Story of the ETNO-Mod (pdf)

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Story of the ETNO-Mod (pdf)

egonnen hatte. Nachdem sie Startfreigabe hatten, flog Nopileos die Solinis aus dem Stationshangar,

in dem es nicht anders aussah als auf dem Rest der Station. Personen in Raumanzügen und CPU-

Kerne standen entlang der Hangarwände, schwebten an der Decke oder über dem Boden. Nopileos

steuerte seinen Aufklärer an den defekten Positionsleuchten und -hologrammen vorbei in den freien

Raum. Eilig machten die Reparaturdrohnen Platz, um nicht in die Flugbahn oder den Antriebsstrahl

des Schiffes zu gelangen.

Als die Kontrollen anzeigten, dass die Sicherheitszone der Station verlassen worden war,

beschleunigte Nopileos die Solinis auf Höchstgeschwindigkeit. Es ging in Richtung Osttor nach

Brennans Treffen. Von dort aus würden sie weiter nach Ceos Geschenk fliegen, um sich vor Ort ein

Bild der Lage zu machen. Ein weiterer Aufklärer des Solinis-Typs, jedoch in der Militärausführung,

begleitete Nopileos Schiff eine Weile, bis er an seinem Mutterschiff, einer Naminos der neuesten

Trägerbaureihe andockte. Nopileos ließ sein M5 zum Abschied mit den Flügeln wackeln.

In rasendem Tempo ging es weiter zum Sprungtor, dessen Kontrollleuchten bereits hektisch blinkten.

Der CEO der ETNO steuerte sein Schiff sofort zum Rand des Sprungtors, um nicht mit dem

herauskommenden Schiff zu kollidieren, welches wenige Sezuras später aus dem Ereignishorizont des

Tores auftauchte.

Angekommen in Brennans Treffen machte Nopileos einen Zwischenstopp an der Handelsstation des

Sektors. Er ließ den Energiezellenvorrat auffüllen und dockte sofort wieder ab.

„Was erwartest du in Ceos?“, durchbrach Illireos das Schweigen, welches den ganzen Flug lang

geherrscht hatte.

„Tshh, ich bin mir selber nicht ganz ssicher. Es wollte mir sselber mal anschauen, was mir berichtet

wurde“ antwortete Nopileos.

Illireos verstand, dass Nopileos auf die Nachricht anspielte, die er kurz vor dem Abflug erhalten hatte.

Es ging um ein Sreb-Schiff, welches dort herrenlos umher trieb. Man erhoffte sich, Informationen

über die Tarnvorrichtung erhalten zu können.

Und schon ging es weiter, vorbei an Schiffen und Stationen, an Trümmerteilen und Asteroiden, durch

Schwärme von Drohnen und durch den Ring des Nord-Tores nach Ceos Geschenk.

Auch dort verlief der Flug ohne Ereignisse oder jegliche Konversation. Jedoch fehlten hier die

Militärschiffe, nur vereinzelt flog die Solinis an bemannten Einrichtungen vorbei. Die beiden trafen

auf Aufklärer und Erz- sowie Siliziumminen. Irgendwo in dem Sektor sollte auch eine Piratenbasis

herumgeistern, die Position war jedoch nicht bekannt. Solange die Piraten keine Überfälle planten

oder mit hochillegalen Waren wie Raumsprit, Raumkraut oder Sklaven handelten, wurde ihre

Anwesenheit in dem Sektor geduldet. Zu hoch wäre der Aufwand gewesen, die Nebel und

Asteroidenfelder nach einem einzelnen Objekt zu durchsuchen.

Endlich kam die Solinis an dem Sreb-Schiff an, einem Jagdbomber des M3/Mamba-Typs, an.

Merkwürdigerweise war der Aufklärer, der den Fund bewachen sollte, verschwunden. Illireos schickte

eine Nachricht an das ETNO HQ.

Vorsichtig näherte sich Nopileos dem herrenlosen Schiff und fuhr die Schilde herunter. Langsam

öffnete sich die Landeklappe und einer der Andockrüssel fuhr aus dem Schiff heraus.

„Schilde!“, rief Illireos plötzlich. Er hatte ein seltsames Flimmern im Raum entdeckt.

Sofort aktivierte der Computer die Schilde. Der Rüssel verharrte und fuhr langsam wieder zurück in

seine Warteposition, die Klappe schloss sich. Währenddessen hatte Nopileos das Schiff längst wieder

beschleunigt, denn einige Sreb hatten sich enttarnt. „Eine Falle!“, stellte er fest.

Aufgeregt hastete Illireos zur Waffenleitkonsole. „Eierssalat…“, stieß er aus.

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