Story of the ETNO-Mod (pdf)

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Story of the ETNO-Mod (pdf)

Und wieder wiederholte sich das kurze Video. „Terraformer .fade“ stand auf dem Bildschirm, danach

folgten wieder Zusatzinformationen über Bewaffnung und Beschildung.

Dann begann Al mit der Antwort: „Die Schockwelle, die die Elektronik der Schiffe im Nachbarsektor

manipuliert hat, scheint sich durch das Sprungtor in diesen Sektor ausgebreitet zu haben. Vermutlich

enthält die Schockwelle eine unbekannte Strahlung oder Form der Materie, wodurch das Sprungtor

sich auch für die Schockwelle aktiviert. Aus diesem Grunde wird das Sprungtor als Ursprungsort für

die Schockwelle angegeben.

Die Schockwelle hat alle Einheiten in diesem Sektor beeinflusst. Als wir den Sektor betraten, war

jedoch nur noch das gewaltige CPU-Schiff der Xenon von der Störung beeinflusst. Scheinbar löst die

Schockwelle bei den Xenon jedoch schwerwiegendere Defekte aus als bei Schiffen der GdP. Bei dem

Zielobjekt handelt es sich um einen Aufklärer der Terraformer in der ersten Generationsstufe.“

John schossen einige Fragen durch den Kopf. Warum vernichteten die Xenon ihre eigenen Einheiten?

Und wo hatte Al so detailreiche Informationen über den Aufklärer her? Die Zeit hatte jedenfalls nicht

ausgereicht, um diese Daten vor der Zerstörung des Schiffes zu sammeln. Bevor John jedoch seine

Fragen stellen konnte, meldete sich Ferd Awasi über die Comm: „Hey John, da kommen gerade einige

Xenon in unsere Reichweite. Es sind einige Aufklärer und Abfangjäger…“ Sein Blick wendete sich kurz

einer Konsole zu. „Drei M5 und vier M4. Ich schätze, dass es sich dabei um ein Standard-

Empfangskomitee handelt. Jedoch sind es normalerweise Vierergruppen und keine Dreier!“ Awasis

letzte Bemerkung bezog sich auf das Dreiergespann der Aufklärer. „Es scheinen außerdem alles diese

alten Terraformer-Dinger zu sein. Jedenfalls bin ich den Viechern schon in Aldrin begegnet“, fügte der

Argone hinzu.

John zuckte zusammen. Gegen drei M5 und vier M4 hatten sie keine Chance. „Al!“, rief John.

„Handelt es sich bei den Schiffen wieder um diese .fade-Teile?“ Al antwortete: „Mein lieber John. Bei

den Aufklärern handelt es sich tatsächlich um Schiffe des .fade-Typs. Die Abfangjäger sind jedoch

Schiffe des .deaf-Typs. Das ist doch relativ einfach!“ John zuckte erneut zusammen.

Hatte Al sich da etwa gerade über ihn lustig gemacht? Irgendetwas Geheimnisvolles umgab den

treuen Bordcomputer. Vielleicht war es auch nur eine Funktionsstörung. Jetzt hatten auch die Uralt-

Scanner der Terraformer die Schiffe entdeckt. Jedoch erschienen sie nicht als rote feindliche Punkte

sondern als blaue neutrale auf dem Gravidar.

„Al, führe bitte eine Selbstdiagnose durch!“, erteilte John den Befehl. „Diagnose negativ. Alle

Computersysteme laufen innerhalb der Toleranzgrenzen. Der Wert der Abteilung 22F6 ist leicht

abgesenkt“, lieferte Al das Ergebnis.

„Wofür steht 22F6?“, fragte John. „Computerpersönlichkeitsverschleierung“, antwortete Al.

Bevor sich John über diese Antwort wundern konnte, erreichten die sieben Schiffe der Xenon die

Feuerreichweite. Die Eklipse begann zu feuern, jedoch traf keiner der Schüsse. John wollte gerade den

Feuerbefehl geben, als sich die Heckgeschützkanzel verselbstständigte und die Waffengeneratoren

der Eklipse ins Visier nahm.

Sofort öffnete sich ein Kommunikationsfenster. Ein wutentbrannter Ferd Awasi erschien. In seinem

roten Gesicht traten einige Adern groß hervor.

„Ein Schuss! Nur ein Schuss und wir werden alle sterben. Geht’s noch? Richte sofort die Geschütze

anders aus!“, rief er. John versuchte es. Nichts geschah. Er blickte den Argonen direkt an.

„Ich habe die Kontrolle verloren! Ich kann weder die Kanzel drehen noch irgendwelche Waffen

deaktivieren! Al, was ist passiert?“

Der letzte Satz war an den Bordcomputer gerichtet. „Ich kann und werde nicht zulassen, dass meinen

Brüdern Schaden zugefügt wird!“, schrie der Computer geradezu heraus.

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