Story of the ETNO-Mod (pdf)

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Ban Danna beendete die Comm-Verbindung. „Sir!“, meldete sich ein Brückenoffizier. „Wir erhalten

eine dringende Nachricht aus Schwarze Sonne! Die Nachricht ist nicht vollständig angekommen, aber

ich vermute, dass dort eine Invasion der Xenon im Gange ist“, meldete der Offizier. Ban Danna

seufzte. Xenoninvasionen kamen leider immer häufiger vor. „Melden die Sreb in Thyns Abgrund

irgendetwas?“, fragte er. Der junge Mann verneinte. Vermutlich schickten sie den Xenon gerade eine

Streitmacht hinterher. In diesem Falle war bald mit zwei Feinden in dem Sektor zu rechnen. Danna

seufzte erneut und ließ den Sprungantrieb aktivieren. Wenige Sezuras später waren sie an ihrem Ziel

angekommen. „Sprung erfolgreich!“, meldete die Offizierin, die schräg vor Ban Danna saß. „Der

Sprungantrieb hat einige ungenaue Werte abgegeben. Ich denke, dass wir ihn manuell justieren

müssen!“ Leise fügte sie noch hinzu: „Da hat die Werft mal wieder geschludert…“

Ban Danna schickte ein Reparaturteam und den Singularitätsexperten zu dem Sprungantrieb. Dann

widmete er sich dem Geschehen im Sektor. Ein Trümmerstück näherte sich von achtern und Ban

Danna ließ es pulverisieren. Trümmerstücke waren immer eine Gefährdung des Raumverkehrs.

Das Wrackteil stammte von einem Trägerschiff der Xenon. Scheinbar hatte die starke Sektorwache

alles unter Kontrolle, nur noch wenige Jäger waren in dem Sektor.

Plötzlich wurde es entscheidend dunkler auf der Brücke. „Lagebericht!“, befahl der Geheimdienstler.

„Stromausfall auf dem militärischen Außenposten. Eine Schockwelle unbekannter Art nähert sich.

Ähnliche Phänomene wurden bereits in verschiedenen anderen Sektoren gemeldet!“, antwortete der

taktische Offizier. „Ich empfehle zu springen!“, fügte er noch hinzu. Ban Danna nickte. „Ist der

Sprungantrieb denn inzwischen wieder einsatzbereit?“, fragte er. Seine Frage wurde bestätigt und der

Sprungantrieb aktiviert. Langsam zählte der Computer den Countdown herunter:

„10%... 20… 30… 40… 50%... 60… 70… 80… 90… initiiere Sprung! „Während des Countdowns hatten

sich Ban Dannas Augen jedoch stetig geweitet. Die Schockwelle kam näher und Ban Danna hoffte,

dass sie ihr noch entkämen. Doch seine Hoffnung wurde enttäuscht. Exakt bei dem Wort „Sprung“

des Computers traf die Schockwelle auf die Argon Eins. Die Energie fiel in dem gesamten Schiff aus.

Funken sprühten aus den Konsolen. Der junge Offizier wurde hektisch. „Die Justierung des

Sprungantriebes fällt aus! Die Schockwelle scheint sich mit den Sprungentladungen zu vermischen!

Ich habe keine Ahnung, was…“ Ein gewaltiger Ruck ging durch das Schiff und Ban Danna verlor –

genau wie der Rest der Besatzung – das Bewusstsein.

Teil 2: Verschollen

Leif Trogartson

Stöhnend kam Leif wieder zu Bewusstsein. Er befand sich nach wie vor in dem violett leuchtenden

Raum. In die schräge Wand war eine lange Platte eingelassen, die ihm vermutlich als Bett dienen

sollte. Leif dachte sich, dass es dort trotzdem bequemer als auf dem harten Boden wäre, auf dem er

gerade lag. Und so stand er auf und legte sich auf die Platte. Wohlige Wärme durchströmte ihn, denn

sein behelfsmäßiges Bett war tatsächlich gar nicht so unbequem. Nur diese kleine Erhebung war sehr

ungemütlich. Der Argone setzte sich auf und beobachtete das Objekt. Es handelte sich um ein

sechseckiges Stück Nividium. An den Kanten waren weitere Erhebungen angebracht, Leif hielt es für

Knöpfe. Und tatsächlich fing das Objekt an zu vibrieren, als er einen der Knöpfe drückte. Dann strahlte

ein kleineres Sechseck auf dem Objekt plötzlich violett. Leif vermutete, dass es ein Bildschirm war.

Plötzlich erschienen einige Symbole auf diesem Bildschirm. Er verstand sie leider nicht, weshalb er

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