Die Weihe des Hauses

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Die Weihe des Hauses

D I E Ö F F E N T L I C H K E I T Z U R B E E T H O V E N H A L L E

Die Beethovenhalle hat in der deutschen und internationalen Öffentlichkeit eine

ungewöhnlich große Beachtung gefunden. Presse, Rundfunk, Fernsehen im In- und Auslande

haben über sie berichtet. Allein in den deutschen Zeitungen wurden über 350 Meldungen

und Artikel verzeichnet. Die Überraschung für Bonn war: Es gab kaum eine kritische Stimme.

Mit Genugtuung konnte eine Berichterstattung beobachtet werden, die durchweg von

freundlicher Würdigung bis zu begeisterter Anerkennung reichte.

Doch lassen wir die nachfolgende Auswahl für sich sprechen!

„BASLER NACHRICHTEN“

17. SEPTEMBER 1959

„Lange bevor Bonn davon träumte, Bundeshauptstadt zu werden, führte es den Ehrennamen

„Beethoven-Stadt“, nicht nur deshalb, weil der große Mann in einer noch heute gern

gezeigten Mansarde in der Bonngasse den ersten Atemzug tat, sondern auch weil die Bonner

Beethovenfeste weit über Deutschland hinaus berühmt waren. Im Krieg wurde aber die

akustisch geradezu ideale alte Beethovenhalle, in der die Feste stattfanden, ein primitiver

holzgetäfelter Saalbau, völlig zerstört. Demgemäß sank die Bedeutung der nur im kleinen

Rahmen geplanten Beethovenfeste in der Nachkriegszeit. Raumnot lähmte die Initiative.

In dieser Situation entschloß sich das Bonner Stadtparlament schon vor Jahren zur

Ausschreibung eines Wettbewerbes für einen Neubau, den ein junger Mann gewann, der

Hamburger Architekt Wolske, damals noch nicht 30 Jahre alt. Inzwischen ist die neue

Beethovenhalle soweit gediehen, dass sie am 8. September durch das 22. Beethovenfest mit

Yehudi Menuhin, Joseph Keilberth, Wilhelm Backhaus und dem Londoner Amadeus-Quartett

glanzvoll eingeweiht werden konnte.

Der Bau steht nördlich der Rheinbrücke, nicht weit vom ursprünglichen Platz, in einem

enttrümmerten Gelände, das früher vor der Verbombung, von ziemlich gesichtslosen

Altstadthäusern besetzt war. Kennzeichnend für den ersten Eindruck ist eine mächtige

flachgewölbte Kuppel über einem erhöhten, unregelmäßig geschnittenen Geviert. Es wird

umlagert von breit hingestreckten, einstöckigen Anbauten in asymmetrischer Aufteilung.“

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