MFK

Nov. 09, 8-fach ber.,

top Zustand, Fr. 7800

052 301 03 41

Dieseltank, 1000 l,

Fr. 90; Doppelrad

Schaad, 2 Stk., 11 x 28,

Ø 70.5 cm, Fr. 150

044 767 12 77

Ernteprofi Pöttinger,

Kurmannachse,

Dossierw., Querband;

Viehwagen, 5 x 2 m,

mit PL 079 403 03

64

LANDTECHNIK

gesucht

Schleppschlauchverteiler

077 418 96 43

Schlauchhaspel,

für flachrollbare

Güllenschläuche

077 418 96 43

Traktor Bührer Tractospeed

ab 19.00 Uhr

052 763 38 97

Bewässerungrohre,

mit Regner

079 441 88 79

Siloschneidezange, an

Pneulader, 1.80 m bis

2 m breit; Schwemmkanalroste,

80 cm

breit, 4 cm hoch, Auf -

lage 30 mm, Schlitzbreite

ca. 16 m

079 563 82 41

Frontlader,

zu Same Dorado oder

Same Explorer 60

077 418 96 43

Kochherd Tiba, mit

Einfeuerung rechts,

mit oder ohne

Backofen, wenn

möglich Glaskeramik,

Farbe weiss oder braun,

Masse 60 cm x 125 cm

062 723 23 04

Pick-Up zu Transporter

Rapid Cargo 15s, gut

erhalten; Schleifrechen,

1.4 m, kein Alu

079 676 34 50

Viktor Kabine,

für Landini 6500

044 833 04 76

Kraftfutterstation,

für Milchkühe, komplett

056 401 26 22

Holzhacker, 3-Punkt

Anbau, Zapfwellen -

antrieb, ca. 20 cm

Durchsatz

079 425 93 05

Schwemmkanal-

Betonrost, alt und

gebraucht

071 298 20 86

NEU

NOUVEAU

mit

zusätzlichen

Rubriken

Heuentnahmekran,

günstig

079 673 24 71

Heubelüftungsroste,

Kt. BE-LU

079 444 67 62

Tandem-3-Seiten -

kipper oder Einachs-

3-Seitenkipper

079 278 45 31

Schleppschlauchverteiler

zu Druckfass, ca.

7 m 041 787 21 89

Tandemwannenkipper,

occ. körnerdicht

079 684 91 45

Allradtraktor, ca. 60 PS

079 245 25 02

Sickerleitungs-Rohre,

PE gelocht, Ø 100 mm ,

sowie ca. 12 Rohr

Ø 600 mm oder grösser

079 393 06 60

Silo Huber 7B, 90 m 3 ,

ø 3,5 m, braun oder

grün, mit UV Schutz

079 643 59 65

1 Paar Messer zu

Heuschrote SFW 160,

Gebr. Weiber Sursee,

oder ganze Heuschrote,

günstig

062 723 23 04

Gummimatten,

gebraucht

032 313 13 93

Heurüstmaschine,

Kranmodell; Silo -

ver teiler, elektrisch;

Heumesser, elektrisch,

220 V; Güllenmixer,

ca. 10-15 PS, evt. mit

Untersetzungsgetriebe

oder Traktormixer

079 678 81 49

Faltenschieber, für

Rinder und Kühe;

Heuentnahmekran

078 871 64 15

Sternhackgerät Haruwy,

für Maiskartoffeln,

Rüben 079 765 20 26

Grubber, leicht,

für 80 PS Traktor

052 657 19 61

Lamellen, zu Kuhnflex

KF 4 056 668 13 85

Kälbertränkeautomat,

möglichst günstig

079 673 24 71

Kindersitz, für Traktor,

gefedert oder

ungefedert, Preis nach

Verhandlung

079 519 18 59

Milchraum Container

079 848 15 70

Weideunterstand,

einfach, mobil,

für ca. vier Rinder

056 664 26 89

Tandem- oder

Einachskipper

079 278 45 31

Gummiförderband

078 910 87 39

Traktor Systra, Zustand

egal 079 208 51 89

Traktor Hürlimann, rot

oder grün, bis Jahrgang

1975 062 299 14 30

Messerbalken, zu

Kramer, 20 PS, Jg. 60-

65 und Bucher D 1800

055 280 29 09

Ballenförderband,

Leichtband

078 910 87 39

Stabkrümlmer, 3 m

079 787 20 67

Betonspaltenboden,

1.95 - 2 m lang, 14 cm

hoch 071 944 11 37

Hecklader Farmi o. ä.

071 866 11 27

Subaru Legacy, 2.2 l, ab

MFK, mit Anhängerkupplung,

bis Fr. 5000

079 575 25 52

Achsen, ca. 7 t;

Forstseilwinden Tajfun,

6 t 033 744 40 62

Glockentreicheln;

Schellen; Klopfen,

auch defekte, werden

abgeholt

079 575 25 52

Kippschaufel;

Klauenstand; Kuh -

trainer, wenn möglich

gratis, ab 20.00 Uhr

079 911 32 08

Anbindevorrichtung

Safix 034 493 32 83

Kuh-Selbstfanggitter

für 16 Plätze minimum

in Reihe; Liegeboxen-

Trennbügel; Kälber-

Selbstfanggitter für

Mutterkuhhaltung,

Occasion

062 773 11 08

Mistrampe, Alu, ca.

5 m 041 910 11 29

Traktor Bührer-Tractospeed,

ab 19.00 Uhr

052 763 38 97

LANDTECHNIK

zu verschenken

Pneubrückenwagen,

2.5 t Tragkraft

052 745 14 79

Kälbermist,

ca. 2 x 30 m 3 pro Jahr,

ab Niederwil SG

071 393 66 69

Milchzentrifuge, elek.,

5 l 052 318 12 74

Güllenrohre, 17 Stk.

055 283 23 46

LANDTECHNIK

zu vermieten

Traktoren John Deere

1950 65 PS, 5820 88

PS, 6410 100 PS, 630

125 PS, 6600 110 PS,

6820 140 PS 052

685 14 03

LANDTECHNIK

Raritäten

Berner Sonntagstracht,

Gr. 42-44

062 922 70 23

IMMOBILIEN

zu verkaufen

Beteiligungen, an

grossem Gemischtbetrieb

mit Rinderhaltung,

ca. 1900 ha LN, lang -

fristige Pacht mit

günstiger Möglichkeit

für Landkäufe, nörd -

liches Mitteldeutschland,

Chiffre 0110

Martkfruchtbetrieb,

800 ha Pacht /

Eigentum, mit kompl.

Betriebsausstattung

Hofstelle, Technik,

Inventar, Mitteldeutschland

/ Börde

Ø 80 BP, Chiffre 0210

Gemischtbetrieb, mit

Mutterkuhhaltung,

langfristige Pachtver -

träge für 500 ha Acker,

250 ha Grünland,

günstige Möglichkeit

Land zu erwerben,

Raum Thüringen,

Chiffre 0310

Betrieb, mit ca 1000 ha

Ackerland, 300 ha

Grünland, intensive

Rinderhaltung, geeignet

für Biogasstandort,

Raum Thüringen,

Chiffre 0410

Milchviehbetrieb, in

Polen nahe deutscher

Grenze, ca. 900 ha,

6.5 Mio. kg Milchquote,

Milchlieferung seit

2001 nach Deutschland,

gutes Fachpersonal,

günstige vertragliche

Kaufoption zum

Flächenerwerb, ca. €

2500 / ha, Chiffre 0510

Fortsetzung

Seite 87

76 2 2010 · UFA-REVUE


Bauernfamilien in Europa: Schwierigkeiten und Hilfsangebote

KURZMELDUNGEN

LANDLEBEN

Generationenkonflikte, Eheprobleme,

Arbeitsüberlastung, Liquiditätsengpässe,

Selbstmordgedanken,

Überschuldung und fehlende betriebliche

Entwicklungsmöglichkeiten

– die Liste der Problemauslöser

für Bauernfamilien liest sich in ganz

Demission

Seit 16 Jahren präsidiert Ueli Tobler,

Pfarrer von Müntschemier (BE), das

bäuerliche Sorgentelefon und die reformierte

Arbeitsgemeinschaft

Kirche und

Landwirtschaft (SRA-

KLA). Auf Ende 2010

werde er demissionieren,

kündigte er an.

Die Verbindung von

Gemeindearbeit und

Landwirtschaft habe ein spannendes

Arbeitspensum ergeben, erklärt er,

und dass er diese Aufgaben weitergeben

möchte, bevor sich Ermüdungserscheinungen

bemerkbar machen.

http://blogs.ref.ch/tobler.php

Zum Rechten schauen

Zum Thema «Frauen schauen zum

Rechten im Stall» organisiert das Beratungsteam

Appenzell Ausserrhoden

einen Kurs. Das Ziel ist den

Bäuerinnen, die ihre Männer im Stall

vertreten, Grundlagen der Rindviehhaltung

zu vermitteln und Sicherheit

im Umgang mit unerwarteten Situationen

im Stall. Auf dem Hof von der

Familie Felix Knöpfel in St. Gallen-

Winkeln am 19. 2. 2010 (10 bis 16

Uhr). Anmeldung: 071 353 67 64

christine.koella@ar.ch

Jubiläum mit Flechtgetreide

Seit 25 Jahren sind Claudia und

Ruedi Künzi in Maschwanden die

schweizweit führenden Produzenten

von Getreidedekorationen. Ihre

Aktivitäten zum Jubiläumsjahr sind

auf der neu gestalteten Homepage

(www.getreidedeko.ch) aufgeschaltet,

so zum Beispiel der Strohflechtkurs

vom 20. und 21. März 2010.

Anmeldung: 044 767 14 23.

Die Tochter meiner Mutter

Das 11. Bäregg-Frauen-Forum widmet

sich der Auseinandersetzung,

150 JAHRE

AM PULS DER NATUR 2010

Europa gleich. Vertreter bäuerlicher

Sorgentelefone und Familienberatungsstellen

aus Frankreich, Belgien,

Deutschland und der Schweiz haben

Mitte Januar 2010 an einem Workshop

(Bild) in Wernau bei Stuttgart

zudem festgestellt, dass ihre Beratungspraxis

von einer ähnlichen

Grundhaltung geprägt ist: Förderung

der Lebensqualität von Bauernfamilien.

Unterschiede zeigen

sich bei der Tiefe des Hilfsangebots:

Das Spektrum reicht von anonymer

Telefonberatung (CH) über Beratung

vor Ort (D, B) bis zur gemeinsamen

politischen Aktion (F). Ermutigend

tönte das Schlusswort eines pensionierten

Bauern und Familienbegleiters

aus Frankreich: «Bisher war ich

ein EU-Skeptiker. Jetzt habe ich zum

ersten Mal erlebt, dass die Zusammenarbeit

innerhalb Europas die

Bauernfamilien auch stärken kann!»

Ueli Straub, Agridea, Vorstand Bäuerliches

Sorgentelefon:

041 820 02 15, Mo 08.15 – 12.00

und Do 18.00 – 22.00

Aktion 72 Stunden

Mit dem Projekt «Aktion 72 Stunden»

sollen Jugendliche gemeinnützige

Projekte umsetzen, begleitet

von den Radiosender der SRG SSR

idée suisse. Der Startschuss fällt am

9. 9. 2010. Landjugendgruppen mit

Ideen sollen sich melden via Email

info@landjugend.ch oder an der

Tier&Technik am Landjugend-Stand

in der Halle 3.1. www.landjugend.ch

Versöhnung und Heilung der Beziehung

zur eigenen Mutter. Referentin

ist die Primarlehrerin Ruth

Schmocker-Buff (TDM, Weiterbildung

in Transaktionsanalyse und Familiensystemik).

Die Veranstaltung

findet am Donnerstag, den 4. März

2010, 13.30 am Inforama Emmental

(Bild), Bärau bei Langnau (BE)

statt und ist kostenlos.

Anmeldung: Kurssekretariat des

Inforama Waldhof, 4900 Langenthal

062 916 01 01

WETTBEWERB

Geschenk-Abo

gewinnen!

Wie heisst der Apéro-Service der Luzerner

Bäuerinnen? Senden Sie das

Lösungswort via SMS an die UFA-

Revue. Zehn Gewinner werden

ausgelost und erhalten als Preis ein

Jahres-Abo des Schweizer Kochmagazins

«le menu». «Le menu» serviert

neue wie auch klassisch-bewährte

Rezepte, hergestellt mit Schweizer

Produkten. Die Leser haben einen

exklusiven Zugriff auf die grösste bebilderte

Rezeptdatenbank der

Schweiz und bis zu 60 % Rabatt auf

Produkte im Online-Shop:

www.lemenu.ch.

Gesucht ist der Name des Apéro-

Service der Luzerner Bäuerinnen.

Schicken Sie eine SMS mit: KFL

Lösungswort Name Adresse an 9292

(90 Rp.). Einsendeschluss 15.2.2010.

Auflösung Wettbewerb

UFA-Revue 1/2010

«Landhand» hiess das Lösungswort

im Januarwettbewerb. Gewonnen

haben Heidi Schnyder aus Näfels,

Curdin Hunger aus Thalkirch, Adrian

Berger aus Tafers, Martha Zwahlen

aus Mamishaus, Rosmarie Leibundgut

aus Oschwand, Willi Vogt

aus Güttingen, Emmi Lehmann aus

Humlikon, Hans Schürch aus Madiswil,

Albert Götz aus Bretzwil und

Vreni Habegger aus Arni. Sie erhalten

die DVD-Landgang, die die Geschichte

der Familie Ammann erzählt.

Ammanns bewirtschaften

ihren Hof, dann verkaufen sie alles.

Die Kamera war mit dabei.

www.landgang-film.ch

Tagesaktuelle Neuigkeiten

www.ufarevue.ch

UFA-REVUE · 2 2010 77


LANDLEBEN

BÄUERINNEN KOCHEN

Bäuerinnen machen Party

REGIONAL UND SAISONAL Es scheint als hätten viele Kunden auf sie gewartet –

die Bäuerinnen Aperogruppen. Bereits gibt es davon einige in der Schweiz.

Die UFA-Revue unterhielt sich mit zwei Bäuerinnen der Luzerner Apero-Bäuerinnen,

die seit Mai 2009 unter dem Namen Agricatering ihre Kunden verwöhnen.

Helen Heller bewirtschaftet

mit ihrem Mann

Peter einen 15-ha-

Betrieb in Willisau. Sie

ist Mutter von drei

Kindern (Patric 18,

Domenic 15 und

Dario 4). Im Vorstand

von Agricatering ist

sie Kassierin.

UFA Revue: Im Mai 2009 sind Sie mit

Agricatering gestartet. Wie war die Nachfrage?

Helen Heller: Sehr gut. Unsere Erwartungen

wurden übertroffen und wir

waren überrascht über das positive

Echo.

Daniela Bucher-Rölli: Die Leute sind

begeistert. Unser Pluspunkt ist, dass die

Leute wissen, woher unsere Produkte

kommen.

Also Lachsbrötchen und Orangensaft gibt

es bei Ihnen nicht.

Helen Heller: Nein, ganz sicher

nicht. Auch Schinkengipfeli, Chips und

Nüsschen sucht man vergebens.

Daniela Bucher-Rölli: Statt Orangensaft

gibt es Süssmost. Wir setzen

auf landwirtschaftliche Produkte aus

unserer Region …

Helen Heller: … und legen grossen

Wert auf Regionalität und Saisonalität.

Das Angebot an knackigem Gemüse

mit Dipsauce ist allerdings im Winter

reduziert und beschränkt sich auf Rüebli.

Ergänzt durch die sehr beliebten

Randenhäppchen.

Wer sind Ihre Kunden?

Daniela Bucher-Rölli: Landwirtschaftliche

Organisationen wie der

Bauernverband, die fenaco-LANDI Gruppe

oder das Landwirtschaftsamt, aber

Brombeer-Streusel-Blechkuchen

Butter für das Blech

Streusel:

250 g Mehl, 2 Prisen Salz

¼ TL Backpulver, 125 g Zucker

150 g Butter, kalt, in Stücke geschnitten

1 Ei, verquirlt

Füllung:

400 g kleine Brombeeren oder grosse halbiert

Guss:

400 g Quark (evtl. 200 g Crème fraìche + 200 g Quark)

125 g Zucker

1 Vanillestängel, längs aufgeschnitten, ausgeschabtes Mark

3 Eier, Puderzucker zum Bestreuen

Mehl, Salz, Backpulver und Zucker mischen. Butter beifügen und zu einer

krümeligen Masse verreiben, eine Mulde formen. Ei hineingiessen,

miteinander vermischen. ²/3 des Streusels ins bebutterte Blech verteilen.

Flach drücken, so dass der Boden bedeckt ist und dabei einen Rand

formen. Brombeeren auf dem Streusel verteilen. Für den Guss alle

Zutaten verrühren und über die Beeren giessen. Mit dem beiseite

gestellten Streuseln bestreuen. In der Mitte des auf 200 °C vorgeheizten

Ofens 45 bis 50 Minuten backen. Auskühlen lassen. Vor dem Servieren

mit Puderzucker bestreuen. Rezept von Helen Heller

Daniela Bucher-Rölli aus Zell (LU) wird mit ihrem Mann in den

nächsten Jahren den elterlichen Betrieb übernehmen. Sie ist Mutter

von vier Kindern (Roderic 6, Timon 4 ½, Fabio 3 ½, Elio 1 ½), das

fünfte ist unterwegs. Im Vorstand von Agricatering ist sie für die

Kommunikation zuständig.

78 2 2010 · UFA-REVUE


BÄUERINNEN KOCHEN

LANDLEBEN

auch viele Unternehmen, die mit der

Landwirtschaft gar nichts am Hut haben.

Immer mehr engagieren uns auch

Privatpersonen für familiäre Anlässe.

Warum machen Sie mit bei Agricatering?

Helen Heller: Ich koche und backe

gerne und folgte einem Aufruf in der

BauernZeitung.

Daniela Bucher-Rölli: Mir ging es

ähnlich. Zudem komme ich so auch un-

Randen-Häppchen

Zahnstocher

5 kleine Randen, geviertelt

wenig Butter

1 Weichkäse

(270 g, in 20 Scheiben geschnitten)

1–2 rote Zwiebeln, in Ringe geschnitten

rosa Pfeffer, grob zerdrückt

Die Randenviertel knapp weich garen.

Herausnehmen. Butter in der Pfanne

schmelzen. Die Randenviertel kurz darin

schwenken und auf einer Platte

anrichten. An jedes Randenstück mit

einem Zahnstocher eine Käsescheibe

und einen Zwiebelring anstecken. Mit

Pfeffer bestreuen und lauwarm

servieren. Rezept von Helen Heller

ter die Leute und lerne andere Bäuerinnen

kennen.

Helen Heller: Im Februar 2009 war

ein Informationstreffen und es fanden

sich 31 Bäuerinnen bereit, die mitmachen

wollten. Anfangs Mai gründeten

wir Agricatering und am 12. Mai hatten

wir schon den ersten Grossanlass mit

über 550 Leuten. Das war unsere Feuertaufe.

Es hat alles geklappt, auch

wenn es ein bisschen hektisch war.

Da muss ja organisatorisch vorher einiges

gelaufen sein.

Daniela Bucher-Rölli: Ja, das stimmt.

Wir hatten Weiterbildungstage zum Thema

gesetzliche Vorschriften, Anrichten

und Dekorieren von Aperoplatten. Und

brachten die Werbung in Schwung.

Helen Heller: Von Sursee und Emmen

aus organisieren zwei Koordinatorinnen

die Einsätze mit dem Internet-Instrument

«Doodle». Sie schreiben zum Beispiel

«Apero vom 1. März, 70 Fleischkäsewürfel,

70 Schinkenomeletten, 3 kg

Brot etc.» Jede schreibt hinein, was und

wie viel sie davon produzieren kann.

Daniela Bucher-Rölli: Anhand dieser

Angaben wird die Sammeltour organisiert.

Und wo kommt das Geschirr und Besteck

her?

Helen Heller: Bei der Koordinatorin

ist jeweils ein kleines Inventar an Tellern,

Gläsern und weiteres Material, das

wir laufend ergänzen.

Daniela Bucher-Rölli: Was es

braucht sind Aperoplatten. Beim Start

von Agricatering machten wir einen

Aufruf. Jede brachte Silberplatten, Brotkörbe

oder Coupgläser, die sie nicht

mehr braucht, mit.

Fleischkäse-Würfel

120 g Kalbsbrät

Zahnstocher

20 g Mais

1 TL Balsamicoessig

1 Zehe Knoblauch gepresst

1 kleine Zwiebeln fein gehackt

Peterli fein gehackt

Basilikum fein gehackt

Salz, Pfeffer

50 g frische Champignons

20 g Rüebli fein geschnitten

20 g Essiggurken fein geschnitten

Brät, Knoblauch, Zwiebeln, Peterli, Basilikum, Rüebli, Essiggurken und

die feingeschnittenen Champignons miteinander vermengen und in

eine kleine mit Blechreinpapier ausgelegte Cakeform füllen. Die Masse

gut zusammendrücken. Vor dem Backen 1 Stunde kühl stellen. Bei

180 °C. 1 Stunde backen. Herausnehmen und die Flüssigkeit abgiessen.

In der Form auskühlen lassen. Den Fleischkäse stürzen und den

Backrand wegschneiden. Fleischkäse in 2 cm dicke Scheiben und in

2 mal 2 cm breite Würfel schneiden. Kein gefrorenes Brät verwenden,

(fällt beim Backen zusammen). Mit einem Zahnstocher anrichten.

Rezept von Helen Heller

Helen Heller: Der Bruder von Daniela

stellte uns Natursteinplatten aus Granit

zur Verfügung. Auf denen wirken die

Silber- oder auch Spiegelplatten einfach

toll.

Trotz viel Eigenleistung entstanden aber

doch Kosten, zum Beispiel für die Werbung,

für Flyer und Homepage?

Helen Heller: Jede von uns zahlte eine

Eintrittsgebühr von 100 Fr. plus einen

Jahresbeitrag von 20 Fr. ein. Finanzielle

Unterstützung erhielten wir zudem vom

Bauernverband und vom kantonalen

Landwirtschaftsamt. Das war unser

Startkapital.

Daniela Bucher-Rölli: Viele sind uns

finanziell entgegen gekommen. Die

LANDI im Kanton Luzern haben unsere

schwarzen T-Shirts gesponsert.

Helen Heller: Wir wollen selbsttragend

sein. Unsere Standardpreise betragen

für das Minibuffet 10 Fr., für die Maximalvariante

20 Fr. pro Person. Die

Preise sind gerechnet ab 25 Personen

und sind in unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen

nachzulesen. Über-

UFA-REVUE · 2 2010 79


LANDLEBEN

BÄUERINNEN KOCHEN

Apéro-Schinkenomeletten

60 g Mehl,

2 Prisen Salz

1 Ei

1.4 dl Milch

10 g Butter

Etwas Schnittlauch,

70 g Frischkäse

Senf

Estragon frisch

Pfeffer

100 g Buurehamme rund

Mehl, Salz, Eier, Milch, Butter und Schnittlauch glattrühren. Etwas

Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze zerlassen und mit wenig Teig

feine, goldgelbe Omeletten backen. Frischkäse, Senf Estragon verrühren,

mit Salz und Pfeffer abschmecken. Drei Omeletten am Rand übereinander

legen und mit der Frischkäsemasse bestreichen. Den Schinken

aufrollen und je eine Rolle an den Rand einer Omelette legen. Die

Omeletten um den Schinken aufrollen, in Frischhaltefolie einwickeln.

Die Rollen eine Stunde in den Kühlschrank legen. Die Enden mit einem

Messer glatt schneiden, den Rest in je 6 Stücke schneiden, abwechselnd

gerade und schräg. Rezept von Priska Niffeler

Adressen von Bäuerinnen-Apèro-Gruppen:

Agricatering/LU: Für die Region Sursee: Priska Niffeler, Mauensee,

077 451 30 36, priska.niffeler@agricatering.ch

Für die Region Emmen: Hanne Heini, Emmenbrücke,

077 402 30 48, hanne.heini@agricatering.ch

Apéro Chuchi Freiamt/AG: Lisbeth Wilmes, Oberrüti,

041 787 00 76, aperochuchi@bluewin.ch

Apéro/FR: Sensler Apéro Margrit Roggo, Düdingen, 026 493 42 80

Délices de la ferme, Elisabeth Roulin, 026 413 12 61

Créapéro, Christine Glauser, 026 658 17 80

Bäuerinnen-Party-Service Seeland GmbH/BE: Margrit Meuter,

Gostel 5, 3234 Vinelz, bps.seeland@bluewin.ch,

Buirä-Apéro Team/NW: Theres Odermatt-Barmettler, Ennetmoos,

041 610 42 46, theres.odermatt@bauernapero.ch,

Landfrauen Apéro/OW: Theres Halter, Giswil, 041 675 24 16,

mail@aperogruppe.ch

Werdenberger Bäuerinnen-Apéro/SG: Barbara Dürr-Bruhin, Gams,

081 771 46 20, apero@werdenberg.ch

nehmen wir noch den Service, berechnen

wir dafür einen Stundenansatz von 35 Fr.

Unser Ziel, zugegeben in weiter Ferne liegend,

wäre eine zentrale Küche, von wo

aus man das Catering betreiben könnte.

Was verdient Ihr dabei?

Helen Heller: Wir haben Stundenansätze

für die Produktion, für den Koordinationsaufwand

und für den Service.

Der Stundenansatz ist vergleichbar mit

jenem, den ich früher, als ich in der Alterspflege

arbeitete, hatte. Ich mache

das in erster Linie nicht, um Geld zu verdienen,

sondern ich backe und koche

sehr gerne. Zudem vertrete ich damit

mit Freude unseren Bauernstand. Klar

will ich selber nicht drauflegen, die Unkosten

müssen gedeckt sein.

Daniela Bucher-Rölli: Jede macht

das, was sie daheim hat. So kann aus

den Hofprodukten eine Wertschöpfung

realisiert werden. Wenn ich Brot backe,

werden die Zutaten auf dem Lieferschein

vermerkt und zu einem einheitlichen

Tarif abgerechnet. Dazu haben

wir jedes Gericht dreimal gekocht, mit

genauen Mengenangaben und exakten

Zeitangaben. Daraus entstanden Durchschnittswerte,

die für uns alle gelten.

Also kein Kochen nach Handgelenk mal

Pi und Würzen nach eigenem Ermessen?

Helen Heller: Nein, das geht in einem

professionellen Catering-Service nicht.

Es muss alles klar deklariert sein. Als

Hilfsmittel benutzen wir ein Rezeptprogramm

auf dem Computer, wo wir die

Anzahl Personen eingeben und die

Mengenangaben automatisiert entsprechend

durchgerechnet werden.

Sie haben beide Kinder, vielfältige Pflichten

im Haushalt, aber auch draussen in

Stall und Feld. Wie hat eure Familie auf

dieses Engagement reagiert?

Helen Heller: Ich bin grössenordnungsmässig

10 % pro Woche für das

Agricatering engagiert und das lässt sich

mit Familie und Haushalt gut vereinbaren.

Gestöhnt wird höchstens, wenn es

ums Testkochen beziehungsweise Testessen

geht. Aber ansonsten begrüsst es

meine Familie sehr.

Daniela Bucher-Rölli: Bei mir ist es

auch so. Ich muss auch kein schlechtes

Gewissen haben, wenn ich mal in der

Produktion verhindert bin, dann springt

jemand anders ein. Bei so einer grossen

Gruppe ist das kein Problem. Es ist kein

Muss oder eine Verpflichtung, die einem

erstickt. Alle bei uns haben Familie,

da ist Flexibilität wichtig.

Frau Bucher-Rölli, ich frage gleichwohl

nach, Sie haben vier Kinder zwischen

1 und 6 Jahren, das fünfte unterwegs.

Wie schaffen Sie das?

Daniela Bucher-Rölli: Ich mache

meistens das Brot. Dann beginne ich am

Vorabend, verwende weniger Hefe und

lasse den Teig am Vorabend gehen. Zum

Backen stehe ich in der Früh auf, wenn

die Kinder noch schlafen. Zudem unterstützen

mich mein Mann und auch meine

Eltern. Gerade, weil ich zu Hause

sehr engagiert bin, freue ich mich auf die

monatlichen Vorstandstreffen und

schätze es, zu einem Team zu gehören.

Es ist sehr schön, weil die Motivation da

ist und alle mitdenken.


Autorin Die Fragen stellte Daniela

Clemenz, UFA-Revue, 8401 Winterthur

Bilder Agricatering.ch

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Dankbare Dauerblüher

BEGONIEN entfachen ein buntes Feuerwerk in

leuchtenden Farben. Wer Ende Februar Knollen antreibt,

kann die Blüten ab Mai bis zum Frost eine ganze Saison

lang geniessen. Die Pflege der Dauerblüher ist kaum der Rede

wert – und sie werden sogar von Schnecken verschont.

GARTENSEITE

LANDLEBEN

Unter dem Begriff «Begonien» segeln

die verschiedensten Gewächse. Die

einen sind genügsame Zimmerpflanzen

mit aparten Blattformen

und -farben. Dazu gesellen sich Lorraine-

Begonien, die im Winter in Weiss und

Rosatönen blühen. Eliator-Begonien sind

das ganze Jahr als blühende Zimmerpflanzen

im Angebot.

Die einjährigen Begonien semperflorens

Hybriden kann man im März und

April aus Samen ziehen. Sie erreichen 20

cm Höhe und sind Dauerblüher auf dem

Balkon, in Rabatten und auf Gräbern.

Die imposanteste Gruppe sind die Knollenbegonien

in vielen Sorten. Nach Minusgraden

stirbt die Pflanze oberirdisch

ab. Die Knollen ausgraben und frostfrei

überwintern.

Knollen antreiben Für eine frühe

Blüte lohnt es sich, die Knollen ab Ende

Februar aus dem Winterschlaf zu wecken.

Dazu legt man sie während einer

guten Stunde in handwarmes Wasser.

Als Pflanzgefässe eignen sich flache

Schalen, Obstkistchen oder Töpfe mit

etwa 12 cm Durchmesser. Sie werden

mit Aussaaterde, Torfersatz oder Blumenerde

gefüllt.

Darauf die Knollen mit der Einbuchtung

nach oben betten und sie höchstens

einen Zentimeter hoch mit Substrat

bedecken und angiessen. Die bepflanzten

Gefässe an einen kühlen Ort stellen.

Licht ist nicht nötig, denn die Knollen

sollen zuerst tüchtig Wurzeln schlagen.

Jeweils vorsichtig mit temperiertem

Wasser giessen: Das Substrat sollte

gleichmässig feucht sein, Nässe

fördert hingegen Fäulnis.

Nachwuchs zum Nulltarif Nach

vier bis sechs Wochen erscheinen die

ersten Triebe. In diesem Stadium können

die Knollen zur Vermehrung mit einem

Messer geteilt werden. Jedes Stück

muss wenigstens eine gut entwickelte

Knospe aufweisen. Für die Weiterkultur

ist nun Zimmertemperatur und viel Licht

gefragt, jedoch keine direkte Sonne. Sobald

sich die Jungpflanzen den Platz in

den Schalen streitig machen, werden sie

in Töpfe oder Balkonkistchen mit humusreicher

Erde gesetzt. Pro zehn Liter

Substrat eine kleine Handvoll Hornspäne

untermischen. Dann sind die Begonien

bis im Herbst gut versorgt.

Die Pflanzen an milden Frühlingstagen

zur Angewöhnung ans Aussenklima

ins Freie stellen. Aber Vorsicht: Begonien

sind ausgesprochen frostempfindlich!

Hingegen mögen die meisten Sorten

einen Platz im Halbschatten und

sogar im Schatten. Es gibt aber auch

Züchtungen für Sonnenplätze und Kaskadenformen

für Ampeln.

Edith

Beckmann

Zum Verlieben:

Begonie mit

Blüten wie

niedliche Rosen.

Foto: Rolf Handke/pixelio

Autor Edith Beckmann,

Freie Journalistin

BR aus Frauenfeld (TG),

leidenschaftliche

Gärtnerin mit Wurzeln

in der Landwirtschaft.

INFOBOX

www.ufarevue.ch 2 · 10

Hängebegonien bezaubern

mit üppigen Blütenkaskaden.

Foto: IZB

Grüne Tipps für den Nutz- und Ziergarten

• Im Februar ist höchste Zeit für letzte Schnittarbeiten an Obstbäumen,

Kiwi, Reben und Gehölzen!

• Es lohnt sich, etwa alle vier Jahre vor dem Gartenstart eine

Bodenanalyse für die bedarfsgerechte Düngung erstellen zu lassen.

• Unter Folie im Freiland können Ungeduldige Erbsen, Puffbohnen,

Karotten, Spinat und Zwiebeln säen.

• Frühkartoffeln an einem hellen Platz bei 10 bis 12 °C vorkeimen

lassen.

• Fuchsien zurückschneiden und sie hell und wärmer stellen.

Abgeschnittene Zweige auf 10 cm stutzen und zur Vermehrung in

einem Wasserglas bewurzeln lassen.

• Kresse und Keimsprossen sowie Küchenkräuter auf der Fensterbank

kultivieren.

UFA-REVUE · 2 2010 85


LANDLEBEN

ICH BIN GERNE BAUER

Faszinierende

Abwechslung

Christoph Brütsch (28)

aus Barzheim (SH):

«Manchmal

fühlt man sich

schon etwas

eingeengt!»

Christoph Brütsch ist eher ein untypischer

Bauernsohn, wollte er anfänglich

doch gar nicht Bauer werden und hat

selbst während seiner Ausbildung oft

damit geliebäugelt, sich später einmal

anderweitig zu orientieren. So richtig

ernst wurde es dann erst im Vorfeld der

Lehrabschlussprüfung. Dann hat sich

der heutige Meisterbauer definitiv für

diesen Beruf entschieden. Damals nämlich

– vor sechs Jahren – bot ihm sein Vater

den Betrieb zur Pacht an.

Zwei Jahre später konnte Brütsch den

Hof bereits sein Eigen nennen. «Ich beabsichtigte,

den Munimaststall zu erweitern,

meine Eltern hingegen wollten

nicht mehr selbst bauen», fasst Brütsch

die damalige Situation zusammen. Das

Bauen, oder generell das Erweitern,

wird den umtriebigen Jungbauern auch

künftig auf Trab halten. Mit einer Nutzfläche

von 60 ha und einem Tierbestand

von 240 Mastkälbern und –muni verfügt

er zwar bereits jetzt schon über einen

ansehnlichen Betrieb, doch die unmittelbare

Grenznähe ist für ihn immer wieder

ein Anlass, dorthin zu schauen, wo

halt vieles noch grösser ist. «Manchmal

fühlt man sich hier schon etwas eingeengt».

Er kann sich aber nicht dazu

durchringen, irgendwo im Ausland sein

Glück zu suchen. «Die Schweiz bietet

einfach eine gewisse Sicherheit». Mit

Skepsis blickt er möglichen Grenzöffnungen

entgegen, wären doch seine Betriebszweige

wie Munimast oder Kartoffeln

massiv in ihrer Wirtschaftlichkeit

gefährdet. Einzig die Spezialität des Betriebs,

nämlich der Anbau – auch die

Ernte und das Trocknen – von Kürbiskernen

hätte seiner Ansicht nach gute

Perspektiven bei einem Freihandel.

Als Präsident der landwirtschaftlichen

Genossenschaft Thayngen macht sich

Brütsch für moderne Strukturen stark.

«Nur wer sich einsetzt, kann seine Gedanken

einbringen und letztlich umsetzen»,

lautet seine Devise. Reduziert hat

er seine übrigen Aktivitäten – zugunsten

der Familie: Brütsch ist seit drei Jahren

mit Rahel, die ihn überall unterstützt und

Rückhalt bietet, verheiratet, demnächst

erwarten sie ihr zweites Kind. eng

86 2 2010 · UFA-REVUE


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Fortsetzung

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Zu diesen Themen lesen Sie

mehr in der nächsten Nummer

Im Dienste der

Branche

Aktuelles von der

Güllentechnik

Welche Verkürzerstrategie?

In der Ruhe liegt

die Kraft

Bauern schaffen

Mehrwert

Agrarmärkte reagieren

äussert volatil auf

Überangebote und

Verknappungssituationen.

Branchenorganisationen

sorgen für stabile Märkte.

Verschiedene Programme

zur Reduktion von

Ammoniakverlusten haben

der Technik rund um das

Ausbringen von Gülle

neue Impulse gebracht.

Nach der Wiederzulassung

des Halmverkürzers «CCC»

wurden letztes Jahr viele

Versuche gemacht. «CCC»

wäre zwar kostenmässig

am günstigsten, aber...

Zwischen der Ausgestaltung

des Liegebereichs in

Boxenlaufställen und der

Häufigkeit von Lahmheit

bei Milchkühen besteht

ein Zusammenhang.

Ein agrarisch geprägtes

Lebensumfeld vermittelt

laut einer Studie Sicher -

heit und Nahversorgung,

Identität und Zugehörigkeit,

das heisst Heimat.

Impressum

UFA-Revue

Die Mitglieder-Fach zeit schrift

der fenaco-LANDI Gruppe.

Die Ausgaben Nr. 1, 3, 5, 7-8,

9 und 11 erscheinen mit im

Abonne ment inbe grif fener

Beilage des LANDI-Contact.

ISSN 1420-5106

Herausgeber

fenaco Genossenschaft,

Erlachstrasse 5,

3001 Bern

Mitherausgeber

LV-St. Gallen, GVS Schaffhausen.

Die Beteiligungen der Heraus -

geber an anderen Unter neh -

mungen sind in den gültigen

Geschäfts berichten auf ge führt.

Erhältlich beim Verlag.

Redaktion

Tel. 058 433 65 30

Fax 058 433 65 35

Schaffhauserstr. 6,

8401 Winterthur

Dr. Roman Engeler, Chefredaktor;

Daniela Clemenz, Christian

Hirschi, Cyril de Poret und

Matthias Roggli.

Anne-Marie Trümpi,

Redaktionsassistenz.

Anzeigen/Abonnemente

Tel. 058 433 65 30

Fax 058 433 65 35

UFA-Revue

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8401 Winterthur

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Annahmeschluss

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Verlag

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Fax 058 433 65 35

Verlag LANDI-Medien,

ein Bereich der fenaco,

Postfach,

8401 Winterthur

Hans Peter Kurzen,

Verlagsleiter.

Auflage

Mitgliederabonnemente 75’989

davon deutsch 62’524

davon französisch 13’465

(WEMF/SW beglaubigt 09)

Druckauflage 78’845

Bezugspreis

Für Mitglieder landwirtschaftliche

Genos sen schaften gratis.

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Weitergabe ihrer Post-Adresse

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von zielgerichteten Mailings. Ist

dies nicht erwünscht, kann die

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Stephan Rüegg, Iris Turke,

AMW, Winterthur;

Mattenbach AG, Winterthur

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Druck

Print Media Corporation,

8618 Oetwil am See

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Beiträgen und Inseraten,

insbesondere für Online-Dienste,

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gestattet.

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