RP Online - SEPTEMBER / OKTOBER 2010

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RP Online - SEPTEMBER / OKTOBER 2010

SZENE

ab Seite 3 Jimi Blue Ochsenknecht als Musiker Foto: privat

ab Seite 44 Fitness kann auch eine Sucht sein. Foto: Geduldig

SPORT

ab Seite 13

SCHULE &

KARRIERE

ab Seite 21

MENSCHEN

ab Seite 30

LOKALES

ab Seite 41

Mit dem BMX-Rad hoch hinaus. Foto: Bauer

Ein Job fürs Leben, z.B. Astronaut. Foto: NASA

Er verändert Amerika: Barack Obama. Foto: ap

Mehr Komfort für die BayArena. Foto: Halberstadt

Impressum

FREIZEIT

Zeitung

macht Spaß

Acht Wochen lang beschäftigten sich Schüler im

Unterricht mit der Solinger Morgenpost. Dann

setzten sie ihr Wissen um – und schrieben selbst.

Dass eine Reportage ein Erlebnisbericht

ist, wissen die Schüler.

Und dass in einem Kommentar

die Meinung des Autors

geäußert wird, ist ihnen auch

bekannt.

Acht Wochen lang beschäftigten

sich mehr als 1600 Schüler

aus 64 Klassen der weiterführenden

Schulen aus Solingen

im Unterricht mit der Tageszeitung.

Sie lasen die Solinger

Morgenpost, lernten verschiedene

Artikelarten kennen,

erfuhren, woher Journalisten

ihre Informationen bekommen,

und schrieben sogar Klassenarbeiten

zum Thema.

Ganz nebenbei bemerkten

sie: Zeitungslesen macht schlau

– und außerdem richtig Spaß.

Das Unterrichtsmaterial für die

Lehrer stellte das medienpädagogische

Institut „Promedia“

zur Verfügung.

Starke Projektpartner

Die Solinger Morgenpost

bietet das Projekt „Zeitung in

der Schule“ in Solingen gemeinsam

mit dem Solinger Tageblatt

an. Partner sind die Stadtwerke

Solingen und die Stadt-Sparkasse

Solingen. Die Projektpart-

„Zeitung in der Schule” ist eine Aktion

der Solinger Morgenpost und des Solinger

Tageblatts mit Unterstützung der

Stadtwerke und der Stadt-Sparkasse.

Herausgeber

Rheinische Post Verlagsgesellschaft

mbH, 40196 Düsseldorf

Projektleitung

Jörn Christiansen

Anzeigenleitung

Petra Boldt

ner waren nicht nur „stille Teilhaber“,

sondern sie machten

den Acht- bis Zehntklässlern Rechercheangebote

und ließen sie

hinter die Kulissen blicken.

Gegen Ende des Projekts

wagten sich die Schüler schließlich

selbst ans Schreiben. Die

Nachwuchs-Journalisten sprachen

mit Interview-Partnern,

beschäftigten sich mit der Lokalpolitik

Solingens, befragten

Sportler, besuchten Gerichtsprozesse

und beleuchteten den

Schul-Alltag. Der Großteil der

so entstandenen Schüler-Artikel

ist in dieser Beilage zu lesen.

Einige Texte mussten wir leider

kürzen, um möglichst alle eingereichten

Artikel unterzubringen.

Entstanden ist eine „Zeitung

in der Zeitung“, die mit ihren eigenen

Ressorts und Themen

spannend und überraschend ist.

Es ist eine Zeitung, die Schüler

gemacht haben, aber die nicht

nur für Schüler interessant ist.

Nehmen Sie sich also etwas Zeit

für dieses Lese-Erlebnis der

ganz besonderen Art. Es lohnt

sich!

Redaktion

Ilka Hahn (verant.),

Annette Scheepers, Deniz Karius,

Anna Hartnack, Christine Zacharias

Adresse der Redaktion

Rheinische Post

Dialogredaktion

40196 Düsseldorf

dialog@rheinische-post.de

� Ilka Hahn


Aussehen

Locken werden

nicht empfohlen

Viele möchten trendy aussehen,

eben wie ein Star. Foto: Esser

Im Sommer möchte jeder eine neue

trendige Frisur haben, zum Beispiel so

eine wie Victoria Beckham oder Rihanna.

Die Frisur ist trendy und einfach

toll. Wir nehmen an, dass jede Frau

einfach nur im Trend sein will.

Den Bobschnitt kann man in allen

Längen tragen, von sehr kurz bis

schulterlang. Viele Strähnen und ein

nicht zu kurzer Pony sehen dazu sehr

schick aus. Sehr gut kombinieren kann

man den Bobschnitt mit ein paar Stufen.

Locken werden nicht empfohlen!

Denn diese kosten 20 bis 35 Euro. Zur

„Trendfrisur Sommer 2009“ wurden

zehn Friseurläden befragt.

� Mona Bochem, Julia Menzel,

Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Kommentar

„Counter Strike“ –

nur faule Ausreden

Es wird so viel über das Computerspiel

„Counter Strike“ diskutiert, obwohl das

völlig unnötig ist. Ich sehe zwischen

Killerspiel und Amoklauf keinen Zusammenhang,

da ich nicht finde, dass

die Jugendlichen durch Ego-Shooter

gewalttätig werden. Wenn Killerspiele

gewalttätig machen, wieso werden

Amokläufe dann nicht von der großen

Mehrheit, den Erwachsenen, ausgeführt.

Es ist eine faule Ausrede, dass

Kinder noch nicht reif genug sind.

� Patrick Z., 8b

August-Dicke-Gymnasium

Bücher

Tintenherz – zäh

und einschläfernd

Viele Leute sind begeistert von „Tintenherz“.

Aber nur deshalb, weil dieses

mittellange Buch von Cornelia Funke

geschrieben wurde. Jetzt wurde der

erste Teil ihrer Trilogie verfilmt. Es gibt

nämlich noch den zweiten Band, „Tintenblut“,

und den dritten, „Tintentod“.

Dieser ist im Herbst erschienen.

Neben ihrer erfolgreichen Reihe

„Die wilden Hühner“ erschien unter anderem

auch „Herr der Diebe“. Beide

Buchreihen wurden bereits verfilmt.

Doch den meisten Menschen erscheinen

die Bücher der quasi erfolgreichen

Hamburgerin einschläfernd und

zäh. Die Mischung aus Fantasy und Familiendrama

fesselt nicht wirklich, und

die Charaktere selbst sind auch langweilig.

Es geht darum, dass ein Vater

in eines seiner Bücher, er ist Buchbinder,

zurückreisen muss.

� Rebecca Wolfgramm, 8e

Humboldtgymnasium

Die Simpsons sind auch als Spiel

beliebt. Foto: Hersteller

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S ZENE«

Für immer da

Wer sich tätowieren lassen möchte, muss volljährig sein. Will man wirklich

ein Leben lang mit einem Tattoo herumlaufen, sollte es von einem

seriösen und professionellen Tätowierer gestochen werden.

Ein solches Tattoo kann man schön finden, muss man aber nicht. Die Farbe wird dafür wie auch für alle

anderen Tattoos bis in die vierte und fünfte Hautschicht gestochen. Foto: Gms

Schon beim Öffnen der Tür zu

„Mo‘s Tattoostudio“ steigt uns

der Geruch von Desinfektionsmittel

in die Nase. Wir haben

das Gefühl, eine Höhle zu betreten,

in der sogar Vogelspinnen

ihr Unwesen treiben – allerdings

in einem Terrarium.

Ein feuerspuckender Drache

an der Wand zieht jetzt unsere

Aufmerksamkeit auf sich. Ja,

hier haben wir es mit einem

Künstler zu tun. Und da kommt

er auch schon höchstpersönlich

auf uns zu: Michael Masmeier,

kurz „Mo“ genannt.

Glück muss man haben,

denn schon kommt eine Kundin,

die tätowiert werden möchte,

und wir dürfen Mo dabei

über die Schulter sehen. Mit einem

besonderen Stift, der wie

„Hungriger Homer“ und das „Bart-Match“

Die Simpsons machen auch als Computerspiel viel Spaß.

In „Die Simpsons – das Spiel“ erlebt

der Spieler eine neue Welt der Simpsons

und spielt dabei wichtige Ereignisse

der Kultserie. Der Spieler wird

feststellen, dass die Steuerung sehr

leicht zu bedienen ist.

Im Spiel gibt es über 20 verschiedene

Level, bei denen der Spieler in die

Rollen von Bart, Lisa, Marge und Homer

schlüpft und ihre Fähigkeiten entdeckt.

Ziel des Spiels ist es, die Stadt

vor der Invasion der Außerirdischen zu

schützen und in jedem Level die Sammelobjekte

zu finden. Wenn man mit

ein Kugelschreiber aussieht,

zeichnet er zunächst das im

Vorfeld abgesprochene Motiv –

ein Blumenmuster – auf ihren

Arm. Greift zur Tätowiermaschine,

aus der unten eine zirka

zwei Zentimeter lange Nadel

herausguckt: und los geht‘s.

„Die Maschine funktioniert

eigentlich wie eine Nähmaschine“,

erläutert Mo. Begleitet vom

Rauf, Runter, Rauf, Runter der

Nadel erfahren wir, dass die

Farbe bis in die vierte und fünfte

Hautschicht transportiert wird.

Henna-Tattoos macht Mo nicht,

weil es dabei leicht zu Entzündungen

kommen kann, so seine

Erfahrung. Außer Tattoos bietet

er seinen Kunden auch Piercings

an. „Wenn man ein Tattoo

oder Piercing haben möchte,

muss man aber schon 18 Jahre

alt sein.“ Außerdem berichtet

Mo uns, dass er seinen Beruf

auch nach 14 Jahren immer

noch interessant findet, weil er

seine kreative Ader hier ausleben

kann und viel mit Menschen

zu tun hat. „Es kommen

die unterschiedlichsten Leute

zu mir. “ Mit einem Augenzwinkern

verrät er uns: „Männer

sind schmerzempfindlicher als

Frauen.“

Fasziniert und voller neuer

Eindrücke verlassen wir die

Höhle des sympathischen

Künstlers. Bis zu unserem

18. Geburtstag bleibt uns ja

noch etwas Bedenkzeit ...

� Celina Neumann-Grah, Fabian Schmitz,

Patrick J.

Gesamtschule Wald

zwei bis vier Spielern spielt, kann man

im Mehrspielermodus vier unterschiedliche

Spiele mit Bart oder Homer

spielen wie zum Beispiel das

„Bart-Match“ oder „Hungriger Homer“.

Dieses Spiel wird jedem gefallen,

ob Klein oder Groß. Wenn man das gesamte

Spiel durchgespielt hat, kann

man 20 lustige, noch nicht gezeigte

Minuten der Serie anschauen. Es lohnt

sich auf jeden Fall, dieses Spiel zu kaufen.

� Marco Klammerr, 8

Theodor-Heuss-Realschule

Band Freifall

rockte das Haus

3

Musik

„Freifall“ rockten das Theater beim

„Local Hero Festival“. Die fünf jungen

Männer aus Köln und Solingen haben

schon so einige Fans. Beim Local Hero

Festival mitzuspielen fanden sie einfach

genial. Als sie im Oktober 2006

die Band gründeten, ahnten sie noch

nicht, dass sie so viele Fans bekommen

würden. Bei einer Umfrage in Solingen-Wald

ergab sich, dass beinahe

alle die Band kannten.

Einige der Fans vom „Lokal Hero

Festival“ fanden, dass Freifall sogar ihren

eigenen Lieblings Bands wie

„Toto“ und „Kane“ Konkurrenz machen

würden. Der größte Erfolg für die

jungen Männer war, als sie bei einem

Christina-Stürmer-Konzert mitspielen

durften. Weitere Erfolge: Zwei Nummer-1-Hits-bei

den RSG-Hörercharts.

Wir freuen uns auf neue Nummer 1-

Hits der Band.

� Janina Scheurer und Sally Hütter ,8a

Friedrich-Albert-Lange-Schule

Konsum

Verbot bewegt

zum Nichtrauchen

Mittlerweile ist das Rauchverbot

allgemein akzeptiert. Foto: Laaser

Das Rauchverbot in Gastronomie und

in öffentlichen Gebäuden gibt es seit

Juli 2007. In der Bevölkerung wird das

Verbot unterschiedlich aufgenommen.

Es gibt viele Menschen, die dagegen

sind, weil sie sich eingeschränkt fühlen.

Das Rauchverbot gibt es aus verschiedenen

Gründen zum Beispiel

Schutz der Nichtraucher, Jugendschutz,

Brandschutz, Schutz vor Abhängigkeit

und Vermeidung von Verschmutzung.

Dennoch werden Zigaretten

weggeworfen. Das wird mit einem

Bußgeld von 30 Euro bestraft. In der

Gastronomie müssen spezielle Raucherecken

eingerichtet werden, damit

die Nichtraucher nicht belästigt werden.

Auch in allen öffentlichen Gebäuden

ist das Rauchen untersagt. Vor

den Gebäuden befinden sich spezielle

Mülltonnen, in denen man seine Zigarette

entsorgen kann. Durch das

Rauchverbot wurden schon viele Leute

zu Nichtrauchern.

Aber viele Gastronomen beschweren

sich, dass die Gäste ausbleiben.

Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung

findet das Rauchen in öffentlichen

Gebäuden und Ämtern positiv.

Das Rauchverbot wird in den Bundesländern

unterschiedlich ausgelegt.

Mittlerweile haben die Menschen sich

an das Rauchverbot gewöhnt und es

akzeptiert.

� Pascal Stephan, 8e

Geschwister-Scholl-Gesamtschule


4 »S ZENE SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Umfrage

Jugendliche mögen

nicht nur Action

Wer meint, dass sich Jugendliche nur

Actionfilme anschauen, liegt mit seiner

Behauptung falsch. „Am liebsten

schaue ich Filme mit realem historischem

Hintergrund“, sagt Daniel (18).

Dagegen gehen Senioren lieber in familienfreundliche

Komödien. Doch

auch wenn Jugendliche vereinzelt zum

Beispiel historische Filme bevorzugen,

begeistert sich der Großteil eher für

Action- und Horrorfilme. Die Ergebnisse

unserer Umfrage zeigten deutlich,

dass das große Solinger „Cinemaxx“

sehr beliebt ist. Auch die Preise der Kinokarten

seien angemessen. Allerdings

schlagen die Passanten, die regelmäßig

ins Kino gehen, die Einführung

einer Dauerkarte mit Rabattsystem

vor.

� Annabel Hoppe, Vivian Hutz,

Merlin Maier, Tobias Sch.

Gesamtschule Wald

iPhone

Immer und überall

zu gebrauchen

Mit einem iPhone kann man sogar

Matheaufgaben lösen. Foto: AP

Internet? Spiele? Fahrpläne? Musik?

Telefonieren? Navigation? Fotos? Das

alles ist kein Problem mehr dank der

neusten fantastischen Erfindung: Das

„iPhone 3G“ erleichtert uns die Zukunft.

Selbst die Schule fällt den Schülern

leichter. Alles kann man auf dem

kleinen Gerät speichern. Neulich im

Matheunterricht hatten wir unseren

Taschenrechner vergessen. Zum

Glück hatte Boban seine iPhone dabei,

so konnten wir die Aufgaben genauso

schnell wie die anderen Schüler ausrechnen.

Ein weiteres Beispiel, als wir

das iPhone dringend benötigt haben,

war vor kurzem an der Bushaltestelle

in Solingen. Dort war der Fahrplan der

682 nicht da. Natürlich war wieder eines

unserer iPhones vorhanden, und

so konnten wir schnell im VRS Onlinefahrplan

nachschauen.

Wir haben ungefähr 60 Personen

interviewt. Weit über die Hälfte der Befragten

war erstaunt, was das iPhone

so alles drauf hat. Die Mitarbeiter bei

T-Com zeigten uns dann noch ein paar

kleine Tricks auf dem iPhone. Fazit ist:

Das iPhone kann in vielen Situationen

und bei Alltagsproblemen helfen.

� Giovanni Saina, Boban Burkic, Mustafa Tirpan

Niemals ohne Popcorn

Popcorn gehört zu einem Kinobesuch einfach dazu. Sogar, wenn man sich ausnahmsweise mal hinter

den Kulissen umschauen darf. Die Arbeit dort ist oft stressig, da sie oft in Schichten geleistet werden

muss. Auch kaufmännische Fähigkeiten sind dabei gefragt.

Lautes Lachen aus der hinteren

Reihe. Endlich geht das Licht

langsam aus, die Werbung ist

vorbei und die Spannung auf

den Film steigt. Räuspern hier,

Husten dort, Rascheln beim

Griff in die Popcorn-Tüte. Eben

ein ganz normaler Besuch im

Kino.

Heute haben wir das „Cinemaxx

Solingen“ mal von seiner

ganz anderen Seite kennen gelernt

– nämlich bei unserem Besuch

der Betriebsleitungsassistentin

Ute Schäfer. „Begonnen

habe ich meine Karriere schon

im Jahr 2000 bei der Eröffnung

der ,Clemensgalerien’ und zwar

als Kassiererin.“ Im Laufe von

vier Jahren hat sie es geschafft,

mit ihrem Realschulabschluss

von der Kassiererin zur Betriebsleitungsassistentinaufzusteigen.

Schichtarbeit im Kino

„Ich muss planen, wann wo

welche Filme starten.“ Über so

etwas haben wir uns bislang

noch nie Gedanken gemacht.

Dass im Kino auch viele kaufmännische

Tätigkeiten anfallen,

wird uns erst jetzt klar.

„Obwohl mir die Tätigkeit als

Bürokauffrau gut gefällt, hat

mein Beruf natürlich auch

Nachteile, zum Beispiel die anstrengende

Schichtarbeit.“ Ute

Schäfer führt uns vor Augen,

dass sie oft an Feiertagen arbeitet,

während andere Leute beispielsweise

entspannt ins Kino

gehen und sich Filme ansehen

Im Kino zu arbeiten ist nicht nur für die Betriebsleitung ein Knochenjob. Auch für die Leute hinter der

Theke, die Getränke und das unverzichtbare Popcorn verkaufen, ist oft Stress angesagt. Foto: Kempner

können. Manchmal hätte sie gerade

an solchen Tagen auch

gern einmal Zeit für eigene Interessen.

Nachdem Ute Schäfer

Die Bravo ist unter Jugendlichen

umstritten. Foto: Wilhelm-Fabry-Museum

uns zum Schluss noch durch das

menschenleere Cinemaxx-Gebäude

geführt hat, gibt es sie

endlich doch noch: Die riesen-

Bravo – eine jugendgerechte Zeitschrift?

Unterschiedliche Meinungen zur freizügigen Seite „Bodycheck“

Wir haben einige Schüler im Alter

von zehn bis 15 Jahren zum

Thema „jugendgerechte Zeitschriften‘‘

befragt, speziell zum

bekannten Jugendmagazin

„Bravo‘‘. Die meisten Befragten

interessieren sich für Stars und

Sternchen, es gab aber auch

Ausnahmen, die Tier-, Sport

und Automagazine bevorzugen.

Alle Jugendlichen bemängelten

das Konzept der Zeitschriften,

da es keine einzige gibt, die alle

Interessen junger Leute beinhaltet.

Besonders umstritten war

die Seite „Bodycheck‘‘ in der

Bravo. Jeder der Schüler gab

an, diese Seite zu kennen, selbst

jene im Alter von zehn Jahren.

Auf dieser Seite sind jeweils ein

unbekleideter Mann und eine

unbekleidete Frau zu sehen.

Wir fragten, ob sie das als jugendgerecht

empfinden. Alle

der befragten Mädchen fanden

es überflüssig und nicht jugendfrei.

Bei den Jungs gab es Ausnahmen.

Sie finden die Seite

zwar gut, allerdings nicht jugendfrei.

Trotz dieser Meinung

ist es ihnen egal, ob die Zeit-

schrift ab 16 Jahre verkauft

werden sollte. Das Wichtigste

allerdings an dieser Umfrage

war die jeweilige Meinung der

Befragten zur Frage, was in eine

jugendgerechte Zeitschrift hineingehört.

Alle waren sich einig, dass in

der „erfundenen Zeitschrift‘‘ für

jeden etwas dabei sein sollte,

etwa News über Stars, Neues

aus der Welt, Sport und Rätsel.

Auf gar keinen Fall gehört dort

eine Seite wie „Bodycheck‘‘ hinein.

Um zu erfahren, ob diese Seite

rechtlich erlaubt ist, haben

wir bei der Bravoredaktion angerufen.

Uns wurde mitgeteilt,

dass dieser Abschnitt erlaubt ist.

Diese Frage wäre somit geklärt.

Allerdings fänden die befragten

Jugendlichen es besser, wenn

diese Seite weggelassen würde.

� Sandra Johns, Jasmin Schubert, 8d

Gymnasium Vogelsang

große Tüte Popcorn zum Abschied.

� Deniz Kocaman, Marcel Krol, Robin Mechsner

Gesamtschule Wald

Computer

Wann kommt die

PSP 2 raus?

Im Moment kommt die PSP 2 gar

nicht. So hat es der Vorsitzende von

Sony Computer Entertainment Europe

(SCEE) David Reeves gesagt. Denn vor

kurzem sei die PSP 3000 rausgekommen.

Der Unterschied zu Vorgängern

ist, dass die neue Version anstelle der

Home-Taste eine PS-Taste hat, die

aber die gleiche Funktion hat. Sie wurde

ebenfalls mit einem Mikrofon ausgestattet,

womit man über „Skype-

Chat“ Gespräche führen kann. Sony

will im Moment nicht an der PSP 2 arbeiten,

weil man sich auf die Playstation

3 konzentrieren will. Die PSP ist

eine Spielkonsole, die man immer und

überall mitnehmen kann. Mit der PSP

kann man auf Spiele, Musik, Videos

und Fotos zugreifen. Die Entwickler

von Sony haben Recht, denn sie haben

bei der Playstation 3 noch nicht so

viel gearbeitet und nur die Festplattengröße

immer geändert.

� Mohamed Bozkurt, 8d

Albert-Schweitzer-Schule


Das Leben von

Sänger Jay Sean

Bei Dark Orbit

Punkte sammeln

Musik

Der Sänger Jay Sean ist britisch-asiatischer

Herkunft und heißt mit richtigem

Namen Kamaljit Singh Jhooti. Er wurde

am 26. März 1981 in Southhall in

London geboren. Jay Sean ist zwar in

England geboren, aber seine Wurzeln

sind asiatisch. Er stammt aus einer Familie,

die Ende der 70er Jahre von Indien

nach England ausgewandert ist.

Jay Sean wuchs in Hounslow, einem

Stadtteil in London, auf. Im Jahr 1995

begann Jay Sean in einer Rap-Gruppe

Namens „Compulsive Disorder“ sein

musikalisches Talent zu entwickeln.

Zwischendurch versuchte er sich auch

als Mediziner, was ihn jedoch nicht

ganz erfüllte. Letztendlich widmete er

sich doch der Musik. Seine musikalische

Stilrichtung ist R&B. 2004 veröffentlichte

Jay Sean sein erstes Album

„Me against myself“ und konnte damit

erste Chart-Erfolge landen. Allerdings

stört es Jay Sean persönlich sehr, dass

seit dem ersten Chart-Erfolg mehr

über seine Nationalität geredet wird

als über seine Musik. In der asiatischen

Szene von Großbritannien wird

Jay Sean allerdings gefeiert. Daher ist

es auch nicht verwunderlich, dass Jay

Sean mit drei „UK Asian Musik

Awards“ ausgezeichnet worden ist.

Jay Sean verbindet in seiner Musik

eine Mischung aus Pop und traditionellem

indischen Sound. Durch diesen

Musik-Mix springt Jay Sean auf den

Zug auf, der immer beliebter durch

Bolly-wood Filme wird, da seine Musik

die dieser Filmen aufgreift. Dazu

kommt sein gutes Aussehen – laut

Presse das Charisma eines Film-Beaus.

� Chanice Slagado Rocha, Lisa Loges, 8

Bergische Gesamtschule

Computer

„Dark Orbit“ ist eins der erfolgreichsten

Internet Browsergames der Welt.

Neun Millionen Nutzer spieler Dark Orbit

täglich und kostenlos. Die Anmeldung

ist ganz einfach: 1. Gebt Euren

Spielernamen ein. 2. Erstellt ein sicheres

Passwort. 3. Gebt Eure E-Mail-

Adresse ein. 4. Auch Euer Geburtstag

ist wichtig, denn von „BigPoint“ (Spielanbieter

von DarkOrbit) bekommt Ihr

ein Geschenk. 5. Zum Schluss wählt

Eure Firma und Euren Server.

Zum Spiel: In Dark Orbit seid Ihr in

den Tiefen des Weltraumes und müsst

euch gegen Aliens zur Wehr setzen, indem

Ihr Euch ein neues Schiff kauft

und Eure Ausrüstung und Munition

verbessert. Pulverisiert so viele Aliens

wie möglich, damit Ihr Erfahrungspunkte

erhaltet und Euer Spiel-Level

verbessert. Je höher Euer Level ist,

desto mehr könnt Ihr auf verschiedenen

Karten springen. Ihr könnt auch

Quests (Aufgaben) annehmen, um

Credits (Spielwährung) zu erhalten.

Wenn Ihr schon im Spiel seid, könnt

Ihr auch im Chat kostenlos um Hilfe

bitten. So viel zu DarkOrbit. Wenn wir

Euch auf den Geschmack gebracht haben,

dann schaut doch mal auf

www.DarkOrbit.de vorbei.

� Robin Räuber, Peter Hermanns, 8d

Albert-Schweitzer-Schule

Treffpunkt VZ

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S ZENE«

Die Internet-Plattform bietet viele Vorteile. Man kann unbemerkt von den

Eltern über seine Themen diskutieren und alte Freunde wiederfinden. Aber

Vorsicht: Manche Nutzer mobben auch im Netz.

3,5 Millionen Schüler sind täglich vier Stunden im Schüler-VZ. Neben allem Spaß birgt die Plattform aber

auch Risiken, da der Nutzer auch viel über sich Preis gibt. Foto: dpa

Jeder dritte Schüler im Alter

von zwölf bis 18 Jahren ist bei

diesem Verzeichnis angemeldet.

Doch was ist am Schüler-VZ

so interessant, dass mittlerweile

bereits 3,5 Millionen Schüler

täglich fast vier Stunden am PC

sitzen? Die meisten finden es

toll, weil sie so alte Mitschüler

finden und Kontakt aufnehmen

können.

Überall zu sehen

Außerdem kann man dort

über Themen diskutieren, ohne

dass davon die Eltern erfahren.

Man kann Fotos hochladen,

Profile erstellen und so weiter.

Doch wie gefährlich ist das

Schüler-VZ in Wirklichkeit und

Heroin – der Stoff, der alles zerstört

Die gefährlichste Droge der Welt kann psychotisch machen.

Heroin gilt als die gefährlichste

Droge der Welt. Sie wurde früher

sogar als Medizin verwendet.

Es gibt verschiedene Arten,

diese Droge einzunehmen.

Häufig injizieren (spritzen)

Drogenabhängige sich diesen

gefährlichen Stoff. Das Spritzmittel

wird selbst hergestellt.

Auf einem Metalllöffel wird der

mit Zitronensäure gemischte

welche Gefahren verbergen sich

hinter dem ganzen Spaß? Zum

Beispiel ist vielen nicht bewusst,

dass sie durch das Präsentieren

der eigenen Bilder im Schüler-

VZ diese ebenfalls der ganzen

Welt zeigen.

Dies könnten zum Beispiel

Arbeitgeber ausnutzen, bevor

sie sich entscheiden, jemanden

einzustellen. Auch sollte man

darauf Acht geben, was man

schreibt. Beispielsweise beleidigten

zwei Siebtklässler im

Schüler-Verzeichnis ihren Lehrer.

Dieser erfuhr es dann und

erstattete Anzeige. Die meisten

Nutzer wissen das nicht und reden

sogar über Intimes, was

dann alle anderen Nutzer mitle-

Stoff erhitzt, bis eine braun klare

Lösung entsteht, die danach

in die Spritze gezogen wird. Um

Unreinheiten vorzubeugen, gebrauchen

die Abhängigen häufig

auch einen Zigarettenfilter.

Sofort abhängig

Gespritzt wird es dann in die

Vene, in einen Muskel oder direkt

unter die Haut. Wie be-

sen können. Unter anderem

wird im Schüler-VZ auch oft gemobbt.

Zwar können die Mobber

in einem solchen Fall gemeldet

werden und ihr Profil wird

gelöscht. Doch bis das passiert,

kann schon einige Zeit vergehen.

Abschließend möchte ich sagen,

dass das Schüler-Verzeichnis

gute wie auch schlechte Seiten

hat. Sicherlich kann man einen

großen Nutzen daraus ziehen,

doch bevor man sich registriert,

sollte man sich ebenfalls

über die verborgenen Gefahren

informieren.

� Alena Schuschakowa, 8a

Geschwister-Scholl-Gesamtschule

kannt, zählt Heroin zu den gefährlichsten

Drogen der Welt.

Denn bei regelmäßiger Einnahme

wird man schnell stark abhängig

davon und es kann zu

Herzerkrankungen führen.

Sogar das Auftreten einer

Psychose kann man bei langer

Einnahme nicht ausschließen.

� Karina Schauf, 8

Bergische Ganztagsschule

Angesagt: Lack,

Leder und Lila

AC/DC melden

sich zurück

5

Aussehen

Die neue Frühjahrsmode für Teenies

soll glamourös werden. „Lack, Leder,

Lila“ heißt das Modethema der Designer.

ZiSch wollte es genauer wissen

und befragte Jugendliche und Inhaber

von Modegeschäften in Solingen.

Alle Geschäftsinhaber sind sich einig,

dass dieses Jahr die Farbe Lila

das Rennen macht. Lilafarbene Oberteile

sollen mit hellen Accessoires

kombiniert werden. Lila, Lack, Leder

und Glanz dominieren nicht nur Textilien,

sondern auch Stiefel und Stiefeletten

mit kleinen, bequemen Absätzen,

die „in“ sein sollen, so die Geschäftsinhaber.

Nach Ansicht der Unternehmer

bestimmen Prominente

und berühmte Designer die Trends.

Umfragen unter Solinger Jugendlichen

ergaben: „bunt und crazy“: Dies

soll das Motto der kommenden Frühjahrsmode

sein. Schlaghosen oder

Röhrenjeans werden mit Sportschuhen

oder Chucks kombiniert. „Nothing

short – everything long“: Nach Meinung

der Jugendlichen sollen diesen

Frühling lange Oberteile „in“ sein. Die

Teenager hören nicht mehr auf das,

was ihnen die Stars der Jugendkultur

vormachen, Individualität ist angesagt.

Also Leute: „Do it Yourself“.

� Patricia Castanheira, Yusuf Eroglu,

Valentina Blois, 9a

Hauptschule Höhscheid

Musik

Die erste CD nach sieben Jahren:

Black Ice. Foto: Label

Nach sieben Jahren bringen AC/DC

neue Lieder mit „Black Ice“ auf den

Markt. Die rockigen Stücke erinnern

zwar an viele alte, so könnte „Skies on

Fire“ eine nette Neuaufnahme von

„Back in Black“ sein, aber das stört die

Fans wohl kaum. „Von AC/DC ist man

so etwas gewöhnt, und die Songs sind

immer noch voller Power“, sagt Julian

Christ, eingefleischter Hörer der seit

35 Jahren bestehenden Band. „Ist

doch ganz egal, ob man es schon

kennt, hört sich doch immer noch super

an.“ Genauso sehen es viele andere,

und die Band verkauft weiterhin Alben,

so scheint das Konzept von AC/

DC aufzugehen. Auch andere erfolgreiche

Bands haben dies immerhin schon

geschafft, wie zum Beispiel die „Ramones“.

Die neuen Songs handeln wie immer

von den gleichen Themen: Frauen,

Autos und Naturgewalten – es ist

einfach eine sehr gute Neuverpackung

der alten Songs. Und seit „Back in

Black“ klingen AC/DC nunmehr auch

wieder dynamisch, rockig und kraftvoll.

Fazit: Kraftvoller Rock in seiner Urform.

� Tillmann Küther, Julian Christ,

Lucas Buchmann, 10a

Gesamtschule Schwertstraße


6 »S ZENE SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Musik

Zwei Stunden pogen

mit Farin Urlaub

Farin Urlaub trat am 20. November

in Düsseldorf auf. Foto: dpa

Die Aufregung und Vorfreude auf das

Konzert von Farin Urlaub waren Marie

und Jaqueline schon am Tag vor dem

Konzert am 20. November ins Gesicht

geschrieben. Als sie an diesem Tag

endlich Schulschluss hatten, fuhren

sie wenig später zur Phillipshalle in

Düsseldorf. Sie waren gegen 15 Uhr

am Einlass und froh, dass sie schon so

früh da waren, weil sie draußen schon

„1.-Welle-Bändchen“ bekamen. Diese

braucht man, um ganz vorne vor der

zweiten Absperrung stehen zu können.

Außerdem schlossen sie vor dem

Konzert viele neue Freundschaften.

Als es dann 17 Uhr und nur noch

eine Stunde bis zum Einlass war, wurden

die Fans immer ungeduldiger und

fingen an zu drängeln. Marie und ihre

Freundin schafften es nach vorne in

die fünfte Reihe. In der zweistündigen

Wartezeit bis das Racing Team auf die

Bühne kam, lenkte sich die 1. Welle

mit einer Papierschlacht ab. Es war ein

Riesenspaß. Das Papier hatten sie von

den Katalogen und Flyern, die man am

Eingang mitnehmen konnte. Als es

dann endlich 20 Uhr und Zeit für den

Konzertbeginn war, wurde der Vorhang

hochgezogen und Farin spielte

„Nicht im Griff“. Alle fingen an zu pogen.

Das Farin Urlaub Racing Team

spielte unter anderem „Pakistan“,

„1000 Jahre schlechter Sex“, „OK“

und „Atem“. Nach zwei Stunden pogen,

singen und Spaß haben war der

Auftritt vorbei.

Das Konzert war ein voller Erfolg.

Marie und Jaqueline gingen mit dem

Entschluss nach Hause, demnächst

wieder gemeinsam auf ein Konzert zu

gehen. Dieser Entschluss wurde bereits

von Marie am 20. Dezember in

die Wirklichkeit umgesetzt, als sie

nach Hamburg fuhr, zum vorerst letzten

Konzert der „Krachgarten-Tour“.

� Marie Cramer, Jaqueline Sippl

Kommentar

Counter Strike – ein

böses Killerspiel?

„Was du nicht willst, das man dir tu’,

das füge vorher anderen zu“. Nicht bei

Counter-Strike. Da gilt es, besser zu

sein, um das Ende des Spiels zu „erleben“.

Ist das Spiel eine Gefahr für Jugendliche?

Ich habe noch keinen gesehen,

der sich Deckung suchend fortbewegt.

Solange die Finger der rechten

Hand nicht zuckend über Schultisch

bewegen und der Füller noch gehalten

werden kann, solange die Jugend

noch weiß, dass es sich bei

„FDP“ um keine Waffe handelt – solange

denke ich, heißt es bei ihnen im

realen Leben noch nicht: „game over“.

� Timo Gereke, 8b

August-Dicke-Gymnasium

Hey, Jimi Blue

Jimi Blue Ochsenknecht ist das Talent wohl in die Wiege gelegt worden. Seine ganze Familie hat sich

der Schauspielerei verschrieben. Seit etwa zwei Jahren startet Jimi Blue als Sänger durch. Mittlerweile

hat sich der Mädchenschwarm eine große Fangemeinde aufgebaut.

Jimi Blue Ochsenknecht trat 2007 zum ersten Mal als Musiker auf. Foto: privat

Die Familie Ochsenknecht ist

berühmt: Schauspieler Uwe,

Schauspielerin Natascha,

Schauspieler (und seit Neuesten

auch Sänger) Wilson Gonzalez,

sein Halbbruder Rocco,

der aus einer früheren Ehe von

Uwe Ochsenknecht ist, Nesthäkchen

Cheyenne Savannah

und der erfolgreiche Sänger

und Schauspieler Jimi Blue. Der

erfolgreiche Vater zog zwei

ebenso erfolgreiche Söhne auf,

Jimi Blue (16) und Wilson Gonzalez

(18), die schon im Jahr

2000 in jungem Alter mit der

Schauspielerei anfingen.

Sie spielten mit ihrem Vater

in dem Film „Die wilden Kerle“

in den Teilen eins bis fünf mit.

Doch dann, am 16. November

2007, fing die Karriere von Jimi

Blue als Sänger an, denn er trat

zum ersten Mal bei „The Dome

44“ auf. Dann schloss Jimi 2007

die Schule mit einem Hauptschulabschluss

an der Waldorfschule

in Grünwald in München

ab. Danach ging es mit der Karriere

so richtig los: Er brachte

zwei Alben heraus (2007 „Mission

Blue“ und 2008 „Stick Like

That“). Außerdem veröffentlichte

er sechs Singles (2007

„I’m Lovin… (L.R.H.P.)”, 2008

„All Alone “, „Hey Jimi “, „The

One”, „Keep to the City”, „Best

Damm Life”). Jimi selbst be-

JuBiSo – lesen, gucken, hören

Jugendliche Blogger schreiben über Bücher, Musik und Filme

Den Blog „JuBiSo – lesen, gucken,

hören“ der Jugendbibliothek

Solingen gibt es seid Oktober

2006. Ursprünglich kommt

das Wort „Blog“ aus dem Englischen

und bedeutet so etwas

wie Tagebuch. Tatsächlich führen

Menschen aus aller Welt ein

Tagebuch im Internet, was sich

dann alle durchlesen können.

Heute gibt es die verschiedensten

Blogs über die verschiedensten

Themen.

Im Blog der JuBiSo wird über

Bücher, Filme und Musik ge-

bloggt. Die Jugendlichen schreiben

etwa über ein Buch und andere

können dann, wenn sie angemeldet

sind, einen Kommentar

dazu schreiben und Sternchen

vergeben. Auch wer nicht

angemeldet ist, kann die Seite

besuchen und sich, wenn über

ein Buch, einen Film, eine CD

oder ähnliches bereits geschrieben

wurde, Informationen dazu

holen. Die im Moment zehn aktiven

Blogger – die meisten davon

sind Mädchen – treffen sich

ab und zu auch im „real life“,

zeichnet seine Stilrichtung als

Mischung aus Hip Hop, Pop,

Dance und R’n’B. Er plant außerdem,

eine eigene Modelinie

zu entwerfen.

Insgesamt hat Jimi viele

Fans, die mit ihm durch Dick

und Dünn gehen. Die Karriere

von Wilson Gonzalez ist so ähnlich

wie die seines jüngeren Bruders.

Wilson startete auch am

23. Mai 2008 als Musiker

durch. Er brachte bis jetzt das

Album „Cookkies“ und die zwei

Singles „NYC“ und „I’m fallin‘“

raus. Aber alles in allem braucht

Jimi keine Angst zu haben, dass

sein älterer Bruder ihm die Mu-

also im normalen Leben. Nach

diesem Blog sind auch schon

andere entstanden und der Blog

bekam schon einige Preise – wie

den Preis der Landesanstalt für

Medien im Wettbewerb NRW

„Neues lernen 2007“ und 1250

Euro, von denen erstmal ein

paar Bücher gekauft wurden.

Für alle die Interesse bekommen

haben: mitmachen können

Jugendliche ab zwölf Jahren

unter www.blog.jubiso.de

� Caroline Löhr, 8c

August-Dicke-Gymnasium

sikkarriere nimmt, denn Jimi ist

ein echter Mädchenschwarm.

Jimi und Wilson planen schon

bald, bei ihren Eltern auszuziehen

– aber getrennt, denn Wilson

zieht mit seiner Freundin

zusammen und Jimi mit einem

Kumpel. Man muss feststellen,

dass Jimi erfolgreicher im Musikgeschäft

ist als Wilson. Jimi

hat auch mehr Fans. Aber Fakt

ist auch, dass beide Brüder sehr

erfolgreich geworden sind. Die

beiden Jungs konnten sich auch

ohne ihren berühmten Vater an

der Seite im Showgeschäft etablieren.

� Julia Halbach, 8a

Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Musik

Die Toten Hosen

und „In aller Stille“

Drei Jahren nach dem Unplugged Album

wird’s wieder laut und die Toten

Hosen können sich wieder austoben.

Auch Vom, der bei den Unplugged-Vorbereitungen

sagte: „I hate discipline“.

Das Album „In aller Stille“ wurde im

Münsterland aufgenommen. Die Hosen

hatten dort Ruhe zum Nachdenken

und Gestalten. Die Band gibt zu

Weihnachten 2009 Konzerte in Düsseldorf

– 2005 hatten sie ihr letztes

Heimspiel in Düsseldorf.

� Niels Fengler, 9d

Realschule Vogelsang


Konsum

Mit Zigaretten

beginnt die Sucht

Viele Raucher denken, Zigaretten

seien keine Drogen. Foto: Probst

„Drogen bei Jugendlichen‘“, lautet das

Stichwort in den Medien seit einigen

Wochen. Viele Jugendliche leiden unter

Drogenproblemen, ohne dass die

Eltern etwas davon wissen. 30 Prozent

der zwölf- bis 17-jährigen Schüler rauchen

und 25 Prozent hatten schon mal

Erfahrung mit Cannabis.

Unsere Befragungen ergaben, dass

50 Prozent der Jugendlichen mit illegalen

Drogen handeln. Neun von zehn

Befragten sind schon mit Drogenproblemen

von Freunden konfrontiert

worden. Einer von zehn hatte selber

Probleme damit. Viele glauben, dass

Alkohol und Zigaretten keine Drogen

sind, dabei fängt es schon damit an.

Man kann davon genau so abhängig

werden wie von illegalen Drogen. Vergangenes

Jahr starben in Deutschland

1400 Menschen an Überdosen von illegalen

Drogen.

� Aileen Spandehra, Julia Kley,

Jeanne-C. Fehrekampf

Gesamtschule Wald

Musik

Erst der Abschluss,

dann Hip Hop

Der 21-jährige Auszubildende, der Industriemechaniker

werden will, ist im

Deutschen Hip Hop involviert und

pflegt gute Kontakte zu den bekanntesten

Deutschrappern. In den 80er

Jahren kam der amerikanische Hip

Hop nach Europa. Pioniere waren zum

Beispiel Run DMC, NWA und Grandmaster

Flash. In Deutschland fing es

bei TON an und fand bei Künstlern wie

Kool Savas seinen Höhepunkt. Rap ist

vor allen Dingen bei Jugendlichen populär,

meint Kuno.

Er ist ein enger Freund von Eko

Fresh, der mit Hits wie „Gheddo“ die

Charts stürmte. „Im Moment will jeder

rappen, doch das hat keine Zukunft.“

sagte er uns. „Ich rate den Jugendlichen,

erstmal einen vernünftigen Abschluss

zu machen.“ In Köln-Kalk, wo

Kuno und Eko leben, ist die Arbeitslosenquote

sehr hoch, trotzdem hat

Kuno eine Ausbildungsstelle als Industriemechaniker

bei den Kölner Verkehrsbetrieben.

Dass Hip Hop so etwas

wie eine Jugendkultur geworden

ist, verstehen viele Eltern nicht. „Im Hip

Hop werden die Probleme der Gesellschaft

aufgegriffen und in Texten verarbeitet“,

erklärte er uns. Besonders in

Köln geht es im Moment aufwärts.

„Eko und LaHonda sind nur ein Bruchteil

der Kölner Rap-Szene.“ Dass der

Hip Hop in Deutschland nicht sterben

wird, steht für die beiden Musiker fest.

So können Jugendliche sich weiterhin

auf Vielfalt im Deutschrap freuen.

� Von Phil Knierim, Christian Scheu, 9a

Hauptschule Höhscheid

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S ZENE«

Wundergerät !

Für viele Jugendliche geht es nicht mehr ohne Handy. Dabei denken sie oft

nicht daran, dass ein Handy mit Vertrag teuer sein kann. Eine gute Alternative

ist ein Handy mit Geldkarte. Damit bleiben die Ausgaben überschaubar.

„Ohne mein Handy läuft gar

nichts“, antwortet André

Schrammen (17) auf die Frage,

ob ihm das Handy wichtig sei.

Fast alle Jugendlichen besitzen

ein Handy seitdem sie zwölf

sind. Wecker, Kalender, Telefon,

Kamera und MP3-Player,

alles zusammen in einem kleinen

Gerät ist aber auch einfach

sehr praktisch. Sogar die Uhr

am Handgelenk wird ersetzt

durch das kleine tragbare und

oft auch stylische „Wundergerät“.

Wie eine Sucht

Man holt es aus seiner Tasche

und hat alles dabei, was

man im Alltag so braucht. Das

ist schon sehr verlockend. Man

könnte fast schon von einer

Sucht sprechen, stimmt André

zu. Allerdings gibt es auch Menschen,

denen das Handy ziemlich

auf die Nerven geht. Sie ärgert

es, überall nur Leute zu sehen,

die ein Handy in der Hand

haben. „Man sieht nur noch Jugendliche

in der Stadt mit einem

Handy am Ohr“, sagt Alexander

Buchmann(14). Er besitzt

auch eins, aber er benutzt

es nur zum Telefonieren.

Ihm ist es egal, welches

Handy er hat, Hauptsache es

funktioniert. „Außerdem ist das

alles viel zu teuer, viele kaufen

sich ein Handy mit Vertrag und

können nachher die Rechnung

nicht bezahlen“, sagt er. Andre

hat eine Handykarte, auf die er

Geld laden kann. Damit kann er

besser kontrollieren, wieviel er

fürs Telefonieren bezahlt. Ein

Vertraghandy sei ihm zu unübersichtlich.

Fest steht: Fast jeder

Jugendliche besitzt ein

Handy und könnte sich ein Leben

ohne nicht mehr vorstellen.

� Julia Buchmann, 10a

Städtische Gesamtschule

Ohne Handy geht es für viele nicht. Telefonieren, fotografieren, Musikhören

– all das geht mit nur einem Gerät. Foto: Volker Hartmann

Bio-Etiketten sind vor allem bei Eiern gefragt

Die meisten Leute achten beim Einkaufen vor allem auf Bio-Eier

In der EU ist „Bio“ gesetzlich definiert.

Die Lebensmittel müssen

aus kontrolliertem Öko-Anbau

stammen und dürfen keine

Anzeichen von Pestiziden aufweisen.

Sie dürfen nicht mit

Kunstdünger und Abwasserschlamm

gedüngt und nicht

gentechnisch verändert sein.

Bio-Fleisch kommt von Tieren,

die ohne Wachstumshormone

behandelt wurden. Wenn

alles in Ordnung ist, bekommt

man das Bio-Siegel. Dieses Siegel

ist rechtlich geschützt. Bio-

Waren sind zwischen 50 und

150 Prozent teurer als „norma-

Was Bio ist und was nicht, entscheidet die Europäische Union. Nicht

alle Leute wollen Bio-Lebensmittel. Foto: Paul Esser

7

Computer

Open Office

für null Euro

Open Office ist die gratis Version

von Microsoft Office Foto: Waldhaeusl

Nach dem Computerkauf stellt sich oft

die Frage, welche Software man benötigt,

und welchen Preis dies beanspruchen

soll. Vor allem währe es natürlich

toll oder sogar nötig, Microsoft Office

auf dem PC zu haben. Aber das ist teuer

und unter 70 Euro kaum zu haben.

Und das liegt schon weit unter dem

Listenpreis. Wenn man bedenkt, auf

wie vielen Rechnern Office installiert

ist, kann man sich gut vorstellen, wie

viel Microsoft allein an diesem Programm

verdient. Aber was will man

machen? Nach dem teuren Rechner

würde das Konto jetzt um noch etwas

mehr erleichtert. Aber glücklicherweise

gibt es eine kostenlose Version:

Open Office.

Man kann es einfach aus dem Internet

downloaden. Aber gibt es da einen

Haken? Wird das zugelassen? Microsoft

möchte das natürlich nicht, muss

aber. Denn Open Office wurde von freien

Entwicklern programmiert. Deshalb

ist das Programm vollkommen legal

und annähernd gleichwertig zum Original.

Nach der Installation erscheint ein

neues Zeichen auf dem Desktop. Nach

dem Öffnen sieht man einen Startbildschirm

mit jeweils einzelnen Feldern

mit Namen wie Schreibprogramm

oder Tabellenprogramm. Mit ihnen

kann man auf einzelnen Programme

zugreifen. Es ist tatsächlich kaum ein

Unterschied festzustellen – ein paar

andere Funktionen, leicht geänderte

Optik. Von der Wenn-Formel bis hin

zum Einfügen von Grafiken ist fast alles

zu finden. Ich habe kaum fehlende

Funktionen ergefunden. Fazit: Open

Office ist eine gute Alternative – Für

70 Euro weniger sowieso.

� Von Lennard Becker, Robin Bachmann, 8c

August-Dicke-Gymnasium

le“ Waren. Das liegt daran, dass

ohne Chemikalien viele Pflanzen

langsamer wachsen, und

das bedeutet mehr Arbeit für

die Bauern. Laut meiner Umfrage

achtet von 100 Personen

kaum einer auf Bio-Etiketten,

allerdings achtet die Hälfte der

Befragten bei Eiern auf ein Bio-

Siegel, weil ihnen die Hühner in

Legebatterien Leid tun. Doch

bei Lebensmitteln wie zum Beispiel

Salat, Tomaten und

Fleisch sind die befragten Personen

meist nicht auf Bio fixiert.

� Jan-Philipp Thiel, 8e


8 »S ZENE SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Film

Madagaskar 2: Vom

Zoo in die Wildnis

Auch der zweite Teil begeistert.

Foto: Dreamworks Animation

Beim zweiten Abenteuer von „Madagaskar“

sind auch wieder die Zootiere

aus dem Central Park Zoo in New York

dabei: Das hippige Nilpferd Gloria, der

Publikumsliebling Alex, der Löwe, sein

bester Freund Marty, das Zebra, die Giraffe

Melman und die vier Pinguine

Skipper, Kowalski, Private und Rico.

Zusammen versuchen sie mit Hilfe eines

Riesenkatapultes und einem alten,

verrosteten Flugzeug zurück nach

New York zu fliegen. Doch sie stürzen

ab und machen eine Bruchlandung in

einem Naturreservat in Afrika. Dort

treffen sie andere Löwen, Zebras, Giraffen

und Nilpferde. Melman wird der

neue Medizinmann der Giraffen, Marty

trifft Zebras, die, wie er leider feststellen

muss, alle das Gleiche können wie

er, und Gloria findet Flusspferdmacho

Moto Moto. Alex findet seine Eltern

wieder, er hat jedoch Probleme damit,

sich wie ein Löwe zu benehmen, da er

nicht kämpfen, sondern nur tanzen

kann. Er wird mit seinen Eltern von der

einzigen Wasserstelle verbannt.

Der Film überzeugt durch eine sehr

gute Grafik, lustige Gags und Witze.

Unter anderem werden die Stimmen

von Bastian Pastewska und den Fantastischen

Vier gesprochen. Es ist ein

Film für die ganze Familie und schafft

es im Gegensatz zu anderen Filmen,

die Qualität größtenteils zu halten.

� Charlott, Louisa, Felix, Lucas, 8c

Humboldtgymnasium

Bravo – vielseitig

und beliebt

Seit über 50 Jahren kaufen Jugendliche

im Alter von zwölf bis 17 Jahren

die Jugendzeitschrift „Bravo“. Wie

kommt das eigentlich? Die Bravo ist

die größte Jugendzeitschrift im

deutschsprachigen Raum. 1956 erschien

sie zum ersten Mal, damals

noch mit Untertitel „Die Zeitschrift für

Film und Fernsehen“. Viele Jugendliche

kaufen die Bravo, damit sie etwas

über ihre Lieblingsstars erfahren, um

ihnen ein Stück näher zu sein. Die Zeitschrift

berichtet über Trends, die neusten

Hits, Neuigkeiten der Stars und

das Privatleben. Die pubertierenden

Kinder können sich auch bei dem

Dr. Sommer-Team über ihren Körper

und sonstige Sachen informieren. Die

Bravo ist weltweit beliebt und jeder

kennt sie aus seiner Kindheit, die Bravo

hilft den Kindern, erwachsen zu

werden, und es gibt in der Bravo einen

Teil mit Jobs, wo die Kinder etwas

über ihren Traumjob erfahren können

oder lernen, wie sie ihre Bewerbungen

schreiben. Diese Vielseitigkeit macht

sie wahrscheinlich so beliebt.

� Von Ann-Christin Höller, Claudia Kleppa, 8c

Albert-Schweitzer-Schule

Saufen: wozu?

Der Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen nimmt zu: Man will cool sein, dazu

gehören, seinen Kummer ertränken. Doch das Komatrinken kann in die Klinik

führen und die Zukunft kaputt machen.

Auch aus Frust oder Schüchternheit greifen Jugendliche zur Flasche. Besonders gefährlich ist das

Flatrate-Trinken, das zu Ohnmacht und Alkoholvergiftung führen kann. Foto: Contrast Press

Sie treffen sich zu mehreren

und greifen zur Alkoholflasche.

Trinken ohne Grenzen, solange

es der Körper zulässt. „Komatrinken“

ist mittlerweile Trend

bie Jugendlichen geworden. Jeder

fünfte Teenager betrinkt

sich mindestens einmal in der

Woche mit fünf oder mehr Gläsern

Alkohol. Daraus folgen

häufig „Rauschtrinken“, Minderleistungen

in der Schule und

Gewalttaten auch im Straßenverkehr.

So genanntes Flatrate-Trinken

bei Partys und in der Öffentlichkeit

gilt für viele als besonders

cool. Die Jugendlichen betrinken

sich teilweise solange,

bis es zu einer Alkoholvergiftung

mit Besinnungslosigkeit

Stark: schnelle Wagen, spannende Rennen

Bei „Undercover“ sollen die Spieler Autodiebstähle aufklären.

Bei „Undercover“, dem neuesten

Spiel der „Need for Speed“-

Reihe, übernimmt der Spieler

die Rolle eines Undercover-Polizisten.

Er wird in die illegale

Streetracer-Szene eingeschleust,

um Autodiebstähle

aufzuklären.

Ein Manko: Die Minikarte ist

äußerst schlecht ausgefallen,

und die Verfolgungen als Undercover-Streetracer

sind ebenfalls

nicht so gut wie bei den

Vorgängern „Carbon” oder

„Most Wanted”.

Zudem ist die grundsätzlich

gute Grafik sehr vom Bildschirm

abhängig. Das Spiel überzeugt

dennoch durch seine packende

Story, auch wenn diese am

Ende sehr hektisch wird, sich

der Schluss kaum ankündigt

kommt. Auch dient Alkohol oft

als Mittel gegen Kummer und

Schüchternheit. Diese Art von

Missbrauch ist jedoch besonders

gefährlich, denn er führt in

den meisten Fällen schnell zur

Alkoholsucht. Am häufigsten

wird Alkohol jedoch in der

Schulclique getrunken, wobei

man oft nur auf diesem Weg

„dazu“ gehören kann. Wer dem

Gruppenzwang nicht folgt, wird

schnell zum Außenseiter. Jedoch

wird dabei nicht bedacht,

welche Auswirkungen die Alkoholsucht

auf die Gesundheit

und die Zukunft haben kann.

Die Zahl der Klinikaufenthalte

von Kindern und Jugendlichen

wegen Alkoholmissbrauchs

stieg von 9500 Betrof-

fenen im Alter von zehn bis 19

Jahren im Jahr 2000 auf 19 500

Fälle im Jahr 2006. Die Anzahl

der Jungen gegenüber den

Mädchen liegt deutlich höher.

Allein in der Stadt Solingen

wurden 60 bis 100 betrunkene

Minderjährige in einem Jahr in

das städtische Klinikum eingewiesen.

Um diese Vorfälle in Zukunft

zu verhindern, wurde die Kampagne

„Stay Gold“ gegründet.

Durch ihren Werbespruch

„Don‘t drink too much – Stay

Gold“ und Bildern von Betroffenen

will man den Jugendlichen

zeigen, wie gefährlich und uncool

„Komatrinken“ ist.

� Aylin Hertel, 8e

August-Dicke-Gymnasium

„Need for Speed“ gibt es in einer neuen Ausgabe. „Undercover“ ist

zwar nicht fehlerfrei, aber überzeugend. Foto: Electronic Arts

Digitaltechnik

DVD oder Blu-Ray?

Eine Kostenfrage

Blu Ray kann zwar mehr, geht

aber auch mehr ins Geld. Foto: DDP

Sony präsentiert seine neue High-Definition-Disc

(Blu-Ray) als ein Meisterwerk.

Blu-Ray (Abkürzung: BD) ist

wohl die neueste Generation von Filmen

auf einer Disc. Die herkömmlichen

DVDs haben nun einen starken

Rivalen. Die neue BD-Disc besitzt eine

noch höhere Bildqualität und die fünffache

Speicherkapazität einer DVD.

Sony verbesserte Qualität, Ton und

Haltbarkeit der Disc. Sie ist ausgestattet

mit einem 7.1-Surround-Klang und

hält laut Hersteller 30 Jahre. Mit dem

Hauptmenü haben die Nutzer die Möglichkeit,

mit W-Lan automatisch ins Internet

zu gelangen, um dort zu Filmen

neue Informationen downzuloaden

und wiederzugeben. Weitaus weniger

bietet die gewöhnliche DVD. Sie beinhaltet

eine 5.1 Ton-Wiedergabe und

hält sechs Jahre. Ein großer Nachteil

der BD ist, dass sie momentan fast

doppelt soviel kostet wie eine DVD.

Dazu kommt noch, dass man sich einen

Blu-Ray-Player (Abspieler) anschaffen

muss. Dieser kostet im günstigsten

Fall 200 bis 300 Euro. Um die

volle Leistung der Blu-Ray auszunutzen,

sollte man sich einen „Full-HD“-

Fernseher mit einer „HDMI-Schnittstelle“

zulegen.

Fazit: Man sollte auf jeden Fall noch

einige Zeit warten, bis die Preise der

Blu-Ray-Discs und die Preise der Player

fallen. Für eine Blu-Ray-Disc 20 bis

30 Euro zu bezahlen, ist einfach noch

zu viel!

� Simon Winkler, 8c

Albert-Schweitzer-Schule

und sehr plötzlich kommt. Auch

die Challenge-Serie (bei Most

Wanted noch unter dem Namen

„Herausforderungs-Serie” bekannt)

wurde verbessert. Das

Spiel zeichnet sich durch die gewohnt

starke „Need for Speed”-

Steuerung aus und hält, was

man sich von einem solchen

Spiel verspricht: Schnelle, getunte

Wagen sowie spannende

Rennen. Es ist größtenteils

wirklich überzeugend, weswegen

man die kleineren Fehler

gerne verzeiht.

Das Spiel „Need for Speed

Undercover” kostet im Handel

je nach Gerät etwa 50 bis 60

Euro. Es ist ab zwölf Jahren freigegeben.

� Valentin Altmann, Felix Klesen, 8b

Gymnasium Vogelsang


Jugendkultur

Emos einfach mal

in Ruhe lassen

Dunkle Schminke, schwarze, rote und

pinke Kleidung, Vans und Nietengürtel.

So laufen Emos heute durch die Stadt.

Emo ist eigentlich eine Art Hardcore

Punk, den einige auch Emocore nennen.

Er zeichnet sich vor allem durch

starke Gefühle, wie Aufregung aus. Jugendliche

begannen etwa im Jahr

2000, sich entsprechend zu kleiden,

wobei es eigentlich nur ein Modephänomen

ist, das auf der Musik aufbaut

und das aus Amerika stammt. Mit dieser

Mode wollen sie provozieren und

ihre Gefühle ausdrücken. Dies ist nicht

schädlich und wird meistens verspottet,

da die Emos anders aussehen und

nicht akzeptiert werden. In dieser Phase

werden sie oft schikaniert, was

manchmal Wut hervorbringt, die sich

dann wieder auf ihr Äußeres auswirkt.

Oft behauptet man, dass alle Emos automatisch

Drogen nehmen oder sich

ritzen (in die Haut schneiden), dies

stimmt aber nicht. Es kommt zwar vor,

doch es hat nichts mit dem Emo-sein

zu tun. Die Eltern sollten ihren Kindern

vertrauen und sie auch mal in Ruhe

lassen, wenn es ihnen schlecht geht.

Nur wenn man absolut sicher ist das,

das Kind sich ritzt, Dogen nimmt oder

raucht sollte man sich einmischen.

� Von Lisa Marie Berlitz, 8a

Albert-Schweitzer-Schule

Lesen

Spannung pur:

bis(s) zum Ende

Die Verfilmung des ersten Bands

lief im Januar im Kino.

Die Erfolgsbuchserie „Bis(s) zum Morgengrauen“,

ist der Hit in Sachen Büchern

2008. Die Geschichte kam Autorin

Stephenie Meyer aus Arizona, USA,

im Traum. Die bis jetzt erschienenen

ersten drei Bände („Bis(s) zum Morgengrauen“,

„Bis(s) zur Mittagsstunde“

und „Bis(s) zum Abendrot“) stürmen

alle Hitlisten, sowohl die deutschen

und amerikanischen, als auch

die Bestsellerliste der New York Times.

Die Story um den hinreißenden

Vampir Edward und die sterbliche Bella

Swan, die sich ineinander verlieben,

beinhaltet ein Risiko, da der Blutsauger

den ständigen Drang verspürt, das

Mädchen zu beißen. Eine detailliert erzählte

und mitreißende, jedoch für die

jüngeren Leser nicht in jeder Situation

verständliche Geschichte. Das vierte

Buch, „Bis(s) zum Ende der Nacht“, erscheint

in deutscher Fassung am

14. Februar. Auch ein Kinofilm wurde

gedreht und lief im Januar in den deutschen

Kinos. Sehr zur Freude der

Fans.

� Von Rebecca A. Spartmann, 8e

Humboldtgymnasium

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S ZENE«

Sicher ist besser

Im Ausland hergestelltes Spielzeug kann Lösungsmittel enthalten, die Kinder

krank machen können. Auch Unterhaltungsgeräte für Jugendliche

entsprechen nicht immer den europäischen Standards.

Spielzeug für Kinder, welches

im Ausland produziert wird,

entspricht nicht immer den europäischen

Anforderungen. Oft

sind in Spielzeugen, die in Asien

hergestellt werden, giftige Stoffe

enthalten. Diese können zum

Beispiel Lösungsmittel in Lacken

sein, oder Weichmacher in

Plastikspielwaren. Da kleine

Kinder nicht dem Drang widerstehen,

alles in den Mund zu

nehmen, sind sie am meisten

gefährdet. Die Substanzen, die

das Kind zu sich nimmt, können

zum Teil sogar krebserregend

sein.

Aber auch für Jugendliche

gibt es Gefahren im Bereich

Spielzeug. So kann es zum Beispiel

vorkommen, dass technische

Unterhaltungsgeräte nicht

sicherheitsgeprüft sind, obwohl

sie mit Elektrizität betrieben

werden. Deshalb ist es sinnvoll,

beim Kauf von Spielwaren auf

Qualität zu achten.

In Billigläden erhält man

Vieles für kleines Geld, aber

meist ist dies eben Masse statt

Klasse. Es lohnt sich in jedem

Fall, in Fachgeschäften zu kaufen

und sich entsprechend beraten

zu lassen. Wenn man Waren

kauft, die in Deutschland produziert

werden, ist man vor solchen

negativen Überraschungen

ziemlich sicher, unterstützt

außerdem unsere Wirtschaft

und hilft mit, Arbeitsplätze zu

erhalten.

Vorsicht ist auch geboten

beim Kauf von Plagiaten. Dies

sind gefälschte Produkte von

teureren Originalen. Plagiate

sind oft qualitativ minderwertig

und mit wenig Aufwand und

Spielzeug sollte gerade für die Kleinsten ungefährlich sein. Plagiaten

fehlt es oft an Qualität. Foto: Busskamp

Rücksicht hergestellte Produkte,

die manchmal ebenfalls

Schaden anrichten können.

Dem Käufer wird der Eindruck

vermittelt, dass er sich für ein

Qualitätsprodukt entscheidet,

was aber nicht stimmt.

Plagiate sind zwar in

Deutschland verboten, man fin-

det sie jedoch trotzdem immer

wieder auf Märkten und in Billigläden.

Meine Meinung ist: Kaufen

sie Spielzeug nur nach eingehender

Prüfung im Sinne der

Gesundheit.

� Annika Noch, 8e

August-Dicke-Gymnasium

Interview

Sind Emos wirklich depressiv?

Emo leitet sich eigentlich von Emocore

ab und bezeichnet einen Musikstil.

Emos sind diese Leute, die

so ein bisschen aussehen wie eine

Mischung aus Skater, Punk und

Grufti. Janet Wirths und Anita Rex

haben sich mal in der Szene umgehört.

Wie stylen sich denn Emos?

Im Allgemeinem stylen sich Emos

sehr dunkel, also schwarz und sie

schminken sich auch sehr dunkel mit

Kajal. Die Kleidung ist ebenfalls dunkel,

enge Hosen, die Schuhe meist

Vans oder Chucks.

Was wird über Emos gesagt?

Die meisten Leute sagen, Emos seien

geistesgestörte, suizidgefährdete,

magersüchtige Wesen, die sich selber

mit Hilfe von Rasierklingen verletzen.

Sind Emos wirklich so depressiv?

Nein. Eher im Gegenteil. Die Emos,

die wir kennen, sind immer total aufgedreht

und lebensfroh. Wer behauptet,

dass Emos immer mies drauf

sind, hat keine Ahnung und sollte

sich mal ein richtiges Bild machen, indem

er sie kennen lernt.

Ritzen sich Emos eigentlich?

Jein. Das Ritzen hat nichts mit dem

„Emosein“ zu tun. Das machen auch

„normale“ Jugendliche. Dass alle

Emos sich ritzen, ist also totaler

Quatsch und man kann es nicht verallgemeinern.

Weg mit den Vorurteilen, also?

Emo leitet sich von emotional ab und

sollte einfach darauf hinweisen, dass

Emos ihre Gefühle offen und ehrlich

zeigen. Eigentlich ist jeder in seinem

Leben zeitweise ein Emo. Es kann

keiner erzählen, dass er, wenn es ihm

schlecht geht, freudestrahlend durch

die Gegend springt. Es sei denn, er

kann gut schauspielern. Aufgrund

der Tatsache, dass viele Menschen

Emos nicht persönlich kennen und

sie nur nach ihrem Äußeren beurteilen,

sind Emos im Allgemeinen nicht

sehr beliebt. Manche machen sich

gerne mal über Emos lustig, weil sie

den Typ Emo nicht verstehen können

und wollen.

Wie gehen Emos mit Vorurteilengegen

sich um?

Natürlich kann man das Gelaber einfach

ignorieren, aber irgendwo bleibt

es doch an einem haften, weil es verletzt.

� Janet Wirths, Anika Rex, 8c

Albert-Schweitzer-Schule

Was ist

Counter Strike?

9

Software

In letzter Zeit hört man oft, vor allem

durch die gestiegene Zahl der Amokläufe,

das ein gewisses „Killerspiel“ namens

Counter Strike verboten werden

soll, doch was ist Counter Strike eigentlich?

Counter Strike ist einer der

weltbekannten Online Taktik Shooter,

beziehungsweise Egoshooter. 1999

wurde es als erste Modifikation des

Egoshooters „Half Life“ veröffentlicht.

Es wurde weltweit zirka 11,1 Millionen

Mal verkauft. Hierbei unterscheidet

man zwischen vier Versionen: Counter

Strike 1.6, Counter Strike Condition

Zero (CS:CZ), Counter Strike Source (

CS:S) und einer Version für die Xbox.

Entwickelt wurde Counter Strike von

Valve. Später verlegt von EA.

Der Inhalt des Spiels ist ein taktisch

geprägter Kampf zwischen Counter-

Terrorists (CT) und den Terroristen (T),

wobei es darum geht, das jeweils gegnerische

Team zu eliminieren. Durch

Eliminierung der gegnerischen Spieler

oder Erfüllung von Missionszielen erhält

der einzelne Spieler Punkte sowie

Geld. Die Missionsziele sind meist für

Counter-Terroristen das Befreien von

Geiseln oder für die Terroristen das Legen

einer Bombe. Das Spiel wird in

einzelnen Runden durchgeführt, wobei

jedes Team seine eigene „Startzone“

besitzt. Die Eliminierung der Gegner

erfolgt durch Waffen, die in sieben

Klassen geteilt sind: Pistolen, Schrotgewehre,

Maschinenpistolen, Gewehre,

Messer, Maschinengewehre, und

Granaten. Jeder Spieler verfügt über

ein Geldkonto. Außerdem hat jede

Runde eine Zeitbegrenzung. Bei Counter

Strike kommt es besonders auf die

Teamabsprache an, um einen Vorteil

zu haben. Im Internet wird Counter

Strike auf öffentlichen und privaten

Servern gespielt.

� Von Jakob K., Patrick Z., 8b

August-Dicke-Gymnasium

Meinung

Macht Fernsehen

dumm?

Laut einer Studie gucken Kinder

durchschnittlich 289 Minuten am Tag

Fernsehen. Da stellt sich doch die Frage

ob dieses dumm macht. Etwa 95

Prozent der Deutschen haben einen

Fernesehanschluss. Leider laufen

heutzutage nur noch niveaulose Serien,

wie die Realityshow „Big Brother“.

„Bauer sucht Frau“ ist auch ein Beispiel

dafür, dass den Fernsehmachern

nichts mehr einfällt. Leider laufen diese

Serien sehr oft, es gibt kaum noch

Sender, die Wissensmagazine ausstrahlen.

N24 ist ein sehr guter Sender. Dort

werden immer zu jeder Stunde die

neuesten Nachrchten gebracht und

rund um die Uhr interessante Reportagen

gezeigt. Auch andere Sendungen

wie „Wer wird Millionär?“, „Galileo“

oder für Kinder „Die Sendung mit der

Maus“ und „Wissen macht Ah!“ fördern

das Allgemeinwissen. Wer sich

also gezielt wissenswerte Sendungen

heraussucht, kann seinen Horizont erweitern.

Wer sich allerdings nur den

ganzen Tag berieseln lässt, wird dadurch

zwar nicht schlauer, aber auch

nicht dümmer.

� Von Andre Korte, 9d

Realschule Vogelsang


10 »S ZENE SCHÜLER LESEN ZEITUNG

LaFee-Konzerte

verschoben

Musik

Die Sängerin sagte ihre Birthday-Tour

kurzfristig ab und kündigte neue Auftrittstermine

für Mai 2009 an. Die gerade

18-jährige LaFee, alias Christina

Klein, ist am 09.12.1990 in Aachen-

Stolberg geboren. Als sie mit 14 Jahren

am Kiddy Contest (2004) teilnahm,

kam sie ins Finale und gewann leider

nicht. Aber das Gute war: dabei wurde

sie als Sängerin entdeckt. Im Jahr

2006 wurde LaFee mit ihrem ersten

Hit „Virus“ berühmt. Das erste Album

„LaFee“ mit deutschsprachigem Titel

wurde 30 000 Mal in Deutschland und

10 000 Mal in Österreich und in der

Schweiz verkauft. Ihr erstes Konzert

war der HAMMER für sie und ihre

Fans, obwohl es bis zu 37˚C heiß war.

Mit ihrer Band Ricky (Gitarrist), Klaus

(Keyboard), Tamon (Schlagzeuger)

und Goran (Bass) rockt sie seitdem die

Hallen. 2007 kam schon das zweite Album

„Jetzt erst recht“ auf den Markt

und wurde ebenfalls sehr erfolgreich.

Als Schauspielerin schlägt sich LaFee

auch ganz gut. Sie hatte eine Gastrolle

bei „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“.

Zum 17. Geburtstag bekam LaFee von

ihren Eltern ein Tattoo geschenkt. Es

war eine Sonne mit einem chinesischen

Zeichen, das Glück bedeutet. Im

Jahr 2008 brachte sie ein neues Lied

namens „Ring frei“ heraus. Die Single

dazu ist seit dem 21.11.08 erhältlich.

Seitdem hat LaFee einen total neuen

Look: aus blonden Engelslocken wurden

glatte schwarze Haare. Im Mai

2009 haben Fans Gelegenheit, LaFee

„live“ zu erleben: Oberhausen 4.5.,

Würzburg 5.5. und Bad Arolsen 30.5.

Weitere Infos findet ihr auf www.La-

Fee.de oder www.LaFee-Music.de.

� Von Marius Kötzsch, 9a

Hauptschule Höhscheid

Gesundheit

Mp3-Player:

Fluch für die Ohren

Mp3-Player sind aus dem Alltag nicht

mehr weg zu denken. Für viele ist er

wichtig, aber andere können ihn nicht

ausstehen. Doch für Leute ,die ihn so

lieben, kann er zum Verhängnis werden,

denn eine Studie der Europäischen

Union hat fest gestellt, dass

häufige Nutzung von Mp3-Playern zu

Hörschaden bis hin zur Taubheit führen

kann. Die Nutzer riskieren einen irreperablen

Gehörverlust, wenn sie

mindestens fünf Jahre lang jede Woche

mehr als eine Stunde pro Tag mit

einem Mp3-Player laut Musik hören.

Für fünf bis zehn Prozent der Mp3-

Player-Besitzer, also 2 bis 10 Millionen

Menschen in Deutschland, tritt ein

Hörverlust ein. In der Arbeitswelt muss

ab einem Lärmpegel von 85 Dezibel

ein Gehörschutz gertragen werden.

Die durchschnittliche Lautstärke eines

Mp3-Players liegt bei 75 bis 85 Dezibel.

Mittlerweile wird jedoch angenommen,

dass durch längerfristiges Musikhören

auch bei dieser Lautstärke Hörschäden

auftreten können. Jedoch

liegt die maximale Lautstärke zwischen

80 und 120 Dezibel. Die Europäische

Kommission prüft, wie sie Kinder

und Jugendliche vor den Folgen

der lauten Musik schützen kann.

� Sascha Oost, 8a

Albert-Schweitzer-Schule

Senioren im Wii-Rausch

In einigen Altenheimen in Deutschland hat Nintendo Wii-Spielekonsolen bereitgestellt. Bei den

Senioren sind sie gut angekommen – denn wer Wii spielt, muss sich auch bewegen. Mittlerweile werden

sogar Turniere und Meisterschaften im Senioren-Wii abgehalten.

Polternde Geräusche, lärmende

Jubelschreie, das ist nun in

manchen Altenheimen zu hören.

Aber nein, es sind keine

echten Bowlingkugeln, die die

Bowlingbahn entlang rollen

und die Kegel umwerfen. Es

sind virtuelle Bowlingkugeln,

die die Poltergeräusche erzeugen.

Jubelschreie von virtuellen,

animierten Figuren, die an

der Bowlingbahn stehen und

Beifall klatschen, wenn die Kegel

abgeräumt werden, oder

von den Zuschauern vor dem

Fernseher. Denn seit einiger

Zeit werden in verschiedenen

Altenheimen in Deutschland

Wii-Konsolen von Nintendo bereitgestellt.

Das Vorurteil, dass Senioren

mit der neuen Technik nicht

mithalten können, wird widerlegt.

Bewegung kommt hier

nicht zu kurz: Es ist vorbei mit

dem Rumdaddeln und dem trägen

Sitzen auf Couch und Stuhl.

Jede Bewegung wird maßstabsgetreu

1:1 auf den Fernseher

oder Bildschirm übertragen.

Holt man aus, um den Tennisball

ins gegnerische Feld zu

schlagen, schlagen auch die

selbst erstellten Figuren, die

„Miis“, den Ball mit Geschick

zurück. Dabei entsteht ein Feeling,

wie auf der Bowlingbahn

oder einem Tennisfeld.

Bei einer Umfrage fanden es

60 Prozent insgesamt gut, dass

Wii-Konsolen in Altenheimen

angeboten werden, da Bewe-

Wer Nintendo Wii spielt, animiert die Figuren auf dem Bildschirm durch seine eigenen Körperbewegungen,

so dass Bewegung zum Spielen dazu gehört. Foto: Nintendo

gung im Spiel ist und man nicht

nur rumsitzt, wie früher an den

älteren Spielekonsolen. 10 Prozent

fanden es schlecht, weil sie

generell nichts von Spielekonsolen

halten und 30 Prozent waren

geteilter Meinung, dass man

die Spielzeit begrenzen muss.

Andere hingegen meinten: „Die

Menschen in Altenheimen sind

schon alt genug um zu wissen,

dass man es nicht übertreiben

darf. Sie müssen selbst entscheiden,

wie viel sie spielen wollen.“

Sogar Turniere und eine

Vor allem in Videos, die User auf YouTube stellen, werden Jugendliche

gedemütigt und bloßgestellt. Foto: gms

deutsche Meisterschaft wischen

mehreren Altenheimen wurden

im Bowling ausgetragen. Die

Nintendo-Wii, eine Heimkonsole,

die Bewegung und Spaß am

Spielen bringt.

� Von Pascal Königsmann, Max Rastin, 8b

August-Dicke-Gymnasium

Immer mehr Jugendliche werden im Internet gemobbt

Wer Fotos und persönliche Daten ins Netz stellt, macht sich leicht angreifbar.

Anfeindung, Diskriminierung

und Schikanen gelten als Mobbing.

„Cyber-Mobbing“ oder

„Cyberbullying“ ist ein neueres

Phänomen und bezeichnet das

Tyrannisieren und Mobben im

Internet. Die Betroffenen werden

belästigt, bedroht, beleidigt

und bloßgestellt.

Seit neuestem wird nicht nur

in Foren, Blogs und Chats gemobbt,

auch werden immer öfter

Videos, die andere Menschen

demütigen, beleidigen

oder bloßstellen auf Internetplattformen

wie YouTube ins

Netz gestellt. Da das Internet

schwer zu überschauen ist, werden

solche Diskriminierungen

oft zu spät von den Betroffenen

entdeckt. Die meisten Opfer von

Cyber-Mobbing sind Jugendliche,

denn laut einer Kieler Studie

stellt etwa die Hälfte aller

jugendlichen Nutzer ein eigenes

Foto online, ein Viertel gibt seine

Adresse, zwei Drittel das Geburtsdatum

preis. Solche priva-

ten Angaben sollte man nie ins

Netz stellen, denn das Internet

vergisst nichts. Fotos, Videos,

Meinungsäußerungen, Profile

in Netzwerken oder Anzeigen, –

alles ist auch noch Jahre später

im Internet zu finden.

Mobbing im Netz kann sich

auf das echte Leben auswirken.

Es kann dazu kommen, dass gemobbten

Personen psychischen

Schaden nehmen, der bis zum

Selbstmord führen kann. Daher

ist es besser, im Internet anonym

zu bleiben und in Foren

Nicknames zu benutzen. Das

Netz birgt Gefahren, wenn man

leichtfertig persönliche Daten

oder Fotos von sich selbst ins

Netz stellt. Wer trotzdem Dinge

über sich im Netz findet und

nicht möchte, dass diese weiter

öffentlich sind, sollte sich an

den Betreiber der Seite wenden

und ihn auffordern, den Inhalt

zu löschen.

� Von Jonas Velten, 8a

Albert-Schweitzer-Schule


Musik

Zu Gast bei

der Band „Freifall“

Yippieh, wir haben gewonnen ...!!!

Wir, das sind Alex P. (14 Jahre) und

Luisa F. (13 Jahre) haben bei einer Aktion

des Solinger Tageblatts ein Interview

mit der Solinger Band „Freifall“

gewonnen. Am 25.11.2008 ging es

los. Treffpunkt war um 18.30 Uhr im

Theater und Konzerthaus. Ein freundlicher

Mitarbeiter der Zeitung begrüßte

uns und begleitete uns in den Bandraum.

Wir waren sehr aufgeregt und

nervös, doch die Jungs der Band waren

so locker, dass wir unsere Befangenheit

ablegten. So stellten wir unsere

Fragen. „Freifall“, das sind Jascha

(Vocal), Phillip (Drums), Jan (Guitar),

Gianni (Bass) und Edin (Guitar), aus

Solingen und Köln. Jan und Jascha besuchten

hier das Gymnasium Schwertstraße.

Sie nannten sich früher „Strike“

und spielten englische Songs. Seit

zwei Jahren machen sie deutschen

Pop/Rock. Ihr Bandname „Freifall“ fiel

Ihnen zufällig beim Telefonieren ein.

Sie lernten sich durch eine Zeitungsanzeige

kennen. Heute spielen sie zum

Beispiel als Vorgruppe bei Christina

Stürmer. Ihr eigenes Lieblingslied

heißt „Wohin?“ Ihre Lieblingsbands

sind Stript und Kane. Neben ihren Auftritten

und Konzerten geben sie Musikunterricht.

Die drei Jungs Jan, Jascha

und Phillip leben in einer Wohngemeinschaft

und streiten sich oft. Sie

sind gerne in Solingen, weil es zwischen

Köln und Düsseldorf liegt. Wir

sind froh die sympathischen, lustigen,

coolen Jungs ohne Starallüren kennengelernt

zu haben und freuen uns

auf das nächste Freifallkonzert.

� Von Alexandra Pöppel, Luisa Fichtner, 8c

Humboldtgymnasium

Videospiele

in der Kritik

Meinung

Videospiele sind in den Augen vieler

Politiker und Eltern „Gewaltsimulationen“.

Sie sagen, Spiele machten gewalttätig

und dumm und sollten deshalb

abgeschafft werden. Dabei denken

sie an gewaltverherrlichende Killerspiele

wie „Doom 3“ und „Counterstrike“

oder an Horrorspiele. Sie sehen

nur das Schlechte in den Spielen,

schimpfen und gucken aber Filme wie

„Saw“ oder „Aliens“, die als Kulturgut

gelten, aber gewalttätiger sind als Games

wie „Call of Duty“ oder „Medal of

Honor“ . Manche meinen, Videospiele

produzierten Amokläufer. Viele Jugendliche

sehen das anders. Sie betrachten

sich als „normal“, und würden

nicht von Gewalt und Brutalität in den

Games verführt. Nur psychisch gestörte

Jugendliche könnten ihrer Meinung

nach zu Amokläufern werden. Spieleentwickler

stellen diese Games nicht

her, um Menschen zur Gewalt anzustiften,

sondern um Geld zu verdienen.

Ein paar Horrorspiele sind vielen Jugendlichen

auch etwas zu blutig –

aber man muss sie ja nicht kaufen. Die

meisten Eltern und Politiker haben

selbst noch nie gespielt und liefern keine

Argumente, sondern Vorurteile. Aus

Sicht vieler Jugendlicher machen die

Games Spaß, und nicht jeder Zocker

ist ein potentieller Amokläufer oder

Gewalttäter.

� Philipp Husemann,Klasse 9a,

Hauptschule Höhscheid

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S ZENE«

Produktpiraten !

Alles nur geklaut? Produktpiraten tarnen ihre Ware so, dass sie aussieht wie das teure

Original – und verkaufen es wesentlich billiger. Allerdings ist dann meistens auch

die Qualität miserabel. Der Schaden für die ursprünglichen Herstellerfirmen geht in die Millionen.

Produktpiraterie fing in

Deutschland an. Die Deutschen

kopierten die Markenprodukte

der Engländer. Die Engländer

bemerkten, dass es die Markenprodukte

auch günstiger gibt.

Dadurch verloren die Firmen

viel Geld. Zurzeit ist China das

Land, das die meisten Produkte

nachmacht.

Wikipedia definiert Produktpiraterie,

Produktfälschung

oder Markenpiraterie als das illegale

Fälschen von originalen

Marken-Sachen. Ziel des Nachmachens

ist, der originalen

Ware so ähnlich wie möglich zu

sein. Beim Nachmachen werden

die Markenrechte des Herstellers

missbraucht. Es gibt vier

verschiedene Arten von Kopien:

Plagiate haben einen minimal

geänderten Markennamen

und sind Produkte, die der original

Hersteller gar nicht anbietet.

Die sklavische Fälschung

versucht, das Original genau zu

kopieren. Verpackung und Markenname

sind häufig gleich. Bei

kosmetischen Produkten sind

die Inhaltsstoffe möglicherwei-

Produktpiraten stehlen keine Dinge, sondern z.B. Filme oder Musik.

Sie kopieren sie und verkaufen sie billiger als das Original. Foto: AÜ

Ballerspiele – Sind sie schuld an Amokläufen?

Gewalttätige Computerspiele können zu gewalttätigem Verhalten beitragen.

„Gestern Morgen um 9:30 Uhr

stürmte ein 18-Jähriger bewaffnet

und mit Sprengsätzen ausgestattet

die Geschwister-

Scholl-Realschule in Emsdetten.“

Diese Nachricht hörte man

am 21. November 2006. Viele

Leute sagen, dass an diesem

und anderen Amokläufen Ballerspiele

schuld sind. Andere sagen,

die Attentäter hätten ihre

Wut auf die Lehrer in sich hinein

gefressen und sie dann irgendwann

an den Lehrern und

den Mitschülern auslassen.

Fest steht, dass die Ballerspiele

auch dazu beigetragen

haben. Der Hauptgrund ist aber

oft die familiäre und schulische

Machen Killerspiele wirklich gewalttätig?

Foto: ddp

Wirtschaftskrise - Was bedeutet sie für uns?

Viele Banken gehen pleite, in den USA werden keine Kredite mehr vergeben.

Die Banken gehen pleite. Die

Wirtschaftskrise macht dem

Staat und den Banken zu schaffen:

Wie entstand die Finanzund

Wirtschaftskrise?

Alles begann in den USA, wegen

Spekulationen auf dem Immobilienmarkt.

Danach Sprangen

die Banken auf den fahrenden

Zug auf, indem sie leichtfertig

Kredite vergaben, zum Beispiel

auf Häuser. Aber zu viele

Leute konnten den Kredit nicht

Situation, wenn ein Jugendlicher

z.B. keine Freunde hat, in

der Familie schon zum Frühstück

kein Wort miteinander ge-

zurückzahlen, was zwar dazu

führte, dass den Banken nun die

Häuser gehörten, diese aber wegen

Überangeboten am Markt

nichts mehr wert waren.

Jetzt stellt sich die Frage, warum

das auch Europa betrifft.

Das liegt daran, dass viele der

Kredite ins Ausland, insbesondere

nach Europa, verkauft

wurden. Die Banken machten

damit kurzfristig Geld. Doch

nun trauen sich die Banken un-

sprochen wird oder er nur Ärger

am Hals hat. Wenn er dann

noch seine ganze Wut in sich hineinfrisst,

ist im Einzelfall der

Weg zum Amoklauf nicht mehr

weit. Auffallend ist, dass 20 Prozent

aller Amokläufer Ballerspiele

gespielt haben. Ich habe

ein Interview mit einem Freund

geführt. Er sagte, wenn er Waffen

hätte und den Mut, Leute

umzubringen, wurde er auch

Amoklaufen. Er reagiert aggressiv

auf Ballerspiele, wie viele

andere.

� Von Dominik Schmitz, 8a

Albert-Schweitzer-Schule

tereinander nicht mehr, was das

„Geldborgen“ einschränkt,

wenn nicht sogar ganz stilllegt.

Dadurch werden die für den

Staat wichtigen Finanzspritzen

einfach abgesetzt.

Was bedeutet das alles für

die Bürger? Das bedeutet für

uns Bürger jetzt erst einmal

nichts. Hoffen wir, das dies so

bleibt.

� David Gantschnigg, Julian Schmidt, 8a

Gymnasium Vogelsang

11

se sogar identisch. Bei klassischen

Fälschungen werden die

identische Verpackung und der

Name des Herstellers benutzt.

Die Inhaltsstoffe aber sind oft

minderwertig, nicht vorhanden

oder gesundheitsschädlich.

Eine Raub- oder Schwarzkopie

bezeichnet rechtswidrig hergestellte

oder verbreitete Kopien

von urheberrechtlich geschütztem

Material.

Der von Produktfälschungen

verursachte Schaden ist schwer

einzuschätzen. Er kann nicht

unbedingt dem Umsatz der Produktfälscher

gleichgesetzt werden.

Die Verbreitung rechtswidriger

Kopien von Betriebssystem-Software

hat die Position

mancher Softwarefirmen in ärmeren

Ländern gestärkt und dadurch

erst den Markt geschaffen,

auf dem sie später Umsätze

generierten. Manchmal wird

Produktfälschung als Bestandteil

der wirtschaftlichen Entwicklung

diser Länder gesehen.

� Von Robin Stephan, 8a

Albert-Schweitzer-Schule

Gesundheit

Das Gift von 2000

Zigaretten im Jahr

Rauchen macht süchtig und vergiftet

den Körper. Foto: AP

„Ich bin Raucher, aber wenn es einfach

wäre, würde ich jederzeit aufhören,”

so ergeht es vielen Leuten. Was

für die Jugendlichen ein Spaß ist oder

cool sein soll, ist in Wahrheit eine sehr

schädliche Droge. Nikotin ist der giftigste

Stoff in einer Zigarette, denn

schon 0,05g Nikotin reichen aus, um

einen Menschen zu vergiften. Für eine

45-jährige Frau oder einen gleichaltrigen

Mann verursacht Rauchen ein

sehr hohes Risiko für einen Herzinfarkt.

Bei älteren Leuten ist das Herzinfarkt-Risiko

15 Mal höher als bei Jugendlichen.

Das Schlimmste ist, dass

Raucher im Durchschnitt das Gift von

rund 2000 Zigaretten im Jahr in die

Lunge ziehen. Davon fangen die meisten

unter 18 Jahren an. Egal, ob Passivraucher

oder Gelegenheitsraucher,

Rauchen ist krankheitserregend und

keineswegs cool.

� Von Lisa Breuer, Vanessa Juhas, 8a

Gesamtschule Wald


12 »S ZENE SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Computer

World of Warcraft

für Anfänger

World of Warcraft (WoW) ist ein

MMORPG (Massively-Multiplayer-Online-Role-Playing-Game

- zu Deutsch:

Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel),

das von vielen Spielern zur selben

Zeit übers Internet gespielt werden

kann. Weltweit gibt es mehr als elf

Millionen Accounts. Durch WoW haben

Spieler von verschiedenen Regionen

die Chance mit einander zu spielen

und zu kommunizieren. WoW hat

eigene Server in Europa, Asien und

Amerika. Jeder Server hat seine eigene

Sprache (Spanisch, Englisch,

Deutsch, Russisch, Französisch). Doch

bevor man sich einen Charakter erstellen

kann, muss man zunächst entscheiden,

auf welchem Realm-Typ

man spielen möchte. Es gibt zwei verschiedene

Arten von Realms: normale

und PvP-Realms. Diese Entscheidung

bestimmt darüber, wie schwer oder

wie einfach es sein wird, gegen andere

Spieler im Spiel zu kämpfen. Die Bedingungen

für das Zulassen von

Kämpfen Spieler gegen Spieler (PvP)

fallen unterschiedlich aus, je nachdem,

wo man spielt. Auf normalen Realms

(auch als PvE-Realms bezeichnet) hat

man die Chance zwischen PvP und

PvE zu wechseln. Um am Konflikt zwischen

den Spielern teilzunehmen,

muss man den PvP-Modus aktivieren.

Spieler der gegnerischen Fraktion

können einen nicht angreifen, solange

dieser Modus nicht aktiviert ist und

man keinen Gegner angreift, der im

PvP-Modus ist. Die PvP-Realms dagegen

haben dauerhaft die PvP-Funktion.

In den meisten Teilen der Spielwelt

kann man andere Spieler angreifen.

Wenn man sich einen Realm ausgesucht

hat, gibt es jeweils zwei Fraktionen

auszuwählen: Die Allianz und die

Horde. Die Allianz besteht aus 5 tapferen

Völkern: Zwerge, Gnome, Nachtelfen,

Draeneis und den Menschen. Die

Horde besteht ebenfalls aus einer

mächtigen Armee von: Orcs, Tauren,

Trollen, Untoten und den Blutelfen.

Jedes Volk hat seine eigenen Klassen

wie den Hexenmeister, Magier,

Priester, Schurken, Krieger, Paladin,

den Jäger, Druiden, Schamanen und

den Todesritter. Insgesamt gibt es

neun Klassen und nicht jede ist für jedes

Volk verfügbar. Hat man ein Volk

und die Klasse gewählt, muss man

sich einen Namen für seinen Charakter

ausdenken und ihm dann jeweils

das passende Aussehen geben. Außerdem

kann man zwischen männlich

und weiblich wählen.

Jedes Volk hat sein eigenes Startgebiet

in der riesigen Welt namens

Azeroth. Man hat anfangs nur wenige

Talente um computergesteuerte Gegner

(NPCs) zu töten, doch im Laufe der

Zeit, wenn man sich eingespielt hat

und Stufen aufgestiegen ist, bekommt

man immer mehr Talente. Um durch

die Welt zu reisen muss man im Startgebiet

alle Quests (Missionen) erfolgreich

absolvieren. Hat man das alles

gemacht, kann man sich mit Spielern

verbünden und durch die Welt reisen

und schwerere Quests mit besseren

Belohnungen machen. Dieses Spiel

bietet viele Möglichkeiten und hat

durch sein einzigartiges Gameplay keine

langen Ladezeiten.

� Dustin Krawietz, 8

Theodor-Heuss-Realschule

Harry hebt ab

Harry Potter ist nicht nur ein Kinderbuch. Jugendliche, aber auch Erwachsene

aller Altersgruppen sind von dem jungen Zauberer begeistert, der gemeinsam

mit seinen Freunden gegen den tyrannischen Lord Voldemort kämpft.

Harry und Ron (gespielt von Daniel Radcliffe und Rupert Grint) erscheinen mit einem fliegenden Auto

zum ersten Schultag.

„Harry stieg auf den Besen,

stieß sich heftig vom Boden ab

und schoss mit wehendem Haar

und in der Luft peitschendem

Umhang nach oben – und wilde

Freude durchströmte ihn, denn

er spürte, dass er etwas konnte,

was man ihm nicht erst beibringen

musste – fliegen war leicht,

fliegen war toll.“(„Harry Potter

und der Stein der Weisen“)

Bis zu seinem 11. Geburtstag

glaubt Harry ein normaler Junge

zu sein. Er lebt bei seinem

Onkel und seiner Tante, weil

seine Eltern starben als er ein

Baby war. Dann erfährt er, dass

er ein Zauberer und bei den

Zauberern und Hexen berühmt

ist. Denn als einziger Mensch

Schnipp-Schnapp: Haare ab!

Ein Bob wie der von Victoria Beckham und die wilde Lockenpracht

von Kate Hudson sind in. Fotos: Dave Hogan/Roland Magunia

Youngst’r Contest

unter die Lupe

„Ich zitterte und bebte am ganzen Körper

vor meinem großem Auftritt“, sagte

Alexander Rohde, der diesjährige

Gewinner beim Youngst’r Contest im

Showtanz. Es sei ein fantastisches Erlebnis,

so äußerten sich auch viele

Teilnehmer. Aber was ist Youngst’r

Contest überhaupt? Es ist nicht nur ein

gewöhnlicher Wettbewerb, sondern

die perfekte Gelegenheit für junge

Künstler zwischen 16 und 26 Jahren,

ihr Talent zu beweisen. Seit 2007 finden

die Castings in den Kategorien

Tanz und Gesang im Foyer des Theaters

in Solingen statt. Die Idee für diesen

Wettbewerb kam von Produzent

Peter Enke. Ihn faszinierten Talentwettbewerbe

schon immer, er war früher

selbst schon bei vielen Veranstaltungen

aktiv. Allerdings wollte er im

Gegensatz zu einigen TV- Shows keine

bösen Sprüche klopfen, sondern junge

Talente fördern. „Das Gefühl, vor Leuten

zu singen, erfreut mich jedes Mal

aufs Neue. Ich liebe es mich zu präsentieren

und anderen mein Können zu

beweisen“, schwärmte die Sängerin

Annika Kron, die glückliche Gewinnerin

im Sologesang. Sie teilt sich den

ersten Platz mit Rohde. Im vergangenen

Jahr platzierten sich Sebastian

Strempel, der am 30.10 seine erste

Single (Wie kann ich dich finden) aufnahm,

und Julie Martin auf Rang eins.

Doch für diesen Erfolg stand hartes

Training auf dem Programm, welches

die Jurys (Carole Niclas, Marc Soltesek,

Karen D. Savage/Martin Ernst, Peter

Enke, Deborah Woodson) selbst leiteten,

um eine gute Bühnenpräsenz zu

erstreben. Schon während der ersten

Bühnenshow hat die Kandidatin Janina

Haas selbst eingesehen, dass Tänzer

Rohde der Beste gewesen sei und

er ein toller Mensch mit großem Talent

ist. Willst auch Du groß rauskommen?!

Dann schnapp dir den Bewerbungsbogen

unter www.youngst-r.de, allerdings

ist der Wettbewerb 2009 noch

nicht fest eingeplant.

� Von Jamila Berteau, Jasmin Quaas, 8d

Humboldtgymnasium

Nicht jeder ist mutig genug, sich die langen Haare abzuschneiden – auch, wenn’s gerade in ist.

Schon von Weitem lädt uns der

Friseursalon „le Coiffeur“ in der

Dunkelheit der Walder Straßen

zu einem Besuch ein. Innen: Beschäftigtes

Treiben. Wir sehen

viele Spiegel, vor denen

Drehstühle stehen: Auf einem

sitzt eine Frau mit Alufolie auf

dem Kopf, vor ihr steht eine Tasse

Kaffee. Sie blättert entspannt

in einer Illustrierten. An einem

anderen Platz wird einem Mann

gerade der Nacken rasiert. Die

helle Einrichtung wirkt freundlich.

Große Poster mit hübschen

Models lächeln uns beim Eintreten

entgegen. Ihre Frisuren sind

wahrscheinlich gerade weltweit

top angesagt.

„Nicht jede Frau, die anfangs

solch einer Frisur haben möchte,

wäre mit dem Endergebnis

zufrieden“, verrät uns die Filialleiterin

Elisabeth Biynowsk.

„Nicht jeder Haarschnitt passt

zu jedem Gesicht!“ Auf eine

gute Typberatung wird im Sa-

hat er mit nur einem Jahr den

Fluch des schrecklichen Lord

Voldemort überlebt.

In Hogwarts, der Zauberschule,

erlebt er mit seinen

Freunden Hermine und Ron

viele Abenteuer. Als Voldemort

zurückkehrt und in der Zaubererwelt

seine Schreckensherrschaft

errichten will, greift Harry

Potter mit seinen Freunden

ein. Nach vielen Prüfungen und

Abenteuern schaffen Harry und

seine Freunde es, Lord Voldemort

endgültig zu besiegen und

so die Zaubererwelt zu retten.

Joanne K. Rowling schreibt

ihre Bücher spannend, fantasievoll

und zauberhaft. Nicht umsonst

haben die Auflagen der

lon viel Wert gelegt. Dazu gehört,

dass man Frauen und

Männer berät, ob die gewünschte

Frisur auch zu ihrer Gesichtsform

und zu ihrem Typ passt.

Zu einem runden Gesicht passt

ein Haarschnitt, der es optisch

verlängert. „Längere Haare um-

Potter-Bände alle Rekorde gebrochen.

Das liegt auch daran,

dass die Bücher nicht nur für

junge Leute, sondern für alle Altersgruppen

geeignet sind. Eine

Umfrage in Solingen ergab,

dass die Hälfte der Befragten,

die älter war als 60 Jahre, Harry

Potter kannten. Nur zehn Prozent

fanden das Thema nicht

kindgerecht. Band eins und drei

gefielen den Befragten am besten.

Insgesamt kann man sagen,

dass die Harry Potter-Saga zu

den erfolgreichsten Büchern aller

Zeiten gehört. Es lohnt sich

für jeden, die Bücher zu lesen.

� Von Christian B., 8c

Humboldtgymnasium

schmeicheln nämlich die Konturen

des Gesichts und lassen es

schmaler wirken. Natürlich gehen

wir auf die Wünsche unserer

Kunden ein, aber man sollte

unbedingt ehrlich sein, damit

sie später nicht enttäuscht den

Salon verlassen. Eine Typbera-

tung ist deshalb der erste und

wichtigste Schritt vor jedem

Schnitt!“ Plötzlich verschwindet

die Filialleiterin für einige

Sekunden in einen hinteren

Raum und kommt mit einem

grauen Buch wieder zurück.

Wir blicken gemeinsam in die

schönen Gesichter der Models

und staunen über die zum Teil

gewagten Trendfrisuren. „So etwas

muss man sich erst einmal

trauen!“, sagt Elisabeth Biynowski.

„Der beliebteste Haarschnitt

in den vergangenen Monaten

war eindeutig der Bob

wie der von Victoria Beckham.“

Wir beobachten, wie hinten am

Waschbecken jemandem liebevoll

die Haare gewaschen werden.

Auch wenn uns der Mut zu

einer auffälligen Trendfrisur

noch fehlt, Lust auf eine Kopfmassage

hätten wir schon jetzt.

� Von Von Majorie Chosz, Melisa Hütter,

Julia Frescher, 8e

Gesamtschule Wald


In Solingen wird seit fünf Jahren wieder Faustball gespielt. Es gibt

fünf Jugend- und drei Seniorenmannschaften. Foto: Kempner

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S PORT«

Faustball ist mehr

als nur ein Randsport

Erst seit fünf Jahren gibt es in Solingen wieder einen Faustballverein. Doch können sich die Erfolge rund

40 Spieler durchaus sehen lassen. Das Wichtigste ist aber: Beim Spiel findet man rasch Freunde, und da

nicht nach Alterklassen getrennt wird, lernt man viel von Älteren.

In Solingen ist Faustball eine

wenig bekannte Sportart, anders

in den 50er Jahren: Da waren

die Faustballer des Merscheider

Turnvereins echte Solinger

Helden. In dieser Zeit

holte die Herrenmannschaft

dreimal den Deutschen Meistertitel.

Wenn die Spieler von einer

Meisterschaft zurückkehrten,

fuhren sie in einem Autokorso

vom Hauptbahnhof (damals

noch Solingen Ohligs) nach

Merscheid und wurden dabei

reichlich bejubelt.

Später spielten noch verschiedene

Mannschaften in der

Bundesliga. Dennoch wurde die

Abteilung 1993 aufgelöst. Es

gab nicht mehr genug Mitglieder.

Nun hatte Solingen für elf

Jahre keinen Faustballverein.

„Es fing ganz klein an“, erzählt

Hartmut Maus, Abteilungsleiter

und Trainer im OTV. „Ende

2003 fanden sich zirka 20 Spieler

zusammen und gründeten

eine neue Abteilung. Inzwischen

haben wir über 40 aktive

Faustballer.“ Die Aktiven verteilen

sich auf fünf Jugend- und

drei Seniorenmannschaften, die

in verschiedenen Leistungsklassen

spielen.

Was ist Faustball eigentlich?

„Faustball ist ein Rückschlagspiel“,

erklärt Christoph Groß.

„Zwei Mannschaften stehen

sich auf zwei Halbfeldern gegenüber.

Sie sind durch eine

Fortuna: „Der Aufstieg ist unser Ziel“

Mittellinie und ein fünf Zentimeter

breites netzartiges rotweißes

Band getrennt, dieses ist

bis zu zwei Meter hoch. Es darf

weder von einem Spieler noch

vom Ball berührt werden.“

„Jede Mannschaft besteht

aus fünf Spielern und bis zu drei

Auswechselspielern. Die Spieler

versuchen, einen Ball mit dem

Arm oder mit der Faust für den

Gegner unerreichbar in das andere

Halbfeld zu schlagen“, ergänzt

Jan-Hendrik Splettstößer.

„Zweimal haben wir Bronzemedaillen

bei den deutschen

Meisterschaften gewonnen, viele

Aktive der Faustballabteilung

des OTV wurden für Landesauswahlmannschaften

nominiert

Dort konnten sie dann häufig

den Deutschen Meistertitel erspielen“,

berichtet Maus. Zwei

Akteurinnen spielten sogar in

der Jugend-Nationalmannschaft

mit und gewannen die

Europameisterschaft.

Was ist das Besondere am

Faustball? „Ich habe auf Anhieb

viele neue Freunde gefunden“,

antwortet Alexander Voos. „Wir

trainieren nicht nach Altersgruppen

getrennt, sondern mit

allen gemeinsam. Sich mit Älteren

zu messen, von ihnen anerkannt

zu werden und mit ihnen

in einer Mannschaft zu spielen,

macht doch am meisten Spaß.“

� Von Johannes Groß, 8b

Gymnasium Vogelsang

Die Düsseldorfer Mannschaft hat glorreiche Zeiten hinter sich und will daran wieder anknüpfen.

„Der Aufstieg ist unser Ziel“, so

Norbert Meier, Trainer von Fortuna

Düsseldorf. Die Mannschaft

kämpft in der 3. Liga um

den Aufstieg. So unwahrscheinlich

ist der Aufstieg in dieser

Saison nicht, denn Fortuna gehört

neben Paderborn zu den

heißesten Kandidaten.

Im Moment läuft die Fortuna

einer glorreichen Vergangenheit

hinterher: Mit einer Meisterschaft

in der Saison 1932/

33, einem Pokalsieg 1980 gegen

Hertha BSC Berlin (1:0) und einem

7:1 Sieg im Jahr 1978 über

Bayern München. Darüber hinaus

ist Fortuna Düsseldorf der

einzige Verein in Deutschland,

der im DFB-Pokal 18 Spiele hintereinander

gewann. Im Jahr

1979 kam die Fortuna sogar ins

Trainer Norbert Meier will seine Mannschaft wieder auf Vordermann

bringen. Foto: Horstmüller

Endspiel im Europapokal der

Pokalsieger. Das Spiel verlor

man 3:4 gegen den FC Barcelona.

Klaus Allofs war der Star.

1987 stieg Fortuna nach

1967 das zweite Mal ab. Nach

dem Abstieg konnte man nie

wieder an die Erfolge der Vergangenheit

anknüpfen. Seit

September 2004 spielt Fortuna

Düsseldorf in der LTU-Arena.

Dort finden 51 500 Zuschauer

Platz. Zu den Spielen kommen

in dieser Saison im Durchschnitt

zirka 12 000 Fans. Noch

sind viele Spieltage zu spielen,

aber Fortuna Düsseldorf befindet

sich auf einem guten Weg in

Richtung 2. Liga.

� Von Jonas Koss, Frederik von Wirth,

Alex Liebau, 8a

Gesamtschule Wald

13

Fitness

Krafttraining: nichts

für Jugendliche

Krafttraining empfiehlt sich nur

für Erwachsene. Foto: DDP

Fitnesstraining macht den Köper in

den Augen der meisten attraktiver.

Doch ist dies ein guter Grund, als Jugendlicher

mit Krafttraining anzufangen?

Eher nicht, denn das Krafttraining

ist nicht nur ungesund, sondern

birgt auch viele Risiken. Jugendliche

sind nicht einfach nur eine kleine Erwachsene.

Die Belastbarkeit der Gelenke

und ihre Trainierbarkeit ist geringer.

Dem erwachsenen Körper bekommt

das Krafttraining zwar, jedoch

sollte dieses bei Kindern dosiert werden.

Die Knochen eines Jugendlichen

sind zwar biegsamer, aber weniger belastbar.

Wenn das Krafttraining nicht

gezielt ausgeübt wird, könnte dies zu

Fehlbildungen führen.

Das sind sehr ungünstige Vorraussetzungen,

selbst wenn die Kraft, gerade

bei männlichen Jugendlichen, stark

wächst. Die Muskulatur könnte mehr

Zusatzgewicht verarbeiten als für die

Gelenke gesund wäre. Außerdem

wächst der Körper bis zum 15. Lebensjahr

verstärkt und das Krafttraining

ruft ungleiche Körperproportionen

hervor. Wenn Jugendliche zu früh

mit dem Krafttraining anfangen, kann

dies nicht nur gesundheitliche Schäden

hervorrufen, sondern auch die

Wachstumshormone hemmen. Fazit:

Kinder und Jugendliche sollten nur

gymnastische Übungen ausüben. Sollte

man trotzdem Krafttraining betreiben

wollen, dann sollte dies mit geringem

Zusatzgewicht und unter Aufsicht

eines erfahrenen Trainers geschehen.

� Hakan Düs, 8b

August-Dicke-Gymnasium

Badminton

Der Aufstieg vom

STC Blau-Weiß

Der STC Blau-Weiß ist bisher noch ungeschlagen

geblieben. Der STC kaufte

sich aus Bulgarien Dimitrya Popstoykova

und Blagovest Kisyov. Die beiden

Bulgaren spielen in der Nationalmannschaft

von Bulgarien. Seit einiger Zeit

ist auch wieder Oliver Pongratz mit dabei.

Der durch persönliche Gründe lange

Zeit nicht spielen konnte. Auch am

9. Spieltag behält der STC die weiße

Weste an und gewinnt gegen Sterkrade.

Punktgaranten waren dabei einmal

mehr Popstoykova und Kisyov, die jeweils

zwei Mal punkten konnten. Die

Partie hätte durchaus höher ausgehen

können, doch Christian Sonnenberg

gab das 3. Herreneinzel wegen Verletzung

im dritten Satz auf und das Zweite

Herren-Doppel mit Oliver Pongratz /

Christian Sonnenberg unterlag knapp

im dritten Satz mit 19:21. Wird die erste

Mannschaft des STC Blau-Weiß

noch die Saison für sich gewinnen

können?

� Von Niklas Schepanek, 8d

Albert-Schweitzer-Schule


14 »S PORT SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Fußball

Mein Verein: Sportring-Höhscheid

Nun spiele ich schon vier Jahre in meinem

Verein Sportring-Höhscheid. Diesen

Verein gibt es schon seit mindestens

20 Jahren. In meinen vier Jahren

habe ich mich immer wohlgefühlt und

ich habe auch viel dazu gelernt. Heute

spiele ich in der C-1 Jugend. Mit 2

Trainern und 21 Kaderspielern, stehen

wir momentan auf dem 2. Platz der Solinger

Leistungsklasse. Wir haben eine

schöne Anlage, die von uns 2mal pro

Woche bespielt wird. Wir haben viele

Jugendmannschaften, sodass jeden

Tag bei uns etwas los ist. Viele Freunde

und Bekannte finden unseren Verein

toll. Mein Beweis ist, dass ich viele

gefragt habe und 94 Prozent antworteten:

„Sportring-Höhscheid ist Spitze.“

Jeden Samstag findet bei uns in Höhscheid

ein wichtiges Spiel statt. Viele

Fans verfolgen das Spiel und geben

uns Kraft, am Ende als Sieger vom

Platz zu gehen. Wenn wir dies erreichen,

herrscht in Höhscheid immer

gute Stimmung und abends wird im

Vereinsheim gefeiert.

� Gianni Bordonaro, 8c

August-Dicke-Gymnasium

Interview

Traum vom

Profi-Fußball

Viele Jugendliche spielen Fußball,

auch Denny Mangano. Seine

Eltern unterstützten ihn in seinem

Hobby in jeder Hinsicht.

Auch wenn es anstrengend für

ihn wird, ist der Sport eine reine

Spaßsache. Christine Maggiacomo

sprach mit ihm.

Seit wann spielst du schon

Fußball?

Ich spiele schon seit meinem zweiten

Lebensjahr Fußball.

Wie bist du dazu gekommen?

Mein Vater hat mich von klein an

dazu gebracht, Fußball zu spielen,

indem er mir Fußbälle schenkte

oder mich mit zu Spielen nahm.

Macht dir Fußball Spaß?

Ja, es macht mir sogar sehr viel

Spaß, da ich es liebe, Tore zu

schießen und gegen große Mannschaften

wie Bayern München,

BVB Dortmund und andere zu spielen.

Seit wann bist du beim MSV

Duisburg?

Seit August 2008 beim MSV Duisburg.

Auf welchen Positionen spielst

du?

Ich spiele im Mittelfeld oder im

Sturm.

Träumst du von einer Profi-

Karriere?

Auf jeden Fall. Sonst würde ich

nicht vier Mal die Woche von Solingen

nach Duisburg fahren um dort

zu trainieren.

Welche Aussichten hast du,

falls es mit dem Fußball nicht

klappt?

Die Schule bis zum Abitur weiter

machen, um einen anständigen

Beruf zu lernen.

� Christine Maggiacomo, 8a

Albert-Schweitzer-Schule

Große Sprünge

Ob im Wald über Schanzen springen oder auf der Straße tricksen: BMXen kann man überall. Allerdings

sollte man dabei einen Helm tragen und muss auch viel üben. Der Barspin und der Bunnyhop gehören zu

den Standards, die jeder drauf haben muss.

Und ab in die Luft: Mit dem BMX-Rad kann man seine Zuschauer ziemlich beeindrucken. Foto: H.-J. Bauer

„Im Moment übe ich eher Tricks

auf der Straße, doch als es

warm war, bin ich oft auf die

Bahn gegangen“, erzählt Tilo

Sch. Er ist 13 Jahre alt und sein

Hobby ist BMXen. Seit etwa

zwei Monaten hat ihn das BMX-

Fieber gepackt: „Eigentlich skate

ich, aber ich wollte mal etwas

Neues ausprobieren.“ Den

Startschuss gab ein Freund, der

ihn zu einer nahe gelegenen

„Anfängersprungbahn“ mitnahm.

Dort lernte Tilo ein paar

Jugendliche kennen, die mit ihren

BMX-Rädern über die Bahn

sausten. „Zuerst war ich oft mit

dem Mountainbike dort. Dann

Lebenswichtig und gesund: Sport machen

In Solingen gibt es viele Angebote für Jugendliche – auch Kurse für Übergewichtige.

Für junge Leute ist es gerade im

Wachstum sehr wichtig Sport

zu treiben. Doch viele Jugendliche

machen dies nicht. Sie sitzen

lieber zu Hause am Computer

oder sind draußen und „chillen“.

Doch das ist der falsche

Weg. In Solingen gibt es so viele

Angebote für Jugendliche. Manche

Eltern denken nicht daran,

wie wichtig Sport für Kinder ist.

„Für Jugendliche ist Sport

wichtig. Er ist zusätzlich ein guter

Ausgleich zur Schule und

zur Computerarbeit“ Detlef

Steigerwald, Cheftrainer des

Solinger Leichtathletik Clubs.

„Der Sport hilft Jugendlichen,

Sieg und Niederlage vernünftig

einzuordnen und die Leistung

anderer Jugendlicher zu erkennen.

Dazu kommt, dass der

Sport, selbst wenn er nicht im

Wettkampf betrieben wird, das

aber kaufte ich einem Kollegen

günstig ein BMX-Rad ab, das er

auf dem Sperrmüll gefunden

hatte. Natürlich ist es kein Profibike,

aber es reicht.“

Ab dann ging er immer öfter

mit seinem Freund zur Bahn,

wo seine Sprünge immer höher

und weiter wurden. „Zwar besteht

die Bahn ,nur’ aus vier größeren

Sprüngen, fünf kleinen

Hubbeln und einem extra

Sprung, aber es macht trotzdem

richtig Spaß mit Freunden dort

zu fahren“, erklärt er. Die Bahn

liegt in der Nähe der Börsenstraße

versteckt im Wald. Im

vergangenen Juli war sie wieder

Es muss ja nicht gleich Hürdenlauf sein. Aber ein bisschen Sport sollte

jeder Jugendliche machen. Foto: Birkenstock

Immunsystem und die Muskeln

stärkt.“ Steigerwald ist seit

mehreren Jahren Trainer von

Jugendlichen und jungen Erwachsenen

und findet, dass es

zwar in letzter Zeit schwierig

aufgebaut worden, da man sie

zerstört hatte.

„Als ich anfing, war immer

jemand auf der Bahn. Doch je

kälter es wurde, desto öfter waren

wir alleine dort. Jetzt ist es

aber so kalt, dass ich lieber auf

der Straße bleibe und Tricks

übe. Das ist die einzige gute Seite

des relativ langen Anfahrtsweges“,

witzelt Tilo. Und das

Üben zahlt sich auch aus: „Ich

kann schon den Barspin (Lenker

hochziehen und ihn um 360

Grad drehen) und natürlich den

Bunnyhop (mit dem Fahrrad

ohne Rampe in die Luft springen),

wenn auch nicht gerade

geworden ist, mit den Jugendlichen

zusammenzusein, aber

dies kein Grund ist, mit der Arbeit

aufzuhören.

Gerade Trainer von Jugendlichen

brauchen viel Verständ-

hoch. Auch übe ich gerade noch

einen Trick, bei dem man das

Fahrrad einmal um das auf dem

Boden stehende Vorderrad drehen

muss und dabei mit den Füßen

den Boden nicht berühren

darf.“

Im Frühling werden er und

sein Freund wieder auf der

Bahn ihren Spaß haben. Natürlich

mit Helm, da jeder schon

mindestens einmal über den

Lenker geflogen ist oder sich

sonst wie hingelegt hat. Aber:

„Das Stürzen gehört einfach mit

dazu“, sagt Tilo.

� Robin Jacobi, Henri Oster, 8e

August-Dicke-Gymnasium

nis, um ihre Probleme zu verstehen.

Dadurch, dass Jugendliche

wenig Sport machen, werden

viele schnell übergewichtig. Das

stört sie zwar, aber sie ändern

ihr Verhalten ohne die Hilfe von

außen nicht. Deshalb haben viele

Schulen in Deutschland ein

neues Angebot: Kurse für übergewichtige

Jugendliche.

In diesen Kursen wird gemeinsam

an der Kondition und

der Kraft gearbeitet. Für viele

Jugendliche ist dies ein Ansporn

Sport zu treiben. Durch Schulsport

denken viele Jugendliche

negativ über den Sport. Aber

Sport ist für Jugendliche sehr

wichtig, damit sie im späteren

Leben keine Probleme mit ihrer

Gesundheit haben.

� Kathrin Schürmann, Silvana Widerstein, 9

Gesamtschule Solingen


Fußball

Neuer Nationalspieler

an der ASS?

Der 13-jährige Niklas Koshorst, Klasse

7c der ASS, spielt momentan noch

beim SSV Berghausen, „offensiv, im

zentralen Mittelfeld“, möchte aber bald

zu Fortuna Düsseldorf wechseln. Er

trainiert dreimal die Woche und ist inzwischen

Mitglied im Kader der aktuellen

Fußball-Niederrhein-Auswahl. Er

hat auch einen Anspruch: Sein nächster

Verein sollte mindestens in der Niederrhein-Liga

spielen. Niklas spielt

schon seit sieben Jahren Fußball, sein

Lieblingsverein ist Bayern München,

sein Lieblingsspieler und sportliches

Vorbild ist der Engländer Frank Lampard.

Niklas könnte sich auch eine

Karriere als Fußballer bei Bayern München,

bei Schalke 04, Werder Bremen

oder beim HSV vorstellen. Und vielleicht

haben wir demnächst ja wieder

mal einen Jugend-Nationalspieler an

der ASS.

� Von Jonas Wagner, 8b

Albert-Schweitzer-Schule

Frauenfußball

Fußball – reine

Männersache?

Frauen können kein Auto fahren; haben

keine Ahnung von Technik, gehen

nur shoppen und sie alle lieben Schuhe!

Das alles sind Vorurteile über Frauen.

Ein noch größeres Vorurteil ist,

dass Frauen kein Fußball spielen können.

Jedoch gehen die Wurzeln des

Frauenfußballs auf das 12. Jahrhundert

zurück. 1894 wurde das erste britische

Frauen-Fußballteam, die British

Ladies von Nettie Honeyball, gegründet.

In Deutschland spielten Frauen

um die Jahrhundertwende zum 20.

Jahrhundert eine Art Fußball. Das

Spiel galt jedoch als moralisch verwerflich.

Während der Frauenfußball in anderen

europäischen Ländern in den

Renate Lingor 2007 vor dem Argentinien-Spiel.

Foto: Brandt

20er Jahren des letzten Jahrhunderts

einen ersten Höhepunkt erreichte,

wurde der Sport in Deutschland kaum

betrieben. Heute ist der Frauenfußball

in den USA so beliebt, dass Fußball geradezu

als Frauensportart gilt. Seit

1989 ist der eigentliche Männersport

auch in Ländern wie Deutschland,

Schweiz, Österreich, Frankreich, England

und vielen weiteren Ländern hoch

angesehen und gewinnt immer mehr

an Popularität. Frauenfußball unterscheidet

sich in Bezug auf die Regeln,

Spielweise und die wichtigsten taktischen

und strategischen Grundregeln

in keiner Weise vom Männerfußball.

� Von Louisa Gebhardt, 10c

Gesamtschule Solingen

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S PORT«

Mädchen,

die zuschlagen

Boxen – nur was für Männer? Nein. Denn es gibt immer mehr Mädchen, die

sich die in den Ring steigen. Zwar werden sie mittlerweile akzeptiert, in einigen

Städten gibt es aber noch immer keine Boxgruppen für Mädchen.

Boxen ist gut für die Kondition. Bei Mädchen wird der Sport immer beliebter. Die Runden in Frauenboxkämpfen

sind kürzer als Männerrunden. Foto: Wolfgang Kaiser

Boxen wurde stets als Männersport

angesehen, doch bereits

1920 gab es Frauenboxkämpfe

in Deutschland. Der erste öffentliche

Frauenboxkampf in

Deutschland fand jedoch erst im

Jahr 1994 statt: Regina Halmich

wurde Boxweltmeisterin.

Bis dahin war es nahezu unvorstellbar,

dass Frauenboxen

jemals eine Olympische Disziplin

sein könnte, aber dies wird

sich jetzt wahrscheinlich ändern.

Es war für Frauen nie verboten,

in Vereinen zu trainieren,

aber erst seit 1978 gibt es

offizielles Frauenboxen in den

selben Boxclubs, in denen zuvor

meist Männer trainiert haben.

Die Zukunft des Fußballspiels ist weiblich!

Auch viele Solinger Vereine bieten mittlerweile eine Mädchen-Mannschaft an.

Frauenfußball in Deutschland

ist beliebter denn je. Immer

mehr Mädchen und Frauen

spielen Fußball im Verein. Das

zeigte eine Mitglieder-Statistik

des Deutschen Fußball-Bundes

(DFB) für das Jahr 2008. Mit

insgesamt 1 002 605 Mitgliedern

wurden die Rekordzahlen

des Vorjahres gebrochen. Wahrscheinlich

sind die Mädchen

und Frauen nicht zuletzt durch

die Erfolge der Frauen-Nationalmannschaft

motiviert, die

dreifache Weltmeister und

sechsfache Europameister sind.

Auch in Solingen steigt das

Interesse an Fußball für weibliche

Sportler. Von den etwa

zehn Fußballvereinen in Solin-

In solch einem Boxclub trainieren

zwischen sieben und zehn

Mädchen in einer Gruppe. Innerhalb

der Vereine herrscht

volle Akzeptanz von Mädchen

und Jungen, obwohl sich immer

noch eine Minderheit der Mädchen

für den Boxsport interessiert.

Dabei gibt es für Mädchen

zum Teil andere Regeln, als für

Jungen, zum Beispiel ist die

Rundenzeit bei Frauenboxkämpfen

etwas kürzer als bei

den Kämpfen der Männer. Außerdem

tragen Frauen einen

speziellen Brustschutz und haben

zusätzliche ärztliche Untersuchungen.

Auch heute gibt es immer

gen gibt es bereits acht Vereine,

die eine Mädchenabteilung leiten.

Darunter ist der BSV Gräfrath,

der Solinger SC 1895/98,

der SV Eintracht Solingen, FC

Britannia 08, VFB Solingen, FC

Union Solingen und der TSV

Aufderhöhe. Derzeit ist der TSV

Aufderhöhe der erfolgreichste

Solinger Verein im Mädchenund

Frauenfußball. Die U17

steigt zur Rückrunde in die Leistungsklasse

auf, die U15 wurde

ungeschlagener Herbstmeister

mit einem Plustorverhältnis von

84 Toren und die U13 befindet

sich auf dem zweiten Tabellenplatz.

Da sollte einer meinen,

Mädchen können nicht Fußball

spielen!

noch viele Vorurteile und klischeehaftes

Denken gegenüber

boxenden Frauen, weshalb nur

wenige Mädchen diesen Sport

für sich entdeckt haben. Es ist

also nicht verwunderlich, dass

es in Solingen keinen Boxverein

gibt, der Boxen für Mädchen anbietet.

Wenn ein Mädchen aus Solingen

boxen möchte, muss es

sich in der Umgebung anmelden,

da es Frauenboxen bisher

nur in Wipperfürth, Wuppertal

und Düsseldorf gibt. Dort kostet

das Training für Mädchen bis 18

Jahre ca. 3,50 Euro im Monat.

� Von Zahide Uludag, 9a

Hauptschule Höhscheid

Genau auch wie bei den Jungen

und Männern wird von den

Mädchen und Frauen Kondition,

Koordination, taktisches

Spielvermögen und Fertigkeiten,

sowie Teamgeist gefordert,

um als Mannschaft zu bestehen.

Wichtig dabei ist auch der soziale

Umgang innerhalb der Mannschaft

um sportliche Leistungen

und Erfolge zu erzielen.

Dabei hat der Trainer eine

wichtige Position, um die Mädchen

und Frauen zu ermutigen.

Im Wettspiel mit anderen

Mannschaften gibt es dem Trainer

Rückschlüsse für die Trainingsplanung.

Fußball spielen

zu erlernen oder sich zu verbessern,

ist nicht Sache eines Spiel-

15

Interview

21 Leute auf

dem Platz

Nicht immer ist es einfach, eine

Fußballmannschaft zu trainieren.

Ein Interview mit Ingo E.,

Trainer beim Sportring-Höhscheid.

Sind Sie mit dem Trainerjob

der C1 des Sportring - Höhscheid

zufrieden?

Ja, bin ich. Auch wenn es manchmal

Ärger und Stress gibt. Dennoch

macht es Spaß mit vielen jungen

Menschen zu arbeiten.

Geht Ihnen dadurch viel Zeit in

Ihrem Privatleben verloren?

Ja, geht es. Dadurch, dass ich drei

Tage in der Woche beruflich in

Frankfurt bin.

Macht es Spaß, mit dem Team

zu arbeiten und es zu trainieren?

Ja. Das Gute ist, dass wir einen

großen Kader haben, und es

macht Spaß, wenn die Konzentration

bei den Jungs da ist. Die Mannschaft

hat ein großes Potenzial. Die

Mannschaft kann noch viel erreichen.

Harmoniert das Trainerteam

mit Sammy Bordonaro gut?

Es funktioniert sehr gut, auch

wenn man sich unter der Woche

vielleicht nur einmal sieht.

Sind sie zufrieden mit der aktuellen

Tabellensituation ihrer

Mannschaft?

Insgesamt schon. Aber man hat

viele Punkte verschenkt. Aber aus

der Mannschaft kann man auch

noch viel machen, und ich bin

überzeugt, das wir in der Rückrunde

Gasgeben werden. Dazu ist

aber harte Arbeit und Disziplin gefragt.

Was erhoffen Sie sich denn für

Ihre Mannschaft in der Zukunft?

Für die Zukunft erwarte ich, dass

wir weiter ein Team bleiben, auch

wenn es schwer ist bei einem Kader

von 21 Leuten, und dass die

Disziplin nicht nur auf dem Platz

sondern auch außerhalb des Platzes

stimmt.

� Von Daniel Moss, Tim Evertz, 8e

August-Dicke-Gymnasium

tages, sondern geschieht über

einen längeren Zeitraum. Aus

meiner persönlichen Sicht kann

ich sagen, dass Spaß und Freude

am Fußball spielen im Vordergrund

stehen, nicht der Erfolgsgedanke.

Schön wäre es,

wenn Mädchen- und Frauenfußball

in den Medien populärer

werden würde, denn die Zukunft

des Fußballs ist weiblich.

Weitere Infos zum Mädchenfußball

beim TSV Aufderhöhe

unter: www.tsv-aufderhoehejf.de

Ansprechpartner: Dieter

Esser (d.esser@tsv-aufderhoehe-jf.de)

� Von Pia Etzold, 8a

Gymnasium Vogelsang


16 »S PORT SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Kommentar

Geld spielt

(k)eine Rolle

Christiano Ronaldo ist einer der

teuersten Fußballer. Foto: Ribeiro

In der Fußballwelt dreht sich viel ums

Geld. Die Milliardäre haben ihre Liebe

zum Fußball entdeckt und kaufen nun

die Topstars. Was würde passieren,

wenn jeder Milliardär seinen Heimatverein

sponsern würde? Dann würden

bald sie in der Bundesliga spielen.

Würde TSV-Aufderhöhe bald in der

Champions League spielen? Und die

Bayern in der 6. Liga? Deutsche Jugendtalente

können bei den Bayern in

der 1. Mannschaft spielen. Es gibt ja

auch keine besseren Gelegenheiten

sein Geld auszugeben, als auf den millionenschweren

Bankkontos der Topstars,

die ja jetzt bei Unterhupfingen

spielen. Es wird kein Cent mehr in die

Jugendarbeit investiert werden, sondern

direkt in fertige Topstars für Milliardenbeträge.

Wird die deutsche Liga

bald in Brasilien ausgetragen, weil sowieso

alle Spieler aus diesem Land

kommen? Schon jetzt spielt Geld

längst keine kleine Rolle mehr. So will

zum Beispiel der Scheich, der Manchester

City aufgekauft hat,

165 000 000 Euro für Cristiano Ronaldo

hinblättern und 75 000 000 Euro

für G.Buffon. Aber wie wir jetzt ja wissen:

Geld spielt keine Rolle.

� Von Sebastian Rasemann, Nicolas Kraft, 8d

Humboldtgymnasium

Die Fußball

WM 2010

Weltmeisterschaft

Südafrika investiert laut Bewerbungsunterlagen

825 Millionen US Dollar in

die Fußball WM 2010. In Euro sind das

ungefähr 652 Millionen Euro. Etwa

467 Millionen Euro will das Organisationskomitee

der WM durch Kartenverkäufe

einnehmen. In Afrika gibt es wenige

einheimische Fachkräfte, deswegen

muss man mehr Geld für die WM

besorgen, um Fachkräfte, z. B. aus

Deutschland, vor Ort arbeiten lassen

zu können. Nach Berichten der Inspektorengruppe

des Weltfußballverbandes

FIFA sind die Telekommunikation,

Hotellerie und die medizinische Versorgung

auf ein sehr hohes Niveau gebracht

worden. Damit ist, nach anfänglichen

Befürchtungen vor allem ausländischer

Beobachter, doch wohl alles

im „grünen Bereich“. Die Top 5-Teams

der WM 2010 sind Italien, Spanien,

Niederlande, England und Deutschland.

� Von Cosimo Cilluffo, 8c

Albert-Schweitzer-Schule

Verkehrte Fußballwelt

am Niederrhein

Um den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach steht es im Moment nicht besonders gut. Am Niederrhein

fragen sich die Vereinsanhänger, ob der in den 70er Jahren als „Fohlenelf“ bekannt gewordene

Verein mittlerweile am Abgrund steht. Unterstützung bekommt der Verein vor allem von den Fans.

Die Fans des Bundesligisten Borussia

Mönchengladbach sind

sich einig: Langfristig kann man

sich so, wie man sich derzeit

verkauft, nicht in der Bundesliga

halten. Die in den siebziger

Jahren als „Fohlenelf“ bekannt

gewordene Borussia am Abgrund?

Natürlich war den Gladbacher

Anhängern sowie dem Präsidium

bereits vor der Saison

2008/2009 klar, dass es kein

Zuckerschlecken werden würde,

doch mit der jetzigen Situation

hätte wohl kaum jemand

gerechnet. In so einem Fall

muss ein Schuldiger her, der in

der Regel der Trainer ist. Doch

die meisten Borussen vertrauen

Trainer Hans Meyer und finden

den Schuldigen im Präsidium:

Rolf Königs. Das Präsidium gibt

des Öfteren an, nicht genügend

Geld für neue Spieler zur Verfügung

zu haben. Genau an diesem

Punkt drängen sich sehr

viele Fragen auf: Wo zum Beispiel

sind die 12 Millionen Euro

für Marcell Jansen oder die 4

Millionen Euro für Federico Insua

hingeflossen? Wo ist das

ganze Geld, das durch den regelmäßig

ausverkauften Borussia-Park

zustande kommt? Klar

ist, dass einige Verstärkungen

ins Team integriert werden

müssen. Trainer Hans Meyer

sprach an, dass Oliver Neuville

eine „tragende Rolle“ in der

Rückrunde spielen werde. In

den vergangenen Wochen wurden

immer wieder Gerüchte um

Das Testspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund im Borussia-Park am 20. Januar

ging 2:4 aus. Foto: Dieter Wiechmann

Tanzen und der Weg zum Profi

Professionelle Tänzer kennen den Unterschied zwischen Realität und Schein sehr gut.

Die Voraussetzungen auf dem

Weg zum Profi sind nicht nur

frühes Anfangen, sondern auch

Disziplin, Talent und Wille.

Zum Beispiel bedarf es einen

guten Fußspann, überdurchschnittlicher

Beweglichkeit und

musikalischem Verständnis.

Wer diesen Weg einschlagen

will, sollte sich vorher gut mit

diesem Thema befassen.

Dazu gehört auch, sich nicht

nur eine, sondern mehrere

Tanzakademien anzusehen. Die

Aufnahmepapiere findet man

unter anderem im Internet auf

den jeweiligen Seiten der Akademien.

Außer seinen Personalien

muss man einen Lebenslauf,

Informationen zur Ballett-

einen Nachfolger des 35-jährigen

Uwe Gospodarek publik gemacht:

Namen wie Simon

Jentzsch, Logan Bailly oder David

„Dudu“ Aouate fielen in den

letzen Wochen rund um den

Gladbacher Borussia-Park. Vor

allem letzterer würde ins Mönchengladbacher

Bild passen.

Ausserdem sollen noch ein

Verteidiger und ein Stürmer

her, fraglich ist aber, ob dieser

Verteidiger den Negativtrend

schule, Größe und Gewicht angeben

und mehrere Fotos im

Balletttrikot beilegen. Diese Unterlagen

werden dann zur jeweiligen

Ballettakademie geschickt,

dort geprüft. Sollten

diese den Anforderungen entsprechen,

wird man schriftlich

zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen.

Dort muss man als erstes

seine Teilnehmernummer in

Empfang nehmen. Die Angehörigen

müssen sich nun an dieser

Stelle von einem verabschieden,

da man nun in den Aufwärmraum

gebracht wird. Nach

einer Stunde geht es weiter in

den Prüfungssaal, in dem „geschulte

Augen“ bei einem Training

über das Schicksal der Be-

stoppen kann. Das einzig Positive

im Umfeld des Traditionsvereins

ist die hemmungslose Unterstützung

der Gladbacher

Fans und die Jugendarbeit, aus

der in den vergangenen Jahren

Talente wie Jan Schlaudraff,

Eugen Polanski, Marcell Jansen

und Marvin Compper hervorgegangen

sind.

Auch hier wird reichlich Kritik

am Vorstand geübt, da man

keinen der gennanten Namen

Wer Tänzer werden will, muss

Disziplin haben. Foto: Matthias Stutte

halten konnte oder wie in den

Fällen Compper/Schlaudraff

nicht halten wollte, was sich als

sehr ungünstiger Schachzug herausstellte,

da ein Marvin

Compper gegen England sein

Länderspieldebüt feierte. Jeder

hier am Niederrhein weiß, dass

man von Zeiten wie den siebziger

Jahren zurzeit nur träumen

kann.

� Torben Nilles, 8d

Humboldtgymnasium

werber entscheiden. Hiernach

beginnt das Warten. Die Bewerber

werden einzeln vor das Prüfungskomitee

gerufen. Dort

wird ihnen die Entscheidung

mitgeteilt. Für die meisten endet

hier der Traum vom Tanzen.

Die Wenigen, die aufgenommen

werden, müssen sich einem

medizinischem Eignungstest

beim Physiotherapeuten

unterziehen. Dort werden die

Auswertsdrehung der Hüfte,

Flexibilität der Finger und der

Band- und Halteapparat geprüft.

Von dort an kann der Weg

zum Profi und der Traum vieler

erst richtig beginnen.

� Von Sarah Tola Edel, 8c

August-Dicke-Gymnasium


Interview

Langer Weg

zum Sieg

Schon das Wort klingt wie eine Befreiung

„1.Platz“. Diesen Platz

wollen natürlich alle Mannschaften

erreichen. Um an diesen Platz

zu gelangen muss jede Mannschaft

hart arbeiten, um gute Leistungen

zu vollbringen. So auch die

C-Jugend des Handballvereins

JSG Solingen Nord.

Zu diesem Thema haben wir ein

kurzes Interview mit dem Trainer

der Mannschaft, Roland Schwarz,

geführt. Er hat hohe Anspüche an

die Mannschaft. Dadurch können

die Spieler ihre Grenzen herausfinden

und durch konsequentes Trainieren

über sich hinauswachsen.

„Herr Schwarz, wie wir gehört

haben, planen Sie die Qualifikation

für die Oberliga zu spielen.

Wie wollen Sie das schaffen?“

„Als erstes verlange ich Disziplin und

vollen Einsatz beim Training und im

Spiel.“

„Werden Sie denn etwas im

Training ändern?“

„Ja, ich werde versuchen die Kondition

meiner Jungs zu verbessern um

guten Tempohandball zu spielen,

weil wir nur damit gegen körperlich

stärkere Mannschaften ankommen

können.“

„Also werden auf Ihre Jungs

harte Zeiten zukommen?“

„Das würde ich jetzt nicht so sagen,

aber es wird um einiges Härter werden

als zuvor, da wir jetzt immer höheren

Ansprüchen entsprechen

müssen.“

„Dann bedanken wir uns bei Ihnen

und wünschen Ihnen viel

Glück auf Ihren weiteren Wegen.“

„Vielen Dank“.

� Von Salvatore Amorello,

Lhan Cheng Zhang, 8d

Gymnasium Vogelsang

Eishockey

Die Kämpfernatur

von Robert Müller

Robert Müller, eine Größe des deutschen

Eishockeys, ist unheilbar krank.

Der 28-Jährige klagte beim Deutschland

Cup über Schwindelgefühle und

reiste ab. In der Heidelberger-Kopfklinik

wurde ein bösartiger Tumor diagnostiziert.

Es stellte sich als bösartiger

Hirntumor vierten Grades heraus, der

auf die Blutgefäße drückte. Müller

wurde operiert, ein Rest des Tumors

sollte mit Strahlen-und Chemotherapie

bekämpft werden. Am 3. Februar

2007 kam Müller nach nur 68 Tagen

zurück aufs Eis. Im August 2008 wurde

erneut eine Gewebeprobe entnommen.

Der Tumor war rasant gewachsen.

Die Ärzte konnten ihn nicht mehr

entfernen, weil Müller diesen Eingriff

nicht überlebt hätte. Er entband die

Ärzte von ihrer Schweigepflicht. Seit

Oktober 2008 steht er wieder auf dem

Eis, kämpft weiter gegen den Krebs

und schuftet für sein Comeback.

� Von Phillip Ißling, Tizian Winkelsträter,

Steven Schindl, 8

Bergische Ganztagsschule

Wie Federer

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S PORT«

Der erst 24-jährige Solinger Tennisspieler Clinton Thomson hat sich ein großes

Ziel gesetzt: „Ich will gegen Roger Federer spielen und gewinnen“, sagt

er. Der Halb-Australier trainiert in jeder freien Minute.

Im Tennis und Squash-Center

Ausaroo in Solingen gibt es eine

Person, die sich mit dem berühmten

Tennisspieler Roger

Federer messen will. Dieser

Tennisspieler heißt Clinton

Thomson. Schon von klein auf,

hat der 24-Jährige nur Tennis

im Kopf. Seine Eltern Barbara

Thomson und Graeme Thomson

unterstützen ihn seitdem.

Die dreiköpfige Familie lebt

seit 1990 in Deutschland. Der

Vater ist Australier, die Mutter

aus Solingen. Die Eltern lernten

sich beim Tennis kennen. Nach

der Hochzeit lebte die Familie

zunächst in Sydney. Dort kam

Clinton zur Welt. Für die Eltern

war schnell klar: Clinton wird

später Tennis spielen. In Australien

vermisste Barbara ihre Familie,

die in Solingen wohnte.

So beschlossen die Thomsons,

in Solingen zu leben und dort

eine Tennisschule zu eröffnen.

Familie Thomson kaufte das Gebäude

einer ehemaligen Brauerei

auf der Beckmannstraße und

baute es zu einer Tennisschule

um. Dort trainierte Graeme

Thomson seinen Sohn Clinton.

Als Clinton sieben Jahre alt

war, ging er mit seinen Eltern

auf Turniere. Er war bereits erfolgreich,

gewann wichtige Turniere

und schon im ersten Jahr

seinen ersten Weltranglistenpunkt.

Er verbesserte sich immer

weiter. Das zeigt auch die

ATP-Future Rangliste. In seiner

Freizeit trainierte er ausschließlich,

damit er später seinen

Traum verwirklichen konnte.

Sein Vater, selbst früher ein bekannter

Tennisspieler, trainierte

ihn bis zu seinem 14. Lebensjahr.

Da die Reisen zu Turnieren

sehr kostspielig sind, mussten

ihn seine Eltern unterstützen.

Clinton Thomson wurde Tennis in die Wiege gelegt. Schon mit sieben

Jahren ging er mit seinen Eltern auf Turniere. Foto: Martin Kempner

Beim Judo beginnt man mit dem weißen Gürtel

Judo ist eine Zweikampf-Sportart. Wer seinen Gegner zu Boden wirft und dort festhält, ist der Sieger.

Immer mehr Jugendliche treten

der Kampfsportart Judo bei. Der

Gründer dieser Sportart ist Jigoro

Kano (1860-1938). Das Prinzip

dieser Kampfkunst ist „maximale

Wirkung bei einem Minimum

an Aufwand“. Die ersten

Europameisterschaften der

Männer fanden 1934 statt, die

Meisterschaften der Frauen begannen

erst 1975.

Als Anfänger der Sportart

Judo trägt man eine knöchellange

Baumwollhose und eine

halblange weiße Jacke, dazu einen

weißen Gürtel. Im Lauf der

Zeit kann man an Prüfungen

teilnehmen, die es ermöglichen,

einen höheren Grad des Gürtels

zu tragen.

„Wir sind damals mit dem

Wohnwagen oder Auto zu den

Turnieren gefahren“, sagt Barbara

Thomson. „Aber jetzt fährt

Clinton selbst und schläft entweder

bei Familienangehörigen,

bei Freunden oder im Hotel.“

Doch im Vergleich zu früher

hat sich viel geändert.

Clinton finanziert seinen

Sport von den Preisgewinnen

der Turniere. Er reist sehr viel,

von Turnier zu Turnier. Aber

sein Zuhause hat er nie vergessen

und am wenigsten Ausaroo,

den Besitz der Eltern, wo er immer

trainierte. Für das nächste

Turnier in Wimbledon hat er

sich qualifiziert. Es ist für alle

Tennisspieler eine Ehre, da sich

dort nur wirklich gute Spieler

qualifizieren.

In Wimbledon findet eine bekannte

Tennis-Championship

statt, das berühmteste Tennisturnier

der Welt. Wenn Clinton

Thomson alle dort Spiele gewinnt

und sich an die Spitze

spielt, kann er seinen großen

Traum, gegen Roger Federer zu

spielen, verwirklichen.

� Von Marwa Bajouri, Sahanja Balendram, 10f

Gesamtschule Solingen

Ziel beim Judo ist, seinen Gegner durch die Anwendung einer Technik

kontrolliert auf den Rücken zu werfen. Foto: Horstmüller

17

Interview

Zu Gast beim

SC-Solingen

Wolfgang Lobien im Gespräch

mit Schwimmerinnen. Foto: Saltmann

Trainer Wolfgang Lobien beäugt

seine Schwimmer kritisch. Nach

dem harten Training gibt es eine

eine kleine Pause, danach wird

das vorangeschrittene Training

besprochen. Nach dem Training

suche ich das Gespräch mit

Coach Wolfgang Lobien.

Sind Sie früher auch geschwommen?

Ich habe mit 6 Jahren angefangen

und mit 10 Jahren hatte ich meinen

ersten Wettkampf.

Wie oft in der Woche hatten

Sie Training?

Wir hatten drei Mal die Woche Training.

Waren Sie damals sehr erfolgreich?

Nein, leider nicht.

Warum haben Sie sich damals

entschlossen Trainer zu werden?

Ich bin eigentlich nur da rein gerutscht

und jetzt trainiere ich seit

etwa 30 Jahren.

Wie oft in der Woche hat Ihre

Gruppe Training?

Die Kleineren zwei Mal die Woche

und die Älteren bis zu vier Mal.

„Ist es schwer, einen Trainingsplan

zu erstellen?

Eigentlich nicht. Das ist normalerweise

ziemlich leicht.

Sind Sie oft auf Wettkämpfen?

Es geht, wir haben ein bis zwei Mal

im Monat einen Wettkampf.

Sind die Wettkämpfe erfolgreich?

Es geht, wir holen schon ein paar

Medaillen.

� Jessica Pock, 8

Theodor-Heuss-Realschule

Generell ist Judo eine Zweikampf-Sportart.

Das Ziel beim

Kämpfen ist, den Gegner durch

Anwendung einer Technik mit

Kraft und Schnelligkeit kontrolliert

auf den Rücken zu werfen.

Natürlich gelingt das nicht immer,

deshalb wird im Stand und

am Boden gekämpft. Beim Bodenkampf

besteht die Kunst darin,

den Gegner 25 Sekunden

lang durch einen bestimmten

Haltegriff auf dem Rücken zu

halten. Eine andere Möglichkeit

ist, den Gegner entweder durch

einen Armhebel oder einen

Würgegriff zum Aufgeben zu

zwingen.

� Von Dominik Eisenmann, 10e

Gesamtschule Schwertstraße


18 »S PORT SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Bundesliga

Kleines Dorf und

ganz großer Sport

Seit 2006 trainiert Ralf Rangnick

Hoffenheim Foto: Torsten Silz

Hoffenheim: ein kleines Dorf in Baden

Württemberg, gerade mal 3250 Einwohner

– und trotzdem schaut ganz

Fußball-Deutschland dorthin. Auf die

Mannschaft um Ralf Rangnick und

Dietmar Hopp, die sich schon jetzt in

die Herzen von vielen Fans gespielt hat

mit ihrem aggressiven Pressing und

Tempofußball, mit ihren atemberaubenden

Toren und ihrer Leichtigkeit

und Unbekümmertheit mit der sie aufspielen.

Doch wie kam es zu diesem

rasanten Aufstieg?

Als Hoffenheim 1989 aus der Bezirksliga

in die A-Klasse abstieg, beschloss

der Milliardär Dietmar Hopp,

seinen Heimatverein finanziell zu unterstützen.

Nach der Finanzspritze folgte

sofort der Wiederaufstieg in die Bezirksliga

und im darauffolgenden Jahr

in die Landesliga. Anschließend dauerte

es einige Jahre bis sie sich auch in

der Landesliga durchsetzen konnte,

doch 1996 gelang dann der Aufstieg

in die Verbandsliga Baden. Nach einem

Mittelfeldplatz im ersten Jahr und

zwei knapp verpassten Aufstiegen in

den darauffolgenden Jahren, gelang

den Hoffenheimern dann im Jahr

2000 unter Alfred Schön der Aufstieg

vor dem punktgleichen SV Waldhof

Mannheim 2. Mit Hans Dieter Flick als

neuer Chef-Trainer ging es dann in die

Oberliga Saison, wo Hoffenheim zur

Winterpause mit fünf Punkten Vorsprung

an der Tabellenspitze stand

und sich am Ende auch souverän

durchsetzte. In der Regionalliga spielten

sie dann bis 2006 nie wirklich um

den Aufstieg mit, gewannen aber vier

Mal den Badischen Pokal und konnten

dadurch am DFB-Pokal teilnehmen:

Dort erreichten sie in der Saison

2003/2004 sogar das Viertelfinale,

nachdem sie gegen viel besser besetzte

Mannschaften wie Bayer 04 Leverkusen

gewannen.

2006 übernahm Ralf Rangnick den

Trainerposten und mit Neuverpflichtungen

wie Francisco Copado oder Jochen

Seitz erreichte Hoffenheim in

Rangnicks erster Saison den Aufstieg

in die zweite Bundesliga. 2007 wurden

weitere Nationalspieler gekauft wie

Demba Ba, Vedad Ibesevic, Cindedu

Ogbuke Obasi, Tobias Weiss und Carlos

Eduardo. Damit gaben die Hoffenheimer

mehr Geld für Transfers aus als

die restlichen Vereine der zweiten

Bundesliga zusammen. Dann gelang

2008 der Durchmarsch ins Oberhaus,

in die erste Bundesliga. Auch hier setze

der Club seinen Höhenflug fort.

� Von Steven Kosciessa, 10c

Gesamtschule Solingen

Klinsis Karriere

Obwohl Jürgen Klinsmann als Trainer noch unerfahren war, setzte er sich vor fünf Jahren als Trainer für

die Nationalelf durch. Mit Erfolg. Er führte die deutsche Mannschaft geradewegs in ein Sommermärchen.

Bei der WM wurden sie „nur“ Dritter, doch das ganze Land feierte die Fußballer.

Es läuft die zweite Halbzeit im

Spiel Deutschland gegen Japan.

Klinsmanns Nationalelf hat bis

auf ein paar kleine Schwächen

das Spiel vollkommen unter

Kontrolle. In der 54. Minute ist

es endlich so weit. Nach einem

Torwartfehler kann der damals

noch bei Bremen spielende Miroslav

Klose den Ball zum 1:0

ins Tor schieben. Jürgen Klinsmann

springt vor Freude durch

die Gegend, als die Mannschaft

für ihre Mühe belohnt wurde.

Am 26. Juli 2004 war es sicher:

Jürgen Klinsmann wird unser

neuer Nationaltrainer.

Der unerfahrene Trainer

setzte sich in der Auswahl gegen

viele bekannte Trainer

durch und erweckte bei den

Fans viel Zweifel. Doch zu aller

Überraschung war dieser ohne

Grund. Erst nach sechs Spielen

kassierte die Nationalelf gegen

Südkorea die erste Niederlage

unter Klinsmann. Er sagte: „Diese

Niederlage ist kein Beinbruch.“

Während dem Confederation

Cup in Deutschland zeigte

Klinsmann mit seiner Elf, warum

er bisher so gut wie ungeschlagen

war.

Er holte gegen die nicht komplette

bestbesetzten Argentinier

ein 2:2 raus und gewann die

Vorrunde. Nach einer Niederlage

im Halbfinale gegen Brasilien,

wurde er mit der Nationalmannschaft

gegen Mexiko im

Spiel um Platz drei Dritter.

Es folgten drei Niederlagen

in Folge und die Kritik wuchs.

Aber drei Wochen später konnte

Nach der Fußball Weltmeisterschaft 2006 wurde JürgenKlinsmann zum Nationalheld. Trotz des verlorenen

Finales feierte Deutschland seine Nationalelf. Foto: Kappeler

sich die Elf mit einem 4:1 gegen

die USA durchsetzen.

In Deutschland begann die

WM. Direkt zu Beginn machte

Deutschland Druck und nach einem

schönen Alleingang und

dem anschließenden Schuss

stand es 1:0 für Deutschland.

Nach zwei Ausgleichen von Costa

Rica, gewann Deutschland

das Spiel mit 4:2. Der perfekte

WM-Auftakt war gelungen.

„Wir sind froh, dass wir den ersten

Dreier haben. Natürlich hät-

ten wir gerne zu Null gespielt,

aber ein bisschen Nervosität

war schon dabei“, sagte Klinsmann.

In den folgenden Spielen

zeigte Deutschland sich weiter

von seiner besten Seite. Nur im

Halbfinale gegen Italien patzte

Deutschland in der Verlängerung.

Trotzdem wurden sie

Dritter. Zwei Tage nach der WM

erklärte Klinsmann seinen

Rücktritt.

Co-Trainer Joachim Löw

übernahm die Nationaltrainer-

Die vielen Fußball-Erfolge feiert Uli Hoeneß im Stillen

Der Bayern-Manager wird „Abteilung Attacke“ genannt

Seit Anfang des Jahres ist Uli

Hoeneß als Manager des FC

Bayern München zurückgetreten

und ist Nachfolger von

Franz Beckenbauer als Präsident

und Aufsichtsratsvorsitzender.

Es ist die wahrscheinlich

letzte Station einer außergewöhnlichen

Karriere.

Ulrich Hoeneß wurde am

5. Januar 1952 in Ulm geboren.

Er begann seine Fußball-Karriere

beim VFB Ulm, wechselte

später zur Jugendmannschaft

der TSG Ulm 1846.

1970 schaffte er es in den

Profikader des FC Bayern. Hier

begann Hoeneß seine Titelsammlung.

Er wurde mit den

Bayern drei Mal Meister (1972,

1973, 1974) und DFB–Pokalsieger

(1971), gewann drei Mal in

Folge (1974, 1975, 1976) den

Europapokal der Landesmeis-

ter. Hoeneß’ letzte Trophäe ist

der Weltpokal, den er 1976 gewann.

Auch seine Nationalelf–Karriere

begann verheißungsvoll:

Sein Debüt gibt Hoeneß am

29. März 1972, wurde noch im

selben Jahr als Teil der legendären

Wembley–Elf Europameister.

Zwei Jahre später wurde er

im eigenen Land Weltmeister.

In 35 Länderspielen erzielte der

frühere Mittelfeldspieler fünf

Tore.

Uli Hoeneß’ Karriere fand

früh ein unfreiwilliges Ende.

Nachdem er im EM–Finale 1976

den entscheidenden Elfmeter

gegen die CSSR verschoss, läuft

Hoeneß am 17. November 1976

ein letztes Mal im Nationaltrikot

auf. Seine Laufbahn als aktiver

Fußballer brach er 1979

nach nur einer Saison in Nürn-

Uli Hoeneß ist Manager des FC

Bayern München. Foto: Joerg Koch

berg wegen chronischer Kniebeschwerden

ab. Hoeneß, der lange

als schnellster Fußballer

Europas galt (er lief 100 Meter

in 11 Sekunden) erzielte in 250

Bundesligaspielen 86 Tore.

Seit der Saison 1979/1980

ist Hoeneß der Manager des FC

Bayern. Dass er maßgeblich am

Erfolg des Clubs beteiligt ist,

position, während Klinsmann

nach Amerika zog. Dort verhandelte

er mit der Amerikanischen

Liga, kam aber zu keinem Entschluss.

Erst am 1. Juli 2008 bekam

„Klinsi“ einen neuen Trainerposten.

Er kehrte zu seinem

alten Verein FC Bayer München

zurück. Dort begann er seine Ligatrainer

Karriere mit drei

schwachen Unentschieden.

� Von Sebastian Wans,

Tom Weeser 8d

August-Dicke-Gymnasium

zeigt dieses Beispiel: Bei seiner

Amtsübernahme betrug der

jährliche Umsatz des Vereins

12 Millionen Mark, heute liegt

er bei 225 Millionen Euro. Im

Sommer 2007 startete die „Abteilung

Attacke“ des FC Bayern,

wie Hoeneß in den Medien oft

genannt wird, seinen letzten

großen Coup.

Für mehr als 70 Millionen

Euro holte er neue Spieler, darunter

die Weltstars Miroslav

Klose, Luca Toni und Franck Ribery.

Im Sommer 2008 folgte die

spektakuläre Verpflichtung des

ehemaligen Bundestrainers Jürgen

Klinsmann. Und wie er es

beim DFB schon tat, krempelt

Klinsmann auch die Bayern ordentlich

um.

� Von Alexander Rübner, 10e

Gesamtschule Schwertstraße


Bergischer HC

gut aufgestellt

Handball

2006 haben sich die Herren-Handballmannschaften

des SG Solingen und

des LTV Wuppertal zum Bergischen

HC verbunden. Seitdem spielt die

Mannschaft um den Trainer Raimo

Wilde in der 2. Bundesliga, in der sie

gegen 17 andere Vereine spielt. Dies

sind HSG Düsseldorf, TV Hüttenberg,

TSG Friesenheim, SG Bietigheim, HSC

Coburg, EHV Aue, HR Ortenau, Concordia

Delitzsch, SG Wallau, Groß-Bieberau,

Tuspo Obernburg; ThSV Eisenach,

TV Bittenfeld, HC Erlangen, Leichlinger

TV und HG Oftersheim. Zurzeit

liegt der BHC auf dem zweiten Platz,

welchen er gegen den HR Ortenau versucht

zu verteidigen.

Der Kader des BHC besteht aus 15

Feldspielern, vier Torwärtern. Die Feldspieler

sind: Mathias Fuchs (2), Kristian

Nippes (3), Christian Hoße (4), Jiri

Vitek (5), Sebastian Hinze (6), Kenneth

Klev (7), Henning Quade (8), Christian

Kratz (10), Elvir Selmanovic (11), Simon

Kluge (13), Joey Duin (14), Alexander

Oelze (15), Sebastian Aschenbroich

(18), Jens Reinarz (19), Marcel

Billen (20). Die Torwarte sind: Ivan

Zoubkoff (1), Mario Huhnstock (12),

Damian Bungart (21), Chrischa Hannawald

(22). Außerdem gibt es den Cheftrainer

Raimo Wilde, den Team-Betreuer

Siegfried Knapik, den Team-Arzt Dr.

Diederich von der Heyde, den Physiotherapeuten

Carsten Walonka und das

Maskottchen „Bergi“.

Der beste Torschütze im BHC ist

Sebastian Hinze mit 72 Toren. Damit

ist er der zweitbeste Torschütze aller

Spieler der 2. Bundesliga Süd und hat

nur ein Tor weniger als Martin Hummel

(Concordia Delitzsch) geworfen.

Jens-Peter Reinarz ist mit 62 Toren

der zweitbeste Torschütze im BHC.

Hinze und Reinarz haben beide

14 Spiele absolviert.

Die Heimspiele der Bergischen Löwen

finden entweder in der Beyerhalle

in Wuppertal oder in der Klingenhalle

in Solingen statt. Ansonsten spielen

sie auswärts, also in den Hallen der anderen

Vereine.

Allerdings konnte und kann der

BHC nur durch die vielen Sponsoren

erhalten bleiben. Die Hauptsponsoren

sind: Brose, Hako, Creditreform, Solinger

Tageblatt, Stadt-Sparkasse Solingen,

Druckcentrum Lang und Stadt-

Sparkasse Wuppertal. Außerdem gibt

es noch 22 Teamsponsoren, wie die

Wuppertaler Stadtwerke, oder die Solinger

Stadtwerke, und auch 38 Business

Partner.

� Katharina Meyer, Rut Langensiepen, 8c

August-Dicke-Gymnasium

Sebastian Hinze (vorne) hat

schon 72 Tore erzielt. Foto: Eisenhut

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S PORT«

Doping schadet!

Fünf Reiter schieden bei den Olympischen Spielen ausscheide, weil ihre

Pferde mit einer verbotenen Substanz behandelt worden waren. Käme so

etwas häufiger vor, wäre das das Ende des Springsports.

Es erinnert an ein Dominospiel:

Erst fällt ein Stein und dieser

reißt alle mit, bis es am Ende

nur noch ein Trümmerhaufen

ist. So schlimm ist es im Springsport

noch nicht, doch die neuen

positiv getesteten Dopingproben

reichen weit. Nach dem

Dopingfall vor 20 Jahren ist es

wieder so weit: fünf positiv Getestete

in Hongkong. Darunter

auch Christian Ahlmann.

Ahlmann hat mit seinem

Pferd Cöster schon viel für den

deutschen Springsport geleistet.

Er war beteiligt an Bronzemedaillen

der deutschen Mannschaft

in Athen 2004 und in Aachen

2006. Doch dann traf das

Paar die größte Demütigung ihrer

Erfolgskarriere: In der A-

Probe von Cöster, dem Olympiapferd

von Ahlmann, wurde

die verbotene Substanz Capsaicin,

die aus der Chilischote gewonnen

wird, gefunden. Diese

Substanz wirkt durchblutungsfördernd

und wird auf die Pferdebeine

geschmiert, dadurch

entsteht eine Reizung, die bei

Berühren der Hindernisstange

für das Pferd schmerzhaft ist.

Dadurch machen Pferde weniger

Hindernisfehler im Parcour.

Nachdem auch die B-Probe

positiv war, wurde Ahlmann für

vier Monate vom Weltreiterverband

(FEI) gesperrt und von der

Deutschen reiterlichen Vereinigung

(FN) für zwei Jahre aus

dem A-Kader ausgeschlossen

wurde. Doch die Chilischote

wird noch drei anderen Reitern

zum Verhängnis. Betroffen sind

auch Denis Lynch (Irland) mit

Lantinus, Toni Andre Hansen

Anna Siegert und Jana Ketzberg

trafen Raimo Wilde, den Cheftrainer

des Bergischen HC.

Im Moment sind Sie noch alleiniger

Trainer. Wie sieht Ihr Tagesablauf

aus?

In meinem Job als Cheftrainer arbeite

ich mit richtigen Vollprofis, das heißt

letztendlich 24-Stunden-Coaching am

Tag. Also montags ist die Nachbesprechung

des Spiels vom Wochenende

einschließlich Auslaufen der

Mannschaft. Am Dienstag ist morgens

Krafttraining angesagt und

abends eine normale Trainingseinheit.

Mittwoch früh ist Körperpflege,

da muss ich nicht dabei sein, daher

nutze ich als Trainer diese Zeit, um

neue Trainingseinheiten vorzubereiten

oder mich auf den kommenden

Gegner vorzubereiten. Am Abend ist

dann Training oder manchmal ja auch

Christian Ahlmann hatte Pech in Hongkong. Sein Pferd Cöster war

mit Capsaicin behandelt worden. Foto: Ap

(Norwegen) mit Camiro und

Bernado Alves (Brasilien) mit

Chupa Chup. Für die Reiter bedeutet

Doping einen starken finanziellen

und sportlichen Einschnitt.

Sollte es gar ganz

schlimm kommen, so würde das

einen Ausstieg der TV Sender

aus diesem Sportgeschehen be-

Jede freie Minute bei den Kindern

ein Spiel. Donnerstags morgens ist

Schnellkrafttraining, abends geht‘s

wieder in die Halle, mit Videobesprechung

und Einstellung auf den neuen

Gegner. Freitags ist morgens laufen

und abends noch mal Training und

Samstags geht’s dann ja schon wieder

auf zum Spiel. Zwischendurch

hab’ ich in meiner Position dann noch

unheimlich viel mit dem Fernsehen,

Terminen und generell der Presse zu

tun, unter anderem auch Schülerzeitungen.

Sonntags ist dann unser freier

Tag, es gibt aber auch manche

Spieler, die selbstständig auslaufen.

Im Moment bin ich in der Trainerposition

noch alleine, was sich aber nach

einem Aufstieg ändern würde.

Was sind denn Ihre Hobbies, außer

natürlich Handball?

Da bleibt nicht mehr viel, aber das

sind sicherlich meine beiden Kinder,

deuten, das wäre gleichbedeutend

mit dem Ende des Springsports.

Wie schade es doch

wäre, wenn wegen unsachgemäßen

Gebrauch von Medikamenten

eine ganze Ära zu Ende

gehen würde.

� Mira Kühl, 8c,

August-Dicke-Gymnasium

der eine sechs und der andere 13

Jahre alt, die im Moment sehr unter

der Situation leiden. Natürlich spielen

die beiden auch Handball, aber zu

Hause bei mir in Volkach, da nutze ich

natürlich jede freie Minute, um mal

eben schnell die dreieinhalb Stunden

nach Hause zu fahren. Das ist natürlich

so, dass wenn man aufgestiegen

ist, auch endlich die Familie herholt.

Was hören Sie denn für Musik?

Das wird jetzt überraschen, aber ich

höre unheimlich gerne House. So

richtig „Ramba Zamba“, wo man

dann auch mal gerne zu tanzt. Ich bin

ja auch nicht so weit weg von den

Jungs, es besteht ja auch mittlerweile

die Tendenz, dass immer mehr Jüngere

den Job als Trainer annehmen,

die vor allem auch Deutsche sind und

sich gut mit den Spielern verstehen.

Ich bin auch nicht der Trainer, der mit

So greift man

nach den Sternen

19

Eiskunstlauf

„Einfach gar nichts denken und abspringen“,

sagt Laura Bensch auf die

Frage, wie sie es geschafft hat, den

,doppelten Toeloop‘ zu springen – jedoch

nicht ohne Stolz, wie man ihr ansieht.

Die 13-jährige Eiskunstläuferin

aus Solingen hatte schon einige Erfolge,

zuletzt beim Nordberg-Pokal, bei

dem sie sich den zweiten Platz sichern

konnte. „Meine Trainerin hat mir immer

gesagt, dass ich nur an mich glauben

und Spaß haben muss.“ Und, wie

man sieht, das harte Training hat sich

gelohnt. Den Erfolg verdankt Laura

auch ihrer Trainerin, der vierfachen

NRW-Landesmeisterin und Gewinnerin

des Deutschlandpokals: Steffi von der

Thüsen. Durch ihren Ehrgeiz und die

Unterstützung der Eltern und Freunde

schaffte es die erfolgreiche Eiskunstläuferin

bis an die Spitze. Sie vermittelt

ihren Schützlingen Spaß am Eislaufen,

um deren Ehrgeiz zu steigern. „Wichtig

ist auch, dass die Läufer an das glauben

was sie können.“ Steffi selbst hat

an sich geglaubt und auch harte Trainingstage

überwunden. Ein Geheimtipp

der Sportlerin: Etappenziele setzen.

Man sollte sich nicht zu große Ziele

vornehmen, die man nie erreichen

kann.

Eine ganz andere Sportart betreibt

Jasmin Weide: Fußball – und das

schon seit zirka fünf Jahren. Ihr größter

Erfolg war, „als ich zum Stützpunkt

gekommen bin.“ Auf diesen wurde sie

von ihrem Trainer mental vorbereitet

und gut trainiert. Auch Jasmin hat

Steffis Meinung: Man sollte immer viel

Spaß beim Sport haben. Die Zwölfjährige

hat allerdings keine besonderen

Methoden ein Spiel zu gewinnen, sie

spielt einfach drauflos. Auf diese Art

und Weise konnte sie sich mit ihrer

Mannschaft schon viele Male den Sieg

sichern. Wie man sieht, sind sich die

meisten Sportler einig: Mit den richtigen

Trainern, dem Glauben an sich

selbst und der nötigen mentalen Unterstützung

erreicht man auch sein eigenes

Ziel.

� Clara Anft, Pauline Schnor, 8d

Humboldtgymnasium

Interview

seiner Mannschaft in den Kletterpark

ein bisschen klettern geht, sondern

ich geh’ auch ab und zu mal mit den

Jungs in die Disko.

Wohin fahren Sie am liebsten in

den Urlaub?

Also mein absolutes Traumziel ist und

bleiben die Malediven. Da war ich

auch schon drei Mal, dieses Paradies,

wie man es schon nennen kann, erfüllt

für mich die optimalen Bedingungen

um mal abzuschalten: Es gibt

kein Handy, es gibt keinen Fernseher

und es gibt kein Auto. So ist mal absolut

weg vom Job, das muss ja auch

so sein wenn man sich mal erholen

will. Der Körper kann sich dann auch

mal richtig erholen, bekommt viel

Schlaf und Ruhe.

� Anna Siegert, Jana Ketzberg, 8e

Humboldtgymnasium


20 »S PORT SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Fairness-Preis

für den Vortritt

Handball

Jonas Cestnik ist Handballspieler bei

der SG Solingen und spielt in der

Mannschaft C2. Sie haben dieses Jahr

den Fairness-Preis bekommen, weil sie

freiwillig aus der Oberliga zurückgetreten

sind, damit eine andere Mannschaft

in die Oberliga aufsteigen kann.

Der Grund für diesen Rücktritt ist,

dass die C1-Mannschaft ebenfalls in

der Oberliga spielt. Die Regeln besagen

jedoch, dass nur ein Team eines

Vereines in der Oberliga spielen darf.

Wenn zwei Teams eines Vereins in

derselben Liga spielen würden, könnte

keines der beiden Teams gewinnen.

Statt der C2 hätte theoretisch die C1

auch zurücktreten können. Die C2 haben

aber eingesehen, dass die C1 besser

spielt.

Die C1 hat schon einige Spiele gewonnen,

es stehen aber noch vier

Spiele aus. Die C2 ist zwar zurückgetreten,

neidisch gegenüber C1 ist die

C2 aber nicht. Schließlich war es ihre

eigene, freiwillige Entscheidung. Steffen

Schmidt ist der Mannschaftskapitän.

Trainer der C2-Mannschaft ist der

Vater von Jonas, Benjamin Cestnik.

Jonas fand, es war eine neue Erfahrung,

an so einer Veranstaltung teilzunehmen,

dabei im Mittelpunkt zu stehen

und dann noch den Fairness-Preis

vom Sportdezernenten der Stadt Solingen,

Herrn Norbert Feith, überreicht zu

bekommen. Es war eine tolle Sache.

Den Pokal hat der Trainer Benjamin

Cestnik mit nach Hause genommen.

� Von Maximilian Tesche, 8a

Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Leichtathletik

Trainieren wie

Herbert Schade

An der Herbert-Schade-Anlage absolviert

unter anderem der Solinger

Leichtathletikclub seine Trainingseinheiten.

Außerdem finden dort regelmäßig

Wettkämpfe statt und jeder Sportler

kann die 400-Meter-Tartanbahn

zum Lauftraining nutzen. Die Anlage

wurde am 8. Juli 1995 nach Herbert

Schade, dem berühmtesten Sportler

Solingens, benannt. Die Stadt Solingen

setzte ihm dort ein Denkmal. Herbert

Schade, geboren im Mai 1922 in Solingen,

trainierte schon in jungen Jahren

an der Sengbachtalsperre, in den bergischen

Wäldern und auf der Sportanlage

an der Schaberger Straße. Dank

seines Sieges 1948 im 5000-Meter-

Lauf bei den Deutschen Meisterschaften

und einer hervorragenden Leistung

in Stockholm (als erster Deutscher

10000 Meter unter einer halben

Stunde) gehörte er in den 50er Jahren

zur Weltspitze der Leichtathletik. Sein

größter Erfolg war die Bronzemedaille

bei den Olympischen Spielen 1952 in

Helsinki im 5000-Meter-Lauf. Drei Jahre

später erhielt er vom Deutschen

Leichtathletik Verband (DLV) den Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis.

1956 erreichte

er mit der Deutschen Mannschaft

bei den Olympischen Spielen in

Melbourne ebenfalls gute Platzierungen.

Im März 1994 wurde Herbert

Schade in der Nähe seiner ehemaligen

Trainingsstätte beerdigt.

� Von Sandra Piepenbrink, 8d Deutschkurs

August-Dicke-Gymnasium

Bayern und Hoffenheim:

das Spitzenduo

Ausgerechnet der „Dorfklub“ TSG Hoffenheim machte den großen Bayern einen Strich durch die Rechnung

und schnappte ihnen in letzter Minute die Herbstmeisterschaft vor der Nase weg. Die starken Leistungen

beider Mannschaften garantieren eine spannende Rückrunde.

Auch wenn die Herbstmeisterschaft

nur ein inoffizieller Titel

in der Bundesliga ist, Jürgen

Klinsmann hätte sich nach den

ersten 17 Partien sicherlich

über nichts mehr freuen können

als ihn. Doch spielerische Mängel

und Personalsorgen zu Beginn

der 46. Bundesligasaison

ließen den Bayern nicht mehr

als „nur“ den zweiten Rang der

Tabelle. Doch dass den Bayern

in dieser Spielzeit ausgerechnet

ein Bundesliga-Neuling einen

Strich durch die Rechnung machen

würde, damit hätte niemand

gerechnet.

Der Dorfklub TSG Hoffenheim

entwickelt sich mehr und

mehr zum neuen Meisterschaftsanwärter,

aber vor allem

zu Bayerns neuem Konkurrenten

Nummer Eins. Ausgerechnet

er schnappte den großen

Bayern in letzter Minute die

Herbstmeisterschaft weg und

konnte an der Spitzenposition

überwintern. Maßgeblichen Anteil

daran hat vor allem der Bosnier

Vedad Ibievi. Mit 18 Saisontoren

führt der 24-Jährige

die deutsche Torjägerliste an.

Dass Uli Hoeneß auch immer

noch der Alte ist, zeigen seine

Bayern-Stürmer Luca Toni jubelt, als er den Hoffenheimern im Dezember

das 2:1 reinknallte. Foto: ddp

Äußerungen gegenüber der

TSG und Trainer Ralf Rangnick.

Ihm wird seine „Besserwisserei“

vorgeworfen. Ralf Rangnick

sieht Uli Hoeneß‘ Bemerkungen

gelassen: „Wenn Sie flotte Sprüche

hören möchten, fahren Sie

zu den Bayern. Wenn Sie flotten

Fußball sehen wollen, sind Sie

hier richtig.“ Er sieht Hoeneß

Zitate aber als Anerkennung.

Denn Hoffenheim hat etwas,

was die Bayern nicht haben: die

Herbstmeisterschaft. Doch auch

Hoffenheim hat außerhalb

Münchens viele Kritiker. Gerade

Privat-Investor Dietmar

Hopp, Gründer von SAP, wurde

häufig kritisiert. „Erfolg ist eben

doch käuflich“ oder „Ohne

Unser Ziel: nächstes Jahr erste Liga

Seit 2006 ist Sebastian Hinze Kapitän

der 1. Mannschaft des BHC, des „Bergischer

Handball Club“. Die ZiSch-Redakteure

Jonas Rapp und Tristan

Löwe befragten den 29-jährigen

Kreisläufer unter anderem nach seinen

Zukunftsplänen, seinen Aufgaben

innerhalb der Mannschaft und,

wie man ein so guter Handballer wird.

Hier die Fakten. Name: Sebastian Hinze.

Spitzname: „Seppel“. Geburtsdatum:

26. April 1979. Geburtsort: Wuppertal.

Größe: 183 Zentimeter. Gewicht:

88 Kilogramm. Beruf: Student.

Guten Tag, Herr Hinze. Wo denken

Sie, werden Sie mit dem

BHC (Bergischer Handball Club)

am Ende der Saison stehen?

Sebastian Hinze: Wir werden alles geben,

so dass ich hoffe, dass wir unter

den ersten Drei landen werden.

Was zeichnet den BHC aus, und

was ist das Besondere an dieser

Mannschaft?

Hinze: Wir geben immer vollen Ein-

satz – im Spiel und auch im Training.

Meistens versuchen wir, das Spiel

schnell zu machen, das heißt unter

anderem, Tempogegenstöße und

„Schnelle Mitte“ durchzuführen. Ich

hoffe, es kommt rüber, dass uns das

Handballspielen viel Spaß macht.

Welche Aufgaben haben Sie als

Mannschaftsführer?

Hinze: Ich bin sozusagen das Bindeglied

zwischen Mannschaft und Trainer

und der Ansprechpartner von

neuen beziehungsweise jungen Spielern.

Wenn es Probleme gibt, versuche

ich zu vermitteln. Und zu Beginn

jedes Spiels wähle ich, ob wir beginnen

oder ob wir die Spielfeldseite

aussuchen. Außerdem versuche ich

die Mannschaft anzuheizen – ob auf

dem Spielfeld oder von der Bank aus.

Wie alt waren Sie, als Sie mit

dem Handballspielen angefangen

haben?

Hinze: Ich war elf Jahre. In meiner Familie

haben alle immer nur Wasser-

Sebastian Hinze trainiert jeden

Tag. Foto: geu

ball gespielt, also habe ich damit erst

einmal angefangen. Aber dann hat

mich die Kioskbesitzerin, bei der ich

ab und zu etwas gekauft habe, gefragt,

ob ich nicht einmal in der Mannschaft,

die sie trainierte, Handball

spielen will. Und so habe ich dann in

der D-Jugend beim MTV Elberfeld

meine Handball-Karriere begonnen.

Wie oft und wie lange trainieren

Sie in der Woche?

Hinze: Wir trainieren jeden Abend und

dreimal in der Woche vormittags um

10 Uhr, das sind insgesamt so 15

Hopps Geld stünde Hoffenheim

heute nicht so weit oben“ sind

oft gehörte Beschwerden.

Das nächste Ziel muss für

Ralf Rangnicks Männer die

Qualifikation für die Champions

League sein. Denn eine

wahre Spitzenmannschaft ist

man erst, sobald man auch internationale

Erfolge vorweisen

kann. Diesen Schritt haben die

Bayern bereits hinter sich, stehen

im Achtelfinale der diesjährigen

Champions League. Obendrauf

auch noch als beste Mannschaft

des Turniers. Jürgen

Klinsmann kann zufrieden auf

die Hinrunde zurückblicken,

bedenkt man, dass Bayern zwischenzeitlich

sogar auf Platz elf

der Tabelle standen. Er hat das

geschafft, was ihm vor gar nicht

langer Zeit kaum jemand zugetraut

hätte. Das Gleiche gilt

auch für die Sensations-Aufsteiger

aus Hoffenheim. Man bemerke:

Mehr als die Hälfte aller

Herbstmeister standen auch

nach dem 34. Spieltag ganz

oben. Beste Voraussetzungen

für eine spannende und emotionale

Rückrunde.

� Von Julian Quarch, 10b

Gesamtschule Schwertstraße

Interview

Stunden. Dazu kommt dann am Wochenende

das Spiel.

Wie sieht ein normaler „Arbeitstag“

für Sie aus?

Hinze: Meistens stehe ich um 9 Uhr

auf, nur wenn wir vormittags Training

haben, früher. Nach dem Frühstück

gehe ich erst einmal mit meiner Hündin

„Hitch“ spazieren. Da ich zurzeit

Wirtschaftswissenschaften studiere,

lerne ich viel zu Hause, abends bin ich

dann beim Training.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Hinze: Es bleibt nicht viel freie Zeit.

Die Zeit, die ich übrig habe, verbringe

ich mit meinem Hund, meiner Familie,

und möglichst nicht mit Handball.

Wie wird man ein so guter Handballer

wie Sie?

Hinze: Durch viel Training! Natürlich

gehört auch Talent dazu. Bei mir war

es auch der Wille, der mich so weit

gebracht hat.

� Autor: Tristan Löwe u. Jonas Rapp, 8d,

August-Dicke-Gymnasium


SCHÜLER LESEN ZEITUNG S CHULE&KARRIERE«

Setzen, Beton-Sechs?!

„Also lautet ein Beschluss, dass der Mensch was lernen muss“, schrieb schon Wilhelm Busch. Aber

was, wenn man absolut keinen Bock hat, sich an den Schreibtisch zu setzen, um zu pauken? Überwinden

muss man sich, aber zahlreiche kleine Tricks helfen beim Lernen.

Dass jeder lernen muss, ist klar,

aber was soll man tun, wenn

man gar keine Lust hat zu lernen?

Als erstes sollte man an

das Lernen nicht mit einer genervten

Einstellung heran gehen.

Denn wenn man das tut,

merkt man sich weniger – das

ist wissenschaftlich bewiesen.

Außerdem sollte man alles, was

einen ablenken könnte, ausstellen,

also Handy, Fernseher oder

Computer.

Dann sollte man sich einen

groben Überblick über das machen,

was man zu tun hat.

Wenn das erledigt ist, macht

man sich einen Lernplan, auf

dem man alles genau aufschreibt,

was man lernen will.

Am besten ist es, wenn man mit

leichten Sachen beginnt, und

sich immer weiter hocharbeitet.

Es ist ebenfalls hilfreich, kleine

Notizzettel mit dem wichtigsten

Lernstoff kurz und in Stichworten

in der Wohnung aufzuhängen.

So lernt man quasi im Vorbeigehen.

Außerdem sollte man

nicht nur vor schriftlichen Arbeiten

lernen, sondern auch

ein- bis zwei Mal die Woche für

Fächer, in denen man schwächer

ist. Wenn man mit Freunden

lernen will, sollte man unbedingt

darauf achten, sich die

Zeit genau einzuteilen. Die ers-

Eine spannende Olympiade für die kleinen grauen Zellen

Schüler aus Solingen sind bei der Mathe-Olympiade erfolgreich

Im November war es wieder soweit:

die zweite Runde der Mathematik-Olympiade

im Gymnasium

Schwertstraße wurde

ausgetragen. Am 27. November

wurden die Ergebnisse bei der

Siegerehrung in der Aula der

Schule bekannt gegeben. In der

ersten Runde haben 16 060

Schüler aus 606 Schulen teil genommen,

während in der zweiten

Runde 6402 Schüler aus

524 Schulen teilnahmen. In der

dritten Runde nehmen 350 Teilnehmer

aus 53 Regionen in

NRW teil und in der vierten

Runde werden nur 13 Schüler

aus ganz NRW teilnehmen.

„Das ist ungefähr der gleiche

Stand wie in den letzten Jahren.“

In Solingen nahmen insgesamt

255 Schüler und Schülerinnen

aus der August-Dicke-

Schule, dem Gymnasium

Schwertstraße und dem Humbolt-Gymnasium

teil, in der

zweiten Runde haben 118 Teilnehmer

aus den drei Schulen

teilgenommen und in der dritten

Runde werden vier Schüler

teilnehmen. Bevor bekannt gegeben

wurde, wer in die dritte

Hausaufgaben, nichts als Hausaufgaben. Stöhn. Die Vokabel- und Formelberge lassen sich leichter bewältigen,

wenn man sie gut einteilt. Foto: Achim Blazy

te Hälfte konstant lernen und

dann – in der zweiten Hälfte –

ist Erholung angesagt. Auch das

Schlafen gehen am Abend spielt

eine wichtige Rolle, denn wenn

man am nächsten Tag ausgeschlafen

in der Schule sein will,

sollte man abends, bevor man

ins Bett geht, keine spannenden

Filme mehr gucken.

Um sich Vokabeln oder For-

meln besser merken zu können,

sollte man diese kurz vor dem

Schlafen gehen wiederholen.

Denn prägt man sich das kurz

vorher Angesehene besonders

gut ein.

Beginnt Dein Puls vor Referaten

so richtig zu rasen? So bekommst

du es in den Griff: Es

hilft, wenn man sich vorher immer

wieder sagt, dass von der

Junge Mathematikgenies können bei einem Wettbewerb zeigen,

was in ihnen steckt. Foto:Keystone

einen Arbeit gar nicht so viel abhängt.

Natürlich ist eine gute

Vorbereitung wichtig. Referate

übt man am besten vor dem

Spiegel, bis man sich sicher

fühlt. Dann kann man das Referat

Eltern oder Freunden vortragen.

So erfährt man, was sich

noch verbessern lässt.

� Von Ina Eileen Barnekow, 8a

Gymnasium Vogelsang

Runde kommt, wurde der diesjährige

Sponsor vorgestellt:

Herr Pollmeier von der Pollmeier

Consulting Group, ein Partner

der Formaxx-AG. Vom

Sponsor wurden belegte Brötchen

und Getränke, die Preise

und Kaffee und Mittagessen für

die Lehrer bereitgestellt. Das

Solinger Team besteht aus vier

Teilnehmern und fünf Nachrückern.

Diese Teilnehmer sind

Jan Asbach, Tobias Haunborst,

Matthias Littmann und Jana

Pick. Die Nachrücker sind Annegret

Limbach, Tim Evertz, Peter

Falk, David Smyczek und Paul

Idelberger. Die Teilnehmer, die

es auf einen zweiten und dritten

Platz geschafft haben, sind Julian

Krebber, Nora Ventker, Annika

Zensen, Caroline Löhr, Anna-

Lynn Dolmann, Nina Hackemann,

Aleyna Kayn, Lukas

Krieger, Johannes Christians

und viele andere. Alle Teilnehmer

erhielten eine Urkunde und

die Preisträger auf den Plätzen

eins bis drei bekamen zusätzlich

noch einen kleinen Preis.

� Von Lukas Krieger, 8c

August-Dicke-Gymnasium

21

Ernährung

Gutes Essen

gleich gute Noten?

Kinder, die sich gesund ernähren, sind

besser in der Schule. Dies ergab eine

Studie von Forschern der kanadischen

Universität von Alberta. Sie unterteilten

die 5000 Schüler nach der Qualität

ihrer Ernährung in drei Gruppen ein.

Die Wahrscheinlichkeit, bei einer Prüfung

durchzufallen, war bei der besten

gegenüber der schlechtesten Ernährungsgruppe

um 41 Prozent geringer.

Besonders leistungsfördernd wirkte

ein hoher Anteil an Ballaststoffen,

Obst, Gemüse und Eiweiß. Faktoren

wie den Bildungsstand der Eltern rechneten

die Kanadier heraus. Die Kinder

schreiben schlechte Noten, weil sie

sich schlecht oder auch gar nicht ernähren.

Die Kinder sollten morgens etwas

essen. Da viele dies nicht tun, haben

sie keine Energie und können sich

deshalb nicht konzentrieren. Vormittags

zwischen zehn und elf Uhr benötigt

das Gehirn neue Energie, damit

sich die Schüler im Unterricht weiter

konzentrieren können. Brot und Brötchen

liefern Kohlenhydrate, Käse und

Wurst hochwertiges Eiweiß, und Salatblätter

oder Gurkenscheiben sorgen

für frische Vitamine – gemeinsam sind

sie ein tolles und gesundes Team und

die Energietankstelle in den Pausen.

Das gibt Energie in der Schule: Frisches

Obst und Gemüse; Belegte Brote

oder Brötchen mit Käse oder Wurst,

belegt mit einem Salatblatt; Wasser,

Kräuter- und Früchtetees, Fruchtsaftschorlen

und Milchgetränke.

� Von Alina Stulysenko, 8a

Albert-Schweitzer-Schule

Konsum

Nicht am falschen

Ende sparen

Die Drogenszene hat in den letzten

Jahren durch die negative Grundstimmung

zugenommen. Die Jugendlichen

sehen keine Chance für die Zukunft:

fehlende Ausbildungsplätze, Arbeitslosigkeit

und unbestimmte Ziele fürs Leben.

Die Jugendlichen der heutigen

Generation haben einen schwindenden

Sinn für das Leben, sie leiden unter

Depressionen und Frustrationen.

Um diese Probleme zu verdrängen,

werden Drogen zum Alltag. Der Drogenkonsum

hat nicht nur zugenommen,

sondern es werden auch härtere

Drogen genommen. Jugendliche beginnen

sehr früh, Drogen zu konsumieren.

Beschaffungskriminalität zur Finanzierung

dieses Konsums ist an der

Tagesordnung. Viele beginnen zu

dealen. Die Hemmschwelle der drogenabhängigen

Jugendlichen sinkt

permanent. Sie kennen keine Skrupel

und sind stolz auf ihre Taten. Möglichkeiten,

die Zahl der Abhängigen zu reduzieren,

wären Jugendhäuser oder

Ganztagsschulen. Auch sollten mehr

Sozialarbeiter in die Szene gebracht

werden. Man sollte attraktive Freizeitbeschäftigungen

anbieten und so die

Jugendlichen von der Straße holen.

Jugendliche brauchen ein Ziel vor Augen,

deshalb sollte der Staat die Jugendlichen

unterstützen, denn sie sind

unsere Zukunft. Wie lange wollen wir

noch am falschen Ende sparen und

die Jugendlichen vernachlässigen?

� Von Roxsanne Martic, 8a

Albert-Schweitzer-Schule


22 »S CHULE&KARRIERE SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Mobbing

Ärgern, quälen,

verletzen, bedrohen

Mobbing gibt es fast in jeder Schule

und es nimmt stark zu. Öfters werden

die Opfer bedroht, keinem Lehrer oder

der Polizei davon etwas zu sagen,

sonst bekämen sie noch mehr Stress.

Streit in den Pausen gehört zum Schulalltag,

aber wenn Mitschüler mit aller

Konsequenz fertig gemacht werden,

dann ist das Mobbing. Wer verursacht

das Mobbing? Nicht selten sind es Jugendliche,

die sich als Gruppe sehen,

die einen Mitschüler mobben, der anders

aussieht oder schwächer ist als

die anderen. Mobbing bedeutet, jemanden

zu quälen und zu verletzen

oder wenn man einen Schüler ärgert,

angreift, beschimpft, beschuldigt bis

hin zu Drohungen und körperlicher

Misshandlung. Die Opfer ignorieren es

erst, dann wird es schlimmer und sie

müssen dagegen etwas machen. Manche

Opfer sagen es dem Lehrer und

manche versuchen es zu verheimlichen,

damit sie nicht noch mehr gemobbt

werden. Die Opfer, die es versuchen

zu verheimlichen, haben Angst.

In den meisten Fällen werden die

Schüler bedroht. Gemobbte Schüler

fühlen sich allein gelassen, gegen die

Wand gedrückt und sprachlos. Egal,

was die Opfer machen, es wird lächerlich

gemacht. Mobbende Schüler wollen

nur zeigen, wie cool oder wie stark

sie sind.

Die Folgen des Mobbens sind oft

Schulangst, Schüler versuchen, die

Schule oder die Klasse zu wechseln,

gehen aus Angst gar nicht mehr zur

Schule, müssen psychologisch betreut

werden. Es kann sogar vorkommen,

dass Opfer später selbst gewalttätig

reagieren. Amokläufe wie der Amoklauf

von Kahuajoki werden zum Teil

mit einem jahrelangen Mobbing dem

Amokläufer gegenüber in Zusammenhang

gebracht.

� Von Bahtiyar Yilmaz, 8a

Albert-Schweitzer-Schule

Diskussion

Eine Schuluniform

kann auch cool sein

Viele Leute denken bei dem Wort

Schuluniform direkt an eine langweilige,

altmodische Einheitskleidung. Ein

falscher Gedanke! Denn Schuluniformen

können auch cool und peppig

sein. Außerdem werden so alle Menschen

gleichgestellt. Denn wer kennt

das nicht? Man wird ausgeschlossen

weil man keine Ed Hardy Schuhe, keine

G-Star Hose, keine Converse-Tasche

oder generell keine oder nur wenige

Markenklamotten hat. Eine Sache,

die eigentlich idiotisch, doch leider

alltäglich ist. Innere Werte interessieren

heutzutage keinen mehr, wir leben

eben in einer Zweiklassengesellschaft.

Doch eine Uniform lässt diese

Einteilung der Gesellschaft verschwinden.

Es entsteht eine Gemeinschaft, in

der alle gleich sind. Und diese Uniform

muss ganz und gar nicht altmodisch

sein! In vielen Ländern hat sich diese

Einheitskleidung schon lange durchgesetzt

und bewährt. Was hindert

Deutschland, diese Idee in die Tat umzusetzen?

Ist der Markendrang schon

so groß?

� Von Isabelle Scherle, 8c

August-Dicke-Gymnasium

Über den Tellerrand

Immer nur zu Hause hocken? Muss nicht sein. Wer andere Länder, Menschen und Kulturen kennenlernen

will und gleichzeitig perfekt Spanisch, Englisch oder Chinesisch lernen möchte, kann ein Schuljahr

im Ausland verbringen. Oder wie wäre es damit, einen Gastschüler hier aufzunehmen?

„Die Leute sind hier offen und

freundlich, sie haben viel Interesse

an mir“, erzählt Sini aus

Finnland. Sie ist Austauschschülerin

und verbringt dieses

Schuljahr bei einer Familie in

Merscheid. Dort hilft sie ihrer

Gastmutter beim Tischdecken,

macht ihre Hausaufgaben und

trifft sich mit Freunden, wie ein

deutsches 17-jähriges Mädchen.

Nicht der Spracherwerb steht

im Mittelpunkt des langfristigen

Austauschs des Deutschen

Youth for Understanding Komitees

(YFU), sondern das Leben

und Erleben der fremden Kultur.

Durch das Teilen des normalen

Alltagslebens lernt man

nicht nur etwas über die neue,

sondern auch über die eigene

Kultur. Das führt zu einem besseren

Verständnis des Anderen.

Nebenbei erwirbt man eine

Fremdsprache. „Sich langsam

näher zu kommen, kennenzulernen

und dann vieles miteinander

zu teilen, Witze zu machen,

Spaß zu haben, das war

spannend“, sagt Malte, der

schon kleiner Gastbruder von

mehreren Austauschschülern

war. „Immer hatten die es nicht

leicht, so viele Regeln, so viele

neue Menschen und dann ohne

die eigene Familie.“ Aber es

sind Freundschaften entstanden,

die lange über das Austauschjahr

halten. Man hat sich

gegenseitig besucht und die Familien

kennengelernt. Eine Bereicherung

für beide Seiten.

Auch die Schule profitiert von

den Gästen aus der Ferne. Am

Gymnasium Vogelsang hatten

Ein Aufenthalt im Ausland trägt zur Völkerverständigung bei. Wer sich (noch) nicht länger von zuhause

wegtraut, kann seinen Eltern vorschlagen, einen Gastschüler aufzunehmen. Foto: Privat

die Schüler in den letzten Jahren

die Gelegenheit, Menschen

aus aller Welt zu treffen: Mika

aus Finnland, Lu und Tien aus

China, Ernesto aus Mexiko und

Keita aus Japan berichteten von

ihren Kulturen, ihrem Alltag

und ihren Interessen berichten.

Die Gastfamilien nehmen Schüler

unentgeltlich bei sich zu

Hause auf. In ihrem eigenen

Haushalt blicken sie über den

Tellerrand und schließen internationale

Kontakte. Aus über 40

Ländern kommen mehr als 500

Jugendliche zwischen 15 und

18 Jahren nach Deutschland. In

guter Obhut von Betreuern des

YFU leben und erleben sie Familie

und Schule. Mehr als 1200

deutsche Jugendliche gehen jedes

Jahr für ein Jahr in die Welt

und stellen ihre Füße unter einen

anderen Tisch. Was vor

mehr als 50 Jahren mit den USA

begann, ist längst globalisiert.

Es muss nicht Englisch sein,

YFU-Schüler lernen Ungarisch,

„Vertraue niemals einem Busfahrer im Dienst“

Glosse über die täglichen Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Busfahrer haben einen schweren

Job: ständig die gleichen

Strecken abfahren und gelegentlich

auch noch Tickets lösen.

Da ist es natürlich verständlich,

dass man da nicht immer

freundlich bleiben kann

und die angestaute Wut mal

rauslassen muss. Dass man da

von Zeit zu Zeit seine Macht

ausspielt, muss einem dann ja

nicht auch noch übel genommen

werden. Die scheinbar sadistische

Freude, die Busfahrer

darin haben, die Tür solang offen

zu lassen, bis bevorzugt alte

Leute, die grade einen kleinen

Sprint eingelegt haben, um den

Bus noch zu kriegen, die Tür vor

der Nase zuzumachen, ist erstaunlich.

Vielleicht ist so was

unter den Busfahrern ja schon

zu einer Sportart ausgeartet, Ju-

Busfahrer haben es nicht immer leicht. Deren Passagiere empfinden

es übrigens oft genauso. Foto: Thomas Bußkamp

gendliche gehen Fußball spielen,

ältere Leute gehen kegeln

oder Skat spielen und Busfahrer...nun

Busfahrer machen

den Leuten die Tür vor der Nase

zu. Doch die schlimmste Zeit für

jeden Busfahrer ist wohl die Zeit

vor Schulbeginn und nach

Schulschluss. „Seid ihr mal wieder

zu intelligent um aus der

Tür zu gehen?“ oder „Ich habe

Zeit“, gehören zum Standard-

Repertoire jedes Busfahrers.

Letzteres haben sie anscheinend

zur Genüge. Es ist unbegreiflich,

wie sie es schaffen, auf

Japanisch oder Spanisch. Es

kommt nicht darauf an, wo man

ein Jahr im Ausland verbringt,

sondern dass man das Wagnis

eingeht, sich ein Jahr lang auf

eine andere Kultur einzulassen.

Hat man Lust, zu erleben, wie in

Norwegen der Nationalfeiertag

begangen wird, möchte man

wissen oder wie „Braai“ in Südafrika

schmeckt, dann sollte

man sich bewerben.

� Von Svea Kippenhahn, Jana Schmidt, 8a

Gymnasium Vogelsang

zwei Haltestellen zehn Minuten

Verspätung herauszufahren.

Auch die Ticketkontrolle ist beeindruckend

penibel. Provokant

ignorieren die Busfahrer

das ihnen entgegengestreckte

Ticket und grüßen dafür ihre

entgegenkommenden Kollegen

mit ausgefallenen Gesten.

Wenn der Busfahrer zu verstehen

gibt, dass man sein Glück

an den hinteren Türen versuchen

solle, da vorn nicht genug

Platz sei, muss man auch damit

rechnen, dass, sobald man sich

auf den Weg gemacht hat, der

Busfahrer Gas gibt. Also sollte

der Grundsatz für jeden, der

den Bus nutzen will, sein: Vertraue

niemals einem Busfahrer

im Dienst!

� Von Luca Kahlert, 10a

Gesamtschule Schwertstraße


Berufe

Doktor Lampe

und das liebe Vieh

Der Tierarzt muss auch Schlangen

behandeln. Foto: Werner Esser

Emil, ein Golden Retriever, schlummert

friedlich im Eingangsbereich der Kleintierpraxis

von Dr. Michael Lampe auf

der Beethovenstraße (www.tierarztlampe-solingen.de).

Der 60-jährige

Tierarzt betreibt die Praxis seit 26 Jahren.

„Mit Tieren konnte ich schon immer

gut umgehen.“ Das lange Studium

nahm er für seinen Traumberuf in

Kauf. „Mit der Zeit sammelt man viele

Erfahrungen. Bei meiner ersten Operation

war ich damals natürlich noch etwas

unsicher“, sagt er. 500 bis 600

meist vierbeinige Patienten werden

monatlich von Dr. Lampe medizinisch

betreut. „Meistens sind es Hunde und

Katzen, die wir hier versorgen.“ Auch

seine eigenen beiden Hunde sind natürlich

bei ihm bestens aufgehoben,

wenn ihnen gesundheitlich etwas fehlt.

„Manchmal behandeln wir aber auch

exotische Tiere, wie beispielsweise

Schlangen oder auch Spinnen.“ Sogar

bei einer Untersuchung dürfen wir nun

zuschauen. Dr. Lampe hebt das kleine

Fellbündel auf den blitzblanken Untersuchungstisch,

richtet die grelle Lampe

aus und kontrolliert mit dem Stethoskop

den Herzschlag des Hundes.

Assistiert wird ihm dabei von einer

Tierarzthelferin, die den Vierbeiner

festhält und ihn etwas ablenkt. „Vier

Angestellte unterstützen mich tatkräftig

bei meiner Arbeit.“ Falls erforderlich,

bleiben die Tiere auch nachts zur

Überwachung hier. „Meine Frau und

ich wohnen über der Praxis, so dass

wir im Notfall direkt helfen können!“

� Von Jana König, Lena Lendermann,

Anna Löhe, Michel, 8f

Gesamtschule Wald

Kommentar

Schüler sind nur

Versuchskaninchen

Was bringt es, ein Jahr früher mit der

Schule fertig zu sein? Die Antwort darauf

lässt sich ganz einfach finden: Ein

Jahr weniger Erfahrung, mehr Arbeitslose

und Unmotivierte unter den Versuchskaninchen,

außerdem weniger

Studienplätze. Wenn sich unsere lieben

Politiker erst einmal gründlich

überlegt hätten, was für Veränderungen

die G8-Schulform bringen würde

und erst mal ein vernünftiges Konzept

erstellt hätten, wäre unsere Gesellschaft

noch zu retten gewesen! Drei

Jahre nach der G8-Einführung gibt es

jetzt für die Fünftklässler neue Bücher,

mehr Unterricht, aber der erste G8-

Jahrgang hat wirklich die „Arschkarte“

gezogen. Zu große Klassen überfordern

die Schüler und Lehrer. Dabei hat

jeder ein Recht auf Lernen, auf guten

Unterricht und auf Wissen.

� Von Katharina Schlüter, 8b

August-Dicke-Gymnasium

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S CHULE&KARRIERE«

Job fürs Leben

Schüler sollten sich möglichst früh mit dem Thema „Berufswahl“ auseinandersetzen.

Wer noch keine genaue Vorstellung hat, dem könnte ein Test im

Berufsinformationszentrum weiterhelfen. Und dann: bewerben!

Immer mehr Jugendliche gehen

in die Oberstufe oder von der

Schule, ohne zu wissen, welchen

Beruf sie ergreifen möchten.

Manche wissen noch nicht

einmal, in welche Richtung der

spätere Beruf einmal gehen soll.

Doch für alle Jugendlichen, die

vor der Berufswahl stehen, gibt

es wertvolle Tipps. Man sollte

sich zunächst einmal überlegen,

in welche Richtung der Beruf

einmal gehen soll und was für

einen das Wichtigste ist.

Für die einen ist es Freude

am Beruf, für die anderen ist es

das Geld. Jedoch sollte man sich

nicht nur vom Geld leiten lassen,

da ein Beruf, der keinen

Spaß macht, aber viel Geld einbringt,

irgendwann öde wird.

Um herauszufinden, welcher

Job der Richtige ist, kann man

einen Berufstest im BIZ (Berufsinformationszentrum)absolvieren.

Dieser Test zeigt, wo die persönlichen

Stärken und Schwächen

liegen. Wenn man sich für

eine Berufsrichtung entschieden

hat, kann man die Informationen

vom BIZ zur Hand nehmen

und sich über einen Beruf,

den man als Vorschlag vom Berufstest

ablesen kann, informieren.

Wenn man hinreichend Informationen

gesammelt hat

und weiß, dass der Beruf geeignet

ist, dann sollte man sich bei

einer Firma um ein Praktikum

bewerben. Die Praktika dauern

unterschiedlich lange, sodass

man manchmal auf die Ferien

Polizisten haben keine Langeweile

Dieses Interview wurde mit Kriminaloberrat

Christopf Frings geführt.

Herr Frings ist zur Zeit als Dozent

für die Fächer Kriminalistik und

Kriminaltechnik an der Fachhochschule

für Öffentliche Verwaltung

NRW tätig.

Wollten Sie schon immer Polizist

werden?

Ich hatte mir in meiner Schulzeit über

diesen Beruf überhaupt keine Gedanken

gemacht und bin erst während

der Bundeswehrzeit auf die Idee gekommen,

dass mich der Polizeiberuf

interessieren könnte.

Warum sind Sie Polizist geworden?

Ich finde, es ist ein interessanter Beruf,

der sehr abwechslungsreich ist

und viele verschiedene Aufgabenfelder

bietet.

Welche Voraussetzungen muss

man erfüllen um zur Polizei zu

kommen?

Vorausgesetzt wird Abitur oder die

Wenn ich groß bin, will ich Astronaut werden... so wie Thomas Reiter.

Wer weiß, was er will, kann durchstarten. Foto: NASA

ausweichen muss. Man sollte

trotzdem mehrere Praktika beziehungsweise

noch einen zweiten

Beruf, für den man sich interessiert,

auswählen, weil es sein

kann, dass aus dem Beruf, den

man anstrebt, nichts wird und

man dann nicht weiter weiß.

Es ist ratsam, dass man schon

vor der Oberstufe weiß, was

man werden möchte, um die

Kurse in der Oberstufe dementsprechend

zu wählen. Auch mit

Fachhochschulreife. Weiter wird bei

uns gute körperliche Fitness, Teamfähigkeit

und ein guter Gesundheitszustand

gefordert.

Wie lange dauert die Ausbildung

eines Polizisten?

Die Ausbildung zum Polizeibeamten/

zur Polizeibeamtin dauert in der Regel

drei Jahre.

Wie verläuft die Ausbildung zum

Polizisten an der Fachhochschule?

Die Ausbildung erfolgt nicht nur an

der Fachhochschule, sondern auch

beim Landesamt für Aus- und Fortbildung

sowie in den Polizeibehörden

selber. Einen Teil der Ausbildungszeit

studieren die Kommissaranwärter an

der Fachhochschule. Dort erlernen

sie die notwendigen theoretischen

Kenntnisse für den Beruf. Das Erlernte

wird anschließend beim Landesamt

für Aus- und Fortbildung trainiert.

In den nachfolgenden Behördenpraktika

wenden die Kommissaranwärter,

mittlerem Bildungsabschluss

sollte man sich überlegen, in

welchen Fächern man sich noch

ggf. verbessern sollte, um bei

der Bewerbung ein gutes Zeugnis

vorlegen zu können.

Mit diesen Tipps kann jeder

seinen Traumberuf finden und

es muss in Zukunft nicht mehr

so viele Jugendliche geben, die

ratlos von der Schule gehen.

� Von Fabian Broszat, 10e

Gesamtschule Schwertstraße

dann unter der Anleitung ihres Tutors,

die erlernten Kenntnisse an.

Wie lange hat Ihre Ausbildung

gedauert?

Meine Ausbildung ist mit der Ausbildung

heute nicht vergleichbar, sie hat

jedoch insgesamt sechseinhalb Jahre

gedauert.

Wie werden Polizisten auf die

psychische Belastung in Einsatz

vorbereitet?

Auf die normalen beruflichen Belastungen

werden Polizeibeamte natürlich

vorbereitet. In besonderen Fällen,

zum Beispiel nach belastenden Einsätzen,

steht auf Wunsch eine besondere

Betreuung zur Verfügung.

Haben Sie schon mal eine gefährliche

Situation erlebt?

Ja, das kommt schon mal vor, liegt

aber schon länger zurück und war bei

meiner Zeit bei der Schutzpolizei als

junger Beamter.

Wie sehen die Arbeitszeiten bei

der Polizei aus?

23

Berufe

Ein Lächeln in der

Weihnachtsbäckerei

Es ist bitterkalt draußen, und wir können

nicht schnell genug die Ladentür

der Bäckerei Stöcker in der Beethovenstraße

öffnen. Was für ein Geruch!

Der Duft frischgebackener warmer

Brötchen mischt sich mit dem leckeren

Aroma des Gebäcks, das einen daran

erinnert, dass wir uns in der Adventszeit

befinden. Während die 48jährige

Backwarenfachverkäuferin

noch einige Kunden bedient, versüßen

wir uns die Wartezeit und können uns

nicht satt sehen an den vielen Plätzchen.

Natürlich in der stillen Hoffnung,

dass wir eine kleine Kostprobe bekommen

werden – vielleicht ein paar von

den Zimtsternen?

„Also, langweilig wird es eigentlich

nie, nur ab und zu ein bisschen stressig“,

sagt Frau Walke. „Obwohl ich

schon seit 18 Jahren in diesem Beruf

arbeite, macht mir der Umgang mit

den Kunden immer noch sehr viel

Spaß.“ Bevor sie sich erneut Zeit für

eine Kundin nimmt, die gerade mit

Plastiktüten beladen die Bäckerei betritt,

bekommen wir tatsächlich von ihr

etwas Gebäck zum Probieren.

Hmmmm! Lecker! Für uns ist es unvorstellbar,

dass Frau Walke morgens

schon um 4.30 Uhr aufstehen muss,

wie wir noch kauend erfahren. Als sie

in unsere erstaunten Gesichter blickt,

kann sie sich ein Lachen nicht verkneifen,

betont aber noch einmal: „Trotzdem

macht mir dieser Beruf auch

nach so vielen Jahren immer wieder

aufs Neue Freude“. Als kurze Zeit später

wieder Kunden den Laden betreten,

wird es Zeit für uns zu gehen.

Jetzt wissen wir, was Frau Walke damit

meinte, dass es „ab und zu ein

bisschen stressig“ ist. Vor der Tür,

noch bevor wir dieselbe Kälte wie

eben wieder zu spüren bekommen,

drehen wir uns noch einmal um und

werfen einen letzten Blick in die gastfreundliche

und warme Bäckerei.

� Von Louis Buchmüller, Patric Esser,

Nina Klein, 8f

Gesamtschule Wald

Interview

Die Arbeitszeiten hängen natürlich

davon ab, in welchem Bereich man

bei der Polizei arbeitet. Wer im Streifendienst

arbeitet, und da arbeiten

die meisten Kollegen, der arbeitet im

Schichtdienst mit Früh-, Spät- und

Nachtdienst. Der Schichtdienstplan

läuft dann natürlich auch am Wochenende

durch, so das häufig nur ein Wochenende

im Monat wirklich dienstfrei

ist. Wer hingegen bei der Kriminalpolizei

arbeitet hat häufig Tagesdienst,

jedoch sind auch hier, je nach

Aufgabengebiet, häufig abweichende

Arbeitszeiten üblich.

Würden Sie Ihren Beruf weiterempfehlen?

Wer mit wechselnden Arbeitszeiten

kein Problem hat, dem kann ich den

Beruf sicherlich empfehlen. Wer sich

das richtige Aufgabengebiet bei der

Polizei sucht, dem kann der Beruf eigentlich

keine Langeweile bereiten.

� Von Niklas Frings, 8

Theodor-Heuss-Realschule


24 »S CHULE&KARRIERE SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Berufe

„Jeder Tag ist eine

Herausforderung“

IT-Manager müssen teamfähig

sein. Foto: gms

Wir stehen in dem großen Gebäude

der neu fusionierten Firma UCB und

benutzen die Treppe statt des Aufzugs,

denn wir wissen, dass sich der

IT-Bereich bereits in der ersten Etage

befindet. Ein sehr langer Flur mit mehreren

Abzweigungen zu den einzelnen

Büros liegt vor uns. Schnell finden wir

das großzügig geschnittene Büro des

IT-Managers Ingo Buchmüller, das er

sich mit einem anderen Mitarbeiter

teilt. Beide sitzen in ruhiger Atmosphäre

konzentriert vor ihren Computern,

als wir anklopfen. „IT steht für ‘Information

Technology‘“, klärt er uns auf,

nachdem wir an einem Tisch Platz genommen

haben. „Mit Hilfe von PCs

und entsprechender Software können

unterschiedliche Fachbereiche effizient

zusammenarbeiten“, fährt er fort.

Wir erfahren, dass hier lebenswichtige

Medikamente für kranke Menschen

entwickelt, produziert und vermarktet

werden. UCB hat nach der Fusion weltweit

44 Produktions- und Versandstandorte.

Dies macht natürlich häufige

Reisen ins Ausland erforderlich.

„Die sind zwar sehr belastend und anstrengend,

aber es ist auch äußerst interessant,

mit Mitarbeitern unterschiedlicher

Nationalitäten zu arbeiten

und verschiedene Kulturen kennen zu

lernen.“ Mit Hilfe von IT-Systemen werden

die produzierten Medikamente

verwaltet, und es wird dafür gesorgt,

dass sie in der richtigen Menge am gewünschten

Standort ankommen. „Unsere

Kunden sind in der Regel der

Großhandel, Apotheken oder Krankenhäuser.“

Für den Beruf des IT-Managers ist

ein Studium der Informatik oder Betriebswirtschaft

erforderlich. Außerdem

sind nicht nur Teamfähigkeit gefragt,

sondern auch Sprachkenntnisse

sind entscheidend. „Englisch sollte

man beherrschen. Besser ist es aber,

wenn man zusätzlich noch eine weitere

Sprache spricht.“ Morgens um 7

Uhr geht der Arbeitstag für einige IT-

Mitarbeiter schon los, die mit ihren

Projekten meistens unter Termindruck

stehen. „Die 45-minütige Mittagspause

ist unsere einzige Verschnaufpause,

die wir oft in der Kantine verbringen.“

Der lange und anstrengende Arbeitstag,

mit mehreren Meetings und Besprechungen,

endet abends zwischen

17 und 20 Uhr. „Obwohl ich schon 20

Jahre als IT-Manager arbeite, ist jeder

Tag wieder eine neue Herausforderung“.

� Von Lucas Buchmüller, Korvin Derksen,

Justus Kreil, 8f

Gesamtschule Wald

Blazer oder

Baggy Pants?

Beim Thema „Schuluniform – Ja oder Nein“ scheiden sich die Geister. Viele

denken, dass dadurch weniger gemobbt würde. Andere würden eine Uniform

nur anziehen, wenn mehr Kombinationen zur Auswahl stünden.

Die Schuluniform ist ein heikles

Thema. Sollten die Solinger

Schulen sie wieder einführen?

Würden die Schüler sie einfach

so annehmen? Zu diesem Thema

gibt es bei den Schülern keine

Übereinstimmung. Denn ist

es nicht so, dass auf der einen

Seite keiner mehr individuell

wirkt oder auch als einzelner

gesehen wird? Aber wäre es

nicht auch ein großer Schritt gegen

Mobbing an den Schulen?

Nur sind wir Schüler leider besonders

einfallsreich in Sachen

Mobbing, denn wir würden uns

dann bestimmt über etwas anderes

lustig machen. Aber was

denken wir wirklich?

Florian E. sagte uns: „Ich

würde es befürworten, wenn

Schuluniformen eingeführt

würden, aber es müsste mehr

Auswahl in Farben und Kombinationen

geben.“ Auf die Frage,

ob Schuluniformen Vorteile

bringen würden, bejahten viele

Schüler diese. Desweiteren gaben

die meisten als Grund Mobbing

an. Aber bei der Frage, ob

die Lehrer auch Uniformen tragen

sollen, waren die Jugendlichen

unterschiedlicher Meinung.

Denise S. stimmt der Frage

dennoch zu und gibt als konkrete

Antwort, dass Lehrer Anzüge

mit Krawatte oder Fliege

und Lehrerinnen Kleider oder

Hosenanzüge tragen sollten.

Wieder andere fanden, es sollte

auf jeden Fall altersgerecht

sein. Doch es waren einige dagegen,

mit der Begründung,

dass Lehrer kein Teil der Schülergemeinschaft

bilden. Da andere

Schulen die Schuluniform

schon längst zur Pflicht ge-

In England sind Schuluniformen völlig normal. Bei älteren Mädchen

ist es hip, die Krawatte kurz zu tragen. Foto: Shout

macht haben, steht die Frage

aus, warum nicht auch in Solingen

dieser Schritt getätigt wird.

Vielleicht blieb dieser Schritt bis

jetzt aus, da die Gegner der Uniformen

sagen, dass die Einheitskleidung

die Probleme in den

Schulen auch nicht lösen könn-

te. Hamburger Wissenschaftler

haben festgestellt, dass an

Schulen mit Uniform weniger

gestritten wird. Jeder muss für

sich selber entscheiden, ob er

dafür oder dagegen stimmt.

� Von Pia Hefer, Lisa Schmitz, 10d

Gesamtschule Solingen

Ganztagsschule – ein Projekt mit Zukunft?

Die Schulen in Solingen brauchen erneut Geld, um ihre Cafeterien zu erweitern

Ganztagsschule, ein viel und oft

diskutiertes Wort in den Medien

unserer Zeit. Zu Recht? Ja. So

könnte die kurze und knappe

Antwort lauten. Jedoch ist es interessant,

auch hinter die Kulissen

dieser Antwort zu blicken.

Viele Schulen haben auf Kosten

der Stadt auf eine Ganztagsschule

umgerüstet und Cafeterien

auf ihren Schulhöfen gebaut.

Jetzt tauchen natürlich sofort

die ersten Zweifel aus Elternkreisen

auf. Da kommt die

Frage auf: „Nehmen wir unse-

ren Kindern jetzt nicht etwa ihre

Freiheit zum Spielen weg?“

Schließlich mussten Klettergerüste

und Schaukeln kalten

Steinbauten weichen, in denen

jeden Mittag das von den Eltern

bezahlte Essen angerichtet

wird.

Das Angebot der Ganztagsschule

wurde direkt gern und

mit positivem Feedback von vielen

Eltern angenommen und somit

tummeln sich jeden Tag viele

Kinder in den Esssälen. Mit

der Zeit zu viele. Jetzt stellen

die Schulen Anträge, dass sie

von der Stadt erneut Geld

bräuchten, um weitere Cafeterien

bauen zu lassen, da in der

schon bestehenden Cafeteria

der Platz knapp wird. Mit dem

Bau neuer Cafeterien wird jedoch

automatisch der Platz auf

den Schulhöfen wieder eingeschränkt,

weil die meisten

Schulen es sich nicht leisten

können, neue Grundstücke zu

kaufen. Die andere Frage wäre:

„Kann es sich die Stadt Solingen

überhaupt leisten, Geld in die

Vor 50 Jahren

Ein Schulleben

ohne Stress

Schuluniformen, lange Schulwege, viele

arme Kinder und Schläge vom Lehrer

– war das das Leben in einer Schule

vor 50 Jahren ?

Diese Frage beschäftigt viele Kinder.

Wir haben recherchiert und Menschen

beim Einkauf in Solingen befragt.

Dabei stellte sich heraus, dass

Jungen und Mädchen gar nicht getrennt

wurden. Außerdem mussten

keine Schuluniformen getragen werden

und vom Lehrer wurden die Kinder

nur dann geschlagen, wenn sie

nicht gehorchten oder mit dem Tischnachbar

redeten. Respekt vor dem

Lehrer, eine gerade Haltung und eine

mobbing-freie Klassengemeinschaft

waren früher normal. Zu langen Schulwegen

äußerten sich die Befragten

sehr eindeutig. Etwa 90 Prozent der

Befragten mussten eine weite Strecke

zurücklegen, doch da immer ein oder

mehrere Freunde dabei waren, wurde

der Weg als lustig empfunden. Wandertage

oder Klassenfahrten waren

früher sehr teuer. Deswegen mussten

die Klassen immer zu Fuß gehen. Es

war einmalig und sehr witzig, wenn

man mal mitgehen konnte.

� Von Elena T., Friederike H., Alena B.,

Yasemin U., 8b

August-Dicke-Gymnasium

Jugend von heute

Gute Noten

werden oft geneidet

Ein unbeschwertes Leben? Gibt es das

überhaupt noch? Diese Frage stellen

sich einige Jugendliche. Sie stehen auf

und wissen, dass sie heute in die

Schule müssen, obwohl ihre Chancen

auf dem Arbeitsmarkt nicht sehr gut

stehen. Oft werden gute Schüler wegen

ihrer besseren Leistungen gemobbt.

Einerseits vielleicht aus Neid

und andererseits auch da sie sich

mehr auf die Schule, als auf unwichtigere

Dinge, wie Mode konzentrieren.

Gerade in der letzten Zeit häufen sich

die Vorfälle von Mobbing, bei denen

auch erschreckende Gewalt angewendet

wird. Um nicht selbst zum Opfer zu

werden, versuchen sich immer mehr

Jugendliche durch Kriminalität zu behaupten.

Das ist auch einer der Gründe,

warum gerade erwachsene Menschen

viele Vorurteile gegenüber der

„Jugend von Heute“ haben.

� Von Adriana Miera, Svenja Hamacher, 8c

August-Dicke-Gymnasium

Bauarbeiten zu investieren angesichts

des Schuldensumpfes

in dem sich die Stadt derzeit befindet?“

Man müsse an den richtigen

Enden sparen, sagt ein

Sprecher der Finanzabteilung

Solingen. Jetzt ist zu hoffen,

dass das Wohl unserer Kinder

nicht als unnötige Ausgabe gilt

und dass das sinnvolle Projekt

Ganztagsschule nicht von finanziellen

Problemen eingeholt

wird.

� Von Lisa-Sophie Knecht, 10e

Gesamtschule Schwertstraße


SCHÜLER LESEN ZEITUNG S CHULE&KARRIERE«

Ein Traumberuf:

Radiomoderator

Einfach drauflos quasseln? Wer gerne die Klappe aufreißt und stundenlang erzählen kann, hat schon

mal ein gutes Start-Potenzial. Aber als Moderator muss man auch deutlich sprechen. Und die Texte vorher

selbst zusammenstellen. Auch die technischen Geräte im Studio wollen beherrscht werden.

Montagmorgen, sieben Uhr.

Noch fünf Sekunden bis das

letzte Lied zu Ende ist und man

seine perfekt überlegten Worte

gekonnt vortragen muss. Vier,

drei. Halb Solingen wird zuhören.

Zwei, eins. On air! So stellen

sich die meisten den Beruf

des Radiomoderators vor. Aber

wie ist es wirklich? Wie stressig

ist der Beruf? Welche Voraussetzungen

muss man mitbringen

und vor allem – wie steige

ich in den Beruf ein?

Um das alles herauszufinden,

sprechen wir mit einer Expertin

auf diesem Gebiet. Alex

Becker, die Redaktionsleiterin

und stellvertretende Chefredakteurin

des Lokalsenders „Radio

RSG“, die seit acht Jahren im

Dienst ist, zeigt uns den Sender

und steht uns bei unseren Fragen

zur Verfügung. „Für Menschen,

die mit großem Zeitdruck

nicht klarkommen, ist

dieser stressige Beruf sicher

nichts“, sagt Alex Becker. „Daran

sind in meiner Zeit hier

auch schon Einige gescheitert.“

Doch nicht nur das muss man in

diesen Beruf mitbringen.

Auch eine offene Art, eine

deutliche Aussprache und ein

gutes Allgemeinwissen gehören

dazu. „ 90 Prozent aller Redak-

Als Radiomoderator in „Good Morning Vietnam“ brauchte Robin Williams alias Daniel Cronauer keine

spezielle Ausbildung. Zugehört haben ihm trotzdem alle. Foto: Touchstone Pictures

teure haben Abitur“, sagt Becker.

„Es gibt etliche Wege, in

diesen Beruf zu gelangen“, fügt

sie hinzu, „die klassischen sind

allerdings, nach dem Abitur

Journalistik zu studieren, oder

eine Journalistenschule zu besuchen.“

Man kann auch durch ein

Praktikum beim Sender in den

Beruf gelangen. Sehr praktisch,

da man dort schon die techni-

schen Seiten dieses Berufes beschnuppern

kann. Die gibt es

nämlich auch, wie wir sehen, als

Alex Becker uns in das Aufnahmestudio

führt und uns drei

Monitore und ein kompliziert

aussehendes Mischpult zeigt.

„Hier sind alle Jingles und Lieder

gespeichert. Jeder Moderator,

der gerade auf Sendung ist,

muss hier die Töne abspielen,

die in dem Moment angebracht

Bestatter: Die Anwälte der Toten

Sie begleiten Hinterbliebene und kümmern sich um die Formalitäten

Viele Menschen stellen sich unter

einem Bestatter einen traurigen,

blassen Menschen mit herunter

hängenden Mundwinkeln

und Sorgenfalten im Gesicht

vor. Diese Klischees verabschieden

sich sofort, wenn man

in das Schaufenster des Beerdigungsinstituts

Katzbach & Düferenne

schaut. Einladende Bilder

und warme Farben heißen den

Besucher willkommen. Frank

Grah, der Geschäftsführer des

Instituts, öffnet uns die Tür.

Er bezeichnet seinen Beruf als

Traumberuf, denn er hat viel

mit Menschen zu tun und hilft

ihnen, Krisensituationen, wie

einen Todesfall, zu verarbeiten.

„Es ist wichtig, seine Trauer

richtig zu durchleben, sonst

kann es zu schweren Krankheiten

führen”, so Grah. Ein Bestatter

hilft den Hinterbliebenen

dabei. Zu seinen Aufgaben gehören

nicht nur: abholen, fertig

Bestatter wie Frank Grah sorgen dafür, dass Angehörige in Ruhe Abschied

nehmen können. Foto: gms

sind. Der Beruf macht Spaß“,

sagt Becker. „Man muss nur mit

dem Zeitdruck klarkommen,

man muss ihn mögen. Das muss

deine Motivation sein“, betont

sie. Und natürlich muss man es

lieben, zu reden. Ist das der Fall,

hat Radiomoderator definitiv

Traumberufpotenzial.

� Von Leonie Heintz, Laura Wenzel,

Julija Zupanic, 8b

Gymnasium Vogelsang

machen und die Beerdigung des

Toten, sondern auch: das Erledigen

von Formalitäten, Terminplanung,

Organisation und

Unterstützung. Grah sieht sich

als „Anwalt der Toten”, denn er

erweist dem Verstorbenen seine

letzte Ehre, indem er ihn so herrichtet

wie man auf seine letzte

Reise gehen möchte. „Ich gebe

den Toten das Recht auf Ansehen

und Gepflegtheit!” Auf die

Frage, wie er mit dem Thema

Kindstod umgehe, antwortet

Herr Grah, dass es eine Seite in

seinem Beruf sei, mit der man

lernen müsse, umzugehen. Die

meisten Menschen wollen

nichts mit dem Tod zu tun haben.

Aber manchmal überwiegt

die Neugier, denn der Bestatter

ist die letzte Station im Leben

eines Menschen.

� Von Rebecca Kummer,

Anastasia Papadopoulou, 8c

Gymnasium Vogelsang

25

Berufe

Schlosser sind fit in

Mathe und Zeichnen

Ein leicht verbrannter Geruch von geschmolzenem

Metall steigt uns in die

Nase, als wir die Halle der Schlosserei

Große betreten. Laute Schleifgeräusche

übertönen die Radiomusik. Ab

und zu fliegen feurige Funken aus der

hinteren Ecke, wo gerade geschliffen

wird. „Sicherheit wird bei uns ganz

groß geschrieben“, betont Ralf Große,

selbstständiger Schlossermeister. Feuerfeste

Kleidung, Stahlkappenschuhe,

Schutzbrillen und Gehörschutz sind für

seine Mitarbeiter und ihn selbstverständlich.

„Bei über zehn Maschinen,

an denen beim Arbeiten etwas passieren

kann, sind solche Sicherheitsmaßnahmen

Pflicht.“

Die Ausbildung zum Schlosser dauert

drei Jahre. „In dieser Zeit lernt man

verschiedene Bereiche dieses Berufes

kennen.“ Die Metallbearbeitung und –

verarbeitung gehören genauso dazu

wie der korrekte Umgang mit den Maschinen.

„Mathematik und technisches

Zeichnen spielen bei unserem Beruf

eine große Rolle. Darin sollte man

schon fit sein, wenn man sich für diese

Ausbildung entscheidet.“ Mit einem

Blick zu Jana fügt Herr Große hinzu:

„Mädchen ergreifen den Beruf der

Schlosserin selten. Vielleicht wäre er ja

etwas für dich, was meinst du?“ Je

nach Spezialisierung der Schlosserei

gehören auch Blecharbeiten, Fräsen

und Montageeinsätze auf Baustellen

oder bei anderen Firmen dazu. „Im

Großen und Ganzen ein abwechslungsreicher

und anspruchsvoller Beruf!“

Jana hat ja noch ein paar Jahre

Zeit, um sich für oder gegen eine solche

Ausbildung zu entscheiden. Aber

über ein Praktikum will sie schon

nachdenken. Warum auch nicht? Von

einem „typischen Männerberuf“ lässt

sie sich jedenfalls nicht abschrecken.

� Von Tobias Große, Pascale Heinen,

Jana Sürenhagen, 8f

Gesamtschule Wald

Internet

Ein Spiel auf der

Schul-Homepage

Mittlerweile besitzen viele Schulen

eine Homepage. Doch die Qualität dieser

Homepages ist teilweise sehr unterschiedlich.

Es geht von einer nicht

vorhandenen Site der Gesamtschule

Wupperstraße bis zu einem Webauftritt

des Gymnasiums Vogelsang, in

dem der User sich das Layout der

Startseite persönlich anpassen kann.

Startseite und Layout ist auch ein

Stichwort für die August-Dicke-Schule:

denn je mehr nicht zuordbare Bilder

auf der Startseite, desto größer die

Verwirrung. Nicht gerade begeisternd

ist die Homepage der Realschule Vogelsang,

die zwar mit dem Adventskalender

eine gute Idee enthält, aber von

der Qualität des Gymnasiums Vogelsang

weit entfernt ist. Die Seite der

Schwertstraße ist die einzige, die eine

Suche besitzt.

Die Hauptschule Zentral bietet ein

Spiel für die Jüngeren an. Insgesamt

erhält man aber auf den Homepages

schnell und bequem präzise und zuverlässige

Informationen über die verschiedenen

Schulen.

� Von Lorenz Kiekenap, Christian Käsbach, 8d

Humboldtgymnasium


26 »S CHULE&KARRIERE SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Schulpolitik

Bin ich dümmer

als ein Sachse?

In Pisa und NRW geht einiges

schief. Foto: Privat

Pisa und kein Ende. Die Ergebnisse

der letzten Studie sind deprimierend.

Wieder liegen Schüler aus NRW in der

naturwissenschaftlichen und der mathematischen

Kompetenz mit Platz 13

von 16 im unteren Viertel aller Bundesländer.

Nur beim Leseverständnis

konnte sich NRW auf Platz 8 verbessern.

Pisa-Sieger sind eindeutig die

Sachsen. Sie konnten sich überall auf

Platz eins verbessern und die bisher

führenden Bayern überholen. Überhaupt

haben die östlichen Bundesländer

überdurchschnittlich aufgeholt

und gut abgeschnitten.

Sind die Schüler aus NRW also weniger

intelligent als die sächsischen

Schüler? Rein statistisch sicher nicht.

Vermutlich sind sie genau so schlau.

Woher kommen also diese Unterschiede?

Und was muss getan werden?

Für das gute Abschneiden der

Sachsen gibt es vermutlich mehrere

Gründe:

Sachsen hat die kleinsten Klassen

im Vergleich zu anderen Bundesländern.

In Grundschulklassen mit im

Schnitt 19 Schülern kann eine bessere

Basis geschaffen werden.

Sachsen gibt den Naturwissenschaften

Vorrang: Physik, Chemie und

Biologie sind bis zum Abitur Pflicht. In

NRW können Naturwissenschaften abgewählt

werden.

Sachsen hat mit unter vier Prozent

nur sehr wenige Schüler mit Migrationshintergrund

und damit weniger

Sprachprobleme. In NRW liegt der Anteil

weit höher.

Sachsen bietet den versetzungsgefährdeten

Schülern Lerncamps. So

schaffen 80 Prozent dieser Schüler die

Versetzung. In NRW sind Förderangebote

der Schulen rar. Meist müssen

sich Eltern und Schüler selbst darum

kümmern.

Sachsen hat ein zweigleisiges

Schulsystem aus Gymnasium und Mittelschule.

Erst nach der sechsten Klasse

wird die Mittelschule in Hauptschule

und Realschule unterteilt. NRW

trennt nach wie vor direkt nach Klasse

vier in die drei Schulformen.

Kann ich also von den Sachsen lernen?

Als Schüler nicht. Aber als Verantwortlicher

für Bildung und Schule

schon. Politiker müssen die Bedingungen

für Schüler und Lehrer schaffen,

die Chancengleichheit zwischen uns

und den Sachsen herstellen. Nur das

Turboabitur einzuführen reicht nicht.

Wir wollen nicht nur gefordert, sondern

auch gefördert werden. Man darf

auf die nächste PISA-Studie gespannt

sein.

� Von Michael Bauer, 8d

Gymnasium Vogelsang

Ganztag ja oder nein?

Die Ganztagsschule ist prima, weil man so viel mehr und viel besser lernt, meinen die einen. Andere sehen

es nicht ganz so positiv, dass sie den ganzen Tag in der Schule verbringen müssen. Wo bleibt da

Zeit für die Hobbys? Das Allerbeste allerdings: Dass man immer mit den Freunden zusammen ist.

Ich habe Schüler gefragt, die auf

einer Ganztagsschule sind und

Schüler, die ab nächstes Schuljahr

auf eine Ganztagsschule

kommen, weil ihre Schulen ihr

Schulsystem ändern. In ganz

Deutschland werden Schulen

zu Ganztagsschulen. Es wird einen

riesigen Wandel geben und

die Betroffenen müssen sich total

umstellen. Es gibt neue Regeln

für Lehrer und Schüler. Der

wissenschaftliche Beirat für Familienfragen

beim Bundesministerium

sieht dies als Möglichkeit,

die vielen Teenager und

Kinder auf den richtigen Weg zu

bringen und die Möglichkeit ihnen

eine sichere und erfolgreiche

Zukunft zu fördern.

Die Schule wird ein erweiterter

Bildungsraum. Es wird dafür

gesorgt, dass die Schüler lernen

sich durchzusetzen. Zum Beispiel

bei der Arbeitsplatzsuche,

damit die Schüler nicht so

schnell aufgeben und ihre eigene

Meinung sagen. Dazu lernen

sie, wie sie schneller und besser

lernen können. Die Schüler lernen,

wie sie in Zukunft ihre Lebenspläne

machen können. Sie

lernen, die Mitwelt und die Umwelt

zu beachten und lernen etwas

über die politische und soziale

Versorgung. Dies wird ihnen

alles durch die Ganztagsschulen

erleichtert. Den Schülern

wird nur die Welt gezeigt,

und ihnen werden die Augen

geöffnet. Ein Schüler, der eine

Für manche gilt es schon, anderen steht es bald bevor: lernen rund um die Uhr. Manche Schüler haben

Angst, dass dann bei ihnen die Freizeit zu kurz kommt. Foto: Andreas Bretz

Ganztagsschule besucht, äußert

sich folgendermaßen zu diesem

Thema: „Ich bin der Meinung,

dass man auf der Ganztagsschule

viel besser und auch mehr lernen

kann.

Es gibt viele Möglichkeiten,

für die Zukunft dazu zu lernen.

Der Unterricht ist spaßig gestaltet,

so dass wir nicht die ganze

Zeit da sitzen und dem Lehrer

zuhören müssen.“ Eine Schüle-

rin, die ab dem Sommer 2009

eine Ganztagsschule besuchen

wird, sagte: „Ich habe zwei verschiedene

Meinungen. Auf der

einen Seite finde ich gut, dass

ich mit meinen Freunden zusammen

bin und dass ich mehr

lerne, weil im Moment ein

ziemlicher Druck auf mir lastet.

Aber auf der anderen Seite mache

ich mir ziemlich Sorgen um

meine Freizeit. Weil wenn ich

so lange Schule habe, weiß ich

nicht, ob ich dann noch Zeit für

meine Freizeit habe.“

Egal, wie viele ich gefragt

habe, ich bekam immer dieselbe

Antwort. Man darf also keine

Vorurteile haben, denn man

muss es erst selber erleben – das

große Abenteuer Ganztagsschule.

� Von Natascha Radtke, 8d

Gymnasium Vogelsang

Viel Stress in der Küche – am laufenden Band

Wie ist eigentlich die Arbeit in der Großküche des Krankenhauses Bethanien? Wir haben nachgefragt.

Während wir durch den langen,

weißen Gang gehen, hören wir

schon das Rattern einer Kaffeemaschine.

Gerade läuft uns das

Wasser im Mund zusammen,

weil wir die leckeren Essensdüfte

aus der Küche riechen, als

auch schon eine Tür aufgeht

und der Koch Andreas Jochem

uns im Krankenhaus Bethanien

begrüßt. Mit zirka 40 weiteren

Angestellten sorgt er für die

Mahlzeiten der Patienten. „Das

Betriebsklima ist gut. Ich kann

mit allen bestens zusammenarbeiten“,

sagt er. Dass dies

stimmt, sehen und hören wir an

den kleinen Scherzen, die er

und seine Kollegen machen.

„Am Wochenende ist nicht so

viel los, aber donnerstags und

freitags haben wir ganz schön

viel Stress.“ Bevor wir in den

Produktionsbereich gehen dürfen,

müssen wir uns einen Kittel

und eine Kopfbedeckung anziehen.

Als Herr Jochem uns das

große Tiefkühlhaus zeigt, grinst

Nach dem Essen ist vor dem Essen. Das benutzte Geschirr muss eingesammelt

und gereinigt werden. Foto: Andreas Krebs

er uns an: „Hier ist es kalt wie in

Sibirien.“ Das Thermometer

zeigt 20 Grad minus an. Für

rund 500 Personen kocht das

Team jeden Tag das Essen, das

bereits um 10 Uhr morgens von

einem Band auf Tabletts umge-

packt wird. Danach wird es mit

Hilfe von Essenswagen zu den

Häusern gebracht. „Die Bewohner

können vorher aus drei Menüs

wählen.“ Pro Woche gibt es

zwei- bis dreimal Fisch. „An

Sonn- und Feiertagen gibt es et-

was Besonderes, beispielsweise

einen Braten.“ Ein Koch hantiert

natürlich nicht nur mit dem

Messer, rührt in den Töpfen und

schmeckt mit Gewürzen ab. Zu

seinen Aufgaben gehört es

auch, den Kollegen Aufträge zu

erteilen, zu schauen, ob alles

gut und reibungslos läuft. Auch

Bestellungen müssen aufgegeben

werden. Wir erfahren, dass

Sauberkeit und Hygiene in einer

Großküche ganz entscheidend

sind.

Darauf muss immer besonders

geachtet werden. „Ich habe

diesen Beruf gewählt, weil ich

nicht acht Stunden vor dem

Computer sitzen will. Außerdem

möchte ich bei meiner Arbeit

mit Menschen zu tun haben.“

Sollte einer von uns mal

ins Krankenhaus müssen, können

wir uns jetzt zumindest

schon auf das Essen freuen.

� Von Vivian Rosanka, Julia Franz,

Joshua Niedernhöf, 8e

Gesamtschule Wald


Sprachunterricht

Bald gibt’s Englisch

für i-Dötzchen

Bereits ab dem Schuljahr 2008/2009

soll der Englischunterricht in den ersten

und zweiten Klassen eingeführt

werden. Im Gegensatz zu dem Jahr

2003, als Englisch als zweistündiges

obligatorisches Fach in den dritten

und vierten Klassen eingeführt wurde,

soll der Englischunterricht bereits ab

der zweiten Hälfte des ersten Schuljahres

vollzogen werden. Doch können

und wollen die Kinder dieser Herausforderung

nachkommen und werden

sie zuhause Englisch lernen, anstatt,

wie für ihr Alter bisher üblich, draußen

mit ihren Freunden zu spielen?

Das Konzept der CDU, schon vor

dem dritten Schuljahr Englisch in den

Schulen einzuführen, wird von vielen

anderen Politikern und Schulleitern begrüßt.

„Der Englischunterricht in der

Grundschule nutzt die besonderen Potenziale

der jungen Schüler. Dazu gehören

die Unbefangenheit, mit der sie

Neuem begegnen, ihre Freude am

spielerischen Umgang mit Sprache,

ihre Spontaneität und ihre hohe Bereitschaft

zum Imitationslernen. Das alles

zusammen bildet einen ausgesprochen

fruchtbaren Boden für den Lernerfolg“,

sagt Barbara Sommer, deutsche

Politikerin (CDU) und Ministerin

für Schule und Weiterbildung des Landes

Nordrhein-Westfalen.

„Heutzutage gehören Sprachkenntnisse

zu den wichtigsten Schlüsselqualifikationen

überhaupt. Der frühe Beginn

ist eine große Chance, die Entwicklung

einer Mehrsprachigkeit zu

unterstützen.“ Mit dieser Erkenntnis ist

Nordrhein-Westfalen Vorreiter in ganz

Deutschland. Die Politiker erhoffen

sich durch diesen Fortschritt bessere

Ergebnisse der deutschen Schüler in

internationalen Studien wie der Pisa-

Studie. Doch ist es in der ersten Klasse

nicht noch etwas zu früh für Englischunterricht?

Werden die Kinder nicht

überfordert mit Hausaufgaben und stehen

unter ständigem Stress? Auch

wenn sie im jungen Alter noch lernfreudiger

sind als in der dritten oder

vierten Klasse, wo die Lernbereitschaft

einiger Schüler bereits rapide abnimmt,

werden sie mit Informationen

wahrlich überflutet. Wahrscheinlich

werden es noch weniger Schüler

schaffen, dem enormen Druck, der

nun schon in der ersten Klasse zunimmt,

standzuhalten und ihre Schullaufbahn

erfolgreich überstehen.

� Von Laura Meyer, Corinna Saalwächter, 10a

Gesamtschule Schwertstraße

Jüngere Kinder lernen Englisch

mit Puppen. Foto: Klaus Dieker

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S CHULE&KARRIERE«

G8 sorgt für Druck

Viele Gymnasiasten sind heutzutage

auf Grund der neuen

Schulreform (G8) großem

Druck ausgesetzt. Bei einer anonymen

Umfrage konnten die

Leute ihre unbeeinflusste Meinung

äußern. Folgende Tendenzen

haben sich dabei gezeigt:

Nachhilfe ist auch bei guten

Schülern keine Besonderheit

mehr, so der Großteil der

befragten betroffenen Schüler.

Zum aktuellen Zeitpunkt werden

immer mehr Nachhilfelehrer

engagiert.

Das liegt daran, dass der gesamte

(G9-) Stoff fast ungekürzt

in kurzer Zeit vermittelt

wird. Dadurch haben die Kinder

weniger Freizeit und müssen

sich um so mehr anstrengen.

Nur wenige gaben an, den

Schulstoff ohne fremde Hilfe zu

verstehen. Es schaffen immer

weniger Schüler die Erprobungsstufe,

was auch auf den

erhöhten Druck zurückzuführen

ist. Viele Schüler, deren Noten

in der Grundschulzeit sehr

gut waren, verschlechtern sich

auf dem Gymnasium in sehr

kurzer Zeit. Vor allem individuelle

Förderung, die ja heute ein

Thema von großer Bedeutung

ist, kann dadurch noch weniger

praktiziert werden. Zu der Frage,

ob es gerecht sei, dass

schwächere Schüler nun noch

härter arbeiten müssten, als

vorher, gab es geteilte Meinungen.

Eine Frau sagte, wenn sie

den Schulstoff nicht schafften,

Wer eifrig schreibend hinter dieser Tür sitzt, hat es (fast) geschafft.

Doch erstmal gilt: fleißig lernen. Foto: Privat

würden sie auch nicht auf das

Gymnasium gehören.

Eine andere wiederum sagte,

die Schüler müssten mehr gefördert

werden, da viele keine

Unterstützung von zu Hause bekämen

und dass das von der

Schule ausgeglichen werden

müsse. Es gab jedoch auch gegenteilige

Antworten. „Früher

Schulministerin Barbara Sommer

hat viele Ideen. Foto: Bildfunk

war der Druck noch viel höher

als heute, und wir haben auch

das Abitur geschafft“, sagte einer

der Befragten. Es wurde

auch die Frage gestellt, ob der

Druck für die Schüler zu hoch

sei, darauf antwortete der

Großteil der Eltern oder Kinder,

dass der Druck so hoch sei, dass

die Kinder ohne Nachhilfelehrer

27

In acht Schuljahren den Stoff von neun Schuljahren bewältigen – das ist G8. Und das sorgt bei vielen

Schülern und Eltern für Unmut. Manche glauben, die Schüler würden überfordert. Doch andere sind der

Meinung, dass von ihnen früher mehr abverlangt wurde und sie ihr Abi auch geschafft hätten.

Schüler durch die Themen geprügelt

Das Turboabitur sorgt für Aufregung an den weiterführenden Schulen

„Immer derselbe Mist“,

schimpft Christopher B. aus der

FALS. Er meint damit die neuen

Pläne des Schulministeriums,

wie das Turboabitur und das

65-min System. In der Tat hat

man bei der Schulpolitik in letzter

Zeit wirklich das Gefühl, die

Leute aus dem Ministerium

würden an einem großem Tisch

sitzen, Kaffee trinken, und darum

würfeln welche unsinnigen

Vorschläge von Frau Sommer

als nächstes in die Tat umgesetzt

werden.

Ein Großteil der Befragten,

darunter auch einige Lehrer der

FALS , sind gegen das Turboabitur.

Und auch das 65-Minuten-

System ist nicht sehr beliebt. In

diesem neuen System werden

die Schulstunden von 45 auf 65

Minuten verlängert. Erschreckend

viele Leute interessieren

sich nicht für dieses Thema und

haben deshalb keine Meinung

dazu. Viele Schüler leiden jetzt

schon unter den Folgen des Turboabiturs.

Sie werden in den

Hauptfächern durch die Themen

förmlich „durchgeprügelt“.

Nur in den Nebenfächern bleibt

noch Zeit, auf Fragen einzugehen

und Themen ausführlicher

zu bearbeiten. Damit Frau Sommer

ihr Turboabitur durchbringen

kann, plant sie viele provisorische

Notlösungen. Um zu

testen, ob das Schulsystem erfolgreich

ist, kam eine Schulinspektion

in die Schulen. Plötz-

lich veränderten sich die Lehrer,

sie stellten die Tische um, wurden

strenger und setzten auf

produktive Gruppenarbeit. Da

keine Änderung in Sicht ist,

wird Christopher B. noch ein

bisschen weiter fluchen müssen.

Hier noch ein paar Meinungen:

„Ich finde das Turboabi zu

stressig! Aber für manche ist es

vielleicht genau richtig.“ „Ich

finde es eigentlich gut, weil die

deutschen im internationalen

Vergleich dann nicht mehr die

langsamsten und ältesten sind!

Aber nur Gymnasiasten haben

Chancen, um es zu schaffen!“

Ein Lehrer sagt: „Grundsätzlich

bin ich dafür, aber man sollte

überlegen, was man damit erreichen

will. Bei manchen Fächern

ist das sehr problematisch.“

� Von Felix Thiel, Lucas Hartmann,

Nils Müller, Marcel C., 8a

Gesamtschule Wald

zu Hause oder starke Unterstützung

der Eltern nicht mehr imstande

seien, die Unterrichtsinhalte

zu verstehen. Viele stellen

sich heute die Frage, ob es klug

ist, ihr Kind auf das Gymnasium

zu schicken, vor allem Menschen

mit Migrationshintergrund.

Für sie bleibt oft nur die

Möglichkeit der Gesamtschule

und viele stellen sich die Frage,

ob das, was an Gesamtschulen

an Förderung geleistet wird,

nicht auch an Gymnasien möglich

sein kann. Man kann sehen,

dass die Verkürzung auf G8 bei

vielen Befragten sehr viel Skepsis

hervorgerufen hat.

G8 steht für Gymnasium 8.

Es ist ein neues Gesetz, dass alle

Gymnasien in den gesamten

Bundesländern betrifft. Dieses

besagt, dass man nun anstatt

nach neun Jahren (G9), nun

nachacht Jahren das Abitur

macht. Das bedeutet, dass die

Gymnasiumzeit um ein Jahr

verkürzt wurde. Heute haben

die Gymnasiasten zwölf 13 Jahre

Schule. Dadurch wird der

Stoff schneller vermittelt, und

es ist deshalb auch umso schwerer

für die Schüler, alles zu verstehen.

Sie müssen mehr lernen

und haben länger Schule.

Das Hauptargument für die

Änderung ist, dass die Deutschen

eine zu lange Dauer der

Schulzeit haben.

� Von Benjamin Schröder,

Maxim Christiansen, 8c Deutschkurs

August-Dicke-Gymnasium

Schuluniform

„Hauptsache, die

Uniform ist grün“

In vielen anderen Ländern ist das Tragen

von Schuluniformen so normal

wie die Schule selbst. Viele könnten

sich Schuluniformen in Solingens

Schulen vorstellen, zumindest unter einigen

Bedingungen. Sandra S. (47)

könnte sich vorstellen, dass jede Jahrgangsstufe

eine andere Farbe trägt.

Als Mutter sieht sie aber ein Problem:

„Meine Tochter wird wohl streiken. Mit

13 wird das Äußere sehr wichtig.“

Auch Andreas D. (48), Vater von zwei

Jungen, ist für Sweatshirts und T-

Shirts, aber es sollten zwei bis drei Farben

zur Auswahl stehen. Er fände ein

Schullogo auf der Kleidung sinnvoll,

um die Zusammengehörigkeit zu betonen.

Für Michael B. (13) ist nur wichtig,

dass eine Uniform seine Lieblingsfarbe

grün hat. Schulkleidung wird

also nicht grundsätzlich abgelehnt.

Wenn die Schüler mitbestimmen können

und die Kleidung jugendgemäß

ist, sehen auch die Schüler Vorteile.

� Von Sarah Bauer, 8d

Gymnasium Vogelsang


28 »S CHULE&KARRIERE SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Was macht denn

ein Galvaniseur?

Berufe

Keiner von uns weiß genau, was ein

Galvaniseur eigentlich so macht. Also,

ab ins Internet! Jetzt wird gegoogelt:

Ach so, ein Galvaniseur veredelt Metall-

und Kunststoffoberflächen für dekorative

oder technische Zwecke.

Dazu gehört zum Beispiel auch das

Auftragen von Gold- und Silberüberzügen

für die Besteckindustrie, was für

uns Solinger sicherlich nicht ganz unwichtig

ist. Außerdem wissen wir jetzt,

dass man mit nur einem zehntel

Gramm Gold 5000 elektronischen

Kontakten zu bester Leitfähigkeit verhelfen

kann und mit einem Kilogramm

Zink eine Tonne Schrauben vor Korrosion,

also Zersetzung, schützen kann.

Wir fühlen uns bestens informiert, bevor

wir die Tür zur Firma Galvano Röhrig

öffnen! Weil es draußen mal wieder

bitterkalt ist, freuen wir uns umso

mehr, dass wir von Herrn Röhrig mit einer

Tasse heißem Kakao bewirtet werden.

„Meine Familie ist schon seit

knapp 100 Jahren im galvanischen

Bereich tätig. Ich selber arbeite aber

noch nicht sehr lange hier“, sagt der

gelernte Bankkaufmann. „Als Geschäftsführer

sorge ich jetzt dafür,

dass alle Angestellten unserer Firma

immer etwas zu tun haben. Es wird in

zwei Schichten gearbeitet.“ Da wir vorher

gelesen hatten, dass man in diesem

Beruf viel mit giftigen Chemikalien

zu tun hat, beruhigt uns Herr Röhrig:

„Der Beruf des Galvaniseurs ist gar

nicht so gefährlich, wie viele denken.

Man muss sich nur an die Sicherheitsbestimmungen

halten, dann kann

nichts passieren.“ Zum Schluss dürfen

wir noch in die Werkhalle, um uns

selbst ein Bild zu machen. „Dieser Beruf

bietet viel Abwechslung und man

lernt immer wieder etwas Neues“,

schwärmt Herr Röhrig, bevor wir fasziniert

von den vielen Eindrücken die Firma

wieder verlassen.

� Robin Buchholz, Dominik Di Noto,

Denis Komorek, 8e

Gesamtschule Wald

Die Alternative:

Berufskolleg!

Abitur

Wer heute nach seinem Abitur eine

Berufsausbildung beginnen möchte,

hat zwar in der Regel eine gute „Allgemeine

Hochschulreife“. Diese entspricht

jedoch meist nicht den Qualifikationserwartungen

der Betriebe, so

dass es immer wieder zu Enttäuschungen

auf beiden Seiten kommt. Ein zielgerichteter

Weg zum Karrierestart bietet

eine Doppelqualifikation an einem

Berufskolleg. Hier absolviert man die

AHR und eine Ausbildung in drei Jahren.

Zeigt die eigene Begabungsanalyse

eindeutig den Weg hin zu einem

Fachbereich, so ist die Doppelqualifikation

an einem Berufskolleg eine

gute Wahl, um den Berufseinstieg vorzubereiten.

Vorteile ergeben sich aber

auch für Schüler, die ein Studium in

der gewählten Fachrichtung anstreben.

Die Fokussierung auf Lerninhalte,

die auf grundsätzliches Interesse stoßen,

führt in der Regel zu einer höheren

Motivation der Schüler und ist der

Wegbereiter für mehr Spaß beim Lernen.

� Claudia D’Apollonio, 10d

Gesamtschule Schwertstraße

Englisch beim Spielen

Grundschüler sind noch richtig motiviert, wenn sie ab der dritten Klasse endlich eine Fremdsprache

lernen dürfen. Zunächst geht es ums Hören und Verstehen, später schreiben sie auch im Englischen.

Bald soll Englisch ab der ersten Klasse eingeführt werden. Eine gute Idee?

„Good morning, children!“ –

„Good morning, together!“, so

beginnt der Englischunterricht

der dritten Klasse in der Grundschule

Bogenstraße. Es gibt vier

verschiedene Englischlehrerinnen

an der Schule, eine von ihnen

ist Frau Kampf. Sie versucht,

den Kindern die englische

Sprache näher zubringen.

Sie arbeiten sich durch vier verschiedene

Phasen.

Die erste und damit die wichtigste,

ist „Hören und Verstehen“,

erst danach lernen die

Kinder auf Englisch „Lesen und

Verstehen“. Die dritte Phase ist

„Sprechen“ und die vierte, damit

die schwierigste Phase für

die jungen Schüler, ist das

„Schreiben“. Sie spezialisieren

sich auf ein bestimmtes Thema

(Farben, Gegenstände oder Tiere),

welches sie in einer beziehungsweise

mehreren Unterrichtsstunden

behandeln. Dadurch

erweitern sie ihr Vokabular

und ihren Sprachgebrauch.

Die Schüler folgen motiviert

dem Unterricht und finden es

großartig, eine neue Sprache

kennen zu lernen. Ab diesem

Monat wird an den Grundschulen

auch den Erstklässlern Englischunterricht

gegeben. Frau

Kampf sagte, dass sie es dann

Der Schüler ordnet die Bilder den richtigen englischen Begriffen zu. Clouds sind Wolken, snow ist Schnee

und, logo, super einfach, wind heißt Wind. Praktisch. Foto: Achim Blazy

den Kindern noch leichter machen

werden und der Unterricht

nur mit Spielen gefüllt wird.

Was man davon halten soll,

wird sich noch ergeben. Im Vergleich

zur Grundschule schauten

wir uns den Englischunterricht

der fünften Klasse des

Humboldt Gymnasiums an. Na-

türlich ist es dort anspruchsvoller,

aber manche Dinge bleiben

gleich: Die Kinder machen motiviert

mit und sie interessieren

sich immer noch für die Sprache.

Die Klasse arbeitet zügiger

und lernt innerhalb kürzester

Zeit sehr viel Neues. Unserer

Meinung nach ist es erst einmal

Büffeln, büffeln, büffeln. Für Freizeit und Freunde bleibt nicht viel

übrig, soll das Abi nach zwölf Jahren gebaut sein. Foto: Keystone/Schulz

eine ziemliche Veränderung im

Vergleich zur Grundschule. Anfangs

wird man auf der weiterführenden

Schule überfordert.

Jedoch nach einiger Zeit gewöhnen

sich die Schüler an den

„streng“ geführten Unterricht.

� Gökçe Iper, Marie-Christine Weihs, 8d

Humboldtgymnasium

Abitur nach zwölf Jahren – eine sinnvolle Einführung?

Das „G8“ bedeutet viel Stress für Schüler, da mehr Stoff in kürzerer Zeit gelernt werden muss.

Die ostdeutschen Bundesländer

hatten es schon immer – das

Abitur nach zwölf Schuljahren,

auch G8 genannt, weil es statt

neun Schuljahren auf einem

Gymnasium nur noch acht

Schuljahre sind. Seit ein paar

Jahren führen es auch nach und

nach die anderen Bundesländer

ein. Doch ob dies wirklich eine

sinnvolle und durchdachte Einführung

war, ist bis heute noch

umstritten. Festzuhalten ist,

dass in anderen europäischen

Ländern, genauso wie in den

ostdeutschen Bundesländern,

es schon seit langem das Abitur

nach zwölf Jahren gibt. Wenn

nun auch noch die restlichen

deutschen Bundesländer diese

Regelung einführen, dann hätte

dies den Vorteil, dass es eine

einheitliche Regelung in

Deutschland gäbe. Somit würden

beim Wohnortwechsel keine

schulischen Probleme mehr

auftreten können.

Außerdem wirkt sich diese

Einführung positiv auf den

Staatshaushalt aus, da die schulische

Ausbildung ein Jahr früher

beendet wird. So zahlen die

jungen Erwachsenen schon ein

Jahr früher Steuern an den

Staat. Doch wie es dabei den

Schülern geht, wird oftmals vergessen.

Der Lehrplan und die

Schulbücher sind noch nicht für

ein Abitur nach zwölf Jahren

umgeschrieben worden. Das bedeutet,

dass der Lernstoff in

kürzerer Zeit gelehrt und gelernt

werden muss. Somit bleibt

nicht mehr so viel Zeit für Wiederholungen,

Fragen und Erklärungen

wie früher. Durch die

Verkürzung der Schuljahre erhöht

sich die Anzahl der Stunden

von vormals 30 auf 37. Dadurch

haben die Schüler weniger

Zeit für Freizeit und Freunde,

was auch zu schlechter Laune

und Lustlosigkeit in Bezug

auf Lernen und Hausaufgaben

führen kann. Außerdem kann es

verstärkt zu Schulstress und

Motivationsproblemen führen,

was sich auch negativ auf die

Psyche von Schülern auswirken

könnte.

Es sollte auch berücksichtigt

werden, dass die meisten Schulen

noch nicht einmal über eine

Mensa verfügen. Somit besteht

für die Schüler keine Möglichkeit,

mittags eine warme Mahlzeit

zu essen, wenn sie anschließend

Nachmittagsunterricht

haben.

Deshalb sollte das Abitur

nach zwölf Jahren wieder abgeschafft

werden. Wenn dies nicht

beabsichtigt wird, müssen

schnellstmöglich die Rahmenbedingungen

verbessert werden.

Dies bedeutet, dass alle

Schulen eine Mensa bekommen

und der Lehrplan an die kürzere

Schulzeit angepasst wird, damit

unnötiger Schulstress und zusätzliche

Einschränkungen in

der Freizeit vermieden werden.

Dies könnte auch zu besseren

schulischen Leistungen führen.

Denn man kann nur dann gut

lernen, wenn man zwischendurch

auch mal „abschaltet“

und sich mit persönlichen Interessen

beschäftigt.

� Vanessa Brandt, 10a

Gesamtschule Schwertstraße


Schulsystem:

Note mangelhaft

Schüler mit Sinn

fürs Geschäft

Pisa

Deutschland schneidet in den Pisa-

Studien schlecht ab. Ist das Schulsystem

oder sind die schwierigen Rahmenbedingungen

Schuld? Bildungschancen

für Kinder aus Familien mit

Migrationshintergrund sind äußerst

schlecht. Es fehlt Chancengleichheit.

Finnland zeigt wie es auch anders gehen

kann: mit der Gemeinschaftsschule.

Finnland ist in der Pisa-Studie in alle

Bereichen auf den Spitzenplätzen vertreten.

Fachleute sind sich einig, dass

dies insbesonders auch auf das Schulsystem

zurückzuführen ist. Zunächst

besuchen fast alle finnischen Kinder

eine Vorschulklasse. Dort wird festgestellt,

ob die Kinder möglicherweise

eine Lernschwäche haben. Damit sie

nicht von Anfang an hinterherhinken,

bekommen die Schüler einen individuellen

Lehrplan. Jedes Kind ist anders,

hat andere Stärken und lernt dementsprechend

auch anders. Es wird in

„kleinen Klassen“ unterrichtet. Damit

sich in Deutschland etwas ändert,

müssen die Politiker endlich handeln,

denn die Zukunft lässt nicht auf sich

warten!

� Von Melina Pick, 10b

Gesamtschule Schwertstraße

Von Finnland lässt sich in Sachen

Pisa viel lernen. Foto: ddp

Wirtschaft

Einige Schüler des Humboldtgymnasiums

haben vor kurzem eine Schülerfirma

gegründet. Die Schüler, aus der

Jahrgangsstufe 7 und 8, haben das

Unternehmen nahezu selbstständig

aufgebaut. Das Unternehmen heißt

HGS-Digital und digitalisiert Dias und

Hörspielkassetten. Bei diesem Projekt

werden alle Posten von Schülern besetzt.

Der einzige Zeitpunkt, wo ein

Lehrer ins Geschehen eingreift, ist bei

den wöchentlichen Sitzungen. Die

Schule stellt der Firma ein kleines

Büro zur Verfügung in dem die Mitarbeiter,

besonders die der Abteilung

„Technik“, in Ruhe arbeiten können.

„Ich glaube die Firma ist mit der Digitalisierung

von Dias und Hörspielkassetten

in eine große Marktlücke geschlüpft“,

berichtete uns einer der Mitarbeiter

aus der Marketingabteilung.

Da die Firma ein gewisses Startgeld

benötigte, aber keine Sponsoren mit

ins Boot holen durfte, musste das Unternehmen

Förderscheine, auch bekannt

als Aktien, verkaufen. In der Öffentlichkeit

möchte die Firma in der

Zeitung und im Radio durchstarten.

Außerdem wird ein Mitarbeiter im

Frühjahr einige Flyer mit auf große

Messen, wie Düsseldorf oder Hannover

mitnehmen.

� Von Maximilian Buchmüller, Yannik Rösler, 8a

Humboldtgymnasium

SCHÜLER LESEN ZEITUNG S CHULE&KARRIERE«

Streit schlichten

Wenn Konflikte auf dem Schulhof oder im Unterricht zu groß werden, helfen

Streitschlichter. Vor allem für Fünftklässler ist die Unterstützung wichtig:

Schließlich sind sie die Jüngsten an der Schule.

Schüler können sich mal streiten.

Das kann während oder

aber auch außerhalb der Schulzeit

sein. Damit sie nicht ewig

Streit haben, gibt es die Streitschlichtung.

Die Streitenden

kommen dorthin, erzählen was

passiert ist, was sie sich für die

Zukunft wünschen und wie es

weiter gehen soll. In der Streitschlichtung

sollen die Schüler

überlegen, wozu sie bereit wären,

damit dieser Streit aufhört.

Dann helfen die Streitschlichter,

eine Lösung zu finden.

Die Schüler werden begrüßt

und werden gefragt, ob sie freiwillig

gekommen sind oder ob

der Lehrer sie geschickt hat.

Wenn ein Lehrer sie geschickt

hat wird nachgefragt, ob sie bereit

wären, bei der Streitschlichtung

teilzunehmen. Wenn beide

Konfliktparteien bei der Streitschlichtung

teilnehmen möchten,

erzählen sie nacheinander

was passiert ist. Der Streitschlichter

fasst kurz zusammen

was passiert ist und fragt nach,

wie sie sich dabei gefühlt haben.

Die Gefühle werden auch kurz

zusammengefasst und die Konfliktparteien

schreiben auf, was

sie tun würden, damit dieser

Streit aufhört. Zum Schluss

wird ein Vertrag abgeschlossen

und ein Folgetermin zur Überprüfung

gemacht.

Ich selbst bin ein Streitschlichter.

Wir, „die Peaces“

sind ein Team, das sich freut,

wenn es einem Schüler oder

mehreren Schülern helfen

kann. Unser Ziel ist es, dass es in

Kein Abschluss, keine Ausbildung – was nun?

Wie kommt man in einen Beruf,

wenn man den Anschluss verpasst

hat? Ann-Sophie Gemand sprach

mit einem Berufsberater über die

Chancen, sich später noch zu qualifizieren.

Welchen Personenkreis betreuen

Sie?

Jugendliche von 18 bis 24 Jahren,

die noch keine Ausbildung absolviert

haben. Der Anteil von Jugendlichen

mit Migrationshintergrund liegt dabei

bei etwa 30 bis 40 Prozent.

Welche besonderen Probleme

fallen Ihnen bei den von Ihnen

betreuten Personen auf?

Viele Jugendliche haben keinen

Schulabschluss oder nur einen – zum

Teil auch noch recht schlechten –

Hauptschulabschluss. Mangelhafte

Deutschkenntnisse sind ebenfalls ein

großes Hindernis. Etliche Jugendliche

haben in kürzester Zeit diverse Sachen

angefangen, aber nichts zu

Ende gemacht. Auch extreme persön-

Zum Streitschlichten gehört, beide Parteien zu hören und dann zwischen

ihnen zu vermitteln. Foto: Malz

der Schule keinen Streit mehr

gibt und dass alle friedlich miteinander

umgehen.

Vor allem für die Schüler, die

in der Klasse 5 sind. Die brauchen

viel mehr Hilfe, weil sie in

liche und familiäre Probleme sind auffällig;

viele junge Männer sind schon

Vater oder die Partnerin ist schwanger.

0ft bestehen große Probleme im

Elternhaus oder es fehlt an der notwendigen

Unterstützung durch die Eltern.

Einige der Jugendlichen sind bereits

straffällig geworden, mussten

Sozialstunden leisten oder waren

schon im Gefängnis.

Wie sind die Chancen für diese

Leute auf dem Arbeitsmarkt?

Nicht gut zur Zeit, denn ohne jede Berufserfahrung

bekommt man höchstens

Jobs als Zeitarbeiter, Aushilfsjobs

oder befristete Jobs. Grundsätzlich

gibt es kaum noch Arbeitsstellen

für Ungelernte. In fast allen Bereichen

werden Qualifikationen verlangt.

Wie versuchen Sie Ihren Kunden

zu helfen?

Vielen Jugendlichen kann ich Qualifizierungen

anbieten, zum Beispiel eine

Fortbildung als Kraftfahrer, Erwerb

des Staplerscheins oder ähnliches.

einer neuen Schule sind und

weil alle anderen Schüler größer

als sie sind.

� Von Muhammed Demirtas, 9

Gesamtschule Solingen

Oft versuche ich, dass die jungen Leute

im Rahmen einer Umschulung

doch noch einen beruflichen Abschluss

erlangen.

Wie reagieren die Jugendlichen

darauf? Sind sie bereit Ihre Hilfe

anzunehmen?

Die 18- u. 19-Jährigen sind meistens

noch sehr unreif, verstehen den Ernst

der Lage nicht und nehmen oftmals

keine Ratschläge an. Die 23- und 24-

Jährigen merken, dass sie etwas tun

müssen, um einen Job zu bekommen.

Sie sind reifer und versuchen,

die Vorschläge anzunehmen und umzusetzen.

Sie haben in den vergangenen

Jahren oft schon die Erfahrung

gemacht, dass man ohne Ausbildung

und ohne jede Qualifikation kaum

Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat.

Häufig ärgern sie sich, dass sie in der

Schule nicht den nötigen Ehrgeiz gehabt

haben und es versäumt haben,

eine vernünftige Basis für ihr Arbeitsleben

zu schaffen.

29

Schultausch

Zwei Bundesländer

– zwei Schulen

Meine Mutter entschied sich für vier

Monate nach Amerika zu gehen. Da

meine Eltern getrennt leben, zog ich

für diese Zeit zu meinem Vater nach

Solingen. Da ich in Schwerin lebe, bedeutete

dies nicht nur einen Stadtwechsel,

sondern auch einen Schulwechsel.

In Schwerin gehe ich auf das

Gymnasium Fridericianum. Da das

Gymnasium Schwertstraße meinem

Schulprofil am ähnlichsten war, wählte

ich dieses Gymnasium. Dennoch bemerkte

ich in dieser Zeit wesentliche

Unterschiede zwischen den beiden

Schulen. Beide Schulen sind Sprachgymnasien

mit der Besonderheit, dass

das Fridericianum ein Altsprachgymnasium

ist. Am Gymnasium Schwertstraße

kann man außerdem in bilinguale

Klassen gehen.

Momentan unterscheidet die beiden

Schulen noch, dass es in Mecklenburg-Vorpommern

nur noch zwölf

Klassenstufen gibt und in Nordrhein

Westfalen noch dreizehn. Besonders

aufgefallen sind die geringeren Unterrichtsstunden

in Solingen. Am Fridericianum

habe ich bis zu vier Unterrichtstunden

mehr in der Woche und

bis zu fünf Fächer mehr. Das liegt daran,

dass wir jedes Jahr alle Fächer haben

und am Gymnasium Schwertstraße

sich einige Nebenfächer jedes

Halbjahr beziehungsweise Jahr abwechseln.

Wegen der längeren Unterrichtszeit

gibt es am Fridericianum

auch noch eine Mensa in der Schule,

wo die Schüler sich für mittags in der

großen Pause warme Gerichte bestellen

können. Insgesamt habe ich festgestellt,

dass die Schulen zwar im gleichen

Land liegen, aber dennoch sehr

verschieden sind. Aber trotz der Hindernissse,

die ich in den vier Monaten

überwinden musste, kann ich sagen,

dass ich es gut überstanden habe, vor

allem durch die Hilfe meiner Mitschüler

und deren nette Aufnahme in ihre

Klasse.

� Von Natalja Seeger, 10c

Gesamtschule Schwertstraße

Interview

Was raten Sie, aufgrund Ihrer

langen Berufserfahrung, den Jugendlichen

von heute?

Nicht die Schule schwänzen, sondern

versuchen, einen guten Abschluss zu

machen. Dann auf jeden Fall eine

Ausbildung absolvieren. Angefangene

Sachen zu Ende bringen. Sich intensiver

mit der Berufswahl auseinandersetzen

und mit mehr Verstand und

Ernsthaftigkeit an die Sache heran

gehen. Bei vielen Jugendlichen wünsche

ich mir mehr Eigeninitiative und

ein positiveres Auftreten. Die „Null-

Bock-Einstellung“ kommt weder in in

den Gesprächen bei mir noch in Vorstellungsgesprächen

bei Arbeitgebern

gut an. Motivierte und engagierte

Jugendliche haben – unabhängig

von Schulabschluss oder Ausbildung

– auf jeden Fall bessere Chancen.

� Carolin Camen,

Ann-Sophie Gernand, 10d

Gesamtschule Schwertstraße


30 »M ENSCHEN SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Gesundheit

Übergewicht

bei Jugendlichen

Laut einer neuen Studie sind in

Deutschland 50 Prozent der männlichen

und 25 Prozent der weiblichen

Jugendlichen übergewichtig. Die

Hauptursachen hierfür sind der Verzehr

von Fast Food, Cola, Süßigkeiten

und mangelnde sportliche Betätigung.

Anstatt Sport zu treiben verbringen

viele Jugendliche ihre Freizeit lieber

vor Computern oder Spielkonsolen.

Neben der Gefährdung ihrer Gesundheit,

können auch Probleme im späteren

Berufsleben auftreten. Viele Berufe

können als Übergewichtiger nur eingeschränkt

ausgeübt werden.

Bei einer Umfrage sagten auch viele

der Jugendlichen mit Gewichtsproblemen,

dass sie im Schul- oder Vereinssport

den geforderten Leistungen

oft nicht gerecht werden können. Viele

ärgern sich über die mangelnde Auswahl

bei Kleidungsstücken. Auch Mobbing

steht auf der Tagesordnung und

ein großer Teil der Übergewichtigen

fühlen sich von der Gesellschaft ausgeschlossen.

Dabei kann das Problem „Übergewicht“

oftmals mit Eigeninitiative durch

Ernährungsumstellung und sportlicher

Betätigung behoben werden.

� Sarah Müller, 8c

Gymnasium Vogelsang

RAF

Öffentlicher Protest:

Klar kommt frei

Christian Klar zeigt keine Reue

über seine Taten. Foto: Dpa

Es steht fest: Das ehemalige Mitglied

der RAF Christian Klar wird, wie das

Oberlandesgericht Stuttgart entschied,

auf freien Fuß gesetzt. Der wegen

neunfachen Mordes und elffachen versuchten

Mordes angeklagte Terrorist

wurde 1992 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Bundespräsident Horst Köhler

lehnte 2008 eine vorzeitige Entlassung

eindeutig ab, was viele befürworteten.

Nun stellt sich die Frage, warum

dieser Mann, der selbst nach vielen

Jahren Haft keine Reue zeigte und

auch keine offizielle Entschuldigung an

die Opfer und deren Verwandten entrichtete,

freigelassen werden soll.

Nach unserem Grundgesetz muss

selbst ein solcher Täter nach einer langen

Zeit im Gefängnis entlassen werden,

doch damit können sich viele

nicht identifizieren. Es heißt, er habe

es nicht verdient und es wäre auch

moralisch den Opfern gegenüber nicht

vertretbar. Die Opfer hätten keine

zweite Chance gehabt, die noch Lebenden

müssten mit lebenslangen

Problemen kämpfen, doch der Mörder

komme frei. Mit welcher Kälte Klar

sich der Öffentlichkeit zeigt, ist für viele

unverständlich.

� Christoph Kohl, 10b

Gesamtschule Schwertstraße

Die Weiße Rose

Anneliese Knoop-Graf hält das Andenken an die Studenten wach, die sich

gegen Hitler stellten und dafür ihr Leben lassen mussten. Damit erfüllt sie den

letzten Wunsch ihres Bruders, der auch in der Vereinigung war.

Die 87-jährige Anneliese

Knoop-Graf hält noch heute,

trotz ihres hohen Alters, in ganz

Deutschland Vorträge über die

Aktion der Weißen Rose. Vor

kurzem sprach sie vor rund 250

jungen Leuten in Wermelskirchen

über das von ihrem Bruder

und den Geschwistern Scholl

angefangene Werk. Anneliese

Knoop-Graf ist die Schwester

von Willi Graf, der genauso wie

die Geschwister Scholl wegen

der Flugblattaktion gegen Hitler

hingerichtet wurde. Aber

was treibt eine Frau ihres Alters

zu solch einer Anstrengung und

was hat es eigentlich mit der

Weißen Rose auf sich?

Die Weiße Rose war ein

Freundeskreis aus zunächst

sechs jungen Leuten. Dazu gehörten

unter anderem auch die

Geschwister Hans und Sophie

Scholl. Sie lernten 1941 und

1942 Christoph Probst, Alexander

Schmorell, Willi Graf und

den Professor Kurt Huber an der

Universität München kennen.

Sie waren kritisch gegenüber

den Plänen Hitlers, weshalb sie

insgesamt sechs Flugblätter gegen

das NS-System verfassten.

Alarmiert durch die vielen Massenmorde

in Polen und Russland,

brachten Alexander

Schmorell und Hans Scholl die

ersten vier Flugblätter in Umlauf.

Nach ihrem Kriegseinsatz

Ende Juni 1942 an der russischen

Front verfassten die beiden

jungen Männer das fünfte

Flugblatt. Nach und nach

schlossen sich immer mehr Leute

an, die sich öffentlich gegen

Hitler stellten. So wuchs die Anzahl

der Weißen Rose von sechs

auf neunundzwanzig Mitglieder,

von denen viele aber nur

am Rande an der Aktion beteiligt

waren. Am 18. Februar

1943 wurden Hans und Sophie

Scholl beim Auslegen des sechs-

Trotz ihrer 87 Jahre hält Anneliese Knoop-Graf noch immer Vorträge

über die Weiße Rose. Foto: Matzerath

ten Flugblattes in der Universität

München von der Staatspolizei

verhaftet. Am 22. Februar

1943 wurden die beiden Geschwister

sowie ihr Freund

Christoph Probst durch den

Volksgerichtshof zum Tode verurteilt.

Nach ihnen wurden

noch vier weitere Mitglieder der

Weißen Rose getötet, weil sie

das Deutsche Reich vor dem Untergang

retten wollten. Sie wollten

den Leuten zeigen, dass Hitler

sie ins Verderben trieb und

sie dazu bewegen, sich gegen

das Hitler-Regime zu wehren.

Anneliese Knoop-Graf möchte

den Leuten durch ihre Vorträge

den Mut der jungen Studenten

verdeutlichen, die sogar bereit

waren für ihre Aktion zu

Experiment des Urknalls

In der Nähe von Genf gab es einen historischen Moment.

In der Nähe von Genf läuft das

wohl größte wissenschaftliche

Experiment der Menschheitsgeschichte.

Wissenschaftler wollten

in einem Teilchenbeschleuniger

den Urknall nachstellen.

Es fand in einem unterirdischen

Tunnel statt, der 27 Kilometer

lang ist. Der Tunnel wurde auf

etwa Minus 270 Grad Celsius

heruntergekühlt. Dann schossen

Forscher winzige Elementarteilchen

durch die Röhre.

Der Tunnel ist kreisförmig

aufgebaut, so dass die Teilchen

immer mehr an Geschwindig-

keit zulegen. Auf Dauer ist geplant,

Teilchen in entgegengesetzter

Richtung aufeinander zu

schießen. Bei dem Aufprall soll

es etwa 100 000 Mal so heiß

werden wie im Kern der Sonne.

Kritiker befürchten unkalkulierbare

Risiken etwa, dass ein

sogenanntes Schwarzes Loch

entsteht, das innerhalb von vier

Jahren die gesamte Erde verschlucken

könnte.

„Es ist ein fantastischer Moment“,

sagte dagegen Projektleiter

Lyn Evans, der im CERN-

Kontrollzentrum den Start-

sterben. Es ist wirklich lobenswert,

wie sie sich für die Weiße

Rose einsetzt, um so vielen

Menschen wie möglich von dem

angefangenen Werk ihres Bruders

zu berichten. Dies war

nämlich auch der letzte Wunsch

ihres Bruders. Durch Anneliese

Knoop-Graf wird die Erinnerung

an die Weiße Rose wach

gehalten. Vor allem aber möchte

sie mit ihren Vorträgen junge

Leute ansprechen, damit diese

etwas von der Geschichte mitnehmen

und ihnen klar wird,

dass man sich für die Wahrheit

und Freiheit einsetzen sollte,

anstatt blindlings der führenden

Meinung zu folgen.

� Rebekka Dabringhaus, 8d Deutschkurs

August-Dicke-Gymnasium

schuss für die ersten schnellen

Atomkerne (Protonen) gegeben

hatte. „Wir können nun eine

neue Ära im Verständnis des Beginns

und der Entwicklung des

Universums erwarten.“ Als die

Riesenmaschine unter der Erde

komplett funktionierte, brachen

die Wissenschaftler in Jubel aus

– sie sprachen von einem historischen

Moment. Nun beobachtet

man, was nach dem künstlichen

Urknall geschieht.

� Philipp Dappert, Andreas Beck,

Tobias Ohliger, 8c

Albert-Schweitzer-Schule

Geschichte

Gestorben für

ihre Überzeugung

Ich bin auf der Geschwister-Scholl-

Schule und möchte mich mit ihrem Namen

befassen. Der Name Geschwister

Scholl kommt von den Geschwistern

Sophie (1921-1943) und Hans Scholl

(1918-1943). Sie waren zwei Studenten

auf der Ludwig-Maximilians-Universität

in München. Am 18. Februar

1943 wurden die beiden beim Verteilen

von Flugblättern an der Universität

erwischt und von der Gestapo verhaftet.

Am 22. Februar 1943 wurden sie

zum Tode verurteilt und noch am selben

Tag mit dem Fallbeil enthauptet.

Sie haben die Flugblätter verteilt, weil

sie es nicht gut fanden, was Adolf Hitler

den Juden angetan hat. Hans und

Sophie Scholl waren zunächst auch in

der Hitlerjugend. Als sie gemerkt haben,

dass Adolf Hitler nur Krieg wollte

und gegen die Juden hetzte, verließen

sie die Hitlerjugend. Sie reagierten darauf,

indem sie Hitler in den Flugblättern

kritisierten, um die anderen Menschen

darauf aufmerksam zu machen.

Für ihre Überzeugung, gegen das

menschenverachtende Regime von

Hitler etwas tun zu müssen, bezahlten

sie mit ihrem Leben. Viele Schulen

werden nach ihnen benannt. Meine

Gesamtschule wird Geschwister-Scholl

genannt, weil man die Geschwister

und ihre Taten damit ehren will.

� Gülfidan Tüfekci, 8a

Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Musik

Nachwuchsrapper

aus Solingen

Selbst geschriebene Texte, Beats aus

dem Internet und das Ganze selbst

aufgenommen: S-line (15) ist so ein

Nachwuchsrapper. Mit seiner Rapgruppe,

die sich „Anker Army“ nennt,

versucht er sich ein bisschen „Fame“,

also Ruhm zu ergattern. S-line, der mit

bürgerlichem Namen Niels Girgin

heißt, ist Deutsch-Türke, der in Solingen

geboren ist. Er und seine „Gang“

sind schon gut bekannt in der Solinger

Rapszene, aber nicht nur hier in Solingen,

sondern auch in Hagen, Remscheid

und Hilden, wo die Gruppe

ebenfalls vertreten wird. Die Jungs halten

fest zusammen, um sich Respekt

zu verschaffen. Die eigentlichen Rapper

in der Gruppe sind Nassijm A.

(Mudy the G), Okan K. (G-Kan) und Viyanthan

S. (V-one). In der Gruppe sind

auch andere vertreten, wie Designer

oder DJs. Der DJ der „Gang“ ist Philipp

K. (DJ Sunni). Bei ihm werden die

Tracks aufgenommen. Er ist eins der

wichtigsten Mitglieder in der Gruppe,

denn ohne ihn würden die Tracks gar

nicht erst entstehen. Alle in der Gruppe

haben Geld zusammengelegt, um

so ein Studio aufzubauen, welches bei

Dj Sunni eingerichtet wurde. Das Studio

hat einen Wert von zirka 450 bis

500 Euro. Die Designer der Gruppe

sind Hakan B. und Ugur K. Die Designer

sind genauso wichtig wie der Dj,

sie machen wichtige Bilder, Designs

für die Webseiten und bearbeiten Fotos.

Die Jungs wollen weiter machen,

um ihre Rapgruppe groß rauszubringen.

� Viyanthan Sachithanandam, Ugur Kol, 8c

Albert-Schweitzer-Schule


Gesundheit

Wenn Kinder in der

Psychiatrie leben

Die Kinder-Jugend Psychiatrie (KJP)

befindet sich in Remscheid neben

dem Sana-Klinikum auf deren Gelände.

Die KJP gibt es seit vielen Jahren.

Sie zog vor einigen Jahren in einen

Neubau um. In der KJP arbeiten Ärzte,

Psychologen, Sonderpädagogen, Erzieher

und Pflegepersonal. Die KJP ist

relativ schön gestaltet, es ist nicht alles

weiß gestrichen. Die Zimmer für je

zwei Personen sehen fast wie normale

Kinderzimmer aus. Es stehen zwei Betten,

zwei Schränke und zwei Schreibtische

darin. Zwei Kinder wurden befragt

und beide sagten fast das Gleiche.

Am Anfang dachten sie, dass hier

voll die „Psychos“ rumlaufen und dass

es wie im „Knast“ wäre. Inzwischen finden

sie die KJP ganz in Ordnung und

es macht ihnen sogar Spaß, dort zu leben.

Es gibt einen geregelten Tagesablauf:

7 Uhr aufstehen, 7.30 Uhr

Frühstück, 8.30 Uhr bis 11.50 Uhr

Schule, 12.15 Uhr Mittagessen und

danach Therapien, 18.30 Uhr Abendessen.

Montag ist Aktionstag. Die Aktivitäten

werden mittwochs im Gruppengespräch

abgesprochen. Nadine ist

seit mehr als einem Monat, Dave erst

seit zwei Wochen in der KJP. Dave

sagte: „Ich habe soziale Ängste, dadurch

ist mir dauernd schlecht, ich

habe auch Depressionen.“ Beiden Kinder

gefällt es in der KJP.

� Von Katharina Dobric, 9a

Hauptschule Höhscheid

Gesundheit

Lebensbedrohlich:

Magersucht

Fressattacken gehören zum

Krankheitsbild. Foto: ddp/maurer

„Ich hatte Angst vor dem Erwachsenwerden“,

erzählt uns die heute 48-jährige

Bettina. Sie war zwölf Jahre alt,

als sie an Magersucht erkrankte. Erst

nach einem Jahr wurden einige auf

das immer dünner werdende Mädchen

aufmerksam. Mit 24 Kilogramm

bei einer Größe von 1,45 Metern wurde

sie in ein Krankenhaus eingewiesen.

Dort wurde ihr Essverhalten kontrolliert,

und erst als Bettina ein Gewicht

von 33 Kilo erreichte, wurde sie

entlassen. Doch wie in den meisten

Fällen hatte sie große Fressattacken,

nach denen sie sich übergab. Sie litt

sechs Jahre unter Bulimie. Häufig verzögert

sich dadurch die Entwicklung –

auch Bettina bekam erst mit 19 Jahren

ihre Periode. Nach ständigem Erbrechen

kam sie dann durch eine Partnerschaft

von der Krankheit los. In den

70er Jahren war die Krankheit noch

ziemlich selten. Heute sind immer

mehr Mädchen magersüchtig. Im Gegensatz

zu früher nehmen sich viele

pubertierende Mädchen Models zum

Vorbild. Für 16 Prozent der Betroffenen

endet die Krankheit tödlich.

� Suzan Köcher, Julia Tews,

Jeanette Löhmer, 8d

Gesamtschule Wald

Julia sitzt verzweifelt in ihrem

Bett und heult laut und heftig.

Soeben hat sie eine SMS von ihrem

Freund bekommen: „Hei,

na, wie geht‘s? Ich hab’ heut jemanden

kennen gelernt, der so

toll ist wie du, sogar etwas besser.

Ich denke, es ist besser

wenn ich Schluss mache, denn

ich denke, dass es keinen Sinn

mehr macht, seitdem ich diese

Person kenne. Ciao!“ In diesem

Moment wünscht sich Julia

sehnlichst, tot zu sein.

Da fällt ihr Blick auf ein

Schweizer Messer. Sie hat

schon manchmal auf dem

Schulhof mitbekommen, dass

junge Leute mit ihren Messern,

Scheren oder sonstigen Sachen

da sitzen und sich ritzen, und

SCHÜLER LESEN ZEITUNG M ENSCHEN«

Selbst verwundet!

Wenn der Schmerz zu groß wird, fügen sich viele Jugendliche selbst Verletzungen zu.

Das kann zum Selbstläufer werden. Denn beim Verletzen werden Glückshormone ausgeschüttet

und damit wird eine „Belohnung“ vorgetäuscht. Doch das Ganze ist höchst gefährlich!

weiß auch, wie schlimm es ist,

aber das ist ihr in diesem Moment

egal. Einen kurzen Augenblick

lang regt sich ein kleiner

Funken Gewissen bei ihr, doch

sie hat das Messer schon angesetzt

und zieht sie es quer ihren

Oberarm. Schon quellen die ersten

Tropfen Blut hervor. Der

Schmerz, den sie dabei fühlt, ist

schlimm und befriedigend zugleich.

Diese Situation ist in

Deutschland nicht gerade selten.

Ob wegen Liebes-, Familien-

oder Schulkummer oder

einfach nur aus Gruppenzwang

haben sich bis jetzt in Deutschland

bis zu 12 000 000 Millionen

Menschen geritzt. Es gibt

noch andere Arten, um sich

selbst zu verletzen, wie mit dem

eigenen Kopf wiederholte Male

gegen die Wand hauen, Haare

ausreißen, Fingerkuppen abbeißen

oder sogar das Zerkauen

der Innenseite der Wangen oder

der Lippen.

Man nimmt an, dass bei

Selbstverletzungen Glückshormone

(Endorphine) ausgeschüttet

werden. Diese lindern

den Schmerz. Diese Hormone

werden zusammen mit Adrenalin

ausgeschüttet, da der Körper

durch das Ritzen oder ähnliche

Selbstverletzung in eine Form

starken Stresses versetzt wird.

Allerdings steht fest, dass

man sich daran gewöhnt und

extremere Selbstverletzung

sucht wie tiefere Schnitte als

Interview

Mit Yoga zu Gelassenheit finden

Was ist eigentlich Yoga, wo kommt

es her, was soll damit erreicht werden?

Franziska Marie Knecht wollte

es wissen und sprach mit Yoga-

Lehrerin Carolin van Dijk.

Woher kommt Yoga und wie lange

macht man Yoga schon?

Yoga kommt ursprünglich aus Indien

und Yoga gibt es schon mehr als

4000 Jahre.

Warum haben Sie sich für den

Beruf Yoga-Lehrerin entschieden?

Ich habe Yoga auf einer Reise nach

Indien kennen gelernt und war danach

so begeistert, dass ich eine

Yoga-Ausbildung gemacht habe.

Gibt es unterschiedliche Formen?

Heutzutage richten sich Yoga-Lehrer

nach dem Yoga-Sutra von Patanyali

und nach den Veden.

Welche Yoga-Richtungen unterrichten

Sie?

Hatha-Yoga, Kundalini-Yoga und

Yoga in der Schwangerschaft.

Wofür ist Yoga gut?

Um Körper, Geist und Seele in Einklang

zu bringen. Dabei werden

Atemübungen (Pranayama), Körperübungen

(Asana), Tiefenentspannung

und Meditation gemacht.

Welche Tipps können Sie Schülern

geben?

Den Körper und den Geist bewusst

wahrzunehmen, auf eigene Gefühle

zu achten und die Wahrheit zu suchen.

Soll man Yoga lieber alleine oder

in einer Gruppe machen?

Bei speziellen Problemen ist Einzelunterricht

sinnvoll. Gruppenunterricht

ist für jedermann förderlich. Es ist

aber auch gut, wenn man Yoga zu

Hause übt.

Was lernt man in einem Kursus?

Atemführung, Körperbewusstsein,

Konzentration, seine Mitte finden, Gelassenheit.

Was ist ein Chakra?

Ein Chakra ist ein Energiezentrum. Es

gibt sieben Haupt-Chakren, Yoga

möchte die Chakren harmonisieren.

Was hat Shanti mit Yoga zu tun?

Shanti heißt Frieden und bedeutet einen

Zustand der Gelassenheit und

den möchte Yoga vermitteln.

� Franziska Marie Knecht, 9a

Hauptschule Höhscheid

Scheidungen

zerreißen Kinder

31

Auch wegen Liebeskummer beginnen viele Teenager, sich zu ritzen oder auf andere Art zu verletzen. Foto: Nadine Platzeck

bisher, größere Verbrennungen.

Allerdings wird dabei nicht

immer Adrenalin ausgeschüttet.

Bei „Beißern“ zum Beispiel

ist es so, dass sie Druck abbauen

wollen. Die Wunden im Mund

werden mit der Zeit immer größer,

denn man sucht auch hier

nach einiger Zeit nach einer Art

„Selbstbelohnung“ dafür, dass

man die Schmerzen schon so

lange aushält. Oder man will

sich selbst endlich spüren, merken,

dass man lebt und Gefühle

hat. Fast 22 Prozent der Jugendlichen

in Deutschland verhindern

außerdem, dass die

Wunden wieder verheilen.

� Peter Schild, 8

Bergische Ganztagsschule

Familie

Heutzutage lässt sich jedes dritte Ehepaar

scheiden. Meistens haben sie

auch Kinder und diese werden durch

die Streitigkeiten und auch die Trennung

psychisch gestört. Manche mehr,

manche weniger. Die meisten Kinder

leben nach der Trennung eher bei der

Mutter, nur wenige entscheiden sich

für den Vater. Was so simpel und normal

klingt, ist in Wirklichkeit sehr hart

und beeinflusst das Verhältnis zu den

Elternteilen. Kinder, die in einer glücklichen

Familie leben, können sich nur

schwer vorstellen, dass ihre Eltern getrennt

sein könnten. Eine befragte junge

Frau berichtete: „Ich könnte es mir

niemals vorstellen, weil es mich innerlich

zerreißen würde.“

� Maxime N. , Vivienne M. , Michelle M., 8a

Gesamtschule Wald


32 »M ENSCHEN SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Interview

Beruf für die

Menschen

Bloß keine Routine in die Messen

kommen lassen. Foto: Busch

Michael Grütering ist Pfarrer der

Gemeinde Herz Jesu in Wuppertal-Elberfeld

und hat mir zu seinem

Beruf ein paar Fragen beantwortet.

Wie sind Sie auf den Beruf gekommen

und wann?

Zu dieser Frage gibt es zwei Antworten:

Zum einen hatte früher der

Pfarrer unserer Kirche viel mit uns

Kindern unternommen. Zu diesem

Zeitpunkt kam mir dieser Beruf

schön vor, ich dachte aber noch

nicht daran später Pfarrer zu werden,

denn ich war erst zwölf Jahre

alt. Später, so mit 19 Jahren habe

ich mir über meine Berufsleben

Gedanken gemacht. Da ich viel mit

Leuten zu tun haben wollte, kamen

für mich vor allen Dingen die Berufe

als Lehrer, als Rechtsanwalt

oder als Arzt in Frage. Ich dachte

der Beruf als Pfarrer würde ein

bisschen von allem beinhalten und

so wurde ich Pfarrer.

Wann beginnt Ihr Arbeitstag

und wann endet er?

Ich beginne um 8 Uhr oder um 9

Uhr zu arbeiten und höre so gegen

22 Uhr auf.

Vielen Leute denken, dass es

nicht viel Arbeit ist, Pfarrer zu

sein, aber da ich gerade erfahren

habe, dass Sie am Tag

fast 14 Stunden arbeiten, wirft

sich mir die Frage auf, was

man als Pfarrer die ganze Zeit

macht?

Also, zunächst einmal halte ich

Gottesdienste ab, bereite sie vor,

ich baue die Gemeinde auf (Gruppenleitung,

Mitarbeitergewinnung

und Mitarbeitermotivation), außerdem

muss ich die Kontakte nach

außen pflegen und die Verwaltungsarbeit

muss getätigt werden.

So etwas eben.

Wie lange arbeiten Sie ungefähr

in der Woche?

Ich arbeite 55 manchmal sogar 66

Stunden in der Woche.

Haben Sie etwas an ihrem Beruf

auszusetzen?

Ja solche Kleinigkeiten, wie dass

manche Leute nicht einsehen wollen,

dass die Messe nicht zur Routine

wird, aber sonst ist der Job für

mich ein schöner und angenehmer

Beruf.

So, das war alles und vielen

vielen Dank, dass Sie sich die

Zeit genommen haben, meine

Fragen zu beantworten.

� Julius Amtmann, 8a

Gymnasium Vogelsang

Technische Hilfe

für die ganze Welt

Die meist ehrenamtlichen Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW)

kommen bei Naturkatastrophen und Großunfällen zum Einsatz. Auch beim

Tsunami 2004 oder beim Hurricane Katrina in den USA half das THW.

Erdbeben, Hochwasser, Stromausfälle

und Zugunglücke gehören

unter anderem zu den vielen

Einsatzoptionen des Technischen

Hilfswerks (THW). Das

THW ist eine Bundesanstalt, die

dem Bundesinnenminister untersteht.

99 Prozent der mehr

als 80 000 Angehörigen arbeiten

ehrenamtlich bei der Organisation

mit, sie sind aus ganz

verschiedenen Gründen dazu

gekommen, etwa als Wehrersatzdienst

oder aus technischem

Interesse. Wieder andere

wollen einfach etwas für ihre

Mitmenschen tun. Das Technische

Hilfswerk leistet rund um

die Uhr technische Hilfe. Die

Helfer erhalten eine umfassende

Grundausbildung, darüber

hinaus wird ein breites Spektrum

an Lehrgänge angeboten,

die die Helfer auf die unterschiedlichstenEinsatzsituationen

vorbereiten.

In ihrem Ortsverband (OV)

gehören die Helfer einer Fachgruppe

an, die spezielle Einsatz-

Leistungen erbringen kann. Bei

dem Brand eines Chemiewerks

in Köln-Worringen musste die

Löschwasserzufuhr für die Feuerwehr

sichergestellt werden.

Hier kamen die Fachgruppen

Wasserschaden/Pumpen – unter

anderen auch Solingen –

So wie hier nach einem Erdbeben im Iran hilft das THW in der ganzen

Welt, um Menschen zu retten. Foto: Privat

zum Zuge. Diese Spezialeinheiten

sind nicht nur auf Überschwemmungen

spezialisiert,

sondern können auch große

Wassermengen über weite Strecken

fördern. In Köln-Worringen

sollten sie eine rund drei Kilometer

lange Förderstrecke für

das aus dem Rhein gewonnene

Löschwasser einrichten. Hierbei

verwendete das Technische

Hilfswerk Pumpen mit der enormen

Förderleistung von bis zu

15 000 l/min; derartige Pumpen

besitzen die Feuerwehren

nicht. Das THW agiert auch international.

Nach dem Tsunami

half das Technische Hilfswerk

als eine der ersten ausländischen

Hilfsorganisationen.

� Tobias Neumann, 8e

August-Dicke-Gymnasium

Freiwillig im Einsatz für andere Menschen

Ehrenamtliche Helfer des Deutschen Roten Kreuzes retten Leben

Wenn man das Martinshorn

hört, fragt sich bestimmt jeder

Autofahrer, woher der Krankenwagen

kommt. Wenn man ihn

dann sieht, ist er meist schon

vorbei gefahren. Die Helfer arbeiten

freiwillig, fast zwölf

Stunden am Tag, für das Leben

anderer.

Die meisten von ihnen arbeiten

ehrenamtlich, da die Rotkreuzbewegung

freiwillige und

uneigennützige Hilfe ohne jedes

Gewinnstreben verkörpert.

„Es gibt Menschen, die behaupten,

dass es nicht so toll ist,

wenn man für diese Leistung

kein Geld erhält. Doch das ist

eine völlig falsche Ansicht“, sagt

Stefan Nippes (53), Kreisbereitschaftsleiter

des DRK Solingen.

Denn die Städte haben meist

nicht das Geld, Sanitäter, Rettungshelfer

und Notärzte zu bezahlen,

wenn manche diesen

Job nicht ehrenamtlich machen

Das Blut ist nicht echt. Die DRK-Helfer nehmen regelmäßig an Übungen

teil, um für den Ernstfall fit zu bleiben. Foto: Privat

würden, würden einige Menschen

einfach sterben, weil die

bezahlten Sanitäter an anderen

Einsatzplätzen sind. „Der KV

Solingen legt sehr viel Wert darauf,

dass sowohl ehrenamtliche

als auch hauptamtliche Helfer

eine gute Ausbildung erhalten,

die jährlich erneuert wer-

den sollte“, so Jörn Aust (46),

ehrenamtlicher San und RUD

Trainer des DRK Solingen. In

den letzten zehn Jahren gab es

zirka 30 tote Helfer bei Einsätzen.

Sie ließen ihr Leben, um

anderen Menschen, die sie nicht

einmal kennen, zu retten. Doch

das ist keineswegs eine abschre-

Gesundheit

Kleines Organ,

große Probleme

Kennen Sie das? Herzrasen, Nervosität,

Müdigkeit, depressive Gemütsverfassung?

Dann sollten Sie vielleicht

einmal die Schilddrüse untersuchen

lassen. Nach neusten Erkenntnissen

hat rund jeder Zehnte ein Problem mit

der Schilddrüse. Frauen zum Beispiel

haben oft mit der Immunerkrankung

Hashimoto-Thyreoiditis zu tun. Dies ist

eine chronische Entzündung der

Schilddrüse, die die völlige Zerstörung

des Organs zur Folge haben kann, da

sich der Körper gegen sich selber

wehrt.

Da es viele verschiedene Symptome

gibt, werden Betroffene häufig als

Hypochonder bezeichnet. Oft dauert

es Jahre, bis die Krankheit erkannt

wird. So ging es auch Ilona H. und

Sonja N., die seit mehr als elf Jahren

an Morbus Basedow (eine Vergrößerung

der Schilddrüse und somit Überfunktion)

/Hashimoto (Unterfunktion)

erkrankt sind. Da beide jahrelang an

unterschiedlichen Symptomen gelitten

haben, war auch der Weg bis hin zur

Diagnose unterschiedlich. Es kamen

folgende Untersuchungen in Frage: -

Blutentnahme (Schilddrüsenwerte) -

Ultraschall - Szintigramm (Untersuchungsverfahren

wobei ein radioaktives

Medikament dem Patienten ins

Blut gespritzt wird, und anschließend

durch eine Röntgenuntersuchung die

Schilddrüsenfunktion überprüft wird).

Ursachen für diese Erkrankungen findet

man häufig im Zusammenhang mit

einer hormonellen Umstellung (Pubertät,

Schwangerschaft, Wechseljahre)

oder durch besondere Belastungssituationen

(Stress). Die Erkrankung

kann auch familiär vererbt werden,

dies ist medizinisch aber noch nicht

hundertprozentig nachgewiesen. Seit

neustem gibt es eine Selbsthilfegruppe,

dort werden Betroffene ernst genommen.

Außerdem wird diese Gruppe

von zwei Ärztinnen betreut.

� Kevin Ebert, 8c

Gesamtschule Wald

ckende Bilanz, es weist lediglich

darauf hin, dass es immer noch

zu wenige Helfer gibt, die solche

Unglücke verhindern könnten.

Das Rote Kreuz ist eine karitative

Institution und beinhaltet

viele Unterorganisationen

wie die Wasserwacht, den Sanitätsdienst,

den Rückholdienst,

den technischen Dienst, den

Verpflegungsdienst, die Suchstaffel

und den Rettungsdienst.

Es ist einfach eine große Gemeinschaft,

man hat Spaß in

der Gruppe und lernt dabei vieles.

Vor knapp 3 Jahren führte

das DRK seinen fast größten geplanten

Sanitätseinsatz während

der Fußballweltmeisterschaft

durch.

Bisher hat das Rote Kreuz

mehr als 4,8 Millionen Helfer,

Tendenz steigend.

� Von Karsten Kreizberg, 8b

Humboldtgymnasium


Geschichte

Ein kleines Denkmal

für die Opfer

Als der Kölner Künstler Gunter Demnig

1997 die ersten Stolpersteine verlegte,

wollte er den Ermordeten aus der

Zeit des Nationalsozialismus ein kleines

Denkmal, als auch ihre Namen zurückgeben.

Auf den zehn mal zehn

Zentimeter großen Messingplatten stehen

die Namen sowie die Geburts -

und Todesdaten der von den Nazis Deportierten.

In der Regel sind sie in den

Bürgersteig vor ihrem zuletzt freigewählten

Wohnsitz eingelassen, wo

man dann über sie „stolpern“ soll. In

ganz Deutschland sowie in einigen Teilen

Europas gibt es heute insgesamt

über 17000 solcher Steine, von denen

78 in Solingen liegen. Seit 2004 werden

sie auch hier unter anderem in Zusammenarbeit

mit Hans-Günter Koch

von dem „Initiativenkreis Stolpersteine“

verlegt. Langfristiges Ziel ist es,

den nach derzeitigem Forschungsstand

mindestens 150 Solingern, die

damals ermordet worden sind, einen

Stolperstein zu widmen. Von den Ermordeten

waren mindestens 55 Sinti,

denen ein Denkmal an der Korkenzieherstraße

erbaut wurde. Für eine

Spende von 95 Euro ist es für jeden

möglich, Pate eines solchen Mini-

Mahnmales zu werden. Doch leider

sind Stolpersteine nicht überall willkommen.

Mancherorts bekämpfen

Neonazis das Projekt, und in München

wurde es offiziell verboten. Gerade

deshalb ist es wichtig zu mahnen und

etwas gegen Nationalismus zu tun.

� Nuria Cafaro,

Jannika Nordhauß, 8d Deutschkurs

August-Dicke-Gymnasium

Kinder

Kindergeschrei ist

doch kein Problem

Schrilles Geschrei von quirligen Kleinkindern

schallt durch die Gänge. Lautes

Getöse von Bobbycars füllt die

Räume. Keine Frage, wir befinden uns

in einem Kindergarten. Überall sehen

wir liebevoll selbst gebastelte Weihnachtsdekoration.

„Ich übe diesen Beruf

schon seit 1999 aus und er bereitet

mir nach wie vor viel Spaß“, verrät

uns die Kindergärtnerin lachend und

versucht dabei gleichzeitig ein süßes,

blondes Mädchen mit einem Pferdeschwanz

zu bändigen. „Hier haben wir

es mit lauter kleinen Persönlichkeiten

zu tun.“ Auch ,Windelkinder‘ sind in

der Tagesstätte willkommen. „Das ist

kein Problem für uns.“ Kaum ausgesprochen,

müssen wir dem kleinen Jonas

auf seinem Bobbycar ausweichen.

Noch mal gut gegangen. „Es gibt leider

immer noch zu wenig Männer, die

sich für diesen Beruf interessieren. Wir

Frauen sind eindeutig in der Überzahl.“

Als uns ein leckerer Geruch von Bratkartoffeln

in die Nase steigt, und uns

das Wasser im Mund zusammenläuft,

erzählt uns die Kindergärtnerin, dass

das Essen nur teilweise von Appetito

frisch geliefert wird. Der Rest wird hier

vor Ort eigenhändig zubereitet. Dabei

wird viel Wert auf gesunde Zutaten gelegt.

Und schon legen wir los mit lustigen

Erinnerungen aus unserer eigenen

Kindergartenzeit.

� Jessica Dawidowski,

Christian Frerichmann, 8f

Gesamtschule Wald

SCHÜLER LESEN ZEITUNG M ENSCHEN«

Stolpersteine

gegen das Vergessen

33

Der Solinger Gerd Friedberger ist einer der Millionen Opfer der Nazi-Diktatur. Auch an ihn erinnert ein

Stolperstein. Was war er wohl für ein Mensch? Welche Freunde und Hobbys hatte er, und ob er wohl

gern zur Schule ging? Dieser Frage gingen Schüler aus der Klingenstadt nach.

Montagmorgen, kurz vor acht

Uhr, einige Schüler hasten die

Treppen am Haupteingang des

Gymnasiums Schwertstraße,

Schwertstraße 19 hinauf. Ein

junger Tag wie jeder andere

auch. Und doch ist der Weg der

Schüler ein besonderer, kommen

sie doch jeden Tag an einer

geschichtsträchtigen Messingplatte

vorbei. „Hier lernte Gerd

Adolf Friedberger“ steht dort

eingraviert, etwas weiter unten

seine Lebensdaten: Jahrgang

1925, 1941 nach Lodz (Litzmannstadt)

deportiert und

1942 in Chelmno ermordet.

Gerd Friedberger, sein Vater

Hermann Friedberger sowie seine

Stiefmutter Helene, deren

Stolpersteine an der Ecke

Schwerstraße/Werwolf zu finden

sind, gehörten zu den 16

Solinger Juden, die zur Zeit des

Nationalsozialismus deportiert

und ermordet wurden. Gerd

war erst 17 Jahre alt als er sterben

musste. Doch wer war der

Junge hinter dem Namen? Damit

hat sich die Geschichts-AG

des Gymnasiums Schwertstraße

befasst. Sie korrespondierte mit

Gerds Schwester Ruth H., der

einzigen Überlebenden der Familie,

die sie an einen Schulkameraden

Gerds, Dr. Egon B.,

verwies. Gerd Friedberger lebte

mit seinen Eltern Hermann und

Minna Friedberger und seiner

Schwester Ruth am Werwolf.

Sein Vater arbeitete in einer

Versicherungsagentur. Egon B.

beschreibt ihn als „hervorragenden

Menschen“ mit einem gro-

So sehen die kleinen Messingplatten aus, die in vielen deutschen und anderen europäischen Städten vor

Wohnhäusern eingelassen sind, um an die früheren Bewohner zu erinnern. Foto: Privat

Die etwas andere Stadt-Rallye durch Ohligs

Schüler machten sich auf die Suche nach Stolpersteinen

Zwei anstrengende und aufregende

Wochen liegen hinter

den Schülern der Geschwister-

Scholl-Schule. Die Klasse 8c hat

sich intensiv mit dem Thema

„Stolpersteine“ befasst. An einem

Tag Ende November begann

das Projekt mit einem Ausflug

in die Ohligser Fußgängerzone.

Auf dem kleinen Kirchplatz

gegenüber der Post starteten

die verschiedenen Gruppen,

ausgerüstet mit Adresslisten, zu

einer etwas anderen Rallye. Die

Köpfe gesenkt, machte sich die

Teams auf die Suche, denn die

Mini-Denkmäler aus Messing

sind im Boden einbetoniert und

leicht zu übersehen. Sie tragen

ßen Bekanntenkreis. Minna

Friedberger, „eine sehr liebe

Frau“, starb vor der Reichspogromnacht

1938. Beide Eltern

waren in Sorge um Gerd, beispielsweise

wenn er mit seinem

„Holländer“, einem Roller auf

dem man sitzt und der durch

das Ziehen an Gummileinen

fährt, fuhr. Gerd ging 1931 auf

die evangelische Knabenschule

August-Dicke-Schule, besuchte

alle die gleiche Inschrift „Hier

wohnte“, dann folgen Name,

Geburts- und Todesjahr sowie

weitere Angaben. In der Düsseldorfer

Straße vor dem Haus

Nummer 40 liegen zwei Steine

für Georg und Jenny Davids, die

1942 nach Auschwitz deportiert

und später für tot erklärt wurden.

Gunter Demnig, ein Kölner

Künstler, hatte vor Jahren die

Idee, mit solchen „Stolpersteinen“

etwas gegen das Vergessen

zu tun. „Die Opfer sind erst

dann vergessen, wenn ihre Namen

vergessen sind“, findet

Gunter Demnig. Nach ihrer

Spurensuche in Ohligs recherchierte

die Klasse im Internet

dann die evangelische Volksschule

Katternbergerstraße und

wechselte 1935 auf die Moellervan-den-Bruck-Schule.

Dr.

Egon B. beschreibt Gerd als einen

tüchtigen, braven Jungen,

mit mehr guten als schlechten

Noten. Die beiden Jungen spielten

häufig zusammen. Sie besuchten

ebenfalls einmal pro

Woche zusammen das

Schwimmbad Birker Straße,

Gunter Demnig verlegt einen

Stolperstein. Foto: Hüskes

nach den einzelnen Schicksalen

der Opfer, die in der NS-Zeit

verfolgt und ermordet wurden.

An einem regnerisch-verschneiten

Donnerstag im Dezember

was Gerd aber nach der Reichspogromnacht

verwehrt blieb.

Am 27. Oktober wurde der 16jährige

Gerd mit seinem Vater

und der Stiefmutter nach Lodz

deportiert und am 6. Mai 1942

in Chelmno vergast. Vielleicht

geht man mit einem veränderten

Bewusstsein an seinem Gedenksteinen

vorbei.

� Winona Grimsehl-Schmitz, 10a

Gesamtschule Schwertstraße

schließlich gab es dann einen

besonderen Ortstermin in der

Solinger City. Im Cinemax-Kino

wurde der Dokumentarfilm

„Stolperstein“ (2007) von Dörte

Franke gezeigt, ein Roadmovie

über den Künstler Gunter Demnig,

der sich, unterstützt von

seiner Frau und Assistentin Uta

Franke dieses Projekt zu seiner

Lebensaufgabe gemacht hat. 13

neue Steine verlegte Gunter

Demnig an diesem Nachmittag

in Solingen-Mitte und der Südstadt.

Damit erhöht sich die

Zahl der Solinger Stolpersteine

auf 78.

� Julienne Ebel, 8c

Geschwister-Scholl-Gesamtschule


34 »M ENSCHEN SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Kommentar

Jahr der Erdratte

und der Mathematik

Wenn man mal dieses Jahr im Kopf

durchgeht, so stößt man doch auf viele

und interessante und einzigartige Geschehnisse,

welche angenehm, aber

leider manchmal auch schwer zu ertragen

waren. Es gab auch witzige Dinge,

denn dieses Jahr feierten die Chinesen

das Jahr der Erdratte. Auch das

Jahr der Mathematik ist nicht zu vergessen,

wozu dieses Jahr viele Ausstellungen

zu finden waren. Zum Beispiel

wurde die Zahl Pi bis zur

7 000 000-sten Kommastelle berechnet.

Dieses Jahr erschütterte aber die

weltweite Finanzkrise die Menschen,

die bis heute anhält und wofür noch

keine richtige Lösung gefunden wurde.

Auch nicht zu vergessen, die Kandidatenwahl

und die Wahl des Präsidenten

der Vereinigten Staaten. Was

für viele Deutsche wohl unvergesslich

in diesem Jahr war, ist wohl die Fußballeuropameisterschaft

2008, bei der

die deutsche Nationalelf zwar eine

gute Leistung erbrachte aber im Finale

hatten manche mehr erwartet. Abgesehen

von der Schule war dieses Jahr

passabel.

� Sebastian Schlemper,

Jonathan Biren 8d, Deutschkurs

August-Dicke-Gymnasium

Wehrdienst

Warum seine Zeit

verschwenden?

Nach dem Schulabschluss wird in

Deutschland etwa jeder dritte männliche

Staatsbürger über 18 zu einer

Musterung geladen, welche die „Tauglichkeit“

für den darauffolgenden

Zwangsdienst bestimmt. Die Gemusterten

werden dann neun Monate lang

entweder in Streitkräften, im Bundesgrenzschutz

oder in einem Zivilschutzverband

verpflichtet. Wer den Kriegsdienst

aus Gewissensgründen verweigert,

muss Zivildienst in einer sozialen

Einrichtung leisten. Doch warum sollte

man wertvolle Zeit seines Lebens für

einen Zwangsdienst verschwenden?

Wer also nicht zum Töten ausgebildet

werden möchte oder keine Lust hat,

Befehlen kritiklos gehorchen zu müssen,

sollte den Kriegsdienst verweigern.

Doch auch der Zivildienst bedeutet

eine Abgabe von neun Monaten Lebenszeit

an den Staat. Es gibt jedoch

auch Möglichkeiten, diesem Zwangsdienst

zu entgehen. Einerseits besteht

die Möglichkeit, mit Hilfe von ärztlichen

Attesten seine Tauglichkeit zu

verringern. Eine andere Möglichkeit

würde darin bestehen, den Zwangsdienst

total zu verweigern – dies zieht

jedoch eine mehrwöchige Freiheitsstrafe

nach sich. Die Totalverweigerung

ist eine Form des zivilen Ungehorsams

als Protest gegen den staatlichen

Zwangsdienst zu sehen. Da für

den Wehrdienst nur 18- bis 25-Jährige

ausgewählt werden, kann man, wenn

man nach der Schule sofort ein Studium

anfängt, dem Wehrdienst entgehen.

Jeder, der keine Lust hat, seine

Lebenszeit dem Staat zu schenken,

sollte eine dieser Möglichkeiten nutzen.

Dein Leben gehört schließlich dir!

� Leon Rohde, 10b

Gesamtschule Schwertstraße

Ein Star mit

einem Handicap

Der 33-jährige Timo Hager ist in Volleyball-Kreisen ein Star. Bei den Paralympics

holte der Sportler mit seiner Mannschaft 2008 und 2005 Gold. Außerdem

trainiert er eine Mädchenmannschaft. „Wir sind ganz normal“, sagt er.

Auf den ersten Blick wirkt Timo

Hager ganz normal, doch in

Wirklichkeit ist er ein Star mit

einem Handicap. Dies zeigte er

bei den Weltmeisterschaften

der körperlich Behinderten

2005 und 2008. Mit seiner

Mannschaft gewann er beide

Male Gold. Bei den Volleyballweltmeisterschaften

in Kanada

lag das Team zunächst 0:2 zurück.

Doch kurz vor Ende nahm

sich die deutsche Mannschaft

zusammen und holte nach sieben

Jahren das erste Mal wieder

Gold.

Timo Hager, der gewohnt

auf Position 3 und 6 spielt, beschrieb

dieses Gefühl als „das

beste“ und „das Gefühl, wofür

man Sport treibt“. Außerdem

räumte er acht Mal einen der

ersten Plätze ab. Zum Beispiel

belegte er mit seinem Team

Platz 1 bei den Paralympics

2000. Dabei sah es in seiner

Kindheit für den heute 33-Jährigen

nicht nach einer großen

Karriere aus. Er selber wünschte

sich diese zwar sehr, glaubte jedoch,

es sei unmöglich. Timo

Hager erhielt als 15-Jähriger die

schreckliche Diagnose „Knochenkrebs“.

Nach zahlreichen

Operationen und drei Jahren

eingeschränkter Mobilität unter

Verwendung von Gehhilfen,

entschloss er sich für eine Beinprothese.

Nach der Schule studierte

er Wirtschaftswissenschaften.

Während seines Studiums

wohnte er in einem Studentenwohnheim.

Eine Sporthalle

grenzte direkt daran. Dort

trainierte er vier Mal pro Woche

Volleyball und nicht wie davor

Fußball, wobei er sich mehr hät-

Timo Hager mit der Nationalmannschaft in Aktion. Um etwas zu erreichen,

braucht es Übung und Teamgeist, sagt Hager. Foto: Privat

te bewegen müssen. Da er mit

der Zeit immer besser wurde,

verdiente er sich nebenbei als

Volleyballtrainer das nötige

Geld, um sein Studium zu finanzieren.

Nach und nach spielte er

sich auf internationales Niveau

hoch und kam so in die deutsche

Nationalmannschaft der

Behinderten. Durch den Sport

und den Zusammenhalt der

Mannschaft hat er viel über sich

selbst gelernt. Das Training

läuft wie bei anderen Teams ab,

auch Timo Hager beschreibt sei-

Zweite Heimat „Hossenhaus“

ne Mannschaft als „ganz normal“.

Sie spielen gegen ganz

normale Vereine, die zuerst

Rücksicht nehmen, doch später

merken, dass der Gegner ihnen

nicht unterlegen ist. Mittlerweile

trainiert Timo Hager zusätzlich

eine Damenmannschaft mit

Mädchen im Alter von 14 bis 17

Jahren. Mit seiner Arbeit will er

vermitteln, dass man im Sport

nur mit viel Übung und Mannschaftsgeist

vorwärts kommt.

� Laura Iserloh, Laura Dittmer, 8a

Humboldtgymnasium

Wenn’s zuhause nicht mehr klappt, ist manchmal ein Heim die Lösung

Die 14-jährige Katrin (alle Namen

geändert) und der 10-jährige

Lukas* waren sehr traurig

und hatten große Schuldgefühle,

als sie zum ersten Mal in die

evangelische Kinder- und Jugendhilfe

Hossenhaus eingezogen

sind. Aber mittlerweile finden

sie das nicht mehr so

schlimm. „Wir haben hier einen

ganz normalen Alltag, nur dass

wir viele Regeln einhalten müssen,

zum Beispiel Geschirrabspülen

und auf einiges verzichten

müssen“, sagt Katrin. „Jedes

Wochenende besuche ich meine

Eltern, worauf ich mich jedes

Mal sehr freue.“ Katrin und ihre

Eltern haben sich unendlich

lang gestritten. Bis sich Katrin,

ihre Eltern und das Jugendamt

entschieden haben, dass Katrin

ins Heim geht.

Wie Katrin haben die meisten

Kinder im Hossenhaus ähnlichen

Erlebnisse. Katrin hat aus

ihren Fehlern gelernt und ihr

wirklich einziger Wunsch ist,

bei ihren Eltern zu sein. Auch

Lukas gibt sich viel Mühe, alle

Regeln einzuhalten, um nach

Hause zu kommen. Aufgestan-

den wird um 6.15 Uhr, „Viel zu

früh! Um diese Uhrzeit sind wir

noch müde“, seufzen die beiden.

Womit sie auch nicht zufrieden

sind, ist die Schlafenszeit,

denn die Zehn- bis 14-Jährigen

müssen zwischen 20 und

20.30 Uhr ins Bett. Die meisten

der 36 Kinder und Jugendlichen

besitzen ein eigenes Zimmer

mit einem Bett, einem Kleiderschrank

und einem kleinen

Schreibtisch. Computer und

Handys sind für die unter 16-

Jährigen nicht erlaubt. Für die

Hossenhaus-Bewohner werden

Hobbys

Formicarium – hier

wohnen Ameisen

Rote Waldameisen Foto: Martinez

Ameisen krabbeln herum und kommen

ab und zu ungebeten ins Haus.

Doch wer holt sich schon freiwillig

Ameisen ins Haus? Jan Goldberg (14)

und Bernhard Mühlhäuser (14) sind

faszinierte Ameisenliebhaber. Seit den

Sommerferien haben sie dieses außergewöhnliche

Hobby. Schon vorher interessierten

sie sich sehr für Ameisen.

Stundenlang beobachteten sie sie im

Garten. Schließlich hat sich dann, angeregt

durch das Ameisenforum

(www.ameisenforum.de), hieraus ein

echtes Hobby entwickelt. Ameisen bevölkern,

bis auf einige Stellen, die ganze

Welt. Es gibt etwa 12500 verschiedene

Arten und jede ist auf ihre Art

faszinierend. Manche leben in Symbiose

mit riesigen Pilzen, andere leben in

Kannenpflanzen und wieder andere

wandern durch die Gegend und erlegen

alles, was sich ihnen in den Weg

stellt. Allein in Europa gibt es 180 Arten.

Nicht alle davon kann und darf

man als „Haustier“ halten. Ein paar anfängerfreundliche

Arten sind „Lasius

niger“ (Schwarze Wegameise), „Lasius

flavus“ (Gelbe Wiesenameise), „Camponotus

ligniperda“ (Braunschwarze

Rossameise), und „Myrmica rubra“

(Rote Gartenameise). Es empfiehlt sich

die schwarze Wegameise. Sie vermehrt

sich relativ schnell, so dass man

schon nach kurzer Zeit einen gewissen

Wuselfaktor erreicht. Halten kann man

Ameisen in handelsüblichen Aquarien.

Weiterhin gibt es die Reagenzglashaltung,

die Porenbetonhaltung, die Inselhaltung

und die Ameisenfarm. Jede

Form hat ihre Vor- und Nachteile. Die

Anschaffung von Ameisen sollte man

sich aber gut überlegen. Tiere sind

kein Spielzeug und man sollte sich zuvor

über die artgerechte Haltung informiert

haben. Ist man hierzu bereit,

kann man allerdings eine Menge Spaß

haben bei der Gestaltung des Formicariums

(Ameisenbehausung) und der

Beobachtung der Ameisen.

� Bernhard Mühlhäuser, 8b

Humboldtgymnasium

Therapien und Elterngespräche

angeboten. Gemeinsam mit den

Mitarbeitern werden mit ihnen

immer wieder Ziele für die Zukunft

vereinbart in kleinen

Schritten.

Das Motto der Kinder und

Jugendhilfe lautet nämlich:

„Gemeinsam Ziele finden und

Lösungswege gehen.“ So ist

Hossenhaus ein Aufenthaltsort

für Kinder, die mit ihren Eltern

nicht klarkommen, aber auch

ein schönes, zweites Zuhause.

� Roxana Nowakiewicz, Simge Altindag, 8b

Gesamtschule Schwertstraße


Menschenrechte

Ein amerikanischer

Traum wird wahr

Selten hat jemand Menschen aus aller

Welt so berührt wie Barack Obama.

Ein Mann, der Wunder vollbringen

kann? Zu Beginn seiner Amtszeit blicken

wir auf die ausstehenden Probleme

einer gewaltigen Nation, und eines

ist klar: Der neue Präsident wird es

nicht leicht haben. Nach vielen Jahren

des Kriegs im Irak, die nicht nur die

amerikanischen Steuerzahler pro Monat

10 Milliarden Dollar gekostet, sondern

auch unzählige Leben gefordert

haben, hat Barack Obama in seiner

Wahlkampagne angekündigt, fast alle

amerikanischen Truppen aus dem Irak

abzuziehen, sodass bald nur noch wenige

dort stationiert bleiben, um den

Terror zu bekämpfen.

Wie der Präsident erkannte, machen

Taliban und El-Kaida Kämpfer Afghanistan

zur eigentlichen Kriegsfront.

Die abgezogenen Soldaten sollen dort

gezielt eingesetzt werden. Auch wenn

keiner die Finanzkrise vorausgesehen

hat, will Obama augenblicklich reagieren,

indem er die Wirtschaft mit einem

Sofort-Konjunkturpaket in Höhe von

32 Milliarden Euro ankurbelt. Außerdem

engagiert er sich für mehr Regulierung

und Kontrolle der Finanzwelt

und möchte umfassende Veränderungen

im Steuersystem der USA durchsetzen.

Streichen der Steuererleichterungen

für diejenigen, die mehr als

250 000 Dollar im Jahr verdienen und

die Erhöhung der Steuern auf Kapitalerträge,

sind dabei nur einige seiner

geplanten Wirtschaftskonzepte. Durch

diese Projekte könnten wichtige Anliegen

der Gesundheitsvorsorge gegenfinanziert

werden, denn auch hier hat

Obama Großes vor.

Demnach haben möglicherweise

alle Kinder in Kürze einen Anspruch

auf Krankenversicherung, die zur Not

vom Staat bezahlt wird. Seinen Plänen

zufolge müssen sich alle Arbeitgeber

an den Kosten der Krankenversicherungen

ihrer Mitarbeiter beteiligen.

Nicht zuletzt sollen alle Versicherungen

verpflichtet werden aufnahmewillige

Personen aufzunehmen – unabhängig

von ihrem Gesundheitszustand.

Eine allgemeine Versicherungspflicht

wie hier in Deutschland stellt der Präsident

jedoch bislang noch nicht in

Aussicht, anders als seine ehemalige

demokratische Konkurrentin Hilary

Clinton. Auch den illegalen Einwohnern

in den USA will Obama mit seiner

Einwanderungsreform entgegen kommen,

indem er ihnen rechtmäßigen

Aufenthalt garantiert, vorausgesetzt

dass die Betroffenen Englisch lernen

und eine Geldstrafe bezahlen. Im Hinblick

auf die globale Erwärmung kündigte

der Präsident an, die gefährlichen

Treibhausgase zu verringern. Er

will in einem Nachfolgeabkommen

dem Kyoto-Protokoll zustimmen und

unter anderem innerhalb von zehn

Jahren 150 Milliarden Dollar in die

Förderung von regenerativen Energieformen

investieren. Ob Barack Obama

diese Visionen auch umsetzen kann,

ist allerdings fraglich. Nichtsdestotrotz:

Sein grandioser Wahlerfolg sowie seine

Träume sprechen für sich.

� Von Sina Speck, 10b

Gesamtschule Schwertstraße

SCHÜLER LESEN ZEITUNG M ENSCHEN«

„Yes, we can!“

Barack Hussein Obama, 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika,

ist der erste Schwarze, der die USA regiert. Nicht nur sein Land, auch die Welt

erhofft sich von dem Demokraten grundlegende Veränderungen.

„This is our moment. This is our

time“ – dies sprach der Demokrat

Barack Obama in seiner

Siegesrede am 4. November

2008. Jubelgeschrei und Freudentränen

bei all seinen Anhängern

– auf der ganzen Welt. Warum

freut sich die ganze Welt

mit den USA?

Der 44. US-Präsident steht

für Hoffnung. Nach den acht

Regierungsjahren von George

W. Bush soll Obama die USA

nun auf den rechten Weg zurückführen.

Doch für die meisten

Schwarzen in Amerika ist er

ein Symbol für die Verminderung

des Rassismus.

Dem qualvollen Leben der

Sklaven wurde zwar am 18. Dezember

1865 mit einer Verfassungsänderung

ein Ende gemacht,

jedoch sahen Weiße die

Schwarzen nicht als gleichberechtigt

an. Die Rassenschranken

schienen so groß wie nie zuvor.

Große Freiheitskämpfer

wie Malcolm X und Martin Luther

King haben zwar viel bewegt,

doch gibt es Diskriminierung

noch heute – und es wird

sie in Zukunft noch weiter geben.

Man kann nur auf eine Verminderung

des Rassismus hoffen.

143 Jahre nach dem Ende

der Sklaverei hat Obama den

großen Schritt geschafft. Woran

andere vor ihm gescheitert waren,

ist ihm geglückt. Er ist der

erste schwarze Präsident in den

Vereinigten Staaten. Der zukünftige

Präsident hat sich um

viele wichtige Dinge zu kümmern

– globaler Umweltschutz,

weltweite Friedensordnung

und die Finanz- und Wirtschaftskrise.

Obama möchte

52 Prozent der Amerikaner haben Obama gewählt. Alle hoffen nun,

dass er die Veränderung bringt, die er versprochen hat. Foto: dpa

Europa, auch Deutschland, stärker

in die internationalen Krisen

einbinden. Angela Merkel

und er haben bereits mehrere

Gespräche geführt und hoffen

auf eine Verbesserung der

deutsch-amerikanischen Beziehungen.

Der Demokrat hat einen

hervoragenden Wahlkampf

geführt, nutzte sämtliche Medien,

vor allem das Internet. Am

Obama bei der Vereidigung mit

seiner Frau Michelle foto: jason reed

Ende stand das Ergebnis fest: 52

Prozent der Amerikaner haben

Obama gewählt. Auch wenn die

Welt ihre Hoffnung in ihn setzt,

wird er wahrscheinlich nicht alles

in seiner Amtszeit schaffen,

aber ich bin mir sicher, dass er

uns nicht enttäuschen wird.

� Adedayo Adebisi, 8d

Humboldtgymnasium

Millionen verfolgen Obamas Amtseinführung

In Washington wurde der neue US-Präsident am 20 Januar vereidigt.

Chicago: Siegesfeier im Grant

Park. 250 000 Menschen jubeln.

„Ich kann es einfach nicht

glauben“, sagt eine alte schwarze

Frau ergriffen. Sie drückt ihr

Taschentuch vor die Augen.

Überall im Land wird gefeiert.

Die Nacht hat Amerika verändert.

Barack Obama tritt auf die

Bühne, langsam. Er nimmt den

Jubel seiner Anhänger entgegen.

In seinem Gesicht ist die

Anstrengungen der vergangenen

Monate zu sehen. Aber

auch Glück.

Als Sohn eines kenianischen

Studenten wurde Obama vor 47

Jahren geboren. Aufgewachsen

ist er in Hawaii bei den Großeltern.

Seine Eltern hatten dort

geheiratet, weil zu dieser Zeit in

Teilen der USA Ehen zwischen

Schwarzen und Weißen verbo-

ten waren. Seine Großmutter,

sagte er, habe ihm gezeigt was

es heißt, hart zu arbeiten.

Er studierte Politik an der

Columbia University in New

York, Rechtswissenschaften in

Harvard. In den 80er Jahren ar-

beitete er in den Elendsvierteln

von Chicago als Sozialarbeiter.

1996 wurde er in den Senat von

Illinois gewählt und 2004

schaffte er es in den US-Senat.

Millionen unpolitischer Amerikaner

begeisterte er für Politik,

Schlangen bildeten sich vor

Wahllokalen. Sein Thema

„Change“ gibt Hoffnung. Seine

Kommilitonen wussten: „Du

wirst der erste schwarze Präsident“.

Am 20. Januar wurde er

in sein Amt eingeführt. Er übernimmt

einen politischen Scherbenhaufen.

„Der Weg wird

steil“, sagt Obama und krempelt

die Ärmel hoch. Er ist der erste

schwarze Präsident in der Geschichte

der USA geworden.

� David Kostka, 8

Theodor-Heuss-Realschule

35

Das Weiße Haus

Das Schicksal der

Präsidenten-Töchter

Erst ganz normale Kinder, aber jetzt

Kinder des Präsidenten. Wer würde

nicht gerne im Weißen Haus leben, so

wie die Kinder von Barack Obama. Wir

haben uns einmal überlegt, wie es

wohl ist, als Kinder des amerikanischen

Präsidenten.

Wir stellen es uns so vor, dass wir

im totalen Luxus leben, wie ein berühmter

Filmstar – mit eigenem Swimming

Pool im Haus oder einer Bowlingbahn.

Es gibt auch ein paar Nachteile,

wie zum Beispiel die ständige Überwachung

durch die vielen Leibwächter.

Obamas Töchter finden den Umzug

„cool“. Und so wie wir uns das vorgestellt

haben wird es bestimmt nicht

kommen, denn so viel Zeit für den

Swimming Pool oder für Bowling haben

sie gar nicht, weil sie auch Pflichten

zu erfüllen haben.

Ein großer Nachteil ist, dass die

Töchter ihre besten Freundinnen Catlen

und Steffani nicht mehr so oft wie

früher sehen können, wenn man in Betracht

zieht, dass sie bis jetzt jede freie

Minute zusammen verbracht haben.

Dennoch: Zu einfach wird das Leben

im Weißen Haus bestimmt nicht werden,

weil die Mutter, Michelle Obama,

nicht will, dass die Kinder zu verwöhnten

Gören erzogen werden. Sie müssen

morgens selbstständig aufstehen,

Betten machen und ihr Zimmer aufräumen,

wie ganz normale Kinder.

� Von Gökay Colafakioglu, Kevin Heib, 8f

Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Obamamania

Kann Obama die

Hoffnung erfüllen?

Ist die Euphorie, die derzeit weltweit

herrscht nur das Produkt unrealistischer

Erwartungen nach acht dunklen

Bush-Jahren? Gregor Gysi erhofft sich

ein Signal, dass die USA Frieden in

Nahost anstreben. Auch Jürgen Trittin

erwartet Friedensimpulse im Nahostkonflikt.

Hoffnungen von Sarkozy, Merkel,

Berlusconi, Zapatero oder Brown

– Obama muss allen Erwartungen gerecht

werden. Eine Mehrheit für internationale

Klimaschutzabkommen im

US-Kongress zu bekommen, wird nicht

leicht, und dies wird auch Obama

höchstens graduell verändern können.

Karsten Voigt, Koordinator der Bundesregierung

für die deutsch-amerikanische

Zusammenarbeit sagt, dass die

Begeisterung für Obama sich als übertrieben

herausstellen könnte.

Dass die Erwartungen überlebensgroß

sind, weiß auch Obama. „Dieser

Barack Obama scheint ja ein ganz

großartiger Kerl zu sein”, scherzte er

einmal im Wahlkampf im engsten

Kreis. Und fügte hinzu: „Ich bin mir

nicht sicher, ob ich dieser Barack Obama

bin”. Auch wenn 65% der Deutschen

laut der Seite www.epochtimes.de

glauben, dass er alle Erwartungen

die in den USA und vielen anderen

Ländern in ihn gesetzt werden, erfüllen

kann, können Fakten auch daran

zweifeln lassen. Der 44. Präsident der

USA hat eine schwere Last zu tragen.

� Fabienne Lemke, 10a

Gesamtschule Schwertstraße


36 »M ENSCHEN SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Kämpfen für

Land und Freiheit

Fast 15 Jahre ist es her, dass sich eine

Gruppe von bewaffneten Guerillas in

Chiapas, dem ärmsten Bundesstaat

Mexikos, gegen die Regierung erhob.

Diese Gruppe, die sich selbst Zapatistas

nennt, besetzte Städte und Ländereien

und hat seitdem autonome

Strukturen aufgebaut.

Die Zapatistas bezeichnen sich

nicht selbst als anarchistisch, jedoch

zeigt der Bezug auf den mexikanischen

Anarchisten Ricardo Flores Magon,

von dem die Parole „¡Tierra y Libertad!“

(„Land und Freiheit!)“ stammt,

sowie die Tatsache, dass die EZLN, die

Guerilla der Bewegung, nicht die

Staatsmacht erlangen will, die anarchistische

Beeinflussung.

Was ist Anarchismus? Nach der

Übersetzung bedeutet Anarchie die

Abwesenheit von Herrschaft. Herrschaft

wird oft als Durchsetzen des

Willens gegen den Widerstand anderer

bezeichnet. Also streben Anarchisten

eine Welt an, in der niemand etwas

gegen den Widerstand anderer durchsetzt.

Zwar gibt es in den fünf autonomen

Regionen jeweils einen „Rat der

Guten Regierung“ (in Abgrenzung zur

„schlechten Regierung“ des mexikanischen

Staates), welche im Widerspruch

zu anarchistischen Ideen zu

stehen scheinen, da eine Regierung

immer mit Herrschaft verbunden ist.

Jedoch wird das „Regieren“ der Räte

von einigen als „eine Umsetzung der

Wünsche der Bevölkerung, also ein

‚gehorchendes‘ Organisieren“ bezeichnet.

Es ist aber auch von der „Überwachung

der Einhaltung von Gesetzen,

die nach gemeinsamer Absprache mit

den Gemeinden in den rebellischen

Landkreisen gelten“, die Rede.

Bei den Zapatistas ist dies jedoch

nicht unbedingt wie bei Staaten als die

gewaltsame Durchsetzung der Gesetze

gemeint. Dazu fehlt den Räten der

guten Regierung die Exekutive. Es gibt

keine Polizei oder Armee. Jedoch können

Strafen wie Haft oder Ausschluss

aus der Gemeinde verhängt werden.

Der parlamentarischen „Demokratie“

der meisten Staaten stellen die Zapatistas

das Rätesystem sowie basisdemokratische

Mittel, wie das imperative

Mandat gegenüber, für das das zapatistische

Motto „gehorchend regieren“

bezeichnend ist.

Entscheidungen werden meist im

Konsens getroffen. Wenn nicht alle

gleicher Meinung sind, gibt es keinen

Konsens und damit keine Entscheidung.

„Keine Entscheidung“ ist jedoch

auch eine Entscheidung. Denn alles

bleibt erst einmal wie es ist, bis eine

bessere Lösung gefunden wird.

Das Argument, dass sonst so häufig

gegen Konsensverfahren, Anarchismus

sowie andere Utopien angeführt

wird („Der Mensch ist doch von Natur

aus egoistisch“), ergibt überhaupt keinen

Sinn. Denn dass das Gegenteil der

Fall ist, beweisen die Zapatistas auf

einzigartige Weise: In den Gemeinden

wird gemeinschaftlich und solidarisch

gearbeitet, gelebt und gekämpft – für

Land und Freiheit.

� Von T.O., 10b

Gesamtschule Schwertstraße

Die Angst ist

immer da

Vergewaltigungsopfer kämpfen oft ein Leben lang mit den Folgen des Traumas.

Depressionen, Psychosen oder sogar Selbstmord sind nicht selten.

Häufig wird verschwiegen, dass auch Männer Vergewaltigungsopfer werden.

Langsam trete ich den alltäglichen

Weg von der Arbeit nach

Hause an. Gemütlich schlendere

ich durch die Straßen. Bis ich

wie jeden Abend durch den

Tunnel gehe, der durch ein kleines

Waldstück zu meinem Haus

führt. Da es schon dunkel ist,

kann ich das Ende des Tunnels

nicht sehen. Meine Schritte

werden schneller, obwohl ich

jeden Tag hierher gehe, kommt

diese Angst. Was ist, wenn hinter

dem Tunnel ein Mann auf

sein nächstes Opfer wartet?

Vielen Frauen und Mädchen

auf der ganzen Welt geht es so.

Sie quält die Angst – vor dem

Unbekannten, der in der Dunkelheit

ihren Körper benutzt

und ihre Seele beschmutzt.

Jährlich wird bei 13000

Mädchen diese Angst zur Realität.

Jedoch ist es vielen Menschen

gar nicht bewusst, wie es

den Opfern solcher Gewaltverbrechen

ergeht. Die Folgen reichen

von sexuellen Störungen

über schwere Beeinträchtigungen

des Selbstwertgefühls bis

hin zu Depressionen, Psychosen

und Selbstmord. „Manchmal

wache ich nachts schweißgebadet

auf und erinnere mich an

meinen Albtraum. Es verfolgt

mich seit vielen Jahren, obwohl

ich es vergessen will“, sagt Petra

S.*, ein Vergewaltigungsopfer.

Kati Haug ist eine ruhige und

freundliche Frau. Sie fällt nicht gerne

auf. Aber wenn man sich mit ihr

unterhält, dauert es nicht lange bis

man merkt, was für ein toller

Mensch sie ist. Vielen von euch

wird der Nachname Haug vielleicht

bekannt vorkommen. Das liegt daran,

dass Kati Haug die Frau von

Franz Haug, dem Oberbürgermeister

von Solingen ist. Da man nicht

viel über sie in der Zeitung lesen

kann und wir uns dafür interessieren,

was sie so macht, haben wir

ein Interview mit ihr geführt.

Sind Sie sehr im Stress wegen

der anstehenden Oberbürgermeisterwahl?

Der Wahlkampf hat ja noch gar nicht

begonnen, aber alleine die Spekulationen

im Vorfeld versetzen mich sehr

in Unruhe. Die beiden vergangenen

Wer Depressionen hat, zieht sich zurück und ist kaum noch am Leben

beteiligt. Foto: Martin Magunia

Pro Minute werden zwei

Frauen vergewaltigt. Doch über

die Vergewaltigung von Frauen

wird schon fast alltäglich geredet,

so dass wir einen wichtigen

Aspekt vergessen. Bei einer Vergewaltigung

ist nicht unbedingt

eine Frau das Opfer.

Aus einer Studie aus dem

Jahr 2003 geht hervor, dass 25

Prozent von befragten Männern

bereits unfreiwilligen Sex mit

einer Frau hatten. Warum Vergewaltigung

von Männern ver-

Wahlkämpfe habe ich noch sehr deutlich

in Erinnerung. Sie waren aufregend

und äußerst anstrengend und

die Anspannung ist wochenlang nicht

von uns abgefallen.

Wie sehr hat sich Ihr Leben geändert

seitdem Ihr Mann Oberbürgermeister

ist?

Natürlich hat sich vieles geändert. Es

gibt keine Wochenenden mehr für

uns, nur ganz selten gibt es mal einen

Tag, an dem keine Veranstaltungen

stattfinden. Von Montag bis Freitag ist

mein Mann Verwaltungschef und von

Freitagabend bis Sonntagabend ist er

erster Repräsentant der Stadt Solingen,

seine Wochenstundenzahl liegt

bei ca. 80 Stunden. Gut, dass ich ihn

an den Wochenenden häufig begleiten

kann und darf, so sehe ich meinen

Mann wenigstens ab und zu mal

mehrere Stunden hintereinander. Un-

schweigen wird, ist fraglich. Ein

Aspekt ist mit Sicherheit das

Selbstwertgefühl der Männer.

Denn durch die Vergewaltigung

durch Frauen stellt sich bei

Männern das Gefühl ein, sie

hätten ein Stück ihrer Männlichkeit

verloren. Doch das sollte

sie nicht vor dem Ausspruch

solcher Taten hindern. Das würde

anderen Männern Mut machen.

� Janine Gehrmann, 10b

Gesamtschule Schwertstraße

angenehm sind mir nach wie vor die

vielen Zeitungsberichte und Leserbriefe

über meinen Mann. Ich bemühe

mich trotzdem ganz „normal“ zu

bleiben, kümmere mich um unser

Haus, den Garten und die Familie.

Was ist passiert, nachdem Ihr

Mann zum ersten Mal Oberbürgermeister

geworden ist?

Am Anfang war es sehr aufregend, da

viele Presseleute und sogar das Lokalfernsehen

zu uns nach Hause

kommen wollten, um so genannte

Homestories zu machen. Am liebsten

hätten sie mich mit Schürze beim Kochen

oder Backen beobachtet. Das

wollte ich aber auf keinen Fall, da ich

zu dieser Zeit auch noch meine

schwer altersverwirrte Mutter bei uns

zu Hause gepflegt habe.

Sind Sie hier in Solingen aufgewachsen?

Terror

Der 11. September

für Indien

Hafiz Mohammad Saeed, Gründer

der LeT Terror Gruppe. Foto: afp

Für mehrere brutale Terror-Angriffe in

der Hafenmetropole Bombay sollen

Terroristen aus Pakistan verantwortlich

sein. In der Nacht zum 27. November

2008 wurden im Stadtzentrum von

Bombay mehre Luxushotels, ein Kino,

ein Restaurant, ein Krankenhaus und

der Hauptbahnhof von Terroristen mit

Schnellfeuerwaffen und Handgranaten

attackiert. Augenzeugen sagten, die

Angreifer hätten gezielt Briten und

Amerikaner gesucht. Einer der Angreifer

forderte in einem Telefoninterview

mit einem TV-Sender die Freilassung

aller in Indien inhaftierten islamistischen

Kämpfer. Indische Sicherheitskräfte

stürmten am Tag darauf die besetzten

Gebäude und lieferten sich

schwere Gefechte mit den Terroristen.

Bis 28. November gab es in Bombay

noch Schusswechsel zwischen

Anti-Terror-Einheiten und den Attentätern.

Das Drama forderte 172 Todesopfer.

Unter den Toten sind nach Angaben

des indischen Außenministeriums

vier Deutsche. Ein Terrorist soll

gestanden haben, er gehöre der muslimischen

Gruppe Lashkar-e-Taiba

(LeT) an. 40 Komplizen sollen an den

Angriffen beteiligt gewesen sein, die

meisten aus Pakistan. Die Lashkar-e-

Taiba (Armee der Reinen) kämpft gegen

die indische Herrschaft im südlichen

Teil Kaschmirs und wurde bereits

für zahlreiche Anschläge in Indien verantwortlich

gemacht. Die Terror-Anschläge

lösten weltweit Entsetzen aus.

Es ist die Rede vom 11. September Indiens.

� Jonas Hellwig, Sakeithan Mahendran, 8d

Albert-Schweitzer-Schule

Interview

„An den Wochenenden begleite ich meinen Mann“

Ich bin in Gräfrath zur Nachkriegszeit

aufgewachsen. Mein großer Bruder

hat mich beschützt und unter seine

Fittiche genommen. Wir waren häufig

mit Freunden unterwegs im Stadtwald

und in den Wupperbergen. Das

erlebt man heute nicht mehr häufig.

Es hat sich natürlich vieles in Solingen

in der Zwischenzeit verändert. Seit

mein Mann OB ist, betrachte ich die

Stadt mit ganz anderen Augen. Ich erlebe

„hautnah“ mit, wie schwierig und

langwierig es ist, städtebaulich und

politisch etwas zu verändern.

Haben Sie selbst entschieden,

dass nicht so viel über Sie in der

Zeitung steht?

Ja, habe ich, da ich meine Privatsphäre

schützen will und nicht alles über

mich offen in der Zeitung stehen soll.

� Jennifer Fischer, Nadine Buschtöns, 10f

Gesamtschule Solingen


Beratung

Hilfe für Jugendliche

in Schwierigkeiten

Tim hat wieder einmal Streit mit seinen

Eltern. Er hat heimlich geraucht

und seine Eltern haben es heraus gefunden.

Er weiß nicht, mit wem er darüber

reden soll. Er besucht die Clearingstelle

auf der Kölner Straße. „Clearing

– wie klären“. Dort bekommt er

Hilfe. Zentral in der Stadt gelegen liegt

die Clearingstelle. Dies ist eine Beratungsstelle

für Jugendliche und junge

Erwachsene im Alter von 15 bis 25

Jahren. Im Monat kommen ungefähr

80 junge Leute mit Problemen.

Die am häufigsten auftretenden

Schwierigkeiten sind berufliche, Ausbildungsprobleme

und finanzielle Probleme,

die dafür sorgen, dass die jungen

Menschen keine Wohnmöglichkeiten

bekommen. Also sind es zusammenhängende

Schwierigkeiten. Es

kommen aber auch viele straffällig Gewordene.

Ein Beratungsgespräch beginnt mit

einer Kennenlernphase. Die Jugendlichen

und die Berater stellen sich gegenseitig

vor, so dass die Jugendlichen

selber das Gespräch finden. Es

gibt grundsätzlich keine Gespräche

mit den Eltern. Bei einer Krisensituation,

zum Beispiel bei Drogenproblemen

oder Magersucht, wo spezialisiserte

Beratung und Hilfe benötigt wird, werden

die Betroffenen an speziell dafür

ausgebildete Beratungsstellen weiter

vermittelt.

Das besondere an der Clearingstelle

ist, dass die Berater auf die Straße

gehen und „Streetwork“ machen.

Streetwork bedeutet, sich den Jugendlichen

und jungen Erwachsenen anzunehmen,

sie anzusprechen und sie

eventuell in die Clearingstelle mitzunehmen,

um ein ausführlicheres Gespräch

zu führen. Mit dem Streetwork

wollen sie erreichen, dass Kontakte

mit ehemaligen Betroffenen gehalten

werden, um zu sehen, wie sie sich entwickelt

haben.

� Von 8a

Humboldtgymnasium

Medaillenregen

für Miriam

Sport

Miriam Kreuz (12), Schülerin der Klasse

7c an der ASS, ist eine besonders

talentierte Schwimmerin im SC Solingen

und schon jetzt Mitglied des D-Kaders,

in dem die besten Sportler ihres

Jahrgangs trainiert und beobachtet

werden. Sie schwimmt seit sieben Jahren

wettkampfmäßig und trainiert viermal

in der Woche, um ihre Leistungsfähigkeit

zu steigern. Im Laufe der Jahre

hat sich Miriam insgesamt 130 Medaillen

erkämpft. Entsprechend groß

ist auch ihre Leidenschaft für den

Schulsport. Neben dem Schwimmen

hat die ehrgeizige Schülerin keine besonderen

Hobbys, in der Schule zeigt

sie jedoch gute Leistungen und trifft

sich gern mit ihren Freundinnen – wie

jedes andere zwölfjährige Mädchen.

Miriams Eltern und ihr Zwillingsbruder

Marvin sind sehr stolz auf die Top-Leistungen,

die sie beim Schwimmen

zeigt.

� Von Jacqueline Lekzik, 8b

Albert-Schweitzer-Schule

In den Sommerferien fährt der

14-jährige Leonid in sein Heimatland

Kroatien. Er besucht

seine Großmutter, die als einzige

dort geblieben ist. Der Großteil

seiner Familie ist nach

Deutschland gezogen. So geht

es vielen Ausländern in

Deutschland. Manche Ausländer

sehnen sich nach ihrem Heimatland,

wie auch Dilâra. Sie ist

gebürtige Deutsche, aber ihre

Wurzeln liegen in der Türkei. In

einem Interview erzählte sie,

dass sich ihre Familie über viele

Länder verteilt habe, um Arbeit

zu finden. Die meisten Familienmitglieder

jedoch leben noch

in der Türkei. Sie sagte: „Ich

habe ein gutes Verhältnis zur

Türkei und mache dort regelmäßig

Urlaub. Aber leider war

ich seit 2001 nicht mehr in meinem

Dorf bei meinen Verwandten.‘‘

Sie ist ein Beispiel dafür,

dass Immigranten ihr Heimatland

besuchen können.

Aber es gibt auch Ausnahmen,

wie zum Beispiel den

Schüler Bahnushan. Er war

noch nie in seinem Heimatland

Sri Lanka. Das liegt auch daran,

dass die siebenköpfige Familie

zu groß ist, um bei ihren Verwandten

unterzukommen. Da

es nicht möglich ist, nach Sri

Lanka zu fahren, telefoniert er

oft mit seinen Verwandten.

Trotzdem möchte er in Deutschland

bleiben, weil er hier viele

Freunde gefunden hat. Die

meisten Ausländer kamen nach

SCHÜLER LESEN ZEITUNG M ENSCHEN«

Heimat in der Fremde

37

Viele Ausländer sind nach Deutschland gekommen, um hier Arbeit zu finden oder vor einem Krieg in ihrem

Heimatland zu fliehen. Mittlerweile haben sich viele von ihnen in Deutschland eingelebt. Trotzdem

ist es ihnen wichtig, den Kontakt mit der Familie im Heimatland nicht zu verlieren.

Die meisten Ausländer haben sich gut in Deutschland integriert – trotzdem fehlen ihnen manchmal die

Verwandten und Freunde in der Heimat.

Deutschland um zu arbeiten. In

Ländern wie Italien oder der

Türkei gab es zu wenig Arbeit.

Es gab auch viele Immigranten,

die als Flüchtlinge nach

Deutschland gezogen sind, weil

in ihrem Heimatland Krieg

herrschte. Sie waren gezwungen

in ein anderes Land zu ziehen,

damit sie sicher und besser

leben konnten. Deshalb waren

Einwanderer in ihren Sprachkenntnissen

eingeschränkt und

waren nicht in der Lage, einen

guten Beruf auszuüben.

Heute sind weniger Auslän-

der davon betroffen, denn ihre

Familien leben schon seit mehreren

Generationen in Deutschland.

Hinzu kommt, dass es

heutzutage Ausländerbehörden

gibt, die Immigranten helfen,

sich problemlos mit anderen

Menschen zu verständigen. Mit

ihrer Hilfe können sie einen gut

bezahlten Beruf erlernen und

ihre Kinder in der Schule unterstützen.

Es ist schade, dass einige

Ausländer nicht in ihr Heimatland

fahren können. Aber wie

man am Beispiel von Bahnus-

Frauen, die kurz vor der Entbindung stehen, kommen schon vorher

ins Krankenhaus, um sich vorzubereiten. Foto: privat

han erkennt, muss man nicht

den Kontakt verlieren, nur weil

es keine Möglichkeit gibt seine

Verwandten und Freunde zu besuchen.

Man kann auch öfter telefonieren

oder Briefe verschicken,

damit man nicht ganz abgeschieden

von ihnen ist.

Deutschland hat viele Fortschritte

gemacht, um Ausländer

zu unterstützen. Die Ausländerbehörden

unterstützen Einwanderer

bei der Integration.

� Von Michele Alfieri, Max Kamphausen, 8a

Humboldtgymnasium

Baby-Glück ist auch eine Kopfsache

Es gibt viele Arten, ein Kind auf die Welt zu bringen, zum Beispiel Kaiserschnitt oder Wasergeburt.

Endlich geschafft! Frau Koch

kommt aus dem Kreißsaal.

Freudestrahlend hält sie ihr gerade

geborenes Kind im Arm.

Die Geburt ist ohne Probleme

verlaufen. Sie ist den Ärzten

dankbar, denn das städtische

Klinikum Solingen bietet eine

neu ausgestattete Geburtenstation.

Dort gibt es unterschiedliche

Möglichkeiten, sein Kind

auf die Welt zu bringen. Eine

davon ist die Wassergeburt.

Wer vor der Niederkunft

steht, hat die Qual der Wahl.

Die wenigsten Schmerzen erleidet

man bei einem Kaiserschnitt.

Doch die meisten Kinder

werden immer noch durch

die natürliche, die vaginale Entbindung,

zur Welt gebracht. Dafür

gibt es schmerzlindernde

Mittel, die die Geburt vereinfachen.

Eins haben alle Geburtswege

gemeinsam, die Frau wird

nie allein gelassen. Begleitet

von einer Hebamme, einem

Arzt oder einer Ärztin sowie einer

Begleitperson ihrer Wahl,

wird das Kind entbunden. In

manchen Fällen, so wie bei einem

geplanten Kaiserschnitt,

werden die Mütter im Krankenhaus

vorab vorgestellt. Für die

Frau ist es auf der Geburtsstation

angenehm, denn die Räume

sind gut ausgestattet. Jährlich

werden im städtischen Klinikum

Solingen etwa 1000 Kinder

geboren. Darunter gibt es auch

problematische Geburten. In

manchen Fällen nimmt aus unterschiedlichen

Gründen die

Sauerstoffzufuhr des Säuglings

bei der Geburt ab. Dann müssen

die Ärzte schnell handeln. Darauf

sind sie aber vorbereitet.

Man könnte meinen, dass bei

einer Wassergeburt das Kind ersticken

könnte. Aber das Neugeborene

fängt erst beim ersten

Kontakt mit der Luft an, Sauerstoff

aufzunehmen. Auf Ärzte

wie Frau Dr. Gholami ist Verlass,

denn nach etwa zehn Jahren

Erfahrung weiß sie, wie sie

handeln muss. Sie rät werdenden

Müttern zu Geburtsvorbereitungskursen.

Am wichtigsten

aber ist es, keine Angst zu haben,

denn der Verlauf einer Geburt

ist auch Kopfsache.

� Alina Reuschel, Pauline Pfaffenbach, 8a

Humboldtgymnasium


38 »M ENSCHEN SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Hooligans bei

Fußballspielen

Sport

Hooligans klettern im Rostocker

Stadion über den Zaun. Foto: Imago

Der Begriff Hooligans, geht auf die irische

Familie O’Hoolihan zurück, die im

19. Jahrhundert einen sehr üblen Ruf

hatte. Ihre heftigen Prügeleien wurden

mit einem Trinklied besungen. Hooligans

sind immer in einer großen Gruppe

und zeigen Gewaltbereitschaft. Im

Fußball kommen sie am meisten vor.

Vor dem Stadion steht die Polizei, um

Prügeleien verhindern. Aggressivität

und Lautstärke gehören zu der Kultur

von Hooligans. Mit Gewalt wollen sie

beweisen, dass sie besser sind als ihr

Gegner.

Es gibt einen Ehrenkodex: im Normalfall

werden nur andere Hooligangruppen

angegriffen – ohne Waffen.

Im Einzelfall werden die Regeln misachtet

und es kommt zu Stichverletzungen

und anderen Verletzungen. Mit

viel Bier vor dem Spiel heizen sie ihre

Stimmung auf. Die Musikrichtung geht

in die Richtung von Punkrock, denn

die Texte handeln von Kampfgeist,

Stärke, Durchhaltevermögen, Freundschaft

und dem Unverständnis über

die anderen, die nicht mitrandalieren.

Im Stadion ist viel Polizei, um die Hooligans

zurück zu halten – nicht immer

erfolgreich. Schon öfters ist es vorgekommen,

dass betrunkene Hooligans

nackt über das Spielfeld liefen und von

der Polizei raus gebracht wurden.

� Oliver Kucybala, 8a

Albert-Schweitzer-Schule

Film

„Mogadischu“ – ein

Film für jedes Alter

30 Jahre ist die Flugzeugentführung

der Lufthansamaschine „Landshut“

her. Die 91 Passagiere und die Crew,

welche gerade auf dem Heimweg von

Mallorca waren, mussten sechs Tage

lang um ihr Leben bangen. Der kürzlich

dazu gezeigte Film „Mogadischu“,

der im Ersten lief, macht die Qualen

der Insassen erst richtig deutlich. Die

vier Terroristen, jeweils zwei Männer

und zwei Frauen, wirkten auf die Zuschauer

ernsthaft und gefährlich. Gewidmet

wurde “Mogadischu“ dem einzigen

Toten – Pilot Jürgen Schumann,

denn durch seinen Mut gelang es der

GSG9, die Maschine zu stürmen. Schumann

hatte heimlich Informationen

über Funk weitergegeben. Vieler Meinungen

nach ein gelungener, realistisch

gespielter und informativer Film,

auch für jüngeren Zuschauer.

� Rebecca A. Spartmann, 8e

Humboldtgymnasium

Autisten helfen

Autismus betrifft nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Autisten kapseln

sich von ihrer Umwelt ab, konzentrieren sich meistens auf sich selbst.

Therapien sollen Autisten helfen, ihre Umwelt besser wahrzunehmen.

Wenn man an Autismus denkt,

denkt man meistens an autistische

Kinder. Aber auch Erwachsene

können autistisch sein. Autisten

sind meist daran zu erkennen,

dass sie keinerlei Augenkontakt

zulassen, was auf

die übermäßige Ich-Bezogenheit

zurückzuführen ist. Ein anderes

Anzeichen für Autismus

ist eine fast fanatische Ordnung.

Dinge werden aufgestapelt,

aneinandergereiht oder

hingestellt. Bei Nicht-Einhaltung

oder Zerstörung durch

eine andere Person kann es zu

Wutausbrüchen kommen. Diese

Ordnung wird oft am Tag überprüft

und protokolliert.

Das Ausdrucksvermögen ist

bei Autisten unterschiedlich. Einige

können sich gut ausdrücken,

andere verbringen den

größten Teil ihres Lebens

schweigend. Was jedoch nicht

heißt, dass sie nicht intelligent

sind. Oft haben sie großes Talent,

sich Dinge, wie genaue Daten

zu merken, was zeigt, dass

sie über ein außergewöhnliches

Gedächtnis verfügen. Vielleicht

liegt das daran, dass sie keinerlei

soziale Kontakte pflegen und

so den Kopf „freier“ haben, für

Dinge, die sie mehr interessieren.

Um herauszufinden, warum

Autisten keine soziale Kontakte

pflegen, muss man sich bewusst

sein, dass Autisten sich selbst in

den Mittelpunkt stellen und sich

weniger für Andere interessieren.

Die einzigen Menschen, die

Autisten nahe stehen sind solche

mit gleichen Interessen.

Teilweise lassen sie auch keine

Familienmitglieder an sich

heran. Eine Hilfsmöglichkeit

soll eine Tiertherapie darstellen.

Meist handelt es sich bei

den Tieren um Hunde und/oder

Das Team der Lebensretter

Im Film „Rain Man“ spielt Dustin Hoffman an der Seite von Tom Cruise

einen Autisten. Foto: keystone

In der Chirurgie-Abteilung eines Krankenhauses sind Ärzte auf alles gefasst.

Es ist Sonntag gegen acht Uhr,

Frau Sasse, ihre Kollegin Frau

Galeczka und Schülerin Susanne

K. bereiten sich auf ihren

Dienst in der Chirurgie vor. Ob

es ein anstrengender Tag wird,

kann man nicht vorhersehen, da

es täglich unterschiedlich viel

Betrieb gibt.

Die Arbeit als Chirurg ist

nicht immer leicht, vor allem

nicht, wenn man 24-Stunden

Dienst hat. Trotz den vielen täglichen

Problemen sind die Ärzte

zu diesem Beruf gekommen, da

sich oft schon in der Verwandtschaft

Ärzte befanden, die ihre

Vorbilder waren.

Blutdruck messen, Wundver-

Delfine. Die Hunde können lange

ruhig sitzen. Darin fassen Autisten

Vertrauen, sodass sie sich,

wenn der Hund den Platz wechselt,

an Veränderungen gewöhnen

können. Die Berührungen

werden anfangs noch als unangenehm

empfunden, nach einer

Weile jedoch soll es keinerlei

Berührungsängste mehr geben.

Die Hunde hören auf die Autisten

und das erfüllt diese mit

sorgungen, Vorbereitungen für

die OP und jegliche Arten von

Unfällen behandeln gehören zu

dem Beruf dazu. Es beschäftigen

sich insgesamt acht Ärzte

mit dem Bereich Chirurgie.

Manchmal kommt es trotzdem

vor, dass selbst bei mehreren

Leuten im Dienst keine Zeit für

eine Pause ist, weil einfach zu

viel los ist.

Doch selbst in so einer Situation

muss ein Chirurg immer bei

der Sache sein und ordentlich,

konzentriert und schnell arbeiten.

Zudem ist es wichtig,

schnell zu reagieren – vor allem

wenn jemand ohnmächtig wird,

gibt es oft Komplikationen. Be-

Stolz. Außerdem bringt er sie

dazu, neue Dinge auszuprobieren

– sie beginnen, mit den Tieren

zu reden. Es scheint, als

würde der Teil der Welt den sie

realisieren, größer, so dass sie

irgendwann nicht mehr nur die

Nähe der Hunde, sondern auch

die anderer Menschen suchen.

� Jessica Hellwig, 10e

Gesamtschule Schwertstraße

sonders schwierig wird es,

wenn der Patient die deutsche

Sprache nicht beherrscht. In

diesem Fall muss ein Arzt sich

manchmal auch mit Händen

und Gestik verständigen, wenn

es keine andere Lösung gibt.

Auch bei der Arbeit mit kleinen

Kindern gibt es häufit Probleme,

weil Kleinkinder oft

nicht verstehen, dass die Ärzte

ihnen helfen wollen. Außerdem

ist es schon passiert, dass ein Patient

handgreiflich geworden

ist. Wie man sehen kann, muss

ein Chirurg auf alles und jeden

gefasst sein.

� Johanna V.d. Keur, Fridericke Flüchter, 8a

Humboldtgymnasium

Der Bus –

Ein sicherer Ort?

Verkehr

Man hört häufig von Gewalt in öffentlichen

Verkehrsmitteln und an Haltestellen.

Ein Busfahrer der Stadtwerke Solingen,

Stefan Hörster, berichtet über

seine Erfahrung während seiner Arbeit.

Er erzählt, dass in den meisten

Bussen Überwachungskameras installiert

sind. So ist es möglich, dass gegebenenfalls

Täter identifiziert werden

können.

Trotzdem ist erkennbar, dass die

Gewalttaten nicht abgenommen haben

– eher das Gegenteil ist der Fall.

Außerdem werden immer mehr Beschmutzungen

und Zerstörungen besonders

an den Haltestellen beobachtet.

Im Gespräch schildert Stefan Hörster,

dass er persönlich noch nicht angegriffen

wurde, aber schon kurz davor

stand. Sollte jedoch so ein Vorfall

oder andere kriminelle Handlungen

passieren, dann haben die Busfahrer

anzuhalten und die Leitstelle sofort zu

benachrichtigen.

Auch Schwarzfahren ist illegal. Laut

Stefan Hörster ist die Anzahl der

Schwarzfahrer gesunken. Aufgrund

von stichprobenartigen Kontrollen

könnte nicht ermittelt werden, ob

mehr Jugendliche oder Erwachsene

schwarzfahren. Viele erwachsene

Fahrgäste beschweren sich immer

wieder über die Jugendlichen mit ihrer

lauten Musik aus ihren Handys etc.

Auch Stefan Hörster empfindet es als

störend und weist die Störenfriede darauf

hin, die Musik etwas leiser zu hören.

Erst wenn das nichts nützt, werden

diese aus dem Bus geworfen.

� Anabel Freund, 8

Theodor-Heuss-Realschule

Alkohol bei

Jugendlichen

Gesundheit

Alkohol ist eine legale Droge. Bier ist

ab 16 Jahren erlaubt, stärkerer Alkohol

wie Wodka und andere Schnapssorten

sind erst ab 18 legal. Viele Geschäften

verkaufen Kindern Alkohol,

die noch keine 16 sind oder 18. Die

Verkäufer machen sich damit strafbar.

Alkohol wird immer beliebter bei Jugendlichen.

Viele nehmen jede Woche

Alkohol zu sich. Zu viele sterben an Alkoholvergiftungen,

weil sie keine Grenzen

kennen und sich bis zur Ohnmacht

betrinken. Manche Jugendliche trinken

Alkohol, um Mitglied in einer Gruppe

zu sein, weil sie kein Außenseiter

sein wollen. Manchmal sind aber auch

die Eltern Schuld, weil sie ihren Kindern

erlauben, Alkohol zu trinken, obwohl

sie noch keine 16 oder 18 sind,

oder ihnen durch ihr Verhalten vormachen,

dass Alkohol normal ist. Nachher

wundern sie sich, wenn ihre Kinder

früh anfangen, Alkohol zu konsumieren

oder alkoholsüchtig werden. Das

führt so weit, dass in Deutschland

2005 mehr Menschen durch Alkoholmissbrauch

als durch Selbstmord

(10260) oder tödliche Verkehrsunfälle

(5458) gestorben sind. Das Statistische

Bundesamt teilte mit, dass durch

Alkohol mehr als 12 000 Männer und

fast 4100 Frauen ums Leben gekommen

seien, also rund zwei Prozent aller

Sterbefälle (Zahlen nach Focus online).

� Von Tanja Albach, 8c

Albert-Schweitzer-Schule


Jugend im

Magerwahn

Gesundheit

Viele Jugendliche sind im Magerwahn.

Dies betrifft vor allem die jungen Mädchen.

Sie wollen immer mehr so sein

wie ihre prominenten Idole, schön und

schlank. Doch einige kennen nicht die

Grenze zwischen dem Normalgewicht

und der Magersucht. Viele verfallen

dadurch in die Magersucht und nehmen

diese gefährliche Krankheit gar

nicht ernst. „Ich habe ein Gespräch

von zwei Mädchen im Alter von 13

Jahren mitbekommen, die gesagt haben,

dass sie zu dick seien. Dabei hatten

diese die Größe 36, die völlig normal

für das Alter ist. Besonders angesagt

ist die Hosengröße Null,“ so die

Verkäuferin einer Modeboutique in Solingen.

Dies ist im Moment die kleinste

Damengröße, die Prominente wie Viktoria

Beckham tragen. Man muss sehr

dünn sein, um diese tragen zu können.

Natürlich betrifft der Magerwahn nicht

nur die Mädchen, sondern auch die

Jungs. „Bei den Jungs jedoch ist das

nicht ganz so schlimm, denn bei ihnen

geht es nicht ganz so sehr um die Proportionen,

sondern eher darum, wer

cool ist und wer nicht“, sagt die Verkäuferin.

Der Magerwahn spiegelt sich

vor allem im Kaufverhalten wieder. Die

Jugend passt nicht die Kleidung dem

Gewicht an, sondern das Gewicht der

Kleidung, was sehr fatal ist.

� Von Jil Evertz, Nane Cafaro, 8d Deutschkus

August-Dicke-Gymnasium

Gesundheit

Essstörungen: Jede

Dritte ist süchtig

Im Jahr 2000 litten in Deutschland

mehr als 100 000 Frauen zwischen

15 und 35 Jahren an Magersucht,

rund 600 000 Frauen sind von der

Ess-Brechsucht betroffen. Zunehmend

erkranken auch Männer an diesen bisher

als Frauenkrankheiten bezeichneten

Störungen. Die dreifache Mutter

Kathrin aus Solingen litt mit 16 bis 24

Jahren selbst an der Ess-Brechsucht.

Gründe für die Essstörung waren, dass

sie sich für ihre Figur geschämt hat

und ihr die Liebe der Familie fehlte.

Ihre Mutter war Alkoholikerin und mit

ihren eigenen Problemen beschäftigt.

Erst im Alter von 20 Jahren war Kathrin

dazu bereit, die Hilfe einer Beratungsstelle

anzunehmen.

Weil Jugendliche noch nicht reif genug

sind, sich helfen zu lassen, trifft

man bei den Beratungsstellen und

Selbsthilfegruppen mehr Erwachsene

als Jugendliche an. Viele Betroffene

werden ambulant, also am Ort, behandelt,

weil in Kliniken oft Kontaktsperre

besteht. Kliniken haben aber auch Vorteile,

da man in Gruppen therapiert

wird. „Es ist wichtig mit Leuten zu

sprechen, die das gleiche Problem haben“,

erzählt Kathrin. Es gibt verschiedene

Therapiearten, wie Hypnose oder

Vehaltenstherapien. Trotz Kathrins Behandlung

wurde sie mit 36 Jahren

noch einmal rückfällig, als sie ihr drittes

Kind bekommen hatte. Heute

glaubt sie, dass sie von ihrer Sucht befreit

ist. „Ich rate allen Betroffenen,

professionelle Hilfe in Beratungsstellen

anzunehmen.“

� Von Anna Pravica, Vanessa Koch, 8d

Gesamtschule Schwertstraße

Wer möchte nicht hübsch, perfekt,

begehrenswert, beliebt,

unangreifbar, einfach besser als

alle anderen sein? Viele junge

Mädchen haben sich so weit in

diese idealistische Vorstellung

hineingesteigert, dass sie lieber

krank als „fett“ sind. Sie sind

magersüchtig, wollen nicht dick

und hässlich sein, sie wollen

„Pro-Ana“ sein – hübsch, perfekt

und begehrenswert eben.

Bei einer Körpergröße von 1,70

Meter und 54 Kilo gilt man in

den Augen der Mädchen schon

als „fett“.

Im Internet haben sich magersüchtige

Mädchen ihre eigene

Welt erschaffen: Pro-AnaForen.

Es ist eine Welt fern von Eltern,

Freunden und Lehrern, innerhalb

der sie sich in ihrem

Wahn bestärken. Die an „Anorexia

Nervosa“ leidenden Mädchen

tauschen sich über Probleme

aus – Probleme mit Jungs,

Probleme in der Schule, aber

auch über ihre Träume und Ziele.

„Kate 16“ schreibt in einem

solchen Forum, dass sie später

einmal Anwältin werden möchte.

Es sind scheinbar „normale“

Mädchen. Häufig wissen ihre

Eltern oder Freunde nichts von

der Krankheit und von der

„Flucht“ in die virtuelle Scheinwelt

Pro-Ana.

„Dies ist das Problem, denn

oft bleibt die Essstörung über

viele Jahre hinweg unerkannt,

weil die Betroffenen sich nicht

in Behandlung begeben“,

SCHÜLER LESEN ZEITUNG M ENSCHEN«

Pro-Ana macht krank

39

Magersüchtige Teenager haben das World-Wide-Web für sich entdeckt. In eigens dafür geschaffenen

Internet-Foren tauschen sie sich aus. Durchhalteparolen wie „Man kann niemals zu dünn sein“ schaffen

ein falsches Zusammengehörigkeitsgefühl.

Pro-Ana-Seiten im Internet bestärken Magersüchtige in ihrem gefährlichen

Wunsch, dürr zu sein. Foto: Keystone/Schulz

schreibt Ulrike Jamann in ihrem

Artikel „Magersucht: Marinas

Weg aus der Essstörung“ zu der

WDR Themenwoche „Gesund

essen: Kinderleicht“.

Die Pro-Ana-Foren stellen

eine zweite Familie für solche

Mädchen dar, denn dort meinen

sie, Verständnis und Bestätigung

zu erlangen. Es gibt Gebete,

Psalme und Gebote wie

„Man kann niemals zu dünn

sein“; „Zunehmen ist schlecht,

abnehmen ist gut“; „Essen ist

ein Zeichen von Schwäche“.

Pro-Ana ist zu vergleichen mit

einer eigenständigen Religion

für magersüchtige Mädchen.

„Ich glaube an die Kalorienangaben

als das geniale Wort Gottes

und merke sie mir gut“, so

heißt es im „Glaubensbekenntnis“

der Pro-Ana-Mitglieder.

Aufgrund dieser Grundsätze

ist es schwierig, Mädchen, welche

an Anorexia Nervosa leiden,

zurück ins „reale“ Leben zu holen.

Pro-Ana wurde zum Lebensstil,

und obwohl einige Foren

mit der Begründung, dass

diese als jugendgefährdend gelten,

gesperrt wurden, ist es so

gut wie unmöglich Pro-Ana-

Webseiten oder -Foren komplett

zu schließen. „Es werden

neue Foren unter anderen Namen

eröffnet, welche dann bloß

schwerer zu finden sind“, so Jan

Nedoschill, Facharzt für Kinderund

Jugendpsychologie.

� Von Jana Fromm, 10b

Gesamtschule Schwertstraße

Braut wider Willen: Wenn Traditionen übermächtig sind

Zwangsheirat ist zwar in 186 Staaten verboten. Trotzdem gibt es 51 Millionen minderjährige Ehefrauen

Weltweit gibt es 51 Millionen

minderjährige Ehefrauen, meist

stammen sie aus Ländern wie

Afghanistan, Äthiopien, Nepal

oder Indien. Gründe für diese

Zwangsehen sind Armut und

die Tradition der Familie. Viele

Bräute sind zum Zeitpunkt ihrer

Hochzeit gerade einmal zwischen

elf und fünfzehn Jahre

alt, die jüngsten Bräute in Rajasthan,

einem Bundesstaat Indiens,

meist noch nicht einmal

zehn. Ihre Ehemänner sind dagegen

manchmal um die zwanzig,

oft allerdings auch schon

zwischen 40 bis 50 Jahre alt und

sehen die Heirat als legitim an,

immerhin tauschen sie ihre Lebenserfahrung

gegen die jugendliche

Fruchtbarkeit der

Mädchen.

Die Mädchen haben meist ihren

zukünftigen Mann vor der

Hochzeit noch nie gesehen, sie

dürfen lange vor der Feierlichkeit

nichts essen, müssen „mür-

In vielen Ländern haben Mädchen keine Chance, sich gegen eine

Verheiratung zu wehren. Foto: Terre des femmes

be“ sein, damit sie keine Kraft

haben, um sich wehren. Leben

die Mädchen dann mit ihren

Männern zusammen, müssen

sie die ganze schwere Arbeit im

Haushalt erledigen.

Das Recht auf Bildung wird

ihnen verwehrt, sie dürfen nicht

in die Schule gehen, da es zu

teuer ist und von den sonstigen

Arbeiten ablenkt. Zum „Dank“

werden sie von ihren Ehemännern

geschlagen, vergewaltigt

und werden in sehr jungem Alter

schwanger.

Mehr als 1,5 Millionen minderjährige

Mädchen werden in

Äthiopien jährlich schwanger,

viele sind zu schwach und überleben

die Geburt ihrer Kinder

nicht.

Um diesen Zuständen zu entkommen,

fliehen einige Mädchen

aus ihren Dörfern in größere

Städte. Dort kommen sie

meist als Hausmädchen in Familien,

wo sie geschlagen werden

und von morgens bis

abends arbeiten müssen. Bezahlt

werden sie dafür nicht. In

anderen Fällen landen sie als

Prostituierte auf den Straßen

der Städte, arbeiten für zirka

zwei Euro pro Nacht.

Die Verheiratung minderjähriger

Mädchen ist in Äthiopien

seit 1957 verboten und auch

185 andere Staaten haben eine

Konvention gegen die Zwangsehe

von Mädchen unterschrieben.

Doch diese Gesetze bewirken

leider nicht viel, wenn Traditionen

übermächtig sind.

� Jana Otto, 10a

Gesamtschule Schwertstraße


40 »M ENSCHEN SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Schwangerschaft

Wenn Teenager

Mütter werden

Wer ungewollt schwanger wird,

sollte sich beraten lassen. Foto: Laif

Es kommt immer häufiger vor: Mädchen

werden in jungem Alter ungewollt

schwanger, weil sie oft unzureichend

aufgeklärt sind oder sich ihren

Eltern nicht anvertrauen möchten. Und

sie schämen sich oft. Beratungsstellen

können ihnen mit Tipps und Hilfe zur

Seite stehen, sich in der schwierigen

Zeit zurecht zu finden. Eine junge werdende

Mutter hat zirka sechs Wochen

nach Feststellung der Schwangerschaft

Zeit, sich für oder gegen das

Kind zu entscheiden. Die Beratungsstellen

und die Eltern nehmen Einfluss

auf das Mädchen, die Entscheidung

aber trifft es selbst. Entschließt es sich

zur Geburt des Kindes, unterstützt die

Beratungsstelle die Entscheidung. Bei

dem Entschluss zu einer Abtreibung

werden Gespräche geführt, damit das

Mädchen genau weiß, was auf es zukommt.

Mädchen, die unsicher sind,

trauen sich meist nicht, Beratungsstellen

aufzusuchen. Es gibt aber Telefon-

Hotlines, bei denen man sich rund um

die Uhr Rat holen kann. Diese Seelsorger

machen Mut, sich doch entweder

mit den Eltern oder mit einer Beratungsstelle

in Verbindung zu setzen.

Sie geben den Mädchen Adressen

oder fordern sie auf, sich auch weiterhin

bei ihnen telefonisch zu melden.

� Marie-Madlena Wendler, 8d

Humboldtgymnasium

Gesundheit

Das erste Mal

beim Frauenarzt

Was ist tatsächlich dran am „Horror

Frauenarzt“? „Die zehn Minuten Wartezimmer

waren die schlimmsten Minuten

meines Lebens“, sagt die heute

15-jährige Katharina. „Ich war zwölf

Jahre alt und hatte schon viel Unangenehmes

von älteren Mädchen gehört.“

Sie hatte, genau wie viele andere junge

Mädchen, Angst, untersucht zu

werden. „Ein wenig unangenehm war

es schon“, gibt die Schülerin zu. Oft

muss man sich während der Behandlung

nicht komplett entkleiden, es

reicht meistens der Unterleib und später

dann, zum Abtasten der Brust, der

Oberkörper. Ebenso kann die Patientin

auswählen, ob sie lieber zu einem Arzt

oder zu einer Ärztin gehen möchte.

Auch wenn man scheinbar „peinliche“

Fragen hat, sollte man sie auf jeden

Fall stellen. Mit ein wenig Mut lässt

sich vielleicht ein großer Fehler verhindern.

Außerdem: Der Arzt steht unter

gesetzlicher Schweigepflicht, das

heißt, er darf Fragen und Befinden

nicht an Angehörige weiterleiten.

� Vivian Reufels, Sina Tillmanns, 8d

Humboldtgymnasium

Shalom, Jacky

Eine junge Solingerin will für ein Jahr nach Israel, um dort alten und kranken

Menschen zu helfen. Die Idee dazu kam ihr bei einem Schüleraustausch. Nun

lernt sie Hebräisch, um sich verständigen zu können.

Die 20-jährige Jacky Funk aus

Solingen hat Anfang 2008 den

Entschluss gefasst, die Stadt zu

verlassen und ein Jahr lang

Kranken zu helfen, die in einem

Land leben, in dem Krieg

herrscht. Sie geht nach Israel,

direkt nach Tel Aviv. Zurzeit

macht sie eine Ausbildung zur

Kosmetikerin in einer Privatschule

in Solingen-Landwehr,

aber im April 2009 ist sie längst

fertig und dann heißt es

„Tschüss, Solingen!“

Die Idee dazu kam ihr 2005,

als Jacky beim Schüleraustausch

der Gesamtschule Wupperstraße

mitmachte. Damals

wohnten die Schüler, wie üblich,

bei einheimischen Familien,

um den Alltag in Israel hautnah

erleben zu können. Weil sie

heute noch guten Kontakt zu ihrer

ehemaligen Schule hat, fuhr

sie Anfang 2008 noch einmal

mit. Da lernte sie auch die medizinische

Einrichtung „Reuth

Medical Center“ kennen.

Dieses Haus betreut Kranke,

Kriegsopfer aber auch alte Menschen,

die den Zweiten Weltkrieg

überlebt haben. Jacky

wird als „Volunteer“, als freiwillige

Praktikantin also, arbeiten.

Zu ihren Aufgaben wird die Betreuung

der Kranken gehören

wie waschen und Essen anreichen,

oder sie wird auch mal in

der Küche eingesetzt. Sie ist

auch in die Freizeit der alten

Menschen integriert. Es wird

Wie diese junge Frau will Jacky Funk alten und kranken Menschen

helfen. Dazu geht sie nach Israel. Foto: Argus

zusammen gesungen, gebastelt

oder einfach nur gesprochen. Es

werden auch Feste gefeiert, die

die Traditionen des israelischen

Volkes widerspiegeln.

Um mit Leuten, die kein Englisch

sprechen, Kontakt aufnehmen

zu können, lernt sie Hebräisch

bei einer israelischen Lehrerin.

Die ganze Sache wird von

dem Deutsch-Israelischen Verein

abgewickelt, da Solingen

auch eine Patenstadt in Israel

hat, Ness Ziona. Jacky wird mit

anderen freiwilligen Helfern in

einer Wohngemeinschaft direkt

Familienhilfe: Unterstützung

für Kinder und Eltern

Wir betreten einen hellen, luftigen

Raum, dem die gemütlichen

Korbmöbel eine warme,

angenehme Atmosphäre verleihen.

Die vielen Spielsachen fallen

sofort ins Auge: Hier sind

Kinder willkommen. Frau Gehrmann,

Familienbetreuerin beim

Paritätischen Wohlfahrtsverband

in Solingen-Wald, betreut

Familien mit Kindern, wenn die

Eltern beispielsweise psychisch

krank sind oder Probleme mit

Alkohol oder Drogen haben. „Es

gibt Fälle, die von uns bis zu 36

Stunden pro Woche betreut

werden, aber auch solche, bei

denen sechs Stunden wöchentlich

ausreichen.“

Frau Gehrmann hilft den

zum Teil unterernährten und

kranken Kindern, damit sie

nicht ins Heim müssen. Einige

Jungen und Mädchen sind sehr

distanzlos. Lachend fügt sie hinzu:

„Sie haben ein ganz starkes

Bedürfnis zu kuscheln – das

manchmal über das normale

Maß hinausgeht.“ Sind die Eltern

momentan selbst nicht in

der Lage, ihre Kinder schulisch

zu unterstützen, organisiert

Frau Gehrmann Übermittagsbetreuungen,

damit die Jungen

und Mädchen ihre Hausaufgaben

unter Anleitung machen

können. Die Betreuerin will

durch ihr Engagement gewährleisten,

dass sie schulisch keinen

Nachteil haben. „Zum Teil

arbeite ich mit den Schulen

sehr eng zusammen.“

Wir erfahren, dass sie sehr

glücklich ist, ihren Beruf als Familienhelferin

ausüben zu dürfen,

da normalerweise ein Studium

als Sozialpädagogin erforderlich

ist. „Dies ist mein absoluter

Traumberuf, für den ich

lange gekämpft habe. Ich liebe

diesen Job, weil ich vielen Kindern

dadurch helfen kann, dass

es ihnen gut geht.“

� Thea Huser, Sofia Novak,

Julia Filiptzyk, Ella, 8e

Gesamtschule Wald

am Medical Center wohnen. Sie

hofft, mit diesem Beispiel einiges

für die Deutsch-Israelische

Freundschaft tun zu können.

Ihre Mutter ist natürlich besorgt

und hat Angst um sie, vor allem

wegen der politischen Lage. Sie

hofft, dass ihre Tochter nach

diesem Jahr wieder heim

kommt, da Jacky ab September

2010 einen der begehrten Ausbildungsplätze

an einer Schule

für Maskenbildner sicher hat.

� Lorena Zdanewitz, 8

Theodor-Heuss-Realschule

„American Dream“ –

die Blase ist geplatzt

„Ich habe 10 000 Euro verloren“,

erzählt uns Bettina M. teilnahmslos.

Seit Wochen schon

lesen wir Artikel über die große

Bankenkrise in der Zeitung. Die

amerikanische Immobilienblase

ist geplatzt. Doch was bedeutet

das überhaupt?

Kredite vergeben

Da es zum „American

Dream“ gehört sich ein eigenes

Haus zu kaufen, nahmen viele

Amerikaner Kredite bei ihren

Banken auf. Obwohl es von vorneherein

klar war, dass die

Menschen diese nicht zurückzahlen

konnten, wurden ihnen

die hohen Kredite gewährt. Dadurch

erlitten die Banken

schwere Verluste. Auch in

Deutschland waren einige Banken

betroffen.

Die deutsche Bundesregierung

entschied daraufhin, den

deutschen Banken 50 Milliarden

Euro zu leihen. Mit dieser

Summe könnte man zum Bei-

Engagement

Hilfe für Kinder in

Nowosybkow

Der 20-jährige Dennis, der als kleines

Kind schon die Jugendeinrichtung

„Radimitschi“ (Nowosybkow) besuchte,

arbeitet inzwischen selbst erfolgreich

als Helfer in dem Partnerverein

des Solinger Vereins Pro-Ost. Dort befinden

sich eine physiotherapeutische

Einrichtung, ein Jugendzentrum, eine

Sonderschule und ein Arzt, der russische

Bürger kostenlos auf Schilddrüsenkrebs

untersucht. Vor allem das Jugendzentrum

wird von vielen Kindern

täglich besucht. In Nowosybkow ist die

radioaktive Strahlung, aufgrund der

Atomkraftwerkexplosion, die in

Tschernobyl stattfand, sehr stark verbreitet.

In Russland wird nicht über diese

Katastrophe gesprochen. Vielmehr

hoffen die Menschen dort, nicht von einer

schwerwiegenden Krankheit betroffen

zu sein. Eigentlich wissen aber

alle, wie stark das Gebiet verseucht ist.

Andreas Fiedler, erster Vorsitzender

des Pro-Ost-Vereins Solingen und

seine Frau Ilona Fiedler, besuchen ihren

Partnerverein in Russland auch,

um anstehende Projekte zu besprechen.

„Die russischen Kinder versuchen

immer ein bisschen Deutsch zu

sprechen“, sagen die beiden. Vor allem

der offene Umgang mit den behinderten

Kindern sei in Russland keine

Selbstverständlichkeit. Auch deshalb

werden von den Vereinsmitgliedern

immer wieder russische Kinder für

eine kurze Zeit aufgenommen. In Solingen

besuchen sie dann die vielen

unterschiedlichen Jugendzentren. Mit

gezielter Förderung von geschädigten

Kindern und Jugendlichen versuchen

Pro-Ost und Radimitschi, die Basis für

eine bessere Zukunft zu schaffen – mit

Hilfe von Spenden und EU-Fördergeldern

für die speziellen Projekte

� Lena Kotthaus, Charlotte Mensler, 8a

Humboldtgymnasium

spiel etwa 6000 Euro an jeden

Einwohner in Deutschland verschenken,

sechs Millionen

Sportwagen vom Typ Porsche

Carrera Coupe kaufen oder 17

Louis Vuitton Handtaschen an

jede Frau im Land vergeben.

Auf der Straße gibt es zur Bankenkrise

geteilte Meinungen.

Viele Menschen finden die Unterstützung

mit 50 Milliarden

Euro gut. Allerdings gibt es

auch einige Gegenmeinungen.

Geld verloren

„Man sollte die Verantwortlichen

zur Rechenschaft ziehen“,

findet Thekla K. Nur zehn

Prozent der Befragten hätten

genauso gehandelt und zwei

Prozent erlitten hohe Geldverluste.

Gibt es eigentlich noch

Hoffnung, die Banken und somit

das gesamte Wirtschaftssystem

zu retten?

� Von Tabea Küther, Cristin Pacifico, 8d

Gesamtschule Wald


Kommentar

Turmhotel in Mitte

wird abgerissen

Wie ein großer Bauklotz ragt das

Turmhotel über der Solinger Innenstadt.

Gegen ein Hochhaus ist ja an

diesem Platz generell nichts einzuwenden.

Aber warum so ein hässliches Gebäude?

Wenn das Turmhotel wenigstens

Charme hätte... oder wegen seines

guten Aussehens ein Wahrzeichen

der Stadt wäre - stattdessen ragt es

dort hässlich über die City. Es sieht

aus, als wäre dem Architekten damals

der Stift ausgerutscht. Doch jetzt endlich

hat sich der Immobilieninvestor

HLG des Hotels erbarmt. Er will es abreißen

lassen - und stattdessen ein

schickes Shopping-Center, den Hofgarten,

dorthin bauen. Auch wenn es

schön ist, dass das Turmhotel endlich

abgerissen wird - man muss sich

schon fragen, ob die Stadt wirklich

noch eine zweite Einrichtung wie die

Clemensgalerien braucht. Doch darum

braucht man sich erstmal keine Sorgen

zu machen - Hauptsache, das

Turmhotel wird abgerissen.

� Von Julian Hobeika, 8e

Humboldtgymnasium

Moscheen bauen

in Deutschland?

In Duisburg-Marxloh gibt es

schon eine Moschee Foto: Probst

In Solingen leben 8000 Muslime.

Grund genug, eine Moschee zu bauen?

In Duisburg–Marxloh steht bereits

eine Moschee und in 180 weiteren

Städten sind Moscheen geplant. In Solingen

gibt es acht Gebetsräume und

sicherlich würde jeder muslimische

Bürger eine imposante Moschee haben

wollen. „Ich denke, wenn alles gut

geplant und kommuniziert ist, dann

kann das positive Auswirkungen haben,

aber viele Menschen haben irrationale

Ängste und mit solchen Ängsten

muss man sich im Vorfeld auseinandersetzen‘‘,

so die Integrationsbeauftragte

von Solingen, Anne Wehkamp,

die sich für einen Moscheebau

ausspricht. Aus den vielen kleinen Gebetsräumen

eine große Moschee zu

bauen ist sinnvoll, doch würden die

Muslimen eine Kirche in der Türkei erlauben?

Eine Frage, die schwer zu beantworten

ist und daher auch die bisherige

Ablehnung für einen Moscheebau

verdeutlicht. Nach dem Artikel vier

des Grundgesetzes heißt es: „Die Freiheit

des Glaubens, des Gewissens und

die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen

Bekenntnisse sind unverletzlich.

Die ungestörte Religionsausübung

wird gewährleistet.‘‘ Das beruht

aber nicht auf Gegenseitigkeit, denn

eine Kirche in der Türkei zu errichten,

ist unmöglich.

� Von Sevinc Icyer, 10a

Gesamtschule Solingen

SCHÜLER LESEN ZEITUNG L OKALES«

Sparkasse ist

nah am Kunden

Seit mehr als 200 Jahren gibt es die Sparkassen. 50 Millionen Menschen

haben dort mittlerweile Konten eröffnet. Alle Kunden, auch die mit geringem

Einkommen, sollen dort qualifiziert beraten werden.

Die ersten Sparkassen entstanden

bereits 1778. Heute genießen

sie mit etwa 50 Millionen

Kunden in Deutschland deren

Vertrauen.

Geschäftsbeziehungen sind

erklärtes Ziel und nicht das

schnelle Einmal-Geschäft. So

steht es in den Leitlinien der

Sparkasse. Niemand wird ausgeschlossen,

und alle Kunden

werden bedient.

Dies bedeutet insbesondere

auch, jedem zum Beispiel ein

Girokonto anzubieten. Es werden

zwar die unterschiedlichen

Bedürfnisse berücksichtigt,

aber auch Kunden mit geringerem

Einkommen oder Vermögen

werden qualifiziert betreut.

Sparen, Vermögensaufbau, Altersvorsorge,

Bauen und Kreditwünsche

sind die vielfältigen

Themen eines Serviceteams

und seiner Privatkunden.

Dabei bestimmen sie mit ihren

Kunden gemeinsam etwa

über die langfristige Fähigkeit

zur Rückzahlung von Krediten.

Sparkassen stehen also generell

dafür ein, Überschuldungen ihrer

Kunden zu vermeiden.

Aber auch Firmenkunden

mit völlig anderen Fragen zu Finanzierungen,

Leasing, Betriebliche

Altersversorgung bis hin

zur Existenzgründung werden

umfassend beraten. Hierzu bedienen

Sparkassen ihre Kunden

persönlich und individuell. Von

den rund 254 000 Mitarbeitern

sind mehr als die Hälfte in der

persönlichen Beratung tätig.

Sparkassen sind in Deutsch-

Jeder Euro der Kunden zählt bei der Stadtsparkasse. Sie will mit

254 000 Mitarbeitern nah am Kunden sein. Foto: Michael Kappeler

land im Verbund der Sparkassen-Finanzgruppe

der größte

gewerbliche Arbeitgeber und

Ausbilder und haben mit rund

16 000 Geschäftsstellen und

mehr als 24 000 Geldautomaten

das dichteste Netz aller Kreditinstitute

in Deutschland.

Jeder Kunde hat „seine“

Sparkasse und meist mehrere

Sparkassen-Geldautomaten in

seiner Nachbarschaft. Ziel ist es,

überall dort zu sein, wo die Kunden

leben und arbeiten, sogar

die Kunden mit Namen zu kennen.

Mit ihrer Geschäftsphilosophie

nehmen Sparkassen in besonderer

Weise Verantwortung

für unsere Gesellschaft wahr.

� Nikolas Goeke, 8

Bergische Ganztagsschule

Interview

Sicherheit am Flughafen Düsseldorf

Am Dienstag, 14. November 2008,

haben wir bei Nachforschungen am

Düsseldorfer Flughafen einen Mitarbeiter

des Security Dienstes namens

Thomas A. (32) kennen gelernt. Wir

stellten ihm einige Fragen über seine

Tätigkeiten und den Flughafen.

Wie lange arbeiten Sie schon am

Düsseldorfer Flughafen?

Ich arbeite hier seit zwölf Jahren.

Wie viele Mitarbeiter sind an diesem

Flughafen tätig?

Ich habe ca. 1100 Kollegen und ich

kenne viele auch persönlich.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job

besonders gut?

Mir gefällt die Atmosphäre, meine

vielen freundlichen Mitarbeiter und

ich arbeite gerne mit und für Menschen.

Wie schätzen Sie die Sicherheit

der Passagiere an diesem Flughafen

ein?

Nach dem schweren Brandunglück

1996 stieg die Sicherheit am Düsseldorfer

Flughafen enorm, und somit ist

er auch einer der sichersten Europas.

Wie werden die Angestellten für

Ausnahmesituationen vorbereitet?

Die Angestellten werden mit mindestens

einem Jahr Übung auf Ausnahmesituationen

vorbereitet.

Wie lange dauert es, den Flughafen

zu evakuieren?

Es dauert ungefähr 15 bis 20 Minuten.

Wie lange dauert es, bis die Feuerwehr

einen Brand im Gebäude

löschen kann?

Da die Feuerwehr bereit im Gebäude

ist, dauert es etwa fünf bis zehn Minuten.

Ist der Flughafen für Brände gut

gesichert?

Natürlich. Er ist sogar sehr gut gegen

Brände gesichert.

� Jonas Teichert, Constantin W. Kramer, 8

Bergische Ganztagsschule

41

Musik

Kirchenmusik – viel

mehr als nur Orgel

Mittwochabend 18 Uhr. Ilka und Isa

verlegen die letzten Kabel für die Mikros

in der Widderter Kirche. Marten

setzt sich ans Schlagzeug und probiert

schon mal einen Rhythmus aus. Endlich

kann’s losgehen: „Blessed be your

name“ ein rockiges Stück Kirchenmusik

erklingt. Die Jugendlichen der

Band „Spirit“ haben schon vier Wochen

Proben für den Jugendgottesdienst

hinter sich. Aber es gibt Einiges,

was noch nicht klappt. Trotzdem haben

alle einen Riesenspaß und es wird

viel gelacht. „Musik tut gut“, – meint

Jugendleiterin Steffi Beier. „Ich musiziere

mit Jugendlichen in Bands. Wir

machen ganz Unterschiedliches, Lieder

aus dem Rock- und Popbereich,

aber auch aus der „Worship-Szene“.

Zuerst denkt man bei „Kirchenmusik“

vermutlich an Orgel. Aber Kirchenmusik

hat sich im Laufe der Jahrhunderte

immer wieder verändert. Heute

ist Orgelmusik eine von vielen Formen,

im Gottesdienst Musik zu machen.

„Kirchenmusik ist wie ein Sommerblumenstrauß

mit kleinen, unscheinbaren

Pflänzchen und großen auffallenden

Blüten, leisen und lauten Tönen“,

meint Steffi Beier.

So vielfältig wie der Musikgeschmack

sind auch die Angebote der

Solinger Gemeinden im Hinblick auf

moderne Kirchenmusik: Es gibt Gospelchöre,

Jugendbands und Musicalgruppen.

Doch eins ist allen Formen

gemeinsam, stellt der Pianist Patrick

klar: „Wir wollen mit unserer Musik

Gott loben und preisen“ – da muss

man sich nicht unbedingt auf eine Stilrichtung

festlegen. Wichtig ist nur

„dass das, was in gesungenen Worten

gesagt wird, im Körper nachklingt“,

meint Christa Reinighaus. Sie verdeutlicht:

Nicht nur junge Leute mögen

schwungvolle, moderne Kirchenmusik.

Mit 79 Jahren singt sie als älteste Sängerin

des „Chörchens“ in Widdert begeistert

Gospels. Sie freut sich, dass

so Menschen aller Generationen zu einer

Gemeinschaft werden. Gitarrist Daniel

(18) wünscht der Kirchenmusik

„dass sie immer Menschen erreichen

kann und von ihnen weiter getragen

wird“. So kann der Traum von Susanne

Götting wahr werden: „Volle Kirchen“,

in denen Kirchenmusik die

„schönste Art zu beten ist.“

� Von Miriam Ziegenbalg, 8

August-Dicke-Gymnasium

Flughafen

Geschichte des

Airports Düsseldorf

1927 wird der Düsseldorfer Flughafen

eröffnet, 1934 bekommt der Flughafen

neue Peil- und Sendestationen,

1936 errichtet die Luftwaffe einen

Stützpunkt, 1939 übernimmt die Luftwaffe

den Flughafen, 1943 nehmen

die Amerikaner den Flughafen ein,

1945 übergeben die Amerikaner den

Flughafen den Deutschen, 1949 beginnt

der Personenverkehr wieder. Am

11. April 1996 kommt es zu einem

schweren Brandunglück, bei dem 17

Menschen ums Leben kommen und

weitere 88 verletzt werden.

� Von Vincent Janosi, 8

Bergische Gesamtschule


42 »L OKALES SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Drogenkonsum

in Solingen

Kriminalität

Einfallsreiche

Heroinschmuggler

Zwei Männer (38 und 40 Jahre), die

der Polizei bereits bekannt sind, gingen

am 04.12.2008 bei einer Kontrolle

in Ohligs ins Netz. Die Beamten

staunten, als sie bei der Durchsuchung

von Ü-Eiern drei Päckchen Heroin fanden.

Sie hatten nur ein Problem: Da

nicht genug Beweise vorhanden waren,

konnten die Täter nicht verhaftet

werden. Somit durften die Schmuggler

wieder gehen.

� Von Bastian Haas, 8

Bergische Ganztagsschule

Kriminalität

Geschätzte 60 Prozent der Solinger

Jugend hat schon einmal Drogen konsumiert.

Eines der im Drogenmilieu bekanntesten

Stadtteile soll Ohligs sein.

Ist es denn wirklich so schlimm geworden

in unserer Stadt? Eine der momentan

beliebtesten Drogen ist Spice.

Den Konsumenten ist es egal, dass sie

später keine Erfolgsmöglichkeiten

mehr haben werden. Da die Polizei

meist weiss welche Leute Drogen nehmen,

sollten sie zu härteren Strafen

greifen. Dann könnte es nächstes Jahr

schon besser mit Solingens Drogenszene

aussehen.

� Von Lena Rose Dang, 9d

Realschule Vogelsang

Kriminalität

Überfall auf

Geldtransporter

In der letzten Zeit nahm die Zahl der

Überfälle auf Geldtransporter stetig zu.

Am 2. Dezember 2008 überfielen zwei

maskierte Täter den Geldtransporter

auf der ablegenden Hossenhauser

Straße. Der Geldtransporter blieb am

Randstreifen stehen, da der Beifahrer

austreten musste. In diesem Moment

sprangen die beiden Täter aus dem

Gebüsch, überwältigten den ausgestiegenen

Beifahrer und machten klar,

dass der Wagen geöffnet werden soll.

Als der Fahrer instinktiv auf das Gaspedal

drückte, eröffneten die Täter

das Feuer und zerschossen den rechten

Vorderreifen und die Tür des Wagens.

Nachdem der Fahrer den Alarmknopf

gedrückt hatte, stellte er das

Fahrzeug am Graf-Willhelm-Platz ab.

Während der Beifahrer verarztet wurde,

liefen die Ermittlungen und die

Großfahndung in voller Fahrt und zehn

Minuten später flog der Polizeihubschrauber

über den Straßen – ausgerüstet

mit einer Wärmebildkamera.

Doch Hinweise gab es keine, nur einen

ausgebrannter Audi zwischen den Hofschaften

Hübben und Dahl. So werden

öfters in Deutschland Geldtransporter

überfallen, wobei es manchmal zu gewaltsamen

Übergriffen kommt. Teilweise

werden die Wagen mit kleinen

Sprengsätzen geöffnet, um an die

wertvolle Fracht zu gelangen.

� Von Robert R., Cedric M., 8e

August-Dicke-Gymnasium

Solinger Rathaus

Das neue Solinger Rathaus besteht aus drei Teilen. Mehr als 550 Menschen sind in dem Gebäude

beschäftigt. Neben dem Oberbürgermeister Franz Haug arbeiten dort Beigeordnete und andere Mitarbeiter

der Stadt. Das Besondere: Das Gebäude ist ökologisch und behindertenfreundlich.

Im Jahre 2003 und 2004 gab es

einen Investorenwettbewerb

unter dem Motto „Tor zur Innenstadt“.

Die Teilnehmer sollten

ein Modell anfertigen, wie

das neue Solinger Rathaus aussehen

sollte. Der Gewinner, in

diesem Fall die Firma „Sepa“,

bekam das große Grundstück,

worauf das heutige gesamte

Rathaus steht.

Die Firma Sepa konnte dann

das Grundstück für 30 Jahre an

die Stadt Solingen vermieten.

Doch die Sepa verkaufte den

Mietvertrag über das Grundstück

anschließend an das Unternehmen

„HIH“. Das nun fertige

Rathaus besteht aus drei

Teilen: Dem Altbau an der Cronenbergerstraße,

dem Gebäude

A an der Merianstraße und dem

Gebäude B mit dem „Solitor“,

das auch Tor zur Innenstadt genannt

wird, an der Konrad-

Adenauer-Straße.

Die Gesamtnutzfläche des

Rathauses beträgt 14 836 Quadratmeter,

die Grundstücksfläche

7667 Quadratmeter. In dem

vierstöckigen (Erdgeschoss, erstes,

zweites und drittes Obergeschoss)

Rathaus (Altbau und

Gebäude A) sind 515 Leute be-

Die Gesamtnutzfläche des Rathauses beträgt 14 836 Quadratmeter,

die Grundstücksfläche 7667 Quadratmeter. Foto: Saltmann

Retten, Löschen, Bergen, Schützen

Die Freiwillige Feuerwehr rückt immer dann aus, wenn Menschen in Not sind

Jeder kennt sie: Männer und

Frauen, die immer bereit sind,

ihren normalen Berufsalltag zu

vergessen, um loszuziehen und

den Leitsatz der Feuerwehr

„retten, löschen, bergen, schützen“

in die Tat umzusetzen, um

ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern

zu helfen.

Um einen Einblick ins Leben

der Freiwilligen Feuerwehr zu

bekommen, besuchte ich sie in

Solingen-Burg. Wie schon der

Leitsatz der Feuerwehr besagt,

liegen die Hauptaufgaben der

Freiwilligen Feuerwehr in der

Rettung von Personen, dem Löschen

von Bränden, der Bergung

von Sachgütern oder Personen

und dem Schutz der Umwelt.

Jedoch gibt es noch mehr

Aufgaben, denen sich die Feuerwehr

stellen muss, wie zum Beispiel

der Öffentlichkeitsarbeit,

den Brandsicherheitswachen

und dem Katastrophenschutz.

Auch wird Kameradschaft bei

der Feuerwehr ernst genommen.

Besonders innerhalb der

Löschgruppe ist dies sehr wichtig,

weshalb auch meistens der

Grundsatz „Einmal dabei, immer

dabei“ gilt. Gerade dieser

feste Zusammenhalt innerhalb

Die Freiwillige Feuerwehr bekommt kein Gehalt, möchte aber in ihrer

Umgebung helfen. Foto: Saltmann

der Löschgruppe und der Wille

den Menschen in ihrer Umgebung

zu helfen ist für viele ein

Grund, in die Feuerwehr einzutreten.

Neben diesen Dingen haben

die Feuerwehrleute auch mit

emotionalen Erlebnissen zu

kämpfen, denn jeder Einsatz ist

ein neuer Pfad ins Ungewisse.

Nach solchen Einsätzen ist es

besonders wichtig, über das Geschehene

zu reden, um es so zu

verarbeiten. Auch, wie sie mir

gestanden, nimmt gerade die

Bürger-Feuerwehr dieses Ehrenamt

sehr ernst, da die Berufsfeuerwehr

eine sehr lange

Anfahrtszeit nach Burg hat, und

schon wenige Sekunden über

Tod oder Leben entscheiden

können. Obwohl sie all das auf

sich nehmen und keinen Lohn

für ihre Arbeit bekommen, erhalten

sie ihrer Meinung nach

nicht genug Respekt aus der Bevölkerung.

� Von Kai Fleschenberg, 10a

Gesamtschule Schwertstraße

schäftigt, im Gebäude B sind es

nur 48 Leute. Wichtige Personen

sind neben dem Oberbürgermeister

Franz Haug der erste

Beigeordnete Hartmut Hoferichter,

verantwortlich für Planung,

Verkehr, Umwelt und

Wohnen, die beiden Beigeordneten

Norbert Feith und Robert

Krumbein, verantwortlich für

Bürgerservice, Recht, Soziales

und Sicherheit und Ordnung,

und der Kämmerer Ralf Weeke.

Während im Altbau und im

Gebäude A Büros für die Stadtverwaltung

sind, werden im Gebäude

B Büros vermietet.

Die Stadtdienste im neuen

Rathaus sind: Jugend, Soziales,

Wohnen, Gesundheit, Planung,

Mobilität, Denkmalpflege, Vermessung,

Kataster, Bauaufsicht,

Kulturbüro und Integrationsbeauftragte.

Außerdem bietet das neue

Rathaus entliche Vorteile – es ist

behindertenfreundlich, ökologisch

und die Büroflächen sind

kleiner, daher muss weniger renoviert,

gereinigt und geheizt

werden.

� Von Simon Weber, Julian Klever, 8e

August-Dicke-Gymnasium

Tierpark:

Fauna im Winter

Natur

Der Tierpark in Gräfrath hat verschiedene

Tierarten, einheimische wie etwa

Ponys oder Esel, aber auch ausländische

wie Reptilien oder Lamas. Für die

exotischen Tiere besteht kein großer

Unterschied im Winter. Sie haben Räume,

in denen es warm genug für sie

ist. Die Tiere, die draußen gehalten

werden, haben sich schon an unsere

kälteren Temperaturen gewöhnt, also

muss für sie auch nichts geändert werden.

Die Vögel bekommen jedoch im

Winter von Tannenbäumen die übrig

gebliebenen Äste, die sie auch vor

Wind schützen. Nur ein paar Tiere halten

in der Fauna Winterschlaf, wie

etwa die Wasserschildkröten. Sie lassen

sich Mitte Oktober auf den Grund

des Sees sinken und bleiben dort bis

März.

Durch die frühe Dämmerung im

Winter sind die Öffnungszeiten im Park

kürzer. Wegen der Kälte im Winter

kommen weniger Besucher. Doch der

Tierpark benötigt gerade jetzt mehr

Geld, um die Heizkosten und die Erneuerungen

zu bezahlen. Um zum Beispiel

ein Pony zu unterstützen, kann

man Geld spenden, das dann für das

Futter und für die Verbesserungen der

Käfige/Gehege ausgegeben wird.

� Von Katja Feldmann, Thuy-Trang Tran,

Marnie Schué, 8e

August-Dicke-Gymnasium


Akrobaten auf

dem Asphalt

Sport

Freitags 15 Uhr: Tricking-Training in einer

Solinger Sporthalle. Hier treffen

sich die so genannten „Trickster“, um

zusammen zu trainieren. In den nächsten

drei Stunden lernen die verschiedensten

Altersgruppen neue Tricks.

Oft werde ich gefragt: „Was ist eigentlich

Tricking?“ Die Showsportart Tricking

setzt sich aus verschiedenen

Kampfsportelementen zusammen, wie

zum Beispiel Taekwondo, Karate, aber

auch Turnen und Breakdance. Die

akrobatische Sportart ist aus den Katas

(Kampf gegen imaginäre Gegner)

der jeweiligen Kampfsportart entstanden.

Die Sportler bauten akrobatische

Tritte und auch Salti in die Kata ein,

um die Kampfrichter noch mehr zu beeindrucken.

Wenn man mit Tricking beginnt,

sollte man zuerst die Basics können

wie zum Beispiel Radschlagen und

Handstand. Die nächste Stufe ist dann

der Rückwärtssalto (Backflip), der Vorwärtssalto

(Frontflip), der Radschlag in

der Luft (Aerial) und der Seitwärtssalto

(Sideflip). Diese und noch viele andere

Tricks kann man sich auch in zahlreichen

Videos im Internet erklären lassen,

die man im Englischen Tutorials

nennt. Wie man sieht, bezeichnet man

die meisten Tricks mit englischen Namen,

weil die Sportart aus Amerika

kommt. Tricking kann man eigentlich

überall betreiben, aber am Anfang sollte

man auf Matten in der Turnhalle

üben. Wenn man die Tricks gut beherrscht,

ist es auch kein Problem, sie

auf Asphalt auszuüben. Nun freue ich

mich schon wieder auf nächsten Freitag.

� Jonathan Moll, 8d

Albert-Schweitzer-Schule

Wirtschaft

Haben Solingens

Klingen Zukunft?

In fast jeder großen Fabrik oder im

kleinen Kotten im Hinterhof wurden in

Solingen Schneidwaren hergestellt.

Messer, Scheren, Taschenmesser sowie

chirurgische Instrumente aus der

Klingenstadt waren in aller Welt bekannt.

Die Japaner kopierten viele

Schneidwaren aus Solingen und verkauften

sie zu Schleuderpreisen. Auch

die Italiener stellten plötzlich billige

Schneidwaren her. Viele Firmen mit

Weltruf stellten entweder ihre Produktion

ein oder suchten neue Betätigungsfelder.

Ein weiteres Problem

war, dass viele kleinere Betriebe irgendwann

schließen mussten, da es

an Nachwuchs mangelte. So entstand

ein Facharbeitermangel. Heute ist der

Konkurrenzdruck noch stärker geworden,

denn in Deutschland steigen die

Stahl- und Energiepreise, sowie die

Lohnkosten immer wieder, während

die Produktionspreise in Asien um ein

Vielfaches billiger sind. Problematisch

ist auch das Konsumverhalten der Bevölkerung.

So bieten Discounter oft

Schneidwaren zu Preisen an, zu denen

sie in Solingen nicht hergestellt werden

können, die aber von schlechterer

Qualität sind.

� Johannes Knott, 8c

Gesamtschule Wald

SCHÜLER LESEN ZEITUNG L OKALES«

Mehr Komfort

für die BayArena

Die Leverkusener BayArena wird momentan modernisiert. Es ist eines der

kleinsten Bundesliga-Stadien und erhält im Zuge der Umbauarbeiten zusätzliche

Zuschauerplätze. Im September wird dort wieder gekickt.

Heimstätte der B04-Fußballer

ist die BayArena, die zurzeit

umgebaut wird. Die Gesamtkapazität

beträgt 22500 Sitzplätze.

Dadurch ist die BayArena eines

der kleinsten Stadien der

Bundesliga.

Alle Plätze der Arena sind

mit einer lichtdurchlässigen

Konstruktion aus Polycarbonat

und Stahl ausgerüstet. Das Stadion

ist komplett überdacht und

bietet den Fans großen Komfort.

So strahlen beispielsweise

in den kalten Jahreszeiten Wärmestrahler

vom Dach der Bayarena.

Die Geschäftsstelle von

Bayer04 Leverkusen ist in der

Südtribüne untergebracht.

Die BayArena wird modernisiert,

ausgebaut und auf eine

Zuschauerkapazität von über

30000 Plätzen erweitert. Die

Ausbauarbeiten haben Ende

2007 mit dem Rückbau der

Westtribüne begonnen und sollen

vor Beginn der Spielzeit

2009/10 abgeschlossen sein.

Die Gesamtkosten betragen,

nach gestiegenen Stahlpreisen,

rund 70 Millionen Euro.

Die Zuschauerränge des neuen

Stadions werden von einem

kreisrunden Dach aus Makrolon

überspannt, das an den Längsseiten

des Spielfelds weit über

den Tribünenbereich hinausragt

und damit den Besuchern

auch vor dem Stadion Schutz

vor Regen bietet. Geplant war

ein überdimensionales Bayer-

Kreuz über der Arena, das mit

einem Durchmesser von 200

Während die Arena umgebaut wird, trägt die Werkself ihre Heimspiele

in der Düsseldorfer LTU-Arena aus. Foto: Karl-Heinz Halberstadt

Metern aus 2000 transparenten

Leuchtdioden gebildet worden

wäre. Aus Kostengründen und

nach Anwohnerkundgebungen,

die sich erfolgreich gegen die

Entfernung des bisherigen berühmten

Bayer-Kreuzes als

Stadtwahrzeichen richteten,

wurde jedoch darauf verzichtet.

Aufgrund gestiegener Rohstoffpreise

sind sowohl der Bau

des Dach-Kreuzes als auch der

Bau eines Parkhauses derzeit

zurückgestellt. Zudem steht

fest, dass im Zeitraum der Rückrunde

2008/09 keine Fußballspiele

in der BayArena stattfinden

können. Die Mannschaft

wird in dieser Zeit ihre Spiele in

der LTU-Arena in Düsseldorf

austragen.

Die deutsche Nationalmannschaft

eröffnet mit einem Länderspiel

gegen Südafrika am 5.

September 2009 die umgebaute

Leverkusener BayArena.

� Johannes Wolf, 8b

Gymnasium Vogelsang

Echt ekelhaft: Städte sind eine einzige Hundetoilette

Warum räumen Hundebesitzer nicht hinter ihren Tieren auf?

Jede Stadt hat Hunde und damit

auch ein großes Problem –

Hundescheiße! Hundescheiße

liegt nicht nur in Wald, sondern

überall. Jeder kennt das: Man

geht zu einem wichtigen Treffen

und tritt auf dem Weg dorthin

in den wohl größten Hundehaufen,

den es weit und breit

gibt. Direkt flucht man über die

verflixten Köter „Müssen die

denn überall hinkacken?“ Aber

hat man sich mal darüber Gedanken

gemacht, warum dieser

Haufen da lag? Nein, das hat

noch keiner. Aber dafür gibt es

eine ganz einfache Erklärung.

Klar, es liegt daran, dass der

Hundebesitzer es nicht weggemacht

hat, aber auch daran,

dass meist gar keine Tüten mehr

Na vielen Dank auch, liebe Hundebesitzer. Verrichten wir etwa unser

Geschäft vor Eurer Tür? Nein! Also achtet auf Eure Hunde. Foto: BSEN

43

Trinkwasser

Wasser von der

Sengbachtalsperre

Jeden Tag fährt Peter Sorgenich mit

seinem Jeep zu einem der größten

und bekanntesten Denkmäler Solingens:

Der Sengbachtalsperre. Peter

Sorgenich ist Talsperrenwärter, sein

Arbeitsplatz ist dort, wo man nur mit

Begleitung hinkommt, denn unsere

Sengbachtalsperre ist sicher abgesperrt.

Dort prüft er dann den Wasserstand

und die Beugung der Talsperrenmauer.

Die Sengbachtalsperre ist

die älteste noch funktionierende Talsperre

Deutschlands.

Sie wurde von 1900 bis 1903 von

Hand gebaut, man hat damals sogar

Eisenbahnschienen angelegt, womit

das Material transportiert werden

konnte. Somit ist sie jetzt am Fuß 36,5

Meter breit und spitzt sich oben auf

fünf Meter zusammen. Sie ist insgesamt

178 Meter lang, 43 Meter hoch

und hatte damals sogar noch ein Vorbecken,

das mit 1000 Kubiklitern Wasser

gefüllt ist. Doch dieses wurde mit

einem Hauptbecken zusammengelegt.

Sie hat im Winter 20000 bis 25000

Kubikliter Wasser, im Sommer sind es

bis zu 35000 Kubikliter. Früher hatten

viele Leute Angst, dass die Mauer der

Sengbachtalsperre brechen könnte

und die Stadt überflutet. Um die Angst

zu mindern, wurde ein Springbrunnen

gebaut. Dennoch garantierte uns Peter

Sorgenich, dass die Mauer der Sengabachtalsperre

nicht brechen kann und

keine Risse hat. Die Mauer der Sengbachtalsperre

ist sogar begehbar. Dort

findet man Rohre, die einen Durchschnitt

von bis zu 900 Zentimeter haben

und das Trinkwasser zu uns leiten.

Schon viele Jahre versucht die Senkbachtalsperre

Forstgelände zu kaufen

und es wieder aufzuforsten, damit der

Wald das Wasser schon vor der Filterung

im Wald durch die Natur filtert.

Zudem legten sie Rieselwiesen an, die

das Wasser für die Filterung vorbereiteten.

Im Durchschnitt verbraucht jeder

Einwohner 120 Liter pro Tag. Und

zwar das gute Wasser, das aus der

Senkbachtalsperre kommt.

� Felix Gutsche, Justus Gasper,

Robin Küllenberg, 8a

Gesamtschule Schwertstraße

in den Spendern sind. Das liegt

sehr oft an den Jugendlichen,

denn die ziehen die Tüten heraus

und schmeißen sie weg

oder zerstören sogar die Hundetütenspender.

Deswegen können

sehr viele Hundebesitzer

die Haufen noch nicht mal wegmachen

und müssen dann Strafe

zahlen. Hundebesitzer sollten

wenigstens darauf achten,

dass die Hunde nicht mitten auf

dem Gehweg ihre Leistung zum

„größten Haufen der Welt“ präsentieren.

Hundebesitzer wünschen

sich, dass die Stadt jedem

registrieren Hundebesitzer jedes

Jahr kostenlos Hundetüten

zur Verfügung stellt.

� Alissa Forst, 8c

Gesamtschule Wald


44 »F REIZEIT SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Theater

Amoklauf – aber

nur auf der Bühne

Wie kommt es zu so einer

furchtbaren Tat? Foto: Advantage

Das Stück „Give a boy a gun“ ist angelehnt

an das gleichnahmige Buch von

Morton Rhue und zeigt die Spirale der

Gewalt, in die zwei jugendliche Außenseiter

geraten. Im Verlaufe des Stücks

tritt nach und nach zu Tage, dass jeder

der Mitschüler und Lehrer einen Teil

zur Verzweiflungstat beigetragen hat.

Ausgrenzung durch Mitschüler, Hänseleien

und Erniedrigungen bringen auf

Schülerseite schließlich das Fass zum

Überlaufen und treiben die Protagonisten

in die Verzweiflungstat eines

Amoklaufes. Die Lehrer, die dem Treiben

der mobbenden Schüler ein Ende

setzen müssten, verhalten sich gleichgültig

und wiegeln ab. Das Drama wird

unter Leitung von Susanne Isgen und

Manfred Mayr von 18 Schülern aus

der Jahrgangsstufen acht bis zehn in

englischer Sprache aufgeführt. Premiere

ist um Ostern 2009. Jeder der

jungen Schauspieler hat sich im Vorfeld

intensiv mit seiner Figur beschäftigt.

„Über unsere Rollen können wir

verstehen, wie normale Mitschüler

nach und nach in eine für sie scheinbar

ausweglose Situation geraten, von

der sie glauben, sich nur durch Gewalt

befreien zu können“, meint Lena Mergard,

die „Brendan Lawlor“, einen der

Amokläufer, spielt.

� Fabienne Zühlke, 10a

Gesamtschule Schwertstraße

Viele Klassen

in Bewegung

Sportschule

Die Nachricht, dass die Friedrich-Albert-Lange

Schule in Solingen eine

von fünf Sportschulen in NRW wird,

hat vor einem Jahr viel Begeisterung

ausgelöst. Doch schon damals stelle

Jörn Meyer, Sportlehrer und Koordinator

des Projekts an der Schule, fest:

„Wir müssen unser Konzept jetzt mit

Leben füllen.“ Dieses Leben ist seit August

2008 in Form von zwei Sportklassen

in Stufe 5 angekommen. Es gibt

aber noch vier weitere „normale“ Klassen

in dieser Stufe. Mit dem Nebeneinander

dieser Schulklassen betritt

man Neuland. Die erste Sportschule in

NRW, das Lessing-Gymnasium in Düsseldorf,

blickt auch erst auf die Erfahrungen

eines Schuljahres zurück. Bei

der FALS ist es nach vier Monaten sicher

zu früh, eine Bilanz zu ziehen.

„Das Zusammenleben der Sportklassen

mit den anderen Klassen funktioniert

gut“, stellt die Abteilungsleiterin

der Klassen 5 und 6, Dagmar Joseph

fest. Dass das Konzept so gut aufgeht,

liegt sicher auch daran, dass die Schule

insgesamt ein sportfreundliches Klima

für alle Schüler geschaffen hat.

� Lukas Diel, 8c

Gesamtschule Wald

Eiskalter, glatter Spaß

Heute Nachmittag noch nichts vor? Dann nichts wie hin ins Sport- und Kulturzentrum Ittertal. Schlittschuh

laufen ist angesagt. Wenn’s nicht zu voll ist, darf man sogar Eishockey spielen. Außerdem ist der

Freizeitspaß relativ günstig. Das macht übrigens sowohl mit Freunden als auch mit Eltern richtig Spaß.

Es ist schon ein Erlebnis, wenn

einem der kalte Fahrtwind beim

Eislaufen ins Gesicht weht. „Die

Bewegung draußen reizt mich

am Ittertal“, sagt Moritz Lobe

(11). Ein super Freizeitangebot

bietet im Winter das Sport- und

Kulturzentrum Ittertal den eislaufbegeisterten

Menschen.

Von Ende November bis Mitte

März kann man im Ittertal auf

einer sehr gut präparierten Eispiste

seine Runden drehen. Unter

freiem Himmel bietet besonders

der Nachmittag eine besondere

Atmosphäre, da das

Gelände bestens beleuchtet ist.

Zur Stärkung gibt es im Kiosk

unter anderem Glühwein für

die Erwachsenen und für die

Kinder Kinderpunsch und Zimtwaffeln.

„Die günstigen Eintrittspreise“

locken Jonathan

Rottmann (11) drei Mal pro

Woche auf die Eisfläche. Er

zahlt 2,50 Euro, Kinder unter

zwei Jahren haben freien Eintritt,

und Erwachsene sind für

vier Euro dabei. Die Länge der

Laufzeit ist unbegrenzt. Auch

die langen Öffnungszeiten locken

viele Besucher an. Von

sonntags bis freitags kann man

schon ab 11 Uhr aufs Eis. Samstags

ab 13 Uhr. Das Ende der

Laufzeiten variiert zwischen 17

bis 20.30 Uhr. Besonders an den

Wochenenden ist die Eisfläche

recht voll und Große und Kleine

drehen friedlich ihre Runden.

Der Pinguin guckt freundlich zu. Wer noch unsicher auf den Kufen ist, kann sich entweder fahren lassen

oder am Pinguin festhalten. Den haut so schnell nichts vom Eis. Foto: Martin Kempner

Lob von Dieter Bohlen an Play-M

Der 16-jährige Marcus K., auch bekannt

als Play-M, besucht die 10.

Klasse des Gymnasiums Schwertstraße.

Letztes Jahr brachte er, zusammen

mit seinem Kollegen und

Freund Liont, seine ersten Tracks

raus. Ich besuchte den jungen Superstar

und interviewte ihn.

Wie lange machst du schon Musik?

So etwa mit 13 Jahren habe ich damit

begonnen.

Vor etwa zwei Jahren warst du

noch als „m2kstyles“ bekannt.

Hattest du genauso viel Erfolg

wie heute?

Damals hatte ich viel viel weniger Erfolg,

weil ich als m2kstyles Melodien

bekannter Lieder für meine Texte benutzt

habe, was heute nicht mehr so

ist. Letztes Jahr haben du und Liont

euer erstes gemeinsames Mixtape

herausgebracht, das ihr auf

euren Myspace-Seiten als kostenlosen

Download zur Verfügung

gestellt habt. Wie oft wurde

es denn gedownloadet?

Marcus: Um die 500 Mal.

Bei welchem Musiklabel bist du?

„Es war aber noch nie so voll,

dass man kaum noch fahren

konnte“, bemerkt Jonathan

Rottmann. Mit zum Service der

Ittertal gGmbH gehört auch der

Schlittschuhverleih und das

Schlittschuhschleifen. Für Fahranfänger

stehen kostenlos „Pinguine“

auf dem Eis bereit und

für einen Euro pro Stunde kann

man sich weitere Fahrhilfen

Ich bin auch bei Espagam Records,

genau wie Liont.

Welcher Song von dir & Co

kommt bei den Fans am besten

an?

„Bis zum Himmel” ist eigentlich unser

erfolgreichster Track (Stand: Dezember

2008).

Wirst du demnächst deine Solokarriere

starten?

Solotracks werden in Zukunft mehrere

kommen, aber ganz alleine Musik

zu machen stell ich mir schwer vor.

Was versprichst du dir vom neuen

Jahr?

Demnächst im April kommt das erste

Album, bestehend aus 20 Tracks, die

Liont und ich zusammen aufgenommen

haben.

Wie kommst du auf den Künstlernamen

„Play-M“?

Weiß ich selber nicht mehr.

Du hattest ja bereits einen Live-

Auftritt in der Lise-Meitner Schule

in Monheim. Wie war es, wurdest

du bezahlt und kommen

demnächst noch mehr Auftritte?

Nee, bezahlt wurde ich nicht, das war

eine ehrenamtliche Aktion und die Erfahrungen

die ich da gemacht habe,

ausleihen. Das Eis wird in regelmäßigen

Abständen neu präpariert,

so dass man nach einer

Pause von 25 Minuten wieder

auf frischem Eis wunderbar fahren

kann. Paul Schultes (11)

findet es gut, dass man dort immer

viele Freunde trifft. Jonathan

Rottman, genauso wie viele

andere Jugendliche, mögen,

dass man bei einer recht leeren

Interview

waren alle positiv, denn ich nehme ja

erst seit August meine Tracks im Studio

auf. Zur dritten Frage: Ich denke

schon, dass ich in nächster Zeit mehr

Anfragen erhalten werde.

Ist Musiker/Sänger dein Traumberuf?

Eigentlich habe ich keinen wirklichen

Traumberuf, aber trotzdem habe ich

Spaß am Singen, und es wär schon

ein ganz schöner Hammer, sein

Hobby zum Beruf zu machen.

Hast du bereits irgendwelche

Prominente getroffen?

Ja, im vergangen Jahr zu „Deutschland

sucht den Superstar”. Dort habe

ich Dieter Bohlen getroffen, der mir

auch gesagt hat, dass ich Talent

habe. Aber er meinte auch, dass ich

es in diesem Jahr nochmal versuchen

soll.

Okay, ich bedanke mich vielmals

bei dir für das Interview und wünsche

dir noch viel Glück auf deinen

Weg als Sänger.

Danke, es hat mir auch sehr viel Spaß

gemacht.

� Justin Fey, 10b

Gesamtschule Schwertstraße

Eisfläche sogar im hinteren Teil

der Fläche Eishockey spielen

darf. Die Mittarbeiter sind sehr

freundlich und auch hilfsbereit.

Ein Besuch dort lohnt sich immer!

Und auch im Sommer ist

ein Besuch lohnenswert, wenn

sich das Ittertal in ein Freibad

verwandelt.

� Von Christoph Schultes, 8b

Gesamtschule Schwertstraße

Hobbys

Der längste Lehrer

sammelt Bonsais

Michael Luther, seit 1993 Lehrer für

Chemie, Musik und Informatik an der

Albert-Schweitzer-Schule, hat ein ausgesprochen

seltenes Hobby: Er sammelt