Blickpunkt - Gießener Allgemeine

giessener.allgemeine.de

Blickpunkt - Gießener Allgemeine

5. Jahrgang · 2/2012

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Börsen-Korrespondentin

Franziska

Schimke

über die Euro-Krise,

die Gier in der Gesellschaft

und ihr Kälbchen Urmel…

Blickpunkt

Die Stadt Gießen in

Zahlen: Eine Zahl

sagt mehr als 1000

Worte Seite 4

Kultur

Das KiG im Europaviertel:

Die Keimzelle

der Gießener Musik-

Szene Seite 16


• Interviews und

Reportagen

• Kultur

• Sport

• Universität

• Trends

• Veranstaltungskalender

• Kino

• Gastro-Führer

• Frankfurt-Tipps

Sie finden das hochwertige und informative Kultur- und Veranstaltungsmagazin

im handlichen DIN-A4-Format am Donnerstag, dem 1. März 2012, in der Ausgabe

der Gießener/Alsfelder Allgemeinen und an über 250 Auslagestellen in Stadt

und Landkreis. Sichern Sie sich schon heute Ihren Anzeigenplatz in einem informativen

und ansprechenden Umfeld!

Erscheinungstermin März-Ausgabe: Donnerstag, 1. März 2012

Anzeigenschluss: Freitag, 17. Februar 2012

Wir beraten Sie gerne!

Gießener Allgemeine ·Anzeigenverkaufsleitung

Tel. 06 41/30 03-2 23, -2 24 ·Fax 06 41/30 03-3 00

1

In Stadt und Landkreis Gießen …

…die Nr.

E-Mail: anzeigenverkauf@giessener-allgemeine.de


Editorial

Ganz ehrlich? Zahlen sind nicht meine Welt. Schon gar nicht, wenn sie mich plötzlich außerhalb der Grundrechenarten

überfallen. Die erste Vier kam bereits in der Förderstufe. Damals war ich richtig beleidigt. Später konnten

meine Mathelehrer aber gar nicht anders, als meine Leistungen eher dürftig zu bewerten. Irgendwie hat es im Abi

dann aber doch zu fünf Punkten gereicht. Immerhin. Dank Herrn Briel. Ich bin froh, dass ich mich seitdem mehr mit

Buchstaben beschäftigen darf. Dennoch: Die jüngste Konfrontation mit Zahlen hat großen Spaß gemacht. Zunächst

verlief unser »Wiedersehen« eher abgekühlt. Es war mühsam, ins Gespräch zu kommen. Aber durch die großartige

Unterstützung aus dem Rathaus, dem Stadttheater, dem Mathematikum, dem Kino und vielen anderen Institutionen

sind wir richtig warm mieinander geworden. Die Zahlen und ich. Nach dem Motto »Eine Zahl sagt mehr als

1000 Worte« haben wir auf den folgenden Seiten einige »Gießener Zahlen« zusammengestellt. Manche sind zum Staunen, andere zum

Schmunzeln und wieder andere vielleicht sogar zum Kopfschütteln. Aber bitte, versuchen Sie bloß nicht, die vielen Zahlen zu addieren.

Denn dabei kann das Verhältnis sehr schnell wieder abkühlen…

Marc Schäfer

Inhalt

35390

Foto: Buseck

BLICKPUNKT 4

Gießen in Zahlen: Wie viele Rosen verschenkt das Stadttheater pro Spielzeit? Wie viele

Kleider hat sich OB Grabe-Bolz für ihre Termine gekauft? Antworten im Zahlen-Special

RAMPENLICHT 12

Frau im TV: Börsen-Korrespondentin

Franziska Schimke im Interview

KOLUMNE 9

Brad Shaw bewegt sich im »Zahlenraum

der Attraktivität«

MEDIATHEK 10

App, CD und Buch im Test

STADTGESPRÄCH 16

»Keimzelle der Musik«: Ein Besuch in den

Proberäumen des KiG

BLICK IN DIE REGION 18

Noch keine Verkleidung? Wir stellen die

ultimativen Faschingskostüme vor

UNTERWEGS 20

Im siebten Himmel? Aus der »Pizza Wolke«

wird das »Café Wolke«

AUSLESE 22

VERANSTALTUNGSKALENDER 25

AM MAIN 33

Party im Business-Club · Ein Besuch im

Occupy-Camp in Frankfurt

CAMPUS 36

Zwischenraum – Ein theaterwissenschaftliches

Projekt · Sprachlos in der mündlichen

Prüfung? Unsere Experten helfen

KULTUR 40

»Party Deluxe«: Benjamin Myk und Frederik

Möller organisieren die coolsten Partys der

Stadt

SPORTWELT 42

Mein erstes Mal: Unser Volontär verbiegt

sich beim Yoga

VINOTHEK 44

Wein des Monats

SPERRSITZ 45

Neu im Kino: »Das gibt Ärger«

streifzug

IMPRESSUM

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Herausgeber: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft

mbH

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG, Kassel

Redaktion: Marc Schäfer (verantwortlich), Florian Dörr

E-Mail: streifzug@giessener-allgemeine.de

Verlag: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft mbH

Marburger Straße 20, 35390 Gießen (zugleich auch ladungsfähige

Anschrift für alle im Impressum aufgeführten Verantwortlichen)

Erscheinungsweise: Der Streifzug erscheint monatlich in der

»Gießener Allgemeine Zeitung«, »Alsfelder Allgemeine Zeitung«

sowie in über 200 ausgewählten, stark frequentierten

Auslagenstellen. Auflage: 40000 Exemplare

Verantwortlich für Anzeigen:

Anzeigenleitung: Wilfried Kämpf

Anzeigenverkaufsleitung:

Ulrich Brandt, Tel. 0641/3003-224, Anschrift siehe oben

Gültig ist der Anzeigentarif Nr. 3 vom 1. Januar 2012

streifzug – Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Titelbild: Franziska Schimke/Foto: Christian Buseck

Sofern Sie Artikel dieser Publikation in Ihren internen elektronischen

Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie

die erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de

oder unter Telefon 030/284930, Presse-Monitor Deutschland

GmbH & Co. KG.

© Streifzug, Gießen

2/2012 streifzug 3


BLICKPUNKT

126

61

verschiedene Sorten

»Gummileckereien« führt der

»Bären-Treff« am Kreuzplatz

in Gießen, darunter so

ausgefallene Geschmacksrichtungen

wie Chilli, Ingwer

oder Prosecco

Blumenkübel

haben im

neugestalteten

Seltersweg

einen Platz

gefunden

Nur gefühlte59

davon sind noch

bepflanzt, wenn sich

die Partypeople samstagnachts

den Weg

zum Döner-Dreieck

gebahnt haben

7

Monate noch, dann beginnen

die Dreharbeiten für die erste

Tatort-Folge mit dem Gießener

Til Schweiger als Kommissar.

59 %

der Deutschen können

sich Schweiger

gut in der Rolle des

NDR-Kommissars

vorstellen

Schweiger kann sich

auf seine weiblichen

Fans verlassen.

62% der befragten

Frauen sprachen

sich für ihn aus

806

Flaschen »Fairy«-Spülmittel

wurden im

Mathematikum bisher

für das Seifenhaut-Experiment

verbraucht

179527

Eigentümer hat die Volksbank Mittelhessen. Sie ist

damit die mitgliederstärkste Volksbank Deutschlands

Gießen in Zahlen

»Löcher« hat das inoffizielle

Wahrzeichen der Stadt Gießen,

das Elefantenklo, das von seinen

Gegnern immer wieder als

bezeichnet wird

2 Schandfleck

23162

Einwohner fehlen Gießen noch bis zur ersten Starbucks-Filiale.

Der Kaffeekonzern siedelt sich eigentlich nur in Städten an, die über

100 000 Einwohner zählen. Ausnahme: Reiche Städte (ganz schlechte

Aussichten) und Studentenstädte (gute Aussichten). Laut Starbucks

fehlte bislang in Gießen aber auch eine geeignete Location

66 %

69 220

weniger Schlachtungen als 1996 (76852)

wurden im Jahr 2010 (7632) durchgeführt

aller Gießener Studenten

arbeiten neben dem

Studium und verdienen

sich so im Schnitt

347 Euro pro Monat

1990 1995 2000 2005 2010

Die älteste

Einwohnerin

der Stadt

Gießen ist

106

Jahre alt

70 000

60000

50000

40000

43025

Menschen

pendeln

täglich

zur Arbeit

nach Gießen

21573

Menschen

pendeln

täglich zur

Arbeit aus

Gießen heraus

7,50 Euro

kostet eine

Geschenkbox

der Justus-Liebig-

Universität mit

neun Pralinen

Kilometer muss man laufen, wenn man

die Stadt Gießen der Stadtgrenze entlang

einmal umrunden will. In Berlin ist die

234 km lang

70

Stadtgrenze

30000

20000

10 000

165

Fahrzeuge sind bei den

26 Taxi- und Minicarunternehmen

in der Stadt Gießen

im Einsatz. In Frankfurt fahren

1700 Autos für 1200 Anbieter

4 streifzug 2/2012


BLICKPUNKT

45

Seiten dick ist

der Wegweiser

des Gießener

Rathauses

621

Gießener verließen

2010 die Stadt in

Richtung Nordrhein-Westfalen

25 Gießener

zog es in diesem

Zeitraum nach

Mecklenburg-

Vorpommern

3

von drei Alben

der Gießener

Band »Juli«

schafften es

in die Top 5

der deutschen

Albumcharts

2010 gaben sich in Gießen258

Paare das Jawort

20,2 %

aller vom Polizeipräsidium

Mittelhessen 2010 ermittelten

Tatverdächtige (23436) waren

Nicht-Deutsche, wie man in

der Amtssprache sagt

60

Genehmigungen

für Straßenfeste

wurden von der

Stadt Gießen 2011

ausgestellt

Im selben Jahr wurden 586

Ehen geschieden

18

Mal

wurde der Roman »Headhunter«

von Jo Nesbo 2011 in der Stadtbibliothek

ausgeliehen. Kein Roman wurde häufiger

mitgenommen. Auf 13 Ausleihen kommt

der Rekordhalter bei den Sachbüchern:

Der Reiseführer »Berlin mit Potsdam«

51015

Straftaten gab es

2010 in Mittelhessen.

Das war historischer

Tiefstand

1900

Bedienstete arbeiten für das Polizeipräsidium

Mittelhessen, aber nicht

alle sind an der Aufklärung von

Verbrechen beteiligt

Das

Gießkannenmuseum

stellt zurzeit

310

Exponate aus.

Die Idee zur

Gründung des

Museums entstand

im Zuge der

Vorbereitungen der

Landesgartenschau

30 Mal wurde

die DVD »NVA« in

der Stadtbibliothek

ausgeliehen. Der

Bestleiher 2011!

136 330

mehr Ausleihen zählte die Stadtbibliothek im Jahr 2011 als vor dem

Umzug im Jahr 2008. Das heißt aber nicht, dass die Gießener mehr

lesen. Allein 103792 Ausleihen zählen zum Bereich Non-Book-Medien.

Das DVD- oder Hörbuch-Angebot wird also immer wichtiger.

Seit dem Umzug

in das neue

Rathaus zählt die

Stadtbibliothek

5953

neue Benutzer

Aber nur

1482

Personen davon

haben 2011 tatsächlich

etwas

ausgeliehen

400000

Blatt Papier wurden im Stadttheater

Gießen in der vergangenen

Spielzeit verbraucht

Auf5,5 Stunden Schlaf pro

Nacht kam Gießens Oberbürgermeisterin

Dietlind Grabe-Bolz im

vergangenen Jahr im Durchschnitt

Gastronomiebetriebe

gibt es in der Stadt

GIeßen, in denen

»Licher Bier«

200ausgeschenkt wird.

2/2012 streifzug 5


BLICKPUNKT

Über80 Prozent der

Wohnheimplätze kosten inklusive

Nebenkosten unter 200 Euro Miete

im Monat

Über180

Erasmus-Partnerschaften

zu

Hochschulen in

anderen Ländern hat

die Justus-Liebig-

Universität

Leinwandgrößen

der Gießener

Kinos

Rund120

Übungsleiter

unterrichten

derzeit bei den

Kursen des AHS

850

Rosen verteilt das

Stadttheater nach

Premieren pro

Spielzeit an seine

Schauspieler

Rund 3500

Teilnehmer besuchen

pro Woche die

Veranstaltungen des

AHS. Das sind über

30 Prozent mehr als

vor 10 Jahren

85

verschiedene Sportarten bietet der AHS an.

Darunter sind Angebote von A wie Aerobic

bis Z wie Zumba

Roxy

106,92 m 2

Heli

39,36 m 2

Manhattan

33,75 m 2

Broadway

28,56 m 2

Mehr als jeder4.Unfall im

Gebiet des Polizeipräsidiums Mittelhessen

endet mit einer Unfallflucht

Graffiti

22,2 m 2

Casablanca

10,8 m 2

175 Personen versorgte

die Gießener

Tafel 2005 wöchentlich,

2011 waren es

1817

125

TV-Beiträge wurden

bisher über das

Gießener Mathematikum

ausgestrahlt.

Gießen-Rekord!

31 942

Tonnen Müll produzierten

die Gießener

2010. Das waren

2422 Tonnen weniger

als acht Jahre zuvor

gefühlte Minuten hält die Bahnschranke

an der Frankfurter Straße

den Verkehr auf, wenn ein Zug

eine der Haupteinfahrtsstraßen

8der Stadt passieren will

25 Minuten

hängt die Gießener

Uhrzeit gegenüber

der mitteleuropäischen

Zeit

hinterher

8669 Vorstellungen liefen an 365 Tagen

im Jahr 2011 in den Gießener Kinos. Die Top 3 der

meistbesuchten Filme: 1. Harry Potter und die Heiligtümer

des Todes II (11887 Besucher), 2. Kokowääh

(11062), 3. Hangover II (10462)

Bis zu732Studierende

leben im Wohnheim Eichendorffring. Die

meisten von ihnen wohnen in Einzelzimmern

aus 11 bis 15,7 Quadratmetern

6 streifzug 2/2012


BLICKPUNKT

Mit473

Wanderausstellungen

hat das Mathematikum

bislang

Werbung für Gießen

gemacht, auch

schon in Usbekistan

Auf jeden

Professor der JLU

kommen

78,6

Studenten

29,4%

ihrer 17 Hinrundenpartien konnten die

Bundesliga-Basketballer der LTi Gießen

46ers in dieser Saison gewinnen

Altersstruktur der Einwohner der »jungen Stadt« Gießen

Das Gesamtbudget »Theaterbetrieb« des Stadttheaters pro Spielzeit

liegt bei

13 900000

Euro

12,7Millionen Euro davon

kommen aus öffentlichen

Fördermitteln

2764800

Liter Luft hatte die Feuerwehr Gießen 2011

in Atemschutzmasken gefüllt, die bei

Einsätzen und Übungen veratmet wurden

553

Menschen

sind am

Stadttheater

tätig

21000

Meter fahren die

Speziellen Retter

der Feuerwehr

Gießen im Jahr

für Einsatz und

Übung am Seil ab

über 79 Jahre

3562

70 –79 Jahre

5601

60–69 Jahre

6459

0–9 Jahre

6173

50–59 Jahre

9007

10 –20 Jahre

7977

21 –29 Jahre

17524

40–49 Jahre

10048

30–39 Jahre

10487

Einwohnerentwicklung

und Entwicklung der

Zahl der Studenten in Gießen

80000

Auf890 Euro pro Einwohner

beliefen sich die Städtischen Steuereinnahmen

im Jahr 2010. In der selben

Zeit ließen sich die städtischen Schulden

auf 2773 Euro pro Einwohner beziffern

70000

60000

50000

40000

30000

20000

10000

1976

1981

1986

1991

1996

2001

2006

Einwohnerzahl

JLU-Studenten

THM-Studenten

2011

Euro kostet eine Dauerkarte

für das eingezäunte

Gelände der

Landesgartenschau im

Vorverkauf. Tageskarten

sind für 15 Euro

90zu haben

Rund1500

Veranstaltungen stehen

derzeit im Rahmenprogramm

der

Landesgartenschau

700000

Besucher

werden zum

Großereignis

2014 in

Gießen

erwartet

2/2012 streifzug 7


BLICKPUNKT

100

Kleidungsstücke hat

OB Grabe-Bolz seit

Amtseinführung für

offizielle Termine

gekauft

4500

30 CDs

hat die »singende

Bürgermeisterin«

bisher aufgenommen

Fußball-Fans können im Sommer in der

EM-Arena im Schiffenberger Tal die

Spiele der Fußball-Europameisterschaft

in Polen und der Ukraine verfolgen

Mit901 Besuchern

an einem Tag

war Harry Potter und

die Heiligtümer des

Todes II der erfolgreichste

Film

6300 war die Posteitzahl von

Gießen vor der Reform. Noch heute landen

fast täglich Briefe oder Karten mit

dieser Kennziffer in der Post

420,5

Meter lang ist

Gießens

Einkaufsmeile

Seltersweg

1der hübschen

Frauen der

Region startet

im Februar bei

der Wahl zur Miss

Germany. Sarah

Stroh aus Wißmar

2420535 Kilometer

jährlich fahren die

Busse der Stadtwerke

auf 14 Linien

275 Paar

Tanzschuhe

werden

am Stadttheater

pro Spielzeit in

Vorstellung und

Proben vertanzt

300

Dosen

Haarspray

werden

verbraucht

115 000

Zuschauer, darunter 25000 Kinder und

Jugendliche, besuchten die 207 Veranstaltungen

der vergangenen Spielzeit

(36 verschiedene Produktionen).

3910 Proben wurde dafür durchgeführt.

890 km/h beträgt

die Reisegeschwindigkeit

des Lufthansa Airbus

»Gießen«

28% war die Auslastungsquote der Gießener Hotelbetten im vergangenen Jahr

3588

Würfel wurden im Mathematikum

in den vergangenen neun Jahren

aus der Ausstellung aussortiert,weil

sie abgenutzt waren

280

km/h kann

der ICE

»Gießen«

der Deutschen

Bahn

fahren. In

den Zug

passen

673 Gäste,

während

der Airbus

Platz für

221 Personen

bietet

Das Studentenwerk

Gießen bereitet

jährlich rund

1,2

1Redakteur,

Millionen

Mahlzeiten vor

Kilometer Stromleitungen liegen

in Gießen. Das entspricht in

etwa der Strecke von Gießen

nach Madrid und wieder zurück

2843

96Liter Wasser verbraucht

ein Gießener am Tag und liegt damit

unter dem bundesweiten Durchschnitt

(122 Liter/pro Tag)

1357

Baustellen in Gießen

haben im vergangenen

Jahr öffentliche

Verkehrsflächen

betroffen

1 Volontär

und 1 Grafikerin

haben an Gießen in

Zahlen gearbeitet. Sie

bedanken sich bei

den »Quellen« und

sind froh, dass alle

Kästchen gefüllt sind

8 streifzug 2/2012


BRAD SHAWS KOLUMNE

Zahlenraum der Attraktivität

Jeder vierte Deutsche ist solo, 2011 waren

17 Millionen betroffen und haben frustgesoffen.

Warum ich euch das berichte? Erstens, um mich

nicht mehr ganz so schlecht, da gemeinsam einsam,

zu fühlen. Zweitens, um folgenden Sachverhalt

zu verdeutlichen: Menschen sind verrückt

nach Zahlen und Statistiken, Akteure der

Finanzmärkte ebenso wie Akteure der Singlebörsen.

Auf diese Weise wird die EU-Krise zu

meiner. Denn weder Aktien, noch Menschen

verkaufen sich über schöne Worte allein. Merke:

Die perfekte Beziehungen ist kein Buch mit sieben

Siegeln und bereits die erfolgreiche Suche

nach dem Plus1 lediglich das Ergebnis von Mathematik

– plus Fälschung.

Body-Mass-Index, Konfektionsgröße und Sixpack,

Intelligenzquotient, Abschlussnote und

der eine, passende Schuh: Die Suche nach dem

perfekten Partner orientiert sich manisch an Zahlen.

Die Kurse der Kandidaten steigen dabei nur,

wenn diese Zahlen stimmen. Nettoverdienst,

Körperfettanteil und das U30-Prädikät entscheiden

über den siebten Himmel oder das Schicksal,

hinter den sieben Bergen bei den sieben

Zwergen trotzdem einsam auf das achte Weltwunder

zu warten. Kommt mir jetzt bitte nicht

mit »Sieben auf einen Streich«. Zwerge sind

asexuell und Schneewittchen war kein Flittchen.

Nach Statistik drängt, an Statistik hängt doch

alles. Die perfekte Statistik ist in einer Welt, in

der nackte Zahlen wie die Penislänge und Kurvendiskussionen

wie 90-60-90 über unseren

Attraktivitätsfaktor entscheiden, so goldwert wie

ein Triple-A-Rating bei Moody's. I'm in the

mood for love. Doch wo Poeten wie ich noch

davon träumen, für someone »One in a Million«

zu sein, sind Mathematiker ohnehin bereits

einen Schritt weiter und haben aus 1 und 1

längst 2 gemacht. Mindestens 2. Im Idealfall wird

aus dem One-Night-Stand (1 + 1 = 2) nämlich

ein Pärchen (1 + 1 = 2+) und aus diesem

wiederum eine Start-up-Familie (1 + 1 = 3).

»Mathematik ist dem Liebestrieb nicht abträglich«,

stellte der Irrenarzt Paul Julius Möbius fest.

Die geisteswissenschaftlich-motivierte »Mathe ist

ein Arschloch«-Fraktion sei deshalb erinnert:

Beim sehr abgeklärten und gelegentlich wenig

aufgeklärten »1 + 1 = 3« handelt es sich nicht

um eine irre Milchmädchenrechnung, sondern

um vermehrungsorientierten Sex in seiner reinsten

Form. Addition.

Wo gelebte Mathematik zum Orgasmus führt,

sind Statistiken sozusagen das Vorspiel. Wer

würde schon einen Mann heiraten, der wie

Heinrich VIII. bereits sechs Ehen hinter sich hat,

von denen zwei vor dem Scheidungsrichter und

zwei auf dem Schafott endeten? In guten Statistiken

geht es nämlich um das richtige Maß. So

gelten 30-Jährige, die mit zwei oder weniger

Menschen, sich selbst eingeschlossen, Sex hatten,

als unattraktiv. Jene sind wohl ernsthaft Nullen

im Bett, beziehungsweise auf der Richterskala.

Gleichfalls gelten 30-Jährige, die mit 478 oder

mehr Mitmenschen geschlafen haben, als unattraktiv.

Jene sind wohl null an der ernsthaften

»1 +1 = 3«-Familiengründung interessiert. Richtet

für euch selbst!

Auf dem Singlemarkt erhalten nur jene die

Traumnote 10, die zwischen den Extrempunkten

liegen. Es folgt ein Trost für alle Zweier- und

478er-Kandidaten: Alle Mathematik beruht auf

Vereinbarungen und alle Statistik auf Fälschung.

Und Fälschen ist legitim, schließlich sprechen

sich äußerst schlechte Zahlen schneller herum

als beste innere Werte. Selbstverständlich habe

ich den »Zahlenraum der Attraktivität« vorsätzlich

so definiert, dass ich auf jeden Fall nicht aus

dem Raster falle; und selbstverständlich würde

ich mein Alter in Internetkontaktbörsen stets

nach unten korrigieren, wenn mich diese Zahlenkosmetik

näher an das »1 + 1 = 2+ oder 3«

bringt, mindestens an das »1 + 1 = 2 = 69«.

Ihr meint, ich sei ein falscher Fünfziger? Ihr seid

nicht besser sobald ihr Wonderbras tragt, auf

High Heels tippelt oder Sportwagen tuned.

Apropos Pferdestärken: »Dreier sind wie Sportwagen,

jeder Mann wünscht sich einen, zumindest

bis er einen hat und feststellt, dass sie im

Alltag absolut unpraktisch sind«, sagt mein

Wetzlarer Dating-Coach Darius Kamadeva.

Denn Zahlen sind wie Labels: Im Leben geht es

um die passenden. Jeder von euch würde fünfmal

lieber ein Adidas-Plagiat aus der Türkei

tragen als ein Shirt mit nur zwei Streifen. Zahlen-Labels

zwecks Attraktivitätssteigerung zu

fälschen, war übrigens schon in der Antike total

hip. Oder glaubt ihr, Jesus hätte mit fünf Broten

und zwei Fischen wirklich 5000 Menschen gesättigt?

Come on... Er wollte einfach mehr Follower

haben und war mit seiner Statistik erfolgreich.

Das nennt man Public Relations. Derzeit

zählt er als »Person des öffentlichen Lebens« bei

Facebook übrigens mehr als 3,3 Millionen Fans!

Ich freue mich natürlich genauso über jeden

neuen Facebook-Fan meines Blogs BradSticks.

Noch glücklicher wäre ich allerdings, den »One

in a Million« endlich zu finden. Ich bin eben

mehr Poet als Mathematiker – und deshalb solo.

Allerdings ist meine Mathematik gut genug, um

Madonnas Nummer-1-Hit »Open your Heart«

allein über den Rechenweg meines einseitigen

Single-Lebens zu beweisen, sogar ohne

Taschenrechner und Formelsammlung:

One is such a lonely number!

Brad Shaw

Brad Shaw schreibt exklusiv Kolumnen

für den streifzug. Normalerweise veröffentlicht

der Journalist sie im Netz auf

www.bradsticks.com. Sein Blog befasst

sich mit Lifestyle, Fashion, Musik, Promis

und Kultur – und immer wieder

mit der Suche nach Mr. und Mrs. Right.

2/2012 streifzug 9


MEDIATHEK

Ende der Zettelwirtschaft

Vorsätze für das neue Jahr habe ich, nur der Zettel, auf

dem sie geschrieben stehen, ist verschwunden. Mit Evernote

wäre das nicht passiert. Damit hat die Zettelwirtschaft nämlich

ein Ende. Die App ist eine komfortable Lösung, um alle Arten von

Notizen zu verwalten. Das Geheimnis liegt – wie bei vielen anderen

Diensten auch – in der Cloud, also der Möglichkeit, von jedem

x-beliebigen Smartphone, PC, Mac oder Tablet die Daten abrufen,

editieren und synchron halten zu können. Wer einmal angemeldet

ist, findet eine schnörkellose und übersichtliche Oberfläche. Die

einzelnen Notizzettel lassen sich in verschiedene Notizbücher sortieren

und mit Stichwort-Tags versehen. Umsortieren und Umbenennen

ist kein Problem, außerdem lassen sich Notizen per Mail

verschicken und in Social Networks posten. Texte bearbeitet man

wie in Word, wer To-do-Listen mag, kann

Kästchen zum Abhaken einfügen. In der

Grundversion ist Evernote kostenlos und bietet

25 MB Speicher. Der kommt spätestens

dann an seine Grenzen, wenn auf Sprachnotizen

und das Anheften von Fotos erweitert

wird. Das Upgrade zu mehr Speicher

ist gegen einen Monatsbetrag möglich. one

»Ein Buch für Träumer«

Paulo Coelho – Aleph (Diogenes)

Hardcover / SPIEGEL Bestseller Platz 3

› Der Inhalt: Möchte ich leben oder reicht es zu

existieren? Was passiert, wenn ich mich für die erste

Option entscheide? Kann ich die Vergangenheit hinter mir lassen?

Fragen, die sich Coelho in seinen Büchern stellt. In Aleph begegnet

ein Schriftsteller in der Transsibirischen Eisenbahn einer jungen Stargeigerin

– und wird mit der dunklen Seite seines früheren Lebens

konfrontiert. Er gerät in ein mystisches Paralleluniversum, in dem

Zeit und Raum zusammenfallen – das »Aleph«, und erkennt seine

Chance, eine alte Schuld zu bewältigen und neu zu beginnen.

› Der Autor: Paulo Coelho, geboren 1947 in Brasilien, ist einer der

meistgelesenen Schriftsteller der Welt. Alle seine Romane wurden

Weltbestseller, die eine unglaubliche Gesamtauflage von 135 Millionen

erreicht haben. Über seinen Roman »Schutzengel« sagte Barack

Obama: »Es drückt sich darin die gleiche optimistische Aufbruchstimmung

aus, die die Pioniere in diese neue Welt gebracht hat

und die unsere Nationen in diesem neuen Jahrhundert als Partner

verbindet. Deshalb glauben wir ihm, wenn er sagt: Mit der Kraft

unserer Liebe und mit unserem Willen können wir unser Schicksal

und das vieler anderer verändern.« Mit seiner Frau, der Künstlerin

Christina Oiticica, lebt Coelho in Rio de Janeiro und Genf.

› Der Spannungsbogen: Ich konnte das Buch kaum aus den Händen

legen. Nicht, weil ich wissen wollte, wie die Geschichte zu

Ende geht, sondern weil ich während des Lesens immer an mein

Leben denken musste. Die Message des Buches: Du kannst alles

ändern, wenn du jetzt eine Entscheidung triffst. Sehr motivierend.

› Das Niveau: Auch an »Aleph« scheiden sich die Geister. Von seinen

Lesern wird Coelho abgöttisch verehrt. Seine Kritiker bezeichnen

die Romane als spirituellen Kitsch. Hate it, or love it! I love it.

› Der Gesprächsfaktor: Coelho spricht die großen Themen an: Liebe,

Selbstverwirklichung, Ängste, Träume. Ich hatte das Glück, ihn

in Genf zu treffen und mich mit ihm zu unterhalten. Er sagte: »Lars,

Runder Elektro-Pop

Monarchy – Around the Sun (7/2011): Heute stellen wir

die eher unbekannte Band Monarchy aus England vor.

Kennengelernt haben wir die Londoner bei einem Auftritt

in der Ukraine. Die Briten machen feinsten Synthie-Pop.

Musikalisch lässt sich Monarchy mit Hurts vergleichen, gepaart

mit der Stimme von Brian Molko (Placebo). Geflasht

wurden wir von der Live-Performance und dem sagenhaften

Einsatz von Gesangseffekten in Form zusätzliche, synthetischer

Stimmen. »Around the Sun« ist eine eingängige und

runde Elektro-Pop-Scheibe. Straighte Beats, starke Hooklines, schöne

Synthie-Melodien und teils sinnentleerte Texte.

Die Nummer »Maybe I‘m crazy« geht nicht aus

dem Ohr. Für Ellie Goulding oder Lady Gaga

schraubten die Jungs schon Remixe. Auf der

Bühne tragen die Fünf schwarze Anzüge und

weiße Masken. Monarchy zeigen, dass man in

England etwas von eingängiger Pop-Musik und

der dazugehörigen Visualisierung versteht.

Für den streifzug gehört von …

NEOH. Die junge Band aus Gießen macht ehrliche Rock-

Musik. Seit Gründung 2009 blicken die fünf 20-Jährigen

auf Konzerte mit Wir sind Helden, Juli, ChulchaCandela,

The Hives und vielen mehr zurück. Seit 2010 sind sie Fördermitglied

der VW Soundfoundation. Im Januar 2012

erscheint ihr erster Tonträger. ww.neohonline.de

was immer passiert, folge deinen Träumen und

folge der Liebe. Wenn du den richtigen Weg

einschlägst, wird das Universum auch alles tun,

um dich zu beschützen.«

› Die Leseprobe: »Vielen Dank, dass Sie Ihre Geschichte mit Menschen

geteilt haben, die Ihnen vollkommen fremd waren. Wenn

ich Ihnen einen Rat geben darf: Widmen Sie jeden Morgen, wenn

Ihr Geist noch leer ist, dem Göttlichen etwas Zeit. Die Luft enthält

eine kosmische Kraft, für die jede Kultur einen anderen Namen hat,

aber der Name ist unwichtig. Es kommt darauf an, zu tun, was ich

Ihnen jetzt sage. Atmen Sie tief ein, und bitten Sie, dass die Gnade,

die in der Luft enthalten ist, in Ihren Körper eindringt und sich auf

jede einzelne Zelle verteilt. Atmen Sie langsam aus, und übertragen

Sie die Freude und den Frieden auf Ihre Umgebung. Wiederholen

Sie das zehnmal. Damit werden Sie sich selber heilen und so auch

zur Heilung der Welt beitragen.« – »Was wollen Sie damit sagen?« –

»Nichts. Versuchen Sie es. Dann werden sich Ihre negativen Gefühle

für die Liebe ändern. Lassen Sie sich nicht von einer Kraft zerstören,

die eigentlich in unsere Herzen gelegt wurde, um alles besser

zu machen.«

› Must-have: Facebook und Twitter. Coelho, der sich als Internetjunkie

bezeichnet und mehr Follower hat als Madonna, ist jeden Tag

online und postet viel Privates aus seinem Leben. Check him out!

› Das Buch ist genau richtig für … Träumer.

Für den streifzug gelesen von …

Lars Amend (33). Sein erstes Buch »Bushido« landete 2008

auf Platz 1 der SPIEGEL Bestsellerliste und wurde von

Bernd Eichinger verfilmt. 2009 folgte »Rock Your Life« mit

Rudolf Schenker und einem Vorwort von Paulo Coelho.

Sein aktuelles Buch »Mit einem Bein im Modelbusiness«

mit Mario Galla ist im Herbst 2011 erschienen. Der Autor,

aufgewachsen in Langgöns, lebt in Berlin.

10 streifzug 2/2012


www.harmonyfm.de

Gießen 102,0 • Wetzlar 101,3

Alsfeld 94,1


RAMPENLICHT

Die Frau

von der Börse

Sie ist das Börsengesicht von N24: Korrespondentin Franziska Schimke aus Lollar-Odenhausen

erklärt dem Fernsehzuschauer tagesaktuell alles wichtige über DAX, Euro-Krise und

erklär Ratingagenturen. Die 29-Jährige hatte eigentlich Neuere Deutsche Literatur und Medien

sowie Amerikanistik in Marburg studiert und landete beim Sender Deutsches Anleger

Fernsehen (DAF), der wiederum als Dienstleister für N24 tätig ist. Der streifzug hat mit der

gebürtigen Thüringerin über ihren Job vor der Kamera, die Gier in der Gesellschaft und ihre

Tiere als Ausgleich gegenüber der Fernseh-Make-up-Welt gesprochen.

12 streifzug 2/2012

Foto: DAF


RAMPENLICHT

Wie kommt man als Literaturwissenschaftlerin

zum Börsenfernsehen?

FS: Nach verschiedenen Praktika kam der

entscheidende Anruf als ich auf meinem

Pferd saß. Ich hatte während meiner Zeit

als freie Mitarbeiterin bei

Rhein-Main TV jemand

kennengelernt, der zum

Deutschen Anleger Fernsehen

ging und dort

suchte man einen Videojournalisten.

Einen Monat später habe ich

dort hinter der Kamera angefangen.

Sie berichten über das Börsengeschehen

ohne klassische Ausbildung in Wirtschafts-

und Finanzfragen?

FS: Ich habe mich in die Thematik reingearbeitet

und irgendwann hat man gedacht,

die macht gute Arbeit. Nur sah ich mit 25

für eine Börsenreporterin viel zu jung aus.

Also hat mein Arbeitgeber gesagt, die

schminken wir seriöser.

Was macht eine Börsenkorrespondentin

genau?

FS: Wir versuchen, dem Bürger zu erklären,

was da eigentlich läuft. Er soll verstehen,

warum der DAX steigt und fällt, beziehungsweise

die Aktie x steigt oder fällt. Ich

bin kein Analyst und habe dadurch eine

neutrale Perspektive.

Sie sind reine Moderatorin, die ihre Texte

selbst schreibt?

FS: Absolut. Ich komme je nach Schicht

ins Studio und habe dann Zeit, mich zu

schminken, mich sendefertig zu machen

und zu recherchieren. Und dann geht es

los. Verständlichkeit in meiner Berichterstattung

hat oberste Priorität. Das soll die

80-jährige Oma vom Dorf genauso verstehen

wie der Bankmitarbeiter.

Wie hat die Familie auf den Job reagiert?

FS: Die Familie fand das toll. Oma und

Opa sind natürlich die treuesten Zuschauer.

Allerdings werde ich sofort von

Verwandten angerufen, wenn ich an

einem Tag nicht zu sehen bin. Die fragen

dann, ob ich krank bin oder Urlaub habe.

Generell kann man sagen, dass es ein Job

wie jeder andere ist. Aber wenn man

täglich vor der Kamera steht, wird diese

Präsenz natürlich zum Gesprächsthema im

Freundeskreis und das Privatleben wird

beeinträchtigt.

Inwieweit ist das unangenehm für Sie?

FS: Ich liebe die Anonymität, wenn ich in

Gießen bin. Da erkennt mich niemand.

Deswegen gehe ich hier gerne abends

»Die Euro-Zone ist ein

Start-up-Unternehmen«

weg. Das kann ich in Frankfurt so nicht machen.

Wenn ich in der Apfelweinkneipe sitze,

werde ich oft gefragt, ob ich die Frau

von der Börse bin. Kurze Zeit später wird

dann um ein gemeinsames Foto gebeten.

Einerseits erfreulich,

wenn man die Anerkennung

bekommt, aber

man ist ja auch noch ein

Mensch ohne Börse.

Beschreiben Sie mal die Stimmung an der

Frankfurter Börse.

FS: Das ist eine total spannende Stimmung.

Leute, die zum ersten Mal da reinkommen

sagen allerdings: Mensch ist das klein. Das

sieht im Fernsehen viel größer aus. Es ist

eine sehr freundliche Atmosphäre und hat

überhaupt nichts mit Versnobtheit irgendwelcher

Banker zu tun. Da arbeiten Menschen

wie du und ich, die alle ihre Familien

haben.

Aber ist es nicht so, dass viele Menschen

die Börse mit Finanzkapitalismus und

Hedgefonds verbinden und sie eigentlich

einen schlechten Ruf genießt?

FS: Einen absolut schlechten Ruf. Es gibt

ja viele Demonstrationen von Organisationen

wie attac oder der Occupy-Bewegung,

die auch alle ihre berechtigten Anliegen

haben. Aber die da drinnen sind ja nicht

die Abzocker. Das sind die an der ganz anderen

Leitung.

Warum verbindet der Normalbürger

Negatives mit der Börse.

FS: Ich glaube, weil man das nicht so packen

kann. Das Börsenwesen ist nicht so

greifbar. Der Arzt heilt, der Bäcker backt,

die Putzfrau putzt und bei uns wird mit

Aktien gehandelt. Das ist schwer verständlich

für die breite Masse und das Ganze im

Finanzwesen wirkt mystifizierend.

2011 war ein Jahr, in dem sich in der

Euro- und Schuldenkrise so viel entwickelt

hat, dass der Normalbürger wirklich

nicht mehr mitgekommen ist. Wie haben

Sie das letze Jahr an der

Börse erlebt?

FS: Es war ein sehr turbulentes

und mit einem

Minus von 15 Prozent

sehr verlustreiches Börsenjahr.

Es war sehr hektisch.

Permanent wurden Rettungsschirme

aufgespannt und ab Mitte des Jahres ging

es richtig in die Vollen. Aber was sich da

abgespielt hat, ist nicht der Normalzustand.

Was da ablief, lässt sich ganz gut mit dem

Begriff politische Börse auf den Punkt

»Beim Mikrowellenkauf

vergleicht man ja auch«

bringen. Das heißt, es war großenteils nicht

erklärbar, warum es genau hoch und wieder

runter ging.

Die Politik ist derzeit damit beschäftigt,

Fehler wiedergutzumachen, die bei der Einführung

des Euro begangen worden sind.

FS: Ich vergleiche die Euro-Zone immer

mit einem Start-up-Unternehmen. Das war

eine super Idee. Man hat den Gemeinschaftssinn

aufgegriffen und daraus ein

Konzept mit 20 Mitarbeitern gemacht. Auf

einmal sind es aber 80 Mitarbeiter geworden

und die Struktur passt nicht mehr.

Genau das ist der Euro-Zone passiert. Jetzt

muss man dieses Start-up-Projekt auf einen

viel größeren Rahmen erweitern. Das

braucht Zeit, aber die Börse will eine sofortige

Lösung. Die Privatinsolvenz dauert

auch sieben Jahre. Wie soll denn Europa

morgen schuldenfrei sein?

Dennoch gibt es ja den Vorwurf, man

habe damals den zweiten vor dem ersten

Schritt gemacht und eine politische Union

wäre eigentlich unerlässlich für eine gemeinsame

Währung gewesen.

FS: Damals konnte man vieles noch nicht

absehen. Genau das Problem haben viele

Start-ups, dass sie den Entwicklungen

hinterherhinken, weil alles zu schnell auf

die Beine gestellt wurde. Ich würde das

nicht als Fehler bezeichnen, weil der

Grundgedanke super ist. Geduld ist jetzt

gefragt und man sollte nicht übereilt

irgendwelche Reformen beschließen.

Der Grundgedanke des Euro war jedoch,

dass die Stabilitätskriterien eingehalten

werden müssen. Also wurde getrickst?

FS: Natürlich. Ist nicht Deutschland auch

viel zu verschuldet? Da haben wir uns

schon alle ordentlich reingemogelt. Weil

aber der Grundgedanke der Euro-Zone so

schön ist, halten alle still. Nur ab und zu

läuft der Kopf dann mal rot an.

Ein großes Thema war 2011 die Lage in

Griechenland. Wie beurteilen Sie die aktuelle

Situation? Eine

Pleite ist wieder denkbar.

FS: Griechenland ist aktuell,

Italien ist aktuell,

Ungarn ist aktuell. Jedes

Kind kann so einfach die

Europakarte lernen, indem es die Finanzkrise

verfolgt. Es gilt, eine Lösung zu finden

und nicht zu sagen, ihr fliegt jetzt aus der

Euro-Zone. Das ist definitiv nicht die Lösung.

Aber als das mit Griechenland hochkochte,

kamen auch die Experten zu uns

2/2012 streifzug 13


Der DAX steht bei 6133 Punkten und

Franziska Schimke plaudert los. Voller

Begeisterung erzählt sie im Interview in

einem Gießener Lokal von ihrem Job an

der Frankfurter Börse. Schnell wird klar,

dass die 29-Jährige das Herz auf der Zunge

trägt, wie man so schön sagt. Temperamentvoll

gelingt es ihr, über Themen zu

sprechen, von denen die meisten Bürger

schon lange die Nase voll haben: Euro-

Krise, Staatsverschuldung, Gipfeltreffen

der führenden europäischen Politiker.

Erfrischend geht es zu, nicht nur, weil

Schimke eine Kirschsaft-Schorle trinkt. Der

DAX steigt und fällt auch wieder – analog

zur ihrem Gemütszustand, wenn sie auch

einmal nachdenklichere Töne anschlägt,

beispielsweise über fahrlässiges Anlegerverhalten.

Wenn die Börsenkorrespondentin aus

Odenhausen um 4.17 Uhr in den Zug

nach Frankfurt steigt, ist Frühschicht angesagt.

»Wenn ich so um 5.30 Uhr ins Studio

komme, bleiben mir etwa eineinhalb

Stunden für Make-Up und Recherche«,

erzählt die 29-Jährige über ihren Tagesablauf

und ergänzt: »Um 7 Uhr ist Sendebeginn

mit einem Ausblick auf das Börsengeschehen

des Tages.« Eigentlich wollte

die gebürtige Thüringerin aus Jena Tierärztin

werden. Genau wie ihre Mutter und ihr

Vater, der aus der DDR flüchtete als sie

drei Jahre alt war und später an der

Gießener Uniklinik eine Professorenstelle

bekam. Mutter und Tochter stellten einen

Ausreiseantrag und kamen 1987 nach

Gießen, zwei Jahre vor dem Fall der Mauer.

Schimke besuchte bis zur Klasse 10 die

Liebig-Schule und machte ihr Abitur in

den USA. In Dodge City (Kansas) legte sie

das Highschool-Diplom ab und ließ es

sich nach der Rückkehr in Deutschland als

Allgemeine Hochschulreife anerkennen.

Begeistert war Schimke vom Leben in der

Cowboystadt schon allein wegen ihrer

Tierverrücktheit, erzählt sie uns.

Nach dem Studium in den Fächern Neuere

Deutsche Literatur und Medien sowie

Amerikanistik in Marburg absolviert die

begeisterte Hobbytaucherin (sie bevorzugt

diesbezüglich Ägypten und Kroatien

als Reiseziele) einige Praktika in der Medienbranche,

sowohl im Printbereich als

auch in der TV-Landschaft. Beim Deutschen

Anleger Fernsehen ist Schimke seit

fünf Jahren angestellt, fast solange, wie es

den Sender überhaupt gibt.

Wenn Schimke nicht an der Frankfurter

Börse vor der Kamera steht, kümmert sie

sich meist um Pferd Max und Bullenkälbchen

Urmel auf einem Hof in Krofdorf.

Über ihren ehemaligen Lio-Schulfreund

und heutigen Nationalspieler Konrad

Wysocki hat sie die Leidenschaft zum Basketball

entdeckt. Als Fan der Gießen 46ers

verpasst sie kaum ein Heimspiel. Ihre

ländliche Heimat mag sie nicht missen,

wie sie uns zu Protokoll gibt: »Aus Mittelhessen

ziehe ich nicht weg.« Da ist es bereits

18.02 Uhr und der DAX in Frankfurt

hat mit 6152 Punkten geschlossen.

ins Studio und diskutierten nach dem Motto:

Wie sollen wir das denn schaffen? Wir

haben aber alle keine Glaskugel.

Um die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen

wurde ein Gipfeltreffen nach

dem anderen abgehalten. Die Abfolge war

dann meist so, dass am Sonntagabend Beschlüsse

gefasst werden mussten, bevor

zum Wochenstart die asiatischen Börsen

öffneten. Was geht da an solch einem Wochenende

in Ihnen vor.

FS: Man guckt am Sonntagabend schon

noch mal in die Nachrichtenlage rein. Die

Börse in Tokio ist für uns ein guter Stimmungsindikator,

bevor es dann losgeht.

Den ganz großen Ausschlag im DAX sieht

man aber meist nur mitten am Tag, wenn

irgendeine Meldung kommt. Deshalb werden

die Gipfel so gerne am Wochenende

abgehalten, damit die Experten eine gewisse

Vorlaufzeit für eine beruhigende Stellungnahme

haben. Zu beschwichtigen ist

an der Börse nämlich ganz wichtig.

So eine Meldung könnte dann sein, dass

Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit von

Ländern herabstufen.

FS: Ja, die Ratingagenturen haben eine

wahnsinnige Macht.

Zu Recht?

FS: Sie haben sicher ihren Sinn und Zweck

und auch eine Daseinsberechtigung. Ob

sie so ins Gewicht fallen müssen, ist die

große Frage. Sie müssen sich ihrer ungeheuren

Macht auch bewusst sein, denn natürlich

steigt und sinkt der DAX sofort,

wenn die Bonität bleibt oder sinkt. Entscheidend

ist natürlich auch, wann die Ratingagenturen

ihre Schritte bekannt geben.

Vor der Schulden- und Euro-Krise gab es

die Bankenkrise. Viele Anleger haben damals

Geld verloren. Wie legen Sie Ihr

Geld an?

FS: Ich bin ein absolut konservativer Anleger.

Natürlich werde ich auch von vielen

Verwandten angesprochen, ob ich einen

Ratschlag hätte. Zum einen sage ich dann,

dass du das Geld, das du anlegen willst

nicht brauchen darfst und wenn es weg ist,

darfst du nicht weinen. Zweiter Punkt: Familie

xy will sich eine Mikrowelle kaufen.

Drei Tage lang wird dann in sämtliche

Elektromärkte gerannt und verglichen:

Franziska Schimke im Türmchen: Sie ist gerne in Gießen unterwegs.

Foto: Buseck


RAMPENLICHT

Effizienzstromklasse, Drehteller/kein Drehteller,

hat das Ding die richtige DIN-Norm?

Aber wenn es um die 20000 Euro geht, die

sich der Papa mühselig angespart hat?

Dann geht man zum Herrn Meier von dem

Finanzinstitut seines Vertrauens und sagt,

was machen wir denn damit? Und dann

sagt Herr Meier, ich hab da ein ganz tolles

Produkt, wie wär es? Die Antwort der

Familie: Na klar, wir geben euch das ganze

Geld – ohne zu vergleichen.

Warum macht jemand so etwas?

FS: Weil man Angst davor hat, sich mit

einer solchen Geschichte auseinanderzusetzen.

Weil es einfacher ist, ein Rating auf

dem Elektrogerät zu lesen, als sich vernünftig

mit dem Finanzkonstrukt zu beschäftigen.

Man lässt sich da gerne eine Geschichte

erzählen, weil es bequemer ist.

Und Rendite lockt.

Die Gier ist also der Antrieb?

FS: Ja, jeder will mehr. Das sagt unsere

Gesellschaft ja auch. Wenn ich bei einem

Finanzprodukt am Ende des Jahres 300 Euro

mehr habe, sagt vorher niemand nein,

wenn es mir da als fantastisch versprochen

wird. Bei dem Punkt, ob das Versprechen

gehalten werden kann, stehen aber meiner

Meinung nach auch die Anleger in der

Pflicht.

20 Jahre nachdem sich der Kapitalismus

gegen den Sozialismus durchgesetzt hat

werden vermehrt Stimmen laut, die den

Kapitalismus als das richtige System infrage

stellen. Was meinen Sie?

FS: Ich glaube, dass es uns in diesem

System sehr gut geht. Der Kapitalismus hat

solange seine Berechtigung, solange er

gerecht ist. Und diese Gerechtigkeitsfrage

muss jeder für sich selbst beantworten.

Es wird philosophisch…

FS: Es wird total philosophisch. Aber mein

Problem zurzeit ist, dass ich kein Philosoph

und kein Politiker bin, sondern Korrespondent.

Ich gebe eigentlich nur das Geschehen

wieder. Aktuell sind wir aber Politikjournalisten,

Philosophen und Seelentröster.

Und wir müssen in die Zukunft schauen.

Und da kann ich nur sagen: puh.

Wenn so viele Krisen

hintereinander folgen

spricht man auch gerne

allgemein von einer

Vertrauenskrise. Ist das

Vertrauen weg?

FS: Mir fehlt ein bisschen das Bodenständige.

Der Bürger wird schnell dazu verleitet,

»Gesundheit kann kein

Geld der Welt ersetzen«

Kälbchen Urmel bringt Franziska Schimke auf andere Gedanken.

in die Welt der vielen Nullen abzugleiten.

Dabei geht meiner Meinung nach das

menschliche, das ganz einfache verloren.

Wir müssen gesund sein und das kann uns

kein Geld der Welt ersetzen.

Sie wollten eigentlich

Tierärztin werden.

Bereuen Sie etwas?

FS: Nein, an der Börse ist es total spannend,

und der Job macht mir sehr viel

Spaß. Meinen Traum mit

den Tieren lebe ich

heimlich still und leise,

indem ich ja mein Pferd

Max und mein Bullenkälbchen

Urmel habe.

Das Finanzfernsehen hat

ja auch den Vorteil, dass jede Falte einen

erfahrener und vertrauensvoller macht.

»Diese Ruhe auf dem

Land ist doch herrlich«

Foto: Langer

Würde ich Lifestyle und Boulevard moderieren,

wäre mein Gesicht nach zwei Jahren

versendet.

Die Tiere sind Ihr Ausgleich?

FS: Die Börse ist ein Raum

ohne Fenster. Und wenn

ich auf dem Hof bin, den

Stall ausmiste und das

Pferd putze, weil es sich im Schlamm gewälzt

hat, dann ist das etwas furchtbar schönes

natürliches. Das Bodenständige, wonach

ich so oft rufe. Das ist auch der Grund,

warum ich weiterhin hier wohne. Diese Ruhe

auf dem Land und durch Wiesen und

Felder zu reiten ist doch herrlich. Etwas ganz

anderes als die Fernseh-Make-Up-Welt. Eine

schöne Mischung. Wenn mir jemand zwei

Wege weisen würde, dann würde ich den

jetzigen wieder gehen. Markus Becker

2/2012 streifzug 15


STADTGESPRÄCH

Let’s KiG it

Aus dem linken Haus dringen afrikanische Trommeln, rechts hört man neben tanzbaren Beats

einen sehr wuchtigen Metalsound, der das Gebäude beben lässt. Während auf den Fluren

gähnende Leere herrscht, ist der Parkplatz in der Netanyastraße im Gießener Europaviertel so

voll, dass schon eine Mittelreihe aufgemacht wurde. Es ist ein ganz normaler Mittwochabend

in den von der Kulturinitiative Gießen (KiG) genutzten ehemaligen Kasernengebäuden – viele

Gießener Musiker sind dort gerade bei den Proben.

Wer sich gefragt hat, warum Gießen im

Vergleich zu anderer Städten dieser Größenordnung

eine so rege Musikszene hat,

findet Antwort auf seine Frage hier im Europaviertel.

Kaum eine andere Stadt bietet

so vielen Bands die Möglichkeit, auf engstem

Raum zu proben und sich auszutauschen.

Erfolgreiche Bands wie Juli oder die Punk-

Ikonen Boxhamsters hatten einst hier ihren

Sitz, Projekte wie Hacienda, das ehemalige

House-Projekt der weltweit erfolgreichen

Produzenten Finger & Kadel wurden über

viele Jahre von der KiG aus gesteuert, der

Beatboxer Scid da Beat und sein Bruder, DJ

Cutsfaster, gelten als Mitbegründer der

deutschen HipHop-Szene. In der KiG wird

also Musikgeschichte geschrieben. Und

auch Nachwuchshoffnungen wie

NEOH oder Reezee sind hier zu Hause.

1996 wurde die KiG als Verein von einer

Hand voll Musiker und anderen Künstlern

gegründet, um den Mangel an Proberäumen

durch die Anmietung eines ehemaligen,

in privater Hand liegenden Kasernengebäudes

zu beheben. Bereits vorher gab

es hier einige wenige Proberäume, die

unter anderem von der heute noch aktiven

Rockcoverband Greyghost genutzt wurden.

Aus 20 Musikern wurden schnell

mehr – und bald benötigte die KiG ein

zweites Gebäude. Heute ist die KIG ein

selbstverwalteter Verein, der sich aus-

16 streifzug 2/2012


STADTGESPRÄCH

schließlich aus Eigenmitteln ohne jegliche

Zuschüsse – Mitgliedsbeiträge und Raumnutzungsgebühren

– finanziert. Das funktioniert,

sagt der Vorsitzende Frank Altmeier,

der schon seit zwölf Jahren im

Vorstand aktiv ist, denn die »Mieten«, die

mit rund 5 Euro pro Quadratmeter eigentlich

mehr Unkostenbeiträge

sind, seien entsprechend

so kalkuliert, dass

man kostendeckend wirtschaften

könne. Es bleiben

also auch noch

Mittel übrig, um gemäß der Satzung das

»kulturelle Interesse und Angebot in der

Stadt Gießen zu wecken und zu erweitern«.

Mit dem alljährlichen Sommerfestival

»Ya Hozna!« und verschiedenen Musik-

Workshops mit Szenegrößen erweitert die

KiG daher auch noch das Kulturangebot

der Stadt.

Die Mitgliedschaft ist allerdings nicht nur

Musikern vorbehalten – auch Theater- und

Tanzgruppen, bildende Künstler, Foto- und

Filmkünstler können die Räume nutzen.

Allerdings: Wer in der KiG einen Raum

mieten und nutzen will, muss Mitglied sein

– auch als Raumuntermieter. Das scheint

jedoch kein Problem zu sein: Zwischen

600 und 700 Mitglieder umfasst die KiG,

die sich auf die 100 Proberäume verteilen

– nahezu jeder Raum ist mindestens doppelt

genutzt, so dass die ehemaligen Kasernengebäude

über 200 Bands und Projekten

ein Zuhause bieten. Unter den

Mitgliedern sind natürlich auch einige passive

Förderer, die die Räume nicht nutzen.

Die meisten Räume sind etwa 13 Quadratmeter

groß, einige messen 27 Quadratmeter.

Vergleichbare Zentren wie die KiG gibt

es nur in Städten wie Frankfurt, Berlin oder

Saarbrücken – dort sind die Probemöglichkeiten

allerdings entweder von privat vermietet

oder durch die Stadt gefördert und

finanziert. Zwar gibt es ähnlich strukturierte

Vereine wie etwa am Berliner Tempelhof

oder im Frankfurter Osthafen, allerdings

findet sich kaum einer, der derartig viele

Proberäume anbieten kann. »Wir könnten

locker noch 50 Räume mehr gebrauchen«,

sagt Vorstandsmitglied Stephan Wagner.

Die Wartelisten sind lang.

Doch welche Bedeutung hat die KiG eigentlich

für die Gießener Musikszene?

Wäre diese auch ohne die KiG derartig

rege? Nein, meinen einige der dort ansässigen

Musiker. Henrik Loos aus Hohenahr,

der zusammen mit Mario »Gonzo« Götzenberger

in der KiG das Tonstudio Big G

betreibt, schätzt besonders die kurzen Wege

und das gute Netzwerk der Gießener

Musiker. »Klar, es kann auch sein, dass du

»Du triffst Leute im Flur

und tauschst dich aus«

fünf Jahre lang nicht weißt, wer dein Proberaumnachbar

ist, weil ihr immer an unterschiedlichen

Tagen probt, aber du triffst

Leute im Flur, tauschst dich aus, kannst bei

anderen reinschauen.«

Das Netzwerk der Musiker untereinander

schätzt auch Florian Neuber, musikalischer

Kopf der Gießener

Nachwuchsband »Reezee«,

der in der zwölften

Klasse ein Praktikum

im Big G absolviert hat

und seitdem selbst –

neben seinem Studium der Medienwissenschaften

an der Universität Marburg – als

Produzent aktiv ist. »Hier kennt jeder

jeden, die Gießener Szene ist groß, aber

nicht so groß, dass sie nicht überschaubar

ist«, sagt er. »Wenn du an was arbeitest,

kannst du auch mal ein paar Türen weitergehen

und jemand anderen nach seiner

Meinung fragen, das ist

»Die Gießener

Musikszene ist groß«

toll.« Den KiG-Vorstand

schätzen beide sehr, »es

ist toll, was die für Workshops

auf die Beine stellen«.

Einen Einfluss auf die Musikszene hat auch

die Gießener Justus-Liebig-Universität, die

am Musikinstitut die Möglichkeit bietet,

Musikpädagogik/-erziehung und/oder Musikwissenschaft

zu studieren. Auch Loos,

der als Gitarrist in Projekten wie Basement

Noise Club und Hacienda die Gießener

Szene mitgeprägt hat, hat einige Semester

dort studiert. Und natürlich finden sich

auch am Institut Musiker zu Projekten zusammen,

die dann in der KiG eine Probemöglichkeit

finden – die Klezmergruppe

Bakad Kapelye etwa hat sich komplett aus

Studierenden des Musikinstituts formiert.

Auch Posaunist Andreas Jamin – gerade in

der regen Gießener Jazzszene, aber auch

im Rock- und Popbereich seit über zehn

Jahren eine feste Größe – kam 1999 zum

Musikstudium nach Gießen und blieb an

der hiesigen Szene kleben. Er selbst

stammt aus Hadamar-Niederzeuzheim nahe

Limburg, eine »Szene« kannte er von

dort nicht. Am Musikinstitut lernte er zusammen

mit seinem Jugendfreund Christian

Keul neue Leute kennen, formierte die

Band Lobotomy Stew. »Du triffst Leute am

Institut, tauschst dich aus, wer welches Instrument

spielt, jammst, und dann steht

die Band«, sagt er. Der Kontakt zur KiG kam

über Schlagzeuger Timo Ickenroth, der bereits

mit einer anderen Band dort probte.

Auch Jamin schätzt das gute und freundschaftliche

Netzwerk

der Musiker – »du lernst

Leute im Flur kennen,

tauschst dich aus und

dann machst du was

zusammen« – Bekanntschaften

mit Bands wie Most Ignored oder

der Peppers-Tributband Mother’s Milk seien

so entstanden. Auf alle Fragen des Musikeralltags

habe jemand eine Antwort – egal,

ob es um eine Grafiksoftware oder eine

Bewerbungsmappe gehe. Lobotomy Stew

gibt es heute nicht mehr – Keul und Jamin

proben aber heute noch mit ihrem aktuellen

Projekt, der Funk-Rockband Captain

Overdrive in der KiG – unter anderem

mittwochabends.

Sabine Glinke

KiG-Gesichter: Florian Neuber (Reezee) und Henrik Loos (Big G).

Fotos: sag

2/2012 streifzug 17


BLICK IN DIE REGION

Die ultimativen

Faschingskostüme

Der streifzug stellt vor: Outfits mit Flirt-, Freibier- und Spaßgarantie…

Bald tanzen sie wieder auf den Tischen

und singen Lieder mit, die man nur einmal

im Jahr ertragen kann. Das ist Fasching! Es

wird gefeiert, getrunken und geflirtet. Dabei

hängt der Flirterfolg in vielen Fällen eng

mit der Kostümwahl zusammen. Wer will

schon gern den 100. Cowboy abschleppen?

Wer küssen will, muss sich etwas einfallen

lassen. Wollt ihr gelten, macht euch

selten! Es lohnt sich – versprochen! Je

extravaganter das Kostüm, desto häufiger

sind kostenlose Drinks, Komplimente und

Küsse. Wir haben nach den Erfolgsaussichten

gefragt und stellen hier die Erfolg versprechendsten

Kostüme vor.

Vicky Pollard: »Aus dem Weg, Pollard muss

pullern!« Vordrängeln in der Toilette, das ist

nur eine von vielen Frechheiten, die man

sich als Vicky Pollard erlauben kann. Pollard

ist einer der Charaktere der britischen TV-

Sketchshow »Little Britain«. Die

Markenzeichen der übergewichtigen Jugendlichen

aus der Unterschicht sind ihr

schneller und sinnfreier Redefluss, der Jogginganzug

und die genervte Stimmung.

Wer in diese Rolle schlüpft, kann sich aller

Klischees bedienen, Leute anpöbeln und

jede Menge Kraftausdrücke verwenden.

»Vicky Pollard war bisher mein abgefahrenstes

Faschingskostüm. Ich konnte mich danebenbenehmen

und es gab dafür auch

noch Komplimente und Freibier«, erzählt

Christian, der im vergangenen Jahr in diese

Rolle geschlüpft war. Nach dem dritten Bier

war Christian durch und durch zur Pollard

geworden. Wenn er Leute anquatschte, so

wie es Vicky getan hätte, gab es oft ein

Freibier. Allerdings nicht ohne Gegenleistung:

»Pollard schenk mir ein Foto, schenk

mir ein Foto mit dir«, grölten die Bierspen-

18 streifzug 2/2012


BLICK IN DIE REGION

derinnen. Wer sich anzieht wie Pollard,

kommt schnell mit Leuten ins Gespräch.

Thema Nummer eins ist das Kostüm. Aber:

Ernst gemeinte Flirts waren aber schwierig,

da Christian extrem geschminkt war und

unter der pinken Trainingsjacke einen Umschnallbauch

trug. Das Kostüm ist im Internet

erhältlich. Dazu gehören: Trainingsanzug,

Perücke und der Umschnallbauch.

Schminke und Accessoires wie Schmuck

und Handschuhe hat er zusätzlich gekauft.

Kostenpunkt: 80 Euro.

Die Glücksbärchis: Frei saufen im Kollektiv,

flirten und knutschen? Alles ist möglich,

sagen die Glücksbärchis, wenn man als die

Titelhelden aus der Zeichentrickserie durch

die Kneipen zieht. Bekannt sind die TV-

Bärchen für ihr ausgeprägtes Helfersyndrom.

Ihre Mission: Sie verbannen die negativen

Gefühle der Menschen. Das gelingt

ihnen, indem sie ihre Glücksstrahlen abschießen.

Das finden die Leute auch an

Fasching toll. Als Tobi im vergangenen Jahr

nicht genügend Geld hatte, zehn Schnäpse

für die »Glücksbärchi-Bande« zu zahlen,

schrie er an der Theke: »Glücksstrahlen

los!«

Der Barkeeper antwortete: »Lass stecken,

geht aufs Haus.« Dass diese Nummer ausbaufähig

ist, merkten die Glücksbärchis

schnell. In den nächsten Kneipen lieferten

sie eine Showeinlage und sangen das

Glücksbärchi-Lied: »Ich möchte ein Glücksbärchi

sein, das wäre wunderbar…« Am

Ende der Performance riefen sie lauthals:

»Freigetränkestrahlen los!« Der Auftritt führte

zum erhofften Erfolg. In vielen Bars

spendierte das Thekenpersonal eine Runde.

»Wir sind auch von vielen Leuten angesprochen

und angeflirtet worden«, erzählt

Tobi, einer der Bärchen. Ein weiterer Pluspunkt:

Mit Gemeinschaftskostüm hat man

mehr Spaß an Fasching. Ihr Outfit hatten

sie sich individuell zusammengestellt. Latzhosen,

Bärenohren, Fliege und Schwänzchen

haben sie im Internet bestellt, und

die Latzhosen gefärbt. Kosten 30 Euro.

Facebook: Für Kurzentschlossene, die trotz

Klausurenphase doch noch schnell auf die

Party wollen, und Sparsame, deren Budget

nicht mehr hergibt, ist das Facebook-Kostüm

ein heißer Tipp. Mit hohem Flirtfaktor,

denn es ist schnell, originell und sexy. Ein

bisschen Handarbeit muss aber schon geleistet

werden: Schneide das Facebook-Logo

»f« aus weißer Pappe aus und nähe es

auf ein enges knallblaues Shirt. Den Ausschnitt

des Shirts darf man gerne erweitern.

Drucke ein Bild des »Like-Buttons« aus und

habe ihn zum Flirten parat. Nach 30 Minuten

war Michelle 2011 verkleidet. Immer

wenn sie auf der Party einen heißen Typen

sah, hielt sie ihm den »Like-Button« vor die

Nase. Diese Anmachtaktik funktionierte.

»Die Männer sind total auf

mein Kostüm abgefahren. Ich hatte

aber auch einen gigantischen

Ausschnitt«, lacht Michelle, die

das Kostüm auf der Party kurzerhand

noch erweiterte. Sobald sie

ein Mann langweilte, drehte sie

ihr Like-Button um. Auf das

Schild hatte sie mittlerweile gekritzelt:Do

not like.

Geisha: »Möchten Sie wissen, wie es um

ihr Glück steht?«, fragte Ninja ein Pärchen.

Beide nicken. »Es kostet nur ein Kölsch«, so

Ninja, die im vergangenen Jahr gemeinsam

mit ihre Freundin Jules als Geishas auftraten.

Die Freikölsch-Masche zog – bis ihr

Glückskeksvorrat aufgebraucht war. »Wir

haben uns mit Glückskeksen eingedeckt,

die wir dann in den Kneipen angeboten

haben. Als Gegenleistung haben wir ein

Kölsch erbeten«, erinnert sie sich. Sobald

sich der erste Gast auf den Tausch eingelassen

hatte, boomte das Geschäft. Geishas

stehen nicht lange alleine. Sie sind ein Hingucker

– und die Jekken scharf auf ihre

Glückskekse. Als die Mädels nicht mehr

trinken konnten, tauschten sie ihre Glückskekse

gegen Wasser, Chips und Kaugummis.

»Das Kostüm ist absolut geeignet zum

Flirten«, bestätigt Ninja, die das Kostüm individuell

zusammengestellt hatte. Ein Kleid

im Geisha-Style hatte sie im Schlussverkauf

erstanden. Die Geisha-Perücke findet man

in jeder Faschingsabteilung. Kostenpunkt

inklusive der vielen Glückskekse »nur«

35 Euro.

Bad Taste: Ein Kostümklassiker, der nur

einen Griff in die Kleiderkiste entfernt ist.

Die schrecklichsten Klamotten, die man im

Schrank oder auf dem Speicher findet, sind

gerade gut genug. Hässliche Trainingshose,

Shirts mit Mangaprint, ausgelatschte

Turnschuhe, alte

Kleider

der Oma,

Perücken,

glänzende

Leggins,

Blumenprint

und

hässliche

Farben. Es

gibt nur eine

Regel: Nichts

darf zusammenpassen.

Pluspunkt:

Über

Bad-Taste-Outfits

wird gerne

gelacht, und

wer die Lacher

auf seiner Seite hat, knüpft schnell Partybekanntschaften.

Besonders gut kommen

nach wie vor Männer in Frauenkleidern an.

Das merkte auch Christoph im vergangenen

Jahr, der sich einen Berg alter Socken

in einen BH gestopft hatte. Kaum jemand

kam an einem Busengrapscher vorbei. Mit

einem lockeren Spruch bringt man die Partypeople

zum Lachen und ist plötzlich mittendrin

im bunten Treiben. Kostenpunkt: 0

Euro. Manchmal tut es eben auch ein Griff

in die Kleiderkiste.

Stefanie Vasa

Ausgewählte Faschingstermine

aus Stadt und Land, die Sie

auf keinen Fall verpassen sollten,

finden Sie in unserem Veranstaltungskalender

auf der Seite 32.

2/2012 streifzug 19


UNTERWEGS

»Café Wolke«

Wolkengasse · 35390 Gießen · Telefon 0641/971 7727

20 streifzug 2/2012

Fotos: Schepp

Mit der »Pizza Wolke« verschwand vor

einigen Wochen nicht weniger als eine

Institution der Fußgängerzone aus dem

Gießener Stadtbild. Passanten, Verkäufer

und Anwohner zog es regelmäßig zum

Straßenverkauf von Hamitreza Souri in die

Wolkengasse. Jeglicher Luxus ging dem Imbiss

ab. Doch großer Geschmack, kleiner

Preis und stets ein herzliches Wort des Betreibers

wussten zu überzeugen. Sogar an

kalten Wintertagen war es zu den Stoßzeiten

schwer, einen der wenigen Sitzplätze

unter dem schmalen Überdach zu ergattern.

Seit einigen Wochen bleiben die Rollläden

der »Pizza Wolke« geschlossen.

Doch dies soll kein Nachruf sein. Denn mit

dem »Café Wolke« eröffnete Hamitreza Souri

nun ebenfalls in der Wolkengasse einen

Nachfolger, nur wenige Meter vom ehemaligen

Imbiss entfernt. Die Geschichte hinter

dem Neubeginn ist rührend: Schadman Souri,

der Sohn des ehemaligen Betreibers der

»Pizza Wolke«, hatte zuvor als gelernter Barmann

und Barista an den unterschiedlichsten

Ecken der Welt gearbeitet. Nur eben

nicht bei seinem Vater in Gießen. Ein Zustand,

der dem familienbewussten Gastronomen

nicht so recht gefallen wollte. »Also

hat mir Papa die Möglichkeit gegeben, mit

ihm zusammenzuarbeiten«, erklärt der

Nachwuchs heute. Zusammen machten sie

sich an die Planung dessen, was heute das

»Café Wolke« ist. Die Athmosphäre ist mit

warmem Licht und gemütlichen Sesseln einladend,

ohne dabei in den Einheits-Chic

moderner Bars und Cafés zu verfallen. »Wir

hatten keinen Innenausstatter. Die meisten

Ideen kommen von Papa. Neben dem Backen

ist das sein großes Talent«, lächelt

Schadman Souri. Auch die Umsetzung übernahmen

Vater und Sohn selbst. »Es war teils

nervenaufreibende Arbeit. Aber es hat sich

auch menschlich gelohnt, denn so was

schweißt zusammen.«

Nicht nur äußerlich hat sich im Vergleich zur

»Pizza Wolke« einiges getan: So haben die

Betreiber auch am Angebot manches verändert.

»Das Hauptaugenmerk liegt nun auf

Getränken. Bald wollen wir den besten

Kaffee der Stadt servieren. Für die Maschine

sind wir durch halb Europa gereist«, sagt

Schadman Souri. Doch keine Angst: Auch

die berühmte Pizza des Vaters wird es

weiterhin geben. Natürlich auf Wunsch zum

Mitnehmen. Zwar ist sie nun einige Cent

teurer geworden, dennoch sind Preise von

3,90 Euro bis 4,50 Euro in der Gießener

Innenstadt weiterhin ungeschlagen. Flammkuchen

und Salate sollen das Angebot

ergänzen.

Und natürlich die Kuchenvariationen. Die

Idee geht zurück auf die Herkunft von

Hamitreza Souri. »Ich hatte eigentlich gar

nichts mit Pizzen zu tun, bevor ich 2008 den

Imbiss übernommen habe«, erinnert er sich

an die Anfänge der »Pizza Wolke« und seine

ersten Schritte als Gastronom in Deutschland.

Die Idee zu dem, was mit den Jahren

zu einer festen Größe in der Fußgängerzone

wurde, sei damals eher aus der Not heraus

geboren worden, hatte er doch zuvor in

einer Konditorei im Iran gearbeitet. Daher

nun auch das Kuchenangebot auf der Speisekarte.

Und auch die Berufserfahrung des

Sohns blieb bei der Konzeption des »Café

Wolke« nicht unbeachtet: Schadman Souri

kann sich als gelernter Barmann nun abends

bei den Cocktails austoben. Das Angebot ist

reichhaltig und bezahlbar. Entsprechend

wurden auch die Öffnungszeiten des Lokals

angepasst: Während sich die »Pizza Wolke«

als reiner Imbiss noch an den umliegenden

Läden orientierte, lädt der Nachfolger nun

bis zum späten Abend auf ein Gläschen ein.

Und so verschwindet zwar das einzigartige

Flair der »Pizza Wolke« aus dem Stadtbild,

doch die große Herzlichkeit der Betreiberfamilie

bleibt der Fußgängerzone erhalten.

Dazu gibt es mehr Gemütlichkeit und eine

größere Auswahl. Das »Café Wolke« hat das

Zeug zu einer neuen Institution in Gießen.

Florian Dörr

Im Überblick

Sitzplätze: 65 im Restaurant,

zukünftig knapp 130 vor der Tür

Küche: Internationale Küche

Spezialitäten: Pizza, Flammkuchen,

Cocktails

Öffnungszeiten: Mo. bis Do.: 9 bis

23 Uhr; Fr. bis Sa.: 9 bis 1 Uhr;

So.: 11 bis 19 Uhr

Küche ★★✩✩

Ambiente ★★✩✩

Service ★★★✩

Preise U


UNTERWEGS

… auf den Fanmeilen

Schwarz-Rot-Gold mit Stil: Fashion meets EM

Die Idee wurde schon während der Fußball-WM 2010 geboren. »Die Euphorie in Deutschland war

groß, jeder wollte sich patriotisch in Schwarz-Rot-Gold präsentieren. Dabei ist mir aufgefallen, dass es

kein wirklich cooles Fan-T-Shirt gibt. Weder mit kreativem Design, noch mit modernem Schnitt«, erzählt

Philipp Reuter. Der Ex-Bundesligahandballer des TV Großwallstadt, der nun in der Schweiz aktiv

ist, will mit seinen Shirts, »den Leuten die Möglichkeit geben, unsere Farben modern und kreativ zu

präsentieren« und hat anlässlich der EM 2012 mit dem Modelabel Shotsunite ein Shirt entwickelt,

dass sich durch die künstlerische Darstellung der Deutschlandflagge vom herkömmlichen Fan-Shirt

abhebt. Das moderne Design im Vintage-Look und der hohe Tragekomfort (100% Baumwolle) machen

das Shirt zu einem Streetwear-Produkt, das man nicht nur während der Spiele tragen kann.

Reuter ist auch vom Erfolg der DFB-Auswahl überzeugt. Deswegen auch das Motto der Facebook-

Fanpage: »Deutschland gewinnt die EM, und ich sehe dabei auch noch gut aus!« Das Shirt gibt es ab

März für Damen und Herren (35 Euro inkl. Versandkosten). Verkauft wird auf www.nutrotec.com.

…im »neuen« Downtown

Techno-Sound von Knall Körper Kontakt

Das hat Gießen noch nicht gesehen und nicht gehört. Am 27. Januar im Greenhill Skateshop und

am 24. Februar im »neuen« Downtown starten der Gießener Philipp Triebel und seine Kollegen

von Knall Körper Kontakt ein neues Live-Projekt. »Es geht dabei um Musik, nicht um Party«, sagt

der 18-Jährige, der beim Live-Gig im Downtown von Yuma (Monza, Ponyhof) aus Frankfurt

unterstützt wird. Im Greenhill wird es zudem eine Kunstinstallation von Fence geben. Der Techno-Sound

von Knall Körper Kontakt ist jung und frisch. »Wir spielen das coole Zeug aus den

Großstädten. Für Gießen sind das ganz neue Klänge«, sagt Triebel über die neue Reihe des

Künstlerkollektivs, die den Titel »live« trägt. »Es wird keine Party zum Ausrasten, sondern ein entspannter

Abend, mit Musik im Mittelpunkt«, sagt der Schüler. So erklärt sich auch die Anfangszeit.

Beide Veranstaltungen beginnen um 19 (Ende 23 Uhr). Das Konzert wird per Videostream

im Internet übertragen. Der Eintritt ist frei, der Besuch absolut empfehlenswert. Das verspricht

auch Frank Loth von Greenhill: »Die Jungs sind jung und geil, und so ist auch ihre Musik«.

…in den CD-Regalen

NEOH vor dem Durchbruch?

Mittelhessen ist ein Talentschuppen für Musik. Das beste Beispiel derzeit: NEOH. Die fünf jungen

Musiker, die aus Gießen und Umgebung stammen, haben gerade ihre erste EP veröffentlicht. Sie

trägt den Titel »Auf Ewigkeit«. So wie NEOH es in »König auf Lebenszeit« singen, so fühlen sie sich

gerade: Kein Weg ist zu weit, um das große Ziel zu erreichen. Die Band arbeitet an ihrem Durchbruch.

Seit zwei Jahren spielt die Gruppe mit Frontfrau Fee Mietz, einer facettenreichen Sängerin.

Sie schreibt die Texte, in denen es um Liebe, Zwischenmenschliches und spontane Gefühle geht.

So bunt wie das Cover der aktuellen EP ist auch die Band. Moritz Bonica (Bass)und Hannes Grygar

(Schlagzeug)geben den Takt an. Markus Cebulla und Matthias Bender ergänzen sich an den

Gitarren. Ihre Musik soll für die Jungmusiker kein Hobby bleiben, denn Musiker sein, das ist ihre

Berufung. Dass der Weg zum Ziel durchaus mühsam sein kann, wissen die Gießener. »Doch jeder

Weg hat seine Steine, die man übersehen kann«, das singen sie in einem der fünf neuen Songs.

»Es ist gerade wie bei einem großen Puzzle, wir sortieren den Rand aus. Bis das komplette Bild

steht, das dauert«, erklärt Cebulla. Die EP ist ein weiterer Schritt: »Sie ist eher gediegen, richtig abgehen,

das machen wir live«, sagt Bender und fügt an: »Man soll uns hören«. Anna Lischper

2/2012 streifzug 21


AUSLESE

Zettel auf dem Boden

»Ich würde dir helfen, eine Leiche zu verscharren, wenn's nicht meine

ist.« Die Songtexte von Niels Frevert, der am 11. Februar um

21 Uhr im Ulenspiegel auftritt, sind gespickt mit kleinen Juwelen.

Nach nur drei Jahren erschien Ende letzten Jahres das vierte Soloalbum

des Singer-Songwriters. Eine kleine Sensation, bezeichnet sich

der Hamburger doch selbst als Typ, der für das Verfassen seiner Texte

mindestens so lange braucht, wie ein Eichhörnchen für eine Erdumrundung.

»Zettel auf dem Boden« heißt das neue Werk. Gemeint

sind jene Papierchen,

die Menschen mit

Nachrichten versehen

und für ihre Lieben in

der Wohnung liegen

lassen. Anders als

gewohnt singt Frevert

dabei kaum noch über

Innenansichten, sondern

richtet seinen Blick

nach draußen auf Land

und Leute. Das Herz

jedes Stücks bilden

Akustikgitarre oder

Klavier. Dazu kommen

seine Texte mit ihren

kleinen Juwelen.

Gospel aus New York

Die musikbegeisterten Sängerinnen und Sänger aus den USA präsentieren

nicht nur leidenschaftlichen Gospel auf höchstem Niveau, sondern

garantieren Begeisterung

und

Ausgelassenheit an

einer Art der Kirchenmusik,

die vor Energie

und Lebensfreude

sprüht. Am 15. Februar

gastiert die stimmgewaltige

Truppe um

20 Uhr in der Petruskirche

in Gießen.

GLANZ-

LICHTER

DES MONATS

Kult im Quadrat

Das Zitat geistert seit einiger

Zeit durchs Internet:

»Es gibt in Deutschland

zwei Sorten

Mensch: Die einen haben

noch nie das Vollplaybacktheater

gesehen.

Und die anderen

sind Fans.« Als die Combo

in den 1990er Jahren

begann, Hörspiele lippensynchron

auf die

Bühne zu bringen, wurde

sie noch milde belächelt. Heute ist das Vollplaybacktheater

Kult, Karten für ihre Auftritte sind heiß begehrt. Mit ihrem

aktuellen Programm bringen die sechs Schauspieler ein

Stück auf die Bühne, dem ein gewisser Kultfaktor ebenfalls

nicht abzusprechen ist: »Die drei ??? und die schwarze Katze.«

Am 12. Februar um 20 Uhr gibt’s das ganze im Audimax

zu sehen. Die drei Detektive Justus Jonas, Peter Shaw und

Bob Andrews aus Rocky Beach haben inzwischen die Erfahren

von weit über 100 Episoden auf dem Buckel. Doch das

Vollplaybacktheater lässt die Protagonisten der Hörspielreihe

völlig neu erscheinen.

Club der jungen Dichter

Der Ostseeraum bildet die Kulisse für Gregor Sanders neue Erzählungen. Große Geschichten

von wortkargen Seebären, desillusionierten Künstlern oder angebeteten Frauen verpackt

der junge Autor aus Schwerin in kleiner Form. Am 2. Februar liest er in den Marinestuben.

Los geht’s um 19 Uhr. So unterschiedlich die Geschichten seines Erzählbands

»Winterfisch« auch sein mögen, sie haben doch alle etwas gemeinsam: Sie erzählen von

Sehnsüchten nach geliebten Menschen, nach einem freien Leben oder nach dem einfachen

Gefühl, verstanden zu werden. Sanders Erzählungen wirken karg, fast verschwiegen.

Wie die Leute, wie die nördliche Landschaft. Mit wenigen Strichen zeichnet der Autor

Schicksale, die unter die Haut gehen. Die Titelerzählung »Winterfisch« wurde 2009 mit

dem 3sat-Preis ausgezeichnet.

22 streifzug 2/2012


AUSLESE

Mehr als ein toller Name

Eva Croissant. Das klingt nach: »Hallo Welt, hier bin ich!« Doch die 20-jährige Sängerin

aus Karlsruhe hat mehr zu bieten als einen charmanten Nachnamen. Mit verträumten

Melodien, durchdachten Texten und einer ausdrucksstarken Stimme erinnert

sie mal an Maria Mena, dann wieder an Amy McDonald. Am 23. Februar um

21 Uhr kann man sich im Café Amélie davon überzeugen. Mit 17 Jahren schmiss sie

die Schule, um sich voll und ganz ihrer Musik widmen zu können. Ihre Songs handeln

vom Leben mit all seinen Facetten, sind oft melancholisch. Im vergangenen Jahr

spielte Eva Croissant ihre Akustikgitarre auf 100 Konzerten zwischen Freiburg und

Kiel und gewann den einen oder anderen Musikwettbewerb. Dieser Tage erscheint

ihr erstes Album »Du bist nicht irgendwer«. Zielstrebig und mit dem Blick in Richtig

Zukunft lebt sie ihr Leben frei nach dem Motto: »Ich bereue nichts.« Warum auch?

Zwei Talente

Es gibt Leute, die stehen auf der Bühne

und bringen die Menschen zum Lachen.

Und es gibt Leute, die stehen auf der

Bühne und machen Musik. Doch es gibt

nur wenige, die beide Talente besitzen

und zu vereinen wissen: Manuel Wolff

aus Köln ist ein Musiker, der die Nische

des Improvisationstheaters für sich entdeckt

hat. Am Freitag, 3. Februar, wird er

ab 21 Uhr im Musik- und Kunstverein

Gießen (MuK) gastieren und sein Soloprogramm

»ui!« präsentieren. Dabei ist

keine seiner Shows wie die andere. Mal

lässt er seine Zuschauer Sätze aufschreiben,

die er spontan zu einem Lied verarbeitet,

oder er erfindet ein komplettes

Musical. Dazwischen erzählt er von haarsträubenden

Alltagserlebnissen, geht den

Geheimnissen von »Tiefseewirbel-Waschmittel«

auf den Grund und erzählt Seemannsgarn

von der Zeit, als er auf einem

Kreuzfahrtschiff arbeitete und mit saudummen

Passagierfragen zu kämpfen

hatte. Außerdem macht er sich als magistrierter

Musikwissenschaftler auf die Suche

nach dem schlechtesten Lied der

Welt. Wolff ist Finalteilnehmer bei Cindys

Talentschmiede im Quatsch Comedy

Club gewesen. Eintritt 8 Euro (VVK).

12

Mit der Echse durch die Geschichte

Nach eigenem Bekunden ist sie ein Urgestein der Kulturlandschaft – und das nicht nur

im übertragenen Sinne: Weit mehr als 2000 Jahre alt, so sagt die Echse über sich selbst,

gründete sie einst gemeinsam mit Aristoteles das erste Theater. So zumindest legt es

der Puppenspieler Michael Hatzius seinem Urzeitreptil in den Mund. Schonungslos

zieht die Echse auf seinem Schoß nun

über menschliche Arten und Unarten her,

kommentiert die Evolution genauso wie

die Weihnachtsgeschichte oder eben die

Rolle des Theaters in der Gesellschaft. Da

ist der Puppenspieler im Hintergrund

schnell vergessen. Mit im Gepäck hat Hatzius,

Absolvent der renommierten Hochschule

für Schauspielkunst Ernst Busch,

aber nicht nur die inzwischen deutschlandweit

bekannte Echse: Auch einem

Huhn, zwei Spinnen sowie zahlreichen

weiteren Gesellen haucht der Berliner

Leben ein. Das Puppentheater für

Erwachsene gastiert am 12. Februar

um 19 Uhr in der Kongresshalle.

Tenöre

– So international das Ensemble ist, so abwechslungsreich

ist das Programm. Die zwölf Tenöre singen Oper

und Operette, Pop und Rock, alte Schlager und Volkslieder in

deutscher,

englischer,

italienischer

und russischer

Sprache. Als

Stargast wirken

The 10

Soprans mit.

Das sind zehn

außergewöhnliche

Sängerinnen.

2/2012 streifzug 23


Frühlingserwachen

3. /4.März2012

Olympia in der Stadt

Verkaufsoffener Sonntag

4.3.2012 |13.00 –18.00 Uhr

Frühjahrsmesse

31. März –15. April2012

Aufdem Messeplatz an der Ringallee

Geöffnet Sonntag –Donnerstag 14.00 –22.00 Uhr

Freitag und Samstag: 14.00 –23.00 Uhr

Eröffnung mit Fassanstich: Samstag,31. März, 14.00 Uhr

Höhepunkte 2012

Entdecke die vielen Gesichter der Stadt!

12. –13. Mai |Gießener Wissenschafts- und Karrieretage

Samstag: Master &Career

Sonntag: Straße der Experimente

17.Mai –16. Juli |Urzeit in Gießen entdecken

Wasnach den Dinosauriern kam

Lebensgroße Urzeit-Tierebringen die Evolutionsgeschichte in

die Gießener Innenstadt.

24.Juni |Kunstspectaculum –Fluss mit Flair

17.–19. August |Stadtfest

1. –2.September |Lahnlust

22. September –7.Oktober |Herbstmesse

6. –7.Oktober |Krämermarkt mit Französischem Markt

4. November |Liebigs Suppenfest

4. November |Gießen tanzt

Ausführliche Infos und Jahresprogramm unter:

www.giessen-tourismus.de

Tourist-Information Gießen

Berliner Platz 2(Kongresshalle)

Tel: 0641306 -1890

E-Mail: tourist@giessen.de

Gießen Marketing GmbH |www.giessen-tourismus.de


VERANSTALTUNGEN IM FEBRUAR

Veranstaltungen Ihre

Veranstaltungen in der

Kongresshalle Gießen

1 MI

AUSSTELLUNGEN

Gießen

Meisterwerke berühmter

Leica-Fotografen

Die Ausstellung der

von Dr. Knut Kühn-Leitz

ausgewählten Schwarz-

Weiß-Fotografien erinnern

an seinen Großvater

Ernst Leitz als

Wegbereiter. (Dauer:

bis 25. März. Di.–So.

10.00 bis 16.00, 19.–21.

2. geschlossen). Infos:

museum@giessen.de

Altes Schloss

Grünberg

Bare Kunst –

Meisterwerke im

Miniaturformat

Griechische und Römische

Münzen der Gießener

Antikensammlung

(Verlängert bis

5. Februar, Mi. 18.00 bis

20.00, Fr.– So. 14.00 bis

17.00)

Museum im Spital,

Hintergasse 24

DISCO/PARTY

Gießen

grand chill stereo

greenlane (bad rok kru)

21.30 Domizil

La Danse Macabre

Gothrock, Darkwave,

EBM, 80‘s, Industrial

mit DJ Domino

21.00 Scarabée

Kultmittwoch

22.00 Haarlem

Studentenparty

22.00 Havana,

Ludwigstraße 10

KONZERTE

Gießen

Jens Böckamp Band

Jazzkonzert

20.00 Ulenspiegel

VORTRÄGE

Gießen

Klima und Witterung

in Oberhessen seit der

Frühen Neuzeit

Vortrag mit Johannes

Hofmeister

20.00 Altes Schloss,

Netanja-Saal

Buseck

Michael Martin:

30 Jahre Abenteuer –

Diashow

Mit dem Mofa nach

Marokko, mit dem Peugeot

504 durch die Sahara,

mit dem Motorrad

um die ganze Welt

19.30 Kulturzentrum

Schlosspark

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Gießener

Wochenmarkt

7.00 Brandplatz,

Marktlaubenstraße,

Lindenplatz

SONSTIGES

Hoherodskopf

Tischlein deck Dich –

Vulkanische Gaumenfreuden

Naturparkführerin Doris

Ritz bietet kreative

Kochabende in wunderschönem

Ambiente

an. Für Einzelpersonen,

Paare, Freunde oder

geschlossene Gruppen

bis zehn Personen. Kos-

ten: 10 Euro pro Person

(Gruppenpreis: 80 Euro/Abend).

Infos:

www.ritz-naturattraktionen.de

oder Tel.

06644/7529

Naturpark Hoher

Vogelsberg

2 DO

BÜHNE

Gießen

The Keller Theatre:

The Shape of Things

Drama von Neil LaBute

19.30 ZiBB

DISCO/PARTY

Gießen

Jazz, Soul & Easy Listening

mit Sergej & Mathias

21.30 Domizil

Land unter

Electronische Tanzmusik

mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Release: Am Leben

forbei präsentiert ihr

Album »Herz über

Verstand«

21.00 Ulenspiegel

VORTRÄGE

Gießen

Studienabbruch –

Neustart wagen

Beratung, Coaching,

Prüfungsvorbereitung,

Stressmanagement,

Zeitmanagement, Eignungstest,

Bewerbungstraining,

Vermittlung,

BÜHNE

3. Februar

Gießen

Cabaret

Cabaret in Gießen ist die gelungene Umsetzung

eines Klassikers mit starken, glaubwürdigen

Darstellern und einem feinen Gespür für die

energievollen ebenso wie die ernsten Töne des

Stücks, bunt und doch nicht grell, wie das Leben.

Auch ein Stadttheater kann ein lebendiges Musical produzieren und man

bedauert bloß, dass dies in Gießen nur alle zwei Jahre der Fall ist.

12.00 Stadttheater

regional und bundesweit

mit Ulrike Wittmann,

Gabriele Schäfer-Kühn,

Ulrike

Rackow, Petra Rothhardt

und Christine

Schramm-Spehrer (offene

Sprechstunde um

14.00)

12.00 Studentenwerk,

Otto-Behaghel-

Straße 25d, Raum 06

Niclaus Gerhaert (1430-

1473) – Der Bildhauer

des Mittelalters

Lichtbildervortrag von

Oda Peter

15.30 Altes Schloss,

Netanja-Saal

Club der jungen

Dichter: Winterfisch

Gregor Sander liest aus

seinem Erzählungsband

19.00 Marine-Stuben

SONSTIGES

Gießen

Maskentreff

Begleitprogramm zur

Ausstellung »Semiglot«,

Werke von Mariella

Mosler

14.00 Kunsthalle

Flimmerkiste: Alles was

wir geben mussten

Drama/Romanze/Sci-

Fi · GB/USA 2010

20.00 Seiteneingang

des Zeughaus

3 FR

BÜHNE

Gießen

The Keller Theatre:

The Shape of Things

Drama von Neil LaBute

19.30 ZiBB

Cabaret

Musical von John

Kander und Fred Ebb

19.30 Stadttheater

König Ödipus

Neudichtung von Bodo

Wartke nach dem antiken

Drama des Sophokles.

Ein Soloabend mit

Martin Gärtner

20.00 TiL-Studiobühne

Manuel Wolff – ui!

Musik und Comedy-

Show. VVK: 8 Euro/AK:

10 Euro

21.00 MuK

05.02. | Sonntag | 19.30 Uhr

Semesterabschlusskonzert

Orchester der Justus-Liebig-Universität

www.uni-giessen.de/uniorchester

12.02. | Sonntag | 20 Uhr

Michael Hatzius

»Die Echse und Freunde –

das volle Programm«. www.s-promotion.de

14.02. | Dienstag | 9–15 Uhr

Zeitarbeitsmesse

www.arbeitsagentur-giessen.de

15.02. | Mittwoch | 20 Uhr

The 12 Tenors

»Musik ohne (Alters-)Grenzen«

www.star-concerts.de

16.02. | Donnerstag | 20 Uhr

Weiberfastnacht der GFV

www.gfv-helau.de

18.02. | Samstag | 13.30 Uhr

Seniorennachmittag mit der GFV

www.giessen.de

18.02. | Samstag | 20.11 Uhr

Große Prunksitzung der GFV

www.gfv-helau.de

20. + 21.02. | Mo. + Di. | 14 Uhr

Kinderfastnacht der GFV

www.gfv-helau.de

27.02. | Montag | 20 Uhr

Die Rückkehr der Shaolin

Die Kung-Fu-Show über das Leben der

Shaolin-Mönche. www.proticket.biz

01./05./06.03. | Do./Mo./Di. | 19 Uhr

Erbrechtstage Gießen

www.erbvp.de

02.03. | Freitag | 20 Uhr

SPIRIT OF SCOTLAND

www.spirit-of-scotland.com

03.03. | Samstag | 20 Uhr

Ingo Appelt »Göttinnen«

www.s-promotion.de

2/2012 streifzug 25


VERANSTALTUNGEN IM FEBRUAR

DISCO/PARTY

Gießen

Salsa Club –

Ritmo Latino

Mit Top DJs aus Puerto

Rico, Cuba und der

Dom. Republik

21.00 White Elephant

Party tanzbar

mit DJ Cladeque

21.30 Ulenspiegel

Electric Island

Techhouse, Minimal,

Electro, Indie

22.00 Monkeys

A Tribute To Quentin

Tarantino

Rock’n’Roll, Surf, Soul,

Beat, Mexicana, Desert

Rock mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

Mixtape mit DJ Kosta

Minor, DJ Ebony

22.00 Admiral Music

Lounge

FÜHRUNGEN

Gießen

Führung durch das

Mathematikum

16.00 Mathematikum

SONSTIGES

Gießen

Sing und Spring

Musik und Bewegung

mit Tess Wiley

16.00 Stadtbibliothek

Türkischer

Länderabend

Anmeldung unter

lokal.international@

studwerk.uni-giessen.de

17.45 Lokal International

4 SA

BÜHNE

Gießen

Ein Volksfeind

Schauspiel von Henrik

Ibsen

19.30 Stadttheater

The Keller Theatre:

The Shape of Things

Drama von Neil LaBute

19.30 ZiBB

Acis und Galatea

Oper von Georg

Friedrich Händel

20.00 TiL-Studiobühne

DISCO/PARTY

Gießen

Dancing Devils in

Angels‘ Way

Alles vom himmlischen

Rock bis zum teuflisch

guten Metal mit DJ

Dead Jes7er

22.00 Scarabée

House at Admiral

mit Mike Hartmann, DJ

Danielo & Simon Sky

22.00 Admiral Music

Lounge

Mutti und seine

Gäste

22.00 MuK

Partysamstag

22.00 Monkeys

Cocktail Party

22.00 Haarlem

FLOHMÄRKTE

Gießen

Trödelmarkt

6.00 Rodheimer

Straße 116

Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt Alten-

Buseck

VORTRÄGE

Gießen

Physik im Blick

Ressourcen und regenerative

Energien

Desertec: Kann Wüstenstrom

das Energieproblem

der Menschheit

lösen? – Vortrag

von Prof. Michael Düren

10.00 Physikalisches

Institut, Wilhelm-

Hanle-Hörsaal, Heinrich-Buff-Ring

14

Alle Macht den

Kindern – Ein Selbstversuch

Jochen Metzger präsentiert

das Buch zu

seinem Selbstversuch –

Familienexperiment:

Einen Monat lang waren

die Rollen in seiner

Familie vertauscht

18.00 Stadtbibliothek

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Gießener

Wochenmarkt

7.00 Brandplatz,

Marktlaubenstraße,

Lindenplatz

World of Bike – Moto

Trade 2012

10.00 Hessenhallen

SONSTIGES

Gießen

MuSEHum: Von Meermenschen,

Zentauren

und Einhörnern

Die geheimnisvolle

Kunst von Arnold Böcklin.

Für Kinder von 6 bis

9 Jahre. Info: AnmeldungMuSEHum@web.

de o. Tel. 0641-

960973 13 (Mo.-Fr. 8-12

Uhr)

11.00 Oberhessisches

Museum

Maskentreff

Begleitprogramm zur

Ausstellung »Semiglot«,

Werke von Mariella

Mosler

14.00 Kunsthalle

SPORT

Gießen

Basketball-Bundesliga

LTi Gießen 46ers –

ratiopharm Ulm

20.00 Sporthalle Ost

BÜHNE

4. Februar

Gießen

Ein Volksfeind

Die Wut der Bürger wächst. Das Heilwasser, auf

dem der Wohlstand des Kurstädtchens gründet,

soll vergiftet sein. Das hat Badearzt Tomas Stockmann

herausgefunden. Was ist zu tun? Die

Gefahr vertuschen oder die Prosperität aufs Spiel setzen? Tomas zögert

nicht, seine Entdeckung publik zu machen. Sein Bruder Peter, der Bürgermeister

des Ortes, ist da anderer Meinung.

92.30 Stadttheater

BÜHNE

7. Februar

Gießen

Yann und Beatrix

Es war einmal eine Wüste, ein Aushang »Suche

einen Mann, der im Stande ist, mich zu interessieren,

zu rühren und zu verführen« und eine

hohe Belohnung. Er stellt sich den Prüfungen und es beginnt ein Kampf

zwischen Anziehung und Abneigung, Faszination und Verführung, Liebe

und Hass. Yann und Beatrix, ein laborantes Märchen für Erwachsene, wird

inszeniert von Lukas Goldbach.

20.00 TiL

5 SO

BÜHNE

Gießen

vorgestellt: Macbeth

Tanzstück

11.00 Stadttheater

Märchenherz

Jugendstück für alle ab

12 Jahren

11.00 TiL-Studiobühne

La Bohème

Oper von Giacomo

Puccini in italienischer

Sprache mit deutschen

Übertiteln

19.30 Stadttheater

The Kraut

Ein Marlene-Dietrich-

Abend

20.00 TiL-Studiobühne

FLOHMÄRKTE

Buseck

Modellbaubörse

10.00 Sammlerund

Hobbywelt

Alten-Buseck

DISCO/PARTY

Gießen

Haarlem Party Music

22.00 Haarlem

KONZERTE

Gießen

Semesterabschlusskonzert

der Justus-

Liebig-Universität

20.00 Kongresshalle

VORTRÄGE

Gießen

Internationales Literaturcafé:

Was Ida sagt

Lesung mit Odile

Kennel

11.00 ZiBB

Heuchelheim

Erlebnis Südafrika

Wildbeobachtungen

im Krüger Nationalpark,

Walbeobachtungen,

Straußenfarmen, Besuch

in den Winelands

und vieles mehr

Diashow von Erich

Hohn

17.00 ev. Gemeindehaus

Kinzenbach

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

World of Bike – Moto

Trade 2012

10.00 Hessenhallen

SONSTIGES

Gießen

Flamenco-Workshop

für Kinder mit Alma

Gitana

14.00 MuK

6 MO

DISCO/PARTY

Gießen

Independant tanzbar

mit DJ Harry Kane

21.30 Ulenspiegel

FÜHRUNGEN

Gießen

Seniorennachmittag

15.00 Mathematikum

KONZERTE

Gießen

5. Winterkonzert:

Violinabend

Mit Susanna Yoko Henkel

(Violine) und Milana

Chernyavska (Klavier)

20.00 Rathaus,

Konzertsaal

VORTRÄGE

Gießen

Kollektive Getreidespeicher

in Südtunesien

und Südmarokko

Vortrag von Prof. Herbert

Popp

18.15 Zeughaus

Hessen aktiv für

Laubfrosch, Gelbbauchunke

& Co

Landesweite Artenhilfskonzepte

für Amphibien

der FFH-Richtlinie – Vortrag

von Christian Geske

19.15 Uni-Hauptgebäude,

Seminarraum,

3. Stock

SONSTIGES

Gießen

Pub Quiz

21.00 Irish Pub

7 DI

BÜHNE

Gießen

Yann und Beatrix

Schauspiel von Carole

Fréchette. Ein Gastspiel

im Stadttheater.

20.00 TiL-Studiobühne

DISCO/PARTY

Gießen

Affenkammer

Indie, Alternative,

Electroclash, Affenpop

22.00 Monkeys

KONZERTE

Gießen

Chicago five –

Jazz & Swing

21.30 Domizil

VORTRÄGE

Gießen

Die Reiter von

Deutsch-Ostafrika

(1934) und Rider

without a Horse (2009)

Filmreihe (Anti-)Kolonialismus

auf der Leinwand

18.30 Georg-

Büchner-Saal

26 streifzug 2/2012


VERANSTALTUNGEN IM FEBRUAR

SONSTIGES

Gießen

Kultusica:

The monthly after class

dance rendezvous

Fokus: Salsa, Merrengue,

Reggeaton, Bacchata,

mit DJ Freddy

und Schnupperkurs

17.45 Lokal International

8 MI

DISCO/PARTY

Gießen

Der Untergrund lebt

Electro, EBM, Metal,

Gothic, Darkwave mit

DJ Lecur

21.00 Scarabée

Kultmittwoch

22.00 Haarlem

VORTRÄGE

Gießen

Von der Istopentechnik

zur molekularen Bildgebung

und Therapie

Nach einer Demonstration

eines besonderen

Falles von Dr. Ines

Pinquart

18.15 Biochemisches

Institut, Ernst-Leitz-

Hörsaal

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Gießener

Wochenmarkt

7.00 Brandplatz,

Marktlaubenstraße,

Lindenplatz

9 DO

BÜHNE

Gießen

Alessandro Stradella

Romantische Oper von

Friedrich von Flotow

19.30 Stadttheater

1001 Nacht

Eine Produktion des

Jugendclubs-Tanz des

Stadttheaters

20.00 TiL-Studiobühne

DISCO/PARTY

Gießen

Stereo Soft Bar

mit Dr. Eike Hebercker

& Dr. Erik Meyer

21.30 Domizil

Salsa Cocktail Night

22.00 Monkeys

Mixtape

mit DJ Da Silva,

DJ Fresh Nova

22.00 Admiral Music

Lounge

Land unter:

Indiepassion

Indie, Rock, Pop, Tronics

mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

FLOHMÄRKTE

Gießen

Abendflohmarkt

17.00 Kita St. Vinzenz

VORTRÄGE

Gießen

Hotel Savoy

Einführung in die Inszenierung

des Schauspiels

von Matthias Schubert

15.30 Altes Schloss,

Netanya-Saal

Zahlen von Eins bis

Zehn: Die Zwei

Anlässlich des zehnjährigen

Geburtstags des

Mathematikums stellt

Prof. Beutelspacher im

Laufe des Jahres die

Zahlen 1bis 10 vor

19.30 Mathematikum

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

BAUExpo

10.00 Hessenhallen

SONSTIGES

Gießen

Maskentreff

Begleitprogramm zur

Ausstellung »Semiglot«,

Werke von Mariella

Mosler

14.00 Kunsthalle

Flimmerkiste:

Beginners

Tragikomödie, USA

2010

20.00 Seiteneingang

des Zeughaus

10 FR

BÜHNE

Gießen

Clyde und Bonnie

Schauspiel von Holger

Schober

20.00 TiL-Studiobühne

Macbeast

Tanzstück unter der

Leitung von Stephanie

Kuhlmann

22.00 TiL-Studiobühne

DISCO/PARTY

Gießen

Party tanzbar

mit DJ Cladeque

21.30 Ulenspiegel

Nachttierhaus

Steamin Rock, Funk’n’-

Soul mit DJ fantomas

22.00 Scarabée

Electric Island

Techhouse, Minimal,

Electro, Indie

22.00 Monkeys

KONZERTE

Gießen

Schnaps im Silbersee

21.00 Café Amélie

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

BAUExpo

10.00 Hessenhallen

SONSTIGES

Gießen

Kamerunischer

Länderabend

Organisiert von

WoTuPro

17.45 Lokal International

11 SA

BÜHNE

Gießen

Premiere: Macbeth

Tanzstück von David

Williams und Tarek

Assam

19.30 Stadttheater

Enten Variationen

Schauspiel von David

Mamet

20.00 TiL-Studiobühne

Crazy Broadway

20.00 Astaire’s

Wetzlar

Kaya Yanar:

All Inclusive!

19.00 Rittal Arena

DISCO/PARTY

Gießen

Ü30-Party

21.00 Kongresshalle

FunkParty

mit Max & Svenos

21.30 Domizil

Gießens erste

2000er-Party

22.00 Monkeys

Cocktail Party

22.00 Haarlem

Electrified

Deep, House, Electro

22.00 MuK

Rock of Ages

Rock, Metal, Classics

mit DJ Cel’ardor

22.00 Scarabée

Admiral House Special

mit Disco Boys, Dirk

Sauer

22.00 Admiral Music

Lounge

FLOHMÄRKTE

Gießen

Trödelmarkt

6.00 Rodheimer

Straße 116

Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt Alten-

Buseck

Erlebnis-Wiesnfest

Das Licher-Wiesnfest in Pohlheim findet 2012 das 4. Mal in

Folge auf dem Festplatz Mockswiese in Pohlheim OT Watzenborn-Steinberg

statt. Mit folgenden Highlights (weitere

Programmpunkte folgen in Kürze):

Donnerstag,19. April

18 Uhr: Auftaktveranstaltung mit offiziellem Fassbieranstich.

Musikalische Unterhaltung durch die

»Lahntaler«, Wahl zur Dirndlkönigin, Eintritt frei

Samstag,21. April

19 Uhr: FFH-Wiesnhitnacht mit Antonia aus Tirol,

Peter Wackel, Ina Colada und den Partyvögeln.

Moderiert von HIT RADIO FFH-

Moderator Michael Münkner

Sonntag,22. April

Familientag

Freitag,27. April

19 Uhr: FFH-Wiesnhitnacht mit Anna-Maria Zimmermann,

Olaf Henning,Yvie und der Münchner

Zwietracht. Moderiert von HIT RADIO FFH-

Moderator Michael Münkner

Samstag,28. April

Bekanntgabe folgt in Kürze

Sonntag,29. April

Familientag,großes Ballonglühen

Montag,30. April

Bekanntgabe folgt in Kürze

Biergarten geöffnet

sonntags ab 11 Uhr, Mo. bis Sa. ab 16 Uhr

Wünschen Sie Ihre Veranstaltung im

streifzug

Schreiben Sie bis zum 17. Februar per E-Mail

an: streifzug@giessener-allgemeine.de

Die Auswahl obliegt der Redaktion. Für die Richtigkeit

der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Stars und Wiesngaudi

auf dem Festplatz Mockswiese

Warum in die

Ferne schweifen –

wenn das Gute

liegt so nah

2/2012 streifzug 27


VERANSTALTUNGEN IM FEBRUAR

KONZERTE

Gießen

Heavy Rotation Festival

mit: My Glorious,

Reezee, Soliloquy,

Isetta Drive, Calamity

Jane, Port London,

Backseat, AND.I

14.00 Jokus

Niels Frevert (Solo)

mit dem neuen Album

Zettel auf dem Boden

21.00 Ulenspiegel

Grünberg

Weil ich die Liebe

so liebe

Erotisch-Unartiges

Chansons-Abend für

Erwachsene mit Doris

und Bernd Theimann.

VVK: 10/AK: 11 Euro

20.00 Barfüßerkloster

VORTRÄGE

Gießen

Physik im Blick: Ressourcen

und regenerative

Energien – Windund

Wasserenergie

Vortrag von Prof. Martin

Eickhoff

10.00 Physikalisches

Institute, Wilhelm-

Hanle-Hörsaal

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

BAUExpo

10.00 Hessenhallen

Gießens erstes WG

Flohmarkt Fest

Die Stadt wird zum Flohmarkt

und WGs zu Ständen.

Anmeldung und

Infos: www.wasmachicheigentlichhier.de

17.00

SONSTIGES

Gießen

Maskentreff

Begleitprogramm zur

Ausstellung »Semiglot«,

Werke von Mariella

Mosler

14.00 Kunsthalle

SPORT

Gießen

Basketball-Bundesliga

LTi Gießen 46ers –

Eisbären Bremerhaven

20.00 Sporthalle Ost

12 SO

BÜHNE

Gießen

Die Echse und Freunde

das volle Programm

Puppentheater-Comedy

von Michael Hatzius.

VVK: 18,50 Euro/

AK: 22,60 Euro. Infos:

www.s-promotion.de

oder 06102/776 65

19.00 Kongresshalle

Hotel Savoy

Schauspiel

19.30 Stadttheater

Trouble in Tahiti

Oper

20.00 TiL-Studiobühne

Die drei ??? und die

schwarze Katze

Vollplaybacktheater

20.00 Audimax,

Philosophikum II

FLOHMÄRKTE

Buseck

Antikmarkt

9.00 Sammler- und

Hobbywelt Alten-

Buseck

DISCO/PARTY

Gießen

Haarlem Party Music

22.00 Haarlem

FÜHRUNGEN

Gießen

Führung durch das

Mathematikum

11.00 Mathematikum

KONZERTE

Gießen

Solistenportrait

Elke Heidenreich &

Marc Aurel Floros

11.00 Stadttheater

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

BAUExpo

10.00 Hessenhallen

SONSTIGES

Gießen

Maskenworkshop

Begleitprogramm zur

Ausstellung »Semiglot«,

Werke von Mariella

Mosler. Anmeldung

erforderlich unter

Tel. 0641/3062022 oder

E-Mail: kunsthalle@

giessen.de

15.00 Kunsthalle

13 MO

DISCO/PARTY

Gießen

80s Wave

mit Lars Koch & Florian

Michnacs

21.30 Domizil

Independant tanzbar

mit DJ Harry Kane

21.30 Ulenspiegel

SONSTIGES

Gießen

Karaoke

mit Andy Pfälzer

21.00 Irish Pub

14 DI

DISCO/PARTY

Gießen

BritPop mit Marco

21.30 Domizil

BÜHNE

11. Februar

Wetzlar

Kaya Yanar:

All inclusive

Kaya Yanar ist der Globetrotter unter den deutschen

Comedians. In seinem vierten Bühnenprogramm

All inclusive nähert sich der vielreisende

Yanar ironisch und augenzwinkernd anderen Kulturen, Nationen und

Sprachen. Und keiner bleibt verschont. Allen hält der Komiker mit laserscharfer

Genauigkeit einen Spiegel vor.

20.00 Rittal-Arena

BÜHNE

15. Februar

Wetzlar

Dr. Eckart von Hirschhausen:

Liebesbeweise

In seinem Erfolgsprogramm »Glücksbringer« half

Dr. von Hirschhausen dem Glück des Einzelnen auf die Sprünge. Jetzt untersucht

Deutschlands witzigster Arzt das Glück im Miteinander.

20.00 Rittal-Arena

Affenkammer

Indie, Alternative,

Electroclash, Affenpop

22.00 Monkeys

KONZERTE

Gießen

6. Sinfoniekonzert

mit Roberto Aussel

(Gitarre) & Elke Heidenreich

20.00 Stadttheater

SONSTIGES

Gießen

Speed Dating

19.00 Lokal International

Hoherodskopf

Fackelwanderung zum

Valentinstag

Mit Naturparkführerin

Doris Ritz. Pro Paar

20 Euro. Infos: Tel.

06644/7529 oder ritznaturattraktionen.de

19.00 Schotten

Naturschutzinformationszentrum

15 MI

BÜHNE

Gießen

Die Wanze

Insektenkrimi von Paul

Shipton

20.00 TiL-Studiobühne

Wetzlar

Dr. Eckart von Hirschhausen:

Liebesbeweise

Liebe geht durch den

Magen, aber was wird

aus der Liebe, wenn sie

durch den Magen

durch ist? Sie geht ins

Blut! Medizinisches

Kabarett mit Dr. Eckart

von Hirschhausen.

VVK: 33,90 Euro/AK:

44 Euro. Infos: www.spromotion.de

oder

06102/776 65

20.00 Rittal Arena

DISCO/PARTY

Gießen

La Danse Macabre

Gothrock, Darkwave,

EBM, 80’s, Industrial

mit DJ Domino

21.00 Scarabée

Kultmittwoch

22.00 Haarlem

KONZERTE

Gießen

The 12 Tenors

Musik ohne (Alters-)

Grenzen – von Klassik

bis Pop

20.00 Kongresshalle

New York Gospel Stars

Die schönsten und bekanntesten

Gospellieder

mit dem Original-

Chor aus New York

20.00 Petruskirche

Ship of Ara

21.00 Café Amélie

VORTRÄGE

Gießen

Architektur der 50er

Jahre in Gießen

Vortrag von Paul-Martin

Lied

20.00 Altes Schloss,

Netanya-Saal

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Gießener

Wochenmarkt

7.00 Brandplatz,

Marktlaubenstraße,

Lindenplatz

16 DO

BÜHNE

Gießen

Anna Blue

Tanzstück von Hagit

Yakira und Tarek Assam

20.00 TiL-Studiobühne

DISCO/PARTY

Gießen

Stereo Soft Bar

mit Mieckey & Reza

21.30 Domizil

Land unter

elektronische Tanzmusik

mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

SONSTIGES

Gießen

Maskentreff

Begleitprogramm zur

Ausstellung »Semiglot«,

Werke von Mariella

Mosler

14.00 Kunsthalle

International Quiz

Night

mit Martin Müsers

19.00 Lokal International

17 FR

BÜHNE

Gießen

Cabaret

Musical von John

Kander und Fred Ebb

19.30 Stadttheater

König Ödipus

Soloabend mit Martin

Gärtner

20.00 TiL-Studiobühne

DISCO/PARTY

Gießen

Party tanzbar

mit DJ Cladeque

21.30 Ulenspiegel

Nachttierhaus

Steamin Rock, Funk’n’-

Soul mit DJ fantomas

22.00 Scarabée

Friday Dance Attack

22.00 Haarlem

Electric Island

Techhouse, Minimal,

Electro, Indie

22.00 Monkeys

28 streifzug 2/2012


Örtliche Partner:

Weltcup-Sponsor:

SKI-ClUB WIllIngEn

JAHRE

100

1910 2010

VERANSTALTUNGEN IM FEBRUAR

90er Eurodance &

Mash Up Floor

22.00 MuK

Planet Radio Black

Beatz

mit DJ Jellin, DJ Ebony

22.00 Admiral Music

Lounge

SONSTIGES

Gießen

Internationales Frauencafé:

Das Leben in der

Fremde… soll kein

fremdes Leben sein

14.30 ZiBB

18 SA

BÜHNE

Gießen

La Bohème

Oper von Giacomo

Puccini

19.30 Stadttheater

Die fetten Jahre sind

vorbei

20.00 TiL-Studiobühne

DISCO/PARTY

Gießen

Rhythm and House

mit DJ Sebastian Roter,

Pascal Nury, DJ Spy, Live

Saxophone by Karim

22.00 Admiral Music

Lounge

Rock of Ages

Rock, Metal, Classics

mit DJ Cel’ardor

22.00 Scarabée

Partysamstag

22.00 Monkeys

Cocktail Party

22.00 Haarlem

Reggae Night

La Cantina Bariloche

meets Reggae, SKA,

Afrosound, Dancehall

mit DJ Nico

23.00 Domizil

FLOHMÄRKTE

Gießen

Trödelmarkt

6.00 Rodheimer

Straße 116

Buseck

Antikmarkt

9.00 Hessenhalle

KONZERTE

Gießen

Elf Morgen @ Party On

The Rockx

21.00 Ulenspiegel

Wetzlar

Udo Jürgens –

Der ganz normale

Wahnsinn

20.00 Rittal Arena

SONSTIGES

Gießen

Maskentreff

Begleitprogramm zur

Ausstellung »Semiglot«,

Werke von Mariella

Mosler

14.00 Kunsthalle

SPORT

Gießen

Basketball-Bundesliga

LTi Gießen 46ers –

BBC Bayreuth

20.00 Sporthalle Ost

19 SO

DISCO/PARTY

Gießen

Haarlem Party Music

22.00 Haarlem

FLOHMÄRKTE

Alsfeld

Antikmarkt

9.00 Hessenhalle

KONZERTE

Wettenberg

Klang der Zeiten

Chormusik von Renaissance

bis Pop

17.00 ev. Kirche

Wißmar

20 MO

DISCO/PARTY

Gießen

This is not a love song

Punk, PostPunk, Wave

und Artverwandtes mit

DJ Wölfe auf Eis

21.30 Domizil

Independant tanzbar

mit DJ Harry Kane

21.30 Ulenspiegel

KONZERTE

Gießen

Chuck Violence/

Tongue Tied Twin

21.00 Café Amélie

SONSTIGES

Gießen

Pub Quiz

21.00 Irish Pub

21 DI

DISCO/PARTY

Gießen

Affenkammer

Indie, Alternative,

Electroclash, Affenpop

22.00 Monkeys

KONZERTE

Gießen

Chicago five

Jazz & Swing

21.30 Domizil

SONSTIGES

Gießen

Beutelspachers Sofa

Gast: Lisa Sauermann

(Mathematik-Olympia-

Goldmedaillengewinnerin)

19.30 Mathematikum

22 MI

BÜHNE

Gießen

Kostprobe: Arsen und

Spitzenhäubchen

Krimikomödie von

Joseph Kesselring

19.30 Stadttheater

DISCO/PARTY

Gießen

Der Untergrund lebt

Electro, EBM, Metal,

Gothic, Darkwave mit

DJ Lecur

21.00 Scarabée

Kultmittwoch

22.00 Haarlem

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Gießener

Wochenmarkt

7.00 Brandplatz,

Marktlaubenstraße,

Lindenplatz

SONSTIGES

Gießen

Poetry Slam

20.00 Jokus

23 DO

BÜHNE

Gießen

Kostprobe: Nordost

Schauspiel von Torsten

Buchsteiner

20.00 TiL-Studiobühne

DISCO/PARTY

Gießen

Stereo Soft Bar

mit Vitus Werdegast

21.30 Domizil

Salsa Cocktail Night

22.00 Monkeys

Land unter:

Indiepassion

Indie, Rock, Pop,

Tronics mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Mittagskonzert mit

Musikern des Stadttheaters

13.00 Rathaus,

Konzertsaal

Eva Croissant

21.00 Café Amélie

VORTRÄGE

Gießen

Gießener Köpfe:

Hermann Levi – Komponist,

Dirigent, Literat

Lichtbildervortrag von

Dieter Steil

15.30 Altes Schloss,

Netanya-Saal

Zahlen von Eins bis

Zehn: Die Drei

Vortrag von Prof. Beutelspacher

19.30 Mathematikum

Willingen ·Klingenthal ·OberstdOrf

WIllIngEn

10. –12. Februar 2012

FIS Weltcup-Skispringen Willingen

Freitag 10.2. 15.30 Uhr Training, Qualifikation

www.fis-team-tour.de

Hans Liberg

Mo., 30. Januar 2012, 20 Uhr, Stadthalle Marburg

Fr., 05. Oktober 2012, 20 Uhr, Siegerlandhalle Siegen

nina Hagen

vOlkSBeat-tOUr

Mi., 11. april 2012, 20 Uhr,

Siegerlandhalle Siegen

19.15 Uhr Eröffnungsfeier

Samstag 11.2. 15.00 Uhr Probedurchgang

16.00 Uhr 1. Wertungsdurchgang -Team

Sonntag 12.2. 13.45 Uhr Probedurchgang

2 0 1 2

10. –19. Februar

14.45 Uhr 1. Wertungsdurchgang -Einzel

Ticket-Hotline: 01805 -754777

C ON

BESSERE KOMMUNIKATION

Das ideale

Geschenk!

www.weltcup-willingen.de

busHido

JenSeitS vOn GUt &BöSe tOUrnee ii

Fr., 04. Mai 2012, 20 Uhr, Siegerlandhalle Siegen

VVK: www.adticket.de/www.reservix.de

und an den bekannten VVK-Stellen

Ticket-Hotline: 0180 -5040300

www.owl-konzerte.de

streifzug

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

MÄRZ-AUSGABE › Erscheinungstermin: 1. März 2012

Anzeigenschluss: 17. Februar 2012

Sichern Sie sich schon heute Ihren Anzeigenplatz in einem

informativen und ansprechenden Umfeld!

Wir beraten Sie gerne!

Tel. 0641/3003-223, -224 Fax 0641/3003-300

anzeigenverkauf@giessener-allgemeine.de

sprenger druck, Korbach

2/2012 streifzug 29


VERANSTALTUNGEN IM FEBRUAR

SONSTIGES

Gießen

Maskentreff

Begleitprogramm zur

Ausstellung »Semiglot«,

Werke von Mariella

Mosler

14.00 Kunsthalle

24 FR

AUSSTELLUNGEN

Gießen

Freies Zeichnen und

Malen

Ausstellung der

Arbeiten des Kurses

17.00 ZiBB

BÜHNE

Gießen

Mann-o-Money

Musikalischer Krimi mit

den Schmachtigallen

19.30 Stadttheater

1001 Nacht

Eine Produktion des

Jugendclub-Tanz des

Stadttheaters

20.00 TiL-Studiobühne

Halbzeitpause – Der

fröhliche Fußballabend

mit Ben Redelings

20.00 Jokus

Buseck

Böhmer & Wohlfahrt

Ökumenisches Kabarett:

Frau trifft Mann,

Kuchen trifft Bier,

Katholisch trifft

Evangelisch. Info:

06408/2235

20.00 Kulturzentrum

am Schlosspark

DISCO/PARTY

Gießen

Party tanzbar

mit DJ Cladeque

21.30 Ulenspiegel

Nachttierhaus

Steamin Rock,

Funk’n’Soul mit

DJ Contenance

22.00 Scarabée

Mixtape

mit DJ VIM, DJ Fresh

Nova

22.00 Admiral Music

Lounge

Electric Island

Techhouse, Minimal,

Electro, Indie

22.00 Monkeys

RandGruppen-

Beschallung

80er Gothic, Wave mit

DJ Andypendent

22.00 MuK

FÜHRUNGEN

Gießen

Führung durch das

Mathematikum

16.00 Mathematikum

KONZERTE

Gießen

Französische Chansons

Monika Musteanu (Sopran),

Mirjam Sommer

(Sprecherin), Wolfgang

Wels (Flügel)

17.00 Stadttheater

Geiszbock &

Robert Groos

21.00 Café Amélie

VORTRÄGE

Gießen

Literarische Heimsuchung

III

Wohnzimmerlesung

mit Andreas Maier aus

seinem aktuellen Roman

»Das Haus«. Eintritt:

22 Euro (inkl. Kulinarische

Köstlichkeiten)

20.00 Gießener

Wohnzimmer (wird

erst 3 Tage vor der

Veranstaltung bekanntgegeben)

SONTSTIGES

Gießen

Jam Session

21.00 Lokal International

25 SA

BÜHNE

Gießen

Premiere: Arsen und

Spitzenhäubchen

Krimikomödie von

Joseph Kesselring

19.30 Stadttheater

Anna Blue

Tanzstück von Hagit

Yakira und Tarek Assam

20.00 TiL-Studiobühne

DISCO/PARTY

Gießen

Soul Safari

Soul, Rare Groove,

Funk, Jazz, Latin,

Boogaloo

21.30 Ulenspiegel

House at Admiral

mit DJane Coco Fay,

Sonah

22.00 Admiral Music

Lounge

Cocktail Party

22.00 Haarlem

Indie Fresse Party

mit DJ Demian

22.00 Monkeys

HipHop braucht kein

Mensch…

22.00 MuK

Achterbahn statt

Bällchenbad

Old School, New Metal,

Rock’n’Roll, Industrial

mit DJ Nightnoize

22.00 Scarabée

FLOHMÄRKTE

Gießen

Trödelmarkt

6.00 Rodheimer

Straße 116

Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt Alten-

Buseck

KONZERT

26. Februar

Wetzlar

Roger Cicero

Der Meister reist mit großer Big Band an. »In

diesem Moment« heißt nicht nur ein Song auf

seiner neuen Platte; »In diesem Moment« ist

auch das Motto der abendfüllenden Show von Jazz- und Swing-Star Roger

Cicero.

20.00 Rittal-Arena

BÜHNE

27. Februar

Gießen

Die Rückkehr der Shaolin

Atemberaubende Kung-Fu-Show. Zwei Großmeister

sowie 13 weitere Kämpfer demonstrieren,

was sie über die Shaolin-Kampfkunst gelernt

haben und zu welchen Höchstleistungen ein durchtrainierter Körper in der

Lage ist.

20.00 Kongresshalle

FÜHRUNGEN

Gießen

Literarischer

Erinnerungsgang

durch Gießen

Die plötzlichen Tode

der Hochverräter

Büchner, Börne und

Weidig im Februar 1837

15.00 Brandplatz,

Altes Schloss

VORTRÄGE

Gießen

Kindervorlesung:

Pyramiden und Würfel

Für Kinder von 8 bis

12 Jahren

11.00 Mathematikum

MÄRKTE/MESSEN

Alsfeld

Automobil- und

Freizeitmesse

10.00 Hessenhallen

SONSTIGES

Gießen

Maskentreff

Begleitprogramm zur

Ausstellung »Semiglot«,

Werke von Mariella

Mosler

14.00 Kunsthalle

26 SO

BÜHNE

Gießen

Alessandro Stradella

Romantische Oper

von Friedrich von

Flotow

15.00 Stadttheater

Märchenherz

Jugendstück von

Philip Ridley für alle ab

12 Jahren

18.00 TiL-Studiobühne

DISCO/PARTY

Gießen

Haarlem Party Music

22.00 Haarlem

FLOHMÄRKTE

Buseck

Kinderflohmarkt

10.00 Sammlerund

Hobbywelt

Alten-Buseck

FÜHRUNGEN

Gießen

Familienführung

(Begleitprogramm zur

Ausstellung »Semiglot«,

Werke von Mariella

Mosler)

15.00 Kunsthalle

KONZERTE

Gießen

2. Kammerkonzert

Werke von Wolfgang

Amadeus Mozart und

Jean Francaix

11.00 Stadttheater

Wetzlar

Roger Cicero –

In diesem Moment

20.00 Rittal Arena

VORTRÄGE

Gießen

Aus dem Leben vor

und nach der damaligen

DDR

Internationales Erzählcafé

mit dem Künstler

Matthias Biedenkopf-

Riedel

11.00 ZiBB

Titos Brille

Familiengeschichte

vom Exil, von irrwitzigen

jüdischen Festen

und von einem geplatzten

italienischen

Esel, Lesung mit

Adriana Altaras

19.30 Stadttheater

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Six to Sixteen

Die Messe für Schule

und Freizeit

9.00 Hessenhallen

Automobil- und

Freizeitmesse

10.00 Hessenhallen

Alsfeld

Spielzeugbörse

9.00 Stadthalle

SONSTIGES

Gießen

Zahlengeschichten im

Mini-Mathematikum:

Zwei

Für Kinder im Alter von

4 bis 8 Jahren

15.00 Mathematikum

27 MO

BÜHNE

Gießen

Mystische Welten –

Die Rückkehr der

Shaolin

Kung-Fu-Show über

das Leben der Shaolin-

Mönche. VVK: www.

proticket.biz/ oder

Tel. 0231/9172290,

20.00 Kongresshalle

DISCO/PARTY

Gießen

Independant tanzbar

mit DJ Harry Kane

21.30 Ulenspiegel

Nightclub

mit Florian Michnacs

21.30 Domizil

SONSTIGES

Gießen

Karaoke

21.00 Irish Pub

30 streifzug 2/2012


VERANSTALTUNGEN IM FEBRUAR

28 DI

BÜHNE

Gießen

Glückwunsch, altes

Haus! – 175 Jahre

Liebigschule

Jubiläumsshow

19.00 Kongresshalle

DISCO/PARTY

Gießen

B-Seiten

mit DJs Lunte &

Kinta Kunte

21.30 Domizil

Affenkammer

Indie, Alternative,

Electroclash, Affenpop

22.00 Monkeys

VORTRÄGE

Gießen

Der Giftbaum von

Makassar – Die

Geschichte eines botanischen

Mythos

Vortrag von Dr. Omlor

19.30 Bot. Institut

»…es wird mir Nichts

übrig bleiben, als mich

taufen zu lassen…«

Vortrag von Dieter Steil

über den jüdischen

Gießener Dirigenten

Hermann Levi

19.30 Pankratiusgemeinde

29 MI

BÜHNE

Gießen

Glückwunsch, altes

Haus! – 175 Jahre

Liebigschule

Jubiläumsshow mit

Schülern und Lehrer

der Liebigschule

19.00 Kongresshalle

DISCO/PARTY

Gießen

Der Untergrund lebt

Electro, EBM, Metal,

Gothic, Darkwave mit

DJ Lecur

21.00 Scarabée

Kultmittwoch

22.00 Haarlem

VORTRÄGE

Gießen

Warum gibt es den

29. Februar?

Vortrag mit Dr. Rainer

Euler. Mit Geburtstagsaktion:

Alle Kinder, die

am 29. Februar Geburtstag

haben, haben kostenlosen

Eintritt und bekommen

ein Geschenk

19.30 Mathematikum

Das Notaufnahmelager

Gießen

Eine Institutionen- und

Beziehungsgeschichte

zwischen 1946 und

1990. Vortrag von Dr.

Jeanette van Laak

20.00 Altes Schloss,

Netanya-Saal

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Gießener

Wochenmarkt

7.00 Brandplatz,

Marktlaubenstraße,

Lindenplatz

SPORT

Das Sportereignis

des Monats

in Gießen

Das Derby in der Handball-Bundesliga: Am 17. Februar empfängt der TV

Hüttenberg die HSG Wetzlar in der Gießener Sporthalle Ost. Weitere

Handball-Heimspieltermine: Wetzlar gegen Göppingen (8. Februar), Wetzlar

gegen Berlin (22. Februar/jeweils Rittal-Arena).

präsentiert

08.03. GIESSEN Kongresshalle

MICHAEL HATZIUS

DIE ECHSE

12.02. GIESSEN

Kongresshalle

DER GEWINNERDES

RTL COMEDYGRAND-PRIx

03.03.

GIESSEN

Kongresshalle

12.05.

GIESSEN

Kongresshalle

27.01.

LICH

Bürgerhaus

09.03.

GIESSEN

Kongresshalle

Meine

Kämpfe

13.04. GIESSEN

Kongresshalle

11.02.WETZLARRittal Arena

OLAF

SCHUBERT

12.03.WETZLAR

Stadthalle

04.03.

WETZLAR

Rittal Arena

14.04.

GIESSEN

Kongresshalle

Tickets zum Selbstausdrucken unter www.s-promotion.de sowie an allen

bekannten Vorverkaufsstellen TICKETHOTLINE 06102 -77665

15.02.

WETZLAR

Rittal Arena

Anzeigenhotline: Telefon 06 41/30 03-2 24

Das regionale Stellenportal

mit über 35.000 Stellen

in Mittelhessen

www.JOBS-in-Mittelhessen.de

2/2012 streifzug 31


VERANSTALTUNGEN IM FEBRUAR

*

SAMSTAG, DEN 4. FEBRUAR

Krofdorf-Gleiberg

19.30 Uhr, Mehrzweckhalle, KFF,

Fremdensitzung

Leihgestern

19.31 Uhr, Volkshalle,

KV »Harmonien« Großen-Linden,

Fremdensitzung,

Staufenberg

19.31 Uhr, Stadthalle Staufenberg,

TV Mainzlar, Fastnachtssitzung,

Reiskirchen

19.33 Uhr, Bürgerhaus, RKV,

Prunksitzung

FREITAG, DEN 10. FEBRUAR

Kleinlinden

19.11 Uhr, Bürgerhaus,

Fastnachtssitzung

Langsdorf

20.11 Uhr, Volkshalle, Weiberfastnacht

(Eintritt für Männer

ab 24 Uhr zur After-Show-Party)

Wißmar

20.11 Uhr, Bürgerhaus,

Fremdensitzung

Grüningen

19.33 Uhr, Limeshalle, BGK,

Elferratssitzung

Hungen

19.33 Uhr, Stadthalle,

HCV, Fremdensitzung

Kleinlinden

19.33 Uhr, Bürgerhaus,

Fassenachtssitzung

»Rabatz in Bonifaz«

Londorf

19.11 Uhr, Lumdatalhalle,

»Blaue Raben«, Fremdensitzung

Watzenborn-Steinberg

20.11 Uhr, Volkshalle,

CV »Mollys«, Prunksitzung

MITTWOCH, DEN 15. FEBRUAR

Wetterfeld

14.00 Uhr,

Dorfgemeinschaftshaus,

Fremdensitzung

DONNERSTAG,

DEN 16. FEBRUAR

Gießen

14.11 Uhr, Sturm aufs Rathaus

20.11 Uhr, Kongresshalle,

Weiberfastnacht

(Eintritt für Männer ab 23 Uhr)

Harbach

20.11 Uhr, Saal Herzberger,

Weiberfastnacht

Holzheim

18 Uhr, Kulturelle Mitte,

Weiberfastnacht

Krofdorf-Gleiberg

20.00 Uhr, Mehrzweckhalle,

Altweiberfastnacht

FREITAG, DEN 17. FEBRUAR

Aßlar

20.11 Uhr, Stadthalle,

Herrensitzung

Grüningen

20.11 Uhr, Limeshalle,

Frauensitzung

Londorf

21.00 Uhr, Lumdatalhalle,

Fastnachts-Disco

Reiskirchen

20.00 Uhr, Bürgerhaus,

Weiberfastnacht

Salzböden

20.11 Uhr, DGH,

Fastnachtssitzung

SAMSTAG, DEN 18. FEBRUAR

Gießen-Allendorf

20.11 Uhr, Mehrzweckhalle,

Prunksitzung

Gießen-Lützellinden

20.11 Uhr, Mehrzweckhalle,

Prunksitzung

Gießen-Rödgen

20.11 Uhr, Bürgerhaus,

Prunksitzung

Gießen

20.11 Uhr, Kongresshalle,

Große Prunksitzung

Garbenteich

19.11 Uhr, Sport- und Kulturhalle,

DG, Elferratssitzung

Großen-Buseck

19.30 Uhr, Kulturzentrum,

Fremdensitzung

Laubach

14.11 Uhr, Innenstadt, KVL,

Fastnachtsumzug

Launsbach

20.00 Uhr, Bürgerhaus,

Fremdensitzung

SONNTAG, DEN 19. FEBRUAR

Gießen

13.33 Uhr, Innenstadt,

Fastnachtsumzug

Mücke-Merlau

13.11 Uhr, Innerorts,

Fastnachtsumzug

MONTAG, DEN 20. FEBRUAR

Heuchelheim

19.33 Uhr, Turnhalle,

Rosenmontags-Prunksitzung

Leihgestern

19.00 Uhr, Volkshalle,

Rosenmontagsfete

Lollar

20.11 Uhr, Bürgerhaus,

Rosenmontagsparty

Watzenborn-Steinberg

20.00 Uhr, Volkshalle, Maskenball

mit der Band »Nighttrain«, dem

Duo Rosi & Hilmar, Jörg Bausch,

Tobee & Nic und DJ Stefan Huster

DIENSTAG, DEN 21. FEBRUAR

Bellersheim

14.11 Uhr, Innerorts,

Fastnachtszug

Freienseen

14.11 Uhr, Ortskern

Fastnachtsumzug

Hausen

14.11 Uhr, Innerorts,

Fastnachtszug

Heuchelheim

14.11 Uhr, Ortskern,

Fastnachtsumzug

Krofdorf-Gleiberg

14.00 Uhr, Ortskern,

Fastnachtsumzug

Lollar

14.11 Uhr, ab Grüner Weg,

Fastnachtsumzug

SAMSTAG, DEN 11. FEBRUAR

Alten-Buseck

19.31 Uhr, Harbig-Halle,

Fremdensitzung

Steinbach

20.11 Uhr, »Hessischer Hof«,

Prunksitzung

*AUSGEWÄHLTE TERMINE

32 streifzug 2/2012


Fotos: Sven Stinn

Partynacht im VIP-Bereich

Wo sich sonst Fußball-VIPs bei Heimspielen von Zweitligist Eintracht Frankfurt tummeln,

regieren am 11. Februar laute Klänge und pulsierende Bässe. Mehr als 1600 partybegeisterte

Menschen werden erneut in einer atemberaubenden Nacht den Businessbereich der

Commerzbank-Arena in drei große Tanzflächen verwandeln, um ausgelassen zu feiern.

Heiße Party im

Businessclub der

Commerzbank-Arena

Die »Arena Night« wartet nicht nur mit drei

Floors auf, sondern präsentiert auch eine

Reihe etablierter DJs und Live-Acts, wenn

die Commerzbank-Arena zum zweiten

Mal ihren exklusiven Business-Club für die

facettenreichste und einzigartigste Party

ihrer Art öffnet.

Mit am Start ist die King Kamehameha

Club Band. Donnerstags rockt die international

besetzte Band ihren eigenen Club

und bringt das ehemalige Kesselhaus zum

Dampfen. Auch heute strömen die Partypeople

mit ungebrochener Begeisterung in

ihr KingKa, welches bereits über die

Stadtgrenzen Frankfurts hinaus einen hohen

Stellenwert und Bekanntheitsgrad bei

Feierfreudigen erworben hat. Als DJs an

den Turntables geben dieses Mal u.a. Szenegrößen

wie Toni Rios und Clara da Costa

Vollgas!

Besonders freuen kann man sich auf einen

Auftritt von Ben Stilller alias Mashup Germany.

Der Frankfurter, der mittlerweile von

Brasilien bis Russland die Clubszene aufmischt,

kann als unangefochtener König

des Mashups bezeichnet werden und die

Arena Night ist einer seiner wenigen raren

Auftritte in Frankfurt. Das sollte man nicht

verpassen!

Also schon mal fett mit Rotstift im Kalender

den 11. Februar anstreichen! Los geht es

um 21 Uhr. Dann wird die Commerzbank-

Foto: bf

Arena zu einem heißen Club. Auf drei verschiedenen

Floors ist eine Auswahl an

Finest Sounds für jeden Geschmack zu hören:

Soul, Funk, House, Dance, Electro,

RnB, HipHop und feinste Mash Ups!

Tickets für diese außergewöhnliche Clubnacht

in besonderem Ambiente sind online

für 15 Euro oder für 18 Euro an der

Abendkasse erhältlich. Die Arena Night

wird präsentiert von »YOU FM«. Live dabei

sind: King Kamehameha Club Band, Ben

Stiller aka Mashup Germany, Gogo Dancer,

Light & Laser Show. DJs: Toni Rios, (Cocoon),

Clara Da Costa (Resident Radio Ibiza

Sonica), DJ Holsh (Living XXL, Opern Ball),

DJ Sherry (Sky Club).

bf

2/2012 streifzug 33


AM MAIN

Ein Besuch im Occupy-Camp

Sie sind ein Fremdkörper. Mitten in Frankfurt. Rings um sie herum – zwischen Kaiserstraße und

Willy-Brandt-Platz – stehen die Türme, in denen es ums große Geld geht. Die Zentralbank,

Commerzbank und BKK haben hier ihren Sitz. Mittendrin: Notdürftig geflickte Zelte, Europaletten

und zusammengeschusterte Versammlungshütten aus Holz. Die Occupy-Bewegung ist in der

Stadt der Banker präsent. Aber statt zu debattieren, kämpfen die Aktivisten ums Überleben.

Pulli, Winterjacke, Schal und Mütze – alles

zwecklos. Zwar ließen sich die Temperaturen

rund um den Gefrierpunkt ertragen, aber der

schneidende Wind dringt doch in den letzten

Winkel der Kleidung. Es ist 10.13 Uhr.

Das Camp der Occupy-Aktivisten wirkt verlassen.

Zelte stehen kreuz und quer auf der

Wiese. Einige sind zusammengeflickt, andere

niegelnagelneu. Träge wehen Zettel an Wäscheleinen.

Auf ihnen stehen Parolen wie

»Mindestlohn! Jetzt!«, »Drogenfreie Zone«

oder »Diktatur der Finanzmärkte brechen«.

Auf einem kleinen Hügel der Grünanlage

steht eine Frau mit kurzen grauen Haaren.

Typ: Lehrerin. Sie kämpft an einem Baum mit

einer wehenden, bedruckten Plane. Ein Seil

ist abgerissen, und sie versucht, die schwere

Plane wieder einzufangen und zu befestigen.

Die Doña Quijote heißt Gudrun und kommt

aus der Eifel. Für drei Tage sei sie ins Camp

gekommen, erzählt sie. »Ich habe mir Urlaub

genommen, um an Diskussionen teilzunehmen,

mich schlau zu machen, was die Bewegung

will, und um sie zu unterstützen.«

Doch nun, nach zwei Tagen und einer Übernachtung

im Schatten der Hochhäuser, ist sie

ernüchtert. »Wer diskutieren will, muss das

Camp sichern«, sagt sie und schüttelt mit

dem Kopf. »Es ist schwer, in so einer Situation

das Lagerleben zu unterstützen, ohne

demoralisiert zu sein.«

Die Situation stellt sich für Gudrun so dar:

Die Camp-Aktivisten sind voller kreativer

Ideen, wollen den Protest gegen wirtschaftsund

bankenfreundliche Politik ausweiten.

Wer das Camp auch nur für einige Tage besucht,

soll so viel wie möglich von der

Atmosphäre und den Ideen aufsaugen und

weitertragen. »So unscheinbar das Camp

aussieht«, sagt sie und lässt ihren Blick über

die Zelte schweifen, »diese Aktion schlägt

Wellen.« Warum sie dann resigniert wirkt?

»Hier wird demonstriert, dass es so nicht

weitergeht«, betont sie, »aber niemand sagt,

wohin die Reise gehen soll.« Außerdem, so

beklagt sie, würden Junkies und Bettler ins

Lager kommen und »destruktive Stimmung«

verbreiten. Sie schiebt schnell hinterher: »Es

ist gut, dass das Lager offen für alle ist, aber

die Stimmung wird dadurch nicht besser.«

Doch nicht für alle ist das Lager offen. Von

Politikern wollen sich die Aktivisten nicht

vereinnahmen lassen. Das zeigen die Plakate,

die im Camp zu sehen sind. Direkt am In-

Veranstaltungen in Frankfurt

Mittwoch, 1. Februar

Wolf und Wildnis in Brandenburg

Aus der Vortragsreihe »Abenteuer

Naturschutz«

➛ 18.00 Zoo

Donnerstag, 2. Februar

Peter Vollmer

Der Programmtitel sagt eigentlich alles:

»Frauen verblühen, Männer verduften«

➛ 20.00 Die Käs

Freitag, 3. Februar

Bloodgroup

Island hat mehr als nur Geysire und Vulkane,

sondern auch eine gute Band, die handgemachte,

elektronische Musik spielt

➛ 20.00 Das Bett

Samstag, 4. Februar

Nicolai Friedrich

Der Magier und Mentalist zeigt nicht nur

Zaubertricks, sondern will die Gedanken

seiner Zuschauer lesen. Ob das wirklich

jeder will?

➛ 20.00 Alte Oper

Dienstag, 7. Februar

The bony king of nowhere

Seinen Künstlernamen hat sich der Belgier

Bram Vanparys aus einem Radiohead-Lied

geklaut. Wer betörende Melodien mit weisen

Texten hören will, ist hier genau richtig

➛ 20.00 Brotfabrik

Mittwoch, 8. Februar

Mia Pittroff

Endlich mal eine Komikerin, die ohne

Er-sagt-sie-sagt-Vergleiche auskommt. Und

dafür wurde sie 2011 zweimal ausgezeichnet

➛ 20.00 Die Käs

Donnerstag, 9. Februar

The miserable rich

Folk und Pop, gemischt mit ein wenig Pomp

und Heulsusenmomenten, aus den USA

➛ 20.00 Brotfabrik

Nino Haratischwili

Die Schriftstellerin erzählt in ihrem Roman

»Mein sanfter Zwilling« von zwei Menschen

und einer auf den ersten Blick unmöglichen

Liebe

➛ 20.00 Romanfabrik

Freitag, 10. Februar

Kurt Krömer

Der nackte Wahnsinn: So heißt das neue

Programm des bekannten Comedians, der

einmal mehr nach Frankfurt kommt.

➛ 20.00 Alte Oper

Sonntag, 12. Februar

Heiße Zeiten – Wechseljahre

Die Heldinnen aus den US-Erfolgsserien »Sex

and the City« und »Desperate Housewives«

können bei diesen Revue-Damen einpacken.

Die Akteurinnen sind in den besten

Jahren, und das zeigen sie auf der Bühne

in unnachahmlicher Art und Weise

➛ 20.00 Fritz Rémond Theater im Zoo

34 streifzug 2/2012


AM MAIN

fostand nahe des Euro-Zeichens sitzen auf

einem Plakat Angela Merkel und Nicolas Sarkozy

als kleine Kinder auf einem Roulettetisch.

Im Hintergrund: Josef Ackermann von

der Deutschen Bank, der sich die Hände

reibt. Neben der Küche steht ein überdimensionaler

Stundenplan: Montags trifft sich der

Arbeitskreis Theater, am Dienstag der AK Demo.

Denn Arbeiten ist eigentlich angesagt.

Der Infostand wird von Uwe betreut. Der

grauhaarige Mann hat einen Norwegerpulli

an, einen Kaffee in der einen und eine Zigarette

in der anderen Hand. »Wir haben diese

Nacht ziemlich gekämpft«, sagt er und lässt

sich auf einen Stuhl fallen. Uwe, Jahrgang

1961, ist seit dem 70. Tag im Occupy-Camp.

Er glaubt, die Präsenz der Aktivisten habe

schon einiges bewirkt. »Die Banker machen

ihre Jalousien nicht runter, sondern schenken

uns Aufmerksamkeit«, sagt er. »Einige sagen

uns, die Finanzmärkte zu regulieren, sei eine

vernünftige Forderung.« Vor allem aus dem

unteren und mittleren Management erhielten

die Besatzer Zuspruch. 50 bis 80 seien

im Camp. Das Problem: Es ist ein Kommen

und Gehen. Ziel müsse sein, das Lager straffer

zu organisieren, damit mehr diskutiert

und Aktionen geplant werden könnten.« Das

nasskalte Wetter und der Wind würden aber

an der Substanz zehren. »Es ärgert mich,

wenn wir ständig reparieren müssen und

nicht dazu kommen, das Camp zu politisieren.«

Zwei Monate werde der Zustand anhalten.

»Das müssen wir überstehen.«

Es ist 11.03 Uhr. So langsam füllt sich das Lager.

Ein Spanier schlurft zum Kaffee. Eine junge

Frau mit kurzen Haaren löffelt Joghurt aus,

Das Camp liegt im Schatten der großen Banktürme.

während ein arabisch stämmiger Mann mit

Ju-Jitsu den Tag begrüßt. Uwe schaut sich das

an und lächelt. »Wir sind international hier«,

sagt er, »und repräsentieren den Bevölkerungsdurchschnitt.«

Das Camp würde nicht

existieren, wenn es keine so breite Unterstützung

gebe. »Viele kommen vorbei und

lassen materielle und finanzielle Spenden

da«, erzählt er. »Und die Tafel unterstützt uns

mit Nahrungsmitteln.« Angesprochen auf das

nahe Bahnhofsviertel und mögliche Kriminelle

im Camp, schüttelt Uwe den Kopf. »Nein.

Kürzlich liefen randalierende Jugendliche

über den Platz und riefen scheiß Kommunisten.

Die sind aber weitergezogen.« Ob sie

sich von der derzeitigen Stimmung entmutigen

lassen? Uwe lacht. »Wir holen alle 14 Tage

eine Genehmigung vom Ordnungsamt.

Das machen wir so lange, bis sich grundlegend

etwas geändert hat. Kays Al Khanak

Ausgangspunkt der Occupy-Bewegung ist

New York City. Im September des vergangenen

Jahres besetzten Demonstranten den

Zuccotti-Park in Manhattan. Sie prangerten

die soziale Ungleichheit in Amerika an und

kritisierten, dass Reiche zu viel Einfluss auf

die politischen Akteure hätten. Außerdem

wenden sie sich gegen eine wirtschafts- und

bankenfreundliche Politik. Nach dem Vorbild

der Occupy-Wall-Street-Bewegung entstanden

weltweit zahlreiche weitere Aktionen –

wie die in Frankfurt.

Foto: khn

Montag, 13. Februar

Juliana Da Silva & Band

Mit ihrer samtig-voluminösen Stimme will

die Brasilianerin ihr Publikum verzaubern

➛ 21.00 Jazzkeller

Wagner verstehen

In dem Vortragszyklus geht es diesmal um

den lustigen Richard Wagner, um

Humoristika, Parodien und Karikaturen.

Referent: Malte Krasting

➛ 18.00 Chagallsaal

Mittwoch, 15. Februar

Irrungen, Wirrungen

Eine deutsche Alltagsgeschichte nach dem

Roman von Theodor Fontane

➛ 20.00 Katakombe

Model

Dunkle Abgründe des Lebens treffen bei

diesem musikalischen Quintett auf türkische

Rockmusik

➛ 20.00 Das Bett

Freitag, 17. Februar

Edith & Elvis

Der Spatz von Paris und der King of Rock'n'-

Roll – eine musikalische Reise von der Stadt

der Liebe nach Memphis

➛ 20.00 Katakombe

Samstag, 18. Februar

Peggy Picket sieht das Gesicht Gottes

Eine Komödie über Menschen, die es gut

mit sich und der Welt meinen

➛ 20.00 Titania

Sonntag, 19. Februar

Anna Ternheim

Die schwedische Singer-Songwriterin der

Extraklasse gibt sich die Ehre

➛ 20.00 Mousonturm

Ariane et Barbe Bleue

Das Märchen in drei Akten wird auf Französisch

mit deutschen Untertiteln aufgeführt

➛ 19.30 Oper Frankfurt

Montag, 23. Februar

Abdelkarim

Der Marokkaner aus der Bielefelder Bronx

zeigt sein Programm »Zwischen Ghetto und

Germanen«

➛ 20.00 Die Käs

Dienstag, 28. Februar

Liz Green

Die britische Singer-Songwriterin mischt in

ihren bisweilen düsteren Songs Jazz mit

Blues

➛ 20.00 Brotfabrik

Mittwoch, 29. Februar

Sting

Der Altmeister geht auf seine

»Back to Bass«-Tour

➛ 20.00 Jahrhunderthalle

Roger Cicero

Der Swingsänger spielt mit seiner

Bigband auf

➛ 20.00 Alte Oper

2/2012 streifzug 35


Fotos: bf

Ein Jahr für Raum,

Zeit und Theater

Noch bis zum 31. August existiert das übergreifende theaterwissenschaftliche

Projekt »Zwischenraum« in der Bahnhofstraße. Wieso es dazu kam

und warum Gießen genau das braucht, erzählten uns die Initiatoren.

»Als wir hier aufgemacht haben, das war eigentlich so

der Zeitpunkt, an dem ich gesagt habe, jetzt bin ich

in Gießen angekommen. Man hat eine ganz andere

Aufgabenstellung, die man vorher vielleicht auch

gesucht hat, und sich so ein bisschen gefragt hat, was

is das hier eigentlich, was kann ich hier machen, wo

halte ich mich auf und so.« Vor knapp zwei Jahren ist

Paul Chico Freisleben nach Gießen gekommen. Nicht

viel später schon stürzte er sich fast schon Hals über

Kopf in diese Aufgabenstellung. »Ich habe mich halt

an erster Front gemeldet. Doch es hat dann eine ganze

Sitzung mit den Leuten vom letztem Jahr gedauert,

bis ich kapiert habe, auf was ich mich da eigentlich

einlasse.«

Doch von Reue keine Spur. Im Gegenteil. Weder bei

ihm, noch bei Nick-Julian Lehmann oder Tessa Theisen.

Zusammen leiten die drei das aktuelle Diskursfestival

des Instituts für Theaterwissenschaften der

Universität Gießen. Unter dem Namen »Exkurs

Zwischenraum« zeigt es sich dieses Jahr dank des jungen

Exkursteams von einer neuen Seite.

Alle drei Organisatoren waren 2010 bei der Vergabe

der Aufgabe relativ frisch nach Gießen gezogen. Eine

Tatsache, die in Paul Chico Freislebens Augen förderlich

war: »Weil wir die ganze Vorgeschichte nicht hatten,

waren wir ein bisschen freier in dem: Wie denken

wir das Ganze überhaupt? Ich denke, wenn man

das Festival jetzt schon fünf Jahre miterlebt hätte – ob

man sich überhaupt getraut hätte zu sagen, ok wir

schmeißen die Struktur einfach mal komplett über

den Haufen?« Denn anstelle des sonst mehrtägigen

Diskursfestivals, steht nun ein Einjahresprojekt. »Wir

haben uns gefragt, wie man ein Festival organisiert,

wie man das denkt und was da stattfinden kann«, erklärt

Nick-Julian Lehmann die Vorbereitungsphase vor

der Eröffnung des »Zwischenraums« am 11. Oktober


CAMPUS

Ein Blick in

die Ausstellung

Galerie

»Artefakt«

2011. Unter dem Titel »Ein Jahr für Raum,

Zeit und Theater« ist die 27. Ausgabe des

Festivals ein öffentliches Wohnzimmer, Bühne,

Galerie, Treffpunkt, Workshop, aber vor

allem ein Raum, »in dem ein Diskurs stattfinden

kann, was dann auch nicht immer geplant

ist«, betont Nick-Julian Lehmann.

»Wir wollten einfach einen Raum schaffen

und mit den Besuchern in einem Prozess

herausfinden, was Gießen braucht und was

hier entstehen kann«, erklärt der Student der

Angewandten Theaterwissenschaften. »Es ist

immer wieder lustig zu beobachten, wie

Diskurs funktioniert und wie Gruppen aufeinandertreffen«,

schildert Tessa Theisen ihre

Erlebnisse während der letzten Monate dieser

Zwischennutzung. »Gerade am Donnerstag

ist im Prinzip ganz Gießen hier, Leute aus

allen Kontexten kommen. Also wenn ich

donnerstags hier reinkomme, kenne ich fünf

Leute«, beschreibt Paul Chico Freisleben

den, von den Organisatoren zuvor auch erhofften,

Mix aus Besuchern.

Erst zirka acht Wochen vorher stand fest, in

welchen Räumen der Exkurs Zwischenraum

stattfinden sollte. Es folgten durchgehend

zehnstündige Renovierungstage, viel Koordination

und schließlich am 11. Oktober 2011

die Eröffnung in den Räumen des ehemaligen

Bettenhaus Röhr in der Bahnhofstraße

44. »Das war schon überwältigend!«, gibt der

gebürtige Berliner zu.

»Wir hatten auch einen krassen Theoriediskurs,

bei dem wir uns immer gefragt haben

warum und wieso«, resümiert Tessa Theisen.

»Natürlich versucht man stets das Große

und Ganze zu sehen, aber im Prinzip beschäftigt

man sich oft nur mit Sachen, die so

akut angefallen sind.« »Und letzten Endes

geht es trotzdem darum, dass man sagt: Wir

brauchen Orangensaft«, fügt Jan-Niklas Lehmann

hinzu.

Theisen habe so aber auch neue Ansätze an

Gießen entdeckt: »Als wir hier eingezogen

sind, sind uns relativ schnell noch andere

Dinge ins Auge gesprungen, die ähnliche

Anliegen hatten.« Anzeichen von neuen

Initiativen waren da beispielsweise das neu

gegründete Künstlerkollektiv Soll & Haben

oder das rauschhaus – zum ersten Mal – in

der Ludwigstraße. »Da würde ich vom Gefühl

her schon sagen, dass Gießen Lust auf

solche Sachen hat«.

Und solche neuen Initiativen wollen die drei

ab April auch am eigenen Leib spüren. Denn

von da an beginnt die viermonatige Kooperationsphase.

Sie nennen es »Ausschreibung«.

In der Umsetzung sind es ein- bis

zweiwöchige Patenschaften, die man mit

dem »Zwischenraum« eingehen kann. Und

das kann jeder. »Inhaltlich gibt es keine Vorgaben.

Es können eigene Projekte sein, es

kann aber auch einfach nur das Bedürfnis

sein, ein oder zwei Wochen diesen Raum zu

gestalten oder andere Formate zu entwickeln«,

erklärt Tessa Theisen, die selbst in

der Kooperationsphase ihre Abschlussarbeit

des Master-Studiengangs Choreografie und

Performance zeigen wird. Außerdem stehen

schon ein Schulprojekt und einen Teil der

Theatermaschine auf dem Plan. Willkommen

seien alle Richtungen an »Projekten,

Nutzungs- und Interventionsideen«. »Und

deshalb wäre es großartig, wenn in der

Kooperationsphase gerade ganz andere

Sachen dazukommen«, wünscht sich Jan-

Niklas Lehmann. Hierfür könne sich jeder

einfach formlos anmelden unter zwischenraum.giessen@googlemail.com.

Das ist auch etwas, was Gießen als immense

Studentenstadt manchmal fehle, eigene

Initiative. Zwischen straffen alteingesessenen

Konstrukten, hoher »Fluchtuation« und dem

allseits bekannten »Gießen Bashing« anstelle

von persönlichem Engagement steht in der

Bahnhofstraße nun der »Zwischenraum« und

spiegelt einen Lichtblick wider. Dazu hofft

Jan-Niklas Lehmann: »Vielleicht kann man

hier etwas weitergeben und den anderen

Leuten zeigen, es ist etwas möglich, das

wäre schon ziemlich gut und spannend. Im

Endeffekt gibt es schon viel Interesse!« und

Paul Chico Freisleben resümiert: »Ich habe

gelernt, wie viel dann doch irgendwie auch

möglich ist in Gießen, wenn man es denn

versucht und macht. Dadurch habe ich die

Stadt noch mehr schätzen gelernt.«

Mehr Informationen und die Veranstaltungen

unter: www.diskursfestival.de. Formlose

Anmeldung zur Kooperation im Internet unter

zwischenraum.giessen@googlemail.de.

Isabelle Egon

2/2012 streifzug 37


Foto: Archiv

Hilfe von Experten

Als Monat der mündlichen Prüfungen ist der Februar bei vielen Studenten

verhasst. Nicht Partys, sondern Pauken und Panik stehen für viele auf der

Tagesordnung. Und dann auch noch das: Blackout im Angesicht des

Professor! Wir haben große Denker gefragt, mit welchem Spruch sie

reagieren würden, wenn während der mündlichen Prüfung das eigene

Unwissen plötzlich aufzufliegen droht. Ein Ratgeber für

fast alle Fachbereiche…

WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN

»Wer überleben will, muss zwar nicht

unbedingt so schnell laufen können wie der Bär,

aber bitte doch schneller als die Mitläufer.«

Josef Ackermann, Banker, 1948 – heute

SPRACHWISSENSCHAFTEN

»Die deutsche Sprache sollte sanft und

ehrfurchtsvoll zu den toten Sprachen abgelegt

werden. Denn nur die Toten haben die Zeit,

diese Sprache zu lernen.«

Mark Twain, Autor, 1835 – 1910

ERNÄHRUNGSWISSENSCHAFTEN

»Da kann einer sagen was er will:

Das beste Essen ist immer noch das Trinken.«

Heinz Erhardt, Komiker, 1909 – 1979

POLITIKWISSENSCHAFTEN

»Ist das live gewesen jetzt gerade?«

Karl-Theodor zu Guttenberg,

Politiker und Freiherr, 1971– heute


COMPUTERLINGUISTIK

»Trotz allem was Organische sagen,

sind wir einzigartige Geschöpfe.«

C-3PO, Roboter aus Star Wars,

1977 – heute

PHILOSOPHIE

»Natürlich gibt es eine jenseitige Welt.

Die Frage ist nur: Wie weit ist sie

von der Innenstadt entfernt,

und wie lange hat sie geöffnet?«

Woody Allen,

Regisseur und Denker, 1935 – heute

MEDIZIN

»Medizin ist die Kunst, dem Menschen

die Zeit zu vertreiben, die der Körper

braucht, um sich selbst zu heilen.«

Dr. med. Eckhard von Hirschhausen,

Mediziner und Kabarettist, 1967 – heute

PHYSIK

»Wer es unternimmt, auf dem Gebiet

der Wahrheit und der Erkenntnis

als Autorität aufzutreten,

scheitert am Gelächter der Götter.«

Albert Einstein, Physiker, 1879 – 1955

BIOLOGIE

»Ohne Spekulation gibt es

keine Beobachtung.«

Charles Darwin, Biologe, 1809 – 1882

KUNSTGESCHICHTE

»Eine Kunstrichtung hat sich erst dann

durchgesetzt, wenn sie auch

von den Schaufensterdekorationen

praktiziert wird.«

Pablo Picasso, Künstler, 1881 – 1973

Hauptsache,

den Mund aufmachen.

Das

ist »Loddars«

Tipp für die

»Mündliche«

MATHEMATIK

»So kann also die Mathematik definiert

werden als diejenige Wissenschaft,

in der wir niemals das kennen, worüber

wir sprechen, und niemals wissen,

ob das, was wir sagen, wahr ist.«

Bertrand Russell,

Mathematiker, 1872 – 1970

TIERMEDIZIN

»Möpse sind mit Hunden nicht zu

vergleichen. Sie vereinigen

die Vorzüge von Kindern, Katzen,

Fröschen und Mäusen.«

Loriot, Humorist und Tierliebhaber,

1923 – 2011

THEATERWISSENSCHAFTEN

»Ich habe es satt, so zu tun, als wäre

mein Leben nicht perfekt und geil. Als

wäre ich nicht ein verdammter Rockstar

vom Mars und jede Sekunde siegreich.«

Charly Sheen, Schauspieler,

1965 – heute

MUSIKWISSENSCHAFT

»Ich vermute mal, dass irgendwie jeder,

der den Ehrgeiz hat,

etwas zu erschaffen und nicht

kaputt zu machen, Respekt verdient.«

Kurt Cobain, Musiker und Popidol,

1967 – 1994

SPORTWISSENSCHAFT

»Und wenn dein Reden auch

stockfalsch und blödsinnig ist – Hauptsache,

du tust wieder den Mund auf.«

Lothar Matthäus, Fußball-

Rekordnationalspieler, 1961 – heute

Auswahl: fd

Foto: Imago

DREI PFLICHTVER-

ANSTALTUNGEN

von der »Gießen-Seite«

www.wasmichicheigentlichhier.de

Energie bewegt

Physik. Nicht unbedingt eine Werbeparole,

wenn es um Veranstaltungsreihen für Oberstufenschüler

geht. Doch die Physiker an der

JLU machen es trotzdem und das mit Erfolg!

In einem lockeren Vortrags-, Experimentierund

Diskussionsprogramm wird in Augenschein

genommen, was Physik bewegt. Das

Motto: Energie – Was macht sie, woher

kommt sie und wie können wir sie weiterentwickeln.

Im Februar stehen die Themen Wüstenstrom

(4.) und Wind- und Wasserenergie

(11.) im Wilhelm-Hanle-Hörsaal der Physikalischen

Institute auf dem Vorlesungsplan.

Trödeln wie’s gefällt

Die Stadt wird zum

Flohmarkt und WGs

zu den Ständen. So wird einmal anders getrödelt.

Kein frühes Aufstehen, dafür neue

Eindrücken, Krimskrams, Getränke und Musik.

Gießen feiert das erste WG Flohmarkt Fest

in den Häusern der Stadt. Wo man am

11. Februar ab 17 stöbern kann, ist auf einem

Flohmarktplan verzeichnet. Infos: www.wasmachicheigentlichhier.de.

Im Anschluss gibt

es im Zwischenraum (Bahnhofstraße) eine

Trödel-Feier.

Fasching in der

Ludwigsstraße

Vielleicht reiht sich

Gießen nicht direkt

hinter Köln und

Mainz ein. Doch es gibt einen Faschingstag,

den man nicht versäumen darf. Denn am

Faschingsonntag brennt die gute alte Ausgehmeile

Ludwigstraße mal wieder so richtig.

Hoch, runter, wohin man auch geht, es fastnachtet

auf der Straße und in den Kneipen.

Havana, Ritzi’s, Melchiors, Red Brick und Apfelbaum

sind nur einige Anlaufstellen. Und

was natürlich auch nicht fehlen darf, ist ein

waschechter Faschingsumzug. Helau!

2/2012 streifzug 39


Diese

Partys

sind

Luxus

Angefangen hat es mit einer kleinen WG-

Fete. Mittlerweile gehören Benjamin Myk

und Frederik Möller zu den einfallsreichsten

Partyveranstaltern der Stadt. Ihre WG-

Deluxe-Mottopartys sind Kult. Die nächste

steigt am 10. Februar in der »Ess-Bahn«, der

Kantine der DB. Das Motto: Maskenball!

»Das Wort Wohngemeinschaft (kurz: WG)

bezeichnet das Zusammenleben mehrerer

unabhängiger Personen in einer Wohnung.

Allgemeine Räume wie Bad,

Küche oder auch Wohnzimmer

werden dabei gemeinsam

genutzt«, so die Wikipedia-Definition

einer WG.

Dass eine WG aber viel mehr sein kann als

das, zeigen Benjamin Myk und Fredo Möller

mit ihrem Projekt »WG Deluxe«, mit

dem die beiden angehenden Juristen exklusive

Partys für Studierende und jedermann

veranstalten.

Entstanden ist das Gießener Partyprojekt in

ihrer eigenen WG und den dortigen, unter

Studenten üblichen, Partys.

Es begann 2004. Ben Myk

zog nach Gießen, um dort

Jura zu studieren. Ein Zimmer

fand er in einer ganz besonderen

WG oberhalb der

Sparkasse in der Frankfurter Straße: der

»WG Deluxe«, wie er es nannte. Und das

nicht nur, weil hier einst Eva Briegel, Frontfrau

der Gießener Band Juli, gewohnt hatte.

In der WG gab es alles, was das Studentenherz

begehrt: Waschmaschine,

Mikrowelle und einen großen Balkon mit

ganz viel Sonne.

Seine Einweihungsparty feierte Ben Myk

dazu passend im großen Stil: Mit dem Einladungsflyer

lud er in seine »WG Deluxe«

ein. 80 Leute kamen und feierten in einem

Zimmer und der Küche.

Wie das so üblich ist zogen in den nächsten

Monaten WG-Mitglieder aus, neue kamen

hinzu, aber immer wieder gab es eine

»WG Deluxe«-Party. »Wir haben einmal

im Jahr eingeladen und sind das professionell

angegangen. Wir haben sogar die

Möbel in eine Nachbarwohnung geräumt«,

40 streifzug 2/2012


KULTUR

erinnert sich der Organisator an die Anfänge

der Partys, die immer unter einem

außergewöhnlichen Motto standen. Legendär

bleibt die Schlagerparty mit Bierkastenbühne

und Liveperformance.

»Zuletzt kamen 350 Leute zu den Partys«,

sagt Myk. Die Folge: Es gab nicht genug

Platz für alle. Und so entschloss man sich,

die Mottopartys unter dem Label »WG

Deluxe« fortan in anderen Locations auszurichten.

Die erste fand 2008 unter dem

Motto »Casino Deluxe« im Ulenspiegel

statt. Der Erfolg gab den beiden Machern,

die mittlerweile zu den größten und einfallsreichsten

Partyveranstaltern der Stadt

zählen, recht.

Neben der jährlichen »WG Deluxe«-Mottoparty

haben sich längst weitere Partyreihen

von Myk und Möller etabliert. So bereichern

die beiden mit der Erstsemesterfete

»Meine erste Uni-Party« (in der Regel

im Ulenspiegel), der dreimal jährlichen

»Justitia is a DJ – die Jura-Examensparty« zu

allen Examensterminen der Juristen sowie

der Benefizveranstaltung »Prof. Dr. DJ –

Eure Profs machen Musik« im Audimax der

Universität das Gießener Nachtleben. Bei

der »Prof. Dr. DJ«-Party treten freiwillige

Professoren-DJs der einzelnen Fachbereiche

im DJ-Battle gegeneinander an. Der

Sieger erhält eine Spende für die Bibliothek

seines Fachbereichs. 3700 Euro sind

so schon in die Bibliotheken der Justus-

Liebig-Universität geflossen – zuletzt spielten

die Soziologen den Titel ein, den sie in

der nächsten Runde im Frühsommer verteidigen

müssen. »Wir wollen damit keinen

Profit machen«, sagt Benjamin Myk,

der mit Frederik Möller auch hinter dem

Namen »Goldrausch« steckt und unter diesem

Label einen flavoured Wodka vertreibt.

Eine echte Gießener Schnapsmarke.

Die nächste »WG Deluxe-Party« findet am

Freitag, 10. Februar, in der »Ess-Bahn«, der

Kantine der Deutschen Bahn (Bahnhofstraße

96), statt. »Wir sind immer auf der Suche

nach außergewöhnlichen Veranstaltungsorten«,

sagt Benjamin Myk. Gerade

die »Ess-Bar« sei toll – von dort schaue

man direkt auf die fahrenden Züge, was

besonders im Dunkelen ein stimmiges Bild

abgebe. Das Motto »Maskenball Deluxe«

ist an diesem Abend Programm – der Slogan

»Dress to Impress«. Ohne Maske bekommt

man keinen Einlass. Die Art der

Maske ist egal. »Es können elegante oder

hässliche sein«, sagt Benjamin Myk. Beginn

ist um 21 Uhr, für die passende Musik

sorgt DJ Chris Sharp. Sabine Glinke

30 Jahre Abenteuer

Die Wüsten der Erde sind seine zweite

Heimat. Seit seinem 17. Lebensjahr hat Michael

Martin, Jahrgang 1963, rund 150 Reisen

durch die Wüsten- und Trockengebiete

der Welt unternommen. Er fuhr mit dem

Mofa nach Marokko, mit dem Peugeot 504

durch die Sahara und mit dem Motorrad

um die ganze Welt. Im September 2009

erschien sein Bildband »30 Jahre Abenteuer«.

Mit dem gleichnamigen Vortrag ist er

seitdem auf Tournee, um sein Publikum

mit seinen Geschichten und Dias für einen

Abend mit auf ein ganz persönliches Abenteuer

zu nehmen. Am Mittwoch, 1. Februar,

um 19.30 Uhr, ist er damit im Kulturzentrum

am Schlosspark in Großen-Buseck zu

Gast. Der gebürtige Münchner ist Diplom-

Geograf, Abenteurer und Wüstenfotograf.

Seit über 30 Jahren prägen Reisen und

Fotografieren sein Leben. In seinem Diavortrag

zieht er eine Zwischenbilanz. Mit

***

Wir verlosen 2x2 exklusive »WG Deluxe

Friends«-Tickets. Mit ihnen bekommt man

nicht nur freien Eintritt, sondern hat bis

23 Uhr auch einen reservierten Platz in der

»Ess-Bahn« und kann an der Warteschlange

vorbei. Für alle anderen gilt: Der frühe

Vogel fängt den Wurm. Eintritt 4 Euro.

einzigartigen Bildern und spannenden

Erzählungen – lebendig, kompetent und

oftmals selbstironisch – lässt Martin die

Zuhörer an seinem aufregenden Leben

teil- haben und entführt sie in fremde

Welten. Herausragend ist die Qualität seiner

Fotos.

20 Bücher hat er bisher geschrieben, sein

aktuelles Projekt »Planet Wüste« führt ihn

durch die Eiswüsten.

bf

Premieren im

Theater

Macbeth

Tanzstück. Premiere am 11. Februar,

19.30 Großes Haus

Bühnenbildmodell

Nach siegreichem Kampf begegnet

Feldherr Macbeth drei Hexen. Sie prophezeien

ihm, er werde König von

Schottland. Die Vorsehung verläuft wie

erwartetet: Macbeth beginnt, alles was

ihm lieb und teuer ist zu vernichten

und schreckt selbst vor Mord an seinem

besten Freund nicht zurück. Doch

auch die Königskrone verschafft Macbeth

nicht die erhoffte Befriedigung.

Getrieben von unstillbarem Machthunger

entwickelt sich Macbeth zu einem

jähzornigen Tyrannen, von dem sich

alle Gefährten abwenden. Die Choreografen

David Williams und Tarek Assam

nähern sich mit tänzerischen Mitteln

der Aktualität des Stoffes. Die Tanzcompagnie

wird von der Jazz-Band »lines &

rhythm« begleitet.

Arsen und Spitzenhäubchen

Kriminalkomödie. Premiere am

25. Februar, 19.30 Großes Haus

Martha und Abby Brewster, zwei fromme,

lebensfrohe Damen, die in der

Nachbarschaft für ihre Hilfsbereitschaft

bekannt sind, haben es sich zur Aufgabe

gemacht, alten alleinstehenden Herren

Erleichterung zu verschaffen. Und

das auf eine delikate Weise. Um den

Männern einen Lebensabend in Einsamkeit

zu ersparen, befördern sie sie

kurzerhand ins Jenseits. Das geht so

lange gut bis ihr Neffe ein Opfer in der

Wohnzimmertruhe entdeckt. Nach und

nach tauchen elf weitere Leichen sowie

Mortimers verschollener Bruder Jonathan

auf. Die ganze Geschichte endet

in einem chaotisch-komischen Finale.

Ein Klassiker des schwarzen Humors,

der vor 70 Jahren am Broadway seine

Uraufführung erlebte.

2/2012 streifzug 41


SPORTWELT

Mein erstes Mal: Yoga

Mit engen

Leggins und

rosa Stulpen

Beim ersten Mal tut’s noch weh. Diese Erfahrung dürfte wohl so

ziemlich jeder gemacht haben, der schon einmal den Versuch

unternommen hat, mit dem Kopf sein Bein zu berühren,

sei es zu Hause im Wohnzimmer, beim Fußballtraining

oder im Sportunterricht. Was genau

die Stirn allerdings an der Kniescheibe verloren

hat, wo überhaupt der Beckenboden ist, und wer der

herabschauende Hund und der Krieger II sind – darauf gibt

es die Antworten beim Yoga.

Wie erwartet bin ich der einzige Mann im

Kursraum des »World of Fitness« im Schiffenberger

Tal in Gießen. Meine anfängliche

Skepsis, ob es eine gute Idee war, hierher

zu kommen, weicht jedoch schnell einem

durchaus angenehmen Gefühl – zumindest

was die visuelle Wahrnehmung betrifft. Für

einen Moment komme ich mir vor wie in

Eric Prydz’ Videoclip zum Song »Call on

me«, in dem der Protagonist – ebenfalls

Hahn im Korb – in einem Fitnessstudio mit

einer ganzen Menge eng und leicht bekleideter

Damen um die Wette schwitzt.

Zugegeben, eine Menge ist es nicht, dennoch

muss ich mir eingestehen, dass meine

volle Konzentration nicht immer der

jeweiligen Übung gilt, sondern hin und

wieder abschweift auf die holde Weiblichkeit.

Los geht es dann mit dem Sonnengruß,

der mir zunächst keine Probleme bereitet.

In aufrecht stehender Haltung werden die

Hände zusammen vor dem Körper über

den Kopf geführt. Als es aber heißt, den

Oberkörper nach unten zu kippen, die

Finger so nah wie möglich in Richtung

Zehen zu bewegen und am besten sogar

den Boden zu berühren, fängt es so langsam

an zu kribbeln. »Wieso?«, könnte man

jetzt meinen, »nichts leichter als das.« Ich

sollte vielleicht dazu sagen, dass das Ganze

natürlich mit durchgestreckten Beinen

erfolgt, also ohne Beugung im Kniegelenk.

Zum Glück hat mich Veronika Chowdhury,

die Übungsleiterin, vorher darum gebeten,

die Bewegungen nur bis zur Schmerzgrenze

auszuführen – unabhängig davon,

welchen Grad der Verbiegung die anderen

erreichen. Und tatsächlich: Meine etwas

über 20-jährige brünette Matten-Nachbarin

mit ihren rosa Stulpen und der Leggins, die

sitzt wie eine zweite Haut, drückt in dieser

Haltung gemütlich die kompletten Handflächen

auf den Boden, während ich noch

versuche, mich langsam über das Schienbein

bis hin zur Schuhlasche zu tasten.

Fotos: Rainer Schmidt

42 streifzug 2/2012


SPORTWELT

Spätestens bei der nächsten Übung merke

ich, dass meine Kleiderwahl nicht ganz

optimal ist. Die weiten Ausfallschritte sind

für die Stretchpants der meisten Damen

kein Problem. Die Nähte meiner Jogginghose

dagegen sehen sich bei der einen

oder anderen Bewegung aber einer Zerreißprobe

ausgesetzt.

Weiter geht’s mit dem herabschauenden

Hund. Dabei befinden sich Ober- und

Unterkörper im rechten Winkel zueinander,

den Boden berühren nur die Füße und

Hände. Das Gesäß bildet den höchsten

Punkt. Der Kopf hängt dabei locker zwischen

den gestreckten Armen. Auch die

Beine sind gestreckt. Der Bauch wird nach

innen gezogen und die Fersen in Richtung

Boden gedrückt.

Diese Haltung geht dann über in den heraufschauenden

Hund. Und hier ist für Personen

mit Problemen im entsprechenden

Körperbereich besondere Vorsicht geboten,

denn die Übung hat es in sich und

belastet bei falscher Ausführung extrem

den unteren Rücken. Der Körper ist nun

genau in der umgekehrten Richtung gekrümmt

wie zuvor, das Becken wird also

ganz nahe an den Boden herangeführt. Arme

und Beine sind auch hier gestreckt, nur

Handflächen und Zehenspitzen berühren

die Matte. Der Blick ist nach oben gerichtet.

Die Biegung konzentriert sich idealerweise

auf den oberen Rücken.

Das Schlimme an der ganzen Yoga-Sache

ist keine einzelne Übung, sondern vielmehr

die Intensität und die Tatsache, dass

das Ganze nahezu ohne längere Pause

durchgeführt wird. Abgesehen von zwei

kurzen Schlückchen aus meiner Trinkflasche,

dauert es quälende 58 Minuten, ehe

von Veronika, die nicht nur mitmacht, sondern

auch ohne einen einzigen Schweißtropfen

auf der Stirn alle Bewegungen an-

Kursleiterin

Veronika

Chowdhury

gibt die

Übungen vor

weist und vorführt, endlich ein erlösendes

»und wir lassen kurz locker« zu hören ist.

Die große Anstrengung lässt sich – zumindest

bei mir – auch durch die ruhige Musik

im Hintergrund nicht verdrängen.

Nach etwa 20 weiteren Minuten ist dann

der aktive Teil des Kurses vorbei. Die

restlichen zehn Minuten verbringen wir

auf dem Rücken liegend bei gedimmtem

Licht – endlich Entspannung. Komischerweise

ist genau diese Position das, was ich

mir vorher – zugegebenermaßen ein wenig

blauäugig – unter Yoga vorgestellt habe.

Doch mit Entspannung hatte es für mich

nur wenig zu tun. Das ist nicht nur die

Botschaft meines T-Shirts, das durch

die aufgenommene Feuchtigkeit wohl das

doppelte Gewicht wie vorher hat, sondern

auch das Gefühl jedes Muskels meines

Körpers. Aber beim ersten Mal tut’s eben

noch weh. Christoph Sommerfeld

Yoga

… umfasst mehr als nur Gymnastik und

Fitness. Der Begriff stammt aus dem

Hinduismus und kann aus dem indischen

Sanskrit mit »Harmonie«, »Einheit«

oder »Integration« übersetzt werden. Im

Rahmen der Wellness-Bewegung hat

man die altindische philosophische Lehre

zur ultimativen Methode gegen

Stress erklärt. Sie wird seither auch in

Europa und Nordamerika von Tausenden

betrieben. Yoga sollte tatsächlich

nicht nur als Ausführung rein

körperlicher Übungen verstanden

werden. Vielmehr zielt es auf

die Vereinigung von Geist

und Körper ab. Dennoch

sind das Verständnis und

die Interpretation des Yogabegriffs breit

gefächert. Während für die einen eher

die alltagstaugliche Praxis im Vordergrund

steht, konzentrieren sich andere

vor allem auf den esoterischen Aspekt.

Neben den Körperübungen, den sogenannten

Asanas, sind vor allem die

Atemübungen, die Tiefenentspannung

und die Meditation als Inhalte des

Yogas zu nennen. In einem weiter

gefassten Begriff finden sich auch das

positive Denken und die gesunde

Ernährungsweise wieder. Gerade im

westlichen Europa und in Nordamerika

beschränkt sich die Lehre meist ausschließlich

auf das physische Element.

Durch die Kombination mehrerer Asanas

lassen sich verschiedene Bewegungssequenzen

erstellen. Dabei kann

jede Position an die körperliche Verfassung

des Ausführenden angepasst werden,

sodass auch Anfänger nicht so

schnell den Mut verlieren. Ein Yogakurs,

der in der Regel 90 Minuten umfasst,

beginnt und endet mit einem entspannenden

Element. Nach anfänglichen

Aufwärmübungen besteht der Hauptteil

aus der Aneinanderreihung der verschiedenen

Asanas. Eine wichtige Rolle

nimmt auch die richtige Atmung bei jeder

Übung ein.

In Gießen gibt es zahlreiche Möglichkeiten,

Yoga zu praktizieren. Im Fitnessstudio

»World of Fitness« im Schiffenberger

Weg stehen die Einheiten immer

donnerstags (20 Uhr) und sonntags

(17 Uhr) auf dem Kursplan. cso

Das Video zum Text

»Mein erstes Mal: Yoga«

im Internet unter:

www.giessener-allgemeine.de/

streifzug/yoga

2/2012 streifzug 43


WEIN DES MONATS

Easy thinking

Schenken Sie mir ein Lächeln

– egal wie derb das

Wetter draußen tobt oder

wie herb Ihre Laune sein

mag, weil die Erziehung der

Kinder wieder Konsequenz

verlangt und der nächste

Urlaub noch Monate entfernt

liegt. Schenken Sie mir

ein Lächeln,

weil

Sie die Wildcard gezogen

haben. Sie wird beim

Poker als Joker eingesetzt

und firmiert beim Weintrinken

als Ass im Ärmel.

Doch das ist nur die halbe

Wahrheit. Die andere

Hälfte heißt easy thinking.

Was das mit Wein

trinken zu tun hat?

Psychologen postulieren

einfaches Denken als Weg zum Erfolg. Soll

heißen: Schaffen Sie positive Strukturen,

verzichten Sie auf allen Firlefanz und verwechseln

sie das Ganze nicht mit Oberflächlichkeit.

Wenn easy thinking auf easy drinking trifft,

können Sie fünfe gerade sein lassen. Die-

Peter Lehmann »Wildcard«, Südaustralien,

Shiraz, 2010, 14,5 Prozent Alkohol,

sieben bis acht Euro, Bezug über Karstadt

oder via Internet

Weinautor Manfred Merz

sen seltenen Glücksfall verspricht Peter

Lehmanns »Wildcard«-Shiraz. Der reinsortige

Stoff reifte zwölf Monate in kleinen

Eichenfässern. Der Jahrgang 2010 symbolisiert

easy thinking und easy drinking auf

hohem Niveau.

Im Glas kirschrot; in der Nase intensive

Würze, unterlegt von dunklen Beeren

und etwas Vanille; am Gaumen leicht

ölig, mit reifer, süßer

Frucht (Pflaume,

Brombeere, Blaubeere),

enormer Würze,

weichem Tannin,

zartem Bitterton und

guter Süßholznote;

kräftiges, würziges

Finish.

Das müssen Sie sich

nicht alles merken,

es ist ja easy drinking.

Was Sie tun sollten:

Flasche aufschrauben, eingießen, genießen

– und mir ein Lächeln schenken.

Schreiben Sie an Manfred Merz:

vinothek@mdv-online.de

DIE MUSIK

ZUM WEIN

Die Easy-drinking-Wildcard steht auf Easy-listening-Soul. Beide wärmen

Körper und Geist. Zum Auftakt das Instrumentale »Green onions« von

Booker T. & the M.G.s, das aus Soul-Muffeln schon Fans gemacht haben

soll. Danach »I’m a soul man« in der hartnäckigen Blues-Brothers-Version.

Zum Abschluss das legendäre »Hold on, I’m coming« mit Sam und Dave

und dem unverwüstlichen Blechbläsersatz. Easy thinking at its best. mm

44 streifzug 2/2012


SPERRSITZ

Kinostart: 16. Februar

Zwei der weltbesten Top-Geheimagenten

sind beste Freunde und lassen nichts und

niemanden zwischen sich kommen – bis

sie sich aus Versehen in dieselbe Frau verlieben.

Nun gibt es richtig Ärger und die beiden

Spione bekämpfen sich bis aufs Äußerste:

mit High-Tech Überwachung, modernster

Taktik und einem Waffenarsenal, das ein

Land in Schutt und Asche legen könnte.

In der rasanten Action-Komödie »Das gibt

Ärger« überzeugen Tom Hardy und Chris

Pine als attraktive Spione, die um ihre

Angebetete, gespielt von Oscar-Preisträgerin

Reese Witherspoon, mit allen Mitteln

kämpfen. Durch Regisseur McG sind Humor

und Action der Superklasse vorprogrammiert.

Mit dabei ist auch der Heuchelheimer

Til Schweiger, für den dieses

Engagement bereits der zweite Hollywood-Auftritt

2011 war.

GEWINNSPIEL

Der streifzug verlost mit den Gießener

Kinos 3x2 Tickets für die erste Vorstellung

des Films »Das gibt Ärger« am

16. Februar. Wer den Film sehen

möchte, sollte bis zum 6. Februar eine

Karte mit dem Kennwort »Kino« an

streifzug, Marburger Straße 20, 35390

Gießen oder eine Mail an streifzug@

giessener-allgemeine.de senden.

Viel Glück!

2/2012 streifzug 45


SPERRSITZ

Neu

im Kino

Gießen

Kinocenter Gießen

Bahnhofstraße 34, Telefon 0641/72108

Heli

Frankfurter Straße 34, Telefon 0641/74511

Roxy

Ludwigsplatz 4, Telefon 0641/32547

www.die-giessener-kinos.de

Kommunales Kino JOKUS

Ostanlage 25 a, Telefon 0641/306-2495

Grünberg

Bismarckstraße 10, Telefon 06401/6869

Lich

Kino »Traumstern«

Gießener Straße 15, Telefon 06404/3810

Weitere Kino-Tipps

finden Sie täglich in der Gießener Allgemeine

Zeitung oder auf unserer Internetseite unter

www.giessener-allgemeine.de/kino.

präsentieren

Dame, König, As,

Spion

Furioser Agententhriller

Anfang der 70er – im Kalten

Krieg sieht sich Spion

George mit einem verzwickten

Auftrag konfrontiert.

Der britische Geheimdienstchef

Control vermutet einen

sowjetischen Doppelagenten in den eigenen

Reihen und schickt den Agenten Prideaux

in geheimer Mission nach Budapest.

Ein ungarischer General soll bereit sein, die

Identität des Verräters zu enthüllen. Doch

die Aktion schlägt fehl, die Identität des

Maulwurfs bleibt zunächst unklar.

Darsteller: Gary Oldman, Colin Firth, Tom

Hardy, John Hurt, Mark Strong

Start: 2. Februar

★★★✩

Underworld

Awakening

Als Vampirkriegerin Selene

nach Jahren in Gefangenschaft

wieder auf freiem

Fuß ist, ist nichts mehr wie

es war: Nicht nur Lykaner

und Vampire führen ihren

unerbittlichen Kampf gegeneinander, sondern

auch die Menschen, die inzwischen

von deren Existenz wissen und beide Spezies

für immer ausrotten wollen. Zudem erfährt

Selene, dass sie eine 14-jährige Tochter

hat, halb Vampir, halb Lykanerin. Gemeinsam

führen sie ihren Krieg gegen die

Widersacher und den Lykaner-Anführer.

Darsteller: Kate Beckinsale, Stephen Rea,

Michael Ealy, Sandrine Holt

Start: 2. Februar

★★✩✩

Moneyball

Die Kunst zu gewinnen

Nach der Baseball-Saison

fällt die knapp gescheiterte

Mannschaft der Oakland

A’s auseinander. Manager

Billy Beane muss ein neues

Team bilden, hat dafür

aber nur begrenzte finanzielle Ressourcen

zur Hand. Zufällig lernt er den Wirtschaftsanalysten

Peter Brand kennen, der ein, wie

er glaubt, todsicheres System entwickelt

hat, mit Computerstatistiken eine perfekte

Mannschaft ohne Stars aufzubauen. Beane

vertraut dem jungen Mann und setzt dessen

System gegen alle Widerstände durch.

Darsteller: Brad Pitt, Jonah Hill, Philip Seymour

Hoffman, Robin Wright

Start: 2. Februar

★★★✩

Zettl

Unschlagbar charakterlos

Max Zettl ist ein sehr ehrgeiziger

Mann und würde

alles tun, um seine Karriere

in Schwung zu bringen.

Das Glück meint es gut

mit ihm. Durch mehrere

Zufälle steigt er binnen kürzester Zeit vom

Chauffeur zum Chefredakteur eines Klatschmagazins

auf. Gemeinsam mit Paparazzo-

Urgestein Herbie Fried schleicht er durch

Berlins Szene, immer auf der Suche nach

den schmutzigsten Storys der Stars. Doch

dann deckt er einen riesigen politischen

Skandal auf – Quasi-Sequel zu »Kir Royal«.

Darsteller: Michael Bully Herbig, Dieter

Hildebrandt, Senta Berger

Start: 2. Februar

★★★✩

Das gibt Ärger

Mittwoch, 15.02.2012 zur Abendvorstellung

Eintritt inklusive einem Glas Prosecco!

Männer sind herzlich willkommen!

Kinocenter •Bahnhofstraße 34 •35390 Gießen

Roxy •Ludwigsplatz 4•35390 Gießen

Heli •Frankfurterstraße 34 •35390 Gießen

Mehr Infos im Kino und unter www.die-giessener-kinos.de

Für immer Liebe

Romantisches Drama

Es ist die große Liebe und

sie sind das perfekte Liebespaar:

Als frisch verheiratetes

Ehepaar genießen

Paige und Leo ihre Zweisamkeit

in vollen Zügen.

Bis Paige eines Tages einen schweren Autounfall

erleidet und ins Koma fällt. Als sie

wieder aufwacht, ist ihr Erinnerungsvermögen

derart geschädigt, dass sie sich nicht

einmal mehr an ihren eigenen Ehemann

Leo erinnern kann. Doch dieser lässt sich

nicht unterkriegen und tut alles, damit seine

Frau sich erneut in ihn verliebt.

Darsteller: Rachel McAdams, Channing

Tatum, Sam Neill

Start: 9. Februar

★★✩✩

Hugo Cabret

Scorseses erster Kinderfilm

Anfang der 30er Jahre hilft

Hugo seinem trunksüchtigen

Onkel dabei, sämtliche

Uhren des Pariser

Bahnhofs zu warten. Er

lebt quasi auf sich allein

gestellt in dem labyrinthartigen Gebäude.

Dort lernt er auch den schwermütigen Ladenbesitzer

Georges Méliès und dessen Patenkind

Isabelle kennen. Deren Halskette

mit einem herzförmigen Schlüssel kann den

antiken Roboter seines verstorbenen Vaters

zum Laufen bringen. Auch Méliès scheint

ein Geheimnis mit sich herumzutragen.

Darsteller: Sir Ben Kingsley, Sacha Baron

Cohen, Asa Butterfield

Start: 9. Februar

★★★✩

46 streifzug 2/2012


SPERRSITZ

In Darkness

Eine wahre Geschichte

Kanalarbeiterund Gelegenheitsdieb

Leopold Soha

entdeckt ein Dutzend jüdischer

Ghettobewohner auf

der Flucht vor den Nazis.

Da er sich in der Kanalisation

bestens auskennt, versteckt er die

Flüchtlinge gegen Geld im Labyrinth der

unterirdischen Gänge. Das Leben dort ist

menschenunwürdig, trotzdem versucht die

Gruppe so etwas wie einen menschlichen

Alltag aufzubauen. Als eine Überflutung die

Kanalisation zu überschwemmen droht,

wächst Soha als Retter über sich hinaus.

Darsteller: Robert Wieckiewicz, Benno Fürmann,

Agnieszka Grochowska

Start: 9. Februar

★★★✩

Ruf der Wale

Dramatische Rettungsaktion

Ein Inuitstädtchen 1988:

Drei Grauwale verirren

sich in den Eismassen und

finden ohne Hilfe keinen

Ausweg. Das ruft nicht nur

Tausende von Schaulustigen

auf den Plan, sondern auch Lokalreporter

Adam Carlson, die Tierschützerin Rachel

Kramer sowie die damaligen politischen

Machthaber der USA und UdSSR. Gemeinsam

setzen sie sich dafür ein, dass den Tieren

geholfen wird und trotz politischer

Komplikationen eine Zusammenarbeit bei

dem Vorhaben zustande kommt.

Darsteller: Kristen Bell, Drew Barrymore,

John Krasinski, Ted Danson

Start: 16. Februar

★★✩✩

Young Adult

Komisch und ernst

Die frisch geschiedene Jugendbuch-Autorin

Mavis

Gary kehrt in ihre Heimatstadt

in Minnesota zurück,

mit dem heimlichen Plan,

ihren Ex-Freund aus Highschool-Tagen

zurückzuerobern. Doch der

ist mittlerweile ein glücklich verheirateter

Familienvater. Als sich ihre Rückkehr nach

Hause viel schwieriger erweist als geplant,

formt Mavis eine ungewöhnliche Allianz

mit einem ehemaligen Klassenkameraden,

der ebenfalls noch nicht ganz über seine

Highschool-Zeit hinweggekommen ist.

Darsteller: Charlize Theron, Patrick Wilson,

Patton Oswalt, Elizabeth Reaser

Start: 23. Februar

★★✩✩

Black Gold

Wüstenabenteuer

Anfang der 30er Jahre ist

der Frieden auf der arabischen

Halbinsel in Gefahr,

als in der neutralen Zone

zweier Fürstentümer Öl

gefunden wird. Gegen den

Willen des Sultans von Salmaah, der sich

dem alten Arabien verpflichtet fühlt, lässt

der Emir von Hobeika das Öl fördern, wendet

sich dem Konsum, aber auch dem Fortschritt

des Westens zu. Als es zum Krieg

kommt, müssen sich die Söhne des Sultans,

die als Faustpfand des Friedens in Hobeika

aufwuchsen, entscheiden, wem sie dienen.

Darsteller: Tahar Rahim, Antonio Banderas,

Mark Strong, Freida Pinto

Start: 9. Februar

★★✩✩

Extrem laut

und unglaublich nah

Bestsellerverfilmung

Das neunjährige Multitalent

Oskar Schell hat gerade

seinen Vater bei den

Anschlägen des 11. September

verloren. In seinem

Nachlass findet er einen Schlüssel, der

einfach nirgendwo passen will. Also macht

er sich auf die Suche durch ganz New York,

um die Antwort auf das Rätsel zu finden.

Dabei kommt auch die Vergangenheit seines

Großvaters ans Licht, der im Zweiten

Weltkrieg bei einem Bombardement auf

Dresden seine Verlobte verloren hat.

Darsteller: Tom Hanks, Sandra Bullock,

Thomas Horn, John Goodman

Start: 16. Februar

★★★✩

Ghost Rider

Spirit of Vengeance

Der ehemalige Stuntman

Johnny Blaze, der durch

einen Pakt mit dem Teufel

zeitweise zum diabolischen

»Ghost Rider« wurde,

hat sich in eine entlegene

Gegend in Osteuropa zurückgezogen.

Dies ändert sich, als ein kleiner Junge, der

über übermenschliche Kräfte verfügt, plötzlich

verschwindet. Um den Jungen und damit

auch die Welt zu retten, muss Johnny

Blaze widerwillig die unberechenbaren

teuflischen Mächte freisetzen. Ein Kampf

gegen die Ausgeburten der Hölle beginnt.

Darsteller: Nicolas Cage, Idris Elba, Ciarán

Hinds, Fergus Riordan

Start: 23. Februar

★★★✩

Gefährten

Episches Gefühlskino

Farmerssohn Albert und

sein Rassehengst Joey sind

unzertrennlich. Als sein

Vater das Wunderpferd,

das sogar die strapaziöse

Arbeit vor dem Pflug meistert,

an die Armee verkaufen muss, werden

die beiden getrennt. Als Last- und Zugtier

im Ersten Weltkrieg eingesetzt, wechselt

Joey die Fronten wie seine Besitzer und

wird zur Symbolfigur für unbezwingbaren

Überlebenswillen im Irrsinn des Krieges.

Wird sein traumatischer Weg je wieder den

seiner wichtigsten Bezugsperson kreuzen?

Darsteller: Jeremy Irvine, Peter Mullan,

Emily Watson, David Thewlis

Start: 16. Februar

★★✩✩

Glück

Nach einer Kurzgeschichte

Die Prostituierte Irina und

Punk Kalle verlieben sich

und versuchen gemeinsam,

ihrem alten Leben zu

entkommen. Sie finden eine

eigene Wohnung und

verdienen genug Geld, um über die Runden

zu kommen. Doch sie werden scheitern.

Der Berliner Strafverteidiger Noah Leyden

schildert vor allem den Tag, als ein

Freier Irinas in deren Wohnung tot zusammenbricht,

Irina panisch die Flucht ergreift

und Kalle die Situation falsch deutet

und beschließt, seine Liebe zu beschützen.

Darsteller: Alba Rohrwacher, Vinzenz

Kiefer, Matthias Brandt

Start: 23. Februar

★★✩✩

Kleiner starker Panda

Irgendwo im heutigen China

Das Überleben der Pandas

steht auf dem Spiel, der

Bambus wird knapp und

die Menschen dringen immer

weiter in den Lebensraum

der Tiere ein. Das

Problem ist, dass Pandas eher gemütliche,

passive Gesellen sind. Doch nicht so Manchu.

Buddha-Bär hat ihn ausgewählt, denn

er ist schlau, hilfsbereit und sehr mutig. Also

macht er sich mit seinen Freunden Chi Chi,

dem Leopardenbaby Jung Fu und dem roten

Panda Konfusius auf den Weg, eine Lösung

zu finden. Aber die Zeit drängt, denn

die Menschen wollen einen Damm bauen,

der das ganze Panda-Land fluten wird.

Start:

23. Februar

★★✩✩

2/2012 streifzug 47


E A S Y

F A S H

I O N

F

10,-

N

A

S

S

U

N

G

E

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine