Folder CHD_03_09:Folder_Handhyg_engl_6_9 - Gesunde Hände ...

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BODE–SCIENCE–COMPETENCE

Wir schützen helfende Hände

Chirurgische Händedesinfektion

Einwirkzeiten, Wirksamkeitsprüfungen, Anwendungsempfehlungen

und Hautverträglichkeit

Ein Unternehmen der

HARTMANN GRUPPE


Übersicht

Corynebakterien

Optimierte Routine

Die chirurgische Händedesinfektion wird mit dem Ziel durchgeführt, den Patienten vor postoperativen

Wundinfektionen zu schützen. Methodik und Verträglichkeit wurden in den vergangenen Jahrzehnten

stetig optimiert.

Vor allen operativen Eingriffen ist von dem operierenden

und instrumentierenden Team die chirurgische

Händedesinfektion durchzuführen. Eine Maßnahme,

die gewährleisten soll, dass die Hände der Chirurgen

und ihrer Teams so keimarm wie möglich sind. Nur

dann bleibt im Falle einer Verletzung des chirurgischen

Handschuhs die Bakterienmenge, die mit dem

Handschuhsaft in die Operationswunde gelangt,

unter der für die Auslösung einer Infektion nötigen

Dosis.

Dass sterile OP-Handschuhe allein keine zuverlässige

Erregerbarriere darstellen, geht aus verschiedenen

Studien zur Häufigkeit von Handschuhperforationen

während der Operation hervor. Eine Meta-Analyse an

über 20.000 gebrauchten OP-Handschuhen weist z.

B. nach, dass 18,2 % der Handschuhe Perforationen

aufweisen. Vom Operateur unbemerkt, kann dabei

schnell ein Infektionsrisiko für den Patienten entstehen.

Desinfektion statt Waschen

Erst die Kombination aus chirurgischer Händedesinfektion,

bei der auch die körpereigenen residenten

Keime größtmöglich reduziert werden, und sterilem

Handschuh bietet daher die beste Infektionsprophylaxe

im OP.

Historisch lässt sich die chirurgische Händedesinfektion

bis ins späte 19. Jahrhundert zurückverfolgen.

Damals wurde die Desinfektionsphase gegenüber

der vorangehenden Waschphase als nachrangig

betrachtet. Die wesentlichen Entwicklungen in der

chirurgischen Händedesinfektion zeigen sich in der

Umkehr der Bedeutung von Waschen und Desinfektion

und in einer kontinuierlichen Verkürzung der Einwirk-

bzw. Anwendungszeiten.

Abhängig vom Präparat kann die Einwirkzeit der chirurgischen

Hände desinfektion heute statt 5 bzw. 3

Minuten auch 1,5 Minuten betragen. Die Waschphase

wurde von ursprünglich 7 Minuten auf nunmehr höchstens

1 Minute gemäß Robert Koch-Institut verringert.

Geprüfte Wirksamkeit

Anders als bei der hygienischen Händedesinfektion,

wird bei der chirurgischen Händedesinfektion von

einer 100prozentigen Compliancerate ausgegangen.

Die wenigen vorliegenden Daten zeigen jedoch, dass

auch bei der präoperativen Händedesinfektion einzelne

Anwender zu lange oder zu kurze Einwirkzeiten

praktizieren. Richtlinien, die sich an dem aktuellen

wissenschaftlichen Stand orientieren und Vorteile für

den Anwender, wie z. B. Zeitersparnis, können die

Compliance weiter verbessern.

Hände-Desinfektionsmittel gehören in Deutschland

zu den Arzneimitteln und müssen vor der Zulassung

durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

(BfArM) anspruchsvolle Prüfungen absolvieren.

Die Wirksamkeit alkoholischer Hände-Desinfektionsmittel

wird in Deutschland und vielen europäischen

Ländern nach der europäischen Norm EN

12791 bewertet. Eine Prüfmethode, die über eine

breite Akzeptanz bei Behörden und Fachgesellschaften

verfügt.

2


BODE–SCIENCE–COMPETENCE

Unser Service für Sie

Als einer der weltweit führenden Hersteller von Desinfektionsmitteln

mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in

der Entwicklung von Hände-Desinfektionsmitteln,

setzt BODE weltweit Maßstäbe.

Hände-Desinfektionsmittel von BODE sind nicht nur

zertifiziert, umfassend begutachtet und erfüllen die

nationalen und internationalen Richtlinien: Eigene und

extern in Auftrag gegebene Studien gehen oft über

die geforderten Standards für die Wirksamkeit von

Desinfektionsmitteln hinaus. Durch intensive Wissenschaft

und Forschung trägt das Unternehmen so

wesentlich zur Entwicklung effektiver Präventionsstrategien

bei.

Neuere Studien des Händedesinfektions-Klassikers

Sterillium ® – Europas Nr. 1 der alkoholischen Händedesinfektion

– ermöglichten z. B. eine verkürzte Einwirkzeit

des Präparates bei der chirurgischen Händedesinfektion.

Eine Innovation, die von Gesetzgebern

und Fachgesellschaften anerkannt und in vielen europäischen

Ländern zugelassen wurde.

Die Ent wicklung eines umfassend viruziden Hände-

Desinfektionsmittels, Sterillium ® Virugard, das in

Deutschland als einziges alkoholisches Hände-Desinfektionsmittel

für den Seuchenfall zugelassen ist, stellt

einen weiteren Meilenstein der BODE-Forschung dar.

Übersicht Seite 2

Zielsetzung Seite 4

Durchführung Seite 6

Wirksamkeit Seite 8

Einwirkzeiten Seite 10

Hautverträglichkeit Seite 12

Produktübersicht Seite 14

Komplettes Händehygienesystem

Als Bestandteil eines kompletten Händehygiene -

systems bietet BODE über die Händedesinfektion

hinaus ein Sortiment zur Reinigung, Pflege und zum

Schutz der Haut. Dabei wurde Wert auf die Kompatibilität

der Produkte untereinander gelegt, um eine

optimale Wirksamkeit und Anwenderfreundlichkeit zu

gewährleisten. Die mikrobiologisch-hygienische Un -

bedenklichkeit der Produkte in Zusammenhang mit

einer Händedesinfektion bietet die Voraussetzung für

eine mehrmalige Anwendung von Pflegeprodukten

während der Arbeit – eine wesentliche Maßnahme zur

Vorbeugung von Hauterkrankungen.

Zu den wichtigsten Aspekten des BODE Services für

Kunden gehört die kontinuierliche Information über

relevante Erreger, Wirkungsspektren von Desinfektionsmitteln,

Vorschriften und Verträglichkeiten. Die

vorliegende Broschüre fasst den gegenwärtigen

Stand der chirurgischen Händedesinfektion zusammen

und informiert über Einwirkzeiten, Methodik,

Wirksamkeitsprüfungen und Hautverträglichkeit.

Gern beantworten wir Ihnen weitere Fragen oder

beraten Sie zu konkreten Hygieneproblemen. Wenden

Sie sich an Ihren BODE-Außendienstmitarbeiter

oder direkt an BODE unter info@bode-chemie.de.

Ihre BODE CHEMIE

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Zielsetzung

Obligater Patientenschutz

Zu Vermeidung postoperativer Wundinfektionen müssen transiente und residente Keime auf den

Händen des OP-Teams so weit wie möglich reduziert werden. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund

hoher Handschuh-Perforationsraten unabdingbar.

Die chirurgische Händedesinfektion dient dem

Schutz des Patienten vor Wundinfektionen und

bewahrt gleichzeitig das Personal vor Infektionen, die

über das Blut übertragen werden.

Postoperative Wundinfektionen können so schwerwiegend

verlaufen, dass mehrfache erneute Operationen

erforderlich werden. Auf der Basis der Daten

des Krankenhaus-Infektions-Surveillance-Systems

(KISS) und des Statistischen Bundesamtes werden

allein für Deutschland ca. 128.000 postoperative

Wundinfektionen pro Jahr prognostiziert. Postoperative

Wundinfektionen gehören damit zu den wichtigen

Risiken, denen ein Patient durch die Operation ausgesetzt

wird.

Obwohl umfangreiche Studien über den Zusammenhang

von Händehygiene und Wundinfektion noch

ausstehen und schätzungsweise maximal 10 % der

chirurgischen Wundinfektionen durch exogene Quellen

bedingt sind, spielt die Händedesinfektion bei der

größtmöglichen Reduktion postoperativer Wundinfektionen

eine wichtige Rolle.

Resistente residente Flora

Zu den exogenen Faktoren bei der Entstehung postoperativer

Wundinfektionen gehören die Mikro -

organismen auf den Händen des OP-Teams. Bei der

Beurteilung der unterschiedlichen Mikroorganismen

auf der Haut wird das Keimmilieu in eine residente

und eine transiente Hautflora unterteilt:

■ Als residente Hautflora wird die physiologische

Hautflora bezeichnet. Sie ist mit Keimen, wie z. B.

Staphylococcus epidermidis, Propioni- und Corynebakterien

besiedelt, die auf der gesunden Haut

nicht pathogen wirken. In sterilen Körperhöhlen

oder auf nicht-intakter Haut, wie z. B. Wunden,

können die Keime der residenten Hautflora Infektionen

auslösen.

■ Als transiente oder zeitweilige Hautflora werden

alle Mikroorganismen bezeichnet, die sich vorübergehend

auf der Haut ansiedeln (Anflugkeime).

Dazu zählen Bakterien, Pilze und Viren, die durch

direkten Kontakt von Haut zu Haut oder indirekt

über Gegenstände auf die Hände gelangen.

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BODE–SCIENCE–COMPETENCE

Während transiente Keime – abhängig von der Spezies

– bei der Händedesinfektion vergleichsweise

leicht zu inaktivieren sind, kann keine Maßnahme die

residente Hautflora vollständig entfernen. Ihre Keime

bilden zwischen den Hornzellen kleine Kolonien und

sind in der Epidermis noch in einer Tiefe von 6 Zell -

lagen zu finden. 20 % der gesamten Hautflora sind in

tiefen Abschnitten der Haarfollikel angesiedelt. Sie bilden

das Reservoir, aus dem sich die Hautflora, z. B.

nach einer Desinfektion, innerhalb von 24 – 72 Stunden

wieder erneuert. Geprüfte und zugelassene alkoholische

Hände-Desinfektionsmittel erzielen eine

größtmögliche Reduktion der residenten Keime –

präparateabhängig – innerhalb 5, 3 oder 1,5 Minuten.

Keine absolute Sicherheit

Die korrekte Durchführung der präoperativen Händedesinfektion

innerhalb der empfohlenen Zeit ist vor

allem vor dem Hintergrund hoher Perforationsraten

bei sterilen OP-Handschuhen von Bedeutung.

Wie verschiedene Studien zeigen, bieten OP-Handschuhe

als Erregerbarriere keine absolute Sicherheit.

Aus umfangreichen Datenpools geht hervor, dass

durchschnittlich ein Viertel aller verwendeten OP-

Handschuhe im Laufe des Eingriffs perforiert.

Die Häufigkeit von Leckagen kann jedoch – abhängig

von Fachgebiet und Tätigkeit – auch deutlich höher

liegen:

■ Orthopädie, Traumatologie, Kardiochirurgie,

Gynäkologie

20 bis 30 Prozent

■ HNO, operative Zahnheilkunde

20 bis 25 Prozent, in einigen Studien sogar

50 Prozent

■ Opthalmochirurgie

Zwischen 11,4 und 41, 7 Prozent

■ Konventionelle Nähtechnik

35 Prozent

Allgegenwärtiges Risiko

Das Robert Koch-Institut empfiehlt „bei Operationen,

die erfahrungsgemäß mit einer vermehrten Läsion

von Handschuhen einhergehen“, zwei Paar Handschuhe

zu tragen.

Studien zum „double-gloving“ zeigen zwar eine reduzierte

Perforationsrate, doch lag diese im Mittel

immer noch bei 4,2 Prozent.

Die Gefahr, dass transiente und residente Mikroorganismen

von den Händen des OP-Personals in die

Wunde gelangen, ist also allgegenwärtig. Dabei kann

allein in einem Zeitraum von 20 Minuten ein Handschuhloch

von der Größe einer Stecknadel ca.

40.000 Mikroorganismen freisetzen. Bei orthopädischen

Operationen reichen z. B. 100 Bakterien aus,

um eine S. aureus-Infektion auszulösen. Dies zeigt

noch einmal die Bedeutung der korrekten Durchführung

der chirurgischen Händedesinfektion zur größtmöglichen

Reduktion des postoperativen Infektions -

risikos.

* Der AQL gibt an, wie viele Einheiten einer Stichprobe fehlerhaft sein dürfen, um

einen bestimmten Qualitätsstandard einzuhalten.

Literatur

Kampf G, Voss A, Widmer AF.: Die chirurgische Händedesinfektion zwischen Tradition

und Fortschritt. Hyg Med 2006; 31 [7+8]: 316–321

NIDEP 1 – Nosokomiale Infektionen in Deutschland – Erfassung und Prävention, 1994

Widmer AF, Francioli P.: Postoperative Wundinfektionen: eine Übersicht, SWISS

NOSO. Nosokomiale Infektionen und Spitalhygiene: Aktuelle Aspekte,

Basel/Lausanne 1996; Band 3, Nummer 1

Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS). Nationales Referenzzentrum für

Surveillance von nosokomialen Infektionen und Robert Koch-Institut, 1996

Anforderungen der Hygiene bei Operationen und anderen invasiven Eingriffen.

Mitteilung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am

Robert Koch-Institut. Bundesgesundheitsbl. 2000; 43: 644-659

Tanner J, Parkinson H.: Double gloving to reduce surgical cross-infection. The Cochrane

Database of Systematic Reviews 2006; Issue 3

Kralj N, Beie M, Hoffmann F.: Surgical gloves – how well do they protect against

infections? Gesundheitswesen 1999; 61 (8-): 389-403

Vor allem bei längeren Operationen kommt es häufig

zu Leckagen. Untersuchungen haben ergeben, dass

Perforationen besonders häufig an der nicht dominanten

Hand, hier speziell an Zeigefinger und Daumen,

auftreten.

Auch bei fabrikneuen unbenutzten Handschuhen

können Defekte vorliegen. In Deutschland liegt der

AQL, der Acceptable Quality Level*, gemäß DIN EN

455-1 bei < 1,5. Danach dürfen 3 von 80 bzw. 4 von

120 geprüften Handschuhen Fehler aufweisen.

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Durchführung

Best Practice

Personalhygiene, Händewaschen und Desinfektion sind Bestandteil der präoperativen Händehygiene

und werden vom Gesetzgeber mit Unterstützung der Fachgesellschaften detailliert geregelt. Dabei

verliert die Waschphase immer mehr an Bedeutung.

Das Robert Koch-Institut ist seit 1994 als obere

Bundesbehörde eine wissenschaftliche Einrichtung

im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für

Gesundheit und soziale Sicherung. Das RKI hat

gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) die Aufgabe,

„Konzeptionen zur Vorbeugung übertragbarer Krankheiten

sowie zur frühzeitigen Erkennung und Verhinderung

der Weiterverbreitung von Infektionen zu

entwickeln“.

In ihrer Empfehlung „Händehygiene“ teilt die Kommission

für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention

am RKI u. a. mit, wann und wie die chirur gische

Hände desinfektion durchgeführt wird und welche

Rahmenbedingungen erforderlich sind, so z.B. die

Ausstattung mit Spendern, ihre Aufbereitung und die

Verwendung von Originalgebinden.

Die präoperative Hände hygiene gemäß RKI umfasst

die Teilbereiche Personal hygiene, Händewaschung

und chirurgische Händedesinfektion:

■ Personalhygiene

Basis einer korrekten präoperativen Infektions -

prophylaxe ist die persönliche Hygiene des OP-

Personals. Die Empfehlung „Händehygiene“ des

RKI nennt hierfür folgende Bedingungen:

■ Fingernägel müssen kurz und rund geschnitten

sein.

■ Es dürfen keine Nagelbettverletzungen oder

entzündlichen Prozesse vorhanden sein.

■ An Händen und Unterarmen dürfen keine

Schmuckstücke, einschließlich Uhren und Ehe -

ringe getragen werden.

Vereinzelt gehen Veröffentlichungen auf das Tragen

abblätternden Nagellacks, bzw. künstlicher Finger -

nägel ein, mit dem Verweis auf ein erhöhtes Infektionsrisiko.

So wird angenommen, dass Keime auf

unebenen Flächen stärker haften und die Händedesinfektion

beeinträchtigen können.

■ Waschphase

Vor der am OP-Tag erstmalig durchgeführten chirurgischen

Händedesinfektion werden Hände und

Unterarme mit nach oben gerichteten Fingerspitzen

und tief liegenden Ellenbogen etwa 1 Minute

mit einem Handwaschpräparat gewaschen.

Längere Händewaschungen sind dem RKI zufolge

wegen potenzieller Hautschädigungen abzulehnen.

Zumal durch das Waschen – wie das RKI

betont – keine verbesserte Keimzahlverminderung

erzielt wird.

Werden Hände und Unterarme gebürstet, ist nicht

nur mit Hautirritationen, sondern auch mit erhöhter

Keimfreisetzung zu rechnen. Ein Prozedere, dass

daher laut RKI unbedingt zu unterlassen ist. Lediglich

Nägel und Nagelfalze dürfen bei Bedarf

(sichtbare Verschmutzung) mit einer weichen,

thermisch desinfizierten Kunststoffbürste und

einem hygienischem Handwaschpräparat gereinigt

werden.

Wird zum Zeitpunkt der Händewaschung bereits

OP-Bereichs kleidung getragen, muss diese durch

eine wasserdichte Schürze geschützt werden, um

ein Durch nässen zu verhindern. Auch die Ärmel

dürfen beim Waschen nicht befeuchtet werden.

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BODE–SCIENCE–COMPETENCE

Liegen zwischen zwei Eingriffen weniger als 60 Min.

(inkl. Pause) und ist die Kontaminationswahrscheinlichkeit

gering, kann die Händewaschung ganz

unterbleiben.

Beginnen OP-Mitarbeiter ihre Arbeit mit sauberen Händen,

ist der Nutzen einer Waschphase nicht eindeutig

nachgewiesen, so dass in diesem Fall künftig eine

Waschphase möglicherweise ganz entfällt.

■ Desinfektionsphase

Bei der chirurgischen Händedesinfektion werden

die Hände und Unterarme mit dem Präparat in der

vom Hersteller vorgegebenen Einwirkungszeit vollständig

mit Desinfektionslösung benetzt. Eine

zusätzliche Händetrocknung ist nicht erforderlich

und sollte, wenn gewünscht, nur mit sterilen

Einmalhandtüchern erfolgen, um eine Rekonta -

mination zu vermeiden. Vor dem Anlegen der OP-

Handschuhe müssen die Hände vollständig

trocken sein.

Bei Operationen, die eine hohe Keimarmut erfordern,

wie z. B. die Implantation alloplastischer

Materialien, kann das Einbürsten des alkoholischen

Desinfektionsmittels in den Nagelfalz eine

Wirkungssteigerung erzielen.

Über die Erläuterung der chirurgischen Händedesinfektion

hinaus, enthält die RKI-Empfehlung „Händehygiene“

Hinweise zur Ausstattung der Funktionsräume

mit Spendern, die per Ellenbogen zu bedienen

sind.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Hygiene ist die

Verwendung von Originalgebinden zur Händedesinfektion.

Grundsätzlich bestehen bei einer Umfüllung

von größeren in kleinere Gebine Risiken, die auch

rechtlich relevant werden können, weil die Unbedenklichkeit

der Hände-Desinfektionsmittel nicht mehr

gewährleistet ist.

Das RKI weist darauf hin, dass entleerte Flaschen von

Hände-Desinfektionsmitteln aufgrund des Arznei -

mittelgesetzes nur unter aseptischen Bedingungen in

einer Kranken hausapotheke nachgefüllt werden

dürfen und empfiehlt daher die Verwendung von Einmalflaschen.

Einreibeverfahren

Bei der chirurgischen Händedesinfektion werden

zunächst die Unterarme und Hände mit dem alkoholischen

Präparat benetzt. Anschließend erfolgt die

eigentliche Händedesinfektionsphase bei der die

Hände und Unterarme während der vom Hersteller

empfohlenen Einwirkzeit vollständig mit dem Produkt

eingerieben werden. Fingerkuppen, Nagelfalze und

Finger zwischenräume sind hierbei besonders zu

berücksichtigen.

Armhebel mit dem Ellenbogen betätigen und Hände-Desinfektionsmittel

aus dem Spender in die trockene hohle Hand

geben.

Hände und Unterarme bis zu den Ellenbogen mit Hände-

Desinfektionsmittel einreiben.

Hände gezielt behandeln. Dabei besonderes Augenmerk

auf die Fingerkuppen und Daumen legen, da diese Areale

klinisch besonders wichtig sind und sich an den Fingerkuppen

die höchste Keimdichte in Vergleich mit anderen

Hautpartien befindet.

Beim Einreiben Hände immer über Ellenbogenniveau halten.

Hände und Unterarme müssen während der Einwirkzeit

vollständig mit dem Hände-Desinfektionsmittel benetzt

sein.

Literatur

Kampf G, Voss A, Widmer AF.: Die chirurgische Hände desinfektion zwischen Tradition

und Fortschritt. Hyg Med 2006; 31 [7+8]: 316–321

Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen

(Infektionsschutzgesetz - IfSG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Juli

2000 (BGBl. I S. 1045) zuletzt geändert durch Gesetz vom 05. November 2001

(BGBL. I S. 2960)

Händehygiene. Mitteilung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention

am Robert Koch-Institut.

Bundesgesundheitsbl 2000; 43: 230-233

Stellungnahme des Vorstands der DGKH zur Chirurgischen Händedesinfektion.

Hyg Med 2005; 4: 117

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Wirksamkeit

Geprüft und zugelassen

Vor ihrer Zulassung durchlaufen Hände-Desinfektionsmittel umfangreiche Prüfungen. Ihre Wirksamkeit

für die chirurgische Händedesinfektion wird üblicherweise nach der europäischen Norm EN

12791 ermittelt.

Hände-Desinfektionsmittel werden in Deutschland als

Arzneimittel klassifiziert, da die Präparate dazu

bestimmt sind, Krankheitserreger am Menschen zu

beseitigen oder unschädlich zu machen. Vor ihrem

Einsatz ist daher u. a. die Zulassung durch das

Bundes institut für Arzneimittel und Medizinprodukte

(BfArM) erforderlich, das die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit

der Produkte bewertet.

Die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln wird üblicherweise

nach den europäischen Normen EN

geprüft. Für die chirurgische Händedesinfektion ist

die EN 12791 maßgeblich. Eine Methode, die vom

BfArM sowie den Fachgesellschaften ohne Einschränkung

anerkannt wird. Auf Basis der EN 12791

bewertet das BfArM die Wirksamkeit von Produkten

für die chirurgische Händedesinfektion. Auch die

Fachgesellschaften, wie VAH, ÖGHMP bzw. SFHH,

legen die Prüfmethode der EN 12791 zugrunde, um

Wirksamkeits-Zertifikate auszustellen bzw. Präpa -

rate-Listungen vorzunehmen.

Prüfprotokoll der EN 12791

Für die Bewertung einer Prüfmethode spielt neben

vielen Faktoren auch der Bezug zur klinischen Praxis

eine Rolle. Im Fokus der EN 12791 steht die Wirkung

auf die residente Hautflora:

■ Das Prüfpräparat wird im Vergleich mit dem Referenzprodukt

60 % n-Propanol (v/v) getestet.

■ Der Versuch ist praxisnah, d. h. geprüft wird die

Reduktion der Keimabgabe von der „Tageshand“.

■ Damit die residente Flora erfasst werden kann,

sind die Hände der 18-20 Probanden normal

gewaschen, nicht desinfiziert oder künstlich kontaminiert.

In dem Prüfverfahren wird die Lebendkeimzahl

an den Fingerkuppen vor der Behandlung,

direkt nach der Behandlung mit dem Prüfbzw.

mit dem Referenzprodukt (Sofortwirkung)

und 3 Stunden nach der Behandlung (Langzeitwirkung)

bestimmt.

■ Das Produkt hat die Prüfung bestanden, wenn die

durchschnittliche Reduktion der Testorganismen

sofort und nach 3 Stunden nicht signifikant

schlechter ist als beim Referenzver fahren.

Der Auswertung von 200 Versuchen zum Referenzverfahren

zufolge, sinkt die Keimdichte unmittelbar

nach der Anwendung (Sofortwirkung) um durchschnittlich

2,7 log 10 -Stufen. Nach 3 Stunden unter

dem sterilen Handschuh ist die Keimdichte noch

immer um durchschnittlich 2,2 log 10 -Stufen niedriger

als der Ausgangswert. Das 3-stündige Tragen steriler

Handschuhe repräsentiert bezogen auf die Zeitspanne

ca. 90 Prozent aller Operationen.

8


BODE–SCIENCE–COMPETENCE

Klinischer Praxisbezug

Nach EN 12791 werden ausschließlich die Hände der

Probanden mit dem Referenzpräparat bzw. dem

Prüfprodukt behandelt. Die Probennahme ist auf die

Fingerkuppen beschränkt und berücksichtigt nicht

die Hände der Probanden.

Für die praktische Durchführung der chirurgischen

Händedesinfektion sehen das RKI und Fachgesellschaften

wie die DGKH eine Behandlung von Händen

und Unterarmen mit dem alkoholischen Händedesinfektionsmittel

vor.

Obwohl in der EN 12791 nicht die in der Praxis berükk

sichtigten Unterarme in das Prüfprotokoll eingeschlossen

werden, kann von einer ausreichenden

Wirksamkeit der nach der europäischen Norm

geprüften Hände-Desinfektionsmittel ausgegangen

werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen,

dass die Keimdichte an den Fingerkuppen am höchsten

ist – an keiner anderen Stelle der Hand findet

sich eine annähernd ähnlich hohe Bakterienlast. Insbesondere

an den Unterarmen kann anatomisch

bedingt von einer niedrigen Bakteriendichte ausgegangen

werden. Weiterhin haben Untersuchungen

gezeigt, dass Perforationen bei OP-Handschuhen am

häufigsten im Bereich der Fingerkuppen auftreten.

Eine aktuelle Studie* zur chirurgischen Händedesinfektion

konnte darüber hinaus zeigen, dass bei alleiniger

Behandlung der Hände eine gleichwertige Wirkung

erzielt wird wie bei der Benetzung von Händen und

Unterarmen.

847 KBE/cm 2

223 KBE/cm 2

250 KBE/cm 2

(Handrücken)

61.368 KBE/cm 2

(unter dem Fingernagel)

89 KBE/cm 2

(Fingernagelfläche)

Keimdichte an verschiedenen

Arealen der Hände

* Auf Basis der amerikanischen Prüfmethode Tentative Final Monograph (TFM), die

auch die unteren 2/3 des Unterarms berücksichtigt.

Literatur

Kampf G, Voss A, Widmer AF.: Die chirurgische Händedesinfektion zwischen Tradition

und Fortschritt. Hyg Med 2006; 31 [7+8]: 316–321

Chemische Desinfektionsmittel und Antiseptika – Chirurgische Händedesinfektionsmittel

– Prüfverfahren und Anforderungen (Phase 2/Stufe 2), Beuth Verlag GmbH;

Berlin 1997

Kampf G, Ostermeyer C.: Influence of applied volume on efficacy of 3-minute surgical

reference disinfection method prEN 12791.

Appl Environ Microbiol 2004; 70 (12): 7066-7069

Kampf G, Kramer A, Rotter M, Widmer AF.: Optimierung der chirurgischen Händedesinfektion.

Zentralbl Chir 2006; 131: 322-326

McGinley KJ, Larson EL, Leyden JJ.: Composition and density of microflora in the

subungual space of the hand. J Clin Microbiol 1988; 26 (5): 950-953

Kampf G, Ostermeyer C, Heeg P, Paulson D.: Evaluation of two methods of determining

the efficacies of two alcohol-based hand rubs for surgical hand antisepsis. Appl

Environ Microbiol 2006; 72 (6): 3856-3861

EN 12791 – Referenzdesinfektion

Anwendung von 60 % n-Propanol über 3 Min.

Probe 1 Probe 2 Probe 3

(Vorwert) (Sofortwirkung) (Langzeitwirkung)

waschen auskneten desinfizieren auskneten Handschuh Handschuh auskneten

anziehen entfernen

1 Min. 1 Min. 3 Min. 1 Min. 3 Std. 1 Min.

1-minütiges Waschen der Hände mit

Kaliseife. 1-minütiges Auskneten der

Fingerkuppen beider Hände in Nähr -

bouillon zur Bestimmung des Vorwertes

der Bakteriendichte.

3-minütiges Einreiben der Hände mit

Referenzprodukt. Bestimmung des

Sofortwertes von einer Hand durch

1 -minütiges Auskneten der Finger -

kuppen in Nähr bouillon.

Anlegen eines OP-Handschuhs an der

anderen Hand. Entfernung des Handschuhs

nach 3 Std. und Bestimmung

der Langzeitwirkung durch 1-minütiges

Aus kneten der Fingerkuppen in Nährbouillon.

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Einwirkzeiten

Sterillium ®

1,5 Min.

Schnell und sicher

Die verkürzte Anwendungsdauer bei der chirurgischen Händedesinfektion gehört zu den wesentlichen

Neuerungen der präoperativen Infektionsprophylaxe. Eine Optimierung, die zahlreiche Vorteile

bietet und im Einklang mit den geltenden Richtlinien steht.

Historisch lässt sich die chirurgische Händedesinfektion

bis ans Ende des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen.

Die Veränderungen im praktischen Ablauf des

Verfahrens bestanden in den vergangenen 100 Jahren

vor allem in der Wahl der Produkte, der Umkehr der

Bedeutung von Waschung und Desinfektion und in der

Verkürzung der Anwendungsdauer von Wasch- und

Desinfektionsphase. Das Händewaschen wurde bspw.

1972 von 7 Minuten auf 3 Minuten, 1992 weiter auf

2 Minuten und 2000 mit der RKI-Empfehlung „Händehygiene“

auf maximal 1 Minute reduziert.

Einwirkzeiten im Wandel

Bei der chirurgischen Händedesinfektion stellen

alkoholische Hände-Desinfektionsmittel international

zweifellos den Goldstandard dar. Bis 1992 galt in

Deutschland für die chirurgische Händedesinfektion

eine Einwirkzeit von 5 Minuten. Eine vergleichende

Untersuchung an 7 Präparaten ergab, dass alle Produkte

auch bei einer 3-minütigen Einwirkzeit die gleiche

Leistung wie das Referenzverfahren aufwiesen.

Im Jahr 2005 zeigten Studien bei Sterillium ® in 1,5

Minuten eine mindestens gleich gute Wirksamkeit wie

das 3-minütige Referenzverfahren – geprüft gemäß

EN 12791. Erst ab einer Anwendungsdauer von 1

Minute entsprach die Wirksamkeit von Sterillium ®

nicht mehr den Prüfanforderungen. Damit wurde für

ein Präparat (später auch für Sterillium ® classic pure)

erstmals die z. Zt. tatsächlich erforderliche Anwendungsdauer

bei der chirurgischen Händedesinfektion

ermittelt.

1,5 Minuten anerkannt

Die Validität der verkürzten Anwendungsdauer der

chirurgischen Händedesinfektion für Sterillium ® wurde

durch weitere Studien belegt. Von Behörden und

Fachgesellschaften wurde die verkürzte Anwendungsdauer

geprüft und anerkannt:

■ Die Zulassung durch das BfArM für die Indikation

„chirurgische Händedesinfektion“ erfolgt auf der

Grundlage der EN 12791. Einer Methode, die von

Behörden und Fachgesellschaften akzeptiert wird

und die keine Anforderungen im Hinblick auf eine

Mindestzeit für die Anwendung eines Präparates

stellt. Unabhängig vom Prüfprodukt beträgt die

Dauer des Referenzverfahrens immer 3 Minuten.

Das BfArM hat die Zulassung für eine verkürzte

Anwendungsdauer von 1,5 Minuten bislang für

Sterillium ® und Sterillium ® classic pure erteilt. Beide

Präparate sind mit diesem Wert auch in der

Schweiz und der Ukraine zugelassen. Darüber hinaus

ist Sterillium ® EU-weit mit 1,5 Min. zugelassen.

■ Von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene

(DGKH) wurde auf Basis der vorliegenden

wissenschaftlichen Daten eine positive Bewertung

der verkürzten Anwendungsdauer bei der chirurgischen

Händedesinfektion vorgenommen.

■ Die Desinfektionsmittelkommission im Verbund für

Angewandte Hygiene (VAH) hat angekündigt aufgrund

der wissenschaftlichen Erkenntnisse künftig

auch kürzere Einwirkzeiten als 3 Minuten zu zerti -

fizieren.

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BODE–SCIENCE–COMPETENCE

■ Die Österreichische Gesellschaft für Hygiene,

Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP), hat

auf Basis der vorliegenden Daten bereits eine

Expertise für die 1,5-minütige Anwendung von

Sterillium ® bei der chirurgischen Händedesinfektion

ausgestellt.

■ Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt eine

Anwendungsdauer von Präparaten zur chirurgischen

Händedesinfektion gemäß Herstellerangaben

ohne Vorgabe einer Mindesteinwirkzeit.

Anwenderuntersuchungen zur Zeitersparnis einer

verkürzten Anwendungsdauer in einer Universitätsklinik

und einer chirurgischen Praxis ergaben

ein Einsparpotenzial bei der Universitätsklinik von

jährlich rund 2.500 Stunden, bei der chirurgischen

Praxis von gut 370 Stunden. Dabei wurden rechnerisch

je Operation durchschnittlich drei Ärzte

(Universitätsklinik) bzw. ein Arzt (chirurgische Praxis)

sowie jeweils eine OP-Schwester zugrunde

gelegt.

1,5 Minuten in der Praxis

Längere Einwirkzeiten der für 1,5 Minuten zugelassenen

Hände-Desinfektionsmittel zeigen keinen zusätzlich

messbaren Erfolg auf die residente Hautflora.

Dem gegenüber bietet die Verkürzung der chirur -

gischen Händedesinfektion auf 1,5 Minuten in der

Praxis wesentliche Vorteile:

Hände-Desinfektionsmittelverbrauch

Bei einer 3-minütigen Behandlung der Hände

werden zwischen 6 und 12 ml Desinfektionsmittel

benötigt. Weitere 3-6 ml sind zur Benetzung der

Unterarme erforderlich. Bei einer verkürzten

Benetzung von Händen und Unterarmen mit Ste -

rillium ® bzw. Sterillium ® classic pure innerhalb 1,5

Minuten werden pro Vorgang etwa 4,5 ml des

Präparates eingespart.

■ Arbeitszeitersparnis

Rezepturen mit kürzerer Einwirkzeit bei gleich

guter Wirksamkeit sind grundsätzlich besser

geeignet, die Compliance zu erhöhen, da sie dem

Anwender Vorteile wie z. B. eine Zeitersparnis bieten.

Ärzte und OP-Personal könnten die frei werdende

Zeit wesentlich effektiver für andere Aufgaben

wie z. B. Patientenbetreuung verwenden.

Einwirkzeiten:

Sterillium ® : 1,5 Min.

Referenzprodukt: 3 Min.

Verwechslungsgefahr im OP

Bei der Verwendung verschiedener Produkte zur

Händedesinfektion mit unterschiedlichen Einwirkzeiten

in einem OP, besteht theoretisch die Gefahr einer

Verwechslung und damit das Risiko, ein Präparat zu

kurz zu gebrauchen. Eine potenzielle Verwechslungsgefahr

von Präparaten ergibt sich nicht erst seit der

Einführung der verkürzten Anwendungsdauer von 1,5

Minuten. Die aktuelle Liste der DGHM/VAH (Stand 1.

Januar 2006) enthält 70 Präparate auf alkoholischer

Basis zur Händedesinfektion von denen 83 Prozent

innerhalb 3 Minuten und 17 Prozent innerhalb 5

Minuten wirksam sind. Eine Problematik, auf die

weder in der Liste noch in anderen Richtlinien ein -

gegangen wird.

Grundsätzlich sollte jeglicher Verwechslungsgefahr

durch Maßnahmen wie z. B. deutliche Kennzeichnung

vorgebeugt werden. So stehen für Sterillium

® /Sterillium ® classic pure z. B. Aufkleber und

Poster bereit, die direkt neben dem Spender platziert

werden können und die neben der deutlichen Nennung

der Einwirkzeit zusätzlich die korrekte Einreibeme

thode demonstrieren.

Literatur

Heeg P. Überprüfung zur chirurgischen Händedesinfektion nach prEN 12791,Tübingen,

30.12.2002

Werner H P. Prüfung der Eignung für die chirurgische Händedesinfektion nach prEN

12791 und damit nach den Standardmethoden der DGHM zur Prüfung chemischer

Desinfektionsverfahren, Bischofshofen-Mitterberghütten, 11.08.2003

Stellungnahme des Vorstands der DGKH zur Chirurgischen Händedesinfektion.

Hyg Med 2005; 4: 117

Hübner N-O, Kampf G, Kamp P, Kohlmann T, Kramer A.: Does a preceding hand

wash and drying time after surgical hand disinfection influence the efficacy of a propanol-based

hand rub?

BMC Microbiol 2006; 6: 57

Kampf G, Voss A, Widmer AF.: Die chirurgische Händedesinfektion zwischen Tradition

und Fortschritt. Hyg Med 2006; 31 [7+8]: 316–321

11


Hautverträglichkeit

Öl in Wasser

Wasser in Öl

Systematischer Hautschutz

Die Hautverträglichkeit alkoholischer Einreibepräparate ist vielfach belegt. Eine systematische Pflege

bietet zusätzlich die Gewähr für eine gesunde Haut.

Eine intakte Haut ist Voraussetzung für die Compliance

bei der Händedesinfektion. Bei Hautschädigungen

sinkt die Bereitschaft, die Hände zu desinfizieren. Eine

rissige und schuppige Haut bietet Mikroorganismen

außerdem ideale Nischen. Beide Faktoren erhöhen

das Risiko für eine nur unzureichend wirksame Hautdesinfektion.

Ebenfalls schwer wiegt die Gefahr, eine

dermatologische Berufskrankheit zu entwickeln.

Von alkoholischen Hände-Desinfektionsmitteln ist

eine allgemein gute Verträglichkeit bekannt. Dennoch

werden Hautirritationen an den Händen, wie z. B.

Rötungen und Brennen, oft in Verbindung mit der

Händedesinfektion gesehen. Auch wenn die Symptome

unmittelbar nach der Desinfektion auftreten, liegt

die Ursache meist in einer bereits bestehenden Hautschädigung.

Alkohol erreicht leicht die lebenden Zellen

der Oberhaut und löst auch auf kleinen Hautverletzungen

oder Irritationen ein Brennen aus.

Risiko Händewaschen

Rund 70 Prozent aller Berufskrankheiten beim Pflegepersonal

in Krankenhäusern sind Hautleiden. Ein

besonderes Risiko geht vom häufigen Hände -

waschen aus. Entscheidend ist dabei nicht die Einzelschädigung,

sondern ein über Jahre hinweg andauernder

Kontakt mit eigentlich harmlosen Stoffen wie

Wasser und Tenside. Die Reduktion der präope -

ra tiven Waschphase von einst 7 Minuten auf nunmehr

maximal 1 Minute gemäß RKI leistet bereits einen

Beitrag zum Hautschutz. Grundsätzlich wird Händewaschen

auf Basis einer Nutzen-Risiko-Abwägung

nur noch bei sichtbaren Verschmutzungen empfohlen.

Eine Regelung, die in Zukunft möglicherweise

auch auf die erste chirurgische Händedesinfektion

des Tages angewendet wird.

Beruflicher Hautschutz

Neben der Vermeidung schädigender Stoffe, bietet

ein systematischer Hautschutz die beste Voraus -

setzung für eine gesunde Haut.

Der berufliche Hautschutz wurde als ein Aspekt des

Arbeitsschutzes auf europäischer und nationaler

Ebene – in Deutschland z. B. mit den Berufsgenossenschaften

– weitgehend geregelt. Die EG-Rahmen-

Richtlinie "Arbeitsschutz" (89/391/ EWG) bspw. verpflichtet

den Arbeitgeber, arbeitsplatzspezifische

Schutzmaßnahmen und Schutzmittel festzulegen. In

Verbindung mit der EG-Richtlinie zur persönlichen

Schutzausrüstung (89/656/EWG) gehören zu diesen

Schutzmitteln auch Hautschutzprodukte (II der Richtlinie

89/656/EWG).

Qualitätsanforderungen und Zulassungsvoraussetzungen

für Hautschutzmittel allgemein regelt die EG-

Kosmetik-Richtlinie 76/768/EWG. Die EG-Richtlinien

werden auf verschiedenen Ebenen in den Mitgliedsstaaten

in nationales Recht umgesetzt.

12


BODE–SCIENCE–COMPETENCE

Rechte und Pflichten

Das deutsche Robert Koch-Institut erklärt neben der

Händedesinfektion auch den Hautschutz und die

Hautpflege an Händen und Unterarmen zur beruflichen

Pflicht. Ein systematisches Händehygiene-

System beinhaltet die Bausteine Händedesinfektion,

Reinigung, Pflege und spezieller Hautschutz. Im Rahmen

der persönlichen Schutzausrüstung muss der

Arbeitgeber die entsprechenden Produkte zur Verfügung

stellen. Das RKI weist darauf hin, dass bei der

Auswahl der Produkte nicht nur Wirksamkeit und

Preis, sondern auch die Compliance des Personals

entscheidend sind. Die Präparate sollten je nach der

Belastungssituation arbeitsplatzspezifisch ausgewählt

werden und für die Beschäftigten in einem Hautschutzplan

eingeordnet werden.

Nicht jedes Produkt ist für jeden Mitarbeiter geeignet.

Im Idealfall sollten Produkte für den beruflichen Hautschutz

daher auf den jeweiligen Hautzustand abgestimmt

sein, z. B. strapazierte, normale, trockene

Haut, vorhandene Duftstoff- und Farbstoffallergien.

Kompatibilität der Produkte

Eine kontinuierliche Pflege von Händen und Unter -

armen mehrmals täglich ist die Voraussetzung für eine

gesunde Haut. Vereinzelt wurden jedoch bei der

Anwendung von Hautpflegeprodukten Wirkungsbeeinträchtigungen

der alkoholischen Hände-Desinfektionsmittel

beobachtet. Das Robert Koch-Institut sieht deshalb

in seiner Richtlinie „Händehygiene“ eine Anwendung

von Hautpflegeprodukten während der Arbeitszeit

nur dann vor, wenn Untersuchungen belegen,

dass es zu keinen negativen Wechselwirkungen der

eingesetzten Produkte kommt.

Eine von BODE beauftragte Studie zur Wirksamkeit

von Sterillium ® (bzw. Sterillium ® classic pure) in Verbindung

mit exemplarisch ausgewählten BODE Pflegeprodukten

und ihren rezepturidentischen farbstoff- und

parfumfreien Varianten konnte belegen, dass es durch

die Anwendung der Produkte nicht zur Beeinträchtigung

der Wirksamkeit einer nachfolgenden Händedesinfektion

mit dem BODE Hände-Desinfektionsmittel

kommt.

Hautschutz-Tipps

■ OP-Handschuhe nur mit trockenen Händen anziehen.

Die maximale Tragedauer ohne Handschuhwechsel

sollte 4 Stunden nicht überschreiten.

Händewaschen auf ein Mindestmaß reduzieren,

kein heißes Wasser verwenden, Waschlotion sorgfältig

abspülen.

■ Während der Arbeitszeit mehrmals täglich die

Hände mit einer schnell einziehenden O/W-Emulsion

(Öl-in-Wasser) eincremen.

■ Vor Pausen, bei Arbeitsende und im Winter fetthaltigere

W/O-Produkte (Wasser-in-Öl) einsetzen.

■ Handcremes sorgfältig einreiben (siehe Abbildung)

■ Konsequent auch in der Freizeit Hautschutz betreiben,

z. B. bei der Hausarbeit, im Urlaub, bei Gartenarbeiten

etc.

1 2

3 4

5

Literatur

Kramer A, Jünger M, Kampf G. Hygienische und dermatologische Aspekte der Hände

desinfektion und der prophylaktischen Hautantiseptik. Der Hautarzt, 2005, 8: 743

- 751

Boyce J M. Hautverträglichkeit. In: Kampf G (Hrsg.): Hände-Hygiene im Gesundheitswesen.

Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, 2003, 175-192

Kampf G, Ennen J. Regular use of a hand cream can attenuate skin dryness and

roughness caused by frequent hand washing. BMC Dermatology, 2006; 6: 1

Kownatzki E. Hand hygiene and skin health. J Hosp Infect. 2003, 55(4): 239-45.

Schubert R. Zur Kompatibilität von Hautpflege-Cremes mit Hautdesinfektions-

Präparaten. Umweltmedizin, 1982, 3: 56-58.

Technische Regeln für Gefahrstoffe Gefährdung durch Hautkontakt – Ermittlung,

Beurteilung, Maßnahmen. TRGS 401. BArbBl. Heft Juni 2006

Je nach Bedarf, nach häufigem Händewaschen, in den

Pausen, und nach Arbeitsende: Haut-Pflegeprodukt entnehmen

und gründlich in die sauberen, trockenen Hände

einreiben. Besonderes Augenmerk auf Fingerzwischen -

räume und Nagelbetten legen.

13


Chirurgische Händedesinfektion

Produkte zur chirurgischen Händedesinfektion

Sterillium ®

Das klassische Hände-Desinfektionsmittel.

Besonders hautverträglich und rückfettend




umfassend wirksam gegen Bakterien,

Pilze und behüllte Viren

1,5 Min. Einwirkzeit zur chirur gischen

Hände desinfektion

auch bei Dauergebrauch außerordentlich

gut verträglich

Wirkstoffe

Propan-2-ol 45,0 g; Propan-1-ol 30,0 g; Mecetroniumetilsulfat

0,2 g.

Wirkungsspektrum

Bakterizid, fungizid, tuberkulozid, begrenzt viruzid (inkl.

HBV, HIV, HCV). Wirksam gegen Herpes simplex-Virus,

Influenza A-Virus, SARS-Virus, Adeno-, Papova- und

Rotavirus.

Zulassung/Listung

BfArM Zul.-Nr. 603.00.01. RKI-Liste Bereich A, VAH.

Anwendungsgebiete

Hygienische und chirurgische Händedesin fek tion zum

Einreiben – unabhängig von Wasch becken und Wasser.

Für alle hygienerelevanten Bereiche in Gesundheitswesen

und Industrie, in der häus lichen Kranken-,

Alten- und Säuglings pflege, bei der Heimdialyse.

Schützt vor An stec kungen in öffentlichen Einrichtungen

und auf Reisen.

Dosierung

Sterillium ® unverdünnt in die trockenen Hände einreiben.

Die Hände müssen während der gesamten Einreibezeit

mit Sterillium ® feucht gehalten werden.

Hygienische Händedesinfektion

Bei Tb zweimal anwenden.

Chirurgische Händedesinfektion

Salmonellen, Listerien, MRSA

Begrenzt viruzid (inkl. HBV, HIV, HCV)

Herpes simplex-Virus

Influenza A-Virus

SARS (SARS-assoziierter Coronavirus)

Adenovirus

Papovavirus

Rotavirus

30 Sek.

1,5 Min.

30 Sek.

30 Sek.

30 Sek.

15 Sek.

30 Sek.

1 Min.

5 Min.

30 Sek.

Sterillium ® classic pure

Das klassische Sterillium ® als farbstoff- und

parfümfreie Variante




umfassend wirksam gegen Bakterien,

Pilze und behüllte Viren

für die besonders empfindliche Haut

1,5 Min. Einwirkzeit zur chirurgischen

Händedesinfektion

Wirkstoffe

Propan-2-ol 45,0 g; Propan-1-ol 30,0 g; Mecetronium -

etilsulfat 0,2 g.

Wirkungsspektrum

Bakterizid, fungizid, tuberkulozid, be grenzt viruzid (inkl.

HBV, HIV, HCV). Wirksam gegen Herpes simplex-Virus,

Influenza A-Virus, Adeno-, Papova- und Rotavirus.

Zulassung/Listung

BfArM Zul.-Nr. 25918.00.00. RKI-Liste Bereich A, VAH.

Anwendungsgebiete

Hygienische und chirurgische Händedesinfektion zum

Einreiben. Sterillium ® classic pure ist farbstoff- und

parfümfrei und eignet sich deswegen besonders gut

für Anwender mit empfindlicher Haut.

Für alle hygienerelevanten Be reiche in Gesundheitswesen

und Industrie. In der häuslichen Kranken-,

Alten- und Säuglingspflege, bei der Heimdialyse.

Dosierung

Sterillium ® classic pure unverdünnt in die trockenen

Hände einreiben. Die Hände müssen während der

gesamten Einreibezeit mit Sterillium ® classic pure feucht

gehalten werden.

Hygienische Händedesinfektion

Bei Tb zweimal anwenden.

Chirurgische Händedesinfektion

Salmonellen, Listerien, MRSA

Begrenzt viruzid (inkl. HBV, HIV, HCV)

Herpes simplex-Virus

Adenovirus

Papovavirus

Rotavirus

30 Sek.

1,5 Min.

30 Sek.

30 Sek.

30 Sek.

1 Min.

5 Min.

30 Sek.

14


BODE–SCIENCE–COMPETENCE

Sterillium ® Virugard

Hochwirksames viruzides Hände-Desinfektions -

mittel. RKI-gelistet. Für alle Risikobereiche



besonders wirksam gegen behüllte und

unbehüllte Viren

RKI-Empfehlung bei Noroviren

■ Farbstoff- und parfümfrei

Wirkstoff

Ethanol (99 %) 95,0 g.

Wirkungsspektrum

Bakterizid, fungizid, tuberkulozid, viruzid (Adeno-, Pa -

po va-, Polio-, Vacciniavirus). Wirksam gegen HBV, HIV,

HCV, Herpes simplex-Virus, Rotavirus.

Zulassung/Listung

BfArM Zul.-Nr. 13814.00.00.

RKI-Liste Bereich A/B, VAH.

Anwendungsgebiete

Hygienische und chirurgische Händedesin fek tion zum

Einreiben. Speziell für alle Ar beits bere iche mit erhöhter

Infektionsgefährdung (Infek tions stationen, Einheiten für

In ten siv medizin, Dialyseabtei lungen), Unfall stationen,

Ambulanzen, Labora torien.

Sterillium ® Virugard ist das einzige alkoholische Hände-

Desinfektionsmittel, das für die Prävention von Viruskrankheiten

(Wirkungsbereich B) geprüft und anerkannt

ist. Aufgrund seiner weitestgehenden Rückstands freiheit

besonders gut für die lebensmittelverarbeitende und

pharmazeutische Industrie geeignet.

Dosierung

Sterillium ® Virugard unverdünnt in die trockenen Hände

einreiben. Die Hände müssen während der gesamten Einreibezeit

mit Sterillium ® Virugard feucht gehalten werden.

Hygienische Händedesinfektion

30 Sek.

Bei Tb zweimal anwenden.

Chirurgische Händedesinfektion

3 Min.

Salmonellen, Listerien, MRSA

30 Sek.

Begrenzt viruzid (inkl. HBV, HIV, HCV)

30 Sek.

Viruzid* (RKI-Liste Bereich B)

2 Min.

Herpes simplex-Virus, Rotavirus

15 Sek.

Adeno-, Poliovirus

1 Min.

Papovavirus

2 Min.

*gegen Parvovirus unzureichend wirksam

Manusept ® basic

Hände-Desinfektionsmittel auf Ethanolbasis.

Parfümfrei


umfassend wirksam gegen

Bakterien, Pilze und behüllte Viren

■ gute Verträglichkeit

Wirkstoffe

Ethanol (99 %) 80,0 g.

Wirkungsspektrum

Bakterizid, fungizid, tuberkulozid,

begrenzt viruzid (inkl. HBV, HIV, HCV).

Wirksam gegen Rotavirus.

Zulassung

BfArM Zul.-Nr. 6830003.00.00.

Anwendungsgebiete

Zur hygienischen und chirurgischen Händedesin fek tion

zum Einreiben. Für alle hygienerelevanten Bereiche in

Gesundheitswesen und Industrie.

Dosierung

Manusept ® basic unverdünnt in die trockenen Hände einreiben.

Die Hände müssen während der gesamten Einreibezeit

mit Manusept ® basic feucht gehalten werden.

Hygienische Händedesinfektion

30 Sek.

Bei Tb zweimal anwenden.

Chirurgische Händedesinfektion

3 Min.

Begrenzt viruzid (inkl. HBV, HIV, HCV)

30 Sek.

Rotavirus

30 Sek.

15


BODE–SCIENCE–COMPETENCE

Manusept ® basic: Wirkstoff: Ethanol. Zusammensetzung: 100 g Lösung enthalten:

Wirkstoff: Ethanol 99 % 80 g. Sonstige Bestandteile: Butan-2-on, Gereinigtes Wasser,

Heptamethylnonan, (2-Ethylhexyl)(2-ethylhexanoat), Tetradecan-1-ol, (RS)-5-Oxopyrrolidin-2-carbonsäure,

(RS)-5-Oxopyrrolidin-2-carbonsäure, Natriumsalz. Anwendungsgebiete:

Zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion. Gegen -

anzeigen: Manusept ® basic ist nicht zur Desinfektion großflächiger, offener Wunden

geeignet. Nicht auf Schleimhäuten und in unmittelbarer Nähe der Augen anwenden.

Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe. Bei sachgemäßem Gebrauch kann

Manusept ® basic während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden.

Nebenwirkungen: Leichte, diffuse Hautrötungen sind selten. Das Auftreten von

Juckreiz, Spannungsgefühl und Schuppung (auch im Rahmen allergischer

Kontaktekzeme) ist möglich. Warnhinweise: Nur äußerlich anwenden. Aufgrund des

Gehaltes an Alkohol kann häufige Anwendung des Arzneimittels auf der Haut Reizungen

oder Entzündungen und Hauttrockenheit verursachen. Nicht in Kontakt mit offenen

Flammen bringen. Von Zündquellen fernhalten - nicht rauchen. Flammpunkt nach DIN

51755: 19,5 °C, leicht entzündlich. Bei bestimmungsgemäßer Verwendung des

Präparates ist mit Brand- und Explosionsgefahren nicht zu rechnen. Nach Verschütten

des Desinfektionsmittels sind folgende Maßnahmen zu treffen: Sofortiges Aufnehmen

der Flüssigkeit. Verdünnen mit viel Wasser. Lüften des Raumes sowie das Beseitigen

von Zündquellen. Ein etwaiges Umfüllen darf nur unter aseptischen Bedingungen

(Sterilbank) erfolgen.

Sterillium ® : Wirkstoffe: Propan-2-ol, Propan-1-ol, Mecetroniumetilsulfat. Zusam -

mensetzung: 100 g Lösung enthalten: Wirkstoffe: Propan-2-ol 45,0 g, Propan-1-ol

30,0 g, Mecetroniumetilsulfat 0,2 g. Sonstige Bestandteile: Glycerol 85 %, Tetra -

decan-1-ol, Duftstoffe, Patentblau V 85 %, Gereinigtes Wasser. Anwendungs -

gebiete: Zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion. Zur Hautdesinfektion

vor Injektionen und Punktionen. Gegenanzeigen: Für die Desinfektion von

Schleimhäuten nicht geeignet. Nicht in unmittelbarer Nähe der Augen oder offener

Wunden anwenden. Überempfindlichkeit (Allergie) gegen einen der Inhaltsstoffe.

Neben wirkungen: Gelegentlich kann eine leichte Trockenheit oder Reizung der

Haut auftreten. In solchen Fällen wird empfohlen, die allgemeine Hautpflege zu

intensivieren. Allergische Reaktionen sind selten. Warnhinweise: Sterillium ® soll

nicht bei Neu- und Frühgeborenen angewendet werden. Erst nach Auftrocknung

elektrische Geräte benutzen. Nicht in Kontakt mit offenen Flammen bringen. Auch

nicht in der Nähe von Zündquellen verwenden. Flammpunkt 23 °C, entzündlich. Bei

bestimmungs gemäßer Verwendung des Präparates ist mit Brand- und Explosionsgefahren

nicht zu rechnen. Nach Verschütten des Desinfektionsmittels sind folgende

Maßnahmen zu treffen: sofortiges Aufnehmen der Flüssigkeit, Verdün-nen mit viel

Wasser, Lüften des Raumes sowie das Beseitigen von Zündquellen. Nicht rauchen.

Im Brandfall mit Wasser, Löschpulver, Schaum oder CO 2 löschen. Ein etwaiges

Umfüllen darf nur unter aseptischen Bedingungen (Sterilbank) erfolgen.

Sterillium ® classic pure: Wirkstoffe: Propan-2-ol, Propan-1-ol, Mecetronium etilsulfat.

Zusammensetzung: 100 g Lösung enthalten: Wirkstoffe: Propan-2-ol 45,0 g, Propan-1-ol

30,0 g, Mecetroniumetilsulfat 0,2 g. Sonstige Bestandteile: Glycerol 85 %,

Tetradecan-1-ol, Gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Zur hygienischen und

chirurgischen Händedesinfektion. Zur Hautdesinfektion vor Injektionen und Punktionen.

Gegenanzeigen: Für die Desinfektion von Schleimhäuten nicht geeignet. Nicht in

unmittelbarer Nähe von Augen oder offenen Wunden anwenden. Nicht anwenden bei

Unverträglichkeit gegen Inhaltsstoffe. Nebenwirkungen: Gelegentlich kann eine leichte

Trockenheit oder Reizung der Haut auftreten. In solchen Fällen wird empfohlen, die

allgemeine Hautpflege zu intensivieren. Allergische Reaktionen sind selten. Warnhinweise:

Sterillium ® classic pure soll nicht bei Neu- und Frühgeborenen angewendet

werden. Erst nach Auftrocknung elektrische Geräte benutzen. Nicht in Kontakt mit offenen

Flammen bringen. Auch nicht in der Nähe von Zündquellen verwenden. Flammpunkt

23 °C, entzündlich. Bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Präparates ist

mit Brand- und Explosionsgefahren nicht zu rechnen. Nach Verschütten des Desinfektionsmittels

sind folgende Maßnahmen zu treffen: sofortiges Aufnehmen der Flüssigkeit,

Verdünnen mit viel Wasser, Lüften des Raumes sowie das Beseitigen von Zündquellen.

Nicht rauchen. Im Brandfall mit Wasser, Löschpulver, Schaum oder CO2

löschen.

Sterillium ® Virugard: Wirkstoff: Ethanol. Zusammensetzung: 100 g Lösung enthalten:

Wirkstoff: Ethanol 99 % 95,0 g. Sonstige Bestandteile: Butan-2-on, Glycerol,

Tetradecan-1-ol, Benzin. Anwendungsgebiete: Hygienische und chirurgische

Händedesinfektion. Gegenanzeigen: Nicht auf Schleimhäuten anwenden. Überempfindlichkeit

gegen Inhaltsstoffe. Nebenwirkungen: Selten treten leichte, diffuse

Hautrötungen auf. In solchen Fällen wird empfohlen, die allgemeine Hautpflege zu

intensivieren. Allergische Reaktionen sind selten. Warnhinweise: Nicht in Kontakt mit

offenen Flammen bringen. Nicht in der Nähe von Zündquellen verwenden. Flasche

nach Gebrauch verschließen. Flammpunkt nach DIN 51755: 0 °C. Leicht entzündlich.

Nach Verschütten des Desinfektionsmittels sind folgende Maßnahmen zu treffen:

Sofortiges Aufnehmen der Flüssigkeit, Verdünnen mit viel Wasser, Lüften des Raumes

sowie das Beseitigen von Zündquellen. Nicht rauchen.

BODE Chemie GmbH . Germany

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www.bode-chemie.com . info@bode-chemie.de

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11.09. 10H

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