Die Weihe des Hauses

probeethovenhalle.de

Die Weihe des Hauses

. . . Auch die beharrlichen Verächter Bonns müssen gestehen, daß sein Rheinuferweg eine

der schönsten Stadtpromenaden Deutschlands ist. Der Platz nördlich der neuen

Rheinbrücke, wo früher die Universitätskliniken standen, ist eine glückliche Wahl, da hier

Architektur und ein bis zum Siebengebirge geweitetes Panorama zusammenklingen . . .“ Hp.

„FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG“

25. AUGUST 1959

„. . . Bonn stellt sich dem gelegentlichen Besucher durch seine vornehmen Palais und Parks

vorteilhafter dar als Einwohnern, die sich in den vom Verkehr verstopften, aus der

residenziellen Ruhe aufgescheuchten Altstadtvierteln um das Münster arg beengt fühlen.

Das Kapitel Bonn steckt voller Probleme und Kuriositäten. Der Beitrag der neuen Architektur,

der bisher aus Ministerien und Wohnsiedlungen bestand, ist nicht gerade ein Ruhmesblatt

gewesen. In vierzehn Tagen wird das anders werden. Die Beethovenhalle wird in der

Diskussion über neue Architektur genannt und beachtet werden

. . . Bonn hat einen hohen architektonischen und städtebaulichen Gewinn zu verzeichnen.“

Karl Korn

„STUTTGARTER ZEITUNG“

3. SEPTEMBER 1959

„. . . Der erste Eindruck: Gläserne Vorhallen versprechen einen festlichen Empfang. Die

Kuppel des großen Musiksaals, flach gewölbt, im Profil wie eine elegante Spange, wird in die

Mitte genommen. Sofort weiß man, was gewollt ist. Der Bau läßt sich umwandern. Das

Gelände spielt mit. Man folgt außenherum der verglasten Pergola, die die Kassenhalle und

die Garderobe aufnimmt, man folgt seitwärts dem großen Foyer, das auf den Rhein zuleitet

und kommt auf die Terrassen, die in übersichtlichen Stufen zum Strom hin abfallen. Wieder

Vorbauten mit freiem Ein- und Ausblick, das Siebengebirge gibt die rahmende Kulisse. Der

Bau findet sein Echo in der Landschaft. Er nimmt sie in sich auf – er beantwortet sie. An der

Rheinseite liegt das Restaurant, halb in dem Bau zurückgenommen, halb frei ausspielend.

Man kann hier flanieren. Man wird von Sicht zu Sicht geleitet. Das Auge wandert. Jeder

Schritt öffnet neue Aspekte. Es wechseln auch die Materialien. Die Gewände sind aus Glas,

die dauernd wechselnden, kühnen, manchmal allzu grellen Farben des äußeren Umgangs

31

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine