Story of the ETNO-Mod (pdf)

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Story of the ETNO-Mod (pdf)

„Wir befinden uns im Sektor Kha’aks Ankunft. Koordinate im Sprungtornetzwerk: 21/1. Zur

Information: Das Überschreiben meiner Systeme ist weder ratsam noch möglich.“

„Colonel Danna an Führungsoffiziere. Wir treffen uns in einer halben Stazura im Maschinenraum.“

„Hangarkontrolle an Danna. Staffel fünf ist gerade zurückgekehrt. Sie konnten mehrere Kha’ak-

Großkampfschiffe ausmachen.“

„Kha’ak? Sind die Schiffe aktiv?“

„Ja, Sir. Es wurden mindestens vier Zerstörer gesichtet. Wir bewegen uns von ihnen weg.“

„Rufen Sie alle Staffeln zurück!“

„Eingehende Nachricht! Nur Audio!“, meldete Theta 3.

„Abspielen!“, befahl der Colonel.

Eine maschinelle Stimme sprach in kurzen Sätzen: „Hier spricht der Bordcomputer des Aufklärers 2/1

aus der zweiten Staffel. Wir wurden von Kha’ak angegriffen. Alle Angreifer sind vernichtet. Die Piloten

auf allen drei Schiffen sind tot. Einheit 2/2 ist stark beschädigt. Meine Einheit und Einheit 2/3 wurden

gezielt beschossen. Der Cockpitbereich und die Lebenserhaltung sind zerstört.“,

Teil 3: Wiedergeburt

Jennifer Cortez

Langsam kehrte die Erinnerung zurück. Ein Trümmerteil. Die Freya. Der CPU-Kern. Dann ein Vakuum

und ewige Dunkelheit. Und weitere Erinnerungen kamen zurück. Sie konnte sich an jede Situation in

ihrem Leben erinnern, mit allem drum und dran. Bilder, Geräusche, Gerüche, sogar der Geschmack

der Luft auf der Erde waren ihr präsent. Und denken konnte sie auch besser als zuvor. Was war mit ihr

los? War sie tot? Naja, für gewöhnlich ist man tot, wenn man ins Vakuum des Alls gerissen wird. Doch

da war noch etwas in ihrem Geist, was sie beunruhigte. Zwei Worte und ein mathematischer

Ausdruck:

„Treibstoff bei 2,76%“. Sie riss die Augen auf. Um sich herum war alles schwarz. Nein, dort konnte sie

noch einige Trümmerteile der Schiffswerft sehen, einige Sterne erhellten das All. Und wenn sie genau

hinschaute, war auch der Widerschein des Planeten erkennbar. Und sie konnte auch noch viel mehr

sehen. Der Widerschein des Planeten leuchtete in einem warmen Rot. Warm… fiel ihr auf. Sie konnte

die genaue Temperatur messen. „Beschränk dich erst einmal auf die optischen Sensoren“, dachte sie.

Und dann noch „Was?“.

Langsam wurde ihr alles klar, eine zweite Erinnerung machte sich in ihr breit. Eine Raumschlacht über

einem bewohnten Planeten – Eris. Sie gehörte zu den Angreifern. Dann schob sich etwas Großes in

ihr Blickfeld. Sie trudelte auf den Planeten zu, dann katapultierte sie sich aus ihrem Schiff heraus.

Neben einem kleinen Raumschiff fiel sie zu Boden. Ein weiblicher Terraner hob sie auf und brachte sie

in sein Schiff. In ihr Schiff, verbesserte sie in Gedanken.

Einige Tage später. Eine weitere Raumschlacht, dieses Mal über Argon Prime. Die Frau, die sie

mittlerweile als Jennifer Cortez identifiziert hatte, hielt sie in den Händen. Dann wurde das Schiff von

einem Trümmerteil getroffen. Als letztes Geschenk, als Dank für die Rettung auf Eris hatte er die

Energiesignaturen – die Persönlichkeit – des Terraners in seinen CPU-Kern gezogen. Und wer war sie

jetzt? Eindeutig Jennifer Cortez. Von dem Bewusstsein des Xenon war nichts übrig. Vielleicht, weil

Xenon kein Bewusstsein haben, dachte sich Jennifer Cortez.

Dann löste sie sich von den Gedanken, es half ihr auch nicht aus der Situation. Ihre Sensoren machten

die Freya in einiger Entfernung aus. Sie berechnete, wie sie dorthin gelangen konnte. Ein gezielter

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