Die Weihe des Hauses

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Die Weihe des Hauses

W enige Monate erst sind vergangen, seit die Beethovenhalle ihre festliche Weihe erhielt.

Und schon hat sich bestätigt, was die unentwegten Förderer dieses Baus allen Zweiflern

immer wieder vorhielten, was sich bei alten und neuen Bürgern Bonns, ja in der großen

Öffentlichkeit an Wünschen mit diesem Bauwerk verband:

Durch diese Halle ist die Skala der großen Architektur reicher geworden, die Baukunst hat

eine weitere exemplarische Schöpfung hervorgebracht.

Dem Musikleben ist ein neues Zentrum entstanden, ein hegender Raum für das Werk

Beethovens und aller Musik vor ihm und nach ihm.

Bonn als Stadt am Rhein, als Universitätsstadt und als vorläufige Bundeshauptstadt hat einen

Mittelpunkt menschlicher Begegnung gefunden, der den vielbeklagten Abstand zwischen

dem alten und dem neuen Bonn spürbar schmäler werden ließ.

In gemeinsamem Stolz, in Bewunderung und Anerkennung des Bauwerkes treffen sich die

Bürger dieser Stadt und ihre Gäste, schwindet die Furcht vor Enge und Beschränktheit. Die

einen haben Vertrauen zu der eigenen Fähigkeit gewonnen, die anderen trauen nun der

Stadt besondere Leistungen zu.

Die Beethovenhalle scheint in der Tat also, wie ein bekannter Publizist schreibt, „ein

architektonisches, musikalisches, soziologisches, wenn nicht politisches Ereignis“ zu sein.

Diese Tatsache würdigend, glaubten wir, ihre Einweihung und das Beethovenfest zur

Erinnerung in Wort und Bild festhalten zu sollen. – Der Bericht wurde ergänzt durch eine

Auswahl von Pressestimmen als Beispiele für die Beachtung, die diese „kommunale Großtat“

in der Öffentlichkeit fand. – Der kurze Abschnitt über die Geschichte und Gestaltung der

Halle ist gewiß auch jenem als Gedächtnisstütze willkommen, der die Tradition kennt, in der

dieser Bau wurzelt, und der schon manches Mal in ihm verweilt hat.

Bonn, im Juni 1960

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