Schüler - Gießener Allgemeine

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Schüler - Gießener Allgemeine

3. Jahrgang Ausgabe | Dezember 1 | Juni 2009 2011

Schüler

DIE SCHÜLERZEITUNG

der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Es weihnachtet wieder…

Alles Wissenswerte

rund ums Fest

Im Schulporträt

Die Herderschule

in Gießen

SEITE 16

The Black Pony

Die Stars zu Gast an der

Adolf-Reichwein-Schule

in Pohlheim SEITE 18

Rätsel + Comic + Kinotipps + Veranstaltungen + CD-Rezensionen


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Aus dem Inhalt

Hilfe für den Weihnachtsmann . . . . . . . . . . . . . . . 4

Besuch bei der Christbaumkönigin . . . . . . . . 8

Backen für Anfänger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Umfrage zu unmöglichen Geschenken . . . . . 12

CD-Rezensionen und Charts . . . . . . . . . . . . . . . 14

Unvergessliche Weihnachten . . . . . . . . . . . . . . 15

Schulportrait: Herderschule in Gießen . . . . . 16

The Black Pony in Pohlheim . . . . . . . . . . . . . . . 18

Wettenberg hilft beim Klimaschutz . . . . . . . . 22

Alltag im Reich der Mitte . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Abenteuer in Togo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Laubach läuft für Afrika . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Junge Literaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Veranstaltungstipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Rätsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

Fantasiewelten der Pestalozzi-Schüler . . . . 35

Der doppelte Generationenvertrag . . . . . . . . . 36

Kinotipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Gewinnspiel

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Wer ist Deutschlands Christbaumkönigin?

■ Ilse Aigner

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■ Natalie Schneider

Schickt Eure Lösung bitte per Mail an

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Ihr müsst Name, Adresse und Telefonnummer angeben, damit wir

Euch gegebenenfalls erreichen und den Gewinn zusenden können.

Einsendeschluss ist der 7. Januar 2012.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Schüler


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Themen

Grün

Grüne Energie ist in. Die Gemeinde

Wettenberg liegt mit ihrer Umsetzung

der alternativen Energiequellen ganz

weit vorne. SEITE 22

Abenteuer in Afrika

Leandra Lemmer aus Staufenberg

erzählt von den ersten Eindrücken

ihres freiwilligen sozialen Jahres in

Togo. SEITE 26

Gemeinsam

Jung hilft Alt oder Alt hilft Jung –

vom »Oma-Opa-Hilfsdienst« profitieren

eigentlich alle Generationen.

SEITE 36

Editorial

Jeder Mensch hat seine eigenen Erwartungen

an Weihnachten. Während früher

bei allen die Geschenke im Mittelpunkt

standen, fällt die Beurteilung des Fests

der Liebe mit zunehmendem Alter gespalten

aus. Für viele sieht die jährliche

Routine nun so aus: Der Adventskalender

ist schon am 1. Dezember geplündert,

die zündende Geschenkidee für den Liebsten

mag sich nicht einstellen, und auch

auf den schiefen Gesang der Verwandten

mit anschließendem Familienkrach am

Heiligen Abend könnte man mal verzichten.

Doch es geht auch anders: Ein fröhliches

Fest ist möglich, und wir geben

eine Starthilfe. Eine Weihnachtsmarktübersicht,

Geschenkideen, Plätzchenrezepte

und kuriose Geschichten rund ums

Fest findet Ihr in der aktuellen Ausgabe

der Schüler AZ.

Doch auch für die größten Weihnachtsmuffel

haben wir etwas passendes im

Heft: So etwa den Bericht über unser Tref-

fen mit The Black Pony. Wer danach immer

noch nicht genug hat von Jungs, der

kann sich das passende Video auf

www.giessener-allgemeine.de anschauen.

Ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen

Ausgabe liegt auf fernen Ländern. Kein

Kontinent ist kontrastreicher als Afrika.

Deshalb berichtet Leandra Lemmer von

ihrem FSJ in Togo, Josef Oßwald erinnert

an die verworrene Lage in Somalia. Eine

ganz andere Welt lernte Elisa Kollenda in

China kennen. Uns lässt sie an ihrem

Abenteuer im Reich der Mitte teilhaben.

Doch letztlich rückt Weihnachten für alle

Leser der Schüler AZ gleichermaßen näher.

Und mal ehrlich: Ein bisschen Besinnlichkeit

hat noch keinem geschadet. Daher

ergeben wir uns der Übermacht des

Weihnachtsmanns und wünschen allen

Liebhabern wie Verweigerern des Fests:

eine schöne Adventszeit, einen friedlichen

Heiligen Abend und einen guten Rutsch

ins neue Jahr! Euer Redaktionsteam

Impressum

Herausgeber:

Mittelhessische Druck- und

Verlagsgesellschaft mbH

Verantwortlich im Sinne des Presserechts:

Dr.Christian Rempel, Gießener Allgemeine Zeitung,

Marburger Straße 20, 35390 Gießen

Redaktion: Burkhard Bräuning, Florian Dörr,

Susanne Riess

E-Mail: redaktion@SchuelerAZ.de

Druck und Verlag: Mittelhessische Druck- und

Verlagsgesellschaft mbH, Marburger Straße 20,

35390 Gießen (zugleich auch ladungsfähige Anschrift

für alle im Impressum aufgeführten Verantwortlichen)

Geschäftsführung: Dr.Christian Rempel (Gießen),

Dr.Jan Eric Rempel (Gießen), Dr.Max Rempel (Gießen)

Erscheinungsweise:

»Schüler AZ« erscheint alle zwei Monate und wird an

Schulen der Stadt und des Landkreises Gießen sowie

im westlichen Vogelsbergkreis ausgelegt.

Auflage: 10 000 Exemplare

Verantwortlich für Anzeigen:

Anzeigenleitung: Wilfried Kämpf

Anzeigenverkaufsleitung:

Ulrich Brandt, Tel. 06 41/30 03-224,

E-Mail: anzeigenverkauf@giessener-allgemeine.de,

Anschrift siehe oben

Gültig ist der Anzeigentarif Nr.1vom 1. Mai 2009

Schüler AZ – Die Schülerzeitung der Gießener

Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Titelbild: Oliver Schepp

Mitteilung gemäß § 5, Absatz 2 des Hessischen Pressegesetzes:

An der Finanzierung des Verlages sind beteiligt:

D. Obermann-Weller, Dr. Ch. Rempel, Dr. J.E.

Rempel, Dr.M.Rempel, B. Sälzer.

© Schüler AZ, Gießen


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Praktische Hilfe für den Weihnachtsmann:

Was muss ein Notebook für

Schüler alles können?

»Mama, ich wünsche mir ein Notebook zu Weihnachten!« Das sagen wohl viele

Schüler in diesen Tagen. Denn meist reichen Taschengeld, Sparschwein-Ausbeute

und Nebenjob-Verdienst nicht aus, um ein schickes, neues und auch noch leistungsfähiges

Laptop zu finanzieren. In Zeiten von immer weniger Klausuren und

immer mehr selbstständig auszuarbeitenden Präsentationen, Referaten, Hausarbeiten,

Recherchen und Co. werden Notebooks für Schüler aber immer wichtiger.

Foto: dapd

In Zeiten von immer mehr Präsentationen

und Recherchen im Internet sind Notebooks

für Schüler kaum mehr wegzudenken.

Hamburg/München (dapd). »Spezielle

Notebooks für den Schulbereich gibt es in

dem Sinne gar nicht«, sagt Sven Schulz,

Redakteur bei der »Computerbild« in

Hamburg. »Das Gerät sollte günstig sein,

aber auch nicht zu günstig, da die Aufgaben

der Schüler umfangreich

sind. Sie müssen

nicht nur Texte schreiben, sondern auch

mal ein Bild oder Video bearbeiten.« Der

Preis ist ein wichtiges Entscheidungskriterium.

»Die wenigsten Eltern wollen für

ein Schüler-Notebook 800 Euro bezahlen«,

meint Thomas Rau, Redakteur und

Hardware-Ressortleiter der »PC Welt« in

München. Er empfehle den Eltern deshalb,

nicht mehr als 450 Euro für das neue

Notebook auszugeben.

Zwei wichtige Auswahlkriterien sind

die Akkulaufzeit und die Lautstärke des Geräts.

Wenn es auch eine kleinere Version, also

ein Netbook (10-Zoll-Monitor) sein dürfe,

komme man sogar mit 200 bis 250 Euro

aus. Der Experte von Computerbild aus

Hamburg setzt die Ausgabe etwas höher

an: »Ein guter Kompromiss für beide

Seiten ist ein Notebook zwischen 500 und

600 Euro.« Dafür bekomme man eine

ordentliche Ausstattung und ein leistungsfähiges

Gerät mit viel Speicherplatz. Die

Ergebnisse eines ausführlichen Notebook-

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Foto: dapd

Vor dem Kauf steht der Test.

Tests veröffentlicht Computerbild in seiner

aktuellen Ausgabe. (Nr. 25, 19. 11. 2011)

Geräte, die von Schülern genutzt werden,

müssten robust und mobil sein. Sinnvoll

sei ein Notebook mit 15-Zoll-Monitor, sagt

Schulz. »Das ist schon ein relativ großer

Bildschirm, aber eben immer noch gut

tragbar«, findet der Experte. Wichtig bei

der Auswahl des Notebooks sei auch die

Bildschirmoberfläche. Soll sie matt oder

glänzend sein? »Das ist zwar auch ein

bisschen Geschmacksache – matte Bildschirme

bekommen jedoch wegen der

besseren Entspiegelung meist etwas bessere

Noten«, meint Schulz. Eine glänzende

Oberfläche stelle allerdings die Farben

intensiver und satter dar. Vor dem Kauf

solle man auch immer die Tastatur testen

und sich fragen, ob sie zum eigenen Tipp-

Stil passe. »Für Schüler oder Studenten,

die viel mit Tabellen zu tun haben, ist

außerdem ein zusätzlicher Ziffernblock auf

der Tastatur hilfreich«, sagt Schulz.

Zwei weitere wichtige Auswahlkriterien

seien die Akkulaufzeit und die Lautstärke

des Geräts. »Springt in einer ruhigen

Umgebung dauernd der Lüfter an, wird

das oft als störend empfunden«, sagt

Schulz. Und ein paar Stunden sollte ein

Notebook auch mal ohne Steckdose

auskommen.

Ein grundlegendes Programm, das auf

jedem Notebook für Schüler vorinstalliert

sein sollte, ist ein Office-Paket. Von

Microsoft Office beispielsweise gebe es

das »Office 2010 Starter-Paket«. Damit

könne man kostenlos Microsoft Word

und Microsoft Excel nutzen. »Für Schüler,

Lehrer und Studenten lohne es sich

immer, Ausschau nach Angeboten der

großen Software-Hersteller zu halten,

die sich speziell an den Bildungssektor

richten«, rät Schulz. Ein Beispiel sei das

Programm »Microsoft Office Home and

Student«. Im Internet gebe es zahlreiche

Onlineshops, die sich mit Rabatten auf

Hard- und Software speziell an Schüler,

Studenten und Auszubildende richten.

Außerdem gehörten ein CD/DVD-

Brennprogramm und Foto- und Video-

Verwaltungsprogramme meist schon

zum Lieferumfang. Für äußerst wichtig

halten beide Experten ein Schutzprogramm

für Windows. »Wenn man viel im

Internet recherchiert, sind ein Virenschutzprogramm

und eine Firewall ein

absolutes Muss«, sagt Schulz. Er

empfiehlt Kaspersky Internet Security,

das Virenschutzprogramm und Firewall

in einem bietet.

Das richtige Geschenk

für Bello und Minka

Viele Produkte

für Haustiere sind nicht tiergerecht

(dapd). In der Weihnachtszeit möchten

viele auch ihrem Haustier mit kleinen Geschenken

etwas Gutes tun. Doch nicht jede

dieser Gaben ist für Katze, Hund oder

Wellensittich wirklich ein Segen. »Es gibt

viele Produkte im Handel, die nicht tiergerecht

und sogar schädlich sind«, warnt

Marion Dudla vom Deutschen Tierschutzbund

in Bonn.

Gefährlich seien beispielsweise kleine

Bälle für Hund oder Katze, da sich das

Tier an ihnen verschlucken könnte. »Auch

von Styropor-Spielzeug können sich leicht

Kleinteile lösen«, sagt die Expertin.

Sinnvoller seien für Katzen beispiels

weise Squash- und Golfbälle, Hunde freuten

sich über dicke Seilstücke zum Spielen.

Einem Hamster könne man mit einem

großen Käfig etwas Gutes tun, in dem er

sich austoben kann. Und Vögeln sollte

man anstatt Spiegeln oder Plastikfiguren

lieber einen Artgenossen schenken: »Allein

leben ist für Vögel nicht artgerecht

und sorgt für Verhaltensstörungen. Solche

Spielsachen können da keinerlei Abhilfe

schaffen und verstärken manche Verhal-

tensstörungen noch zusätzlich.« Die

Expertin rät zudem davon ab, Tieren

Mäntelchen oder andere Kleidungsstücke

unter den Baum zu legen. »Kleidung ist

für gesunde Tiere nicht nur unnötig,

sondern birgt auch die Gefahr, dass sie

damit irgendwo hängen bleiben«, sagt

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Marion Dudla. Besonders negativ sieht

die Tierschützerin spezielle Weihnachtskostüme

für Hund und Katze. »Das

behindert die Tiere in ihrer Bewegung und

nimmt ihnen die Würde«, sagt Dudla.

Manche begehen schon den Advent mit

ihrem Haustier ganz intensiv, indem sie

ihm einen Adventskalender schenken.

Gegen das tägliche Leckerli sei prinzipiell

nichts einzuwenden, sagt Dudla – allerdings

sollte man schon darauf achten,

dass durch die vorweihnachtliche

Nascherei der Kalorienbedarf des Tiers

nicht überschritten wird. Und auch ein

Blick auf die Zutatenliste ist angeraten: »In

vielen Leckerlis sind diverse Zusatzstoffe

enthalten«, kritisiert die Expertin.

Auch wenn Bello oder Minka sicher nicht

klar ist, was der tiefere Sinn hinter

Adventskalender und Weihnachtsgeschenken

ist – über die besondere

Zuwendung ihres Herrchens freuen sie

sich auf jeden Fall, sagt Marion Dudla.

Allerdings könne man seinem Haustier

auch einfach etwas Gutes tun, indem man

auch während der Weihnachtszeit gut auf

seine Bedürfnisse achtet. »Man sollte

beispielsweise schauen, ob dem Tier der

Trubel während der Feiertag zu viel wird

und wie man ihm Ruhe verschaffen

kann«, sagt die Expertin. Außerdem sollte

das Verwöhnprogramm Grenzen kennen:

»Wer sein Tier mit stark gewürztem

Gänsebraten, Weihnachtsplätzchen oder

Schokolade füttert, schadet ihm«, betont

Marion Dudla.

Foto: dapd

Wer für sein Haustier noch kein passendes

Geschenk gefunden hat – über eine Extraportion

Zuwendung freut es sich auf jeden Fall.

Per Mausklick zum Weihnachtsgeschenk

Grundregeln beim Online-Einkauf

(AFP). Überfüllte Fußgängerzonen und

lange Schlangen an der Kasse: Viele

sparen sich den vorweihnachtlichen Einkaufsstress

und ordern Geschenke im

Internet. Dafür gibt es ein paar Grundregeln.

TRANSPARENZ: Seriöse Anbieter geben

sich klar zu erkennen. Sie haben ein leicht

zu findendes Impressum mit kompletter

Anschrift und dem Namen des Geschäftsführers

oder Inhabers. Auch eine preiswerte

Service-Telefonnummer und klare

Geschäftsbedingungen sprechen für den

Verkäufer. Zudem sollten Versandarten,

Transportkosten und Lieferzeiten genannt

werden.

SIEGEL: Viele Online-Geschäfte werden

von unabhängigen Experten geprüft und

mit Zertifikaten oder Siegeln ausgezeichnet.

Dazu gehören etwa »Geprüfter Online-Shop

EHI«, »S@fer-Shopping« vom

TÜV Süd und »Trusted Shops«. Manche

Siegel sind aber weniger vertrauenswürdig,

hier ist Vorsicht geboten.

ERFAHRUNGSAUSTAUSCH: Auf vielen

Einkaufs-, Preisvergleichs- und Auktionsseiten

können Kunden die Verkäufer

bewerten. Die Meinungen bieten keine

absolute Sicherheit, helfen aber bei der

Orientierung.

PREISVERGLEICH: Einkäufe im Internet

sind nicht grundsätzlich günstiger. Käufer

sollten daher Preise vergleichen, ehe sie

ihr Geschenk im Netz ordern. Vor allem

auf versteckte Kosten etwa für den Versand

gilt es zu achten.

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SICHER BEZAHLEN: Bank- und Kreditkartendaten

müssen über eine sichere

Internetverbindung übertragen werden.

Die ist erkennbar an der Zeichenfolge

https:// in der Adresszeile und dem

Schloss-Symbol, das der Browser anzeigt.

Am sichersten ist die Zahlung auf

Rechnung oder per Nachnahme – dann

kann die Lieferung aber teurer sein.

DOKUMENTATION: Online-Shopper sollten

ihren Einkauf gut dokumentieren und

die einzelnen Bestell-Schritte inklusive der

Geschäftsbedingungen ausdrucken oder

speichern. Auch E-Mails mit Orderbestätigungen

oder Versandstatus sollten aufbewahrt

werden.

WIDERRUFSRECHT: Der Käufer kann

das Produkt binnen zwei Wochen ohne

Angabe von Gründen

zurückschicken. Die Frist

beginnt frühestens mit

dem Erhalt der Ware und

einer schriftlichen Widerrufsbelehrung.

Informiert

der Verkäufer den Kunden

nicht, dass dieser den

Vertrag widerrufen kann,

gibt es keine Frist. Für

bestimmte Waren ist die

Rückgabe ausgeschlossen:

Dazu gehören Reisen,

Konzertkarten, individuell

angefertigte oder verderbliche

Produkte sowie

kopierbare Datenträger

wie CDs, DVDs und Software

ohne Originalverpackung.

Foto: dapd

Vollbepackt durch die Innenstadt? Wer dem Weihnachtstrubel

entfliehen will, kauft seine Geschenke online.

Alsfeld

2. bis 11. Dezember

Marktplatz

Atzbach

3. bis 4. Dezember

Ortskern

Bad Nauheim

2. bis 4.Dezember

Johannesberg

16. bis 18. Dezember

Sprudelhof

Buseck

4. Dezember

Schlosspark

Braunfels

3. bis 4. Dezember

Altstadt

Cleeberg

17. Dezember

Brunnenplatz

Fellingshausen

3. Dezember

Ortskern

Fernwald

10. Dezember

Albacher Bürgerhaus

Weihnachtsmärkte in der Region

Friedberg

25. Nov. bis 26. Dez.

Burg

Geilshausen

3. Dezember

Ortskern

Gießen

25. Nov. bis 22. Dez.

Seltersweg

Grünberg

2. bis 4. Dezember

Marktplatz

Herborn

25. Nov. bis 23. Dez.

Marktplatz

Hessenpark

19. Nov. bis 25. Dez.

Marktplatz

Hoherodskopf

9. bis 11. Dezember

Kletterwald

17. bis 18. Dezember

Hoherodskopf

Hungen

19. Nov. bis 25. Dez.

Schloss

Hungen-Inheiden

3. Dezember

Mehrzweckhalle

Laubach

13. Dezember

Altstadt

Langgöns

3. bis 4. Dezember

Ortskern

Lauterbach

9. bis 11. und

16. bis 18. Dezember

Berliner Platz

Lollar

10. Dezember

Waldschwimmbad

Marburg

27. Nov. bis 24. Dez.

Marktplatz

Reiskirchen

3. Dezember

Alter Ortskern

Rodheim

4. Dezember

Ortskern

Romrod

3. bis 4. Dezember

Schloss

Ronneburg

3. bis 4. und

10. bis 11. Dezember

Burg

Schlitz

3. bis 4., 10. bis 11. und

17. bis 18. Dezember

Altstadt

Ulrichstein

11. Dezember

Ortskern

Vetzberg

3. Dezember

Ortskern

Wettenberg

17. bis 18. Dezember

Rathaus

Weilburg

10. bis 11. und

17. bis 18. Dezember

Marktplatz

Wetzlar

25. Nov. bis 28. Dez.

Altstadt, Schillerplatz

und Bahnhofstraße

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Ein Königreich für

den Weihnachtsbaum

Stephanie Kesting aus Lennestadt ist Deutschlands offizielle Christbaumkönigin

Foto: dapd

Die erste Deutsche Weihnachtsbaumkönigin, Stephanie Kesting, posiert mit Baumschmuck. Die 18-Jährige herrscht ganz offiziell über ein grünes

Königreich aus Nobilis und Nordmann.

Lennestadt (dapd). Es ist der Kindheitstraum

vieler Mädchen: Einmal Prinzessin

sein, oder gar Königin. Stephanie Kesting

aus dem sauerländischen Lennestadt lebt

diesen Traum. Die 18-Jährige

trägt den Titel der

1. Deutschen Weihnachtsbaumkönigin –

und herrscht damit ganz offiziell über ein

grünes Königreich aus Nobilis und Nordmann.

Ausgestattet mit Zepter und festlicher

Robe repräsentiert sie im Auftrag

des Verbandes der Weihnachtsbaum- und

Schnittgrünerzeuger die in diesen Tagen

so gefragten Tannen.

Der Terminkalender der blonden Schülerin

ist voll. Sie eröffnet Weihnachtsbaumbörsen,

kürt die schönsten Exemplare

und ziert festliche Saisoneröffnungen.

In der Schule waren in der Zwischenzeit

auch noch schnell ein paar Klausuren zu

schreiben.

Für die Sauerländerin ist die Regentschaft

eine besondere Aufgabe. »Ich habe

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Foto: dapd

Schnelles Weihnachtsgebäck

für Anfänger

Plätzchen gehören fest zur Vorweihnachtszeit – ebenso wie der Zeitdruck. Wer es

eilig hat, kann das Gebäck in allen möglichen Varianten fertig kaufen – es gibt jedoch

auch Rezepte, die besonders fix gehen und wenig Arbeit machen.

München (dapd). »Sehr schnell ist zum

Beispiel Spritzgebäck fertig«, sagt Christa

Schmedes, Koautorin des Koch- und

Backbuches »Weihnachten«. Ähnlich flott

könne man Butter- oder Marzipanplätzchen

herstellen. »Die Grundrezepte lassen sich

ganz einfach mit verschiedenen Gewürzen

und Zutaten wie Schokolade oder

Nüssen variieren«, sagt die Autorin.

Für das Spritzgebäck werde ein Rührteig

aus Puderzucker, Butter, Mehl und einer

Prise Salz bereitet. Für ein feines Aroma

sorgten wahlweise Gewürze

wie Kardamom, Vanille oder Muskatblüte.

»Die Teigmasse wird in einen

Spritzbeutel gefüllt und portionsweise auf

ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gespritzt«,

sagt die Autorin. So kann man

zum Beispiel Stangen, Kreise oder Kringel

formen. Nach etwa zwölf Minuten bei 180

Grad im Ofen sei das Gebäck fertig.

»Nach kurzem Auskühlen

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kann es dann zum Beispiel an einem Ende

in geschmolzene Schokolade getaucht

werden«, sagt Schmedes.

Butterplätzchen lassen sich vielfach

variieren. Ihr Teig wird aus Butter, Eigelben,

Mehl, Puder- und Vanillezucker

hergestellt. »Zuerst werden Butter, Eigelb

und Zucker schaumig geschlagen, dann

kommt das Mehl dazu«, erklärt Schmedes.

Nach dem Ausrollen steche man aus

diesem Teig mit Formen die Plätzchen

aus. »Diese können Sie nach dem Backen

und kurzen Auskühlen verzieren«, sagt

Schmedes. Dafür

eigneten sich zum

Beispiel flüssige

Schokolade, Zuckerperlen

oder

Zuckerguss. »Den

Teig für die Butterplätzchen kann man

zum Beispiel durch die Zugabe von geschmolzener

Schokolade abwandeln«,

sagt die Autorin. Alternativ könne man

auch einen Teil des Mehls durch gemahlene

Mandeln ersetzen. So schmecke das

Ergebnis jedes Mal anders.

Aus fertigen Butterplätzchen jeglicher Art

lassen sich Spitzbuben herstellen. »Die

Spitzbuben bestehen aus zwei Plätzchen,

die übereinandergelegt und durch eine

Schicht Gelee miteinander verbunden

werden«, sagt Schmedes.

Gut machten sich hier

zum Beispiel Aprikosen-,

Johannisbeer- oder Quittengelee.

»Man kann das

Gelee zum Beispiel auch

durch Nougatcreme

ersetzen«, sagt Schmedes.

Die Creme lasse sich

einfach selbst herstellen,

indem man etwas Nougat

und Schokolade über

einem Wasserbad schmelze.

Diese Masse kann man

im Anschluss noch mit

etwas Vanille, gemörserten

Nelken oder Lebkuchengewürz

verfeinern. Die

fertigen Spitzbuben bestäubt

man nach Wunsch

noch mit Puderzucker.

Mit der entsprechenden

Verzierung kommen But-

Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

»Aus fertigen Butterplätzchen

lassen sich schnell und einfach

Spitzbuben herstellen«

Foto: dapd

terplätzchen bei Kindern besonders gut

an. »Bestäuben Sie beispielsweise

Tannenbaum- oder Elchkekse mit Brausepulver«,

schlägt Schmedes vor. Das

Pulver gebe es in vielen Geschmacksrichtungen,

zum Beispiel Orange, Zitrone,

Himbeere oder Waldmeister. »Damit die

Brause hält, werden die Kekse mit

Eiweißglasur bestrichen«, erklärt die

Expertin.

Blitzschnell und einfach sind auch Marzipanplätzchen

fertig. »Hierfür benötigt

man Marzipanmasse und Puderzucker«,

sagt Schmedes.

Die Zutaten werden

zu einer Teigmasse

verknetet

und ausgerollt.

Nachdem man

die gewünschten Formen ausgestochen

hat, werden die Plätzchen im Ofen goldbraun

gebacken. »Das dauert bei

180 Grad nur etwa zwei bis vier Minuten«,

sagt Schmedes. Wer mag, kann die

Marzipanmasse wie auch die anderen

Basisteige mit Gewürzen veredeln.

»Hier eignen sich Anis und der Abrieb

von Bio-Zitronen oder Bio-Orangen«,

sagt Schmedes. Eine besonders feine

Ergänzung sei Rosenwasser, das es in der

Apotheke zu kaufen gebe.

Rezept

für Pinienplätzchen

Zutaten für 40 Stück:

• 150 g Pinienkerne

• 200 g geschälte, gemahlene Mandeln

• 2 EL Speisestärke

• 200 g Zucker

• 1 TL abgeriebene Bio-Limettenschale

• 2 Eiweiße

• 1 Prise Salz

100 Gramm Pinienkerne grob hacken

und mit Mandeln, Speisestärke,

Zucker und Limettenschale mischen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Ein Blech mit Backpapier belegen.

Die Eiweiße mit Salz steif schlagen.

Die Pinienkern-Mandel-Mischung

vorsichtig unterrühren. Mit einem

Teelöffel etwa walnussgroße Teighäufchen

auf das Blech setzen.

In jedes Häufchen zwei bis drei

Pinienkerne drücken. Die Plätzchen

im Ofen (Mitte, Umluft 160 Grad) zehn

Minuten backen. Das Gebäck mit

dem Papier vom Blech ziehen und

abkühlen lassen.

Leckere Weihnachtsplätzchen lassen sich auch ohne großen Aufwand selbst backen. Der Kreativität sind keine

Grenzen gesetzt.

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Umfrage zum Thema Geschenke

»Was würdet Ihr nie zu Weihnachten

verschenken?«

Jedes Jahr das gleiche Problem: Was verschenkt man zu Weihnachten? Ein Buch,

Wein, einen Gutschein? Es gibt aber auch einige Dinge, die möchte man nicht unter

den Weihnachtsbaum legen. Weil sie unpersönlich oder lieblos sind, oder weil man

sie selbst nicht gerne bekommen möchte. Wir haben uns bei Euch umgehört: Was

würdet Ihr nie zu Weihnachten verschenken?

Jaqueline,17, Oberkleen

Jaqueline (17) aus Oberkleen: »Tiere

gehören für mich nicht unter den Weihnachtsbaum,

weil ich keine Lebewesen

verschenken würde. Außerdem wüsste ich

überhaupt nicht, ob derjenige, der es

bekommt, Tiere mag.«

Angela (17) aus Gießen: »Ich finde Geld

ist ein sehr unpersönliches Geschenk.

Dann würde ich noch lieber einen Gutschein

besorgen, dann wüsste der andere

wenigstens, dass ich mir überlegt habe,

was ihm gefällt, es ist persönlicher.«

Jonas (15) aus Wißmar: »Ich würde

nichts verschenken, was ich selbst einmal

bekommen habe. Das wäre eine Beleidigung

für den, der es mir zuerst geschenkt

hat. Ich selbst habe so etwas

noch nicht bekommen, glaube ich.«

Angela, 17, Gießen Jonas, 15, Wißmar Diana, 16, Heuchelheim

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Diana (16) aus Heuchelheim: »Ich würde

niemandem ein Tier schenken, ein Hund

zum Beispiel. Nicht nur, dass man damit

ein Lebewesen verschenkt, man zwingt

dem anderen auch die Arbeit

für das Tier auf, obwohl

man nicht weiß,

ob er das möchte.«

Marvin (17) Staufenberg:

»Ich würde

nie Unterwäsche

verschenken.

So etwas ist einfach

blöd.«

hat, weil es einem nicht gefällt, Klamotten

zum Beispiel.«

Simon (16) Langgöns: »Ich finde es blöd

Klamotten zu verschenken, weil es einfach

schwer ist, einzuschätzen, was

der andere mag.«

Lea (17) aus Gießen: »Ich kann

keine Kleidung verschenken.

Dabei würde ich immer

falsch liegen und nie den

Geschmack des Beschenkten

treffen, mit dem was ich

aussuche.«

Isabel, 22, Glauburg

Maximilian (16) Langgöns: »Sandalen

sind als Geschenk total bescheuert. Sie

sind hässlich und keiner mag sie. Zu

Weihnachten sind sie einfach nur unnötig,

genau wie Sommerreifen oder Gutscheine.«

Isabel (22) aus Glauburg:

»Unterwäsche. Oder

Kleidung überhaupt, wenn

ich weder die Größe des

Beschenkten weiß, noch, ob ihm gefällt,

was ich ausgesucht habe.«

Kim (16) aus Langgöns und Felicia,

15, aus Wetzlar: »Etwas Gebrauchtes

kann man nicht verschenken. Etwas,

das man schon lange im Schrank liegen

Sarah (20) aus Gießen: »Die Krawatte

für den Opa ist peinlich. So etwas schenken

Leute oft, wenn ihnen sonst nichts

einfällt.«

Sarah, 20, Gießen

Marvin, 17, Staufenberg

Felicia, 15, Wetzlar

Maximilian, 16, Langgöns

Kim, 16, Langgöns

Simon, 16, Langgöns

Lea, 17, Gießen

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CD-Rezensionen

Coldplay –

»Mylo Xyloto«

Wenn man Frontmann Chris Martin glaubt,

könnte »Mylo Xyloto« das letzte Coldplay-

Album sein: »Es ist das Ergebnis von drei

Jahren Arbeit und momentan kann ich mir

nicht vorstellen, wo noch so ein Album

herkommen sollte«. Aber keine Panik, bislang

hat niemand offiziell das Ende eingeläutet.

Coldplay zählen zu den erfolgreichsten

Bands der Welt. Sie wurden mit Brit

Awards, Grammys und Echos überhäuft

und haben weit über 50 Millionen Alben

verkauft. Im Konzeptalbum »Mylo Xyloto«

steckt nach eigener Aussage ihr ganzes

Herzblut. Darum geht’s: Die beiden fiktiven

Personen Mylo und Xyloto treffen sich bei

einer Gang namens »The Lost Boys« und

verlieben sich. Der auffälligste Song ist

»Princess Of China«, ein relativ elektronisches

Duett mit Rihanna. In »Hurts Like

Heaven« rocken die Jungs für Coldplay-

Verhältnisse ganz schön ab, mit »Major

Minus« zeigen sie ihre folkige Seite und

»Up With The Birds« ist ein romantischer,

etwas melancholischer Song mit Piano,

Streichern und Chor. Die Texte lassen

einen träumen und die Stimme von Chris

Martin schwebt leicht über den perfekt gespielten

Instrumenten hinweg.

Das YOU FM-Fazit: Die können’s einfach!

»Mylo Xyloto« wird Fans nicht enttäuschen

und vielleicht sogar einige Neue ins Coldplay-Universum

locken.

Florence And The Machine – »Ceremonials«

Die Musik von Florence And The Machine

lässt sich nicht wirklich in eine Schublade

stecken, die große Überschrift lautet Pop.

Aber einige Attribute haben alle Songs

gemeinsam: Sie sind treibend, träumerisch,

organisch. Kopf und Stimme der

Band ist Britin Florence Welch. Die 25-

Jährige schmiss 2009 ihr Kunststudium

und brachte stattdessen das Debütalbum

»Lungs« raus, dass sich weltweit über drei

Millionen Mal verkaufte und zahllose Preise

abstaubte. Florence zweites Album

»Ceremonials« ist vom Sound her mindestens

genauso auffällig und musikalisch

betrachtet sogar noch besser als »Lungs«.

»Ich habe tatsächlich zum ersten Mal ein

Album mit einem übergreifenden und

zusammenhängenden Sound aufgenommen«,

so Florence. Die erste Single

»Shake It Out« zeigt an manchen Stellen

Jeden Samstag hört ihr in YOU FM

von 12 bis 16 Uhr die Top40Tracks

des YOUniverse. Abstimmen ist

ganz einfach: www.you-fm.de

ansurfen, Songs anhören und für

die persönlichen Top3voten.

Außerdem gibts die heißesten

Musik-News der Woche und

Interviews mit den Stars.

Stand: 2. 12. 2011

leichte Folk-Einflüsse, »Lover To Lover« ist

eine am Klavier gespielte, temporeiche

Hymne und »Seven Devils« wirkt ein wenig

mystisch. »Spectrum« hingegen ist ein

euphorischer, strahlender Song über die

Hoffnung. Die Nummer »No Light No

Light« klingt triumphal und majestätisch.

Das YOU FM-Fazit: Klingt nach einer Londoner

Tagträumerin auf Speed.

1. Taio Cruz

»Hangover«

2. Aura Dione

»Geronimo«

3. Adele

»Someone Like You«

4. Coldplay

»Paradise«

5. Marlon Roudette

»New Age«

6. Lana Del Rey

»Video Games«

7. Seeed

»Wonderful Life«

8. T-Pain feat. Wiz Khalifa and Lily Allen

»5 o’Clock«

9. Gym Class Heroes feat. Adam Levine

»Stereo Hearts«

10. The Kooks

»Is It Me«

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Pinkfarbener Bademantel und Wetterstation

Gruselige Weihnachtsgeschenke und wie sie abgewehrt werden können

Wer kennt sie nicht, die unerwünschten Geschenke wie Socken oder peinliche Unterwäsche,

die einem die Großeltern selbst im Erwachsenenalter noch unter den Weihnachtsbaum

legen. Die YOU FM-Moderatoren können davon ein Lied singen und geben

außerdem Tipps, wie sich Fehltritte beim Geschenkekauf vermeiden lassen.

YOU FM-Moderator Johannes Sassenroth

moderiert von Mo. bis Fr. (14 bis 18 Uhr)

seine eigene Show »Der Sassenroth am

Nachmittag«.

Das blödeste Weihnachtsgeschenk, das ich

jemals bekommen habe, war eine Wetterstation!

Ich hatte aus Spaß, mit ironischem

Unterton zu meiner Freundin gesagt: »Eine

Wetterstation ist echt cool«, was sie natürlich

nicht ist! Sie hat leider den Witz und die

Ironie nicht verstanden und mir tatsächlich

eine recht teure Wetterstation gekauft. An

der kann man so unglaublich spannende

Dinge wie Luftdruck und Regenwahrscheinlichkeit

ablesen.

Mein Tipp an alle, die derlei Fehlschenkungen

vermeiden möchten: Niemals Witze

machen, niemals! Und am besten immer

nur über eine Sache sprechen, die man

wirklich gerne hätte. Je mehr Wünsche man

äußert, umso mehr werden Leute verwirrt,

die nicht richtig zuhören. Tipp Nummer

zwei: Einem/r guten Freund/in der Freundin

sagen, was man will. Er/Sie kann ihr das

dann stecken!

YOU FM-Moderatorin Jaële Vanuls stammt

aus Südfrankreich und ist die Co-Moderatorin

von Rob Green in der »Rob Green

Morningshow« (Mo. bis Fr., 5.30 bis 10 Uhr).

Das peinlichste Weihnachtsgeschenk habe

ich von meiner Mama bekommen als ich 13

oder 14 Jahre alt war. Ich hatte mir nur Geld

zu Weihnachten gewünscht und das fand

sie doof. Deshalb hat sie mir einen schrecklichen,

pinkfarbenen Frottee Bademantel

geschenkt. Furchtbar! Sie wusste ganz genau,

dass er mir nicht gefallen würde. Die

Lektion habe ich gelernt und damit mir das

nicht noch mal passiert, habe ich mir seitdem

nie wieder von meinen Eltern Geld gewünscht.

Zusätzlich führe ich das ganze

Jahr über einen Wunschzettel, der an meinem

Kühlschrank hängt. Wenn ich zum Beispiel

etwas in einer Zeitschrift sehe, das mir

gefällt, schneide ich es aus und klebe es

dran. Bei Lippenstift oder Nagellack schreibe

ich für meinen Freund noch die genaue

Farbnummer daneben. Sonst geht’s schief.

YOU FM-Nachrichtenmann Christoph

Tautz informiert über alles, was im YOUniverse

und der Welt passiert (»Rob Green

Morningshow«, Mo. bis Fr., 5.30 bis 10 Uhr).

Eine Ex-Freundin hat mir mal Reitstunden

geschenkt. Obwohl ich keinen Bock hatte,

habe ich das über mich ergehen lassen, bis

die Trainerin irgendwann meinte: »Du solltest

es einfach lassen. Du quälst nur die

Pferde.« Die Reitstunden habe ich übrigens

bekommen, weil MEINE EX-FREUNDIN

gerne mal im Urlaub am Strand mit mir reiten

wollte!

Meine Blöde-Geschenke-Vermeidungsstrategie:

Entweder eine klare Ansage machen,

was man will oder aber auf keinen Fall!

Oder eben an Weihnachten gar nicht auftauchen

und das auch schon vorher sagen.

Wenn man dann einige Tage später auftaucht,

gibt‘s meistens Geld anstatt Geschenken.

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Schulporträt

xxx

Fotos: Maximilian Georg

Wer ein Gymnasium kennenlernen möchte, das mehr zu bieten hat als »nur« die Vorbereitung auf das Zentralabitur,ist an der Herderschule richtig.

Herderschule Gießen

Die Herderschule in Gießen darf sich zu

einer der wenigen Schulen in Deutschland

zählen, die das IB-Diplom kostenlos anbieten.

Dabei handelt es sich um einen

international anerkannten Schulabschluss,

der unter anderem für besonders ausgeprägte

Englischkenntnisse sowie soziales

Engagement steht und ein besonderes

Schmuckstück in den Bewerbungsunterlagen

darstellt. Die Teilnahme an diesem

Programm ist allen Schülern freigestellt.

Doch nicht nur wenn es um das IB geht,

werden Fremdsprachen an der Herderschule

ganz groß geschrieben. Die Zahl

der angebotenen Sprachen ist hoch und

sogar Chinesisch, die Wirtschaftssprache

von morgen, kann erlernt werden. Zusätzlich

gibt es eine Vielfalt an Sprachzertifikaten,

durch die man seine Kenntnisse erweitern

und die Leistungen auch noch

nach der Schule bezeugen kann. Auch

wenn der Unterricht noch so umfangreich

sein mag, am besten lernt man eine Sprache

immer noch dort, wo sie tatsächlich

gesprochen wird. Das hat auch die Herderschule

erkannt und bietet darum viele

Austauschprogramme mit unseren Partnerschulen

auf der ganzen Welt an. Mit

einem Angebot, das San Diego, Kolumbien,

Spanien, England, Singapur und

Peking umspannt, ist wirklich der gesamte

Globus abgedeckt. Die Schüler, die

nicht an einem Austausch teilnehmen,

profitieren auch davon, denn Schüler von

den Partnerschulen statten auch uns

einen Besuch ab.

Wer eher naturwissenschaftlich als sprachlich

orientiert ist, bekommt an der Herderschule

auch einiges geboten. Der Gebäudeteil,

der die Naturwissenschaften beheimatet,

wurde erst im letzten Jahr saniert.

Schüler aus anderen Schulen kommen zu

uns, um in unserem neuen Genetiklabor

Versuche durchzuführen. Für besonders

Interessierte bietet die Schule jedes Jahr

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

eine mehrtägige Fahrt zum Thema Naturwissenschaften

an, die „Science-Tour“.

Wer an Wettbewerben teilnimmt, wird von

den Lehrern gerne unterstützt. Das gilt

auch für den Bundesfremdsprachenwettbewerb,

bei dem unsere Schüler allen

Alters regelmäßig beachtliche Erfolge

erzielen.

Viele der Oberstufenräume, die sich ebenfalls

im sanierten Gebäudeteil befinden,

wurden mit interaktiven Tafeln, den

„Smartboards“, ausgestattet. In jedem

dieser Räume steht auch ein Laptop zur

Verfügung. Lernen mit neuen Medien

schreitet bei uns stetig voran. Momentan

wird der vierte Computerraum eingerichtet

und bald wird jeder Schüler jeder Zeit

mit dem eigenen Rechner das Internet zu

Rate ziehen können, so wie später an der

Hochschule. Seit einigen Jahren dürfen

wir uns auch über eine Mensa freuen,

durch die das Angebot des Kiosks noch

mit einem richtigen Mittagessen ergänzt

wird. All das sind Neuerungen, für die wir

dankbar sind. Dazu zählt auch die Renovierung

der Bibliothek, doch leider gibt es

immer noch Bereiche in unserer Schule,

die dringend saniert werden müssen. Damit

wir darauf nicht mehr lange warten

müssen, hat sich die gesamte Schulgemeinschaft

für die Fortsetzung der Arbeiten

stark gemacht. Vor den Herbstferien

machte sich eine Delegation aus Lehrern,

Eltern, Schülern, Ehemaligen und der

Schulleitung auf den Weg zum Gießener

Kulturrathaus und überreichte der Schuldezernentin

eine Petition.

Auch unsere Schülervertretung war daran

beteiligt. Ich als Schulsprecher lege großen

Wert darauf, dass wir jede Chance ergreifen,

unsere Meinung Kund zu tun. Wir

haben ein offenes Ohr für jedes Anliegen

und damit auch keine Stimme untergeht,

versuchen wir durch ein System mit Klassen-

und Stufensprechern genügend Anlaufstellen

zu bieten. An einer Schule, an

der von der fünften bis zur dreizehnten

Klasse (wegen G8 dieses Jahr zum letzten

Mal) gemeinsam gelernt wird, ist absehbar,

dass die SV von den älteren Jahrgängen

dominiert wird. Weil für uns aber die

Meinungen der jungen Schüler genauso

wichtig sind wie die aller anderen, versuchen

wir dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Zusätzlich zum regulären wöchentlichen

SV-Treffen trifft sich seit kurzem

auch die „Junior-SV“ jeden Donnerstag.

Frei nach dem Motto „Schüler helfen

Schülern“ vermittelt unsere SV Nachhilfe.

Wir haben eine Datenbank von Schülern

und „Schülerlehrern“ angelegt und können

dadurch schnell und zielgerichtet für

jeden, der Nachhilfe sucht oder geben

will, den richtigen Partner finden.

Für alle die Zeit und Lust haben, gibt es

viele AG-Angebote am Nachmittag. Zum

Beispiel eine große Auswahl an Instrumentalkreisen.

Dies wird durch die Kooperation

mit der Musikschule Römer ermöglicht.

Eine Besonderheit: Der „Club

der Denker“ ist auf Schülerinitiative hin

entstanden und wird, wie auch die

Schach-AG, von älteren Mitschülern geleitet.

Besonders stolz können wir auf unsere

Musical- und Theater-AG sein. Diese

begeistern jedes Jahr mit tollen Stücken.

Außerdem gibt es noch eine Vielzahl wei-

terer kultureller Angebote. So haben beispielsweise

die Musikkurse der Oberstufe

die Möglichkeit, die Oper in Frankfurt zu

besuchen.

Da die Herderschule als Ausbildungsschule

immer ein sehr junges Kollegium

hat, wird das bestehende Angebot stets

durch neue und frische Ideen erweitert.

So hat man beispielsweise die Möglichkeit,

anstatt der gängigen Sportkurse wie

Leichtathletik oder Ballsportarten einen

Kurs mit Klettern, Inlineskating, und Skifahren

zu belegen.

Dankenderweise wird die Herderschule

tatkräftig vom Ehemaligen- und Förderverein

unterstützt. Auch der Elternbeirat

leistet einen bemerkenswerten Beitrag zur

Gestaltung des Schulalltags.

Wer also ein Gymnasium kennenlernen

möchte, das mehr zu bieten hat als „nur“

die Vorbereitung auf das Zentralabitur, der

ist bei uns herzlichst willkommen!

Maximilian Georg

Seit einigen Jahren können sich die Schüler in der schuleigenen Mensa bewirten lassen.

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Ein Tag mit »The Black Pony«

Fotos: kan/hec

9.30 Uhr: Wir stehen vor der Adolf-Reichwein-Schule

in Pohlheim. Außer neblig

grauer Suppe und kalten Temperaturen

um uns herum, spüren und sehen wir

nichts. Es ist still. Aber das hält nicht

lange an. Jetzt beginnt die große Pause

und sämtliche Mädels zwischen 14 und

18 Jahren stürmen aus dem grauen Kasten,

der sich Schule nennt. Sie beziehen

unterschiedliche, mehr oder weniger strategische

Punkte. Jede will die Ankunft der

Band »The Black Pony« als erste bemerken

und verkünden können. Auch ein paar

Jungs recken neugierig die Hälse, geben

sich aber betont lässig. Was interessiert

sie schon eine Boy-Rockband? Schließlich

fährt ein schwarzer Kleinbus vor.

Während wir uns noch unterhalten, haben

die ersten Schülerinnen gleich erkannt,

wer in dem Wagen sitzt und stürmen voran.

Katrin und ich haben Mühe,

mit ihnen Schritt zu

halten. Vor dem Tourbus bildet sich eine

kleine Menschentraube, die stetig wächst.

Noch halten die jungen Fans schüchtern

Abstand. Damit ist es aber spätetens

dann vorbei, als das erste Band-Mitglied

die Tür öffnet und aussteigt. Schon beginnt

das ohrenbetäubende Gekreische,

das uns noch den ganzen Tag begleiten

wird, so meine düstere Vorahnung.

Die Jungs von »The Black Pony« kommen

ohne Bodyguards. Ob das eine gute Idee

war? Der Weg zur Schule wird zum Spießrutenlauf.

Eine Horde von kreischenden,

fotografierenden Schülerinnen – und wir

sind mittendrin. Ohne Rücksicht auf Kamera,

Stativ oder Füße preschen sie vor,

jeder will seinen Stars so nah wie möglich

kommen.

10.00 Uhr: Durchatmen. Von dem Pulk

draußen ist in der Aula nur noch eine kleine

Gruppe übrig geblieben. Und die ist

leise, diszipliniert. Dafür hat Schulleiter

Norbert Kissel gesorgt. Und

natürlich die vier Jungs, die mit im Stuhlkreis

sitzen, die Gitarren auf dem Schoß

und die Percussion zwischen den Knien.

Zusammen mit den Jugendlichen, die sich

diesen besonderen Moment durch ihre

musikalischen Leistungen in den vergangenen

Monaten verdient haben, spielen

sie drauflos. »Das nennt man eine Jam-

Session«, freut sich Trevor, Gitarrist und

Sänger von »The Black Pony«. Doch vor

allem für die Mädels tritt die Musik schnell

in den Hintergrund. Sie zücken ihre Handys,

filmen das kleine Konzert und schüren

so den Neid der Mitschülerinnen. Zusätzlich

entflammt wird der wohl noch

durch die Autogramme und Fotos von

Trevor, Michael, Kevin und Eugen. Und

plötzlich ist die Aula voll. Acht-, Neuntund

einige Zehntklässler kommen in den

Genuss eines exklusiven Auftritts. Die Seitentür

ist mit Bändern abgesperrt, damit

die älteren Schülerinnen nicht den Saal

stürmen. Schlagzeuger Achraf darf sogar

mit den Musikern spielen. Fragen werden

beantwortet. Und dann entschwindet

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

»The Black Pony« wieder, diesmal durch

eine Seitentür, aber mit nicht weniger Aufmerksamkeit.

Nur hupend kann sich der

schwarze Kleinbus einen Weg durch die

Menge bahnen.

12.00 Uhr: Auch angehende Rockstars

brauchen ein Mittagsschläfchen – kein

Wunder bei den kurzen Nächten zwischen

Konzerten, Tourbus und Hotel.

14.00 Uhr: Mittlerweile stehen wir seit

einer Stunde im Eingangsbereich der

Volkshalle. Es ist wieder mal kalt – oder

immer noch? – und wir fragen uns zunehmend

entnervt, wo die Band denn bleibt.

Außerdem bangen wir um unser versprochenes

Interview. Aber die Wartezeit hat

auch sein Gutes: Wir lernen richtig hartgesottene

Fans kennen. Ausgerüstet mit Decken

und Tee harren sie seit dem frühen

Morgen in der Volkshalle aus – schwänzen

die Schule (mit elterlicher Unterstützung)

oder haben sich einen Tag freigenommen.

Fragt man nach Ryan, sind die Reaktionen

eindeutig: Man will über das Thema

nicht reden, Enttäuschung und Traurigkeit

herrschen vor. Hier kann niemand verstehen,

warum der Schlagzeuger ohne große

Erklärung an die Fans »The Black Pony«

im Sommer verlassen hat.

15.00 Uhr: Die Band ist mit Verspätung

eingetrudelt, jetzt wird es hektisch. Alle

Leute, die für das Drumherum eines

Konzerts verantwortlich sind, laufen geschäftig

hin und her, mal mit Handy am

Ohr, mal bei letzten Handgriffen beim

Aufbau. Die Techniker stellen Licht und

Ton richtig ein, sorgen für Nebeleffekte

und vieles weitere, was wir vermutlich

erst später bemerken. Wieviel Präzisionsarbeit

in einem Bühnenaufbau steckt,

wird erst jetzt wirklich deutlich. Wir erleben

die Band als junge Profis, die ihren

Soundcheck konzentriert und gefühlvoll

durchführen, von dem ganzen Trubel

vor der Bühne scheinen sie nichts mitzubekommen.

16.30 Uhr: Jetzt wird belohnt, wer schon

seit Stunden im Foyer der Volkshalle ausharrt.

Denn konnten die Fans bisher nur

durch die geschlossene Tür der immer

gleichen Tonfolge von Eugens E-Gitarre

beim Soundcheck lauschen, steht er jetzt

mit den anderen Jungs direkt vor ihnen:

Fan-Meeting. Fotos und Autogramme für

die Mädels, Geschenke für die Jungs.

18.00 Uhr: Nur noch knapp zwei Stunden

bis zum Konzert. Entspannt geht es hinter

den Kulissen jetzt nicht mehr zu. Ein paar

Fans haben es backstage geschafft und

folgen ihren Idolen auf Schritt und Tritt.

Kevin trägt den rosafarbenen Hello-Kitty-

Schwimmreif mit sich herum, den ihm

vier der Mädchen geschenkt haben – mit

ihren Telefonnummern. Von allen Seiten

dröhnen dumpfe Schläge. Aus der

Kabine, die jetzt nicht mehr zugänglich

ist, weil die Band darin zwischen Büfett

und Instrumenten Fußball spielt. Und von

draußen, wo verzweifelte Teenies gegen

die Glasscheiben der Bühneneingangstür

schlagen.

The Black Pony

Die Band »The Black

Pony« gibt es erst seit 2010.

Eugen Flittner und Kevin Dollerschell,

beide 19 Jahre alt, kommen aus

Deutschland, Trevor Brown (18) und

Michael Johnson (29) sind gebürtige

Amerikaner. Michael spielte früher bei

der Boyband »Natural«, die vor allem

durch Marc Terenzi bekannt wurde,

und ersetzt den Schlagzeuger Ryan

Belitsky, der die Gruppe im Sommer

verlassen hat. Die Band hat sich

durch das Internet gefunden und

2010 offiziell gegründet. Seitdem geht

es mit ihrer Karriere steil bergauf:

Neben ihrer eigenen Reality-Show

»LAX – Follow The Black Pony«, Auftritten

in der Telenovela »Anna und die

Liebe« und bei Stefan Raabs Turmspringen,

wurden die Musiker auch

schon mehrfach ausgezeichnet.

Ihr neues Album »Take off« ist im

November erschienen.

Weitere Informationen auf der Homepage:

www.theblackpony.de

Vorgruppe »Split«: www.wearesplit.de

Nur 15 ausgewählte Schüler der Adolf-Reichwein-Schule durften bei der Musikstunde mit »The

Black Pony« dabei sein.

Gewinnspiel:

Ihr könnt zehn signierte Poster der

Band gewinnen, außerdem dreimal

die Single »Perfect Night«, inklusive

dem Making-of-Video. Dafür müsst

Ihr einfach folgende Frage beantworten:

Wie hieß das erste veröffentlichte

Album von »The Black Pony«?

Schreibt eine E-Mail an: redaktion@

SchuelerAZ.de, Einsendeschluss ist

der 7. Januar 2012.

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

19.15 Uhr: Hinter der Bühne ist es jetzt

ruhiger, dafür toben 300 Menschen davor.

Die Vorband »Split« heizt den Fans ein,

animiert sie immer wieder zu »Black-

Pony«-Rufen. Viele kennen die vier Jungs

aus Eislingen schon von den anderen

Konzerten und rocken eine halbe Stunde

lang mit. Und dann macht »Split« die

Bühne frei.

21.30 Uhr: »The Black Pony« haben wirklich

alles getan, um ihren Fans einen

unvergesslichen Abend zu bescheren.

Neben bekannten Liedern wie »Crush«

und »Goodbye is like dying« wurden auch

Songs aus dem neuen Album gespielt.

Für ein Mädchen dürfte das Konzert zu

einer ganz besonderen Erinnerung

werden: Weil sie an dem Tag Geburtstag

hatte, durfte sie mit zu den Jungs auf die

Bühne – und wurde deswegen sicher von

den restlichen Fans glühend beneidet.

Nach einer Zugabe, begleitet von weiteren

Kreisch-Orgien und Blitzlichtgewitter,

entschwinden Trevor, Eugen, Michael und

Kevin von der Bühne. Die Fans müssen

nicht lange warten, da sind die vier schon

wieder da: Im Eingangsbereich der

Volkshalle werden fleißig Autogramme

geschrieben und Fotos gemacht. Auch

die Vorgruppe »Split« ist nach dem

Konzert wieder sehr gefragt und kann

einige Fan-Artikel unter die Leute bringen.

Eifrig schreiben Wanka und Krelin ihre

Namen auf Poster, lassen sich mit einem

nicht abreißend wollenden Strom von

Mädels fotografieren. Für beide Bands ist

dieser Abend noch lange nicht zu Ende.

Katrin und ich haben nach einem ereignisreichen

Tag endlich Feierabend und

fahren vollgepackt mit Ausrüstung, Notizen

und Eindrücken zurück in die Redaktion.

Schließlich wollen morgen schon alle

in Giessen und Umgebung über das

Konzert in Pohlheim informiert werden.

(kan/hec)

Trevor,Michael, Kevin und Eugen signieren

stapelweise Autogrammkarten.

Drei Schülerstimmen zum Besuch der Band:

Jannik (14), 9. Klasse, spielt Gitarre:

»Ich hätte mir gewünscht, dass uns die

Jungs ein paar Griffe auf der Gitarre

zeigen. Aber ich finde es trotzdem cool,

dass die Band hier ist. Ich habe mir eine

Autogrammkarte und ein Poster geholt.«

Luisa (14), 9. Klasse, spielt Querflöte:

»Ich finde es interessant, solche Gäste an

der Schule zu haben, musste ›The Black

Pony‹ aber nicht unbedingt treffen.

Ehrlich gesagt kannte ich sie vorher gar

nicht.«

Achraf Didi: »Das war echt cool und aufregend,

als ich nach vorne gehen musste.

Mein Ziel ist es, genauso zu werden wie die

Jungs. Ich habe eine eigene Band, ›PK–

Pohlheimer Kids‹, mit der ich im Frühling

auch in der Volkshalle auftreten werde."

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

»Wir zerstören alles!«

»The Black Pony« im Interview:

Ihr habt den Vormittag an einer Schule

verbracht. Welche Erinnerungen habt

Ihr an Eure eigene Schulzeit?

Trevor: Wenn jemand als Special Guest

an die Schule kam, wie wir das heute

getan haben, war immer das erste, was

ich gedacht habe: Yeah, kein Unterricht!

Eine Stunde nichts tun! Ich habe mich

immer gefreut, dass eine Stunde lang kein

Unterricht war.

Michael: Bei mir ist die Schule schon

ziemlich lange her. Aber ich habe den

künstlerischen Unterricht geliebt, wie die

Musik- und Theaterstunden.

Kevin: Ich bin gerade in meinem letzten

Jahr, ich hatte ja ein Jahr unterbrochen.

Es ist echt eine coole Abwechslung, mal

in die Schule zu gehen, gute alte Freunde

zu treffen und mal mit der Band zusammenzusein.

Habt Ihr heute das erste Mal mit

Schülern gemeinsam Musik gemacht?

Eugen: Nein, es war nicht das erste

Mal, wir haben das schon in drei, vier

anderen Schulen gemacht. Sonst haben

wir das immer ein bisschen anders

aufgezogen und auch Unterricht gegeben,

um den Schülern die Musik näher zu

bringen. Weil wir heute an einer Schule

mit dem Schwerpunkt Musik waren,

konnten wir den Jugendlichen nicht

mehr viel beibringen. Wir haben lieber

ein paar Fragen beantwortet – zur

Musikindustrie und zur Band. Dann haben

wir ein paar Songs gespielt und

gejammt. Es hat auf jeden Fall viel Spaß

gemacht.

Ihr legt Wert darauf, als Rockband,

nicht als Boygroup gesehen zu werden.

Rockbands sagt man oft nach, eine

Spur der Verwüstung zu hinterlassen.

Wie ist das bei Euch?

Kevin: Wenn ihr es mal sehen wollt:

Kommt nach dem Konzert, wenn wir ganz

fertig sind, noch einmal in diesen Raum

und schaut ihn euch an.

Eugen: Wir zerstören alles!

Michael: Aber dann räumen wir auf…

Eugen: Nein, das stimmt nicht.

Wo soll es für Euch in den nächsten

Jahren musikalisch hingehen?

Trevor: Wembley. Nein, wir werden sehen

wie es läuft. Aber es wäre schon schön,

wenn wir eines Tages auf

größeren Bühnen und in großen Stadien

spielen könnten. Wir haben in kleinen

Clubs angefangen, dann sind wir in

größeren Clubs aufgetreten, und vielleicht

schaffen wir es irgendwann vor ein noch

größeres Publikum.

Seit Ryan die Band verlassen hat,

kursieren immer wieder Trennungsgerüchte.

Wie geht Ihr damit um?

Kevin: Das hören wir zum ersten Mal.

Wir haben sogar ein neues Album

geplant. Und wir haben noch andere

Sachen vor, die wir jetzt noch nicht verraten.

Das nächste Jahr ist schon vollgepackt

mit Terminen.

Welche Wünsche habt Ihr für die

kommenden Monate?

Eugen: Viel Sonne!

Trevor: Ja, mehr Sonnenschein! Aber im

Ernst: Unser neues Album »Take off«

erscheint jetzt, und wir hoffen, dass es

wieder gut angenommen wird, damit

wir möglichst viele Konzerte

spielen können.

Das Video zum Interview auf

www.giessener-allgemeine.de/blackpony

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Kleine Gemeinde

ganz groß im Energiesparen

Energiesparen ist in. Gerade seit dem Beginn der Debatte über die globale Erderwärmung

ist dieses Thema immer populärer geworden. Wettenberg war 2000 eine der

ersten kleineren Gemeinden, in der über dieses wichtige Thema diskutiert, gute Ideen

entwickelt und förderliche Lösungen gefunden wurden.

Foto: dapd

In einer Gemeinde in Baden-Württemberg sparen zahlreiche Bewohner bereits durch ihre Solardächer eine Menge Geld. Wettenberg liegt bei

alternativen Energien auch weit vorne.

Gestartet wurde mit dem energieeffizienten

Umbau der öffentlichen Gemeindegebäude,

somit hatte Wettenbergs

Gemeindeverwaltung eine Vorbildfunktion

für alle Einwohner. Vom Jahr 2000 bis

heute ist der Energieverbrauch dieser

Gebäude laut dem Umweltbeauftragten

der Gemeinde Michael Krick um 35 Prozent

zurückgegangen. Dies spart der

Kommune ein Drittel der Energiekosten

und zeigt den Bürgern, dass es sich lohnt,

das eigene Haus bezüglich des Energieverbrauchs

auf einen neuen technologischen

Stand zu bringen.

In einer Veröffentlichung des Deutschen

Städte- und Gemeindebundes und der

Deutschen Umwelthilfe mit dem Titel

»Kleine Kommunen groß im Klimaschutz«,

veröffentlicht 2009, heißt es: »Grundlage

der signifikanten Einsparungen in den

Wettenberger Gebäuden sowohl beim

Stromverbrauch als auch bei der

Wärmebereitstellung ist eine sorgfältige

Kontrolle der Energieverbrauchsdaten,

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

die eine Analyse der Schwachstellen und

damit deren Beseitigung erlaubt.«

Hauptsäule des Energiesparprogramms

sind die Beratungen der Bürger für einen

energieeffizienten Umbau ihrer Häuser.

Die Gemeinde unterstützt dieses Projekt

finanziell mit 50 Prozent der Beratungskosten.

Durch diese Maßnahmen sind

viel mehr Einwohner auf die Idee gekommen,

sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Pro Jahr finden so circa 40 Beratungen

statt, denen Umbaumaßnahmen

folgen.

Werner Boeck, der sein Haus 2005 nach

solch einer Beratung der Gemeinde

sanieren ließ und für dieses 2008 sogar

ausgezeichnet wurde, sieht die Gemeinde

auf dem richtigen Weg: »Würden alle

Gemeinden sich so engagieren, wäre ein

großer Schritt getan.« Der Ölverbrauch

seines Hauses ist seit der Sanierung um

mehr als 50 Prozent gesunken.

Maßnahmen zur Energieeinsparung sind

beispielsweise Wärmedämmung und

Fotovoltaik-/Thermosolaranlagen, aber

auch generell ein sparsamer Umgang mit

Strom, etwa durch Lichtausschalten,

sobald man einen Raum verlässt. Früher

wurde mit Fotovoltaik eher das Nutzwasser

erhitzt, heutzutage jedoch benutzt

man den erzeugten Strom zur Einspeisung

ins öffentliche Stromnetz.

Eine weitere Kosteneinsparung entsteht

durch die »Aktion minus zehn Prozent«,

bei der die Nutzer der öffentlichen Gebäude

gezielt auf solche Energiesparpotenziale,

wie etwas das Licht auszuschalten,

hingewiesen werden. Neben den Kosteneinsparungen

durch die größere Energieeffizienz

wird aber auch das Kohlenstoffdioxid,

das ausgestoßen wird, stark

vermindert, wovon nicht nur die Gemeinde,

sondern alle etwas haben.

Auch die Firmen, die in den Gewerbeparks

in Wettenberg angesiedelt sind,

werden in Energiesparprogramme

integriert, sie werden zum Beispiel mit

einem energieeffizienten Nahwärmenetz

versorgt.

Mit diesem Programm hat Wettenberg

2005 den Preis der Energiesparkommune

bis 20000 Einwohner gewonnen.

Deutschlandweit – ohne Einwohnerbegrenzung

– stand die Gemeinde auf Platz

17. Im Vergleich dazu steht München als

umweltfreundlichste Stadt auf Platz 1.

Seitdem sind viele Gemeinden mit ähnlichen

Programmen gefolgt. Wettenberg

konnte jedoch auch 2009 mit dem Preis

»Klimaschutzkommune«, der von der

Deutschen Umwelthilfe verliehen wird

und auch aufs Energiesparen hinausläuft

zeigen, dass sie immer noch oben dabei

ist.

Björn Urke,

Landgraf-Ludwigs-Gymnasium

Quellen:

• http://www.duh.de/141.html

• Interview mit Michael Krick, dem Umweltbeauftragten

der Gemeinde Wettenber

• Deutscher Städte und Gemeindebund und

Deutsche Umwelthilfe, „Kleine Kommunen

groß im Klimaschutz“, Burgwedel 2009

• http://www.wettenberg.de/p/d2.asp?

artikel_id=1392

• Zeitungsartikel »Tatkräftige Bürger verhelfen

Wettenberg zum ›Spar-Euro‹« (Frankfurter

Rundschau vom 24. 4. 2007)

• Telefoninterview mit Werner Boeck aus

Wettenberg-Launsbach, der die Beratung in

Anspruch genommen hat

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

China – das Land

im fernen Osten

Foto: Archiv

Die Skyline von Shanghai ist ein beliebtes Fotomotiv.Den Vergleich mit anderen Metropolen braucht die boomende Stadt nicht zu scheuen.

China ist in aller Munde. Doch was genau wissen wir eigentlich über die Chinesen?

Die Wirtschaft wächst und wächst. Das hört und liest man ständig in den Nachrichten.

Und dann kenne ich noch den China-Mann um die Ecke, der so leckere gebackene

Ente süß-sauer macht.

Doch da hört mein Wissen nun leider

auch schon fast auf, über das große Land

im fernen Osten. Wie leben und denken

die Menschen dort und was hat ihre Kultur

zu bieten? Ich denke, dass es in dem

Land der Superlative viel zu entdecken

gibt, von dem ich jetzt noch gar keine Vorstellung

habe.

Mein Name ist Elisa Kollenda. Ich bin

19 Jahre alt und ich habe diesen Sommer

an der Clemens-Brentano-Europa-Schule

mein Abitur gemacht. Für Sprachen und

andere Kulturen habe ich mich schon immer

interessiert. An der CBES habe ich

deshalb bereits an Schüleraustauschen in

die Türkei, Finnland und die USA teilgenommen.

Und auch nach der Schule wollte

ich noch einmal etwas von der Welt sehen,

bevor es an die Uni geht. Also habe

ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr

bei AFS Interkulturelle Begegnungen beworben.

AFS ist Trägerorganisation der beiden

Freiwilligendienstprogramme »weltwärts«

und »IJFD«. Ein Freiwilligendienst mit

einem der beiden geförderten Programme

bietet die Möglichkeit, der teilweisen Kostenübernahme

durch verschiedene

Bundesministerien und ist deshalb sehr

beliebt. Der Freiwillige muss sich zur Aufbringung

der nicht übernommenen Kosten

um den Aufbau eines Förderkreises

bemühen. Da die Plätze für die Programme

begrenzt sind, werden alle Bewerber

zu 2-tägigen Auswahlseminaren eingeladen.

Dort haben uns zwei ehemalige Freiwillige

alle Fragen beantwortet und nach

zwei Tagen Spielen, Diskussionsrunden,

Einzelgesprächen drei von zwölf Bewerbern

ausgewählt.

Für mich gab es dann im Januar grünes

Licht. Über die Zusage habe ich mich riesig

gefreut. Und dann hat es auch noch

mit meinem Wunschland China geklappt.

AFS ist eine der größten Jugendaustauschorganisationen

und hat eine lange

Geschichte, die bis auf den Ersten Weltkrieg

zurückzuführen ist. Unter dem Na-

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

men »American Field Service« retteten

freiwillige Sanitätswagenfahrer Verwundete

von den Schlachtfeldern in den beiden

Weltkriegen. Nach Ende des Zweiten

Weltkrieges beschlossen die Veteranen,

Jugendaustauschprogramme ins Leben

zu rufen, mit der Vision, das Verständnis

zwischen den Kulturen zu fördern und

damit den Weltfrieden zu sichern. Aus

dem bilateralen Austausch zwischen den

USA und Deutschland hat sich mittlerweile

eine multinationale Austausch-Organisation

entwickelt. Heute bietet AFS

weltweit Schüleraustausche und Freiwilligendienste

an.

Ende September werde ich also nach

Wuhan in China fliegen – für elf Monate.

Arbeiten werde ich an einer Pasch-

Schule. Also einer Schule, die vom Goethe-Institut

angeleitet und unterstützt

wird. In diesen Schulen wird dann natürlich

ein besonderer Schwerpunkt auf das

Deutschlernen gelegt. Deutsch kann ich

ja – nur an meinem Chinesisch muss ich

noch etwas arbeiten, um den Kindern

mein Wissen auch vermitteln zu können.

Ich habe also zur Vorbereitung zwei

Volkshochschulkurse in Chinesisch belegt.

Trotzdem mache ich nur langsam

Fortschritte, weil es meiner Meinung nach

unendlich viele Zeichen gibt. Und die

kann man sich auch nicht so leicht

merken wie englische oder spanische

Vokabeln. Von AFS gab es dann noch

zwei Vorbereitungsseminare. Jeweils fünf

Tage die wieder mit Spielen, Vorträgen

und Diskussionsrunden gefüllt waren.

Hier haben wir etwas über die Kulturen

unserer Gastländer erfahren und wurden

auch auf das interkulturelle Lernen vorbereitet.

Mittlerweile habe ich schon viel über

China gelesen. Ich bin gespannt, ob die

Menschen dort wirklich rückwärts im Park

spazieren gehen und es für ganz selbstverständlich

halten, Geräusche beim

Essen von sich zu geben, die für uns

eher befremdlich sind. Ich bin sehr neugierig

auf die Erfahrungen, die ich dort

sammeln werde und werde euch natürlich

regelmäßig von meinen Erlebnissen

berichten.

Foto: Archiv

Die chinesische Mauer sollte früher das Kaiserreich

vor Reitervölkern schützen.

Die Volksrepublik China

Die Volksrepublik China, im 20. Jahrhundert

in ideologischer Abgrenzung

zur Republik China auch »Rotchina«

genannt, ist mit knapp 1,34 Milliarden

Einwohnern das bevölkerungsreichste

Land der Erde, der flächengrößte Staat

in Ostasien und hinsichtlich der Landfläche

nach Russland, Kanada und den

USA der viertgrößte der Erde.

Die Volksrepublik China grenzt an

14 Staaten und hat damit gemeinsam

mit Russland die meisten Nachbarländer

der Welt. Im Uhrzeigersinn sind

dies: Vietnam, Laos, Myanmar, Bhutan,

Nepal, Indien, Pakistan, Afghanistan,

Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan,

Russland, Mongolei und Nordkorea.

China ist ein autoritärer Staat unter der

Führung der Kommunistischen Partei

Chinas (KPCh). Trotz der Zulassung

kleinerer Blockparteien herrscht de

facto ein Einparteiensystem und das

sozialistische Wirtschafts- und Staatssystem

ist in der Verfassung der Volksrepublik

China verankert.

Die eigentliche politische Führung der

Volksrepublik China liegt bei einem engen

Kreis von Politbüro- und Militärführern.

Sie scharen sich um den Vorsitzenden,

welcher die höchsten Ämter in

Staat, Partei und Armee auf sich vereinigt:

Dies sind das Amt des Generalsekretärs

der Kommunistischen Partei

Chinas, Staatspräsidenten der Volksrepublik

China sowie der Vorsitzende

der Zentralen Militärkommission. Derzeit

hat Hu Jintao diese Positionen

inne. Die Übergabe der Ämter erfolgt

jedoch im Allgemeinen innerhalb eines

längeren Zeitraums. So wurde Hu

bereits 2002 Generalsekretär, aber erst

2004 Vorsitzender der Zentralen Militärkommission.

Im Unterschied zu westlichen

Demokratien sind im Einparteienstaat

China generell die Parteiämter

(zum Beispiel das des KP-Generalsekretärs)

wichtiger und als mächtiger

anzusehen als die Staatsämter, wie das

des Präsidenten.

Die Volksrepublik ist zwar offiziell ein

zentralistischer Einheitsstaat, dessen

Zentralregierung die absolute Verfügungsgewalt

über die ihr untergeordneten

Provinzen hat. In der Realität ist

die Beziehung zwischen Zentrale und

Region aber weniger eindeutig.

Besonders die wirtschaftlich prosperierenden

Küstenprovinzen haben eine

beträchtliche politische Verhandlungsmacht.

So gibt es beispielsweise kein

einheitliches System zur Verteilung der

Steuereinnahmen zwischen Provinzen

und Zentralregierung. In Krisensituationen

verfügt die Regierung allerdings

trotzdem über die nötige Macht ihren

Willen durchzusetzen. (Wikipedia)

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

4. September 2011 –

und mein Abenteuer beginnt…

Die Gastgeschwister und ihre Freunde heißen

Leandra in Togo willkommen.

Für die meisten war dieser Tag wohl ein recht unspektakulärer Sonntag, an dem sich

nicht wirklich viel ereignet hat. Für mich jedoch war es der Anfang meines elfmonatigen

Aufenthalts in Togo. Der Abschied von meiner Familie und von meinen Freunden

ist mir dann doch schwieriger gefallen als zuvor angenommen. Ohne ein paar Tränen

zu vergießen, hat es dann doch nicht geklappt.

Aber dann ging’s los! Gestartet bin ich am

Frankfurter Flughafen. Von dort ging es

dann weiter nach Paris, wo ich auch

endlich die anderen Freiwilligen getroffen

habe. Jeder hat sich erst mal vorgestellt

und ausgetauscht und dann sind wir auch

schon in den zweiten Flieger gestiegen,

der uns endlich nach Lomé, Togo, bringen

sollte.

Als wir ca. fünf Stunden später in Lomé

landeten, mussten wir erst mal durch die

Passkontrolle, die gefühlte zwei Stunden

dauerte. Danach haben auch noch einge

Freiwillige erfahren, dass ihr Gepäck noch

in Paris ist und erst in ein paar Tagen in

Lomé ankommen wird. Die Laune haben

wir uns dadurch aber nicht verderben

lassen. Wir waren alle viel zu gespannt,

was uns nun, außerhalb des Flughafens,

erwarten würde.

Von unserer togoischen Partnerorganisation

ASTOVOT wurden wir sehr herzlich

begrüßt und ich fühlte mich sofort wohl.

Kurz darauf wurde unser Gepäck auf dem

Dach eines kleinen gelben Buschens verstaut.

Ich hätte nie gedacht, dass fast

40 Koffer dort oben Platz haben und erst

recht nicht, dass sie während der Fahrt

oben bleiben. Aber es hat funktioniert

und all unsere Koffer sind sicher in

unserer Unterkunft angekommen. Wir

übrigens auch, obwohl wir nicht angeschnallt

und mit mindestens acht Leuten

zu viel unterwegs waren.

In Lomé habe ich mit den anderen Freiwilligen

eine Woche verbracht. Untergebracht

waren wir meist zu viert oder

zu fünft in einem Zimmer. Geschlafen haben

wir auf dem Boden. Am Anfang war

das recht unbequem und morgens hat mir

alles wehgetan, aber mit der Zeit habe ich

mich daran gewöhnt und konnte wirklich

gut schlafen.

Als wir am Samstag nach Kpalimé, einer

Kleinstadt etwas nördlich von Lomé,

umgezogen sind, mussten wir schließlich

auf fließendes Wasser verzichten. Das

hört sich für viele vielleicht fast unmöglich

an, aber es ist wirklich keine allzu große

Umstellung. Natürlich dauert dann alles

etwas länger, weil man das Wasser zum

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Buntes Treiben auf dem Markt in Kpalimé.

Ein eindrucksvoller Ausblick auf Kpalimé und den

höchsten Berg Togos, den Mont Agou.

Duschen, Kochen oder Waschen erst

einmal aus dem Brunnen holen muss.

Aber da das Leben hier sowieso etwas

entspannter ist als in Deutschland und

man sich nicht allzu viel Stress macht, ist

das auch nicht schlimm. Außerdem

verbraucht man viel weniger Wasser,

wenn es nicht direkt aus dem Wasserhahn

kommt. Zum Duschen brauche ich noch

nicht einmal einen Eimer Wasser, selbst

wenn ich Haare wasche und beim Wäschewaschen

verbraucht man auch

eindeutig weniger Wasser als mit einer

Waschmaschine. Ich hätte aber nie gedacht,

dass Wäschewaschen so anstrengend

sein kann!

Aber zurück zu Kpalimé: hier haben wir

nämlich den Rest des Monats verbracht.

Zu Beginn hatten wir erst einmal Seminar,

das heißt, wir haben viel über Togo, seine

Geschichte und seine Kultur gelernt oder

haben wichtige Fragen bezüglich Krankheitsfällen

oder Probleme in der Gastfamilie

geklärt. Danach haben wir noch

ein Workcamp gemacht. Wir haben eine

Art Blumenbeet angelegt, kleine Bäumchen

gepflanzt und ein Schild für unsere

Partnerorganisation gebaut. Allerdings

haben die Blumen nicht lange überlebt,

weil es einfach zu heiß war.

Unser Aufenthalt in Kpalimé bestand aber

nicht nur aus lernen und arbeiten, wir hatten

auch viel Freizeit und sind dann

zum Beispiel auf den Markt gegangen.

Dort haben wir unsere ersten

Versuche im Handeln gestartet –

was nicht immer ganz einfach war.

An den Wochenenden haben wir

auch oft Ausflüge unternommen.

Wir waren zum Beispiel bei einem

Wasserfall in der Nähe von Ghana

und auch Bergsteigen. Unsere

Wanderung auf den Mont Kloto war

allerdings sehr anstrengend. Für

13 km haben wir mehr als vier Stunden

gebraucht. Die hohen Temperaturen

haben da nicht gerade geholfen,

unser Tempo zu beschleunigen.

Aber wir haben es trotzdem bis

ganz nach oben geschafft! Für den

Rückweg habe ich mir dann allerdings

ein »Moto« geschnappt.

Motos sind hier das Hauptverkehrsmittel.

Wenn man schnell von A

nach B möchte, winkt man sich ein

Moto, also eine Art kleines Motorrad,

heran und dann geht’s los! Auch

wenn ich meinen Aufenthalt in Kpalimé

mit den anderen Freiwilligen sehr genossen

habe, bin ich doch froh, dass ich jetzt

endlich in meiner Gastfamilie bin. Hier habe

ich ein eigenes Zimmer und somit

auch ein wenig Privatsphäre. Außerdem

konnte ich endlich meine Koffer auspacken

und mich ein wenig einrichten. Ich

habe nun auch wirklich das Gefühl, angekommen

zu sein.

In meiner Gastfamilie fühle ich mich sehr

wohl. Ich habe einen wirklich sehr sympathischen

Gastvater und zwei kleine

Gastgeschwister. Doch wir sind nicht die

einzigen, die hier wohnen. Auf dem

Grundstück leben noch sieben andere

Togoer – es ist also immer etwas los!

Am Montag komme ich endlich in mein

Projekt. Ich kann es kaum noch erwarten,

endlich unterrichten zu können und bin

schon sehr gespannt auf den Unterricht

hier. Leider ist mein Projektpartner noch

krank. Nachdem er die Malaria überstanden

hatte, hat ihn auch schon die nächste

Krankheit erwischt. Dass man hier so oft

krank wird, ist am Anfang allerdings ganz

normal. Fast unsere komplette Gruppe an

Freiwilligen war bereits krank. Ob Malaria,

Magen-Darm, Amöben, Infektion oder

irgendeine andere Krankheit – es war

schon fast alles dabei. Das hört sich aber

schlimmer an als es ist. Mit den richtigen

Medikamenten ist man recht schnell

wieder auf den Beinen.

Und wie mein Schulprojekt laufen wird,

erfahre ich dann am Montag…

Leandra Lemmer,19 Jahre

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Afrikawoche der Laubacher Friedrich-Magnus-Gesamtschule

Den Blick weiten

»Da kann man eh nix machen«, kommentierte ein ›Facebook‹-Mitglied das Bild eines

hungerleidenden Kindes. Veröffentlicht wurde das Bild in den Sommerferien von einer

Neuntklässlerin, die so ihre Freunde auf die Hungersnot am Horn von Afrika aufmerksam

machte. Auch der evangelische Schulseelsorger der Laubacher Friedrich-

Magnus-Gesamtschule, Jörg Niesner, verfolgte die Diskussion im Internet. »Dann

ging alles ganz schnell«, so Niesner und der Entschluss war gefasst: »Vielleicht können

wir ja doch was tun!« – Die Schüler und der Seelsorger vereinbarten, nach den

Ferien ein Afrika-Projekt anzuschieben.

Foto: Jan-Niklas Volk

Insgesamt 1022 Kilometer legten die Teilnehmer des Spendenlaufes zurück.

Mit überwältigendem Erfolg: 12500 Euro

hat die Laubacher Friedrich-Magnus-

Gesamtschule inzwischen an »Brot für die

Welt« überwiesen. »Und noch immer,

selbst zwei Wochen nach der Aktion,

kommen Spenden rein«, staunt Sofiya

Abed Ali (16). Sofiya und ihre Schulkameraden

hatten in den Wochen zuvor,

gemeinsam mit ihren Lehrern, ein beachtliches

Programm zusammengestellt. Viel

Zeit für die Organisation sei allerdings

nicht geblieben – schließlich wollte man

schnell Hilfe leisten: »Hunger wartet

nicht.«

Pünktlich zum Läuten der Glocken der

Evangelischen Stadtkirche Laubach

stellt Lehramtsstudentin Annemarie

Rutkowska (20), die zur Zeit ein Praktikum

in der Schule absolviert, den Altarschmuck

für den ökumenischen Afrikagottesdienst

zur Eröffnung der Aktionswoche

fertig. Alles sei ganz schön

stressig gewesen zum Schluss, »aber die

Atmosphäre im Gottesdienst war dann

ganz entspannt.« Jazzsaxofonist Philipp

Gerschlauer (25), ehemaliger Schüler der

Schule und inzwischen Profimusiker, trifft

fünf Minuten vor Gottesdienstbeginn auf

die Trommelgruppe, mit der er gleich den

Gottesdienst eröffnen soll. Dass nie

geprobt wurde, hört man nicht. Im Gegenteil:

Ein musikalischer Leckerbissen ist es,

der da zu den beeindruckenden Fotos

des emeritierten Gießener Professors

Ulrich Scholz geboten wird. Scholz hatte –

noch zu Friedenszeiten – in Somalia

gelebt und geforscht.

Schulseelsorger Niesner geht später in

seiner Predigt auf das Ziel der Aktionswoche

ein: Es zähle am Schluss nicht nur

ein Euro-Betrag, sondern vor allem auch

das, was sich nicht messen lässt: Gelern-

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Foto: Ulrich Scholz

Die Fotos von Prof. Ulrich Scholz zeigten Szenen seines Lebens und seiner Forschung in Afrika.

tes über diese »eine« Welt und ihre Zusammenhänge;

die Kreise, die das Projekt

hoffentlich zieht: »Warum sollen die Schüler

einer anderen Schule nicht sagen: Das,

was die in Laubach machen, können wir

noch viel besser!« In der Schule sei eine

Aufbruchstimmung zu vernehmen: »Wo

Aufbruch die Resignation vertreibt, da

kann etwas wachsen: Wir nennen es Hoffnung«,

so Niesner. Nach dem wesentlich

von Schülerinnen und Schülern gestalteten

Gottesdienst, treffen sich die Besucher

vor dem Gemeindehaus im Schatten

des Laubacher Schlosses. Die Koch-AG

der Schule hatte unter Anleitung von

Hauswirtschaftslehrerin Martina Wirth-

John zuvor einen afrikanischen Eintopf

bereitet. »Alles kostenlos – Spende erbeten«

– Die bunten Spendendosen, die vor

allem die jüngeren Schülerinnen und

Schüler in den vergangenen Tagen gestaltet

hatten, sind

»Warum sollen die Schüler einer

anderen Schule nicht sagen: Das

können wir noch viel besser?«

auch dabei, als

insgesamt

70 Laubacher

Kinder und Jugendliche

in der

Woche durch die Straßen der Stadt und

der Ortsteile ziehen und an den Haustüren

um Spenden bitten. »Und immer schön

freundlich sein«, mahnt Lehrerin Christine

Hauck ihre Schüler zuvor. Auf Ablehnung

sei man aber kaum gestoßen, meint

Schülerin Madlen (15): »Die meisten Leute

waren total nett und fanden gut, was wir

machen«.

Die siebte Hauptschulklasse mit ihrer

Klassenlehrerin Sylvia Groß kümmert sich

indes um ein echtes

Großprojekt: Zum

Spendenlauf auf dem

Sportplatz der

Schule haben sich

243 Schüler angemeldet:

Alle haben sich Sponsoren gesucht,

die pro gelaufener Runde einen frei

gewählten Betrag spenden. »2555 Runden

auf dem Sportplatz – das entspricht

stolzen 1022 Kilometern – sind unsere

Schüler für den guten Zweck gelaufen«,

berichtet Lehrerin Groß begeistert.

Für die Unterhaltung beim Laufen und den

richtigen »Beat« sorgt die AG Veranstaltungstechnik

der

Schule. »Je schneller

die Songs waren,

die wir gespielt

haben, desto

schneller waren die

Läufer unterwegs«, sagte Schüler Philipp

Köppen (14) von der AG. Beinahe die Hälfte

der Schülerschaft ist angetreten, da sei

»richtig was los gewesen«, so Schulseelsorger

Niesner nach dem Lauf.

Für die Abendveranstaltung muss dann

der große Musiksaal präpariert werden.

Hier hatte sich Professor Scholz mit

einem Vortrag angekündigt. Scholz’s ehemalige

Studentin Sybille Höweling, nun

Geographie-Lehrerin an der Schule,

schwärmt schon im Vorfeld: »Ein genialer

Redner und großartiger Fotograf«. Sie

behielt Recht. Die anwesenden Gäste

lauschten gespannt den lebendigen Ausführungen

des emeritierten Geographen,

der als Experte für Somalia gilt

Am Samstag steht dann der Höhepunkt

der Aktionswoche an: Ein multikulturelles

Fest. Selina (13) und Dilan (12) sind aufgeregt,

denn sie treten zum ersten mal

öffentlich auf. Aber zur Aufregung der beiden

Mädchen gibt es keinen Grund: Souverän

und gefühlvoll singt Dilan ihr Musikstück

und wird dabei sicher von Selina auf

dem Klavier begleitet. Begeistert sind die

Zuschauer auch von den Darbietungen

des Schulchores und einer spontan zustande

gekommenen Schüler-Trommelgruppe,

die aber auch nach der Afrikawoche

weiter machen will.

Da es der Schule wichtig ist, für Aufklärung

über die Situation in Ostafrika zu

sorgen, hatte die

»Wo Aufbruch die Resignation

vertreibt, da kann etwas wachsen:

Wir nennen es Hoffnung.«

Klasse R7a mit

ihrer Klassenlehrerin

Frau

Höweling Informationsmaterialien

zum Thema erarbeitet. »Man muss

schon wissen, worum es geht«, meint

Schulleiter Wolfgang Hölzer, der sich auch

unter den Gästen des Festes befindet.

Für internationales Flair sorgt dann das

Mulitkulturelle Orchester Gießen. Großen

Zuspruch erfährt das frisch zubereitete

türkische Essen des Alevitischen Kulturhauses

Laubach e.V., dessen Duft ebenso

die vielen Besucher angezogen haben

mag, wie die Musik. Alle, die spendeten,

nahmen durch ihre Spende an einer Tombola

mit tollen Preisen teil. Der Hauptgewinn,

ein Rundflug über Laubach passt

auch thematisch zur Woche: Den Blick

weiten. Richtig gefeiert wird noch mal, als

die vierköpfige Jugendband »Ocean

Floor« die Bühne rockt.

Josef Oßwald, 12 Jahre,

Friedrich-Magnus-Gesamtschule,Laubach

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Gießen hat Talent!

Beim Jugend-Literaturpreis 2011 der OVAG ist der Landkreis

Gießen unter den Gewinnern gut vertreten

Fotos: Ovag

Selina Hillebrand

Solvejg Kassandra Kleber

Marie-Luise Lohmeyer

Geschichten erzählen will geübt sein.

Doch Geschichten zu schreiben, das

erfordert Talent. Und dieses Schreib-

Talent haben Selina Hillebrand, Solvejg

Kassandra Kleber und Marie-Luise

Lohmeyer aus dem Landkreis Gießen

bewiesen: Beim Jugend-Literaturpreis

2011 der OVAG setzten sie sich gegen

300 Einsendungen durch und sicherten

sich einen Platz unter den Gewinnern.

Der Jugend-Literaturpreis hat inzwischen

Tradition. Ein Blick zurück: Wir befinden

uns in einem normalen Büro in der

Wetterau bei der OVAG, die sich eigentlich

um die Versorgung mit elektrischer

Energie und Trinkwasser kümmert. Der

Kalender an der Wand zeigt das Jahr

2004. Unser Blick will abschweifen,

doch – was türmt sich da? Die Schreibtischplatte

verschwindet unter Bergen und

Gebirgen von Papier. Nein, halt, das ist

nicht einfach nur Papier. Auf die Blätter

hat jemand etwas gedruckt: Buchstaben,

Wörter, Sätze. Was dort steht, sind

Geschichten. Um den Tisch herum sitzen

konzentriert dreinblickende Menschen,

lesewillig und doch ein wenig beeindruckt

von der Masse der Einsendungen. Was

wir da beobachten, ist gewissermaßen die

Geburtsstunde

Geschichten erzählen will

geübt sein. Doch Geschichten zu

schreiben, das erfordert Talent.

des Jugend-

Literaturpreises

der OVAG. Damals

waren es

gut 170 Mädchen

und Jungen, die sich getraut haben,

ihre Texte einzusenden. Nur zum Vergleich:

2011, also sieben Jahre später,

waren es schon etwa 300! Die Autoren

sind zwischen 14 und 23 Jahren alt. Was

sie für Texte einsenden, ist absolut offen:

Es sind Gedichte darunter, Geschichten,

Reportagen. Genauso gut kann man eine

Satire schreiben, ein Drama oder vielleicht

ein Märchen. Ebenso frei ist die Themenwahl,

denn es gilt: Deine Geschichte –

dein Inhalt!

Eine Jury, bestehend aus Schriftstellern

und Redakteuren, liest und bewertet alle

Einsendungen.

Diese Arbeit sollte

man nicht

unterschätzen,

denn die Entscheidung,

ob

nun dieser oder doch jener Text preiswürdig

ist, ist manchmal verteufelt schwierig,

muss gemeinsam gefällt werden.

Die Glücklichen aber, die heraus gesiebt

werden, werden eingeladen zu der feier-

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lichen Preisverleihung nach Friedberg.

Dort geben sich hochkarätige Mitglieder

der Literaturszene die Klinke in die Hand,

würdigen so die Arbeit der Jugendlichen.

Das haben auch diese drei Gewinnerinnen

in diesem Herbst erlebt: Selina Hillebrand,

Schülerin des Gymnasiums Nidda aus

Hungen schrieb die Geschichte »Wie Mutterherzen

schlagen«. Darin geht es um

Jessica, die vor einigen Jahren ihr Kind

verlor und dafür auf einem Spielplatz ein

kleines Mädchen entführte. Um nicht zu

viel zu verraten: Zu lieben, ist tausendmal

wichtiger, als die Wahrheit.

Legal geht es auch in der Geschichte

»Wo stumme Uhren leise schlagen« von

Solvejg Kassandra Kleber, die die Theo-

Koch-Schule in Grünberg besucht, zu.

Eine Krankenschwester auf Abwegen, so

könnte der Untertitel lauten. Ivy Holden,

so heißt sie, leistet nämlich eine seltene

Art von Sterbehilfe, die sie dazu zwingt,

des Öfteren den Arbeitsplatz zu wechseln.

Was erstaunlich ist: Der Leser gewinnt

nicht unbedingt den Eindruck, eine kriminelle

Tat zu beobachten.

Marie-Luise Lohmeyer aus Laubach vom

Laubach-Kolleg dagegen beschreibt in

ihrer Geschichte »Freitags« eine Szene,

die jeder Leser wohl schon einmal erlebt

hat. Hier passen Schlagworte wie Gruppenzwang,

Anpassung und der Drang,

»Jemand zu sein«. Eine Queen zu sein, so

wie Clara. Zwischen Rauch, Wein und

dem Fehlen von Paul aber wird deutlich,

dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Und

am Ende kann jeder verstehen, warum die

Queen ihre Krone lieber abgibt. Diese

Geschichten sind gut. Aber sie

haben noch mehr Potenzial:

Denn der Jugend-Literaturpreis

ist mit der Preisverleihung nicht

beendet. Neben dem Preisgeld

haben die Gewinner die Teilnahme

an einem viertägigen Literatur-Workshop

in Bad Kissingen

gewonnen – und dort werden

die Geschichten auf Hochglanz

poliert.

Erfahrene Autoren und Lektoren

werden den Gewinnern helfen,

ihre Texte genau unter die Lupe

zu nehmen. Was sich da noch

alles versteckt hat! »Schiefe«

Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Bilder, krumme Vergleiche, Logikfehler.

So mancher wird sich verzweifelt an den

Kopf fassen.

Aber die Arbeit lohnt sich: Denn diese

alten, neuen Texte werden abgedruckt

und in dem Buch »Gesammelte Werke«

veröffentlicht, inzwischen wird sogar ein

Hörbuch eingesprochen. Mit diesem Buch

– es ist noch warm vom Drucken – geht

es auf zur letzten Station des Jugendliteraturpreises:

Die Lesetournee im Februar!

Die Preisträger sind unterwegs im ganzen

OVAG-Gebiet und halten an Schulen Lesungen

ab. Das ist noch einmal eine ganz

neue Erfahrung: Die Schüler und Schülerinnen,

die da vor ihnen im Publikum

sitzen, haben

ihre Geschichte

noch nie

zuvor gehört!

Und die Autoren

selbst haben wahrscheinlich noch nie

vor einem so großen Publikum gelesen.

Dennoch macht es Spaß – anders ist der

Erfolg des Jugend-Literaturpreises nicht

zu erklären. Und die Jugend hat Talent,

Schreib-Talent. Um das zu fördern und in

die richtigen Bahnen zu lenken, gibt es die

»Kleine Fibel für werdende Autoren« der

OVAG, mittlerweile schon in der vierten

Auflage mit stolzen 20000 Exemplaren.

Dort finden angehende Schreiberlinge

wertvolle Kniffe und Regeln, die im Umgang

mit Texten wichtig sind. Ein Beispiel:

Fliehen und flüchten. Wo liegt der Unterschied?

Fliehen geschieht aus eigenem

Entschluss, während ein Gejagter gegen

seinen Willen flüchtet.

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persönlicher

Raum in der

Schule!

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»Miete dir doch auch ein Fach!«

Die Preisträger halten an Schulen im

ganzen OVAG-Gebiet Lesungen.

Mithilfe vieler Übungen können werdende

Autoren ihren Wortschatz überdenken und

durchkneten, Buchstaben und Sätze basteln

und lernen, wie sie in ihrem Text die

gewollte Stimmung erzeugen. An dieser

Stelle sei gewarnt vor »schiefen« Bildern.

Auch hier ein Beispiel: »Sie verkroch sich

noch tiefer in den Schatten der Eiche«.

Das ist unmöglich, sie könnte sich höchstens

in den Schatten begeben oder diesen

aufsuchen.

Schreiben verlangt also Übung. Die Fibel

ist aber nicht nur Schreibratgeber: Sie

erklärt die Arbeit, die hinter einem

Zeitungsartikel steht und die Besonderheiten

der unterschiedlichen Medien.

Außerdem enthält

sie praktische

Tipps

zum Vorlesen –

denn eine gute

Geschichte will auch laut gelesen werden!

(Schulklassen aus Oberhessen können

die Fibel im Klassensatz gratis bestellen

unter 06031/821113).

Die neue Runde ist schon eröffnet – und

Einsendungen für den Jugend-Literaturpreis

2012 werden freudig erwartet.

Neben dem erwähnten Workshop gibt es

Geldgewinne zwischen 200 und 1000 Euro

zu gewinnen. Außerdem noch wichtig:

Ein Text darf nicht länger als acht DIN-A4-

Seiten sein und der Einsendeschluss ist

der 15. Juni 2012.

Einsendungen bitte an: OVAG

Andreas Matlé, Hanauer Straße 9–13,

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Veranstaltungen

Pietro Lombardi & Sarah Engels

Lombardi und seine Freundin, DSDS-Zweitplatzierte Sarah Engels sind auf Tour!

Am Mittwoch, 7. Dezember, geben sie sich in den Gießener Hessenhallen die Ehre.

Für 33,70 Euro könnt Ihr dabei sein. Um 18 Uhr geht’s los.

»From Heartbeat to Jackpot«. Wohl kaum ein

Titel könnte die gemeinsame Tour von Pietro

Lombardi und Sarah Engels besser beschreiben.

Denn nicht nur ihre Erstlingsalben heißen

»Heartbeat« (Engels) und »Jackpot« (Lombardi),

auch ihre gemeinsame Geschichte kann

kaum treffender beschrieben werden: Erst kam

die Liebe, dann kam der Doppelsieg bei

»Deutschland sucht den Superstar«. Nicht zuletzt

Pietros und Sarahs herzergreifendes Duett

»We‘ve got tonight« bleibt bei den DSDS-Fans

unvergessen. Und auch das Team von DTT-

Konzerte hat einen echten »Jackpot« geknackt:

Denn sie sind es, die den amtierenden deutschen

Superstar und seine »Vize« für deren

einziges Konzert in Hessen in die Hessenhallen

nach Gießen holen.

Mittwoch,7.Dezember

MiMi & The Mad Noise Factory

MiMi macht Songs für Nächte ohne Schlaf. Ihr

schönster Erfolg bisher: »Don’t You Mourn The

Sun« schaffte es auf den »Twilight: Eclipse«-

Soundtrack.

➢ 20 Uhr, Wetzlar, Franzis

Donnerstag, 8. Dezember

Lavender

83 – 86 – 90. Das sind die Geburtsjahre der

drei Lavender-Schwestern. Unterstützt werden

die verwobenen Frauenstimmen nur von akkustischer

Gitarrenmusik und Percussions.

➢ 20.30 Uhr, Gießen, Ulenspiegel

Freitag, 9. Dezember

Dieter Nuhr

Dieter Nuhr hat zu jedem Thema etwas zu

sagen. In seinem neuen Bühnenprogramm

»Nuhr unter uns« blickt er von außen auf die

Welt und stellt alles in Frage.

➢ 20 Uhr, Gießen, Kongresshalle

Sonntag, 11. Dezember

Die drei ??? und die schwarze Katze

Als das Vollplaybacktheater Ende der 90er

Jahre mit der Aufführung von Hörspielen

begann, wurde es von Nichtkennern noch

belächelt. Heute genießen die Hörspielfreunde

absoluten Kultstatus.

➢ 20 Uhr, Frankfurt, Batschkapp

Mittwoch, 14. Dezember

Poetry Slam

Lars Ruppel und Stefan Dörsing laden zum

Wettkampf mit Worten. Doch mit dem launigem

Battle des Hip Hop haben Poetry Slams nichts

zu tun: Das Publikum weiß lustige, clevere und

bildreiche Texte zu schätzen.

➢20 Uhr, Gießen, Jokus

Mittwoch, 14. Dezember

»A calm Night« mit Jon Gomm

Einer der talentiertesten und innovativsten

Akustikgitarristen gibt sich die Ehre: Jon Gomm

aus Großbritannien kommt in den Gießener

Kulturbunker. Auf keinen Fall verpassen!

➢ 21 Uhr, Gießen, MuK

Donnerstag, 15. Dezember

Chemie im Menschen

Mit interessanten Geschichten, eindrucksvollen

Experimenten sowie viel Funkenflug schafft es

Prof. Richard Göttlich, die Besucher seiner

Weihnachtsvorlesung in seinen Bann zu ziehen.

➢20 Uhr, Gießen, Großer Chemischer Hörsaal

Donnerstag, 15. Dezember

late night:

Nachtschaffengewächs – !KRIZMÄZ!

Warum Weihnachten in diesem Jahr ausfallen

muss, wird im Löbershof erzählt. Hier gibt’s die

Wahrheit über den Weihnachtsmann.

➢ 22 Uhr, Gießen, TiL

Samstag, 17. Dezember

Subway to Sally & Friends

Weihnachtstouren haben bei den Mittelalterfolk-Rockern

von Subway to Sally eine lange

Tradition. Dieses Mal bringen sie erstmals ein

Festival der Superlative mit gleich vier Bands

nach Gießen.

➢ 20 Uhr, Gießen, Hessenhallen

Samstag, 17. Dezember

Rüdiger Hoffmann

In einer Branche, in der viele ihre Witze im Sekundentakt

heraushauen, dauert es beim Entdecker

der Langsamkeit schon mal etwas länger.

Doch bei Rüdiger Hoffmann wartet man gerne.

➢ 20 Uhr, Gießen, Kongresshalle

Dienstag, 20. Dezember

Max Goldt

Alle Jahre wieder im Dezember. Immer am

selben Ort. Zur gleichen Zeit. Ein Tisch, ein

Mikrofon und Max Goldt, der alte und neue

Texte liest. Ein Pflichttermin!

➢ 20 Uhr, Frankfurt, Mousonturm

Donnerstag, 22. Dezember

Egotronic

Seit zehn Jahren machen Egotronic ihren unverwechselbaren

Elektropunk und haben sich

damit eine feste Fangemeinde erspielt. In Marburg

werden sie unterstützt von E123.

➢ 20.30 Uhr, Marburg, Trauma

32


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

ChilleroderPartyknaller?

Magst du Partys und feierst am liebsten bis zum Abwinken? Oder hängst

du lieber ab? Der Test verrät dir,welcher Partytyp du wirklich bist.

1. Du kommst aufeine Partyund

viele sind schonda. Die meisten

kennstdugar nicht. Du denkst ...

a) Spannend. Endlich mal Abwechslung.

b) Am besten erst mal chillen.

c) Hoffentlich kommen noch welche, die

ich kenne.

2. Hängstdugerne vorm

Fernseher ab?

6. Auf einerParty langweilstdu

dich total.Was machstdu?

a) Zu einer anderen Partygehen. Irgendwo

läuftimmer was.

b) Schwung in die Partybringen.

c) Nach Hause abziehen und chatten.

7. Du erhältstvon jemandem eine

Einladung zu einerParty,den du

nicht so sehrmagst.Nimmst du sie an?

Rätselhaft

1) Wielautet Eminems richtiger Name?

2) Wann erschien Eminems erste LP

und wie hieß sie?

3) Welcher Song machte Eminem

zum Superstar?

4) Wielautet der Filmtitel, in dem

Eminem 2002 die Hauptrolle übernahm?

5) Bei welchem Song stehtEminem

nichthinter dem Mikrofon?

a) „Lose Yourself“

b) „Just Lose It“

c) „I‘m Losing You“

Beim SUDOKU müssen die Ziffern 1-9

in die leeren Felder eingetragen werden.

Jede dieser Ziffern darf genau einmal

auf jeder Waagrechten, auf jeder

Senkrechten und in jedem Neunerblock

vorkommen.

a) Ja, mit Freunden und auch alleine.

b) Kommtvor,ist aber eher die Ausnahme.

c) Nein, das ist total öde.

3. DasEnde einer Partyist ...

a) wenn alle nach Hause gehen.

b) wenn es öde wird.

c) zu einer festgelegten Uhrzeit.

4. Der beste Ortfür eine Partyist:

a) Der Partykeller.

b) Die Disco.

c) Egal. Überall.

5. Du hast Geburtstag. Wie

feierstdu?

a) Es muss auf jeden Fall krachen

und eine coole Partygeben.

b) Ich lade Freunde zu einem gemütlichen

Spiele- und DVD-

Abend ein.

c) Es gibt einen abwechslungsreichen

Family-Day.

sudoku 3d

a) Aufgar keinen Fall.

b) Ja, sind ja auch andereLeute da.

c) Wenn meine Freunde hingehen, ja.

8. Wasdarf aufeiner Partynicht

fehlen?

a) Tolle Typen zum Flirten.

b) Die besten Freunde.

c) Coole Location und fette Musik.

©Strothteicher/Distr.Bulls

Die aufgelisteten Wörter müssen in der Grafik gefunden werden. Sie können

von rechts nach links oder von links nach rechts, von oben nach unten oder

vonunten nach oben und auch diagonal laufen.

AMERIKA ATEM BERUF COMBO IRIS IRRSINN KARAFFE

KUEHLEN

LEGO

LEOPARD

MAAR

MEXIKO

OBER

ROCHEN

SHAG

TRUEB

VETO

VIELE

WISMUT

ZOEGERN

ZUKUNFT

33


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Ein geheimnisvoller Fluss

und eine tierische Entführung

Die Viertklässler der Pestalozzi-Schule in Gießen haben nicht nur jede Menge

Fantasie, sondern sie können ihre selbst erfundenen Geschichten auch ganz prima zu

Papier bringen. Das haben sie bereits in der letzten Schüler-AZ schon unter Beweis

gestellt. Dieses Mal geht es um eine zauberhafte Pferdegeschichte, einen gehemeinisvollen

Fluss und um eine Entführung. Viel Spaß beim Lesen!

Julians Geheimnis

Mara reitet sehr gerne. Sie hat sogar ihr

eigenes Pferd. Als Mara eines schönen

Tages auf den Reiterhof kam und zur ihrer

Rappstute Kleo ging, entdeckte sie einen

Jungen, der ungefähr 15 Jahre alt sein

musste. Das wiederrum bedeutete, dass er

in ihrem Alter war. Während Mara Kleos

Box ausmistete, beobachtete sie ihn. Er

ging sehr geschickt mit den Pferden um.

Als er Maras Blick bemerkte winkte er ihr

zu und sattelte Sally weiter für die Abteilung.

Plötzlich tippte jemand Mara auf die

Schulter. Als Mara sich umdrehte stand

Leonie vor ihr: »Na Mara, hast du Julian

auch schon gesichtet? Er wird ab jetzt mit

dir die Boxen ausmisten«, sagte Leonie.

Leonie lief zu Julian und auch ihm sagte

sie, dass er mit Mara ausmisten würde.

Endlich war Mara fertig. Sie putzte und

sattelte Kleo zu einem Ausritt. Mara hatte

bemerkt, dass Julian vom Hof geritten war.

Schnell ritt sie ihm nach. Mara folgte Julian

weit in den Wald hinein. Irgendwann verschwand

er in einen Weg, den Mara nicht

kannte, was sehr ungewöhnlich war, denn

Mara kannte den Wald eigentlich in- und

auswendig. Der Weg war wie ein Tunnel

aus Blättern, und schien kein Ende nehmen

zu wollen. Als Kleo aus dem Wald

trat, blendete die Sonne Mara so doll, dass

es sie wie blind machte. Aber Mara gewöhnt

sich schnell an das helle Sonnenlicht.

Vor ihnen erstreckte sich eine Wiese

voll von lila Blumen. »Oh!«, entfuhr es ihr.

Mara stieg ab und betrachtete die lila

Blumen, die sie noch nie zuvor gesehen

hatte. Die Blumen waren sternförmig und

hatten goldene Punkte, zu einer Raute geformt,

an jeder Spitze der Blütenblätter.

Mara bemerkte nicht, wie Julian sich neben

sie hockte. Als er sie ansprach erschrak

Mara fürchterlich: »Mara? Ich wusste,

dass du mir folgen würdest, ich wollte

dich einmal mal alleine sprechen. Aber

jetzt komm erst mal und sattele Kleo ab.

Ich zeig dir wo du den Sattel und

das Zaumzeug aufhängen

kannst!«. Aber Mara blieb sitzen

und guckte ihm verdattert

nach. Dann sprang

sie auf, nahm Kleo an

den Zügeln und führte

sie hinter ihm her. Als

Mara Julian fragte, ob

Kleo nicht weglaufen

würde verneinte er.

Mara vertraute ihm.

Dann brachte Julian

Mara zu einem türkisfarbenen

Bach. An seinem

Ende lag ein mittelgroßer

See mit einer kleinen Insel in

der Mitte. Am Ufer des Sees trieb ein

kleines Ruderboot. An das Boot war ein

Floß gebunden, darauf standen die Pferde.

Julian ruderte die kleine Gemeinschaft zur

Insel hinüber, dabei pfiff er ein Lied immer

und immer wieder. Mara hatte dieses Lied

schon einmal gehört, aber wo? Julian band

das Boot an. Mara guckte ihn von der

Seite an und bemerkte seinen verträumten

Blick, der gleichzeitig etwas Trauriges aber

auch Aufgeregtes enthielt. Irgendwann

sagte er abwesend: »Dies ist mein Zuhause.

Ich wohne alleine mit meiner Oma und

meinem Opa auf

der Insel.

34


Als ich dich sah, wusste ich sofort, dass

du dieses Geheimnis für dich behalten

kannst.« Plötzlich war er wieder anwesend

und fragte schnell: »Das kannst du doch,

oder? Der Fluss hat auch ein Geheimnis,

aber er kann es dir nicht zeigen, wenn er

spürt, dass du alles ausplapperst«, sagte

Julian. Mara guckte anstatt zu antworten

auf die Uhr und sagte dann: »Wir haben

nur noch wenig Zeit. Lass uns trotzdem

gucken, ob er es mit verrät.«

Vorher aber gingen sie noch ein bisschen

am Ufer entlang. Insgesamt liefen sie um

die ganze Insel, riefen als sie herum waren

nach den Pferden, die sich wieder aufs

Floß stellten und ruderten zurück. Dort

liefen sie mit den Pferden etwas am Fluss

entlang, knieten sich hin und beugten sich

übers Wasser. Da wurde das Wasser ganz

ruhig, wie ein Spiegel. Julian lächelte und

flüsterte: »1-2-3, Vergangenheit komm herbei!«,

er meinte zu Mara: »Los, wünsch dir

etwas aus der Vergangenheit.« »Ich wünsche

mir das, was Julian und ich gerade

zusammen auf der Insel unternommen

haben!«, sagte Mara ganz leise. Das Wasser

bewegte sich leicht und sie sahen sich,

wie sie am Strand wettrannten und was für

Muscheln sie sammelten. Da sagte Julian:

»Stopp!«, das Wasser bewegte sich wieder

und wurde zur Strömung. Die beiden

sprangen auf, rannten mit den Pferden zur

Lichtung, sattelten die Pferde und ritten

mit glühenden Wangen zum Hof zurück

und waren ab jetzt unzertrennliche

Freunde.

Nele Rothhardt

Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Der verschwundene Hund

Am Montag rief Frau Engel die Polizei an.

Sie sagte: »Hallo, können sie mir helfen,

denn mein Hund ist verschwunden.« Der

Polizist fragte: »Wann haben sie gemerkt,

dass ihr Hund weggelaufen ist?« »Heute

als ich den Müll rausgebracht habe«, sagte

Frau Engel. Der Polizist antwortete:

»Okay, wir werden ihn suchen!«

Frau Engel suchte ihren Hund überall und

machte eine Entdeckung. Sie sah, dass

ein Drohbrief in ihrem Briefkasten lag. Da

stand drauf: »Wenn sie ihren Hund wiedersehen

wollen, dann müssen sie Lösegeld

bezahlen. Weitere Informationen

kriegen sie morgen.«

Frau Engel zitterte am ganzen

Körper. Sie dachte, ihrem

Hund geschieht etwas

Schlimmes. Sie ging noch

schnell zur Polizei und

sagte: »Ich habe einen

Drohbrief gefunden.«

Der Polizist sagte:

»Machen sie alles was

die Entführer auf dem

Blatt geschrieben haben

und wir verstecken uns

an dem Ort, wo sie das

Geld übergeben!« Frau

Engel stimmte zu.

Am nächsten Morgen lag der

zweite Drohbrief im Briefkasten. Da

stand drauf: »Sie müssen 3000 Euro

Lösegeld bezahlen. Geldübergabe: In der

Stadthalle um 15 Uhr.«

Frau Engel rief die Polizei an und sagte:

»Die Geldübergabe ist in der Stadthalle

um 15 Uhr« Der Polizist antwortete: »Okay,

wir verstecken uns in der Stadthalle.«

Frau Engel ging schnell zur Sparkasse

und holte 3000 Euro von ihrem Konto. Sie

ging zur Stadthalle und gab das Geld den

Entführern. Dann kam die Polizei und

schnappte die Männer. Frau Engel war

glücklich. Sie bekam ihr Geld zurück und

die Männer mussten ins Gefängnis.

Jessica Becker

Lösungen

Rätselhaft

1) Marshall Bruce Mathers III

2) Infinite, 1996

3) The Real Slim Shady

4) 8 Mile

5) c)

sudoku 3d

Drehen Sie das Bild auf den Kopf,

dann steht das Weinglas neben

dem Tablett.

BUCHSTABENSALAT

1 2 3 4 5 6 7 8

a 8 0 4 0 8 4 8 4

b 4 4 8 4 4 8 4 0

c 0 8 0 8 0 0 0 8

0 – 24 Punkte:

Partys bei ganz engen Freunden sind okay und du

machst mit. Das heißt allerdings nicht, dass du deine

Unlust nicht zeigst. Wenn dir auf der Party irgend

etwas nicht passt, reagierst du bockig und genervt,

gibst dich fast als Partykiller. Dich stört das überhaupt

nicht und du denkst: die müssen mich ja nicht

einladen! Stimmt. Aber ob dir das wirklich gut gefallen

würde? Selbst wenn du nicht der Partykracher

sein willst: vermies den anderen die Party nicht.

25 – 40 Punkte:

Feiern bis zum Umfallen ist absolut nicht dein Ding.

Lieber chillst du irgendwo. Dennoch wünschst du dir

oft den heißen Flirt. Da hilft wohl sicher eins: Aktiv

werden! Das bedeutet ja nicht, dass du plötzlich zum

Actionstar mutierst. Aber zeig, dass du über Power

verfügst und genau weißt, was du willst. Dies gepaart

mit etwas softem Auftreten wirkt bei manchem wie

Weichmacher in den Knien.

41 – 64 Punkte:

Du bist der absolute Party-Knaller. Falls die Stimmung

nicht perfekt ist, sorgst du dafür. Du bringst einfach

gute Laune und reißt andere mit. Du sonnst dich in

diesem Gefühl und würdest am liebsten immer nur

feiern bis zum Umfallen. Auch Anerkennung kann

süchtig machen. Also lass dich auf keinen Fall unter

Druck setzen – weder von anderen noch von dir

selbst. Schlechte Laune darf jeder mal haben: selbst

ein Knaller wie du.

© Strothteicher/Distr. Bulls

35


Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Der Oma-Opa-

Hilfsdienst –

ein doppelter »Generationenvertrag«

Die Oma oder der Opa kommt alleine nicht

mehr zurecht und braucht Hilfe. Der Babysitter

ist krank und eine Oma als Ersatz

haben Sie gerade nicht in greifbarer

Nähe. Zwei Probleme, eine Lösung:

Der »Oma-Opa-Hilfsdienst«.

Foto: dapd

Sogenannte Leih-Omas und -Opas kümmern sich gerne um den Nachwuchs anderer Familien.

Hinter ein und dem selben Begriff verbergen

sich gleich zwei Bedeutungen.

Die erste Variante beschreibt die klassische

Leistung: Jung hilft Alt. Es handelt

sich hierbei um ausgebildetes Pflegepersonal,

wie zum Beispiel Krankenschwestern

oder Altenpfleger/innen,

welches die älteren Damen und Herren

stundenweise oder ganztägig betreut und

sie in ihren Tätigkeiten unterstützt. Je

nachdem ob dieser Dienst auf privater

oder staatlicher Basis geleistet wird,

können die Kosten auch von den Krankenkassen

übernommen werden. Eine

andere Möglichkeit wäre die »Adoption«

durch eine Familie. Besonders Senioren,

denen der Anschluss an eine Familie fehlt,

nehmen dieses kostenfreie Angebot gerne

an. Großelternlose Familien wiederum

empfinden das Einbinden der neuen

Omas und Opas oft als Bereicherung für

ihren Nachwuchs und damit auch für das

gesamte Familienleben. Befindet sich die

Wunsch-Oma oder der Wunsch-Opa

schon in einem Heim, kann die Familie

eine Patenschaft übernehmen. Die oft einsamen

Senioren bekommen auf diese

Weise Besuch von ihren »Patenfamilien«,

was ihnen die alten Tage versüßt.

Die zweite Variante des »Oma-Opa-Hilfsdienstes«

bezieht sich auf das genaue

Gegenteil: Alt hilft Jung. Viele ältere Leute,

die sowohl psychisch als auch physisch

noch fit sind, empfinden ihr Rentnerdasein

als eintönig und trist. Ob ehrenamtlich

oder gegen Bezahlung können diese von

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

Agenturen an Eltern in Notsituationen vermittelt

werden. Sagt der Babysitter also

ab, oder sind die Eltern verhindert, krank

oder ähnliches, können die Leih-Omas

und -Opas einspringen und die Betreuung

der Kinder bis zu drei Wochen übernehmen.

Auch können die »Großeltern auf

Zeit« gelegentlich zur Entlastung der Eltern

vorbeikommen und so als Babysitter

fungieren. Der Einsatz an sich sollte jedoch,

je nach Agentur, nicht länger als

vier bis acht Stunden (in Notfällen je nach

Absprache) dauern und beinhaltet weder

Haus- noch Putzarbeiten.

»Die ersten Leih- und Paten-Oma-Projekte

wurden vor ungefähr zehn Jahren eingeführt.

Heute gibt es rund 240 davon

in ganz Deutschland«, sagt Dr. Randolf

Gränzer, Vorstandsvorsitzender der

Patenschaften-Aktiv e.V. »Eine lokale Vermittlung

betreut im Durchschnitt ca.

20 Leih- und Paten-Omas und die dazugehörigen

Kinder. Sie bleibt in regelmäßigen

Kontakt mit allen Beteiligten der

Patenschaft und hilft auftretende Schwierigkeiten

zu glätten.«

Der 1981 von ihrer Mutter Elfriede Schumacher

gegründete Oma-Opa-Hilfdienst

von Jutta Smidt beschäftigt rund 200 Senioren

als Betreuer. 150 Familien sind dabei

feste Mitglieder. »Maximal zwei bis

drei halbe Tage in der Woche oder auch

mal abends« können die Kinder von den

durchschnittlich 55 bis 65 Jahre alten

Leih-Großeltern betreut werden. Notfälle

können sofort vermittelt werden, »bei

langfristigen Einsätzen (unbefristet mindestens

zwei Stunden) in der Regel innerhalb

von zehn bis 14 Tagen«, so Frau

Smidt.

Foto: dapd

Leihoma im Einsatz –Spaß für Alt und Jung.

Um beiden Seiten das Aufeinandertreffen

von Kind und Oma oder Opa zu erleichtern

achtet Frau Smidt zudem auf grundlegende

Voraussetzungen: »Ich vermittle

eine Oma oder einen Opa, möglichst aus

dem gleichen Stadtteil. Diese sind oft

schon lange Zeit beim Oma-Opa-Hilfsdienst.

Neue Helfer/innen stellen sich bei

mir persönlich vor, müssen natürlich kinderlieb

sein und auch Erfahrung im Umgang

mit Kindern haben, sei es beruflich

oder privat.«

Die Kosten eines solchen Hilfsdienstes

sind von Monat zu Monat unterschiedlich,

wobei sie sich aus den Faktoren Werbung,

Raumkosten, Telefon und Lohnkosten

zusammensetzen. Je nach Agentur

zahlen die Nutzer eine Aufnahmegebühr

von 25 bis 30 Euro und in den darauffolgenden

Monaten elf bis 23 Euro. Auch bei

einmaligen Einsätzen unterscheiden sich

die Preise sehr: Während einige Agenturen

pro Vermittlung bis zu 23 Euro verlangen,

begnügen sich andere schon mit

11 Euro. Hinzu kommen hierbei noch ein

Stundenlohn von sechs bis acht Euro.

Finanziert werden die Oma-Opa-Hilfsdienste

also einerseits durch ihre Nutzer,

andererseits durch Mitgliedsbeiträge,

Spenden und Stiftungen, freiwilliges

Engagement und Preisauszeichnungen/-

gelder.

Es gibt jedoch auch Wohlfahrtsorganisationen

wie die Caritas, Diakonie, AWO

und den Kinderschutzbund oder aber

Oma-Opa-Hilfsdienste, wie die von Herr

Dr. Gränzer und Frau Smidt, die auch ehrenamtliche

Leih-Omas vermitteln. Frau

Smidt beispielsweise »vermittelt in Notfällen

auch ehrenamtlich eine Kinderbetreuung,

falls kein Kostenträger vorhanden

ist«. »Wir arbeiten nicht unbedingt gewinnorientiert.

Für dieses Engagement

wurde Frau Schumacher 1996 das

Bundesverdienstkreuz verliehen,« so

Frau Smidt.

Ehrenamtliche Leih-Omas und -Opas

arbeiten also zum Nulltarif, freuen sich

aber je nach Abmachung mit den Eltern

über Verpflegung, Erstattung der Anfahrtskosten

und eventuell ein kleines

»Dankeschön«. Dominika Emilia Radon,

Landgraf-Ludwigs-Gymnasium

Quellen:

• www.jaz-ev.de

• www.oma-opa-hilfsdienst.de

• www.oma-u-opa-hilfsdienst.de

• www.leihomas-leihopas.de

• Interview mit Herr Dr. Randolf Gränzer, Vorstandsvorsitzender

der Patenschaften-Aktiv

e.V.(www.leihomas-leihopas.de)

• Interview mit Frau Jutta Smidt (www.omaopa-hilfsdienst.de)

Journalist bei der Schüler AZ

1. Die Texte dürfen eine Länge von

6000 Zeichen (Buchstaben, Satzzeichen,

Leerzeichen) nicht überschreiten,

das entspricht rund 150 Druckzeilen à

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2. Die Texte müssen per Mail in einem

gängigen Dateiformat (möglichst Word)

an die Redaktion übermittelt werden.

3. Die Beiträge müssen selbst recherchiert

werden. Textstellen, die aus dem

Internet oder aus anderen Quellen

übernommen werden, müssen gekennzeichnet

werden. Quellenangabe ist

Pflicht! Wir weisen darauf hin, dass

das Einreichen von abgeschriebenen

Texten einen strafbaren Urheberrechtsverstoß

darstellt.

4. Fotos können mitgeliefert werden. Auf

hohe Auflösung, mindestens 300 dpi,

achten. Auch hier ein gängiges Dateiformat

benutzen (möglichst jpeg, im

RGB-Modus).

5. Texte und Fotos für die jeweils nächste

Ausgabe müssen spätestens zwei

Wochen vor dem Erscheinungstermin

bei der Redaktion abgeliefert werden.

6. Kontakt:

Texte und Fotos bitte an folgende

E-Mail-Adresse schicken:

redaktion@SchuelerAZ.de

Ansprechpartner:

Florian Dörr

Telefon 0641/3003-262

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Kinotipps

Sherlock Holmes 2

Spiel im Schatten – Start: 22. Dezember 2011

Niemand war in der Lage, Sherlock Holmes’ Scharfsinn zu überbieten. Bis jetzt. Ein

genialer Verbrecher macht die Welt unsicher: Professor Moriarty. Er ist Holmes nicht nur

intellektuell gewachsen – durch seine skrupellose Bösartigkeit könnte er dem legendären

Detektiv sogar überlegen sein. Als der österreichische Kronprinz tot aufgefunden

wird, glaubt Inspector Lestrade aufgrund der Indizien an Selbstmord. Doch Sherlock

Holmes kombiniert, dass der Prinz ermordet wurde – und zwar im Rahmen eines grausigen

Komplotts. Die Sache wird mysteriöser als Holmes auf die schöne Zigeunerin Sim

trifft, die mehr sieht als sie sagt und daher selbst auf die Abschussliste gerät.

In Time

Deine Zeit läuft ab

In einer Welt, in der man

ab 25 Jahren nicht mehr

altert und mit 26 Jahren

stirbt, wenn nicht zusätzliche

Lebenszeit erarbeitet

wird, kämpfen die Menschen

aus der Zone der

Armen ums Überleben. Als Will von einem

Fremden mit viel Zeit beschenkt wird, dringt

er in die Zone der Reichen vor, die auf Kosten

der Armen Zeit im Überfluss haben und

praktisch unsterblich sind. Will versucht das

diktatorische System zu stürzen, wird aber

längst von unbarmherzigen Zeitwächtern

gejagt.

Darsteller: Justin Timberlake, Amanda

Seyfried, Cillian Murphy

Start: 1. Dezember 2011

Mad Circus

Eine Ballade

von Liebe und Tod

Ein Junge erlebt, wie sein

Vater, Zirkusclown und

Widerstandskämpfer

gegen den Faschismus, im

Bürgerkrieg von Franco-

Anhängern getötet wird,

und tritt als der traurige Clown in seine Fußstapfen.

Mit dem fröhlichen Clown kämpft

er um die Zuneigung einer betörenden

Trapezkünstlerin. Durch Entwürdigung und

Demütigung wird er zu einem Monster ohne

Moral, das nicht nur seinem Rivalen das

Gesicht zerfetzt, sondern auch sich selbst

übelst zurichtet.

Darsteller: Carlos Areces, Carolina Bang,

Antonio de la Torre

Start: 8. Dezember 2011

Der gestiefelte Kater

Erste Soloshow des Katers

Lange vor seiner ersten

Begegnung mit Shrek

führte der gestiefelte Kater

in Mexiko das Leben eines

Draufgängers, Liebhabers

und Diebes. Magische

Bohnen, die über eine

Ranke ins Reich der Wolken zu großem

Reichtum führen sollen, locken ihn in ein

Abenteuer, das ihn mit alten Wunden und

einem neuen Heilmittel konfrontiert. Die

überaus reizende Kitty Samtpfote, eine

mutige, magnetisch anziehende Mieze,

lässt den Kater sogar seine Ressentiments

gegenüber Ex-Kumpel Humpty Dumpty

vergessen, der eigene finstere Pläne mit

den Bohnen verfolgt.

Start: 8. Dezember 2011

Der Weihnachtsmuffel

Krippenspiel-Komödie

Für Grundschullehrer Paul

Maddens ist Weihnachten

der reine Horror. Und jetzt

soll er auch noch das Krippenspiel

an seiner Schule

inszenieren. Trotz seiner

Abneigung entwickelt Paul

eine große Portion Ehrgeiz, die elitäre Nachbarschule

auszustechen. Also behauptet

der Lehrer einfach, seine Ex-Freundin und

erfolgreiche Filmproduzentin Jennifer, ziehe

es in Erwägung, das Stück für die Leinwand

zu adaptieren. Dumm nur, dass Paul seit

Jahren kein Wort mehr mit Jennifer gewechselt

hat.

Darsteller: Martin Freeman, Marc Wootton,

Jason Watkins, Ashley Jensen

Start: 8. Dezember 2011

Mein Freund,

der Delfin

Anrühriges Familiendrama

Am Strand findet der

Junge Sawyer ein schwer

verletztes Delfinweibchen.

Das Tier war zuvor in eine

Krebsreuse geraten, wobei

die Schwanzflosse derart

verwundet wurde, dass ein Überleben des

Tiers kaum möglich scheint. Durch den unglaublichen

Einsatz eines Meeresbiologen,

eines Spezialisten für Prothesen und

Sawyers tiefer Zuneigung wird das Unmögliche

wahr: »Winter«, wie der Junge seine

tierische Freundin getauft hat, kommt langsam

wieder zu Kräften.

Darsteller: Morgan Freeman, Ashley Judd, Ray

McKinnon, Kris Kristofferson

Start: 15. Dezember 2011

Ronal der Barbar

Animationskomödie

Ronal ist alles andere

als ein Barbar, wie er im

Buche steht. Er ist

schmächtig, dürr und hat

ein dünnes Stimmchen.

Trotzdem ist er die einzige

Hoffnung seines Stammes.

Denn die stolzen, muskulösen, ölig glänzenden

Krieger sind in die Fänge des fiesen

Eroberers Volcazar geraten. Mithilfe eines

esoterisch veranlagten Elben, eines Barden,

der nicht singen kann, und einer vorlauten

Kämpferin versucht Ronal nun, über sich

hinauszuwachsen und das magische

Schwert zu finden, um sein Volk aus den

Fängen des widerlichen Volcazar zu

befreien.

Start: 22. Dezember 2011

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Schüler AZ | DIE SCHÜLERZEITUNG der Gießener Allgemeinen Zeitung/Alsfelder Allgemeinen Zeitung

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