Story of the ETNO-Mod (pdf)

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Story of the ETNO-Mod (pdf)

Ferd Awasi sah plötzlich gar nicht mehr so glücklich aus. John verstand nicht, was Ferd meinte. „Was

meinen Sie damit?“ Der Argone schaute John ungläubig an.

„Ach ja, Sie waren ja mit den Sreb beschäftigt. Wissen Sie, die Xenon haben Terra überrannt. Die

haben irgendwas mit dem Mond angestellt und der ist auf die Erde gestürzt. Alle Holosender bringen

Extrasendungen darüber. Die ETNO konnte vermutlich einige Terraner von den äußeren Planeten

retten, aber weiter innen… Alles was nicht schnell genug wegsprang, wurde von den Maschinen

einfach weggepustet. Ich hatte ja immer was gegen diese Terraner, aber so etwas… Sie könnten in den

nächsten Zeiten häufig Flüchtlingen oder Xenon begegnen. Ich sagte ja, dass Sie gut auf sich

aufpassen müssen! Wissen Sie was, ich geb‘ Ihnen das Schiff für fünfundvierzigtausend! Sie sind noch

so jung und haben so viel vor sich! Lassen Sie von dem restlichen Geld die Waffen in Ordnung bringen

oder kaufen Sie sich bessere Schilde.“

John konnte es nicht fassen. Ein ganzes Volk einfach so ausgelöscht. Und das, wo die Terraner doch so

starke Waffen und Schiffe hatten! Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Xenon ein anderes

Volk angegriffen hätten. Noch etwas benommen von der schrecklichen Nachricht ließ er überprüfen,

wie viel Geld er auf seinem Konto hatte. Das Ergebnis besagte fünfzehntausend Credits. Huli Lu hatte

noch ungefähr dasselbe an Geld. „Im Moment können wir nur dreißigtausend Credits aufbringen,

aber meine Versicherung müsste auch bald das Geld auszahlen und wir können bestimmt noch etwas

auftreiben.“, berichtete John Ferd.

Dieser überlegte einige Sezuras, war dann aber auch einverstanden. „Geht klar. Ich gebe Ihnen meine

Kontonummer und meine Adresse durch. Sie können mich dann immer mit Nachrichtendrohnen

erreichen.“

John bedankte sich und überwies die Summe auf das Konto. Er flog mit dem Beiboot langsam auf den

winzigen Hangar des Transporters zu und wartete dort. Es wunderte John ein wenig, dass Huli Lu

während der ganzen Verhandlung kein Wort gesagt hatte. Bisher hatten alle Boronen, die er getroffen

hatte, immer wie ein Wasserfall geplappert. Stand die Boronin vielleicht unter Schock? Dann

bemerkte John es. Huli Lu war schlicht und einfach eingeschlafen! Über die tellergroßen Augen

spannte sich eine dünne, fast durchsichtige Haut, die durch den sowieso schon sehr milchigen

Umweltanzug kaum zu sehen war.

Sanft legte John ihr eine Hand auf die Schulter – sofern man irgendetwas an Boronen mit Schulter

bezeichnen kann – und rüttelte die Boronin wach.

„Huli! Wach auf, wir haben ein neues Schiff!“, sagte er sanft.

Huli Lu riss ihre Augen weit auf und begann wie der besagte Wasserfall drauf los zu reden.

Teil 4: Evakuierung

Nopileos

An Bord der Herron lief alles so, wie es sein sollte. Der schwere Zerstörer war soeben mit zwei Trägern

und einer Korvette in den terranischen Sektor Oortsche Wolke gesprungen, wo laut einem

terranischen Flüchtling der Sammelpunkt von Schiffen im Kriegsfall sein sollte. Und tatsächlich waren

in dem Sektor tausende von terranischen Schiffen in Reichweite der Sensoren. Nopileos bekundete

die friedliche Absicht seiner Rettungsstaffel und ließ zahlreiche Jäger an seinen Trägern andocken.

Auch lagerte er abgebaute Stationen in den mächtigen Frachträumen der Schiffe ein.

Vor wenigen Sezuras war einer seiner Träger davon gesprungen, da sowohl Frachtraum als auch

Hangar bis zur Obergrenze gefüllt waren.

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