Erfahren Sie weitere Details zum Projekt - Gemeinsam für Afrika

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CARE DEUTSCHLAND-LUXEMBURG E.V.

GÄRTEN DES

LEBENS

Ernährungsunsicherheit und Nahrungsmittelknappheit sind im ländlichen

Lesotho keine Seltenheit. Dabei haben Überschwemmungen und ungünstige

Wetterbedingungen in den letzten Jahren die Ernährungssituation

weiter verschlechtert. Weil es kaum Arbeitsmöglichkeiten im eigenen

Land gibt, werden viele Menschen in Lesotho Wanderarbeiter, die ihr Geld

in den Minen Südafrikas verdienen. So konnte sich HIV/AIDS in rasanter

Geschwindigkeit in Lesotho ausbreiten. Viele Kinder haben ihre Eltern an

AIDS verloren und sind auf sich alleine gestellt. CARE arbeitet seit 1968 in

Lesotho. Ziel der CARE-Projekte ist, die Bevölkerung durch das Einführen

besserer Anbaumethoden und das Verteilen von Saatgut und Nahrung in

Dürrezeiten vor Hunger zu bewahren und sie durch Aufklärung besser vor

HIV/AIDS zu schützen.

In dem CARE-Projekt „Gärten des Lebens“ zum Beispiel lernten 4.000 Kinder

und AIDS-Waisen unter fachkundiger Anleitung, wie man einen Garten

anlegt und welche Gemüsesorten dem Klima entsprechend besonders gut

gedeihen. Auf diese Weise sicherte CARE die tägliche Mittagsmahlzeit der

Kinder und verbesserte ihre Fähigkeiten, sich selbstständig zu ernähren.

LANDINFO

LESOTHO

Fläche

Bevölkerungszahl

Hauptstadt

Regierungsform

Bevölkerung unter

15 Jahre

Bruttonationaleink.

pro Kopf

Lebenserwartung bei

Geburt

Anzahl

untergewichtige Kinder

30.355 km²

2,2 Mio.

Maseru

Monarchie

37 Prozent

1.970 US$

48 Jahre

13 Prozent

Gemeinsam für Afrika Lesotho 1


Durchführung des Projekts

CARE hat bei der Durchführung des Projektes mit zwei lokalen

Nichtregierungsorganisationen (GROW in Mokhotlong

und Rural Self Help Development Association (RSDA)

in Mohale’s Hoek) sowie mit dem Ministerium für Bildung,

insbesondere mit dem SSRFU (School Self Reliance Feeding

Unit) zusammengearbeitet. Das SSRFU unterstützt

Schulen im Aufbau von Schulgärten, Viehzucht und Einkommen

schaffende Maßnahmen um die Ernährung der

Schüler zu sichern. Auch arbeitete CARE eng mit dem Welternährungsprogramm

der Vereinten Nationen (WFP) zusammen,

welches sich darauf konzentriert, Schulen in abgelegen

Gegenden Lesothos mit Hülsenfrüchten, Haferbrei,

Getreide und Speiseöl zu versorgen, damit die Kinder

wenigstens genügend Frühstück und Mittagessen in der

Schule zu sich nehmen können. Somit schloss CARE mit

dem Gartenprojekt den Kreis, indem es mit den Kindern

und Jugendlichen zusammen Gemüse anbaute und die

Kinder somit mit reichhaltigen Vitaminen und Mineralien

versorgt wusste und die Kinder und Jugendlichen erlernten

währenddessen auch diese selbständig anzubauen.

Phase I – Anbau von Nutzgärten

Im Rahmen des Projektes wurden 43 Schulen bei dem Anbau

und der Pflege von Nutzgärten unterstützt und die

Schüler in Gartenanbau und Pflege unterrichtet. Über

28.000 qm Fläche wurden zu Nutzland kultiviert, von denen

heute über 8.000 Kinder und Jugendliche profitieren.

Die selbst angelegten Nutzgärten werden von den Schülern

selbstständig weiter betreut. Der Ernteertrag dieser

Gärten trägt somit zur eigenständigen Ernährungssicherung

der Schüler bei. Die Schüler werden zudem im Gartenanbau

unterrichtet. Der Unterricht in Gartenanbau wird

zudem genutzt um die Schüler über Themen wie der Umgang

mit HIV/AIDS, Geschlechtergleichheit und Umweltbewusstsein

aufzuklären und sie diesen Themen gegenüber

zu sensibilisieren.

Im Durchschnitt haben die Schulen bis zu acht verschiedene

Feldfrüchte angepflanzt, wie zum Beispiel Spinat,

Kohl, Ackersenf, Bohnen, Tomaten, Karotten, Rote Bete

und Zwiebeln, welche hauptsächlich in den Mahlzeiten

während der Schulzeit benutzt werden. Dadurch ist es den

Schulen möglich, zweimal in der Woche Gemüse an die

Schüler zu verteilen.

Phase II - Bewässerungssysteme

Ein weiteres Ziel des Projektes „Ein Garten fürs Leben“ ist

und war es Wasserspeicher zu bauen, welche eine äußert

wichtige Komponente innerhalb des Projektzieles (Anlegen,

Wiederaufbau und Pflegen von Schulgärten) darstellen.

Die neue Maßnahme beinhaltete das Installieren der

Wasserbehälter in 43 Schulen, sowie die Weiterbildung

der Schulen bezüglich der optimalen Nutzung des Wassers

bei der Gartenbewässerung (z.B. durch Tröpfchenbewässerung).

Rund 8.000 Schüler haben davon profitiert.Es

wurden 43 Schulen für den Bau von Tanks zur Bewässe-

Gemeinsam für Afrika Lesotho 2


ung der Schulgärten ausgewählt: 25 Schulen in Mokhotlong

und 18 in Mohale’s Hoek. Ein Teil der Schulen

verfügte bereits über Wassertanks, jedoch wurden diese

überwiegend für die Trinkwasserbereitstellung und zum

Kochen der Schulspeisung genutzt. Diese Tanks konnten

bisher jedoch nicht genügend Wasser halten, um zusätzlich

die Schulgärten zu bewirtschaften. Mit der Konstruktion

der Wassertanks wurde im April 2006 unter

Anleitung von Experten begonnen.

Sowohl in Mokhotlong Distrikt als auch in Mohale’s

Hoek konnten in allen Projektschulen Wassertanks errichtet

werden. Es wird erwartet, dass durch das Speichern

von Wasser in den von RTL finanzierten Tanks die

Anbauperiode der Schulen von wenigen Monaten im

Jahr dauerhaft auf das gesamte Jahr ausgedehnt werden

kann. Alle Schulen berichten, dass sie mit dem gesammelten

Wasser die Schulgärten bewässern oder das

Wasser sogar zum Trinken. Waschen oder Kochen benutzen.

Auch bieten die vor der Regenzeit fertig installierten

Wassertanks schon jetzt eine Ausweitung der Ernte,

als dass die Ernte von ein paar Monaten im Jahr auf eine

ganzjährige Ernte ausgeweitet werden konnte.

Phase III - Unterricht in Gartenpflege

Alle 43 Schulen haben aus dem Unterricht in Bewässerungsarten

und Gartenpflege Gewinn ziehen können. Lokale

Partner haben Trainingsprogramme für über 8.000

Lehrer und Schüler angeboten und diese über verschiedene

Arten des nachhaltigen Anbaus aufgeklärt. So wurden

die Schüler als auch die Lehrer unter anderem über

die verschiedenen Möglichkeiten der Bodenaufbereitung,

des Säens, des Düngens und des richtigen Bewässerns

geschult.

Durch die Schulungen über die Möglichkeiten des Gartenanbaus

haben über 250 Kinder diese Art des Gartenanbaus

mit verschiedenen Gemüsesorten auch zu Hause

übernommen. Dort pflanzen sie nun, anstatt von ein

oder zwei Gemüsesorten bis zu sechs verschieden Gemüsesorten

an. Des Weiteren wurde, durch das Erlernte

in den Schulungen, in ca. 113 Haushalten eigene Nutzgärten

neu angebaut und demzufolge werden über 650

Menschen in diesen Haushalten in der Zukunft von der

Ernte des eigenen Gartens profitieren und sich nährreicher

ernähren können.

Zusammenfassung

AlDie durchgeführten Maßnahmen wurden ein voller Erfolg.

Davon haben sich der Leiter der Programmabteilung

von Care Deutschland, Wolfgang Tyderle, und die

Mitarbeiterin Eva Maas im Mai vor Ort überzeugen können.

Die CARE Mitarbeiter hatten während ihrer Monitoring-Reise

viele der Schulen des Projektes besucht,

an welchen sie mit einem freudigen Lächeln empfangen

wurden. In Gesprächen mit dem CARE Team vor Ort, den

Schuldirektoren und den Schülern der Schulen konnten

sie sich von dem Erfolg und der Nachhaltigkeit des Projektes

überzeugen.

Mit diesen relativ geringen Mitteln konnten unsere Mitarbeiter

vor Ort eine Reihe von sehr nachhaltigen, effektiven

Maßnahmen durchführen. Mehr als 8.000 Schüler

und Lehrer sind Nutznießer der Anlage von Schulgärten,

der Errichtung von Wassertanks und der Durchführung

von Schulungen zum Gartenbau geworden. Das in den

Gärten angebaute Gemüse und Obst trägt zu einer verbesserten

und preisgünstigen Ernährung der Kinder bei.

Die Kinder und Lehrer der Schulen haben tatkräftig und

mit viel Initiative an der Umsetzung des Projektes mitgeholfen

und können sich nun täglich über eine nahrhafte

Mahlzeit freuen.

Da der Bedarf weiterhin sehr hoch ist und viele Schulen

angefragt haben, ob auch sie durch „Secure The Child“

unterstützt werden können, hat CARE sichergestellt,

dass das Projekt mit privaten Spendenmitteln weitergeführt

wird.

Gemeinsam für Afrika Lesotho 3

Bilder Copyrights: Care Deutschland-Luxemburg e.V.

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